meine Jungs haben ein Spielzeug ausgegraben, in dem seit über 1 Jahr
ein Satz NiCd-Akkus (Babys) vor sich hin sterben bzw. gestorben sind.
Der Akku-Lader mag sie nicht mehr bedienen, die Spannung ist nur
wenige mV über null V und selbst das probeweise und minutenweise
Schock-laden mit einige -zig mA bringt überhaupt nichts.
Kennt jemand einen Trick, wie ich diese Akkus wiederbeleben kann?
Dr. Michael König
--
RA Dr. M. Michael König
Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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http://www.drkoenig.de
versuch mal folgendes:
Lade einen größeren Elko (mehrere 1000muF, mindestens 20V, besser bis 50V)
auf und schließe ihn über den Elko kurz. Durch den sehr hohen Strom werden
im Akku interne Kurzschlüsse einfach "weggebrannt"; durch die begrenzte
Energie ist die Gefahr des Überhitzens trotzdem recht gering. Evtl mehrmals
wiederholen. Vorher und zwischendurch solltest Du den Innenwiderstand
nachmessen; hat er sich nach mehreren Versuchen nicht erhöht, ist der Akku
wohl entgültig i.A.
Das hört sich sicherlich recht brutal an, ich habe mit dieser Methode aber
schon mehrere NiCd-Akkus wiederbelebt, die sich anschließend noch lange
"normal" verhielten.
Ach ja: danach müssen sie natürlich noch normal laden.
Viel Erfog,
Klaus
RA Dr. M. Michael Koenig <"ra.dr.koenig[remove]"@drkoenig.de> wrote in
message news:386f8f6...@nntp.server.uni-frankfurt.de...
Mit freundlichen Gruessen von
Bernd Bömer
Staatlich geprüfter Techniker
Elektromechaniker an der Uni-Muenster
Inst.f.Geophysik
Corrensstr.24
48148 Muenster
Tel.0251/83-34724
Das mit dem Schockladen ist schon der richtige Weg, aber ich hatte solche
Zellen immer direkt an eine 12V Batterie angeschlossen. Der Innenwiderstand
der Verbindungskabel reicht für eine Sekunde. Falls die die Autobatterie
nimmst, sollten die Anschlusskabel nicht zu dick und nicht zu kurz sein. Ich
habe immer jede Zelle einzeln "behandelt".
Aber Vorsicht, bei solchen Aktionen immer Handschuhe tragen, die Kabel
können sehr schnell sehr heiss werden.
Anschliessend müssen die Zellen umgehend an ein normales Ladegerät, sonst
sind sie gleich wieder kurzgeschlossen.
--
Wolfgang Horejsi
Verkauf, Beratung und Einrichtung von Windows-PCs
Sorry!!
Sollte natürlich heißen:
... schließe über Akku kurz.
Dann geht's!
Hallo Michael
Ignorier' die Vorschlaege des Hochstromknackens von Akkus.
Solche Akkus haben eine wesentlich hoehere Selbstentladung
und sind ganz schnell wieder intern kurzgeschlossen. Kauf
neue Akkus und ersetze die alten, das spart jede Menge
Nerverei.
Und damit das nicht nochmal passiert: Akkus vor Lagerung
abklemmen (kein uA darf fliessen), dann schliessen sie auch
nach Jahren nicht intern kurz, sondern lassen sich wieder
aufladen. Ich habe hier 20 Jahre gelagerte NiCds, die noch
funktionieren. Man muss es nur richtig machen.
--
Manfred Winterhoff
mawin at gmx.net
(remove NOSPAM if replying)
Am 4 Jan 2000 18:48:48 GMT, meinte "Manfred Winterhoff"
<ma...@gmx.net>:
>Ignorier' die Vorschlaege des Hochstromknackens von Akkus.
>Solche Akkus haben eine wesentlich hoehere Selbstentladung
>und sind ganz schnell wieder intern kurzgeschlossen.
Mal schauen. Ich habe die Akkus makriert und werde es interessiert
beobachten.
>Und damit das nicht nochmal passiert: Akkus vor Lagerung
>abklemmen (kein uA darf fliessen), dann schliessen sie auch
>nach Jahren nicht intern kurz, sondern lassen sich wieder
>aufladen. Ich habe hier 20 Jahre gelagerte NiCds, die noch
>funktionieren. Man muss es nur richtig machen.
Hm. Diese Akkus waren nicht in Betrieb. Das Spielzeug flog irgendwann
ausgeschaltet in die Ecke und das wars. Der Schalter stand nämlich auf
"aus" und so kann kein Strom fließen. Selbst wenn dies erst geschah,
als die Akkus "leer" waren, bdeutet dies ja nicht daß sie wirklich
völlig entladen waren - denn die Spielzeuge erfordern eine gewisse
Mindestspannung, unter der sie nicht zuckenö. Also hören (zumindest
meine Kids) mit dem Spielen auf, wenn sich nichts mehr rührt.
>Hm. Diese Akkus waren nicht in Betrieb. Das Spielzeug flog irgendwann
>ausgeschaltet in die Ecke und das wars. Der Schalter stand nämlich auf
>"aus" und so kann kein Strom fließen.
Es gab mal Computer-Monitore von Iiyama (17 Zöller), die verbraten bei
Power Off noch etwa 10 Watt, wenn sie dagegen eingeschaltet sind, der
Computer den Bildschirm im Power-Save versetzt, verbraten die nur 5 Watt.
