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Powerbank Ruhespannung

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Carla Schneider

unread,
Sep 5, 2022, 7:06:23 AM9/5/22
to
Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine Leerlaufspannung
von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet,
die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding kann man an dieser
Powerbank nicht verwenden.
Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die kann man dafuer natuerlich
auch nicht verwenden.
Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen zu muessen.

Helmut Schellong

unread,
Sep 5, 2022, 8:19:57 AM9/5/22
to

Marcel Mueller

unread,
Sep 5, 2022, 9:00:27 AM9/5/22
to
Am 05.09.22 um 13:15 schrieb Carla Schneider:
> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine Leerlaufspannung
> von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.

Wie gemessen?

Ich habe so meine Zweifel, dass da 2,3V DC anliegen.
Meine Vermutung: da wird eher in regelmäßigen Abständen gepollt, um zu
gucken, um etwas dran hängt. Und wenn nichts los ist, schaltet die
Powerbank den DC/DC-Konverter wieder ab, um Strom zu sparen.
Ein 08/15 Multimeter mit Dual-Slope ADC zeigt dann halt irgendeinen
reduzierten Wert an.

Falls das stimmt, kannst Du mit einer Schottky-Diode gefolgt von einem
_kleinen_ Elko (wenige µF) die Spannung so lange halten, dass deine
Schaltung funktioniert.

Der Trick mit der Diode kann man auch nutzen, um diesen Verdacht ohne
Oszi zu verifizieren. Wenn dahinter die Spannung höher ist, dann ist sie
gepulst.

> Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet,
> die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding kann man an dieser
> Powerbank nicht verwenden.

Alternativ könnte auch der Verbrauch so niedrig sein, dass er nicht als
signifikant erkannt wird und die Powerbank wieder in den Stand-By schaltet.

> Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die kann man dafuer natuerlich
> auch nicht verwenden.
Man müsste sie modifizieren, um den Schalter automatisiert kurz drücken
zu können. Z.B. über ein kleine Reed-Relais, oder falls es der
Schaltungskontext nebst Bezugspotential erlaubt, einfach über einen
kleinen Transistor.

Das bringt natürlich nichts

> Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen zu muessen.

Alle Powerbanks ohne manuelle Aktivierung dürften ein Verfahren zur
Vermeidung unnötiger Selbstentladung haben.

In meinen Augen wäre zu klären:
- Wieviel Strom brauchst du, wenn die Schaltuhr an ist?
- Könnte man mit der Uhr nicht eine Powerbank schalten?
- Gibt es alternative Stromquellen für den Zweck?

Zumindest Angaben zu einer Mindestlast, könnte man in den Datenblättern
finden.


Marcel

Gerrit Heitsch

unread,
Sep 5, 2022, 11:25:31 AM9/5/22
to
On 9/5/22 15:00, Marcel Mueller wrote:
> Am 05.09.22 um 13:15 schrieb Carla Schneider:
>> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine
>> Leerlaufspannung
>> von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
>
> Wie gemessen?
>
> Ich habe so meine Zweifel, dass da 2,3V DC anliegen.
> Meine Vermutung: da wird eher in regelmäßigen Abständen gepollt, um zu
> gucken, um etwas dran hängt.

Das ist so. Ich habe eine USB-LED-Lampe die für manche Powerbanks
zuwenig Strom zieht. Da kann man die LEDs pulsen sehen. Sind sehr kurze
Pulse.

Gerrit

Carla Schneider

unread,
Sep 5, 2022, 11:31:55 AM9/5/22
to
Marcel Mueller wrote:
>
> Am 05.09.22 um 13:15 schrieb Carla Schneider:
> > Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine Leerlaufspannung
> > von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
>
> Wie gemessen?
>
> Ich habe so meine Zweifel, dass da 2,3V DC anliegen.
> Meine Vermutung: da wird eher in regelmäßigen Abständen gepollt, um zu
> gucken, um etwas dran hängt.

Ich habe eine Testschaltung gebaut einen P-FET (IRF5305) dessen Source am - Pol angeschlossen
ist und der Drain ist ueber einen 20 Ohm Widerstand mit dem +Pol verbunden,
ebenso das Gate ueber einen 500 Ohm Widerstand.
Wenn ich das an die Power-Bank anschliesse passiert nichts.
Wenn ich es an eine Powerbank mit Schalter anschliesse und den Schalter druecke fliessen 250mA Strom.
Erst danach habe ich mit dem Multimeter mal die Ruhespannung gemessen.
Wenn das gepulst ginge muesste der FET durchschalten.


> Und wenn nichts los ist, schaltet die
> Powerbank den DC/DC-Konverter wieder ab, um Strom zu sparen.
> Ein 08/15 Multimeter mit Dual-Slope ADC zeigt dann halt irgendeinen
> reduzierten Wert an.
>
> Falls das stimmt, kannst Du mit einer Schottky-Diode gefolgt von einem
> _kleinen_ Elko (wenige µF) die Spannung so lange halten, dass deine
> Schaltung funktioniert.
>
> Der Trick mit der Diode kann man auch nutzen, um diesen Verdacht ohne
> Oszi zu verifizieren. Wenn dahinter die Spannung höher ist, dann ist sie
> gepulst.
>
> > Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet,
> > die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding kann man an dieser
> > Powerbank nicht verwenden.
>
> Alternativ könnte auch der Verbrauch so niedrig sein, dass er nicht als
> signifikant erkannt wird und die Powerbank wieder in den Stand-By schaltet.

Das war mir schon klar, ich habe das Geraet schon an der Powerbank betrieben,
ohne FET Einschalter.

>
> > Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die kann man dafuer natuerlich
> > auch nicht verwenden.

> Man müsste sie modifizieren, um den Schalter automatisiert kurz drücken
> zu können. Z.B. über ein kleine Reed-Relais, oder falls es der
> Schaltungskontext nebst Bezugspotential erlaubt, einfach über einen
> kleinen Transistor.
>
> Das bringt natürlich nichts

Ich will die Powerbank nicht aufsaegen.

>
> > Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen zu muessen.
>
> Alle Powerbanks ohne manuelle Aktivierung dürften ein Verfahren zur
> Vermeidung unnötiger Selbstentladung haben.

Sinnvoll, allerdings habe ich hier auch eine zu kleine Powerbank die liefert
5V Ruhespannung, des geht also auch so.

>
> In meinen Augen wäre zu klären:
> - Wieviel Strom brauchst du, wenn die Schaltuhr an ist?
> - Könnte man mit der Uhr nicht eine Powerbank schalten?

Gibts Powerbaenke mit Enable Kontakt ?

> - Gibt es alternative Stromquellen für den Zweck?

Klar, Akkus die sind aber teurer und umstaendlicher, brauchen ein Ladegeraet,
und einen Spannungswandler auf 5V, ist bei der Powerbank alles inklusive
und trotzdem billiger.

>
> Zumindest Angaben zu einer Mindestlast, könnte man in den Datenblättern
> finden.

Die ist nicht das Problem, das Einschalten ist es.
Einen Bipolar-Transistor habe ich schon ausprobiert, der macht dann aber
einen Spannungsabfall von 130mV, aber ich weiss nicht ob die Schaltuhr genug
Basisstrom fuer ihn liefert.
Oder einen P-Fet mit sehr niedriger Schwellspannung
den gibts aber nur in SMD.

Carla Schneider

unread,
Sep 5, 2022, 11:34:35 AM9/5/22
to
Marcel Mueller wrote:
>
> Am 05.09.22 um 13:15 schrieb Carla Schneider:
> > Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine Leerlaufspannung
> > von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
>
> Wie gemessen?
>
> Ich habe so meine Zweifel, dass da 2,3V DC anliegen.
> Meine Vermutung: da wird eher in regelmäßigen Abständen gepollt, um zu
> gucken, um etwas dran hängt.

Ich habe eine Testschaltung gebaut einen P-FET (IRF5305) dessen Source am + Pol angeschlossen
ist und der Drain ist ueber einen 20 Ohm Widerstand mit dem -Pol verbunden,
ebenso das Gate ueber einen 500 Ohm Widerstand.
Wenn ich das an die Power-Bank anschliesse passiert nichts.
Wenn ich es an eine Powerbank mit Schalter anschliesse und den Schalter druecke fliessen 250mA Strom.
Erst danach habe ich mit dem Multimeter mal die Ruhespannung gemessen.
Wenn das gepulst ginge muesste der FET durchschalten.


> Und wenn nichts los ist, schaltet die
> Powerbank den DC/DC-Konverter wieder ab, um Strom zu sparen.
> Ein 08/15 Multimeter mit Dual-Slope ADC zeigt dann halt irgendeinen
> reduzierten Wert an.
>
> Falls das stimmt, kannst Du mit einer Schottky-Diode gefolgt von einem
> _kleinen_ Elko (wenige µF) die Spannung so lange halten, dass deine
> Schaltung funktioniert.
>
> Der Trick mit der Diode kann man auch nutzen, um diesen Verdacht ohne
> Oszi zu verifizieren. Wenn dahinter die Spannung höher ist, dann ist sie
> gepulst.
>
> > Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet,
> > die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding kann man an dieser
> > Powerbank nicht verwenden.
>
> Alternativ könnte auch der Verbrauch so niedrig sein, dass er nicht als
> signifikant erkannt wird und die Powerbank wieder in den Stand-By schaltet.

Das war mir schon klar, ich habe das Geraet schon an der Powerbank betrieben,
ohne FET Einschalter.

>
> > Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die kann man dafuer natuerlich
> > auch nicht verwenden.

