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4-fach Optokoppler mit Logikpegel

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Nicolas Haas

unread,
Jan 29, 2002, 10:44:17 AM1/29/02
to
Ich suche nach 4-fach Optokopplern mit Logik Eingangs- und Ausgangspegel.
Logik Eingang will ich deswegen haben, da die Optokoppler an einen
Microcontroller (80C537) angeschlossen werden und ich mir Treiber ICs sparen
will. Der Logik Ausgang ist nicht so wichtig, dann brauch ich halt einen
Pull-Up Widerstand. Die Optokoppler sollen im weiteren ICs steuern. Sehr
langsam sollten die Optokoppler auch nicht sein (~100 kHz Bereich).

Die Bauteile sollte es bei einem bekannten Distributor (Conrad, RS,
Distrelec, Schuricht, Farnell) oder in Wien oder Umgebung in geringen
Stückzahlen (5 Stk.) zu kaufen geben.

Der AD261AND-0 von AD würde mir gut gefallen, kostet aber EUR 109,-- je
Stück, das ist mir zu viel.
Der IL715 von NVE würde auch passen, ist aber nirgends in Wien oder
Österreich zu bekommen und den Preis weiß ich nicht.

Danke für Hinweise.

mfg


Nicolas Haas


Joerg Schneide

unread,
Jan 29, 2002, 4:04:55 PM1/29/02
to
Nicolas Haas schrieb:

> Ich suche nach 4-fach Optokopplern mit Logik Eingangs- und Ausgangspegel.
> Logik Eingang will ich deswegen haben, da die Optokoppler an einen
> Microcontroller (80C537) angeschlossen werden und ich mir Treiber ICs sparen
> will. Der Logik Ausgang ist nicht so wichtig, dann brauch ich halt einen
> Pull-Up Widerstand. Die Optokoppler sollen im weiteren ICs steuern. Sehr
> langsam sollten die Optokoppler auch nicht sein (~100 kHz Bereich).

Logik rein und raus, 4x hab ich noch nicht gesehen.
2x gibt es einige schnelle mit Logikausgang. Du könntest aber
versuchen einen 4x mit kleinem Eingangsstrom und hohem
Übertragungsfaktor zu nehmen.
R-Array als Pullup/down am Ausgang, fertig. Probleme mit
undefinierten Pegeln/langsamen Änderungen werden ja gerade bei
Logik-Logik nicht auftreten.
100kHz sind da schon eher ein Problem, je kleiner der
Eingangsstrom, desto Langsamer (gilt auch insbesondere für den
Ausgangsstrom, grundsätzlich ist das Zeitverhalten stark von der
Beschaltung abhängig).
Es gibt da auch ein paar Schaltungen um Koppler schneller zu
machen, bei mehreren 4x kannst Du aber gleich Treiber nehmen.
Schau mal bei Toshiba, kann sein das die was passendes haben,
z.B. TLP 523-4: 1mA, CTR500 (Timing hab ich nicht im Kopf, wird
aber wohl nicht reichen) scheinen relativ günstige Preise zu haben.
Bei Vishay gibst welche mit 2+6µs, die wollen aber 10mA sehen.

Ausser ton/toff sollte man auch die Verzögerung (bei paralleler
Datenübertragung auch deren Streuung) beachten.

> Die Bauteile sollte es bei einem bekannten Distributor (Conrad, RS,
> Distrelec, Schuricht, Farnell) oder in Wien oder Umgebung in geringen
> Stückzahlen (5 Stk.) zu kaufen geben.

Oder halt vom Hersteller als Samples, bei 5 evtl. in zwei
Etappen, 1-2 sollten zum Testen auch erstmal reichen.

> Der AD261AND-0 von AD würde mir gut gefallen, kostet aber EUR 109,-- je
> Stück, das ist mir zu viel.

Was ist das denn für ein Teil?
Ok, mit drumherumgebauter Waschmaschine wärs ja günstig.

> Der IL715 von NVE würde auch passen, ist aber nirgends in Wien oder
> Österreich zu bekommen und den Preis weiß ich nicht.

NVE kenn ich nicht, hast Du eine URL?

Jörg.

Nicolas Haas

unread,
Jan 29, 2002, 4:48:07 PM1/29/02
to

"Joerg Schneide" <JSch...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C570E77...@t-online.de...

