vor einiger Zeit ist hier ein Thread vorbeigerauscht, in dem es um
Gewinde von SCSI-Buchsen ging. Irgendjemand schrieb da, dass man (da es
sich wohl um M2 Gewinde handelte) einfach Heißkleber nehmen sollte und
sich dann das Gewinde selber schneidet.
Zufällig habe ich jetzt genau so ein Problem, ich habe M2 Schrauben und
an der Stelle kann ich nicht bohren oder eine Gegenmutter anbringen. Im
Prinzip könnte ich einen Distanzbolzen 5mm M2 Innengewinde ankleben -
aber ich habe erstens keine M2 DB und zweitens weiß ich gar nicht, ob's
die gibt.
Also habe ich den Tipp ausprobiert. Ergebnis: Hält schon, aber von
Gewinde würde ich dabei nicht sprechen. Auch im völlig ausgehärteten
Zustand verformt das Herausdrehen der Schraube den Heißkleber (d.h. der
Heißkleber wickelt sich um das Gewinde). Danach ist das "Innengewinde"
natürlich hin und die Schraube voller Kleberresten im Gewinde (die man
mit einer Heißluftpistole natürlich wieder sauber kriegt).
Gibt es gescheiten Kleber, der gut hält, einfach zu verarbeiten ist und
sich auch bei feinen Gewinden wie dem der M2 Schrauben nicht mit den
Schrauben verbindet, sodass sich ein "echtes" Innengewinde nach dem
Aushärten einstellt?
Viele Grüße,
Johannes
--
>> Wo hattest Du das Beben nochmal GENAU vorhergesagt?
> Zumindest nicht öffentlich!
Ah, der neueste und bis heute genialste Streich unsere großen
Kosmologen: Die Geheim-Vorhersage.
- Karl Kaos über Rüdiger Thomas in dsa <hidbv3$om2$1...@speranza.aioe.org>
> Gibt es gescheiten Kleber, der gut hält, einfach zu verarbeiten ist und
> sich auch bei feinen Gewinden wie dem der M2 Schrauben nicht mit den
> Schrauben verbindet, sodass sich ein "echtes" Innengewinde nach dem
> Aushärten einstellt?
Der mit dem SCSI-Problem war ich. Die Erfahrungen mit dert Heißklebe kann
ich bestätigen. Es geht im Prinzip, ist aber etwas sehr weich.
Als nächstes werde ich den Tipp mit dem Knetmetall ausprobieren -- Ist am
Freitag in einem Reichelt-Paket in zwei Versionen "Stahl" und "Alu"
geliefert worden. "Stahl" soll Keramikkrümel enthalten, während "Alu" seine
Festigkeit von Metall bekommt. Am Montag werde ich das ausprobieren und
berichten.
---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53
Für Epoxid gibt es Trennmittel. Also as Innengewinnde gut reinigen (ich
nehme da Aceton) und die Schraube auch.
Dann die Schraube gut mit Trennmittel bestreichen (je nach Trennmittel
braucht es vorher noch eine Benetzerflüssigkeit).
z.B. Polyvinylalkohol.
Feine Srukuren würde ich eherlich gesagt mit Knetmetall nicht probieren.
Bei Epoxy müsste man dann das Zeug bei ca. 95°C aushärten lassen, damit
es überhaupt in diese reinfließt.
Schoneinmal an Epoxy und dann Gewindeschneider gedacht?
Ich denke, egal wie man das fertigt, für mehrfaches
Ein- und Ausschrauben sind solche Gewinde nicht
geeignet. Etwas besser gehts vermutlich mit Blech-
oder Spax-Schrauben, aber auf Trennmittel kann man
da sicher auch nicht verzichten.
Gruss
Harald
PS: Mit Abformmasse, wie sie z.B. von
Zahnärzten (Technovit) verwendet wird,
kann man durchaus Strukturen im um-Bereich
abformen. Eine besonders grosse mechanische
Festigkeit hat diese Abformmasse aber nicht.
BTDT
Geben tut es die sicher, notfalls in einer "einigermassen passenden"
nichtmetrischen Version.
> Also habe ich den Tipp ausprobiert. Ergebnis: Hält schon, aber von
> Gewinde würde ich dabei nicht sprechen. Auch im völlig ausgehärteten
> Zustand verformt das Herausdrehen der Schraube den Heißkleber (d.h. der
> Heißkleber wickelt sich um das Gewinde). Danach ist das "Innengewinde"
> natürlich hin und die Schraube voller Kleberresten im Gewinde (die man
> mit einer Heißluftpistole natürlich wieder sauber kriegt).
