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Geeignete Referenzspannung zum Abgleich eines 0,05% Voltmeters gesucht

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Falk Willberg

unread,
Dec 18, 2010, 5:02:49 PM12/18/10
to
Der Abgleich eines gebraucht gekauften Multimeters Metrawatt MA5D soll
geprüft werden. Laut Datenblatt hat das einen Grundfehler bei VDC von
+/- 0,05% +1D vom Meßwert.

Der Verkäufer behauptet, daß es geprüft ist und daß alle Meßbereiche
innerhalb der Toleranz liegen. Das würde ich gerne überprüfen können

Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
sollte nicht über 10€ betragen.

Falk

Waldemar Krzok

unread,
Dec 18, 2010, 5:21:40 PM12/18/10
to
Falk Willberg wrote:

Du mußt entweder 2 nullen bei deinem Preis dranhängen, oder es sein lassen.
Für 10€ kann ich dir nur empfehlen, mit einer Flasche guten Weines (soll für
den Preis zu bekommen sein) jemanden bei der PTB oder ähnlichen Institution
aufsuchen und ihn zu bitten mal schnell zu testen. Labore, die so was fürs
Geld machen, nehmen mindestens 20x mehr. Dafür bekommt man aber ein schickes
Papier.
Man kann sich sowas mal basteln. Das alte LH0070 oder etwas neueres LT1021
gibt es mit der Genauigkeit von 0.05%. Du bräuchtest aber noch eine Null
nach dem Komma mehr (Refenz soll 10x besser sein, als Prüfling). Aber wenn
es reicht, die LT1021 kosten so um die 10€ pro Stück.

Waldemar

Waldemar Krzok

unread,
Dec 18, 2010, 5:33:17 PM12/18/10
to
Waldemar Krzok wrote:

Nachtrag: es gibt noch den AD780BN, mit 0.03%. Aber was das Ding kostet,
habe keine Ahnung. Vielleicht kann man ein Stück von AD geschenkt bekommen.

Waldemar

kai-martin knaak

unread,
Dec 18, 2010, 5:41:03 PM12/18/10
to
Waldemar Krzok wrote:

>> Der Abgleich eines gebraucht gekauften Multimeters Metrawatt
>> MA5D soll geprüft werden. Laut Datenblatt hat das einen Grundfehler
>> bei VDC von +/- 0,05% +1D vom Meßwert.
>>
>> Der Verkäufer behauptet, daß es geprüft ist und daß alle Meßbereiche
>> innerhalb der Toleranz liegen. Das würde ich gerne überprüfen können
>>
>> Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen?
>> Der Preis sollte nicht über 10€ betragen.
>
> Du mußt entweder 2 nullen bei deinem Preis dranhängen, oder es sein
> lassen. Für 10€ kann ich dir nur empfehlen, mit einer Flasche guten
> Weines (soll für den Preis zu bekommen sein) jemanden bei der PTB
> oder ähnlichen Institution aufsuchen und ihn zu bitten mal schnell
> zu testen.

Die 0.05% sind 5e-4 Genauigkeit. Das ist noch nicht ganz PTB-Niveau.
Das Keithley 2000 würde sich als Kalibrationsvergleich anbieten.
Dessen Anzeige hat sechseinhalb Stellen und die im Datenblatt
garantierte Langzeitstabilität ist 5e-5.
http://www.keithley.com/data?asset=359

Ich habe den Eindruck, dass das Keithley recht weit verbreitet ist.
Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte jedenfalls eins und ich konnte
irgendwann einem ebay-Angebot nicht widerstehen. ;-)

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Frank Buss

unread,
Dec 18, 2010, 7:43:42 PM12/18/10
to
Waldemar Krzok wrote:

> Nachtrag: es gibt noch den AD780BN, mit 0.03%. Aber was das Ding kostet,
> habe keine Ahnung. Vielleicht kann man ein Stück von AD geschenkt bekommen.

Es gäbe da noch den MAX6126 mit 0,02% Genauigkeit. Ja, ist ein Chip von
Maxim, aber sind einige von bei Digikey auf Lager für 5,56 Euro:

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=MAX6126AASA50%2B-ND

Gibt es auch mit anderen Ausgangsspannungen.

--
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

MaWin

unread,
Dec 18, 2010, 10:21:31 PM12/18/10
to
"Falk Willberg" <Fawegl...@falk-willberg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:iejb2i$p7b$1...@gwaiyur.mb-net.net...

> Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
> sollte nicht über 10¤ betragen.
>

AD584L, lweider hat Pollin nur AD584J für 3.84

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Falk Willberg

unread,
Dec 19, 2010, 5:08:09 AM12/19/10
to
Am 19.12.2010 01:43, schrieb Frank Buss:
> Waldemar Krzok wrote:
>
>> Nachtrag: es gibt noch den AD780BN, mit 0.03%. Aber was das Ding kostet,
>> habe keine Ahnung. Vielleicht kann man ein Stᅵck von AD geschenkt bekommen.

Nᅵ. Und irgendeine Lᅵge ᅵber den Einsatz werde ich denen nicht erzᅵhlen.

> Es gᅵbe da noch den MAX6126 mit 0,02% Genauigkeit. Ja, ist ein Chip von
> Maxim, aber sind einige von bei Digikey auf Lager fᅵr 5,56 Euro:

Man braucht ja nicht fᅵr jedes Abgleichen einen Neuen ;-)

> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=MAX6126AASA50%2B-ND

Nett, die Sense-Eingᅵnge kᅵnnen recht praktisch sein.

Falk

Heinz Schmitz

unread,
Dec 19, 2010, 7:29:12 AM12/19/10
to
Falk Willberg wrote:

>Der Verkäufer behauptet, daß es geprüft ist und daß alle Meßbereiche
>innerhalb der Toleranz liegen. Das würde ich gerne überprüfen können
>
>Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
>sollte nicht über 10€ betragen.

Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur
*heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den
Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).

Grüße,
H.


Klaus Bahner

unread,
Dec 19, 2010, 7:47:29 AM12/19/10
to
Falk Willberg wrote:
> Der Abgleich eines gebraucht gekauften Multimeters Metrawatt MA5D soll
> geprüft werden. Laut Datenblatt hat das einen Grundfehler bei VDC von
> +/- 0,05% +1D vom Meßwert.
>
> Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
> sollte nicht über 10€ betragen.
>
> Falk

TI's REF102CP hat 0.025% absolute Genauigkeit und deren Tempco ist so
klein, dass ein Abgleich auch ohne Klimakammer moeglich ist. Aus
praktischer Erfahrung - ich benutze diese Referenz oft - kann ich
bestaetigen, dass sie die Datenblattangaben auch in der Praxis einhaelt.

Klaus

Klaus Bahner

unread,
Dec 19, 2010, 8:15:42 AM12/19/10
to
Frank Buss wrote:

>
>
> Es gäbe da noch den MAX6126 mit 0,02% Genauigkeit. Ja, ist ein Chip von
> Maxim, aber sind einige von bei Digikey auf Lager für 5,56 Euro:
>
> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=MAX6126AASA50%2B-ND
>
> Gibt es auch mit anderen Ausgangsspannungen.
>

Ich habe nie herausbekommen was ich falsch gemacht habe, aber ich habe
die MAX6126A nie dazu ueberreden koennen, die Datenblattangaben
einzuhalten ...
Kann sein, dass ich zu schnell aufgegeben habe, aber da andere
Praezisionreferenzen auf Anhieb ihre Spezifikationen einhielten, hatte
ich keine Lust mich mit der weiter rumzuaergern.

Just my 2 cents
Klaus

GRe

unread,
Dec 19, 2010, 9:33:38 AM12/19/10
to

"Waldemar Krzok" <wald...@zedat.fu-berlin.de> wrote in message
news:8n4qfl...@mid.uni-berlin.de...

Den AD588KQ gibt es mit 0.01% Genauigkeit bei z.B. Digikey.
http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?vendor=0&keywords=ad588kq
Entspricht in etwa den Gegenwert von 3 Flaschen guten Weines, beim
benutzen der letzten Sorte nimmt die Genauigkeit aber erheblich ab.

Rgds, Gio


Uwe Hercksen

unread,
Dec 20, 2010, 3:45:19 AM12/20/10
to

Falk Willberg schrieb:


>
> Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
> sollte nicht über 10€ betragen.

Hallo,

wie willst Du mit einer einzigen Spannungsreferenz alle Meßbereiche
eines Multimeters testen?

Bye

Falk Willberg

unread,
Dec 20, 2010, 3:59:34 AM12/20/10
to

Mehr als 7V habe ich nicht gefunden. Den Rest könnte ein Spannungsteiler
erledigen, wenn ich genügend genaue Widerstände hätte.

Aber ich sehe ein, daß in diesem Bereich mit 10€ nichts zu machen ist.

Trotzdem Danke für die Tipps.

Falk
--
Toll, der Hermes-Versand kann Pakete tunneln:
19.12. 16:38 Die Sendung wird an die Niederlassung Dortmund weitergeleitet.
19.12. 04:04 Die Sendung ist an der Niederlassung Dortmund eingetroffen

Uwe Hercksen

unread,
Dec 20, 2010, 4:47:54 AM12/20/10
to

Falk Willberg schrieb:

> Mehr als 7V habe ich nicht gefunden. Den Rest könnte ein Spannungsteiler
> erledigen, wenn ich genügend genaue Widerstände hätte.

Hallo,

ein Spannungsteiler wird Dir zwar bei Bereichen mit 1 V und weniger
helfen, nicht aber bei Bereichen mit deutlich mehr als 10 V.

Bye

kai-martin knaak

unread,
Dec 20, 2010, 5:29:09 AM12/20/10
to
Falk Willberg wrote:

> wenn ich genügend genaue Widerstände hätte.
>
> Aber ich sehe ein, daß in diesem Bereich mit 10€ nichts zu
> machen ist.

S102 mit Spec 0.01% bekommt man schon für 10 EUR -- pro Stück
z.B. Bei Bürklin 35 E 280 und folgende.

Zum selber nachkalibrieren reichen auch die 1%-er für 8.70 EUR,
wenn man für das erste Mal jemenden mit Keithley2000 in Anspruch
nehmen konnte. Altern und Temperaturkoeffizient sind bei den
unterschiedlichen Geanauigkeitsstufen gleich.

Rolf Bombach

unread,
Dec 20, 2010, 6:50:35 AM12/20/10
to
MaWin schrieb:

> "Falk Willberg"<Fawegl...@falk-willberg.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:iejb2i$p7b$1...@gwaiyur.mb-net.net...
>
>> Welche Spannungsreferenz würde sich für diesen Zweck eignen? Der Preis
>> sollte nicht über 10€ betragen.
>>
>
> AD584L, lweider hat Pollin nur AD584J für 3.84

AD: Last Time Buy, der andere "Not Recommended", lange
gibts die eh nicht mehr.

--
mfg Rolf Bombach

Matthias Weingart

unread,
Dec 20, 2010, 10:12:15 AM12/20/10
to
Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:

> Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
> bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur
> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den
> Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).

Naja er kann ja noch mit Präzisionswiderständen runterteilen; da liegt das
Stück dann aber schon so bei 10Eur.

M.

David Kastrup

unread,
Dec 20, 2010, 10:17:28 AM12/20/10
to
Matthias Weingart <mwn...@pentax.boerde.de> writes:

> Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:
>
>> Was hat man denn davon, wenn man wei�, da� das Ger�t
>> bei *einer* Spannung und der *zuf�lligen* Raumtemperatur

>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den

>> Wein f�r die 10 Euro doch lieber selber :-).
>
> Naja er kann ja noch mit Pr�zisionswiderst�nden runterteilen; da liegt das
> St�ck dann aber schon so bei 10Eur.

