Die Hersteller von Dünnschichtzellen geben an, dass diese bei Streulicht
effizienter seien, weil sie kurzwelligeres Licht absorbieren können.
Ich habe nun zwei Module getestet, eines mit Dünnschicht, eines mit
monokristallinen Dickschichtzellen. Beides gewöhnliche Singlejunction
Technik.
Kurz zusammengefasst: Der Wirkungsgrad, also die Leistung pro Fläche, ist
bei den Dickschichtzellen unter allen Umständen besser, Dünnschicht holt
also bei Bewölkung nicht mehr raus.
ABER: Beim Preis/Leistungsverhältnis sieht es anders aus, da hat das
Dünnschichtmodul bei diffusem Licht (Nebel, Bewölkung oder kurz nach
Sonnenuntergang) tatsächlich einen sehr deutlichen Vorteil.
Einen weiteren Vorteil haben die Dünnschichtmodule auch bei Teilabschattung.
Wird eine einzelne Zelle abgeschattet, geht die Leistung des Moduls massiv
zurück. Dies ist bei typischen Dickschichtzellen schnell mal geschehen, wenn
zum Beispiel ein Ast oder ein Mast einer Strassenlaterne einen Schatten
wirft. Beim Dünnschichtmodul wo die Zellen sehr lange, schmale Streifen sind
ist die Gefahr der kompletten Abschattung einer einzelnen Zelle geringer.
Auf meiner Webseite habe ich noch die Tabelle mit den Messwerten und eine
detailiertere Beschreibung:
http://www.heimers.ch/de/solarvergleich.html