On 2015-01-24 1:57 PM, Andreas Fecht wrote:
> Johannes Bauer schrieb:
>> On 24.01.2015 22:00, Andreas Fecht wrote:
>>
>>> Es geht hier nicht um die Kosten der elektrischen Energie, die die
>>> Glühlampe verursacht, sondern um die Wärmemenge, die der Kühlschrank
>>> anschließend wieder raustransportieren muss.
>>> Diese liegt in derselben Größenordung wie die Energiemenge der
>>> rausgefallenen Kaltluft beim Öffnen der Tür.
>>
>> Kommt mir komisch vor. Wenn ich meinen Kühlschrank pro Tag 20 Mal auf
>> und zu mache und jeweils 10 Sekunden lang (also *lang*!) dann komme ich
>> bei einer 15W Birne auf
>>
>> E = 20 * 10s * 15W = 3000 J
>>
>> Also im Jahr auf
>>
>> 3000 J * 365 = 109500 J = 0.30 kWh
>>
>> Also vergleichsweise wenig. Dazu kommt noch, dass der Kühlschrank als
>> Wärmepumpe nicht dieselbe elektrische Energiemenge aufnimmt, die er
>> raustransportiert (adiabatisch).
>
> Dass die beiden "Kälteverluste" Türöffnen/Glühlampe in derselben
> Größenordnung liegen stimmt doch oder?
>
Du hast dabei nur die Luft betrachtet. Es erwaermen sich jedoch auch
feste und fluessige Produkte, die einen hoeheren Energiegehalt als Luft
haben. Bierflaschen, Kaese, Salami, Obst, Milch und so weiter. Dann noch
die Innenwaende und Glasboeden des Kuehlschranks selbst.
> Wenn das Einbringen einer solchen Energiemenge so wenig kostet, warum
> verbraucht dann ein Kühlschrank, bei dem öfter die Tür geöffnet wird,
> wesentlich mehr Strom?
>
http://www.goodhousekeeping.com/home/green-living/refrigerator-door-wastes-energy
Das gilt jedoch fuer Kuehlschraenke amerikanischen Kalibers. Eine
Unsitte hierzulande ist es, nach dem Einkauf alles auf den Tresen der
(grosssen) Kueche zu stellen, die Kuehlschranktuer zu oeffnen, dann
gemuetlich hin und her zu gehen, bis alles drin ist. Waehrend der ganzen
Zeit steht die Kuehlschranktuer weit offen. Dito, wenn irgendwas
zubereitet wird. Milch wird gebraucht, Tuer auf, mit der Milch zum
Tresen, reinschuetten, abwiegen, ist noch nicht genug, noch etwas, dann
noch eine Prise Salz, dies und jenes andere, nun abschmecken, Milch
wieder in den Kuehlschrank. Mit viel Pech klingelt zwischendurch noch
das Telefon. Erst dann wird die Tuer wieder zugemacht.