MaWin schrieb:
>
> Kennt sich hier jemand mit Antennen aus ?
> Ich habe vor, eine 1.44m lange 27MHz AM Teleskopantenne durch eine
> kuerzere Wendelantenne zu ersetzen, ...
> und 20-30 cm lang, ...
> Oder gibt es die Dinger irgendwo guenstig fertig, mit maximal 1cm
> Aussendurchmesser und M4 Innengewinde ?
Im Conrad Hauptkatalog 2000 gibt es etwas ähnliches (S.1146, 271802-11)
für 29,29 DM. 25 cm lang, aber etwas größerer Durchmesser. Und einen
Adapter für M4 müßtest Du dir selber machen (Außendurchmesser 10-11 mm
ohne Gewinde und mit M4 Innengewinde).
Oder Du versuchst eine Mobilantenne umzubauen. Auf S.1154 findest Du
eine mit 33 cm Länge (259926-11) für 59.95 DM. Es könnte auch sein,
dass es zuverlässiger wird, wenn Du die Antenne (mit Halterung) komplett
wechselst. Was aber, wie es scheint, nicht dein Ziel ist.
mfg
Joachim
Irgendwo liegt bei mir noch eine kurze CB-Funk-Antenne herum, aber die ist
40 oder 50cm lang. Grundsätzlich ist es auch kein Problem, einen beliebigen
Antennenstab mit einer Fussspule und etwas Dachkapazität an die Frequenz
anzupassen. Dann muss allerdings noch der Wellenwiderstand transformiert
werden, und das ist dann doch sehr viel herumprobiererei.
Kurze Antennen sind immer schmalbandiger als lange, bereits beim
Frequenzwechsel kommt es dann zu leichten Fehlabstimmungen. Aber so
schmalbandig, dass die Modulationsart (AM oder FM) eine Rolle spielt, sind
sie dann doch nicht.
--
Wolfgang Horejsi
Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.
> Oder gibt es die Dinger irgendwo guenstig fertig, mit maximal 1cm
> Aussendurchmesser und M4 Innengewinde ?
Hallo Manfred,
weiss zwar jetzt nicht, ob die was passendes haben, aber vielleicht hilft
es Dir weiter.
http://www.WIMO.com/index_d.htm
Gruss Andreas
DJ4UF hat eine gute Kurzanleitung für den Bau eines SWR-Meters auf
http://www.qsl.net/dj4uf/projekt/swr/swr.htm veröffentlicht.
Wenn Du das machst, um etwas zu lernen, lohnt sich der Aufbau eines
SWR-Meters. Wenn es nur funktionieren soll, kannst Du dir vielleicht
so ein Teil zum messen ausborgen. Sinnvoll ist die Optimierung des
SWR aus meiner Sicht immer.
> Die alte Antenne an AA112 in RC (sagen wir mal 100n/10k)
> parallel an Erde, Voltmeter dran und neue Antenne auf
> Maximum der Anzeige abgleichen reicht wohl nicht...
So ganz habe ich das jetzt nicht verstanden. Ich vermute einfach mal,
Du möchtest die Feldstärke messen. Prinzipiell wäre das schon ok, wenn
die Ausgangsleistung für eine auswertbare Anzeige ausreicht. Einfach
ausprobieren. Aber du kannst damit nur sehr grobe Abweichungen vom
Optimum erfassen. Der verbleibende Fehler könnte für die Endstufe eines
CB-Gerätes zuviel sein.
Ich bevorzuge ein Kreuzzeigerinstrument, welches gleichzeitig die vor-
und rücklaufende Leistung (bezogen auf 50 Ohm) anzeigt.
mfg
Joachim
> Die Schaltung ist simpel genug, was mich stoert ist die Art des
> Einflanschens in die Antennenleitung. Ich habe keine Antennen-
> leitung :-) Und die Fehlanpassung, das Teil einfach an Antenne
> & Geraet zu halten, duerfte alles versauen.
