habe eine Frage zu Ceran Kochfeldern.
Bin seit dem Wochenende Besitzer eines solchen, und musste feststellen,
das ein großer Topf Wasser (ca. 5 Liter) ewig braucht um zu kochen
(verglichen mit einem Konventionellen Herd mit Schnellkochplatte).
Jetzt habe ich gesehen, das die äußere Heizwendel des Kochfeldes mit
einem Thermostaten regelmäßig ein/ausgeschaltet wird. Das passiert
selbst bei der höchsten Kochstufe.
Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100%
ausgelegt?
Jetzt meine Frage: Wäre es denkbar, beide Heizwendel parallel zu
schalten, und dann die Leistung über eine puls/pausen Verhältnis
zwischen 0 und 100% zu steuern? Denkbar wären 100 Perioden und dann die
Ansteuerung mit Nulldurchgangsschalter vorzunehmen.
Gruß
Guido
> habe eine Frage zu Ceran Kochfeldern.
> Bin seit dem Wochenende Besitzer eines solchen, und musste feststellen,
> das ein großer Topf Wasser (ca. 5 Liter) ewig braucht um zu kochen
> (verglichen mit einem Konventionellen Herd mit Schnellkochplatte).
Bei mir war es umgekehrt. nach Umrüstung auf Ceran Bei allen Platten
fast doppelt so schnelle Kochzeit.
> Jetzt habe ich gesehen, das die äußere Heizwendel des Kochfeldes mit
> einem Thermostaten regelmäßig ein/ausgeschaltet wird. Das passiert
> selbst bei der höchsten Kochstufe.
Was hast du für Anschlüsse bzw. Regler? Und wie ist es mit den inneren
Wendeln?
> Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100%
> ausgelegt?
> Jetzt meine Frage: Wäre es denkbar, beide Heizwendel parallel zu
> schalten, und dann die Leistung über eine puls/pausen Verhältnis
> zwischen 0 und 100% zu steuern?
Meine, und das ist wohl üblich, werden eh über Puls/Pause geschaltet.
Das macht aber schon der Regler selbt. Also x-Sekunden an und
y-Sekunden aus.
>Denkbar wären 100 Perioden und dann die
> Ansteuerung mit Nulldurchgangsschalter vorzunehmen.
Wie gesagt, das macht wahrscheinkich auch bei dir der Regler. Bloß
nicht richtig.
Gruss Wolfgang
--
No reply to "From"! - Keine Antworten an das "From"
Keine privaten Mails! Ich lese die NGs, in denen ich schreibe.
Und wenn es doch sein muss, dann muss das Subjekt das Wort NGANTWORT enthalten.
Das steht bei uns in der Anleitung, dass auch bei Maximalleistung das
Tastverhältnis nicht ganz 1 wird. Ist wohl by Design.
Allerdings sollte die Platte schon deutlich länger an als aus sein.
Sonst hätte der Regler einen Schlag, würde ich sagen.
> Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100%
> ausgelegt?
Keine Ahnung warum die auf 90% auslegen.
> Jetzt meine Frage: Wäre es denkbar, beide Heizwendel parallel zu
> schalten, und dann die Leistung über eine puls/pausen Verhältnis
> zwischen 0 und 100% zu steuern?
Genau so werden Ceranfelder immer geregelt. Ich nehme an, dass ein guter
Teil der Leistung bei den Dingern durch IR-Strahlung übertragen wird. Da
wäre eine niedrigere Farbtemperatur kontraproduktiv.
Zur Leistung:
Eigentlich sind die Leistungsmäßig mit konventionellen
Schnellkochplatten vergleichbar - vielleicht knapp darunter. Die
Aufheizzeit der Platte selbst ist eher noch etwas geringer.
Aber es gab unterschiedliche Auffassungen von "Schnellkochplatte".
Erstens hatten die verschiedene Leistungsdaten (ältere waren manchmal
nicht so stark), zweitens haben die Teilweise eine Teperaturregelung und
keine Leistungsregelung (Kontaktsensor in der Mitte).
Letzteres ist natürlich ein eklatanter Unterschied - und Nachteil.
Während ich früher die Kartoffeln auf eine feste Stufe gestellt habe,
und erst wiederkommen musste, wenn sie fertig waren, ist jetzt ein
"Topfsitter" mit wohlüberlegten Regeleingriffen angesagt.
