Wenn ich den Stecker eines eingeschalteten Verbrauchers in eine
Steckdose stecke, entsteht ggf. ein Spannungs�berschlag mit sichtbarem
Blitz/Lichtbogen.
Manchmal vergisst man vor dem Einstecken einfach, dass der Verbraucher
noch eingeschaltet ist; manchmal kann man ihn gar nicht ausschalten
(diverse Netzteile etc.).
So weit, so gut. -- Meine Fragen an die Experten:
Welche Folgen hat dieser Spannungs�berschlag a) f�r die Steckdose und
b) f�r den/die Verbraucher?
Mir ist bewusst, das so etwas nicht zu oft passieren sollte. Aber eine
gewisse Toleranz seitens aller Bauteile sollte wohl gegeben sein ...
Ich vermute, Sch�den w�rden eher langfristig auftreten, nicht schon
gleich bei einem der ersten Vorkommen. -- Der Blitz sieht nur (gerade
in einem dunklen Raum) manchmal so "dramatisch" aus.
Eure Meinungen/Erfahrungen?
Beste Gr��e,
Joachim
> So weit, so gut. -- Meine Fragen an die Experten:
> Welche Folgen hat dieser Spannungsüberschlag
a) für die Steckdose und
Die bekommt Brandstellen, wird rau, oxidiert, daraus folgen höhere
Übergangswiderstände, größere Erwärmung bei hoher Last, kurz: höherer
Verschleiss. Im Gegensatz zum Verbraucher sehe ich hier das größere
Problem.
> b) für den/die Verbraucher?
Der Verbraucher "sollte" das abkönnen. Ein Schalter auf der
Netzspannungsseite macht nichts anderes. Allerdings ist er im
Gegensatz zum Stecker dafür gebaut, das I) auszuhalten und II)
den Lichtbögen und Schaltpreller so schnell wie möglich zum
Verschwinden zu bringen, d.h. schnell durch den "undefinierten"
Zustand zwischen Ein - und aus zu kommen. :-)
Ausserdem hätte ein Schalter ev. durch Hilfskontakte die Chance,
vorbereitende Maßnahmen zu treffen.
Was dabei abgeht, und was auch schiefgehen kann, ist im Detail sehr
vielfältig, und hängt sehr stark vom Verbraucher ab. Aber es ist im
allgemeinen technisch beherrschbar.
Du hast in der Deiner Frage nur das "Einschalten" erwähnt. Das ist
speziell bei kapazitiven Lasten der Härtefall. Bei induktiven bzw.
ohmschen Lasten ist eigentlich das Abschalten der problematischere
Fall.
Die "Überspannungen" sind im allgemeinen nicht höher als die
Überspannungen eines normalen Schalters, und auch der
Einschaltstromstoß wird durch den Übergangswiderstand im
halbgesteckten Stecker eher reduziert.
Es bleiben mögliche Oszillationen und ein mögliches langsameres
Ansteigen- bzw. Abfallen der Betriebsspannung, was eventuell unsauber
konstruierte power-On-reset Schaltungen von Mikrocontrollern
durcheinander bringen kann, Das kann zwar auch fatal sein , ist aber
eher dem Konstrukteur anzukreiden.
>
> Mir ist bewusst, das so etwas nicht zu oft passieren sollte. Aber eine
> gewisse Toleranz seitens aller Bauteile sollte wohl gegeben sein ...
> Ich vermute, Schäden würden eher langfristig auftreten, nicht schon
> gleich bei einem der ersten Vorkommen.
Richtig. Erhöter Verschleiss Deiner Steckdose. Aber unterschätze das
nicht. Irgendwer steckt in die stark verzunderte Dose statt des
Laptops mal einen 500W Halogenfluter, und nach einiger Zeit glühen die
Kontakte > Brandgefahr.
-- Der Blitz sieht nur (gerade
> in einem dunklen Raum) manchmal so "dramatisch" aus.
>
"Akut" ist das richtig.
Viele Schalter sind nicht eindeutig gekennzeichnet. Die Beleuchtung
geht ja mit gezogenem Stecker nicht.
Besser sind Drehschalter. Die sind durch die Position leichter zu
Kennzeichnen. Wenn man es denn will, es gibt auch Wippen mit guter,
eindeutiger Markierung auf der Wippe, die nur eingeschaltet zu sehen
ist.
