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Festplattenmotor ansteuern,wie geht das?

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Peter Heckert

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
mit variabler Drehzahl ansteuern moechte. Der Motor hat 3 Anschluesse,ist
also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
Anschluessen ist ca. 5 Ohm.
Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom? Gibt es evtl einen Treiberchip fuer
sowas?
Die Endstufe soll genug leisten,damit ich den Motor bei hoher Frequenz und
max. 30V kurzzeitig ueberlasten kann. Ich will 10000 bis 20000 UPM
erreichen.

Mir gehts nur um die Endstufe,den Rest bring ich schon alleine hin.

Vielen Dank fuer Tips.

Axel Schwenke

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
In Artikel <6t9fae$1t...@msheas02.msh.de>,
schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:

>Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
>mit variabler Drehzahl ansteuern moechte. Der Motor hat 3 Anschluesse,ist
>also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
>Anschluessen ist ca. 5 Ohm.

Dann ist es vermutlich ein Dreieck mit 3x7.5 Ohm.

>Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
>digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom? Gibt es evtl einen Treiberchip fuer
>sowas?

Digital geht. Treiberchip kenne ich keinen, aber du kannst dir
entweder aus 3 D-FF einen 6-Zustand-Johnson<sp?>-Zähler bauen
oder einen herkömmlichen Zähler auf 6 Zustände begrenzen und
die Zustände entsprechend ausdecodieren.

>Die Endstufe soll genug leisten,damit ich den Motor bei hoher Frequenz und
>max. 30V kurzzeitig ueberlasten kann. Ich will 10000 bis 20000 UPM
>erreichen.

Das wird problematisch werden, weil bei so hohen Drehzahlen die
Induktivität der Spulen den effektiven Strom vermindert und
dadurch das Drehmoment nachläßt.

>Mir gehts nur um die Endstufe,den Rest bring ich schon alleine hin.

Du brauchst 3 Gegentakt-Ausgangsstufen. Entweder baust du
die diskret auf (FETs nehmen) oder du nimmst was integriertes.
Für einen kleinen Motor (aus einer Laptop-Platte) experimentiere
ich mit dem L293. Für dein Projekt wäre der kräftigere L298
vermutlich geeignet. Datenblätter gibts bei ST: www.st.com

AxEL
--
|-----------------------------------------------------------------------|
| Dipl-Math. Axel Schwenke, HTW Mittweida ............ schw...@htwm.de |
| everyday a joke ......... http://datamill.mpi.htwm.de:4711/jotd.shtml |
|____________ In A World Without Fences Who Needs Gates? _____________|


Peter Heckert

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to

Axel Schwenke schrieb in Nachricht <04pat6...@datamill.mpi.htwm.de>...

>In Artikel <6t9fae$1t...@msheas02.msh.de>,
> schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
>>Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
>>mit variabler Drehzahl ansteuern moechte.
>
>>Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
>>digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom? Gibt es evtl einen Treiberchip fuer
>>sowas?
>
>Digital geht. Treiberchip kenne ich keinen, aber du kannst dir
>entweder aus 3 D-FF einen 6-Zustand-Johnson<sp?>-Zähler bauen
>oder einen herkömmlichen Zähler auf 6 Zustände begrenzen und
>die Zustände entsprechend ausdecodieren.


Ich wollte einen CD4017 nehmen,einen Dezimalzähler mit 10 dekodierten
Ausgängen. Damit hab ich früher schon gearbeitet.
Über den Reset Eingang kann ich den so programmieren,daß
er von 0..8 zählt. Mit Widerständen und OPs könnte ich dann quasianalogen
Drehstrom

erzeugen,oder einfacher mit Dioden digitalen Drehstrom. Die Winkelauflösung
wäre dann 40 Grad. Das sollte reichen,anderenfalls könnte ich auch 2 o. 3
CD4017
kaskadieren um höhere Auflösung zu erzielen.
Das Problem ist die Endstufe.

>.... Für dein Projekt wäre der kräftigere L298


>vermutlich geeignet. Datenblätter gibts bei ST: www.st.com


Das Datenblatt habe ich,weil ich den auch schon
nehmen wollte,aber dann hatte ich Bedenken,ob das auch geht.
Wenn z.B. zwei der Ausgangsstufen gleichzeitig auf gleicher Spannung
sind ,z.B. auf 0V oder auf 30V ,dann sind sie ja
immer noch niederohmig,wirken also als Kurzschluss für die Spule
dazwischen. Deshalb war ich nicht sicher,ob das geht. Das wirkt
vielleicht als Kurzschlußbremse oder überlastet die Endstufe(?)
Die Spule wirkt ja als Generator,wenn der Motor sich dreht.
Aber vielleicht geht´s ja trotzdem, wenn mans richtig macht.