>
> Gibt es gescheiten Kleber, der gut hält, einfach zu verarbeiten ist und
> sich auch bei feinen Gewinden wie dem der M2 Schrauben nicht mit den
> Schrauben verbindet, sodass sich ein "echtes" Innengewinde nach dem
> Aushärten einstellt?
>
Bei Euch muesste es auch solche "Fluessigmetall" Produkte geben wie
dieses von unserer Teichseite:
http://jbweld.net/products/jbweld.php
Manchmal nehmen wir Loctite 660 fuer aehnliche Arbeiten:
tds.loctite.com/tds5/docs/660-EN.pdf
Geht als Provisorium irgendwie, aber nichts ist so gut wie richtige
Hardware.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Epoxy-Kleber oder Polyester (Stabilit Express)?
Peter
> Zufällig habe ich jetzt genau so ein Problem, ich habe M2 Schrauben und
> an der Stelle kann ich nicht bohren oder eine Gegenmutter anbringen. Im
> Prinzip könnte ich einen Distanzbolzen 5mm M2 Innengewinde ankleben -
> aber ich habe erstens keine M2 DB und zweitens weiß ich gar nicht, ob's
> die gibt.
>
> Also habe ich den Tipp ausprobiert. Ergebnis: Hält schon, aber von
> Gewinde würde ich dabei nicht sprechen. Auch im völlig ausgehärteten
> Zustand verformt das Herausdrehen der Schraube den Heißkleber (d.h. der
> Heißkleber wickelt sich um das Gewinde). Danach ist das "Innengewinde"
> natürlich hin und die Schraube voller Kleberresten im Gewinde (die man
> mit einer Heißluftpistole natürlich wieder sauber kriegt).
>
> Gibt es gescheiten Kleber, der gut hält, einfach zu verarbeiten ist und
> sich auch bei feinen Gewinden wie dem der M2 Schrauben nicht mit den
> Schrauben verbindet, sodass sich ein "echtes" Innengewinde nach dem
> Aushärten einstellt?
Hi,
die Mutter der Buchse selbst ist nicht tauschbar? Meist ist das ja nur so
ein 11/2-Gänge-Mütterchen im Plastikloch. Eine Möglichkeit ist dann, diese
rauszupulen und etwa mit Zinn innen auszulöten, und die passende Schraube
leicht vorzurußen, das verhindert die Belötung. Dann dreht man diese in die
mit Zinn gefüllte Mutter, läßt abkühlen und hat ein "Zinngewinde". Das mit
dem Wiederreinpulen der Mutter in ihr Loch kann aber auf die Nerven gehen.
Und überdrehen ist ganz leicht .-)
Heißkleber geht durchaus auch, insbesondere wenn man den "Einmal-Trick"
beherrscht. Dazu füllt man das Loch mit heißerem Heißkleber, also nicht
diese transparente Rotze, sondern den besseren Pißgelben oder
Rhabarberroten, der wesentlich härter wird, und drückt die Schraube mit dem
Lötkolben in den noch weichen Kleber. Das läßt sich dann durchaus noch etwas
fester schrauben, sobald der Kleber anfängt auszuhärten. Man braucht das
richtige Timing. Hab mal soeine Schaube fest genug gekriegt, daß der Bolzen
am Absatz abbrach. Diese "Lösung" ist ideal für Fälle, wo kein
Gehäuseeingriff mehr geht und z.B. das fragliche Ausstellungsstück schon
teilweise eingestretcht wurde :-) konnte den "Gewindestift" per Lötkolben
rausschmelzen und nochmal von vorne...der Heißkleber richtet innen ja keinen
Schaden an, selbst wenn es schiefgeht. Für ganz arme Schweine gibts das
übrigens auch in "kalt", nennt sich dann "Montagekleber" und härtet mit
Lösemittel aus. Ist dann allerdings nicht mehr weich entfernbar
Der billigste Trick ist der mit der Zange oder dem Schraubstock, man pult
die Mutter raus und verbiegt diese, dadurch wird das "Gewinde" scheinbar
kleiner. Manchmal findet man dann aber kein "Loch" mehr mit billigen
Schrauben. Entweder diese dann mit der Bohrmaschine (&Schlüsselfeile)
"anspitzen" oder eine Schraube mit Holzgewinde reinjagen.
