Ich suche einen Optokoppler, der entlang seines Koerpers eine
Kriechstrecke von >=20mm bietet. Welche Firmen stellt solche Optokoppler
her? Haben diese Firmen eine Homepage?
Den Optokoppler benoetige ich zur Uebertragung der Regelabweichung von
Sekundaer nach Primaer in einem Schaltnetzteil.
Vielen Dank fuer eure Hilfe!
--
Andreas Kranister
mailto:andreas....@unforgettable.com
Hi, Der z.Zt. noch hergestellte Optokoppler mit dem längsten Kriechweg
scheint der OPI1264A zu sein (17mm) (Distributor z.B FARNELL). Braucht ein
Netzteilhersteller längere Kriechwege, werden meistens Signaltrenntrafos
verwendet. Bei exotischen Applikationen (Hoch- und Höchstspannung) nehmen wir
Lichtwellenleiter, meistens reicht die einfache Version aus 1mm Kunststoff,
mit denen kann man dann praktisch beliebige Isolationsabstände verwirklichen.
Martin Krehl
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> Hi, Der z.Zt. noch hergestellte Optokoppler mit dem längsten Kriechweg
> scheint der OPI1264A zu sein (17mm) (Distributor z.B FARNELL).
Fast. Ich habe schon vorher den OPI150 (Hersteller hiess TRW, jetzt IMHO
OPTEK) mit einer Kriechstrecke von 80(!)mm gefunden, doch dieser kostet
die Kleinigkeit von ca. DM 35.- Das ist mir um einiges zu teuer. Der
Sinn dieses Mails war herauszufinden, ob es nichts gibt, dass naeher an
meinen Anforderungen (20mm) liegt und daher deutlich billiger waere.
Als naechsten habe ich den OPI1266 gefunden, aber dieser ist
offensichtlich nur fuer digitale Anwendungen gebaut.
> Braucht ein
> Netzteilhersteller längere Kriechwege, werden meistens Signaltrenntrafos
> verwendet.
Ist fuer mich leider ausgeschlossen.
> Bei exotischen Applikationen (Hoch- und Höchstspannung) nehmen wir
> Lichtwellenleiter, meistens reicht die einfache Version aus 1mm Kunststoff,
Meinst du mit 1mm Kunststoff den Durchmesser?
> mit denen kann man dann praktisch beliebige Isolationsabstände verwirklichen.
Habe ich natuerlich auch schon ueberlegt. Wollte das mit einem
Kunststoffteil machen; leider mangelt es sowohl an Erfahrung als an
Zeit; deswegen meine Frage nach dem Optokoppler.
Du scheinst oefters mit hohen Spannungen zu tun zu haben, welche
(Fertig-)Loesungen kannst du empfehlen (Firma?)
Vielen Dank fuer deine Antwort
bei Schaltnetzteilen musst du bei Platinenmaterial
FR4 (das Epoxydharz- Zeug) eine Kriechstrecke von
Primär nach Sekundär von 8 mm einhalten. Dafür
verwenden wir die Optokoppler CNX83 oder CNY75.
winfried
On Wed, 04 Nov 1998 09:05:19 +0100, Andreas
Kranister <andreas....@unforgettable.com>
wrote:
>Hallo!
>
>Ich suche einen Optokoppler, der entlang seines Koerpers eine
>Kriechstrecke von >=20mm bietet. Welche Firmen stellt solche Optokoppler
>her? Haben diese Firmen eine Homepage?
>Den Optokoppler benoetige ich zur Uebertragung der Regelabweichung von
>Sekundaer nach Primaer in einem Schaltnetzteil.
>
>Vielen Dank fuer eure Hilfe!
zu OPI1266: Auch analoge Signale lassen sich mittels PWM digital übertragen.
Meines Wissens gibt es von Unitrode dazu Spezialbausteine. Selbst hab ich
das bei einem GS-Wandler mit einem TL084 als Regler und PWM-Generator und
mit einem doppelten RC-Tiefpaß nach dem Optokoppler realisiert.
Gruß
Klaus
Hallo,
>Den Optokoppler benoetige ich zur Uebertragung der Regelabweichung von
>Sekundaer nach Primaer in einem Schaltnetzteil.
und warum muessen es dann 20mm sein ?
Fuer klassische Schaltnetzteilanwendungen gibts doch welche von HP
oder Toshiba. Mit Pruefzeichen und getestet nach Norm.
Gruss
Thomas
=8-)
--
Alexandra & Thomas Magin
79224 Umkirch
Fax.: 07665/940773
Diese Moeglichkeit muss ich noch pruefen.
Danke fuer den Hinweis!
> Hi Andreas
>
> bei Schaltnetzteilen musst du bei Platinenmaterial
> FR4 (das Epoxydharz- Zeug) eine Kriechstrecke von
> Primär nach Sekundär von 8 mm einhalten. Dafür
> verwenden wir die Optokoppler CNX83 oder CNY75.
