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Antennen"verteiler"

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RA Dr.M.Michael König

unread,
Apr 27, 2003, 10:28:42 AM4/27/03
to
Hallole,

ein guter Freund bat mich um Hilfe, weil sein neu gekaufter
Multimedia-PC einen miserablen (verschneiten) TV-Empfang aufwies.
Angeschlossen war das Gerät an die Antennendose (also eine
Wandsteckdose, in die das Antennenkabel hereinführt udn die zwei
Steckmöglichkeiten für TV und Radio besitzen) des Arbeitszimmers. Da
der Empfang der Flimmerkiste nicht zu beanstanden war (abgesehen von
den wohl üblichen Schatten bei Vox) habe ich etwas herumexperimentiert
und festgestellt, daß der Empfang hervorragend war, wenn die
Antennendose umgangen wird, also das Antennenkabel, das zu der Dose
führt, direkt in den TV-Antenneneingang des PC geführt wird. Das gab
mir doch zu denken und ich habe versucht, die Installation in dem Haus
nachzuvollziehen. es stellte sich heraus, daß jemand (der
Vorbesitzer?) an den Haupt-Antennenanschluß einen passiven Verteiler
aus mehreren Widerständen geschaltet hat (dies scheint dem System zu
entsprechen, das vor vielen Jahren einmal in der Elektor - Aktiver
Antennenverteiler, 11/94, S.52 - beschrieben wurde), um offenbar
entsprechend der Zahl der angeschlossenen TV-Geräte die Impedanz des
Teilers korrekt zu dimensionieren. Entsprechend befand sich auf der
TV-Buchse der besagten Antennendose auch ein Stecker mit einem
Abschlußwiderstand. Der Fernseher im Wohnzimmer war ohne eine solche
Antennendose direkt an den Verteiler angeschlossen. Ein weiterer
Fernseher im Schlafzimmer war über eine solche Antennendose
angeschlossen und zeigte ein eher bescheidenes Bild.
Soviel zum Status. Ich verstehe kaum von von diesen HF-Dingen, aber
die Tatsache, daß der PC über die Antennendose ein schlechtes Bild,
ohne Antennendose aber ein gutes Bild zeigt, der Haupt-Fernseher ein
gutes Bild zeigt und ohne Antennendose direkt am Verteiler hängt und
der vierte Fernseher wiederum über Antennendose ein eher schlechtes
Bild bringt, verleiten mich zu dem Schluß, daß diese
Dimensionierungsregel für den passiven Verteiler nur für direkt
angeschlossene Fernseher gilt, nicht aber, wenn der Anschluß über eine
Antennendose erfolgt. Da ja in den Antennendosen irgendwelche Teile
sitzen müssen, die die Aufteilung in TV und RF bewirken, erscheint
dies auch einem Nichtfachmann nachvollziehbar.
Da der Zustand mit herausgenommener Antennendose und dem aus dem Loch
in der Wand heraushängendem Kabel sehr unschön aussieht, braucht es
zunächst eine kurzfristige Lösung, wie die zwischengeschalteten
Antennendosen bei der Berechnung der Verteilerwiderstände zu
berücksichtigen sind. Kann mit das jemand erklären?
Da so ein passiver Verteiler sicher nicht das Gelbe vom Ei ist, habe
ich meinem Freund einen aktiven Verteiler vorgeschlagen; ich stelle
mir eine aktive Lösung mit vier separaten Ausgängen vor (die im o.g.
Elektor-Beitrag gezeigte Lösung mit einem MAR6 und folgendem passiven
Verteiler scheint mir nicht optimal zu sein). Der Gute hat demnächst
Geburtstag, so daß ein Selbstbau-Verteiler doch ein nettes Geschenk
wäre. Kann mir jemand dazu eine gute, sichere (und natürlich auch
presiwerte) Selbstbau-Lösung empfehlen?

Btw: Ich habe vor längere Zeit bei Pollin ein paar sog.
Antennenverteiler (4-Way-Switch, im aktuellen Katalog S.42
Nr.46-570-040) gekauft, die mir jetzt wider in die Hände gefallen
sind. Läßt sich damit (etwa auch für o.g. problem) etwas sinnvolles
anfangen oder ist das eher für den Müll?

Beste Grüße

Dr. Michael König

--
RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
D-65929 Frankfurt a.M. * Dalbergstraße 4
nos...@drkoenig.de [ersetze "nospam" durch "info"] * www.drkoenig.de

Dieter Wiedmann

unread,
Apr 27, 2003, 11:04:46 AM4/27/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> und festgestellt, daß der Empfang hervorragend war, wenn die
> Antennendose umgangen wird, also das Antennenkabel, das zu der Dose
> führt, direkt in den TV-Antenneneingang des PC geführt wird.

Ungeeignete Dose! Vermutlich ist das eine Durchgangsdose mit hoher
Auskoppeldämpfung und/oder fehlendem Abschlusswiderstand.


> Vorbesitzer?) an den Haupt-Antennenanschluß einen passiven Verteiler
> aus mehreren Widerständen geschaltet hat

Aus Verteiler aus Widerständen zu machen ist wegen der hohen
Verteildämpfung wenig sinnvoll.


> Teilers korrekt zu dimensionieren. Entsprechend befand sich auf der
> TV-Buchse der besagten Antennendose auch ein Stecker mit einem
> Abschlußwiderstand.

Stecker mit Abschlusswiderstand??


> Fernseher im Schlafzimmer war über eine solche Antennendose
> angeschlossen und zeigte ein eher bescheidenes Bild.

Wohl der gleiche Murks wie oben.


> Dimensionierungsregel für den passiven Verteiler nur für direkt
> angeschlossene Fernseher gilt, nicht aber, wenn der Anschluß über eine
> Antennendose erfolgt.

Unsinn! die Dimensionierung der Bauteile eines Verteilers richtet sich
nach dem Wellenwiderstand des Kabels und der Zahl der Abgänge.


> Da so ein passiver Verteiler sicher nicht das Gelbe vom Ei ist

Passiv ist schon o.k., aber eben nicht mit Widerständen.


> ich meinem Freund einen aktiven Verteiler vorgeschlagen; ich stelle
> mir eine aktive Lösung mit vier separaten Ausgängen vor (die im o.g.
> Elektor-Beitrag gezeigte Lösung mit einem MAR6 und folgendem passiven
> Verteiler scheint mir nicht optimal zu sein). Der Gute hat demnächst
> Geburtstag, so daß ein Selbstbau-Verteiler doch ein nettes Geschenk
> wäre. Kann mir jemand dazu eine gute, sichere (und natürlich auch
> presiwerte) Selbstbau-Lösung empfehlen?

Netzwerkanalysator vorhanden? Know-How den zu bedienen?


> Btw: Ich habe vor längere Zeit bei Pollin ein paar sog.
> Antennenverteiler (4-Way-Switch, im aktuellen Katalog S.42
> Nr.46-570-040) gekauft, die mir jetzt wider in die Hände gefallen
> sind. Läßt sich damit (etwa auch für o.g. problem) etwas sinnvolles
> anfangen oder ist das eher für den Müll?

Das ist kein Switch, sondern ein Verteiler. Einer mit drei Abgängen wäre
zwar ideal, aber der mit vier ist um Welten besser als das
Widerstandsnetzwerk.

Also:
Widerstandsverteiler durch das Pollin-Teil ersetzen, übrigen Abgang mit
75Ohm-Abschlusswiderstand versehen, drei ordentliche Enddosen anbringen.
Nötigenfalls vor den Verteiler einen Breitbandverstärker setzen.

Gruß Dieter

Lutz Illigen

unread,
Apr 28, 2003, 1:02:34 AM4/28/03
to
nos...@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael König) wrote:

[...]

Das ist alles murks. Du solltest dir mal die Anlage vor diesem
Anschluss ansehen und hier bzw. besser in de.rec.tv.technik (neu)
posten. Dann kann dir geholfen werden.

Lutz

RA Dr.M.Michael König

unread,
Apr 28, 2003, 3:09:10 AM4/28/03
to
Am Sun, 27 Apr 2003 17:04:46 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>Ungeeignete Dose! Vermutlich ist das eine Durchgangsdose mit hoher
>Auskoppeldämpfung und/oder fehlendem Abschlusswiderstand.

Hm. Da muß mal ganz dumm fragen: Gibt es unterschiedliche Dosen? Woran
erkenne ich, welche Dose das ist? So als Antennen-Laie denke ich mir,
daß eine Antennendose nur einen ganz bestimmten Zweck erfüllen muß und
daher diee Anforderung allen Antennendosenherstellern bekannt sein
muß, also Antennendose gleich Antennendose ist. Ich lasse mich gerne
eines besseren belehren ...


>
>Aus Verteiler aus Widerständen zu machen ist wegen der hohen
>Verteildämpfung wenig sinnvoll.

Grundsätzlich oder nur in diesem Fall?

>> Teilers korrekt zu dimensionieren. Entsprechend befand sich auf der
>> TV-Buchse der besagten Antennendose auch ein Stecker mit einem
>> Abschlußwiderstand.
>Stecker mit Abschlusswiderstand??

Ja. Ein normaler Antennenstecker mit einem Widerstand gegen Masse.
Also wie in besagtem Elektor-Beitrag beschrieben.

>> Fernseher im Schlafzimmer war über eine solche Antennendose
>> angeschlossen und zeigte ein eher bescheidenes Bild.
>Wohl der gleiche Murks wie oben.

Dessen Kabel hängt, wie geschrieben, auch an dem Verteiler dran. Die
Antennendose sieht genauso aus wie die andere. Also wird es wohl die
gleiche Ursache sein.


>
>> Dimensionierungsregel für den passiven Verteiler nur für direkt
>> angeschlossene Fernseher gilt, nicht aber, wenn der Anschluß über eine
>> Antennendose erfolgt.
>Unsinn! die Dimensionierung der Bauteile eines Verteilers richtet sich
>nach dem Wellenwiderstand des Kabels und der Zahl der Abgänge.

Und doch wohl nach der Impedanz des Verbrauchers. Wenn diese
Antennendose aber insofern etwas anderes ist als ein angeschlossenen
TV-Gerät, paßt das ganze doch nicht mehr. Und irgendeinen negativen
Effekt hat diese Dose ja, denn ohne Dose ist das Ergebnis o.k.

>> Da so ein passiver Verteiler sicher nicht das Gelbe vom Ei ist
>Passiv ist schon o.k., aber eben nicht mit Widerständen.

Sondern?


>
>> wäre. Kann mir jemand dazu eine gute, sichere (und natürlich auch
>> presiwerte) Selbstbau-Lösung empfehlen?
>Netzwerkanalysator vorhanden? Know-How den zu bedienen?

Wozu? Braucht man so etwas, um einen Antennenverstärker bzw. einen
"einfachen" aktiven Verteiler aufzubauen? Wenn es dafür eine
funktionierende Schaltung gibt, dürfte der reine Nachbau doch kein so
großes Problem sein. Ich habe ja nicht Absicht, so etwas zu
entwickeln.


