hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die auf
433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu übertragen.
Bisher habe ich nur welche gefunden die ein digitales Signal übertragen.
Ich würde mir gerne mal so etwas zusammen"päppen".
Tschau
Steffen
Gute Idee von Steffen, sowas wollte ich auch schon
mal machen, bin aber mangels Infos/Schaltplaenen
bisher gescheitert (und 27MHz ist halt doch noch
etwas einfacher...)
Wer Infos hat, bitte auch an mich!
Danke!
Ciao,
Rainer
Steffen Herderich <S.Her...@ostalb.netsurf.de> schrieb im Beitrag
<6ho16h$f5p$1...@news.LF.net>...
> Hallo,
>
> hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die
auf
> 433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu
übertragen.
Hallo Steffen,
wenn ich nun scanne und poste, erschlaegt mich die Gruppe... ;-)
Aber schau doch mal bei Deinem freundlichen Buchhaendler oder
Bibliothekar vorbei, Regal Elektrotechnik, Rubrik Amateurfunk,
Stichworte UHF, 70cm-Band.
Da wirst Du mit einer Vielzahl von Schaltungsideen fuendig, vom
Sender kleinster Leistung bis zur 100W-Endstufe, auch fuer diverse
analoge Modulationsarten, z.B. FM oder AM/SSB.
Im Internet koenntest Du einmal die homepages der diversen
nationalen Amateurfunkverbaende aufsuchen, z.B. DARC (Deutschland)
oder ARRL (USA), von dort gibt es sicher eine Vielzahl weiterer
Links.
Oder fuettere mal Altavista mit verschiedenen Kombinationen
folgender Stichworte:
transmitter, receiver, transceiver, UHF, 70cm, amateur radio,
ham radio, 433 MHz, LPD, ISM band, ...
evtl. in Verbindung (Und-Verknuepfung) mit schematic bzw.
circuit diagram.
In dem extrem unwahrscheinlichen Fall, dass Buchhaendler,
Bibliothekar und WWW versagen, melde Dich unter meiner
privaten e-mail-Adresse 10152...@compuserve.com
Ueblicher Disclaimer: Vor Inbetriebnahme von Sendern
bitte ueber die geltenden rechtlichen Vorschriften
informieren und diese beachten.
Gruss
Arnd-Matthias
> Steffen Herderich <S.Her...@ostalb.netsurf.de> schrieb im Beitrag
> <6ho16h$f5p$1...@news.LF.net>...
> > Hallo,
> >
> > hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die
> auf
> > 433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu
> übertragen.
>
>
> Hallo Steffen,
>
> wenn ich nun scanne und poste, erschlaegt mich die Gruppe... ;-)
Dazu gibt es FTP-Server. Es gibt solche, die haben sogenannte
SWAMP-Ordner (Swamp = Sumpf), wo jeder etwas reinschieben und
rausholen kann. Vielleicht liest jemand mit der uns mitteilen kann wo
es diese netten FTP-Dienstleistungen ueberall so gibt.....
Gruesse
Thomas
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#
* Thomas Schaerer >>> scha...@isi.ee.ethz.ch <<< ||| *
* Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETHZ ||| *
* Signal and Information Processing Laboratory ISI / | \ *
* Sternwartstr. 7 CH-8092 Zurich, Switzerland / | \ *
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#
>hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die auf
>433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu übertragen.
Verfuegst Du auch ueber das noetige Mess-Equipment um sicherzustellen,
dass Deine Schaltung auch nur auf der freigegebenen Frequenz und nur mit
der erlaubten Sendestaerke arbeitet ?
cu,
_ _ _
|_|| | | ||_| |>> Junk-Mail-Prevention: Please REMOVE the '1's in <<|
| ||_||_||_|| | |>> my e-mail-address *before* transmitting mail !! <<|
---- AVR & PIC-Programmer : http://www.uC-Project.businessnetz.de ----
Und nicht vergessen:
Selbstbau ist fuer diesen Bereich nur lizenzierten Funkamateuren gestattet.
Fuer alle anderen ist Selbstbau hier ganz schoen verboten.
--
------
Berthold Thewes bert...@sx1.hrz.uni-dortmund.de
http://home.pages.de/~dl3yei DL3YEI @ DB0ACC-8.#NRW.DEU.EU
---------------------
There is much pleasure to be gained from useless knowledge. (B. Russell)
(See: http://www-leland.stanford.edu/~jenkg/useless.html)
Bei Conrad & Co. hat es jede Menge fertiger Modulen, die gerade fuer Einzel-
anwendungen preisguenstig helfen, unnoetige Frustration zu vermeiden.
>Und nicht vergessen:
>
>Selbstbau ist fuer diesen Bereich nur lizenzierten Funkamateuren gestattet.
>
>Fuer alle anderen ist Selbstbau hier ganz schoen verboten.
So, und jetzt wollen wir doch mal sehen, ob unserer ganz schlauer
Hinweisgeber denn auch wirklich auf der Hoehe der Zeit ist:
Nenne bitte die genaue Gesetzesgrundlage.
(Hint: Bitte keine abgelaufene Grundlage, lese genau nach, und dann
wirst Du Dich sehr wundern, wieviel oder wenig von Deinem "Privileg"
noch geblieben ist.)
Fuer Spezialisten: Wer ist *heute* fuer die Zulassung zustaendig, wenn
ein solches ISM Geraet/Modul kommerziell produziert werden soll ;-)
Gruss Oliver
P.s.: Ich konnte mir die dummen Fragen nach dem 1001 Hinweis auf das
alte FAG und die FTZ-Zulassung in diesem Forum nicht mehr verkneifen.
Offenbar haben deutsche Techniker einen Faible fuer das Historische,
nicht nur bei ihren Produkten ;-)
------------------------------------------------------
Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels_bartels_de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax:-10
------------------------------------------------------
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>P.s.: Ich konnte mir die dummen Fragen nach dem 1001 Hinweis auf das
>alte FAG und die FTZ-Zulassung in diesem Forum nicht mehr verkneifen.
>Offenbar haben deutsche Techniker einen Faible fuer das Historische,
>nicht nur bei ihren Produkten ;-)
Okay, dann erklär doch mal den weniger Bedarften nochmal, wie es heute
aussieht.
Ciao
Klaus
--
email: wen...@dialup.nacamar.de
Du schriebst am 28.04.98 zum Thema "Re: Bauplan f|r 433MHz-Sender":
[Funkamateure dürfen selbstbauen]
> (Hint: Bitte keine abgelaufene Grundlage, lese genau nach, und dann
> wirst Du Dich sehr wundern, wieviel oder wenig von Deinem "Privileg"
> noch geblieben ist.)
Von diesem Privileg ist den Funkamateuren nur insofern etwas abgeknapst
worden, als diese nun bei ortsfesten Sendeanlagen mit mehr als 10 Watt
stärker als früher von der Regulierungsbehörde "reguliert" werden.
> P.s.: Ich konnte mir die dummen Fragen nach dem 1001 Hinweis auf das
> alte FAG und die FTZ-Zulassung in diesem Forum nicht mehr verkneifen.
> Offenbar haben deutsche Techniker einen Faible fuer das Historische,
> nicht nur bei ihren Produkten ;-)
Historie ist relativ. Wenn die derzeitige zuständige Regulierungsbehörde
für Zulassungen innerhalb weniger Jahre mehrmals ihren Namen und ihren
Sitz wechselt, ist dies zwar durchaus dem innovativen Wandel in der
Elektronik ebenbürtig, aber trägt nicht eben zur Transparenz bei.
Nun warten wir natürlich ganz gespannt auf die Auflösung von Dir - und
dies meine ich nicht ganz so ironisch wie es klingt.
Thomas.
>> P.s.: Ich konnte mir die dummen Fragen nach dem 1001 Hinweis auf das
>> alte FAG und die FTZ-Zulassung in diesem Forum nicht mehr verkneifen.
>> Offenbar haben deutsche Techniker einen Faible fuer das Historische,
>> nicht nur bei ihren Produkten ;-)
>Historie ist relativ. Wenn die derzeitige zustdndige Regulierungsbehvrde
>f|r Zulassungen innerhalb weniger Jahre mehrmals ihren Namen und ihren
>Sitz wechselt, ist dies zwar durchaus dem innovativen Wandel in der
>Elektronik ebenb|rtig, aber trdgt nicht eben zur Transparenz bei.
>
>Nun warten wir nat|rlich ganz gespannt auf die Auflvsung von Dir - und
>dies meine ich nicht ganz so ironisch wie es klingt.
Ich fuerchte, ich kann Dir auch nur begrenzt Auskunft geben ...
Mit der Regulierungsbehoerde liegst Du durchaus richtig, aber inzwischen hat
sich das gesamte Zulassungsverfahren stark vereinfacht (Gott habe
Saarbruecken, Kollberg, und die monatelange Aktenuebersendung selig, als sie
noch das Monopol hatten ;-).
Mein (derzeitiger) Kenntnisstand ist der:
1. Das gute alte koengliche FAG (Fernmeldeanlagengesetz) ruht mitsamt
diverser anderer Altregelungen irgendwo da oben bei unserem Koenig
Ludwig ;-), es wurde erst bis zur Unkenntlichkeit minimiert und trat Ende
letzten Jahres ausser Kraft.
2. Massgeblich ist alleine das neue TKG (Telekommunikationsgesetz), den
Text findest Du u.a. im Internet. Das TKG verbietet so richtig bei Strafe
nur noch richtige "Wanzen", im Text steht explizit etwas von mit Gebrauchs-
gegenstaenden verwechselbaren Sendern zum Abhoeren, und das m.E.
auch voll zu Recht. Daneben gibt es natuerlich auch andere Gesetze
(Luftverkehr, Strassenverkehr usw.).
Der Rest ist eine Frage der Frequenzzuteilung, nutzt Du hartnaeckig
solche mit Parametern (Modulation, Sendeleistung) die Dir nicht zugeteilt
wurden, dann kostet das u.U. Bussgeld.
