Alles gleichzeitig? Also ca. 2000W Leistung, das geht aber ganz schön ins
Geld. In der Leistungsklasse wird's wahrscheinlich sowieso nur mehr
Sinus-Wechselrichter geben, nehme ich an. Selbst bei jeweils nur einem
Gerät, z.B. Fön oder Mikrowelle, wäre das ein 1000-Watt-Gerät, die kosten so
ab 1000,- DM aufwärts.
MFG
Andy
"Georg Wochesländer" schrieb:
>
> Hallo,
> Möchte an Solaranlage, 24V, Haarfön, Fernseher, Computer und vielleicht
> Mikrowelle anschliesen. Brauche ich wirklich Sinuswechselrichter? oder
> genügt billigere Ausführung?
> Danke
> georg
Fön:
Auf jeden Fall.
Computer:
Müsste gehen, wäre ich aber vorsichtig.
Mikrowelle:
Keine ahnung wie die Dinger aufgebaut sind.
--
Gruß
Maddog
Für
Heizwicklungen
Motor, z.B. Wasserpumpe
Ferseher, Videorekorder (Geräte mit Trafoetzteil)
Computer, Laptop (Geräte mit Schaltnetzteil)
Mikrowelle (Hochspannungnetzteil)
Danke
/georg
Hallo,
bei den billigeren Wechselrichtern muß man zwischen Rechteckwechselrichtern
und Trapetzwechselrichtern unterscheiden.
Rechteckwechselrichtern (R-WR):
Effektivwert der Ausgangsspannung = Effektivwert der Netzspannung
Scheitelwert der Ausgangsspannung < Scheitelwert der Netzspannung
Oberwellen der Ausgangsspannung > Oberwellen der Netzspannung
Trapetzwechselrichtern (T-WR):
Effektivwert der Ausgangsspannung = Effektivwert der Netzspannung
Scheitelwert der Ausgangsspannung = Scheitelwert der Netzspannung
Oberwellen der Ausgangsspannung > Oberwellen der Netzspannung
Sinuswechselrichter (S-WR):
Effektivwert der Ausgangsspannung = Effektivwert der Netzspannung
Scheitelwert der Ausgangsspannung = Scheitelwert der Netzspannung
Oberwellen der Ausgangsspannung = Oberwellen der Netzspannung
Jetzt muß man sich überlegen, wie die Geräte darauf reagieren:
Heizwicklungen:
Für die Heizleistung ist nur der Effektivwert von Bedeutung -> alle
WR-Typen geeignet.
Auch der Motor bei einem Fön dürfte hier keine Schwierigkeiten haben.
Aufgrund der Oberwellen wird der Fön etwas lauter und der Motor hat eine
etwas höhere Verlustleistung, beides wird man wahrscheinlich nicht
bemerken.
Interessant wird es, wenn der Fön auf Stufe 1 läuft. Um die Leistung zu
reduzieren, wird einfach eine Diode in Reihe geschaltet (-> 1/4 Leistung).
Dadurch hat der Eingangsstrom einen Gleichanteil. Hat der Hersteller an
Trafoblech gespart, treibt dieser Strom den Wechselrichter in Sättigung, so
das dieser Überlastet wird und (hoffentlich) abschaltet. Dieser Effekt kann
auch bei S-WR's auftreten.
Motor, z.B. Wasserpumpe:
Durch die Oberwellen wird die Verlustleistung etwas höher, ansonsten
interessiert den Motor nur die Effektivspannung. Da Motoren einen
Anlaufstrom haben, der höher als der Nennstrom sein kann, muß der WR
kurzzeitig überlastbar sein. Auch muß der WR mit induktiven Lasten
zurechtkommen. Bei WR's, die eine Verpolungsschutzdiode in Reihe zum
Eingang haben, muß der Eingangselko die Blindleistung aufnehmen, was
meistens nicht gutgeht. Im Normalfall dient der Akku, an dem der WR
angeschlossen ist, zur Blindleistungsaufnahme.
Fernseher, Videorecorder (Geräte mit Trafonetzteil):
Da Hinter dem Trafo gleichgerichtet wird, muß der Spitzenwert der Spannung
stimmen -> T-WR. R-WR sind nicht geeignet. Der Trafo Brummt wg. der
Oberwellen etwas hochfrequenter. Bei Audio-Geräten "schlagen" die
Oberwellen oft auf den NF-Teil durch, was sich in einem leisen "Zirrpen"
bemerkbar macht. Wenn dies Stört -> S-WR (wobei deren Taktfrequenz manchmal
auch stört).
