hat sich jemand schon mal am Selbst(nach)bau einer GTEM-Meßzelle
versucht? Gibt es z.B. Literatur mit Maßzeichnungen? Das Internet
jedenfalls gibt eher wenig her - oder habe ich was übersehen?
Oder ratet ihr mir eher zum Kauf einer Gebrauchten - aber wo?
Grüße, Thomas.
Thomas Rehm <Th....@T-Online.de> pumpte ins Nutznetz:
>hat sich jemand schon mal am Selbst(nach)bau einer GTEM-Meßzelle
>versucht? Gibt es z.B. Literatur mit Maßzeichnungen? Das Internet
>jedenfalls gibt eher wenig her - oder habe ich was übersehen?
Glaubst du ernsthaft, daß solche Informationen einfach so frei
herumliegen? Da steckt eine Menge knoff-hoff hinter.
Ich habe mir vor kurzem so eine Zelle mal näher angeschaut (in einem
EMV-Labor in Hamburg). Der mechanische Aufbau sieht nicht gerade nach
"Schuhkarton mit Alu" aus. Und da passen nur kleinere Geräte rein.
Wie wärs mal, wenn du in solchen einem Labor höflichst nach Besichtigung
anfragst. Dann kannst du dir solch eine Zelle mal genau anschauen.
>Oder ratet ihr mir eher zum Kauf einer Gebrauchten - aber wo?
Keine Ahnung. Aber solange du so wenig Informationen preisgibst, werden
die meisten Kristallkugeln nichts anzeigen.
mfg Ulrich Trettner
--
Hier gilt die Regel, "[1]" recherchieren, "[1]" das recherchierte Wissen
verarbeiten, "[1]" darüber nachdenken, "[1]" logische Schlussfolgerungen
ziehen und letztendlich "[1]" und vor allem eigenverantwortlich mit dem
Bewusstsein des UN-Risikos handeln. [1] -->selbständig. (HPP in debs)
> Glaubst du ernsthaft, daß solche Informationen einfach so frei
> herumliegen? Da steckt eine Menge knoff-hoff hinter.
Ich hätte wohl auch nicht anders geantwortet. ;-)
> Aber solange du so wenig Informationen preisgibst, werden die
> meisten Kristallkugeln nichts anzeigen.
Mir reicht die Titelangabe eines Buchs, in der auf die GTEM-Zelle
auf mehr als nur 2 oder 3 Seiten eingegangen wird.
Thomas.
Thomas Rehm <Th....@T-Online.de> pumpte ins Nutznetz:
[...]
Ich habe das Gefühl, daß dir die Tragweite deiner Frage nicht so richtig
klar ist.
Du hast im OP gefragt:
> Oder ratet ihr mir eher zum Kauf einer Gebrauchten - aber wo?
Was soll die Zelle leisten? Nutzbares Volumen = Größe eines Handys oder
soll ein kompletter Tornado geprüft werden?
Soll die Zelle abgenommen werden, um ein akkreditiertes Meßlabor
aufzubauen? Oder gehts mehr um Qualitätssicherung im Hause selber?
Die Zelle ist die eine Seite, das Meßequipment die andere (und IMHO
ebenso teuer).
Als Dauerlurker weiß ich, daß GTEM Zellen und deren Nachbau hier nicht
gerade Dauerbrenner sind;-)
Ulrich Trettner wrote:
> Was soll die Zelle leisten? Nutzbares Volumen = Größe eines Handys oder
> soll ein kompletter Tornado geprüft werden?
Letzteres vermutlich recht selten, ich kann ja nicht alles machen. ;-))
Nutzbares Meßvolumen 25x25x25cm^3 wäre genehm, Frequenzbereich bis 1GHz
bei einem VSWR < 3 wäre nett. Zu was rätst Du mir nun? ;-)
> Soll die Zelle abgenommen werden, um ein akkreditiertes Meßlabor
> aufzubauen? Oder gehts mehr um Qualitätssicherung im Hause selber?
Für entwicklungsbegleitende Tests in einem aufstrebenden Einmann-
Unternehmen, das sich teures Meßequipment so schnell nicht leisten
können wird und nicht erst bei der Abnahmemessung in einem teuren
EMV-Labor feststellen will, daß irgend ein Grenzwert überschritten
wird.
Die übliche Lösung (CE-Bapperl drauf und schon verkauft) möchte ich
zunächst mal nicht diskutieren. ;-)
> Die Zelle ist die eine Seite, das Meßequipment die andere (und IMHO
> ebenso teuer).
