Also richtig Galvanisieren, nicht irgendsoein Tauchbad aus dem Hobbyladen.
Es sind kleine Teile, wenige mm Durchmesser.
--
Chris Christoph P. U. Kukulies kuku...@rwth-aachen.de
Hallo,
tja, dann wirst Du auch ein richtiges Galvanikbad für Silber brauchen,
richtige Silberanoden, den richtigen Abstand und den richtigen Strom.
Die Teile vorher richtig blank zu machen ist auch wichtig.
Einen körnigen, schlecht haftenden galvanischen Überzug zu erzeugen ist
einfach, die Kunst besteht darin es gut haftend und glatt und glänzend
und einigermassen gleichmässig dick hinzukriegen.
Fertige Lösungen verkauft man Dir gerne für richtig viel Geld.
Bye
> Christoph Kukulies schrieb:
>>
>> Also richtig Galvanisieren, nicht irgendsoein Tauchbad aus dem Hobbyladen.
> Hallo,
> tja, dann wirst Du auch ein richtiges Galvanikbad für Silber brauchen,
> richtige Silberanoden, den richtigen Abstand und den richtigen Strom.
> Die Teile vorher richtig blank zu machen ist auch wichtig.
Die meisten Silberloesungen sind auf Cyanid-Basis. Hoechst unangenehm
fuer den Hausgebrauch. Ich fuerchte, ich lasse die Finger davon.
In einem Buch (Machu, Moderne Galvanotechnik 1956) fand ich Hinweise auf
Vernickelung vor der Versilberung und Glanzzusaetze (irgendwelche Sulfide).
Ich werde die Teile wohl doch dem Galvanisierbetrieb geben.
> Einen körnigen, schlecht haftenden galvanischen Überzug zu erzeugen ist
> einfach, die Kunst besteht darin es gut haftend und glatt und glänzend
> und einigermassen gleichmässig dick hinzukriegen.
> Fertige Lösungen verkauft man Dir gerne für richtig viel Geld.
Silberloesung ;-)
Nein, verstehe schon, Galvanisierstra_en.
Hallo Christoph,
> Was fuer Moeglichkeiten gibt es, mit Heimmitteln Messing zu versilbern, und
Ein schoenes "Heimmittel" ist verbrauchtes Fixierbad aus dem Fotolabor.
Vielleicht kennst Du ja einen Hobbyfotografen, der noch nicht auf "Digital"
umgestellt hat. Leider ist diese Salzloesung nur bedingt fuer die Galvanik
geeignet, da es ein Schwefelsalz ist. Bei zu hoher Spannung sondert es
Schwefel ab, der Dein Silber schwarz anlaufen laesst, so aehnlich wie der
Versuch ein Ei mit einem Silberloeffel zu essen...
Evtl. "versilbern" sich Deine Objekte bereits, wenn Du sie lediglich in die
Loesung haengst (ohne Spannung anzulegen). Das funktioniert mit Kupfer ganz
gut. Leider haftet die so erzeugte Schicht nicht wirklich gut.
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*\ Viele -- Volker Bosch \***
**\ Gruesse aus -- E-Mail: vbo...@z.zgs.de \**
***\ Stuttgart -- http://www.s-line.de/homepages/bosch \*
>> Was fuer Moeglichkeiten gibt es, mit Heimmitteln Messing zu versilbern, und
>
>Ein schoenes "Heimmittel" ist verbrauchtes Fixierbad aus dem Fotolabor.
>Vielleicht kennst Du ja einen Hobbyfotografen, der noch nicht auf "Digital"
>umgestellt hat. Leider ist diese Salzloesung nur bedingt fuer die Galvanik
>geeignet, da es ein Schwefelsalz ist. Bei zu hoher Spannung sondert es
>Schwefel ab, der Dein Silber schwarz anlaufen laesst, so aehnlich wie der
>Versuch ein Ei mit einem Silberloeffel zu essen...
