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Schaltpläne für Elektrobaukasten

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Tim Franke

unread,
Jan 15, 2010, 2:58:35 PM1/15/10
to
Hallo,

mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerst�nden, div. Kondensatoren usw.)

Nun w�rde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht f�r einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe f�r einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)

Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlp�ne f�r mein Vorhaben
einsehen kann?

Gruss,
Tim


Thomas Hu"bner

unread,
Jan 15, 2010, 3:07:59 PM1/15/10
to
Tim Franke <tim_f...@gmx.de> tipperte in
news:7rbvmh...@mid.individual.net

> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
> (mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerst�nden, div. Kondensatoren
> usw.)

Kosmos? Philips?

> Nun w�rde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
> Bauteile anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht f�r
> einen Kondensator, eine helle und dunkle Lampe f�r einen Widerstand, keine

> Ahnung wie
> man sich einen Transistor veranschaulichen kann)

Transistor?
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Transistor_animation.gif

> Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlp�ne f�r mein
> Vorhaben einsehen kann?

Zwar nicht erste Wahl, aber immerhin:
http://www.b-kainka.de/hobbyel.htm
http://www.b-kainka.de/elektronik.htm

Theoretischer:
http://www.elektronik-kompendium.de/

Und �berhaupt:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/

--
Thomas

Joerg

unread,
Jan 15, 2010, 3:41:56 PM1/15/10
to

Ja, aber nur in Englisch (sollte der Junior eh mit vertraut werden):

http://www.discovercircuits.com/T/transistor.htm

Es macht nichts wenn man mit groesseren Schaltungen beginnt und
"rueckwaerts" lernt zu verstehen. Als ich in dem Alter den Philips EE20
Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft :-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 15, 2010, 4:22:08 PM1/15/10
to
On Fri, 15 Jan 2010 12:41:56 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:

>Als ich in dem Alter den Philips EE20
>Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
>elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
>Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft :-)

Jo, genauso bei mir. Faszinierend. Der Weihnachtsfrieden litt aber,
als ich dann die "amerikanische Polizeisirene" baute.

Vorher gab es bei uns in einer Kooperation von Philips und unserer
monopolen Tageszeitung einen Wettbewerb, bei dem man einen
Philips-Radiobaukasten zum Zielobjekt transformieren mu�te.Da ungef�hr
setze sich das bis heute anhaltende Interesse an dem Fach durch, wenn
es vom Studium auch eher was etwas anderes wurde. Beruflich dann aber
doch wieder.

Didaktisch besser aber war auf jeden Fall sp�ter das Kosmos
Elektroniklabor XG plus Zus�tze. Die gibt es auch heute noch
vereinzelt in der Bucht, aber da ist viel Schrott dabei. Wenn ich aus
meinem die Batterien rechtzeitig rausgenommen h�tte...

Joerg

unread,
Jan 15, 2010, 4:50:43 PM1/15/10
to
Ulrich G. Kliegis wrote:
> On Fri, 15 Jan 2010 12:41:56 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
> wrote in de.sci.electronics:
>
>> Als ich in dem Alter den Philips EE20
>> Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
>> elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
>> Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft :-)
>
> Jo, genauso bei mir. Faszinierend. Der Weihnachtsfrieden litt aber,
> als ich dann die "amerikanische Polizeisirene" baute.
>

Die haben wir hier live, mit begleitendem Geheul von drei Hunden. Der
Rottweiler konnte die sauber nachmachen bis im Alter jetzt seine Stimme
nicht mehr so mitmacht.


> Vorher gab es bei uns in einer Kooperation von Philips und unserer
> monopolen Tageszeitung einen Wettbewerb, bei dem man einen
> Philips-Radiobaukasten zum Zielobjekt transformieren mu�te.Da ungef�hr
> setze sich das bis heute anhaltende Interesse an dem Fach durch, wenn
> es vom Studium auch eher was etwas anderes wurde. Beruflich dann aber
> doch wieder.
>
> Didaktisch besser aber war auf jeden Fall sp�ter das Kosmos
> Elektroniklabor XG plus Zus�tze. Die gibt es auch heute noch
> vereinzelt in der Bucht, aber da ist viel Schrott dabei. Wenn ich aus
> meinem die Batterien rechtzeitig rausgenommen h�tte...


Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
konnte sie nicht direkt anfassen und der Ersatz eines Transistors nach
einer fatz ... *PAETSCH* Episode kostete die Jungs mit Kosmoskaesten
immer ein halbes Vermoegen. Beim EE20 konnte man bei Laeden wie Arlt
oder Buerklin einfach einen neuen von der Stange kaufen. Notfalls auch
beim Radiohaendler, aber der hatte nur die Transistoren von Henninger
und wollte immer drei bis vier Maerker pro Stueck.

Didaktisch am besten war aber mit Abstand eines: Der Sperrmuell. Zu
Spitzenzeiten hatte ich 15-20 Fernseher in mehr oder weniger
geschlachtetem Zustand im Hausflur aufgereiht :-)

Wundert mich heute noch dass meine Eltern das mitgemacht haben, bin
ihnen aber sehr dankbar dafuer. Man entwickelte auf dem Papier eine
Schaltung. Dann ging man im Flur einkaufen. Bargeld war nicht noetig,
nur eine Verlaengerungsschnur, ein Loetkolben, Zange und
Schraubenzieher. Nach groesserem Einkauf noch das Badezimmerfenster
kippen, damit der Kolophonium-Mief abzog.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 15, 2010, 5:21:41 PM1/15/10
to
On Fri, 15 Jan 2010 13:50:43 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:

>


>Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
>konnte sie nicht direkt anfassen

Ein non-virtueller Vorl�ufer von Spice sozusagen. Es ist ja ohnehin
fsaizinierend, wie es immer wieder gelingt, genuine Softwareobjekte
nachzubilden. Neulich hab ich sowas gesehen, da hatte jemand Membranen
kunstvoll auf Sperrholzzylinder gespannt und konnt da so geschickt
draufschlagen, da� es fast wie ein Drumsampler klang. Auch f�r string-
und piano-Soundsets gibt es fasizinierende Simulationen aus Holz und
Metall...

Nur diese Kontaktfedern von Phlipsi waren ne Pest. Traningslager f�r
sp�tere Schneidklemmtechnikverdrahter.

Gru�,
U.

Frank Buss

unread,
Jan 15, 2010, 5:33:34 PM1/15/10
to
Tim Franke wrote:

Ist da nicht eine Anleitung bei gewesen, die genau das machen sollte? Ich
kann mich noch dunkel an meinen Kosmos Baukasten vor ewigen Zeiten erinnern
und da war z.B. ein Transistor mit Wehren und Wasser beschrieben. Hab's
gerade im Web wiedergefunden:

http://www.domnick-elektronik.de/elekts1.htm

--
Frank Buss, f...@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Joerg

unread,
Jan 15, 2010, 5:39:10 PM1/15/10
to
Ulrich G. Kliegis wrote:
> On Fri, 15 Jan 2010 13:50:43 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
> wrote in de.sci.electronics:
>
>> Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
>> konnte sie nicht direkt anfassen
>
> Ein non-virtueller Vorl�ufer von Spice sozusagen. Es ist ja ohnehin
> fsaizinierend, wie es immer wieder gelingt, genuine Softwareobjekte
> nachzubilden. Neulich hab ich sowas gesehen, da hatte jemand Membranen
> kunstvoll auf Sperrholzzylinder gespannt und konnt da so geschickt
> draufschlagen, da� es fast wie ein Drumsampler klang. Auch f�r string-
> und piano-Soundsets gibt es fasizinierende Simulationen aus Holz und
> Metall...
>

So entstanden ganze Musikrichtungen. Leere Oelfaesser umgedreht ->
Reggae. Oder das Skiffle Board, ein glorifiziertes Waschbrett.


> Nur diese Kontaktfedern von Phlipsi waren ne Pest. Traningslager f�r
> sp�tere Schneidklemmtechnikverdrahter.
>

Die waren einer der Gruende warum immer wieder Beinchen abbrachen.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 15, 2010, 6:37:36 PM1/15/10
to
On Fri, 15 Jan 2010 23:33:34 +0100, Frank Buss <f...@frank-buss.de>
wrote in de.sci.electronics:

>Ich
>kann mich noch dunkel an meinen Kosmos Baukasten vor ewigen Zeiten erinnern
>und da war z.B. ein Transistor mit Wehren und Wasser beschrieben.

Das war sehr einpr�gsam. Mein Physiklehrer war damals immer auf der
Suche nach einem erkl�rbaren Modell. Also habe ich ihm das gezeigt.
�berraschenderweise (damals f�r mich) bem�kelte er dann aber, da� das
dem Mechanismus der Ladungstr�gerzufuhr nicht so richtig entspreche,
daher wollte er es nicht �bernehmen. Aber ich hab's mir trotzdem
gemerkt... :)

Gru�,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 15, 2010, 6:45:36 PM1/15/10
to
On Fri, 15 Jan 2010 14:39:10 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:

>
>


>Die waren einer der Gruende warum immer wieder Beinchen abbrachen.

Und Fingern�gel. Nach zwei Stunden Intensiv-Phlippsen war Klavier�ben
ne Qual.

Oder vier Bauteile und zwei (zu kurze) Dr�hte unter eine solche Feder
zu klemmen, Pest! War bei Kosmos aber auch nicht viel besser.

Bei Jugend forscht traf ich dann einen, der hatte das Prinzip
umgedreht: Eine gro�e Sammlung von Bauelementen hinter einer
Riesenmatrix von Bananensteckerbuchsen, und dann entsprechende
Verdrahtungsmatrizen dazu, mit denen er mit einem kr�ftigen Hau-Ruck!
aus einem Verst�rker z.B. ein Radio oder sogar einen Oszillographen
machen konnte. Hat sich erst sp�ter als FPGA durchgesetzt...

Gru�,
U.

Bernd Mayer

unread,
Jan 15, 2010, 6:55:47 PM1/15/10
to
Am 15.01.2010 20:58, schrieb Tim Franke:
>
> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
> (mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerstᅵnden, div. Kondensatoren usw.)
>
> Nun wᅵrde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
> Bauteile
> anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht fᅵr einen
> Kondensator,
> eine helle und dunkle Lampe fᅵr einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
> einen Transistor veranschaulichen kann)
>
> Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpᅵne fᅵr mein Vorhaben
> einsehen kann?

Hallo,

Eine Sammlung von Elektronikbaukᅵstenanleitungungen gibt es hier:
http://ee.old.no/


Bernd Mayer

MaWin

unread,
Jan 15, 2010, 6:52:27 PM1/15/10
to
"Tim Franke" <tim_f...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7rbvmh...@mid.individual.net...

>
> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.


Was f�r einen denn ? So was:
http://www.pearl.de/a-PK3751-8355.shtml
Da liegt dich eine Anleitung bei.