Spektrumanalyzer kann man bei eBay günstig ersteigern, Meßsender und
50W-Verstärker lassen sich vielleicht bei Rosenkranz oder anderen
Altgeräte-Händlern günstig erwerben.
Eine GTEM-Zelle kann darüberhinaus als Abschirmbox bei Tests der
leitungsgebundenen Störaussendung/Störfestigkeit dienen (und wird
zukünftig sogar in der EN 61000-4-20 als anerkanntes Meßmittel erwähnt
werden).
Ein behelfsmäßig gestricktes Equipment würde sich möglicherweise schon
nach wenigen Tagen amortisiert haben, wenn man sich so die Preise
für EMV-Labore anschaut. - Setzt natürlich vorraus, daß die Zeit für
Beschaffung, Selbstbau und Optimierungen außer Acht gelassen wird
(was in einem Kleinst-Unternehmen kaum eine Rolle spielt, da dort
Selbstausbeutung oberstes Prinzip ist ;-)
> Als Dauerlurker weiß ich, daß GTEM Zellen und deren Nachbau hier nicht
> gerade Dauerbrenner sind;-)
Das hat mir Google auch schon gesagt...
Bisher wurde nur bisweilen mal die Triplate/Streifenleitung erwähnt
(ungeschirmt, damit ohne geschirmten Raum störanfällig) sowie die
(Crawford-) TEM-Zelle (geschirmt, aber obere Grenzfrequenz nur etwa
200 MHz).
Fällt Dir eine bessere Methode ein, entwicklungsbegleitende EMV-Tests
zu machen? Oder möchtest Du noch weitere Gegenfragen stellen? ;-)
Thomas.
> Wenn du weit genug von den Grenzwerten bist, läßt sich das auch mit
> deiner Lösung verifizieren. Solltest du nahe dieser Grenzen sein, so
> wirds böse Überrraschungen geben, wenn deine Geräte nicht kalibriert
> wurden.
Bei entwicklungsbegleitender EMV-Prüfung ist es sicher wichtiger, den
Zyklus "Messen: Ist zu viel - Schaltung untersuchen - EMV-Maßnahme
einbauen ..." möglichst klein zu halten anstatt hohe (kalibrierfähige)
Genauigkeit zu haben. Schon dadurch sinkt der Entwicklungsaufwand enorm,
wenn mal EMV-Probleme auftauchen. Dann stören mich auch 2 oder 3dB[*]
nicht, welche die EMV-Messungen von Labormessungen differieren können.
[Selbstbau unrentabel?]
>> (...) was in einem Kleinst-Unternehmen kaum eine Rolle spielt, da
>> dort Selbstausbeutung oberstes Prinzip ist ;-
> Dennoch wird dieser Aufwand in deine Kalkulation einfließen müssen.
In *meiner* Kalulation bestimmt nicht, da taucht nur der Posten "paar
Flaschbier für EMV-Beratung in Rechnung stellen" auf.
Aber ich werde wohl doch mal Rücksprache halten, ob mein Bekannter
überhaupt weiß, daß der Tag nur 24 Stunden hat. ;-)
> Nur ohne nähere Angaben wird kaum einer der hier anwesenden
> HF-Regulars etwas schreiben wollen/können. Und darum gings
> mir.
An wen muß ich mich nun wenden, nachdem Du das Problem dankenswerter
Weise durch Deine Rückfragen für die HF-Regulars vorstrukturiert hast?
;-)
In diesem Sinne,
frohe Pfingsten,
Thomas.
[*] just kidding
--
"... bitte daran denken, dass eine Sense kein Skalpell ist."
(Ratschlag im Supportforum eines großen Providers)
[...]
>> Nur ohne nähere Angaben wird kaum einer der hier anwesenden
>> HF-Regulars etwas schreiben wollen/können. Und darum gings
>> mir.
>An wen muß ich mich nun wenden, nachdem Du das Problem dankenswerter
>Weise durch Deine Rückfragen für die HF-Regulars vorstrukturiert hast?
*räusper*
Du hast dich an diese NG gewandt, aber _nicht_ an einen konkreten
Ansprechpartner innerhalb einer Hotline.
Prinzip "Hoffnung und Abwarten" gilt hier. Anspruch auf Antworten gibts
nicht;-)
Hast du Zugriff auf die cqDL?
1999 war in Heft 8 auf Seite 668 ff eine Beschreibung für eine kleine
Zelle beschrieben.
Das ganze natürlich mehr für Amateure, aber vielleicht gibts ja den
einen oder anderen Hinweis?
