> ich suche eine Möglichkeit mit wenig Bauteilen aus ~230V =5V/75mA zu machen.
> Also wenn möglich kein Trafo oder andere sperrigen Bauteile.
Und es muss nicht galvanisch getrennt sein?
Gruss
Thomas (Mini-Elektronik-Kurse in 'www.e-online.de/public/schaerer')
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* Thomas Schaerer >>> scha...@isi.ee.ethz.ch <<< ||| *
* Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETHZ ||| *
* Signal and Information Processing Laboratory ISI / | \ *
* Sternwartstr. 7 CH-8092 Zurich, Switzerland / | \ *
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Phase-----------+-------------5V
|
~230V _
^ Z-Diode 5V6
1k-1/2W -
__ | 1N4148
Null-| |--||---+-|>|--------Masse
-- 0.1µF
Ich hoffe Du kannst diese Schaltung erkennen.
Wie kann ich diese Schaltung auf ca 75mA trimmen??
Du mußt ca. 25W verbraten also lass es.
--
Matthias Weißer
matt...@matwei.de
http://www.matwei.de
Wenn du nicht genau weißt, ob die Spannung galvanisch vom Netz getrennt sein
soll, lass lieber die Finger davon. Die Netzspannung gegen Erde bleibt
erhalten, bei Berührung kann man genauso tödliche Schläge bekommen, auch
wenn der Verbraucher nur die 5Volt sieht.
[...]
> Wie kann ich diese Schaltung auf ca 75mA trimmen??
Aus der Zeichnung werde ich nicht schlau, kann so auch nicht stimmen. Der
Wert für den Widerstand kommt mir eigenartig vor, 1k und 1/2W können nicht
stimmen. Ein Gleichrichter fehlt, die 1N4148 ist keine Gleichrichterdiode
sondern eine Universaldiode mit kleiner Sperrspannung/kleinem Strom.
Eine ganz primitive Stabilisierung wie Z-Diode und Widerstand liefert
maximal folgenden Strom:
Eingangsspannung (Gleichspannung!) minus Z-Spannung geteilt durch
Vorwiderstand.
Das heißt, passe den Vorwiderstand entsprechend an, dann hast du 75 mA.
Bei 5Volt Ausgangsspannung:
(220 - 5) / 0,075 = 2866, also 2800 Ohm. Dann fließen maximal 76mA.
Die Z-Diode muß dann natürlich für die anfallende Verlustleistung ausgelegt
sein,
0,076 * 5 = 0,38W, also normale 0,5W-Z-Diode. Gibt's mit 5,1 Volt
Z-Spannung. So weit kein Problem.
Ebenso muß aber der Widerstand die anfallende Leistung verkraften können:
215 * 0,076 = 16,34W!! Der Widerstand wäre also ein kleinerer Heizkörper,
mit dem man ohne weiteres einen Feinlötkolben beheizen könnte. Sehr
unpraktisch.
Abgesehen davon kann ich den Glättungselko hier nur parallel zur Z-Diode
hängen, sonst hätte ich 310 Volt Betriebsspannung am Elko und auch als
Eingangsspannung der Stabilisierung. Verlustleistungen von Diode und vor
allem Widerstand wären noch größer.
Damit ist der Elko aber als Glättung unbrauchbar, weil maximal auf
Betriebsspannung geladen=große Brummspannung. So eine einfache Schaltung
ohne Trafo ist also meiner Ansicht nach großer Käse.
Nochmal zur Sicherheit:
Keine galvanische Trennung (kein Trafo) heißt, daß die 75mA auch gegen Erde
fließen können, z.B. durch deinen Körper, wenn du nicht gerade sehr trockene
Haut hast. Gegen Erde besteht nach wie vor Netzspannung!
Im Allgemeinen werden Ströme ab ca. 50 mA als sicher tödlich angesehen, wenn
sie z.B. über's Herz fließen. Deshalb würde ich persönlich, speziell bei
geringem Wissen in Elektronik, von so einer Schaltung abraten.
Nimm am besten die ganz normale Schaltung mit kleinem Trafo, Gleichrichter,
Glättungselko, 7805-Regler und hintendran an den 5V kleiner Stützelko
(1-10µF)um Schwingungen zu vermeiden. Oder noch besser: kleines
Steckernetzteil, die gibt's fertig.