> 100kHz sind da schon eher ein Problem,

Die Zeit ist nicht so das Problem. Wenn das ganze langsam (10 kHz) ist, ist
es auch egal, es wäre halt schön, wenn es schnell ist.

> je kleiner der
> Eingangsstrom, desto Langsamer (gilt auch insbesondere für den
> Ausgangsstrom, grundsätzlich ist das Zeitverhalten stark von der
> Beschaltung abhängig).
> Es gibt da auch ein paar Schaltungen um Koppler schneller zu
> machen, bei mehreren 4x kannst Du aber gleich Treiber nehmen.

Vielleicht ist es doch. besser, es mit Treibern zu machen, da hab ich viel
Strom und schnell sind sie auch. Ich wollte mir einige ICs sparen, da ich 7
Leitungen galvanisch trennen muss.

> Schau mal bei Toshiba, kann sein das die was passendes haben,
> z.B. TLP 523-4: 1mA, CTR500 (Timing hab ich nicht im Kopf, wird
> aber wohl nicht reichen) scheinen relativ günstige Preise zu haben.

Entweder bin ich zu dumm zum Suchen für das Datenblatt des TLP523-4, oder
gibts den nicht (mehr).

>
> Oder halt vom Hersteller als Samples, bei 5 evtl. in zwei
> Etappen, 1-2 sollten zum Testen auch erstmal reichen.

Die AD261AND-0 hab ich mir bei AD schon als Samples bestellt. Nur weiß ich
nicht wann und ob ich die bekomme. Ich bräuchte die ziemlich bald.

>
> > Der AD261AND-0 von AD würde mir gut gefallen, kostet aber EUR 109,-- je
> > Stück, das ist mir zu viel.
>
> Was ist das denn für ein Teil?
> Ok, mit drumherumgebauter Waschmaschine wärs ja günstig.
>

Das sind digital Isolator. 5-fach Koppler. Gehen bis 20 MHz mit Logik Ein-
und Ausgang.
Ich hab`s bei Farnell jetzt um EUR 26,-- gesehen. Muss ich mir überlegen, ob
ich die jetzt nehme. Teuer sind sie immer noch.


> > Der IL715 von NVE würde auch passen, ist aber nirgends in Wien oder
> > Österreich zu bekommen und den Preis weiß ich nicht.
>
> NVE kenn ich nicht, hast Du eine URL?

Ja. www.nve.com
Sind super-Dinger, aber (fast) nirgends zu bekommen.

mfg


Nicolas


Martin Herrmann

unread,
Jan 29, 2002, 6:00:38 PM1/29/02
to
Joerg Schneide schrieb:

>
> R-Array als Pullup/down am Ausgang, fertig. Probleme mit
> undefinierten Pegeln/langsamen Änderungen werden ja gerade bei
> Logik-Logik nicht auftreten.

Wenn du das sagst, gehe ich davon aus, dass du es weisst.

Ich hatte aber bei dem Messwerterfassungssystem, das ich derzeit baue,
massive Probleme mit langsamen Flanken. Insbesondere hat mein 68HC908JL3
(der auf der "anderen Seite" von den Optokopplern sitzt) und Interrupts
bei einer fallenden Flanke auslöst, auch bei der steigenden Flanke
ausgelöst. Da halfen nicht mal Schmitt-Trigger (74LS14). Warum, weiss
ich nicht. Auf dem Oszilloskop haben die Flanken zwar langsam, aber
zumindest ohne viel Rauschen ausgesehen.
Geholfen hat nur eine Verzögerung in Software oder zwei ST mit Tiefpass
dazwischen.

Oder rede ich von etwas anderem?

cya,
Martin
--
"Eine Frau sagt mehr als tausend Worte."
- You don't know Jack 2

Joerg Schneide

unread,
Jan 29, 2002, 5:56:01 PM1/29/02
to
Nicolas Haas schrieb:

> Vielleicht ist es doch. besser, es mit Treibern zu machen, da hab ich viel
> Strom und schnell sind sie auch. Ich wollte mir einige ICs sparen, da ich 7
> Leitungen galvanisch trennen muss.

Da reicht doch ein 74AC(T) 8xTreiber (244 o.ä. was gerade da ist),
da kannst Du mit Strom klotzen, soweit vorhanden.
Bekommt man überall, fürn Euro immer.