>
>> Btw: Ich habe vor längere Zeit bei Pollin ein paar sog.
>> Antennenverteiler (4-Way-Switch, im aktuellen Katalog S.42
>> Nr.46-570-040) gekauft, die mir jetzt wider in die Hände gefallen

>Das ist kein Switch,

Ich habe nur dessen Beschriftung zitiert.

>sondern ein Verteiler. Einer mit drei Abgängen wäre
>zwar ideal, aber der mit vier ist um Welten besser als das
>Widerstandsnetzwerk.

Aha. Wie schön, das sich Hamstern dann und wann auszahlt ...


>
>Also:
>Widerstandsverteiler durch das Pollin-Teil ersetzen, übrigen Abgang mit
>75Ohm-Abschlusswiderstand versehen, drei ordentliche Enddosen anbringen.

Tja, und daran hängt es nun: Woran erkenne ich eine ordentiche
Enddose? Bei uns sind auch jede Menge von Antennendosen verbaut, die -
soweit ich mich entsinne - recht teuer waren: Woran erkenne ich, daß
die etwas taugen?

>Nötigenfalls vor den Verteiler einen Breitbandverstärker setzen.

Nach den letzten schlechten Erfahrungen mit kommerziellen Produkten
(-> 12->4,5V-Adapter) frage ich mich, ob Selbstbau nicht besser ist.
Oder gibt es da ein definitiv zu empfehlendes kommerzielles Produkt?

RA Dr.M.Michael König

unread,
Apr 28, 2003, 3:09:12 AM4/28/03
to
Am 28 Apr 2003 05:02:34 GMT, meinte Lutz Illigen
<newsg...@lutz-illigen.de>:

>Das ist alles murks.

Naja, ganz so murksig ist das nicht, denn sonst würde es ohne die
Antennendose nicht fusionieren.

>Du solltest dir mal die Anlage vor diesem Anschluss ansehen

Da ist keine "Anlage". Da ist nur der Hausanschluß für die Antennen
bzw. den Kabelanschluß. An dessen Ausgang ist besagter
Widerstandsverteiler angeschlossen und an dessen "Ausgänge" die
Antennenkabel, die zu den Geräten bzw. Antennendosen führen. Der
Widerstands-Verteiler ist offensichtlich selbst gebaut.

>und hier bzw. besser in de.rec.tv.technik (neu)
>posten. Dann kann dir geholfen werden.

Mehr als ich bereits geschrieben habe gibt es nicht zu schreiben - da
ist nicht "mehr".

Dieter Wiedmann

unread,
Apr 28, 2003, 4:44:30 AM4/28/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Hm. Da muß mal ganz dumm fragen: Gibt es unterschiedliche Dosen?

Einfach mal den Katalog von Reichelt aufschlagen (S.570/571) und
staunen.


> Woran erkenne ich, welche Dose das ist?

Wie bei allen Baugruppen/teilen: Herstelleraufdruck.


> So als Antennen-Laie denke ich mir,
> daß eine Antennendose nur einen ganz bestimmten Zweck erfüllen muß und
> daher diee Anforderung allen Antennendosenherstellern bekannt sein
> muß, also Antennendose gleich Antennendose ist. Ich lasse mich gerne
> eines besseren belehren ...

1) gibt es Durchgangsdosen und Enddosen
2) gibt es Durchgangsdosen mit verschiedenen Auskoppeldämpfungen [*]
3) gibt es beides noch mit und ohne Rückkanal

[*]: je nach Kabellänge/qualität und Zahl der vorangehenden Dosen ist
der Pegel auf dem Kabel ja verschieden hoch, deshalb nimmt man für eine
Dose am Anfang eines Zweiges eine Dose mit hoher Auskoppeldämpfung und
gegen Ende eine mit geringer. Ganz am Ende sitzt dann, der Name sagt es
schon, eine Enddose.


> Grundsätzlich oder nur in diesem Fall?

Mit Widerständen macht man das höchstens wenn man Leistung und
S/N-Verhältnis in Massen hat.


> Ja. Ein normaler Antennenstecker mit einem Widerstand gegen Masse.

Bei keiner Antennendose nötig.


> Also wie in besagtem Elektor-Beitrag beschrieben.

Kenne ich nicht.


> Und doch wohl nach der Impedanz des Verbrauchers.

Nein, wenn da ein Unterschied zum Leitungsnetz vorhanden wäre
transformiert man die Impedanz nach der Antennendose.


> Wenn diese
> Antennendose aber insofern etwas anderes ist als ein angeschlossenen
> TV-Gerät, paßt das ganze doch nicht mehr. Und irgendeinen negativen
> Effekt hat diese Dose ja, denn ohne Dose ist das Ergebnis o.k.

Nein, die Dose hat eine Auskoppeldämpfung, wenn die zu groß ist kommt
eben nicht mehr genügend Signal an. Ausserdem muss eine Durchgangsdose,
wenn sie als Enddose missbraucht wird, mit einem Abschlusswiderstand
versehen werden, sonst sinkt der Signalpegel durch Reflexionen.

> >Passiv ist schon o.k., aber eben nicht mit Widerständen.
> Sondern?

Wie macht man aus 230V/50Hz Netzspannung eine Kleinspannung von
12V/50Hz? Doch auch nicht mit einem Widerstandsnetzwerk.


> >Netzwerkanalysator vorhanden? Know-How den zu bedienen?
> Wozu? Braucht man so etwas, um einen Antennenverstärker bzw. einen
> "einfachen" aktiven Verteiler aufzubauen? Wenn es dafür eine
> funktionierende Schaltung gibt, dürfte der reine Nachbau doch kein so
> großes Problem sein. Ich habe ja nicht Absicht, so etwas zu
> entwickeln.

Wir reden hier von Frequenzen bis knapp 900MHz. Man kann da zwar
irgendwas zusammenlöten, aber ohne geeignetes Messgerät ist der Erfolg
so sicher wie ein 6er im Lotto. Mit einer gekauften (nix Selberätzen
nach Vorlage) Platine und ausgesuchten Bauteilen (aka Bausatz) gehts
auch ohne NA, aber wo liegt da der Preisvorteil? Ein fertiger
BK-Verstärker kostet ab EUR 30,- (und taugt durchaus).

> >Das ist kein Switch,
> Ich habe nur dessen Beschriftung zitiert.

Und ich im Katalog nachgesehen. Steht da wirklich 'Switch' drauf?


> Tja, und daran hängt es nun: Woran erkenne ich eine ordentiche
> Enddose? Bei uns sind auch jede Menge von Antennendosen verbaut, die -
> soweit ich mich entsinne - recht teuer waren: Woran erkenne ich, daß
> die etwas taugen?

Im wesentlichen daran, dass der Hersteller konkrete Daten dafür nennt,
als da wären Auskoppel-, Durchgangs- und Entkoppeldämpfung. Selbst die
preiswerten BSD4 bei Reichelt sind o.k., die BSD2 sind sinnvoll wenn man
Kabel mit geringem Aussendurchmesser (<6mm) verwenden will.


> Nach den letzten schlechten Erfahrungen mit kommerziellen Produkten
> (-> 12->4,5V-Adapter) frage ich mich, ob Selbstbau nicht besser ist.

Beginnende Paranoia?


> Oder gibt es da ein definitiv zu empfehlendes kommerzielles Produkt?

Eines? Viele! Alle bekannten Antennentechnikhersteller haben da
Taugliches, ist ja keine wirklich komplizierte Entwicklung und auch die
Produktionskosten sind gering. Aber selbst 'NoName'-Ware taugt durchaus.
Sinnvoll ist ein eingebauter Pegelsteller. Allerdings nehme ich an, dass
ein Verstärker hier gar nicht nötig ist. Aufgrund der Beschreibung
scheint mir, dass am Hausanschluss ein genügend hoher Pegel für 3-4
Geräte (bei nicht zu langer Leitung) vorhanden ist.

Gruß Dieter

Thomas Dolch

unread,
Apr 28, 2003, 5:08:24 AM4/28/03
to
Hallo Herr König,

hatte das gleiche Problem auch mal ner Hauppauge...
Fernseher hatte ein einwandfreies Bild, mit der Hauppauge
hatte ich trotz Kabelanschluss nur 3 Programme gefunden,
und die waren unansehbar. Bei einem Anruf bei Hauppauge
wurde mir gesagt das die WinTV Karten einen höheren
Pegel brauchen als ein Fernsehgerät.
Hat mir zwar sehr gewundert, aber nach einem Hochdrehen
des Kabelverstärkers war das Problem gelöst.
Habe seither alle Programme in guter Qualität.

Grüße,
T. Dolch

Uwe Hercksen

unread,
Apr 28, 2003, 6:15:11 AM4/28/03
to

RA Dr.M.Michael König schrieb:

>
> Nach den letzten schlechten Erfahrungen mit kommerziellen Produkten
> (-> 12->4,5V-Adapter) frage ich mich, ob Selbstbau nicht besser ist.

Hallo,

besser wäre es zwischen Gleichspannung und hunderten Megahertz
unterscheiden zu lernen.

Bye

Lars Mueller

unread,
Apr 28, 2003, 9:19:23 AM4/28/03
to
"RA Dr.M.Michael König" wrote:
>
> Am 28 Apr 2003 05:02:34 GMT, meinte Lutz Illigen
> <newsg...@lutz-illigen.de>:
>
> >Das ist alles murks.
>
> Naja, ganz so murksig ist das nicht, denn sonst würde es ohne die
> Antennendose nicht fusionieren.

Es ist Schrott!

> Da ist keine "Anlage". Da ist nur der Hausanschluß für die Antennen
> bzw. den Kabelanschluß. An dessen Ausgang ist besagter
> Widerstandsverteiler angeschlossen und an dessen "Ausgänge" die
> Antennenkabel, die zu den Geräten bzw. Antennendosen führen. Der
> Widerstands-Verteiler ist offensichtlich selbst gebaut.

Und Schrott, wie schon gesagt wurde, weil ein primitiver
Widerstandsverteiler in einem solchen System (außer als Dämpfungsglied
vielleicht) keinen Sinn macht. Dafür gibt es preisgünstige Verteiler mit
Wicklungen auf Ferritkernen, die selber kaum Leistung verbraten. Dennoch
stimmt natürlich am Ende jedes passiven Verteilers der Pegel
zwangsläufig nicht mehr, wenn er vor dem Verteiler noch gestimmt hat.

> >und hier bzw. besser in de.rec.tv.technik (neu)
> >posten. Dann kann dir geholfen werden.
>
> Mehr als ich bereits geschrieben habe gibt es nicht zu schreiben - da
> ist nicht "mehr".

Aber da ist eine passende Gruppe! Bei Hasenzüchtern wirst du auch evtl.
nicht genug über Pferdezucht erfahren.

