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PC auf einfachem Weg via Mikrocontroller starten?

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Manuel Reimer

unread,
Mar 3, 2015, 10:00:46 AM3/3/15
to
Hallo,

wenn man im Internet nach Infos sucht, wie man über Befehl von einem
Mikrocontroller einen PC zum Starten bewegen könnte, dann findet man
immer entweder einen zusätzlichen Transistor oder einen Optokoppler die
die Signalleitung des Power-Buttons auf GND ziehen.

Da ich eine möglichst einfache und platzsparende Schaltung aufbauen
will, frage ich mich ob das nicht einfacher geht.

Bei allen Mainboards, die ich bisher in der Hand hatte, ist die
Signalleitung für "Power" mit einem Pullup versehen und wird gegen GND
geschaltet.

Was spricht dagegen die Signalleitung direkt an einen GPIO-Pin zu bauen,
den als "open drain" zu betreiben und zum Schalten kurz auf "Low" gehen
zu lassen?

Laut Datenblatt dürfte ich 25mA am GPIO schalten (STM32F103). Davon
abgesehen, das ich nicht glaube, dass der Pullup dermaßen klein gewählt
ist, dass da 25mA fließen, dürfte für zur Beruhigung des Gewissens doch
ein Sicherheitswiderstand von sagen wir 560 Ohm dicke ausreichen.

Gibt es einen handfesten Grund für einen Transistor oder gar einen
Optokoppler dazwischen? Mir will aktuell keiner einfallen, bevor ich
aber etwas kaputt mache frage ich lieber nochmal hier in die Runde. Was
könnte schief gehen?

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 3, 2015, 10:48:25 AM3/3/15
to
Ich kenne die Schaltung in den PCs dafuer nicht, aber ein Grund, das
nicht direkt zu verbinden, waere der Betriebszustand Deines uC. Wenn
dessen Stromversorgung abgeschaltet ist, wuerde der PC ueber den Pull-up
versuchen, den STM32 ueber dessen parasitaere Substratstrecke vom GPIO
Pin nach VCC zu betreiben. Das wird ihm je nachdem, was so dran haengt,
nur halb gelingen, oder fast gar nicht, oder vielleicht doch, oder woll,
oder nicht ... und da will man normalerweise keinen Zustand zwischen
High und Low.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Christian Karsten

unread,
Mar 3, 2015, 12:32:32 PM3/3/15
to
Am 03.03.2015 um 16:00 schrieb Manuel Reimer:

> Gibt es einen handfesten Grund für einen Transistor oder gar einen
> Optokoppler dazwischen? Mir will aktuell keiner einfallen, bevor ich
> aber etwas kaputt mache frage ich lieber nochmal hier in die Runde. Was
> könnte schief gehen?

Ich betreibe genau so etwas als Einschalter für meinen VDR(HTPC). In
meinem Fall ist das ein Attiny85 der mittels TSOP IR Empfänger das
einschalten des PC's mittels vorhandener Fernbedienung realisiert. Die
ganze Schaltung wird einfach aus der 5V Standby Spannung des PC
Netzteils gespeist. Damit habe ich auch nicht das Problem welches Jörg
beschrieben hat.

Grüße,
Christian

Marcel Mueller

unread,
Mar 3, 2015, 4:33:48 PM3/3/15
to
On 03.03.15 16.48, Joerg wrote:
> Ich kenne die Schaltung in den PCs dafuer nicht, aber ein Grund, das
> nicht direkt zu verbinden, waere der Betriebszustand Deines uC. Wenn
> dessen Stromversorgung abgeschaltet ist, wuerde der PC ueber den Pull-up
> versuchen, den STM32 ueber dessen parasitaere Substratstrecke vom GPIO
> Pin nach VCC zu betreiben.

Eine /Substrat/diode nach Vcc wäre bei einem µC mal ein echtes Novum, Du
meinst sicher die Eingangskappdionen zum ESD-Schutz.

> Das wird ihm je nachdem, was so dran haengt,
> nur halb gelingen, oder fast gar nicht, oder vielleicht doch, oder woll,
> oder nicht ... und da will man normalerweise keinen Zustand zwischen
> High und Low.

Wenn der µC an +5VSB hängt, ist doch alles paletti.
Und wenn es doch mal schief läuft, die Pull-Ups haben üblicherweise >=
10k, damit fließen jedenfalls keine zerstörerischen Ströme.


Marcel

Manuel Reimer

unread,
Mar 3, 2015, 5:30:52 PM3/3/15
to
On 03/03/2015 04:48 PM, Joerg wrote:
> Ich kenne die Schaltung in den PCs dafuer nicht,

Ich leider auch nicht. Wenn ich wüsste, wo der Power-Button dranhängt,
könnte man vielleicht mal ein Datenblatt suchen um eine
Standardschaltung zu sehen.

> aber ein Grund, das
> nicht direkt zu verbinden, waere der Betriebszustand Deines uC. Wenn
> dessen Stromversorgung abgeschaltet ist, wuerde der PC ueber den Pull-up
> versuchen, den STM32 ueber dessen parasitaere Substratstrecke vom GPIO
> Pin nach VCC zu betreiben. Das wird ihm je nachdem, was so dran haengt,
> nur halb gelingen, oder fast gar nicht, oder vielleicht doch, oder woll,
> oder nicht ... und da will man normalerweise keinen Zustand zwischen
> High und Low.

Klingt erstmal logisch.

Spaßhalber habe ich gerade mal am *ausgeschalteten* Mikrocontroller
gemessen was für einen Widerstand zwischen GND und dem von mir geplanten
GPIO liegt. Das sind mehrere Megaohm. Und zwar nur wenn ich das
Multimeter verpolt anschließe. Also auf GND den Pluspol lege.

Keine Ahnung was mir das jetzt sagen soll. Man müsste wissen wie der
Chip an der Stelle "von innen" aussieht.

