Ein Kunde von mir will wissen, ob ich eine Baugruppe (Endstufe) liefern
kann, die auch bei kondensierender Feuchtigkeit funktioniert. Muss man
da bei der Fertigung etwas speziell beachten? Vergießen kommt aus
verschiedenen Gründen nicht in Frage. Es gibt wohl auch Schutzlacke, die
man nach der Bestückung aufbringen kann, sogar für
Einzelstücke/Prototypen von Kontakt Chemie. Hat jemand Erfahrung mit
solchen Lacken?
Gruß
Thorsten
--
PGP welcome!
Thorsten online: http://www.ostermann-net.de/electronic
Rund um Schrittmotor, Fräs-Bohr-Plotter & Mikrocontroller
Ich denke, dann muss ne Heizung rein. Am besten geregelt
über einen Tauspiegel. Eine solche Heizung hatte z.B.
ELV für den Windmesser ihrer ersten Wetterstation eingebaut.
Gruss
Harald
Kunde von mir verwendet Wachs für Baugruppen
die an Wänden von Gebäuden Aussenluft
ausgesetzt sind. D.h. low-tech tut oft auch.
> Hat jemand Erfahrung mit solchen Lacken?
Die Anforderung hätte bei Entwicklung der
Baugruppe bekannt sein sollen. Dann kann
man sich bei Layout Gedanken machen wie man
Baugruppe tauchen will. Dipschalter, Potis,
Klemmleisten usw. will man ja oft nicht
überziehen, vgl. aber Wachs.
Mit SMD ist es zwar besser geworden, aber bei
bedrahteten Baugruppen hatte man ehedem
immer das Problem mit Hohlräumen wo die Tunke
nicht sicher hinkam.
Man kann bei einzelnen Boards
drastischen Test nachher natürlich immer machen:
in Leitungswasser untertauchen und sehen
obs in dem Zustand noch funktioniert.
MfG JRD
Unter Umständen ein Gehäuse in einem Gehäuse anordnen. An der tiefsten
Stelle des äußeren Gehäuses einen genügend großen Durchbruch vorsehen.
Diesen Durchbruch mit Gaze abdecken.
--
mfg hdw
Thorsten Ostermann schrieb:
> Ein Kunde von mir will wissen, ob ich eine Baugruppe (Endstufe) liefern
> kann, die auch bei kondensierender Feuchtigkeit funktioniert. Muss man
> da bei der Fertigung etwas speziell beachten? Vergießen kommt aus
> verschiedenen Gründen nicht in Frage. Es gibt wohl auch Schutzlacke, die
> man nach der Bestückung aufbringen kann, sogar für
> Einzelstücke/Prototypen von Kontakt Chemie. Hat jemand Erfahrung mit
> solchen Lacken?
Hallo,
wegen Schaltungsschutzlacken kannst Du auch mal hier schauen:
http://www.peters.de/produkte_d/ue1_0100000d_017.pdf
Bye
Wir haben so Baugruppen. Die sind in einem dichten Gehäuse (IIRC IP67),
welches allerdings einen speziellen G*RE-T*x-Membranfilter zum
Luftaustausch hat.
Ansgar
--
*** Musik! ***
Klar, es kann feucht sein.
Die Theorie, da� kondensierende Fl�ssigkeit nicht leitf�hig ist weil
destilliert, ist falsch, das Salz kann vorher schon auf die Oberfl�che
geweht sein.
Also Schutzlack, conformal coating, und besondere Beachtung von
Bedienelementen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
> Die Theorie, da kondensierende Flssigkeit nicht leitfhig ist weil
> destilliert, ist falsch, das Salz kann vorher schon auf die Oberflche
> geweht sein.
Hi,
oder einfach durch Oxidation der blanken Metalle entstehen.
> Also Schutzlack, conformal coating, und besondere Beachtung von
> Bedienelementen.
Wenn mans geschickt baut, kann man die Elemente auch Unterdruckimprägnieren,
das löst dann auch das Problem mit den Blasen unter diskreten Bauteilen.