--
mfg,
gUnther
> Auch im völlig ausgehärteten
> Zustand verformt das Herausdrehen der Schraube den Heißkleber (d.h. der
> Heißkleber wickelt sich um das Gewinde). Danach ist das "Innengewinde"
> natürlich hin und die Schraube voller Kleberresten im Gewinde
Das war bei meinem Heißkleberversuch übrigens nicht der Fall.
Mögliche Erklärungen:
1) Die Schraube war leicht mit Öl überzogen.
2) Ich habe das Ganze nachdem ich die SChraube eingedrückt hatte, in den
Kühlschrank gestellt.
Im Datenblatt zum "Knetmetall" wird eusdrücklich darauf hingewiesen, dass
man die Oberfläche salzfrei machen muss, damit es wie gewünscht haftet. Bei
Teilen, auf die Seewasser eingewirkt hat, soll man erst Sandstrahlen, dann
einen Tag abwarten und dann nochmal Sandstrahlebn. Eventuell versuche ich
diese Chlorid-Problematik auszunutzen und lege die SCSI-SChraube vorher in
Salzlake ein.
Johannes Bauer schrieb:
> Gibt es gescheiten Kleber, der gut hält, einfach zu verarbeiten ist und
> sich auch bei feinen Gewinden wie dem der M2 Schrauben nicht mit den
> Schrauben verbindet, sodass sich ein "echtes" Innengewinde nach dem
> Aushärten einstellt?
Hallo,
woher soll der Kleber wissen womit er sich verbinden soll und womit
nicht? Mit der Schraube soll er sich nicht verbinden, mit der Bohrung
oder dem ausgeleierten Innengewinde aber doch. Man bräuchte ausser dem
Kleber noch ein passendes Trennmittel das auf die Schraube aufgetragen
wird, als dünner gleichmässiger Film der nicht die Gewindegänge
zuschmiert, aber alles sicher abdeckt.
Das kann wohl nichts werden.
Bye
Bei Heißkleber? Da tut es ein beliebiges Fett.
Gruß
Manuel
Naja, solche Trennmittel für Epoxydharz sind
ja handelsüblich. Die Frage ist wohl eher,
wo man die wenigen Milliliter, die der Ursprungs-
poster braucht, preisgünstig bekommen kann
:-) bzw. was man da ersatzweise nimmt.
Gruss
Harald
Ah, mal probieren.
> woher soll der Kleber wissen womit er sich verbinden soll und womit
> nicht? Mit der Schraube soll er sich nicht verbinden, mit der Bohrung
> oder dem ausgeleierten Innengewinde aber doch. Man bräuchte ausser dem
> Kleber noch ein passendes Trennmittel das auf die Schraube aufgetragen
> wird, als dünner gleichmässiger Film der nicht die Gewindegänge
> zuschmiert, aber alles sicher abdeckt.
> Das kann wohl nichts werden.
Naja, ich hab schon öfter beobachtet, dass auf sehr glatten
Metalloberflächen Heißkleber bei etwas Zug einfach so "abfällt". Das
passiert auch bei Schrauben mit gröberem Gewinde gern. Offenbar reicht
der Effekt aber bei den Schrauben jetzt nicht aus...
>> Auch im völlig ausgehärteten
>> Zustand verformt das Herausdrehen der Schraube den Heißkleber (d.h. der
>> Heißkleber wickelt sich um das Gewinde). Danach ist das "Innengewinde"
>> natürlich hin und die Schraube voller Kleberresten im Gewinde
>
> Das war bei meinem Heißkleberversuch übrigens nicht der Fall.
> Mögliche Erklärungen:
> 1) Die Schraube war leicht mit Öl überzogen.
Darauf tippe ich.
> 2) Ich habe das Ganze nachdem ich die SChraube eingedrückt hatte, in den
> Kühlschrank gestellt.
Hmm - sollte die Abkühlgeschwindigkeit eine Rolle spielen?
> Im Datenblatt zum "Knetmetall" wird eusdrücklich darauf hingewiesen, dass
> man die Oberfläche salzfrei machen muss, damit es wie gewünscht haftet. Bei
> Teilen, auf die Seewasser eingewirkt hat, soll man erst Sandstrahlen, dann
> einen Tag abwarten und dann nochmal Sandstrahlebn. Eventuell versuche ich
> diese Chlorid-Problematik auszunutzen und lege die SCSI-SChraube vorher in
> Salzlake ein.