Das funktioniert aber auch nur, wenn Deine Vergleichsschaltung im
Verh�ltnis dazu einen Eingangswiderstand von n�herungsweise unendlich
hat.

--
David Kastrup

Matthias Weingart

unread,
Dec 20, 2010, 10:25:39 AM12/20/10
to
David Kastrup <d...@gnu.org>:

> Matthias Weingart <mwn...@pentax.boerde.de> writes:
>
>> Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:
>>

>>> Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
>>> bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur

>>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den

>>> Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).
>>
>> Naja er kann ja noch mit Präzisionswiderständen runterteilen; da liegt

>> das Stück dann aber schon so bei 10Eur.


>
> Das funktioniert aber auch nur, wenn Deine Vergleichsschaltung im

> Verhältnis dazu einen Eingangswiderstand von näherungsweise unendlich
> hat.

Naja klar - den Meßfehler könnte man ja auch rausrechnen; da die
Präz.widerstände recht niederohmig sein werden, muss man auch noch die
Lastausregelung der Präzisionsquelle berücksichtigen ;-). Ebenso sollte man
die Lötstellen putzen um Kriechströme auszuschliessen.

M.

Falk Willberg

unread,
Dec 20, 2010, 10:31:10 AM12/20/10
to
Am 20.12.2010 16:25, schrieb Matthias Weingart:
> David Kastrup <d...@gnu.org>:
>
>> Matthias Weingart <mwn...@pentax.boerde.de> writes:
>>
>>> Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:
>>>
>>>> Was hat man denn davon, wenn man weiᅵ, daᅵ das Gerᅵt
>>>> bei *einer* Spannung und der *zufᅵlligen* Raumtemperatur
>>>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den
>>>> Wein fᅵr die 10 Euro doch lieber selber :-).
>>>
>>> Naja er kann ja noch mit Prᅵzisionswiderstᅵnden runterteilen; da liegt
>>> das Stᅵck dann aber schon so bei 10Eur.

>>
>> Das funktioniert aber auch nur, wenn Deine Vergleichsschaltung im
>> Verhᅵltnis dazu einen Eingangswiderstand von nᅵherungsweise unendlich
>> hat.
>
> Naja klar - den Meᅵfehler kᅵnnte man ja auch rausrechnen; da die
> Prᅵz.widerstᅵnde recht niederohmig sein werden, muss man auch noch die
> Lastausregelung der Prᅵzisionsquelle berᅵcksichtigen ;-). Ebenso sollte man
> die Lᅵtstellen putzen um Kriechstrᅵme auszuschliessen.

Wenn man schon eine Referenz hat, kann man ja auch beliebig hohe
Spannungen "herstellen". Braucht man nur ein paar Prᅵzisions-Widerstᅵnde
und -OPAs ;-)

Falk

Matthias Weingart

unread,
Dec 20, 2010, 11:16:31 AM12/20/10
to
Falk Willberg <Fawegl...@falk-willberg.de>:

> Am 20.12.2010 16:25, schrieb Matthias Weingart:
>> David Kastrup <d...@gnu.org>:
>>
>>> Matthias Weingart <mwn...@pentax.boerde.de> writes:
>>>
>>>> Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:
>>>>

>>>>> Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
>>>>> bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur

>>>>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den

>>>>> Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).
>>>>
>>>> Naja er kann ja noch mit Präzisionswiderständen runterteilen; da

>>>> liegt das Stück dann aber schon so bei 10Eur.


>>>
>>> Das funktioniert aber auch nur, wenn Deine Vergleichsschaltung im

>>> Verhältnis dazu einen Eingangswiderstand von näherungsweise unendlich
>>> hat.
>>
>> Naja klar - den Meßfehler könnte man ja auch rausrechnen; da die
>> Präz.widerstände recht niederohmig sein werden, muss man auch noch die
>> Lastausregelung der Präzisionsquelle berücksichtigen ;-). Ebenso sollte
>> man die Lötstellen putzen um Kriechströme auszuschliessen.


>
> Wenn man schon eine Referenz hat, kann man ja auch beliebig hohe

> Spannungen "herstellen". Braucht man nur ein paar Präzisions-Widerstände
> und -OPAs ;-)

Beliebig hohe Spannung sicher nicht, einen Chopper-OPV für 200V zu finden,
dürfte schwierig werden (chopper für den niedrigen Offset)...

M.

Bernd Mayer

unread,
Dec 20, 2010, 1:38:37 PM12/20/10
to
Am 20.12.2010 16:17, schrieb David Kastrup:
> Matthias Weingart<mwn...@pentax.boerde.de> writes:
>
>> Heinz Schmitz<HeinzS...@gmx.net>:
>>
>>> Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
>>> bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur

>>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den
>>> Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).
>>
>> Naja er kann ja noch mit Präzisionswiderständen runterteilen; da liegt das
>> Stück dann aber schon so bei 10Eur.

>
> Das funktioniert aber auch nur, wenn Deine Vergleichsschaltung im
> Verhältnis dazu einen Eingangswiderstand von näherungsweise unendlich
> hat.

Hallo,

wenn man an einen passenden Opamp mit guten Werten davorschaltet als
Buffer dann geht das auch in real-life siehe z.B. die Applikationen zu
Referenzspannungsquellen der diversen Hersteller.

Bei bekanntem Eingangswiderstand lässt sich dessen Einfluss auch
herausrechnen.


Bernd Mayer

Bernd Mayer

unread,
Dec 20, 2010, 1:41:39 PM12/20/10
to
Am 20.12.2010 16:17, schrieb David Kastrup:

Hallo,

wenn man einen passenden Opamp mit guten Werten davorschaltet als Buffer

dann geht das auch in real-life siehe z.B. die Applikationen zu
Referenzspannungsquellen der diversen Hersteller.