Deshalb noch die Frage,wie das Impulsmuster aussehen sollte:
Die Impulse müssen ja um 120 Grad versetzt sein. Aber müssen sie
überlappend sein,oder nicht überlappend? Oder anders gefragt,wie
breit müssen die Impulse sein,wenn mans in Winkelgraden ausdrückt,
120 Grad oder 240 Grad oder noch anders?

Vielen Dank für die Infos.

mfg Peter


Daniel Weiss

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
Tach!

> Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung

> mit variabler Drehzahl ansteuern moechte. Der Motor hat 3 Anschluesse,ist
> also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
> Anschluessen ist ca. 5 Ohm.

Eher ein Schrittmotor würde ich vermuten. Ob Sinus oder Rechteck dürfte
egal sein. Rechteck wäre besser, da weniger verlust bei der Ansteuerung.
Freilaufdioden nicht vergessen.

> Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
> digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom? Gibt es evtl einen Treiberchip fuer
> sowas?

Vermutlich im HD-Controller :)

> Die Endstufe soll genug leisten,damit ich den Motor bei hoher Frequenz und
> max. 30V kurzzeitig ueberlasten kann. Ich will 10000 bis 20000 UPM
> erreichen.

Was hast Du denn damit vor? Einen Laser ablenken?


Munter bleiben

Daniel


e-mail: d.w...@gmx.de . homepage: come.to/alps . fax: +49-089-6661711-654

--
Der Klügere kippt nach.


Fdfhdthrt

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
hallo
gleichmal eine andere Frage zu E-Motoren:
wie schnell können die schnellsten Motoren
eigentlich drehen ???
mfg
marc

Stefan Weinzierl

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
Hi!

Fdfhdthrt schrieb:

das kommt auf die Größe an:
also gesehen hab' ich schon welche mit 60.000 U/min
die neuesten Motoren in unserer Firma, ca. Faustgroß, hab' ich ohne Last
mit ca. 20.000 U/min drehen lassen. Bei Mikromotoren (Größe 1-2mm)
sollen die Drehzahlen noch höher sein. Aber je höher die Drehzahl desto
höher auch der Verschleiß und desto kürzer die Lebensdauer. mal davon
abgesehen daß die Unwucht von Läufern und Last muß schon sehr gerig sein
muß. Wir wuchten teilweise unter 0.05g! (Ach ja, wir kommuntieren
elektronisch)

--
Tschüß Stefan

http://home.t-online.de/home/StefanWz/


Hans Ulrich Niedermann

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
Stefan Weinzierl <Stef...@t-online.de> wrote:
> Fdfhdthrt schrieb:

>> gleichmal eine andere Frage zu E-Motoren:
>> wie schnell können die schnellsten Motoren
>> eigentlich drehen ???

> also gesehen hab' ich schon welche mit 60.000 U/min

Vor zwei bis drei Jahren haben sie an der Uni Stuttgart mal einen
Forschungsmotor mit deutlich mehr als 100.000 U/min gezeigt, wenn
mein Gedächtnis noch so weit zurückreicht.

Gruß,

Uli

CTC

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to

Axel Schwenke schrieb in Nachricht <04pat6...@datamill.mpi.htwm.de>...
>In Artikel <6t9fae$1t...@msheas02.msh.de>,
> schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
>>Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
>>mit variabler Drehzahl ansteuern moechte. Der Motor hat 3 Anschluesse,ist
>>also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
>>Anschluessen ist ca. 5 Ohm.
>
>Dann ist es vermutlich ein Dreieck mit 3x7.5 Ohm.


Warum kein Stern??

>>Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
>>digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom?


Nennt man auch Blockbetrieb.

<Digital geht. Treiberchip kenne ich keinen, aber du kannst dir
>entweder aus 3 D-FF einen 6-Zustand-Johnson<sp?>-Zähler bauen
>oder einen herkömmlichen Zähler auf 6 Zustände begrenzen und
>die Zustände entsprechend ausdecodieren.
>

>>Die Endstufe soll genug leisten,damit ich den Motor bei hoher Frequenz und
>>max. 30V kurzzeitig ueberlasten kann. Ich will 10000 bis 20000 UPM
>>erreichen.
>

>Das wird problematisch werden, weil bei so hohen Drehzahlen die
>Induktivität der Spulen den effektiven Strom vermindert und
>dadurch das Drehmoment nachläßt.