Oder einen der �lteren:
http://www.generalatomic.com/teil1/index.html
http://ee.old.no/library/

http://www.b-kainka.de/bastel0.htm
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Message has been deleted

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 16, 2010, 4:04:25 AM1/16/10
to
On Fri, 15 Jan 2010 20:58:35 +0100, "Tim Franke" <tim_f...@gmx.de>
wrote in de.sci.electronics:

Jetzt noch mal zum OP zur�ck, hallo, Tim,

>
>mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
>(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerst�nden, div. Kondensatoren usw.)

Hmmm, 7 Jahre sind allerdings f�r erste Schritte in die Elektronik ein
noch sehr kleines Alter - es sei denn, da�, was ja h�ufiger als
allgemein angenommen vorkommt, Dein Sohn zu den Hochbegabten z�hlt.
Wie weit sind denn seine sonstigen naturwissenschaftlichen
Erkenntnisse schon gereift? Kraft (~Spannung), Reibung (~Widerstand),
ein Begriff von Relationen (Spannungsteiler) - schon vorhanden? Oder
willst Du das mit ihm an den Beispielen total abstrakt mit erarbeiten?


>Nun w�rde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
>Bauteile
>anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht f�r einen
>Kondensator,
>eine helle und dunkle Lampe f�r einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
>einen Transistor veranschaulichen kann)

Geht es jetzt prim�r um Deinen Erkenntnisgewinn oder den Deines
Sohnes? Welche Voraussetzungen bringst Du dazu selbst mit? Die Frage
ist bez�glich der Einstiegsstufenh�he nicht unwichtig.

>
>Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlp�ne f�r mein Vorhaben
>einsehen kann?

Da scheinen mir Anspruch und Wirklichkeit doch etwas
auseinanderzufallen: W��test Du um die Komplexit�t einer einfachen
Blinkschaltung, die zwar f�r einen Techniker oder Ingenieur oder
Hobbyelektroniker keine H�rde darstellt, f�r das Verst�ndnis eine
7-J�hrigen aber doch mehr als eine Herausforderung, w��test Du
vermutlich auch Quellen. Wenn Du mit den einfachen Begriffen "Einfache
Schaltungen f�r Anf�nger" o.�. googlierst, wirst Du zugestreamt.
�berforder das Kind bitte nicht.

Es sind Dir ja schon ein paar Links genannt worden, aber diese Sache,
da� Du einen 7-j�hrigen mit Dir mitlernen lassen m�chtest, die macht
mich neugierig: Nicht nur vom Konzept her, sondern auch vom weiteren
Verlauf. Da gibt es wenig Beispiele. Elektroverdrahtungen (also ne
Lampe schalten, fr�her gab es die Artikelbezeichnung
"Puppenhausschalter" (kurzes Googlieren f�hrte zu einer
Einstiegsanleitung auf absolutem Startniveau:

http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=9&ved=0CCoQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.bergischeminiaturen.de%2FPDF_L%25F6tkursL%25F6tkurs.pdf&rct=j&q=Puppenhausschalter&ei=P31RS-qoNuHHjQep2pCUCg&usg=AFQjCNEKyaHb6C5-_6eut30FiWdJkHzWpQ

(Zitat: "Oberste Regel bei der Elektroinstallation ist es, dass die
Plusleitung niemals an die Minusleitung geschlossen wird, weil das
sofort zum Kurzschluss f�hrt.")), eine einfache elektrische Eisenbahn
(hach, schon wieder in der Zeitmaschine gesessen) richtig anschlie�en,
das f�ngt mvuMn bei einem sehr gut begabten 7-j�hrigen gerade an. Aber
auch nur selten. So in der dritten, vierten Klasse ist dann meist
schon etwas mehr Grundwissen vorhanden. Aber die Ausnahme best�tigt
nat�rlich immer die Regel. Komplexe Schaltungen aber mit Verst�ndnis
f�r die elektronischen Vorg�nge auzubauen und abstrakt verstehen zu
k�nnen - das ist ein sportlicher Ansatz. Was aber nciht hei�t, da� es
nicht geht.

Verrat uns doch bitte auch, um welchen Baukasten es sich handelt.

Gru�,
U.

Marte Schwarz

unread,
Jan 16, 2010, 10:06:31 AM1/16/10
to
Hi Ulrich,

>>mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
>>(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerst�nden, div. Kondensatoren usw.)
>
> Hmmm, 7 Jahre sind allerdings f�r erste Schritte in die Elektronik ein
> noch sehr kleines Alter - es sei denn, da�, was ja h�ufiger als
> allgemein angenommen vorkommt, Dein Sohn zu den Hochbegabten z�hlt.
> Wie weit sind denn seine sonstigen naturwissenschaftlichen
> Erkenntnisse schon gereift? Kraft (~Spannung), Reibung (~Widerstand),
> ein Begriff von Relationen (Spannungsteiler) - schon vorhanden? Oder
> willst Du das mit ihm an den Beispielen total abstrakt mit erarbeiten?

Also meine ersten Erfahrungen mit Ekeltronik hatte ich w�hrend der
Technikerausbildung meines Vaters mitgenommen, da war ich 5. Verstanden habe
ich davon nat�rlich gar nichts. Aber ich fand es trotzdem klasse, dass mein
Vater sich zeit nahm um mir seinen 74er Baukasten zu erkl�ren. Den hatten
sie in der Technikerschule selbst gebaut (Feinwerktechnik, tolles Konzept,
erst macht man im mechanischen Teil den Baukasten und dann erarbeitet man
sich mit diesem die Elektronik. Ich kann mich gut daran erinnern, wie mir
mein Vater dann die Logikfunktionen zu erkl�ren versucht hat. Darauf hin
kamen die Flipflops mit denen man dann schon tolle Lauflichter machen
konnte. und wenn dann alle 32 L�mpchen geleuchtet haben (je 200 mA) dann ist
der Spannungsregler (TO3-Geh�use) schon so warm geworden, dass man besser
wieder ein paar l�mpchen aus gemacht hatte, sonst sind die L�mpchen dunkler
geworden und die Schaltung hat nicht mehr zuverl�ssig das gemacht, was sie
sollte, weil der Spannungsregler dann offenbar die Spannung abgedreht hatte,
was die 74er Serie bekanntlich weniger mag.
Mit 5 habe ich davon nat�rlich noch wenig wirklich verstanden, aber es hat
interesse geweckt. Sp�testens als ich lesen konnte habe ich dann die
st�dtische Bibliothek gest�rmt und habe die B�cher zum Thema verschlungen.
Wieviel ich da tats�chlich verstanden hatte, lass ich mal dahingestellt.
Dann hab ich Schaltungen aus den Bastelb�chern nachgebaut (Brett, Reisn�gel
und Draht als Baukasten) und mich gefreut, wenns getan hat. Wenn nicht, habe
ich mich gefreut, wenn Papa das Teil zum laufen gebracht hatte. Zu
Weihnachten gabs dann irgendwann einen E-Baukasten von Quelle. Das war der
Flop schlechthin, weil das war viel begrenzter als mit der Brettersammlung.

Kurzum: Bevor Kinder was verstehen lernen, m�ssen Sie Fasziantion erfahren.
Dann kommt die Motivation von innen und der Rest ist dann schon fast ein
Selbstl�ufer. Ich hoffe daher, dass es nch lange Mittelwellensender gibt,
die mit einer einfachen (Ge-)Diode hinter einem Schwingkreis h�rbar werden.
Das war ein richtiges Highlight. Da ist jedes blinkende L�mpchen v�llig
witzlos dagegen.

>>Nun w�rde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
>>Bauteile anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten.

Hi Tim, ich w�rde das mit der Erkl�hrung gar nicht zu kompliziert und
theoretisch machen. Als erstes solltest Du den Anspruch aufgeben, Dein Sohn
k�nnte das alles tats�chlich schon verstehen. Es ist v�llig in Ordnung, wenn
er in dem Alter zun�chst mal staunt und sich ernst genommen f�hlt, wenn Du
ihm erkl�rst, was das macht. Sei nicht frustriert, wenn davon nach 5 Minuten
nichts mehr �brig ist. In dem Alter ist das Spiel. Das ist so wie beim Lesen
lernen: Die Kids kennen zwar theoretisch relativ bald alle Buchstaben
einzelnd, bis es zum Textverst�ndnis reicht fehlt dann noch ganz viel...
Machs spielerisch, der Rest kommt dann irgendwann sp�ter.

Marte


Tim Franke

unread,
Jan 16, 2010, 11:23:21 AM1/16/10
to
Servus,

der Baukasten ist ein Geschenk und die Anleitung leider in Russisch.
Wobei eh nicht viel Text drin steht, sondern nur Schaltbild nach Schaltbild.
Die Bauteile sind eigentlich vom Bild her identisch mit dem KOSMOS easy
electronic.
Das heist die Elemente werden auf einer Steckplatte mittels Druckkn�pfen
miteinander verbunden.

Richtig verstehen m�chte ich die Funktionen von Kondensator, Transistor un
Co. innerhalb einer Schaltung.
Meinem Sohn w�rde ich es dann nat�rlich gefiltert altersgerecht darbringen.
Das Gleichnis mit einem 1D-Str�mungskreis in Bezug auf einem Stromkreis
hilft ihm da schon
ganz gut weiter, die Grundprinzipien zu verstehen. Ich kann das aber nur
solange "einfach �bersetzen",
solange ich das selbst begriffen habe.

Soweit zu meinen Motivationen.

Hat jemand noch einen Tipp zu einem Buch, dass sich mit einfachen
Schaltkreisen und deren Erl�uterung
besch�ftigt?

Gruss,
Tim


Klaus Butzmann

unread,
Jan 16, 2010, 11:39:48 AM1/16/10
to
Am 15.01.2010 22:50, schrieb Joerg:

> Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
> konnte sie nicht direkt anfassen

War's nicht eher das Braun Lectron System?
Bei Kosmos waren normale Teile auf Kunststoffbretter mit Klemmen geschraubt.

http://www.lectron.de/index.php?option=com_content&task=view&id=24&Itemid=48
http://www.juergen-horn.de/erinacom/elektronik/kaesten/laborx/laborx.html


Butzo

Joerg

unread,
Jan 16, 2010, 12:34:41 PM1/16/10
to

Noe, war schon Kosmos, was anderes hatten die Spielzeuglaeden bei uns
nicht (den EE20 hatte Vattern in Duesseldorf besorgt).

Das Problem bei Kosmos war, dass man zwar selbst montieren konnte, aber
was kaputt ging waren die Traegermodule oder "Schiffchen" aus Deinem
Link und die Dinger kosteten richtig Geld:

http://www.juergen-horn.de/erinacom/elektronik/kaesten/laborx/images/xg20.jpg

Auch beim Lectron koennte man neue Bauteile reinloeten, aber wenn ein
Modul zerbroeselt duerfte auch das nicht billig gewesen sein. Bei
Philips gab's keine Module, nur diese Reiter und Federn. Die konnte man
billig besorgen, aber sie gingen eh nie kaputt. Man musste eben
aufpassen dass keins in den Teppich getreten wurde. Didaktisch fand ich
das auch besser, denn man sieht die Bauteile direkt vor sich, kann sie
formen wie auf einer Platine. Der Schritt vom EE20 zur Leiterplatte war
im Prinzip nur ein Gang zur Apotheke, fuer die Aetzchemikalien, und beim
Eisenwarenhandel einen 1mm Bohrer besorgen. Die ersten Loecher hatte ich
mit Vaters dicken Metabo geboehrt.