3. Willst Du eine Sendefunkanlage oder ein Kommunikationsendgeraet zur
Produktion zulassen, so wendest Du Dich vertrauensvoll an ein Testlabor
*Deiner Wahl* aus der Liste der hoheitlich beliehenen Labors. Die lassen
dann entweder gleich selber zu oder wenden sich bei exotischen Dingen
an die Regulierungsbehoerde. Das Ergebnis ist dann meistens eine EU Bau-
musterbescheinigung (KFZ geht ein wenig anders).
Fuer reine Empfaenger brauchst Du die hingegen nicht, die uebliche ce
Konformitaetserklaerung reicht. Daher ist ja z.B. der Vertrieb von Scannern
und Radarwarnern (ohne moralische Wertung ;-) heute legal moeglich.
Btw.: Der gesamte Laborbereich des ehemaligen BZT wurde mittlerweile
komplett *verkauft* (m.W. an u.a. Cetecon), die Firma heisst jetzt sinniger-
weise BZT Privat GmbH. Das ist aber nur ein Labor von vielen.
Und wie ist das mit dem Selbstbau, vorausgesetzt Du machst alles richtig
(alle Parameter eingehalten). Wenn das Geraet spaeter zugelassen wird, ist es
sowieso kein Problem, uns wurde erklaert, das es keine Versuchszulassungen
mehr gibt. Ausstellungen usw. sind auch kein Problem. Fuer den kommerziellen
Vertrieb ist natuerlich die EU Baumusterbescheinigung etc. noetig.
Da komplexe Entwicklungen wohl allermeistens mit der Absicht, damit Gewinn
zu machen, durchgefuehrt werden, gehen diese auch in das Zulassungsverfahren.
Was aber ist, wenn das Ding spaeter *nicht* zugelassen werden soll, weil
es nur als Hobbygeraet und niemals in der industriellen Produktion genutzt
werden soll ? Tja, frage einen Anwalt Deiner Wahl, denn der Fall steht nicht
explizit im Gesetz und ist m.W. auch noch nicht entschieden. Vermutlich wird
niemand jammern, wenn die Parameter eingehalten sind und somit niemand
gestoert wird. Und Hobbygeraete brauchen auch kein ce.
Die neuen Regelungen sind m.E. zwar nicht gerade transparenter geworden,
lassen dafuer aber wesentlich mehr Freiheiten. Bekanntermassen tut das
ja auch dem Wettbewerb und damit den Preisen fuer TK Gueter gut.
Gruss Oliver
Oliver Bartels schrieb:
> >Und nicht vergessen:
> >
> >Selbstbau ist fuer diesen Bereich nur lizenzierten Funkamateuren gestattet.
> >
> >Fuer alle anderen ist Selbstbau hier ganz schoen verboten.
> So, und jetzt wollen wir doch mal sehen, ob unserer ganz schlauer
> Hinweisgeber denn auch wirklich auf der Hoehe der Zeit ist:
>
> Nenne bitte die genaue Gesetzesgrundlage.
> (Hint: Bitte keine abgelaufene Grundlage, lese genau nach, und dann
> wirst Du Dich sehr wundern, wieviel oder wenig von Deinem "Privileg"
> noch geblieben ist.)
Oh, das interessiert mich aber auch sehr. Oliver, du deutest
hier an, daß es erlaubt ist, Sendeanlagen für 433 MHz
(ISM-Band) zu bauen und zu betreiben ohne eine Zulassung zu
benötigen.
Denn aus dem Posting von Steffen Herderich geht ja genau
diese Absicht hervor.
Steffen Herderich schrieb:
>>
>> Hallo,
>>
>> hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die auf
>> 433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu übertragen.
>> Bisher habe ich nur welche gefunden die ein digitales Signal übertragen.
>>
>> Ich würde mir gerne mal so etwas zusammen"päppen".
>
Wenn ich Dich falsch verstanden habe, dann teile bitte mit,
wer Sendeanlagen für diesen Frequenzbereich bauen und
betreiben darf, OHNE daß diese Sender eine Zulassung von den
hierfür zuständigen Firmen benötigen.
Das sind nach meinem Wissen nur Funkamateure. Aber ich lerne
gerne dazu.
Gruß Joachim
Was es gibt, sind akkreditierte und beliehene Testlabors, die
aber dann *keine* eigene Produktion haben duerfen (von wegen
Bock und Gaertner ...) Von denen bekommst Du Deine Zulassung
(EG Baumusterbescheinigung), wenn Du dann Deine Entwicklung
in klingende Muenze umsetzen, sprich Produkte verkaufen willst.
Relevant sind hierfuer das EMV Gesetz und das TKG. Die Zulassung
braucht ein Geraet uebrigens *auch*, wenn es ein fertiges Geraet
fuer Funkamateure ist. Soviel zum Vertrieb (das Inverkehrbringen),
die EU Baumusterbescheinigung etc. wird dann relevant, wenn
Du mit Deinen Produkten anfaengst, den Markt zu fluten ...
Vorher brauchst Du diese normal nicht, auch kein ce-Kennzeichen,
siehe Para. 5, (5) EMV Gesetz (Verwendung ausschliesslich in
eigenen Raeumen, Netze usw.). *Natuerlich* darf das Geraet
deshalb trotzdem *nicht stoeren*, es sollte also im Prinzip
zulassungsfaehig sein. Bei der Erprobung sollen Stoerungen
Dritter vermieden werden usw.
Die *Nutzung* einer Frequenz haengt dann vom Frequenzplan und
den entsprechenden Zuteilungen ab, siehe TKG. Auch die Funkamateure
haben eine solche Zuteilung, mehr nicht. Auch wenn ein Geraet dann
zugelassen ist, heisst das noch lange nicht, das jedermann eine
Frequenzzuteilung hat (beispielsweise BOS, Betriebsfunk, Flugfunk
usw. versus Handy und ISM). Und so gibt es eben eine Zuteilung fuer
die Gruppe der Amateurfunker, eine fuer schnurlose Telefone usw.,
und eben eine allgemeine fuer die ISM-Baender.
Das o.g. sollte inzwischen Allgemeinwissen (ce-Kennzeichen usw.) sein.
So, und nun frage mich bitte nicht, wie das mit der ISM Frequenz-
zuteilung ist, wenn Du ueberhaupt nicht beabsichtigst, Deinen ISM-
Sender jemals in Serie zu bauen und zuzulassen (wer tut denn
soetwas auch, wenn die Entwicklung gut ist und Nachfrage herrscht ;-).
M.W. nach gibt es dafuer zur Zeit keine Entscheidungen, vermutlich
auch mangels Interesse. Wenn Du es genau wissen willst, frage
Deinen Anwalt, und hoffe, dass er es weiss ;-)
Was ich aber mit meinem Einwand sagen wollte: Die pauschalen
Regelungen aus dem alten Fernmeldeanlagengesetz (Tenor:
Nur der Bund in Form der Bundespost darf Fernmeldeanlagen betreiben,
alles andere ist Gnade ...), gehoeren gottseidank entgueltig der
Vergangenheit an. Und das gilt auch fuer den Spruch mit den Funk-
amateuren in dieser Allgemeinheit.
Danke für die Erlaeuterung - hochinteressant. Auch der technisch
interessierte und durchaus versierte Anwalt weisz so etwas nicht -
wann kommt schon mal ein Mandat aus diesem Gebiet?
Somit koennen also alle Anfragen von Nicht-Amateurfunkern ohne
"Mauern" beantwortet werden, denn es ist ja wohl nicht mehr illegal.
Dr. Michael Koenig
--------------------------------------------
RA Dr. M. Michael Koenig
Anwaltskanzlei Dr. Koenig & Coll.
Antoniter-Weg 11 Adelonstrasze 58
D-65843 Sulzbach/Ts. D-65929 Frankfurt a.M.
+49/6196/750120 FON +49/69/301024
+49/6196/750324 FAX +49/69/315271
e-mail ra.dr....@poboxes.com
http://www.netforward.com/poboxes/?ra.dr.koenig/
http://home.pages.de/~maerklin/
> Hallo,
>
> hat von euch jemand Pläne(oder eine URL) von Sendern und Empfängern die auf
> 433MHz arbeiten und in der Lage sind auch ein analoges Signal zu übertragen.
> Bisher habe ich nur welche gefunden die ein digitales Signal übertragen.
>
> Ich würde mir gerne mal so etwas zusammen"päppen".
>
Im der Zeitschrift "Funkamateur" (Mai 98) findest Du auf Seite 568 eine
einfache Schaltung einer 10 W Vestaerkerschaltung für 432 MHz
(3 Transistoren beliebig von 1,5 W bis 20 W veraenderbar).
Eine einfache Oszillatorstufe mit einem Modulator ( z.B. mit einer
Kapazitätzdiode im Schwingkreis) davor und ein leistungsfähiger Sender ist
fertig.
Gruß
Manfred
--
Du schriebst am 30.04.98 zum Thema "Re: Bauplan f|r 433MHz-Sender":
> Das "Privileg" ist, dass Dir mehr Frequenzbaender mit hoeheren
> Leistungen zur Verfuegung stehen. Die darfst Du aber dann auch wieder
> nur nutzen um "unwichtige" Dinge zu erzaehlen ;-)
Erzählen? Es geht doch um's senden! ;-))
> Was aber ist, wenn das Ding spaeter *nicht* zugelassen werden soll,
> weil es nur als Hobbygeraet und niemals in der industriellen
> Produktion genutzt werden soll ? Tja, frage einen Anwalt Deiner Wahl,
Zumindest was die Leute angeht, die eine Amateurfunklizenz erworben
haben: Kein Problem, weder eine Zulassung noch eine CE-Bescheinigung
ist erforderlich; allerdings eine EMV-Abnahme bei einer ERP (Strahlungs-
leistung) über 10 W. Da bestehen allerdings irgendwelche Übergangsfristen.
> Die neuen Regelungen sind m.E. zwar nicht gerade transparenter
> geworden, lassen dafuer aber wesentlich mehr Freiheiten.
> Bekanntermassen tut das ja auch dem Wettbewerb und damit den Preisen
> fuer TK Gueter gut.