Gruß Lars

Horst-D. Winzler

unread,
Apr 28, 2003, 10:59:23 AM4/28/03
to
RA Dr.M.Michael König wrote:
> Am Sun, 27 Apr 2003 17:04:46 +0200, meinte Dieter Wiedmann
> <Dieter....@t-online.de>:
>
>
>>Ungeeignete Dose! Vermutlich ist das eine Durchgangsdose mit hoher
>>Auskoppeldämpfung und/oder fehlendem Abschlusswiderstand.
>
>
> Hm. Da muß mal ganz dumm fragen: Gibt es unterschiedliche Dosen? Woran
> erkenne ich, welche Dose das ist? So als Antennen-Laie denke ich mir,
> daß eine Antennendose nur einen ganz bestimmten Zweck erfüllen muß und
> daher diee Anforderung allen Antennendosenherstellern bekannt sein
> muß, also Antennendose gleich Antennendose ist. Ich lasse mich gerne
> eines besseren belehren ...

Es gibt unterschiedliche dosen. Der anwender muß wissen was er will.
Sie benötigen "Durchgangsdosen mit Richtkoppler. Reichelt hat sie mit
8, 13 + 18 dB auskoppeldämpfung.
Üblich ist eine baumstruktur des netzes. 13 dB wäre der kompromiss.
Sie sprechen von einem vorgeschalteten verteiler, hier wäre eine KR 8
mit widerstand die wahl.

Dosen mit richtkoppler besitzen vorwärts besagte auskoppeldämpfung.
Revers jedoch eine erheblich höhere dämpfung. Das verhindert
gegenseitige störungen der geräte.

>>Aus Verteiler aus Widerständen zu machen ist wegen der hohen
>>Verteildämpfung wenig sinnvoll.
>
>
> Grundsätzlich oder nur in diesem Fall?

Grundsätzlich. Speziell aber in ihrem fall. Denn von der geringen
energie sollte nun wirklich nichts verschenkt werden. Gute verteiler
arbeiten nach besagtem richtkoppelsystem.
In ihrem fall verteiler auswechseln. Reichelt verkauft sie von 2-4
ausgängen.

---------


> Nach den letzten schlechten Erfahrungen mit kommerziellen Produkten
> (-> 12->4,5V-Adapter) frage ich mich, ob Selbstbau nicht besser ist.
> Oder gibt es da ein definitiv zu empfehlendes kommerzielles Produkt?
>
> Beste Grüße
>
> Dr. Michael Köni

Diese aussage sollte sich verkniffen werden. Es gibt ausgezeichnete
kommerzielle produkte. Nur, käufer sollte sich auskennen und wissen, das
gute produkte ihren preis haben.

Für sie bedeutet das, Die anlage ihres freundes zu erneuern. Wenn
möglich in baumstruktur.

--
mfg horst-dieter

RA Dr.M.Michael König

unread,
Apr 29, 2003, 9:55:29 AM4/29/03
to
Am Mon, 28 Apr 2003 15:19:23 +0200, meinte Lars Mueller
<l...@despammed.com>:

>> Naja, ganz so murksig ist das nicht, denn sonst würde es ohne die
>> Antennendose nicht fusionieren.
>Es ist Schrott!

Aber dennoch fusioniert es ohne die Dosen. Schrott hin, Schrott her ..


>
>Und Schrott, wie schon gesagt wurde, weil ein primitiver
>Widerstandsverteiler in einem solchen System (außer als Dämpfungsglied
>vielleicht) keinen Sinn macht. Dafür gibt es preisgünstige Verteiler mit
>Wicklungen auf Ferritkernen, die selber kaum Leistung verbraten. Dennoch

O.k. Schon verstanden.

>stimmt natürlich am Ende jedes passiven Verteilers der Pegel
>zwangsläufig nicht mehr, wenn er vor dem Verteiler noch gestimmt hat.

Und dafür gibt dann Verstärker ...

>Aber da ist eine passende Gruppe! Bei Hasenzüchtern wirst du auch evtl.
>nicht genug über Pferdezucht erfahren.

Schon recht.

RA Dr.M.Michael König

unread,
Apr 29, 2003, 9:55:30 AM4/29/03
to
Am Mon, 28 Apr 2003 10:44:30 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>Einfach mal den Katalog von Reichelt aufschlagen (S.570/571) und
>staunen.

Jetzt frage ich noch dümmer ...


>
>1) gibt es Durchgangsdosen und Enddosen

Der Unterschied leuchtet mittlerweile auch mir ein.

>2) gibt es Durchgangsdosen mit verschiedenen Auskoppeldämpfungen [*]

>[*]: je nach Kabellänge/qualität und Zahl der vorangehenden Dosen ist
>der Pegel auf dem Kabel ja verschieden hoch, deshalb nimmt man für eine
>Dose am Anfang eines Zweiges eine Dose mit hoher Auskoppeldämpfung und
>gegen Ende eine mit geringer. Ganz am Ende sitzt dann, der Name sagt es
>schon, eine Enddose.

Boah ey. Das ist ja echt intelligent. Ich habe mal bei uns geschaut:
Überall (auch am "Ende") sind Durchgangsdosen, alle vom selben Typ.
"Laß mal den Profi ´ran ...".

>3) gibt es beides noch mit und ohne Rückkanal

Was bedeutet dies?

>> Ja. Ein normaler Antennenstecker mit einem Widerstand gegen Masse.
>Bei keiner Antennendose nötig.

??? Es heißt doch immer (nicht nur bei Antennen, auch etwa bei ISDN),
daß ein offener Anschluß impedanzmäßig korrekt angepaßt sein muß.


>
>> Und doch wohl nach der Impedanz des Verbrauchers.
>Nein, wenn da ein Unterschied zum Leitungsnetz vorhanden wäre
>transformiert man die Impedanz nach der Antennendose.

Aha. Nicht verstanden.


>
>Nein, die Dose hat eine Auskoppeldämpfung, wenn die zu groß ist kommt
>eben nicht mehr genügend Signal an. Ausserdem muss eine Durchgangsdose,

Leuchtet ein ...

>wenn sie als Enddose missbraucht wird, mit einem Abschlusswiderstand
>versehen werden, sonst sinkt der Signalpegel durch Reflexionen.

Den habe ich nirgends gesehen (fehlt auch bei uns im Haus). Und wie
ist das mit offener Dose, also ohne angeschlossen Glotze?

>> >Passiv ist schon o.k., aber eben nicht mit Widerständen.
>> Sondern?
>Wie macht man aus 230V/50Hz Netzspannung eine Kleinspannung von
>12V/50Hz? Doch auch nicht mit einem Widerstandsnetzwerk.

Kommt darauf an .... ;-)
Aber verstanden, das machen dann diese Verteiler mit den lustigen
Spulchen drin ....



>auch ohne NA, aber wo liegt da der Preisvorteil? Ein fertiger
>BK-Verstärker kostet ab EUR 30,- (und taugt durchaus).

O.k., o.k., schon verstanden.


>
>Und ich im Katalog nachgesehen. Steht da wirklich 'Switch' drauf?

Auf dem Teil: Ja.


>
>
>> Nach den letzten schlechten Erfahrungen mit kommerziellen Produkten
>> (-> 12->4,5V-Adapter) frage ich mich, ob Selbstbau nicht besser ist.
>Beginnende Paranoia?

Scheint hier nicht eben selten zu sein ...


>
>Produktionskosten sind gering. Aber selbst 'NoName'-Ware taugt durchaus.

Beruhigend.

>ein Verstärker hier gar nicht nötig ist. Aufgrund der Beschreibung
>scheint mir, dass am Hausanschluss ein genügend hoher Pegel für 3-4
>Geräte (bei nicht zu langer Leitung) vorhanden ist.

Sie meinen, weil ohne Dose aber mit bösem R-Verteiler die Sache
fusioniert, so daß amn sich mit "richtigem" und weniger Verluste
produzierendem Verteiler die "verlustreichen" Dosen leisten kann?

Dieter Wiedmann

unread,
Apr 29, 2003, 10:51:35 AM4/29/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Boah ey. Das ist ja echt intelligent. Ich habe mal bei uns geschaut:
> Überall (auch am "Ende") sind Durchgangsdosen, alle vom selben Typ.
> "Laß mal den Profi ´ran ...".

Und woran hat der 'Profi' das erkannt?


> >3) gibt es beides noch mit und ohne Rückkanal
>
> Was bedeutet dies?

Der Frquenzbereich unterhalb des UKW-Rundfunks ist dafür vorgesehen
Information von den Haushalten zu einer Zentrale zu senden. AFAIK wird
das aber kaum genutzt.


> ??? Es heißt doch immer (nicht nur bei Antennen, auch etwa bei ISDN),
> daß ein offener Anschluß impedanzmäßig korrekt angepaßt sein muß.

Tja, so eine Antennendose ist schon ein kleines Wunderwerk, da stecken
doch glatt Richtkoppler, die das vermeiden, drin.:-)


[Abschlusswiderstand]


> Den habe ich nirgends gesehen (fehlt auch bei uns im Haus). Und wie
> ist das mit offener Dose, also ohne angeschlossen Glotze?

Wo gesucht?


> Aber verstanden, das machen dann diese Verteiler mit den lustigen
> Spulchen drin ....

Ja, da tanzen die lustigen kleinen EM-Wellen bis zum Abwinken.


[Verteiler oder Switch]
> Auf dem Teil: Ja.

Merkwürdig, ein Switch ist was vergleichbares für Satempfang, hat dann
aber mehrere Ein- _und_ Ausgänge. Im Englischen nennt man die Dinger
'Splitter'.


> Sie meinen, weil ohne Dose aber mit bösem R-Verteiler die Sache
> fusioniert, so daß amn sich mit "richtigem" und weniger Verluste
> produzierendem Verteiler die "verlustreichen" Dosen leisten kann?

Ja, das ist mein Eindruck. Aber eigenlich gehört der Pegel gemessen. An
den Dosen sollte er ca. 70dBuV betragen (sind 3,5mV an 75Ohm). Ein
HF-Millivoltmeter steht wohl nicht gerade rum?;-)


Gruß Dieter

Martin Lenz

unread,
Apr 29, 2003, 11:12:45 AM4/29/03
to
Dieter Wiedmann schrieb:

>
> "RA Dr.M.Michael König" schrieb:
>
> > Boah ey. Das ist ja echt intelligent. Ich habe mal bei uns geschaut:
> > Überall (auch am "Ende") sind Durchgangsdosen, alle vom selben Typ.
> > "Laß mal den Profi ´ran ...".
>
> Und woran hat der 'Profi' das erkannt?

Ich glaub er meint den Profi der das installiert hat.


>
> > >3) gibt es beides noch mit und ohne Rückkanal
> >
> > Was bedeutet dies?
>
> Der Frquenzbereich unterhalb des UKW-Rundfunks ist dafür vorgesehen
> Information von den Haushalten zu einer Zentrale zu senden. AFAIK wird
> das aber kaum genutzt.