Bei bekanntem Eingangswiderstand l�sst sich dessen Einfluss auch
herausrechnen.


Bernd Mayer

Thorsten Just

unread,
Dec 21, 2010, 2:59:57 AM12/21/10
to
Am 20.12.2010 17:16, schrieb Matthias Weingart:
> Beliebig hohe Spannung sicher nicht, einen Chopper-OPV für 200V zu finden,
> dürfte schwierig werden (chopper für den niedrigen Offset)...

Man kann den Offset auch kompensieren, grad wenn man eh schon eine
stabile Referenzspannung zur Verfügung hat.

Gruß

Thorsten

Heinz Schmitz

unread,
Dec 21, 2010, 6:54:00 AM12/21/10
to
Matthias Weingart wrote:

>> Was hat man denn davon, wenn man wei�, da� das Ger�t

>> bei *einer* Spannung und der *zuf�lligen* Raumtemperatur

>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den

>> Wein f�r die 10 Euro doch lieber selber :-).

>Naja er kann ja noch mit Pr�zisionswiderst�nden runterteilen; da liegt das

>St�ck dann aber schon so bei 10Eur.

Ein paar Volt runterteilen, ja :-).
Aber ein vern�nftiges "Spannungs-Normal" zur "Kontrolle" von
Voltmetern f�ngt f�r mich bei 1500 Volt an und teilt *dann* runter.

Es erstaunt mich �brigens, wie selten das Thema angesprochen
wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die
sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gl�ubig, oder man
braucht garkeine Me�werte mit der Genauigkeit.
Die Hausfrauen kommen in den K�chen ja auch mit zweifelhaften
"Waagen" zurecht :-).

Gr��e,
H.


horst-d.winzler

unread,
Dec 21, 2010, 7:05:09 AM12/21/10
to
Am 21.12.2010 12:54, schrieb Heinz Schmitz:
> Matthias Weingart wrote:
>
>>> Was hat man denn davon, wenn man weiß, daß das Gerät
>>> bei *einer* Spannung und der *zufälligen* Raumtemperatur
>>> *heute* soundsoviel Prozent genau ist? Da trink ich den
>>> Wein für die 10 Euro doch lieber selber :-).
>
>> Naja er kann ja noch mit Präzisionswiderständen runterteilen; da liegt das
>> Stück dann aber schon so bei 10Eur.

>
> Ein paar Volt runterteilen, ja :-).
> Aber ein vernünftiges "Spannungs-Normal" zur "Kontrolle" von
> Voltmetern fängt für mich bei 1500 Volt an und teilt *dann* runter.
>
> Es erstaunt mich übrigens, wie selten das Thema angesprochen
> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die
> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gläubig, oder man
> braucht garkeine Meßwerte mit der Genauigkeit.
> Die Hausfrauen kommen in den Küchen ja auch mit zweifelhaften
> "Waagen" zurecht :-).
>

bei den guten alten Röhrenvoltmetern ist Genauigkeit eine Frage der
Sichtweise. Und ob die Heizspannung 5% abliegt, ist auch egal. Ganz
abgesehen von der Anodenspannung. ;-)

--
mfg hdw

Heinz Schmitz

unread,
Dec 21, 2010, 7:21:29 AM12/21/10
to
horst-d.winzler wrote:

>> Es erstaunt mich übrigens, wie selten das Thema angesprochen
>> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die
>> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gläubig, oder man
>> braucht garkeine Meßwerte mit der Genauigkeit.
>> Die Hausfrauen kommen in den Küchen ja auch mit zweifelhaften
>> "Waagen" zurecht :-).

>bei den guten alten Röhrenvoltmetern ist Genauigkeit eine Frage der
>Sichtweise. Und ob die Heizspannung 5% abliegt, ist auch egal. Ganz
>abgesehen von der Anodenspannung. ;-)

Da liegt das Instrument meist in einer Brücke [ECC81 etc], die das
etwas ausgleicht. Praxistauglich sind sogar die preiswerten von
Heathkit. Immer noch gut nachgefragt.

Grüße,
H.


horst-d.winzler

unread,
Dec 21, 2010, 8:49:38 AM12/21/10
to

Wenn man noch den zusätzlich die Anodenspannung der Brücke stabilisiert,
erreicht man eine sehr gute Nullpunktstabilität.

--
mfg hdw

Rolf Bombach

unread,
Dec 21, 2010, 3:22:50 PM12/21/10
to
Matthias Weingart schrieb:
> Falk Willberg<Fawegl...@falk-willberg.de>:

>>
>> Wenn man schon eine Referenz hat, kann man ja auch beliebig hohe
>> Spannungen "herstellen". Braucht man nur ein paar Präzisions-Widerstände
>> und -OPAs ;-)
>
> Beliebig hohe Spannung sicher nicht, einen Chopper-OPV für 200V zu finden,
> dürfte schwierig werden (chopper für den niedrigen Offset)...

Reine Chopper gibts glaub ich schon länger nicht mehr. Die Chopper-
stabilisierten resp CAZ-Nachfolger sind schon interessant, hier
aber eher wegen des Wegfalls des 1/f Rauschens. Ansonsten haben
die IMHO nur Sinn, wenn tatsächlich nur winzige Spannungen
verstärkt oder detektiert werden sollen. Hier denke ich, dass
Tempco und Präzision der Teilerwiderstände all die tollen
Daten in den Hintergrund drängen. Da kann man wohl auch einen
zufällig herumliegenden [tm] OP77 nehmen.
Die meisten neuen "Chopper" haben unangenehmerweise nur noch
5V Betriebsspannung, allenfalls noch +-5. Für +-15V wird das
Angebot dann dünn, vielleicht hat LTC noch was.