So isses. - Ich wette mal, die ganzen HF-Bestimmungen werden nach
und nach so gelockert, daß die Industrie am HF-Boom kontinuierlich
verdienen wird. Bestes Beispiel: Die CB-Funkgeräte, die von ehedem
12 AM-Kanälen über 23 und 40 nunmehr auf inzwischen 80 FM-Kanälen
erweitert wurden (und demnächst droht auch noch SSB).
Meine ganz private Theorie: In 30 Jahren wird der gesamte Kurzwellen-
Bereich und alle (dann allerdings zusammengeschrumpften) Amateurfunk-
Bereiche ohne "Lizenz" für jedermann mit käuflichen Geräten zugänglich
sein.
Allerdings wird das dann kaum noch jemand interessieren, weil das
Internet dann ziemlich viele interessantere Anwendungen bereithalten
wird. :)
Dankeschön übrigens für Deine Infos zum HF-Zulassungsverfahren.
Thomas.
Ich rate aus verschiedenen Gruenden ab:
1. Ist es ruecksichtslos, Punkt.
Selbst wenn die Nutzung, falls richtig aufgebaut, mit FA-Lizenz
zulaessig waere, bleibt es ruecksichtslos. Es gibt auch
Frequenzen, die weiter von einem der bisherigen ISM Baender
entfernt sind, auf dem z.Z. fast alle Massenprodukte arbeiten.
Vermutlich wird eine "einfache Oszillatorstufe" infolge inherenter
AM und FM so ziemlich alles +/-10MHz min. durch ungewollt
erzeugte Seitenbaender stoeren.
2. Ist es *weit* ausserhalb der ISM Grenzwerte:
434MHz ohne Gebuehr : Max. 10mW.
mit Zuteilung und Gebuehr max. 0,5W nur im Kanalraster.
Eine Bussgeldpflicht waere also vorstellbar ...
3. Wird sich bei dieser Frequenz (relativ kurze Wellenlaenge versus
Dichte der Abschirmung) und einfachen Aufbau sehr bald eine
Rueckwirkung der hohen Sendeleistung (viele V/m!) auf den
Oszillator bemerkbar machen. D.h. das Ding schwingt dann irgendwo,
ist nicht mehr sauber zu empfangen, wenn ueberhaupt, und stoert
alles vom Fernseher bis zum C-Handy.
Ich empfehle den Vergleich mit dem Schirmungsaufwand z.B.
bei einem Funktelefon.
4. Wird es allerdings vermutlich nur kurze Zeit stoeren, und zwar
genau solange, bis die Fehlanpassung der Antenne den Ausgangs-
transistor ueber den Jordan geschickt hat ...
5. Fehlt die Bauanleitung fuer den Pendelaudionempfaenger
Marke Extraunempfindlichsuperbreitbandig ;-)
Ich frage mich, wozu die Industrie sich die Muehe macht, aus wenig
Sendeleistung im ISM Band eine optimale Reichweite fuer moeglichst
viele Nutzer herauszuholen, wenn dann solche "tollen" Vorschlaege
aus der Funkamateuerecke kommen.
Also muss ich wohl doch ein kleines Betriebgeheimnis verraten, aber
nachdem sich eh' viele Wettbewerber so ein Ding gekauft und zerlegt
haben, ist es ohnehin keines mehr:
- Wir haben ein Funkalarmsystem (FA-1) entwickelt und dazu ein
bidirektionales 434MHz FM Funkmodul mit prozessorgesteuerter
Kanalwahl via PLL. Das Funkmodul verfuegt ueber eine Modulzulassung
des (damaligen) BZT unter der ETS 300-220 Norm.
In dem Modul wird der Baustein SA620 als Frontend verwendet, das
ist eigentlich ein 900MHz Baustein, der aber auch ganz hervorragend
bei 434MHz funktioniert. Die Basisfrequenz wird mittels Keramikresonator
erzeugt und via PLL (UMA 1014) stabilisiert. Der Empfaenger ist ein
Doppelsuperhet mit dem SA605 als zweite Stufe und FM-Dekoder,
zum Empfang wird der SA620 um den ZF1-Versatz verstimmt und
natuerlich der Sendeverstaerker abgeschaltet.
- Da der SA620 ueber eine Amplitudenregelung verfuegt, laeuft der
Oszillator sehr stabil. Wir haben zudem das Phasenrauschen optimiert.
Daher kommt dieses Modul unter guten Verhaeltnissen auf ca. 3 km
Reichweite im Freiland, und zwar mit den zugelassenen 10mW.
Die Software ist zudem so ausgelegt, dass bei Stoerungen automatisch
ein anderer Funkkanal gewaehlt wird. Daher ist dieses System fuer
sehr grosse Reichweiten und hohe Stoersicherheit bekannt.
- Trotzdem ist auch hier der Sendeverstaerker vom Oszillator gut
abgeschirmt, die Schirmung ist auch notwendig. Zudem sind alle
Leitungen sehr kurz gehalten bzw. angepasst. Demzufolge wurde
ein 4-Lagen Multilayer verwendet (zwei Lagen geht im Prinzip
zwar auch, nur stoeren Unterbrechungen der Groundplane erheblich).
Wenn diesbezueglich Erfahrungen fehlen, rate ich zu fertigen
Modulen, nicht aus Eigeninteresse (noch verkaufen wir die garnicht
einzeln), sondern um die Frustration gering zu halten. Das Minimum
an Messtechnik zur Entwicklung (auch "nur" der Leiterkarte) ist
neben einem guten Oszilloskop ein Spektrumanalyser, denn selbst
wenn das Oszi genuegend Bandbreite haette, koennte es dennoch
keine Neben- und Oberwellen anzeigen.
Vielleicht helfen diese Hinweise weiter. Zumindest zeigen sie auf, dass
man auch mit kleinen Leistungen durchaus hohe Reichweiten erzielen
kann.
Wir sind z.Z. dabei, diese Technik weiterzuentwickeln (Digitalempfaenger,
moderne Modulationen, ggf. Erkennung der Richtung des eingehenden
Signals), bei Interesse waere auch ein fuer Dritte erhaeltliches Modul
mit Zulassung denkbar.
Nachdem ich bestimmte Konzerne genauer kenne, ist mir das "warum"
inzwischen voellig klar, und im nachhinein kann man sagen, dass es fuer
die Liberalisierung allerhoechste Eisenbahn war, sonst haette es die
gesamte europaeische TK Industrie abgeraeumt, so wie frueher die
Hersteller mechanischer Uhren, denn der Wandel waere dann trotzdem
irgendwann gekommen (auf Druck der Kunden), und dann aber sprunghaft.
Hingegen zeigt die GSM Technologie, wie es auch anders geht, mit vielen
neuen Arbeitsplaetzen usw. Das war aber auch nur aufgrund der allgemeinen
Liberalisierung moeglich, sonst wuerden nur die Amerikaner und Japaner
heute digitale Netze bauen ...
Genauso ist es mt weiteren HF-Anwendungen: Die kommen auf einem
liberalisierten Markt ganz von alleine, und der Markt wird dann auch den
Schrott aussortieren.
>Meine ganz private Theorie: In 30 Jahren wird der gesamte Kurzwellen-
>Bereich und alle (dann allerdings zusammengeschrumpften) Amateurfunk-
>Bereiche ohne "Lizenz" f|r jedermann mit kduflichen Gerdten zugdnglich
>sein.
>Allerdings wird das dann kaum noch jemand interessieren, weil das
>Internet dann ziemlich viele interessantere Anwendungen bereithalten
>wird. :)
Durchaus denkbar ...
Heinz
Oliver Bartels <spam...@bartels.de
> schrieb im Beitrag
<6ienei$2vr$1...@nixe.ISAR.net>...
> In <6id8mg$tu6$1...@news00.btx.dtag.de>, Manfred...@t-online.de
(Manfred) writes:
[...]
> Oh liebe Leute, jetzt schiesst Ihr aber mit Kanonen ...
> Waehrend wir hier ueber die Zulaessigkeit von 10mW diskutieren,
> kommt jetzt der Dampfhammer, der in 20KM Umkreis alle Geragentor-
> oeffner deaktiviert. Und das ausgerechnet aus der Funkamateursecke, ts
ts ...
>
> Ich rate aus verschiedenen Gruenden ab:
> 1. Ist es ruecksichtslos, Punkt.
Es ist ruecksichtslos, keine Diskussion.
Die grosse Mehrheit der Funkamateure wird es auch nicht tun.
Bekanntermassen gibt es aber in jeder Zunft schwarze Schafe,
die durch ruecksichtsloses Verhalten dem Ruf der gesamten
Zunft schaden.
Allerdings ist das 70cm-Band (innerhalb dessen das ISM-Band liegt)
den Funkamateuren mit Primaerstatus zugewiesen.
Will sagen, Sekundaernutzer duerfen zwar mitbenutzen,
haben gegenueber den Primaernutzern aber keinen Rechtsanspruch
auf stoerungsfreien Betrieb.
Der Primaerstatus der Funkamateure ist im ISM-Bereich nur insoweit
eingeschraenkt, dass auch sie dort Stoerungen durch Dritte
(mit sekundaerem Frequenzzuweisungsstatus) hinnehmen muessen.
Ohne diese Einschraenkung muesste der Nutzer eines LPD
sogar vor jeder Benutzung pruefen, ob er durch Betaetigung seines
Geraets keinen Primaernutzer stoert und ggf. die Benutzung
unterlassen.
> 434MHz ohne Gebuehr : Max. 10mW.
> mit Zuteilung und Gebuehr max. 0,5W nur im Kanalraster.
Wie gesagt, ein Funkamateur sollte aus dem von Dir geschilderten
Grund (Ruecksichtnahme) keinen Funkbetrieb auf ISM-Frequenzen
machen, er wird es in aller Regel auch nicht tun, aber er
_darf_ und das mit erheblichen Sendeleistungen.
> 4. Wird es allerdings vermutlich nur kurze Zeit stoeren, und zwar
> genau solange, bis die Fehlanpassung der Antenne den Ausgangs-
> transistor ueber den Jordan geschickt hat ...