Ah - bitte unbedingt bericht erstatten. Überhaupt bin ich bei diesem
Knetmetall gespannt, was es taugt. Hab mir schon öfter mal überlegt,
eines zu kaufen, aber hatte dann gedacht, dass es möglicherweise Pfusch
ist und dafür ist's dann zu teuer.
> Feine Srukuren würde ich eherlich gesagt mit Knetmetall nicht probieren.
> Bei Epoxy müsste man dann das Zeug bei ca. 95°C aushärten lassen, damit
> es überhaupt in diese reinfließt.
> Schoneinmal an Epoxy und dann Gewindeschneider gedacht?
Nein, habe leider keinen M2 Gewindeschneider. Geht das gut? Meine
Bearbeitungsversuche von Epoxy enden oft in Gesplittere - wie bohrt man
das sauber? Gibt's eigentlich auch Epoxy, dass nicht so grauenvoll
stinkt? Ich muss hier immer tagelang lüften, wenn ich das Zeug anrühre
(und vermeide es deswegen, wenn möglich) damit der Gestank weggeht. Und
der ist echt ekelerregend, ich bin da normalerweise nicht zimperlich,
aber wenn der voll auspolymerisiert und ich versehentlich einatme dann
muss ich fast über den Tisch reihern :-/
Ich mache das immer mit ganz langsamer Drehzahl, Metabo in kleinem Gang
und an 120V betrieben, und ganz langsamem Vortrieb.
Anruehren immer in der Garage oder draussen, dann gibt es keinen Gestank
in der Huette. Hinter mir steht fuer heisse Tage ein Ventilator, den ich
bei solche Jobs immer einschalte. Gestern z.B. Kaltschweiss-Pampe, da
riecht man nix mehr von.
Schrauben in Epoxy haelt aber nicht besonders, das reisst schnell raus.
M2? Sicher doch. Man braucht eine ruhige Hand und ordentliches
Werkzeug. Bei 1.5mm Kernloch ist da nicht viel Raum für zu groß
oder unrund gebohrte Löcher.
Ich würde in deinem Fall die "Distanzbolzen" selber machen:
kleine Stückchen geeignetes Material (Kunststoff) mit M2 versehen
und mit geeignetem Kleber ankleben.
> Meine
> Bearbeitungsversuche von Epoxy enden oft in Gesplittere - wie bohrt man
> das sauber?
Splittern? Dann machst du was grundlegend falsch. Bearbeitung
im Prinzip wie Kunststoff: scharfer Bohrer mit wenig Freiwinkel.
Drehzahl nicht zu hoch wegen Erwärmung.
Das Problem, das ich mit Epoxy meist habe, ist daß es nicht
komplett durchhärtet, sondern etwas elastisch bleibt. Mit Tendenz
zu Klebrigkeit an frischen Kanten. Gerade bei kleinen Ansetzmengen
ist die Dosierung von Harz und Härter ja etwas schwierig. Und das
Mischen auch. In der Konsequenz haben vor allem kleine Gewinde
in Epoxy nur geringe Haltbarkeit und die Schneidbohrer setzen
auch recht gern zu und machen dann das Gewinde kaputt.
Hat eigentlich jemand einen Tip, womit man da am besten schmiert?
XL
> Das Problem, das ich mit Epoxy meist habe, ist daß es nicht
> komplett durchhärtet, sondern etwas elastisch bleibt. Mit Tendenz
> zu Klebrigkeit an frischen Kanten. Gerade bei kleinen Ansetzmengen
> ist die Dosierung von Harz und Härter ja etwas schwierig. Und das
> Mischen auch. In der Konsequenz haben vor allem kleine Gewinde
> in Epoxy nur geringe Haltbarkeit und die Schneidbohrer setzen
> auch recht gern zu und machen dann das Gewinde kaputt.
> Hat eigentlich jemand einen Tip, womit man da am besten schmiert?
Hi,
ich hab mal Blei genommen. Das Bleilot vom Karosseriebau, schön weich und
"schmierig".
--
mfg,
gUnther
> M2? Sicher doch. Man braucht eine ruhige Hand und ordentliches
> Werkzeug. Bei 1.5mm Kernloch ist da nicht viel Raum für zu groß
> oder unrund gebohrte Löcher.