--
mfg Rolf Bombach

Thorsten Just

unread,
Dec 22, 2010, 3:16:55 AM12/22/10
to
Am 21.12.2010 21:22, schrieb Rolf Bombach:
> Die meisten neuen "Chopper" haben unangenehmerweise nur noch
> 5V Betriebsspannung, allenfalls noch +-5. Für +-15V wird das
> Angebot dann dünn, vielleicht hat LTC noch was.

Ja, z.B.
LTC1150
LTC1151
LTC1250

Marte Schwarz

unread,
Dec 22, 2010, 6:49:53 AM12/22/10
to
Hallo Heinz,

> Es erstaunt mich übrigens, wie selten das Thema angesprochen


> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die

> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gläubig, oder man

> braucht garkeine Meßwerte mit der Genauigkeit.
> Die Hausfrauen kommen in den Küchen ja auch mit zweifelhaften
> "Waagen" zurecht :-).

Eben! Es stellt sich mir eher die Frage, was Du mit der Genauigkeit
willst. Nur einfach zu wissen, dass das Messgerät das könnte, wenn ich
denn je mal bräuchte ist ein bischen theoretisch IMHO. Dafür würde ich
den Aufwand dann nicht machen wollen. Sich in dem Spannungsbereich, den
man wirklich mal für eine genauere Messung benötige, dann ggfs eine
entsprechend zuverlässige Vergleichsreferenz zu besorgen scheint mir
sinnvoller zu sein.

Marte

Falk Willberg

unread,
Dec 22, 2010, 7:10:14 AM12/22/10
to
Am 22.12.2010 12:49, schrieb Marte Schwarz:
> Hallo Heinz,
>
>> Es erstaunt mich ᅵbrigens, wie selten das Thema angesprochen

>> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die
>> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu glᅵubig, oder man
>> braucht garkeine Meᅵwerte mit der Genauigkeit.
>> Die Hausfrauen kommen in den Kᅵchen ja auch mit zweifelhaften
>> "Waagen" zurecht :-).

Die Angaben stammen ja auch alle aus der "Wir hatten ja nichts"-Zeit.

> Eben! Es stellt sich mir eher die Frage,

Dann antworte ich mal.

> was Du mit der Genauigkeit

> willst. Nur einfach zu wissen, dass das Messgerᅵt das kᅵnnte, wenn ich
> denn je mal brᅵuchte ist ein bischen theoretisch IMHO. Dafᅵr wᅵrde ich


> den Aufwand dann nicht machen wollen.

Ich wollte endlich mal ein Multimeter haben, das besser ist, als der
50ᅵ-Kram. Da es ein Tischmultimeter sein sollte und das MA5D fᅵr ~100ᅵ
zu haben war, habe ich eben dieses gekauft.

Und wenn das Ding schon so schᅵn genau ist, wᅵrde ich diese Genauigkeit
ggfs. auch nutzen kᅵnnen.

> Sich in dem Spannungsbereich, den

> man wirklich mal fᅵr eine genauere Messung benᅵtige, dann ggfs eine
> entsprechend zuverlᅵssige Vergleichsreferenz zu besorgen scheint mir
> sinnvoller zu sein.

Genau das habe ich ja vor. Auᅵerdem mᅵchte ich wissen, ob die Behauptung
des Verkᅵufers "Sᅵmtliche Messbereiche sind in Ordnung und liegen in
Ihrer Toleranz" wenigstens soweit stimmt, wie ich das ᅵberprᅵfen kann,
ohne fᅵr die Prᅵfung mehr auszugeben, als das Gerᅵt gekostet hat.

Mein Spieltrieb hat damit natᅵrlich absolut nichts zu tun ;-)

Falk

Joerg

unread,
Dec 22, 2010, 11:05:50 AM12/22/10
to
Falk Willberg wrote:
> Am 22.12.2010 12:49, schrieb Marte Schwarz:
>> Hallo Heinz,
>>
>>> Es erstaunt mich übrigens, wie selten das Thema angesprochen

>>> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die
>>> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gläubig, oder man
>>> braucht garkeine Meßwerte mit der Genauigkeit.
>>> Die Hausfrauen kommen in den Küchen ja auch mit zweifelhaften

>>> "Waagen" zurecht :-).
>
> Die Angaben stammen ja auch alle aus der "Wir hatten ja nichts"-Zeit.
>
>> Eben! Es stellt sich mir eher die Frage,
>
> Dann antworte ich mal.
>
>> was Du mit der Genauigkeit
>> willst. Nur einfach zu wissen, dass das Messgerät das könnte, wenn ich
>> denn je mal bräuchte ist ein bischen theoretisch IMHO. Dafür würde ich

>> den Aufwand dann nicht machen wollen.
>
> Ich wollte endlich mal ein Multimeter haben, das besser ist, als der
> 50€-Kram. Da es ein Tischmultimeter sein sollte und das MA5D für ~100€

> zu haben war, habe ich eben dieses gekauft.
>
> Und wenn das Ding schon so schön genau ist, würde ich diese Genauigkeit
> ggfs. auch nutzen können.
^^^^^^^

Wir rutschen alle schon gespannt auf den Buerosesseln hin und her, was
Du mit "gegebenenfalls" meinst :-)

>
>> Sich in dem Spannungsbereich, den

>> man wirklich mal für eine genauere Messung benötige, dann ggfs eine

>> entsprechend zuverlässige Vergleichsreferenz zu besorgen scheint mir
>> sinnvoller zu sein.
>
> Genau das habe ich ja vor. Außerdem möchte ich wissen, ob die Behauptung
> des Verkäufers "Sämtliche Messbereiche sind in Ordnung und liegen in
> Ihrer Toleranz" wenigstens soweit stimmt, wie ich das überprüfen kann,
> ohne für die Prüfung mehr auszugeben, als das Gerät gekostet hat.
>
> Mein Spieltrieb hat damit natürlich absolut nichts zu tun ;-)
>

Nein, ueberhaupt nicht, ganz und gar nicht. Aber Liebchen, ohne sowas
ist ein Ingenieur doch voellig aufgeschmissen. ... <floet> :-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Falk Willberg

unread,
Dec 22, 2010, 11:19:35 AM12/22/10
to
Am 22.12.2010 17:05, schrieb Joerg:
> Falk Willberg wrote:

...