Ganz ohne HF-Kenntnisse geht es natuerlich nicht, aber sonst sehe
ich hier kein Problem. Erfahrung vorausgesetzt, ist selbst der
hohe GHz-Bereich fuer den ambitionierten Selbstbauer zugaenglich.
Es gibt z.B. einige sehr schoene Amateurfunkprojekte auf 47GHz.
Hinsichtlich der Messtechnik ist es zwar schoen, ueber einen
professionellen Messplatz zu verfuegen, aber manchmal wirkt
auch schon ein simpler Richtkoppler Wunder... ;-)
> - Wir haben ein Funkalarmsystem (FA-1) entwickelt...
... in einem Frequenzbereich, dessen stoerungsfreie
Verfuegbarkeit dem Anwender in keiner Weise garantiert ist.
Beim Garagentorantrieb macht's nix, da schreitet man notfalls
zur Handarbeit, aber bei der Alarmanlage ?
Ich gebe ja zu, dass der geringe Installationsaufwand solche
Systeme sehr attraktiv macht, der Hersteller sollte sich IMHO
aber durch deutliche Hinweise im Handbuch sehr sorgfaeltig
gegen Regressansprueche absichern, die aus Nichtverfuegbarkeit
der Funkstrecke im "entscheidenden" Moment entstehen koennten.
> Gruss Oliver
Gruss zurueck
Arnd-Matthias (DG6PT)
Du schriebst am 04.05.98 zum Thema "Re: Bauplan für 433MHz-Sender":
> Tut mir leid das sagen zu muessen, aber ich bin der Ansicht, dasz
> sich um dieses Thema nur Profilierungsneurotiker versammelt haben.
Hast Du nicht etwas sehr hohe Ansprüche an Newsgroups?
Du darfst nicht vergessen, das hier ist keine Hotline, wo Fachleute
nur auf Deine Frage warten - sondern eher eine virtuelle Kneipe, wo
jeder (ob Fachmann oder auch nicht) nach Belieben seinen Senf dazu
geben darf.
Kompetente (manchmal) und kostenlose (immer) Hilfe, auch noch ohne
"Grundrauschen", das wirst Du schwerlich irgendwo finden.
Thomas.
Was glaubst Du wie lange das 70cm Band den Funkamateuren noch
zur Verfuegung steht, wenn diese meinen, ausgerechnet bei 434MHz
"volle Kanne" senden zu muessen. Was glaubst Du, was die Industrie
dann macht (Stichwort: Lobby ;-), und wer da wohl letztlich am
laengeren Hebel sitzt (siehe auch 868MHz Band) ?
Die Gesellschaft lebt vom Miteinander.
Inschrift:
"Er hatte die Vorfahrt und von links kam ein Taxifahrer" ;-)
>Ganz ohne HF-Kenntnisse geht es natuerlich nicht, aber sonst sehe
>ich hier kein Problem. Erfahrung vorausgesetzt, ist selbst der
>hohe GHz-Bereich fuer den ambitionierten Selbstbauer zugaenglich.
>Es gibt z.B. einige sehr schoene Amateurfunkprojekte auf 47GHz.
>
>Hinsichtlich der Messtechnik ist es zwar schoen, ueber einen
>professionellen Messplatz zu verfuegen, aber manchmal wirkt
>auch schon ein simpler Richtkoppler Wunder... ;-)
Jein, natuerlich kannst Du damit die Schaltung schon irgendwie
zum Laufen bringen, aber versuche doch nur mal einer PLL ohne
geeignete Messtechnik das Phasenrauschen halbwegs abzuge-
woehnen. Oder versuche eine System, das mit Vektormodulation
arbeitet, ohne geeignete Geraete zu optimieren. Oder entwickle
ein Filter bei 2GHz mit oder ohne Netzwerkanalyse, und zwar so,
dass die Anpassung stimmt. Und diese Punkte koennen eben der
kleine Unterschied zwischen brauchbar und nicht brauchbar sein.
[...]
>> - Wir haben ein Funkalarmsystem (FA-1) entwickelt...
>
>..... in einem Frequenzbereich, dessen stoerungsfreie
>Verfuegbarkeit dem Anwender in keiner Weise garantiert ist.
>Beim Garagentorantrieb macht's nix, da schreitet man notfalls
>zur Handarbeit, aber bei der Alarmanlage ?
Die bucht ggf. automatisch die Frequenzen um, denn sie arbeitet
bidirektional und moechte Meldungen bestaetigt wissen. Das ist
eben der feine Unterschied zur Billigtechnik. Sollte das nicht
erfolgreich sein, so gibt es binnen 30 sec. eine Fremdsignalmeldung
an der Zentrale. Im uebrigen ist auch das Funkprotokoll ziemlich
narrensicher (hohe Redundanz, Verschluesselung). Bestimmte
Stellen haben sich erfolglos daran versucht ;-)
Die Fremdsignalerkennung und auch eine harte Verschluesselung
gehoert uebrigens auf jeder Frequenz m.E. zum Qualitaetsstandard,
egal ob mit oder ohne Funkamateure, denn ein "boeser Bube", der
vorhat, den Straftatbestand des Einbruchdiebstahls zu begehen, wird
sich um das Bussgeld fuer die Ordnungswidrigkeit der Fehlbelegung
einer Frequenz absolut einen Teufel scheren. Nur wird der ggf. auch
ein Kabel "anbohren", und da ist das uebliche Verfahren einer lediglich
widerstandueberwachten Leitung weit unsicherer als unser gesichertes
bidirektionales Funkprotokoll.
Ich kann Dich aber beruhigen: Rueckmeldungen wegen fortlaufender
Fremdsignalstoerung sind bisher nicht bekannt, bekannt ist aber ein
Fall, bei dem einer gedacht hatte, er haette das System ausgetrickst,
nur wusste das System noch nichts davon ;-)
> Meine ganz private Theorie: In 30 Jahren wird der gesamte Kurzwellen-
> Bereich und alle (dann allerdings zusammengeschrumpften) Amateurfunk-
> Bereiche ohne "Lizenz" für jedermann mit käuflichen Geräten zugänglich
> sein.
Nein.
Zur Zeit werden die Kurzwellenbereiche eher mehr als weniger
und ein Langwellenbereich ist auch in Sicht (bei 137 KHz).
Aber in einigen Jahren wird es keinen _benutzbaren_ Kurzwellenbereich
mehr geben, weil in jeder 220V-Steckdose ein paar Volt Spread-
Spectrum-Kurzwellen-Signale rumsumpfen werden. Ob das strahlt oder
nicht wird niemanden stoeren, genaussowenig wie es jetzt praktisch
unmoeglich ist, etwas gegen die leckenden Kabel-TV-Netze zu tun,
Rechtslage hin und her.
Wenn die Energieversorger auch Telefonprovider oder Fernseh-
Rueckkanal-Provider werden wollen, wird ihre Lobby sicherlich
genug Dampf machen und die Ferkelei durchdruecken. Ferngesteuerte
Garagentore sind gegen sowas nun wirklich peanuts und im Unter-
schied zu 433 MHz duerfte das auch ueberall zuverlaessig funktionieren.
Gerhard
--
on the air: DK4XP
in the air: D-8551
Du schriebst am 04.05.98 zum Thema "Re: Bauplan f|r 433MHz-Sender":
>> Hinsichtlich der Messtechnik ist es zwar schoen, ueber einen
>> professionellen Messplatz zu verfuegen, aber manchmal wirkt
>> auch schon ein simpler Richtkoppler Wunder... ;-)
> Jein, natuerlich kannst Du damit die Schaltung schon irgendwie
> zum Laufen bringen, aber versuche doch nur mal einer PLL ohne
> geeignete Messtechnik das Phasenrauschen halbwegs abzuge-
> woehnen.
Mit einem nicht allzu billigen FM-Empfänger (Schmal/Breitband) kann
man sehr wohl das Phasenrauschen monitoren. Überhaupt kann man mit
etwas Überlegung eine Menge machen, für den Profis einen teuren
Meßgerätepark benötigen.
Aber zugegeben: Das ist die Domäne von Fumkamateuren - mit der
Betonung auf Amateur. Eine gute industrielle HF-Entwicklung wäre
so eher ein Zufallsprodukt.
> [...] so gibt es binnen 30 sec. eine Fremdsignalmeldung
> an der Zentrale.
...geht das so in die Richtung der beliebten Methode von Autodieben,
welche die Autoalarmanlage solange kitzeln, bis der Besitzer
diese entnervt ausschaltet? ;-)
> ein Kabel "anbohren", und da ist das uebliche Verfahren einer
> lediglich widerstandueberwachten Leitung weit unsicherer als unser
> gesichertes bidirektionales Funkprotokoll.
Sicherer wäre nur noch ein bidirektionales leitungsgebundenes
Protokoll. ;-))
> Fremdsignalstoerung sind bisher nicht bekannt, bekannt ist aber ein
> Fall, bei dem einer gedacht hatte, er haette das System ausgetrickst,
> nur wusste das System noch nichts davon ;-)
Damit hat euer System natürlich einen gewichtigen Vorsprung.
Thomas.
>Aber zugegeben: Das ist die Domdne von Fumkamateuren - mit der
>Betonung auf Amateur. Eine gute industrielle HF-Entwicklung wdre
>so eher ein Zufallsprodukt.
Eben. Nimm zum Beispiel unser RDKS (Reifendruckkontrolle mit
batterielosem Transponder bei 2,4GHz, vielleicht hast Du schonmal
etwas davon gehoert): In dem System ist viel analoge bzw. HF-
Technik mit Digitaltechnik, z.B. einem Digital-ZF-Empfaenger,
gekoppelt. Ohne moderne Messtechnik bist Du bei so einem Projekt
verraten und verkauft, s.o. ...
Oder nimm irgendein System mit einer der vielen Spielarten der
Quadraturmodulation, und versuche herauszubekommen, welche
Harmonische oder Verzerrung das Constellation-Diagramm durch-
einanderbringt.
>> [...] so gibt es binnen 30 sec. eine Fremdsignalmeldung
>> an der Zentrale.