Ausserdem ist eine Drehbewegung etwas "abstrakter" als ein simpler
Druck, was den Benutzer leichter dazu bringt, seine Handlung zu
überdenken. Aber das ist natürlich auch nicht "Barrierefrei".
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
Durch gutes Kontaktdesign versucht man, dass der Mini-Lichtbogen in einem
Bereich der Kontakte erfolgt, der im Betrieb des Verbrauchers keinen Strom
zu f�hren hat.
Schau Dir mal die verbruzzelten Stellen an den Kontaktstiften an - die sind
ganz vorne, genau da, wo der Stift zuerst/zuletzt Kontakt mit der Steckdose
hat. Dieser Bereich hat, wenn der Stecker ganz drin ist, nichts mehr mit der
Stromf�hrung zu tun. Ist also undramatisch.
Zun�chst danke, auch an Carsten! :)
Wiebus <bernd....@gmx.de> hat geschrieben:
>Richtig. Erh�ter Verschleiss Deiner Steckdose. Aber untersch�tze das
>nicht. Irgendwer steckt in die stark verzunderte Dose statt des
>Laptops mal einen 500W Halogenfluter, und nach einiger Zeit gl�hen die
>Kontakte > Brandgefahr.
Wir reden hier aber von einer h�ufigeren Wiederholung eines solchen
Reinsteckens/Rausziehens des Steckers unter Last?
Das wird wohl -- hoffentlich -- keine Probleme mit sich bringen, wenn
es "ein paar mal" vorkommt ... sondern nur, wenn es wirklich oft auf
diese Weise gemacht wird?
Beste Gr��e,
Joachim
Ja aber an den Steckerspitzen und bei der Dose ganz vorn. Die Bereiche,
die ganz gesteckt den Kontakt bilden, sollten wenig beeinflu�t bleiben.
> Wir reden hier aber von einer häufigeren Wiederholung eines solchen
> Reinsteckens/Rausziehens des Steckers unter Last?
>
Richtig.
> Das wird wohl -- hoffentlich -- keine Probleme mit sich bringen, wenn
> es "ein paar mal" vorkommt ... sondern nur, wenn es wirklich oft auf
> diese Weise gemacht wird?
>
Nicht nur das. Bei den kleinen Strömen von kleineren Verbrauchern wie
Labtop Netzteilen ist es eher unkritisch. Auch wenn die Stromspitzen wegen
der Kondensatoren oft heftig sind.
So richtig abnutzen wirst Du die Stecker erst, wenn Du auch 3kW Heizlüfter
regelmäßig mit dem Stecker schaltest.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
--
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
>So richtig abnutzen wirst Du die Stecker erst, wenn Du auch 3kW Heizl�fter
>regelm��ig mit dem Stecker schaltest.
Gerade da erwarte ich weitaus weniger Probleme als bei den fiesen
Kapazit�ten von Schaltnetzteilen.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
>>So richtig abnutzen wirst Du die Stecker erst, wenn Du auch 3kW Heizlüfter
>>regelmäßig mit dem Stecker schaltest.
>
> Gerade da erwarte ich weitaus weniger Probleme als bei den fiesen
> Kapazitäten von Schaltnetzteilen.
>
Beim Einstecken ja. Aber beim Abziehen? Wenn Du schön langsam abziehst,
kannst Du einen Lichtbogen provozieren, der Dir Stecker und Dose direkt
beim ersten mal ruiniert. :-)
Also Vorschrift beim Entstöpseln eines Steckers: Stecker fassen,
konzentrieren, und dann mit einem Ruck herausreissen.