Aber auch nur, wenn der Motor entsprechend ausgelegt ist und die
Nennspannung nicht überschritten wird.
Ansonsten gehts noch höher mit der Drehzahl.


>>Mir gehts nur um die Endstufe,den Rest bring ich schon alleine hin.
>
>Du brauchst 3 Gegentakt-Ausgangsstufen.

Also sechs Halbbrücken ?? Find ich ein wenig übertrieben.


Frank Klemm

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
On Fri, 11 Sep 1998 11:05:04 +0200, Axel Schwenke <schw...@datamill.mpi.htwm.de> wrote:
>In Artikel <6t9fae$1t...@msheas02.msh.de>,
> schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
>>Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
>>mit variabler Drehzahl ansteuern moechte. Der Motor hat 3 Anschluesse,ist
>>also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
>>Anschluessen ist ca. 5 Ohm.
>
>Dann ist es vermutlich ein Dreieck mit 3x7.5 Ohm.
>
Oder ein Stern mit 3x2.5 Ohm.
Von außen nicht unterscheidbar.

--
Frank Klemm

/------\ /-----------------------------------------------------\
| eMail: || p...@uni-jena.de | home: p...@schnecke.offl.uni-jena.de |
| Tel: || | home: +49 (3641) 390545 |
| sMail: || Frank Klemm, Ziegesarstr. 1, D-07747 Jena, Germany |
\------/ \-----------------------------------------------------/

Frank Klemm

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
On 12 Sep 1998 09:19:20 GMT, Fdfhdthrt <fdfh...@aol.com> wrote:
>hallo

>gleichmal eine andere Frage zu E-Motoren:
>wie schnell können die schnellsten Motoren
>eigentlich drehen ???
>
Die Rekorde liegen bei ca. 3 Millionen Umdrehungen pro Minute, der Motor ist
aus Si gefertigt und ca. 8 um im Durchmesser.

Olaf Kaluza

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> wrote:

>Die Rekorde liegen bei ca. 3 Millionen Umdrehungen pro Minute, der Motor ist
>aus Si gefertigt und ca. 8 um im Durchmesser.

Wie klein muss man einen Motor bauen damit die Aussenkante des Rotors
die Lichtgeschwindigkeit ueberschreitet?

Olaf

--
D.i.e.s.S. (K.)

Olaf Kaluza

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> wrote:

>>>also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
>>>Anschluessen ist ca. 5 Ohm.
>>
>>Dann ist es vermutlich ein Dreieck mit 3x7.5 Ohm.
>>
>Oder ein Stern mit 3x2.5 Ohm.
>Von außen nicht unterscheidbar.

Tja Frank, die Gelegenheit dir zu wiedersprechen kann ich natuerlich
nicht auslassen. :-)

Man koennte zwei Leitungen zusammenschalten und gegen die dritte
Messen. Misst man dann 5Ohm+2.5Ohm=7.5Ohm ist es Stern, misst man
2.5Ohm+0Ohm=2.5Ohm, ist es Dreieck.

Olaf

--
D.i.e.s.S. (K.)

Fdfhdthrt

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
>Wie klein muss man einen Motor bauen damit die Aussenkante des Rotors
>die Lichtgeschwindigkeit ueberschreitet?
>

darüber habe ich auch schon nachgedacht

ich glaube wenn du einen Rotor mit einem Umfang
von 10 Meter hast erreichst du bei 500.000 U/min
Lichtgeschwindigkeit .

...und wenn er schneller dreht - was passiert dann ?

mfg
marc

Peter Heckert

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to

Olaf Kaluza schrieb in Nachricht ...
Stern und Dreieck in einer Blackbox kann man von außen Meßtechnisch nicht
unterscheiden.
Deshalb ist es auch egal.
-----------------------------------
Best Regards, Peter Heckert, EMail ph...@z.zgs.de
The best is not to be born,but to whom did this happen?


Peter Heckert

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to

Fdfhdthrt schrieb in Nachricht
<199809131238...@ladder03.news.aol.com>...
Hi, Hi,

Ich hab mal gehört,daß ein paar Einstein Kritiker eine Stahlkugel
freischwebend im Vakuum magnetisch aufgehängt haben und sie dann
mit einem hochfrequenten Drehfeld beschleunigt haben. Die ist aber
dann zerplatzt,lange bevor sie Lichtgeschwindigkeit erreichte.