Was könnte denn sonst noch passieren? Versehentlich den GPIO in der
Software auf "High" zu nehmen würde dort einen 3,3V-Pegel schalten der
dann gegen die 5V vom Pullup anliegen würde. Sollte aber ja eigentlich
auch nicht schaden, denn der uC ist an dem Pin 5V-Tolerant.

Gruß

Manuel

Manuel Reimer

unread,
Mar 3, 2015, 5:33:33 PM3/3/15
to
On 03/03/2015 06:32 PM, Christian Karsten wrote:
> Ich betreibe genau so etwas als Einschalter für meinen VDR(HTPC).

Genau sowas sollte es werden.

Versorgt wird mit 5V vom USB der bei fast allen halbwegs modernen
Mainboards aber mit 5V Standby gleichgesetzt werden kann.

Eigentlich wollte ich ja elegant via USB aufwachen lassen aber leider
hat der Hersteller meines Mainboards zwar so Unsinn wie bunte Farben und
Mausbedienung ins BIOS (UEFI) gebaut, benötigt zum Aufwachen aber eine
Tastatur aus dem Museum weil das an dem Board nur via PS/2 funktionert...

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 3, 2015, 8:53:52 PM3/3/15
to
On 2015-03-03 2:30 PM, Manuel Reimer wrote:
> On 03/03/2015 04:48 PM, Joerg wrote:
>> Ich kenne die Schaltung in den PCs dafuer nicht,
>
> Ich leider auch nicht. Wenn ich wüsste, wo der Power-Button dranhängt,
> könnte man vielleicht mal ein Datenblatt suchen um eine
> Standardschaltung zu sehen.
>
>> aber ein Grund, das
>> nicht direkt zu verbinden, waere der Betriebszustand Deines uC. Wenn
>> dessen Stromversorgung abgeschaltet ist, wuerde der PC ueber den Pull-up
>> versuchen, den STM32 ueber dessen parasitaere Substratstrecke vom GPIO
>> Pin nach VCC zu betreiben. Das wird ihm je nachdem, was so dran haengt,
>> nur halb gelingen, oder fast gar nicht, oder vielleicht doch, oder woll,
>> oder nicht ... und da will man normalerweise keinen Zustand zwischen
>> High und Low.
>
> Klingt erstmal logisch.
>
> Spaßhalber habe ich gerade mal am *ausgeschalteten* Mikrocontroller
> gemessen was für einen Widerstand zwischen GND und dem von mir geplanten
> GPIO liegt. Das sind mehrere Megaohm. Und zwar nur wenn ich das
> Multimeter verpolt anschließe. Also auf GND den Pluspol lege.
>

Da sind normalerweise parasitaere Diodenstrecken. Eine kommt, wenn Du
den GPIO Pin mehr als 600mV ueber VCC (als in diesem Fall 0V) ziehst,
und die andere bei -600mV, unterhalb Masse. Was das Multimeter anzeigt,
haengt davon ab, wieviel Spannung es im eingestellten Bereich benutzt.


> Keine Ahnung was mir das jetzt sagen soll. Man müsste wissen wie der
> Chip an der Stelle "von innen" aussieht.
>

http://www.st.com/web/en/resource/technical/document/datasheet/CD00161566.pdf

Figure 14 sagt nicht viel, immerhin haben sie Schmitt-Eingaenge. Ist
schonmal gut. Figure 38 deutet die Substratdioden an, die es an allen
Eingaengen gibt, wenn es ein normaler CMOS Prozess ist. Ansonsten sind
das N- und P-Channel Paerchen zum Treiben, die in Tri-State geschickt
werden koennen. Sources zusammen und am GPIO Pin. Dazu Eingaenge am
gleichen Pin in aehnlicher Konfiguration, mit dem zusammengebundenen Gates.


> Was könnte denn sonst noch passieren? Versehentlich den GPIO in der
> Software auf "High" zu nehmen würde dort einen 3,3V-Pegel schalten der
> dann gegen die 5V vom Pullup anliegen würde. Sollte aber ja eigentlich
> auch nicht schaden, denn der uC ist an dem Pin 5V-Tolerant.
>

An sich nichts. Ich weiss aber nicht, was der PC macht, wenn er im
Ruhezustand 5V erwartet und der STM bei Open Dain auch in die
Substratdiode laeuft. Ich habe auf die Schnelle nicht gesehen, was die
mit "true open drain" meinen.

Joerg

unread,
Mar 3, 2015, 8:57:03 PM3/3/15
to
On 2015-03-03 1:33 PM, Marcel Mueller wrote:
> On 03.03.15 16.48, Joerg wrote:
>> Ich kenne die Schaltung in den PCs dafuer nicht, aber ein Grund, das
>> nicht direkt zu verbinden, waere der Betriebszustand Deines uC. Wenn
>> dessen Stromversorgung abgeschaltet ist, wuerde der PC ueber den Pull-up
>> versuchen, den STM32 ueber dessen parasitaere Substratstrecke vom GPIO
>> Pin nach VCC zu betreiben.
>
> Eine /Substrat/diode nach Vcc wäre bei einem µC mal ein echtes Novum, Du
> meinst sicher die Eingangskappdionen zum ESD-Schutz.
>

Novum? Die haben die bei einer uC-"Loesung" eiskalt als Gleichrichter
benutzt.


>> Das wird ihm je nachdem, was so dran haengt,
>> nur halb gelingen, oder fast gar nicht, oder vielleicht doch, oder woll,
>> oder nicht ... und da will man normalerweise keinen Zustand zwischen
>> High und Low.
>
> Wenn der µC an +5VSB hängt, ist doch alles paletti.


Dan ja. Wissen wir aber nicht :-)


> Und wenn es doch mal schief läuft, die Pull-Ups haben üblicherweise >=
> 10k, damit fließen jedenfalls keine zerstörerischen Ströme.
>

Das nicht, aber es waere in vielen Anwendungen suboptimal, wenn der PC
staendig aus- und einschaltet oder aehnliche Sperenzchen macht.