Computer, Laptop (Geräte mit Schaltnetzteil):
Hier wird die Netzspannung gleichgerichtet und weiterverarbeitet. Der
Scheitelwert muß stimmen -> T-WR. Ist ein PFC eingebaut, kommt es auf die
Schaltung des PFC's an, ob der T-WR noch funktioniert. Hier würde ich
vorsichtshalber einen S-WR verwenden.
Mikrowelle (Hochspannungnetzteil):
Für den Motor siehe "Motor, z.B. Wasserpumpe", wie das HS-Netzteil
aufgebaut ist, weiß ich leider nicht.
Gruß Ulli
Ulrich Grosse <grosse.nie...@t-online.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 390FDAC3...@t-online.de...
Davon habe ich auch schon gehört, aber leider noch nicht auf dem Tisch
gehabt. Wenn ich Datenblätter über das Funktionsprinzip oder wenigstens mal
ein Oszillogramm der Ausgangsspannung hätte, könnte ich mehr sagen - so muß
ich leider passen.
10kg für 1kVA hört schon mal gut an.
Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ein schwerer Trafo macht
noch kein guten Wechselrichter und es gibt auch gute Wechselrichter, die
nicht viel wiegen. Es kommt immer auf den Einsatzfall an.
> Frage:
> Wie weit muß hier an Nennleistung überdimenisoniert werden?
> Gibt es praktische Erfahrungen im Einsatz für Weekend/Sommer Betrieb?
Ich nehme an, diese Frage bezieht sich auf die Motorlast.
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, da dies vom Motor und dessen
Last abhängt. Während des Hochlauf des Motors zieht dieser einen erhöhten
Strom (->mehr Blindleistung). Der Wechselrichter sollte eine Nennleistung
in Höhe der Scheinleistung des Motors haben. Darüber hinaus muß er für den
Hochlauf etwas Reserve haben.
Wenn beispielsweise eine Gartenpumpe Angeschlossen ist (-> beim hochlauf
steigende Last) sollte der WR für die Zeit des Hochlaufs (z.B. 10s) ca. 50%
überlastfähig sein. Bei einer Bohrmaschine (lastfreier Hochlauf) dürften
10% - 20% reichen. Diese Zahl ist von mir nach PI x Daumen geschätzt, ich
wollte Dir mal eine Größenordnung angeben, denn mit "etwas", "könnte" etc.
kommst Du sicher nicht weiter.
Gruß Ulli
>
>Trapetzwechselrichtern (T-WR):
> Effektivwert der Ausgangsspannung = Effektivwert der Netzspannung
> Scheitelwert der Ausgangsspannung = Scheitelwert der Netzspannung
> Oberwellen der Ausgangsspannung > Oberwellen der Netzspannung
>
Nein. Auch beim Trapezwechselrichter gilt:
Scheitelwert der Ausgangsspannung < Scheitelwert der Netzspannung
>Interessant wird es, wenn der Fön auf Stufe 1 läuft. Um die Leistung zu
>reduzieren, wird einfach eine Diode in Reihe geschaltet (-> 1/4 Leistung).
>Dadurch hat der Eingangsstrom einen Gleichanteil. Hat der Hersteller an
>Trafoblech gespart, treibt dieser Strom den Wechselrichter in Sättigung, so
>das dieser Überlastet wird und (hoffentlich) abschaltet.
Viel Trafoblech ist so toll auch nicht. (Leerlaufstromaufnahme,
ungünstiger Wirkungsgradverlauf) Es werden übrigens durchweg
Ringkerntrafos eingesetzt. (Die natürlich auch verschiedenst
dimensioniert sein können)
Ein vernünftiger WR regelt die Phasen getrennt aus. Dann klappt´s auch
mit dem Fön.
>Da Motoren einen
>Anlaufstrom haben, der höher als der Nennstrom sein kann, muß der WR
>kurzzeitig überlastbar sein.
Dies gilt insbesondere für Kompressoren (z.B. Kühlschrank) und Pumpen.
Anlaufströme bis 7-fach und mehr sind drin. Diese Überlastfähigkeit
macht den Inselwechselrichter (materialmäßig) aufwendig und teuer.
Der Begriff "x-fach überlastbar" führt allerdings in die Irre. Ein
Inselwr hat natürlich auch einen Innenwiderstand.