Aber auch diese Wahrnehmung ist subjektiv. Meine Frau, die den Umgang
mit geregelten Platten offenbar nie begriffen hatte (gut daran zu
erkennen, das zum Wasserkochen die Platte auf die höchste Stufe dreht),
sieht den Nachteil nicht.
Es gibt noch eine andere mögliche Problematik: wenn der verwendete Topf
an seiner Unterseite im IR-Bereich stark reflektiert, ist die
Energieübertragung natürlich sehr ineffizient. Dummerweise sieht man das
den Töpfen logischerweise nicht an (ist halt IR). Welche Materialien da
kritisch sind, weiß ich nicht.
Fazit: Ceranfelder sehen schick aus.
Den beachtlichen Preisunterschied sind sie aus technischer Sicht m.E.
nicht wert. Aber das hat bezogen auf den WAF keine Bedeutung.
Marcel
Guido
>
Nachtrag:
Bei dem Herd kann ich jedes Feld in 5 Stufen, bezeichnet mit 0.5, 1,
1.5, 2, 2.5, 3 einstellen. Das ist wie bei meinem alten Herd mit
Platten. Jedes Feld hat 2 Hezwendel, genau wie beim alten Herd. Ich
hätte jetzt erst mal gedacht, das zur Reglung der Leistung die
Heizwendel in verschiedenen Schaltungen einzeln, in serie und parallel
geschaltet werden. Auf Stufe 0,5/1 iist auch nur die mittlere Heizwendel
an, auf Stufe 3 sind beide an, aber nach einer gewissen Zeit wird die
außen liegende Heizwendel etwa im verhältnis 50/50 getaktet. Es sieht so
aus, als ob ein Thermostat die Hezwendel ein/ausschaltet.
Der Herd ist bei einem Umzug für mich abgefallen und ersetzt meinen
alten (z. T. defekten) Platten E-Herd. Dieses Erlebnis nährt meine
Skepsis gegenüber einem Herd mit Ceran Kochfeld. Kann auch sein, das es
nicht der „beste“ ist. Werde mich mal nach etwas alternativen umsehen,
ev. Gas.
In der Zwischenzeit werde ich mal sehen, ob man an das Schaltbild des
Herdes kommt, um zu sehen, was machbar ist.
> Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100% ausgelegt?
Nimm den Topf mal runter ud stelle auf volle Leistung.
100% Einschaltdauer ?
Nein ? Dann ist der Regler kaputt.
Ja: Dann schau mal auf den Boden des Topfes: Ganz silbrig?
Nimm einen Tof mit dunklerem Boden, der Regler regelt runter
damit die Platte nicht kaputt geht weil die Leistugn zurueckstrahlt.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Hallo Guido,
>Jetzt habe ich gesehen, das die äußere Heizwendel des Kochfeldes mit
>einem Thermostaten regelmäßig ein/ausgeschaltet wird. Das passiert
>selbst bei der höchsten Kochstufe.
>Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100%
>ausgelegt?
Du hast wahrscheinlich ein Nachrüst-Kochfeld, das sich an die herkömmlichen
7-Takt-Schalter anschließen lässt. In diesem Fall erfolgt die
Leistungseinstellung wie bei den alten Stahlplatten je nach Schalterstellung
über verschiedene Kombinationen von Hintereinander- oder Paralleschaltung
von Heizwicklungen.
Bei unserem Kochfeld ist es auch so, dass bei voller Heizleistung ein
Thermostat am Kochfeld einen Teil der Heizwicklungen periodisch an- und
abschaltet. Der Fühler dieses Thermostaten geht im Abstand von ein paar mm
quer über die Heizwicklungen und ist sogar von außen zu sehen.
Ich kann mir nur erklären, dass diese Nachrüst-Kochfelder aus irgendwelchen
Sicherheitsbestimmungen diese Begrenzung haben.
Gruß,
Alexander
Hi MaWin,
hört sich plausibel an. ist dann aber nicht so wirklich der hit so ein
Kochfeld.
na ja, dann werde ich mal sämtliche Bastelarbeiten einstellen und
Ausschau nach einem vernünftigen (Gas-)Kochfeld halten ...
Danke für alle Tips.