Hier in Österreich wird das sehr wohl genutzt - gibt prima
Breitbandinternet. Die haben bei der Installation auch die Dosen
getauscht - geht aber an der alten auch, obwohl es die 2. in der Kette
ist, aber das garantieren sie halt nicht.

Martin

Thiemo Stadtler

unread,
Apr 30, 2003, 4:54:11 AM4/30/03
to
On Sun, 27 Apr 2003 14:28:42 GMT, nos...@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael König) wrote:
> ... miserablen (verschneiten) TV-Empfang...
> ...Antennendose ...

Moin,

ersteinmal möchte ich mich den Vorpostern anschließen, die
beste Lösung ist neumachen und zwar ordentlich, außerdem
kenne ich die Schaltung aus dem Elektor nicht.

Andererseits hast Du -auch in früheren Postings- deutlich
gemacht, daß Du lieber eine vermurkste Installation
möchtest, solange sie nur irgendwie funktioniert ;-))

Deshalb solltest Du als erstes mal versuchen, die Enden
der Stränge vernünftig abzuschließen, indem Du also entweder
Enddosen verbaust, oder die vorhandenen Dosen mit einem
Abschlußwiderstand versiehst. Dafür solltest Du die dafür
vorgesehenen 75R Widerstände verwenden, keinesfalls
irgendwelche Kohle- oder Metallschichtwiderstände
aus der Kiste (tm). Damit bist Du dann schon mal ein paar
Reflexionen los und das kann nur gut sein.

Beste Grüße
Thiemo

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 1, 2003, 3:21:53 AM5/1/03
to
Am Tue, 29 Apr 2003 16:51:35 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>> Boah ey. Das ist ja echt intelligent. Ich habe mal bei uns geschaut:


>> Überall (auch am "Ende") sind Durchgangsdosen, alle vom selben Typ.
>> "Laß mal den Profi ´ran ...".
>Und woran hat der 'Profi' das erkannt?

Wer? Was?

>
>> ??? Es heißt doch immer (nicht nur bei Antennen, auch etwa bei ISDN),
>> daß ein offener Anschluß impedanzmäßig korrekt angepaßt sein muß.
>Tja, so eine Antennendose ist schon ein kleines Wunderwerk, da stecken
>doch glatt Richtkoppler, die das vermeiden, drin.:-)

Klingt gut. Was ist ein Richtkoppler? Warum gibt es das nicht bei z.B.
ISDN-Dosen?

>[Abschlusswiderstand]
>> Den habe ich nirgends gesehen (fehlt auch bei uns im Haus). Und wie
>> ist das mit offener Dose, also ohne angeschlossen Glotze?
>Wo gesucht?

Na, in der Dose. Wenn der Antennenausgang nicht mit einem Kabel
versehen ist, an das eine weitere (End)Dose angeschlossen ist, dann
ist der Klemmanschluß frei. Und wenn dann (und nur dann) ein
Abschlußwiderstand ran muß, dann würde ich erwarten, daß er an dieser
Stelle angeklemmt/angeschraubt ist. Da ist aber nichts, der Anschluß
ist völli frei.


>
>[Verteiler oder Switch]
>> Auf dem Teil: Ja.
>Merkwürdig, ein Switch ist was vergleichbares für Satempfang, hat dann
>aber mehrere Ein- _und_ Ausgänge. Im Englischen nennt man die Dinger
>'Splitter'.

Ich habe die Rechnung nicht mehr, aber da ich ungern wegwerfe habe ich
(wenn auch zugegebenermaßen auf dem Altpapierhaufen) noch den alten
Katalog (1/02) gefunden. Dort ist auf S.37 das Teil als
"Antennen-(BK)-Verteiler FV4i" beschrieben, mit den Daten 40-600MHz,
Verteildämpfung 7 dB, Entkopplung 23 dB, Rückflußdämpfung 23dB. Das
Bild zeigt den 8fach-Verteiler, auf dem - im Gegensatz zum gelieferten
4fach-Verteiler - "8-WAY-SPLITTER" gelesen werden kann.


>
>den Dosen sollte er ca. 70dBuV betragen (sind 3,5mV an 75Ohm). Ein
>HF-Millivoltmeter steht wohl nicht gerade rum?;-)

Nein, ich habe zwar einiges an Geräten aber mangels Ahnung und
Befassung mit HF derartiges nicht. Und das Skop würde ich auch nur
sehr ungerne einpacken und zum Freund tragen (zumal es im HF-Bereich
ohnehin nicht viel helfen würde).

Aber wir haben das gestern abend mal ausprobiert: Widerstandsverteiler
raus und "richtigen" Verteiler (besagten 4-fach Pollin-Verteiler)
rein. Beim TV-Gerät im Wohnzimmer (keine Antennendose) gab es keinen
Unterschied, aber die Glotze im Schlafzimmer (über Antennendose)
zeigte ein deutlich besseres (geradezu schon sehr gutes) Bild - auch
ohne Abschlußwiderstand in der Durchgangsdose, die anstelle einer
Enddose installiert ist. Der PC im Arbeitszimmer zeigte ein besseres
Bild als vorher, aber leider noch weit vom Optimum entfernt; offenbar
benötigt die TV-Karte mehr Spannung Ich habe daraufhin sein
Antennenkabel nicht wie eigentlich vorgesehen an die Buchse der Dose
gesteckt sondern an den gleichfalls offenen Antennenausgang der auch
hier wieder verwendeten Durchgangsdose geklemmt - und siehe da, das
Bild wurde deutlich besser, geradezu schon gut (fast so gut wie ohne
Dose). Dieser Zustand könnte insgesamt so bleiben, er ist
zufriedenstellend. Der vierte Ausgang des Verteilers ist allerdings
noch offen (noch kein Bedarf am TV-Gerät im Kinderzimmer) - schadet
das bzw. sorgt seine künftige Verwendung bzw. der Anschluß der Dose im
Kinderzimmer für eine Verschlechterung des gegenwärtigen Ergebnisses?
In diesem Zusammenhang noch eine Frage: Eingeschleifte Videorecorder
haben ja einen eigenen Antennenausgang. Reichen diese das
Antennensignal nur gepuffert, also mit derselben Spannung. weiter oder
wird diese auf die Normspannung verstärkt auf die Ausgangsbuchse
gelegt?

Dieter Wiedmann

unread,
May 1, 2003, 7:16:49 AM5/1/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Klingt gut. Was ist ein Richtkoppler? Warum gibt es das nicht bei z.B.
> ISDN-Dosen?

Würde für den Zappelstrom bei ISDN etwas groß werden, wer will schon
einen Bananenkarton als Anschlußdose.


> >[Abschlusswiderstand]


> >Wo gesucht?
> Na, in der Dose. Wenn der Antennenausgang nicht mit einem Kabel
> versehen ist, an das eine weitere (End)Dose angeschlossen ist, dann
> ist der Klemmanschluß frei. Und wenn dann (und nur dann) ein
> Abschlußwiderstand ran muß, dann würde ich erwarten, daß er an dieser
> Stelle angeklemmt/angeschraubt ist. Da ist aber nichts, der Anschluß
> ist völli frei.

Evtl. reingefallen. Es lohnt sich für die Hersteller nicht verschiedene
Leichtmetallspritzgussteile fertigen zu lassen, deshalb kann man das nur
am Aufdruck oder an der fehlenden Schraube für den Zentralleiter des
Ausgangs erkennen.

> >[Verteiler oder Switch]


> Ich habe die Rechnung nicht mehr, aber da ich ungern wegwerfe habe ich
> (wenn auch zugegebenermaßen auf dem Altpapierhaufen) noch den alten
> Katalog (1/02) gefunden. Dort ist auf S.37 das Teil als
> "Antennen-(BK)-Verteiler FV4i" beschrieben, mit den Daten 40-600MHz,
> Verteildämpfung 7 dB, Entkopplung 23 dB, Rückflußdämpfung 23dB. Das
> Bild zeigt den 8fach-Verteiler, auf dem - im Gegensatz zum gelieferten
> 4fach-Verteiler - "8-WAY-SPLITTER" gelesen werden kann.

Wird wohl schon o.k. sein, das Teil, wenngleich mich die 600MHz etwas
irritieren. Sollte eigentlich bis 860MHz gehen.


> Aber wir haben das gestern abend mal ausprobiert: Widerstandsverteiler
> raus und "richtigen" Verteiler (besagten 4-fach Pollin-Verteiler)
> rein.

[erheblich besser]

Kein Wunder, die Verteildämpfung ist um Größenordnungen besser als mit
dem Widerstandsverteiler.


> Der vierte Ausgang des Verteilers ist allerdings
> noch offen (noch kein Bedarf am TV-Gerät im Kinderzimmer) - schadet
> das bzw. sorgt seine künftige Verwendung bzw. der Anschluß der Dose im
> Kinderzimmer für eine Verschlechterung des gegenwärtigen Ergebnisses?

Abschlusswiderstand ran!


> In diesem Zusammenhang noch eine Frage: Eingeschleifte Videorecorder
> haben ja einen eigenen Antennenausgang. Reichen diese das
> Antennensignal nur gepuffert, also mit derselben Spannung. weiter oder
> wird diese auf die Normspannung verstärkt auf die Ausgangsbuchse
> gelegt?

Verstärkt ja, wenn auch nur geringfügig. 'Normspannung' nein, ist ja
kein geregelter Verstärker.

Gruß Dieter

Lars Mueller

unread,
May 1, 2003, 7:32:50 AM5/1/03
to
"RA Dr.M.Michael König" wrote:

> Klingt gut. Was ist ein Richtkoppler? Warum gibt es das nicht bei z.B.
> ISDN-Dosen?

Ein Richtkoppler läßt HF nur in einer Richtung durch, was z.B.
vermeidet, daß vom Ausgang her Signale den Eingang und damit die anderen
Geräte stören. Auch der Abschlußwiderstand ist dann an dieser Stelle
nicht mehr nötig, da ja entkoppelt wurde. Das wurde aber bereits
geschrieben. Wozu ich bei ISDN-Dosen einen Richtkoppler bräuchte, ist
mir jedoch nicht ganz klar.



