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Reinigung Fernbedienung bei Kontaktproblem

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Holger Schieferdecker

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Sep 26, 2022, 4:56:40 AM9/26/22
to
Hallo,

gegeben ist eine Fernbedienung (Festplattenrecorder), bei der nur manche
Tasten kaum noch tun. Also habe ich sie aufgeknackt.

Die Tasten bestehen aus einer durchgehenden Gummimatte mit Erhebungen,
die dann im gedrückten Zustand auf der Leiterplatte die kammartig
verschränkten Kontakte schließen. Die Matte kann man komplett abheben.

Bei den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen. Der ist wohl isolierend.

Wie robust ist denn die leitfähige Beschichtung des Gummis, kann man da
schon auch etwas kräftiger rubbeln, damit das sauber wird? Probiert
hätte ich es ganz naiv erst mal mit Wasser und Seife oder Spüli.

Bei der Leiterplatte ist das vermutlich nicht ganz so kritisch, da würde
ich erst mal grob alles mit Küchenpapier abwischen. Sollte man für die
verbleibenden Reste besser mit Isopropanol ran? Aber ob das das ölige
Zeug gut löst, weiß ich nicht.

Vielen Dank im Voraus für Hinweise,
Holger

Volker Bartheld

unread,
Sep 26, 2022, 5:34:32 AM9/26/22
to
On Mon, 26 Sep 2022 10:51:39 +0200, Holger Schieferdecker wrote:
> gegeben ist eine Fernbedienung (Festplattenrecorder), bei der nur
> manche Tasten kaum noch tun. Also habe ich sie aufgeknackt. [...] Bei
> den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
> und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen.

Silikonausschwitzungen aus der Matte. Nachdem dort alle möglichen
Zuschlagstoffe drinnen sind, Bindemittel und Weiß-der-Allmächtige was
sonst noch, kann das immer mal wieder, je nach Umgebungsbedingungen und
meist nach längerer Zeit passieren.

> Wie robust ist denn die leitfähige Beschichtung des Gummis, kann man da
> schon auch etwas kräftiger rubbeln, damit das sauber wird? Probiert
> hätte ich es ganz naiv erst mal mit Wasser und Seife oder Spüli.

Die Fernbedienungen, die ich überarbeitet habe, vertrugen auch Ethanol,
Isopropanol und Bremsenreiniger. Waschbenzin sollte wohl auch gehen, bei
Aceton und Silikonentferner wäre ich vorsichtig.

> Bei der Leiterplatte ist das vermutlich nicht ganz so kritisch, da würde
> ich erst mal grob alles mit Küchenpapier abwischen.

Kommt drauf an. In extrem billigen Produkten sind diese Kontaktmäander
auch gerne mal als Kohleschicht aufgedruckt. Die kann man mit
ungeeignetem Lösungsmittel "wegwischen" (BTDT), dann ist natürlich
Essig. Außer, die willst selber eine Platine entwerfen oder mit
(Leit)Silberlack auf Schablonen malen.

> Sollte man für die verbleibenden Reste besser mit Isopropanol ran?
> Aber ob das das ölige Zeug gut löst, weiß ich nicht.

Mit Spüli, heißen Wasser und Isoprop bekam ich das Zeugs einigermaßen
runter. Das Problem tauchte allerdings nach ein paar Jahren wieder auf,
insbesondere die häufiger benutzten Tasten. Schließlich sollen die
Konsumenten ermutigt werden, sich gelegentlich nach neuen Produkten
umzusehen.

Volker

Marc Haber

unread,
Sep 26, 2022, 6:48:38 AM9/26/22
to
Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
>On Mon, 26 Sep 2022 10:51:39 +0200, Holger Schieferdecker wrote:
>> gegeben ist eine Fernbedienung (Festplattenrecorder), bei der nur
>> manche Tasten kaum noch tun. Also habe ich sie aufgeknackt. [...] Bei
>> den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
>> und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen.
>
>Silikonausschwitzungen aus der Matte. Nachdem dort alle möglichen
>Zuschlagstoffe drinnen sind, Bindemittel und Weiß-der-Allmächtige was
>sonst noch, kann das immer mal wieder, je nach Umgebungsbedingungen und
>meist nach längerer Zeit passieren.
>
>> Wie robust ist denn die leitfähige Beschichtung des Gummis, kann man da
>> schon auch etwas kräftiger rubbeln, damit das sauber wird? Probiert
>> hätte ich es ganz naiv erst mal mit Wasser und Seife oder Spüli.
>
>Die Fernbedienungen, die ich überarbeitet habe, vertrugen auch Ethanol,
>Isopropanol und Bremsenreiniger. Waschbenzin sollte wohl auch gehen, bei
>Aceton und Silikonentferner wäre ich vorsichtig.

Der Elektronikprofi aus meiner O-Phasen-Gruppe¹ empfiehlt für sowas
Orangenöl.

Grüße
Marc

¹ ja, 35 Jahre her, wir haben immer noch regelmäßig Kontakt.
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Thomas Prufer

unread,
Sep 26, 2022, 8:56:03 AM9/26/22
to
On Mon, 26 Sep 2022 11:34:30 +0200, Volker Bartheld <news...@bartheld.net>
wrote:

>Mit Spüli, heißen Wasser und Isoprop bekam ich das Zeugs einigermaßen
>runter. Das Problem tauchte allerdings nach ein paar Jahren wieder auf,
>insbesondere die häufiger benutzten Tasten. Schließlich sollen die
>Konsumenten ermutigt werden, sich gelegentlich nach neuen Produkten
>umzusehen.

ACK: Erstmal den Silikonölschmodder runter, s.o.

Wenns dann nicht wieder bzw. irgendwann in ein-zwei Jahren nicht funktioniert,
gibt's bei eBay für kleines Geld Leitgummipunkte mit Kleber. Diese auf die Matte
geklebt, und das Ding geht wieder (sofern es an der Matte liegt und nicht an dem
weggerubbelten Kohleaufdruck).

Thomas Prufer

olaf

unread,
Sep 26, 2022, 10:15:05 AM9/26/22
to
Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de> wrote:

>Bei den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
>und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen. Der ist wohl isolierend.

Der kommt mit den Jahren wohl aus der Gummimatte.

>Wie robust ist denn die leitfähige Beschichtung des Gummis, kann man da
>schon auch etwas kräftiger rubbeln, damit das sauber wird? Probiert
>hätte ich es ganz naiv erst mal mit Wasser und Seife oder Spüli.

ES ist ein Risiko. Es gibt aber Graphitspray das koenntest du hinterher
wieder aufpinsen. Ist die Frage wie gut das noch auf einer Matte haelt
wo das Silikonoel schon rauskommt.

>Bei der Leiterplatte ist das vermutlich nicht ganz so kritisch, da würde
>ich erst mal grob alles mit Küchenpapier abwischen. Sollte man für die
>verbleibenden Reste besser mit Isopropanol ran? Aber ob das das ölige
>Zeug gut löst, weiß ich nicht.

Isoprop schadet Platinen nicht, hau drauf. Kontakt LR geht noch etwas
besser. Das ist 90% Iso mit etwas Reinigungsmittel.

Olaf

Volker Bartheld

unread,
Sep 26, 2022, 10:19:15 AM9/26/22
to
On Mon, 26 Sep 2022 16:06:14 +0200, olaf wrote:
> Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de> wrote:
> >Bei den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
> >und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen. Der ist wohl isolierend.
> Der kommt mit den Jahren wohl aus der Gummimatte.

Je mehr Druck und je öfter die Betätigung, je schneller. Bei manchen
Fabrikaten nie, bei anderen unerfreulich schnell. Meist haben Letztere
eine Zehnerpotenz mehr Schnappnasen, wegen des Gesetzes der größten
Gemeinheit.