>....geht das so in die Richtung der beliebten Methode von Autodieben,
>welche die Autoalarmanlage solange kitzeln, bis der Besitzer
>diese entnervt ausschaltet? ;-)
Das Kitzeln ist nicht ganz einfach, weil Du dann schon ein Band von
1,8MHz Breite zur gleichen Zeit fast vollstaendig zumachen muesstest
(Du weisst ja nicht, wohin der Frequenzsprung hingeht, und der
Frequenzsprung alleine gibt eben darum keine Fremdsignalmeldung),
somit braucht das breitbandig oder schnell gesweept *viel* Leistung;
beides ist aufwendig und leicht peilbar. Bei wertvollen Objekten gibt
es zudem die Vorgabe, dass, sollte eine Alarmanlage wirklich nicht
mehr funktionieren, ein Wachmann anzufordern ist, denn dieses
Spielchen ist laengst bekannt und voellig unabhaengig vom Funk
(es gibt 1023 Moeglichkeiten der Ausloesung, auch bei Kabelsystemen).
>> ein Kabel "anbohren", und da ist das uebliche Verfahren einer
>> lediglich widerstandueberwachten Leitung weit unsicherer als unser
>> gesichertes bidirektionales Funkprotokoll.
>Sicherer wdre nur noch ein bidirektionales leitungsgebundenes
>Protokoll. ;-))
Erzaehl' das einem Denkmalschuetzer, dass Du seinen Dom in einen
Schweizer Kaese verwandeln moechtest ;-)
>> Fremdsignalstoerung sind bisher nicht bekannt, bekannt ist aber ein
>> Fall, bei dem einer gedacht hatte, er haette das System ausgetrickst,
>> nur wusste das System noch nichts davon ;-)
>Damit hat euer System nat|rlich einen gewichtigen Vorsprung.
Klar, allerdings kostet es auch etwas mehr. Und nun kommt der Kunde,
vergleicht den Preis mit der Baumarktanlage, kauft die, weil viel billiger,
hat dann Probleme (weil z.B. Sender mit fest eingestelltem Resonator
auf 433,92MHz, da wo alle sind ;-), und schimpft ueber Funkalarm im
allgemeinen ("Der Uralt-Trabi bremst nicht gescheit, also koennen alle
Autos nicht gescheit bremsen").
Du siehst doch, wieviel Resonanz hier ist, und wieviel echte Vorschlage
hier kommen. Auf meinen Technikbeitrag zum Innenleben der Module
ist doch nullkommanull Resonanz gekommen, am Ende sind sie alle wieder
beim Resonator auf 433,92, mit oder ohne Booster. Den wollten gewisse
Zulieferer uebrigens allen Ernstes zusammen mit einer Batterie wohl-
verschweisst (Umwelt laesst gruessen :-( ) zur Druckuebermittlung in die
Reifen einbauen, 1 Mio. Autos auf einer Frequenz. Unser Vorschlag hat
die Herren Entwickler dann ganz nachdenklich gemacht, soviel zum
Thema Innovation. Ich habe fertig ;-)
Oliver Bartels schrieb:
>
> In <6i9ruh$su8$1...@news00.btx.dtag.de>, j....@t-online.de (Joachim W.) writes:
> >Hallo Oliver,
> [...]
> >Wenn ich Dich falsch verstanden habe, dann teile bitte mit,
> >wer Sendeanlagen f|r diesen Frequenzbereich bauen und
> >betreiben darf, OHNE da_ diese Sender eine Zulassung von den
> >hierf|r zustdndigen Firmen benvtigen.
> >Das sind nach meinem Wissen nur Funkamateure. Aber ich lerne
> >gerne dazu.
> Also nochmal: Es gibt keine fuer den Senderbau zustaendigen
> Firmen (koenigliche Haus- und Hoflieferanten ;-). Wir leben in
> einer Marktwirtschaft, alles andere waere ja noch schoener.
Sowas habe ich auch nie behauptet. Es ging um die Firmen die für
die Zulassung von Sendern zuständig sind.
> Die *Nutzung* einer Frequenz haengt dann vom Frequenzplan und
> den entsprechenden Zuteilungen ab, siehe TKG. Auch die Funkamateure
> haben eine solche Zuteilung, mehr nicht.
Genau. Mehr ist auch nicht nötig. TKG § 47 Frequenzzuteilung:
"(1) Für jede Frequenznutzung bedarf es einer vorherigen
Zuteilung durch die Regulierungsbehörde."
> So, und nun frage mich bitte nicht, wie das mit der ISM Frequenz-
> zuteilung ist, wenn Du ueberhaupt nicht beabsichtigst, Deinen ISM-
> Sender jemals in Serie zu bauen und zuzulassen ...
Aber genau das war der Kern meiner Frage.
Ich war der Meinung, daß ein Sender erst durch die Zulassung
zum ISM-Sender wird.
Das er also erst nach der Zulassung die ISM-Frequenzzuweisung
hat.
Ich habe den Eindruck, daß Du dich mit den einschlägigen
ISM-Vorschriften auskennst.
Deshalb bitte ich Dich nun um eine Erklärung zu diesem
ISM-Zulassungsproblem.
Es geht mir nicht um die erforderlichen Zulassungen zum
Inverkehrbringen, sondern nur um die Frage:
Wie kommt ein Eigenbau-Sender zu einer ISM-Frequenzzuweisung?
Denn Diese ist ja auf jeden Fall notwendig.
> Was ich aber mit meinem Einwand sagen wollte: Die pauschalen
> Regelungen aus dem alten Fernmeldeanlagengesetz ... ,
> gehoeren gottseidank entgueltig der
> Vergangenheit an.
Naja, dieser Hinweis ist berechtigt. Oft wird noch mit den alten
Gesetzen argumentiert.
Gut wäre es, wenn du auch darauf hinweisen würdest, daß
Schwarzfunken (also das Betreiben eines Senders ohne
Frequenzzuteilung) auch nach den neuen Gesetzen verboten ist.
Die Hinweise zum Innenleben Eurer ISM-Entwicklung (FA-1) finde
ich sehr interessant. Das sollte man wirklich mal ausprobieren.
Gruss Joachim
Joachim W. <j....@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6it6qv$e21$1...@news01.btx.dtag.de>...
> Danke für die ausführliche Antwort.
>
> Oliver Bartels schrieb:
> >
> > [...]
> Es geht mir nicht um die erforderlichen Zulassungen zum
> Inverkehrbringen, sondern nur um die Frage:
> Wie kommt ein Eigenbau-Sender zu einer ISM-Frequenzzuweisung?
> Denn Diese ist ja auf jeden Fall notwendig.
Oliver hat eine sehr schoene und umfassende Zusammenfassung der
aktuellen Rechtslage gepostet. (BTW: Danke Oliver, habe es mit
Interesse gelesen.) Die vor Dir aufgeworfene Frage ist allerdings
schwierig.
Nach meinem Kenntnisstand wird, falls ich nichts ueberlesen
habe, Dein Problem (Eigenbau ohne Intention eines "in Verkehr
bringens" ausserhalb des Bereichs Amateurfunk)in den
Gesetzestexten nicht explizit behandelt.
Da sich die gesetzl. Bestimmungen auf dem Sektor innerhalb
kurzer Zeit radikal geaendert haben, hat sich wohl auch unter
den Juristen so etwas wie eine "herrschende Meinung" zu
solchen (Sonder-)faellen noch nicht bilden koennen.
Vor kurzem las ich hier ein Posting eines elektronik-
interessierten Rechtsanwalts (Name ist mir leider entfallen),
der sinngemaess etwa meinte, dass solche Fragen nicht gerade das
taegliche Brot des Juristen seien. Will sagen, auch ein Jurist
muss sich da erst mal selber in das Thema und die neue Gesetz-
gebung einarbeiten.
Eine Loesung fuer Dich: Wende Dich doch mal an die Rechts-
nachfolger von FTZ-BZT-BAPT, im Moment heisst diese Behoerde
gerade (stimmt das noch? <g>) RegTP (Regulierungsbehoerde fuer
Telekommunikation und Post).
Die muessten eigentlich rechtlich verbindliche Auskunft
erteilen koennen.
> Gut wäre es, wenn du auch darauf hinweisen würdest, daß
> Schwarzfunken (also das Betreiben eines Senders ohne
> Frequenzzuteilung) auch nach den neuen Gesetzen verboten ist.
Nach dem FAG (es ruhe in Frieden) war es ein Vergehen, i.d.R.
mit Geldstrafe und dem Einzug der Geraete geahndet. IIRC
(ich habe die Gesetzestexte gerade nicht greifbar), ist die
Nutzung einer Frequenz ohne Zuweisung derzeit nur noch eine
mit Bussgeld bedrohte Ordnungswidrigkeit.
Unberuehrt hiervon ist natuerlich die Verwirklichung anderer
Straftatbestaende, etwa Gefaehrdung des Luftverkehrs, wenn
Du eine Frequenz der Flugsicherung stoerst, oder zivilrechtliche
Folgen (Schadenersatz wenn Du das Funknetz Deiner oertlichen
Taxizentrale lahmlegst).
Ob ich eine Zuweisung benoetige, haengt aber auch von der
Verwendung des Senders ab. Wenn er, z.B. fuer EMV-Messungen,
in einer Absorberhalle betrieben wird, brauche ich keine.
> Die Hinweise zum Innenleben Eurer ISM-Entwicklung (FA-1) finde
> ich sehr interessant. Das sollte man wirklich mal ausprobieren.
Nach allem was Oliver hier geschildert hat, ist es in der
Tat ein sauberes und professionelles Stueck Ingenieurarbeit,
ich halte es aber (im positiven Sinne) als voellig atypisch fuer
das, was der Markt an ISM-Produkten sonst so bietet. Ich habe
da schon "Loesungen" gesehen, bei denen die Verfuegbarkeit eines
(BTW sehr teuren) Produkts von der stoerungsfreien Funktion
einer auf einer Festfrequenz(!) arbeitenden ISM-Fernwirkanlage
abhing. Eine Notloesung (manuelle Bedienung) war selbstredend
nicht vorgesehen.