> Der Herd ist bei einem Umzug für mich abgefallen und ersetzt meinen
> alten (z. T. defekten) Platten E-Herd. Dieses Erlebnis nährt meine
> Skepsis gegenüber einem Herd mit Ceran Kochfeld. Kann auch sein, das es
> nicht der „beste“ ist. Werde mich mal nach etwas alternativen umsehen,
> ev. Gas.
Also ich koche in den Regel mit Kochplatten, wenn ich bei meinen Eltern
bin mit Gas. Ich muß sagen, trotz der Gefahr, die von dem Gas nun einmal
ausgeht, bevorzuge ich einen Gasherd (Erdgas), da die Wärmezufuhr damit
am besten dosierbar ist. Ein E-Herd ist mir einfach zu träge.
Übrigens schalten halbwegs moderne Gasherde beim Verlöschen der Flammen
eh ab und haben auch eine elektrische Zündung.
Guido (noch einer)
> Also ich koche in den Regel mit Kochplatten, wenn ich bei meinen
> Eltern bin mit Gas. Ich muß sagen, trotz der Gefahr, die von dem Gas
> nun einmal ausgeht, bevorzuge ich einen Gasherd (Erdgas), da die
> Wärmezufuhr damit am besten dosierbar ist. Ein E-Herd ist mir einfach
> zu träge.
Wir haben zuhause auch einen Gasherd und ich möchte ihn auch nicht
missen.
Und Gefahr geht von Gasinstallationen eigentlich nur aus, wenn Pfuscher
am Werk sind. Unseren Gasherd hat ein
Gas-/Wasser-/Heizungsinstallateurmeister (mein Opa ;-) ) angeschlossen.
Gruß
Henning(aus Handwerkerfamilie)
Schreibfehler? Muss das nicht Ja? heißen?
Wenn Du den Topf von der Platte nimmst, _muss_
die Platte regelmäßig abschalten, sonst wirds
zu heiß.
Oder?
Noch eine Idee für den OP:
Vielleicht ist Dein Topfboden nicht mehr ganz plan
und deshalb der Wärmeübergang behindert?
Thiemo
> Wenn Du den Topf von der Platte nimmst, _muss_
> die Platte regelmäßig abschalten, sonst wirds
> zu heiß.
Richtig, und das passiert auch wenn der Topf die IR-Strahlung relativ
stark reflektiert. Die Strahlungsheizkörper haben dazu einen extra
Regler eingebaut, unabhängig vom Siebentaktschalter/Energieregler.
Gruß Dieter
> Oder?
Es sind CERAN-Kochfelder !
> Noch eine Idee für den OP:
> Vielleicht ist Dein Topfboden nicht mehr ganz plan
> und deshalb der Wärmeübergang behindert?
Es sind CERAN-Kochfelder !
Ist kein Topf auf der Strahlungsflaeche, geht die ganze erzeugte
Strahlung nach oben weg, kehrt nicht mehr in das Heizelement
zurueck, entsprechend schaltet der Thermostat nicht taktend aus.
Ist zumindest bei meiner Platte so, was passiert wenn man sie
15 Minuten auf voller Leistung strahlen laesst, probier ich aber
nicht aus.
Ob der Boden eben oder wellig ist, spielt bei Ceran, genau so wie
bei Gas, keine Rolle, aber silbrig sollte der Boden nicht sein,
sondern schwarz, sonst wird die Waerme nicht ganz aufgenommen und
strahlt in das Heizelement zreuck und der Thermostat schaltet das
taktend ab. Ist zumindest bei meiner Platte so.
Wenn der Guido Gas so mag, sollte er die Ceran-Felder drin lassen,
denn die sind praktisch genau so wie Gas: Hohe Heizleistung, kaum
Waermetraegheit.
>hört sich plausibel an. ist dann aber nicht so wirklich der hit so ein
>Kochfeld.
Nein, ist es nicht; kommt uns auch nicht ins Haus, so ein Kram. Der
Herd muß nicht schön sein, sondern gut - und das ist unser
billig-Kochfeld made in .cz definitiv!
>"Guido Schwartenbeck" <sch...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:e5dtbu$fk0$1...@online.de...
>
>> Was hat das für einen Sinn? Sind die Kochfelder nicht für ED = 100% ausgelegt?
>
>
>Nimm den Topf mal runter ud stelle auf volle Leistung.
>100% Einschaltdauer ?
>Nein ? Dann ist der Regler kaputt.