> Entweder bin ich zu dumm zum Suchen für das Datenblatt des TLP523-4, oder
> gibts den nicht (mehr).

Ich schau nachher mal, kann sein das bei Toshiba irgendein Haken
vor den *.pdf's war.



> Die AD261AND-0 hab ich mir bei AD schon als Samples bestellt. Nur weiß ich
> nicht wann und ob ich die bekomme. Ich bräuchte die ziemlich bald.

> Das sind digital Isolator. 5-fach Koppler. Gehen bis 20 MHz mit Logik Ein-
> und Ausgang.

Naja, am oberen Ende sollte man auch nicht arbeiten, wenn
nicht nötig. 20MHz! was kann überhaupt der Rest der Schaltung?
Was fürn Takt hat der Prozessor?

> Ich hab`s bei Farnell jetzt um EUR 26,-- gesehen. Muss ich mir überlegen, ob
> ich die jetzt nehme. Teuer sind sie immer noch.

Wenn Farnell 26 verlangt, wo hast Du ihn für 109 gesehen?
Dem wird der "Electronics-Wucher-Award" verliehen

> > NVE kenn ich nicht, hast Du eine URL?
>
> Ja. www.nve.com
> Sind super-Dinger, aber (fast) nirgends zu bekommen.

Mal sehen, vermutlich kleine Klitsche, wenn man einen
"Sales Manager Europe" an der Strippe hat erzähl der einem
die tollsten Sachen: "Preis unter X$, kein Problem bei der
Stückzahl". Wenn man dann die Distris abklappert, stellt
sich heraus das das Teil weder als Muster, noch in Stückzahlen
überhaupt existiert.

Jörg.

Joerg Schneide

unread,
Jan 30, 2002, 5:08:46 AM1/30/02
to
Nicolas Haas schrieb:

> Vielleicht ist es doch. besser, es mit Treibern zu machen, da hab ich viel
> Strom und schnell sind sie auch. Ich wollte mir einige ICs sparen, da ich 7
> Leitungen galvanisch trennen muss.

Da reicht doch ein 74AC(T) 8xTreiber (244 o.ä. was gerade da ist),


da kannst Du mit Strom klotzen, soweit vorhanden.
Bekommt man überall, fürn Euro immer.

> Entweder bin ich zu dumm zum Suchen für das Datenblatt des TLP523-4, oder
> gibts den nicht (mehr).

http://www.toshiba.com/taec/cgi-bin/parasearch.cgi?table=Family&id=19
dort sollte er unter Photocouplers-Darlington zu finden sein,
-Photo-IC Output und -Transistor Output sollte man auch mal anschauen.
Seltsam, den 523 finde ich jetzt auch nicht mehr, ist aber im
Spoerle-Katalog noch aufgeführt, vielleicht Restbestände.



> Die AD261AND-0 hab ich mir bei AD schon als Samples bestellt. Nur weiß ich
> nicht wann und ob ich die bekomme. Ich bräuchte die ziemlich bald.

> Das sind digital Isolator. 5-fach Koppler. Gehen bis 20 MHz mit Logik Ein-
> und Ausgang.

Naja, am oberen Ende sollte man auch nicht arbeiten, wenn


nicht nötig. 20MHz! was kann überhaupt der Rest der Schaltung?
Was fürn Takt hat der Prozessor?

> Ich hab`s bei Farnell jetzt um EUR 26,-- gesehen. Muss ich mir überlegen, ob


> ich die jetzt nehme. Teuer sind sie immer noch.

Wenn Farnell 26 verlangt, wo hast Du ihn für 109 gesehen?


Dem wird der "Electronics-Wucher-Award" verliehen

> > NVE kenn ich nicht, hast Du eine URL?


>
> Ja. www.nve.com
> Sind super-Dinger, aber (fast) nirgends zu bekommen.

