ich bin vor Kurzem auf einen Thread gestoßen,
http://forums.gentoo.org/viewtopic-t-371097.html
in dem Berichtet wird, dass man defekte Festplatten die dieses typische
Klackgeräusch machen, dadurch wiederbeleben kann, indem man sie in das
Tiefkühlfach legt.
Nur wie funktioniert das?
Was auch noch interessant wäre, warum macht eine Platte dieses
Klackgeräusch, heißt das sie findet die Spur nicht und der Lesekopf
schlägt an die Begrenzung?
Also meine Idee sieht so aus:
Durch die tiefe Temperatur verschieben sich die Wände der Weißschen
Bezirke, ähnlich einem Hysteresevorgang, also irreversibel, dh auch bei
Raumtemperatur verschieben sich die Wände nicht wieder zurück.
Da die Weißschen Bezirke die "richtig" ausgerichtet sind, also so dass
der Lesekopf auch eine Struktur erkennen kann, wahrscheinlich
ernergetisch besser liegen und sich dadurch vergrößern verbessert sich
die ganze Situation durch das Verschieben.
Allerdings dürfte der Trick nicht lange funktionieren und man sollte
also schnell seine Daten sichern und sich eine neue Platte besorgen.
mfg
Thomas Hartmann
Thomas Hartmann wrote:
> ich bin vor Kurzem auf einen Thread gestoßen,
> http://forums.gentoo.org/viewtopic-t-371097.html
> in dem Berichtet wird, dass man defekte Festplatten die dieses
> typische Klackgeräusch machen, dadurch wiederbeleben kann, indem man
> sie in das Tiefkühlfach legt.
>
> Nur wie funktioniert das?
>
> Was auch noch interessant wäre, warum macht eine Platte dieses
> Klackgeräusch, heißt das sie findet die Spur nicht und der Lesekopf
> schlägt an die Begrenzung?
Die Platte positioniert nicht richtig auf Spur 0, dadurch dass die
Servosteuerung
nicht richtig funktioniert.
Das Klackergeräusch entsteht beim "first seek", das ist die
Grundpositionierung,
bei Synchronisationproblemen wird diese mehrfach durchgeführt und bei
Misserfolg der Vorgang nach mehreren Versuchen abgebrochen.
Durch das mechanischen Zusammenziehen bei Abkühlung ist es bei den geringen
Toleranzen duchaus möglich, die Platte kurzzeitig wieder zum Leben zu
erwecken.
Bei den meisten Platten funktioniert dieser Suchvorgang so:
http://www.freepatentsonline.com/6947233.html
Gruss
Peter
> Durch das mechanischen Zusammenziehen bei Abkühlung ist es bei den geringen
> Toleranzen duchaus möglich, die Platte kurzzeitig wieder zum Leben zu
> erwecken.
Das habe ich mir auch schon gedacht, allerdings erklärt das nicht, warum
laut Bericht eine Festplatte auch noch durchaus länger funktioniert. Dh
auch wenn sie wieder warm wird.
Thomas
> Durch das mechanischen Zusammenziehen bei Abk hlung ist es bei den
> geringen Toleranzen duchaus m”glich, die Platte kurzzeitig wieder
> zum Leben zu erwecken.
So hatte ich zum Beispiel letztens eine Platte, die nur noch bei Ihrer
Lieblingstemperatur (so 40°C) funktionierte. Der Rechner musste erstmal
10min warmlaufen, ehe er bootete. ;-( Ursache war übrigens ein
Einschaltvorgang bei ausgefallender Zimmerheizung (10°C).
M.
--
Bitte auf mwn...@pentax.boerde.de antworten.
Ich würde mich eher fragen, was mit der kondensierenden Luftfeuchtigkeit
in der Platte passiert.
Andreas
> ich bin vor Kurzem auf einen Thread gestoßen,
> http://forums.gentoo.org/viewtopic-t-371097.html
> in dem Berichtet wird, dass man defekte Festplatten die dieses typische Klackgeräusch machen, dadurch wiederbeleben kann, indem
> man sie in das Tiefkühlfach legt.
>
> Nur wie funktioniert das?
Wie funktioniert das. Gute Frage.
Gehen wir mal wissenschaftlich vor *g*
Warum sollte es an einer schrumpfenden Platte liegen?
Ist doch unlogisch weil die Daten im warmen Betrieb auch
an der korrekten Position geschrieben wurden.
Fassen wir mal zusammen, was in einer Festplatte drin ist
und bei diesem Fehler defekt sein kann:
1. Spulen (z.B. für den Lesearm)
2. Kondensatoren
3. Widerstände
4. Die Oberfläche der Festplatten
Frage A: Welche Eigenschaften der Bauteile ändern sich wie,
wenn diese gekühlt werden?
Frage B: Welche Eingenschaftsänderungen sind maximal?
[Und dann nochmal drüber nachdenken, warum man so Festplatten
retten kann. Die Lösung ist doch so einfach ;-) ]
Tip: Mal eine Festplatte ausbauen, und die Platten ausbauen und trennen.
Dann eine Platte erhitzen und die andere kühlen. Dann
jeweils ein 1-Cent Stück drauflegen und die Platte schiefhalten.
Frage C: Bei welchem Winkel verrutscht bei welcher Platte
das 1-Cent Stück?
Antwort C: Die erwärmte Platte ist _deutlich_ stumpfer als die kalte.
Warum jetzt die Platte wenn sie wieder warm wird weiterfunktioert?
kA. Aber ich schätze mal dass die Spur 0 der kritischste Teil beim
Festplattenstart ist, nach der die Restspuren bzw. die Lesearme ausgerichtet
werden. Wenn das erstmal funktioniert hat, geht der Rest vermutlich
deshalb noch, weil der Lesearm dann ja genau weiß, wohin er für die
jeweiligen Daten schwenken muss.
Fazit: Wenn dieser besagte Fehler auftritt, ist die Oberfläche der Festplatten
angenutzt.
lg,
Markus - http://www.pSCIT.com
Wird egal sein, Festplatten darf man auch bei unter Null lagern. Betreiben
halt eher weniger.
LG Andy
>
>
> Wird egal sein, Festplatten darf man auch bei unter Null lagern. Betreiben
> halt eher weniger.
Aber genau das wird ja hier vorgeschlagen!
Andreas
Mach sie auf und schau halt rein...
Warum sollte da was kondensieren?
Felix
wenn sie erstmal synchronisiert hat ist ja es kein Problem mehr die Spuren
zu treffen
Gruss
Peter
Makus Gr0n0tte wrote:
> [Und dann nochmal drüber nachdenken, warum man so Festplatten
> retten kann. Die Lösung ist doch so einfach ;-) ]
oder auch nicht
>
>
> Tip: Mal eine Festplatte ausbauen, und die Platten ausbauen und
> trennen.
> Dann eine Platte erhitzen und die andere kühlen. Dann
> jeweils ein 1-Cent Stück drauflegen und die Platte schiefhalten.
>
> Frage C: Bei welchem Winkel verrutscht bei welcher Platte
> das 1-Cent Stück?
>
> Antwort C: Die erwärmte Platte ist _deutlich_ stumpfer als die kalte.
na und?
Die Leseköpfe liegen ja nicht auf der Platte auf...
>
> Warum jetzt die Platte wenn sie wieder warm wird weiterfunktioert?
> kA. Aber ich schätze mal dass die Spur 0 der kritischste Teil beim
> Festplattenstart ist, nach der die Restspuren bzw. die Lesearme
> ausgerichtet werden.
Nein, das passiert auf den Synchronisationsspuren, auf Spur 0 beginnt der
Datenbereich
>Wenn das erstmal funktioniert hat, geht der Rest
> vermutlich deshalb noch, weil der Lesearm dann ja genau weiß, wohin er
für die
> jeweiligen Daten schwenken muss.
allerdings
>
> Fazit: Wenn dieser besagte Fehler auftritt, ist die Oberfläche der
> Festplatten angenutzt.