> Aber wir haben das gestern abend mal ausprobiert: Widerstandsverteiler
> raus und "richtigen" Verteiler (besagten 4-fach Pollin-Verteiler)
> rein. Beim TV-Gerät im Wohnzimmer (keine Antennendose) gab es keinen
> Unterschied, aber die Glotze im Schlafzimmer (über Antennendose)
> zeigte ein deutlich besseres (geradezu schon sehr gutes) Bild - auch
> ohne Abschlußwiderstand in der Durchgangsdose, die anstelle einer
> Enddose installiert ist. Der PC im Arbeitszimmer zeigte ein besseres
> Bild als vorher, aber leider noch weit vom Optimum entfernt; offenbar
> benötigt die TV-Karte mehr Spannung Ich habe daraufhin sein
> Antennenkabel nicht wie eigentlich vorgesehen an die Buchse der Dose
> gesteckt sondern an den gleichfalls offenen Antennenausgang der auch
> hier wieder verwendeten Durchgangsdose geklemmt - und siehe da, das
> Bild wurde deutlich besser, geradezu schon gut (fast so gut wie ohne
> Dose). Dieser Zustand könnte insgesamt so bleiben, er ist
> zufriedenstellend. Der vierte Ausgang des Verteilers ist allerdings
> noch offen (noch kein Bedarf am TV-Gerät im Kinderzimmer) - schadet
> das bzw. sorgt seine künftige Verwendung bzw. der Anschluß der Dose im
> Kinderzimmer für eine Verschlechterung des gegenwärtigen Ergebnisses?

Da wird wohl wieder ein Richtkoppler drin sein, also egal. Überhaupt:
Wenn du nicht direkt ohne Verteiler an den Haupteingang gehst, keine
schlecht geschirmten Kabel, keine schlecht geschirmten oder schlecht
angeschlossenen Stecker und keine Verstärker verwendest, kannst du
niemanden stören, also nichts falsch machen, wenn dein Bild gut ist.
Also immer gutes, doppelt geschirmtes Kabel für BK-Anlagen verwenden und
peinlich auf die Masseverbindung achten. Sonst strahlt und stört es Funk
und Fernsehen in der Umgebung und wird gestört durch lokale TV-Sender,
Amateurfunk, Taxifunk, Straßenbahnfunk usw. Dies gilt nur bei
Kabelfernsehen und Satellitenanlagen, nicht bei Terrestrischem Empfang.

> In diesem Zusammenhang noch eine Frage: Eingeschleifte Videorecorder
> haben ja einen eigenen Antennenausgang. Reichen diese das
> Antennensignal nur gepuffert, also mit derselben Spannung. weiter oder
> wird diese auf die Normspannung verstärkt auf die Ausgangsbuchse
> gelegt?

Also daß ein Verstärker drin ist, hast du demnach schon festgestellt.
Ich habe es nie nachgemessen, aber ich habe den Eindruck, daß die
Verstärkung dieser Verstärker durch die Bank >>1 ist. Du könntest da
also z.B. die TV-Karte anschließen, sofern das vom Standort der Geräte
her machbar ist. Allerdings gibt es manchmal Probleme mit dem zusätzlich
eingespeisten Modulator. Ich denke, es dürfte nicht schwer sein, die
Geräte mal kurz nebeneinander zu stellen und das zu testen?

Gruß Lars

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 2, 2003, 3:33:26 AM5/2/03
to
Am Wed, 30 Apr 2003 08:54:11 GMT, meinte Thiemo Stadtler
<DerSt...@gmx.de>:

>Andererseits hast Du -auch in früheren Postings- deutlich
>gemacht, daß Du lieber eine vermurkste Installation
>möchtest, solange sie nur irgendwie funktioniert ;-))

Mal abgesehen davon, daß es nicht meine Installation ist, bin ich in
der Tat grundsätzlich der Meinung, daß es auch eine aus Sicht des
Fachmanns murksige Lösung tut, wenn sie im konkreten Fall fusioniert
und keine im konkreten Fall inakzeptable Nachteile aufweist erst
recht dann, wenn die fachlich richtige Lösung wesentlich mehr kostet.
In diesem konkreten Fall führt die "richtige" Lösung aber zu besseren
Ergebnissen und wurde, wie gepostet, umgesetzt.


>
>Deshalb solltest Du als erstes mal versuchen, die Enden
>der Stränge vernünftig abzuschließen, indem Du also entweder
>Enddosen verbaust, oder die vorhandenen Dosen mit einem

Da der Austausch der Durchgangsdosen gegen Enddosen über das Einsparen
des Abschlußwinderstands hinaus offenbar keinen Vorteil bringt
(zumindest wurde dies bislang nicht bestätigt) sprechen die
vergleichsweise hohen Kosten dagegen.

>Abschlußwiderstand versiehst. Dafür solltest Du die dafür
>vorgesehenen 75R Widerstände verwenden, keinesfalls
>irgendwelche Kohle- oder Metallschichtwiderstände
>aus der Kiste (tm).

Ich dachte nicht an "irgendwelche" Widerstände aus der Kiste sondern
an jeweils zwei parallel geschaltete Kohle- oder Mettallschicht-R aus
dem Fach mit der Aufschrift "150R, 0,25W" - soweit nicht, wie
augenblicklich noch testweise der Fall, die Gerät an dem
Antennenausgang der Dose angeschlossen sind/bleiben. Was wäre daran
auszusetzen?

Dieter Wiedmann

unread,
May 2, 2003, 3:52:01 AM5/2/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Da der Austausch der Durchgangsdosen gegen Enddosen über das Einsparen
> des Abschlußwinderstands hinaus offenbar keinen Vorteil bringt
> (zumindest wurde dies bislang nicht bestätigt) sprechen die
> vergleichsweise hohen Kosten dagegen.

Ich dachte das wäre klar: die Enddosen haben eine geringere
Auskoppeldämpfung (typ. 2-4dB), Duchgangsdosen dagegen 7-22dB. Und von
wegen hohe Kosten: 5,10 für die Dose, ggf. 0,50 für die Abdeckung und
evtl. der Aufputzrahmen für 1,60.


> Ich dachte nicht an "irgendwelche" Widerstände aus der Kiste sondern
> an jeweils zwei parallel geschaltete Kohle- oder Mettallschicht-R aus
> dem Fach mit der Aufschrift "150R, 0,25W" - soweit nicht, wie
> augenblicklich noch testweise der Fall, die Gerät an dem
> Antennenausgang der Dose angeschlossen sind/bleiben. Was wäre daran
> auszusetzen?

Dass sie meist miserable HF-Eigenschaften haben, ein 5er-Pack richtige
Abschlusswiderstände kostet gerademal 1,15. Eine Durchgangsdose ohne
Abschlusswiderstand oder weiterführende Leitung ist nie richtig
angepasst, egal ob ein Gerät angeschlossen ist oder nicht.

Gruß Dieter

Thiemo Stadtler

unread,
May 2, 2003, 6:31:46 AM5/2/03
to
On Fri, 02 May 2003 07:33:26 GMT, nos...@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael König) wrote:
> Mal abgesehen davon, daß es nicht meine Installation ist, bin ich in
> der Tat grundsätzlich der Meinung, daß es auch eine aus Sicht des
> Fachmanns murksige Lösung tut, wenn sie im konkreten Fall fusioniert
> und keine im konkreten Fall inakzeptable Nachteile aufweist erst
> recht dann, wenn die fachlich richtige Lösung wesentlich mehr kostet. ...

Du warst das doch, mit dem betriebsmäßigen Kurzschluß beim
Lichtschalter, oder? Ich kann mich da an empörte Aufschreie
erinnern. ;-) Wie auch immer, ich wollte nur Deine Frage
beantworten und trotzdem klarstellen, daß ich anders vorgehen
würde.

> >Abschlußwiderstand versiehst. Dafür solltest Du die dafür
> >vorgesehenen 75R Widerstände verwenden, keinesfalls
> >irgendwelche Kohle- oder Metallschichtwiderstände
> >aus der Kiste (tm).
>
> Ich dachte nicht an "irgendwelche" Widerstände aus der Kiste sondern
> an jeweils zwei parallel geschaltete Kohle- oder Mettallschicht-R aus
> dem Fach mit der Aufschrift "150R, 0,25W" - soweit nicht, wie
> augenblicklich noch testweise der Fall, die Gerät an dem
> Antennenausgang der Dose angeschlossen sind/bleiben. Was wäre daran
> auszusetzen?

Sie haben eine zu hohe Induktivität, sind nur für NF geeignet.

Thiemo

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 4, 2003, 4:35:14 AM5/4/03
to
Am Thu, 01 May 2003 13:16:49 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>> >[Abschlusswiderstand]


>> >Wo gesucht?
>> Na, in der Dose. Wenn der Antennenausgang nicht mit einem Kabel
>> versehen ist, an das eine weitere (End)Dose angeschlossen ist, dann
>> ist der Klemmanschluß frei. Und wenn dann (und nur dann) ein
>> Abschlußwiderstand ran muß, dann würde ich erwarten, daß er an dieser
>> Stelle angeklemmt/angeschraubt ist. Da ist aber nichts, der Anschluß
>> ist völli frei.
>Evtl. reingefallen. Es lohnt sich für die Hersteller nicht verschiedene
>Leichtmetallspritzgussteile fertigen zu lassen, deshalb kann man das nur
>am Aufdruck oder an der fehlenden Schraube für den Zentralleiter des
>Ausgangs erkennen.

Tut mir leid, das verstehe ich nicht. Das sind Durchgangsdosen mit
einem Ein- und einem Ausgang - klar erkennbar. Der Ausgang ist ebenso
klar erkennbar frei. Also wo sollte da ein Widerstand sein?

>Wird wohl schon o.k. sein, das Teil, wenngleich mich die 600MHz etwas
>irritieren. Sollte eigentlich bis 860MHz gehen.

Wurde wohl deswegen auch verramscht ...


>
>> Der vierte Ausgang des Verteilers ist allerdings
>> noch offen (noch kein Bedarf am TV-Gerät im Kinderzimmer) - schadet
>> das bzw. sorgt seine künftige Verwendung bzw. der Anschluß der Dose im
>> Kinderzimmer für eine Verschlechterung des gegenwärtigen Ergebnisses?
>Abschlusswiderstand ran!

An den freine Verteilerausgang? 75 Ohm?

Dieter Wiedmann

unread,
May 4, 2003, 5:56:42 AM5/4/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Tut mir leid, das verstehe ich nicht. Das sind Durchgangsdosen mit
> einem Ein- und einem Ausgang - klar erkennbar. Der Ausgang ist ebenso
> klar erkennbar frei. Also wo sollte da ein Widerstand sein?

Nochmal: End- und Durchgangsdosen sind meist nur am Aufdruck zu
unterscheiden. Bei einer Enddose bleibt der 'Ausgang' unbelegt. Wird
eine Durchgangsdose als Enddose missbraucht muss, anstelle der
weiterführenden Leitung, ein Abschlusswiderstand (75Ohm) eingebaut
werden.


> >Abschlusswiderstand ran!
> An den freine Verteilerausgang? 75 Ohm?

Genau.

Gruß Dieter

Lars Mueller

unread,
May 4, 2003, 2:41:58 PM5/4/03
to
Dieter Wiedmann wrote:

> > >Abschlusswiderstand ran!
> > An den freine Verteilerausgang? 75 Ohm?
>
> Genau.

