wie sieht's eigentlich mit der Empfangsqualität / Signaldämpfung einer
SAT Anlage aus, wenn die Antenne unterm Dach statt mit freier Sicht
montiert wird? Im konkreten Fall würden normale rote Dachpfannen im Weg
stehen.
Beim terrestrischen Empfang scheint's ja keine Probleme zu geben. Beim
Mikrowellenofen, der ja auch schon bei 2-3 GHz arbeitet, scheinen die
Wellen ja Porzelan auch ungehindert zu durchdringen, und Dachpfannen
sind ja auch nur eine Art Porzelan. Oder verhalten sich EM Wellen ab 9
GHz wieder ganz anders?
Gruß,
Heinz
>Hallo,
>
>wie sieht's eigentlich mit der Empfangsqualität / Signaldämpfung einer
>SAT Anlage aus, wenn die Antenne unterm Dach statt mit freier Sicht
>montiert wird? Im konkreten Fall würden normale rote Dachpfannen im Weg
>stehen.
Hallo,
ausser den Dachpfannen ist ja auch Holz von den Dachbalken da sowie
Nägel von den Leisten. Ausserdem können die Dachpfannen ja nass sein
oder sogar mit Schnee und Eis bedeckt.
Bei trockenem Dach funktionierts vielleicht noch, aber bei Regen oder
Schnee?
Bye
--
Uwe Hercksen
Elektronikwerkstatt
Universität Erlangen-Nürnberg
Cauerstr. 5
D91058 Erlangen
100% Dämpfung. So ca. :-)
Es gibt spezielle Dachpfannen für diesen Anwendungszweck, ich glaube
aus Kunststoff. Aber auch das dämpft noch stark.
--
Mit freundlichen Grüßen / with kind regards
Michael Holzt
[snip]
>Mikrowellenofen, der ja auch schon bei 2-3 GHz arbeitet, scheinen die
>Wellen ja Porzelan auch ungehindert zu durchdringen, und Dachpfannen
>sind ja auch nur eine Art Porzelan.
Dann muß man die aber auch glasieren und regelmäßig abspülen wenn sie
schmutzig sind. Und abtrocknen, wenn sie feucht geworden sind.
D.h. jeden zweiten Tag mal aufs Dach steigen..
Gegenprobe: Nimm einen kleinen Blumentopf (ohne Blumen und Erde natürlich),
weiche ihn etwa ein, damit er Wasser aufnimmt, und stellen ihn in den
Mikrowellenofen. Nach dem Einschalten hast ein paar Sekunden Zeit, um
in Deckung zu gehen.
Norbert
Du schriebst am 17.01.00 zum Thema "Re: Sat Antenne unterm Dach, Daempfung?":
> 100% Dämpfung. So ca. :-)
Nach meinen Informationen liegt die Empfangsreserve bei Satelliten-
TV in Abhängigkeit vom Durchmesser der Satelliten-"Schüssel" bei
etwa 3...6dB - also recht knapp.
Leider kenne ich nur das Dämpfungsmaß von Betonwänden, welches
bei einigen hundert MHz bei rund 20 dB liegt (und bei 1GHz noch
ca. 15 dB).
Unter der Annahme, daß Ziegel (da dünner) weniger dämpfen und bei
11 GHz die Dämpfungsverhältnisse nicht gravierend schlechter wären,
ist es dennoch fraglich, mit einer (vor allem kleinen) Satelliten-
antenne unter dem Dach einen brauchbaren Empfang hinzukriegen.
Mit einer größeren "Schüssel" ab z.B. 1,20m ist Empfang aber
möglicherweise auch unter der Dachhaut realisierbar (Verdoppelung
des "Schüssel"-Durchmessers ergibt 6dB mehr Gewinn) - ein Versuch
ist es jedenfalls wert.
Falls aber der Dachboden unter der Verwendung von auf Alufolie
aufgebrachte Mineral- oder Glasfaser wärmegedämmt ist, kannst
Du es vergessen: Die Alufolie dämpft und streut das Signal
derart, daß ein Empfang unwahrscheinlich ist.