Nein, es sei denn die Synchspuren wären duch aufsetzen der Köpfe zerstört,
dann nutzt allerdings kein abkühlen und das Geräusch ist ein anderes
ich hab ein ähnliches Problem:
zwei baugleiche Festplatten während die eine seit einem Sturz nur noch
rum klackt (findet Spur nicht) hat die zweite Festplatte eine
Fehlspannung in der Elektronik (Reperaturversuch mißglückt) abbekommen.
Nun währe es ein leichtes die Elektronik-Platine zu tauschen, wenn da
nicht der Konjunktiv währe.
In wie weit "merkt" sich die Elektronik welche Platte es nun verwaltet
bzw. wie würde die Elektronik reagieren, wenn sie nun eine neue Platte
verwaltet?
Danke
Dirk
>Ich würde mich eher fragen, was mit der kondensierenden Luftfeuchtigkeit
>in der Platte passiert.
>
>Andreas
Wenn Du nicht der alleinige Herr über das Eisfach bist, solltest Du
die Platte vor dem Einfrieren eh' in eine Gefriertüte packen. ;-)
Verbessert das "Miteinander" und nebenbei verhindert es kondensation
in der Festplatte...
gruss
Olaf
> Warum sollte da was kondensieren?
Die Sache mit dem Dampfdruck und dem Sättigungsdampfdruck, nachzulesen
bestimmt in der Wiki.
Lars
> Wenn Du nicht der alleinige Herr über das Eisfach bist, solltest Du
> die Platte vor dem Einfrieren eh' in eine Gefriertüte packen. ;-)
>
> Verbessert das "Miteinander" und nebenbei verhindert es kondensation
> in der Festplatte...
Kühltechnisch noch viel besser, da wärmeableitend und nicht
wärmeisolierend und recht Tauwassersicher: USB Gehäuse und Festplatte ab
in die Truhe und das Kabel raushängen lassen. Dann Notebook davor
stellen und Daten auslesen.
Gruß Lars
> Nun währe es ein leichtes die Elektronik-Platine zu tauschen, wenn da
> nicht der Konjunktiv währe.
Wer hindert dich daran. Warum kann man heute eigentlich grundsätzlich
niemals einfach mal etwas ausprobieren - zudem an ohnehin defekten und
damit wertlosen Teilen - ohne erst einmal blöd durch die Gegend fragen
zu müssen?
> In wie weit "merkt" sich die Elektronik welche Platte es nun verwaltet
> bzw. wie würde die Elektronik reagieren, wenn sie nun eine neue Platte
> verwaltet?
Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
liegen auf der Platte.
Gruß Lars
Ganz ruhig - wie kommst du auf die Idee, dass die Platte "wertlos" ist?
Womöglich befinden sich noch (wertvolle) Daten drauf, die der OP nicht
durch falsches Probieren gänzlich schrotten möchte. Außerdem müsste er
vielleicht zuerst eine identische Ersatzplatte bei eBay kaufen, was
reine Zeit- und Geldverschwendung wäre, wenn er vorher wüßte, dass so
ein Vorgehen sowieso sinnlos wäre.
Gründe Genug, vorher "blöd durch die Gegend" zu fragen.
>>In wie weit "merkt" sich die Elektronik welche Platte es nun verwaltet
>>bzw. wie würde die Elektronik reagieren, wenn sie nun eine neue Platte
>>verwaltet?
>
> Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
> liegen auf der Platte.
Wie kommst du darauf? Und wie schließt du aus, dass nicht womöglich
bestimmte Informationen wie Relokationsdaten nicht in einem EEPROM auf
der Ansteuereinheit abgelegt werden?
Gruß,
Johannes
Nein, die verwaltet der Plattencontroller und der befindet sich auf der
Elektronik.
Wenn die Daten der anderen Platte nicht mit einem Low Level Formatter
verändert wurden läuft die Platte mit der Elektronik vom gleichen
Plattenmodell wieder.
Auf der Platte stehen die Partitionsdaten und die der Highlevel Formatierung
Gruss
Peter
Arthur
--
arthur dot erhardt at pit dot physik dot uni dash tuebingen dot de
*pgp key available* dg7sea
A physicist is an atom's way of knowing about atoms.
Wieso sollte die Luft, die in der HDD ist, nicht kondensieren, wenn du
einen Beutel um das ganze packst?
mfg, pgs
--
Grundeinkommen - Ausweg aus der Krise?
<http://texte.pgs-info.de>
pgp public key: <http://www-pgs-info.de/pgp/pgs.asc>
Ich will noch nicht glauben, dass die beim herstellen Feuchtigkeit in
die HD mit reintun. Sie geben sich schon solche Mühe, was
partikelfreies reinzutun, da wird sich H20 wohl auch gleich
ausschliessen lassen...
Felix
> Ich würde mich wundern, wenn in den Dingern was anderes als wasserfreier
> Stickstoff unter leichtem Überdruck drin ist.
Zitat aus der Wikipedia (besser könnte ich es auf die schnelle auch
nicht ausdrücken):
"Das Gehäuse der Festplatte ist staubdicht, aber nicht luftdicht
abgeschlossen: durch eine kleine Öffnung mit einem Filter kann Luft
eindringen oder austreten. Diese Öffnung darf in der Regel nicht
verschlossen werden."
Oder aus der englischen Fassung:
"Hard disk drives are not airtight. [...] The filter also allows
moisture in the air to enter the drive."
CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP-Key-ID: 0x6DA025CA
>> Ich würde mich eher fragen, was mit der kondensierenden Luftfeuchtigkeit
>> in der Platte passiert.
> Ich würde mich wundern, wenn in den Dingern was anderes als wasserfreier
> Stickstoff unter leichtem Überdruck drin ist.
Dann wunder dich.
Schau dir eine Platte mal genauer an. Vielleicht findest du sogar einen
"do not cover" Aufkleber.
Gruß
Michael
Eine Harddisk ist nicht Hermetisch verschlossen.
Es kommen keine Partikel ab einer gewissen Grösse rein. Aber sehr wohl
Luft mit allem was dazugehört und klein genug ist. Sogar Zigarettenrauch
schafft es bisweilen sich abzulagern.
mfG René
> durch eine kleine Öffnung mit einem Filter kann Luft
> eindringen
Auf diesem Foto kann man z.B. die Öffnung ("do not cover this hole") gut
erkennen:
http://www.overclockzone.com/spin9/review/harddisk/simpletech/ext_120gb/DSCN2453.JPG
In deine Wohnung tust du aber Feuchtigkeit rein. Mit jedem Atemzug.
> Eine Harddisk ist nicht Hermetisch verschlossen.
> Es kommen keine Partikel ab einer gewissen Grösse rein. Aber sehr wohl
> Luft mit allem was dazugehört und klein genug ist. Sogar Zigarettenrauch
> schafft es bisweilen sich abzulagern.
Außerdem gibt es noch Elektronik, die nicht in einem geschlossenen
Gehäuse sitzt und teilweise recht hochohmige Eingänge hat.
Gruß Lars
> Ich würde mich wundern, wenn in den Dingern was anderes als wasserfreier
> Stickstoff unter leichtem Überdruck drin ist.
Dann wundere dich mal schön. Es ist ganz normale Umgebunngsluft drin.
Nur ohne Staub halt.
Gruß Lars
> > Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
> > liegen auf der Platte.
>
> Nein, die verwaltet der Plattencontroller und der befindet sich auf der
> Elektronik.
Wo dort? Quelle?
> Wenn die Daten der anderen Platte nicht mit einem Low Level Formatter
> verändert wurden läuft die Platte mit der Elektronik vom gleichen
> Plattenmodell wieder.
Angeblich nicht immer. Bei mir ging das bisher.
> Auf der Platte stehen die Partitionsdaten und die der Highlevel Formatierung
Und die an das BIOS gemeldeten Daten über Typ, Modell, einzutragene
Sektorenzahl usw. Ist zweifach überprüft. Einmal von mir, einmal von
einem Freund.