>> Und wenn das Ding schon so schön genau ist, würde ich diese Genauigkeit
>> ggfs. auch nutzen können.
> ^^^^^^^
>
> Wir rutschen alle schon gespannt auf den Buerosesseln hin und her, was
> Du mit "gegebenenfalls" meinst :-)

Ich auch. Die ersten Anfragen von Freunden, ob ich damit ihre
Billig-Multimeter überprüfen könnte, sind schon da.

Dann werde ich mit LiIon-Akkus zu tun haben, da traue ich meinen alten
Voltmetern nicht genug zu.

...

>> Mein Spieltrieb hat damit natürlich absolut nichts zu tun ;-)
>>
>
> Nein, ueberhaupt nicht, ganz und gar nicht. Aber Liebchen, ohne sowas
> ist ein Ingenieur doch voellig aufgeschmissen. ... <floet> :-)

Wenn ich sie "Liebchen" nennen würde, wären sämtliche Spielzeuge gestrichen.

Falk

Uwe Hercksen

unread,
Dec 22, 2010, 11:32:26 AM12/22/10
to

Falk Willberg schrieb:

> Außerdem möchte ich wissen, ob die Behauptung
> des Verkäufers "Sämtliche Messbereiche sind in Ordnung und liegen in
> Ihrer Toleranz" wenigstens soweit stimmt, wie ich das überprüfen kann,
> ohne für die Prüfung mehr auszugeben, als das Gerät gekostet hat.

Hallo,

na eigentlich weißt Du doch jetzt schon wie viel oder eher wie wenig
diese Aussage wert ist.

Bye

Marte Schwarz

unread,
Dec 23, 2010, 7:15:38 AM12/23/10
to
Hallo Falk,

>>> Und wenn das Ding schon so schᅵn genau ist, wᅵrde ich diese Genauigkeit
>>> ggfs. auch nutzen kᅵnnen.


>> ^^^^^^^
>>
>> Wir rutschen alle schon gespannt auf den Buerosesseln hin und her, was
>> Du mit "gegebenenfalls" meinst :-)
>
> Ich auch. Die ersten Anfragen von Freunden, ob ich damit ihre

> Billig-Multimeter ᅵberprᅵfen kᅵnnte, sind schon da.

Erinnert mich irgendwie an mein erstes Digimulti, anno 1987 via
Sammelbestellung fᅵr nur 50 Mᅵrker. Noname versteht sich, mehr war im
Schᅵleretat nicht drin. Auf zum Physiklehrer und mal vergleichen, was
seines sagt, wenn man mal parallel misst...
Der war vielleicht frustriert, dass seine Flukes fᅵr 1000 Mark auch nix
anderes sagten als mein 50 Mark Teil...
Erst Jᅵngst das Selbe hier, fᅵr 3,95 Euro-DMMs gegen das Fluke getestet.
Die Teile sind sich deutlich einiger, als die 1%, die im Datenblatt
stehen, was will ich genauer?

Marte

Harald Wilhelms

unread,
Dec 23, 2010, 8:12:06 AM12/23/10
to
On 22 Dez., 17:19, Falk Willberg <Faweglasse...@falk-willberg.de>
wrote:

> Die ersten Anfragen von Freunden, ob ich damit ihre
> Billig-Multimeter überprüfen könnte, sind schon da.

Hast Du noch Termine frei?
SCNR
Harald

Harald Wilhelms

unread,
Dec 23, 2010, 8:18:27 AM12/23/10
to
On 23 Dez., 13:15, Marte Schwarz <marte.schw...@gmx.de> wrote:

> Erinnert mich irgendwie an mein erstes Digimulti, anno 1987 via

> Sammelbestellung f r nur 50 M rker. Noname versteht sich, mehr war im
> Sch leretat nicht drin. Auf zum Physiklehrer und mal vergleichen, was


> seines sagt, wenn man mal parallel misst...

> Der war vielleicht frustriert, dass seine Flukes f r 1000 Mark auch nix


> anderes sagten als mein 50 Mark Teil...

> Erst J ngst das Selbe hier, f r 3,95 Euro-DMMs gegen das Fluke getestet.


> Die Teile sind sich deutlich einiger, als die 1%, die im Datenblatt
> stehen, was will ich genauer?

Wenn man sich das Datenblatt eines 7106 einmal genauer
durchliest, ist es wirklich erstaunlich, was man da für
hochwertige Technik für sehr wenig Geld bekommt. Als
Messtechniker ist man es gewöhnt, das zwischen
Auflösung und Genauigkeit ein Riesenunterschied besteht.
Für den 7106 trifft das anscheinend nicht zu. "Ungenau"
werden Multimeter mit dem 7106 eigentlich erst, wenn man
Spannungsteiler vorschaltet.
Gruss
Harald

Joerg

unread,
Dec 23, 2010, 10:28:17 AM12/23/10
to
Marte Schwarz wrote:
> Hallo Falk,
>
>>>> Und wenn das Ding schon so schön genau ist, würde ich diese Genauigkeit
>>>> ggfs. auch nutzen können.

>>> ^^^^^^^
>>>
>>> Wir rutschen alle schon gespannt auf den Buerosesseln hin und her, was
>>> Du mit "gegebenenfalls" meinst :-)
>>
>> Ich auch. Die ersten Anfragen von Freunden, ob ich damit ihre
>> Billig-Multimeter überprüfen könnte, sind schon da.