Man darf aber auch nicht vergessen, daß die Auslegung vieler Teile bzgl
Wärmeabgabe und Ausdehnung ohne solche Überzüge erfolgte. Ein größerer
Widerstand kann sich dann nicht mehr bewegen, und stößt ev. seine Beinchen
vom Lot ab. Wenigstens überprüfen sollte man das.
--
mfg,
gUnther
gUnther nanonüm schrieb:
> oder einfach durch Oxidation der blanken Metalle entstehen.
Hallo,
nicht ganz, durch Oxidation entstehen Oxide, für Metallsalze brauchen
wir schon noch eine Säure irgendwoher und wenn es die Kohlensäure aus
der Luft ist. Etliche Metalloxide sind gute Nichtleiter, welches
Metalloxid ist denn wenigstens ein schlechter Leiter?
Aus Kupferoxid hat man mal Gleichrichter gemacht, aber dotiert musste es
dafür sein.
Die HF-Leute benutzen doch Leiterplatten deren Trägermaterial
Aluminiumoxid ist, die Fans von zappeligen Gleichstrom benutzen
Kondensatoren mit dem Dielektrikum Aluminiumoxid.
Bye
... mit dem Vergießen muss man sehr vorsichtig sein, damit habe ich schon
böse Überraschungen erlebt obwohl ich Vergußmasse von Scotch benutzt habe,
oberhalb 100 kHz oder so etwa gibt das erhebliche Probleme ...
mfG Ingenieurbüro Baumann
Den Wirkungsgrad der Endstufe senken und schon hat
man das Problem elegant gelöst...
Bei lackisolierten Kohleschichtwiderständen war
das Problem dass durch eindringende Feuchtigkeit
die Kohleschicht korrodierte. Es wurde ehedem
( 60er Jahre ) empfohlen besonders gefährdete
hochohmige Widerstände in der Nähe des Netzteils
anzuordnen wo es schön warm und trocken sein
würde.
MfG JRD
> Es wurde ehedem
> ( 60er Jahre ) empfohlen besonders gefährdete
> hochohmige Widerstände in der Nähe des Netzteils
> anzuordnen wo es schön warm und trocken sein
> würde.
Aha. Das hat dann wohl einer missverstanden
und seitdem werden die Elkos dort hingebaut,
damit sie es schön warm haben und trocken
werden...
Gruss
Harald
Die US-Army-Geräte waren dick mit Wachs eingekleistert. Funkamateure die
solches Gerät umgebaut haben, kennen das. ;-)
--
mfg hdw
>nicht ganz, durch Oxidation entstehen Oxide, für Metallsalze brauchen
>wir schon noch eine Säure irgendwoher und wenn es die Kohlensäure aus
>der Luft ist. Etliche Metalloxide sind gute Nichtleiter, welches
>Metalloxid ist denn wenigstens ein schlechter Leiter?
Indium-Zinn-Oxid (ITO) wird für die Leiterbahnen auf den Gläsern von
LCDs, etc. verwendet. Ist in dünner Schicht transparent und trotzdem
leitfähig.
Grüße,
Günther
> ... mit dem Vergießen muss man sehr vorsichtig sein, damit habe ich schon
> böse Überraschungen erlebt obwohl ich Vergußmasse von Scotch benutzt habe,
> oberhalb 100 kHz oder so etwa gibt das erhebliche Probleme ...
Wepuran von Lackwerke Peters könnte da etwas sein. Bei 125kHz habe ich
damit noch nie Probleme gehabt.
73 de Tom
--
DL7BJ * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19 * http://www.dl7bj.de
Ich kenne nur so einen gelblichen, extrem zähen und haftfähigen
Lack. Der wurde in Röhren-Funkgeräte genannter Trachtentruppe
verwendet. (Dazu extra schwer schmelzendes Lot, alle Drähte
zusätzlich stoffumwickelt, Signalleitungen in andere Geräte-
teile in Metallrohren verlegt etc. Drahtenden, auch von
Bauteilen, in den Lötösen mit doppeltem Mastschlag oder dergleichen
festgemacht, aber das konnte Philips damals auch schon :-]).