> Man müsste sie modifizieren, um den Schalter automatisiert kurz drücken
> zu können. Z.B. über ein kleine Reed-Relais, oder falls es der
> Schaltungskontext nebst Bezugspotential erlaubt, einfach über einen
> kleinen Transistor.
>
> Das bringt natürlich nichts

Ich will die Powerbank nicht aufsaegen.

>
> > Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen zu muessen.
>
> Alle Powerbanks ohne manuelle Aktivierung dürften ein Verfahren zur
> Vermeidung unnötiger Selbstentladung haben.

Sinnvoll, allerdings habe ich hier auch eine zu kleine Powerbank die liefert
5V Ruhespannung, des geht also auch so.

>
> In meinen Augen wäre zu klären:
> - Wieviel Strom brauchst du, wenn die Schaltuhr an ist?
> - Könnte man mit der Uhr nicht eine Powerbank schalten?

Gibts Powerbaenke mit Enable Kontakt ?

> - Gibt es alternative Stromquellen für den Zweck?

Klar, Akkus die sind aber teurer und umstaendlicher, brauchen ein Ladegeraet,
und einen Spannungswandler auf 5V, ist bei der Powerbank alles inklusive
und trotzdem billiger.

>
> Zumindest Angaben zu einer Mindestlast, könnte man in den Datenblättern
> finden.

Wolfgang Martens

unread,
Sep 5, 2022, 12:05:28 PM9/5/22
to
Am Mo.,05.9.2022 um 13:15 schrieb Carla Schneider:
> Powerbank Ruhezustand Leerlaufspannung von 2.3V. Erst wenn Strom
> fliesst steigt die Spannung auf 5V. Das Problem ist dass wenn man
> einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet, die
> 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten

Ich habe eine Powerbank ohne Schalter, da liegen immer 5V am Ausgang.
Aber deren Ruhestrom ist 0,35mA, üblich sind sonst so 0,05mA.

Eine Powerbank die regelmäßig 5V aufschaltet und damit auf
Lastanschluss testet hatte ich noch keine zum messen.

Ich habe mehrere Powerbänke, die legen die Akkuspannung hochohmig an
den Ausgang und überwachen die Spannung. Zieht eine µA Last die (2-4V)
Spannung runter, werden die 5V eingeschaltet. Dann wird alle 10-20
Sekunden der Strom gemessen und unter etwa 100mA die 5V wieder
abgeschalten. (Siehe Thread "Mindeststrom Powerbank" hier ab 25.4.22)

Bei den genannten 2,3V vermute ich so eine Überwachung.
Damit muss man mindestens einen kurzen Strompuls erzeugen, der die
Spannung runterzieht und die Powerbank einschaltet.
Bei dem verwendeten FET könnten dafür schon >10kR vom Gate nach Masse
reichen, da danach ja was von 250mA Last stand.

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 1:20:01 PM9/5/22
to
On 9/5/22 8:43 AM, Carla Schneider wrote:
> Marcel Mueller wrote:

[...]

>>
>> Zumindest Angaben zu einer Mindestlast, könnte man in den Datenblättern
>> finden.
>
> Die ist nicht das Problem, das Einschalten ist es.
> Einen Bipolar-Transistor habe ich schon ausprobiert, der macht dann aber
> einen Spannungsabfall von 130mV, aber ich weiss nicht ob die Schaltuhr genug
> Basisstrom fuer ihn liefert.
> Oder einen P-Fet mit sehr niedriger Schwellspannung
> den gibts aber nur in SMD.
>

Der LP0701N3-G hat einen garantierten Rdson Wert fuer 2V Gate-Spannung,
kommt aber bereits bei etwa 1.5V:

https://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/LP0701-P-Channel-Enhancement-Mode-Lateral-MOSFET-Data-Sheet-20005447A.pdf

Wenn es fetter sein soll, gibt es noch erhebliche Restbestaende des
SFT1341-W im IPAK mit Beinchen, aber dessen Produktion wurde
eingestellt. Auch fuer Hobbyisten ist es sinnvoll, sich auf SMT
umzustellen. Die Zeiten bedrahteter Bauteile sind vorbei.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gernot Fink

unread,
Sep 5, 2022, 3:08:05 PM9/5/22
to
In article <6315DA41...@yahoo.com>,
Carla Schneider <carl...@yahoo.com> writes:
> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine Leerlaufspannung
> von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
> Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet,
> die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding kann man an dieser

Verwende einfach einen Darlington. Den geringen Steuerstrom dafür solltest du haben.

Gernot

Marcel Mueller

unread,
Sep 5, 2022, 3:23:02 PM9/5/22
to
Am 05.09.22 um 20:30 schrieb Gernot Fink:
Schlechte Idee. Dann kommt hinten nicht mehr viel raus.


Marcel

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 4:05:46 PM9/5/22
to
Ginge schon. Mit dem Darlington schalten, die Powerbank erkennt eine
Last, gibt daraufhin volle Spannung ab und mit der wird dann der FET
geschaltet. Muss man nur sicherstellen, dass beim Darlington nichts
ueberhitzt. Notfalls mit dem Darlington nur kurzzeitig eine kleine Last
zwecks Erkennung einschalten und Abfackeln. Elko oder so.

Helmut Schellong

unread,
Sep 5, 2022, 4:33:16 PM9/5/22
to
Ja, das schrieb ich sinngemäß schon als erster Poster vor etwa 8 Stunden..

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 5:46:44 PM9/5/22
to
On 9/5/22 1:33 PM, Helmut Schellong wrote:
> On 09/05/2022 22:05, Joerg wrote:
>> On 9/5/22 12:22 PM, Marcel Mueller wrote:
>>> Am 05.09.22 um 20:30 schrieb Gernot Fink:
>>>> In article <6315DA41...@yahoo.com>,
>>>>     Carla Schneider <carl...@yahoo.com> writes:
>>>>> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine
>>>>> Leerlaufspannung
>>>>> von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die Spannung auf 5V.
>>>>> Das Problem ist dass wenn man einen FET zum Einschalten der Last
>>>>> ueber eine Uhr verwendet,
>>>>> die 2.3V nicht ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten,
>>>>> d.h. das Ding kann man an dieser
>>>>
>>>> Verwende einfach einen Darlington. Den geringen Steuerstrom dafür
>>>> solltest du haben.
>>>
>>> Schlechte Idee. Dann kommt hinten nicht mehr viel raus.
>>>
>>
>> Ginge schon. Mit dem Darlington schalten, die Powerbank erkennt eine
>> Last, gibt daraufhin volle Spannung ab und mit der wird dann der FET
>> geschaltet. Muss man nur sicherstellen, dass beim Darlington nichts
>> ueberhitzt. Notfalls mit dem Darlington nur kurzzeitig eine kleine
>> Last zwecks Erkennung einschalten und Abfackeln. Elko oder so.
>>
>
> Ja, das schrieb ich sinngemäß schon als erster Poster vor etwa 8 Stunden..
>

Ich meinte das automagisch, ohne Taster. Die Uhr oder was immer Carla
dranhaengen hat, moechte Saft und zieht dann am Darlington. Kurz darauf
wird das Gate des FET heruntergezogen.

Rainer Knaepper

unread,
Sep 6, 2022, 4:50:32 AM9/6/22
to
r...@schellong.biz (Helmut Schellong) am 05.09.22 um 14:19:
> On 09/05/2022 13:15, Carla Schneider wrote:
>> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine
>> Leerlaufspannung von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die
>> Spannung auf 5V. Das Problem ist dass wenn man einen FET zum
>> Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet, die 2.3V nicht
>> ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding
>> kann man an dieser Powerbank nicht verwenden.
>> Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die
>> kann man dafuer natuerlich auch nicht verwenden.
>> Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen
>> zu muessen.
>>

> Durch einen Taster/Kontakt/Transistor kurz etwas Strom ziehen
> lassen.

Genau das mit dem manuellen Eingriff soll ja anscheinend vermieden
werden. Statt FET könnte womöglich ein bipolarer Transistor eingesetzt
werden. Blöderweise scheint der FET vorgegeben zu sein.

Rainer

--
"Immerhin sind im aktuellen Linux-Kernel etwas über 7000 GOTO's"
"19 sind von mir ;-)"
(H. Milz und G. Acher in de.sci.electronics)

Carla Schneider

unread,
Sep 6, 2022, 5:28:54 AM9/6/22
to
Rainer Knaepper wrote:
>
> r...@schellong.biz (Helmut Schellong) am 05.09.22 um 14:19:
> > On 09/05/2022 13:15, Carla Schneider wrote:
> >> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine
> >> Leerlaufspannung von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die
> >> Spannung auf 5V. Das Problem ist dass wenn man einen FET zum
> >> Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet, die 2.3V nicht
> >> ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding
> >> kann man an dieser Powerbank nicht verwenden.
> >> Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die
> >> kann man dafuer natuerlich auch nicht verwenden.
> >> Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen
> >> zu muessen.
> >>
>
> > Durch einen Taster/Kontakt/Transistor kurz etwas Strom ziehen
> > lassen.
>
> Genau das mit dem manuellen Eingriff soll ja anscheinend vermieden
> werden. Statt FET könnte womöglich ein bipolarer Transistor eingesetzt
> werden. Blöderweise scheint der FET vorgegeben zu sein.

Es ist nicht klar mit wieviel Strom der Open-Drain Ausgang der Uhr
belastet werden darf, im Datenblatt steht als Beispiel 3mA, bei der die Spannung
unter 0.4V bleibt.
Ein Bipolar-Transistor braucht einen Basisstrom der deutlich hoeher liegt,
das koennte funktionieren, muss aber nicht. Ich habe es ohne Uhr ausprobiert,
da liegt die Saettigungsspannung des Bipolartransistors bei 10mA Basisstrom
und 250mA Kollektrostrom bei 130mV, der FET schafft 30mV ganz ohne Basisstrom.