Gruesse

Joerg

unread,
Jan 16, 2010, 12:40:54 PM1/16/10
to
Marte Schwarz wrote:

[...]

> Hi Tim, ich w锟絩de das mit der Erkl锟絟rung gar nicht zu kompliziert und

> theoretisch machen. Als erstes solltest Du den Anspruch aufgeben, Dein Sohn

> k锟絥nte das alles tats锟絚hlich schon verstehen. Es ist v锟絣lig in Ordnung, wenn
> er in dem Alter zun锟絚hst mal staunt und sich ernst genommen f锟絟lt, wenn Du
> ihm erkl锟絩st, was das macht. Sei nicht frustriert, wenn davon nach 5 Minuten
> nichts mehr 锟絙rig ist. In dem Alter ist das Spiel. Das ist so wie beim Lesen

> lernen: Die Kids kennen zwar theoretisch relativ bald alle Buchstaben

> einzelnd, bis es zum Textverst锟絥dnis reicht fehlt dann noch ganz viel...
> Machs spielerisch, der Rest kommt dann irgendwann sp锟絫er.
>

Volle Zustimmung. Es geht darum Interesse zu wecken. Ob das hinterher
vom Sohnemann weiterverfolgt wird oder nicht, egal, er lernt dadurch
dass man durchaus Sachen selbst bauen kann. Spaeter im Studium fiel es
mir auf: Kids aus reichen Haushalten wo aber auch alles vom Handwerker
erledigt wurde waren im praktischen Aufbau von Geraeten meist deutlich
ungeschickter als andere.

Joerg

unread,
Jan 16, 2010, 12:45:54 PM1/16/10
to
Tim Franke wrote:

[...]

> Hat jemand noch einen Tipp zu einem Buch, dass sich mit einfachen
> Schaltkreisen und deren Erl�uterung
> besch�ftigt?
>

Sieh mal in Eurer Stadtbuecherei nach, ob sie noch die Buechlein vom
Franzisverlag haben. Buchhandlungen kannst Du inzwischen vergessen, da
gibt's fast nur noch "Das Gross MS-Excel Buch" und so Kram.

Frank Buss

unread,
Jan 16, 2010, 1:24:24 PM1/16/10
to
Tim Franke wrote:

> Hat jemand noch einen Tipp zu einem Buch, dass sich mit einfachen
> Schaltkreisen und deren Erl�uterung
> besch�ftigt?

Wurde schon erw�hnt, ist kein Buch und auch nicht f�r dein Sohn geeignet,
aber hier sind viele Grundlagen beschrieben:

http://www.elektronik-kompendium.de

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Helmut Wabnig

unread,
Jan 17, 2010, 7:10:54 AM1/17/10
to
On Sun, 17 Jan 2010 13:00:34 +0100, Martin Gerdes
<martin...@gmx.de> wrote:

>"Tim Franke" <tim_f...@gmx.de> schrieb:


>
>>der Baukasten ist ein Geschenk und die Anleitung leider in Russisch.
>>Wobei eh nicht viel Text drin steht, sondern nur Schaltbild nach Schaltbild.
>
>>Die Bauteile sind eigentlich vom Bild her identisch mit dem KOSMOS easy
>>electronic.
>
>>Das heist die Elemente werden auf einer Steckplatte mittels Druckkn�pfen
>>miteinander verbunden.
>
>>Richtig verstehen m�chte ich die Funktionen von Kondensator, Transistor un
>>Co. innerhalb einer Schaltung.
>

>Der Lehrer will erstmal selbst verstehen?
>
>Auch recht. Lies die Abbildungen irgendwie ein oder fotografiere sie und
>stell sie dann mit Deinen Fragen auf irgendeinen Webspace. Dann sieht
>man weiter.


>
>>Meinem Sohn w�rde ich es dann nat�rlich gefiltert altersgerecht darbringen.
>

>Mit 5 ist er vermutlich zu klein dazu.


>
>>Das Gleichnis mit einem 1D-Str�mungskreis in Bezug auf einem Stromkreis
>>hilft ihm da schon ganz gut weiter, die Grundprinzipien zu verstehen. Ich
>>kann das aber nur solange "einfach �bersetzen", solange ich das selbst
>>begriffen habe.
>

>>Hat jemand noch einen Tipp zu einem Buch, dass sich mit einfachen
>>Schaltkreisen und deren Erl�uterung besch�ftigt?
>

>"Elektronik -- gar nicht schwer" (erstmal Band 1 und 2)
>
>Ich schlage vor, Du erz�hlst erstmal ein bi�chen von Dir. Bisher habe
>ich Deine Anfrage so verstanden, da� Du als zumindest m��ig von
>Elektronik Beleckter Deinem Kind die Grundbegriffe der Elektronik
>beibringen willst. Jetzt stellt sich die Sache eher so dar, da� Du
>erstmal selbst das lernen m�chtest, was der Experimentierkasten
>vermittelt und das dann weitergeben m�chtest. Das wird vermutlich
>schwierig.
>
>Ich w�rde meinem Kind einen solchen Experimentierkasten vermutlich erst
>mit 10 in die Hand dr�cken (es sei denn, es fragt vorher ausdr�cklich
>danach). Physik etc. gibts aus gutem Grund in der Grundschule nur in
>hom�opathischen Dosen.

Es geh�rt zum Guten Ton, von Physik nichts zu verstehen.

Die Physikprofessorin am Realgymnasium Feldkirchen in K�rnten
erkl�rte, da� Eisen keinen Strom leitet.
Die Kinder konnten sie nicht �berzeugen,
Eltern mu�ten aufmarschieren.

w.

Klaus P. Pieper

unread,
Jan 17, 2010, 8:57:48 AM1/17/10
to
Hallo Tim,

Tim Franke schrieb:


> Hallo,
>
> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.

> (mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerstᅵnden, div. Kondensatoren usw.)
>

> Nun wᅵrde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
> Bauteile
> anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht fᅵr einen
> Kondensator,
> eine helle und dunkle Lampe fᅵr einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
> einen Transistor veranschaulichen kann)
>

> Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpᅵne fᅵr mein Vorhaben
> einsehen kann?

ohne Quelle, nur aus Erfahrung: fᅵr Kinder in dem Alter muss es blinken
oder Krach machen und nach einer Viertelstunde muss etwas zu sehen oder
hᅵren sein. In ganz besonders spannender Umgebung darf es auch etwas
lᅵnger dauern, mehr als eine Schulstunde sollte man aber einem Kind in
dem Alter nicht zumuten.

Alarmanlagen sind ᅵbrigens auch sehr ᅵberzeugend und man kann damit gut
den Transistor erklᅵren.

Echtes Verstᅵndnis wirst du bei 7 Jahren aber noch nicht erzielen,
erstmal "nur" Interesse.

Gruᅵ

Klaus

--
reply pub . pieper ibeq
to kp3 . at . com

Bernd Laengerich

unread,
Jan 17, 2010, 2:19:56 PM1/17/10
to
Joerg schrieb:

> Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man

Ich kenne bei Kosmos die Kontaktierfedern in bunten Plastikbrettern in
die man die normalen Bauelemente reinsteckte. Auch Transistoren, an
den Stellen waren die Kontaktfedern im Dreieck angeordnet. Bei der
hollᅵndischen Gloelampenfabrik hingegen waren die Transistoren auf
kleine Platinchen gelᅵtet, teils mit Kᅵhlfahnen (BC148). Spᅵter dann
hatte Kosmos auch Transistoren auf Platinchen (wie hier:
http://www.b-kainka.de/bast73.jpg).

Ich habe sowohl einen Batzen Kosmos-Kᅵsten als auch das Philips-Labor
EE2000 fᅵr die Kinder.

Bernd

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 17, 2010, 4:15:08 PM1/17/10
to
On Sat, 16 Jan 2010 17:39:48 +0100, Klaus Butzmann
<k.butzmann.deletethis.@butzo.de> wrote in de.sci.electronics:

>http://www.juergen-horn.de/erinacom/elektronik/kaesten/laborx/laborx.html


Jo, irgendwo habe ich vor kurzem die Handb�cher zu meinen K�stgen auch
beim Aufr�umen (!?!) gesehen.

Was mir eben beim Ansehen der Beispielseiten auffiel: Die ruhige,
unaffektierte Sprache, in der das Wissen vermittelt wurde, vor allem
in sofort verst�ndlichen Begriffen. Liegt es daran, da� Heinz Richter
noch zu Zeiten geschrieben hat, als Deutsch auch noch als Fachsprache
galt? Obwohl, hier deutet sich schon M�pfiges an:

(Zitat):

"2. XR-Besitzer brauchen kein Hasch: Dreikanal-Lichtorgel"

Ja, klar hab ich die damals auch gebaut. Und bin bis heute frei von
allem Rauchbaren geblieben. Danke! :)

Gru�,
U.
(Sch�ner Dr�sel, dies!)

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 17, 2010, 4:29:52 PM1/17/10
to
On Sat, 16 Jan 2010 09:34:41 -0800, Joerg <inv...@invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:

>Didaktisch fand ich

>das auch besser, denn man sieht die Bauteile direkt vor sich, kann sie
>formen wie auf einer Platine. Der Schritt vom EE20 zur Leiterplatte war
>im Prinzip nur ein Gang zur Apotheke,

Da ich die Federn nicht zu m�gen gelernt hatte, versuchte ich es
zun�chst mit L�tenlernen. Ein dieser Technik nicht ganz sicherer
Verwandter beschenkte mich mit einem gro�en Napf L�tpaste f�r das
Gas-Wasser-Schiete-Handwerk, warmgef�gt mit einem Haushaltsl�tkolben,
der seinen Namen noch verdiente. Das war ein Abenteuer, heute wei�
ich, da� ich unerkannt Vorl�ufer-Experimente der SMD-L�ttechnik
durchf�hrte.

Dann verfiel ich auf die Idee, erst alle Verbindungen als Drahtger�st
zu l�ten und die Bauteile dann St�ck f�r St�ck einzuf�gen. Schon mal
n�her dran. Ein Freund, der mit R�hren experimentierte (Kosmos
Radiomann), machte mir klar, da� das daf�r nicht so geeignet war, und
ob Transistoren sich durchsetzen w�rden, davon war er nicht so
�berzeugt. Da mu� ich so ca. 12 gewesen sein...