Mal sehen, vermutlich kleine Klitsche, wenn man einen

Joerg Schneide

unread,
Jan 30, 2002, 6:01:13 AM1/30/02
to
Martin Herrmann schrieb:

> Ich hatte aber bei dem Messwerterfassungssystem, das ich derzeit baue,
> massive Probleme mit langsamen Flanken. Insbesondere hat mein 68HC908JL3
> (der auf der "anderen Seite" von den Optokopplern sitzt) und Interrupts
> bei einer fallenden Flanke auslöst, auch bei der steigenden Flanke
> ausgelöst. Da halfen nicht mal Schmitt-Trigger (74LS14). Warum, weiss
> ich nicht. Auf dem Oszilloskop haben die Flanken zwar langsam, aber
> zumindest ohne viel Rauschen ausgesehen.
> Geholfen hat nur eine Verzögerung in Software oder zwei ST mit Tiefpass
> dazwischen.
>
> Oder rede ich von etwas anderem?

Hm, möglich, ich verstehe nicht ganz wo das Problem liegt,
aber eher weniger beim Koppler. Was war denn auf der
"einen" Seite, und welcher Koppler wurde verwendet?

Klar können langsame Flanken Probleme bei Logikeingängen
verursachen, man hat ja immer etwas Gezappel, was in der
nähe einer Schaltschwelle schonmal zu mehrfachem Schalten
führt. Wenn ich aber Logik-Logik verbinde, werden sie gar
nicht vorhanden sein (wenn man mal den Fall "sehr langsame
zu sehr schneller Logik" ausschliesst, das sollte dann aber
mit S-Trigger in den Griff zu bekommen sein).
Wenn Du aber aus On und Off-Flanke jeweils einen positiven
Puls bekommst, dann lieg der Hund ganz woanders begraben.
Koppler brauchen nunmal richtig Stromänderung, sind daher
eigentlich recht Störfest. Ich vermute eher eine exotische
oder falsche Beschaltung, Leitungsführung o. ä.

Wenn das ganze nicht zu Zeitkritisch ist, kann man solche
Probleme u.U. auch mit der Wahl eines langsameren oder
unempfindlicheren Kopplers erschlagen, wenn die Ursache
auf der Eingangsseite liegt. Alternativ einen S-Trigger
o.ä. an die Eingangsseite, wenn dort keine passende
Versorgung vorhanden ist könnte man auch eine Zener- und
eine 5mA Konstantstromdiode (J511) in Reihe schalten, um
die "Schaltschwelle" des Kopplers in einen schnelleren Bereich
der Flanke zu verlegen.
Natürlich sollte man vorher die Ursache genauer ergründen.

Jörg.

Nicolas Haas

unread,
Jan 30, 2002, 9:38:42 AM1/30/02
to

"Joerg Schneide" <JSch...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C57C62E...@t-online.de...

> Nicolas Haas schrieb:
>
> > Vielleicht ist es doch. besser, es mit Treibern zu machen, da hab ich
viel
> > Strom und schnell sind sie auch. Ich wollte mir einige ICs sparen, da
ich 7
> > Leitungen galvanisch trennen muss.
>
> Da reicht doch ein 74AC(T) 8xTreiber (244 o.ä. was gerade da ist),
> da kannst Du mit Strom klotzen, soweit vorhanden.
> Bekommt man überall, fürn Euro immer.
>

Das werd ich jetzt glaube ich auch machen. Ist wesentlich billiger.

> > Das sind digital Isolator. 5-fach Koppler. Gehen bis 20 MHz mit Logik
Ein-
> > und Ausgang.
>
> Naja, am oberen Ende sollte man auch nicht arbeiten, wenn
> nicht nötig. 20MHz! was kann überhaupt der Rest der Schaltung?
> Was fürn Takt hat der Prozessor?

Hat es Nachteile, wenn über einen Optokoppler der für 20MHz ausgelegt ist,
10kHz Signale übertragen werden? Bei "schnellen" Signalen hat man ja auch
immer "langsame" dabei. Z.B. Enable-Signale bei Datenübertragung.

Die 20MHz will ich auf keinen Fall ausnützen, mein uC läuft mit 12MHz. Ich
hab die Bauteile gesehen und mir gedacht, die sind super. Dass sie sauteuer
sind wusste ich nicht.

mfg


Nicolas


Joerg Schneide

unread,
Jan 30, 2002, 10:30:05 AM1/30/02
to
Nicolas Haas schrieb:


> Hat es Nachteile, wenn über einen Optokoppler der für 20MHz ausgelegt ist,
> 10kHz Signale übertragen werden?

