Am 29.12.18 um 22:13 schrieb Joerg Niggemeyer:
>> Habe ich schon. Aber Ausgangsseite gibt es wie gesagt nicht. Da gibt es
>> nur die Hilfswicklung zur Versorgung des UC. Deshalb habe ich einen
>> Rüssel am FET Drain, einen am Current-Sense, einen am FET-Gate und den
>> vierten nach Bedarf an irgendwelchen Pins des UC.
>> Ich hätte auch Oszillogramme gepostet, aber leider habe ich kein
>> einziges Mainboard
> Was meinst Du mit mainboard, eine Homepage auf der Du Bilder ablegen
> kannst?
:-) Da habe ich wohl vor dem Absenden versehentlich die Hälfte gelöscht.
Das passiert manchmal, wenn das WLAN zur VM hustet. Dann bleiben mal
Tasten kurz hängen.
Das hätte weiter gehen sollen:
... wo noch eine Floppy dran passt. Was anderes kann nämlich das alte
Oszi nicht.
>> Ja, das habe ich mittlerweile auch kapiert. Aus irgendeinem Grund
>> funktionieren diese Stromübertrager trotzdem - wenn man ihnen genug Zeit
>> zur Erholung gibt. Das habe ich mittlerweile getan. Siehe auch mein
>> anderes Posting.
>
> Irgendwie sollte man durch Einfügen eines Shunts genau überprüfen, bei
> wieviel gemessenen As der Regler zu macht. Den Shunt kannst Du ja später
> entfernen. Ich bin kein Freund dieser Pulswandler für diesen Zweck.
> Genauso mal mit der Heissluftpistole drauf braten und sehen was passiert.
Ist da etwas spannendes zu erwarten? Ich meine das Wicklungsverhältnis
sollte sich doch eigentlich nicht ändern.
>> Ja, dann brauche ich aber wieder R2R. Und die haben einen
>> Eigenverbrauch. Der wiederum verhindert, dass Anlaufspannung für den UC
>> zusammen kommt. Das funktioniert alles nicht so einfach.
>
> Doch, Über einen R linear Strom zuführen, wenn deine Hilfsspannung oben
> ist, wird der Anlauf R weggeschaltet.
Das geht nicht. Denn dann wäre der Anlauf-R den Großteil des Jahres
dran. Schließlich bedeutet Ausschalten bei einem Dimmer nur Regler auf
Minimalanschlag.
Derzeit bin ich bei <0,2W Standby. Das ist akzeptabel. Wenn ich eine OP
mit dem Standby-Strom durchfüttern müsste, wäre ich locker bei einem
Vielfachen.
>> Die Schaltung selber kommt berührungssicher in das Gehäuse am Boden, wo
>> vorher der Phasenanschnittdimmer drin war.
>> Danach folgen 2m Kabel. Ist aber EMV-technisch egal, weil DC.
>
> Achso interessant - da kann deswegen keine HF abgestrahlt werden,
> die Welt kann so einfach sein.
Nicht von der langen Leitung meinte ich, denn da liegt keine an. Die
liegt ja praktisch direkt auf Netzpotential, also am Brückengleichrichter.
Wohl aber von der Schaltung selbst. Der Übertrager dürfte die meiste
Abstrahlung haben, weil dessen E-Kern nicht so der Brüller ist. Die
anderen Stromschleifen kann ich sehr klein halten.
Ehrlich gesagt ist mir das auch weitgehend egal. Jeder elektronische
Trafo für Halogen, der nicht gleichrichtet, rotzt mehr rum, zumal man es
bei den Seilsystemen mit einem hässlich großen Leiterabstand zu tun hat.
> Allerdings sagtest Du ja, du hättest den Strompulswandler auf einen
> Ringkern gewickelt. Da hat man ja schon mal eine Kerngeometrie, für
> die es Modelle gibt. Material müsste man abschätzen aus dem Al Wert.
Den kenne ich zufällig das war ein Epcos RIK-10.
Problem ist eher die Hauptspule für den Wandler. Die lag einfach rum und
hat zufällig gepasst. Vielleicht aus einem alten TV oder Monitor.
> Also auch das Zeugs aus dem Müll kann man modellieren, insbesondere,
> weil die Teile ja für bestimmte Zwecke konstruiert wurden und für diese
> Art der Anwendung werden auch bestimmte Materialien bevorzugt eingesetzt.
Das müsste ich dann aber alles erst einmal herausfinden bzw. ausmessen.
In der Zeit habe ich den Prototyp schon am laufen.
>> Mal ganz davon abgesehen, dass bei
>> solchen Aufbauten das ganze Thema Leitungsführung zuweilen mehr aus
>> macht als die Schaltung.
>
> In dem F-Bereich zur Simulation spielt das keine große Rolle, eher das
> R der Leitung.
Ich meinte jetzt nicht die Lange Leitung zu den LEDs, sondern die
Leitungsführung zwischen den Bauteilen, Masse allen voran.
>> Ehrlich gesagt traue ich diesen ganzen Simulationen jenseits der NF-Welt
>> wenig über den Weg.
>
> Wenn man sich Modelle selber macht und diese mit der realen
> Schaltung abgleicht ist das ganz hervorragend, wenn nicht gar
> überragend.
Bei niedrigeren Frequenzen habe ich das auch schon gemacht. Aber der
Aufwand ist erheblich. Damit kann man viele Stunden zubringen. Bei
Lautsprechern und Frequenzweichen mache ich so etwas, weil da die
Prototypen unverhältnismäßig aufwendig sind. Wobei auch da die
notwendigen Daten nicht vom Himmel fallen, sondern erst gemessen werden
müssen. Die Herstellerangaben kann man selbst bei Profiware vergessen.
Und Fertigungstoleranzen sind hier auch noch ein großes Thema.
Aber wegen einem Schaltnetzteil mit moderaten Strömen und einem
Einzelstück mache ich so einen Aufriss nicht. Das stecke ich einfach auf
dem Brett provisorisch zusammen. Und wenn's läuft kommt es ganz
pragmatisch auf Lochraster. Nicht schön, aber funktionell und schnell.
Natürlich hätte ich mir für 20€ ein Dimmbares Meanwell Modul kaufen
können. Aber dann hätte das Gehäuse schon mal nicht mehr gepasst und ich
hätte mir etwas ausdenken müssen, wo ich das Poti für den Dimmer nebst
dem Netzteil einbaue. Das hätte /mich/ wesentlich mehr Arbeit gekostet
und hätte auch noch hässlicher ausgesehen.
Außerdem, wo bleibt denn da der sportliche Ehrgeiz, mal aus altem
Schrott wieder etwas Neues zu schaffen und ohne weitere Umweltverschmutzung?
> Ohne Simulation sind IMHO gewisse Entwicklungen gar nicht mehr möglich,
> bzw. viel zu teuer.
Das ist ganz sicher so. Aber nicht daheim bei einem Bastelprojekt.
Marcel