Außer der Einsteinschen Theorie gibt es noch viele andere stimmige
und plausible Theorien. Aber die Relativitätstheorie konnte immer
wieder experimentell bestätigt werden,und sie erlaubte auch
Vorraussagen,die dann später bestätigt wurden. Deshalb stimmt sie
wohl.

c=300000 km/s = 300e6 m/s. Bei 10m Umfang brauchst du also
30 000 000 Umdrehungen pro Sekunde(!)

;-)

Peter Heckert

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to

>Deshalb noch die Frage,wie das Impulsmuster aussehen sollte:
>Die Impulse müssen ja um 120 Grad versetzt sein. Aber müssen sie
>überlappend sein,oder nicht überlappend? Oder anders gefragt,wie
>breit müssen die Impulse sein,wenn mans in Winkelgraden ausdrückt,
>120 Grad oder 240 Grad oder noch anders?
>
Die Antwort hab ich inzwischen,vielleicht interessierts ja andere
auch:
Das Tastverhältnis muß 50% bzw 180 Grad sein. Jedes andere
Tastverhältnis wäre gleichbedeutend mit einem überlagertem
Gleichstrom durch die Spule und das wäre ja sinnlos.

Der Hinweis,daß es mit Rechteckimpulsen in der Praxis funktioniert,
war mir durchaus hilfreich, besten Dank!

MaWin

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
Peter Heckert <ph...@z.zgs.de> schrieb im Beitrag
<6tbnno$f2...@msheas02.msh.de>...

> >In Artikel <6t9fae$1t...@msheas02.msh.de>,
> > schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
> >>Ich habe einen 12V Festplattenmotor,den ich fuer eine Versuchseinrichtung
> >>mit variabler Drehzahl ansteuern moechte.
> >
> >>Brauch ich dafuer analogen Drehstrom (sinusfoermig) oder geht es auch mit
> >>digitalem (rechteckfoermig) Drehstrom? Gibt es evtl einen Treiberchip fuer
> >>sowas?
> >
Frage:

Warum baut ihr ERST die Teile aus, und fragt DANN,
wie man sie ansteuert ? Messt doch einfach in der
alten Schaltung die Signale, und ueberlegt dann,
welche Chips ihr mit uebernehmt, z.B. die Treiber.

Dann koennte man sich die ganze Fragerei sparen,
die aus Unkenntnis des exakten verwendeten Teils eh
falsche Antworten liefern koennten, und waere viel
schneller am Ziel...
--
Manfred Winterhoff
100326.2776 at compuserve.com
(remove NOSPAM if replying)


HorstEpple

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
fdfh...@aol.com (Fdfhdthrt) schreibt:

>...und wenn er schneller dreht - was passiert dann ?

Man nennt es Warp-Antrieb ;-))

Gruss
Horst


Joerg Plate

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
> ich glaube wenn du einen Rotor mit einem Umfang von 10 Meter hast
> erreichst du bei 500.000 U/min Lichtgeschwindigkeit .
Flashc... Dir geht vorher die Energie aus.

--
"i'm working on it"

Frank Klemm

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
On Sun, 13 Sep 1998 06:35:52 GMT, Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> wrote:
>
> >Die Rekorde liegen bei ca. 3 Millionen Umdrehungen pro Minute, der Motor ist
> >aus Si gefertigt und ca. 8 um im Durchmesser.
>
>Wie klein muss man einen Motor bauen damit die Aussenkante des Rotors
>die Lichtgeschwindigkeit ueberschreitet?
>
Das Wasserstoffatom ist dafür zu groß. Erst 2% relativistische Effekte.

Frank Klemm

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
On Sun, 13 Sep 1998 06:35:52 GMT, Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> wrote:
>
> >Die Rekorde liegen bei ca. 3 Millionen Umdrehungen pro Minute, der Motor ist
> >aus Si gefertigt und ca. 8 um im Durchmesser.
>
>Wie klein muss man einen Motor bauen damit die Aussenkante des Rotors
>die Lichtgeschwindigkeit ueberschreitet?
>
Die Frage ist eher wie groß.