So ähnlich wie früher an den Steigbügelschaltern. :-)
Schalter sollten eine Vorrichtung haben, die Verhindert, das sie langsam
Schalten. Aber meist unterstützen sie nur das schnellere Schalten. Mit
entsprechender Last (100W Glühlampe) und etwas böswilligem Geschick kann
man auch einem Wippschalter ein bruzelndes Geäusch entlocken, bis er
festsitzt. :-)
Hi,
genau, mit ein bißchen Glück versagt dann auch die "Zugentlastung"
spektakulär....vielleicht aber hängt anschließend die Steckdose raus :-)
>
>
> Schalter sollten eine Vorrichtung haben, die Verhindert, das sie langsam
> Schalten. Aber meist unterstützen sie nur das schnellere Schalten. Mit
> entsprechender Last (100W Glühlampe) und etwas böswilligem Geschick kann
> man auch einem Wippschalter ein bruzelndes Geäusch entlocken, bis er
> festsitzt. :-)
Noch viel besser funzt das mit einem dicken Motor, etwa soeinem Saugstauber
der Profiklasse oder einer Bohnermaschine. Die werden gernemal per Stecker
"geschaltet" und dort leiden die Steckdosen dann enorm. Meist kann man in
einer Steckdose, die die Putze "frequentiert", wegen der erodierten Kontakte
nix anderes mehr zuverlässig einstöpseln.
--
mfg,
gUnther
>> Also Vorschrift beim Entstöpseln eines Steckers: Stecker fassen,
>> konzentrieren, und dann mit einem Ruck herausreissen.
> Hi,
> genau, mit ein bißchen Glück versagt dann auch die "Zugentlastung"
> spektakulär
>
Wenn man wirklich den Stecker und nicht die Leitung fasst, sollte die
Zugentlastung nichts zu tun bekommen. :-)
>...vielleicht aber hängt anschließend die Steckdose raus :-)
Eigentlich nicht, wenn man gerade zieht und nicht verkantet. Allerdings
denke ich auf der anderen Seite, daß eine Kindersicherung" zimlich sicher
dazu führt, das man die Dose aus der Wand reisst. :-(
Wie ich diese Teile hasse. Mittlerweile finde ich aber Kindersicherungen
sogar im Stahlwerk neben dem Konverter, wo Kinder eigentlich sowieso nix zu
suchen haben. :-(
>
> Noch viel besser funzt das mit einem dicken Motor, etwa soeinem Saugstauber
> der Profiklasse oder einer Bohnermaschine.
Inuktivitäten stabilisieren Lichtbögen recht gut. Es gibt nichts, was die
Spannung schneller hochtreibt, wenn der Strom sinkt. :-)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> Mittlerweile finde ich aber Kindersicherungen
> sogar im Stahlwerk neben dem Konverter,
Als Staubschutz gegen leitf�hige Br�sel?
> wo Kinder eigentlich sowieso nix zu
> suchen haben. :-(
Wart ab bis HIV-ler, die selbst nicht mehr fit sind, ihren Nachwuchs in
den 1-Eurojob schicken m�ssen.
--
Gru�, Raimund
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>
Mail ohne Anhang an <Reply-To:> wird gelesen. Im Impressum der Homepage
findet sich immer eine l�nger g�ltige Adresse.
> Beim Einstecken ja. Aber beim Abziehen? Wenn Du schön langsam abziehst,
> kannst Du einen Lichtbogen provozieren, der Dir Stecker und Dose direkt
> beim ersten mal ruiniert.
Ist das so? Wegen der 50 Hz Wechselspannung sollte eigentlich mit dem
Lichtbogen spätestens nach 100 ms Schluss sein.
---<(kaimartin)>---
>
> Ist das so? Wegen der 50 Hz Wechselspannung sollte eigentlich mit dem
> Lichtbogen spätestens nach 100 ms Schluss sein.
>
10ms. Der Nulldurchgang erfolgt alle 10ms. 2 mal pro Periode.
Nun, ein Wechselstromlichtbogen erlischt gerade im Nulldurchgang leicht.
Aber nicht sicher. Das hängt von den Umständen ab. Wenn das Plasma in der
Kurzen Zeit nicht weit genug abkühlt, zündet er neu.
Sonst würde Lichtbogenhandschweissen mit Wechselstrom nicht funktionieren.
Es hat tatsächlich den Nachteil, das der Bogen leichter ausgeht, aber dafür
ist die magnetische Blaswirkung durch den Bogenstrom selber deutlich
geringer.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
--
>> Ist das so? Wegen der 50 Hz Wechselspannung sollte eigentlich mit dem
>> Lichtbogen spätestens nach 100 ms Schluss sein.
>>
>>
> 10ms. Der Nulldurchgang erfolgt alle 10ms. 2 mal pro Periode.
Äh, ja. Ich sollte grundsätzlich alle Zahlenangaben dreimal checken,
bevor ich den Send-Knopf drücke...