Volker

Holger Schieferdecker

unread,
Sep 26, 2022, 12:03:36 PM9/26/22
to
Ich antworte jetzt mal hier, danke auch für die anderen Hinweise.

Am 26.09.2022 um 16:06 schrieb olaf:
> Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de> wrote:
>
> >Bei den problematischen Tasten ist mir ein öliger Film auf der Platine
> >und den Kontaktflächen der Tasten aufgefallen. Der ist wohl isolierend.
>
> Der kommt mit den Jahren wohl aus der Gummimatte.

So ist es wohl

> >Wie robust ist denn die leitfähige Beschichtung des Gummis, kann man da
> >schon auch etwas kräftiger rubbeln, damit das sauber wird? Probiert
> >hätte ich es ganz naiv erst mal mit Wasser und Seife oder Spüli.
>
> ES ist ein Risiko. Es gibt aber Graphitspray das koenntest du hinterher
> wieder aufpinsen. Ist die Frage wie gut das noch auf einer Matte haelt
> wo das Silikonoel schon rauskommt.

Vorsichtig Wasser und Seife war nicht ganz erfolgreich, nicht alle
Tasten sind sauber geworden. Kann ich aber noch wiederholen.

Dummerweise habe ich vorher nicht nachgeschaut... Bei manchen Tasten
messe ich mit dem Multimeter zwischen 50 und 100 kOhm, bei den
kritischen Tasten leider nur mehrere MOhm oder gar nichts. :-(

Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich
habe auch mal was von Alufolie aufkleben gelesen, aber doppelseitiges
Klebeband hält da auch nicht wirklich. Hat da jemand schon einmal
Sekundenkleber probiert?

> >Bei der Leiterplatte ist das vermutlich nicht ganz so kritisch, da würde
> >ich erst mal grob alles mit Küchenpapier abwischen. Sollte man für die
> >verbleibenden Reste besser mit Isopropanol ran? Aber ob das das ölige
> >Zeug gut löst, weiß ich nicht.
>
> Isoprop schadet Platinen nicht, hau drauf. Kontakt LR geht noch etwas
> besser. Das ist 90% Iso mit etwas Reinigungsmittel.

Das hat bei der Leiterplatte gut funktioniert, bei den Kontakten auf ihr
kann ich auch noch plausible Widerstände messen.

Holger

Volker Bartheld

unread,
Sep 26, 2022, 2:04:05 PM9/26/22
to
On Mon, 26 Sep 2022 17:58:36 +0200, Holger Schieferdecker wrote:
> Bei manchen Tasten
> messe ich mit dem Multimeter zwischen 50 und 100 kOhm, bei den
> kritischen Tasten leider nur mehrere MOhm oder gar nichts. :-(

Hmmm. Das ist aber insgesamt ziemlich hochohmig. Habe jetzt keinen
Vergleich zur den Kontaktgummis der Fernbedienungen hier (das Teil
passend zur madigen 32"-Philips-Glotze NOCHMAL zu reparieren habe ich
mich noch nicht aufgerafft), aber IIRC solten das eher einstellige
Kiloohm statt dreistellige Kiloohm oder mehr sein.

Kannst ja auf der FB-Platine mit Prüfspitzen und drangefrickelten
Kohleschichtwiderständen experimentieren, wann das Ding auslöst.

> Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich
> habe auch mal was von Alufolie aufkleben gelesen, aber doppelseitiges
> Klebeband hält da auch nicht wirklich. Hat da jemand schon einmal
> Sekundenkleber probiert?

Laß sein, das wird nix. Am besten ein passendes Reparaturset kaufen.
Lupenbrille und scharfes Skalpell bereithalten. Das wird kein Spaß.

Volker

olaf

unread,
Sep 26, 2022, 2:15:04 PM9/26/22
to
Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de> wrote:


>Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich

https://www.reichelt.de/graphitlack-graphit-33-200-ml-leitlack-kontakt-218-p9480.html

Oder halt Silberlack.

>habe auch mal was von Alufolie aufkleben gelesen, aber doppelseitiges
>Klebeband hält da auch nicht wirklich. Hat da jemand schon einmal
>Sekundenkleber probiert?

Noe hab ich nicht. Auf Silikon haelt fast nix. Ich wuerde langfristig
erwarten das alles was du da aufklebst abfaellt. Vor allem auch weil
deine Gummitasten sich ja biegen.
Das sind obige Farben besser, aber auch da waere ich nicht sicher.

Andererseits kann man gerade Gummi mit Sekundenkleber besonders
gut kleben. Also ausprobieren.

Olaf

olaf

unread,
Sep 26, 2022, 2:30:03 PM9/26/22
to
Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:

>Hmmm. Das ist aber insgesamt ziemlich hochohmig. Habe jetzt keinen
>Vergleich zur den Kontaktgummis der Fernbedienungen hier (das Teil
>passend zur madigen 32"-Philips-Glotze NOCHMAL zu reparieren habe ich
>mich noch nicht aufgerafft), aber IIRC solten das eher einstellige
>Kiloohm statt dreistellige Kiloohm oder mehr sein.

Koennte aber noch okay gehen. Schliesslich ist so eine FB
auf geringen Stromverbrauch designt, da macht Hochohmigkeit
durchaus Sinn. Bedenken haette ich bei allem ueber 100k.

Olaf

Thomas Prufer

unread,
Sep 26, 2022, 2:42:09 PM9/26/22
to
On Mon, 26 Sep 2022 17:58:36 +0200, Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de>
wrote:

> Ich
>habe auch mal was von Alufolie aufkleben gelesen, aber doppelseitiges
>Klebeband hält da auch nicht wirklich. Hat da jemand schon einmal
>Sekundenkleber probiert?

Das hier

Gummis für Fernbedienung - Reparatur der Fernbedienung
https://www.ebay.de/itm/324105286544

funktioniert. Die Nübbel sind aber nur ein paar mm im Durchmesser. Eventuell mus
man etwas von der Matte wegsäbeln, ist aber machbar. Konnte ich, und *ich* meide
SMD...


Thomas Prufer


Frank Müller

unread,
Sep 26, 2022, 4:19:29 PM9/26/22
to
"Holger Schieferdecker" schrieb:

> Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich habe
> auch mal was von Alufolie aufkleben gelesen, aber doppelseitiges Klebeband
> hält da auch nicht wirklich.

Ich hatte mal eine Tastatur mit dünnen Alu-Draht repariert,
einfach in eine dünne Nähnadel eingefädelt und dann ein
par Stiche durch den Knubbel an der Silikonmatte.

Vorher hatte ich es schon mal mit Kupferdraht probiert, das
hat sich, wohl durch den Essig aus dem Silikon, nach wenigen
Wochen in Grünspan zersetzt...

Frank

Axel Berger

unread,
Sep 26, 2022, 4:45:18 PM9/26/22
to
Volker Bartheld wrote:
> Bei manchen Fabrikaten nie, bei anderen unerfreulich schnell.

Mein Eindruck ist, erst einmal halten sie lange problemlos. Nach der
ersten Reinigung geht es schnell, aber der zweiten immer schneller. Es
liegt imho nicht am mangelhaften Reinigen sondern daran, daß die Matte,
wenn es einmal anfängt, immer schneller und immer unaufhaltsamer
zerfällt.


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Hanno Foest

unread,
Sep 27, 2022, 6:04:15 AM9/27/22
to
Am 26.09.22 um 22:19 schrieb Frank Müller:

> Ich hatte mal eine Tastatur mit dünnen Alu-Draht repariert,
> einfach in eine dünne Nähnadel eingefädelt und dann ein
> par Stiche durch den Knubbel an der Silikonmatte.