Aufgabe 1: Berechnen Sie klassisch die wirkende Zentrifugalkraft
bei einer Radialgeschwindigkeit von 300.000.000 m/s
in Abhängigkeit des Radiuses.
Aufgabe 2: Noch mal das gleiche, aber ohne Formelsammlungsformel,
sondern mit den Newtonschen Axiomen.

Frank Klemm

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
On Sun, 13 Sep 1998 06:33:38 GMT, Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> wrote:
>
> >>>also wahrscheinlich ein Drehstrommotor. Der Widerstand zwischen beliebigen
> >>>Anschluessen ist ca. 5 Ohm.
> >>
> >>Dann ist es vermutlich ein Dreieck mit 3x7.5 Ohm.
> >>
> >Oder ein Stern mit 3x2.5 Ohm.
> >Von außen nicht unterscheidbar.
>
>Tja Frank, die Gelegenheit dir zu wiedersprechen kann ich natuerlich
>nicht auslassen. :-)
>
>Man koennte zwei Leitungen zusammenschalten und gegen die dritte
>Messen. Misst man dann 5Ohm+2.5Ohm=7.5Ohm ist es Stern, misst man
>2.5Ohm+0Ohm=2.5Ohm, ist es Dreieck.
>
Dreieck 3 * 7.5 Ohm:

Zwischen zwei Punkten: 7.5 Ohm || (7.5 Ohm + 7.5 Ohm) = 7.5 Ohm || 15 Ohm = 5 Ohm
~~~~~
Kurzschluß zweier Punkte: 7.5 Ohm || 7.5 Ohm = 3.75 Ohm
~~~~~~~~
Stern 3*2.5 Ohm:

Zwischen zwei Punkten: 2.5 Ohm + 2.5 Ohm = 5 Ohm
~~~~~
Kurzschluß zweier Punkte: 2.5 Ohm + (2.5 Ohm || 2.5 Ohm) = 2.5 Ohm + 1.25 Ohm = 3.75 Ohm
~~~~~~~~

Stern und Dreieck sind zueinander im R-Raum und G-Raum dual. Deswegen kann
man jedes Dreieck in einen Stern und jeden Stern in ein Dreieck umrechnen.
Stichwort: Stern-Dreieck-Transformation.

Frank Klemm

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
On 13 Sep 1998 19:15:16 +0200, Joerg Plate <Pl...@Psyche.KN-Bremen.de> wrote:
>> ich glaube wenn du einen Rotor mit einem Umfang von 10 Meter hast
>> erreichst du bei 500.000 U/min Lichtgeschwindigkeit .
>Flashc... Dir geht vorher die Energie aus.
>
Außerdem sind das immernoch erst erst 0.000278 c, d.h. ein 3600 stel der Lichtgeschwindigkeit.
Ja, ja, glauben statt rechnen.

Axel Schwenke

unread,
Sep 13, 1998, 3:00:00 AM9/13/98
to
In Artikel <6tbnno$f2...@msheas02.msh.de>,
schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
>

>Wenn z.B. zwei der Ausgangsstufen gleichzeitig auf gleicher Spannung
>sind ,z.B. auf 0V oder auf 30V ,dann sind sie ja

30V halte ich für viel zu viel. In der Platte läuft der
Motor ja auch mit 12V.

>immer noch niederohmig,wirken also als Kurzschluss für die Spule
>dazwischen. Deshalb war ich nicht sicher,ob das geht. Das wirkt
>vielleicht als Kurzschlußbremse oder überlastet die Endstufe(?)
>Die Spule wirkt ja als Generator,wenn der Motor sich dreht.
>Aber vielleicht geht´s ja trotzdem, wenn mans richtig macht.

Praktisch habe ich da auch keine Erfahrung, ich bastle ja
delber noch dran. Den "Kurzschluß" der Spulen kann man
wohl nur vermeiden, wenn man "richtigen" Drehstrom nimmt.
Der Nachteil sind die dann nötigen linearen Ausgangsstufen
und die erhöhte Verlustleistung darin.

>Deshalb noch die Frage,wie das Impulsmuster aussehen sollte:
>Die Impulse müssen ja um 120 Grad versetzt sein. Aber müssen sie
>überlappend sein,oder nicht überlappend? Oder anders gefragt,wie
>breit müssen die Impulse sein,wenn mans in Winkelgraden ausdrückt,
>120 Grad oder 240 Grad oder noch anders?