Gruss Wolfgang
[cqDL]
> 1999 war in Heft 8 auf Seite 668 ff eine Beschreibung für eine kleine
> Zelle beschrieben.
Danke für den Hinweis - ich versuche mal an diese Ausgabe zu kommen.
Thomas.
Thomas.
>Spektrumanalyzer kann man bei eBay günstig ersteigern, Meßsender und
>50W-Verstärker lassen sich vielleicht bei Rosenkranz oder anderen
>Altgeräte-Händlern günstig erwerben.
Aber nur *vielleicht*. Speziell die entsprechenden (breitbandigen,
impedanzunempfindlichen) Verstärker sind auch bei den
Gebrauchthändlern immer noch nicht "günstig".
[...]
>Ein behelfsmäßig gestricktes Equipment würde sich möglicherweise schon
>nach wenigen Tagen amortisiert haben, wenn man sich so die Preise
>für EMV-Labore anschaut. - Setzt natürlich vorraus, daß die Zeit für
Sehe ich trotz Selbstausbeutung nicht unbedingt so. Wenn Du zu einem
günstigen Labor gehst, ist es nicht wirklich teuer. Günstig heißt hier
nicht nur "billiger Stundensatz" sondern auch "effiziente Abwicklung".
Dann hast Du einen solchen Störfestigkeitstest nach 1-2 Stunden und
100-200EUR geschafft. Ob ein solches Labor allerdings in Deiner Nähe
ist?
Aber unabhängig davon, wieviel "selbstgestricktes" sinnvoll sein mag:
eine Koppelstrecke/Koppelzange für Einströmung braucht weniger
HF-Leistung und kann locker bis 200MHz verwendet werden. Zumindest für
Prüflinge in der von Dir genannten Größe, denn da spielt sich fast
alles über die angeschlossenen Leitungen ab.
Allerdings könnte man Probleme mit dem Nachbarn bekommen. Ein tiefer
Keller und/oder abgelegener Ort sind zweckmäßig.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen
Tim Williams "EMC for product usw. " schreibt 2-3 Seiten über
TEM, kann ich bei Bedarf scannen.
Ansonsten: übliche TEMs sind so sperrig daß sie für normale
Laboranwendung uninteressant sind.
Streifenleitung wird auch leichter zu entwickeln sein.
Jenseits der technischen Probleme ist das ökonomische:
kein Kunde zahlt für EMV & Legalismus.
MfG JRD
Du schriebst:
>> Bisher wurde nur bisweilen mal die Triplate/Streifenleitung erwähnt
> Ich habe an dem Teil bisher nicht weitergebaut, halte es aber
> immer noch für machbar.
Im Zusammenhang mit einem Raum, der "elektrisch ruhig" ist
(Kellerraum o.ä. oder auch mit Abschirmvlies ausgekleidetem, evt.
partiell abgetrennten Raum) stelle ich mir eine Triplate durchaus
sinnvoll vor, und sicher mit erheblich weniger Aufwand zu
"basteln" als eine GTEM-Zelle. (Falls Du Dich doch noch mal
an Deine Triplate setzen solltest, würde ich mich über einen
kurzen Erfahrungsbericht freuen.)
> Ansonsten: übliche TEMs sind so sperrig daß sie für normale
> Laboranwendung uninteressant sind.
"EMV" belegt eigentlich immer mindestens einen ganzen Arbeitsplatz -
es sei denn, man baut Versuchsaufbau, Spektrumanalysator und
Meßsender/Impulsgenerator immer wieder ab...
> Tim Williams "EMC for product usw. " schreibt 2-3 Seiten über
> TEM, kann ich bei Bedarf scannen.
Sofern es da explizit um die GTEM-Zelle (und nicht um die "Crawford"-
TEM-Zelle geht, die eher aussieht wie eine Kiste mit zwei Pyramiden
lechts und rinks) dann wäre ich Dir für die Scans sehr dankbar.
> Streifenleitung wird auch leichter zu entwickeln sein.