Christian Zietz

unread,
Mar 4, 2015, 1:18:00 AM3/4/15
to
Manuel Reimer schrieb:

> Spaßhalber habe ich gerade mal am *ausgeschalteten* Mikrocontroller
> gemessen was für einen Widerstand zwischen GND und dem von mir geplanten
> GPIO liegt. Das sind mehrere Megaohm.

Hättest Du mal die Diodentestfunktion genommen...

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

Thorsten Just

unread,
Mar 4, 2015, 9:18:19 AM3/4/15
to
Am 03.03.2015 um 23:33 schrieb Manuel Reimer:
>
> benötigt zum Aufwachen aber eine
> Tastatur aus dem Museum weil das an dem Board nur via PS/2 funktionert...

manche Boards haben auch noch extra Pins für Wake on LAN/Modem/...

Thorsten

Manuel Reimer

unread,
Mar 4, 2015, 10:41:46 AM3/4/15
to
On 03/04/2015 03:18 PM, Thorsten Just wrote:
> manche Boards haben auch noch extra Pins für Wake on LAN/Modem/...

Dafür ist mein Board schon zu modern.

Das mit dem PS/2 halte ich auf jedem Fall für einen schlechten Witz. Die
hätten diesen Legacy-Port lieber ganz runter lassen sollen...

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 10:44:17 AM3/4/15
to
Bist Du sicher, dass es nicht doch zusaetzlich ueber eine USB Maus ginge?

http://support.microsoft.com/kb/280108

https://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/hardware/ff537628%28v=vs.85%29.aspx

Dies sollte sich emulieren lassen und USB hat Dein uC ja.

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 10:56:52 AM3/4/15
to
Wenn es ein Industrie- oder Medizin-MoBo ist, machen die das oft, weil
die Unterstuetzung von in Konsolen eingebauten Keyboards oder
sonderangefertigten Bedienelementen durch einige Kunden gefordert wird.
Oft gehen dann aber trotzdem USB Keyboards, zusaetzlich.

Manuel Reimer

unread,
Mar 4, 2015, 11:01:00 AM3/4/15
to
On 03/04/2015 04:44 PM, Joerg wrote:
> Bist Du sicher, dass es nicht doch zusaetzlich ueber eine USB Maus ginge?

Es geht aus S3 und S4 auch mit USB-Tastatur. Ich hätte dazuschreiben
müssen, dass ich aus S5 starten will. Und das geht bescheuerterweise nur
mit PS/2-Tastatur.

Man könnte jetzt PS/2 emulieren, was mir auf dem uC aber etwas knifflig
erscheint, denn USB brauche ich parallel auch noch und das Timing von
PS/2 ist deutlich anders als das von USB.

Ich dachte auch schon daran eine alte Tastatur-Platine huckepack
draufzuschnallen. Ist mir aber irgendwie alles zu frickelig. Direkt an
den Power-Button zu gehen scheint mir doch eleganter zu sein.

Wenn man mit dem "direkt ansteuern" nichts kaputt machen kann werde ich
damit auf jedem Fall mal etwas rumprobieren (Messen welcher Strom im
ausgeschalteten Zustand fließt, messen der Spannung vom Pullup wenn der
ausgeschaltete uC dranhängt, ...). Macht irgendwie keinen Sinn die
Schaltung unnötigerweise mit Transistor und Vorwiderstand zu erweitern
wenn es auch ohne funktioniert.

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 12:33:17 PM3/4/15
to
On 2015-03-04 8:00 AM, Manuel Reimer wrote:
> On 03/04/2015 04:44 PM, Joerg wrote:
>> Bist Du sicher, dass es nicht doch zusaetzlich ueber eine USB Maus ginge?
>
> Es geht aus S3 und S4 auch mit USB-Tastatur. Ich hätte dazuschreiben
> müssen, dass ich aus S5 starten will. Und das geht bescheuerterweise nur
> mit PS/2-Tastatur.
>

Dat is Driss, taete der Koelner sagen.


> Man könnte jetzt PS/2 emulieren, was mir auf dem uC aber etwas knifflig
> erscheint, denn USB brauche ich parallel auch noch und das Timing von
> PS/2 ist deutlich anders als das von USB.
>
> Ich dachte auch schon daran eine alte Tastatur-Platine huckepack
> draufzuschnallen. Ist mir aber irgendwie alles zu frickelig. Direkt an
> den Power-Button zu gehen scheint mir doch eleganter zu sein.
>
> Wenn man mit dem "direkt ansteuern" nichts kaputt machen kann werde ich
> damit auf jedem Fall mal etwas rumprobieren (Messen welcher Strom im
> ausgeschalteten Zustand fließt, messen der Spannung vom Pullup wenn der
> ausgeschaltete uC dranhängt, ...). Macht irgendwie keinen Sinn die
> Schaltung unnötigerweise mit Transistor und Vorwiderstand zu erweitern
> wenn es auch ohne funktioniert.
>

Dazu muesstest Du rausfinden, ob ein Open-Drain Pin erlaubt, die
Spannung auf 5V hinauf zu lassen. Das Datenblatt ist was arg
spartanisch, vielleicht steht es ja irgendwo verklausuliert drin. Wenn
das nicht geht, wuerde der Ausgang in dessen parasitaere Diode laufen
und kaeme nur bis VCC +600mV, also bei 3.3V Versorgung nur bis 3.9V.

Marte Schwarz

unread,
Mar 4, 2015, 1:19:35 PM3/4/15
to
Hi Manuel,

> Man könnte jetzt PS/2 emulieren, was mir auf dem uC aber etwas knifflig
> erscheint,

Ich habs nie gemacht, aber es gibt für die üblichen Bastler-µCs schon
seit sehr langer Zeit PS/2 Routinen, schon viel länger als es USB für
die Controller gibt. Das PS/2 Timing sei ziemlich einfach.

> Ich dachte auch schon daran eine alte Tastatur-Platine huckepack

Irgendwie...

> Macht irgendwie keinen Sinn die
> Schaltung unnötigerweise mit Transistor und Vorwiderstand zu erweitern
> wenn es auch ohne funktioniert.

