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Gleichrichten elektronischer Halogentrafos

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Alexander Ackermann

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Sep 20, 2001, 3:32:50 AM9/20/01
to
Hallo, Leute,

ich wuerde gerne 12V Halogenlampen ueber laengere Strecken an die
preiswerten elektronischen Trafos anschliessen. Das ist leider etwas
Problematisch wegen EMI. Jetzt haette ich die Idee, hinter den Trafo
einen Gleichrichter und Siebelko zu haengen.

Ist das ueberhaupt moeglich ? Wenn ja, wie muss der Gleichrichter und
Siebelko beschaffen sein ? (Schottky-Dioden oder normaler
Brueckengleichrichter? Kapazitaet / Spannungsfestigkeit des Elkos ?)

Vielen Dank fuer Eure Tipps

Alexander Ackermann

Uwe Hercksen

unread,
Sep 20, 2001, 3:53:06 AM9/20/01
to

Alexander Ackermann schrieb:

>
> ich wuerde gerne 12V Halogenlampen ueber laengere Strecken an die
> preiswerten elektronischen Trafos anschliessen. Das ist leider etwas
> Problematisch wegen EMI. Jetzt haette ich die Idee, hinter den Trafo
> einen Gleichrichter und Siebelko zu haengen.
>
Hallo,

das ist nicht nur wegen EMI problematisch, auch wegen des schnöden
Spannungsabfalls an langen Leitungen. Dagegen hilft zwar ein dickerer
Querschnitt, aber der Skineffekt wirkt auch schon etwas bei 50 Hz, erst
recht bei den Schaltfrequenzen der elektronischen Trafos. Also besser
statt einem dicken Rundkabel ein breiter, flacher Leiter.

Bye

Erik Hermann

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Sep 20, 2001, 5:09:55 AM9/20/01
to
Alexander Ackermann wrote:
> ich wuerde gerne 12V Halogenlampen ueber laengere Strecken an die
> preiswerten elektronischen Trafos anschliessen. Das ist leider etwas
> Problematisch wegen EMI. Jetzt haette ich die Idee, hinter den Trafo
> einen Gleichrichter und Siebelko zu haengen.
>
> Ist das ueberhaupt moeglich ? Wenn ja, wie muss der Gleichrichter und
> Siebelko beschaffen sein ? (Schottky-Dioden oder normaler
> Brueckengleichrichter? Kapazitaet / Spannungsfestigkeit des Elkos ?)

Im Grunde genommen gar keine so dumme Idee. Durch die Gleichrichtung
kommen am Siebelko deutlich mehr als 12V heraus. Wieviel mehr kann man
nicht voraussagen, den die elektronischen Halogentrafos sind meist
Halbbrückenwandler. Was da rauskommt ähnelt mehr einer Mischung aus
Rechteck und Dreieck als einem Sinus. Der Spannungszuwachs könnte den
Abfall auf der langen Leitung im Idealfall gerade kompensieren.
Allerdings ist nicht gewährleistet, dass die Regelung des Trafos
bei kapazitiver Last einwandfrei funktioniert. D.h. die Spannung konnte
extrem niedrig oder hoch sein, im schlimmsten Falle könnte sogar der
Trafo kaputt gehen.
Einfach mal probieren, so teuer sind die Dinger ja nicht.
Du solltest sog. 'Fast Recovery' Dioden nehmen (z.B. aus der MUR oder
MBR
Baureihe) und einen schaltfesten Elko.
Mit der Grösse des Elkos kannst Du (in Grenzen) die Höhe der Spannung
beeinflussen. Ausprobieren.

Rick Sickel

unread,
Sep 20, 2001, 7:48:29 AM9/20/01
to
Also du brauchst einen Brückengleichrichter aus Fast-Recovery- oder
Schottkydioden und danach eine passende Drossel und dann erst den Elko.
die Ausgangsspannung ist dann (unter Last gleich dem Gleichrichtwert
2/Pi*U_p) eventuell mußt Du also noch eine Windung aus den TRafo
draufwickeln, soweit dies möglich ist.

Rick

Wolfgang Horejsi

unread,
Sep 20, 2001, 3:42:02 PM9/20/01
to
Alexander Ackermann <a...@mainmetall.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3BA99BA2...@mainmetall.de...

> ich wuerde gerne 12V Halogenlampen ueber laengere Strecken an die
> preiswerten elektronischen Trafos anschliessen. Das ist leider etwas
> Problematisch wegen EMI. Jetzt haette ich die Idee, hinter den Trafo
> einen Gleichrichter und Siebelko zu haengen.
>

Ich hab das einmal probiert, und das wurde nichts. Zuerst mit
Sizilium-Metallbrücke, die Brücke wurde heiss, das Licht war dunkel. Dann
mit 4 von diesen Duo-Dioden, die man in jedem PC-Netzteil findet, war auch
nicht so doll, das Licht blieb dunkel. Falls du das hinkriegst, informier
mich bitte.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.


Michael Ruebig

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Sep 21, 2001, 1:53:56 AM9/21/01
to
Hi Alexander,
das Problem mit dem EMI löst Du alleine durchs Gleichrichten sicherlich nicht,
Du verdoppelst nur die Frequenz und fügst weitere Oberwellen hinzu.
Ok, die Grundschwingung hat nur noch ca. die halbe Amplitude, aber was ist das
schon bei EMI.

Ein ordentlicher Elko ist schon nötig und Schottky-Dioden samt Kühlkörper zur
Gleichrichtung wohl Pflicht.
Und ob der Elko die durch die Gleichrichtung verlorene Spannung wieder
rausholt ist mehr als fraglich.

Ich hab (bei 50Hz) die Erfahrung gemacht, dass bei 12V effektiv die
Lebensdauer der Lampen nicht so doll ist, bei 11 Volt isses schon merklich
dunkler und 11,5Volt ist offensichtlich das Optimum.

Ob Du die Spannung nach der Gleichrichtung wieder einigermaßen in den
richtigen Bereich kriegst?

Gruß
Michael

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