Holger schrieb:
> 1. Nach Auslötung des alten Chips die Lötflächen mit Kolophonium benetzen,
> das in Spiritus aufgelöst wurde.
> 2. Mit feiner Lötsauglitze und heißem Löterich die Flächen von Zinnresten
> befreien.
2.5 Falls der Originalchip bleifrei gelötet war (seit etlichen
Jahren bei Consumerelektronik Pflicht), die Pads mit reichlich
verbleitem Lötzinn verzinnen und das wieder entfernen.
> 3. Mit Spiritus sämtliche Flußmittelreste wieder entfernen
> 4. Pads mit Würstchen aus SMD-Lötpaste benetzen (gibt es beim blauen
> Klaus, Bestellnummer 145009 - 62)
Lötpaste ist dafür nicht nötig, die Zinnmenge lässt sich auch
mit der Lötkolbenspitze gut dosieren. Wenn du noch keine Erfahrungen
mit Lötpaste gemacht hast, mache deine ersten Auflötversuche besser
mit _verbleitem_ Lötzinn, 0.5m. Bleifreies Lot taugt nicht für
den Einstieg in die PQFP-Löttechnik.
> 5. Neues IC drauflegen, positionieren, an den Eckpins anlöten.
5.5 Extra Flussmittel aufbringen.
> 6. Alle anderen Pins mit dem Lötkolben erhitzen und so verlöten
> 7. Mit der Lupe nach Brücken suchen und diese mit Lötsauglitze entfernen
Dabei hilft wieder das Extra-Flussmittel.
> 8. Beten
Das ist unnötig bei sorgfältiger Durchführung von 1-7, kann nach
landläufiger Meinung aber auch nicht schaden.
Bei den auf Youtube zu findenden Videos wird gerne mit der
Lötspitze entlang der Pinreihen gezogen. Das ist eine sehr
schöne Methode, weil die Lötstellen sehr gleichmäßig werden,
mache ich selber gerne auch.
Allerdings besteht bei sehr dünnen IC-Pins (0.5er Pitch) und
zu wenig Geschick oder zu heißem Lötkolben Gefahr, die Pins zu
verbiegen oder Pads seitlich zu verschieben.
Daher ist die sicherere Methode für PQFP-Lötanfänger, den
Lötkolben nur in Pin-Richtung (senkrecht zur Pinreihe) von
den Pads wegzuziehen.
Viel Erfolg - mach mal Fotos vom Ergebnis!
Gruß
Ernst