>
> Erinnert mich irgendwie an mein erstes Digimulti, anno 1987 via
> Sammelbestellung für nur 50 Märker. Noname versteht sich, mehr war im
> Schüleretat nicht drin. Auf zum Physiklehrer und mal vergleichen, was

> seines sagt, wenn man mal parallel misst...
> Der war vielleicht frustriert, dass seine Flukes für 1000 Mark auch nix

> anderes sagten als mein 50 Mark Teil...
> Erst Jüngst das Selbe hier, für 3,95 Euro-DMMs gegen das Fluke getestet.

> Die Teile sind sich deutlich einiger, als die 1%, die im Datenblatt
> stehen, was will ich genauer?
>

Kann ich unterbieten: $2.99 plus 8.25% Steuer. Haessliches chinesisches
Bonbon-Lila. Hatte eines beim Kunden im Werkzeugkoffer. "Ja von welchem
Wuehltisch ist das denn runtergefallen?" Abends nach getaner Arbeit mit
dem edlen Tischmultimeter verglichen, alles pico bello. "Aeh, wo kann
man die kaufen?" Der Kunde bestellte dann so wie ich auch ein halbes
Dutzend.

Der Hammer war vor zwei Wochen ein Arbitrary Function Generator.
No-Name, tut's aber, fuer rund $350. Muss man zwar beim
Amplitudenverstellen aufpassen (die Sache mit den Relais in der
Gegenkopplung hatten sie offenbar nicht geschnallt), aber der geht bis
1uHz runter womit man mechanische Sachen simulieren kann. Das habe ich
woanders nicht gefunden.

Olaf Kaluza

unread,
Dec 23, 2010, 11:37:22 AM12/23/10
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Kann ich unterbieten: $2.99 plus 8.25% Steuer. Haessliches chinesisches
>Bonbon-Lila. Hatte eines beim Kunden im Werkzeugkoffer. "Ja von welchem
>Wuehltisch ist das denn runtergefallen?" Abends nach getaner Arbeit mit
>dem edlen Tischmultimeter verglichen, alles pico bello. "Aeh, wo kann
>man die kaufen?" Der Kunde bestellte dann so wie ich auch ein halbes
>Dutzend.

Vor einiger Zeit kam ein Kollege zu mir weil sein Billigmultimeter
defekt war. Diagnose: Sicherung im 200mA Bereich dahingeschieden.
Ich wechsel die Sicherung aus, aber die neue Sicherung faellt immer
aus der Halterung. Ursache war das sie den Sicherungshalter nicht aus
Federstahl sondern aus normalen Blech gebogen haben. Nach dem
Sicherungswechsel also wieder zubiegen oder besser noch die Sicherung
anloeten.....
Oh..und den Innenwiderstand des Messkabels wollen wir besser auch
nicht wissen. Gut das man bei der Spannungsmessung 10Mohm
Innenwiderstand hat. Aber fuer Strommessung und Widerstandsmessung
sind die Teile mit Vorsicht zu geniessen.

Olaf

Joerg

unread,
Dec 23, 2010, 12:34:06 PM12/23/10
to

Die macht der gewiefte Ingenieur eh immer ueber Shunts :-)

Meine sind noch von "The European Weston Electrical Instruments Cie,
Berlin". Uralt mit fetten Kabelschuhanschluessen, im Holzgehaeuse,
werden alle paar Monate gewienert.

Olaf Kaluza

unread,
Dec 23, 2010, 1:18:25 PM12/23/10
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Meine sind noch von "The European Weston Electrical Instruments Cie,
>Berlin". Uralt mit fetten Kabelschuhanschluessen, im Holzgehaeuse,
>werden alle paar Monate gewienert.

http://www.dilbert.com/fast/2010-12-23/

Olaf :)

Joerg

unread,
Dec 23, 2010, 2:13:43 PM12/23/10
to

Bernd Mayer

unread,
Dec 23, 2010, 4:37:55 PM12/23/10
to
Am 23.12.2010 16:28, schrieb Joerg:
>
> Kann ich unterbieten: $2.99 plus 8.25% Steuer. Haessliches chinesisches
> Bonbon-Lila. Hatte eines beim Kunden im Werkzeugkoffer. "Ja von welchem
> Wuehltisch ist das denn runtergefallen?" Abends nach getaner Arbeit mit
> dem edlen Tischmultimeter verglichen, alles pico bello. "Aeh, wo kann
> man die kaufen?" Der Kunde bestellte dann so wie ich auch ein halbes
> Dutzend.

Hallo,

ich hatte mir für unterwegs auch mal so ein Billigteil zugelegt für
3,95. Irgendwann dann bei einer Fahrt zu einem Bekannten hatte ich
festgestellt dass die Batterie leer war und schnell auf der Strecke in
aller Eile eine Ersatzbatterie besorgt - die war dann allerdings doppelt
so teuer wie das Multimeter.

Frohes Fest

Bernd Mayer

kai-martin knaak

unread,
Dec 23, 2010, 8:32:57 PM12/23/10
to
Joerg wrote:

> http://www.cartoonstock.com/newscartoons/cartoonists/dbr/lowres/dbrn667l.jpg

"never crashes" ist eine Lüge. Einfach mal drei Tasten gleichzeitig
drücken und schon geht gar nichts mehr...

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Joerg

unread,
Dec 23, 2010, 10:38:15 PM12/23/10
to
kai-martin knaak wrote:
> Joerg wrote:
>
>> http://www.cartoonstock.com/newscartoons/cartoonists/dbr/lowres/dbrn667l.jpg
>
> "never crashes" ist eine Lüge. Einfach mal drei Tasten gleichzeitig
> drücken und schon geht gar nichts mehr...
>

Ja, aber als Debugging Tool reichen beherzt zupackende Finger und der
Re-Boot Prozess dauert nur 2-3 Sekunden, plus Haendewaschen :-)

Uwe Ernst

unread,
Dec 23, 2010, 10:46:34 PM12/23/10
to
Hallo,

In article <7r41h6pagq3dod91o...@4ax.com>,
Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net> wrote:

>
> Ein paar Volt runterteilen, ja :-).