>Auch muß der WR mit induktiven Lasten
>zurechtkommen. Bei WR's, die eine Verpolungsschutzdiode in Reihe zum
>Eingang haben, muß der Eingangselko die Blindleistung aufnehmen, was
>meistens nicht gutgeht. Im Normalfall dient der Akku, an dem der WR
>angeschlossen ist, zur Blindleistungsaufnahme.
>
Weswegen dicke, kurze und möglichst verdrillte Zuleitungen Pflicht
sind.
>Fernseher, Videorecorder (Geräte mit Trafonetzteil):
>Da Hinter dem Trafo gleichgerichtet wird, muß der Spitzenwert der Spannung
>stimmen -> T-WR. R-WR sind nicht geeignet. Der Trafo Brummt wg. der
>Oberwellen etwas hochfrequenter.
Beim Trapezwr ist die Spannung am Gleichrichter etwas niedriger, in
der Regel kein Problem.
>Bei Audio-Geräten "schlagen" die
>Oberwellen oft auf den NF-Teil durch, was sich in einem leisen "Zirrpen"
>bemerkbar macht.
Das sollte nicht sein. Evtl. eine Folge von Transienten in den
Totzeiten. RC-Glied an Wr-Ausgang könnte helfen.
>Wenn dies Stört -> S-WR (wobei deren Taktfrequenz manchmal
>auch stört).
Wäre ein schlechter Sinuswechselrichter
>
>Computer, Laptop (Geräte mit Schaltnetzteil):
>Hier wird die Netzspannung gleichgerichtet und weiterverarbeitet. Der
>Scheitelwert muß stimmen -> T-WR.
Kein Problem. Der Scheitelwert ist in der Regel auch Banane weil die
SNT einen weiten Eingangsspannungsbereich haben.
>Ist ein PFC eingebaut, kommt es auf die
>Schaltung des PFC's an, ob der T-WR noch funktioniert. Hier würde ich
>vorsichtshalber einen S-WR verwenden.
>
Hier liegt mir keine Erfahrung vor :-( Allerdings auch keine
Negativberichte
>Mikrowelle (Hochspannungnetzteil):
>Für den Motor siehe "Motor, z.B. Wasserpumpe", wie das HS-Netzteil
>aufgebaut ist, weiß ich leider nicht.
Aus Erfahrung kein Problem mit Trapez-WR genügender Leistung
Probleme mit dem Trapezwr gibt es gelegentlich bei Geräten mit
Kondensator + Zenerdiode statt Trafo. (Heizungssteuerungen,
Bewegungsmelder etc.)
Trapezwechselrichter nerven im AM Funk. (Trotzdem die Störstrahlung
CE-konform ist) Abhilfe ist hier kaum möglich. (bzw. sehr teuer)
Billige Trapezwr machen schonmal gerne Induktivitäten, mit Vorliebe
kleine (aber teuere, z.B. in Heizungsanlagen) Motoren, kaputt.
Transienten, -> RC-Glied
Rechteckwechselrichter sind obsolet.
Gruß
Uwe
--
Hi! I'm a .signature virus! Copy me into your ~/.signature to help me spread
>Vielen Dank für ausführliche Informationen, habe auch etwas über
>Quasi-Sinus gelesen, also eine treppenartige Nachbildung eines glatten
>Sinus Verlaufes.
Von Marketingleuten getunte Trapezwechselrichter
Wolfgang Gerber schrieb:
>
> Arne Pagel schrieb :
>
> >Fön:
> >Auf jeden Fall.
>
> Wieso - gerade einem lächerlichen Fön dürfte die Kurvenform sehr egal
> sein. Der läuft garantiert auch mit Rechteck. Im schlimmsten Fall läuft
> er ein bischen rauher. Falls man überhaupt was merken sollte.
sollte auch so gemeint sein, läuft auf jeden Fall wäre natürlich
eindeutiger gewesen !
--
Gruß
Maddog
>
> Für
> Heizwicklungen
> Motor, z.B. Wasserpumpe
> Ferseher, Videorekorder (Geräte mit Trafoetzteil)
> Computer, Laptop (Geräte mit Schaltnetzteil)
> Mikrowelle (Hochspannungnetzteil)
>
Um deinen Haushalt per Solarstrom zu versorgen (OK, WAMASCH und Trockner
fehlt in der Liste) gibt es eigentlich nur die Sache, dass du eine 10KW
Solaranlage bauen läßt, die bei Sonne ins Netz einspeist, und du einen
subventionierten Strompreis für Abgabe/Verbrauch bekommst.