Kurzum: Genaues weis ich auch nicht. Aber "100% Dämpfung"
liegen ganz sicher nicht vor, denn das wären - na? - genau:
"Minus unendlich" deziBel.
Und soviel dämpft nicht mal ein Proponenten-Hirn. :-))
Thomas.
--
> Kurzum: Genaues weis ich auch nicht. Aber "100% Dämpfung"
> liegen ganz sicher nicht vor, denn das wären - na? - genau:
> "Minus unendlich" deziBel.
> Und soviel dämpft nicht mal ein Proponenten-Hirn. :-))
Zuviel David Brin gelesen, was? :-)))
Steffen
--
______________________________________ Greetings to NSA ____________
Steffen Luzemann (DL4ALB)
Institute of microelectronics and mechatronic systems (IMMS) Ilmenau
e-mail: luze...@imms.de | http://www.imms.de
ax25 : dl4alb@db0erf.#thr.deu.eu | http://www.tu-ilmenau.de/~df0hq
Na, das klingt ja schon gar nicht schlecht. Ist jetzt nur die Frage, wie
weit sich normales Fensterglas von Dachziegeln bezüglich Dämpfung
unterscheidet
> Aber leider war mein
> Dachfenster (unter dem die Antenne letztendlich stehen sollte) mit
> Wärmeschutzverglasung versehen, und da war dann kein Duchkommen.
Könnte sein, daß Wärmeschutzglas leicht metallisiert ist und deshalb
überhaupt nichts durchkommt?
Na ja, mal sehn, ob's eine Möglichkeit für die Außenmontage gibt.
Gruß,
Heinz
Die paar Holzlatten und Nägel sollten wohl nicht so viel ausmachen. Die
wirksame Fläche sollte sich schätzungsweise maximal um 20% verringern.
Das mit dem Schnee und Eis könnte allerdings im Winter wirklich
problematisch sein.
Andererseits kann natürlich so eine Metallschüssel auch schnell mal
vereisen, und wie sieht's dann mit der Reflektion zum LNB aus? Muß man
dann erstmal mit dem Hammer die Schüssel freiklopfen, um fern zu sehen?
Gruß,
Heinz
[snip]
> Gegenprobe: Nimm einen kleinen Blumentopf (ohne Blumen und Erde natürlich),
> weiche ihn etwa ein, damit er Wasser aufnimmt, und stellen ihn in den
> Mikrowellenofen. Nach dem Einschalten hast ein paar Sekunden Zeit, um
> in Deckung zu gehen.
Den Effekt kann ich mir schon vorstellen, sofern Blumentöpfe porös sind
und entsprechend Wasser aufsaugen. Bin allerdings auf dem Gebiet der
Blumentopfmaterialien nicht so auf dem laufenden ;-)
Gruß,
Heinz
> Nach meinen Informationen liegt die Empfangsreserve bei Satelliten-
> TV in Abhängigkeit vom Durchmesser der Satelliten-"Schüssel" bei
> etwa 3...6dB - also recht knapp.
Wie hoch ist eigentlich die Verstärkungsreserve zwischen LNC und
Empfänger?
Ist das Einfügen eines passiven Multiswitch mit -12dB überhaupt möglich?
Siegfried
>Wie hoch ist eigentlich die Verstärkungsreserve zwischen LNC und
>Empfänger?
Wenn ich mich nicht irre, hat ein LNC so etwa 50 dB Verstärkung,
damit hinter Multiswitch und langem Kabel noch ein rauscharmes
Signal ankommt.
>
>Ist das Einfügen eines passiven Multiswitch mit -12dB überhaupt möglich?
Hängt von der Länge Kabel zwischen Receiver und LNC ab. Bei mir sind's
etwa 30 m, der Multiswitch ist soweit ich weiß aktiv, hat etwa 0 dB
Verstärkung.