Lars
Wenn es so einfach und leicht ersichtlich ist kannst du es ja auch klar
sagen? Ja, ich hab zuvor auch schon im Netz gesucht und durchaus auch
selbst überlegt.
> Antwort C: Die erwärmte Platte ist _deutlich_ stumpfer als die kalte.
Tut mir leid, aber mit dem Adjektiv stumpf kann ich im bezug zur Platte
nichts anfangen. Meinst du, dass die Oberläche durch das Abkühlen etwas
flacher wird und nicht so stark gewölbt ist wie im warmen Zustand. Also
im Prinzip das gleiche wie bei einer Kreissäge, die aus diesem Grund
auch Rillen im Sägeblatt besitzt.
> Warum jetzt die Platte wenn sie wieder warm wird weiterfunktioert?
> kA. Aber ich schätze mal dass die Spur 0 der kritischste Teil beim
> Festplattenstart ist, nach der die Restspuren bzw. die Lesearme
> ausgerichtet
Aber wenn da wer schreibt, dass die Platte 2 Jahre danach auch noch
funktioniert, wird sie wahrscheinlich dazwischen auch mal ausgeschaltet
worden sein, dh sie müsste die Spur 0 auch wieder neu finden.
mfg
Thomas
> wenn sie erstmal synchronisiert hat ist ja es kein Problem mehr die Spuren
> zu treffen
Das schon, aber wenn da geschrieben wird die Platte läuft auch nach zwei
Jahren noch, dann wird sie wahrscheinlich dazwischen einmal abgeschaltet
worden sein und muss neu synchronisieren. Und warum das auch wieder
funktioniert kann ich mir nicht ganz erklären.
mfg
Thomas
> Ganz ruhig - wie kommst du auf die Idee, dass die Platte "wertlos" ist?
Sie ist defekt. Die Reparatur ist sicher teurer, als eine Neuanschaffung
:= wirtschaftlicher Totalschaden.
> Womöglich befinden sich noch (wertvolle) Daten drauf, die der OP nicht
Das ist irrelevant, denn solche befinden sich auf einem Backup.
> durch falsches Probieren gänzlich schrotten möchte. Außerdem müsste er
Dann hat man das längst einem Datenrettungsunternehmen überlassen und
selbst seit Eintreten des Defekts genau null daran herum probiert.
> > Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
> > liegen auf der Platte.
>
> Wie kommst du darauf? Und wie schließt du aus, dass nicht womöglich
Ich und vor ein paar Jahren ein Freund haben die Daten auf dem
Plattenstapel gelöscht und nur dort, nicht auf der Elektronik.
Ich habe die Platte anschließend lowlevel formatiert. So lange, bis sie
sich nach mehrfacher Weigerung doch noch LL-formatieren und wieder
beschreiben ließ. Die Platte war anschließend wieder normal beschreibbar
und lesbar, nach dem Reboot wurde jedoch vom BIOS keine Platte mehr
erkannt. Genauer: Das BIOS merkte, daß da etwas angeschlossen ist, daß
keine entsprechenden Daten liefert und trug ohne Warten nichts in die
Tabelle ein.
> bestimmte Informationen wie Relokationsdaten nicht in einem EEPROM auf
> der Ansteuereinheit abgelegt werden?
Das kann ich mit dieser Methode wahrscheinlich nicht ausschließen.
Jedoch funktionierte kreuzweises Tauschen bei Platten bis in den
zweistelligen GB-Bereich bisher. Darüber habe ich es noch nicht
probiert. Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, daß das so ist? Wenn ja:
Bei welchen Platten? Quelle?
Gruß Lars
> > Schau dir eine Platte mal genauer an. Vielleicht findest du sogar einen
> > "do not cover" Aufkleber.
> Ok, ich hab mich ein wenig gewundert. Warum tut man das?
Damit der Druckausgleich nicht behindert wird?
> Aber wenn da wer schreibt, dass die Platte 2 Jahre danach auch noch
Daran muß man erst einmal glauben. :-)
> funktioniert, wird sie wahrscheinlich dazwischen auch mal ausgeschaltet
> worden sein, dh sie müsste die Spur 0 auch wieder neu finden.
Man könnte sich _vorstellen_, daß irgendwo die Position nachkalibriert
und gespeichert wird. Eigentlich müßte man sich fragen, warum die Platte
dann nicht gleich danach sucht, wenn sie den Bereich (er ist vor Spur 0)
nicht findet.
Gruß Lars
auf dem Plattenstapel gibt es eine Seite mit Synchronspuren und eigenem
Lesekopf, der über AD-Wandler das Servosystem mit der Voicecoil für die
Postionierung ansteuert.
Das Servosystem wird einmal pro Minute temperaturkompensiert.
Bei neueren Platten gibt es auch "enbedded servo", da werden die
Synchronsignale mit in den Datenspuren geführt
Gruss
Peter
es gibt keinen Bereich vor Spur 0 und dort steht als erstes der MBR
Gruss
Peter
> es gibt keinen Bereich vor Spur 0 und dort steht als erstes der MBR
Meistens schon, aber manchmal steht da auch der RDB oder das Disklabel.
(Mein ja nur) ;^)
Frohes Fest, Peter
kaum,
auf den ersten 512 byte steht grundsätzlich der master boot record,
wäre ja schlimm wenn der vom Disklabel überschrieben werden dürfte
ebenfalls Frohes Fest
Peter
Nur beim Einsatz in einem x86... Beim Einsatz in einer
anderen Platform kann dort was komplett anderes stehen.
Gerrit
Auch für 'x86' gibts weit mehr als ein Betriebssystem, siehe aktuelle
DVB-Harddisk-Recorder.
Gruß Dieter
> Gehen wir mal wissenschaftlich vor *g*
Du?
> 1. Spulen (z.B. für den Lesearm)
Das gabs letztes Jahrtausend, man GMR.
> Tip: Mal eine Festplatte ausbauen, und die Platten ausbauen und trennen.
> Dann eine Platte erhitzen und die andere kühlen. Dann
> jeweils ein 1-Cent Stück drauflegen und die Platte schiefhalten.
>
> Frage C: Bei welchem Winkel verrutscht bei welcher Platte
> das 1-Cent Stück?
Wissenschaftlich?
> Antwort C: Die erwärmte Platte ist _deutlich_ stumpfer als die kalte.
Andere Ursachen nicht möglich?
> Warum jetzt die Platte wenn sie wieder warm wird weiterfunktioert?
> kA. Aber ich schätze mal dass die Spur 0 der kritischste Teil beim
> Festplattenstart ist, nach der die Restspuren bzw. die Lesearme ausgerichtet
> werden. Wenn das erstmal funktioniert hat, geht der Rest vermutlich
> deshalb noch, weil der Lesearm dann ja genau weiß, wohin er für die
> jeweiligen Daten schwenken muss.
>
> Fazit: Wenn dieser besagte Fehler auftritt, ist die Oberfläche der Festplatten
> angenutzt.
Au weia!
Gruß Dieter
Schon, aber beim x86 gibt das BIOS den Ort von Partitionstabelle
und MBR vor. Wird sonst mit dem Booten etwas schwierig.
Stecke ich die gleiche Platte in eine SUN (z.B. U10), dann
steht dort etwas komplett anderes.
Gerrit
Er meint die Spule zur Bewegung des Kopftraegers.
Die gibts immer noch. Nebenbei kann man aus alten
Platten schoen _starke_ Permanentmagneten ausbauen.
BTW: Beim Lesen hilft GMR, ja, aber zum Schreiben
brauchts meines Wissens immer noch eine Spule...
Gerrit
>> > Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
>> > liegen auf der Platte.
>>
>> Nein, die verwaltet der Plattencontroller und der befindet sich auf der
>> Elektronik.
>
> Wo dort? Quelle?
Schliess mal eine Elektronik der Platte ohne Mechanik an... komischerweise
meldet sich sehr oft die Elektronik korrekt im Bios an - meckert aber das
der Smart-Status äusserst 'BAD - Backup and Replace' sei:-)
Bei einigen Platten ist tatsächlich die komplette Firmware auf der ersten
Spur der Platte untergebracht und wird erst dann gelesen.