Der n�chste Schritt war dann ein NF-Mischpult mit zwei Monokan�len,
Drehpotis (lineare waren unerschwinglich), und einer Pertinaxplatine
ohne Beschichtung nat�rlich, in die ich mit dem Drillbohrer aus dem
Laubs�gekasten L�cher f�r einzunietende L�t�sen gemurkelt habe. Die
Anregung dazu kam, wimre, aus einem sehr fr�hen Heinz-Richter- oder
Irgendwas-ohne-Balast - Buch. Geh�use aus Abachi-Platten. Wow. Mein
erstes Ger�t. Danach kam dann irgendwann das oben im Link erw�hnte
Labor. Und damit Erkenntnisse, weil diese B�cher wirklich erkl�rten.

Gru�,
U.

Michael Limburg

unread,
Jan 17, 2010, 6:29:38 PM1/17/10
to
Bernd Laengerich schrieb:

> Joerg schrieb:
>
>> Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
>
> Ich kenne bei Kosmos die Kontaktierfedern in bunten Plastikbrettern in
> die man die normalen Bauelemente reinsteckte. Auch Transistoren, an
> den Stellen waren die Kontaktfedern im Dreieck angeordnet. Bei der
> hollᅵndischen Gloelampenfabrik hingegen waren die Transistoren auf
> kleine Platinchen gelᅵtet, teils mit Kᅵhlfahnen (BC148). Spᅵter dann
> hatte Kosmos auch Transistoren auf Platinchen (wie hier:
> http://www.b-kainka.de/bast73.jpg).

Bei Kosmos waren die Transistoren auch auf (runden) Plastikplᅵttchen,
allerdings nicht gelᅵtet, sondern an den Kontaktfedern angenietet.
Siehe Radiomann von 1962, 2.Abbildung und besonders gut 6. Abb.:

http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Radiomann/Radiomann.htm

Wenn man die Seite hinabfᅵhrt, sieht man auch weitere sehr schᅵne
Fotos, z.B. die Verwendung einer Rᅵhre (war ein Batteriefresser).

Michael


Ralf Haboldt

unread,
Jan 18, 2010, 4:20:11 AM1/18/10
to
Michael Limburg wrote:

> Bernd Laengerich schrieb:

>> Joerg schrieb:
>>
>>> Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
>>
>> Ich kenne bei Kosmos die Kontaktierfedern in bunten Plastikbrettern in
>> die man die normalen Bauelemente reinsteckte. Auch Transistoren, an
>> den Stellen waren die Kontaktfedern im Dreieck angeordnet. Bei der

>> holl�ndischen Gloelampenfabrik hingegen waren die Transistoren auf
>> kleine Platinchen gel�tet, teils mit K�hlfahnen (BC148). Sp�ter dann


>> hatte Kosmos auch Transistoren auf Platinchen (wie hier:
>> http://www.b-kainka.de/bast73.jpg).

> Bei Kosmos waren die Transistoren auch auf (runden) Plastikpl�ttchen,
> allerdings nicht gel�tet, sondern an den Kontaktfedern angenietet.


> Siehe Radiomann von 1962, 2.Abbildung und besonders gut 6. Abb.:

> http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Radiomann/Radiomann.htm
>

> Wenn man die Seite hinabf�hrt, sieht man auch weitere sehr sch�ne
> Fotos, z.B. die Verwendung einer R�hre (war ein Batteriefresser).

> Michael

Da gab es dann wohl verschiedene Versionen: Meine Kosmosk�sten (Radio
und Elektronik) waren ohne Platinen, die Transistoren wurden mit
speziell gebogenen F��en in die Steckfedern gesteckt. Mein Phillips
hatte die Transistoren auf kleinen quadratischen Platinen mit 4
Anschl�ssen.

Ralf


Martin Laabs

unread,
Jan 18, 2010, 4:49:02 AM1/18/10
to
Hallo,

Ulrich G. Kliegis <diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de> wrote:
> On Fri, 15 Jan 2010 23:33:34 +0100, Frank Buss <f...@frank-buss.de>
> wrote in de.sci.electronics:

> >Ich
> >kann mich noch dunkel an meinen Kosmos Baukasten vor ewigen Zeiten erinnern
> >und da war z.B. ein Transistor mit Wehren und Wasser beschrieben.

> Das war sehr einpr�gsam. Mein Physiklehrer war damals immer auf der
> Suche nach einem erkl�rbaren Modell. Also habe ich ihm das gezeigt.
> �berraschenderweise (damals f�r mich) bem�kelte er dann aber, da� das
> dem Mechanismus der Ladungstr�gerzufuhr nicht so richtig entspreche,

Wen man sowas versucht den Sch�lern im Physikunterricht beizubringen
halte ich das f�r vergeudete Physikstunden. Ich habe es damals nicht ver-
standen obwohl ich gut in Physik war *und* es auch verstehen wollte. Selbst
als ich es noch ein paar mal nachgelesen habe konnte ich mir keinen Reim
drauf machen. Selbst das mit der Diode und den Raumladungszonen war fast
nicht zu duchschauen. (Warum sollten sich denn die Elektronen und L�cher
nicht anziehen und flux rekombinieren?)
Verstanden habe ich es erst im Studium als uns das ganze drum herum mit
den Potentialen und die Potentialtopf"theorie" erkl�rt hat.
Wenn sowas im Physikunterricht �fters vorkommt kann ich gut nachvollziehen,
dass sich viele Sch�ler davon abwenden.

Viele Gr��e,
Martin L.

Bernd Laengerich

unread,
Jan 18, 2010, 5:50:46 AM1/18/10
to
Ralf Haboldt schrieb:

> Da gab es dann wohl verschiedene Versionen: Meine Kosmosk�sten (Radio
> und Elektronik) waren ohne Platinen, die Transistoren wurden mit
> speziell gebogenen F��en in die Steckfedern gesteckt. Mein Phillips

Ja, genau die kenne ich auch. Grellbunte Plastiksteckbretter mit den
Federklemmen drin. Die sp�tere X-Serie (graue Kunststoffsteckbretter) hatte
dann die Transistoren auf Platinchen mit L�tn�geln unten dran zum Einstecken
in die Federn. Vermutlich sind zu viele Anschlu�dr�hte abgespielt worden und
die Kosmos-Transistoren waren ja sooo teuer...

Bernd

Uwe Hercksen

unread,
Jan 18, 2010, 9:51:47 AM1/18/10
to

Ulrich G. Kliegis schrieb:

> Bei Jugend forscht traf ich dann einen, der hatte das Prinzip
> umgedreht: Eine gro�e Sammlung von Bauelementen hinter einer
> Riesenmatrix von Bananensteckerbuchsen, und dann entsprechende
> Verdrahtungsmatrizen dazu, mit denen er mit einem kr�ftigen Hau-Ruck!
> aus einem Verst�rker z.B. ein Radio oder sogar einen Oszillographen
> machen konnte. Hat sich erst sp�ter als FPGA durchgesetzt...

Hallo,

solche "Verdrahtungsmatrizen" hatten wir beim Analogteil des
Hybridrechners um die Integrierer und Summierer zu verschalten.
Die massive Alutafel mit den eingesteckten Verbindungsleitungen wurde
motorisch in die Kontakte eingefahren, mit Hauruck ging da nichts mehr.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jan 18, 2010, 10:00:51 AM1/18/10
to

Martin Laabs schrieb:

> drauf machen. Selbst das mit der Diode und den Raumladungszonen war fast
> nicht zu duchschauen. (Warum sollten sich denn die Elektronen und L�cher
> nicht anziehen und flux rekombinieren?)

Hallo,

in der LED rekombinieren sie ja auch um ein Photon zu generieren. Beim
Vergleich Diode und LED kommt man mit einfachen Modellen wohl nicht
weiter. Beide lassen den Strom nur in einer Richtung fliessen, aber
Licht erzeugen kann nur die LED und warum kommt da nur eine bestimmte
materialabh�ngige Wellenl�nge heraus?

Bye

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Jan 19, 2010, 3:59:42 AM1/19/10
to
Also schrieb Uwe Hercksen:

>
>
> Martin Laabs schrieb:
>
>> drauf machen. Selbst das mit der Diode und den Raumladungszonen war fast

>> nicht zu duchschauen. (Warum sollten sich denn die Elektronen und Lᅵcher


>> nicht anziehen und flux rekombinieren?)
>
> Hallo,
>
> in der LED rekombinieren sie ja auch um ein Photon zu generieren. Beim
> Vergleich Diode und LED kommt man mit einfachen Modellen wohl nicht
> weiter. Beide lassen den Strom nur in einer Richtung fliessen, aber
> Licht erzeugen kann nur die LED und warum kommt da nur eine bestimmte

> materialabhᅵngige Wellenlᅵnge heraus?

man bandluecke
Bei dotiertem Silizium liegt die Strahlung halt weiiiit im Infraroten...

Ansgar

--
*** Musik! ***

Uwe Hercksen

unread,
Jan 19, 2010, 4:49:06 AM1/19/10
to

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

> Bei dotiertem Silizium liegt die Strahlung halt weiiiit im Infraroten...

Hallo,

vermutlich soweit das das Silizium die Photonen nichtmal aus dem
Kristall herauslᅵsst...

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jan 19, 2010, 4:56:48 AM1/19/10
to

Helmut Wabnig schrieb:

> Die Physikprofessorin am Realgymnasium Feldkirchen in K�rnten
> erkl�rte, da� Eisen keinen Strom leitet.
> Die Kinder konnten sie nicht �berzeugen,
> Eltern mu�ten aufmarschieren.

Hallo,

gl�cklicherweise war es ja keine Universit�tsprofessorin sondern nur
eine Gymnasialprofessorin, aber immer noch schlimm genug.
Man h�tte vielleicht mit ihr zum n�chsten Weidezaun gehen sollen und sie
�ber ein St�ck Eisendraht den Zaun ber�hren lassen. Vorher noch den
Boden gut nass machen und sie die Schuhe ausziehen lassen.
"Die Medizin mu� b�tter schmecken, sonst wirkt sie nicht!"
Fragt sich welche Metalle man noch alle f�r den glorreichen
Selbstversuch h�tte bereitstellen m�ssen, nicht das es im n�chsten
Schuljahr weiter geht: "Zinn leitet keinen Strom".

Bye

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Jan 19, 2010, 5:06:24 AM1/19/10
to
Also schrieb Uwe Hercksen:

Nunja. Es wird halt warm. :))

Knut Schottstädt

unread,
Jan 19, 2010, 5:11:37 AM1/19/10
to
Am Tue, 19 Jan 2010 10:56:48 +0100 schrieb Uwe Hercksen:
> Helmut Wabnig schrieb:
>> Die Physikprofessorin am Realgymnasium Feldkirchen in Kärnten erklärte,
>> daß Eisen keinen Strom leitet. Die Kinder konnten sie nicht überzeugen,
>> Eltern mußten aufmarschieren.
...
> muß bötter schmecken, sonst wirkt sie nicht!" Fragt sich welche Metalle
> man noch alle für den glorreichen Selbstversuch hätte bereitstellen
> müssen, nicht das es im nächsten Schuljahr weiter geht: "Zinn leitet
> keinen Strom".