Helmut Schellong

unread,
Sep 6, 2022, 7:11:28 AM9/6/22
to
|Durch einen Taster/Kontakt/Transistor kurz etwas Strom ziehen lassen.

Ja, ich meinte das automatisch oder manuell, je nach Vorliegendem.
Halt etwas Strom ziehen lassen, bis die Powerbank sich eingeschaltet hat und 5V bringt.
Danach kann dieser Mechanismus des einschaltenden Stromziehens seinen Impuls beenden.

Helmut Schellong

unread,
Sep 6, 2022, 7:16:35 AM9/6/22
to
On 09/06/2022 09:32, Rainer Knaepper wrote:
> r...@schellong.biz (Helmut Schellong) am 05.09.22 um 14:19:
>> On 09/05/2022 13:15, Carla Schneider wrote:
>>> Ich habe hier eine Powerbank (Intenso) die hat im Ruhezustand eine
>>> Leerlaufspannung von 2.3V. Erst wenn Strom fliesst steigt die
>>> Spannung auf 5V. Das Problem ist dass wenn man einen FET zum
>>> Einschalten der Last ueber eine Uhr verwendet, die 2.3V nicht
>>> ausreichen um den FET weit genug durchzuschalten, d.h. das Ding
>>> kann man an dieser Powerbank nicht verwenden.
>>> Andere Powerbaenke haben einen Schalter den man druecken muss, die
>>> kann man dafuer natuerlich auch nicht verwenden.
>>> Wie kann man eine passende Powerbank finden ohne sie vorher kaufen
>>> zu muessen.
>>>
>
>> Durch einen Taster/Kontakt/Transistor kurz etwas Strom ziehen
>> lassen.
>
> Genau das mit dem manuellen Eingriff soll ja anscheinend vermieden

Nur die erstgenannte Alternative ist zwingend manuell.

> werden. Statt FET könnte womöglich ein bipolarer Transistor eingesetzt
> werden. Blöderweise scheint der FET vorgegeben zu sein.
>
>

Oben mit "Transistor" meinte ich irgendeinen geeigneten Transistor.
Warum sollte ich da etwas näher angeben, als erster Antwortender?

Helmut Schellong

unread,
Sep 6, 2022, 7:26:48 AM9/6/22
to
So ist das doch wohl von niemandem gemeint, sondern der "Transistor" soll
nur kurz etwas Strom nach Masse ziehen, wie ein Shunt, damit die Powerbank sich einschaltet.
Oben steht doch konkret "kurz etwas Strom".
Ein Power-Schalter (bipolar) mit Sättigung ist nicht gemeint.

Vielleicht ist eine Lösung mit (zusätzlichem) JFET möglich.
Die leiten mit 0V und sperren manchmal schon bei 1V.

Carla Schneider

unread,
Sep 6, 2022, 9:23:18 AM9/6/22
to
Der wird dann kurzzeitig ueber einen Kondensator und Widerstand geschaltet,
das sind zusaetzliche Bauteile die man gern vermeiden moechte.

Gernot Fink

unread,
Sep 6, 2022, 12:08:04 PM9/6/22
to
In article <jnn34o...@mid.individual.net>,
Genau so wars gedacht. Einen Widerstand(eventuell NTC) mit dem Darlingtoin
einschalten. Sobald 5V anliegen sollte deine Last genug Strom ziehen und
den Darlington abschaltet.

Gernot



Helmut Schellong

unread,
Sep 6, 2022, 12:51:05 PM9/6/22
to
Aktuell funktioniert es ja gar nicht.
Es kann nicht erwartet werden, daß mehrere Aufgaben mit
einem einzigen Bauelement lösbar sind.

Ein ganz normaler Bipolar-Transistor hat eine Stromverstärkung
typisch von mehr als 500. Ic bis 100mA.
Beispielsweise Ic=50mA braucht dann 100µA Basisstrom.
Das ist bereits komfortabel hinsichtlich C und R.

Mit LinCMOS TLC251, TLC271, ..., hat man noch mehr Möglichkeiten.

Es gibt P-Kanal-Lateral-MOSFET mit Ugs: 0,5V==OFF und 2V==1,2A; 5V==8A
Ich würde unter den MOSFET noch weiter suchen.

Helmut Schellong

unread,
Sep 6, 2022, 1:17:43 PM9/6/22
to
Das wird nicht funktionieren, weil: wie wird der Darlington abgeschaltet?

Einschalter ist ein OpenDrain-Ausgang mit 3mA maximalem Strom nach Masse.

Ein normaler PNP ist über 50R mit dem Emitter an 2,3V.
Die Basis wird über C und R kurzzeitig nach Masse gezogen.
Parallel zu C und B E sollten ~470k sein.

Wolfgang Martens

unread,
Sep 6, 2022, 1:37:28 PM9/6/22
to
Am Mo.,05.9.2022 um 18:05 schrieb Wolfgang Martens>> Powerbank
Ruhezustand Leerlaufspannung 2.3V ...Einschalten
>
> Damit muss man mindestens einen kurzen Strompuls erzeugen, der die
> Spannung runterzieht und die Powerbank einschaltet. Bei dem
> verwendeten FET könnten dafür schon >10kR vom Gate nach Masse
> reichen, da danach ja was von 250mA Last stand.

Hat denn jetzt mein 10kR (oder höher) Vorschlag funktioniert?
Wenn nein, wie ändert sich die 2,3V Leerlaufspannung mit 10k Last?


Gernot Fink

unread,
Sep 6, 2022, 3:08:05 PM9/6/22
to
In article <tf7vbl$tnc2$1...@solani.org>,
Helmut Schellong <r...@schellong.biz> writes:
>
> Das wird nicht funktionieren, weil: wie wird der Darlington abgeschaltet?=
> Einschalter ist ein OpenDrain-Ausgang mit 3mA maximalem Strom nach Masse.=


Ein Darlington kann eine Stromverstärkung von 30000 haben. 0.3 mA Steuerstrom
schaltet da verlässlich durch. Ein selbstleitender J-FET könnte den
Steuerstrom abschalten.

Natürlich wäre es eleganter wenn man die Nutzlast mit dem Darlington
Einschalten würde um dann bei 5V den Darlington mit einem FET zu
überbrücken. Voraussetztung damit das Funktioniert ist dass die
Nutzlast bei den genannten 2.4V den nötigen Strom zieht.

Gernot


>
>
> Ein normaler PNP ist =FCber 50R mit dem Emitter an 2,3V.
> Die Basis wird =FCber C und R kurzzeitig nach Masse gezogen.
> Parallel zu C und B E sollten ~470k sein.
>
>
> --=20
> Mit freundlichen Gr=FC=DFen
> Helmut Schellong v...@schellong.biz
> http://www.schellong.de/c.htm http://www.schellong.de/c2x.htm http://ww=
> w.schellong.de/c_padding_bits.htm
> http://www.schellong.de/htm/bishmnk.htm http://www.schellong.de/htm/rpar=
> =2Ebish.html http://www.schellong.de/htm/sieger.bish.html
> http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm http://www.schellong.de/htm/a=
> udio_unsinn.htm http://www.schellong.de/htm/tuner.htm
> http://www.schellong.de/htm/string.htm http://www.schellong.de/htm/strin=
> g.c.html http://www.schellong.de/htm/deutsche_bahn.htm
> http://www.schellong.de/htm/schaltungen.htm http://www.schellong.de/htm/=
> math87.htm http://www.schellong.de/htm/dragon.c.html
>

Carla Schneider

unread,
Sep 6, 2022, 7:19:01 PM9/6/22
to
Wolfgang Martens wrote:
>
> Am Mo.,05.9.2022 um 18:05 schrieb Wolfgang Martens>> Powerbank
> Ruhezustand Leerlaufspannung 2.3V ...Einschalten
> >
> > Damit muss man mindestens einen kurzen Strompuls erzeugen, der die
> > Spannung runterzieht und die Powerbank einschaltet. Bei dem
> > verwendeten FET könnten dafür schon >10kR vom Gate nach Masse
> > reichen, da danach ja was von 250mA Last stand.
>
> Hat denn jetzt mein 10kR (oder höher) Vorschlag funktioniert?

Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem
30k Widerstand eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach etwa einer halben
Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an bleiben.

> Wenn nein, wie ändert sich die 2,3V Leerlaufspannung mit 10k Last?

Wenn sie abgeschaltet hat mit 30k Widerstand, sind es auch wieder 2.2V Leerlaufspannung
Wenn man dann einen 1000 mikrofarad Elko zusaetzlich anschliesst sinkt die Spannung auf
Null und steigt dann ziemlich langsam auf 2V an, die Powerbank ist also auch durch hoeheren
Strom nicht mehr einschaltbar.
Stecker herausziehen und wieder einstecken bewirkt dann das erneute Einschalten. d.h. den Anstieg
der Spannung auf 5V und das aufleuchten der Leuchtdiode in der Powerbank.

Hans-Peter Diettrich

unread,
Sep 6, 2022, 10:27:34 PM9/6/22
to
On 9/7/22 1:27 AM, Carla Schneider wrote:

> Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem
> 30k Widerstand eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach etwa einer halben
> Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an bleiben.

Dann muß man eben einen genügend kleinen Widerstand zusätzlich zum
Verbraucher anschließen.

Was soll denn den Verbraucher einschalten?

