Bitte schnell antworten, denn bis Mittwoch muss das portable Shack
einsatzfähig sein.
Ich habe hier einen Blei-Gel-Akku liegen und würde diesen gerne mit 13,8
Volt Konstantspannung laden.
Der Akku hat 17 Ah.
Geht das oder was muss ich tun? Zur not kann ich die Spannung auch noch
etwas reduzieren oder auch hochdrehen.
Ladeschaltung wäre Kritisch, da ich auf die schnelle wohl
keine mehr beibekomme.
Es geht unter anderem darum:
Der Akku soll als Puffer zwichen einem Schaltnetzteil und einem Funkgerät
geschaltet werden, aus mehreren Gründen:
-Pufferung des Netzteiles in Stromspitzen
Netzteil liefert max 6 A, das Gerät braucht 400mA im Empfang , aber zyklisch
bis zu 14 A für maximal 1-2 Minuten am stück bei Senden.
-Akku soll das Gerät 2 Stunden in betrieb halten bei 1/3 senden und 2/3
empfang (klappt, getestet)
-Akku soll falls das Netzteil eingesteckt wird, in 3 Stunden wieder voll
sein.
Also der akku soll das Netzteil stützen und gleichzeitig als "USV" dienen.
Wie lange würde der Akku "leben" d.H. ladumg über konstantspannung
mitmachen?
Nun die weitere Problematik:
Ein stärkers Netzteil kann nicht verwendet werden, wegen der Baugröße. Und
es muss ein Schaltnetzteil sein wegen der größe.
Nun noch ein paar Hintergründe zur Sache, vielleicht kann mir hierzu ja auch
jemand einen Tipp geben:
Es soll in einem Pilotenkoffer aus Alu ein mobiles Shack aufgebaut werden:
Ein FT90 MobilTRX als Funkgerät,
Ein TNC2 multi und ein Laptop, so dass man PR machen kann
Ein 17 Ah Bleiakku als Spannungsversorgung und Netzteilunterstützung bei
Netzbetrieb und ein
6 Ampere Schaltnetzteil zum Aufladen
Laptop wird auch über den bleiakku versorgt
Zusätzlich muss noch Magnetfuß reinpassen und eine kleine Mobilantenne, dazu
noch ein Netzkabel und 10 m
RG58 und ein VX-5 R Handfunkgerät.
bisher passt es, aber nur sehr knapp.
Nun Bis Mittwoch muss alles fertig sein, denn da gehts auf einen Einsatz mit
der Firma in den Osten: wir müssen die durch das Wasser zerstörten Anlagen
wieder reparieren und da wird jeder gebraucht, so dass soviele Mitarbeiter
wie möglich zusammen gezogen werden und hin geschickt werden. Deswegen auch
der Zeitdruck.
Vielen Dank für die Hilfe.
Die Hersteller von Blei-Gel-Akkus geben für Standbybetrieb
2,2-2,3V pro Zelle und für zyklischen Betrieb 2,4-2,5V pro
Zelle als Ladespannung an.
Also sollte es bei der beschrieben Betriebsweise keine
Probleme geben.
Bezüglich der Lebensdauer ist es allerdings schwierig eine
Angabe zu machen, da die Hersteller ihre Akkus entweder für
reinen Standbybetrieb (z.B. Alarmanlage) oder für
Zyklenbetrieb (z.B. Elektro-Kinderauto) spezifizieren.
Gruß Dieter
Ladung per Konstantspannung ist der empfohlene Weg. Aus einem
Newsgroup-Artikel habe ich mir vor längerer Zeit folgende Info
herauskopiert:
: Blei-Gel-Akkus werden mit einer Konstantspannung geladen.
: Der Wert der Spannung ist von der Temperatur abhängig.
: Die Gel-Akkus dryfit solar der Firma Sonnenschein haben
: z.B. folgende Werte:
:
: Temperatur Spannung je Zelle
: 5 °C 2,4 V
: 10 °C 2,37 V
: 15 °C 2,35 V
: 20 °C 2,33 V
: 25 °C 2,31 V
HTH,
Th.
a) Kannst du das SNT auf 13.8V einstellen ? Dann tu es.
b) Hat das SNT eine Strombegrenzung, so das es bei Erreichen
von 6A mit der Spannung so runtergeht, das es bei 6A bleibt,
oder schaltet es dann ab ? (Meistens schaltest es ab und
probiert es jede Sekunde wieder: piep-piep-pie...)
Wenn dir eine Strombegrenzung fehlt, musst du eine bauen,
am einfachsten in dem du einen fertigen Spannungsregler
verwendest, der bei ca. 5 den Strom begrenzt. Aber dann muss
dein Netzteil MEHR als 1.38V liefern, naemlich so ca. 17V
(13.8 + drop out spannung des Reglers) Geht das ?
Sonst wird's schwieriger, du muesstest das SNT modifizieren,
z.B. die Regelschaltung.
--
Manfred Winterhoff, mawin at gmx.net, remove NOSPAM if replying
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.e-online.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Das wird nichts. In 3 Stunden kriegst Du einen Akku mit 13.8V Ladespannung
nicht voll. Aber 70% Volladung sollte drin sein. Bei mehr Spannung wirds
zwar besser, aber dann brauchst Du ne Ladeabschaltung/Rückregelung und dann
wirds aufwändiger.
Außerdem ist ein Ladestrom von 6A für einen 17Ah-Bleigel-Akku wahrscheinlich
etwas zu hoch. Das geht dann auf die Lebensdauer. Sowas steht allerdings im
Datenblatt des Herstellers. Oft ist es 1/5 C, was als maximaler Ladestrom
angegeben wird. Damit würdest Du eine Ladezeit deutlich über 5 Stunden
erhalten.