Was hast Du denn vor? Wenn Dein ,,Gegenstück'' saubere reelle 50 Ohm
Impedanz bei Deiner Betriebsfrequenz hat, kannst Du ja die Anpassung
auch mit einem beliebigen anderen CB-Sender durchführen.
Allerdings haben solche einfachen Stabantennen eine extrem große
Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen, da sie ja eine Hälfte eines
Dipols darstellen, dessen andere durch eine ,,ideale Erde'' ersetzt
worden ist. Eine solche gibt es nicht, so daß die realen
Erdverhältnisse einen großen Einfluß haben. Wenn Du statt Erde als
Gegengewicht paar Radials anbaust (einige kurze Stäbe am Antennenfuß),
dann sinkt der Umgebungseinfluß.
--
J"org Wunsch
"Verwende Perl. Shell will man koennen, dann aber nicht verwenden."
Kristian Koehntopp, de.comp.os.unix.misc
Ja, was hast Du vor? Du weißt ja, je mehr Infos über das Ziel, desto
treffender können die Hinweise sein, wie du es erreichen kannst.
> Allerdings haben solche einfachen Stabantennen eine extrem große
> Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen, da sie ja eine Hälfte eines
> Dipols darstellen, dessen andere durch eine ,,ideale Erde'' ersetzt
> worden ist. Eine solche gibt es nicht, so daß die realen
> Erdverhältnisse einen großen Einfluß haben.
Genau das ist ein großes Problem. Wenn Du ein (zu) kleines el. Gegen-
gewicht hast, wird die Abstimmung recht kritisch (Umgebungsabhängig).
Evtl. wäre das Konzept der Ankopplung zu überdenken. Wenn Du kein
Antennenkabel hast, brauchst Du aber auch keine Abstimmung auf 50 Ohm.
Du könntest die Antenne direkt an die Endstufe anpassen.
Damit habe ich aber bisher wenig Erfahrungen. Evtl. hilft der Schalt-
plan eines kleinen CB-Funkgerätes weiter, das keinen 50 Ohm Antennen-
ausgang hat (Billiggerät).
mfg
Joachim
> Wenn Dein ,,Gegenstück'' saubere reelle 50 Ohm
> Impedanz bei Deiner Betriebsfrequenz hat, kannst Du ja die Anpassung
> auch mit einem beliebigen anderen CB-Sender durchführen.
Ich kann nicht davon ausgehen, das es saubere 50R hat, es ist halt
am Handsender eine fertige (zu unhandliche) Teleskopantenne dran.
>
> Wenn Du statt Erde als Gegengewicht paar Radials anbaust (einige
> kurze Stäbe am Antennenfuß), dann sinkt der Umgebungseinfluß.
Hey, das ist ein Handsender. Und das soll er auch bleiben. Im
Gegenteil: Er soll handlicher werden. Die Sendeleistung mit
Stabantenne ist mehr als ausreichend, die Verringerung der
Reichweite mit Wendelantenne geht voll in Ordnung. Nur die
Anpassung sollte so weit stimmen, das die Endstufe nicht abraucht.
>> Was hast Du denn vor?
> Hey, wie waere es, das Ursprungsposting zu lesen ?
Tut mir leid, Manfred, das Wort ,,Sender'' zum Beispiel taucht in
diesem Posting nicht auf. Darum habe ich ja nochmal gefragt. (Es
hätte ja genausogut sein können, daß Du eine Antenne für einen
Empfänger anpassen willst.)
> Nur die Anpassung
> sollte so weit stimmen, das die Endstufe nicht abraucht.
Ich habe keine Erfahrung mit CB-Quatschen. Weiß nicht, wie viel
Reserve gegen Fehlanpassung die Transistoren dort haben. Die größeren
Afu-Sender haben üblicherweise noch ein eingebautes SWR-Meter, das bei
zu großer Fehlanpassung die Ansteuerung der Endstufe runterregelt.
Selbst mit Abschlußwiderständen, bei denen beim Betrieb ein Draht
abreißt oder mit Kabeln, die versehentlich einen Kurzschluß haben,
habe ich einen 100-W-Sender nicht kaputt bekommen (gottseidank ;-).