---<(kaimartin)>---
>
> Als Staubschutz gegen leitfähige Brösel?
>
Die Teile sind aus Aludruckguss. Sie haben einen federbelasteten
Klappdeckel mit Silikongummidichtung. Wenn das gegen den Staub nicht langt
(Was oft der Fall ist), ist die Kindersicherung als zweite Auffanglinie
auch überfordert. :-)
> Wart ab bis HIV-ler, die selbst nicht mehr fit sind, ihren Nachwuchs in
> den 1-Eurojob schicken müssen.
>
Du magst das anders sehen. Aber prinzipiell halte ich Kinder ab 10-12
Jahre durchaus für geeignet, in dem Bereich Hilfsarbeiten durchzuführen.
In dem Alter benötigen Sie auch keine Kindersicherungen bzw. die
Kindersicherungen sind gegen die Kinder schon wirkungslos. :-)
Der Gesetzgeber mag das auch anders sehen.
Als ob Kinder so dumm und so schwer erziehbar w�ren. Ich mu�te mich
extrem zusammenrei�en als der etwa dreij�hrige Sohn eines alten
Schulfreundes bei mir einen Stecker *am Kabel* aus der Wand zog --
meine gleichaltrige Tochter h�tte das nie getan, aber den Eltern war es
offenbar egal. Daf�r wurden sie pl�tzlich aktiv, als er versuchte, den
Stecker ganz ordentlich und ganz korrekt wieder einzustecken, was meine
Tochter selbstverst�ndlich gedurft h�tte.
Wegen der Kombination Kindersicherung und B�geleisen bei Mietern mu�te
ich auch eine total verbrannte Steckdose schon mal wegschmei�en.
> Als ob Kinder so dumm und so schwer erziehbar wären.
Einige schon. Experten behaupten die Persönlichkeit ist zu 40% Genetisch
bedingt, zu 40% Elternhaus (besonders das frühe), und 20% Schule.
Persöblich meine ich zwar, es sind eher 40% Genetisch
bedingt, zu 30% Elternhaus (besonders das frühe), zu 25% die Strasse
bzw. Gang und 5% Schule.
Wenn nun bei den ersten 40% was zimlich falsch ist, und Du nicht das
absolute Ass in Kindererziehung bist, wirst Du Deine 30% auch noch mit
ziemlicher Sicherheit verreissen. Es ist eben auch eine Menge Zufall
dabei.
Also ich würde mir keine Kindererziehung zutrauen.
Meine ersten 40% sind wohl auch etwas schräg......
> Ich mußte mich
> extrem zusammenreißen als der etwa dreijährige Sohn eines alten
> Schulfreundes bei mir einen Stecker *am Kabel* aus der Wand zog
Ich hasse sowas. Auch andere Dinge. Aber es ist erfahrungsgemäß nicht
sinnvoll, dagegen anzugehen. Die Leute begreifen eben nicht so ohne
weiteres, wann etwas enger zu sehen ist, und wann nicht.....
> -- meine
> gleichaltrige Tochter hätte das nie getan,
Vermutlich ist sie nicht allzu dusselig, und Du hast es ihr nicht falsch
vorgemacht.
> aber den Eltern war es
> offenbar egal.
Sie wissen es nicht besser. Vermutlich machen sie es selber so. :-/
"Wissen" schliesst hier "Gewohnheit" mit ein. Über den Kopf geht vieles,
aber wir können nicht den ganzen Tag tief sinnend durch die Gegend laufen.
Ich habe mir ein ganzes Jahr lang alle paar Tage morgens beim Aufstehen
eine Beule gehauen, weil ich mit schlaftrunkenem Kopf an der falschen
Seite aus dem Bett wollte......ich war eben von früher gewohnt, dorthin
aus dem Bett zu steigen. Irgendwann habe ich resigniert und schlafe
andersherum. Die Gewohnheit krieg ich in meinem Alter nicht mehr raus.
> Dafür wurden sie plötzlich aktiv, als er versuchte, den
> Stecker ganz ordentlich und ganz korrekt wieder einzustecken, was meine
> Tochter selbstverständlich gedurft hätte.
Das ist etwas, was ich in der Kindererziehung (und Tiererziehung) bei
anderen Leuten auch öfter gesehen habe. Erst wird auf einen Fehler
überhaupt nicht reagiert, anschliessend wird mit Zeitverzögerung
überreagiert.