Na, na, das ist doch eine sehr pauschale Aussage.
Die notwengige Kriechstrecke haengt von der auftretenden Spannung
und der gueltigen Norm, Verschmutzungsgrad, Leiterplattenmaterial
usw. ab.
Und in meinem Fall sind das dann 20mm.
Trotzdem Danke
> und warum muessen es dann 20mm sein ?
>
> Fuer klassische Schaltnetzteilanwendungen gibts doch welche von HP
> oder Toshiba. Mit Pruefzeichen und getestet nach Norm.
Schon richtig. Und diese Norm sagt auch, dass in meinem Fall aufgrund
der hohen Spannung zwischen Primaerkreis und SELV-Kreis doppelte
Basisisolierung einzuhalten sind. Und das sind nun mal 20mm.
Tschuess!
> >Ich suche einen Optokoppler, der entlang seines Koerpers eine
> >Kriechstrecke von >=20mm bietet.
Selber bauen !
PVC (o.ä.) Rohr (grau/schwarz) groß genug (Durchmesser) für :
eine Seite Leuchtdiode
andere Seite Fototransistor
Rohrlänge 20mm + LED + Transistor + PLatz zum vergiessen
Vergiessen damit keine Luftfeuchtigkeit und
Möglichst kein Licht reinkommt
Vergiessen vielleicht mit 2K-Kleber
Lichtdicht mit schwarzer Farbe.
Tschüss Thomas
** Mit freundlichen Grüßen aus Eberbach im Odenwald **
## CrossPoint v3.11 R ##
[...]
>> Bei exotischen Applikationen (Hoch- und Hoechstspannung) nehmen wir
>> Lichtwellenleiter, meistens reicht die einfache Version aus 1mm Kunststoff,
>
>Meinst du mit 1mm Kunststoff den Durchmesser?
Ich bin zwar nicht der Martin, aber Plastik (PMMA-) LWL mit 1mm
Kerndurchmesser und etwa 2,2mm Aussendurchmesser sind
Standardmaterial. Billige LEDs und Photodioden und -transistoren
gibt es bei Siemens, das sind "normale" LEDs/PD/PT, die aber vorne
keine Linse haben, sondern ein Loch (und an dessen Boden eine
kleine Linse zum besseren Koppeln). Typenbezeichnungen z.B. SFH250/
350/750 usw.. Einfach 10cm Plastik-LWL reinstecken, (schwarzen
<g>) Schrumpfschlauch drueber und fertig ist der 50kV-Optokoppler.
Weiterer Vorteil: Du kannst Sender und Empfaenger an
schaltungstechnisch guenstigen Stellen plazieren.
Servus
Oliver
Email-Adressen: "nospam" funktioniert, besser ist "ob".
Noch besser ist mein Account "OBetz" bei gmx.net oder "ob"
bei meinem Arbeitgeber duometric.de.
Ja, ich meine 1mm Durchmesser (Seele) 2,2mm (aussen). Ist der Quasistandard
für Billiganwendungen. Wir verwenden diese mit Siemens Sender/Empfängern
SFH752 (LEDs), SFH551 (Empfänger, digital), SFH 350V (Emfänger, analog) bis
30kV DC. Billig, aber m.E. nur für digitale Übertragungen oder als
Bestandteil eines Regelkreises wirklich gut geeignet. Hauptgrund für die
schlechte Eignung als Analogstrecke sind die Eigenschaften der Sendedioden:
Sie sind nichtlinear, rauschen und die Kennlinie driftet wie Sau mit
Temperatur und Zeit (Alterung). Das ist aber eigentlich bei den klassischen
Schaltnetzteilapplikationen total egal. Es gibt von Siemens Koppler, die gut
für analoge Strecken geeignet sind (IL300 u.A.). Diese verwenden
Monitorphotodioden auf der Sendeseite, um Ihre Kennlinien gradezubiegen.
Leider gibts die nur im DIP8-Gehäuse. Wenn wir Kriechstrecken erhöhen müssen,
vergießen oder coaten wir die entsprechenden Bauteile oft. OPI1264 mit 1mm
Abstand auf die Platine gelötet, Pads 35mm auseinander, Grosser Kleks zäher
2-Komponenten-Epoxidharz drauf: Voila 35mm Kriechweg. Bei reduzierten
Ansprüchen bzgl. der Betriebssicherheit (z.B. keine Dauerhochspannung über
dem Bauteil), schrumpft man den Koppler einfach in 30mm
Heißkleberschrumpfschlauch.
Martin
>Schon richtig. Und diese Norm sagt auch, dass in meinem Fall aufgrund
>der hohen Spannung zwischen Primaerkreis und SELV-Kreis doppelte
>Basisisolierung einzuhalten sind. Und das sind nun mal 20mm.
Wouw,
was machst du denn tolles ? Ich dachte meine 5kV in der Medizintechnik
seien schon viel, aber bei Dir scheint es ja noch mehr zu funken.
Neugierig