Kommt grundsätzlich also auf die Platte bzw. den Hersteller oder die Serie
an.
>> Wenn die Daten der anderen Platte nicht mit einem Low Level Formatter
>> verändert wurden läuft die Platte mit der Elektronik vom gleichen
>> Plattenmodell wieder.
>
> Angeblich nicht immer. Bei mir ging das bisher.
Über welche Platten sprechen wir hier? S-Ata, P-Ata, SCSI, MFM oder RLL
ST-402?
Ein 'ECHTES' LowLevel format kann man bei *-Ata Platten nur mit
Herstellereigenen Tools erreichen - wenn überhaupt. Falls dies geht, ist
die Platte aber wieder genauso junfräulich wie sie wahr, als sie aus der
Tüte gepuhlt wurde.
Bei SCSI Sieht das ein bisschen anders aus, da kann man sehr wohl die
Sektorgröße verändern - aber wer braucht denn heute noch 520 Bytes/Sektor?
Damals, als man 400 MB Platten aus den IBM Maschinen für günstiges Geld
bekam, okay, aber heute?
> Und die an das BIOS gemeldeten Daten über Typ, Modell, einzutragene
> Sektorenzahl usw. Ist zweifach überprüft. Einmal von mir, einmal von
> einem Freund.
Wie hast Du das denn überprüft? Stimmt schon, das in vielen Plattentypen
die komplette Plattenfirmware auf der ersten Spur liegt - somit auch Name,
C/H/S usw. Aber das ist ein KANN und kein MUSS.
--
'Never trust a computer you can't throw out a window.'
Steve Wozniak
>> Ganz ruhig - wie kommst du auf die Idee, dass die Platte "wertlos" ist?
>
> Sie ist defekt. Die Reparatur ist sicher teurer, als eine Neuanschaffung
> := wirtschaftlicher Totalschaden.
Und die Daten? Die sind vielerorts deutlich wertvoller als die Platte
selbst? Ausserdem repariert heutztage NIEMAND eine Festplatte um sie
hinterher wieder einzusetzen - es sei denn irgendein DAU hat beim Einbau
ein Pin abgebrochen...
>> Womöglich befinden sich noch (wertvolle) Daten drauf, die der OP nicht
>
> Das ist irrelevant, denn solche befinden sich auf einem Backup.
Ja sicher. Und alle Menschen sind von grundauf gut!
>> Wie kommst du darauf? Und wie schließt du aus, dass nicht womöglich
>
> Ich und vor ein paar Jahren ein Freund haben die Daten auf dem
> Plattenstapel gelöscht und nur dort, nicht auf der Elektronik.
Äh? Entschuldige die Frage: Wie macht man das einfach mal eben so? Leiht
man sich einen Elektromagneten aus, stülpt diesen über die Festplatte und
speist ihn mit 1 kHz AC bei 5 Ampere?
> Ich habe die Platte anschließend lowlevel formatiert. So lange, bis sie
> sich nach mehrfacher Weigerung doch noch LL-formatieren und wieder
> beschreiben ließ.
--- womit? Mit einer gepatchten Firmware für die Platte?
> und lesbar, nach dem Reboot wurde jedoch vom BIOS keine Platte mehr
> erkannt. Genauer: Das BIOS merkte, daß da etwas angeschlossen ist, daß
> keine entsprechenden Daten liefert und trug ohne Warten nichts in die
> Tabelle ein.
Welche Platte? Womit LowLevel-Formatiert?
Das die Firmware auf der Platte selbst liegen *KANN* und das wohl auch sehr
häufig so gemacht wird, ist mir bekannt.
Aber WIE kannman eine IDE Platte derartig LowLevel Formatieren, das sich
damit selbst 'zerstört' - wie man es mit RLL und MFM Platten noch machen
konnte.
Wird da ein FirmwareBug der Platte ausgenutzt? Oder war die Platte evt. eh
schon im Eimer, so das die Lowlevelformatierung mit MaxLLFT oder ähnliches
der Platte (und dem Firmware-Sektor) nur noch den REst gegegeben hat?
> Schon, aber beim x86 gibt das BIOS den Ort von Partitionstabelle
> und MBR vor. Wird sonst mit dem Booten etwas schwierig.
>
> Stecke ich die gleiche Platte in eine SUN (z.B. U10), dann
> steht dort etwas komplett anderes.
Das hat aber nichts mit dem Prozessor zu tun.
Gruß Dieter
um Fehlerquellen von vorherein auszugrenzen ?
aber sorry ich wollte den Thread inhaltlich aufwerten, bevor es hier
noch zur Geisterbeschwörung geraten wird und die Platte des OP's mit der
richtigen Tonlage eines Singsangs zum Leben erweckt wird.
Dazu aktueller Fall - Notebook Festplatte bei einem Kollegen defekt -
Kosten für Datenrettung 4800 Euronen ohne Garantie.
> Das ist irrelevant, denn solche befinden sich auf einem Backup.
Das ist richtig. Alle Daten sind irgendwo auf einem Backup, aber
gleichmässig auf
alle am Projekt beteiligten Standorte und Partnerfirmen verteilt.
Und es ist auch keine Seltenheit mehr, dass die Leute am WE zu Hause am
Laptop
weiterarbeiten, ohne Extra Bezahlung selbtverständlich.
Da kommt die Wiederherstellung über Backups auch nicht billiger ;-)
Gruß
Hans-Georg
> Tut mir leid, aber mit dem Adjektiv stumpf kann ich im bezug zur Platte nichts anfangen.
Genauso wie bei einer Cerankochfläche. schabe da mit einem Messer mal
in kaltem Zustand drüber und dann einmal wenn sie heiß ist.
Dann kannst du den Unterschied bzw. das was ich mit stumpf meine fühlen.
Ist evtl einfacher als wenn ich das ketzt unverständlich erkläre.
Ich vermute, dass durch das "aufrauhen" der Oberfläche der Kopf
durch die Luftzirkulation weiter von der Platte weggepustet wird
und deshalb die Spur0 evtl. nicht gelesen werden kann.
> Aber wenn da wer schreibt, dass die Platte 2 Jahre danach auch noch funktioniert, wird sie wahrscheinlich dazwischen auch mal
> ausgeschaltet worden sein, dh sie müsste die Spur 0 auch wieder neu finden.
Die Spur Null kann wohl von einigen Platten verlagert oder nachgeschrieben
werden sodass diese wieder bzw. besser lesbar ist. Entweder das oder
jemand schreibt Müll vermute ich ;) Aber ich muss dazusagen ich habe eine
Platte so auch schon einmal gerettet. Allerdings fing sie bei Raumtemperatur
danach wieder an zu klackern beim neustarten. Hab das ganze dann nochmal
gemacht und lowlevelformat durchgeführt und seitdem läuft sie auch bei mir wieder.
Es handelt sich bei mir um eine alte Deskstar von IBM die in meinem Eselrechner
wieder ihre Dienste tut.
lg,
Markus
Kommt auf das Modell an. Einige haben offensichtlich Kalibrierdaten in
EEPROM/Flash auf der Platine, die zur Mechanik passen müssen, da
funktioniert schon der Tausch zwischen 2 funktionierenden Platten aus der
gleichen Produktionscharge nicht.
cu
Michael
--
Some people have no repect of age unless it is bottled.
Fuer ein Minimalbackup eines Laptops reicht eine externe
Festplatte die ueber Firewire oder USB angeschlossen ist.
Wer nicht einmal diesen Aufwand treiben will hat offensichtlich
keine wichtigen Daten.
Gerrit
> >>1. Spulen (z.B. für den Lesearm)
> >
> >
> > Das gabs letztes Jahrtausend, man GMR.
>
> Er meint die Spule zur Bewegung des Kopftraegers.
Mag sein.
> Die gibts immer noch.