Kreativ :)

Ich meine, ich hab schon mal Kontaktgummis durch Einmassieren von
Graphitpulver regenerieren können, ist aber zu lange her - kann sein,
daß ich danach auch noch was anderes probieren mußte. Wie lange es
gehalten hat weiß ich auch nicht - das war bei einem Autoradio, und die
Karre hab ich wenig später verkauft.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

Frank Müller

unread,
Sep 28, 2022, 4:28:54 AM9/28/22
to
"Hanno Foest" schrieb:
> Am 26.09.22 um 22:19 schrieb Frank Müller:
>
>> Ich hatte mal eine Tastatur mit dünnen Alu-Draht repariert,
>> einfach in eine dünne Nähnadel eingefädelt und dann ein
>> par Stiche durch den Knubbel an der Silikonmatte.

Hier habe ich noch ein Bild davon gefunden:
https://www.bilderhoster.net/safeforbilder/kwyps131.jpg
Das war der erste Versuch mit Kupfer, das hat nicht lange
mitgemacht beim nächsten hatte ich dann Aludrähte aus
der Abschirmung von Koaxkabeln genommen, das
funktioniert jetzt schon einige Jahre.

> Kreativ :)
>
> Ich meine, ich hab schon mal Kontaktgummis durch Einmassieren von
> Graphitpulver regenerieren können, ist aber zu lange her

Meine ersten Versuche war mit auf feinen Sandpapier
zerschliffener Bleistiftmine, auch das geht eine gewisse
Zeit, ist aber keine Dauerlösung.

Frank

Volker Bartheld

unread,
Sep 28, 2022, 7:08:37 AM9/28/22
to
On Wed, 28 Sep 2022 10:26:15 +0200, Frank Müller wrote:
> "Hanno Foest" schrieb:
>> Am 26.09.22 um 22:19 schrieb Frank Müller:
>>> Ich hatte mal eine Tastatur mit dünnen Alu-Draht repariert,
>>> einfach in eine dünne Nähnadel eingefädelt und dann ein
>>> par Stiche durch den Knubbel an der Silikonmatte.
> Hier habe ich noch ein Bild davon gefunden:
> https://www.bilderhoster.net/safeforbilder/kwyps131.jpg

Aparte Lösung! Vielleicht würde auch ein Tropfen regulärer,
neutralvernetzender Silikonkleber gehen, in den man bis zur Sättigung
Aktivkohle aus der Apotheke einrührt. Die Nubsies auf der Matte evtl.
vorher mit Isoprop/Aceton/usw. reinigen, ggfs. leicht anrauhen oder mit
dem Cuttermesser was abschneiden.

> Meine ersten Versuche war mit auf feinen Sandpapier
> zerschliffener Bleistiftmine, auch das geht eine gewisse
> Zeit, ist aber keine Dauerlösung.

Ich glaube, nichts von alledem ist eine Dauerlösung. Insbesondere, wenn
- wie im OP dargestellt - Silikonöl aus der Matte trieft.

Volker

Holger Schieferdecker

unread,
Sep 28, 2022, 7:37:24 AM9/28/22
to
Am 26.09.2022 um 20:03 schrieb olaf:
> Holger Schieferdecker <spam...@gmx.de> wrote:
>
>
> >Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich
>
> https://www.reichelt.de/graphitlack-graphit-33-200-ml-leitlack-kontakt-218-p9480.html
>
> Oder halt Silberlack.

Ich werde es mit sowas mal probieren und dann berichten.

Danke,
Holger

Frank Müller

unread,
Sep 28, 2022, 11:11:10 AM9/28/22
to
"Holger Schieferdecker" schrieb:
> Am 26.09.2022 um 20:03 schrieb olaf:

>> Oder halt Silberlack.
>
> Ich werde es mit sowas mal probieren und dann berichten.

Mit Leitsilber hatte ich auch mal probiert, das
hat auf der Silikonmatte nicht lange gehalten.

Frank

Hanno Foest

unread,
Sep 28, 2022, 2:32:23 PM9/28/22
to
On 28.09.22 13:32, Holger Schieferdecker wrote:

>>   >Graphitpulver hätte ich, aber das wird allein wohl nicht halten. Ich
>>
>> https://www.reichelt.de/graphitlack-graphit-33-200-ml-leitlack-kontakt-218-p9480.html
>>
>> Oder halt Silberlack.
>
> Ich werde es mit sowas mal probieren und dann berichten.

Beides dürfte aushärten und daher auf Silikon!gummi nicht lange halten.

Hartmut Kraus

unread,
Sep 30, 2022, 4:08:52 PM9/30/22
to
Also wenn man das hier so liest, könnte man doch wieder ostalgisch werden:

https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#

Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 1, 2022, 4:12:00 AM10/1/22
to
Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:

[Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
Die Errungenschaften der sozialistischen Planwirtschaft, sie leben
hoch, hoch, hoch. ;-)

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 4:50:19 AM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 10:12 schrieb Wolf gang P u f f e:
Jo, das waren allerdings auch stolze Preise. 890,- M für ein
Kofferradio, 2.890,- M für einen Schwarzweiß-Fernseher, ...

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 1, 2022, 4:51:58 AM10/1/22
to
Stimmt, aber es gab ja sonst nichts zu kaufen. Wohin mit dem Geld?

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 4:53:30 AM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 10:12 schrieb Wolf gang P u f f e:
> Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
>
> [Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
>
>> Also wenn man das hier so liest, könnte man doch wieder ostalgisch
>> werden:
>>
>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>
>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>
>
> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html

Jo, sag' mal, ist das wahr, dass zum "Auslösen" genügte, dass eine
Fliege über die Sensortasten lief? ;)

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 4:54:54 AM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 10:52 schrieb Wolf gang P u f f e:
Ganz einfach: 10:1 in DM tauschen und im Intershop einkaufen. ;)

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Volker Bartheld

unread,
Oct 1, 2022, 4:56:35 AM10/1/22
to
On Sat, 1 Oct 2022 10:12:41 +0200, Wolf gang P u f f e wrote:
> Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
> [Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>> gab's einfach keine Probleme. [...] Ich weiß noch, mit welchem
>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...

Es gibt Radiergummitastaturen, die funktionieren. Dazu zählt z. B. die
Tastatur an meinem Sinclair ZX Spectrum BJ 1982. Technisch gesehen ist
das zwar keine Leitgummimatte, sondern eine Folientastatur mit
Gummimatte obendrauf - also quasi der Ur-Ur-Urahn der Cherry G81-3000 -
aber immerhin. Die Tastatur meines Panasonic PT-AE 900U (BJ 2005) hat
ebenfalls kein Problem, dito die vom Marantz CD-67 SE (1997) und Denon
AVR-3300 (2000). Es scheint also technisch möglich zu sein, sowas in
langfristig haltbar zu fertigen.

Die - und das ist der Punkt - Fernbedienungen der Billiggeräte in meinem
Haushalt (Siemens Gigaset, Edision/Digiquest DVB-S-Receiver, Philips
LCD-Glotze, ...) leiden fast ausnahmslos an dieser Krankheit. Natürlich
löst sich auch die tragische Soft-Touch-Oberfläche an der
Drift-Actioncam, dem Zeichenstift, dem Sony-Smartphone und überall am
olympischen Alptraum ab bzw beginnt zu kleben.

Da müßte eine Mehrheit der Kunden ihr Konsumverhalten umstellen, bzw.
sich in Kaufzurückhaltung üben, dann gäbe es eine reelle Chance,
irgendwann wieder brauchbare Produkte zu bekommen.

> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html

Hatte kurz über "optische" Computertastaturen nachgedacht. Also nicht
diejenigen mit Lichtorgel, sondern Gabellichtschranke usw. Sinnlos. Wer
Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit
Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.

> Die Errungenschaften der sozialistischen Planwirtschaft, sie leben
> hoch, hoch, hoch. ;-)

Man muß das geriatronische Zeugs ja nicht unnötig hochjubeln. Immer die
letzte, neueste, coolste Scheiße durchrepetieren kanns halt auch nicht
sein. Wir werden diese Lektion auf die eine oder andere Art schon noch
lernen.