Das kann aber bei anderen Reglern anders sein: Bei meinem Herd habe ich
für etwa 3s nach dem Wegziehen des Topfes volle Leistung, dann wird aber
auf 1/10 Heizleistung herunter gefahren, 1s an, 10s aus. Wenn ich den
Topf dann wieder drauf stelle, dauert es mindestens 10s bis wieder volle
Heizleistung da ist.
>Ja: Dann schau mal auf den Boden des Topfes: Ganz silbrig?
>Nimm einen Tof mit dunklerem Boden, der Regler regelt runter
>damit die Platte nicht kaputt geht weil die Leistugn zurueckstrahlt.
Das ist bei meinem Herd auch so.
Norbert
Zu dem Punkt habe ich mal eine Frage: eigentlich ist die Farbe des
Topfbodens egal, solange er für Licht im Infrarotbereich schwarz ist,
oder? Wird vermutlich bei im sichtbaren Bereich silbrigen Metall nicht
so sein, aber im Prinzip...?
MfG,
Maik
> eigentlich ist die Farbe des Topfbodens egal, solange er für Licht im
> Infrarotbereich schwarz ist, oder?
Ja.
> Guido Schwartenbeck schrieb:
>
> > Der Herd ist bei einem Umzug für mich abgefallen und ersetzt meinen
> > alten (z. T. defekten) Platten E-Herd. Dieses Erlebnis nährt meine
> > Skepsis gegenüber einem Herd mit Ceran Kochfeld. Kann auch sein, das es
> > nicht der ,,beste" ist. Werde mich mal nach etwas alternativen umsehen,
> > ev. Gas.
>
> Also ich koche in den Regel mit Kochplatten, wenn ich bei meinen Eltern
> bin mit Gas. Ich muß sagen, trotz der Gefahr, die von dem Gas nun einmal
> ausgeht, bevorzuge ich einen Gasherd (Erdgas), da die Wärmezufuhr damit
> am besten dosierbar ist. Ein E-Herd ist mir einfach zu träge.
Nimm Induktionsherde. Wenn du dir einmal die Aktion angetan hast, dazu
passende Töpfe zu kaufen, dann hast du faßt das gleiche
Trägheitsverhalten wie bei Gas. Und wenn Du selten kochst, dann ist
der Preisvorteil bei den Betreibskosten (Gas ist pro kWh deutlich
billiger als Strom) eines Gasherden nicht so gravierend. Das
Pflegeverhalten dagegen ist genial: Frag mal Deine Mama, wie gerne sie
die die Ecken und Kanten ihres Gasherdes schrubbt. Bei der Glasplatte
(m)eines Induktionsherdes: einmal feucht abwischen, udn sauber ist.
Würde ich immer wieder nehmen.
Zumal die Installation bei Gasherd in einer Küche immer eine Menge
tolle Nebeneffekte hat: Zusätzliche Lüftung, Sonderschaltung der
Dunstabzugshaube, etc. Für mich als den Wochenende-Koch ist da
Induktion das Mittel der Wahl. YMMV.
>
> Übrigens schalten halbwegs moderne Gasherde beim Verlöschen der Flammen
> eh ab und haben auch eine elektrische Zündung.
Yepp. Ist beim Gasherd meiner Schwiegermutter schon bei dem Modell aus
den 80ern so gelöst.
>
> Guido (noch einer)
hth,
Andreas
Hallo Andreas,
müssen das eigentlich "magnetische" Töpfe sein,
oder geht da auch normalerweise unmagnetischer
Edelstahl?
Gruss
Harald
Geheizt wird durch die Wirbelstromverluste, und die hat man ja sogar in
Aluminium. Es gehen allerdings sowohl magnetische Permeabilität \mu_r
als auch spezifische Leitfähigkeit \kappa ein, man hat hier ein
Optimierungsproblem zu lösen.
Gruß
Henning
Grau ist all Deine Theorie , Henning.
Da man ja wohl auf im Laden erhältliche Töpfe angewisen ist, und
nicht beliebige Legierungen (einige AL-Leg. sind sehr wohl magnetisch,
werden aber nicht für den üblichen Topf eingebaut/verarbeitet),
kannste hier den Praxisbericht nehmen (habe es selber probiert):
Aluminium Töpfe kannst Du getrost vergessen beim Induktionsherd. Wird
nicht nennenswert warm.