DoDi

Helmut Schellong

unread,
Sep 7, 2022, 5:50:39 AM9/7/22
to
On 09/07/2022 04:07, Hans-Peter Diettrich wrote:
> On 9/7/22 1:27 AM, Carla Schneider wrote:
>
>> Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem
>> 30k Widerstand eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach  etwa einer halben
>> Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an bleiben.
>
> Dann muß man eben einen genügend kleinen Widerstand zusätzlich zum Verbraucher anschließen.

Der würde aber die Powerbank entladen.

> Was soll denn den Verbraucher einschalten?
>

Logisch müßte der Verbraucher dauerhaft eingeschaltet sein, denn er wird ja
durch den OpenDrain (Schaltuhr) und einen geeigneten MOSFET mit der Powerbank verbunden.

Es muß jedes Detail bekannt sein, andernfalls kann nicht richtig entwickelt werden.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong v...@schellong.biz
http://www.schellong.de/htm/bishmnk.htm http://www.schellong.de/htm/rpar.bish.html http://www.schellong.de/htm/sieger.bish.html
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm http://www.schellong.de/htm/tuner.htm
http://www.schellong.de/htm/string.htm http://www.schellong.de/htm/string.c.html http://www.schellong.de/htm/deutsche_bahn.htm
http://www.schellong.de/htm/schaltungen.htm http://www.schellong.de/htm/math87.htm http://www.schellong.de/htm/dragon.c.html

Helmut Schellong

unread,
Sep 7, 2022, 5:56:36 AM9/7/22
to
On 09/07/2022 01:27, Carla Schneider wrote:
> Wolfgang Martens wrote:
>>
>> Am Mo.,05.9.2022 um 18:05 schrieb Wolfgang Martens>> Powerbank
>> Ruhezustand Leerlaufspannung 2.3V ...Einschalten
>>>
>>> Damit muss man mindestens einen kurzen Strompuls erzeugen, der die
>>> Spannung runterzieht und die Powerbank einschaltet. Bei dem
>>> verwendeten FET könnten dafür schon >10kR vom Gate nach Masse
>>> reichen, da danach ja was von 250mA Last stand.
>>
>> Hat denn jetzt mein 10kR (oder höher) Vorschlag funktioniert?
>
> Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem
> 30k Widerstand eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach etwa einer halben
> Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an bleiben.
>

Die scheint eine differenzielle Erfassung zu haben, um
auf ein Anstöpseln sofort zu reagieren.

Der statische Mindeststrom liegt also deutlich höher.
Und dieser sollte mal festgestellt werden.

Wolfgang Martens

unread,
Sep 7, 2022, 6:53:15 AM9/7/22
to
Am Mi.,07.9.2022 um 11:56 schrieb Helmut Schellong:
>>> Powerbank Ruhezustand Leerlaufspannung 2.3V ...Einschalten
>>>>
>>>> Damit muss man mindestens einen kurzen Strompuls erzeugen,
>>>> der die Spannung runterzieht und die Powerbank einschaltet.
>>>> Bei dem verwendeten FET könnten dafür schon >10kR vom Gate
>>>> nach Masse reichen, da danach ja was von 250mA Last stand.
>>>
>> Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem 30k Widerstand
>> eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach etwa einer halben
>> Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an
>> bleiben.
>>
> Die scheint eine differenzielle Erfassung zu haben, um auf ein
> Anstöpseln sofort zu reagieren.

Bei Schwellwertunterschreiten der hochohmig gespeisten Sensorspannung
wird 5V eingeschaltet, ohne ausreichend Laststrom wird nach dem
timeout wieder abgeschaltet.
Dann muss die Last soweit sinken bis die hochohmige Sensorspannung um
eine Hysterese wieder gestiegen ist, dann wird nach
Schwellwertunterschreitung erneut 5V eingeschaltet.




Helmut Schellong

unread,
Sep 7, 2022, 9:07:22 AM9/7/22
to
Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET™ DeepGATE™) z.B.
kann die Angelegenheit komplett erledigt sein.
(Ein GS-Wid. 47k sollte noch vorhanden sein.)

Wichtig bei der Suche ist die /Gate threshold voltage/.
Die sollte niedrig sein: z.B. 1V..2V, 1V..2,5V, ...
Üblich sind viel höhere Werte, weshalb es auch bisher nicht funktioniert.

Gernot Fink

unread,
Sep 7, 2022, 2:08:04 PM9/7/22
to
In article <6317D778...@yahoo.com>,
Carla Schneider <carl...@yahoo.com> writes:
>
> Erstaunlich: Die Powerbank kann bereits mit einem
> 30k Widerstand eingeschaltet werden, schaltet dann aber nach etwa einer halben
> Minute wieder ab, mit dem FET und 250mA wuerde sie natuerlich an bleiben.
>
Dann würde es doch reichen mit dem Open Drain der Uhr die 2.4V über einen
10K Widerstand nach Masse zu ziehen.
Mit den dann anliegenden 5V kannst du deine Last über einen beliebigen
FET einschalten. So wie su schreibst musst du die Last auch wider gesteuert
abtrennen.

Gernot

Marte Schwarz

unread,
Sep 7, 2022, 4:44:06 PM9/7/22
to
Hallo Helmut,

> Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET™ DeepGATE™) z.B.
> kann die Angelegenheit komplett erledigt sein.
> (Ein GS-Wid. 47k sollte noch vorhanden sein.)
>
> Wichtig bei der Suche ist die /Gate threshold voltage/.
> Die sollte niedrig sein: z.B. 1V..2V, 1V..2,5V, ...
> Üblich sind viel höhere Werte, weshalb es auch bisher nicht funktioniert.

Da in diesem Fall kaum Strom benötigt wird, tuts ein BS250 oder ein
sonstiger Allerweltstyp auch schon. Es geht ja nur darum, kurzzeitig ein
bisschen Strom anzufordern, um die Powerbank zum Stromliefern zu überreden.

Marte

Helmut Schellong

unread,
Sep 8, 2022, 4:34:07 AM9/8/22
to
Der OP hat aktuell einen P-ch MOSFET, der die Powerbank seriell an die Last schaltet.
Dieser FET braucht jedoch wohl Ugs≥4V dafür, hat aber nur 2,3V zur Verfügung.

Ich habe nun einen P-ch MOSFET ausgesucht, der mit 2,3V locker auskommt.

Dieses "Powerbank überreden" ist eine Idee von mir, den ungeeigneten MOSFET
trotzdem erfolgreich verwenden zu können - mit Zusatzschaltung.

Das Beste ist allerdings ein von vornherein geeigneter MOSFET + GS-Wid.
Der kann von dem OpenDrain direkt mit 2,3V eingeschaltet werden.
Unmittelbar danach steigen die 2,3V ja auf 5V.
https://www.reichelt.de/mosfet-p-ch-30v-12a-0-03r-to252-std26p3llh6-p254904.html - 1,1 €

PS:
Es gibt Leute, für die ist »1,1 €« eine falsche Angabe: es muß 1,10 € sein!
Die tippen die 0 oder ,00 auch in den Taschenrechner...

Carla Schneider

unread,
Sep 8, 2022, 7:23:15 PM9/8/22
to
Helmut Schellong wrote:
>
> On 09/07/2022 22:44, Marte Schwarz wrote:
> > Hallo Helmut,
> >
> >> Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET? DeepGATE?) z.B.
> >> kann die Angelegenheit komplett erledigt sein.
> >> (Ein GS-Wid. 47k sollte noch vorhanden sein.)
> >>
> >> Wichtig bei der Suche ist die /Gate threshold voltage/.
> >> Die sollte niedrig sein: z.B. 1V..2V, 1V..2,5V, ...
> >> Üblich sind viel höhere Werte, weshalb es auch bisher nicht funktioniert.
> >
> > Da in diesem Fall kaum Strom benötigt wird, tuts ein BS250 oder ein sonstiger
> Allerweltstyp auch schon. Es geht ja nur darum, kurzzeitig ein bisschen Strom anzufordern,
> um die Powerbank zum Stromliefern zu überreden.

> >
> >
>
> Der OP hat aktuell einen P-ch MOSFET, der die Powerbank seriell an die Last schaltet.
> Dieser FET braucht jedoch wohl Ugs?4V dafür, hat aber nur 2,3V zur Verfügung.
>
> Ich habe nun einen P-ch MOSFET ausgesucht, der mit 2,3V locker auskommt.
>
> Dieses "Powerbank überreden" ist eine Idee von mir, den ungeeigneten MOSFET
> trotzdem erfolgreich verwenden zu können - mit Zusatzschaltung.
>
> Das Beste ist allerdings ein von vornherein geeigneter MOSFET + GS-Wid.
> Der kann von dem OpenDrain direkt mit 2,3V eingeschaltet werden.
> Unmittelbar danach steigen die 2,3V ja auf 5V.
> https://www.reichelt.de/mosfet-p-ch-30v-12a-0-03r-to252-std26p3llh6-p254904.html - 1,1 ?

Noch besser geeignet waere:
https://www.reichelt.de/mosfet-p-kanal-30-v-12-a-rds-on-0-0085-ohm-so-8-ao-4407a-p166495.html
kostet auch weniger als halb soviel...

Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?

Leo Baumann

unread,
Sep 8, 2022, 7:41:28 PM9/8/22
to
Am 09.09.2022 um 01:32 schrieb Carla Schneider:
> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?

Ich habe SMD immer mit Weller Magnastat 50 W Lötstation Lötspitze Nr. 6
310°C gelötet.-

Wie kommst Du auf die 170°C?