Vielleicht kommt sie ja aus der Astrophysik und hat die Sache mit den
Metallen / der Metallizität in den flaschen Hals bekommen. ;)

--
MfG Knut

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jan 19, 2010, 5:29:24 AM1/19/10
to
"Ansgar Strickerschmidt" <dropspamhe...@arcor.de> wrote:

>Bei dotiertem Silizium liegt die Strahlung halt weiiiit im Infraroten...

Soll doch gem�tlich sein :)


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Marcel Müller

unread,
Jan 19, 2010, 9:43:32 AM1/19/10
to
Hallo,

Joerg wrote:
> Volle Zustimmung. Es geht darum Interesse zu wecken. Ob das hinterher
> vom Sohnemann weiterverfolgt wird oder nicht, egal, er lernt dadurch
> dass man durchaus Sachen selbst bauen kann.

jein, ich teile durchaus einige der Bedenken, wobei ich nicht prim�r das
mangelnde Verst�ndnis als vielmehr die kindliche Schusseligkeit bzw. die
Neugier als Risiko sehe. So ein Transistor l�sst sich halt auch mit 3V
schon schnell grillen, wenn man mal den Basisvorwiderstand vergisst. Ich
meine da passiert selbst mir als altem Hasen noch manchmal, das ich bei
einer Testschaltung etwas falsch anschlie�e. Es geht zwar nicht am
ersten Tag gleich alles kaputt, aber wenn das Zeug erst mal hin ist,
fliegt es halt auch gerne mal in die Ecke und staubt zu. Das w�re dann
nicht unbedingt zielf�hrend.
Ich meine ich bin ja normalerweise kein Verfechter von 'kindgerechten'
Gebrauchsgegenst�nden, denn lernen m�ssen sie es so oder so, aber ein
wenig auf Robustheit sollte man bei der Auswahl gerade in relativ fr�hem
Alter schon achten. Vor allem dann, wenn die Gefahr so wenig greifbar
und vorstellbar ist wie beim Strom, und auf das Verst�ndnis eben noch
nicht gebaut werden kann.
74xx mit 4,5V betrieben verdauen z.B. alles au�er umpolen schon eine
Weile. LEDs kann man einen kleinen Zwangsvorwiderstand verl�ten, damit
sie nicht sofort hops gehen. Und bei Transistoren geht es Notfalls auch
mit einem festgel�teten Basisvorwiderstand von vielleicht 22Ohm. Damit
kann man nat�rlich nicht mehr jede Schaltung bauen, aber das ist am
Anfang m�glicherweise auch egal.


> Spaeter im Studium fiel es
> mir auf: Kids aus reichen Haushalten wo aber auch alles vom Handwerker
> erledigt wurde waren im praktischen Aufbau von Geraeten meist deutlich
> ungeschickter als andere.

Wobei man ja selbst zu meiner Studienzeit beim Aufbau der echten
Messapparaturen (nicht das Zeug f�r die Praktika) eher Programmieren
k�nnen musste...


Marcel

Joerg

unread,
Jan 19, 2010, 12:47:50 PM1/19/10
to
Marcel M�ller wrote:
> Hallo,
>
> Joerg wrote:
>> Volle Zustimmung. Es geht darum Interesse zu wecken. Ob das hinterher
>> vom Sohnemann weiterverfolgt wird oder nicht, egal, er lernt dadurch
>> dass man durchaus Sachen selbst bauen kann.
>
> jein, ich teile durchaus einige der Bedenken, wobei ich nicht prim�r das
> mangelnde Verst�ndnis als vielmehr die kindliche Schusseligkeit bzw. die
> Neugier als Risiko sehe. So ein Transistor l�sst sich halt auch mit 3V
> schon schnell grillen, wenn man mal den Basisvorwiderstand vergisst. Ich
> meine da passiert selbst mir als altem Hasen noch manchmal, das ich bei
> einer Testschaltung etwas falsch anschlie�e. Es geht zwar nicht am
> ersten Tag gleich alles kaputt, aber wenn das Zeug erst mal hin ist,
> fliegt es halt auch gerne mal in die Ecke und staubt zu. Das w�re dann
> nicht unbedingt zielf�hrend.

> Ich meine ich bin ja normalerweise kein Verfechter von 'kindgerechten'
> Gebrauchsgegenst�nden, denn lernen m�ssen sie es so oder so, aber ein
> wenig auf Robustheit sollte man bei der Auswahl gerade in relativ fr�hem
> Alter schon achten. Vor allem dann, wenn die Gefahr so wenig greifbar
> und vorstellbar ist wie beim Strom, und auf das Verst�ndnis eben noch
> nicht gebaut werden kann.
> 74xx mit 4,5V betrieben verdauen z.B. alles au�er umpolen schon eine
> Weile. LEDs kann man einen kleinen Zwangsvorwiderstand verl�ten, damit
> sie nicht sofort hops gehen. Und bei Transistoren geht es Notfalls auch
> mit einem festgel�teten Basisvorwiderstand von vielleicht 22Ohm. Damit
> kann man nat�rlich nicht mehr jede Schaltung bauen, aber das ist am
> Anfang m�glicherweise auch egal.
>

Wobei man heute im Laden um die Ecke mal eben 15 neue Transistoren fuer
unter $3 nachkaufen kann:

http://www.radioshack.com/product/index.jsp?productId=2062586

Das war in meiner Kindheit anders, da legte man soviel Geld fuer einen
auf den Tisch und das war damals viel mehr wert.


>
>> Spaeter im Studium fiel es mir auf: Kids aus reichen Haushalten wo
>> aber auch alles vom Handwerker erledigt wurde waren im praktischen
>> Aufbau von Geraeten meist deutlich ungeschickter als andere.
>
> Wobei man ja selbst zu meiner Studienzeit beim Aufbau der echten

> Messapparaturen (nicht das Zeug f�r die Praktika) eher Programmieren
> k�nnen musste...
>

Dann bist Du juenger als ich :-)

Einer meiner bezahlten Jobs neben dem Studium war das Erstellen von
Schaltungen und Aetzschablonen zum Selbstbau von Messgeraeten. Anfang
80er. Da waren interessante Sachen bei, inklusive einem Spektrumanalyzer
bis 1MHz der weniger als 50 Maerker kostete. uC und so gab es darin
nicht, das waere auch viel zu teuer geworden. Ok, der Spektrumanalyzer
hatte eine Moeglichkeit ueber einen Commodore PET den Spiegel aus der
Direktmischung wegzurechnen. Aber das hat kein einziger der Nachbauer
getan, denn PET und Apple II waren fuer den Durchschnitts-Studiosus
unerschwinglich. Man brauchte nur ein einfaches Oszilloskop und wenn ich
mich recht erinnere hatten die meisten damals ein russisches vom Conrad
oder so.

Günther Dietrich

unread,
Jan 19, 2010, 1:23:42 PM1/19/10
to
Marcel Müller <news.5...@spamgourmet.com> wrote:

>Joerg wrote:
>> Volle Zustimmung. Es geht darum Interesse zu wecken. Ob das hinterher
>> vom Sohnemann weiterverfolgt wird oder nicht, egal, er lernt dadurch
>> dass man durchaus Sachen selbst bauen kann.

Ein seltener Fall, in dem das Jörg mal was schreibt, dem ich zustimmen
kann.


>jein, ich teile durchaus einige der Bedenken, wobei ich nicht primär das
>mangelnde Verständnis als vielmehr die kindliche Schusseligkeit bzw. die
>Neugier als Risiko sehe. So ein Transistor lässt sich halt auch mit 3V

>schon schnell grillen, wenn man mal den Basisvorwiderstand vergisst. Ich
>meine da passiert selbst mir als altem Hasen noch manchmal, das ich bei

>einer Testschaltung etwas falsch anschließe. Es geht zwar nicht am

>ersten Tag gleich alles kaputt, aber wenn das Zeug erst mal hin ist,

>fliegt es halt auch gerne mal in die Ecke und staubt zu. Das wäre dann
>nicht unbedingt zielführend.

Als ich meinen EE1010 und EE1011 bekam, war ich sieben Jahre alt. Das
einzige Teil, das ich - erst nach Jahren der Nutzung - durch
Schusseligkeit kaputt bekommen habe, war der BF194. Das war aber auch
kein Beinbruch, obwohl Halbleiter damals noch wesentlich teurer waren,
als heute. Ein Kumpel brachte mir vom Radio-RIM ein Ersatzexemplar mit,
das kostete mich ein paar Mark fünfzig, was schon ein rechtes Loch ins
Taschengeld-Budget riss. Aber es war es mir wert. Von in die Ecke
schmeißen keine Spur. Und es war auch gleich noch ein Erfolgserlebnis,
dass, nachdem ich die Trümmer des Originals aus- und den neuen
Transistor auf der Trägerplatine eingelötet hatte, alles wieder wie
erwartet funktionierte.
Das war insgesamt ein Erlebnis, aus dem ich viel mehr gelernt habe, als
daraus, nur die vorgefertigten Schaltungen nachzubauen.


>Ich meine ich bin ja normalerweise kein Verfechter von 'kindgerechten'

>Gebrauchsgegenständen, denn lernen müssen sie es so oder so, aber ein
>wenig auf Robustheit sollte man bei der Auswahl gerade in relativ frühem
>Alter schon achten.

"Kindgerecht" -- das wäre damals das Braun-Lectron-Zeug gewesen. War
sauteuer und wenn man mehr als vier von den Würfeln zusammengesetzt
hatte, war der Kontakt zwischen der ersten schon wieder weg. Da hat man
mehr Zeit damit verbracht, die Würfel an allen Ecken und Enden wieder
zusammenzuschieben, bis endlich alle Verbindungen Kontakt hatten, als
mit dem eigentlichen Aufbau. Man wusste nie, ob eine Schaltung einen
Fehler hatte, oder ob bloß wieder Kontakte schlecht waren.
Ein Klassenkamerad hatte einiges davon und anfangs war ich ziemlich
neidisch. Aber nach einigen wenigen Experimenten war der Neid ganz
schnell weg und ich war froh über meine kruden Philips-Kästen. Deren
Fingerkiller-Federn gaben _immer_ Kontakt. Auch die KOSMOS-Kästen waren
da bezüglich Kontaktqualität weit abgeschlagen.


>Vor allem dann, wenn die Gefahr so wenig greifbar

>und vorstellbar ist wie beim Strom, und auf das Verständnis eben noch
>nicht gebaut werden kann.
>74xx mit 4,5V betrieben verdauen z.B. alles außer umpolen schon eine
>Weile. LEDs kann man einen kleinen Zwangsvorwiderstand verlöten, damit

>sie nicht sofort hops gehen. Und bei Transistoren geht es Notfalls auch

>mit einem festgelöteten Basisvorwiderstand von vielleicht 22Ohm. Damit
>kann man natürlich nicht mehr jede Schaltung bauen, aber das ist am
>Anfang möglicherweise auch egal.

Örks. Wie soll ein Kind die Realität kennenlernen, wenn man ihm alle
Fehlermöglichkeiten vorenthält?