>
>Siegfried
Ich würde den Multiswitch mit Umtauschrecht in einen aktiven kaufen.
Norbert
Du schriebst am 18.01.00 zum Thema "Re: Sat Antenne unterm Dach, Daempfung?":
> Ist jetzt nur die Frage, wie weit sich normales Fensterglas von
> Dachziegeln bezüglich Dämpfung unterscheidet
Glas ist ein sehr guter Isolator mit sehr geringen dielektrischen
Verlusten. Die Dämpfung duch ein Glasfenster ist daher
vernachlässigbar (und wohl kaum messbar). Vorraussetzung: Das
Fenster ist mindestens einige cm größer als die Sat-"Schüssel"
(genauer: das gedachte Fresnelellipsoid erster Ordnung zwischen
Satellit und Antenne darf nicht vom Fensterrahmen beschnitten
werden, wobei bei wachsender Entfernung der Antenne vom Fenster
der Durchmesser dieser "Keule" anwächst).
> Könnte sein, daß Wärmeschutzglas leicht metallisiert ist und deshalb
> überhaupt nichts durchkommt?
Metallisiertes Glas dämpft sehr stark. Genaue Werte habe ich
nicht, aber mit 10 bis 20 dB muß gerechnet werden (wenn ich
von dünn metallisierten Kunststoffen für EMV-Abschirmungen
auf metallbedampftes Glas schließen darf). Und das kann durch
keine noch so gute Antenne bzw. LNB ausgeglichen werden.
Thomas.
--
> Hängt von der Länge Kabel zwischen Receiver und LNC ab. Bei mir sind's
> etwa 30 m, der Multiswitch ist soweit ich weiß aktiv, hat etwa 0 dB
> Verstärkung.
Danke, ich werde es bei 15m Kabellänge es mit einem passiven probieren.
Obwohl ich den Aufdruck auf einen Switch von Schwaiger (2 auf 4) mit
8..12db nicht so recht nachvollziehen kann, das ist für einen komplett
passiven Aufbau doch zuwenig.
Siegfried
>Na, das klingt ja schon gar nicht schlecht. Ist jetzt nur die Frage, wie
>weit sich normales Fensterglas von Dachziegeln bezüglich Dämpfung
>unterscheidet
Bliebe noch zu bedenken, was man tut, wenn Schnee auf dem Dach liegt,
falls es mal wieder Winter wird. Die Schüssel auf dem Dach steht ja
in vielen Fällen senkrecht, so daß da kein Schnee liegen bleibt.
Norbert
>Na, das klingt ja schon gar nicht schlecht. Ist jetzt nur die Frage, wie
>weit sich normales Fensterglas von Dachziegeln bezüglich Dämpfung
>unterscheidet
Hallo,
tja normales Fensterglass ist nicht porös und nimmt kein Wasser auf,
unglasierte Dachziegel aber sind porös und nehmen Wasser auf.
Es mag ja sein das Dachziegel bei trockener Wetterlage und geringerer
Luftfeuchtigkeit etwas schlechtere HF Eigenschaften als Glas haben,
aber vermutlich möchtest Du das ganze Jahr bei jedem Wetter Fernsehen.
gruß,
georg
PS: was ist eigentlich besser: klassische schüssel mit lnb oder diese
flachen dinger ohne feed und lnb und so?
durchs dach sollte funktionieren, solang es nicht regennass oder
schneebedeckt is. aber die dämpfung is sicher auch so sehr hoch.
cu
erich
--
" When I ask for a drink, I don't mean water, water is for plants.
Now go get out my friends, Jack and Daniels." - Frank Sinatra
> heizung montieren ;-)
Hallole Erich!
Hast Du eine Bezugsquelle für die Heizung?
L@ser
>> heizung montieren ;-)
>Hast Du eine Bezugsquelle für die Heizung?