Michael
Falsch. AFAIK gibt es nur einen Hersteller von Blei-GEL-Akkus, nämlich
Sonnenschein. Alle anderen benutzen (aus guten Gründen)
Glasfasermatten zur 'Verfestigung' der Säure.
Im Ladeverhalten sind aber beide Akkutypen wesentlich gleich.
Konstantspannungsladung mit 13.8V bei 20 Gr. C kann nicht schaden,
aber Strombegrenzung wäre sinnvoll (falls Akkus sehr tief entladen,
kann dann ein Strom gezogen werden, der die Platten überhitzt).
Winfried Büchsenschütz (ex-Batteriemann)
Bei der geringen Ladespannung dürfte der Akku in 3 Stunden nicht voll
werden. Eher etwa 1/2 voll. Weil sich der Ladestrom bereits nach kurzer Zeit
von selbst deutlich reduziert. Falls ausgeschlossen werden kann, dass der
Akku überladen wird, solltest du die Ladespannung erhöhen. Mit der Tatsache,
dass der Akku bei Dauerladung geschädigt werden könnte, kommst du sicher
besser klar, als mit einem ausgefallen Funkgerät. Eine Ladespannung von 14,5
V dürfte eine ausreichende Reserve bringen.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.
>Ich habe hier einen Blei-Gel-Akku liegen und würde diesen gerne mit 13,8
>Volt Konstantspannung laden.
>Der Akku hat 17 Ah.
>Geht das oder was muss ich tun? Zur not kann ich die Spannung auch noch
Hm. Ich würde, wenn es was Dauerhaftes sein soll, einen speziellen
Lader bauen. Z.B. den aus Elektor 4/91 S.24 mit dem UC3906. Fusionert
bei mir einwandfrei; in dem Beitrag finden sich auch hilfreiche Infos
zum (manuellen) Ladeverfahren.
>-Akku soll falls das Netzteil eingesteckt wird, in 3 Stunden wieder voll
>sein.
Das scheint mir nicht möglich zu sein. Ich habe das nicht mehr genau
in Erinnerung, aber bis der Akku wirklich voll ist vergehen weit mehr
als 12 Stunden.
>
Beste Grüße
Dr. Michael König
--
RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11 * +49/6196/750120 Fax 750324
D-65929 Frankfurt a.M. * Adelonstraße 58 * +49/69/301024 Fax 315271
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Winfried Buechsenschuetz schrieb:
> Falsch. AFAIK gibt es nur einen Hersteller von Blei-GEL-Akkus, nämlich
> Sonnenschein. Alle anderen benutzen (aus guten Gründen)
> Glasfasermatten zur 'Verfestigung' der Säure.
Die Gründe interessieren mich.
Gruß, Philipp
Ralf
--
Ralf Laborenz D-30161 Hannover
> Die Gründe interessieren mich.
100% kann ich es Dir auch nicht erklären. Aber es hat was damit zu
tun, daß einige Gase, die bei der Ladung intern entstehen (aber nicht
entweichen), durch gelierte Säure schlechter durchdiffundieren als
durch eine mit Glasfasermatte gebundene. Bei Glasfasermatten läßt sich
eine halbwegs definierte Porengröße erreichen.
Bei Dauervibration neigt die gelierte Säure auch zum Entmischen, d.h.
Säure und Gel werden getrennt. Es ist auch nicht so einfach, das
Gel-Säure-Gemisch gleichmäßig aufzubereiten und in die Akkus zu
füllen.
Außerdem müssen die geschichteten Platten in jedem Fall gegenseitig
isoliert werden, da sie (zumindest bei kleineren Akkus) normalerweise
nicht durch Abstandshalter o.ä. auseinandergehalten werden. Bei
Gel-Akkus ist dazu eine extra (gelochte) Separatorfolie notwendig.
Bei denen mit Glasfasermatten braucht man die nicht, da die Matte an
sich isoliert und durch ihre begrenzte Kompressibilität die Platten
auf Abstand hält.
Fast die gesamte Akkubranche hat sich in D in den letzten Jahren
gegenseitig aufgekauft, was in den Akkus drin ist, weiß man daher
kaum. Das ist auch der Grund dafür, daß Akkugehäuse kaum noch mit
Siebdruck bedruckt werden, sondern der Markenname wird durch
Folienaufkleber aufgebracht. Es soll schon vor Jahren Hersteller
gegeben haben, die grundsätzlich erstmal weiße Akkus produzierten,
welche Marke es dann werden sollte, entschied die Marketingabteilung.
Bei Akkukomponenten ist es noch schlimmer. Ein Akkuhersteller (für
Großakkus) teilte uns mal mit, daß es im August bei ihm zu Engpässen
käme, da der italienische Hersteller der Gehäuse dann Betriebsferien
habe. Dieser würde jedoch die gesamte deutsche Akkuindustrie
beliefern, daher wäre die Liefersituation bei der Konkurrenz genauso.
Auch bei der Plattenfertigung geht es bunt durcheinander. Ein
koreanischer Hersteller bot uns mal Akkus an, die so gut seien, daß
sie in D von Varta verkauft werden.
Winfried Büchsenschütz
Winfried Buechsenschuetz schrieb:
> Philipp Mortan <phil...@vlf.net> wrote in message news:<3D6CCD61...@vlf.net>...
>
>
>>Die Gründe interessieren mich.
>
>
[viele interessante Infos gesnipped]
Danke für die Erklärung !
MfG Philipp
> Die Gründe interessieren mich.
Siehe auch:
http://www.bae-mepi.com/Comparison_GEL_AGM.pdf
Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile, aber AFAIK macht der
überwiegende Teil der Hersteller nur noch AGM (Fasergebundene)
Batterien.
Winfried Büchsenschütz