Grüße,

Günther

Joerg

unread,
Jan 19, 2010, 1:54:39 PM1/19/10
to
Günther Dietrich wrote:
> Marcel Müller <news.5...@spamgourmet.com> wrote:
>
>> Joerg wrote:
>>> Volle Zustimmung. Es geht darum Interesse zu wecken. Ob das hinterher
>>> vom Sohnemann weiterverfolgt wird oder nicht, egal, er lernt dadurch
>>> dass man durchaus Sachen selbst bauen kann.
>
> Ein seltener Fall, in dem das Jörg mal was schreibt, dem ich zustimmen
> kann.
>

Oh, muss ich im Kalender markieren :-)

>
>> jein, ich teile durchaus einige der Bedenken, wobei ich nicht primär das
>> mangelnde Verständnis als vielmehr die kindliche Schusseligkeit bzw. die
>> Neugier als Risiko sehe. So ein Transistor lässt sich halt auch mit 3V
>> schon schnell grillen, wenn man mal den Basisvorwiderstand vergisst. Ich
>> meine da passiert selbst mir als altem Hasen noch manchmal, das ich bei
>> einer Testschaltung etwas falsch anschließe. Es geht zwar nicht am
>> ersten Tag gleich alles kaputt, aber wenn das Zeug erst mal hin ist,
>> fliegt es halt auch gerne mal in die Ecke und staubt zu. Das wäre dann
>> nicht unbedingt zielführend.
>
> Als ich meinen EE1010 und EE1011 bekam, war ich sieben Jahre alt. Das
> einzige Teil, das ich - erst nach Jahren der Nutzung - durch
> Schusseligkeit kaputt bekommen habe, war der BF194. Das war aber auch
> kein Beinbruch, obwohl Halbleiter damals noch wesentlich teurer waren,
> als heute. Ein Kumpel brachte mir vom Radio-RIM ein Ersatzexemplar mit,
> das kostete mich ein paar Mark fünfzig, was schon ein rechtes Loch ins
> Taschengeld-Budget riss. Aber es war es mir wert. Von in die Ecke

> schmeißen keine Spur. ...


EE1010? Ihr seid alles junge Spunde. Bei mir gab's noch gar keine
B-irgendwas Transistoren. Wenn ein Bein am AF116 abbrach war das
finanziell eine mittlere Katastrophe. Die AC127 konnte man leicht
ueberlasten, irgendwann brach ich die Philips-Linientreue und kaufte mir
einen TF80 von Siemens. Mit orischinol Loetfahnen dran. Der hatte mehr
Mumm und es konnten keine Beinchen abbrechen.

Hier muss ich aber zugeben dass ich das ganze in die Ecke schmiss als
ich so 9-10 war. Aber die Neugier war geweckt und mit etwa 13 fing ich
wieder an zu basteln. Diesmal aber richtig, mit Bauteilen aus
Sperrmuellgeraeten, italienischem Loetkolben ohne Schutzerde <grusel>,
Roehren und allem PiPaPo.


> ... Und es war auch gleich noch ein Erfolgserlebnis,

> dass, nachdem ich die Trümmer des Originals aus- und den neuen
> Transistor auf der Trägerplatine eingelötet hatte, alles wieder wie
> erwartet funktionierte.
> Das war insgesamt ein Erlebnis, aus dem ich viel mehr gelernt habe, als
> daraus, nur die vorgefertigten Schaltungen nachzubauen.
>
>
>> Ich meine ich bin ja normalerweise kein Verfechter von 'kindgerechten'
>> Gebrauchsgegenständen, denn lernen müssen sie es so oder so, aber ein
>> wenig auf Robustheit sollte man bei der Auswahl gerade in relativ frühem
>> Alter schon achten.
>
> "Kindgerecht" -- das wäre damals das Braun-Lectron-Zeug gewesen. War
> sauteuer und wenn man mehr als vier von den Würfeln zusammengesetzt
> hatte, war der Kontakt zwischen der ersten schon wieder weg. Da hat man
> mehr Zeit damit verbracht, die Würfel an allen Ecken und Enden wieder
> zusammenzuschieben, bis endlich alle Verbindungen Kontakt hatten, als
> mit dem eigentlichen Aufbau. Man wusste nie, ob eine Schaltung einen
> Fehler hatte, oder ob bloß wieder Kontakte schlecht waren.
> Ein Klassenkamerad hatte einiges davon und anfangs war ich ziemlich
> neidisch. Aber nach einigen wenigen Experimenten war der Neid ganz
> schnell weg und ich war froh über meine kruden Philips-Kästen. Deren
> Fingerkiller-Federn gaben _immer_ Kontakt. Auch die KOSMOS-Kästen waren
> da bezüglich Kontaktqualität weit abgeschlagen.
>

Einen Vorteil hatten diese Kosmoskaesten. Wer stolzer Loetkolbenbesitzer
war und mit dem Dingen als Kind umgehen konnte der war fein raus. Da
konnte man den anderen die Ersatzbauteile reinloeten und bekam dafuer
was von deren Weihnachtsteller oder sonstwas ab. Oder Deals wie "Du
flickst mir den Fahrradschlauch und ich loetet Dir dafuer den
Kosmos-Kram ein" :-)

Wenn ich dran denke dass mein Loetkolben ungeerdet war wundert mich
wieso das hinterher alles funktioniert hat.

[...]

Bernd Laengerich

unread,
Jan 20, 2010, 4:15:49 AM1/20/10
to
Günther Dietrich schrieb:

> einzige Teil, das ich - erst nach Jahren der Nutzung - durch
> Schusseligkeit kaputt bekommen habe, war der BF194. Das war aber auch

Ich habe den damals übrigens mechanisch kaputt gekriegt (Beinamputation). War
versehentlich mal draufgelatscht. Ein herber Verlust, keine Radios mehr bauen
zu können. Ich meine aber viel mehr als 5 oder 6 Mark hat der damals im
Spielwarenladen auch nicht gekostet.

Bernd

Axel Berger

unread,
Jan 19, 2010, 6:17:00 PM1/19/10
to
*Joerg* wrote on Tue, 10-01-19 18:47:

>Wobei man heute im Laden um die Ecke mal eben 15 neue Transistoren fuer
>unter $3 nachkaufen kann:

Ja? Vor 1990 gab es solche Ecken in Aachen und in J�lich. Heute gibt's
Web und Versand. Das hat viele Vorteile, aber geht eben nicht schnell
noch vor halb sieben. Da� die Hemmschwelle, f�r drei Transistoren die
Versandpauschale zu bezahlen, gr��er ist als die, sich in Belgien
oder Eilendorf mal eben noch mal nach Aachen ins Auto setzen, kommt,
noch dazu.

Joerg

unread,
Jan 20, 2010, 10:10:55 AM1/20/10
to

Unsere Kindheit mit den Baukaesten war aber nicht in der 80ern oder
90ern. Schoen waer's :-)

Selbst als ich schon im Teenager-Alter war, durfte man in der Weltstadt
Leverkusen vier (!) Maerker fuer einen einzelnen BFY90 hinblaettern.
Weiss ich genau weil ich die hingeblaettert hatte. War beim RCE kurz vor
Ende der Fussgaengerzone, vielleicht kannst Du Dich an den Laden
erinnern. Rund 10km von zuhause. Nach Opladen waren es nur 6-7km aber
der Laden dort hatte sowas nicht und war teilweise noch teurer.

Horst-D.Winzler

unread,
Jan 20, 2010, 10:57:22 AM1/20/10
to
Joerg schrieb:

> Unsere Kindheit mit den Baukaesten war aber nicht in der 80ern oder
> 90ern. Schoen waer's :-)
>
> Selbst als ich schon im Teenager-Alter war, durfte man in der Weltstadt
> Leverkusen vier (!) Maerker fuer einen einzelnen BFY90 hinblaettern.

Viel zu modern. Hier ist das Richtige fuer deine Traeumereien ;-)

http://cgi.ebay.co.uk/15-Tested-OC71-Type-Germanium-Transistors,-1960%1As-Audio_W0QQitemZ200429350714QQcmdZViewItemQQimsxq20100118?IMSfp=TL100118226002r11226

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jan 20, 2010, 11:11:48 AM1/20/10
to

Da habe ich noch etliche von, auch andere OC und AC Typen sowie ganz
miniaturisierte die damals fuer Hoergeraete gedacht waren. Die sind
manchmal echt praktisch wenn man was mit ein paar hundert mV machen
muss, genauso wie Detektoren mit OA-Dioden wovon ich auch einige
gehoertet habe.

Aber der wertvollste Vorrat ist der nicht ganz so alte, LH0033 und
einige wenige verbliebene LH0063 Treiber sowie Plessey SL6440 Mischer.
Nicht viele, doch das hat schon so manchen Messaufbau ohne grosse
Loeterei mit Transistoren auf die Beine gebracht.

Wenn unsereins mal nicht mehr auf Erden ist landet das vermutlich alles
in der Tonne :-(

Reinhard Zwirner

unread,
Jan 20, 2010, 4:13:59 PM1/20/10
to
Joerg schrieb:
>
...

> Aber der wertvollste Vorrat ist der nicht ganz so alte, LH0033 und
> einige wenige verbliebene LH0063 ...

Der war ja "damn fast" ... ;-) (was IIRC wohl �rger gegeben hat).

Leider nur 033er besitzend
gr��t freundlich

Reinhard

Joerg

unread,
Jan 20, 2010, 4:28:58 PM1/20/10
to
Reinhard Zwirner wrote:
> Joerg schrieb:
> ...
>> Aber der wertvollste Vorrat ist der nicht ganz so alte, LH0033 und
>> einige wenige verbliebene LH0063 ...
>
> Der war ja "damn fast" ... ;-) (was IIRC wohl �rger gegeben hat).
>

Oh, weisst Du naeheres? Hat einer die Standpauke abbekommen? Die
"Schuldigen" duerften aber inzwischen im Ruhestand sein oder nicht mehr
unter uns irdischen weilen.


> Leider nur 033er besitzend


Die sind aber auch nicht schlecht. Leider gibt es fuer den 0063er echt
keinen Ersatz und nun sitzen wir wieder da wie frueher und piddeln
Kupferlackdraht durch Ferrite fuer diskretes Gegentakt :-(

Reinhard Zwirner

unread,
Jan 20, 2010, 7:29:57 PM1/20/10
to
Joerg schrieb:

>
> Reinhard Zwirner wrote:
...
> >> Aber der wertvollste Vorrat ist der nicht ganz so alte, LH0033 und
> >> einige wenige verbliebene LH0063 ...
> >
> > Der war ja "damn fast" ... ;-) (was IIRC wohl �rger gegeben hat).
> >
>
> Oh, weisst Du naeheres? Hat einer die Standpauke abbekommen? Die
> "Schuldigen" duerften aber inzwischen im Ruhestand sein oder nicht mehr
> unter uns irdischen weilen.