In der Zeit, wo Du hier drüber hirnst, wäre doch schon sooo lange ein
Transistor oder wenns ohne Widerstand gehen soll auch ein kleiner BSS123
oder ähnlicher MOSFET parallel zum Einschaltknopf.

Mann, warum kompliziert, wenn's einfach geht?

Marte

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 1:28:10 PM3/4/15
to
On 2015-03-04 10:19 AM, Marte Schwarz wrote:

[...]

>> Macht irgendwie keinen Sinn die
>> Schaltung unnötigerweise mit Transistor und Vorwiderstand zu erweitern
>> wenn es auch ohne funktioniert.
>
> In der Zeit, wo Du hier drüber hirnst, wäre doch schon sooo lange ein
> Transistor oder wenns ohne Widerstand gehen soll auch ein kleiner BSS123
> oder ähnlicher MOSFET parallel zum Einschaltknopf.
>

Weil's ohne spochtlicher ist :-)


> Mann, warum kompliziert, wenn's einfach geht?
>

Ohne BSS123 ist es einfacher. Falls es geht, und wenn, dann haette wir
alle dabei wieder was fuer spaeter gelernt. Zumindest die Leute, die ST
Prozessoren benutzen.

Ich versuche gerade an einen neuen Design was aehnliches, sehen ob ich
es mit weniger fetten Spulen unter 50C Ferrittemperatur bekomme. Weil da
jedes Gramm Gewicht zaehlt. Scheint aber nicht zu gehen. Grmpf.

Manuel Reimer

unread,
Mar 4, 2015, 3:13:40 PM3/4/15
to
On 03/04/2015 06:33 PM, Joerg wrote:
> Dazu muesstest Du rausfinden, ob ein Open-Drain Pin erlaubt, die
> Spannung auf 5V hinauf zu lassen. Das Datenblatt ist was arg
> spartanisch, vielleicht steht es ja irgendwo verklausuliert drin. Wenn
> das nicht geht, wuerde der Ausgang in dessen parasitaere Diode laufen
> und kaeme nur bis VCC +600mV, also bei 3.3V Versorgung nur bis 3.9V.

Ich habe mal mit einer einfachen Testschaltung probiert. 5V vom
Labornetzteil über 10kOhm an den GPIO-Pin.

Ich habe dann bei stromloser Schaltung 4,97V am GPIO-Pin. Wenn ich die
Schaltung mit Strom versorge, dann steigt die Spannung sogar auf volle
5V an.

Scheint also so als würde die Anforderung "Spannung kommt auf 5V" erfüllt.

Bedenken habe ich nurnoch wegen der maximal 25mA die der uC schalten
kann. Nicht das irgendein wahnsinniger Mainboard-Hersteller mal glaubt
es wäre irgendwie sinnvoll 500mA über den Power-Button zu jagen ;)

Gruß

Manuel

Manuel Reimer

unread,
Mar 4, 2015, 3:16:21 PM3/4/15
to
On 03/04/2015 07:19 PM, Marte Schwarz wrote:
> In der Zeit, wo Du hier drüber hirnst, wäre doch schon sooo lange ein
> Transistor oder wenns ohne Widerstand gehen soll auch ein kleiner BSS123
> oder ähnlicher MOSFET parallel zum Einschaltknopf.

Das es ohne Widerstand gehen könnte hatte ich garnicht bedacht. Den
BSS123 kann ich direkt mit 3,3V schalten?

> Mann, warum kompliziert, wenn's einfach geht?

Weil die Platine fertig ist ;)

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 3:27:56 PM3/4/15
to
On 2015-03-04 12:13 PM, Manuel Reimer wrote:
> On 03/04/2015 06:33 PM, Joerg wrote:
>> Dazu muesstest Du rausfinden, ob ein Open-Drain Pin erlaubt, die
>> Spannung auf 5V hinauf zu lassen. Das Datenblatt ist was arg
>> spartanisch, vielleicht steht es ja irgendwo verklausuliert drin. Wenn
>> das nicht geht, wuerde der Ausgang in dessen parasitaere Diode laufen
>> und kaeme nur bis VCC +600mV, also bei 3.3V Versorgung nur bis 3.9V.
>
> Ich habe mal mit einer einfachen Testschaltung probiert. 5V vom
> Labornetzteil über 10kOhm an den GPIO-Pin.
>
> Ich habe dann bei stromloser Schaltung 4,97V am GPIO-Pin. Wenn ich die
> Schaltung mit Strom versorge, dann steigt die Spannung sogar auf volle
> 5V an.
>
> Scheint also so als würde die Anforderung "Spannung kommt auf 5V" erfüllt.
>

Sauber! Dann hat ST das richtig gemacht. Das wird Leute freuen, die
diese Serie ebenso benutzen.


> Bedenken habe ich nurnoch wegen der maximal 25mA die der uC schalten
> kann. Nicht das irgendein wahnsinniger Mainboard-Hersteller mal glaubt
> es wäre irgendwie sinnvoll 500mA über den Power-Button zu jagen ;)
>

Glaube ich kaum, besonders da inzwischen um jedes Milliwatt gefeilscht
wird. Normalerweise haben die einige kOhm ab 5VSB drin wie in diesem
Beispiel:

http://www.circuitsarchive.org/index.php/200W_ATX_PC_Power_Supply

Joerg

unread,
Mar 4, 2015, 3:34:04 PM3/4/15
to
On 2015-03-04 12:16 PM, Manuel Reimer wrote:
> On 03/04/2015 07:19 PM, Marte Schwarz wrote:
>> In der Zeit, wo Du hier drüber hirnst, wäre doch schon sooo lange ein
>> Transistor oder wenns ohne Widerstand gehen soll auch ein kleiner BSS123
>> oder ähnlicher MOSFET parallel zum Einschaltknopf.
>
> Das es ohne Widerstand gehen könnte hatte ich garnicht bedacht. Den
> BSS123 kann ich direkt mit 3,3V schalten?
>

Kann man bei MOSFETs immer machen. Nur drauf achten, dass sie in den
tabellarischen Daten Rdson Angaben fuer 3.3V haben. So gern ich den mag,
der BSS123 hat das nicht. Du koenntest z.B. das japanische Bruederchen
nehmen, welches bis herunter zu 2.5V garantiert ist:

http://rohmfs.rohm.com/en/products/databook/datasheet/discrete/transistor/mosfet/rk7002b.pdf

Oder einen aus der FDV Serie.