Du kannst aber eigentlich auch nicht viel tun außer das Teil unter
,,normalen Umgebungsbedingungen'' einigermaßen ordentlich auf 50 Ohm
oder besser auf Deinen Sender anzupassen und dann zu hoffen, daß es
unter allen normalen Umständen tut.
Du kannst den Wellenwiderstand der Antenne ohne weiteres mit einer
Widerstandsmessbrücke messen, die mit 27 MHz gespeist wird. Falls es dabei
kein echtes Minimum gibt, ist die Antenne nicht auf 27MHz abgestimmt. Wenn
die Resonanzfrequenz der Antenne zu hoch ist, kannst du sie durch
Parallelschalten von Kondensatoren abgleichen. Vielleicht hast du noch eine
Quelle für Drehkos. Wenn die Resonanz zu tief ist, kannst du den "daneben"
liegenden Widerstand in der Messbrücke mit einem Kondensator parallel
schalten. Das kompensiert die Kapazität der Antenne. Am einfachsten geht das
Ermitteln der Resonanzfrequenz wohl immer noch mit dem Dipmeter, falls es so
etwas heute noch gibt. Aber jeder andere durchstimmbare Oszillator kann
verwendet werden, wenn man die Antenne über ein paar 100 Ohm dran koppelt,
und die Spannung an der Antenne anzeigt. Und wer so einen HF-Messpark für
180.000 DM herum stehen hat, der darf ruhig lachen.
Handgeräte verwenden nicht unbedingt Endstufen, die für 50Ohm ausgelegt
sind. Falls du Angst hast, etwas zu beschädigen, solltest du in der
Originalaustattung die Stromaufnahme der Endstufe messen. Anschliessend bei
erst einmal verringerter Spannung die Stromaufnahme mit der neuen Antenne.
Wenn dabei alles im grünen Bereich ist, kannst du die Spannung erhöhen. Eine
zu hohe, aber auch eine zu niedrige Stromaufnahme sollten dich warnen.
Das Wort "Sender" kommt jedenfalls nicht vor.. :-)))
--
Rolf Bombach
Daher die Frage, ob Feldstaerke reicht (wohl nicht).
Hm, also ich kann beim besten Willen am Ursprungsposting nicht erkennen,
dass zwischen Antenne und Sender kein Antennenkabel ist.
Aus dem Begriff 'Teleskopantenne' geht dies nicht logisch hervor, und
wenn Du vielleicht noch keine Teleskopantenne für CB auf einem Auto
gesehen hast, solltest Du nicht davon ausgehen, dass es keine gibt.
Joachim
Dann ist die Handquetsche kindertauglich :-) (falls noch
jemanden interessiert warum das Ganze).
>> oder besser auf Deinen Sender anzupassen und dann zu hoffen, daß es
>> unter allen normalen Umständen tut.
> Nur wie ?
Das Dipmeter ist so eine schlechte Idee nicht, berücksichtigt aber
nicht so recht den Umgebungseinfluß (man kann es aber auch passiv
betreiben und dann praktisch als abgestimmten Feldstärkemesser
benutzen). Muß man aber erstmal haben.
Ein SWR-Meter sollte einfacher aufzutreiben sein, bekommt man bei eBay
mehr oder weniger hinterhergeschmissen. Sicherlich teilweise
fragwürde Qualität, aber wenn Du auf minimale reflektierte Leistung
abgleichst, ist das ein guter Anhaltspunkt.
Zum Abgleichen halt paar Windungen ab- oder zuwickeln.
> Ein SWR-Meter sollte einfacher aufzutreiben sein, bekommt man bei eBay
> mehr oder weniger hinterhergeschmissen. Sicherlich teilweise
> fragwürde Qualität, aber wenn Du auf minimale reflektierte Leistung
> abgleichst, ist das ein guter Anhaltspunkt.