Der Lack war IIRC speziell als tropenfest deklariert.
Hab nie rausgekriegt, was es war, schade, könnte ich empfehlen.
--
mfg Rolf Bombach
> nicht ganz, durch Oxidation entstehen Oxide, für Metallsalze brauchen wir
> schon noch eine Säure irgendwoher und wenn es die Kohlensäure aus der Luft
> ist. Etliche Metalloxide sind gute Nichtleiter, welches
Hi,
Luftfeuchte hast Du doch immer, hygroskopische Kristallstrukturen bei Oxiden
dito...und diverse "Luftverschmutzungen" sowie Ozon (je nach Schaltung)
auch.
> Metalloxid ist denn wenigstens ein schlechter Leiter?
> Aus Kupferoxid hat man mal Gleichrichter gemacht, aber dotiert musste es
> dafür sein.
Es gibt mehrere Kupfer-Oxide...
> Die HF-Leute benutzen doch Leiterplatten deren Trägermaterial
> Aluminiumoxid ist, die Fans von zappeligen Gleichstrom benutzen
> Kondensatoren mit dem Dielektrikum Aluminiumoxid.
Korund wäre wohl eher kein Thema, aber Zinn, Blei, Eisen, Kupfer und ihre
Legierungsbestandteile...dazu die Ausdünstungen, Lösemittel und Waschmittel
aus Kunststoffen, Weichmacher, Trennwachse, Flammhemmer...das ist ein
Zoo...ein in einen Teich geschmissener TV wird den ph des Tümpels sicher
nicht schlagartig ändern, aber eine alte Platine mit destilliertem Wasser
abdampfen ergibt Dir eine durchaus interessante Mischung...in großem Stil
kann man das in China und an der Elfenbeinküste bewundern, wo der ganze
Elektroschrott haldenweise rumliegt...und den Boden versauert.
--
mfg,
gUnther
Wir haben für die Textilindustrie gefertigt, da war lackieren Pflicht.
Das Problem ist, dass es heute Lackierautomaten gibt, die einen
Sprühnebel auf die gelötete Platine aufbringen. Getaucht wird nicht
(zumindest hat das keiner unserer Bestücker gemacht). Mit der
Technologie kann man alles gut abdecken außer die Flächen, die
ausgespart werden (lässt sich ziemlich genau einstellen). Problematisch
sind immer die Bestückseiten und insbesondere große Bauteile. Darunter
ist dann kein Lack. Auch kann es passieren, dass große Bauteile
lackiert werden, aber der Rand nicht, d.h. es könnte Feuchtigkeit unter
die Bauteile kriechen.
Ich würde Kondensierung durch eine Heizung verhindern. Das ist üblich,
schon wegen der Stecker.
jan
Geräte konnten in Wasser getaucht werden. Ob sie dann noch ordnungsgemäß
arbeiteten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Vielleicht waren das ja spezielle Wässer. So 60% H2O?
Wachsperiode war mW vor der Lackierung. Zu WII war Lack wohl zu teuer.
Zumal die Lebensdauer damals ziemlich kurz sein konnte. War sowas
hochwertiges unnötig?
--
mfg hdw
> Ger te konnten in Wasser getaucht werden. Ob sie dann noch ordnungsgem
> arbeiteten, entzieht sich meiner Kenntnis.
> Vielleicht waren das ja spezielle W sser. So 60% H2O?
Gibts nicht irgendwelche Freaks, die Ihren PC
voll in Wasser oder Öl getaucht betreiben?
Gruss
Harald
> Ger�te konnten in Wasser getaucht werden. Ob sie dann noch ordnungsgem��
> arbeiteten, entzieht sich meiner Kenntnis.
> Vielleicht waren das ja spezielle W�sser. So 60% H2O?
>
> Wachsperiode war mW vor der Lackierung. Zu WII war Lack wohl zu teuer.