Das scheint wohl irgend ein neuronales Regelungsproblem zu sein. Spricht
man die Leute darauf an, rationalisieren sie sofort ihr Verhalten bzw. sie
sind sich dessen überhaupt nicht bewusst. Komisch.
Jedenfalls den Kindern bekommt das nicht gut. Im besten Falle werden Sie
nur enorm dickfellig, in schlimmeren ganz kirre.
Aber ich will darüber nicht Urteilen, ich traue es mir persönlich nicht
zu, es besser zu machen. Und da war so ein Spruch von wegen dem Splitter
im Auge des Nachbarn und dem Balken im eigenen.
> Wegen der Kombination Kindersicherung und Bügeleisen bei Mietern mußte
> ich auch eine total verbrannte Steckdose schon mal wegschmeißen.
Den Fall hatte ich noch nicht. Dafür Mieter, die es binnen
Jahresfrist geschafft haben, durch tägliches Fensterputzen mit gott weiss
was die Farbe der Rahmen bis aufs Holz runterzuwaschen. :-/
Und Leute, die sich auf einer Etage zwei Wohnungen mieten, und dann
dazwischen ein Loch in die Wand hauen
Naja. Gut das
ich den Kabachel jetzt los bin.
> Äh, ja. Ich sollte grundsätzlich alle Zahlenangaben dreimal checken,
> bevor ich den Send-Knopf drücke...
>
Ich hab ein paar mal mehr als drei mal überlegt. Ich vermutete schon
irgend eine Falle. Ich hatte schon Cheffs, die mich auf die Tour kirre
machen wollten. ;-)
> Also ich w�rde mir keine Kindererziehung zutrauen.
Es wird heute aber auch zu sehr als eine komplizierte Sache betrachtet.
Aus den Generationen vorher ist auch was geworden, ganz ohne vieles was da
heute als n�tig angesehen wird.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch f�r Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Geh�use mit 12 Ports f�r Sensoren
Bernd Wiebus schrieb:
> So richtig abnutzen wirst Du die Stecker erst, wenn Du auch 3kW Heizlüfter
> regelmäßig mit dem Stecker schaltest.
Hallo,
wenn ich mir die Kontakte der Stecker und Steckdosen so anschaue, dann
werden so vor allem die Steckdosen abgenützt und weniger die Stecker.
Bye
>
> wenn ich mir die Kontakte der Stecker und Steckdosen so anschaue, dann
> werden so vor allem die Steckdosen abgenützt und weniger die Stecker.
>
Das mit dem Verschleiß ist mir noch nicht so aufgefallen. Was mir aber
aufgefallen ist, das die Kontaktfedern der Schukosteckdosen meistens aus
kalt geformten Messing bestehen.
Das sind nicht besonders gute Federn, die auch schnell ermüden.
Insbesondere wenn Sie heiss werden.
Die Stecker haben im allgemeinen massive Kontaktstifte, wo nichts zum
ermüden ist.
Möglicherweise trägt das zu dem Effekt bei.
Bis auf den hier :-)
http://www.elektro-gv97.de/bilder/ebrand2.jpg
[...]
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
>> Die Stecker haben im allgemeinen massive Kontaktstifte, wo nichts zum
>> ermüden ist.
> Bis auf den hier :-)
> http://www.elektro-gv97.de/bilder/ebrand2.jpg
Auch bei starker Vergrößerung erkenne ich irgendwann nur Pixelklötzchen,
aber nicht, das die Kontaktstifte irgendwie geschlitzt und federnd waren.
Ist aber eigentlich der von Uwe angesprochene Fall: Die Dose ist kaputter
als der Stecker. :-)
Ja, meist liegt es an der Dose. Geschlitzte Pins habe ich aber bei
Schukosteckern schon gesehen.
Bernd Wiebus schrieb:
>
> Das mit dem Verschleiß ist mir noch nicht so aufgefallen. Was mir aber
> aufgefallen ist, das die Kontaktfedern der Schukosteckdosen meistens aus
> kalt geformten Messing bestehen.
Hallo,
ist hoffentlich nicht nur Messing, bei Kontaktfedern aus Kupfer legiert
man ja noch Beryllium mit hinein um die federnden Eigenschaften zu
verbessern. Wird also nicht nur Kupfer und Zink drin sein.