Alles andere in der Größenordnung rechnet sich nicht. Du müsstest für
Mikrowelle und Heizwicklungen eine Spitze von 1000W haben. OK,
Mikrowelle nur im Sommer um 12 Uhr Mittags - ebenso wie Haare fönen -
lässt sich vielleicht machen - aber wenn du schon für 30kDM Panels
investierst, dann muss die Leistung aber auch restlos verbraucht werden,
wenn sie gerade "kommt".
Andererseits musst du mal überlegen, ob es wirklich die dicken
Verbraucher sind, die deine Stromrechnung hochtreiben. Wie lange läuft
die Mikrowelle mit ihren 800W? 10 Min am Tag? ergibt 133 Wh /Tag bei 365
Tagen = 48,6 KWh im Jahr.
Ein Steckernetzteil für Anrufbeantworter, das 5W aufnimmt und 0,5 W
abgibt verbrät 4,5 W permanent !!! bei 8760 Stunden im Jahr sind das
bereits 39,4 kWh ....
Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie ich eine Grundlast von ca. 145W an
Verbrauchern, die permanent diese Last verbraten (STECKERNETZTEILE!!!,
Telefonanlage, Videorecorder, Satreceiver, Umwälzpumpe usw. ) aus
Solarpanels zu versorgen. die 145 W sind im Jahr 1270 kWh. Bei uns in
Deutschland ist die Sonnenleistung so, daß etwa 120kWh pro Jahr pro m^2
(Quadratmeter) Solarfläche rauskommt (aus der Praxis, im guten Jahr
140kWh). => ich müsste 10,5 m^2 Solarfläche investieren, dazu teure
Pufferbatterien für 24 oder 36 V, damit der entladestrom bei 145W nicht
zu hoch wird (24V: 6A, 36V: 4A).
Für 10,5 m^2 brauche ich 14 Panels (zu DM 800) = 11.200 DM plus
Batterien und Wechselrichter = 12.500 DM.
Die Einsparung beträgt bei 145W (1270kWh /Jahr bei 30 Pfg.): 381 DM.
Nach 32 Jahren - ohne Reparatur - hätte sich die Anlage gerechnet.
Also: Spare kWh ein, indem du Geräte ausschaltest, keine
Billig-Steckernetzteile dauernd laufen lässt, Licht nicht ungenutzt
eingeschaltet wird ... und kaufe dir Ökostrom aus Windkraft oder
sonstigen alternativen!
Gruß,
Roland.
Vielleicht kann mir einer aus der Usergemeinde vorschlagen, welches
Fabrikat mit günstigen Preis.
Fuchs Roland <Roland...@shs-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
39112CF7...@shs-online.de...
Georg Wochesländer wrote:
> Interessant Deine Kostenbetrachtung. Nur bei mir gibt es beim Sommerhaus
> kein Stromkabel und so nebenbei auch kein Telefonkabel, beides ist so in
> etwa 5km Entfernung. Und so bin ich es mir leid, fast täglich das
> Benzinaggregat anzuwerfen um Wasser zu pumpen, Garten zu bewässern oder
> Haare zu fönen. Licht, Radio, Fernsehen läuft auf Solar.
Nun ja, Out-City, daran habe ich nicht gedacht ... (is ja super!)
Ich habe bei Bürklin im Online-Katalog etliche Gleichspannungswandler
und auch Wechselrichter gesehen.
http://www.buerklin.de
schaue mal die Katalog-Kapitel durch, bis du an die
Stromversorgungsdinger kommst. Die Stichwortsuche hatte bei meiner Suche
nicht so viel gebracht.
Roland.
Leider nicht ganz richtig oder der WR ist nicht richtig konstruiert.
Kurvenform Rechteck-WR
|-------| |
| | |
| | |
| |-------|
Ueff = Us
Normalerweise wird für Us 230V gewählt.
Kurvenform Trapetz-WR:
|---|
| |
--- --- ---
| |
|---|
Ueff = Us * SQR(t/T)
Bei T=20ms , Us=230*SQR(2)=325V und Ueff=230V -> t=10ms (=5ms für jede
Halbwelle)
Die Idee des Trapetz-WR ist es, einen Sinus in Effektiv- und Spitzenwert
nachzubilden.
> >Interessant wird es, wenn der Fön auf Stufe 1 läuft. Um die Leistung zu
> >reduzieren, wird einfach eine Diode in Reihe geschaltet (-> 1/4 Leistung).