> Zumal die Lebensdauer damals ziemlich kurz sein konnte. War sowas
> hochwertiges unn�tig?
Hi,
Wachs hat mehrere Vorteile, es schmilzt etwa schon bei Temperaturen, da
"arbeitet" manche Schaltung noch...es stabilisiert mechanisch und ist mit
relativ einfachen Mitteln entfernbar zwecks Reparatur...mechanisch sowohl
als auch mit Hitze. Lack dagegen ist was permanentes. Aber er ist leichter,
irgendwann gewann dieses Argument...zusammen mit der besseren W�rmeabfuhr
durch Luft. In WWII sind �fters Funkger�te ins Wasser gefallen, nicht alle
gingen kaputt. Nur die Batterien waren lat�rnich im Ar***.
--
mfg,
gUnther
>Gibts nicht irgendwelche Freaks, die Ihren PC
>voll in Wasser oder �l getaucht betreiben?
Hi,
es gab mal diesen Freak, der ein Mainboard in Salat�l betrieb. Aber das ist
nur kurzfristig machbar, das �l verharzt und beginnt ein "Eigenleben", sehr
schnell bildet sich ein Biofilm und der Wassergehalt steigt, bis es unterm
�l korrodiert oder gar leitet. �l ist schlie�lich eine S�ure :-)
Wenn man den Leckstrom verschmerzen kann, geht das aber auch unter Wasser.
Jedenfalls hatte ich mal ein Dusch-Radio, das deutlich h�rbar auch nach dem
Versenken aus der Regentonne spielte :-) der Speaker war soein Plastikteil,
keine Krachpappe. er kam nurnoch mit den H�hen klar, aber immerhin...
--
mfg,
gUnther
> Wir haben fᅵr die Textilindustrie gefertigt, da war lackieren Pflicht.
> Das Problem ist, dass es heute Lackierautomaten gibt, die einen
> Sprᅵhnebel auf die gelᅵtete Platine aufbringen. Getaucht wird nicht
> (zumindest hat das keiner unserer Bestᅵcker gemacht). Mit der
> Technologie kann man alles gut abdecken auᅵer die Flᅵchen, die
> ausgespart werden (lᅵsst sich ziemlich genau einstellen). Problematisch
> sind immer die Bestᅵckseiten und insbesondere groᅵe Bauteile. Darunter
> ist dann kein Lack. Auch kann es passieren, dass groᅵe Bauteile
> lackiert werden, aber der Rand nicht, d.h. es kᅵnnte Feuchtigkeit unter
> die Bauteile kriechen.
>
> Ich wᅵrde Kondensierung durch eine Heizung verhindern. Das ist ᅵblich,
> schon wegen der Stecker.
Hi,
alternativ nur geringste ᅵffnungen lassen etwa an Kabeldurchbrᅵchen, und
eine Ladung Silica einbauen. Die mᅵᅵte man dann eben alle Jahr ausdᅵrren
oder tauschen.
--
mfg,
gUnther
Erinnere mich bitte noch einmal, warum Oxide im generischen Begriff
Salze nicht enthalten sein sollen.
>
> "horst-d.winzler" <horst.d...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:hvdv1a$3v2$00$1...@news.t-online.com...
>
>> Geräte konnten in Wasser getaucht werden. Ob sie dann noch
>> ordnungsgemäß arbeiteten, entzieht sich meiner Kenntnis.
>> Vielleicht waren das ja spezielle Wässer. So 60% H2O?
>>
>> Wachsperiode war mW vor der Lackierung. Zu WII war Lack wohl zu teuer.
>> Zumal die Lebensdauer damals ziemlich kurz sein konnte. War sowas
>> hochwertiges unnötig?
>
> Hi,
> Wachs hat mehrere Vorteile, es schmilzt etwa schon bei Temperaturen, da
> "arbeitet" manche Schaltung noch...es stabilisiert mechanisch und ist
> mit relativ einfachen Mitteln entfernbar zwecks Reparatur...mechanisch
> sowohl als auch mit Hitze. Lack dagegen ist was permanentes. Aber er ist
> leichter, irgendwann gewann dieses Argument...zusammen mit der besseren
> Wärmeabfuhr durch Luft. In WWII sind öfters Funkgeräte ins Wasser
> gefallen, nicht alle gingen kaputt. Nur die Batterien waren latürnich im
> Ar***.