P=U*I
Das funktioniert von der Heckscheibenheizung ueber den Toaster bis zur
Joghurtmaschine. Bei Radarantennen auch.
cu
erich
--
Mails bitte bis auf weiteres CC an musi...@lion.cc senden
"The day Chello makes something that doesn't suck
is probably the day they start making vacuum cleaners...."
IMHO ist der Schwachpunkt bei der Heizfolie die eingenieteten
Anschlüsse. Nach ca. 2 Jahren problemlosen Betriebs ging
plötzlich ein Anschluss in Rauch auf, "ohne erkennbaren
Grund" wie es manchmal in Berichten heisst. (Natürlich
im Laser, sonst würde der Rauch ja auch nicht schaden,
besten Dank, Herr Murphy).
Korrosion eher unwahrscheinlich, da ich das Ding nur
Indoors benützt habe. Ich habe jetzt gleich 5 in Reserve
geordert ( :-) ) und die Anschlüsse nochmals mit UhuPlus
vergossen. Hoffentlich hilfts. Die neuen Folien sehen
auch etwas anders aus, ob sie jetzt besser sind,
weiss ich (noch) nicht.
--
Rolf Bombach
>Hallo,
Hi,
>
>wie sieht's eigentlich mit der Empfangsqualität / Signaldämpfung einer
>SAT Anlage aus, wenn die Antenne unterm Dach statt mit freier Sicht
>montiert wird? Im konkreten Fall würden normale rote Dachpfannen im Weg
>stehen.
Genau wie bei mir. Ich hatte den gleichen Gedanken. Ich will meine Sat
Anlage Digitaltauglich machen also zwei Quattro-LNB's. Das macht 8
Koax Kabel von der Antenne zum Multiswitch/Diseq. Da wär es ideal,
wenn die Antenne auch unterm Dach ist.
Ich hab meine 80cm Schüssel mal abgebaut und aufn Dachboden
geschleppt. Der Empfang war zwar leicht gestört, hat aber meine
Erwartung übertroffen. Der Ton kommt gut an, das Bild hat ein leichtes
Grieseln, aber nicht so schlimm wie bei einem Platzregen. Dazu muss
ich aber sagen, dass das Koax Kabel schon einige Knicke hat, also die
75 Ohm stimmen auch nicht mehr. Na ja, das Bildrauschen ist schwer zu
beschreiben. Hängt aber auch vom Standort ab. Ich bin mal mit der
Antenne auf dem Dachboden rumgelaufen. Wenn ein Dachfenster
(Stahlrahmen) in der Empfangslinie lag wurde das Bild schlechter, aber
es war noch zu erkennen. Es ist keineswegs so, das überhaupt kein
Enpfang mehr möglich ist. Ich bin überzeugt, dass man diese
zusätzliche Dämpfung durch eine grössere Schüssel ausgleichen kann.
Deshalb suche ich zur Zeit einen Lieferanten für 120cm Schüsseln.
Irgendwo hab ich schon welche für ca.200DM gesehen, weiss aber nicht
mehr wo.
Kennt da jemand eine gute Quelle?
Problematisch wirds nur wenn man das Ding auf den Dachbode wuppt.
Passt die Schüssel durch die Luke?
>Beim terrestrischen Empfang scheint's ja keine Probleme zu geben.
Ich glaube da ist die Energiedichte viel höher und die Frequenz
tiefer. Länger Wellen sind wohl nicht so schwer zu handhaben.
>Beim
>Mikrowellenofen, der ja auch schon bei 2-3 GHz arbeitet, scheinen die
>Wellen ja Porzelan auch ungehindert zu durchdringen, und Dachpfannen
>sind ja auch nur eine Art Porzelan. Oder verhalten sich EM Wellen ab 9
>GHz wieder ganz anders?
Bei der Mikrowelle wird ja nur Wärme erzeugt aber beim Sat-Empfang
werden Signale übertragen, da können schon kleinigkeiten alles
versauen.
Da das Posting schon länger her ist: gibt es schon Praxiserfahrungen?
Wenn es bei mir funxioniert werde ich mal posten.
Grüsse
Gerhard