Und auch wenn ich weiß, daß ich jetzt einigen auf die Füße trete:
Billiger Kohleschichtwiderstand tut es für diese Frequenzen und diesen
Anwendungsfall auch.

Gruß Lars

Dieter Wiedmann

unread,
May 4, 2003, 3:42:21 PM5/4/03
to
Lars Mueller schrieb:

> Und auch wenn ich weiß, daß ich jetzt einigen auf die Füße trete:
> Billiger Kohleschichtwiderstand tut es für diese Frequenzen und diesen
> Anwendungsfall auch.

Klar, und Bremsleitungen repariert man mit Heftpflaster....
Hast du dir mal den Frequenzgang eines 75Ohm Kohleschicht angesehen?

Gruß Dieter

Th. Rehm

unread,
May 4, 2003, 4:26:13 PM5/4/03
to
Dieter Wiedmann wrote:
[Abschlusswiderstand an TV-Kabelanlage]

> Hast du dir mal den Frequenzgang eines 75Ohm Kohleschicht angesehen?

Bis über 500MHz gut brauchbar, wenn der Widerstand koaxial eingebaut
ist - und das ist in einer Antennendurchgangsdose ganz klar der Fall.

Thomas.

Dieter Wiedmann

unread,
May 4, 2003, 7:08:50 PM5/4/03
to
"Th. Rehm" schrieb:

> Bis über 500MHz gut brauchbar, wenn der Widerstand koaxial eingebaut
> ist - und das ist in einer Antennendurchgangsdose ganz klar der Fall.

Stimmt, aber oberhalb 500MHz wirds dann zunehmend Murks. Richtige
Abschlusswiderstände für BK haben eben einen recht geraden Verlauf der
Impedanz bis ca. 1GHz, die für Sat-ZF sogar bis 2,5GHz.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann

unread,
May 5, 2003, 8:47:40 AM5/5/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Das habe ich schon verstanden. Aber diese Dämpfung betrifft doch nur
> die an den Buchsen angeschlossene Geräte und wirkt sich dann nicht
> weiter negativ aus, wenn die Geräte mit dem geringen Pegel
> zurechtkommen . oder?

Ja, ist aber dennoch Murks. Für das Gerät sollten 60-77dBuV zur
Verfügung stehen, sonst läuft eben das Eine, und das Andere nicht.


> Je nun. Das sind bei drei Dosen 15,- Euronen, also 30 Märker - und
> wenn dies im _konkreten_ Fall nicht zu einer sichtbaren Verbesserung
> führt, dann ist das doch wohl rausgeworfenes Geld.

s.u.


> Jetzt reden wir aneinander vorbei. Ich meinet damit den Anschluß der
> Geräte an den Antennenausgang der Durchgangsdose, also an den Ausgang,
> an dem "eigentlich" die nächste Dose angeschlossen werden soll und der
> in dieser Installation bislang nicht belegt war. Denn vom korrekten
> Abschluß her müßte es doch egal sein, ob eine Antennendose
> angeschlossen ist oder ein TV-Gerät.

Wenn es das Auge des Betrachters (nein nicht auf den TV sehen, auf die
Dose!) nicht stört, dass das Kabel einfach aus der Wand kommt, bitte.


Gruß Dieter

Horst-D. Winzler

unread,
May 5, 2003, 11:49:38 AM5/5/03
to

> "RA Dr.M.Michael König" schrieb:
---------

>>in dieser Installation bislang nicht belegt war. Denn vom korrekten
>>Abschluß her müßte es doch egal sein, ob eine Antennendose
>>angeschlossen ist oder ein TV-Gerät.
>
>
> Wenn es das Auge des Betrachters (nein nicht auf den TV sehen, auf die
> Dose!) nicht stört, dass das Kabel einfach aus der Wand kommt, bitte.
>
>
> Gruß Dieter

Ich denke, ihr redet etwas aneinander vorbei. Ich kann mich an eine
installation erinnern, bei der 3 kabel einfach parallel geschaltet
wurden. Die reflektionen und das rauschen in den oberen kanälen hat
niemend gestört. Offensichtlich auch nicht, das TVs sich unter umständen
gegenseitig stören. Es stört anscheinend auch keinen, wenn die anlage
strahlt. Somit ist doch alles OK. Oder?
Es ist halt so, daß das, was den techniker befriedigt, dem nutzer schon
zu teuer ist. Wenns sonst keinen anderen zeitgenossen stört, laßt sie
mit dem was sie haben glücklich sein ;-)

--
mfg horst-dieter

Lars Mueller

unread,
May 5, 2003, 11:58:36 AM5/5/03
to
"Horst-D. Winzler" wrote:

> gegenseitig stören. Es stört anscheinend auch keinen, wenn die anlage
> strahlt. Somit ist doch alles OK. Oder?

Die Tatsache, daß noch keiner eine Bombe ins Haus geworfen hat, bedeutet
noch lange nicht, daß es keinen stört, wenn eine Kabelanlage z.B.
strahlt. Somit ist es (im Fall einer Kabelanlage) ganz und gar nicht in
Ordnung, weil das Zeug auf Frequenzen herum sendet, die für andere
Funkdienste vorgesehen sind!

Gruß Lars

Rolf Bombach

unread,
May 6, 2003, 8:27:56 AM5/6/03
to

Achtung, es gibt Kohleschichtwiderstände (Wendel auf Isolator)
und Kohlekompositionswiderstände (Röhrchen mit Kohlepulver),
z.B. von AB. Letztere haben günstige HF Eigenschaften, Rauschen
allerdings unter aller Sau.

--
mfg Rolf Bombach Switzerland, surfer's paradise
Seit 01.04.03 sind alle Schweizer ISP dazu verpflichtet, sämtliche
Email-Daten und alle Links besuchter Seiten jedes Users für
sechs Monate zu archivieren.

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 7, 2003, 2:27:57 AM5/7/03
to
Am Mon, 05 May 2003 17:49:38 +0200, meinte "Horst-D. Winzler"
<h-d.w...@t-online.de>:

>>>in dieser Installation bislang nicht belegt war. Denn vom korrekten
>>>Abschluß her müßte es doch egal sein, ob eine Antennendose
>>>angeschlossen ist oder ein TV-Gerät.
>> Wenn es das Auge des Betrachters (nein nicht auf den TV sehen, auf die
>> Dose!) nicht stört, dass das Kabel einfach aus der Wand kommt, bitte.

>Ich denke, ihr redet etwas aneinander vorbei. Ich kann mich an eine

Nein. Nicht mehr.

>Es ist halt so, daß das, was den techniker befriedigt, dem nutzer schon
>zu teuer ist. Wenns sonst keinen anderen zeitgenossen stört, laßt sie
>mit dem was sie haben glücklich sein ;-)

Das ist jetzt aber an der Sache vorbei. Die Frage war doch, ob es
technisch o.k. ist, wenn der Fernseher nicht über die Steckbuchse (mit
Dämpfung) sondern über den Antennenausgang der Durchgangsdose
angeschlossen ist. Das ist mit parallelgeschalten Geräten o.ä. doch
nicht zu vergleichen. Daß es optisch nicht so anspricht, dürfte
unstreitig sein.

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 7, 2003, 2:27:56 AM5/7/03
to
Am Sun, 04 May 2003 11:56:42 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>Nochmal: End- und Durchgangsdosen sind meist nur am Aufdruck zu
>unterscheiden.

??? Moooment. Soll das heißen, daß auch "geborene" Enddosen einen
Anschluß für das ausgehende Antennenkabel besitzen? D.h. daß
Durchgangs- wie Enddose optisch völlig gleich aussehen? Woran erkennt
man dann, daß es sich um eine Enddose oder um eine Durchgangsdose
handelt? Spricht nicht hier der Umstand, daß der Empfang bei
Aufstecken des Antennenkabels auf die TV-Antennensteckbuchse viel
schlechter ist als beim Anschluß an den Antennenausgang (für die
nächste Antennendose) dafür, daß es sich um eine Durchgangsdose
handelt?

>Bei einer Enddose bleibt der 'Ausgang' unbelegt. Wird

D.h. dort ist der Widerstand irgendwo intern eingebaut? Was kommt dann
an diesem "unbelegten" Ausgang heraus? Kein Signal?

>eine Durchgangsdose als Enddose missbraucht muss, anstelle der
>weiterführenden Leitung, ein Abschlusswiderstand (75Ohm) eingebaut
>werden.

Das ist mittlerweile klar, aber dies würde man an dem sichtbar
angeschrauben Widerstand auch erkennen.

Dieter Wiedmann

unread,
May 7, 2003, 5:19:51 AM5/7/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> ??? Moooment. Soll das heißen, daß auch "geborene" Enddosen einen
> Anschluß für das ausgehende Antennenkabel besitzen? D.h. daß
> Durchgangs- wie Enddose optisch völlig gleich aussehen?

Eben.


> Woran erkennt
> man dann, daß es sich um eine Enddose oder um eine Durchgangsdose
> handelt?

Am Aufdruck.


> Spricht nicht hier der Umstand, daß der Empfang bei
> Aufstecken des Antennenkabels auf die TV-Antennensteckbuchse viel
> schlechter ist als beim Anschluß an den Antennenausgang (für die
> nächste Antennendose) dafür, daß es sich um eine Durchgangsdose
> handelt?

Ja, und besimmt eine mit hoher Auskoppeldämpfung.


> D.h. dort ist der Widerstand irgendwo intern eingebaut?

So etwa.


> Was kommt dann
> an diesem "unbelegten" Ausgang heraus? Kein Signal?

Ja.


Gruß Dieter

Horst-D. Winzler

unread,
May 7, 2003, 1:01:45 PM5/7/03
to
RA Dr.M.Michael König wrote:
> Am Mon, 05 May 2003 17:49:38 +0200, meinte "Horst-D. Winzler"
> <h-d.w...@t-online.de>:
>
>
>>>>in dieser Installation bislang nicht belegt war. Denn vom korrekten
>>>>Abschluß her müßte es doch egal sein, ob eine Antennendose
>>>>angeschlossen ist oder ein TV-Gerät.

>>Ich denke, ihr redet etwas aneinander vorbei. Ich kann mich an eine
>
>
> Nein. Nicht mehr.

Wirklich?

>
>>Es ist halt so, daß das, was den techniker befriedigt, dem nutzer schon
>>zu teuer ist. Wenns sonst keinen anderen zeitgenossen stört, laßt sie
>>mit dem was sie haben glücklich sein ;-)
>
>
> Das ist jetzt aber an der Sache vorbei. Die Frage war doch, ob es
> technisch o.k. ist, wenn der Fernseher nicht über die Steckbuchse (mit
> Dämpfung) sondern über den Antennenausgang der Durchgangsdose
> angeschlossen ist.

Von der systematik nur bedingt OK. Siehe gegenseitige störung von
empfängern. Ev. übersteuerung derselben.

