UVLO undervoltage lock-out ist bei Schaltreglern, vor allem
Step-Ups, notwendig, weil die bei geringerer Eingangsspannung
einfach mehr Strom ziehen, mehr Strom als sie selbst aushalten
oder die Quelle liefern kann.
Bei Linearreglern ist das technisch nicht nötig.
Linearregler mit on/off gibt es durchaus, da kannst du dir dein
UVLO selber bauen:
Siehe
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Abschaltbare Spannungsregler
ADP3367 (5V 0.3A LBO genau verkehrt für SHDN)
LT1579 (5V 0.3A 2 Eingänge 2 LBO passend für SHDN),
LP1303 (5V 0.2A StepUp LBO genau verkehrt für SHDN),
LM2941 (1A ADJ low=on) LP2951 (0.1A ADJ low=on),
LP2985 (0.15A ADJ low=off Rückstromdiode),
BAxxCC/BAxxDD (1A/3A, low=aus, Rohm),
UCC383 (3A,1.25-8.5V, low=aus, TI)
> Vin: 5 bis 8 Volt
> Vout: einstellbar
> Iout: max. 600mA
> Vdrop: <300mV
> Ruhestrom <0.1mA
Eine wird schon passen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Der Hauptgrund ist meist, dass man ein Schalten des FET vermeiden muss
wenn die Spannung auf unter 7V oder so geht. Weil dann der FET u.U. nie
richtig durchschaltet, Rdson bleibt hoch ... tsssssk ... *POFF*
> Bei Linearreglern ist das technisch nicht n�tig.
>
Doch, genau aus Andreas' Grund, um die Tiefentladung eines Akkus zu
verhindern. Es gab mal eine ganze Reihe davon, z.B. aus der FAN-Serie
von Fairchild. Hat sich aber alles nicht durchgesetzt und ich wuesste
auf Anhieb keinen mehr der noch hergestellt wird. Hat wohl jeder diskret
gemacht weil 10c billiger oder so. Ja, auch ich bin in dieser Hinsicht
schuldig.
> Linearregler mit on/off gibt es durchaus, da kannst du dir dein
> UVLO selber bauen:
>
> Siehe
> de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
>
Wenn es nicht allzu prazise sein muss und es einen Shut-Down Pin gibt
geht das auch mit einem Transistor und einigen Widerstaenden.
Wie auch immer, LDO kommen hier eh nicht ueber die Tuerschwelle :-)
[...]
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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> Klar. Trotzdem wäre es geschickt, wenn eine vergleichbare Funktion auch in
> einem Linearregler schon "eingebaut" wäre...
> Komparator, Referenzdiode und ein paar Widerstände sind aber kein
> wirkliches Problem - wenn es das nicht "eingebaut" gibt.
Was genau gefiel dir am UCC383-ADJ nicht ?
Hat UVLO bei ca. 2.6V und Shutdown mit recht präziser
Schaltschwelle von 0.65V.
--
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de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
0.25V bis 0.65V, keine max Angabe, hoert sich nicht besonders praezise
an :-)
http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ucc383-5.pdf
Das Problem, das ich dabei sehe ist vor allem der Stromfluß, den dieses
feature dann trotzdem zieht, wenn das Gerät als solches schon abgeschaltet
hatte. Der nuckelt dann nämlich die Zelle gnadenlos leer und bringt die dann
zuverlässigst über die Wupper.
Ansonsten TL431 rulez ;-)
Marte
Andreas Oehler schrieb:
>
> Ich suche für eine Akku-betriebene Anwendung einen Linearregeler mit
> folgenden Eingenschaften:
>
> Vin: 5 bis 8 Volt
> Vout: einstellbar
> Iout: max. 600mA
> Vdrop: <300mV
Hallo,
Du möchtest offenbar bei Vin 5 V noch eine Vout von 4,7 V einstellen können?
Um was für einen Akku geht es dabei und wieviel Zellen?
Bye
> Ich hätte halt gerne Abschaltung bei genau 5.0 Volt und selbstständiges
> Wiederanlaufen bei ca. 5.3 Volt realisiert - und das recht unabhängig
> von der Umgebungstemperatur (Outdoor-Anwendung) und Bauteilstreuung.
Vermutlich fährst du mit einer separaten Unterspannungsabschaltungsschaltung
am besten. So ganz trivial ist das nicht, schliesslich darf die Schaltung
selbst bei Unterspannung "keinen" Strom verbrauchen - das Ding braucht ja
auch eine präzise Referenz, mit Zener realisiert ist das zu ungenau. Gibt da
bestimmt viele Lösungen (z.B. auch Reset-IC's, microcontroller voltage
supervisor, oder was diskretes), als erstes würde ich mal feststellen,
wieviel Ruhestrombedarf denn vertretbar ist. Eher 1uA oder gehen auch 100uA?