Auf diesem Marktsegment wird eben haeufig unsaeglicher Schrott
angeboten.
Ein Problem, das Oliver sicher kennen duerfte: Wie mache ich
einem Kunden ohne technischen Background (Endverbraucher,
Einkaeufer eines Unternehmens) klar, dass auf diesem Gebiet
solide Technik nicht fuer die 29,95 DM zu haben ist, fuer die
der Wettbewerber ein (fuer den Laien) auf den ersten Blick
funktionsgleiches Produkt anbietet.
> Gruss Joachim
Gruss Arnd-Matthias
Hat jemand einen solchen Schaltplan?
Ich hätte auch gerne ein Exemplar davon; wenn möglich aber mit Frequenz
434,7 MHz.
Danke im voraus,
--
MfG
/\/\icha
http://home.t-online.de/home/Michael.Heier/
Du schriebst am 08.05.98 zum Thema "Re: Bauplan f|r 433MHz-Sender":
> Nach meinem Kenntnisstand wird, falls ich nichts ueberlesen
> habe, Dein Problem (Eigenbau ohne Intention eines "in Verkehr
> bringens" ausserhalb des Bereichs Amateurfunk)in den
> Gesetzestexten nicht explizit behandelt.
Doch, durchaus. Zumindest dann, wenn durch das betreffende Gerät
eine "Störung oder störende Beeinflussung anderer Funkdienste"
zu erwarten ist. Und das ist immer der Fall, wenn die
erzeugte HF stärker ist als die erlaubten Feldstärke-Grenzwerte
für Störungen.
Dies geht aber aus den Durchführungsbestimmungen und den
einschlägigen EMV-Vorschriften hervor.
Thomas.
In <01bd7a60$d2a1a560$b71a...@si10839.si.bosch.de>, "Arnd-Matthias Langner" <Arnd-Matth...@pcm.bosch.de> writes:
[...]
>Nach meinem Kenntnisstand wird, falls ich nichts ueberlesen
>habe, Dein Problem (Eigenbau ohne Intention eines "in Verkehr
>bringens" ausserhalb des Bereichs Amateurfunk)in den
>Gesetzestexten nicht explizit behandelt.
>
>Da sich die gesetzl. Bestimmungen auf dem Sektor innerhalb
>kurzer Zeit radikal geaendert haben, hat sich wohl auch unter
>den Juristen so etwas wie eine "herrschende Meinung" zu
>solchen (Sonder-)faellen noch nicht bilden koennen.
Damit ist im Prinzip alles gesagt. Du hast offensichtlich genauso wie
ich auch mal einen Blick in die aktuellen Gesetzes- und Verordnungs-
texte getaetigt ;-)
Kommentar:
+ In <6ivdcd$ugq$1...@news02.btx.dtag.de>, Th....@t-online.de (Thomas Rehm) writes:
+ >Doch, durchaus. Zumindest dann, wenn durch das betreffende Gerdt
+ >eine "Stvrung oder stvrende Beeinflussung anderer Funkdienste"
+ >zu erwarten ist. Und das ist immer der Fall, wenn die
+ >erzeugte HF stdrker ist als die erlaubten Feldstdrke-Grenzwerte
+ >f|r Stvrungen.
+ >Dies geht aber aus den Durchf|hrungsbestimmungen und den
+ >einschldgigen EMV-Vorschriften hervor.
Eben nicht. Erstens gibt es im EMVG Ausnahmen fuer Versuche,
es darf halt *im Ergebnis* nur keiner gestoert werden, das wie
ist egal. Steht in Para. 5 (6). Zweiten *gibt* es fuer die ISM Baender
eine Allgemeinverfuegung, d.h. wenn ein Geraet die Vorgaben z.B.
der ETS 300-220 *einhaelt* (wir unterhalten uns *nicht* ueber den
10KW-muss-ich-alles-stopfen-Sender, sondern um laecherliche 10mW,
und selbst 500mW waeren bei Zuteilung noch moeglich), *wird*
niemand gestoert, denn ein solches Geraet *ist* zulassungfaehig,
der Bastler hat halt nur keine Lust gehabt, in Serie zu gehen.
Und die EU Baumusterbescheiningung brauchst Du nur fuer die Serie.
Bei Baugenehmigungen gibt es soetwas auch als "nicht genehmigt,
aber genehmigungsfaehig" (wir hatten da bei uns mal einen ober-
peniblen Amtstraeger, der fuer die schlichte Aenderung des Namens-
zuges bzw. des Logos einer Leuchtschrift (also einer Werbeanlage ;-)
eine Baugenehmigung wollte, wir haben dann auch brav einen Antrag
gestellt und es wurde nachtraeglich auch brav genehmigt, und ein
paar Buerokraten hatten wieder eine Rechtfertigung fuer ihren Job.
M.E. wird es auch so schnell keine Entscheidungen zu diesem Thema
geben, denn es gibt weitaus wichtigere Dinge auf dieser Welt,
und mit 10mW bei 434 MHz, Ober-/Nebenwellen innerhalb der Grenz-
werte, von wenigen Bastlern in Einzelfaellen, wirst Du in dem
allgemeinen Sumpf von ISM Anwendungen eh' niemand stoeren
koennen (drum ist es auch nicht strafbar, *wenn ueberhaupt*,
dann ordnungswidrig, und die Massnahmen dazu haben sich an den
Spielregeln der Verhaeltnismaessigkeit zu orientieren).
Ich verstehe natuerlich die Sorgen von Thomas, dass irgendwann
durch intensive ISM Nutzung das 70cm Band futsch ist. Doch das
wird sicher nicht durch den 10mW Bastler passieren, sondern durch
andere Dinge, ein Beispiel, dass Dir wahrscheinlich nicht bekannt
sein duerfte, kommt gleich.
>> Die Hinweise zum Innenleben Eurer ISM-Entwicklung (FA-1) finde
>> ich sehr interessant. Das sollte man wirklich mal ausprobieren.
>
>Nach allem was Oliver hier geschildert hat, ist es in der
>Tat ein sauberes und professionelles Stueck Ingenieurarbeit,
>ich halte es aber (im positiven Sinne) als voellig atypisch fuer
>das, was der Markt an ISM-Produkten sonst so bietet. Ich habe
>da schon "Loesungen" gesehen, bei denen die Verfuegbarkeit eines
>(BTW sehr teuren) Produkts von der stoerungsfreien Funktion
>einer auf einer Festfrequenz(!) arbeitenden ISM-Fernwirkanlage
>abhing. Eine Notloesung (manuelle Bedienung) war selbstredend
>nicht vorgesehen.
Ich kann mir denken, welches sehr teure Produkt Du meinst
(Stichwort Wegfahrsperre), genau dahin geht auch mein Beispiel,
nur geht es da um die Sicherheit (!) besagten sehr teuren
Produktes ...
Im Uebrigen Danke fuer die Blumen :-), und jetzt kommts:
>Auf diesem Marktsegment wird eben haeufig unsaeglicher Schrott
>angeboten.
>
>Ein Problem, das Oliver sicher kennen duerfte: Wie mache ich
>einem Kunden ohne technischen Background (Endverbraucher,
>Einkaeufer eines Unternehmens) klar, dass auf diesem Gebiet
>solide Technik nicht fuer die 29,95 DM zu haben ist, fuer die
>der Wettbewerber ein (fuer den Laien) auf den ersten Blick
>funktionsgleiches Produkt anbietet.
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Und genau dieser
Billigschrott ist langsam aber sicher dabei, die Maerkte zu
verstopfen. Das Traurige ist nur, dass er nicht nur aus Taiwan
kommt, sondern selbst in besagten sehr teuren Produkten ver-
wendet wird, auch da, wo es knallhart um die Sicherheit geht:
Ich hatte kurz unsere aktuelle Neuentwicklung, das RDKS, also
Reifendruckkontrollsystem angeschnitten (Als Entwickler bin
ich natuerlich befangen, und ganz klar auch an der Verbreitung
unserer Loesung interessiert, es koennte aber auch andere
interessieren, z.B. die Funkamateure ;-):
Die Aufgabe ist klar, Druck und Temperatur sollen drahtlos
aus dem rotierenden Reifen zur Karosserieelektronik uebertragen
werden, Kabel, optische oder induktive Loesungen scheiden aus
verschiedenen Ueberlegungen (Schmutz, Wirbelstroeme, Fertigung
der Felgen usw.) aus. Wir haben das Problem durch Speicherung
von Resonanzenergie in einem Quarz nach Mikrowellenanregung
mit einem modulierten Signal geloest, der Quarz moduliert dann
seinerseits den Traeger via Mischerdiode oder Depletion-Mode-FET
nach Abschaltung der Modulation. Die Modulationsfrequenz ist der
Messwert, der Traeger kann frei gewaehlt und veraendert werden,
da synchron empfangen wird, werden Stoerungen erkannt und
ggf. eine andere Traegerfrequenz gewaehlt.
Die zu ueberbrueckende Strecke betraegt gigantische 20cm, und
wir sind der Meinung, dass derartige Anwendungen in den GHz-
Bereich gehoeren, wo viel Platz ist und die Reichweite gering
und zielgerichtet, so dass kurz hinter dem Reifen die Abstrahlung
stark abnimmt. Die Anwendung braucht genau drei diskrete
Peaks (Traeger plus linkes/rechtes Seitenband) im 2,4GHz ISM
Band (Bandbreite wenige KHz bei 83MHz verfuegbarer Bandbreite),
und duerfte auch bei mehr als nur einem Auto funktionieren,
zumal der Traeger dynamisch per PLL geaendert werden kann.
Eine Batterie im Transponder braucht dieses Verfahren nicht.
Nebenbei wird das 2,4GHz ISM Band auch fuer Mikrowellenoefen
etc. verwendet (auch einzelne Peaks infolge Leakage), sowie
Short Range CDMA (ebenfalls Coexistenz) und Video.