Grüße

Marte Schwarz

unread,
Sep 9, 2022, 12:29:09 AM9/9/22
to
Hallo Carla,
>>>> Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET? DeepGATE?) z.B.
>>>> kann die Angelegenheit komplett erledigt sein.
>>>> (Ein GS-Wid. 47k sollte noch vorhanden sein.)
>>>>
>>>> Wichtig bei der Suche ist die /Gate threshold voltage/.
>>>> Die sollte niedrig sein: z.B. 1V..2V, 1V..2,5V, ...
>>>> Üblich sind viel höhere Werte, weshalb es auch bisher nicht funktioniert.
>>>
>>> Da in diesem Fall kaum Strom benötigt wird, tuts ein BS250 oder ein sonstiger
>> Allerweltstyp auch schon. Es geht ja nur darum, kurzzeitig ein bisschen Strom anzufordern,
>> um die Powerbank zum Stromliefern zu überreden.

Bei Reichelt ist der BS250 gerade nicht lieferbar, dann nimm den BSS84.
mit 8 ct ist der dabei.

>> Der OP hat aktuell einen P-ch MOSFET, der die Powerbank seriell an die Last schaltet.
>> Dieser FET braucht jedoch wohl Ugs?4V dafür, hat aber nur 2,3V zur Verfügung.

> Noch besser geeignet waere:
> https://www.reichelt.de/mosfet-p-kanal-30-v-12-a-rds-on-0-0085-ohm-so-8-ao-4407a-p166495.html
> kostet auch weniger als halb soviel...

Du willst doch keine 10 A schalten. Solange es darum geht, die Powerbank
dazu zu motivieren, einige mA zu liefern, brauchst Du kein Rdson im
Milliohmbereich.

> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?

Ich hab noch immer am liebsten Vaters alten Weller Magnastaten mit der
370°C 2 mm Spitze. Die SOT-23 lassen sich prima auf Lochraster bringen,
für die SO-8 muss man eben auf Lochraster Pads teilen oder als dead-bug
arbeiten.

Marte

Enrik Berkhan

unread,
Sep 9, 2022, 12:53:05 AM9/9/22
to
Carla Schneider <carl...@yahoo.com> wrote:
> Noch besser geeignet waere:
> https://www.reichelt.de/mosfet-p-kanal-30-v-12-a-rds-on-0-0085-ohm-so-8-ao-4407a-p166495.html
> kostet auch weniger als halb soviel...
>
> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?

Ganz normal, so wie immer. Darfst halt nicht minutenlang drauf
rumbraten.

Der bei Reichelt angegebene Temperaturbereich bezieht sich auf den
Betrieb.

Gruß,
Enrik

Wolfgang Martens

unread,
Sep 9, 2022, 6:31:48 AM9/9/22
to
Am Fr.,09.9.2022 um 01:32 schrieb Carla Schneider:
>>>> Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET? DeepGATE?) z.B. kann die
>>>> Angelegenheit komplett erledigt sein.

Ich verstehe nicht warum es ein spezieller p-Fet sein muss und nicht
ein beliebiger n-Mosfet mit 5V Gatespannung reicht, plus 30k als
Einschalthilfe vom Gate nach Masse.
Irgendwo stand was von Steuerung mittels Open Drain Timer (floatend?),
250mA Last und Powerbank mit 2,3V Leerlaufspannung.
Bitte mal einen Schaltplan zeichnen und posten, damit man Details sieht.

Helmut Schellong

unread,
Sep 9, 2022, 7:14:40 AM9/9/22
to
Der wäre tatsächlich viel schlechter bis gar nicht geeignet!
Mit Deiner Art, geeignete(?) Bauelemente auszusuchen, wirst Du wohl noch oft Schiffbruch erleiden.

Rds(on)=0,0085 gilt bei 20V Gate-Spannung. Wir haben aber nur 2,3V.
Der Gate-threshold liegt zwischen 1,7V und 3V; ich suchte aus: 1V bis 2,5V;
So etwas ist entscheidend!
In Figure 2 ist sichtbar, daß dieser MOSFET eher ungeeignet ist.

> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?
>

Ich habe einen MOSFET im DPAK-Gehäuse ausgesucht.
Das ist ebenso ein SMD-Gehäuse.

Ich löte so etwas ganz normal mit Lötkolben seit den 1980ern.
Steht im Datenblatt, daß das geht, und wie das geht.

Ich kann auch die massive Kollektor-Platte des DPAK ganz normal mit Lötkolben löten.
Es kommt auf das Timing an; die Wärmekapazität ermöglicht das.
SMD-Reflow-Löten geht mit bis zu 270°C, ohne Schaden.
Mit 170°C Tj hat das nichts zu tun.

Carla Schneider

unread,
Sep 9, 2022, 9:19:48 AM9/9/22
to
Vom IRF5305 hatte ich noch einen in der Schachtel, und habs mal ausprobiert ob es geht.
Tatsaechlich wollte ich nur den Spannungsabfall messen und habe daher das Gate ueber einen Widerstand
an den + Pol der Powerbank angeschlossen und mich dann gewundert dass da ueberhaupt nichts geht.
In der tatsaechlichen Schaltung haette ich einen Widerstand zwischen Source und Drain gelegt,
damit der FET auch abschaltet wenn wenn die Schaltuhr das Gate nicht mehr auf minus
zieht und wenn der nicht groesser als 30k ist schaltet der die Powerbank ein.
Ich werde das noch mit der Schaltuhr ausprobieren.
Das ist uebrigends eine DS3231 Platine aus China, wo man wenn man sie
zu diesem Zweck verwendet eine Verbindung durchtrennen muss die den Ausgang
ueber einen Widerstand mit der Speisespannung verbindet.







>
> Rds(on)=0,0085 gilt bei 20V Gate-Spannung. Wir haben aber nur 2,3V.

Dachte ich zuerst, stimmt aber nicht bei passend gewaehltem GS Widerstand
steigt die Spannung auf 5V die Frage ist natuerlich ob das auch bei anderen
Powerbanken funktioniert.

> Der Gate-threshold liegt zwischen 1,7V und 3V; ich suchte aus: 1V bis 2,5V;
> So etwas ist entscheidend!

Durchaus, kann ja sein dass ich die Schaltung auch an einem LiPo Akku verwenden will,
der hat dann nur 3.7V.
Da empfiehlt sich dann wohl der IRF7410, auch bei Reichelt zu haben allerdings kostet
der 1,40 Euro.
Gate Threshold zwischen 0.4 und 0.9V.

Oder fur 0.25 Euro den AO3401 mit etwas hoeherem Widerstand (60mOhm)
und noch winzigerem SMD Gehaeuse...








> In Figure 2 ist sichtbar, daß dieser MOSFET eher ungeeignet ist.

Die Powerbank wuerde er wohl nicht einschalten bei 2.3V, aber das ist
wie ich jetzt weiss auch gar nicht noetig, das macht ja der Widerstand schon.

>
> > Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> > gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?
> >
>
> Ich habe einen MOSFET im DPAK-Gehäuse ausgesucht.
> Das ist ebenso ein SMD-Gehäuse.

So ist es, da koennte ich also auch den billigeren nehmen.

>
> Ich löte so etwas ganz normal mit Lötkolben seit den 1980ern.
> Steht im Datenblatt, daß das geht, und wie das geht.
>
> Ich kann auch die massive Kollektor-Platte des DPAK ganz normal mit Lötkolben löten.
> Es kommt auf das Timing an; die Wärmekapazität ermöglicht das.
> SMD-Reflow-Löten geht mit bis zu 270°C, ohne Schaden.
> Mit 170°C Tj hat das nichts zu tun.

Ja ich frage mich wie diese Temperatur unter 170 bleiben kann wenn man die
Kollektor-Platte mit 270° loetet.
Wahrscheinlich haelt er es einfach kurzzeitig aus, trotz ueberschreitung der 170.
Der IRF7410 vertraegt sogar nur 150°C.

Helmut Schellong

unread,
Sep 9, 2022, 11:15:11 AM9/9/22
to
Zwischen S und D?
Nicht zwischen G und S?

> damit der FET auch abschaltet wenn wenn die Schaltuhr das Gate nicht mehr auf minus
> zieht und wenn der nicht groesser als 30k ist schaltet der die Powerbank ein.
> Ich werde das noch mit der Schaltuhr ausprobieren.

Ja, normalerweise würde 100k an GS reichen, damit nicht ein Leckstrom den FET einschaltet.
Aber man kann auch 10k nehmen, um die Powerbank bereits allein darüber einzuschalten.

>> Rds(on)=0,0085 gilt bei 20V Gate-Spannung. Wir haben aber nur 2,3V.
>
> Dachte ich zuerst, stimmt aber nicht bei passend gewaehltem GS Widerstand
> steigt die Spannung auf 5V die Frage ist natuerlich ob das auch bei anderen
> Powerbanken funktioniert.

Genau das ist ein wichtiger Punkt.

>> Der Gate-threshold liegt zwischen 1,7V und 3V; ich suchte aus: 1V bis 2,5V;
>> So etwas ist entscheidend!
>
> Durchaus, kann ja sein dass ich die Schaltung auch an einem LiPo Akku verwenden will,
> der hat dann nur 3.7V.
> Da empfiehlt sich dann wohl der IRF7410, auch bei Reichelt zu haben allerdings kostet
> der 1,40 Euro.
> Gate Threshold zwischen 0.4 und 0.9V.

Der ist super!
SO-8 ist auch technisch günstig.
Durch die 8 Pins wird recht viel Wärme abgeführt.

> Oder fur 0.25 Euro den AO3401 mit etwas hoeherem Widerstand (60mOhm)
> und noch winzigerem SMD Gehaeuse...

Den würde ich nicht wählen.
Ich würde 10 Stk. IRF7410 bestellen.
Die technischen Eigenschaften haben bei mir Vorrang.
Ich würde unter das SO-8 pauschal WLP applizieren.