> Nebenbei kann man aus alten
> Platten schoen _starke_ Permanentmagneten ausbauen.
Zweifellos.
> BTW: Beim Lesen hilft GMR, ja, aber zum Schreiben
> brauchts meines Wissens immer noch eine Spule...
Stimmt schon, aber unser HCA schrieb ja vom Lesen.
Gruß Dieter
Natuerlich... Aber so ziemlich alle x86-Systeme
benutzen dieses unsaegliche BIOS mit allen seinen
hirntoten Einschraenkungen. Alle mir bekannten SUNs
(mit Sparc-CPU) benutzen hingegen ein OBP, eine
Variante der OpenFirmware wie sie auch Apple verwendet.
Gerrit
>Bei neueren Platten gibt es auch "enbedded servo", da werden die
>Synchronsignale mit in den Datenspuren geführt
IIRC seit Jahren nur noch, eine Oberfläche komplett für Servospuren zu
verschwenden, ist bei den modernen Platten mit wenigen Scheiben nicht mehr
so richtig toll.
> Allerdings dürfte der Trick nicht lange funktionieren und man sollte
> also schnell seine Daten sichern und sich eine neue Platte besorgen.
da kenne ich noch nen anderen Trick: Platte im vollen Betrieb
aufschrauben, Köpfe mit dem Finger anstubsen -> Köpfe justieren sich
neu. Daten retten.
Hat bei einer Western digital Caviar 23200 (3GByte) vor ein paar Jahren
geklappt. Obs heut noch so geht...?
Dirk
> Das hat aber nichts mit dem Prozessor zu tun.
Aber mit der Architektur (x86/IA-32 eben). Bei IA-64 gibt es z.B.
keinen MBR mehr, sondern eine EFI-Partition.
Grüße,
Björn
--
BOFH Excuse #273:
The cord jumped over and hit the power switch.
> > Tut mir leid, aber mit dem Adjektiv stumpf kann ich im bezug zur Platte nichts anfangen.
>
> Genauso wie bei einer Cerankochfläche. schabe da mit einem Messer mal
> in kaltem Zustand drüber und dann einmal wenn sie heiß ist.
> Dann kannst du den Unterschied bzw. das was ich mit stumpf meine fühlen.
Du hast Festplatten aus Glaskeramik? Und was du da fühlst ist nicht
größere Rauhigkeit sondern geringere Viskosität.
Gruß Dieter
kA wie man das nennt. Der Chemiker bist DU ;-)
lg,
Markus
>>Womöglich befinden sich noch (wertvolle) Daten drauf, die der OP nicht
>
> Das ist irrelevant, denn solche befinden sich auf einem Backup.
Ach komm, du weißt doch genau, dass wirklich viele Leute - auch die, die
mit wichtigen Daten hantieren - oft keine oder nur uralte Backups haben.
Das de facto die wirtschaftliche _Existenz_ oft nur an den Daten hängt,
ist vielen einfach nicht klar.
Du glaubst gar nicht, wie ich mir da schon den Mund fusselig geredet hab...
>>>Die Informationen über den Plattentyp, die das BIOS zu sehen bekommt,
>>>liegen auf der Platte.
>>
>>Wie kommst du darauf? Und wie schließt du aus, dass nicht womöglich
>
> Ich und vor ein paar Jahren ein Freund haben die Daten auf dem
> Plattenstapel gelöscht und nur dort, nicht auf der Elektronik.
Wie macht man denn das? Liegt da nicht auch evtl. die Firmware der
Platte drauf?
> Ich habe die Platte anschließend lowlevel formatiert.
Und wie macht man das? Ich kannte nur für meine uralt 20MB-SCSI
Festplatte damals das "DEBUG" Assemblerlisting, um die Platte
LL-Formatieren zu können. Bei heutigen Platten wird sowas alles von der
Firmware geschluckt. Würde mich echt interessieren.
>>bestimmte Informationen wie Relokationsdaten nicht in einem EEPROM auf
>>der Ansteuereinheit abgelegt werden?
>
> Das kann ich mit dieser Methode wahrscheinlich nicht ausschließen.
> Jedoch funktionierte kreuzweises Tauschen bei Platten bis in den
> zweistelligen GB-Bereich bisher. Darüber habe ich es noch nicht
> probiert. Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, daß das so ist? Wenn ja:
> Bei welchen Platten? Quelle?
Nein, habe ich auch nicht behauptet. Ich wollte nur damit sagen, dass es
nicht so trivial ist, zu entscheiden, _was_ die Elektronik überhaupt
macht und was tatsächlich auf der Platte gespeichert wird. Die
Festplatten heutzutage sind solche unglaublichen Blackboxes (eben z.B.
wegen automaticher Relokation defekter Sektoren, oft nicht mal durch
SMART protokolliert) dass das eben ohne weiteres Wissen unentscheidbar ist.
Gruß,
Johannes
>>Das hat aber nichts mit dem Prozessor zu tun.
>
> Aber mit der Architektur (x86/IA-32 eben). Bei IA-64 gibt es z.B.
> keinen MBR mehr, sondern eine EFI-Partition.
Hm? Mein anderer PC ist ein AMD64 (läuft unter Linux nativ) und da ist
der MBR sehrwohl genau derselbe, wie er es früher im i686 war.
Gruß,
Johannes
IA-64 ist Itanium. Schau mal hier:
http://www.intel.com/design/itanium/hardware/efi_info.htm
Michael
Doch, den gibt es sehr wohl - in einem alten Quantum-Manual war das IIRC
genauer beschrieben. Moderne Platten haben oft Teile der Firmware auf der
Platte selbst gespeichert - im ROM/Flash ist nur eine Minimalversion, die
ausreicht, den Rest eben von der Platte zu lesen. Die Firmware liegt
natürlich außerhalb des von außen erreichbaren Sektorbereiches.
Evtl. ist das hier für den OP interessant:
http://www.hardwaresecrets.com/article/245/1
> Schliess mal eine Elektronik der Platte ohne Mechanik an... komischerweise
> meldet sich sehr oft die Elektronik korrekt im Bios an - meckert aber das
> der Smart-Status äusserst 'BAD - Backup and Replace' sei:-)
Interessant. Hatte ich noch nicht, bzw. noch nicht versucht. Leider auch
neulich vergessen, zu probieren, als ich die Elektronik einer IBM-Platte
tauschte.
> Bei einigen Platten ist tatsächlich die komplette Firmware auf der ersten
> Spur der Platte untergebracht und wird erst dann gelesen.
Schreck. Ein Glück, daß da bei meinem Testobjekt nur die Plattendaten
(Hersteller, Modell, CHS) zu liegen schienen.
> Kommt grundsätzlich also auf die Platte bzw. den Hersteller oder die Serie
> an.
Das klingt plausibel.
> >> Wenn die Daten der anderen Platte nicht mit einem Low Level Formatter
> >> verändert wurden läuft die Platte mit der Elektronik vom gleichen
> >> Plattenmodell wieder.
> >
> > Angeblich nicht immer. Bei mir ging das bisher.
>
> Über welche Platten sprechen wir hier? S-Ata, P-Ata, SCSI, MFM oder RLL
> ST-402?
Entschuldige, alles P-ATA, z.B. eine IBM DTTA35.
> Ein 'ECHTES' LowLevel format kann man bei *-Ata Platten nur mit
> Herstellereigenen Tools erreichen - wenn überhaupt. Falls dies geht, ist
> die Platte aber wieder genauso junfräulich wie sie wahr, als sie aus der
> Tüte gepuhlt wurde.
Ich nehme bei älteren Platten (bis 45GB) meistens ein Tool von einem
Datenrettungsunternehmen, das mal mitgeliefert wurde. Nachdem ich
neulich eine alte Seagate mit einem LS-Magneten im laufenden Betrieb
umformatiert hatte, zumindest die ersten Spuren, sodaß die Platte nur
noch klackererte und sich weigerte, auch nur einen einzigen Sektor zu
finden, oder zu formatieren, nehme ich weiterhin an, daß das Programm
einen LL-Format durchführt. Zumal es einstweilen behauptet, Sektormarken
zu schreiben.