>> Mann, warum kompliziert, wenn's einfach geht?
>
> Weil die Platine fertig ist ;)
>

Immer diese Killer-Argumente ...

Holger

unread,
Mar 4, 2015, 9:58:28 PM3/4/15
to
Manuel Reimer schrieb:

> Wenn man mit dem "direkt ansteuern" nichts kaputt machen kann werde ich
> damit auf jedem Fall mal etwas rumprobieren (Messen welcher Strom im
> ausgeschalteten Zustand fließt, messen der Spannung vom Pullup wenn der
> ausgeschaltete uC dranhängt, ...). Macht irgendwie keinen Sinn die
> Schaltung unnötigerweise mit Transistor und Vorwiderstand zu erweitern
> wenn es auch ohne funktioniert.

Wenn man sich vor Augen hält, daß der PC mit einem Taster über dem
PWR-Anschluß ein- und ausgeschaltet wird, genügt wirklich ein kleines
Relais, und du kannst deinen Rechner sogar potentialfrei via
Mikrocontroller einschalten. Eventuell mag auch ein Optokoppler gehen,
wobei der Fototransistor dann mit seinem Collektor am PWR-Pin hängt, und
mit seinem Emitter an GND.

Holger

--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

Wolfgang

unread,
Mar 5, 2015, 12:05:44 AM3/5/15
to
Am 04.03.2015 um 21:28 schrieb Joerg:

> Glaube ich kaum, besonders da inzwischen um jedes Milliwatt gefeilscht
> wird. Normalerweise haben die einige kOhm ab 5VSB drin wie in diesem
> Beispiel:
>
> http://www.circuitsarchive.org/index.php/200W_ATX_PC_Power_Supply
>

Das ist ein Netzteil. Der PowerOnButton geht aber aufs Motherboard und
das wiederum schaltet dann das Netzteil.

Axel Berger

unread,
Mar 5, 2015, 6:15:02 AM3/5/15
to
Holger wrote on Thu, 15-03-05 03:58:
>Eventuell mag auch ein Optokoppler gehen

Da der Zweck des ganzen wohl sicher mehr ist als nur einzuschalten,
werden beide ohnehin über irgendeine Datenleitung schon eine
Masseverbindung haben. Damit wird die aufwendige Potentialtrennung
sinnlos.

Peter Heitzer

unread,
Mar 5, 2015, 6:41:20 AM3/5/15
to
Als besonders aufwendig würde ich einen Optokoppler jetzt nicht bezeichnen.
Ein Koppler hätte allerdings den Vorteil, daß auch grosse Leitungslängen
problemlos möglich wären. Dies dürfte allerdings beim OP nicht erforderlich
sein.


--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de
HTML mails will be forwarded to /dev/null.

Marte Schwarz

unread,
Mar 5, 2015, 5:52:59 PM3/5/15
to
Hi Manuel,

> Das es ohne Widerstand gehen könnte hatte ich garnicht bedacht. Den
> BSS123 kann ich direkt mit 3,3V schalten?

Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 und
co. Fast alle kleinen n-MOSFET eben.

>> Mann, warum kompliziert, wenn's einfach geht?
>
> Weil die Platine fertig ist ;)

Da brauchst Du doch keine Platine für. Drain und Source lötest Du direkt
auf den Stecker und Gate und Source ans Kabel.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Mar 5, 2015, 5:55:09 PM3/5/15
to
Hi Jörg,

>> BSS123 kann ich direkt mit 3,3V schalten?

> Kann man bei MOSFETs immer machen. Nur drauf achten, dass sie in den
> tabellarischen Daten Rdson Angaben fuer 3.3V haben. So gern ich den mag,
> der BSS123 hat das nicht. Du koenntest z.B. das japanische Bruederchen
> nehmen, welches bis herunter zu 2.5V garantiert ist:

Mach halblang. Den Logik-Port bekommst Du damit immer auf Low, selbst
wenn Du nur 2,5 V hättest.

Marte

Joerg

unread,
Mar 5, 2015, 6:05:48 PM3/5/15
to
Fuer eine Privatbastelei reicht das vielleicht, in einem ordentlichen
Design Review fliegt man damit durch.

Joerg

unread,
Mar 5, 2015, 6:09:01 PM3/5/15
to
On 2015-03-05 2:52 PM, Marte Schwarz wrote:
> Hi Manuel,
>
>> Das es ohne Widerstand gehen könnte hatte ich garnicht bedacht. Den
>> BSS123 kann ich direkt mit 3,3V schalten?
>
> Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 ...
^^^^^^^^^^^^

Da hat sich wieder einer voll als Grufti geoutet :-)

<in den Spiegel guck> ... Oh!

--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Lars Wilhelm

unread,
Mar 6, 2015, 12:17:12 AM3/6/15
to
Am Donnerstag, 5. März 2015 12:41:20 UTC+1 schrieb Peter Heitzer:
> Axel Berger <Axel_...@b.maus.de> wrote:
> >Holger wrote on Thu, 15-03-05 03:58:
> >>Eventuell mag auch ein Optokoppler gehen
>
> >Da der Zweck des ganzen wohl sicher mehr ist als nur einzuschalten,
> >werden beide ohnehin über irgendeine Datenleitung schon eine
> >Masseverbindung haben. Damit wird die aufwendige Potentialtrennung
> >sinnlos.
> Als besonders aufwendig würde ich einen Optokoppler jetzt nicht bezeichnen.
> Ein Koppler hätte allerdings den Vorteil, daß auch grosse Leitungslängen
> problemlos möglich wären. Dies dürfte allerdings beim OP nicht erforderlich
> sein.