Das kommt drauf an. Eine 50-Ohm-Streifenleitung ist recht unhandlich,
wenn die Meßhöhe ausreichend groß sein soll (das Septum wird dann
unangenehm breit). Und die im automotive-Bereich übliche 90-Ohm-
Stripline ist von der Anpassung eine Kunst für sich (kontinuierliche
Koaxübergänge nötig, als "Transformationsleitung", um das VSWR bis
1 GHz brauchbar zu halten).
Dazu kommt ja auch die Problematik der HF-Abschirmung - nicht jeder
hat das "Glück", seine Stripline in einem Betonkeller aufbauen zu
können. Störstrahltests können dann zur Qual werden und bei
EInstrahltests schaut man dann immer wieder unwillkürlich auf die
Straße, ob da jetzt nicht ein wildgewordener Funkamateur oder ein
Peilwagen der "Post" auffährt. ;-)
> Jenseits der technischen Probleme ist das ökonomische:
> kein Kunde zahlt für EMV & Legalismus.
Das kann ich nur bestätigen. Selbst innerhalb des Hauses (Weltfirma,
eigenes EMV-Labor), wo ich EMV von der Pike auf gelernt habe, ist
die EMV ein eher ungeliebtes Thema und wurde als erstes vom Geldstrom
abgeschnitten, als die automotive-Baisse sich abzuzeichnen begann.
Thomas.
> Ob ein solches Labor allerdings in Deiner Nähe ist?
Tja: Anreise, Abreise, Spesen... Der Gang in den eigenen EMV-Keller
ist kürzer.
> eine Koppelstrecke/Koppelzange für Einströmung braucht weniger
> HF-Leistung und kann locker bis 200MHz verwendet werden.
Und ist auch für Impulstests unverzichtbar.
Hat man dann auch noch eine (selbstgebaute?) GTEM-Zelle, könnte
diese auch noch als "Abschirmkammer" für diese Tests zweckentfremdet
werden.
> Ein tiefer Keller und/oder abgelegener Ort sind zweckmäßig.
Oder ein mit Abschirmvlies (40 Euro pro Quadratmeter) ausgekleiderter
Raum. Schirmdämpfungen mit 30 bis 50 dB sind ja auch schon was...
Thomas.
>Tim Williams "EMC for product usw. " schreibt 2-3 Seiten über
>TEM, kann ich bei Bedarf scannen.
Fazit bei Tim Williams: nicht so gut für den Selbstbau geeignet. Keine
Information, was zu tun ist. Ein paar Quellen, die aber bestenfalls in
Hochschulbibliotheken zu bekommen sind.
In sci.engr.electrical.compliance könnte man noch fragen.
Ich glaube immer noch, daß das für kleine Prüflinge nix bringt, weil
alles über die Leitungen geht.
> Ich glaube immer noch, daß das für kleine Prüflinge nix bringt, weil
> alles über die Leitungen geht.
Wie groß sind für Dich "kleine Prüflinge"? Für hohe Frequenzen
(oberhalb der für leitungsgebundenen Tests üblichen Frequenzen)
muß durchaus mit einem Direktstrahlungsanteil gerechnet werden.
Thomas.
> weil alles über die Leitungen geht.
Bezüglich des üblichen EMV-für-Papperl-Test an komplettem Gerät
gilt das tatsächlich.
Denkbar wären aber auch Tests nur an Baugruppen:
Bei welcher Frequenz kann das Streufeld der Schaltnetzteil-
leiterplatte besonders gut in die Analogschaltungsleiterplatte
spucken ? Kopplung wäre Nahfeld, völlig ohne Kabel.
MfG JRD
Ich sehe es als schrittweise Entwicklung: wer Streifenleitung zum
Laufen bekommt und dabei nicht die Lust verloren hat kann dann TEM
basteln usw. Wer von der anderen Richtung kommt und das kompizierteste
Spielzeug zuerst will wird stolpern.
Kurze Abschnitte zu TEM und GTEM kann ich bei Bedarf noch
aus Sutter/Gerstner "EMV-Einstrahlsörfestigkeitsmessung" Franzis 1994
bzw Sutter/Gerstner "EMV Meßtechnik A - Z" Franzis 1994
scannen.
MfG JRD
Rafael Deliano wrote:
> Ich hab mal alle drei Teile Streifenleitung, TEM, GTEM gescannt, da
> ohehin recht kurz.
Danke für´s Scannen!
> Ich sehe es als schrittweise Entwicklung: wer Streifenleitung zum
> Laufen bekommt und dabei nicht die Lust verloren hat kann dann TEM
> basteln usw. Wer von der anderen Richtung kommt und das kompizierteste
> Spielzeug zuerst will wird stolpern.