> Aber ein vernünftiges "Spannungs-Normal" zur "Kontrolle" von
> Voltmetern fängt für mich bei 1500 Volt an und teilt *dann* runter.
>
> Es erstaunt mich übrigens, wie selten das Thema angesprochen

> wird. Es gibt wohl auch nur wenige Hersteller (Knick, Keithley?), die

> sowas anbieten. Entweder sind wir alle zu gläubig, oder man

> braucht garkeine Meßwerte mit der Genauigkeit.
> Die Hausfrauen kommen in den Küchen ja auch mit zweifelhaften
> "Waagen" zurecht :-).
>
> Grüße,
> H.

Firmen und sonst. industr. Anwender von Messmitteln müssen deren
Rückführbarkeit auf nationale/internationale Normale oder Normen
nachweisen können.
Im Hobby- bzw. Privatbereich halten es die meisten wie die genannten
Hausfrauen,reicht ja auch im allgemeinen.Schön ist es natürlich wenn man
selbst über den Beruf,oder über Freunde Zugriff auf
Kalibriermöglichkeiten hat.Man kann da allerdings ganz schön rumkulten.

Kalibratoren der verschiedensten Klassen für die unterschiedlichsten
Messgrößen werden von zahlreichen Herstellern angeboten.Die Firma Knick
hat nach vielen Jahren ihr Strom-/Spannungsgeberprogramm leider komplett
eingestellt.

Frohe Feiertage und ein Gesundes Neues Jahr,
Uwe

Rolf Bombach

unread,
Jan 4, 2011, 4:01:10 PM1/4/11
to
Thorsten Just schrieb:

Ja, danke. Ich werde mich wohl nie an diese neumodische
low voltage Zeuch gewöhnen. Andererseits, ich habe
die +-100V der Röhren-Opamps verpasst. Vielleicht
nur ein Generationenproblem.

--
mfg Rolf Bombach

Falk Willberg

unread,
Jan 11, 2011, 10:26:57 AM1/11/11
to
Am 19.12.2010 14:15, schrieb Klaus Bahner:
> Frank Buss wrote:
>
>>
>>
>> Es gäbe da noch den MAX6126 mit 0,02% Genauigkeit. Ja, ist ein Chip von
>> Maxim, aber sind einige von bei Digikey auf Lager für 5,56 Euro:
>>
>> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=MAX6126AASA50%2B-ND
>>
>>
>> Gibt es auch mit anderen Ausgangsspannungen.
>>
>
> Ich habe nie herausbekommen was ich falsch gemacht habe, aber ich habe
> die MAX6126A nie dazu ueberreden koennen, die Datenblattangaben
> einzuhalten ...
> Kann sein, dass ich zu schnell aufgegeben habe, aber da andere
> Praezisionreferenzen auf Anhieb ihre Spezifikationen einhielten, hatte
> ich keine Lust mich mit der weiter rumzuaergern.

Ich habe gerade zwei davon angeschlossen. Bei einem zeigt das Voltmeter
2,5000V, bei dem anderen 4,096V.

Andere Referenzen zeigen eine Abweichung vom Nennwert, die den
Datenblattangaben entsprechen.

Falk
P.S.: Dann werde ich mal Widerstände selektieren, um den Ohm- und
Ampere-Bereich "auszuprobieren".

Frank Scheffski

unread,
Jan 12, 2011, 10:23:56 AM1/12/11
to
Falk Willberg schrieb:

>Am 19.12.2010 14:15, schrieb Klaus Bahner:
>> Ich habe nie herausbekommen was ich falsch gemacht habe, aber ich habe
>> die MAX6126A nie dazu ueberreden koennen, die Datenblattangaben
>> einzuhalten ...
>> Kann sein, dass ich zu schnell aufgegeben habe, aber da andere
>> Praezisionreferenzen auf Anhieb ihre Spezifikationen einhielten, hatte
>> ich keine Lust mich mit der weiter rumzuaergern.
>
>Ich habe gerade zwei davon angeschlossen. Bei einem zeigt das Voltmeter
>2,5000V, bei dem anderen 4,096V.

Hatte erst letzte Woche meine "Referenz" mit MAX6126 am PREMA eines
Bekannten: 2,0482 Volt.

Mir reicht das.
Allerdings muß ich dazusagen, daß der Aufbau extrem spartanisch ist
und von einer 3,7V-Li-Zelle versorgt wird.

MfG

Frank

Falk Willberg

unread,
Jan 12, 2011, 2:38:29 PM1/12/11
to
Am 12.01.2011 16:23, schrieb Frank Scheffski:
> Falk Willberg schrieb:
>
>> Am 19.12.2010 14:15, schrieb Klaus Bahner:
>>> Ich habe nie herausbekommen was ich falsch gemacht habe, aber ich habe
>>> die MAX6126A nie dazu ueberreden koennen, die Datenblattangaben
>>> einzuhalten ...
>>> Kann sein, dass ich zu schnell aufgegeben habe, aber da andere
>>> Praezisionreferenzen auf Anhieb ihre Spezifikationen einhielten, hatte
>>> ich keine Lust mich mit der weiter rumzuaergern.
>>
>> Ich habe gerade zwei davon angeschlossen. Bei einem zeigt das Voltmeter
>> 2,5000V, bei dem anderen 4,096V.
>
> Hatte erst letzte Woche meine "Referenz" mit MAX6126 am PREMA eines
> Bekannten: 2,0482 Volt.

Falls es interessiert, hier noch ein paar andere Referenzen:
LT1021-BMH-5: 5,004 Vin=13V
LT1021-BMH-5: 5,004 "
LT1021-BMH-10: 9,997 "
LT1021-BMH-10: 10,003 "
LM4040: 5,004 I=6mA
LM4040: 4,983 "

(Alles bei ca. 18°C und im erlaubten Bereich...)

Falk

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