MFG
Andy
Richtig, Lebendsverlängernd!
> ...
>
> > Wie kann ich diese Schaltung auf ca 75mA trimmen??
>
> Aus der Zeichnung werde ich nicht schlau, kann so auch nicht stimmen. Der
> Wert für den Widerstand kommt mir eigenartig vor, 1k und 1/2W können nicht
> stimmen. Ein Gleichrichter fehlt, die 1N4148 ist keine Gleichrichterdiode
> sondern eine Universaldiode mit kleiner Sperrspannung/kleinem Strom.
Die Schaltung ist fast richtig, die 1N4148-Diode ist falsch gepolt (oder
müßte in die +Leitung). Bei den geringen Strömen eignet sich auch eine
1N4148 als Gleichrichter. Die Sperrspannung muß nicht sehr hoch sein, da
diese durch die Z-Diode begrenzt wird. Bei einer Erweiterung auf 75mA ist
jedoch eine etwas stärkere Diode erforderlich.
> Eine ganz primitive Stabilisierung wie Z-Diode und Widerstand liefert
> maximal folgenden Strom:
> Eingangsspannung (Gleichspannung!) minus Z-Spannung geteilt durch
> Vorwiderstand.
> Das heißt, passe den Vorwiderstand entsprechend an, dann hast du 75 mA.
> Bei 5Volt Ausgangsspannung:
> (220 - 5) / 0,075 = 2866, also 2800 Ohm. Dann fließen maximal 76mA.
> Die Z-Diode muß dann natürlich für die anfallende Verlustleistung ausgelegt
> sein,
> 0,076 * 5 = 0,38W, also normale 0,5W-Z-Diode. Gibt's mit 5,1 Volt
> Z-Spannung. So weit kein Problem.
> Ebenso muß aber der Widerstand die anfallende Leistung verkraften können:
> 215 * 0,076 = 16,34W!! Der Widerstand wäre also ein kleinerer Heizkörper,
> mit dem man ohne weiteres einen Feinlötkolben beheizen könnte. Sehr
> unpraktisch.
Hier ist der Kondensator der Vorwiderstand (kap. Blindwiderstand). Der
1k-Widerstand dient nur zur Strombegrenzung beim Einschalten. Bei der
Umdimensionierung auf 75mA müßte dieser Widerstand verkleinert werden (ca.
100R). Der Kondensator müßte auf ca. 2uF vergrößert werden -> Xc ca. 1,6k.
Die Schaltung zieht dann ca. 33VA kap. Blindleistung und bleibt
(hoffentlich) kalt.
> Abgesehen davon kann ich den Glättungselko hier nur parallel zur Z-Diode
> hängen, sonst hätte ich 310 Volt Betriebsspannung am Elko und auch als
> Eingangsspannung der Stabilisierung. Verlustleistungen von Diode und vor
> allem Widerstand wären noch größer.
Die Z-Diode begrenzt die Spannung. Der Glättungselko gehört am Ausgang
(hinter der 1N4148). Während der pos. Halbwelle begrenzt die Z-Diode auf
5,6V und der Elko wird über die 1N4148 geladen (ca. 5V). Während der neg.
Halbwelle begrenzt die Z-Diode auf -0,6V. Die 1N4148 sperrt, so daß der
Elko nicht entladen wird.
> ...
> Nochmal zur Sicherheit:
> Keine galvanische Trennung (kein Trafo) heißt, daß die 75mA auch gegen Erde
> fließen können, z.B. durch deinen Körper, wenn du nicht gerade sehr trockene
> Haut hast. Gegen Erde besteht nach wie vor Netzspannung!
> Im Allgemeinen werden Ströme ab ca. 50 mA als sicher tödlich angesehen, wenn
> sie z.B. über's Herz fließen. Deshalb würde ich persönlich, speziell bei
> geringem Wissen in Elektronik, von so einer Schaltung abraten.
Es kommt auf den Anwendungsfall an. Du hast aber damit recht, daß diese
Schaltung nur was für Leute ist, die genau wissen, was sie tun!
> Nimm am besten die ganz normale Schaltung mit kleinem Trafo, Gleichrichter,
> Glättungselko, 7805-Regler und hintendran an den 5V kleiner Stützelko
> (1-10µF)um Schwingungen zu vermeiden.
Dürfte sogar billiger sein, als der erforderliche 2u-250VAC-Kondensator.