Bye
Joerg schrieb:
> Bis auf den hier :-)
>
> http://www.elektro-gv97.de/bilder/ebrand2.jpg
Hallo,
die eigentlichen Stifte des Steckers sehen noch am besten aus, deutlich
besser als die Dose und der Isolierteil des Steckers. Ich vermute die
Ursache vor allem in schlechten Kontaktfedern der Dose.
Wenn bei einem Stecker die Kontaktstifte sehr vergammelt sind sollte das
beim Betrachten leicht auffallen und der Stecker hoffentlich bald
ersetzt werden. Damit bei einer Steckdose die vergammelten Kontakte
auffallen können müsste man sie erst ausbauen. Da aber die meisten Dosen
im Laufe ihres Lebens viele Stecker aushalten müssen, Stecker mit ihren
Geräten zusammen aber schon viel eher ausgetauscht werden dürfte es in
der Praxis kaum verschlissene Stecker geben, aber viele verschlissene
Dosen. Steckdosen die schon 30 Jahre in einer Wohnung montiert sind
sollten eigentlich eh routinemässig ausgetauscht werden, aber welcher
Hausbesitzer macht das schon?
Bye
> ist hoffentlich nicht nur Messing,
Hoffentlich. Ich fürchte aber doch.
> bei Kontaktfedern aus Kupfer legiert
> man ja noch Beryllium mit hinein um die federnden Eigenschaften zu
> verbessern.
Beryllium eher selten. Phosphor ist gängiger.
> Wird also nicht nur Kupfer und Zink drin sein.
>
Wenn Du sehr hochwertige bekommst, könntest Du Glück haben.
Was im Heissbereich gelegentlich verwendet wird, ist
vernickelter Stahl. Die Federn sind jedenfalls deutlich besser, als
galtgepresstes Messing. :-)
Bernd Wiebus schrieb:
> Beryllium eher selten. Phosphor ist gängiger.
Hallo,
bist Du da sicher?
http://de.wikipedia.org/wiki/Bronze
http://de.wikipedia.org/wiki/Berylliumkupfer
Bye
>> Beryllium eher selten. Phosphor ist gängiger.
> bist Du da sicher?
Mündliche Auskunft von verschiedenen Arbeitern aus einschlägigen Firmen.
Wenn ich mal rumkomm, sammel ich auch infos. :-)
Zumindest erreichen Phosphorbronzen recht gute Eigenschaften.
Arsenbronzen ebenfalls. Arsen und Phosphor waren übrigens
Verunreinigungen, die im Chalkolithikum bzw. der Bronzezeit oft bei
der Verhüttung des Kupfers in diesem als Verunreinigung enthalten
blieben, und z.B. im Chalkolithikum dafür sorgte, das man mit dem Zeug
überhaupt was anfangen konnte.
Voraussetzung ist aber immer eine Kaltverformung. Die Arsenbronzeklingen
des Chalkolithikums wurden kalt gehämmert. Angeblich sollen es gute
Arsenbronzeklingen durchaus mit heutigen Messerstählen aufnehmen können.
Nun, bei einem "Nirosta" Küchenmesser gehört dazu auch nicht viel. :-)
Das war jetzt aus dem Gedächnis aus einer Vorlesung über Hüttentechnik, in
die ich mich in Duisburg mal gesetzt hatte, um mein Pausenbrot in Ruhe zu
verzehren, und mal kurz den Kopf frei von der E-Technik zu bekommen.
Aber 20 Jahre her........geniess es mit Vorsicht.
Mein Vater hat auch die Installation einer Schnapsbrennerei in der Nähe
gelegentlich repariert. Dabei hat er auch Kupferrohre durch Treiben auf
unterschiedliche Durchmesser angepasst. Das Treiben wurde immer kalt
gemacht, und wenn das Material zu hart wurde und er Angst hatte, das
etwas reisst, wurde das ganze leicht geglüht. Der letzte Atbeitsgang vor
dem Putzen war aber immer Hämmern in kaltem Zustand, um Härte
und Steifigkeit zu bekommen.
Die Kaltverformung bewirkt Gitterfehler im Kupfer, die das Kristallgitter
verformen, und so gitterinterne mechanische Vorspannungen bewirken.