Es gibt auch aufgeschlossene Fahrzeughersteller, die dieses System
gerne einsetzen moechten. Daneben gibt es aber auch Hersteller,
deren Brot-und-Butter-Linie gerade bei jungeren Leuten als sehr
sportlich gilt, wenngleich es eher Limousinen sind, und die daher
marketingmaessig sich immer als aufgeschlossen darstellen. Leider
ist fuer derartige Hochpreisprodukte die Billigloesung gerade gut
genug, und die lautet: Wir nehmen eine Lithiumbatterie (haelt
angeblich 5 Jahre, oder 3, natuerlich inkl. Sendefunktion ;-), einen
uP und einen 434MHz Resonatorsender, vergiessen das alles mit
Plastik, und stopfen es in jeden Reifen. Das alles wird demnaechst
in einer neuen Modellserie besagter Brot-und-Butter-Linie vorgestellt.
Meiner unmassgeblichen Meinung nach sollte man langreichweitige
Frequenzen nicht zur Ueberbrueckung einer Distanz von 20cm (!)
auf diese Art und Weise verbraten, dazu hat es im GHz-Bereich
viel mehr Platz, weil eben mehr Hertz. Aber wahrscheinlich bin
ich nur aufgrund unserer eigenen Entwicklung voreingenommen ;-)
So Thomas, wie lange wird es nun wohl brauchen, bis
a) eine bestimmte Frequenz gnadenlos verstopft ist und nichts
mehr geht (wir unterhalten uns um +100K Fahrzeuge!),
b) infolge der Probleme eine Lobby mit ziemlich viel Geld und
Einfluss im Ruecken Dein heiss geliebtes 70cm Band begehrlich
betrachtet und dann
c) aus diesem Band exklusiv fuer Fahrzeugsysteme ein grosses
Stueck herausgeschnitten wird (Fahrzeugsicherheit usw. ;-),
denn viele Billigresonatoren brauchen viel Platz.
Das alles unabhaengig von der Muellhalde von Reifensensoren
mit lediglich *leerer* Batterie (es wird immer der ganze Sensor
getauscht, jaja, Recycling), von der Sicherheit, wenn Meldungen
ueber den platzenden Reifen infolge einer Kollision einfach
untergehen, von Folgekosten fuer den Besitzer fuer Ersatzteile
usw. Es geht ausschliesslich ums liebe Geld. Das ganze soll als
ganz tolle Errungenschaft (echte Ing. Leistung, so einen Fest-
frequenzsender zusammenzubauen ;-) demnaechst der Presse
vorgestellt werden ...
Wetten duerfen abgeschlossen werden, ob die Amateurfunker
auch so eine Lobby haben, weiss ich nicht :-|
Soviel zum Thema fuer 15 Euro (DM 29,95).
Ich denke man kann jetzt keine abschließende Antwort geben.
Selbst die Entscheidung eines Gerichtes wäre heute nicht
allgemeingültig, da sich der rechtliche Hintergrund dazu noch
bewegt.
Evtl. wissen wir am Jahresende mehr dazu.
Du kannst sicher beim Eigenbau so vorgehen, wie vom Oliver
vorgeschlagen.
>
> Hat jemand einen solchen Schaltplan?
Den Schaltplan, der vom Oliver beschriebenen Lösung, hätte ich
auch gern. ;-)
Verschiedene Schaltpläne findest Du in der Literatur der
Funkamateure. So wird z.B. im "Funkamateur" Heft 5/98 ein 70cm
TRX für 9600 bps beschrieben. Aber der Aufwand ist dort recht
hoch.
Nicht für 70cm aber doch interessant:
http://web.prenzl.net/special/piradio/funkleh1.htm
>
> Ich hätte auch gerne ein Exemplar davon; wenn möglich aber mit Frequenz
> 434,7 MHz.
Wie schon vom Oliver erläutert, ist eine Festfrequenz im
ISM-Bereich keine sichere Lösung. Du solltest ausweichen können,
wenn Störungen auftauchen.
Oliver Bartels schrieb:
>So Thomas, wie lange wird es nun wohl brauchen, bis
>a) eine bestimmte Frequenz gnadenlos verstopft ist und nichts
> mehr geht (wir unterhalten uns um +100K Fahrzeuge!),
Gruss Joachim
Du schriebst am 08.05.98 zum Thema "Re: Bauplan f|r 433MHz-Sender":
[Genehmigungsfähigkeit von Selbstbausendern]
>>Dies geht aber aus den Durchf|hrungsbestimmungen und den
>>einschldgigen EMV-Vorschriften hervor.
> Eben nicht. Erstens gibt es im EMVG Ausnahmen fuer Versuche,
> es darf halt *im Ergebnis* nur keiner gestoert werden, das wie
> ist egal. Steht in Para. 5 (6).
Diese "Versuche" sind aber nur hierfür befähigten (ausgebildeten)
Personen gestattet.
Für einen Hobbybastler, der die Amateurfunk-Lizenz hat, träfe das
zu (steht in den Durchführungsbestimmungen des Amateurfunkgesetzes).
> Zweiten *gibt* es fuer die ISM
> Baender eine Allgemeinverfuegung, d.h. wenn ein Geraet die Vorgaben
> z.B. der ETS 300-220 *einhaelt*
Diese "Allgemeingenehmigung" gilt doch wohl nur für Industriegeräte,
oder irre ich mich da?
Selbst Funkamateuren ist es ja nicht erlaubt, LPD-Geräte zu bauen
und diese dann als solche zu betreiben. (Im Gegensatz zu zugelassenen
LPD-Geräten, über die Funkamateure dann aber nicht mehr als
in ihrer Eigenschaft als Funkamateure aktiv werden)
> niemand gestoert, denn ein solches Geraet *ist* zulassungfaehig,
> der Bastler hat halt nur keine Lust gehabt, in Serie zu gehen.
Vielleicht liege ich mit meiner "Rechtsmeinung" falsch (ich bin
zu faul, mir die Gesetzestexte im Original zu besorgen und diese
zu studieren. Meine Kenntnisse stammen aus verschiedenen
"Sekundärliteraturquellen").
Aber Deine Position scheint mir ebenso wackelig zu sein, denn die
"Hoheit" über die Hochfrequenz liegt nach wie vor beim Bund.
> Und die EU Baumusterbescheiningung brauchst Du nur fuer die Serie.
CE ist ja wohl eine ganz andere Sache.
Thomas.
Zur Information: Die ganzen Aenderungen resultieren aus
*europaeischen* Vorgaben, das EMVG ist die direkte Umsetzung
einer europaeischen Richtlinie. Die Titelverliebtheit ist aber eine
typisch deutsche Eigenart (Meister gibt es auch nur in DE ;-)
Nur bringt uns stures Beharren auf deutschen "Eigenarten" im
vereinten Europa auch nicht mehr weiter.
Richtlinie heist: EU erlaesst diese, die nationalen Staaten
*muessen* diese in nationales Recht umsetzen, ob sie wollen
oder nicht.
Selbst wenn es die Bundesrepublik wollte, sie *koennte und duerfte*
am EMVG nicht beliebig herumschrauben, denn dann stuende sofort
Bruessel auf der Matte. Denn Aenderungen am Verfahren in DE
betreffen ja auch Firmen in anderen EU Landern, die nach DE
liefern.
Es soll aber demnaechst Aenderungen geben, die m.W. weitgehend
durch Aenderungen der Richtlinie motiviert sind.
>> Zweiten *gibt* es fuer die ISM
>> Baender eine Allgemeinverfuegung, d.h. wenn ein Geraet die Vorgaben
>> z.B. der ETS 300-220 *einhaelt*
>Diese "Allgemeingenehmigung" gilt doch wohl nur f|r Industriegerdte,
>oder irre ich mich da?
Nochmal: Es gibt keine *Genehmigungen* mehr, auch das war typisch
deutsch. Es gibt nur noch Frequenzzuweisungen, und solche, die
fuer jedermann gelten, heissen Allgemeinverfuegungen.
Auch das TKG wird hochgradig von Bruessel beaeugt, und viel
Spielraum bleibt da nicht, wenngleich es dann insgesamt sehr
liberal ausgefallen ist.
>Selbst Funkamateuren ist es ja nicht erlaubt, LPD-Gerdte zu bauen
>und diese dann als solche zu betreiben. (Im Gegensatz zu zugelassenen
>LPD-Gerdten, |ber die Funkamateure dann aber nicht mehr als
>in ihrer Eigenschaft als Funkamateure aktiv werden)
Amateurfunk ist generell nicht kommerziell. Du bekommst zusaetzliche
Frequenzzuweisungen, darfst die aber nur privat, nicht fuer Dritte usw.
nutzen (sonst gaebe es wieder einen Konflikt mit Bruessel ;-)
Was wir hier diskutiert haben, ist, ob die ISM Frequenzzuweisung das
ce bedingt oder nicht. Das Seriengeraete ce und in Serie vertriebene
Bausaetze die ce brauchen (reicht dann aber auch, das beruehmte
Hoheitswappen ist dto. out), steht naemlich im EMVG, somit ausser
Frage, und hat deshalb m.E. in Zuweisungen nichts verloren. Wie
gesagt: Eine Zuweisung ist keine Genehmigung, deshalb kann auch
die Behoerde die nicht nach Belieben vornehmen, es gibt ein genau
definiertes Verfahren. Bisher konnte eine Antwort nicht gefunden
werden, es mangelt an Entscheidungen, auch ich kann Dir nur meine
Meinung praesentieren, mehr nicht.
>> niemand gestoert, denn ein solches Geraet *ist* zulassungfaehig,
>> der Bastler hat halt nur keine Lust gehabt, in Serie zu gehen.
>Vielleicht liege ich mit meiner "Rechtsmeinung" falsch (ich bin
>zu faul, mir die Gesetzestexte im Original zu besorgen und diese
>zu studieren. Meine Kenntnisse stammen aus verschiedenen
>"Sekunddrliteraturquellen").
Dann schaue Dir doch einfach mal die Originaltexte an, auch Dein
Amateurfunkgesetz wurde neugestaltet.