Gruß Ulli
Danke für die Erklärungen, ist mir jetzt klar, was das sein soll. Ich bin
trotzdem der Ansicht, daß mir eine Spannungsversorgung ohne Trafo keine
Vorteile bringt. Mit diesem kapazitiven Vorwiderstand wird's weder kleiner
noch billiger als ein Standard-Netzteil mit kleinem Trafo. Der 2µF/250V~
Kondensator ist sicher auch nicht kleiner als ein Trafo 6V/0,5VA.
MFG
Andy
Diese Art von Spannungsversorgung ist auch als Hilfsspannungsversorgung
gedacht. Wenn beispielsweise ein PIC-Controller in einem "Intelligenten"
Dimmer einen TRIAC ansteuert, benötigt die ganze Schaltung keine 5mA. Hier
reicht ein 100nF-Kondensator und diese Stromversorgung ist kleiner und
billiger als eine Trafolösung. Voraussetzung ist natürlich, daß keine gal.
Trennung erforderlich ist.
Für alle Anwendungen >20mA ist der Trafo von Vorteil. Für die hier
benötigten 75mA ist diese Schaltung weniger geeignet, mir ging es darum,
die Schaltung zu erläutern.
Gruß Ulli
>
>Hier ist der Kondensator der Vorwiderstand (kap. Blindwiderstand). Der
>1k-Widerstand dient nur zur Strombegrenzung beim Einschalten. Bei der
>Umdimensionierung auf 75mA müßte dieser Widerstand verkleinert werden (ca.
>100R). Der Kondensator müßte auf ca. 2uF vergrößert werden -> Xc ca. 1,6k.
>Die Schaltung zieht dann ca. 33VA kap. Blindleistung und bleibt
>(hoffentlich) kalt.
>
Hier mal die alte Stammtischfrage: Müssen wir Blindleistung eigentlich
bezahlen? Zählt der Zähler die mit? Kann man mit so einem Netzteil
Strom "umsonst" zapfen?
Gruß
Uwe
--
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Selbstverständlich. Alle E-Werke dieser Welt konstruieren ihre Zähler so,
daß Blindleistung mit gemessen und auch bezahlt wird. Argument dafür:
"Durch die Blindleistung werden unsere Leitungen und Anlagen genauso
belastet wie durch Wirkleistung, daher wird sie genauso verrechnet."
Also wenn ich im Supermarkt demnächst irgendeine Packung mehrmals aus dem
Regal nehme und dann wieder zurückstelle, kann ich nur hoffen, daß ich die
nicht auch bezahlen muß.
MFG
Andy
> Selbstverständlich. Alle E-Werke dieser Welt konstruieren ihre Zähler so,
Dann erklär mir doch bitte mal wie die Blindleitung in einem Zähler gemessen
wird?
> daß Blindleistung mit gemessen und auch bezahlt wird. Argument dafür:
> "Durch die Blindleistung werden unsere Leitungen und Anlagen genauso
> belastet wie durch Wirkleistung, daher wird sie genauso verrechnet."
Aber nicht durch Messung dieser...
> Also wenn ich im Supermarkt demnächst irgendeine Packung mehrmals aus dem
> Regal nehme und dann wieder zurückstelle, kann ich nur hoffen, daß ich die
> nicht auch bezahlen muß.
Blindleistung ist keine zurückgegebene Leistung in diesem Sinne sondern eine
erzeugte Leistung, die das Netz zusätzlich belastet.
Ich erspare mir jetzt genaue erklärungen zur Blindleistung bis du mir
erklärt hast wie diese bei einem Zähler gemessen wird ;-)
> MFG
^^^^
Dito
Torsten
Die Blindleistung wird zwar "Verbraucht" nur :
1. wirst du kaum etwas damit anfangen können da du keinen nutzen durch die
Blindleistung haben wirst.
2. fällt das Verhältnis von Blind zu Wirk- und Scheinleistung doch eher
besch*** aus.
Und Die EVU´s Haben nicht´s zu verschenken die Blindleistung ist im
Strompreis mit drin! :-))
Gruß
Torsten
Am sichersten ist ein Steckernetzteil 9-12V DC und ein 7805.
"Marc" <ma...@aargh.franken.de> schrieb im Newsbeitrag
news:39143F9D...@aargh.franken.de...