Es ist nunmal so, wenns keinen stört und alle daran beteiligten sind
zufrieden, wen störts? Was ich von diesen "improvisationen" halte,
schrieb ich schon.

BTW wenn man sich enddose/durchgangsdose einmal genau ansieht, ist
problemlos zu erkennen, welche was ist. Man muß sie sich einfach nur
ansehen ;-)


--
mfg horst-dieter

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 12, 2003, 3:34:11 AM5/12/03
to
Am Tue, 06 May 2003 14:27:56 +0200, meinte Rolf Bombach
<rbom...@bluewin.ch>:

>Achtung, es gibt Kohleschichtwiderstände (Wendel auf Isolator)

Warum heißen die dann Kohle"schicht"? Kohle"schicht" impliziert doch
alles andere als einen Drahtwendel.

Juergen Hannappel

unread,
May 12, 2003, 3:36:27 AM5/12/03
to
nos...@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael König) writes:

> Am Tue, 06 May 2003 14:27:56 +0200, meinte Rolf Bombach
> <rbom...@bluewin.ch>:
>
> >Achtung, es gibt Kohleschichtwiderstände (Wendel auf Isolator)
>
> Warum heißen die dann Kohle"schicht"? Kohle"schicht" impliziert doch
> alles andere als einen Drahtwendel.

Es ist ja auch keine Draht- sonder eine Kohleschichtwendel, d.h. auf
dem zylindrischen Isolator ist eine Kohleschicht aufgebracht die eine
wendelfoermig durchschnitten ist, sodass der weg um ein mehrfaches der
Widerstanslaenge vergroessert wird (git aber wphl nur fuer hochohmige
Widerstaende).

--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Geneve 23

Andreas Tönne

unread,
May 12, 2003, 3:43:56 AM5/12/03
to

"RA Dr.M.Michael König" <nos...@drkoenig.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ebf4af2...@News.CIS.DFN.DE...

> Am Tue, 06 May 2003 14:27:56 +0200, meinte Rolf Bombach
> <rbom...@bluewin.ch>:
>
> >Achtung, es gibt Kohleschichtwiderstände (Wendel auf Isolator)
>
> Warum heißen die dann Kohle"schicht"? Kohle"schicht" impliziert doch
> alles andere als einen Drahtwendel.

Kohlewendelwiderstand klingt auch nicht besser :-)

Vermutlich wurde der Name gewählt, um sie von Kohlemassewiderständen (oder
wie immer die Biester auch heisst, die einen massiven Kern haben) zu
unterscheiden.

Es heisst ja auch Metallfilmwiderstand, auch wenn man damit keine Bilder
machen kann *weckduck*

Andreas

--
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Andreas Tönne @ home
mailto:ato...@t-online.de * http://atoenne.bei.t-online.de
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RA Dr.M.Michael König

unread,
May 13, 2003, 4:19:48 AM5/13/03
to
Am Wed, 07 May 2003 19:01:45 +0200, meinte "Horst-D. Winzler"
<h-d.w...@t-online.de>:

>> Das ist jetzt aber an der Sache vorbei. Die Frage war doch, ob es


>> technisch o.k. ist, wenn der Fernseher nicht über die Steckbuchse (mit
>> Dämpfung) sondern über den Antennenausgang der Durchgangsdose
>> angeschlossen ist.
>Von der systematik nur bedingt OK. Siehe gegenseitige störung von
>empfängern. Ev. übersteuerung derselben.

Von der Übersteuerung mal abgesehen (dank des vorgeschalteten
Verteilers dürfte ein zu hoher Pegel nie das Problem sein) - wieso
sollten sich die Empfänger gegenseitig stören?

>
>Es ist nunmal so, wenns keinen stört und alle daran beteiligten sind
>zufrieden, wen störts? Was ich von diesen "improvisationen" halte,
>schrieb ich schon.

Klar. Aber ich würde schon ganz gerne wissen, wie man es richtig
macht, und warum etwas falsch ist, auch wenn es im Einzelfall
fusioniert.

>
>BTW wenn man sich enddose/durchgangsdose einmal genau ansieht, ist
>problemlos zu erkennen, welche was ist. Man muß sie sich einfach nur
>ansehen ;-)

Ich dachte bislang, daß man die Durchgangsdose an dem ausgehenden
Antennenkabelanschluß erkennt (da Enddosen so etwas nicht brauchen und
folglich auch nicht besitzen). Dieter Wiedmann sagt nun, daß sie
optisch gleich aussehen würden. Also was nun?

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 13, 2003, 4:19:47 AM5/13/03
to
Am Wed, 07 May 2003 11:19:51 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>> ??? Moooment. Soll das heißen, daß auch "geborene" Enddosen einen


>> Anschluß für das ausgehende Antennenkabel besitzen? D.h. daß
>> Durchgangs- wie Enddose optisch völlig gleich aussehen?
>Eben.

Hm. Sonderbar. Naja, Sie werden es ja wohl wissen.


>
>> Woran erkennt
>> man dann, daß es sich um eine Enddose oder um eine Durchgangsdose
>> handelt?
>Am Aufdruck.

Aha. Und wie lautet der Aufdruck (oder Symbol), der auf eine
Durchgangsdose hinweist?

Dieter Wiedmann

unread,
May 13, 2003, 4:47:36 AM5/13/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Aha. Und wie lautet der Aufdruck (oder Symbol), der auf eine
> Durchgangsdose hinweist?

Wie erkennt man bei einem PKW ob er 4 oder 6 Zylinder hat (ohne unter
die Motorhaube zu sehen)?

Gruß Dieter

Heiko Nocon

unread,
May 13, 2003, 6:10:53 AM5/13/03
to
RA Dr.M.Michael König wrote:

>Ich dachte bislang, daß man die Durchgangsdose an dem ausgehenden
>Antennenkabelanschluß erkennt (da Enddosen so etwas nicht brauchen und
>folglich auch nicht besitzen). Dieter Wiedmann sagt nun, daß sie
>optisch gleich aussehen würden. Also was nun?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche bauen Dosen mit leicht
unterschiedlichem Innenleben. Bei den meisten ist aber eine Enddose
exakt so aufgebaut wie eine Durchgangsdose. Zur Enddose wird sie allein
durch einen auf den Durchgangs-Ausgang geklemmten Terminatorwiderstand.

Viel wichtiger als "Enddose" und "Durchgangsdose" ist, daß die Dämpfung
des ausgekoppelten Signals paßt. Deswegen haben alle Anbieter ein ganzes
Sortiment von Dosen mit unterschiedlicher Auskoppeldämpfung. Jede
einzelne Dose ist ja nix anderes als eine passive Weiche, die die
Energie des Eingangssignals irgendwie auf den eigenen Ausgang und den
Durchgangsausgang verteilt. Je mehr Dosen an einem Strang hängen, umso
unterschiedlichere Auskoppeldämpfungen müssen sie haben und umso höher
muß der Pegel des Eingangssignals für den Strang sein.

Harald Wilhelms

unread,
May 13, 2003, 9:18:58 AM5/13/03
to
nos...@drkoenig.de (RA Dr.M.Michael König) wrote in message news:<3ec097d...@News.CIS.DFN.DE>...

> >BTW wenn man sich enddose/durchgangsdose einmal genau ansieht, ist
> >problemlos zu erkennen, welche was ist. Man muß sie sich einfach nur
> >ansehen ;-)
>
> Ich dachte bislang, daß man die Durchgangsdose an dem ausgehenden
> Antennenkabelanschluß erkennt (da Enddosen so etwas nicht brauchen und
> folglich auch nicht besitzen). Dieter Wiedmann sagt nun, daß sie
> optisch gleich aussehen würden. Also was nun?
>
> Beste Grüße
>
> Dr. Michael König

Hallo Dr. König,
normalerweise sollte auf einer Durchgangsdose "Durchgangsdose"
draufstehen und auf einer Enddose "Enddose"!
Der Unterschied bei Ihnen wird sein, das bei einer Enddose mehr
Signal aus der Steckbuchse herauskommt, als bei einer Durchgansdose.
Gruss
Harald Wilhelms

Horst-D. Winzler

unread,
May 15, 2003, 12:19:37 AM5/15/03
to
RA Dr.M.Michael König wrote:

> Von der Übersteuerung mal abgesehen (dank des vorgeschalteten
> Verteilers dürfte ein zu hoher Pegel nie das Problem sein) - wieso
> sollten sich die Empfänger gegenseitig stören?

Übersteuerung tritt eigentlich eher beim vorverstärker auf. Wenn dort
der summenpegel bis an die "grenze" eingestellt wurde. Kommt dann ein
neuer sender hinzu, rauschts oft. Abhilfe: eingangspegel absenken.
3dB/sender

Jeder überlagerungsempfänger hat min. 1 oszillator. Dessen frequenz
findet sich mehr oder weniger stark auch auf der antennenbuchse.
Bei kommerziellen empfängern (richtig teuer) wird dieser wert angegeben.

>>Es ist nunmal so, wenns keinen stört und alle daran beteiligten sind
>>zufrieden, wen störts? Was ich von diesen "improvisationen" halte,
>>schrieb ich schon.
>
>
> Klar. Aber ich würde schon ganz gerne wissen, wie man es richtig
> macht, und warum etwas falsch ist, auch wenn es im Einzelfall
> fusioniert.

Übers richtig machen läßt sich trefflich philosophieren wie sich ja auch
unschwer in diesem brett erkennen läßt Es ist halt ein ergebnis aus
einer "unzahl" bisheriger probleme. Siehe auch rechtswissenschaft ;-)

Beispiel: In dem mietshaus, in dem ich wohne, habe ich für die anlage Cu
geschirmtes koaxkabel verwendet. Ist teurer, aber hier ist die anlage
"dicht". Deshalb ist das billige Al geschirmte kabel nicht falsch.

Bei einem oder zwei geräten reicht ein 2-fach verteiler. Werdens mehr
abnehmer, sollte schon mit einem verstärker gerechnet werden. Dieser
verstärker dient auch oder gerade, den frequenzgang der anlage zu
entzerren.

>
>>BTW wenn man sich enddose/durchgangsdose einmal genau ansieht, ist
>>problemlos zu erkennen, welche was ist. Man muß sie sich einfach nur
>>ansehen ;-)


>
> Ich dachte bislang, daß man die Durchgangsdose an dem ausgehenden
> Antennenkabelanschluß erkennt (da Enddosen so etwas nicht brauchen und
> folglich auch nicht besitzen). Dieter Wiedmann sagt nun, daß sie
> optisch gleich aussehen würden. Also was nun?
>
> Beste Grüße
>
> Dr. Michael König

Salomonisches urteil. Auf den ersten blick sehen sie gleich aus. Nimmt
man sie in die hand und schaut genau hin, fehlt bei der enddose die
klemme für den innenleiter ;-)

--
mfg horst-dieter

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 15, 2003, 2:38:43 AM5/15/03
to
Am Tue, 13 May 2003 10:47:36 +0200, meinte Dieter Wiedmann
<Dieter....@t-online.de>:

>> Aha. Und wie lautet der Aufdruck (oder Symbol), der auf eine


>> Durchgangsdose hinweist?
>Wie erkennt man bei einem PKW ob er 4 oder 6 Zylinder hat (ohne unter
>die Motorhaube zu sehen)?