Originaltexte gibts kompetent bei http://www.regtp.de/Rechtsgrundlagen
Die Behoerde hat sich wirklich viel Muehe gegeben, die Seiten
schoen zu gestalten. Vom Fernmeldeanlagengesetz lese ich da
nichts mehr, das FAG hat sich mit dem "... endet am 31.12.1997"
zusammen mit dem Bundespostministerium zum Aloisius in den
Himmel verabschiedet. M.W. blieben beide Termine unveraendert ;-)
>Aber Deine Position scheint mir ebenso wackelig zu sein, denn die
>"Hoheit" |ber die Hochfrequenz liegt nach wie vor beim Bund.
Du scheinst in einer anderen Zeit zu leben ;-)
Nochmal: Das Fernmeldeanlagengesetz ist *aufgehoben*, und
damit auch das ominoese Recht des Bundes, ausschliesslich
Fernmeldeanlagen zu betreiben und alles andere gnaedig
zu genehmigen. Letzteres flog uebrigens auch schon im Rahmen
der Telekom-Privatisierung aus dem Gesetz, zuletzt war es
nur noch ein Fragment. Mit den neuen Gesetzen hast Du einen
Rechtsanspruch, und *genehmigt* wird bei der EU Baumuster-
bescheinigung rein garnichts mehr. Wenn die Kiste die Normen
erfuellt (und Du mit Deinem Testlabor ueber die Testkosten einig
geworden bist ;-), dann *hat* die Kiste mit der vom beliehenen
*Testlabor* ausgestellten Bescheinigung die *Serienfreigabe*.
Es gibt nichts davor, und danach hoechstens noch die Qualitaet
je nach Wunsch eigen- oder fremdgeprueft. Wenn Du lustig bist,
und die Voraussetzungen erfuellst, kannst Du sogar selber eine
"benannte Stelle" aufmachen und Dich akkreditieren lassen,
allerdings darfst Du dann selber nichts mehr entwickeln und
fertigen (wg. Unabhaengigkeit). Was aber geht (ist gerade mit
unserem ISO-9000-Auditor in der Diskussion) ist ein mehr oder
weniger weitreichendes eigenes QS System, im Extremfall kann
man sich dann (genau wie beim regulaeren ce-Kennzeichen
ohne Sendefunk) die Baumusterbescheinigung selber ausstellen.
Die Behoerde kommt dann ins Spiel, wenn Du irgendwelche
ausgefallenen Frequenzwuensche hast, sei es weil Du einen
Krankentransportdienst oder ein Vergnuegungsdampferunter-
nehmen aufmachst und Deinen eigenen Betriebsfunk willst,
weil Du eine Richtfunkstrecke aufbauen moechtest usw.,
dafuer gibt es auch verbilligte Versuchszuweisungen (halt
dann nur fuer einen Dampfer ;-). Sie kommt auch dann ins
Spiel, wenn Du an einem Standort fest mit mehr als 10W
senden willst, egal wofuer, und das gilt dann auch fuer
Amateurfunker. Nur nochmal: So, wie frueher der Post-
minister das Hoheitsrecht ausgeuebt hat, und gnaedig unter
vielen Bedingungen eine Frequenz genehmigt hat, ohne dass
Du dafuer oder dagegen etwas machen konntest, geht es
heute nicht mehr. Das FAG stammte m.W. noch aus der Kaiser-
zeit, als Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland
eher klein geschrieben wurden. Das ist gottseidank vorbei.
Zudem ist auch das Layout hier bereits nicht ganz unwichtig, es handelt
sich wegen der Schirmung um eine Multilayerkarte. Und nicht jeder hat
einen Vektor-Netzwerkanalysator herumstehen (HP8753E bis 6GHz :-),
um HF Layouts zu optimieren, abgesehen von den Multilayer-Einrichtungs-
kosten, die soetwas als Bastelprojekt unbezahlbar machen. Natuerlich
waere auch eine doppelseitige LK denkbar, die hat aber aus verschiedenen
Gruenden fuer so ein Projekt schlechtere HF-Eigenschaften zur Folge.
Was hingegen geht: Wir machen uns z.Z. Gedanken ueber verschiedene
General Purpose Loesungen, die dann als Modulen oder vielleicht sogar
Teil-Bausatz mit ce (und damit ohne Rechtsunsicherheit) auf den Markt
kommen koennten. Ich habe hier schon Anregungen bzgl. Video und
Digitalaudio, 434MHz oder 2,4GHz, denkbar ist auch etwas Digitalempfangs-
technik fuer hohe Datenraten oder Ortung. Die Loesung sollte dann natuerlich
bezahlbar sein (was wiederum im Gegensatz zur eierlegenden Wollmilchsau
steht), wirklich neue Funktionen bieten (z.B. integriertes "Ausweichen",
ohne dass dies explizit vom Anwender programmiert werden muss),
und ueber eine einfache Schnittstelle verfuegen.
Weitere Anregungen sind willkommen.
Gruss Oliver.
>Da sich die gesetzl. Bestimmungen auf dem Sektor innerhalb
>kurzer Zeit radikal geaendert haben, hat sich wohl auch unter
>den Juristen so etwas wie eine "herrschende Meinung" zu
>solchen (Sonder-)faellen noch nicht bilden koennen.
Ich bezweifele sehr, dasz man in Deutschland genuegend Juristen
zusammenbekommen kann, die sich in diese recht exotischen Materie
professionell tummel, so dasz man deren Meinung(en) mit Fug und Recht
als h.M. bezeichnen koennte.
>Vor kurzem las ich hier ein Posting eines elektronik-
>interessierten Rechtsanwalts (Name ist mir leider entfallen),
Bin ich.
>der sinngemaess etwa meinte, dass solche Fragen nicht gerade das
>taegliche Brot des Juristen seien. Will sagen, auch ein Jurist
>muss sich da erst mal selber in das Thema und die neue Gesetz-
>gebung einarbeiten.
Und diese Materie ist selbst fuer elektronikbastelnde pp. Anwaelte
nicht eben leicht zugaenglich (verstaendlich) und gleichzeitig von
einer kaum vorstellbaren Unattraktivitaet.
>
>Eine Loesung fuer Dich: Wende Dich doch mal an die Rechts-
>nachfolger von FTZ-BZT-BAPT, im Moment heisst diese Behoerde
>gerade (stimmt das noch? <g>) RegTP (Regulierungsbehoerde fuer
>Telekommunikation und Post).
>Die muessten eigentlich rechtlich verbindliche Auskunft
>erteilen koennen.
Richtig. "Mueszten" und "koennen". Zum einen aber stellt man fest,
dasz in den Behoerden nicht immer eben die Gurus sitzen (dasz heiszt
nicht, dasz alle Anwaelte solche Gurus seien) und zum anderen wird von
den Behoerden grds. einen staatsfreundliche und buerger"feindliche"
Auffassung vertreten - was etwa mit der Einstellung beschrieben werden
kann, dasz alles, was nicht ausdruecklich zulaessig ist, zunaechst
einmal unzulaessig sei.
Aber m.W. gibt es ja auch ngs, die sich originaer mit Rechtsfragen
befasen (ich kann mir zwar nichts langeweiligeres vorstellen, als auch
noch privat daueber zu quaken, aber bitte schoen ....). Vielleicht
hilft eine Anfrage dort weiter ....
>> Gut wäre es, wenn du auch darauf hinweisen würdest, daß
>> Schwarzfunken (also das Betreiben eines Senders ohne
>> Frequenzzuteilung) auch nach den neuen Gesetzen verboten ist.
Dr. Michael Koenig
Jein!
In DL sind die Funkamateure sicher eine Minderheit (so um die 70.000) und
geniessen nicht umbedingt ein sehr hohes Ansehen in der Bevoelkerung (woran
die von der Presse gerne aufreisserisch aber mit wenig Sachkenntniss
gefuehrte Elektrosmog-Berichterstattung schuld ist).
Ganz im Gegensatz dazu die USA: dort habe Funkamateure schon des oefteren
wesentliche Beitraege im Katastrophenschutz geleistet und geniessen deshalb
ein sehr hohes Ansehen.
Gluecklicherweise werden (und koennen) die Frequenznutzungsplaene nicht
'einfach so' im Nationalen Alleingang festgelegt werden, sondern werden
international koordiniert. So geniessen die dt. Funkamateure (bzw. deren
Baender) quasi als Trittbrettfahrer der US-Lobby einen gewissen Schutz.
Viele Gruesse,
Stefan (DD6FM)
--
Stefan Wimmer Cellware Broadband
Email s...@cellware.de Rudower Chaussee 5
WWW http://www.cellware.de/ 12489 Berlin, Germany
Visit my private Homepage: Love, Electronics, Rockets, Fireworks!
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/6368/
In article <6j017e$pj4$1...@nixe.ISAR.net>,
spam...@bartels.de (Oliver Bartels) wrote:
>>Ein Problem, das Oliver sicher kennen duerfte: Wie mache ich
>>einem Kunden ohne technischen Background (Endverbraucher,
>>Einkaeufer eines Unternehmens) klar, dass auf diesem Gebiet
>>solide Technik nicht fuer die 29,95 DM zu haben ist, fuer die
>>der Wettbewerber ein (fuer den Laien) auf den ersten Blick
>>funktionsgleiches Produkt anbietet.
DAS Problem kenne ich auch - leider...
>der Felgen usw.) aus. Wir haben das Problem durch Speicherung
>von Resonanzenergie in einem Quarz nach Mikrowellenanregung
>mit einem modulierten Signal geloest, der Quarz moduliert dann
>seinerseits den Traeger via Mischerdiode oder Depletion-Mode-FET
>[...]
>Eine Batterie im Transponder braucht dieses Verfahren nicht.
Koenntest Du mir dazu bitte Literatur empfehlen, ueber diese
batterielosen Transpoder ganz allgemein ? Ist das das gleiche
Verfahren wie bei den Ident-Implantaten bei Tieren ? Geht das
auch ueber grossere Entfernungen (40 cm) ? Oder wird das Tier
(oder ich) dann gegrillt ?
>Soviel zum Thema fuer 15 Euro (DM 29,95).
Du rechnest schon in Euro ? :-)
ciao,
_ _ _
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-->- AVR & PIC-Programmer : http://www.uC-Project.businessnetz.de -<--
> Gruss Oliver.
>
Viel Erfolg
Joachim