M.
--
Lena! Lena! :-)
> wieviel Ruhestrombedarf denn vertretbar ist.
Ruhestrombedarf hattest Du ja geschrieben, also es gibt viele LDO's mit
PowerGood (oder Reset)-Ausgang z.B. den TPS77501; der PowerGood-Ausgang kann
direkt das Gate einen PFET treiben, der hinter dem Spannungsregler-Ausgang
sitzt und zur restlichen Schaltung zuschaltet.
Der LDO selbst bleibt immer an der Batterie, der braucht nur 0,085mA.
Spannungsteiler fürs Feedback muss natürlich recht hochohmig ausgelegt
werden. Das Feature kostet dich im günstigsten Fall dann nur den einen PFET
und einen Pullup am Gate mehr. Abschalten tut er, wenn die Ausgangsspannung
nicht mehr auf Nominallevel (unter 92-98%) gehalten werden kann.
>> Schaltschwelle von 0.65V.
> 0.25V bis 0.65V, keine max Angabe, hoert sich nicht besonders praezise
> an :-)
Oh, stimmt, ich hab nur im Prinzipschaltbild den Komparator mit
0.65V gesehen, nicht die Datenblattangabe gefunden. 1:3 ist zu
ungenau, schade. Dennoch macht der Chip natürlich viel von dem,
was Andreas will, der TPS76801 ist aber vielleicht passender.
Moin Andreas!
> Ich suche für eine Akku-betriebene Anwendung einen Linearregeler mit
> folgenden Eingenschaften:
> Vin: 5 bis 8 Volt
> Vout: einstellbar
> Iout: max. 600mA
> Vdrop:<300mV
> Ruhestrom<0.1mA
> Gibt es sowas? Könnt Ihr ein Modell empfehlen oder zumindest Tipps zum
> gezielteren Suchen geben?
Passt von Deinen Daten nicht ganz (zumindest zu wenig Strom): MAX666 =
ADM666. Der hat aber eine Unterspannungerkennung und einen
Shoutdown-Eingang, die sollten sich verheiraten lassen.
Verwundert habe ich festgestellt, daß der als 'Active: In Production'
bezeichnet wird, ich meine nämlich vor einer Weile die Abkündigung
gelesen zu haben. Vielleicht war er auch einfach nirgends zu kaufen
(Maxim halt...)
Ciao Dschen
--
Dschen Reinecke
=== der mit dem Namen aus China ===
Kommt darauf an was der Regler im Shut-Down Zustand nuckelt. Der
Transistor kann im uA Bereich gehalten werden, notfalls auch darunter.
Da duerfte die Selbstentladung Groessenordnungen drueber liegen,
vermutlich sogar bei Eneloop Akkus.
Die gibt es hoechstens noch antiquarisch, und auch dann vermutlich nicht
weil sie offenbar Ladenhueter blieben. Das passiert mit solchen
"Extrawurst-Chips" haeufig, weil der Hersteller an zu hohen
Preisvorstellungen klammert und Leute wie ich daher abwinken. IMHO was
das der Grund fuer den Untergang der meisten S/C-Filter Chips.
Dann war er aber vermutlich noch nicht lange im Business, oder einfach
zu jung.
> Der Max667 könnte immerhin 250mA. Ganz abwegig ist das nicht. Der maximale
> Stromverbrauch der zu versorgenden Module ist halt noch nicht 100% fix.
> Vielleicht reichen 250mA ja.
>
Wenn das in Serie gehen soll sage schonmal vorsorglich die naechsten 3-4
Urlaube ab. Wo alle anderen am Strand liegen, Du in der Firma am
Re-Design und Deine Frau stinksauer auf Balkonien :-)
Moin Jörg!
>> Der Max667 könnte immerhin 250mA. Ganz abwegig ist das nicht. Der maximale
>> Stromverbrauch der zu versorgenden Module ist halt noch nicht 100% fix.
>> Vielleicht reichen 250mA ja.