Ohne jetzt ein Elektronikguru zu sein, finde ich einen Optokoppler parallel zum Taster eine spitzenidee. Mann muss sich keine Gedanken um irgendwelche Potentiale machen, sondern nur, wie man den Optokoppler anspricht.

Christian Schweingruber

unread,
Mar 6, 2015, 3:03:08 AM3/6/15
to
Guten Morgen
Im Thread 'Ansteuerung PC-Einschalttaster per LED' aus dem 2010
hat man mir beim Basteln einer fast gleichen Einrichtung geholfen:
Ich kann meinen PC per steuerbarer LED eines NAS starten.
(PC könnte WakeOnLAN jedoch nur wenn man den EuP-Stromsparsupport abschaltet)
Ich habe einen Phototransistor, der einen TUN ansteuert verwendet. Es hat aber auch andere gute Ideen:
<https://groups.google.com/forum/?hl=de#!searchin/de.sci.electronics/Ansteuerung$20PC-Einschalttaster$20per$20LED/de.sci.electronics/hBa1m50upRk/SsubYiIV9LQJ>

vg Chrigu


Marte Schwarz

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Mar 6, 2015, 4:18:51 AM3/6/15
to
Hi Jörg,

>> Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 ...
> ^^^^^^^^^^^^
> Da hat sich wieder einer voll als Grufti geoutet :-)

Klar, jeden Tag ein Schritt näher zur Pensionierung ;-)
Oder eben ein Tag näher zur Gruft ;-)

Marte

Manuel Reimer

unread,
Mar 7, 2015, 8:02:46 AM3/7/15
to
On 03/05/2015 11:52 PM, Marte Schwarz wrote:
> Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 und
> co. Fast alle kleinen n-MOSFET eben.

Den 2N7000 gibt es bei Reichelt und wenn ich die Daten richtig
interpretiere sollte der mit 3,3V voll durchschalten.

Nur zur Sicherheit:

Source an GND
Drain zum Power-Button-Anschluss
Gate direkt zum GPIO-Anschluss am µC. Ich gehe davon aus da brauche ich
dann keinen Widerstand mehr.

Wenn ich das richtig verstanden habe muss mein GPIO dann auf "High"
gehen damit der Power-Button-Anschluss auf "Low" gezogen wird.

Soweit richtig?

Gibt es bei Reichelt auch ein brauchbares n-MOSFET in SMD-Bauweise?

Gruß

Manuel

Manuel Reimer

unread,
Mar 7, 2015, 8:08:41 AM3/7/15
to
On 03/06/2015 06:17 AM, Lars Wilhelm wrote:
> Ohne jetzt ein Elektronikguru zu sein, finde ich einen Optokoppler parallel zum Taster eine spitzenidee.
> Mann muss sich keine Gedanken um irgendwelche Potentiale machen, sondern nur, wie man den Optokoppler anspricht.

Das Potential ist nicht relevant weil die Schaltung aus dem PC versorgt
wird und mir ist ein Optokoppler einfach zu sperrig.

Gruß

Manuel

Reinhardt Behm

unread,
Mar 7, 2015, 10:12:14 AM3/7/15
to
On 07.03.2015 21:02, Manuel Reimer wrote:
> On 03/05/2015 11:52 PM, Marte Schwarz wrote:
>> Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 und
>> co. Fast alle kleinen n-MOSFET eben.
>
> Den 2N7000 gibt es bei Reichelt und wenn ich die Daten richtig
> interpretiere sollte der mit 3,3V voll durchschalten.
>
> Nur zur Sicherheit:
>
> Source an GND
> Drain zum Power-Button-Anschluss
> Gate direkt zum GPIO-Anschluss am µC. Ich gehe davon aus da brauche ich
> dann keinen Widerstand mehr.

Wenn Deine GPIO nach Reset nicht definert auf "out" mit 0 hochkommt,
würde ich noch einen R (10..100k) vom Gate nach GND spendieren.
>
> Wenn ich das richtig verstanden habe muss mein GPIO dann auf "High"
> gehen damit der Power-Button-Anschluss auf "Low" gezogen wird.
>
> Soweit richtig?
>
> Gibt es bei Reichelt auch ein brauchbares n-MOSFET in SMD-Bauweise?
>
> Gruß
>
> Manuel


--
Reinhardt

Gerrit Heitsch

unread,
Mar 7, 2015, 10:26:00 AM3/7/15
to
On 03/07/2015 04:12 PM, Reinhardt Behm wrote:
> On 07.03.2015 21:02, Manuel Reimer wrote:
>> On 03/05/2015 11:52 PM, Marte Schwarz wrote:
>>> Klar doch, genau so wie 2N7000, BSS89 etc oder die moderneren BS250 und
>>> co. Fast alle kleinen n-MOSFET eben.
>>
>> Den 2N7000 gibt es bei Reichelt und wenn ich die Daten richtig
>> interpretiere sollte der mit 3,3V voll durchschalten.
>>
>> Nur zur Sicherheit:
>>
>> Source an GND
>> Drain zum Power-Button-Anschluss
>> Gate direkt zum GPIO-Anschluss am µC. Ich gehe davon aus da brauche ich
>> dann keinen Widerstand mehr.
>
> Wenn Deine GPIO nach Reset nicht definert auf "out" mit 0 hochkommt,
> würde ich noch einen R (10..100k) vom Gate nach GND spendieren.

Der Standard ist daß ein GPIO-Pin beim RESET auf 'in' steht, schon
alleine damit keine 2 Ausgänge gegeneinander arbeiten. Je nach Chip
hängt dann entweder ein schwacher Pullup dran oder der Pin floated.


>> Wenn ich das richtig verstanden habe muss mein GPIO dann auf "High"
>> gehen damit der Power-Button-Anschluss auf "Low" gezogen wird.

Das wäre wegen oben unpassend.

Gerrit


Lars Wilhelm

unread,
Mar 7, 2015, 10:45:56 AM3/7/15
to
?????
zu sperrig?

Gerrit Heitsch

unread,
Mar 7, 2015, 11:15:12 AM3/7/15
to
Naja, heutzutage sind 6pin DIPs ja schon wahre Monster...