> Bei SCSI Sieht das ein bisschen anders aus, da kann man sehr wohl die
> Sektorgröße verändern - aber wer braucht denn heute noch 520 Bytes/Sektor?
Die Platte (ebenfalls Seagate), die ein Freund mal so behandelte (zu
meinem Entsetzen), war SCSI. Die meldete sich leider nicht mehr am
Controller an. Kein Zugriff mehr, Ende. Ist schon eine Weile her.
Vermutlich fehlte das passende Tool mit den entsprechenden Treibern, die
wieder zum Leben zu erwecken.
> > Und die an das BIOS gemeldeten Daten über Typ, Modell, einzutragene
> > Sektorenzahl usw. Ist zweifach überprüft. Einmal von mir, einmal von
> > einem Freund.
>
> Wie hast Du das denn überprüft? Stimmt schon, das in vielen Plattentypen
> die komplette Plattenfirmware auf der ersten Spur liegt - somit auch Name,
> C/H/S usw. Aber das ist ein KANN und kein MUSS.
Nach dem magnetischen Löschen so oft die Sektoren neu geschrieben, bis
die Platte dies endlich akzeptiert hat. Vermutlich war der Plattenstapel
zu sehr vormagnetisiert, um gleich Daten aufzubringen. Die Platten
drehten sich während der Magnetbremse nur noch langsam. Es wäre für den
Test besser gewesen, sie mit einem Wechselfeld (Entmagnetisierer) zu
löschen. Den hatte ich aber gerade in meinem Spieltrieb nicht schnell
genug gefunden. :-)
Nachdem die Platte nun endlich wieder lief und auch partitionierbar und
beschreibbar war, habe ich den Strom kurz weggenommen und versucht, im
BIOS die Erkennung durchzuführen. Ergebnis: Das BIOS meldete ohne
Wartezeit sofort eine leere Tabelle für Primary Master zurück. Wäre da
gar nichts oder eine gar nicht lesbare Platte angeschlossen, gäbe es
erst einmal eine Suchorgie. Das Festplattentool wollte auch nichts mehr
über die Platte wissen und bot eine vorprogrammierte Liste von Platten
an.
Hoffe, ich konnte zur weiteren Verwirrung beitragen. :-)
Gruß Lars
Ich mir auch. Ist mir inzwischen egal. In Zeiten wo man 200 GB
extern (USB2) fuer ca. 100 Euro bekommt hat keiner mehr eine
Entschuldigung. Sie haben die Wahl... Entweder 200 Euro
ausgeben (2 solche Platten, im Wechsel benutzt, 3 waeren
noch besser) oder im Schadensfalle vierstellig loehnen...
Sowas ist natuerlich nur eine Minimalloesung, aber immer noch
um Welten besser als gar kein Backup.
Gerrit
> Wie macht man denn das? Liegt da nicht auch evtl. die Firmware der
> Platte drauf?
Bei den Platten war das anscheinend nicht der Fall, (oder die Platten
liefen auch mit der Notfirmware?).
> > Ich habe die Platte anschließend lowlevel formatiert.
>
> Und wie macht man das? Ich kannte nur für meine uralt 20MB-SCSI
> Festplatte damals das "DEBUG" Assemblerlisting, um die Platte
> LL-Formatieren zu können. Bei heutigen Platten wird sowas alles von der
> Firmware geschluckt. Würde mich echt interessieren.
Du denkst zu kompliziert! :-) Einfach mit der ganz primitiven Methode:
Ein so starkes Magnetfeld, daß die Platte gebremst wird. :-)
> wegen automaticher Relokation defekter Sektoren, oft nicht mal durch
^^^^^^^^^^
> SMART protokolliert) dass das eben ohne weiteres Wissen unentscheidbar ist.
^^^^^^^^^^^^^
Das finde ich jetzt aber unfair!
Lars
>> Aber mit der Architektur (x86/IA-32 eben). Bei IA-64 gibt es z.B.
>> keinen MBR mehr, sondern eine EFI-Partition.
> Hm? Mein anderer PC ist ein AMD64 (läuft unter Linux nativ)
Michael hat dich ja schon auf den Unterschied zwischen IA-64 und
AMD64 hingewiesen. Mir fällt dabei noch ein, dass IA-64 IIRC auch
ein BIOS simulieren kann.
> und da ist der MBR sehrwohl genau derselbe,
Interessant, AMD64 hält sich an (zu?) altbewährtes.
> wie er es früher im i686 war.
Komisch, bei mir ist er das heute noch ;)
Grüße,
Björn
--
BOFH Excuse #28:
CPU radiator broken
Diese Aussage ist so generell falsch.
Schon sehr altes Beispiel: Quantum LPS52/LPS105 bzw. die IDE-Variante aus
der gleichen Reihe.
Die Platinen sind bei 52MB- und 105MB-Variante identisch - wenn man die
tauscht, meldet sich die Platte korrekt mit der richtigen Kapazität und dem
richtigen Namen - die Daten sind also eindeutig auf dem Medium und nicht in
der Elektronik untergebracht.
Noch besser wird es, wenn man zwischen IDE- und SCSI-Varsion tauscht - ich
hatte nach einer "aus-2-mach1"-Aktion eine SCSI-52MB-Platte, die sich beim
Inquiry mit dem Namen der IDE-Version meldete - und jahrelang einwandfrei
funktionierte.
>Wenn die Daten der anderen Platte nicht mit einem Low Level Formatter
>verändert wurden läuft die Platte mit der Elektronik vom gleichen
>Plattenmodell wieder.
>Auf der Platte stehen die Partitionsdaten und die der Highlevel Formatierung
Das stimmt für den Bereich der Sektoren, die die Platte nach außen dem
Benutzer zugänglich macht. Niemand verbietet dem Plattenhersteller,
zusätzliche Sektoren zu haben, auf denen Name, Seriennummer, Teile der
Firmware etc. untergebracht sind - die liegen dann halt vor den Sektoren,
die man von außen als "Sektor 0 und folgende" sieht.
BTW: eine echte Lowlevel-Formatierung wie damals bei den MFM-Platten mit
Stepperpositionierung kann keine moderne Platte mehr, weil die Platte ohne
externe Hilfe nicht in der Lage ist, die embedded servo-Infos neu zu
schreiben. Und die Sektoren mit Firmware etc. werden auch nicht angefaßt.
Arthur
--
arthur dot erhardt at pit dot physik dot uni dash tuebingen dot de
*pgp key available* dg7sea
A physicist is an atom's way of knowing about atoms.
> Lars Mueller <l...@despammed.com> wrote:
> > Arthur Erhardt wrote:
> >>
> >> Michael Kamper <usene...@mkamper.de> wrote:
> >
> >> > Schau dir eine Platte mal genauer an. Vielleicht findest du sogar einen
> >> > "do not cover" Aufkleber.
> >> Ok, ich hab mich ein wenig gewundert. Warum tut man das?
> >
> > Damit der Druckausgleich nicht behindert wird?
> Begriffen hab ich das schon. Aber warum würde man das wollen? Gerade wenn
> das Ding ja eh einen bestimmten Mindestdruck zum funktionieren braucht?
Wer sagt das es einen bestimmten Mindestdruck braucht?
mfG René
Wenn sie eh schon kaputt is, ist auch das egal ;)
LG Andy
Ach so, deshalb also das nach außen offene Atemloch und die ubiquitären
Aufkleber mit der Warnung, das ja nicht zuzukleben.
> > Damit der Druckausgleich nicht behindert wird?
> Begriffen hab ich das schon. Aber warum würde man das wollen? Gerade wenn
> das Ding ja eh einen bestimmten Mindestdruck zum funktionieren braucht?