Stimmt wohl. - Aber die GTEM-Zelle hat einfach so viele Vorteile
gegenüber der "normalen" TEM-Zelle (4 GHz und mehr kein Problem,
die TEM-Zelle macht bei spätestens 400MHz schlapp, "offiziell" wird
sie nur bis ca. 200MHz genutzt) und gegenüber der Stripline (ist
abgeschirmt, keine Abschirmkammer oder ruhige Umgebung wie bei der
Stripline nötig - außerdem geht die Stripline auch nur mit aufwendigen
Tricks bis 1GHz), daß ich die Realisierbarkeit einer Bastel-GTEM
ernsthaft prüfen will, bevor ich dann aufgebe. ;-)
> Kurze Abschnitte zu TEM und GTEM kann ich bei Bedarf noch
> aus Sutter/Gerstner "EMV-Einstrahlsörfestigkeitsmessung" Franzis 1994
> bzw Sutter/Gerstner "EMV Meßtechnik A - Z" Franzis 1994
> scannen.
Speziell die Abschnitte über die GTEM-Zelle würden mich interessieren.
Thomas.
Thomas.
>> Ich glaube immer noch, daß das für kleine Prüflinge nix bringt, weil
>> alles über die Leitungen geht.
>Wie groß sind für Dich "kleine Prüflinge"? Für hohe Frequenzen
Meistens sind meine Geräte 100x100mm² groß und über 200MHz hatte ich
noch keine Effekte bei Tests.
Am 19.5. hast Du etwas von 250mm in jeder Richtung gepostet. Gut, das
ist schon ziemlich groß, aber ist wirklich Elektronik in dem ganzen
Bereich? Baust Du so fiese Kisten, daß die über 200MHz richtig
abstrahlen?
Störfestigkeitsprobleme hatte ich bisher auch überwiegend bei
Resonanzen der Zuleitungen.
Ich will Dir die GTEM-Zelle ja nicht ausreden <g>, aber ich befürchte,
daß das nicht so einfach wird und der Nutzen gegenüber Kopplung auf
die Leitungen gering ist.
Hast Du denn schon Koppelstrecken für Einströmung?
"Bauanleitungen" für 50 Ohm- und 90 Ohm-Stripline finden sich im Anhang
zu ISO 11452-5 und SAE J1113-23. In SAE J1113-25 ist ein Plan für eine
Triplate zu finden.
Patrick
> Störfestigkeitsprobleme hatte ich bisher auch überwiegend bei
> Resonanzen der Zuleitungen.
Tja, ich komme aus der automotive-Ecke und dort spielen neben den
Kabelbaumresonanzen die Direktstrahlungs-Effekte bei bestimmten
Steuergeräten schon eine große Rolle (und natürlich die generell
um 10 bis 20 dB höheren EMV-Anforderungen gegenüber der Industrie-
Elektronik).
Daher danke für Deinen nützlichen Hinweis, daß für Industrieelektronik
Direktstrahlung eher von untergeordneter Bedeutung zu sein scheint.
> Ich will Dir die GTEM-Zelle ja nicht ausreden <g>, aber ich befürchte,
> daß das nicht so einfach wird und der Nutzen gegenüber Kopplung auf
> die Leitungen gering ist.
Die GTEM-Zelle würde Sinn machen für die Direktstrahlung und als
"Abschirmbox" für alle anderen (z.B. leitungsgebundene) Tests.
Da in der (kommenden) EN 61000-4-20 die GTEM-Zelle auch noch als
anerkanntes Meßmittel (Alternative zu den obligatorischen Antennentests
für entwicklungsbegleitende Tests) erwähnt werden, wäre die GTEM-Zelle
ein recht brauchbares Meßmittel.
> Hast Du denn schon Koppelstrecken für Einströmung?
Na, da ist doch in der EN 61000-4-6 so eine Bastelanleitung drin... ;-)
PS: Wo bekomme ich denn eine Ferritsäge her? :-))
Thomas.
> PS: Wo bekomme ich denn eine Ferritsäge her? :-))
Diamantscheibe? Allerdings mit viel Vorsicht oder besser einer guten
Kühlung.
--
J"org Wunsch
"Verwende Perl. Shell will man koennen, dann aber nicht verwenden."
Kristian Koehntopp, de.comp.os.unix.misc
MfG JRD
>> Hast Du denn schon Koppelstrecken für Einströmung?
>Na, da ist doch in der EN 61000-4-6 so eine Bastelanleitung drin... ;-)
>PS: Wo bekomme ich denn eine Ferritsäge her? :-))
Man kann auch die Ferrite geschlossen lassen und die Leitungen
durchstecken...
Aber wo bekommt man diese speziellen Ferrite her? Online hab' ich (vor
einiger zeit mal) keine Infos dazu gefunden - werden die überhaupt
verkauft?