Gerrit


Holger

unread,
Mar 7, 2015, 1:52:19 PM3/7/15
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Naja, heutzutage sind 6pin DIPs ja schon wahre Monster...

Es gibt sie auch vierbeinig.

Michael Schwingen

unread,
Mar 7, 2015, 5:53:21 PM3/7/15
to
On 2015-03-07, Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:
>
> Den 2N7000 gibt es bei Reichelt und wenn ich die Daten richtig
> interpretiere sollte der mit 3,3V voll durchschalten.

Wie Jörg korrekt anmerkt: mit Vghth,max=3.0V kann das knapp werden, sollte
aber bei dem geringen zu erwartenden Drainstrom problemlos gehen.

> Gibt es bei Reichelt auch ein brauchbares n-MOSFET in SMD-Bauweise?

2N7002 wäre die SMD-Variante des 2N7000. BSS138 ist mit Vgsth,max=1.5V auf
jeden Fall auf der sicheren Seite für 3.3V-Logik.

cu
Michael

Michael Schwingen

unread,
Mar 7, 2015, 5:57:59 PM3/7/15
to
On 2015-03-06, Lars Wilhelm <usenet...@nurfuerspam.de> wrote:
>
> Ohne jetzt ein Elektronikguru zu sein, finde ich einen Optokoppler
> parallel zum Taster eine spitzenidee. Mann muss sich keine Gedanken um
> irgendwelche Potentiale machen, sondern nur, wie man den Optokoppler
> anspricht.

Kanonen, Spatzen etc.?

Wenn die Potentialtrennung nötig ist, hat der seine Berechtigung. Aber in
diesem Fall: wie spricht man den denn an? Wieviel Strom braucht z.B. ein
CNY17-1, um den Anschluß des Power-Tasters sicher auf Low zu ziehen?

Bei der Lösung mit einem NFET (BSS138) oder gar direkt mit dem Portpin ist
relativ sicher, daß das paßt, ohne die Innenbeschaltung des Mainboards
ausmessen zu müssen.

cu
Michael

Manuel Reimer

unread,
Mar 8, 2015, 5:11:56 AM3/8/15
to
On 03/07/2015 04:25 PM, Gerrit Heitsch wrote:
> Der Standard ist daß ein GPIO-Pin beim RESET auf 'in' steht, schon
> alleine damit keine 2 Ausgänge gegeneinander arbeiten. Je nach Chip
> hängt dann entweder ein schwacher Pullup dran oder der Pin floated.

Er floated. Es sei denn der Pullup ist extrem hochohmig. Ich messe gegen
GND ca. 0,06V

>>> Wenn ich das richtig verstanden habe muss mein GPIO dann auf "High"
>>> gehen damit der Power-Button-Anschluss auf "Low" gezogen wird.
>
> Das wäre wegen oben unpassend.

Heißt?

Wie geht es denn richtig?

Was ist denn das Problem dabei, wenn das Gate "floated"?

Gruß

Manuel

Manuel Reimer

unread,
Mar 8, 2015, 5:14:35 AM3/8/15
to
On 03/07/2015 11:53 PM, Michael Schwingen wrote:
> 2N7002 wäre die SMD-Variante des 2N7000. BSS138 ist mit Vgsth,max=1.5V auf
> jeden Fall auf der sicheren Seite für 3.3V-Logik.

Der hat aber keine Angabe für RDSon bei 3,3V. Im Datenblatt geht es erst
bei 4,5V los.

Gruß

Manuel

Michael Schwingen

unread,
Mar 8, 2015, 6:31:31 AM3/8/15
to
On 2015-03-08, Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:
>> 2N7002 wäre die SMD-Variante des 2N7000. BSS138 ist mit Vgsth,max=1.5V auf
>> jeden Fall auf der sicheren Seite für 3.3V-Logik.
>
> Der hat aber keine Angabe für RDSon bei 3,3V. Im Datenblatt geht es erst
> bei 4,5V los.

Der BSS138?

Im Onsemi-Datenblatt finde ich:
- Vgsth,max = 1.5V bei Id = 1mA
- Rdson,max = 10 Ohm bei Vgs=2.75V über den gesamten Temperaturbereich

das sollte für 3.3V-CMOS am Eingang dicke reichen, um quasi-statisch einige
10mA am Drain zu schalten.

OK, wenn man die 200mA Drainstrom ausnutzen oder schnell schalten will, muß
man sich evtl. Gedanken machen, wie schnell die Gatespannung die 2.75V
überschreitet.

cu
Michael

Michael Schwingen

unread,
Mar 8, 2015, 6:35:32 AM3/8/15
to
On 2015-03-08, Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:
>> Das wäre wegen oben unpassend.
>
> Heißt?
>
> Wie geht es denn richtig?

hochohmigen Pulldown-Widerstand ans Gate - 100k bis 1M sollten reichen.

> Was ist denn das Problem dabei, wenn das Gate "floated"?

Wenn es vorher mal high war, hält es den Zustand mit etwas Pech längere Zeit
-- Du hast halt nur die Leckströme, um die Ladung abzubauen. In der Zeit
leitet der FET dann u.U. "teilweise" und verbrät (wenn die Drainbeschaltung
das hergibt) dann erhöhte Leistung.

Wenn Dein Controller nach dem Anlegen von VCC den IO-Pin relativ schnell
initialisiert, *und* es egal ist, was in dieser Zeit am Drain passiert,
kannst Du das Problem einfach ignorieren.

cu
Michael

Gerrit Heitsch

unread,
Mar 8, 2015, 6:43:58 AM3/8/15
to
On 03/08/2015 10:11 AM, Manuel Reimer wrote:
> On 03/07/2015 04:25 PM, Gerrit Heitsch wrote:
>> Der Standard ist daß ein GPIO-Pin beim RESET auf 'in' steht, schon
>> alleine damit keine 2 Ausgänge gegeneinander arbeiten. Je nach Chip
>> hängt dann entweder ein schwacher Pullup dran oder der Pin floated.
>
> Er floated. Es sei denn der Pullup ist extrem hochohmig. Ich messe gegen
> GND ca. 0,06V

Also kein Pullup, sehr gut.