Nein, nicht grundsätzlich. Aber wozu mehr Bandbreite bereitstellen
als nötig, ist bei Kopplern halt eine Preisfrage. Oft ist es ja
auch gerade gewollt die Bandbreite zu begrenzen, bei Störungen,
Glitches z.B.

> Bei "schnellen" Signalen hat man ja auch
> immer "langsame" dabei. Z.B. Enable-Signale bei Datenübertragung.

Hier sollte man aber nicht aufs sparen setzen, nach dem Motto:
Die "lahmen" Signale führe ich über langsamere Koppler!
Signale die zusammengehören, gerade bei einem Bus, sollten erstmal
alle gleich behandelt werden. Man sollte sich die Datenblätter
der Koppler genau ansehen, was die Streuung der Zeiten angeht.
Bei Einzelstücken kann man da evtl. nachher noch dran drehen,
Bei ner Serie muss man sich das schon genau ansehen und
austesten.

Es ist auch besser sich mit dem Timing im Detail zu befassen,
Frequenzangaben können nur einen groben Anhaltswert bei der
Auswahl von geigneten Kopplern geben.


> Die 20MHz will ich auf keinen Fall ausnützen, mein uC läuft mit 12MHz. Ich
> hab die Bauteile gesehen und mir gedacht, die sind super. Dass sie sauteuer
> sind wusste ich nicht.
>
> mfg
>
> Nicolas


--
Jörg Schneide, jsch...@ibl-automation.de
IBL Automation Bernd Lübberding, Zollamtstr.10, 52064 Aachen
Tel.: ++49/241/4019914 Fax.: ++49/241/62728

Nicolas Haas

unread,
Jan 30, 2002, 12:28:32 PM1/30/02
to

"Joerg Schneide" <jsch...@ibl-automation.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C58117D...@ibl-automation.de...

> Hier sollte man aber nicht aufs sparen setzen, nach dem Motto:
> Die "lahmen" Signale führe ich über langsamere Koppler!

Das hab ich nicht gemeint. Ich dacht, dass es schlecht ist, "langsame"
Signale über schnelle Koppler zu schicken. Ich meinte, dass man bei
"schnellen" Signalen auch "langsame" Signale hat, die man über schnelle
Koppler führt. Ein bischen verwirrend, aber ich weiß jetzt, was du meinst.

Danke nochmal.

mfg


Nicolas

Martin Herrmann

unread,
Feb 2, 2002, 5:15:16 PM2/2/02
to
Joerg Schneide schrieb:
> [Probleme mit Optokopplern]

>
> Hm, möglich, ich verstehe nicht ganz wo das Problem liegt,
> aber eher weniger beim Koppler. Was war denn auf der
> "einen" Seite, und welcher Koppler wurde verwendet?

Ist so:

Microcontroller 1 - 74LS259 -(1)- Optokoppler -(2)- Schmitt-Trigger -
Microcontroller 2

Microcontroller 1 ist ein Motorola MC68HC908, Microcontroller 2 ein
Motorola MC68HCJL3.

(1): Ausgang des 259 an Kathode des Optokopplers, Anode über 1 kOhm an
+5 V.
(2): Emitter des Optokopplers an Masse, Kollektor über 2 kOhm(?) an +5 V
und direkt an den Eingang des ST.
Der Optokoppler ist ein CNY17/3 bzw. ein CYY74/4.

Die beiden Stromkreise sind galvanisch getrennt; Energieübertragung geht
über eine Spule, die auf Wickelkörper mit Ferritkern gewickelt ist,
Übertragung geht mit ca. 30 kHz und wird sekundärseitig gleichgerichtet,
geglättet und per 7805 stabilisiert.

Auf dem Oszilloskop ist davon nichts zu sehen, aber offenbar wird
teilweise auch bei positive Flanken ein Interrupt auf dem JL3 ausgelöst,
obwohl der nur bei negativen Flanken auslösen sollte (was auch zutrifft;
bei sauberen Flanken ohne Optokoppler funktioniert es).
Komischerweise hilft da nicht mal ein Schmitt-Trigger. Auch 2 ST bringen
nix. Besser geworden ist es erst durch die Verwendung von 2 ST mit
zwischengeschaltetem Tiefpass (Widerstand 190 Ohm zwischen den beiden
ST, Kondensator 100 nF (!) vom Eingang des zweiten nach Masse).

