ich habe mir das ELV Leitungssuchgerät LS 100 nachgebaut.
Schaltplan -> http://www.elv-downloads.de/service/manuals/LS100/LS100_KM_G_011011.pdf
jetzt habe ich aber Probleme bei größeren Entfernungen zum Sender (Tongenerator),
da hier das Signal fast nicht mehr ankommt. Ich denke das es an der Bezugsmasse für
das Signal liegt!? Wenn ich nämlich die Masse des Senders mit einer zweiten Ader aus
dem Kabel verbinde ist das Signal wieder da. Aber auch dann ist die Identifizierung
nicht gerade einfach, da das Signal teilweise auf andere Adern überspringt (NEXT?)...
Ich habe probeweise mal von der Telekom das Rose PTS 93 getestet, das hatte solche Probleme
nicht. Es hat über mehrere Kilometer und ohne angeschlossene Masse funktioniert.
Ich habe gehört da sollen nur wenige Bauteile enthalten sein... hat von euch vielleicht
jemand so ein Gerät (Empfänger) schon mal geöffnet und kann mir sagen was da drinnen ist?
vielen Dank!
Sebastian
Tja, das ist normal bei ELV-Basteleien. Von der grundsätzlichen Idee
ist das ELV Gerät schon ansprechend, aber es hapert bei größeren
Leitungslängen bzw. bei bei genau dem von dir geschilderten Fall: Die
Masseverbindung.
>
> Ich habe probeweise mal von der Telekom das Rose PTS 93 getestet, das hatte solche Probleme
> nicht.
Das ist bei professionellen Geräten häufiger der Fall, dass sie
brauchbar in der rauhen Wirklichkeit funktionieren ;-)
>Es hat über mehrere Kilometer und ohne angeschlossene Masse funktioniert.
> Ich habe gehört da sollen nur wenige Bauteile enthalten sein... hat von euch vielleicht
> jemand so ein Gerät (Empfänger) schon mal geöffnet und kann mir sagen was da drinnen ist?
Neben ein paar passiven Bauteilen einige IC's bzw. ASICs. Ebenso
enthalten ein brauchbarer Überspannungsschutz.
Eine Schaltplan zum Nachbau habe ich nicht, aber das sollte nicht
stören: es dürfte wohl schon an der Beschaffbarkeit der Bauteile
scheitern.
hth,
Andreas
schade, schade... dann muss ich wohl die ELV Schaltung "verbessern".
Ich habe gemerkt, das mein Empfänger so empfindlich ist, das er anfängt zu
viepen, sobald ich das Empfängergehäuse an der "falschen" Stelle berühre...
da muss doch das professionelle Gerät sehr selektiv auf die Frequenzen sein,
oder kann ich mir das wie komplexe Filter vorstellen, die alles andere Blocken?
zum Massebezug: das professionelle hat doch auch nicht mehr Bezug zur Masse...
das ist doch eine physikalische Sache, oder!? Gibt's da keinen Trick???
Gibt es eigentlich einen pauschal zuverlässigen Überspannungsschutz den
ich relativ einfach integrieren kann?
viele Grüße
Sebastian
P.S.: Sorry für vielleicht "dumme" Fragen
> ich habe mir das ELV Leitungssuchgerät LS 100 nachgebaut.
> Schaltplan -> http://www.elv-downloads.de/service/manuals/LS100/LS100_KM_G_011011.pdf
>
> jetzt habe ich aber Probleme bei größeren Entfernungen zum Sender (Tongenerator),
> da hier das Signal fast nicht mehr ankommt.
Das Ding hat halt eine etwas magere Endstufe, könnte man mittels
kleinem NF-Trafo am Ausgang verbessern.
Gruß Dieter
Ich würde es wohl eher mit ein paar Hz mehr versuchen. Wenn man da ein paar
hundert kHz oder gar ein paar MHz nähme, dann würde ich speziell bei
unipolarem Betrieb eine deutlich höhere Reichweite erwarten, als bei NF. Nur
lässt sich dann eben nicht so primitiv einfach ein Lautsprecherlein
ansteuern. Andererseits könnte man einen Quarzoszillator aufziehen und im
Empfänger ein baugleicher Quarz als ultraschmales Eingangsfilter einsetzen.
Dann könnte man so was sehr selektiv gestalten.