<Zitat>
April 14, 1997

Dear Mr. Pease:
You write like some of my best teachers taught. Theory is fine, but
experience passed on is crucial. I repair a lot of pc boards, most of
which come from computers/electronic systems in machine shops. Some
of this technology literally goes back to to the late 1960's and
earlier. Some parts are difficult to find, so we sometimes substitute
a newer, more-reliable component. We look for old data books and hang
on to them to identify said old chips so we can test them. Imagine my
surprise, therefore when I looked in the National Semiconductor 1982
Linear Databook. It officially describes your LH0033 and LH0063 as
Fast and Damn Fast Buffer Amplifiers. 'Fess up, Bob. You wrote these,
didn't you?
MATT J. McCULLAR
Arlington, Texas.

No, I didn't write those; they were done before I came to NSC in '76.
About 1985, some born-again Christian wrote to Charlie Sporck and
asked him why he couldn't delete the naughty word. He couldn't think
of a good reason to argue.-RAP

All for now. / Comments invited!
RAP / Robert A. Pease / Engineer

</Zitat>

Im 88er Linear Databook sind beide Typen nicht mehr aufgef�hrt, so
da� ich jetzt leider nicht feststellen kann, ob die humorlose
Beschwerde Erfolg hatte.

�brigens habe ich Bob Pease bei 2 NS-Seminaren erleben d�rfen:
erfrischend! Und seit einem dieser Seminare besitze ich ein
signiertes Exemplar von "Troubleshooting Analog Circuits" ...

Good night

Reinhard

Joerg

unread,
Jan 20, 2010, 8:01:58 PM1/20/10
to

Aha, danke. Charlie muss das wohl daraufhin geaendert haben zu "ultra
fast". Ich habe noch das 82er Datenbuch mit "damn fast", obwohl wir ein
christlicher Haushalt sind :-)

Verzapft haben koennte es aber eher Barry Siegel. M.W. lebt Charlie
noch, bei Barry weiss ich es nicht.


> Im 88er Linear Databook sind beide Typen nicht mehr aufgef�hrt, so
> da� ich jetzt leider nicht feststellen kann, ob die humorlose
> Beschwerde Erfolg hatte.
>

Huch, haben die bei Euch andere Buecher verteilt? Guck zur Sicherheit
nochmal nach, in meinem 88er ist der LH0063 auf Seite 3-8.

Die Beschwerde hatte Erfolg, hier ist das 1994er Datenblatt, wohl kurz
bevor der Schwanengesang ertoente <schnief>:

http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/nationalsemiconductor/DS005507.PDF


> �brigens habe ich Bob Pease bei 2 NS-Seminaren erleben d�rfen:
> erfrischend! Und seit einem dieser Seminare besitze ich ein
> signiertes Exemplar von "Troubleshooting Analog Circuits" ...
>

<lechz>

Kontakt hatte ich auch mit ihm, aber diese Ehre wurde mir noch nicht
zuteil. Falls ich jemals ein antiquarisches VW Ersatzteil brauche
koennte ich ihn fragen, auf seinem Grundstueck sollen immer noch alle
moeglichen mehr oder weniger ausgeweideten Busse rumliegen.


> Good night
>

Sleep well in den bettgestell :-)

Message has been deleted

Axel Berger

unread,
Jan 20, 2010, 1:23:00 PM1/20/10
to
*Joerg* wrote on Wed, 10-01-20 16:10:

>War beim RCE kurz vor Ende der Fussgaengerzone, vielleicht kannst Du
>Dich an den Laden erinnern.

Den Laden gibt's noch, hat aber jetzt nur noch Dudeltronik. Offenbar
habe ich sp�ter angefangen als Du, erst kurz vor dem (ersten)
Vordiplom. Wegen der Versp�tung ist ja auch nie etwas aus mir geworden.

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 12:21:23 PM1/21/10
to
Axel Berger wrote:
> *Joerg* wrote on Wed, 10-01-20 16:10:
>> War beim RCE kurz vor Ende der Fussgaengerzone, vielleicht kannst Du
>> Dich an den Laden erinnern.
>
> Den Laden gibt's noch, hat aber jetzt nur noch Dudeltronik. Offenbar
> habe ich sp�ter angefangen als Du, erst kurz vor dem (ersten)
> Vordiplom. ...


War in den 70ern. Aber uns geht das nicht besser. Der RadioShack Laden
hier im Ort, bei dem man wenigstens noch Einfachst-Transistoren bekam,
ist zu einem Handy-Vertrieb verkommen <schluchz>. Ihr habt es sogar
besser. Sicher gibt es in Duesseldorf noch Arlt und Buerklin. Sacramento
hat etwa die gleiche Groesse und die Anzahl solcher Geschaefte ist Null :-(


> ... Wegen der Versp�tung ist ja auch nie etwas aus mir geworden.
>

Wieso? Wenn Du keine Ader fuer Elektronik haettest waerst Du nicht in
dieser NG dabei. Und wenn jemand der aus dem Fachbereich Energietechnik
kommt trotzdem an Elektronik Spass hat finde ich das gut, und beinahe
ungewoehnlich.

Rudi Fischer

unread,
Jan 21, 2010, 3:02:02 PM1/21/10
to

"Joerg" schrieb:

[Bauteile-L�den]


> Ihr habt es sogar
> besser. Sicher gibt es in Duesseldorf noch Arlt und Buerklin.

Noe, die am Wehrhahn sind beide weg.
Arlt schon laenger (seit 02/03?), Buerklin seit letztem Jahr.

Rudi Fischer
--
...and may good music always be with you.

Hanno Foest

unread,
Jan 21, 2010, 3:08:58 PM1/21/10
to
Joerg schrieb:

> Ihr habt es sogar
> besser. Sicher gibt es in Duesseldorf noch Arlt und Buerklin.

Gerade mal gegoogelt... B�rklin hat letztes Jahr dichtgemacht, Arlt
k�nnte es noch geben. Mal bei Gelegenheit vorbeischauen (ich wohne in
Essen, bin aber oft genug in D�sseldorf).

In den meisten nicht allzu speziellen F�llen reicht mir aber Conrad. Ich
hab den Eindruck, die sind bei Bauteilen �ber die Jahre echt besser
geworden.

Hanno

Rudi Fischer

unread,
Jan 21, 2010, 3:24:38 PM1/21/10
to

"Hanno Foest" schrieb:
> Joerg schrieb:

Die Ladies dort an der Theke haben (im Gegensatz zu deren
anderen Laeden) jedenfalls durchaus Ahnung - waren ja auch
damals(tm) schon bei Radio Fern (im Keller).

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 4:05:57 PM1/21/10
to
Rudi Fischer wrote:
> "Joerg" schrieb:
>
> [Bauteile-L�den]
>> Ihr habt es sogar
>> besser. Sicher gibt es in Duesseldorf noch Arlt und Buerklin.
>
> Noe, die am Wehrhahn sind beide weg.
> Arlt schon laenger (seit 02/03?), Buerklin seit letztem Jahr.
>

Oh jeh. Geht das bei Euch auch schon los :-(

--
Regards, Joerg

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 4:10:52 PM1/21/10
to
Hanno Foest wrote:
> Joerg schrieb:
>
>> Ihr habt es sogar besser. Sicher gibt es in Duesseldorf noch Arlt und
>> Buerklin.
>
> Gerade mal gegoogelt... B�rklin hat letztes Jahr dichtgemacht, Arlt
> k�nnte es noch geben. Mal bei Gelegenheit vorbeischauen (ich wohne in
> Essen, bin aber oft genug in D�sseldorf).
>


Dichtgemacht ... <schluck>

Hier gibt's in 150km Umkreis in dieser Hinsicht echt nix mehr. Aber zum
Glueck haben wir Digikey, Mouser und Newark. Bestellung geht echt fix.
Gerade sind per FedEx 430 Pfund Teppichfliesen eingetrudelt, geschlagene
zwei Tage ab South Carolina, ueber 3000km. Mit Luftfracht koennen die an
sich nicht transportiert worden sein, ist mir ein Raetsel wie die das
hinbekommen haben.


> In den meisten nicht allzu speziellen F�llen reicht mir aber Conrad. Ich
> hab den Eindruck, die sind bei Bauteilen �ber die Jahre echt besser
> geworden.
>

Ja, manchmal wird Conrad auch ein wenig schlechtgeredet. Ich fand sie ab
und zu teuer, als ich noch in Deutschland lebte. Aber was ich dort
gekauft hatte das war dann auch ordentliche Qualitaet.

Hanno Foest

unread,
Jan 21, 2010, 5:15:51 PM1/21/10
to
Joerg schrieb:

> Ja, manchmal wird Conrad auch ein wenig schlechtgeredet. Ich fand sie ab
> und zu teuer, als ich noch in Deutschland lebte.

Das ist halt der Grund, warum sie als "Apotheke" gelten. Das pa�t auch
in anderer Hinsicht inzwischen: Man kann Bauteile, die gerade nicht
vorr�tig sind, in den Laden bestellen und wird dann benachrichtigt, wenn
man sie abholen kann. Apotheken sind allerdings noch schneller und
zuverl�ssiger ;)

Hanno

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 5:24:40 PM1/21/10
to

Das macht sogar Walmart. Ist ganz praktisch, wenn man empfindliche oder
grosse Sachen bestellt, denn das kostet keine Frachtgebuehren und man
bekommt sofort sein geld zurueck oder neu bestellt wenn es doch Bruch gab.

Hanno Foest

unread,
Jan 21, 2010, 6:29:39 PM1/21/10
to
Joerg schrieb:

>> Man kann Bauteile, die gerade nicht
>> vorr�tig sind, in den Laden bestellen und wird dann benachrichtigt,
>> wenn man sie abholen kann. Apotheken sind allerdings noch schneller
>> und zuverl�ssiger ;)
>
> Das macht sogar Walmart.

Aber nicht bei 5 St�ck BYW100-200 :) Und von fr�her sind mir eher
Spr�che wie "Hamwa nicht im Laden, m�ssense bestellen" in Erinnerung.

Hanno

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 6:57:19 PM1/21/10
to
Hanno Foest wrote:
> Joerg schrieb:
>
>>> Man kann Bauteile, die gerade nicht vorr�tig sind, in den Laden
>>> bestellen und wird dann benachrichtigt, wenn man sie abholen kann.
>>> Apotheken sind allerdings noch schneller und zuverl�ssiger ;)
>>
>> Das macht sogar Walmart.
>
> Aber nicht bei 5 St�ck BYW100-200 :) ...


Das ist natuerlich wahr :-)


> ... Und von fr�her sind mir eher

> Spr�che wie "Hamwa nicht im Laden, m�ssense bestellen" in Erinnerung.
>

Von Conrad weiss ich es nicht, wir mussten immer bestellen weil kein
Laden in der Naehe (Koeln-Duesseldorfer Raum). Bei Walmart kannst Du das
online tun, wird dann an den Laden Deiner Wahl geliefert und man holt es
dort ab.

Reinhard Zwirner

unread,
Jan 21, 2010, 7:21:29 PM1/21/10
to
Joerg schrieb:
>
> Reinhard Zwirner wrote:
[...]