Es ist wahrscheinlich deutlich komplizierter, das Ding über Jahrzehnte
absolut gasdicht zu halten. Sieh dir nur die Heliumgefüllten Luftballons
an: Da diffundiert die ganze Zeit das Gas durch die Hülle und nach 1-2
Tagen ist Schluß. Selbst die Folienballons halten nur kurz. Beim
Transport im Flugzeug hat man dann auch noch Probleme mit Unterdruck,
also Überdruck der Platte. Vor allem stellt sich die Frage: Wozu der
ganze Aufwand? Kennst du Fälle, in denen bei normalem Betrieb die
Festplatte wegen in das Gehäuse eindringender Feuchtigkeit gestorben
ist? Ich nicht. Eher schlägt sich da erst einmal an der falschen Stelle
der Elektronik etwas nieder. Ich habe zum Spaß ein paar Festplatten
gebadet (Müßte eigentlich der Super-GAU sein) und anschließend einige
Minuten zum Trocknen der Elektronik in den Ofen geschoben. Nachdem das
ganze wieder problemlos anfaßbar war, habe ich es gleich in Betrieb
genommen: Keinerlei Beschwerden der Platte!
Gruß Lars
PS: Hoffe, du hältst mich jetzt endgültig für verrückt! ;-)
Michael Schwingen wrote:
> BTW: eine echte Lowlevel-Formatierung wie damals bei den MFM-Platten
> mit Stepperpositionierung kann keine moderne Platte mehr, weil die
> Platte ohne externe Hilfe nicht in der Lage ist, die embedded
> servo-Infos neu zu schreiben. Und die Sektoren mit Firmware etc.
> werden auch nicht angefaßt.
>
klar, wer embedded servo sectoren formatiert kann die Platte vergessen,
bei ATA Platten kann man ohnehin nicht mehr low-level formatieren
Michael Schwingen wrote:
> Das stimmt für den Bereich der Sektoren, die die Platte nach außen dem
> Benutzer zugänglich macht. Niemand verbietet dem Plattenhersteller,
> zusätzliche Sektoren zu haben, auf denen Name, Seriennummer, Teile der
> Firmware etc. untergebracht sind - die liegen dann halt vor den
> Sektoren, die man von außen als "Sektor 0 und folgende" sieht.
noch vergessen darauf einzugehen
sicher könnte der Hersteller das, aber wer oder was liest diese Sektoren?
Und mit welcher Methode?
das kann doch lediglich die Drive Elektronik selbst bzw. deren Controller
um diese Daten an den PC-Controller auszugeben.
Von aussen kann man dort nicht lesen.
Nach dem first seek stehen die Köpfe über Spur 0
und werden von dort aus aufsteigend positioniert
> Worauf schweben denn die Schreib-Lese-Köpfe im Betrieb?
Luftpolster?
Man kann ältere Platten ~500MB auch längere Zeit offen betreiben.
Sieht ganz witzig aus, wenn Win von ner alten Platte bootet.
Grüsse
Robert
> > > > Damit der Druckausgleich nicht behindert wird?
> > > Begriffen hab ich das schon. Aber warum würde man das wollen?
> > > Gerade wenn das Ding ja eh einen bestimmten Mindestdruck zum
> > > funktionieren braucht?
> >
> > Wer sagt das es einen bestimmten Mindestdruck braucht?
> Worauf schweben denn die Schreib-Lese-Köpfe im Betrieb?
die Köpfe schweben auf dem Luftpolster, das sich durch die schnelle
Umdrehung der Platte bildet, die Kopfunterseiten haben das entsprechende
Profil um abzuheben
> Sie ist defekt. Die Reparatur ist sicher teurer, als eine Neuanschaffung
> := wirtschaftlicher Totalschaden.
Das dachte ich auch. Bis ich neulich eine die noch Garantie hatte
eingeschickt hatte. Ich bekam dann eine zurueck, auf der stand
"Recertified", man sah auf dem Metall gut die Spuren die das
Wegschaben des alten Aufklebers hinterlassen hat.
Ganz geheuer war mir das nicht, ich hab sie dann auf der weltweit
groessten Muellhalde verhoekert und dabei noch einen guten Preis
erzielt.
cu,
Steffen
AMD64 nennt Intel EM64T, IA-64 ist anders.
Gruß
Henning
> René 'vollmi' Vollmeier <vol...@vollmi.ch> wrote:
> > Wer sagt das es einen bestimmten Mindestdruck braucht?
> Worauf schweben denn die Schreib-Lese-Köpfe im Betrieb?
Die schweben auf Luftpolstern, durch drehung der Platte erzeugt.
Verschiedene Drücke könnten garkeinen Einfluss auf die Köpfe haben, der
Druck würde ja von allen Seiten Auf die Köpfe einwirken und sicher nicht
nur von unten um sie anzuheben.
mfG René
> Verschiedene Drücke könnten garkeinen Einfluss auf die Köpfe haben, der
> Druck würde ja von allen Seiten Auf die Köpfe einwirken und sicher nicht
> nur von unten um sie anzuheben.
nicht ganz. Du hast Recht in Bezug auf die Omnidirektionalität (ein
schönes Wort, ich bin nicht sicher, ob man es hier verwenden sollte
*g*). Aber wenn man mal niedrigen Druck mit geringer Dichte von Luft
gleichsetzt, dann wird für den Schreib-Lese-Kopf der Auftrieb geringer,
je geringer der Druck ist. Im Vakuum gibt es dann gar keinen Auftrieb
(oder auch Luftpolster, wie weiter oben beschrieben) mehr. Wäre also
ungünstig für die Festplatte.
Das bringt uns jetzt zwar nicht wirklich weiter, aber ich wollte mal
dieses kleine Randproblem etwas erhellen.
Schöne Feiertage wünschend
Thoralt
--
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> Das dachte ich auch. Bis ich neulich eine die noch Garantie hatte
> eingeschickt hatte. Ich bekam dann eine zurueck, auf der stand
> "Recertified", man sah auf dem Metall gut die Spuren die das
> Wegschaben des alten Aufklebers hinterlassen hat.
> Ganz geheuer war mir das nicht, ich hab sie dann auf der weltweit
> groessten Muellhalde verhoekert und dabei noch einen guten Preis
> erzielt.
Sollte kein Problem sein. Wir bekommen solche Platten
dauernd in der Firma. Das sind SCSI-Platten fuer
den Einsatz in Servern. Funktionieren genausogut
wie neue.
Gerrit
> Eher schlägt sich da erst einmal an der falschen Stelle
> der Elektronik etwas nieder. Ich habe zum Spaß ein paar Festplatten
> gebadet (Müßte eigentlich der Super-GAU sein) und anschließend einige
> Minuten zum Trocknen der Elektronik in den Ofen geschoben. Nachdem das
> ganze wieder problemlos anfaßbar war, habe ich es gleich in Betrieb
> genommen: Keinerlei Beschwerden der Platte!
>
> Gruß Lars
>
> PS: Hoffe, du hältst mich jetzt endgültig für verrückt! ;-)
Nö, keine Sorge ;)
> Man kann ältere Platten ~500MB auch längere Zeit offen betreiben.
> Sieht ganz witzig aus, wenn Win von ner alten Platte bootet.
Ist mir bekannt, habe ich schon mit verschiedenen Platten gesehen.
Die Restbetriebsdauer beträgt dabei aber eher Minuten bis Tage, je
nachdem wann der erste ernsthafte Unfall zwischen Schreib-Lese-Kopf
und Dreck passiert.
in de.sci.electronics Arthur Erhardt <erh...@pit.physik.uni-tuebingen.de> wrote:
>> Schau dir eine Platte mal genauer an. Vielleicht findest du sogar einen
>> "do not cover" Aufkleber.
> Ok, ich hab mich ein wenig gewundert. Warum tut man das?
Bei Vakuum drinnen wirkten auf jeden cm² ein Kilogramm Luft-
druck. Das macht bei sagen wir 14x10 cm Größe 140 cm² -> 140 kg
auf jeder Seite. Oder - wenn vorher Luft mit Normladruck drin
war - bei einem Tiefdruckgebiet von 850 hPa immerhin noch
21 kg pro Seite, und das von innen nach außen...