Und damit ist die Frage des Vorposters beantwortet: nichtmagnetische
Edelstahltöpfe werden kaum nennenswert warm, also sind wenig geeignet
fürs Kochvergnügen :-)
Aber Gußeisen geht gut - ist ist zum Teil äußerst preiswert zu
bekommen.
Echt schön (für Induktion) sind die Töpfe des finnischen Herstellers
Ittala - aber das mag nun jeder selber entscheiden.
hth,
Andreas
> Nimm Induktionsherde. Wenn du dir einmal die Aktion angetan hast, dazu
> passende Töpfe zu kaufen, dann hast du faßt das gleiche
> Trägheitsverhalten wie bei Gas.
Nagut, daß man zumn Herd natürlich die passenden Töpfe braucht, dagegen
ist nix einzuwenden.
> Das
> Pflegeverhalten dagegen ist genial: Frag mal Deine Mama, wie gerne sie
> die die Ecken und Kanten ihres Gasherdes schrubbt. Bei der Glasplatte
> (m)eines Induktionsherdes: einmal feucht abwischen, udn sauber ist.
> Würde ich immer wieder nehmen.
Das hört sich sehr gut an. Wo kann man sowas denn mal ausprobieren ;)?
Guido
Wirklich? Ein Gasherd muß prinzipbedingt sehr große Mengen warme Abluft
im Raum verteilen. Zumindest prinzipiell kann der Wirkungsgradvorteil
den Preisunterschied mehr als ausgleichen, echte Meßwerte habe ich aber
aus dem Stand keine.
@ Axel: Prinzipiell hat Deine Aussage einen wahren Kern, aber in den
Details mangelt es. Kurz:
Guckst Du Google. Hast Du Werte. Schreibste nicht so was
Überflüssiges. Die Diskussion zum Wirkungsgrad gab es schon zig Mal.
Sachlich: Preisunterschied hier in der Region Gas : Strom wie 1:4 (auf
die kWh bezogen).
Wenn Du es selber mal probieren willst, bring einfach mal einen Topgf
mit Wasser auf dem Gasherd zum kochen und wiederhole das gleiche auf
einem Elektroherd (in dem Fall ist es weniger relevant ob Du
alte_E_Platte oder Ceran oder Indu hast - das Anheizverhalten ist zwar
unterschiedlich, der Wirkungsgrad der 3 Typen für längerzeitiges
Kochen jedoch fast gleich. ) Und wenn man einfach mal relativ viel
Wasser zu relativ leichtem Topf hat - einfach um Klugscheiß wegen
Wärmekapazität des Topfes zu vermeiden. So 2 Liter im mittelgroßen
Topf sind schon mal ein guter Ansatz. Ach ja, den Deckel auf dem Topf
nicht vergessen, wenn es denn schon ein sinnvolles Experiment werden
soll - warum, sollte Dir klar sein.
Ein einfacher Blick auf Strom- bzw. Gaszähler vor und nach dem
Kochvorgang. Und die schlichte Näherung "ca. 10.6 kWh/m3 Gas" - gilt
zumindest hier im Süden bei EnBW, und bevor nun wieder zig Posting
kommen dass es im Norden wegen anderer Gasmischung nur 8-9 kWh sind -
Leute, das sollte wohl klar sein das man vor Ermittlung der Meßwerte
mal kurz beim Versorgungsunternehmen anruft und die Daten abcheckt. Der
Rest ist dann a bisserl Dreisatz und Rechnen. Wenn Du dann final auf
einen *Preis* 1:2 für Gas:Strom kommst, liegst Du recht nah an der
Praxis. Wie immer gilt: YMMV.
Das ist klar: nicht so gut wie der theoretische (kalorimetrische)
Energieinhalt von Gas zu erwarten ließe. Allerdings wenn man sehr viel
kocht und sich mit "gaskochen" anfreunden mag/kann/will, dann ist Gas
das Mittel der Wahl (sowohl vom Kochvergnügen als auch von den
Kosten).
Wenn man dagegen wenig kocht, ist der Vorteil marginal. Und wer ungern
die Kanten&Ecken des Gasherdes putzt (eigentlich nach jeder
anständigen Vollmahlzeit nötig - wer dagegen nur Kaffeewasser
aufwärmt, hat natürlich wenig Schmutz), ungern die aufwendigere
Installation (aufwendiger als Elektro, aber zugegeben einmaliger
Sachaufwand) durchzieht -- der wird nicht so recht glücklich mit
Gas.