Volker

Lars Gebauer

unread,
Oct 1, 2022, 5:52:23 AM10/1/22
to
Solche Preise relativieren sich ohnehin sehr stark wenn man bedenkt, daß
das alltägliche Leben in der DDR hoch subventioniert und somit im Grunde
spottbillig war.

TV, Radio etc.pp. galten als hochwertige, langlebige Gebrauchsgüter und
hatten einen entsprechenden Preis. Es war einfach nicht vorgesehen, da
alle naselang irgendwas neu zu kaufen. Das war nicht nur der allgemeinen
Ressourcenknappheit geschuldet sondern hätte auch jeglicher
sozialistischer Wirtschaftsphilosophie widersprochen.
--
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet
werden wollen."
--Vince Ebert


Lars Gebauer

unread,
Oct 1, 2022, 5:55:36 AM10/1/22
to

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 1, 2022, 7:49:22 AM10/1/22
to
Ob da eine Fliege reichte? Keine Ahnung.
Ich selbst hatte den Sensomat nur mal bei einem Bekannten gesehen und
bestaunt.
Ohne jetzt zu googlen...WIMRE funktionierten die Sensortasten mit etwas
höherer Spannung aus einem Transverter.
Damit wurden ja auch Glimmlämpchen für den jeweils betätigten Kontakte
zum Leuchten gebracht. Glimmlämpchen brauchen dafür ja etwas mehr als
70V(?).
Eine Fliege dürfte das sicher gespürt haben und hätte sich nicht lange
über den Kontakten aufgehalten, vermute ich mal.

Apropos Sensorkontakte:
Auch die Fahrkartenautomaten der Reichbahn waren mit sowas ausgestattet.
Die kleinen Nietenköpfchen in den Zahlenfeldern...
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9c/DR_Fahrkartenautomat._Deutsche_Reichsbahn_ticket_issuing_machine%2C_July_1993_Leipzig-2.jpg

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 1, 2022, 8:05:57 AM10/1/22
to
Am 01.10.2022 um 10:56 schrieb Volker Bartheld:
> On Sat, 1 Oct 2022 10:12:41 +0200, Wolf gang P u f f e wrote:
[immer diese elektrischen Kontakprobleme]
>
>> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
>> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
>
> Hatte kurz über "optische" Computertastaturen nachgedacht. Also nicht
> diejenigen mit Lichtorgel, sondern Gabellichtschranke usw. Sinnlos. Wer
> Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit
> Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.

Tastaturen mit Hall-ICs gab und gibt es noch.
Der Hall-Schaltkreis B461 aus dem HfO (Halbleiterwerk Frankfurt/Oder)
muss wohl auch exportiert worden sein, da ich in den 2000 Jahren mal
die Tastatur einer Werkzeugmaschine mit Philipssteuerung (Deckel/Maho)
zerlegt hatte.
Da waren genau diese kontaktlosen, magnetischen Schalter unter jeder
Taste verbaut. So etwas sollte ewig kalten, auch unter widrigsten
Umweltbedingungen.
Problem bei der Tastatur war wohl eingedrungene Flüssigkeit zwischen
engen Leiterzügen auf der Grundplatine.


Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 10:00:17 AM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 14:06 schrieb Wolf gang P u f f e:
Sollte. Bei uns gingen die serienmäßig kaputt, in einer Schreibmaschine,
die als Konsole an unserem ESER-Rechner hing. Naja, russische oder
bulgarische Produktion. Unsere Wartungstechiker haben dann aus einer
Tastatur und einem Nadeldrucker selber eine gebaut.

> Problem bei der Tastatur war wohl eingedrungene Flüssigkeit zwischen
> engen Leiterzügen auf der Grundplatine.


--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Chr. Maercker

unread,
Oct 1, 2022, 1:26:43 PM10/1/22
to
Hartmut Kraus wrote:
> Jo, sag' mal, ist das wahr, dass zum "Auslösen" genügte, dass eine
> Fliege über die Sensortasten lief? ;

Außer den beiden genannten Geräten hatte der REMA toccata Sensortasten.
Bei dem ist uns dgl. nie passiert. Eher war es so, dass bei den ersten
Geräten die MOSFET-Eingänge hinter den Tasten unzureichend geschützt
waren und öfter mal ausfielen.
--


CU Chr. Maercker.

Hanno Foest

unread,
Oct 1, 2022, 1:48:56 PM10/1/22
to
On 01.10.22 10:12, Wolf gang P u f f e wrote:

>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>
>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>
>
> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html

Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte.
Mit Akkus war das erträglich, sonst eher nicht. War aber kein schlechtes
Gerät, erst nach 18 Jahren (IIRC) wurde es ersetzt.

Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit hatten
Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das alles nicht
ganz überzeugend.

Daß man auf Bedienteilen mit Gummitasten etc. mehr Funktionen
unterbringen konnte, dürfte aber der Hauptgrund gewesen sein, daß das
Konzept Sensortasten nicht weiterverfolgt wurde. Die "Telecontrol IV"
Fernbedienung des oben erwähnten Fernsehers war schon recht klobig.

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 2:39:43 PM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 19:48 schrieb Hanno Foest:
> On 01.10.22 10:12, Wolf gang P u f f e wrote:
>
>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>>
>>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
>>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>>
>>
>> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
>> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
>
> Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
> Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
> derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte.

Ach ja, und ein Schlüsselbund auf den Tisch schmeißen konnte auch
lustige Effekte erzielen, hab' ich gehört? ;) Aber bei Infrarot doch
alles kein Problem mehr.

> Mit Akkus war das erträglich, sonst eher nicht. War aber kein schlechtes
> Gerät, erst nach 18 Jahren (IIRC) wurde es ersetzt.
>
> Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit hatten
> Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das alles nicht
> ganz überzeugend.

Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hanno Foest

unread,
Oct 1, 2022, 3:01:48 PM10/1/22
to
On 01.10.22 14:06, Wolf gang P u f f e wrote:

>> Hatte kurz über "optische" Computertastaturen nachgedacht. Also nicht
>> diejenigen mit Lichtorgel, sondern Gabellichtschranke usw. Sinnlos. Wer
>> Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit
>> Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.
>
> Tastaturen mit Hall-ICs gab und gibt es noch.

Ja, das Schaltelement *an sich* ist sicher absolut verschleißfrei, aber
das ist ja nicht das Einzige, auf das es ankommt. Ich hab einige
Tastatur-Chassis von "Micro Switch" (Honeywell) in schraddeligem
Zustand, die haben Halleffekt-Schalter eingebaut:

https://telcontar.net/KBK/Micro_Switch/SD

4A3B und 4A3S bei meinen Exemplaren. Problem: Verschmutzt und nicht
mittig betätigt neigen die Schalter zum Klemmen. Und wenn du wegen sowas
nicht mehr flüssig tippen kannst, nützen dir auch die tollste
kontaktlos-Schaltmimik nichts.

> Der Hall-Schaltkreis B461 aus dem HfO (Halbleiterwerk Frankfurt/Oder)
> muss wohl auch exportiert worden sein, da ich in den 2000 Jahren mal
> die Tastatur einer Werkzeugmaschine mit Philipssteuerung (Deckel/Maho)
> zerlegt hatte.
> Da waren genau diese kontaktlosen, magnetischen Schalter unter jeder
> Taste verbaut. So etwas sollte ewig kalten, auch unter widrigsten
> Umweltbedingungen.
> Problem bei der Tastatur war wohl eingedrungene Flüssigkeit zwischen
> engen Leiterzügen auf der Grundplatine.

Soviel zu "widrigsten Umweltbedingungen". Vielleicht wäre eine
Folientastatur besser gewesen - auf der tippt es sich zwar nicht so
toll, aber die bekommt man zumindest 100% wasserdicht.