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich bei der ganzen Sache einen
kapitalen Fehler gemacht habe, denn es gibt noch einen weitern kuriosen
Effekt:
Wenn ich die Masse des zweiten Stromkreises mit der des ersten verbinde,
funktioniert die Übertragung perfekt (<10 ppm Fehler). Komischerweise
ist es das gleiche, wenn ich die beiden Punkte mit +5 V der beiden
Schaltungen verbinde. Oder Masse der einen mit +5 V der anderen.
Es reicht auch, wenn ich statt der direkten Verbindung einen Kondensator
(1 nF) verwende.


> Wenn Du aber aus On und Off-Flanke jeweils einen positiven
> Puls bekommst, dann lieg der Hund ganz woanders begraben.

Ich vermute das, konnte aber keinen Fehler finden.


> Wenn das ganze nicht zu Zeitkritisch ist, kann man solche

Ist es aber in diesem Fall, ich muss zwischen 2 Flanken ca. 20 uS
warten, und das jeweils 8 Bit und von 8 Sensoren. Das dauert relativ
lange.

Helmut Sennewald

unread,
Feb 3, 2002, 6:15:36 AM2/3/02
to

"Martin Herrmann" <martin....@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a3j298$999$03$2...@news.t-online.com...

Das ist ja nun wirklich die die Notlösung, denn damit ist dann keine
schnelle
Datenübertragung mehr möglich.

> Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich bei der ganzen Sache einen
> kapitalen Fehler gemacht habe, denn es gibt noch einen weitern kuriosen
> Effekt:
> Wenn ich die Masse des zweiten Stromkreises mit der des ersten verbinde,
> funktioniert die Übertragung perfekt (<10 ppm Fehler). Komischerweise
> ist es das gleiche, wenn ich die beiden Punkte mit +5 V der beiden
> Schaltungen verbinde. Oder Masse der einen mit +5 V der anderen.
> Es reicht auch, wenn ich statt der direkten Verbindung einen Kondensator
> (1 nF) verwende.
>

Der Fall ist klar:
Du hast, vermutlich durch deine Stromübertragung mit Trafo, große
Spannungsspitzen zwischen den beiden Grounds der Prozessoren.
Oder hängt der isolierte Prozessor auf einem extrem gestörten Potential
gegen Erde?

Messe mal mit dem Oszi die Spannung zwischen den Grounds.
Ground vom Oszi an den "harten" Ground (die Seite an der das
Powersupply angeschlossen ist).

Bedingt durch deine Leitungsführung koppeln diese Spannungsspitzen
auf die Ausgangssignale deiner Optokoppler. Daß es die Optokoppler selber
sind,
glaube ich nach einem Blick in das Datenblatt eher nicht(0.5pF), möchte
ich aber nicht ausschließen falls du sehr große Störungen hast.

Du hast drei Möglichkeiten:
1. Bessere Leitungsführung
2. Sanftere Stromübertragung(weniger Rechteck)
3. Kondensator zwischen den Grounds(hast du ja schon probiert)

4. Wenn das alles nicht hilft, dann andere Koppler die für hohes
dU/dT spezifiziert sind.

Gruß
Helmut


Joerg Schneide

unread,
Feb 4, 2002, 7:20:53 AM2/4/02
to
Martin Herrmann schrieb:

> Ist so:
>
> Microcontroller 1 - 74LS259 -(1)- Optokoppler -(2)- Schmitt-Trigger -
> Microcontroller 2
>
> Microcontroller 1 ist ein Motorola MC68HC908, Microcontroller 2 ein
> Motorola MC68HCJL3.



> (1): Ausgang des 259 an Kathode des Optokopplers, Anode über 1 kOhm an
> +5 V.

Man könnte versuchen den LS gegen einen HC oder gar AC zu ersetzen,
den 1k würde ich mindestens mal auf die Hälfte verringern.
Falls da was von der Eingangsseite her kommen sollte.

> (2): Emitter des Optokopplers an Masse, Kollektor über 2 kOhm(?) an +5 V
> und direkt an den Eingang des ST.
> Der Optokoppler ist ein CNY17/3 bzw. ein CYY74/4.