Ich will ja nicht undankbar sein, aber das ist eine ziemlich wenig
hilfreiche Antwort.
Sie behaupten, daß Durchgangs- und Enddosen optisch gleich aussehen,
also beide Anschlüsse für Antenne-Ein und Antennen-Aus mit
entsprechenden Markierungen besitzen. Das kommt mir zwar merkwürdig
vor - aber gut. Dennoch muß es irgendeine Möglichkeit geben, von außen
zu erkennen, was für eine Dose das ist. Die Annahme, daß solche Dinger
ohne optische Unterschiede produziert und verkauft werden, erscheint
mir ziemlich abwegig.
Im übrigen hinkt das Beispiel mit dem PKW. Unter die Motorhaube
schauen ist erlaubt, nur nicht das Öffnen des Motors.

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 15, 2003, 2:38:45 AM5/15/03
to
Am Tue, 13 May 2003 12:10:53 +0200, meinte Heiko Nocon
<Heiko...@gmx.net>:

>Das hängt vom Anbieter ab. Manche bauen Dosen mit leicht
>unterschiedlichem Innenleben. Bei den meisten ist aber eine Enddose
>exakt so aufgebaut wie eine Durchgangsdose. Zur Enddose wird sie allein
>durch einen auf den Durchgangs-Ausgang geklemmten Terminatorwiderstand.

Eine weitere Variante: Eine "geborene" Enddose ist also eine Dose, die
entweder keinen Antennenkabel-Ausgang besitzt oder auf deren "Ausgang"
ein Abschlußwiderstand sitzt.

>
>Viel wichtiger als "Enddose" und "Durchgangsdose" ist, daß die Dämpfung
>des ausgekoppelten Signals paßt. Deswegen haben alle Anbieter ein ganzes

Ja. Bislang hatte ich die Stellungnahmen aber so verstanden, daß eine
Durchgangsdose das ausgekoppelte Signal typischerweise stark dämpft,
eine Enddose dagegen typischerweise nur eine geringe Dämpfung besitzt.
Daher auch die Kritik, daß bei meinem Freund Durchgangsdosen (mit
großer Dämpfung) verbaut sind. obwohl (überwiegend) Enddosen (mit
geringer Dämpfung) hätten eingebaut werden müssen.
Ich stelle mir halt vor, daß ich in Kenntnis der Anforderungen in ein
Geschäft gehe und um Enddosen (die ja allesamt nur eine geringe
Dämpdung besitzen dürfen) bitte. Oder, naheliegender, ich gehe in den
Baumarkt mit der bekannten schlechten Beschriftung der Waren und wenig
kompetenten Verkäufern - bin also darauf angewiesen, zu wissen, was
ich kaufe. Dann wäre schon wichtig zu wissen, worauf ich zu achten
habe.
Aber gut, wenn es so ist, daß entweder kein Ausgang vorhanden sein
darf oder aber ein Abschlußwiderstand da sein muß, wäre dies eine noch
lösbare Aufgabe.
Und bei einer vorhandenen Installation bedeutet dies, daß man mangels
eindeutiger Beschriftungen und weil man dem Installateur nicht trauen
darf, den ehemals vorhandenen Abschlußwiderstand an seinem Platz
belassen zu haben, die Pegel muß ...

>Durchgangsausgang verteilt. Je mehr Dosen an einem Strang hängen, umso
>unterschiedlichere Auskoppeldämpfungen müssen sie haben und umso höher
>muß der Pegel des Eingangssignals für den Strang sein.

Zu gegebener Zeit werde ich die Bitte äußern, mir dies anhand eines
Berechnungsbeispiels zu erläutern.

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 15, 2003, 2:38:48 AM5/15/03
to
Am 13 May 2003 06:18:58 -0700, meinte Harald....@web.de (Harald
Wilhelms):

>normalerweise sollte auf einer Durchgangsdose "Durchgangsdose"
>draufstehen und auf einer Enddose "Enddose"!

Hier fehlt doch wohl eindeutig ein ";-)".

>Der Unterschied bei Ihnen wird sein, das bei einer Enddose mehr
>Signal aus der Steckbuchse herauskommt, als bei einer Durchgansdose.

Sorry, aber soweit waren wir schon vor einer Woche (oder mehr).

Beste Grüße

Dr. Michael König

Dieter Wiedmann

unread,
May 15, 2003, 4:29:01 AM5/15/03
to
"RA Dr.M.Michael König" schrieb:

> Dennoch muß es irgendeine Möglichkeit geben, von außen
> zu erkennen, was für eine Dose das ist.

Nehmen wir mal als Beispiel die Dosen von Axing (in vielen Baumärkten,
aber auch bei Reichelt):
BSD 4-00 -->Enddose
BSD 4-07 -->Durchgangsdose mit 7dB Auskoppeldämpfung
BSD 4-10 -->dto. mit 10dB
usw.

Da kocht aber jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.


> Die Annahme, daß solche Dinger
> ohne optische Unterschiede produziert und verkauft werden, erscheint
> mir ziemlich abwegig.

Der Preis einer Leichtmetallspritzgussform ist bekannt?

Gruß Dieter

RA Dr.M.Michael König

unread,
May 16, 2003, 6:17:20 AM5/16/03
to
Am Thu, 15 May 2003 06:19:37 +0200, meinte "Horst-D. Winzler"
<h-d.w...@t-online.de>:

>Übersteuerung tritt eigentlich eher beim vorverstärker auf. Wenn dort

>der summenpegel bis an die "grenze" eingestellt wurde. Kommt dann ein
>neuer sender hinzu, rauschts oft. Abhilfe: eingangspegel absenken.
>3dB/sender

Verstehe ich das recht? Konstruiertes Beispiel: Nach einem
4er-Verteiler reicht der Pegel bei machen Geräten/TV-Karten nicht mehr
für ein gutes Bild. Man kauft also einen Verstärker (die meisten
bringen wohl 20dB) und schleift ihn vor den Verteiler ein. Da der
Pegel am Hausanschluß aber sehr hoch ist (immerhein reicht er bei
einem 4er-Verteiler ja für die meisten Geräte) wird die Eingangsstufe
des Antennenverstärkers übersteuert und das Bild wird sauschlecht.
Ist das wirklich denkbar?


>
>Übers richtig machen läßt sich trefflich philosophieren wie sich ja auch
>unschwer in diesem brett erkennen läßt Es ist halt ein ergebnis aus
>einer "unzahl" bisheriger probleme. Siehe auch rechtswissenschaft ;-)

Naja, im Gegensatz zur Juristerei gibt es bei Elektronik Naturgesetze,
meßbare Daten, und feste Regeln, die man nicht einfach ignorieren
kann.


>
>Beispiel: In dem mietshaus, in dem ich wohne, habe ich für die anlage Cu
>geschirmtes koaxkabel verwendet. Ist teurer, aber hier ist die anlage
>"dicht". Deshalb ist das billige Al geschirmte kabel nicht falsch.

Aber im konkreten Fall suboptimal ... nicht?


>
>Salomonisches urteil. Auf den ersten blick sehen sie gleich aus. Nimmt
>man sie in die hand und schaut genau hin, fehlt bei der enddose die
>klemme für den innenleiter ;-)

Das fällt auch unter die Rubrik der optischen Erkennbarkeit.

Beste Grüße

Dr. Michael König

Horst-D. Winzler

unread,
May 16, 2003, 3:37:39 PM5/16/03
to
RA Dr.M.Michael König wrote:
> Am Thu, 15 May 2003 06:19:37 +0200, meinte "Horst-D. Winzler"
> <h-d.w...@t-online.de>:
>
>
>>Übersteuerung tritt eigentlich eher beim vorverstärker auf. Wenn dort
>>der summenpegel bis an die "grenze" eingestellt wurde. Kommt dann ein
>>neuer sender hinzu, rauschts oft. Abhilfe: eingangspegel absenken.
>>3dB/sender
>
>
> Verstehe ich das recht? Konstruiertes Beispiel: Nach einem
> 4er-Verteiler reicht der Pegel bei machen Geräten/TV-Karten nicht mehr
> für ein gutes Bild. Man kauft also einen Verstärker (die meisten
> bringen wohl 20dB) und schleift ihn vor den Verteiler ein. Da der
> Pegel am Hausanschluß aber sehr hoch ist (immerhein reicht er bei
> einem 4er-Verteiler ja für die meisten Geräte) wird die Eingangsstufe
> des Antennenverstärkers übersteuert und das Bild wird sauschlecht.
> Ist das wirklich denkbar?

Nicht nur denkbar, sondern tatsächlich. Unteranderem deshalb wollte die
Post damals ja auch einen pegelplan. Ab 3 teilnehmer.

Bei verstärkern ist neben ihrer verstärkung auch der max. ausgangspegel
wichtig. Der darf nicht überschritten werden. Der pegelregler sollte
deshalb zwischen HÜP (HÜP=hausübergabepunkt) und verstärker
eingeschleift sein.

>
>>Übers richtig machen läßt sich trefflich philosophieren wie sich ja auch
>>unschwer in diesem brett erkennen läßt Es ist halt ein ergebnis aus
>>einer "unzahl" bisheriger probleme. Siehe auch rechtswissenschaft ;-)
>
>
> Naja, im Gegensatz zur Juristerei gibt es bei Elektronik Naturgesetze,

Nicht naturgesetze. Es handelt sich um gesetzmäßigkeiten die statistisch
ermittelt wurden. Diese gesetzmäßigkeiten gelten, streng genommen, nur
in ihrem bereich. Gesetze gibt sich der mensch oder, bei religiösen
mitmenschen, eben Gott. Wird behauptet.

> meßbare Daten, und feste Regeln, die man nicht einfach ignorieren
> kann.

Wenn mann nicht haarscharf am erfolg vorbei arbeiten will.

>>Beispiel: In dem mietshaus, in dem ich wohne, habe ich für die anlage Cu
>>geschirmtes koaxkabel verwendet. Ist teurer, aber hier ist die anlage
>>"dicht". Deshalb ist das billige Al geschirmte kabel nicht falsch.
>
>
> Aber im konkreten Fall suboptimal ... nicht?

Ja!


>
>>Salomonisches urteil. Auf den ersten blick sehen sie gleich aus. Nimmt
>>man sie in die hand und schaut genau hin, fehlt bei der enddose die
>>klemme für den innenleiter ;-)
>
>
> Das fällt auch unter die Rubrik der optischen Erkennbarkeit.

Ja, visuelle fehlersuche. Ernst zu nehmende methode!

mfg horst-dieter

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