Über den Daumen (und nein, ich bin kein Tastaturexperte, nur
interessierter Laie) gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit
überstanden haben: IBMs "buckling spring over membrane" Model M, und
Cherry MX. Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30
Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die
Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als
Ersatzteile, und Reparaturen sind einfachst. Membrantausch bei einer
Model M ist doch eher was für Freaks.

Es fällt aber auf, daß an beiden Systemen nichts konzeptionell
spezielles ist: Die Cherry MX haben mechanische Schaltkontakte, und bei
den Model M ist es eine Folientastatur, bzw. Membran. Die Entwickler
haben "lediglich" beim Gesamtsystem gute Arbeit geleistet.

Hanno Foest

unread,
Oct 1, 2022, 3:11:48 PM10/1/22
to
On 01.10.22 20:39, Hartmut Kraus wrote:

>>> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
>>> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
>>
>> Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
>> Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
>> derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte.
>
> Ach ja, und ein Schlüsselbund auf den Tisch schmeißen konnte auch
> lustige Effekte erzielen, hab' ich gehört? ;)

Nicht die jedenfalls. Ist ja auch kein Problem, sowas im den Griff zu
bekommen: Einfach 0,1s oder so warten, ob das Signal dann immer noch
ansteht.

Da das Signal nicht moduliert war, sondern es für jede Funktion eine
fixe Ultraschall-Frequenz gab, konnte man mit dem Ding aber lustige
Experimenten zum Dopplereffekt machen: Wenn man die Fernbedienung
schnell auf den Fernseher zubewegte, oder davon weg, konnte man bei
Betätigung die jeweils danebenliegende Funktion auslösen...

>> Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit
>> hatten Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das
>> alles nicht ganz überzeugend.
>
> Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
> verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen - ein
weiterer Nachteil.

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 3:28:45 PM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
>> Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
>> verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)
>
> Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen - ein
> weiterer Nachteil.

Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger
sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel ***

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 3:32:04 PM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 21:01 schrieb Hanno Foest:
Na ich weiß ja nich - meine vertragen nicht mal Kaffee ...


--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 1, 2022, 4:18:29 PM10/1/22
to
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
> On 01.10.22 20:39, Hartmut Kraus wrote:
>> Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
>> verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)
>
> Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen - ein
> weiterer Nachteil.

Hättest es halt mal mit Metallbesteck versuchen sollen. ;)

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Andreas Kohlbach

unread,
Oct 1, 2022, 8:32:11 PM10/1/22
to
On Sat, 1 Oct 2022 19:48:53 +0200, Hanno Foest wrote:
>
> Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
> Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
> derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie
> brauchte. Mit Akkus war das erträglich, sonst eher nicht. War aber
> kein schlechtes Gerät, erst nach 18 Jahren (IIRC) wurde es ersetzt.

Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz
schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei
denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr
fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu drehen,
damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D

Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich
meine ein "Zirren" hören zu können, wenn man einen anderen Sender
wählte. Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber
Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...

> Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit
> hatten Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das
> alles nicht ganz überzeugend.

Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?)
schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit
Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich
meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe. Den TV hatte
ich bis in die späten 80er, und schloss sowohl den Commodore 64, als auch
später den Amiga via RF-Dingens (Blasphemie!) daran an.

Wenn ich weiter überlege, war das mein vorletzter TV. Meinen letzten
kaufte ich 1992 in meiner eigenen Wohnung. Mit üppigen 70cm, Farbe und in
buuuuunt. ;-)

Ja, auch die TV-Show Switch! schaute ich auf dem
<https://www.youtube.com/watch?v=ArJAMlCXGWM>.
--
Andreas

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 2, 2022, 4:03:40 AM10/2/22
to
Am 02.10.2022 um 02:31 schrieb Andreas Kohlbach:
>
> Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz
> schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei
> denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr
> fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu drehen,
> damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D

Die Bedienung klingt nach russ. s/w Kofferfernseher "Junost 402B".
Die 4 Programmtasten wurden WIMRE ähnlich bedient.

> ...
> Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?)
> schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit
> Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich
> meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe.

Hätteste mal auf Mama gehört und dir nach dem Kacken immer schön die
Hände gewaschen!
Die Fliegen können nichts dafür, wenn die Sensortasten so gut duften.
:-D

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 2, 2022, 4:14:01 AM10/2/22
to
Am 01.10.2022 um 20:39 schrieb Hartmut Kraus:
> Am 01.10.22 um 19:48 schrieb Hanno Foest:
>> On 01.10.22 10:12, Wolf gang P u f f e wrote:
>>
>>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>>>
>>>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>>>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
>>>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>>>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>>>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>>>
>>>
>>> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
>>> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
>>
>> Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
>> Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
>> derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte.
>
> Ach ja, und ein Schlüsselbund auf den Tisch schmeißen konnte auch
> lustige Effekte erzielen, hab' ich gehört? ;) Aber bei Infrarot doch
> alles kein Problem mehr.

Stopp!
Ich hatte eine Grundig mit IR-Fernbedienung.
Irgendwann fing der an, abends beim Programmumschalten in irgendein
Servicemenü zu wechseln, wo man normalerweise nie rein kam.
Da musste man höllisch aufpassen, dass man da nichts an den
Grundeinstellungen verstellte.
Wenn man beim Umschalten in dieses Menü kam, war beim nächsten
Tastendruck die Lautstärke auf Maximum.
Da kommt Freude auf, auch bei den Nachbarn!
Ehe man dann sich in dem Menü zurechtgefunden hat, die Lautstärke
wieder runter zu nehmen, verging einige Zeit.

Der Grund für die Fehlerkennung waren wohl Energiesparlampen, die
ich irgendwann in die Wohnzimmerbeleuchtung eingesetzt hatte.
Wenn die in den ersten Minuten warm liefen, durchfuhren die wohl
im IR-Sprektrum oder in der Modulation einen Bereich, wo es zu
blöden Überlagerungen mit den Signalen der FB kommen konnte.



Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 2, 2022, 4:14:53 AM10/2/22
to
Herrlich, die besten Geschichten schreibt das Leben. :-D

Volker Bartheld

unread,
Oct 2, 2022, 4:33:59 AM10/2/22
to
On Sat, 1 Oct 2022 21:01:46 +0200, Hanno Foest wrote:
> On 01.10.22 14:06, Wolf gang P u f f e wrote:
>> [Volker:]
>>> Hatte kurz über "optische" Computertastaturen nachgedacht. [...] Sinnlos. Wer
>>> Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit
>>> Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.
>> Tastaturen mit Hall-ICs gab und gibt es noch.
> Über den Daumen [...] gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit
> überstanden haben: IBMs "buckling spring over membrane" Model M, und
> Cherry MX.

Vielleicht mit Ausnahme von Klonen wie Gateron, Kailh, Razer, Outemu,
Gazzew, ... Ich bin mit denen nicht warmgeworden, insbesondere nicht auf
kurzhubigen, skelettierten Gamerbrettern. Bei Notebooktastaturen sind -
wenn man sie denn partout benutzen _muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n.
am besten.

> Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30
> Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die
> Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als
> Ersatzteile

Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
zwischenzeitlich auch das "F" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf,
bspw. wenn das wegen Group-Policies unnötig lange und komplizierte
Windows-Paßwort "Ficken13Halleluja" heißt. ;-) Glücklich jedoch der,
der in weiser Voraussicht vom Reichelt einen Sack mit 50 MX1A-E1N
georgt hat.

Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

Das ist eine Arbeit für Menschen, die Mutter und Vater ermordet haben.
Insbesondere mit einem ungeregelten Weller-Lötkolben, einer extrem
schrottigen Huschiwuschi-Entlötsaugpumpe, mit miesem Licht und schon
leicht presbyotischem Visus, wenn es ständig an der Türe klingelt oder
die Handwerker am Arbeitszimmerfenster herumschrauben wollen, während
Radio Arabella aus dem Festo-Baustellenradio dröhnt.