Bei Bronzen geschiet gleiches.
Was also bei Halbleitern absolut unerwünscht ist, nutzten die alten
Handwerker unbewusst aus.
Aber ich vermute, hier lesen Fachleute zu der Thematik mit, die Dir näheres
erzählen können.
>http://www.elektro-gv97.de/bilder/ebrand2.jpg
Ich biete
http://home.arcor.de/m.d.bartsch/DSCN1447.jpg
http://home.arcor.de/m.d.bartsch/DSCN1448.jpg
Das war eine Sp�lmaschine
Martin D. Bartsch schrieb:
> Ich biete
> http://home.arcor.de/m.d.bartsch/DSCN1447.jpg
> http://home.arcor.de/m.d.bartsch/DSCN1448.jpg
>
> Das war eine Sp�lmaschine
Hallo,
eindrucksvoll, aber ich vermute der Schuldige war nicht der Stecker der
Sp�lmaschine, sondern die benutzte Steckdose.
Sp�lmaschinen werden doch meistens mit ordentlichen angespritzten
Steckern geliefert. Das der Stecker schuld war habe ich nur mal gesehen
als jemand die Adern beim Stecker vor dem Festschrauben verzinnt hatte,
da hat sich die Klemmung dann dort ganz langsam gelockert.
Bye
Bernd Wiebus schrieb:
> Arsenbronzen ebenfalls. Arsen und Phosphor waren übrigens
> Verunreinigungen, die im Chalkolithikum bzw. der Bronzezeit oft bei
> der Verhüttung des Kupfers in diesem als Verunreinigung enthalten
> blieben, und z.B. im Chalkolithikum dafür sorgte, das man mit dem Zeug
> überhaupt was anfangen konnte.
Hallo,
die Götter der Schmiedekunst der griechischen und römischen Mythologie
hatten doch ein übereinstimmendes Merkmal, sie hinkten beide. Das wurde
mal als Folge einer schleichenden Arsenvergiftung interpretiert, wenn
Arsendämpfe länger eingeatmet werden kann das die Beinmuskeln schädigen.
Bye
> die Götter der Schmiedekunst der griechischen und römischen Mythologie
> hatten doch ein übereinstimmendes Merkmal, sie hinkten beide. Das wurde
> mal als Folge einer schleichenden Arsenvergiftung interpretiert, wenn
> Arsendämpfe länger eingeatmet werden kann das die Beinmuskeln schädigen.
>
Wer weiss. Es gibt noch andere mögliche Erklärungen.
Z.B. das Schmiede früher möglicherweise bewusst gelähmt wurden, weil
Sie Leibeigene bzw. Sklaven waren, die man nicht gerne verlireen
wollte, und denen so die Flucht erschwert werden sollte. Siehe die
Sage von Wieland dem Schmied.
Eine andere Erklärung wäre, das Schmiede zwar wichtige Mitglieder der
frühen Gesellschaft waren, aber gleichzeitig entweder verachtet oder
so misstrauisch gefürchtet wurden, das ungeachtet ihres relativen
Reichtums ihre soziale Stellung sehr unangesehen war. In einigen
aktuellen afrikanischen Stämmen soll das z.B. so sein.
Aus diesem Grunde wurde der Beruf eben nur von Leuten ausgeübt, die
zwar die Fähigkeiten dazu hatten, aber ansonsten kaum einen Platz in
der Gesellschaft fanden. Z.B. Leute mit leichten physischen oder
psychischen Behinderungen.
Auf etwas gewalttätige Charaktereigenschaften zeigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tubal-Kain sein.
und
http://de.wikipedia.org/wiki/Govannon
Allerdings ist die Doku bei so lange zurückliegenden Zeiten immer sehr
schlecht, und muss mühsam ausgegraben und interpretiert werden.
>eindrucksvoll, aber ich vermute der Schuldige war nicht der Stecker der
>Sp�lmaschine, sondern die benutzte Steckdose.
Denke ich auch, ein "hochwertiges", franz�sisches Markenfabrikat aus
den 70ern. Allerdings wurde dort nicht oft gesteckt, also Abnutzung
scheidet aus.
Es roch �brigens bei Betrieb der Sp�lmaschine immer st�rker nach
Fisch, bis sie dann nicht mehr anging. Die Sicherung blieb
unbeeindruckt.