>> In Figure 2 ist sichtbar, daß dieser MOSFET eher ungeeignet ist.
>
> Die Powerbank wuerde er wohl nicht einschalten bei 2.3V, aber das ist
> wie ich jetzt weiss auch gar nicht noetig, das macht ja der Widerstand schon.

Schon, bei genau dieser Powerbank, aber portabel ist das nicht.

>>
>>> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
>>> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?
>>>
>>
>> Ich habe einen MOSFET im DPAK-Gehäuse ausgesucht.
>> Das ist ebenso ein SMD-Gehäuse.
>
> So ist es, da koennte ich also auch den billigeren nehmen.

Für mich spielen die technischen Eigenschaften die Hauptrolle.
Mit dem IRF7410 kann eine universelle Schaltung gebaut werden.
In Fig.1 ist sichtbar, daß bereits bei 1V Gate-Spannung und nur
0,1V zwischen S und D mehr als 1A fließen können.

Man braucht da nur <1mA nach Masse, um im Kontext alle Lasten voll einzuschalten.
Den GS-Wid. braucht man nicht dafür, sondern der soll nur Leckströme außer Wirkung setzen.

>>
>> Ich löte so etwas ganz normal mit Lötkolben seit den 1980ern.
>> Steht im Datenblatt, daß das geht, und wie das geht.
>>
>> Ich kann auch die massive Kollektor-Platte des DPAK ganz normal mit Lötkolben löten.
>> Es kommt auf das Timing an; die Wärmekapazität ermöglicht das.
>> SMD-Reflow-Löten geht mit bis zu 270°C, ohne Schaden.
>> Mit 170°C Tj hat das nichts zu tun.
>
> Ja ich frage mich wie diese Temperatur unter 170 bleiben kann wenn man die
> Kollektor-Platte mit 270° loetet.
> Wahrscheinlich haelt er es einfach kurzzeitig aus, trotz ueberschreitung der 170.
> Der IRF7410 vertraegt sogar nur 150°C.
>

Das ist üblich; es gibt wenige Vorstöße auf 170°C (bei Plastik).
Aber das sind Junction-Temperaturen im Betrieb.

Ich brauche eine 3V-Kohle-Batterie zur Ohm-Messung bei meinem Analog-Multimeter.
Die werden offenbar nicht mehr hergestellt.
So habe ich mir Lithium-Knopfzellen 2450 3V gekauft, die ich verlöten muß.
Das muß sehr vorsichtig und kurzzeitig erfolgen - eine Sache für Profis.
Ich werde mit einem gummiartigen Polierklotz kleine Stellen polieren.
Besten Löthonig applizieren.
Dann vielleicht 0,7s lang eine Stelle (verbleit) verzinnen und abkühlen lassen.
Einen Draht verzinnen.
Diesen mit der Lötspitze kurz auf die verzinnte Stelle drücken, bis das verschmolzen ist.

Carla Schneider

unread,
Sep 12, 2022, 2:48:11 AM9/12/22
to
Zwischen G und S natuerlich.

>
> > damit der FET auch abschaltet wenn wenn die Schaltuhr das Gate nicht mehr auf minus
> > zieht und wenn der nicht groesser als 30k ist schaltet der die Powerbank ein.
> > Ich werde das noch mit der Schaltuhr ausprobieren.
>
> Ja, normalerweise würde 100k an GS reichen, damit nicht ein Leckstrom den FET einschaltet.

Es geht auch ums Abschalten, die Ladung auf dem Gate muss abfliessen, und nicht zu langsam.
Die Kapazitaet ist recht hoch, bei dem IRF7410 sind es 9nF.

> Aber man kann auch 10k nehmen, um die Powerbank bereits allein darüber einzuschalten.

>
> >> Rds(on)=0,0085 gilt bei 20V Gate-Spannung. Wir haben aber nur 2,3V.
> >
> > Dachte ich zuerst, stimmt aber nicht bei passend gewaehltem GS Widerstand
> > steigt die Spannung auf 5V die Frage ist natuerlich ob das auch bei anderen
> > Powerbanken funktioniert.
>
> Genau das ist ein wichtiger Punkt.
>
> >> Der Gate-threshold liegt zwischen 1,7V und 3V; ich suchte aus: 1V bis 2,5V;
> >> So etwas ist entscheidend!
> >
> > Durchaus, kann ja sein dass ich die Schaltung auch an einem LiPo Akku verwenden will,
> > der hat dann nur 3.7V.
> > Da empfiehlt sich dann wohl der IRF7410, auch bei Reichelt zu haben allerdings kostet
> > der 1,40 Euro.
> > Gate Threshold zwischen 0.4 und 0.9V.
>
> Der ist super!
> SO-8 ist auch technisch günstig.
> Durch die 8 Pins wird recht viel Wärme abgeführt.
>
> > Oder fur 0.25 Euro den AO3401 mit etwas hoeherem Widerstand (60mOhm)
> > und noch winzigerem SMD Gehaeuse...
>
> Den würde ich nicht wählen.
> Ich würde 10 Stk. IRF7410 bestellen.
> Die technischen Eigenschaften haben bei mir Vorrang.
> Ich würde unter das SO-8 pauschal WLP applizieren.

Waerme sollte da ueberhaupt kein Thema sein, die Verlustleistung
ist minimal.
Von da und vom Strom her ist er viel groesser als man eigentlich
fuer die Anwendung braucht.

>
> >> In Figure 2 ist sichtbar, daß dieser MOSFET eher ungeeignet ist.
> >
> > Die Powerbank wuerde er wohl nicht einschalten bei 2.3V, aber das ist
> > wie ich jetzt weiss auch gar nicht noetig, das macht ja der Widerstand schon.
>
> Schon, bei genau dieser Powerbank, aber portabel ist das nicht.
>
> >>
> >>> Problem: Das ist ein SMD-Bauteil. Loetzinn das unter 170°C schmilzt gibts bei Reichelt
> >>> gar nicht, wie loetet man sowas ohne das Bauteil zu zerstoeren ?
> >>>
> >>
> >> Ich habe einen MOSFET im DPAK-Gehäuse ausgesucht.
> >> Das ist ebenso ein SMD-Gehäuse.
> >
> > So ist es, da koennte ich also auch den billigeren nehmen.
>
> Für mich spielen die technischen Eigenschaften die Hauptrolle.
> Mit dem IRF7410 kann eine universelle Schaltung gebaut werden.
> In Fig.1 ist sichtbar, daß bereits bei 1V Gate-Spannung und nur
> 0,1V zwischen S und D mehr als 1A fließen können.

Stimmt, aber wir haben ja eine hoehere Spannung, die zur Verfuegung steht,
der AO3401A braucht dafuer 2V kostet aber nur 0,25 Euro also weniger als 1/5.
Das Problem ist nur dass das ein ziemlich kleines SMD Bauteil ist.


>
> Man braucht da nur <1mA nach Masse, um im Kontext alle Lasten voll einzuschalten.
> Den GS-Wid. braucht man nicht dafür, sondern der soll nur Leckströme außer Wirkung setzen.

Er soll vor allem den FET schnell genug ausschalten indem er den Gate Kondensator entlaed.


>
> >>
> >> Ich löte so etwas ganz normal mit Lötkolben seit den 1980ern.
> >> Steht im Datenblatt, daß das geht, und wie das geht.
> >>
> >> Ich kann auch die massive Kollektor-Platte des DPAK ganz normal mit Lötkolben löten.
> >> Es kommt auf das Timing an; die Wärmekapazität ermöglicht das.
> >> SMD-Reflow-Löten geht mit bis zu 270°C, ohne Schaden.
> >> Mit 170°C Tj hat das nichts zu tun.
> >
> > Ja ich frage mich wie diese Temperatur unter 170 bleiben kann wenn man die
> > Kollektor-Platte mit 270° loetet.
> > Wahrscheinlich haelt er es einfach kurzzeitig aus, trotz ueberschreitung der 170.
> > Der IRF7410 vertraegt sogar nur 150°C.
> >
>
> Das ist üblich; es gibt wenige Vorstöße auf 170°C (bei Plastik).
> Aber das sind Junction-Temperaturen im Betrieb.
>
> Ich brauche eine 3V-Kohle-Batterie zur Ohm-Messung bei meinem Analog-Multimeter.
> Die werden offenbar nicht mehr hergestellt.
> So habe ich mir Lithium-Knopfzellen 2450 3V gekauft, die ich verlöten muß.
> Das muß sehr vorsichtig und kurzzeitig erfolgen - eine Sache für Profis.

Da gehts darum einen kleinen Teil des Knopfzellengehaeuses fuer kurze Zeit ueber die
Schmelztemperatur des Loetzinns zu bringen, man braucht dafuer vor allem
eine hohe Leistung, bzw. Waermekapazitaet der Loetspitze.
Innen kann sich dann auch kurz eine Dampfblase aus dem Elektrolyten bilden.
Ich habe mal Mignon-Zellen an Draehte geloetet, da hat man es ein bischen Zischen
gehoert, war aber unproblematisch.


Bei einem kleinen SMD Gehaeuse kann man aber kaum vermeiden dass sich
das ganze Bauteil auf die Loetzinntemperatur erhitzt. Wenn man mit so einem Ding
loetet ist es sogar unvermeidlich:
https://www.reichelt.de/heissluft-loetstation-zd-939l-1-kanal-320-w-station-zd-939l-p161632.html

Man koennte natuerlich Niedertemperatur-Loetzinn nehmen
z.B. In52Sn48 (118°C) oder Bi57-In26-17Sn (79°C) , das gibts aber nicht bei Reichelt
oder Aliexpress.

Indium ist zwar relativ teuer (500 Euro/kg) aber man braucht ja keine grossen Mengen.