Marte
da sind wir im Bereich Funktechnik, oder!?
Laut Datenblatt vom Rose Produkt "sendet" der Tongenerator mit 770/860 Hz alternierend...
Gruß
Sebastian
> Ich würde es wohl eher mit ein paar Hz mehr versuchen. Wenn man da ein paar
> hundert kHz oder gar ein paar MHz nähme, dann würde ich speziell bei
> unipolarem Betrieb eine deutlich höhere Reichweite erwarten, als bei NF.
Da kann man aber schnell in den Voodoobereich der HF abgleiten, man
findet die Leitung nur noch alle paar Meter.
> Nur
> lässt sich dann eben nicht so primitiv einfach ein Lautsprecherlein
> ansteuern.
Einfach die HF amplitudenmodulieren.
> Andererseits könnte man einen Quarzoszillator aufziehen und im
> Empfänger ein baugleicher Quarz als ultraschmales Eingangsfilter einsetzen.
> Dann könnte man so was sehr selektiv gestalten.
Zu schmal wirds dann nichts mehr mit der AM.
Gruß Dieter
> das Signal liegt!? Wenn ich nämlich die Masse des Senders mit einer zweiten Ader aus
> dem Kabel verbinde ist das Signal wieder da. Aber auch dann ist die Identifizierung
> nicht gerade einfach, da das Signal teilweise auf andere Adern überspringt (NEXT?)...
Ich habe das Gerät schon seit ein paar Jahren im TK Einsatz. Das
Signal koppelt zwar in die anderen Adern ein doch wenn du die Ader
direkt berührst hörst du an der Amplitude das du die richtige Ader
erwischt hast. Den Effekt hast du beim Rose Gerät auch nur das dieses
viel Leistungsstärker ist und auch noch bei paralleler Last ein
ausreichendes Signal zustande bringt.
mfG Thomas Richter
t.ri...@gmx.li schrieb:
>
> Ich habe das Gerät schon seit ein paar Jahren im TK Einsatz. Das
> Signal koppelt zwar in die anderen Adern ein doch wenn du die Ader
> direkt berührst hörst du an der Amplitude das du die richtige Ader
> erwischt hast. Den Effekt hast du beim Rose Gerät auch nur das dieses
> viel Leistungsstärker ist und auch noch bei paralleler Last ein
> ausreichendes Signal zustande bringt.
>
ich habe gestern mit dem Oszilloskop gemessen und bin zu dem Schluss gekommen,
dass ich den Signaleingang besser filtern muss. Vielleicht mit einem Bandpass!?
Selbst auf einem paarverseilten Kommunikationskabel (ISDN) hat der Empfänger
bei JEDER Ader angesprochen! Selbst bei einer Berührung war der Unterschied nur bei
sehr, sehr genauem Hinhören zu erkennen. Mit dem Oszilloskop konnte man die Adern
unterscheiden! Also ist der Empfänger zu empfindlich und nicht selektiv genug!
Das Rose Gerät hatte einen spürbar besseren Filter, da war die Verwechselungsgefahr
bei der Adernsuche nicht so groß wie bei dem ELV Gerät (wie zu erwarten war).
viele Grüße
Sebastian
na ja, bei 100 kHz sind wir bei ca 3 km Wellenlänge, Da dürfen die
Kabel schon lang sein, bevor Voodoo zuschlägt. Selbst beim MHz können
die Kabel schon recht lang werden, bevor der Effekt richtig stört. Da
aber vermutlich beide Enden nicht korrekt abgeschlossen sein werden,
wird sich irgendwie doch an allen Stellen was finden, es sei denn, Du
erwischst genau die Resonanzlänge.
> Einfach die HF amplitudenmodulieren.
Gute Idee und dann das Ganze in der Art des guten alten
Kristallempfängers
> > Andererseits könnte man einen Quarzoszillator aufziehen und im
> > Empfänger ein baugleicher Quarz als ultraschmales Eingangsfilter
einsetzen.
> > Dann könnte man so was sehr selektiv gestalten.
>
> Zu schmal wirds dann nichts mehr mit der AM.
Wieso denn das schon wieder. Sagt ja keiner, dass Du gleich mit 10 kHz
modulieren sollst. Aber selbst das sollte durch ein serielles
Quarzfilter noch durchgehen. Müsst man glatt mal testen.
Marte