Und ich möchte wetten, dies ist neben dem Sony DTC 690 nicht das einzige
Gerät, das im ausgeschalteten Zustand Leistung verbrät.
Norbert
Wer kann mir da helfen, bin leider nur ein Laie.
DANKE
Klaus L Mueller schrieb:
> Hallo Michael,
>
> versuch mal folgendes:
>
> Lade einen größeren Elko (mehrere 1000muF, mindestens 20V, besser bis 50V)
> auf und schließe ihn über den Elko kurz. Durch den sehr hohen Strom werden
> im Akku interne Kurzschlüsse einfach "weggebrannt"; durch die begrenzte
> Energie ist die Gefahr des Überhitzens trotzdem recht gering. Evtl mehrmals
> wiederholen. Vorher und zwischendurch solltest Du den Innenwiderstand
> nachmessen; hat er sich nach mehreren Versuchen nicht erhöht, ist der Akku
> wohl entgültig i.A.
>
> Das hört sich sicherlich recht brutal an, ich habe mit dieser Methode aber
> schon mehrere NiCd-Akkus wiederbelebt, die sich anschließend noch lange
> "normal" verhielten.
> Ach ja: danach müssen sie natürlich noch normal laden.
>
> Viel Erfog,
>
> Klaus
>
> RA Dr. M. Michael Koenig <"ra.dr.koenig[remove]"@drkoenig.de> wrote in
> message news:386f8f6...@nntp.server.uni-frankfurt.de...
> > Hallole,
> >
> > meine Jungs haben ein Spielzeug ausgegraben, in dem seit über 1 Jahr
> > ein Satz NiCd-Akkus (Babys) vor sich hin sterben bzw. gestorben sind.
> > Der Akku-Lader mag sie nicht mehr bedienen, die Spannung ist nur
> > wenige mV über null V und selbst das probeweise und minutenweise
> > Schock-laden mit einige -zig mA bringt überhaupt nichts.
> > Kennt jemand einen Trick, wie ich diese Akkus wiederbeleben kann?
> >
Hallo An,
hast Du auf die Polung geachtet? Ein Kondensator 1000 µF / 40V
ist in aller Regel ein _gepolter_ Elektrolytkondensator, der
deswegen auch entsprechend gekennzeichnet ist. Wenn man ihn
verpolt anschließt, kann er durchaus warm werden, evtl. sogar
explodieren. (In meiner Jugendzeit haben wir öfter mal Leute
damit erschreckt, daß wir Elkos an eine hohe Wechselspannung
angeschlossen haben: Peng! Bei Tantalelkos gab es dann auch noch
so einen netten "Geruch" ...)
HTH,
Reinhard
>Und ich möchte wetten, dies ist neben dem Sony DTC 690 nicht das einzige
>Gerät, das im ausgeschalteten Zustand Leistung verbrät.
Sicherlich nicht. Scanner, Drucker ... bei diesem Ding bin ich aber
sicher, denn ich hatte es zwecks einer Reparatur schon mal auf.
Außerdem: Welchen Sinn hätte bei einem batteriebetriebenen Gerät
(Spielzeug - Primitiv-Cassettenrecoder) ohne irgenwelche
Speicherfunktionen ein Ausschalter, wenn er nicht wirklich alles
ausschalten würde? Solche Dinge, die eine Pufferpannung brauchen,
haben doch immer noch eine Lithiumbatterie drin.
Beim Reanimieren der Akkus scheint aber die Kapazität gelitten zu
haben: Die Akkus waren schon nach ca. 10 Stunden aufgeladen. Ich werde
sie mal ein paar Mal durch den Ladezyklus scheuchen und beobachten, ob
sich das nicht normalisiert.
Dr.K.
...das ist der sylvesterknaller des elektronikers...
gruß,
georg
Wolfgang Horejsi schrieb:
> RA Dr. M. Michael Koenig <"ra.dr.koenig[remove]"@drkoenig.de> schrieb in im
> Newsbeitrag: 386f8f6...@nntp.server.uni-frankfurt.de...
> > Der Akku-Lader mag sie nicht mehr bedienen, die Spannung ist nur
> > wenige mV über null V und selbst das probeweise und minutenweise
> > Schock-laden mit einige -zig mA bringt überhaupt nichts.
>
> Zur Behandlung mit 12 Volt Batterie (kurze Impulse daraufschalten) muß ich
> leider mitteilen, dass mir ein Akku damit "abgebrannt" ist. Habe ihn
danach
> geöffnet und festgestellt, dass der Lötanschluß durchgebrannt war.
Tut mir leid, ich hatte aber auch von Akkuzellen gesprochen. Mignonzellen,
Monozellen usw. haben innen keine Lötanschlüsse, die wegbrennen.
--
Wolfgang Horejsi
Ich hasse Computer!
> Und damit das nicht nochmal passiert: Akkus vor Lagerung
> abklemmen (kein uA darf fliessen), dann schliessen sie auch
> nach Jahren nicht intern kurz, sondern lassen sich wieder
> aufladen. Ich habe hier 20 Jahre gelagerte NiCds, die noch
> funktionieren. Man muss es nur richtig machen.
Akkus geladen ueber laengere Zeit zu lagern ist voellig verkehrt. Die
Nasa z.B. lagert Akkus von Raumsonden, die erst in einigen Monaten oder
Jahren zum Einsatz kommen, einzeln kurzgeschlossen ueber Widerstanede
von einigen Ohm. Nur durch eine Zellenspannung von nahezu Null Volt kann
man Kristallwachstum sicher unterbinden.
--
Roland Reiss