> Wenn das in Serie gehen soll sage schonmal vorsorglich die naechsten 3-4
> Urlaube ab. Wo alle anderen am Strand liegen, Du in der Firma am
> Re-Design und Deine Frau stinksauer auf Balkonien :-)
:-)
Das hässliche Teil ADM666 habe ich bei uns auch nicht eindesignt. Da das
Produkt damit auch in zu kleiner Menge läuft, lohnte sich auch bisher
kein Re-Design. Vor einigen Jahren hat wohl ein amerikanischer Broker
mal einen größeren Posten 2. Wahl bzw. gefälschter ADM666 im SO8 unter
das Volk gebracht. ein paar Hundert liegen bei uns noch zur Anschauung.
Beim Vergleich fällt die Bedruckung auf: Das Dreieck im AD-Logo ist bei
den Fälschungen zu klein. Das sieht man aber ohne Vergleich kaum.
Die sollen noch 278 Stueck haben, ich kenne den Haendler jedoch nicht
und den Preis muss man wohl aushandeln:
http://parts.americaii.com/PartDetail/3a92aaa65a5b82df54e1a80a06edd344/ADM666ARREEL
Kannst auch mal Arrow anrufen, die haben ihn zumindest noch gelistet,
mit der ueblichen Bemerkung "Call". Was normalerweise gleichbedeutend
ist mit "Das wird knifflig".
Besser ist es solche Exoten nie in Designs zu benutzen wenn irgendwie zu
vermeiden. Altes amerikanisches Sprichwort: If it sounds too good to be
true, it usually is. Oder in Modern-Engineer-Speak, don't use panacea chips.
--
Regards, Joerg
Bin eben gerade wegen einer anderen Sache hierüber gestolpert:
http://www3.sii-ic.com/en/voltage_detector.html
270nA las sich nicht schlecht, weiter habe ich aber nicht geschaut.
Vielleicht hilft's...
Grüße, Niko
> Die sollen noch 278 Stueck haben, ich kenne den Haendler jedoch nicht
> und den Preis muss man wohl aushandeln:
>
> http://parts.americaii.com/PartDetail/3a92aaa65a5b82df54e1a80a06edd344/ADM666ARREEL
>
> Kannst auch mal Arrow anrufen, die haben ihn zumindest noch gelistet,
> mit der ueblichen Bemerkung "Call". Was normalerweise gleichbedeutend
> ist mit "Das wird knifflig".
Die Verfügbarkeit in Nordamerika ist gegeben, wie mir
http://octopart.com bestätigt, aber auch hier in Deutschland (Europa)
finden sich noch genug auf Lager. Wir sind da nicht notleidend am
suchen. Zumal wir uns einige auf Lager gelegt hatten, da sie nicht
exorbitant teuer sind für eine größere Menge an produzierten Geräten.
Nee, leider nicht. Hätte einen PWM-IC als Ersatzteil gebraucht, das hat
(auf die Schnelle gesucht) auch keiner der üblichen Verdächtigen.
Grüße, Niko
Nikolaus Riehm schrieb:
> Bin eben gerade wegen einer anderen Sache hierüber gestolpert:
> http://www3.sii-ic.com/en/voltage_detector.html
>
> 270nA las sich nicht schlecht, weiter habe ich aber nicht geschaut.
> Vielleicht hilft's...
Hallo,
das alte Lied, wenn man genauer hinguckt sind aus den 270 nA dann doch
gleich 900 nA geworden, die 270 nA sind nur typisch (1.2 V ? -VDET < 2.3
V), maximal bei 3.6 V ? -VDET ? 4.6 V sind es dann schon 900 nA.
Bye
Andreas Oehler schrieb:
>>>Vin: 5 bis 8 Volt
>>>Vout: einstellbar
>>>Iout: max. 600mA
>>>Vdrop: <300mV
>
> Das spielt zur Beantwortung meiner Frage zwar eigentlich keine Rolle, aber
> was solls: Es sind zwei LiFePO4-Zellen in Reihe vorgesehen. Die möchte ich
> einfach vor Tiefentladung schützen. Was man genau als Abschalt-Spannung
> festlegt, kann man natürlich diskutieren...
Hallo nochmal,
an diesem Datenblatt sieht man es ganz schön
http://datasheet.sii-ic.com/en/voltage_regulator/S1170_E.pdf
die geben zwar auf der ersten Seite eine Dropout Spannung von 120 mV an,
wenn man genauer hinkuckt typisch (3.0 V output product, IOUT = 300 mA)
wenn man auf Seite 18 noch genauer nachschaut kann sie bei 600 mA und 85
°C auch schon deutlich über 300 mV liegen bis zu 600 mV.
Wenn Du also minimal 4,7 V am Ausgang brauchst können doch mindestens
5,3 V am Eingang nötig sein.
Bye
Mietfahrrad?
Grüße, Niko