> >Dadurch hat der Eingangsstrom einen Gleichanteil. Hat der Hersteller an
> >Trafoblech gespart, treibt dieser Strom den Wechselrichter in Sättigung, so
> >das dieser Überlastet wird und (hoffentlich) abschaltet.
>
> Viel Trafoblech ist so toll auch nicht. (Leerlaufstromaufnahme,
> ungünstiger Wirkungsgradverlauf) Es werden übrigens durchweg
> Ringkerntrafos eingesetzt. (Die natürlich auch verschiedenst
> dimensioniert sein können)
Bezog ich auch nur auf DC-Ströme.
> Ein vernünftiger WR regelt die Phasen getrennt aus. Dann klappt´s auch
> mit dem Fön.
Du meinst die Halbwellen, nicht die Phasen. Ist der Kern erst einmal in
Sättigung, kann die Regelung nicht viel machen. Der Trafo muß richtig
dimensioniert sein, dann gibt's keine Probleme.
> >Da Motoren einen
> >Anlaufstrom haben, der höher als der Nennstrom sein kann, muß der WR
> >kurzzeitig überlastbar sein.
>
> Dies gilt insbesondere für Kompressoren (z.B. Kühlschrank) und Pumpen.
> Anlaufströme bis 7-fach und mehr sind drin. Diese Überlastfähigkeit
> macht den Inselwechselrichter (materialmäßig) aufwendig und teuer.
>
> Der Begriff "x-fach überlastbar" führt allerdings in die Irre. Ein
> Inselwr hat natürlich auch einen Innenwiderstand.
Auch das Verhalten der Steuerung bei Überlast ist wichtig. Wenn der WR bei
Überlast abschaltet, hat der Motor keine Chance. Wird die Spannung gesenkt,
kann der Motor an der Leistungsgrenze hochlaufen. Reicht dies auch nicht,
ist der WR zu klein. Sowas steht leider meist nicht in Datenblättern.
> >Wenn dies Stört -> S-WR (wobei deren Taktfrequenz manchmal
> >auch stört).
>
> Wäre ein schlechter Sinuswechselrichter
Ist aber häufiger der Fall als allg. angenommen (trotz CE etc.).
> ...
Gruß Ulli
Also ich würde mal unter www.berel.de nachsehen, die haben sehr gute
Wechselrichter (Trapezwechselrichter, also sinusähnlich; Berel sagt,
diese Wechselrichter sind auch für empfindliche Geräte wie z.Bsp.
PC's, Videorecorder, SAT - Anlagen geeignet; sollte auch für Mikro-
welle gut sein).
Die Geräte von Berel kriegst Du in der 1kW Klasse für knapp 1000
Mark und die Daten sehen wirklich gut aus (überlastfest bis 1.3 kW,
automatische Verbrauchererkennung, Standbybelastung der Batterie nur
30 mA).
Markus
>Uwe Bredemeier schrieb:
>>
>> Nein. Auch beim Trapezwechselrichter gilt:
>>
>> Scheitelwert der Ausgangsspannung < Scheitelwert der Netzspannung
>
>Leider nicht ganz richtig oder der WR ist nicht richtig konstruiert.
>
>
>Ueff = Us * SQR(t/T)
>Bei T=20ms , Us=230*SQR(2)=325V und Ueff=230V -> t=10ms (=5ms für jede
>Halbwelle)
>
Beim Trapezwr kann der Scheitelwert nicht gestellt werden, Er ist eine
Funktion der Batteriespannung und des Übersetzungsverhältnises des
Trafos.
Das Übersetzungsverhältnis wird also z.B. so gewählt daß bei voller
Batterie und Ladung (14V) der Scheitelwert 325V beträgt.
Bei leerer Batterie (11V) stehen 255.6 V an.
Der Effektivwert wird durch die Pulsweite geregelt.
>
>> Ein vernünftiger WR regelt die Phasen getrennt aus. Dann klappt´s auch
>> mit dem Fön.
>
>Du meinst die Halbwellen, nicht die Phasen. Ist der Kern erst einmal in
>Sättigung, kann die Regelung nicht viel machen. Der Trafo muß richtig
>dimensioniert sein, dann gibt's keine Probleme.
>
Klar, Halbwellen. Meinte ich doch. Bei ordentlicher Spannungsregelung
wird der Trafo nicht in die Sättigung gefahren.