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Auch einem Vegetarier kann alles wurscht sein.
Der stoert schon, aber schau dir mal genauer an was sich hinter
diesem Loch verbirgt. Da ist meist ein langer Kanal mit
ein paar groesseren Kammern zu finden bevor der Innenraum
der Platte erreicht wird. Die Idee ist, dass sich
Staub vorher absetzt und gar nicht den Innenraum erreicht.
Gerrit
Nicht bei allen Platten sind diese Loecher sichtbar. Ich hab sowas
auch schon _unter_ der Platine gefunden. Vorhanden waren sie
bisher aber immer.
Gerrit
"Makus Gr0n0tte" <llii...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:43ac220a$0$9637$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...
> Gehen wir mal wissenschaftlich vor *g*
>
> Warum sollte es an einer schrumpfenden Platte liegen?
>
> Ist doch unlogisch weil die Daten im warmen Betrieb auch
> an der korrekten Position geschrieben wurden.
>
> Fassen wir mal zusammen, was in einer Festplatte drin ist
> und bei diesem Fehler defekt sein kann:
>
> 1. Spulen (z.B. für den Lesearm)
> 2. Kondensatoren
> 3. Widerstände
> 4. Die Oberfläche der Festplatten
HAst Du mal daran gedacht, daß es evtl. auch an der Justage der Leseköpfe
scheitern kann? Möglich, daß durch die Abkühlerei eine Art Kompensation
geschieht und die Daten im MBR nun wieder leidlich lesbar sind.
Ich würde in dem Fall für mich entscheiden: Schnellstens Daten retten und die
Platte entsorgen. Das Risiko wäre mir zu groß, eine derartige HD
weiterzuverwenden.
Gruß Ingo
Irgendjemand hat mal zum leisen und effizienten Kühlen die komplette
Platte in ein Ölbad versenkt. Eine ganze Weile (Wochen?) ging das gut,
dann war zu viel Öl drin.
Unrecht hat er natürlich nicht, daß die Luft für das Polster erstmal da
sein, ein Mindestdruck also vorhanden sein muß. Ich argwöhne mal, daß
unabhängig von der Temperatur eine Festplatte auf dem Gipfel des
Everest nicht funktionieren wird.
> Verschiedene Drücke könnten garkeinen Einfluss auf die Köpfe haben
Es wird schon seinen Grund haben, dass handelsübliche Festplatten nur
für den Betrieb in bis zu 10000 Fuß (ca. 3000m) Höhe gedacht sind. Steht
so im Datenblatt. Und Hitachis Endurastars (dort habe ich eine solche
Beschränkung nicht gefunden) haben gar eine Regelung der Kopf"flug"höhe,
um besser gegen niedrigen Luftdruck gewappnet zu sein.
CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP-Key-ID: 0x6DA025CA
> Irgendjemand hat mal zum leisen und effizienten Kühlen die komplette
> Platte in ein Ölbad versenkt. Eine ganze Weile (Wochen?) ging das gut,
> dann war zu viel Öl drin.
Das ist, bzw. wäre wirklich erstaunlich. Sobald der erste Spritzer Öl
die Plattenoberfläche berührt, müßte es den Magnetkopf IMHO sofort
abreißen. Dieser Druckausgleichsfilter scheint wirklich so kunstruiert
zu sein, daß da möglichst nur Gas durch geht. Bisher dachte ich, der
hilft nur gegen Staub, aber anscheinend hilft er eben auch begrenzt
gegen Flüssigkeiten.
Gruß Lars
Was soll das fuer einen Einfluss haben? Im Betrieb beruehren die Koepfe
die Oberflaeche nicht, ein Effekt koennte also hoechstens bei
festhaftenden Koepfen eintreten. Da es aber klackert sind die Koepfe
offenbar frei beweglich.
> Warum jetzt die Platte wenn sie wieder warm wird weiterfunktioert?
> kA. Aber ich schätze mal dass die Spur 0 der kritischste Teil beim
> Festplattenstart ist, nach der die Restspuren bzw. die Lesearme ausgerichtet
> werden.
Dieses Verfahren hat man vor 20 Jahren verwendet als man noch mit
Schrittmotor positioniert hat (der Trackabstand also mechanisch
vorgegeben war). Seit man Linearmotoren verwendet, werden die Koepfe per
Servo positioniert. Das Servo braucht aber immer Feedback (aktuelle
Abweichung von der Zielposition) egal auf welchem Track, deswegen ist es
nicht moeglich die Servodaten von Track 0 fuer andere Tracks
mitzubenutzen.
Frueher hat man dazu einen Kopf reserviert der nur
Positionsinformationen liefert. Fuer alle Platten ab ca. 10GByte war das
selbst mit thermischer Kalibrierung zu ungenau und seither sind die
Positionsdaten auf _jedem_ Track in die Nutzdaten eingebettet.
> Wenn das erstmal funktioniert hat, geht der Rest vermutlich
> deshalb noch, weil der Lesearm dann ja genau weiß, wohin er für die
> jeweiligen Daten schwenken muss.
Nein. Selbst wenn er es wuesste und den Track irgendwie treffen wuerde,
wie sollte er es schaffen draufzubleiben wenn die Position wegdriftet
(Waermeverzug, Erschuetterung)? Das Servo braucht immer Positionsdaten,
egal wo sich der Kopf gerade befindet.
Micha
--
Mails containing HTML or binary windows code are rejected.
>> [...]
>> Antwort C: Die erwärmte Platte ist _deutlich_ stumpfer als die kalte.
> Was soll das fuer einen Einfluss haben? Im Betrieb beruehren die Koepfe
> die Oberflaeche nicht, ein Effekt koennte also hoechstens bei
> festhaftenden Koepfen eintreten. Da es aber klackert sind die Koepfe
> offenbar frei beweglich.
Schonmal mit nem Boot auf rauher See gefahren? Nein? dachte ich mir.
Gruß,
Markus
> AMD64 nennt Intel EM64T, IA-64 ist anders.
Ah, das wußte ich noch nicht. Endlich mal eine Architektur, die auf
überflüssigen, historisch bedingten Müll (A20 Gate...) verzichtet und
die Rückwärskompatiblität bricht. Wenn ich alleine dran denke, dass die
IA-32 lauter Opcodes für BCD-Handling besitzt wird mir schlecht.
Vielen Dank Henning, Björn und Michael für die Erklärung.
Gruß,
Johannes
*"Luftkissen-" nachschieb* lol Wort vergessen
> Bei Vakuum drinnen wirkten auf jeden cm² ein Kilogramm Luft-
> druck. Das macht bei sagen wir 14x10 cm Größe 140 cm² -> 140 kg
> auf jeder Seite. Oder - wenn vorher Luft mit Normladruck drin
> war - bei einem Tiefdruckgebiet von 850 hPa immerhin noch
> 21 kg pro Seite, und das von innen nach außen...
Für die großen Teile sicher kein Problem, aber eher für die
Dichtungen.
Grüße,
Björn
--
BOFH Excuse #205:
Quantum dynamics are affecting the transistors
[Platte offen betreiben]
> Ist mir bekannt, habe ich schon mit verschiedenen Platten gesehen.
> Die Restbetriebsdauer beträgt dabei aber eher Minuten bis Tage, je
> nachdem wann der erste ernsthafte Unfall zwischen
> Schreib-Lese-Kopf und Dreck passiert.
Habe mal was viel lustigeres gesehen. Ich kenne einen leicht
verrückten Casemodder, der einmal eine IDE-Festplatte (IIRC
zweistelliger GB-Bereich) im Bad unter minimalem Staubeinfluss
geöffnet hat, dann Fenster in die obere Abdeckung eingebaut und das
ganze wieder zusammengezimmert hat. Die funktioniert AFAIK heute
noch. Sieht lustig aus, der bei der Arbeit zuzusehen.
Grüße,
Björn
--
BOFH Excuse #263:
It's stuck in the Web.