Ich hab mal zwei HPCL2631 für eine relativ flotte serielle
Übertragung eingesetzt, es werden einfach nur Daten in ein
16Bit Schieberegister geballert, ohne Kontrolle, obwohl
die 16Bit aus 12Einzelbits bestehen, die nicht unwichtige
Dinge schalten, und 4Bits zum decodieren von was anderem
benutzt werden. Bisher hab ich, trotz übler Umgebung,
nie Probleme mit verschluckten oder zusätzlichen Bits gehabt.

Die Eingänge werden über 470R vom Controller (der ist vom
Treiberstrom eigentlich etwas schlapp) nach Masse geschaltet,
Die Ausgänge haben 5k6/10k-Pullups.



> Die beiden Stromkreise sind galvanisch getrennt; Energieübertragung geht
> über eine Spule, die auf Wickelkörper mit Ferritkern gewickelt ist,
> Übertragung geht mit ca. 30 kHz und wird sekundärseitig gleichgerichtet,
> geglättet und per 7805 stabilisiert.

Bei o.g. Schaltung ging es darum, eine Einzelkanalabschaltung,
-strom- und -temperaturmessung auf die positive Seite eines
bis 5kW/100V Schaltnetzteils zu verlagern. Zur Versorgung des
Ganzen wurde ein 5V/+-15V DCC (TMA0515D) eingesetzt.
+-15V waren nötig für Analogmultiplexer, 5V wurden daraus aus
78L05 bereitgestellt.
Trotz hohen Störpegeln lief alles ohne Probleme.
Ein vorheriger (etwas wilder) Testaufbau lief auch mit Standard-
kopplern wenn man die Widerstandsbeschaltung sorgfältig angepasst
hatte. Ich nahm halt die schnellsten die gerade da waren, die
waren halt etwas lahm. Um alles etwas sicherer zu machen,
nahm ich letztendlich die teuren Logikkoppler, mit denen
sind die Rs wesentlich unkritischer, und falls mal ein Treiber-
ausgang vom Controller etwas schlapper geraten ist, gibts
auch weniger Probleme zu erwarten.

Die Problematik weicht von Deiner ab, es ist eben keine
komplette galv. Trennung, die Gleichtaktstörungen sind
vermutlich viel geringer (wenige Volt max.).

Vielleicht kannst Du das Problem durch bessere Koppler lösen,
aber die Ursache wirst Du damit kaum bekämpfen.
Ich kann da nur dem Helmut beipflichten: Stromversorgung
abchecken, auch in betracht ziehen das durch evtl. andere
anzuschliessende Geräte sich noch was ändern könnte.

Nimm lieber fertige Wandler als Stromversorgung, die sind
zwar nicht billig, und machen auch schonmal ziemlichen
"Radau" (deshalb immer "Abstand" zu analogen Sachen halten),
für solche Zwecke halte ich sie bisher aber als Problemarm.


> Auf dem Oszilloskop ist davon nichts zu sehen, aber offenbar wird
> teilweise auch bei positive Flanken ein Interrupt auf dem JL3 ausgelöst,
> obwohl der nur bei negativen Flanken auslösen sollte (was auch zutrifft;
> bei sauberen Flanken ohne Optokoppler funktioniert es).
> Komischerweise hilft da nicht mal ein Schmitt-Trigger. Auch 2 ST bringen
> nix. Besser geworden ist es erst durch die Verwendung von 2 ST mit
> zwischengeschaltetem Tiefpass (Widerstand 190 Ohm zwischen den beiden
> ST, Kondensator 100 nF (!) vom Eingang des zweiten nach Masse).

Also ich würde mir nochmal ganz genau das Datenblatt, insbesondere
den Teil mit den Int.Eingängen ansehen, und dann nochmal
messen ob Dein Störabstand nicht zu gering ist, mir kommt
das (selbst bei massiven Gleichtaktstörungen) irgendwie komisch
vor.
Versuch auch mal das Oszi auf die zweite Flanke zu triggern,
und begib Dich auf die Suche, wenn sie da ist, muss sie auch
zu sehen sein (eine gewisse Minimalbandbreite beim Oszi
mal vorausgesetzt).

Also erstmal: Viel messen, überblick verschaffen und immer
daran denken (besonders bei hohen Potentialen) das die
Ozimasse auf dem Schutzleiter liegt!
Also nicht wundern wenn bei angeschl. Oszi plötzlich die
Störungen weg sind (oder es plötzlich knallt und raucht;-).

Jörg

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