Kernloch für M2 ist 1.6 mmm. Ja, das macht einen Unterschied, spätestens in
Stahl. Es lohnt sich, bei Gelegenheit einen Satz genau passende
Kernlochbohrer zu besorgen.
Das würde der Faustformel Aussendurchmesser x 0,8
entsprechen. Auf meinem Messschieber ist eine
Tabelle eingraviert. Dort steht 1,55 mm. :-)
Ich denke allerdings auch, das diese Werte
für den Dreifachsatz Gewindebohrer und
Stahl gelten. Bei Epoxydharz wirds da eher nicht
auf 50 um ankommen. In PVC kann man durchaus
auch noch kleinere Gewindelöcher ab ca 1mm schneiden.
Dann braucht man zum Anziehen der Schrauben aber
schon viel Gefühl...
Gruss
Harald
PS: Loroit-Mode: Eine Hausfrau hat das im Gefühl...
> woher soll der Kleber wissen womit er sich verbinden soll und womit
> nicht?
Das gleiche Drehmoment wirkt am Übergang Schraube-Kleber auf deutlich
kleinerer Fläche als am Übergang Kleber-Gewindeloch. Die Scherkräfte sind
dort entsprechend höher. Der Kleber reißt an der schraube ab (und nicht am
zu großen Gewindeloch). Tatsächlich ist bei meinen Experimenten nie der
Kleber im Bohrloch abgerissen, auch wenn ich kein Trennmittel an der
Schraube verwendet habe.
Insgesamt waren die Versuche mit Knetmetall und Heißklebe mäßig erfolgreich.
Ein Gewinde ließ sich so zwar erstellen. Aber für meine Anwendung reichte
die Festigkeit nicht aus. Das Gewindemaß UNC2-56 ist eben schon sowas wie
Feingewinde -- Kleiner als M2,5. In der Größe halten auch metrische
Nylonmuttern nicht mehr besonders viel Zug auf dem Gewinde aus.
Wir werden nun doch zur "richtigen" Lösung greifen und die Teile in Stahl
von Null ab anfertigen. Wenn man bei den Werkzeughandel hartnäckig ist,
findet sich auch einer, der Gewindebohrer UNC2-565 ab Katalog anbietet. Mit
20 EUR ist er noch einigermnaßen bezahlbar. (Nein, es ist nicht Perschmann)
Fazit: Mit gröberen Gewinden funktioniert die Knetmetall-Methode deutlich
besser als mit feineren. Und letztlich geht nichts über das gute, alste
Metall.
On 25 Jul., 03:09, Johannes Bauer <dfnsonfsdu...@gmx.de> wrote:
> Hallo Gruppe,
>
> vor einiger Zeit ist hier ein Thread vorbeigerauscht, in dem es um
> Gewinde von SCSI-Buchsen ging. Irgendjemand schrieb da, dass man (da es
> sich wohl um M2 Gewinde handelte) einfach Heißkleber nehmen sollte und
> sich dann das Gewinde selber schneidet.
SCSI-Stecker mit Schraubverriegelung haben zöllige
Verriegelungsschrauben, UNC2-56. Da die geräteseitigen
Schraubverriegelungsbolzen kaum einzeln zu kriegen sind, verwenden wir
gekürzte UNC2-56 Distanzbolzen mit Innengewinde.
Es gibt (außer Sonderausführungen von Hauben für D-Sub-Stecker mit M3-
Verriegelungsschrauben, die aber kaum jemand verwendet) m.W. keine
Schraubverriegelungsstecker mit metrischen Gewinden, ist alles zöllig.
Ich hab mich schon gewundert, daß wenigstens die Gehäuse-
Befestigungsbohrungen von Firewire-Flanschbuchsen metrisches Gewinde
hatten.
W. Buechsenschuetz
> SCSI-Stecker mit Schraubverriegelung haben zöllige
> Verriegelungsschrauben, UNC2-56. Da die geräteseitigen
> Schraubverriegelungsbolzen kaum einzeln zu kriegen sind, verwenden wir
> gekürzte UNC2-56 Distanzbolzen mit Innengewinde.
Dazu braucht man noch eine UNC2-56 Schraube, um von der anderen Seite zu
ziehen. Bei der von uns eingesetzen SCSI-Buchse stehen zudem die
Seitenflügel so hoch, dass sich Befestigungsschraube und die Halteschraube m
Kabelstecker begegnen würden. Man könnte natürlich die Seitenflügel
ansenken...