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NiMH-Akkus wiederbeleben?

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Holger

unread,
Jul 2, 2016, 1:13:22 PM7/2/16
to
Hi,

da ich diesbezüglich nicht so der Experte bin, eine Frage: Ich habe hier
einen NiMH-Akkusatz mit einigen Zellen, die sich während der Lagerung
selbst kurzgeschlossen haben. Mit einem recht hohen Ladestrom (3A)
konnte ich die Zellen jeweils von ihren Kurzschlüssen befreien und auch
wieder aufladen.

Ich vermute allerdings, daß dies keine Reparatur der Akku-Zellen
bedeutet, auch wenn sie im Moment wieder funktionieren. Was kann ich
erwarten, wie sieht das mit der Kapazität aus? Kann man solche Akkus
noch normal benutzen, oder wäre ein Austausch die bessere Idee?

Holger

horejsi

unread,
Jul 2, 2016, 2:14:31 PM7/2/16
to
Die Kapazität dürfte gelitten haben und bei der ersten tiefen Entladung
werden die Zellen wieder Probleme machen. Letzlich werden die Zellen
solange problematisches Verhalten zeigen, bis sie fachgerecht entsorgt
wurden. Das ist die Mühe nicht wert.

Du weisst doch: Wegschmeissen und Neukaufen ist fast immer besser, als
Reparieren. Das gilt auch für Akkus.

Holger

unread,
Jul 2, 2016, 2:39:52 PM7/2/16
to
horejsi schrieb:
> Am 02.07.2016 um 19:13 schrieb Holger:
>
>> da ich diesbezüglich nicht so der Experte bin, eine Frage: Ich habe hier
>> einen NiMH-Akkusatz mit einigen Zellen, die sich während der Lagerung
>> selbst kurzgeschlossen haben. Mit einem recht hohen Ladestrom (3A)
>> konnte ich die Zellen jeweils von ihren Kurzschlüssen befreien und auch
>> wieder aufladen.
>>
>> Ich vermute allerdings, daß dies keine Reparatur der Akku-Zellen
>> bedeutet, auch wenn sie im Moment wieder funktionieren. Was kann ich
>> erwarten, wie sieht das mit der Kapazität aus? Kann man solche Akkus
>> noch normal benutzen, oder wäre ein Austausch die bessere Idee?
>
> Die Kapazität dürfte gelitten haben und bei der ersten tiefen Entladung
> werden die Zellen wieder Probleme machen. Letzlich werden die Zellen
> solange problematisches Verhalten zeigen, bis sie fachgerecht entsorgt
> wurden. Das ist die Mühe nicht wert.

Müßte ich tatsächlich mal neue Zellen besorgen. Die hätten dann auch
gleich mehr Kapazität.

> Du weisst doch: Wegschmeissen und Neukaufen ist fast immer besser, als
> Reparieren. Das gilt auch für Akkus.

Kann man schlecht verallgemeinern. Tote Akkus und alte Batterien kommen
bei mir dann auch ins Recycling.

Holger

Marcel Mueller

unread,
Jul 3, 2016, 3:23:57 AM7/3/16
to
On 02.07.16 19.13, Holger wrote:
> da ich diesbezüglich nicht so der Experte bin, eine Frage: Ich habe hier
> einen NiMH-Akkusatz mit einigen Zellen, die sich während der Lagerung
> selbst kurzgeschlossen haben. Mit einem recht hohen Ladestrom (3A)
> konnte ich die Zellen jeweils von ihren Kurzschlüssen befreien und auch
> wieder aufladen.

Seit wann schließen sich NiMH /beim Lagern/ selbst kurz?
AFAIK passiert das, wenn man sie sehr langsam auflädt, so dass sich
Kristalle (Whisker) bilden, die dann das Dielektrikum durchstoßen.
Die Kristalle oder die Folie drum herum kann man zwar manchmal mit
heftig Strom wegbrennen, aber das was danach übrig bleibt, will man
eigentlich nicht mehr haben.


Sicher, dass die Burschen nicht einfach nur Tiefentladen sind?
Wenn ja, kannst Du sie mit einem handelsüblichen Labornetzteil
tatsächlich wiederbeleben. Einfach mit geringem Strom, z.B. <= 0,1C eine
Stunde vorladen. Wenn sie angebissen haben, sollte man sie mit
handelsüblichen Ladegeräten wieder ganz normal laden können.
Wenn sie extrem hochohmig geworden sind, empfiehlt sich noch ein Bypass
mit zwei Dioden (1,4V Limit). Das dauert dann zwar wesentlich länger,
verhindert aber, dass zu große Spannungen entstehen. Wer ein
Labornetzteil hat, kann auch 1,6V noch guten Gewissens einstellen.


> Ich vermute allerdings, daß dies keine Reparatur der Akku-Zellen
> bedeutet, auch wenn sie im Moment wieder funktionieren. Was kann ich
> erwarten, wie sieht das mit der Kapazität aus? Kann man solche Akkus
> noch normal benutzen, oder wäre ein Austausch die bessere Idee?

Kommt auf den Schaden an. Tiefentladung macht NiMH nicht so viel aus.
Umpolen, also Tiefentladung in Serienschaltung, allerdings sehr viel.
Und perforierte Dielektrika will man eher nicht mehr haben. Falls es
danach überhaupt noch geht, wären die Eigenschaften eher unterirdisch.

Ich meine, probiere es halt aus. Einfach an 1,0V Spannungsbegrenzung
hängen. Damit kann man nicht laden, aber Kurzschlüsse knacken schon.
Man muss nur aufpassen, dass der Bursche nicht zufällig bei einem
Innenwiderstand von ~0,1 Ohm @ 1V stehen bleibt. Dann fliegt dir der
Akku um die Ohren, wenn Du nicht schleunigst den Stecker ziehst.
In der Sache kenne ich das mit den Kurzschlüssen aber eher von NiCD.
Oder halt überzüchtete NiMH, wo die Selbstentladung von der ersten
Sekunde an schon ein Problem ist.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Jul 3, 2016, 3:27:15 AM7/3/16
to
On 02.07.16 20.39, Holger wrote:
> Müßte ich tatsächlich mal neue Zellen besorgen. Die hätten dann auch
> gleich mehr Kapazität.

Du meinst es stehen größere Zahlen drauf. ;-)

Ich habe schon mal mit einen 10 Jahre alten Satz 1600-er Zellen einen
Satz damals nagelneuer 2300-er Zellen in der Standzeit in der Digiknipse
überrundet, beide von GP.


Marcel

Holm Tiffe

unread,
Jul 3, 2016, 3:14:27 PM7/3/16
to

Seit wann gibts in Akkus ein Dielektrikum?

Ich habe NC akkus die aus 2 Elektroden einem Separator und Kalilauge
bestehen, dielektrisch ist darin genau gar Nichts.

Gruß,

Holm

Marcel Mueller

unread,
Jul 3, 2016, 4:09:21 PM7/3/16
to
Ja, Separator wäre das richtige Wort gewesen.


Marcel
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