Helmut Schellong

unread,
Sep 12, 2022, 8:31:50 AM9/12/22
to
Umso besser.
Die Verlustleistung ist so gering eben wegen der großzügigen Dimensionierung.
Ich will für mich eine universelle Schaltung + universelle Dimensionierung.

>>> So ist es, da koennte ich also auch den billigeren nehmen.
>>
>> Für mich spielen die technischen Eigenschaften die Hauptrolle.
>> Mit dem IRF7410 kann eine universelle Schaltung gebaut werden.
>> In Fig.1 ist sichtbar, daß bereits bei 1V Gate-Spannung und nur
>> 0,1V zwischen S und D mehr als 1A fließen können.
>
> Stimmt, aber wir haben ja eine hoehere Spannung, die zur Verfuegung steht,
> der AO3401A braucht dafuer 2V kostet aber nur 0,25 Euro also weniger als 1/5.
> Das Problem ist nur dass das ein ziemlich kleines SMD Bauteil ist.

Eben.

>> Man braucht da nur <1mA nach Masse, um im Kontext alle Lasten voll einzuschalten.
>> Den GS-Wid. braucht man nicht dafür, sondern der soll nur Leckströme außer Wirkung setzen.
>
> Er soll vor allem den FET schnell genug ausschalten indem er den Gate Kondensator entlaed.

Ja, auch, Zeitkonstante (~63%) ist 1ms mit 100k.

>>
>>>>
>>>> Ich löte so etwas ganz normal mit Lötkolben seit den 1980ern.
>>>> Steht im Datenblatt, daß das geht, und wie das geht.
>>>>
>>>> Ich kann auch die massive Kollektor-Platte des DPAK ganz normal mit Lötkolben löten.
>>>> Es kommt auf das Timing an; die Wärmekapazität ermöglicht das.
>>>> SMD-Reflow-Löten geht mit bis zu 270°C, ohne Schaden.
>>>> Mit 170°C Tj hat das nichts zu tun.
>>>
>>> Ja ich frage mich wie diese Temperatur unter 170 bleiben kann wenn man die
>>> Kollektor-Platte mit 270° loetet.
>>> Wahrscheinlich haelt er es einfach kurzzeitig aus, trotz ueberschreitung der 170.
>>> Der IRF7410 vertraegt sogar nur 150°C.
>>>
>>
>> Das ist üblich; es gibt wenige Vorstöße auf 170°C (bei Plastik).
>> Aber das sind Junction-Temperaturen im Betrieb.
>>
>> Ich brauche eine 3V-Kohle-Batterie zur Ohm-Messung bei meinem Analog-Multimeter.
>> Die werden offenbar nicht mehr hergestellt.
>> So habe ich mir Lithium-Knopfzellen 2450 3V gekauft, die ich verlöten muß.
>> Das muß sehr vorsichtig und kurzzeitig erfolgen - eine Sache für Profis.
>
> Da gehts darum einen kleinen Teil des Knopfzellengehaeuses fuer kurze Zeit ueber die
> Schmelztemperatur des Loetzinns zu bringen, man braucht dafuer vor allem
> eine hohe Leistung, bzw. Waermekapazitaet der Loetspitze.
> Innen kann sich dann auch kurz eine Dampfblase aus dem Elektrolyten bilden.
> Ich habe mal Mignon-Zellen an Draehte geloetet, da hat man es ein bischen Zischen
> gehoert, war aber unproblematisch.

https://www.reichelt.de/loetspitze-0842ud-0-4-mm-bleistiftfoermig-gerade-spitze-842ud-p112684.html
https://www.reichelt.de/loetspitze-0842ed-3-2-mm-meisselfoermig-gerade-0842ed-sb-p323938.html?&trstct=pol_47&nbc=1
https://www.reichelt.de/loetspitze-0832vdlf-5-0-mm-meisselfoermig-gerade-spitze-832vdlf-p19364.html?&trstct=pol_27&nbc=1

Die habe ich als Schwerpunkttypen.
Meißel 3,2 dürfte richtig sein für die Knopfzellen.
Ich beginne ja mit etwa 370°C an der Spitze, die ja beim Berühren schlagartig sinkt.
Mit der UD-Spitze habe ich schon einen uC mit 0,6mm Pinabstand eingelötet. Lötdraht 0,5mm.
Wenn ich mehr so arbeiten wollte, müßte ich mir aber Heißluft beschaffen.

> https://www.reichelt.de/heissluft-loetstation-zd-939l-1-kanal-320-w-station-zd-939l-p161632.html

>> Ich werde mit einem gummiartigen Polierklotz kleine Stellen polieren.
>> Besten Löthonig applizieren.
>> Dann vielleicht 0,7s lang eine Stelle (verbleit) verzinnen und abkühlen lassen.
>> Einen Draht verzinnen.
>> Diesen mit der Lötspitze kurz auf die verzinnte Stelle drücken, bis das verschmolzen ist.
>>

Ich habe auch schon überlegt, eine Fassung für die Knopfzelle zu bauen.
Zwei Streifen Cu-kaschiertes FR4 ca. 8mm x 22mm.
Unten Schraube durch, mit Mutter Abstand herstellen, Cu dort wegschleifen.
Auf das Cu Silberdraht (0,6..0,8) V-förmig auflöten und polieren mit Polierklotz.

Michael Schwingen

unread,
Sep 12, 2022, 2:32:44 PM9/12/22
to
On 2022-09-12, Carla Schneider <carl...@yahoo.com> wrote:
>
> Bei einem kleinen SMD Gehaeuse kann man aber kaum vermeiden dass sich
> das ganze Bauteil auf die Loetzinntemperatur erhitzt. Wenn man mit so einem Ding
> loetet ist es sogar unvermeidlich:
> https://www.reichelt.de/heissluft-loetstation-zd-939l-1-kanal-320-w-station-zd-939l-p161632.html
>
> Man koennte natuerlich Niedertemperatur-Loetzinn nehmen
> z.B. In52Sn48 (118°C) oder Bi57-In26-17Sn (79°C) , das gibts aber nicht bei Reichelt
> oder Aliexpress.

Wozu?

Die SMD-Bauteile sind für Reflow-Löten ausgelegt, die dürfen (kurz) so heiss
werden.

https://www.nxp.com/docs/en/supporting-information/Reflow_Soldering_Profile.pdf

meint 20s-40s bei 260°C, plus Aufheiz/Abkühlrampen. In der Zeit hast Du das
locker von Hand gelötet - wobei Handlötung natürlich mehr thermische
Spannungen produziert als gleichmäßiges Erhitzen im Reflow-Ofen, in der
Praxis geht es aber.

cu
Michael

Carla Schneider

unread,
Sep 13, 2022, 6:33:31 AM9/13/22
to
Michael Schwingen wrote:
>
> On 2022-09-12, Carla Schneider <carl...@yahoo.com> wrote:
> >
> > Bei einem kleinen SMD Gehaeuse kann man aber kaum vermeiden dass sich
> > das ganze Bauteil auf die Loetzinntemperatur erhitzt. Wenn man mit so einem Ding
> > loetet ist es sogar unvermeidlich:
> > https://www.reichelt.de/heissluft-loetstation-zd-939l-1-kanal-320-w-station-zd-939l-p161632.html
> >
> > Man koennte natuerlich Niedertemperatur-Loetzinn nehmen
> > z.B. In52Sn48 (118°C) oder Bi57-In26-17Sn (79°C) , das gibts aber nicht bei Reichelt
> > oder Aliexpress.
>
> Wozu?
>
> Die SMD-Bauteile sind für Reflow-Löten ausgelegt, die dürfen (kurz) so heiss
> werden.
>
> https://www.nxp.com/docs/en/supporting-information/Reflow_Soldering_Profile.pdf

Auch beim Reflow Loeten kann man niedriger schmelzendes Loetzinn einsetzen.


>
> meint 20s-40s bei 260°C, plus Aufheiz/Abkühlrampen. In der Zeit hast Du das
> locker von Hand gelötet - wobei Handlötung natürlich mehr thermische
> Spannungen produziert als gleichmäßiges Erhitzen im Reflow-Ofen, in der
> Praxis geht es aber.

Es gibt allerdings auch sowas:
https://www.digikey.de/en/products/detail/chip-quik-inc/SMDIN52SN48/8681827

Da ist vielleicht die Selbstherstellung billiger...

Michael Schwingen

unread,
Sep 13, 2022, 1:40:56 PM9/13/22
to
On 2022-09-13, Carla Schneider <carl...@yahoo.com> wrote:
> Auch beim Reflow Loeten kann man niedriger schmelzendes Loetzinn einsetzen.

Klar kann man.