> Huch, haben die bei Euch andere Buecher verteilt? Guck zur Sicherheit
> nochmal nach, in meinem 88er ist der LH0063 auf Seite 3-8.

Bei mir auch. Dass ich die Typen beim schnellen Suchen nicht gefunden
habe, lag wohl daran, dass ich nur in der Rubrik OPs gesucht habe, wo
sie in meinem 80er Datenbuch mit aufgefuehrt waren. Im 88er hatten die
Buffer dann eine eigene Rubrik, und dort war der 63 dann "nur noch"
"ultra" fast.

> > �brigens habe ich Bob Pease bei 2 NS-Seminaren erleben d�rfen:
> > erfrischend! Und seit einem dieser Seminare besitze ich ein
> > signiertes Exemplar von "Troubleshooting Analog Circuits" ...
> >
>
> <lechz>

Noch was zum Schmunzeln: ich hatte ihn seinerzeit um eine Quittung
gebeten, damit ich das Buch als "Arbeitsmittel" von der Steuer
absetzen konnte. Ich erhielt darauf von ihm eine _explizit_
"analoge" Quittung ;-). Er hat ja so seine Probleme mit der
digitalen Welt ...

Good night once more

Reinhard

Joerg

unread,
Jan 21, 2010, 8:15:16 PM1/21/10
to
Reinhard Zwirner wrote:
> Joerg schrieb:
>> Reinhard Zwirner wrote:
> [...]

>>> �brigens habe ich Bob Pease bei 2 NS-Seminaren erleben d�rfen:
>>> erfrischend! Und seit einem dieser Seminare besitze ich ein
>>> signiertes Exemplar von "Troubleshooting Analog Circuits" ...
>>>
>> <lechz>
>
> Noch was zum Schmunzeln: ich hatte ihn seinerzeit um eine Quittung
> gebeten, damit ich das Buch als "Arbeitsmittel" von der Steuer
> absetzen konnte. Ich erhielt darauf von ihm eine _explizit_
> "analoge" Quittung ;-). Er hat ja so seine Probleme mit der
> digitalen Welt ...
>

Eine handschriftliche? Die wuerde ich als Sammlerstueck hegen :-)


> Good night once more
>

Wel te rusten (sagten sie in NL immer)

Message has been deleted
Message has been deleted

Bernd Laengerich

unread,
Jan 24, 2010, 2:25:39 PM1/24/10
to
Andreas Bockelmann schrieb:

> Ich hatte in der Schule immer eine groᅵe Klappe und konnte im 10.
> Schuljahr unserer Physiklehrerin die Schamesrᅵte ins Gesicht treiben.

Wir hatten in der Unterstufe den Herrn *Piiiieep* im Physikunterricht.
Vorfᅵhrexperimente gelangen grundsᅵtzlich nicht. Manchmal durften wir
auch mal versuchen. Er war dann immer sehr geknickt, wenn man zunᅵchst
_alle_ von ihm gesteckten Verbindungen herauszog um dann geordnet neu
zu beginnen :-)
Manchmal lag es am konfusen Versuchsaufbau, manchmal auch an defekten
Bauteilen: Eine Triode ohne Heizung funktioniert nicht gut.

Legendᅵr hingegen war seine Vorfᅵhrung des Dopplereffektes:

Lautsprecher an Tongenerator kreist an Seil um Lehrkᅵrper.

Die Vorstellung gelang, allerdings rᅵumte er nach wenigen Umdrehungen
mit dem Lautsprecher das gesamte Pult ab...

Bernd

Marcus Woletz

unread,
Jan 24, 2010, 2:40:09 PM1/24/10
to
Hallo Tim,

Tim Franke schrieb:
> Hallo,
>
> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
> (mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
[...]

also bei mir wurde damals die Flamme für die Elektronik mit einem EE2040
von Philips entfacht, die ich von meinem Patenonkel zu Weihnachten
geschenkt bekam. Von diesem Moment an war ich in den Bann der Elektronik
gezogen. Einige behaupten, die Philips-Kästen wären nicht so optimal
gewesen, aber ich sehe das völlig anders! Es gab einfach nichts besseres.

Unter http://ee.old.no/library gibt es viele gescannte
Originalanleitungen der Philipskästen. Zum Beispiel in diesem:

http://ee.old.no/library/EE2040-de.pdf

findest Du wirklich sehr nette, jugendgerecht geschriebene Texte und
einfache Anleitungen. Der Text mag aus heutiger Sicht ein wenig
antiquiert erscheinen, aber ich finde es einfach sehr nett gemacht. Der
EE2040 war auch mein erster Kasten, deshalb weckt dieses Anleitungsbuch
nostalgische Erinnerungen an früher. Schau's Dir einfach mal an.

ciao

Marcus

Rudi Fischer

unread,
Jan 24, 2010, 2:47:11 PM1/24/10
to

"Ralf . K u s m i e r z" schrieb:
> begin quoting, Rudi Fischer schrieb:

> > Die Ladies dort an der Theke haben (im Gegensatz zu deren
> > anderen Laeden) jedenfalls durchaus Ahnung - waren ja auch
> > damals(tm) schon bei Radio Fern (im Keller).

> Die Damen von Radio Fern im Keller d�rfte man wohl haupts�chlich im
> Altersheim antreffen.

Das wurde erst nach Eroeffnung der Conrad-Filiale auf der
Limbecker aufgegeben - also mit Mitte 40/Anfang 50 im
Altenheim?

/Hier/ ist das jedenfalls nicht die Regel, von HB weiss ich's
allerdings nicht...

Rudi Fischer

unread,
Jan 24, 2010, 2:56:33 PM1/24/10
to

meinerseiner <ru...@freenet.de> schrieb

[...]


> Das wurde erst nach Eroeffnung der Conrad-Filiale auf der
> Limbecker aufgegeben - also mit Mitte 40/Anfang 50 im

^^^^^^^^^

Quatsch: Viehofer
Sorry!

Message has been deleted

Marcus Woletz

unread,
Jan 24, 2010, 5:04:03 PM1/24/10
to
Hallo,

MaWin schrieb:
> "Tim Franke" <tim_f...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:7rbvmh...@mid.individual.net...


>> mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
>
>

> Was für einen denn ? So was:
> http://www.pearl.de/a-PK3751-8355.shtml

für einen Siebenjährigen?

Zitat:

"In ausführlichen, theoretischen Versuchsbeschreibungen..."

und:

"LED-Lampen und Stromkreis-Grundlagen
Licht- und Schallsensoren
Kippschaltungen und elektronische Blinker
Präzisionstimer-Schaltungstechnik
Transistor-Grundschaltungen
Erschütterungsdetektoren
Grundlagen der Operationsverstärker
Ein kleiner UKW-Sender mit Mikrofon
Mittelwellen- und Kurzwellenradios
Tongeneratoren und lichtgesteuerte Signalgeber"

Also:

Präzisionstimer-Schaltungstechnik (555er?),
Operationsverstärker,
Radio

für einen Siebenjährigen? Das geht auf jeden Fall schief.

ciao

Marcus

Rudi Fischer

unread,
Jan 25, 2010, 7:06:34 AM1/25/10
to

"Ralf . K u s m i e r z" schrieb:
> begin quoting, Rudi Fischer schrieb:

> >>> Die Ladies dort an der Theke haben (im Gegensatz zu deren
> >>> anderen Laeden) jedenfalls durchaus Ahnung - waren ja auch
> >>> damals(tm) schon bei Radio Fern (im Keller).
> >> Die Damen von Radio Fern im Keller d�rfte man wohl haupts�chlich im
> >> Altersheim antreffen.
> > Das wurde erst nach Eroeffnung der Conrad-Filiale auf der
> > Limbecker aufgegeben

> Bist Du Dir da sicher? Gef�hlsm��ig war das Anfang/Mitte der Achtziger
> weg.

Ja. Fuer den Betrieb ueber mehrere Etagen (3?) 'im Hinterhaus'
kann das hinkommen. Reduziert auf 'im Keller' (mit getrenntem
Eingang) gings aber noch etliche Jahre weiter.

Message has been deleted

Klaus Butzmann

unread,
Jan 25, 2010, 6:23:08 PM1/25/10
to
Am 25.01.2010 23:14, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Es ist wohl bedauerlicherweise so, da�
> Firmengeschichten oft nicht aufgezeichnet werden und dann nirgendwo
> verzeichnet sind, sondern mit den Eigent�mern einfach verschwinden.)
Leider ja,
oder kann mir jemand was zu G�rler, hier um die Ecke in Br�hl, sagen?
Lokalhistorisch nicht zu finden, au�er "Tuner" in den alten RIM B�chern.


Butzo

Joerg

unread,
Jan 25, 2010, 6:49:43 PM1/25/10
to

M.W. wurden die von Kathrein uebernommen, aber Tunerbau ist wohl nicht mehr:

http://www.esc-kathrein.de/goerler/

Ob die was damit zu tun haben weiss ich nicht, aber das Firmenzeichen
sieht verflixt aehnlich aus:

http://www.ttgoerler.de/

Vielleicht hat ja die Presseabteilung was zur Firmengeschichte.

Rudi Fischer

unread,
Jan 26, 2010, 6:59:55 AM1/26/10
to

> Da war ich wohl weg. Bis wann denn? (Lt. Forumseintr�gen so ca. '86.)

Tja, /wenn/ ich eben noch wuesste, wann genau diese
Conrad-Filiale eroeffnet hat...

Jedenfalls war 2-3 Jahre spaeter endgueltig Schluss - und
deren ehemalige Auszubildenden zogen dann so ~400 m weiter.
Mein Gefuehl sagt Anfang der 90er, da hat's naemlich Viele
erwischt - oehmm, jaa....

> (Tante Gu scheint mir �brigens zu verraten, da� Fern jetzt zusammen
> mit Frankenberg (die waren doch gleich links neben dem Kellereingang,
> nicht?) am Flachsmarkt haust(e?). Und was haben die nun mit der
> Schwantes OHG zu tun? Es ist wohl bedauerlicherweise so, da�


> Firmengeschichten oft nicht aufgezeichnet werden und dann nirgendwo
> verzeichnet sind, sondern mit den Eigent�mern einfach verschwinden.)

Ist IMHO doch (seit Zeiten der Hanse;-)) nix Neues: Gegen die
Bloedmaerkte kommen kleine Unternehmen nur mit (zumindest
regional) aehnlichem Werbeaufwand an[1]. Geht hoechsten ueber
eine Kooperation mit Anderen, also tritt man einer Unternehmens-
Gruppe bei - oder gruendet selbst eine. Davon bleibt dann auch
wieder nur die 'staerkste Marke' bestehen.

So it goes... <schulterzuck>

Durch Spezialisierung (zB vom Ladengeschaeft zum reinen
Service oder Distributor) zu ueberleben, ist auch nicht unbedingt
Jedem gegeben.

[1]Selbst wenn sie oft billiger/preiswerter sind - merkt ohne
Werbe-Dauerbeschuss doch kaum noch einer :(

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