Mhh, Wachs, tropft das nicht raus aus dem Gerät, wenn es da drin etwas wärmer
wird? So 60°C treten doch locker mal auf nem Bauteilgehäuse auf. Oder ist das
spezielleres Wachs mit höherer Schmelztemperatur?
Alternative wäre ihmo dann der Heisskleber; bei 150-200°C sollte keine
Elektronik arbeiten, aber man kriegt es mit Wärme runter, ohne die Bauteile
auszulöten. Vielleicht gibts da ja auch etwas flüssigeres als den
Bastelheisskleber?
M.
--
Lena! Lena! :-)
> Silica einbauen. Die m áte man dann eben alle Jahr ausdoerren
> oder tauschen.
Ausdoerren könnte der Sommer schaffen (nur der in diesm Jahr wohl nicht) ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Salze
Grenzen des Begriffs Salze
* Stoffe werden als Salze bezeichnet, wenn ionische Bindungen
zwischen den Teilchen der Verbindung vorliegen. Ob dieser Bindungstyp
vorliegt, lässt sich jedoch nicht ohne weiteres feststellen. Während bei
Calciumoxid (CaO) ionische Bindungen wirken, liegen bei Chrom(VI)-oxid
(CrO3) nur kovalente Bindungen zwischen Cr und O vor; es sollte daher
nicht mehr als Salz bezeichnet werden. Aus diesem Grund ist es oft
geschickter, bei Oxiden nicht von Salzen, sondern allgemein von
Metalloxiden zu sprechen.
Und natuerlich gibt es noch viele deutlichere Beispiele wo Oxide nicht
Salze sind: CO2, NO2, H2O, SO2, ...
Gerne haette ich in die andere Richtung argumentiert, aber du hast die
Frage so gestellt :).
lg, Bernhard
Axel Berger schrieb:
>
> Erinnere mich bitte noch einmal, warum Oxide im generischen Begriff
> Salze nicht enthalten sein sollen.
Hallo,
weil dann so Sachen wie Kohlendioxid und Wasser auch Salze wären. Bei
Oxiden von Alakalimetallen passt der Begriff Salz auch nicht sonderlich.
Das Essen mit Natriumoxid zu salzen wäre auch nicht so gut für die
Schleimhäute.
Bye
Fette Oele (im Gegensatz zu Mineraloelen) sind Ester aus Glycerin und
Fettsaeure. Die Fettsaeure kann durch Esterspaltung (mit Wasser,
beguenstigt durch Saeuren und Laugen) frei werden.
Mineraloele sind Kohlenwasserstoffe ohne Saaeure, koennen aber IMHO
durch Oxidation zu Saeuren werden.
lg, Bernhard
Ist ja nicht Vergußmasse sondern Überzug. Leiterplatte und Lötstellen
sehen etwas matt aus aber sonst ist die Schicht kaum wahrnehmbar.
> Heisskleber
Der ist elektrisch sehr ungünstig.
Hatten mal eine Spagetthiverdahtung WireWrap-Draht auf Unterseite
eines ersten Layouts. Sah dem Entwicklungschef so aus als
könnte da ein Draht abreissen. Also eigenhändig mit dicker Lage
Heißkleber fixiert. Nachher hörte man den Bus des 8031 im Audioteil
als Pfeifen.
D.h. wenn die Leiterplatte den übersteht dann wäre sie wohl auch
gegen Betauung rein schaltungstechnisch resistent.
MfG JRD
Flüssigkeitsgekühlte Geräte ( abgesehen von heatpipes )
gibts wohl sporadisch immer noch.