>
>Evtl. "versilbern" sich Deine Objekte bereits, wenn Du sie lediglich in die
>Loesung haengst (ohne Spannung anzulegen). Das funktioniert mit Kupfer ganz
>gut. Leider haftet die so erzeugte Schicht nicht wirklich gut.
>
Und falls Du so einen Fotofreund kennst, regeneriert der seine Fixierbäder
vielleicht selbst galvanisch; dann brauchst Du ihm nur Deine Teile zu geben
(und vielleicht eine Flasche Wein geeigneter Lage o.ä.) und zu hoffen, daß
alles glatt geht.
--
Eines richterlichen Hinweises nach Par. 139 ZPO auf
den Sinngehalt des eigenen Vorbringens der Beklagten
bedurfte es entgegen der Auffassung der Revision nicht.
BGH U.v. 19.03.2003 - VIII ZR 295/01
> Was für Möglichkeiten gibt es, mit Heimmitteln Messing zu versilbern, und
> zwar eine nennenswerte Auftragsdicke, die nicht beim ersten Abwienern
> gleich wieder abgeht.
>
> Also richtig Galvanisieren, nicht irgendsoein Tauchbad aus dem Hobbyladen.
>
> Es sind kleine Teile, wenige mm Durchmesser.
"Messing" gibt mir zu denken. Hoffentlich geht das
vernünftig. Bei "kleinen Teilen" frag ich mich, ob
die Hohlräume aufweisen, manchmal gelten in der
Galvanik schon die Zahnlücken im Zahnrad als Hohl-
raum, wo die Schicht dann nicht hin will (verchromen
ist so ein heikler Fall).
Warum Silber? Falls es nur um Optik/Kosmetik geht,
kann ich Vernickeln empfehlen, geht gut auch in
Hohlräume rein. Die Bad-Armaturen sind idR (glanz)
vernickeltes Messing.
--
mfg Rolf Bombach
> Hallo Christoph,
>> Was fuer Moeglichkeiten gibt es, mit Heimmitteln Messing zu versilbern, und
> Ein schoenes "Heimmittel" ist verbrauchtes Fixierbad aus dem Fotolabor.
> Vielleicht kennst Du ja einen Hobbyfotografen, der noch nicht auf "Digital"
Ja, das ist mir bekannt, aber wie Du schon richtig sagst, haftet
die Schicht nur sehr schlecht.
> Evtl. "versilbern" sich Deine Objekte bereits, wenn Du sie lediglich in die
> Loesung haengst (ohne Spannung anzulegen). Das funktioniert mit Kupfer ganz
> gut. Leider haftet die so erzeugte Schicht nicht wirklich gut.
> > Was für Möglichkeiten gibt es, mit Heimmitteln Messing zu versilbern, und
> > zwar eine nennenswerte Auftragsdicke, die nicht beim ersten Abwienern
> > gleich wieder abgeht.
> >
> > Also richtig Galvanisieren, nicht irgendsoein Tauchbad aus dem Hobbyladen.
> >
> > Es sind kleine Teile, wenige mm Durchmesser.
> "Messing" gibt mir zu denken. Hoffentlich geht das
> vernünftig. Bei "kleinen Teilen" frag ich mich, ob
> die Hohlräume aufweisen, manchmal gelten in der
> Galvanik schon die Zahnlücken im Zahnrad als Hohl-
> raum, wo die Schicht dann nicht hin will (verchromen
> ist so ein heikler Fall).
Stelle Dir Relaiskontaktplaettchen vor. 2 mm Durchmesser, 1mm dick.
Vielleicht nehme ich massives Silber.
> Warum Silber? Falls es nur um Optik/Kosmetik geht,
> kann ich Vernickeln empfehlen, geht gut auch in
> Hohlräume rein. Die Bad-Armaturen sind idR (glanz)
> vernickeltes Messing.
Kontakt - niederohmiger Kontakt auf einer Schiene, die ebenfalls versilbert
ist.
> Stelle Dir Relaiskontaktplaettchen vor. 2 mm Durchmesser, 1mm dick.
> Vielleicht nehme ich massives Silber.