In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
(https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
gute Soldappullt noch gibt.

Angesichts von
https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
Silikonfett schon noch tut.

Die Krönung dann, daß ich mir bei der Reinigung am scharfkantigen
Alutubus der Entlötsauglutsche dann noch sauber in den rechten
Zeigefinger geschnitten habe. War glücklicherweise ein glatter Schnitt
und blutete mit Pflaster und Kompression dann gar nicht übermäßig lang.
Die Aktion konnte weitergehen.

Auf die Dioden in der Originalbestück war das Cherry-Motherboard
offenbar nicht angewiesen, auf einige Drahtbrücken hingegen doch (hat
vielleicht 3-Key-Rollover, wer weiß das schon so genau). Ich habe die
Brücken einfach aus den alten Tasten ausgebaut und von der Lötseite
direkt auf die Platine gebraten.

Ein MX1A-E1N hat nämlich nur zwei Kontakte und da, wo Diode oder Brücke
hinkämen, sind nicht einmal ausreichend große Durchgangslöcher. Auf
Proxxon-Mikrobohrungen hatte ich dann keine ausgesprochen große Lust,
da erschienen mir die fuddeligen Rastzungen des Tastergehäuse ohne
dedizierten "Keyopener" aus der Keymodderszene Herausforderung genug.

Insbesondere, wenn man zum Kürzen der Beinchen grad keine Knipex
Elektronikzange parat hat, sondern nur den Kraft-Seitenschneider mit
einer Wate, die auch vor 2mm Stahlnägeln nicht zurückschreckt.

> Es fällt aber auf, daß an beiden Systemen nichts konzeptionell
> spezielles ist: Die Cherry MX haben mechanische Schaltkontakte, und
> bei den Model M ist es eine Folientastatur, bzw. Membran. Die
> Entwickler haben "lediglich" beim Gesamtsystem gute Arbeit geleistet.

Kann man so sagen, ja. Die - wie man neudeutsch titeln würde: "PBT
Double-Shot Keycaps" an meiner G80-3019 HFO sind nach Jahrzehnten noch
vollkommen makellos. Seidenmatter Glanz, nichts abgerubbel, nichts
hakt, nichts quietscht, nichts fällt ab.

Kann man von dem Hackbrett meiner besseren Hälfte (Durandal, ebenfalls
Cherry, IIRC aber Brown) nicht behaupten. Die glänzt an den häufiger
benutzten Tasten schon wie eine Speckschwarte und die ohnehin nicht
besonders kontrastreiche Beschriftung läßt nach. Außerdem schreibt sie
sich irgendwie dumpf und knochig und keineswegs so frisch wie meine G80
mit MX Blue.

Volker

Wolf gang P u f f e

unread,
Oct 2, 2022, 4:47:29 AM10/2/22
to
Am 01.10.2022 um 21:32 schrieb Hartmut Kraus:
> Am 01.10.22 um 21:01 schrieb Hanno Foest:
>>
>> Soviel zu "widrigsten Umweltbedingungen". Vielleicht wäre eine
>> Folientastatur besser gewesen - auf der tippt es sich zwar nicht so
>> toll, aber die bekommt man zumindest 100% wasserdicht.
>
> Na ich weiß ja nich - meine vertragen nicht mal Kaffee ...
>

Das ist der Unterschied zwischen Ost- und Westkaffee.
Den Kaffee(mix) aus dem Osten hat der Bediener der Tastatur
nicht (v)ertragen. Irgendwas ist immer. ;-)

Hartmut Kraus

unread,
Oct 2, 2022, 5:31:31 AM10/2/22
to
Am 02.10.22 um 10:48 schrieb Wolf gang P u f f e:
Richtig, das war Neutronenkaffee (Mensch geht kaputt, Tasse bleibt ganz).

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 2, 2022, 5:36:40 AM10/2/22
to
Am 02.10.22 um 10:15 schrieb Wolf gang P u f f e:
Jaja, typisch Besser-Wessi: Sauteurer Fernseher, aber
Wegwerf-Plastikbesteck von McDonalds klauen müssen.

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 2, 2022, 5:54:17 AM10/2/22
to
Am 02.10.22 um 10:04 schrieb Wolf gang P u f f e:
> Am 02.10.2022 um 02:31 schrieb Andreas Kohlbach:
>>
>> Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz
>> schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei
>> denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr
>> fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu
>> drehen,
>> damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D
>
> Die Bedienung klingt nach russ. s/w Kofferfernseher "Junost 402B".
> Die 4 Programmtasten wurden WIMRE ähnlich bedient.

Geh' mir wech mit Junost. An so einem Gerätchen hab' ich mal bei
Bekannten einen ganzen Sonntag mit Reparieren verbracht. Darauf musst du
aber auch erst mal kommen: Manche Baugruppen hatten Plus an Masse,
andere Minus ...

>> ...
>> Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?)
>> schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit
>> Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich
>> meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe.
>
> Hätteste mal auf Mama gehört und dir nach dem Kacken immer schön die
> Hände gewaschen!
> Die Fliegen können nichts dafür, wenn die Sensortasten so gut duften.
> :-D

Nicht hinzuzufügen. Und dann noch mit den Fingern essen - also nee, ist
das bei allen Wessis so ...

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Hartmut Kraus

unread,
Oct 2, 2022, 6:31:32 AM10/2/22
to
Am 02.10.22 um 10:15 schrieb Wolf gang P u f f e:
Man könnte es natürlich auch mal mit diese Maschine versuchen:

https://www.youtube.com/watch?v=_OKs2MWaBcA

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Michael Schwingen

unread,
Oct 2, 2022, 7:34:23 AM10/2/22
to
On 2022-10-02, Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
>
> In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
> (https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
> https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
> https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
> https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
> https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
> gute Soldappullt noch gibt.

Ich habe
https://www.amazon.de/Carson-CP-60-Kopfbandlupe-LED-Lampe-Einsatzlupen/dp/B007CDJKM2

und bin zufrieden.

cu
Michael

Hanno Foest

unread,
Oct 2, 2022, 8:20:49 AM10/2/22
to
On 02.10.22 02:31, Andreas Kohlbach wrote:

> Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich
> meine ein "Zirren" hören zu können, wenn man einen anderen Sender
> wählte.

Ja, daran erinnere ich mich auch.

> Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber
> Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...

Wird halt kein ganz sauberer Ultraschall gewesen sein. Irgendwas am
Geber dürfte niederfrequenter resonant mitgescheppert haben.

Hanno Foest

unread,
Oct 2, 2022, 8:54:41 AM10/2/22
to
On 02.10.22 10:33, Volker Bartheld wrote:

>> Über den Daumen [...] gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit
>> überstanden haben: IBMs "buckling spring over membrane" Model M, und
>> Cherry MX.
>
> Vielleicht mit Ausnahme von Klonen wie Gateron, Kailh, Razer, Outemu,
> Gazzew, ... Ich bin mit denen nicht warmgeworden, insbesondere nicht auf
> kurzhubigen, skelettierten Gamerbrettern.

Würde ich aber zu System Cherry MX zählen, sind ja direkt austauschbare
Klone, lediglich mit Modifikationen (Schmierung, Betätigungskraft,
Charakteristik...)

> Bei Notebooktastaturen sind -
> wenn man sie denn partout benutzen _muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n.
> am besten.

Die alten (bis z.B. T420) oder neuen (T430 aufwärts)? Ich mag die alten
lieber.

>> Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30
>> Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die
>> Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als
>> Ersatzteile
>
> Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
> zwischenzeitlich auch das "F" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf,
> bspw. wenn das wegen Group-Policies unnötig lange und komplizierte
> Windows-Paßwort "Ficken13Halleluja" heißt. ;-) Glücklich jedoch der,
> der in weiser Voraussicht vom Reichelt einen Sack mit 50 MX1A-E1N
> georgt hat.
>
> Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
> ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
> Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

Ich bin da anders drauf - ich tausch genau das, was kaputt ist (außer
vielleicht bei Kondensatoren). Wenn mir Leute erzählen, daß sie
vielleicht mal alle 10 Jahre einen einzelnen Cherry MX Schalter tauschen
oder auch nur instandsetzen (!) mußten, sieht mir das nicht nach
Serienfehler aus, oder nach Lebensdauerende erreicht. Ich hab Fotos von
durchgewetzten (!) doubleshot Tastenkappen, keine Ahnung, wie viele
Millionen Betätigungen das gewesen sein müssen, und die Cherry MX
Schalter drunter waren noch ok. Angesichts sowas sind einzelne Ausfälle
wohl eher Zufall.

Wenn natürlich die Charakteristik des Tauschteils gegenüber den alten
Schaltern unangenehm auffällt, ist das sicherlich ein Grund zum
Komplettausch.

BTW: Bei den High-End-Keyboard-Esoterikern stehen "Cherry vintage black"
(google) hoch im Kurs. Vielleicht weil gut eingelaufen oder Aberglauben,
konnte mir bisher auch von den Freaks keiner gut erklären.

> In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
> (https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
> https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
> https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
> https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
> https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
> gute Soldappullt noch gibt.

Ich hatte erst einen Billigklon (ca. 10 EUR) von der B01I8Y22GE, ging
so. Später (Tip von Joerg) den hier:

https://www.amazon.de/dp/B006BU3V68

(meine etwas billiger aus dem Goldschmiedebedarf...), wovon B08C4X4TGP
offenbar ein Klon ist. Ob der Klon taugt weiß ich nicht, das Original
benutze ich jedenfalls immer noch und bin zufrieden.

> Angesichts von
> https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
> https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
> dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
> Silikonfett schon noch tut.

Ich hab ne Weller SA21A, die es erstaunlicherweise nach > 20 Jahren
incl. Spitzen immer noch gibt. Und für schwerere Fälle nehme ich

https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.

Hartmut Kraus

unread,
Oct 2, 2022, 9:06:37 AM10/2/22
to
Am 02.10.22 um 14:20 schrieb Hanno Foest:
> On 02.10.22 02:31, Andreas Kohlbach wrote:
>
>> Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich
>> meine ein "Zirren" hören zu können, wenn man einen anderen Sender
>> wählte.
>
> Ja, daran erinnere ich mich auch.
>
>> Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber
>> Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...
>
> Wird halt kein ganz sauberer Ultraschall gewesen sein. Irgendwas am
> Geber dürfte niederfrequenter resonant mitgescheppert haben.
>
> Hanno
>

Oder es war gar so eine? ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/Space_Commander

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Stefan Wiens

unread,
Oct 2, 2022, 10:14:15 AM10/2/22
to
Hanno Foest <hurga...@tigress.com> writes:

[Lötkolben]

> Und für schwerere Fälle nehme ich
>
> https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K
>
> die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
> Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.

30 W für schwere Fälle?

--
Stefan

Volker Bartheld

unread,
Oct 2, 2022, 1:52:46 PM10/2/22
to
On 2 Oct 2022 11:34:20 GMT, Michael Schwingen wrote:
> On 2022-10-02, Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
>> In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
> Ich habe
> https://www.amazon.de/Carson-CP-60-Kopfbandlupe-LED-Lampe-Einsatzlupen/dp/B007CDJKM2

Danke für den Tip! Hatte ich auch schon auf dem Schirm (40€ wäre noch
erträglich), mich aber von einigen *sic* "Rezessionen" abschrecken
lassen.

Ciao,
Volker

Volker Bartheld

unread,
Oct 2, 2022, 2:11:11 PM10/2/22
to
On Sun, 2 Oct 2022 14:54:38 +0200, Hanno Foest wrote:
> On 02.10.22 10:33, Volker Bartheld wrote:
>> Bei Notebooktastaturen sind - wenn man sie denn partout benutzen
>> _muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n. am besten.
> Die alten (bis z.B. T420) oder neuen (T430 aufwärts)? Ich mag die alten
> lieber.

*LOL* Brüder im Geiste. Ja, ich auch. Kriegt man halt nimmer. Der T480s,
den ich als Homeoffice-PC benutze, ist schon OK. Sogar für meine
Wurschtfinger. Ich habe es bislang noch nicht übers Herz gebracht, da
irgendwas mit einem USB-Hub zu versuchen, damit ich da meine olle Cherry
benutzen kann. Das hat Aussicht auf neverending Story und eine weitere
Fullsize-Tastatur auf meinem Winzschreibtisch geht halt nicht.

>> Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
>> zwischenzeitlich auch das "F" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf [...]
>> Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
>> ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
>> Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

> Ich bin da anders drauf - ich tausch genau das, was kaputt ist (außer
> vielleicht bei Kondensatoren).

Ich hab das jetzt 4x durchexerziert und dann keine Lust mehr auf diese
Iterationen gehabt. Die Schnappverschlüsse der G80-3019 werden auch
nicht besser, wenn man 1'001x mit dem Schraubendreher dran hebelt.

Problem der Tasten sind ohnehin irgendwelche Fussel, die sich in die
Mimik schaffen, wie auch immer das konkret funktioniert. Ich wäre mir
99.99% sicher, daß man weitere 1'000'000 Betätigungen rauslassen
könnte, wenn man die MX öffnet, mit Bremsenreiniger/Isoprop durchspült,
ein bisserl Druckluft appliziert und alles wieder zusammenbaut. Ohne
das entsprechende Tool und die nötige Geduld, mit
Uhrmacherschraubendrehern vier Schnappnasen aufzudröseln, entschied ich
mich für das 50er Sackerl beim Reichelt.

> Wenn mir Leute erzählen, daß sie
> vielleicht mal alle 10 Jahre einen einzelnen Cherry MX Schalter tauschen
> oder auch nur instandsetzen (!) mußten, sieht mir das nicht nach
> Serienfehler aus, oder nach Lebensdauerende erreicht.

Ich habe in den letzten vier Jahren sicher 10 Tasten ausgetauscht, in
etlichen Anläufen. Dann wurde es mir zu bunt. Es ist ja auch nicht so,
daß Lötkolben und Entlötsauglutsche griffbereit drauf warten, daß ich
sie einsetze. Das hier ist ein WAF-Homeoffice.

> Wenn natürlich die Charakteristik des Tauschteils gegenüber den alten
> Schaltern unangenehm auffällt, ist das sicherlich ein Grund zum
> Komplettausch.

Ein bisserl anders fühlten sich die neuen MX-Blue tatsächlich an. Aber
inzwischen (sehr zum Leidwesen von Herrn Gerdes schreibe ich ja recht
viel) scheint sich das ein bisserl "eingelaufen" zu haben. Ist halt
Mechanik.

> BTW: Bei den High-End-Keyboard-Esoterikern stehen "Cherry vintage black"
> (google) hoch im Kurs. Vielleicht weil gut eingelaufen oder Aberglauben,
> konnte mir bisher auch von den Freaks keiner gut erklären.

*LOL* Du sprichst hier mit einem opportunistischen Geizhals, dem schon
die "normale" Cherrytastatur mit MX-Blue deutlich zu teuer ist. Da
irgendeinen Fetischkram anzuschaffen könnte mir ferner nicht stehen.
Ich hoffe, das olle Teil hält mit den Reichelt-Tasten noch so lange,
bis Desktop-PCs ohnehin tot sind.