Die Tunke ist allerdings teuer:
http://en.wikipedia.org/wiki/Fluorinert
MfG JRD
Reines Wasser ist ein sehr schlechter Leiter, somit koennten wohl viele
Schaltungen auch unter reinem Wasser funktionieren. Von Leiterplatten
und Loetstellen koennen sich aber schon Spuren von Salzen oder Metallen
loesen, wodurch die Leitfaehigkeit steigt. Zusaetzlich kommt es zu
Elektrolyse zu Wasserstoff, Sauerstoff, und falls z.B. Chloride anwesend
sind, auch Chlor. Dadurch korrodieren Metalle und die Salze, Ionen,
Leitfaehigkeit und Korrosion nehmen zu. Ich empfehle Kontakte/Leiter aus
Gold und Platin :).
Ich habe aber schon mal ne alte, dreckige Grafikkarte im Geschirrspueler
gewaschen, weil sie so ein unruhiges Bild gemacht hat. War nachher aber
weder besser noch schlechter.
lg, Bernhard
>> Heisskleber
>
> Der ist elektrisch sehr ung�nstig.
>
Elektrisch leitf�hig?
>> Silica einbauen. Die m áte man dann eben alle Jahr ausdoerren
>> oder tauschen.
>
> Ausdoerren könnte der Sommer schaffen (nur der in diesm Jahr wohl nicht)
> ;-)
Hi,
wimre gehts am besten bei 120°, das erreicht hoffentlich keine
Elektronikschaltung im Gehäuse...
aber bei den Bedingungen wäre eine "Wartung/Inspektion" angeraten, auch wenn
das "kondensierend" funzt, es könnte sich Schimmel bilden, Ungeziefer
ansiedeln. Da ist ein Wechsel der Silicapatrone doch ein Klacks.
--
mfg,
gUnther
Rafael Deliano wrote:
>
> Kunde von mir verwendet Wachs für Baugruppen
> die an Wänden von Gebäuden Aussenluft
> ausgesetzt sind. D.h. low-tech tut oft auch.
Wachs ist das Zeuch, das sich letzte Woche auf meiner Terrasse von
Zylinderform zu sehr breitem Spiegelei-mit-Docht verwandelt hat, ja? War
auch direkt der Außenluft ausgesetzt.
--
Timm Thiemann - http://www.timmthiemann.de
Im Kühlschrank befinden sich 3 Scheiben Brot, ein Becher Kirschjoghurt,
Margarine und zwei Salatköpfe. Dann habe ich mich verlaufen und rufe
ein Taxi. [<1i2nh9a.y44op5g27wckN%spam.a...@t-online.de>]
Nur, weil eine Substanz mit Wasser stark reagiert, heisst das noch
lange nicht, dass es sich nicht um ein Salz handelt. Natriumoxid
löst sich nicht in Benzin, ist daher ein Salz. Schmelzpunkt über
1000°C sagt auch einiges.
Bei Molekülen sieht das anders aus. OsO4 etwa schmilzt bei 40°C und
löst sich in Benzin. Soviel zum Thema Metalloxide.
http://de.wikipedia.org/wiki/Osmiumtetroxid
--
mfg Rolf Bombach
> der Silicapatrone
Gibs da Patronen? Ich kenn die nur so als kleine Tütchen...
Rafael Deliano schrieb:
> Man kann bei einzelnen Boards
> drastischen Test nachher natürlich immer machen:
> in Leitungswasser untertauchen und sehen
> obs in dem Zustand noch funktioniert.
Hallo,
und wenn es mit Leitungswasser noch funktioniert dann noch weiter testen
mit Salzwasser in den Konzentrationen Ostsee, Atlantik, Rotes Meer und
zum Schluß Totes Meer. ;-)
Bye
Ich glaube mich zu erinnern daß der Test nicht immer
anwendbar war, weil auch nach Beschichtung und damit ohne Leckstrom
die Koppelkapazität des Wassers marginale Quarz-Oszillatoren des 8051
am Anschwingen hinderte. Entspricht nicht dünnem Wasserfilm von
echter Betauung. Aber für simple robuste Schaltungen brauchbar.
MfG JRD