Der Trafo muß natürlich trotzdem korrekt dimensioniert sein
>
>Auch das Verhalten der Steuerung bei Überlast ist wichtig. Wenn der WR bei
>Überlast abschaltet, hat der Motor keine Chance. Wird die Spannung gesenkt,
>kann der Motor an der Leistungsgrenze hochlaufen. Reicht dies auch nicht,
>ist der WR zu klein. Sowas steht leider meist nicht in Datenblättern.
>
Zwei Verfahren sind gängig.
1: Der WR schaltet ab, und fährt langsam wieder hoch (Softstart) Er
versuch dieses mehrere Male bis er sich ganz abschaltet.
2: Der WR läuft mit Strombegrenzung einige Zeit weiter und schaltet
sich dann ab.
Mit beiden Verfahren sind Verbraucher mit hohen Anlaufströmen in den
Gang zu bekommen, solange die Ausgangsspannung groß genug (der WR
leistungsfähig genug) ist.
Das zweite Verfahren ist besser für die Überlebensfähigkeit des WR ;-)
>> >Wenn dies Stört -> S-WR (wobei deren Taktfrequenz manchmal
>> >auch stört).
>>
>> Wäre ein schlechter Sinuswechselrichter
>
>Ist aber häufiger der Fall als allg. angenommen (trotz CE etc.).
>
CE sagt garnichts, bappt schließlich jeder selber drauf und hofft daß
ihm niemand an die Karre pinkelt.
Und dann kann man in den unteren Frequenzbereichen schon ganz schön
powern bevor die erlaubten Werte überschritten werden.
Die benötigten Filter sind teuer....
Unsere Wechselrichter allerdings sind vermessen und für gut befunden
worden :-)
Die Schwankung des Spitzenwerts bleibt bei Trapetzwechselrichtern in einem
Bereich, der auch bei Netzspannung üblich ist (z.B. Nennspg. 12V
Eingangsspannungsber. 11-14V -> . +16%,-8%). Damit sollte jede Last
auskommen (darum ging es ja ursprünglich). Beim Rechteck-WR ist dies nicht
der Fall, deshalb können Geräte,
die eine Gleichrichtung haben, probleme bekommen.
Keine Panik, die restlichen 0.5W werden auch verbraten :-)
(Aufnahme 5W bleibt ja, gibt 43.8 kWh/a, verdammt nah
an der Mikrowelle)
> Ich hatte mir Gedanken gemacht, wie ich eine Grundlast von ca. 145W an
> Verbrauchern, die permanent diese Last verbraten (STECKERNETZTEILE!!!,
> Telefonanlage, Videorecorder, Satreceiver, Umwälzpumpe usw. ) aus
Kochherd mit Digitaluhr, Dunstabzugshaube mit Druckknöpfchensteuerung,
Klingeltrafo, Lampen etc. mit Bewegungsmelder, neuere PC Netzteile,
FAX, El-Akku-Zahnbürste, ... Wer weiss mehr? Gibt es da eine
*aktuelle* Statistik? Nach meiner Schätzung versickern so europaweit
etwa 5 Kernkraftwerke.
--
Rolf Bombach
Hätte jetzt auf 1/2 Leistung geschätzt :-)
da einfach während 50% der Zeit "eingeschaltet" ist.
1/4 der Leistung ergibt sich beim Absenken der
Spannung auf 1/2.
Obige Fehlüberlegung ist mir auch mal beinahe zum
Verhängnis geworden. Ich brauchte 110V für eine
Röhrenserienheizung, die wurde in der damaligen
TV Technik ohnehin direkt vom Netz versorgt.
Da wollte ich Heizleistung im Vorwiderstand
vermeiden und kam auf den Diodentrick. Da gab es
dann ein sehr helles Aufleuchten, allerdings
konnte ich rasch genug den Stecker ziehen
und keine Heizung war durchgebrannt.
Als "erhellendes" Experiment schlage ich vor, mal
eine Glühbirne an 110V, mal mit Diode an 220V zu
betreiben. Der Unterschied ist offensichtlich.
--
Rolf Bombach
Gut aufgepaßt!
Vollwelle: Ueff=Us/SQR(2)
Einweggleichrichtung: Ueff=Us/2
Die Effektivspannung bei Einweggleichrichtung ist um 1/SQR(2) kleiner.
Da P=U^2 / R ist, ist die Leistung nur halb so groß (und nicht 1/4, wie ich
geschrieben habe).
Gruß Ulli