>> In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
> Ich hatte erst einen Billigklon (ca. 10 EUR) von der B01I8Y22GE, ging
> so. Später (Tip von Joerg) den hier:
> https://www.amazon.de/dp/B006BU3V68

Oh ja! Der gute Optivisor. Freund jedes Elektronikbastlers. Schien mir
erst ein bisserl klobig und es hat da ja auch noch so eine Sache mit dem
Arbeitsabstand, wenn es keine dedizierte "Lupenbrille" (also eigentlich
ein Fernglas) ist. Aber bei "mit präzisionsgeschliffenen Glaslinsen"
kriege ich sofort ein Zelt in der Hose. Das ist _genau_ mein Ding. OK,
"hergestellt in den USA" ist dann wieder ein Lustkiller für
Nichtpatrioten, aber was solls.

> (meine etwas billiger aus dem Goldschmiedebedarf...), wovon B08C4X4TGP
> offenbar ein Klon ist. Ob der Klon taugt weiß ich nicht, das Original
> benutze ich jedenfalls immer noch und bin zufrieden.

Guter Tip, danke.

>> Angesichts von
>> https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
>> https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
>> dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
>> Silikonfett schon noch tut.

> Ich hab ne Weller SA21A, die es erstaunlicherweise nach > 20 Jahren
> incl. Spitzen immer noch gibt.

Mein Klon sieht quasi 100%ig identisch aus. Ob die Spitze natürlich aus
Antistatik-Teflon ist, kann ich nicht sagen. Ist halt so ein
Plastedingens.

> Und für schwerere Fälle nehme ich
> https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

Ha! War mir noch gar nicht untergekommen. Preiswerte Alternative zur
Entlötstation. Da bin ich immer wieder herumgeschlichen und zum Schluß
gekommen, daß sich das nicht rentiert.

Volker

Volker Bartheld

unread,
Oct 2, 2022, 2:12:25 PM10/2/22
to
On Sun, 02 Oct 2022 16:14:11 +0200, Stefan Wiens wrote:
> Hanno Foest <hurga...@tigress.com> writes:
> [Lötkolben]
>> Und für schwerere Fälle nehme ich
>> https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K
> 30 W für schwere Fälle?

Schwerere. Komparativ. Der Superlativ ist die Entlötstation. Wissen wir
doch alle.

Volker

Hanno Foest

unread,
Oct 2, 2022, 5:04:21 PM10/2/22
to
On 02.10.22 16:14, Stefan Wiens wrote:

> [Lötkolben]
>
>> Und für schwerere Fälle nehme ich
>>
>> https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K
>>
>> die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
>> Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.
>
> 30 W für schwere Fälle?

"schwerere". Bei mir war das, was ich mit der 50W Lötstation und der
dicksten Lotsaugpumpe von Reichelt nicht wegbekommen habe, etwa bei
Kondensatoren in Multilayerplatinen mit durchgehenden Masseflächen.
Teilweise hab ich nicht mal das Lot aus den Durchkontaktierungen
rausbekommen...

Hanno Foest

unread,
Oct 2, 2022, 5:18:20 PM10/2/22
to
On 02.10.22 20:11, Volker Bartheld wrote:

>> BTW: Bei den High-End-Keyboard-Esoterikern stehen "Cherry vintage black"
>> (google) hoch im Kurs. Vielleicht weil gut eingelaufen oder Aberglauben,
>> konnte mir bisher auch von den Freaks keiner gut erklären.
>
> *LOL* Du sprichst hier mit einem opportunistischen Geizhals, dem schon
> die "normale" Cherrytastatur mit MX-Blue deutlich zu teuer ist. Da
> irgendeinen Fetischkram anzuschaffen könnte mir ferner nicht stehen.

Schon klar - meine Idee war eher, die ausgebauten "vintage"
Cherry-Tasten teuer zu verkaufen :) Wobei ich nicht weiß, wie alt die
eigentlich sind, oder ob die blauen ebenso gefragt sind.

>>> In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
>> Ich hatte erst einen Billigklon (ca. 10 EUR) von der B01I8Y22GE, ging
>> so. Später (Tip von Joerg) den hier:
>> https://www.amazon.de/dp/B006BU3V68
>
> Oh ja! Der gute Optivisor. Freund jedes Elektronikbastlers. Schien mir
> erst ein bisserl klobig und es hat da ja auch noch so eine Sache mit dem
> Arbeitsabstand, wenn es keine dedizierte "Lupenbrille" (also eigentlich
> ein Fernglas) ist.

Evtl. die Linse passen wählen. Aber ja, es ist hat nur eine Kopfbandlupe.

>> Und für schwerere Fälle nehme ich
>> https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K
>
> Ha! War mir noch gar nicht untergekommen. Preiswerte Alternative zur
> Entlötstation. Da bin ich immer wieder herumgeschlichen und zum Schluß
> gekommen, daß sich das nicht rentiert.

Ja, ähnlicher Gedanke bei mir, Entlötstation für Arme. Die Ersatzspitzen
gibt es BTW inzwischen regulär bei Reichelt, gerade zufällig gesehen.

Stefan Heimers

unread,
Oct 5, 2022, 5:43:04 AM10/5/22
to
On 10/1/22 10:12, Wolf gang P u f f e wrote:
> Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
>
> [Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
>
>> Also wenn man das hier so liest, könnte man doch wieder ostalgisch
>> werden:
>>
>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>
>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>
>
> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
> Die Errungenschaften der sozialistischen Planwirtschaft, sie leben
> hoch, hoch, hoch. ;-)

Sensortasten waren in den 70ern auch im Westen in Mode, das ist keine
DDR-Spezialität. z.B. Beomaster 1900 aus Dänemark:

https://www.radiomuseum.org/r/bang_beomaster_1900.html

Oder die Fernbedienung "Telecontrol IV" von Nordmende:

https://www.radiomuseum.org/r/nordmende_telecontrol_iv.html

Gunter Kühne

unread,
Oct 5, 2022, 6:33:16 AM10/5/22
to
Am 01.10.22 um 10:54 schrieb Hartmut Kraus:
> Am 01.10.22 um 10:52 schrieb Wolf gang P u f f e:
>> Am 01.10.2022 um 10:50 schrieb Hartmut Kraus:
>>> Am 01.10.22 um 10:12 schrieb Wolf gang P u f f e:
>>>> Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
>>>>
>>>> [Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
>>>>
>>>>> Also wenn man das hier so liest, könnte man doch wieder ostalgisch
>>>>> werden:
>>>>>
>>>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#
>>>>>
>>>>> Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
>>>>> gab's einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens
>>>>> auch
>>>>> nicht (die's ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
>>>>> verständnislosen Kopfschütteln wir damal den "technischen Fortschritt"
>>>>> mit diesen "Radiergummistummeln" zur Kenntnis nahmen ...
>>>>>
>>>>
>>>> Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
>>>> kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
>>>> https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html
>>>> Die Errungenschaften der sozialistischen Planwirtschaft, sie leben
>>>> hoch, hoch, hoch. ;-)
>>>
>>> Jo, das waren allerdings auch stolze Preise. 890,- M für ein
>>> Kofferradio, 2.890,- M für einen Schwarzweiß-Fernseher, ...
>>>
>>
>> Stimmt, aber es gab ja sonst nichts zu kaufen. Wohin mit dem Geld?
>
> Ganz einfach: 10:1 in DM tauschen und im Intershop einkaufen. ;)
>
Den Schrott bekam der findige DDR-Bürger auch ohne umtauschen.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.


Hartmut Kraus

unread,
Oct 5, 2022, 9:28:09 AM10/5/22
to
Am 05.10.22 um 12:33 schrieb Gunter Kühne:
Welchen Schrott meinst du jetzt? Den im Intershop oder den direkt auf
dem West-Markt? ;)

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf

Rolf Bombach

unread,
Oct 15, 2022, 1:58:43 PM10/15/22
to
Hartmut Kraus schrieb:
>
> Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

Ich kann aber beim Glotzen nicht auf Essen verzichten.

--
mfg Rolf Bombach
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