>> Warum Silber? Falls es nur um Optik/Kosmetik geht,
>> kann ich Vernickeln empfehlen, geht gut auch in
>> Hohlräume rein. Die Bad-Armaturen sind idR (glanz)
>> vernickeltes Messing.
> Kontakt - niederohmiger Kontakt auf einer Schiene, die ebenfalls versilbert
> ist.
Fliesst da 'ernsthaft' Strom, wo der Kontaktwiderstand wesentlich ist,
oder geht es eher um Korrosion?
Im ersten Fall ist ein Goldschmied ein moeglicher Ansprechpartner. Der
weiss dann auch, ob Galvanik oder Aufloeten von massivem Silber eher
geeignet ist - und der kann das im Zweifel auch machen.
Im zweiten Fall kommt (auch) ein Leiterplattenhersteller in Frage.
Vergolden ist da Tagesgeschaeft, insbesondere belastbare Flaechen fuer
schleifende Kontakte. Mit ein wenig Glueck hat so eine Firma auch
einen Spezialisten fuer Edelgalvanik, der auch exotischere Materialien
im Petto hat.
Gruss
Michael
Hallo,
wenn das Material darunter nicht sehr gut metallisch blank gemacht wurde
haftet die Schicht auch bei anderen Galvanikbädern schlecht.
Etwas anrauhen ist auch nicht schlecht, aber blank ist das wichtigste.
Bye
Hallo,
bei Relaiskontakten nimmt man Silber-Palladium hauchvergoldet, oder
Silber/Cadmiumoxid, oder Silber-Nickel.
Für 1 mm dick ist Galvanik nichts, ein Elektrolyt kann nur eine
bestimmte maximale Stromdichte, da kann dann 1 mm mehrere Tage dauern.
Bye
>> Stelle Dir Relaiskontaktplaettchen vor. 2 mm Durchmesser, 1mm dick.
>> Vielleicht nehme ich massives Silber.
>>> Warum Silber? Falls es nur um Optik/Kosmetik geht,
>>> kann ich Vernickeln empfehlen, geht gut auch in
>>> Hohlräume rein. Die Bad-Armaturen sind idR (glanz)
>>> vernickeltes Messing.
>> Kontakt - niederohmiger Kontakt auf einer Schiene, die ebenfalls versilbert
>> ist.
> Fliesst da 'ernsthaft' Strom, wo der Kontaktwiderstand wesentlich ist,
> oder geht es eher um Korrosion?
Korrosion waere ja bei Silber auch schnell gegeben, aber es geht um
kleine Signale, die aus relativ niederohmiger Quelle stammen (50 mV, 10 Ohm)
Da die Kontakte aber oft bewegt werden, kann man Oxidation hinnehmen, da
sie sich schnell wieder wegschleift.
Geringer Kontaktwiderstand (sicherer Kontakt) ist wichtig.
> Im ersten Fall ist ein Goldschmied ein moeglicher Ansprechpartner. Der
> weiss dann auch, ob Galvanik oder Aufloeten von massivem Silber eher
> geeignet ist - und der kann das im Zweifel auch machen.
> Im zweiten Fall kommt (auch) ein Leiterplattenhersteller in Frage.
> Vergolden ist da Tagesgeschaeft, insbesondere belastbare Flaechen fuer
> schleifende Kontakte. Mit ein wenig Glueck hat so eine Firma auch
> einen Spezialisten fuer Edelgalvanik, der auch exotischere Materialien
> im Petto hat.
Ja, das waere auch zu Ueberlegen.
Gruß
> Hallo,
Ich wurde nach der Geometrie der Teile gefragt, nicht nach der
Schichtdicke :-) Ein bis 2 Zehntel mm wuerden reichen.
Christoph Kukulies schrieb:
>
> Ich wurde nach der Geometrie der Teile gefragt, nicht nach der
> Schichtdicke :-) Ein bis 2 Zehntel mm wuerden reichen.
>
Hallo,
das kann bei etwa 5 ľm/h immer noch ein bis zwei Tage dauern.
Bye