Der Taster an deinem PC dürfte das Signal nach GND ziehen.

Ich könnte mir hier einen BS170 am GPIO-Pin vorstellen der den Job des
Tasters übernimmt, vielleicht noch mit einem Pulldown-Widerstand am Gate
damit sicher ist, daß er sperrt bis der Controller GPIO definitiv auf
HIGH zieht. Erstmal ohne Widerstand probieren.



>>>> Wenn ich das richtig verstanden habe muss mein GPIO dann auf "High"
>>>> gehen damit der Power-Button-Anschluss auf "Low" gezogen wird.
>>
>> Das wäre wegen oben unpassend.
>
> Heißt?

Da du keinen Pullup auf dem GPIO-Pin hast ist das nicht mehr relevant.
Hättest du einen könnte der schon zum Durschalten des Transistors
ausreichen.

Gerrit


Manuel Reimer

unread,
Mar 10, 2015, 1:06:18 PM3/10/15
to
Hallo,

mal ein kurzer Zwischenstand:

Ich habe mal meinen HTPC aufgemacht und etwas rumgemessen.

Dabei hat mich erstmal überrascht, dass ich am Power-Button garkeine 5V
habe sondern 3,3V habe.

Ich habe dann mal probiert ab wieviel Widerstand der Power-Button
zuverlässig ausgelöst wird. Bei 10k fällt die Spannung über dem Button
schon auf über die Hälfte ab. Der Pullup dürfte also größer sein. Bei 5k
startet der PC und es braucht 3k damit er auch wieder abgeschaltet
werden kann. Die "Standby-Schaltung" ist wohl empfindlicher.

Ich werde das mit dem "direkt ansteuern" versuchen. Zwischen GPIO und
PC-Powerbutton hänge ich 270 Ohm als "Schutzwiderstand". Selbst bei
vollen 5V gegen GPIO auf "Low" lassen dann den Strom nicht über das
Maximum steigen, das der uC laut Datenblatt verkraftet. Im Prinzip wäre
der natürlich garnicht nötig, aber ich sichere mich lieber gegen den
ungünstigsten Fall, der auftreten könnte, ab.

Gruß

Manuel

Joerg

unread,
Mar 10, 2015, 1:15:09 PM3/10/15
to
On 2015-03-10 10:06 AM, Manuel Reimer wrote:
> Hallo,
>
> mal ein kurzer Zwischenstand:
>
> Ich habe mal meinen HTPC aufgemacht und etwas rumgemessen.
>
> Dabei hat mich erstmal überrascht, dass ich am Power-Button garkeine 5V
> habe sondern 3,3V habe.
>
> Ich habe dann mal probiert ab wieviel Widerstand der Power-Button
> zuverlässig ausgelöst wird. Bei 10k fällt die Spannung über dem Button
> schon auf über die Hälfte ab. Der Pullup dürfte also größer sein. ...


Sieht so aus, als haette der Pull-up im PC recht genau 10k. Sofern das
intern in einen reinen CMOS Input laeuft.


> ... Bei 5k
> startet der PC und es braucht 3k damit er auch wieder abgeschaltet
> werden kann. Die "Standby-Schaltung" ist wohl empfindlicher.
>

Das sieht nach Hysterese aus, wie das auch sein soll.


> Ich werde das mit dem "direkt ansteuern" versuchen. Zwischen GPIO und
> PC-Powerbutton hänge ich 270 Ohm als "Schutzwiderstand". Selbst bei
> vollen 5V gegen GPIO auf "Low" lassen dann den Strom nicht über das
> Maximum steigen, das der uC laut Datenblatt verkraftet. Im Prinzip wäre
> der natürlich garnicht nötig, aber ich sichere mich lieber gegen den
> ungünstigsten Fall, der auftreten könnte, ab.
>

Wenn der uC von woanders als dem PC versorgt wuerde, bestuende dann
lediglich die Chance, dass er ungewollt ein- oder ausschaltet.

Gernot Fink

unread,
Mar 10, 2015, 4:08:05 PM3/10/15
to
In article <mdn8a9$qed$1...@news.albasani.net>,
Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> writes:
> Ich werde das mit dem "direkt ansteuern" versuchen. Zwischen GPIO und
> PC-Powerbutton hänge ich 270 Ohm als "Schutzwiderstand". Selbst bei
> vollen 5V gegen GPIO auf "Low" lassen dann den Strom nicht über das

Dü könntest statt des Widerstandes eine BAT42 einbauen um das Pin nach Masse
zu ziehen.

Gernot

Manuel Reimer

unread,
Mar 11, 2015, 12:00:16 PM3/11/15
to
On 03/10/2015 08:49 PM, Gernot Fink wrote:
>> Ich werde das mit dem "direkt ansteuern" versuchen. Zwischen GPIO und
>> PC-Powerbutton hänge ich 270 Ohm als "Schutzwiderstand". Selbst bei
>> vollen 5V gegen GPIO auf "Low" lassen dann den Strom nicht über das
>
> Dü könntest statt des Widerstandes eine BAT42 einbauen um das Pin nach Masse
> zu ziehen.

Wie genau würde sowas aussehen und wie kann die Diode den maximal
möglichen Strom begrenzen?

Nur aus Interesse, denn eigentlich gefällt mir meine Lösung mit der
Strombegrenzung durch den SMD-Widerstand recht gut ;)

Gruß

Manuel

Gernot Fink

unread,
Mar 12, 2015, 1:08:03 AM3/12/15
to
In article <mdpoqf$jfb$1...@news.albasani.net>,
Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> writes:
> Wie genau würde sowas aussehen und wie kann die Diode den maximal
> möglichen Strom begrenzen?

Die Diode lässt nur Strom aus dem Startpin zum Controller fließen.
Der Startpin ist darauf ausgelent gegen Masse gezogen zu werden.

Wenn möglich würde ich den Controller mit der Standbyspannung versorgen.

Gernot


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