Wie bereits gesagt, sollte man nicht erwarten, dass die Endstufe eines
Funkgerätes mit Teleskopantenne auf 50 Ohm ausgelegt ist. Das SWR-Meter ist
es aber bestimmt, so dass mir sein Einsatz etwas fragwürdig erscheint. Was
zeigt ein SWR an, das für 50 Ohm ausgelegt ist, wenn es z.B. an eine korrekt
abgestimmte 500 Ohm Endstufe mit 500 Ohm Antenne geklemmt wird. Weiss das
einer, oder muss ich es auf die Liste: "Wird demnächst ausprobiert" setzen?
Ach so Manfred: Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Handfunkgerät mit
Teleskopantenne abgeraucht wäre, weil jemand vergass, die Antenne heraus zu
ziehen. Scheinbar wird auch diese grobe Fehlanpassung problemlos verkraftet.
Du schriebst am 26.07.00 zum Thema "Re: Wendelantennen 27MHz Selbstbau":
> Wie bereits gesagt, sollte man nicht erwarten, dass die Endstufe
> eines Funkgerätes mit Teleskopantenne auf 50 Ohm ausgelegt ist.
Ganz sicher hat das Funkgerät eine 50-Ohm-Schnittstelle, das
ist so Vorschrift, damit das Gerät überhaupt durch die Baumusterprüfung
kommt.
Allerdings wird ein CB-Walkytalky mit Teleskop-Antenne sicherlich
irgendwo eine sog. Verlängerungsspule eingebaut haben - oder diese
befindet sich in der Teleskopantenne (als Mittelspule).
Im letzteren Falle hat der Antennenanschluß 50 Ohm Nennimpedanz.
> Was zeigt ein SWR an, das für 50 Ohm ausgelegt
> ist, wenn es z.B. an eine korrekt abgestimmte 500 Ohm
> Endstufe mit 500 Ohm Antenne geklemmt wird.
Eine rein akademische Frage. Es würde ein SWR von 1:10 angezeigt
(sofern das "SWR-Meter" hinreichend kurz ist im Vergleich zur
Wellenlänge); bei 50 Ohm Abschluß sogar 1:1, das "SWR-Meter" weiß
nichts von der Impedanz des Senders.
Im Übrigen kann man davon ausgehen, daß der Antennenausgang
eines WalkyTalkies immer auf ein mehr oder weniger fehlangepaßtes
Antennensystem speisen wird: Da es keine definierte "Erde" gibt,
die zudem noch abhängig von der Handkapazität (und -Verluste)
sind, wird ein Großteil der Sendeleistung undefiniert verbraten.
Aber die Enstufe ist schon so ausgelegt, daß sie das abkann
und die so gravierend hohen Verluste machen sich in der Praxis
(im Nahbereich) dann doch nicht so schlimm bemerkbar.
Also, lange gelehrte Rede, kurzer vergnügter Sinn: MaWin, gönne
Deinen Kindern ruhig das nette Spielzeug, mit kurzer Wendelantenne,
und ohne Angst vor Endstufengau. Nur den Expertenstreit um
"SWR-Meter", Fehlanpassungen und Wendelwunderantennen, den hast
Du Dir selbst eingebrockt - da mußt Du jetzt durch. ;-)
Thomas.
PS: Wer sich für das Thema "verkürzte Antennen" interessiert und
wissen will, warum ohne Transformation am Fußpunkt alle
verkürzten Antennen gleich schlecht sind (egal was die Hersteller
versprechen), der besorge sich das hochinteressante und sehr
fundierte Buch "Kurze Antennen" von Gerd Janzen - mit vielen
interessanten Diagrammen, Tabellen und Formeln.
Hallo Thomas,
das ist mir neu, daß ein Handfunksprechgerät (intern oder extern) eine 50
Ohm Schnittstelle haben muß. Früher war dies mit Sicherheit nicht gefordert.
Bitte teile mir mit, seit wann diese Forderung besteht und in welcher Norm
oder Vorschrift dies steht.
Besten Dank und Gruß
Uwe