Aber: wenn Du nicht gerade exotische Bauteile hast, die den normalen
Reflow-Prozeß nicht verkraften - wozu?

cu
Michael

Helmut Schellong

unread,
Sep 22, 2022, 1:52:31 PM9/22/22
to
On 09/12/2022 14:32, Helmut Schellong wrote:
> On 09/12/2022 08:57, Carla Schneider wrote:
>> Helmut Schellong wrote:
>>>
>>> On 09/09/2022 15:28, Carla Schneider wrote:
>>>> Helmut Schellong wrote:
>>>>>
>>>>> On 09/09/2022 01:32, Carla Schneider wrote:
>>>>>> Helmut Schellong wrote:
>>>>>>>
>>>>>>> On 09/07/2022 22:44, Marte Schwarz wrote:
>>>>>>>> Hallo Helmut,
>>>>>>>>
>>>>>>>>> Mit dem P-ch STD26P3LLH6 (STripFET? DeepGATE?) z.B.
>>>>>>>>> kann die Angelegenheit komplett erledigt sein.
>>>>>>>>> (Ein GS-Wid. 47k sollte noch vorhanden sein.)
>>>>>>>>>
>>>>>>>>> Wichtig bei der Suche ist die /Gate threshold voltage/.
>>>>>>>>> Die sollte niedrig sein: z.B. 1V..2V, 1V..2,5V, ...
>>>>>>>>> Üblich sind viel höhere Werte, weshalb es auch bisher nicht funktioniert.
[...]
> Die habe ich als Schwerpunkttypen.
> Meißel 3,2 dürfte richtig sein für die Knopfzellen.
> Ich beginne ja mit etwa 370°C an der Spitze, die ja beim Berühren schlagartig sinkt.
> Mit der UD-Spitze habe ich schon einen uC mit 0,6mm Pinabstand eingelötet. Lötdraht 0,5mm.
> Wenn ich mehr so arbeiten wollte, müßte ich mir aber Heißluft beschaffen.
>
>> https://www.reichelt.de/heissluft-loetstation-zd-939l-1-kanal-320-w-station-zd-939l-p161632.html
>
>>> Ich werde mit einem gummiartigen Polierklotz kleine Stellen polieren.
>>> Besten Löthonig applizieren.
>>> Dann vielleicht 0,7s lang eine Stelle (verbleit) verzinnen und abkühlen lassen.
>>> Einen Draht verzinnen.
>>> Diesen mit der Lötspitze kurz auf die verzinnte Stelle drücken, bis das verschmolzen ist.
>>>
>
> Ich habe auch schon überlegt, eine Fassung für die Knopfzelle zu bauen.
> Zwei Streifen Cu-kaschiertes FR4 ca. 8mm x 22mm.
> Unten Schraube durch, mit Mutter Abstand herstellen, Cu dort wegschleifen.
> Auf das Cu Silberdraht (0,6..0,8) V-förmig auflöten und polieren mit Polierklotz.
>

Ich habe jetzt eine ganz andere Fassung für die Knopfzelle gebogen.
Massiver Cu-Draht 1,5qmm.
Gestaltet wie ein nackter Bettrahmen für den Pluspol. ( ) mit Strich oben und unten.
Dahinein wird die Zelle gelegt, 45 Grad schräg im AMM-Gehäuse.
Der Minusdraht drückt auf die Zelle, am Minuspol.
Die Drähte habe ich an die Federbleche für die normale Batterie 3V (intern 2x1,5V) gelötet.

Carla Schneider

unread,
Sep 24, 2022, 8:20:50 AM9/24/22
to
Fassungen fuer Knopfzellen gab es frueher fertig zu kaufen, gibts die nicht mehr
oder sind die alle zu gross ?

Helmut Schellong

unread,
Sep 24, 2022, 11:15:37 AM9/24/22
to
On 09/24/2022 14:29, Carla Schneider wrote:
> Helmut Schellong wrote:
>>
>> On 09/12/2022 14:32, Helmut Schellong wrote:
>>> On 09/12/2022 08:57, Carla Schneider wrote:
>>>> Helmut Schellong wrote:
[...]
>>> Ich habe auch schon überlegt, eine Fassung für die Knopfzelle zu bauen.
>>> Zwei Streifen Cu-kaschiertes FR4 ca. 8mm x 22mm.
>>> Unten Schraube durch, mit Mutter Abstand herstellen, Cu dort wegschleifen.
>>> Auf das Cu Silberdraht (0,6..0,8) V-förmig auflöten und polieren mit Polierklotz.
>>>
>>
>> Ich habe jetzt eine ganz andere Fassung für die Knopfzelle gebogen.
>> Massiver Cu-Draht 1,5qmm.
>> Gestaltet wie ein nackter Bettrahmen für den Pluspol. ( ) mit Strich oben und unten.
>> Dahinein wird die Zelle gelegt, 45 Grad schräg im AMM-Gehäuse.
>> Der Minusdraht drückt auf die Zelle, am Minuspol.
>> Die Drähte habe ich an die Federbleche für die normale Batterie 3V (intern 2x1,5V) gelötet.
>
> Fassungen fuer Knopfzellen gab es frueher fertig zu kaufen, gibts die nicht mehr
> oder sind die alle zu gross ?
>

Ich habe welche für PCB (2032).
Das ist nur ein Blech für den Pluspol.
Der Minuspol muß auf dem PCB eine Kupferfläche haben.
Fassungen mit Umfassung sind zu groß.

https://www.conrad.de/de/p/keystone-1052-knopfzellenhalter-1x-cr-2450-horizontal-oberflaechenmontage-smd-l-x-b-x-h-36-41-x-16-x-7-47-mm-1555481.html
https://www.reichelt.de/ch/de/knopfzellenclip-fuer-24-5-mm-smd-kzh-2450n-smd-p152217.html?&trstct=pol_12&nbc=1
Diese paßt - Artikel HU2450

Aber meine Fassung, nur aus einem Stück Draht, funktioniert.
45° schräg eingebaut, federnd.
Die Knopfzelle stößt unten an die Gehäusekante und oben an die PCB-Kante.

Helmut Schellong

unread,
Oct 4, 2022, 1:33:36 PM10/4/22
to
http://www.schellong.de/img/div/mess/amm_knopfz.jpg

Bei Gelegenheit werde ich mir eine Fassung mitbestellen.
Kostet wenig und Handhabung und Kontaktgabe sind besser.
Das MM will ich bis zum Lebensende benutzen.

Kann auch sein, daß AA 3,6V besser ist.
Ich muß da mal testen, ob diese Spannung zu hoch ist.

Es sind zwei Shunts zu sehen.
Der vordere ist justiert, durch Lötzinnperlen auf der zweiten bis fünften Windung von rechts.

http://www.schellong.de/img/div/mess/power-mess1.jpg
http://www.schellong.de/img/div/mess/power-mess2.jpg

Diesen Adapter zur Leistungs- und Energie-Messung habe ich selbst gebaut (Zwischenstecker).
Das Gossen-DMM kann mit den beiden rechten Stellungen des Drehschalters
W, VA, VAr, kWh, VAh, ..., messen, bei bis zu 10A.

Die Litzen (3m) haben Silikon-Isolierung (bis 180°C).
Die Zugentlastung innen habe ich selbst hergestellt, aus FR4-Material.
Oberhalb und unterhalb der Drähte befindet sich schwarzer selbstklebender Gummischaum 2mm dick.
In der Gehäusewand steckt zum Schutz eine Gummitülle.
Der Schutzleiter besteht aus brauner Zwillings-Litze 2×0,75 mm².

Rolf Bombach

unread,
Oct 10, 2022, 11:31:17 AM10/10/22
to
Gerrit Heitsch schrieb:
>
> Das ist so. Ich habe eine USB-LED-Lampe die für manche Powerbanks zuwenig Strom zieht. Da kann man die LEDs pulsen sehen. Sind sehr kurze Pulse.

Ich habe gerade getestet: Billig-Powerbank (Silvercrest) mit USB-Lämpchen
mit einer weissen LED. Tippe mal auf 20 mA. Die Lampe startet normal,
verlöscht aber nach recht genau 30 Sekunden. Mit einer andern Powerbank
(Werbegeschenk Messer Griesheim, danke dorthin) dasselbe.
Die 30 sek entsprechen der Leuchtdauer der Pegelanzeige, wenn man den
Testknopf drückt.

Mit einer stärkeren Lampe kein Problem. Merkwürdigerweise dauert es
gefühlte 2 Sek bis die Lampe startet.

Aber Danke für den Tip, solche Lampen an eine Powerbank anschliessen
zu können. War ich nicht drauf gekommen, peinlich, und das angesichts
des drohenden totalen endgültigen apokalyptischen Blackouts.

(Im Film Blackout ist es während des Blackouts auch tagsüber draussen
fast dunkel und beinahe schwarzweiss. Das gibt zu denken.)

--
mfg Rolf Bombach

Gerrit Heitsch

unread,
Oct 10, 2022, 11:49:11 AM10/10/22
to
On 10/10/22 17:31, Rolf Bombach wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>>
>> Das ist so. Ich habe eine USB-LED-Lampe die für manche Powerbanks
>> zuwenig Strom zieht. Da kann man die LEDs pulsen sehen. Sind sehr
>> kurze Pulse.
>
> Ich habe gerade getestet: Billig-Powerbank (Silvercrest) mit USB-Lämpchen
> mit einer weissen LED. Tippe mal auf 20 mA. Die Lampe startet normal,
> verlöscht aber nach recht genau 30 Sekunden. Mit einer andern Powerbank
> (Werbegeschenk Messer Griesheim, danke dorthin) dasselbe.
> Die 30 sek entsprechen der Leuchtdauer der Pegelanzeige, wenn man den
> Testknopf drückt.


> Aber Danke für den Tip, solche Lampen an eine Powerbank anschliessen
> zu können. War ich nicht drauf gekommen, peinlich, und das angesichts
> des drohenden totalen endgültigen apokalyptischen Blackouts.

Ich hab mir vor ein paar Jahren aus Gag auf Ebay zwei USB-Lampen
gekauft, incl. Porto damals so 2 Euro. Sind vom Aussehen her
durchsichtige USB-Sticks mit 3 kaltweissen LED (und 3 Widerständen).
Wollte ich eigentlich zusammen mit einem alten USB-Lader als Nachtlicht,
sind aber hell genug um damit problemlos lesen zu können und damit zu
hell. Ziehen so ca. 160mA, mit einer Powerbank sollte man damit für ein
paar Stunden Licht haben. Bei Stromausfall sicher nicht schädlich zu haben.

Gerrit





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