@ Guido: Also bei mir is Nicht mit Ausprobieren, da bin ich eigen mit
"my kitchen is my castle" :-))
Aber ein gutsortiertes Küchenstudio sollte Dir das ein "hands on try"
Erlebnis bescheren können - schau halt einfach mal vorbei dort. Die
haben bestimmt auch nix dagegen wenn Du nach dem Probieren mal Putzen
möchtest ;-)
scnr,
Andreas
> Maik Schmidt wrote:
>> Zu dem Punkt habe ich mal eine Frage: eigentlich ist die Farbe des
>> Topfbodens egal, solange er für Licht im Infrarotbereich schwarz ist,
>> oder? Wird vermutlich bei im sichtbaren Bereich silbrigen Metall nicht
>> so sein, aber im Prinzip...?
>
> Silbriges Metall (nicht lackiert, auch nicht transparent lackiert)
> reflektiert IR hervorragend, frequenzmässig herunter bis DC, wie
> man mit dem Ohmmeter ja nachprüfen kann ;-). Kurzwellig nimmt
> irgendwann die Reflektivität von Metallflächen ab, meist erst
> im UV, bei Gold, Kupfer usw. schon im sichtbaren (blauen)
> Spektrum. Oftmals ist aber die Reflektivität auch nicht so dolle,
> 80% oder so bei Alu, und wenn es von Auge auch nur leicht
> angelaufen oder grau aussieht, ist das schnell nur noch 50%.
>
Ich habe auch mal gehört, daß oxidiertes Alu im IR/Wärme-Bereich
eigentlich schon fast "schwarz" sei.
--
Martin
Ich glaube nach den Berichten zu verwendbaren Töpfen, daß die
Hystereseverluste die gößere Rolle spielen.
--
Martin
kurz ein paar Erläuterungen zu der Funktion von Ceran-Kochfeldern und den
zugehörigen Reglern:
Es gibt Kochfelder die für 7-Takt Schalter ausgelegt sind. Bei denen besteht
das Heizelement aus 3 separat schaltbaren Teilen die je nach
Schalterstellung parallel oder in Reihe gschaltet werden oder nur einzeln
angeschaltet sind und somit in Summe unterschiedliche Heizleistungen
abgeben. Dies kann man gut durch simples anschauen überprüfen. Bei höchster
Stufe müssen alle Heizelemente hellrot glühen.
Kochfelder die für Energieregler ausgelegt sind funktionieren ganz anders:
Es gibt nur ein Heizelement das immer voll eingeschaltet wird. Die
unterschiedlichen Heizleistungen werden durch variable Einschaltdauer
realisiert: Bei Stellung "1" wird die Heizwendel nur für ca. 3 sec
eingeschaltet und ist dann ca. 17 sec aus. Da der Topf mit Inhalt ein
thermisch träges Objekt ist findet eine Integration der Heizenergie statt
die bei kleiner Einstellung zu einer niederen Temperatur führt. So kann je
nach Schalterstellung die Heizenrgie zwischen ca. 5% und 90% der
Maximalleistung stufenlos eingestellt werden. Bei höchster Einstellung
findet kein Takten statt d.h. es wird dauernd die volle Leistung abgegeben.
Dieses Regelprinzip ist unabhängig davon ob es ein Ceranfeld oder ein
Kochfeld mit Gußkochplatten ist. Bei Gußkochplatten sieht man nur nicht dass
die Heizleistung periodisch aus - und eingeschaltet ist.
Kochfelder für Energieregler gibt es mit normalen Strahlheizkörpern
(brauchen ca. 10 sec. zum vollen aufglühen) oder mit
Highlite-Strahlheizörpern die in 3 sec. voll aufglühen.
Jeder Strahlheizkörper hat übrigens eine Temperaturabschaltung die eine
Überhitzung verhindert wenn kein Kochtopf auf dem Kochfeld steht.
Nochwas zur Qualität der Kochfelder: Da alle Kochfelder das patentiert Ceran
von Schott haben ist es ziemlich egal wer der Hersteller ist. Ebenso ist es
mit den Strahlheizörpern: Sie kommen von der Firma EGO aus Deutschland (auch
wenn das Kochfeld aus Polen ist).
Gruß Uli Hensel
"Alexander Doerr" <a_doe...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:447aad21$0$4499$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...