Wenn du es bipolar (bzw. in Dreieckschaltung) ansteuerst,
müssen die Impulse 180° lang sein und jeweils 120° versetzt.
Wenn du eine Sternschaltung hast, kannst du unipolar
ansteuern, dann gehen sicher auch kurze Impulse.

Al fred

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
Folgender Datenstrom kam ueber die Tastaturleitung von
fdfh...@aol.com (Fdfhdthrt) zu meinem Terminal:

>hallo
>gleichmal eine andere Frage zu E-Motoren:
>wie schnell können die schnellsten Motoren
>eigentlich drehen ???

>mfg
>marc
Zahnarztbohrer drehen bis 200 000 1/min (entspricht 3,333 kHz - d.h.
das Pfeifen, verwendet Luft(druck)lager statt Kugellager -was auch
nochmal Geraeusche machen kann)
gruss
al fred
please remove 123 from Email-adr to reply (bis mir was besseres einfaellt)
--
signature currently not avaiable - scandisk working ... [31536874E23 %]


Peter Heckert

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to

Axel Schwenke schrieb in Nachricht <8qrgt6...@datamill.mpi.htwm.de>...

>In Artikel <6tbnno$f2...@msheas02.msh.de>,
> schrieb "Peter Heckert" <ph...@z.zgs.de>:
>>

>30V halte ich für viel zu viel. In der Platte läuft der


>Motor ja auch mit 12V.

Der Motor ist für jahrelangen nonstop Betrieb gebaut.
Der sollte eine drastische Überlastung über 10 Minuten gut aus-
halten. Kaputt ist er ja erst dann,wenn die Wicklung so heiß wird,
daß der Isolierlack verbrennt,oder wenn die Lager schlappmachen.
Manche Trafos kann man 1/2 Stunde 5-fach überlasten. Nach 48 Stunden
sind sie dann natürlich kaputt,das hängt nur von der thermischen
Zeitkonstante und der Kühlung ab.


>Wenn du es bipolar (bzw. in Dreieckschaltung) ansteuerst,
>müssen die Impulse 180° lang sein und jeweils 120° versetzt.
>Wenn du eine Sternschaltung hast, kannst du unipolar
>ansteuern, dann gehen sicher auch kurze Impulse.


Die Motorspulen sehen ja nur die Spannungsdifferenzen. Ob
Uni- oder Bipolar sollte eigentlich egal sein. Wenn eine Spule mit
beiden Enden an 30V hängt,dann ist die Differenz ja auch 0V.

Stern oder Dreieck sind ja äquivalent umrechenbar,auf den
Sternpunkt hab ich ja keinen Zugriff. Man kann den Unterschied
nicht messen,also ändert es auch an der Ansteuerung nichts.

Ich hab jetzt eine alte Festplatte mit dem Oszilloskop untersucht.
Bei ca. 5000UPM u. 12V nimmt sie 300 mA auf. Der Anlaufstrom ist
aber viel höher. Der Treiber produziert Trapezimpulse,die in erster
Näherung sinusähnlich sind. Wenn ich die Spannung hochdrehe,
dann entstehen ab 10V hochfrequente Impulspakete.
Offensichtlich wird der Strom dann durch einen Chopper zerhackt,
die Stromaufnahme sinkt dann auch.

Ich probier jetzt erstmal die Rechteckmethode. Solang nichts
abbrennt, sind mir die Leistungsverluste unwichtig.
Ich kann ja auch die Spannung am Netzgerät an die Drehzahl und
die Frequenz anpassen.

Das ganze ist nur für ein magnetisches Experiment mit hohen
Drehzahlen gedacht und soll keine stationäre Einrichtung werden.

Vielen Dank für die Antwort.

-----------------------------------
Best Regards
Peter Heckert ph...@z.zgs.de
To be or not to be,that´s the answer!

Thomas Prinz

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
fdfh...@aol.com meinte am 13.09.98
zum Thema "Re: Festplattenmotor ansteuern,wie geht das?":

> >Wie klein muss man einen Motor bauen damit die Aussenkante des
> >Rotors die Lichtgeschwindigkeit ueberschreitet?

> ich glaube wenn du einen Rotor mit einem Umfang
> von 10 Meter hast erreichst du bei 500.000 U/min
> Lichtgeschwindigkeit .

> ...und wenn er schneller dreht - was passiert dann ?

"Transporter Ready, Captain"

"Beam me up, Scotty"

Tschüss Thomas

** Mit freundlichen Grüßen aus Eberbach im Odenwald **
## CrossPoint v3.11 R ##

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