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Altes Kofferradio: Kassettenlaufwerksriemen, Lautstärke-Poti

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Nico Hoffmann

unread,
Dec 28, 2020, 4:12:10 PM12/28/20
to
Hallo,

ich habe hier aus der Verwandtschaft einen alten
Ghettoblaster. Siemens Club 735, baugleich Sanyo M9996,
bau_ähnlich_ Sanyo M9998.
Für letzteren gibt es ein Manual, das Google findet
(sanyo-M9998_service.pdf).


Das Ding hat zwei (hoffentlich nicht mehr) Probleme:


Der Riemen vom Antriebsmotor des Kassettendecks ist hin. Die
Sanyo-Teilenummer müßte 141-2-561T-04501 sein. Leider führt eine
Google-Suche nach der Teilenummer nicht zu Ergebnissen. Ich muß also
irgendeinen einen passenden Riemen besorgen. Und da gibt es viele
Varianten...
Leider hat der alte Riemen, bzw. die Reste, die ich noch vorgefunden
habe, die Konsistenz von Kaubonbon. Ich kann ihn daher nicht mehr
ausmessen. Im aufgespannten Zustand hat er grob gerechnet 28cm Länge,
und es ist ein Flachriemen, ca 3,5mm hoch und vielleicht 1mm stark.
Nun muß man ihn etwas kleiner nehmen, damit er straff sitzt. Nur
wieviel kleiner, hat jemand einen Tip?


Und dann das Lautstärke-Poti. Kracht wie Sau. Sanyo-Nr. wäre doe
4-222T-78900. Es ist ein Stereopoti 50k log mit
Mittelanzapfungen. Hersteller ist Alps, es ist die Nummer
985N-T787-50KBX2, bei Sanyo hieße es 4-222T-78900, und so sieht es
aus: http://lewonze.de/bilder/2020/alps-poti.jpg
Auch hier führt die Suche nicht zu brauchbaren Ergebnissen.
Austauschen gegen ein Neues wäre natürlich das beste. Hat jemand
Tipps, wo ich das herkriege?

N.
--
Mephisto war kein Sachse.

horst-d.winzler

unread,
Dec 28, 2020, 4:19:21 PM12/28/20
to
Am 28.12.20 um 22:12 schrieb Nico Hoffmann:
Bei alten Potis nehme ich Oszillin. Riemen dürftest du bei ebay finden.
Preis über €_12,-

Viel Erfolg bei der Reparatur.

--
---hdw---

Marcel Mueller

unread,
Dec 28, 2020, 6:23:57 PM12/28/20
to
Am 28.12.20 um 22:12 schrieb Nico Hoffmann:
> Der Riemen vom Antriebsmotor des Kassettendecks ist hin. Die
> Sanyo-Teilenummer müßte 141-2-561T-04501 sein. Leider führt eine
> Google-Suche nach der Teilenummer nicht zu Ergebnissen. Ich muß also
> irgendeinen einen passenden Riemen besorgen. Und da gibt es viele
> Varianten...

Länge und Bauform reichen.

> Leider hat der alte Riemen, bzw. die Reste, die ich noch vorgefunden
> habe, die Konsistenz von Kaubonbon. Ich kann ihn daher nicht mehr
> ausmessen. Im aufgespannten Zustand hat er grob gerechnet 28cm Länge,
> und es ist ein Flachriemen, ca 3,5mm hoch und vielleicht 1mm stark.
> Nun muß man ihn etwas kleiner nehmen, damit er straff sitzt. Nur
> wieviel kleiner, hat jemand einen Tip?

Bindfaden drum Spannen, ausmessen und dann auf 5mm abrunden.

Die Messung des ausgelutschten Riemens kannst Du vergessen. Der könnte
sich vor dem endgültigen ableben schon erheblich gedehnt haben.


> Und dann das Lautstärke-Poti. Kracht wie Sau. Sanyo-Nr. wäre doe
> 4-222T-78900. Es ist ein Stereopoti 50k log mit
> Mittelanzapfungen.

Die sind mittlerweile selten. => Instandsetzen.

Aufbiegen, auseinander nehmen, alles mit Terpentinersatz reinigen, mit
der Schraubendreherspitze einen winzigen Tropfen Maschinenöl auf die
Metallbahnen in der Mitte geben und wieder zusammenbauen. Kein Öl auf
die Kohlebahn, im Zweifel nochmal reinigen.
Das hält nochmal Jahre. Die Prozedur ist zwar Gefummel und dauert
bestimmt eine halbe Stunde, aber Ersatz beschaffen dauert wenn man
ehrlich ist länger. BTDTMT.

- Als nächstes kannst Du gleich den Tonkopf mit Isopropanol und einen
fusselfreien Tuch ordentlich abreiben.
- Und realistisch betrachtet ist die Andruckrolle auch im Eimer -
Sichtprüfung.
- Die Rutschkupplung könnte noch gehen, ist aber auch eine Prüfung wert,
sonst gibt es Bandsalat.
- Zu guter Letzt würde ich die Azimuteinstellung zumindest kontrollieren.


Marcel

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 3:00:05 AM12/29/20
to
Nico Hoffmann <oxen...@gmx.de> wrote:

>ausmessen. Im aufgespannten Zustand hat er grob gerechnet 28cm Länge,
>und es ist ein Flachriemen, ca 3,5mm hoch und vielleicht 1mm stark.
>Nun muß man ihn etwas kleiner nehmen, damit er straff sitzt. Nur
>wieviel kleiner, hat jemand einen Tip?

Nein. Das laesst sich auch nicht so schaetzen/rechnen. Ich hatte vor
kurzen ein aenliches Problem mit einem Aiwa Walkman und hab das auch
probiert. :-)
Allerdings kosten Riemen nix. Die werden ueblicherweise in Sortimenten
fuer wenige Euro verkauft. Da kannst du dann einfach probieren.

Fuer _testzwecke_ koenntest du auch einfach einen laengeren nehmen,
da ein Stueck rausschnibbeln und den mit Sekundenkleber
zusammenkleben. Danach solltest du die Laenge kennen.

>Austauschen gegen ein Neues wäre natürlich das beste. Hat jemand
>Tipps, wo ich das herkriege?

Kannst du vergessen! Sowas war sowieso schon immer
Herstellerspezifisch oder selbst wenn nicht ist der lange Geschichte.

Kann man aber reinigen.

1. Mit Kontakt 60 gruendlich reinigen und den alten Schmodder
entfernen.

2. Kontakt 60 komplett entfernen weil das auf dauer schaedlich ist.
Dafuer gibt es ebenfalls Spruezeugs oder viel billiger reichlich
Isoprop.

3. Als letztes nehme ich dann Rivolta SLX1000. Den wirst du aber wohl
nicht einfach so kaufen koennen. Das ist ein Reiniger der eine ganz
duenne Schmierschicht hinterlaesst. (auch wenn der Hersteller was
von Rueckstandsfreier Verdungstung schreibt)
Notfalls wuerde ich vielleicht ganz wenig (also weniger wie wenig)
Silikonfett drauf machen.
Ich glaube Kontakt hatte da auch ein extra Spray fuer, mir faellt
der Name aber gerade nicht ein.

Olaf

Hanno Foest

unread,
Dec 29, 2020, 5:36:27 AM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 00:23 schrieb Marcel Mueller:

>> Und dann das Lautstärke-Poti. Kracht wie Sau. Sanyo-Nr. wäre doe
>> 4-222T-78900. Es ist ein Stereopoti 50k log mit
>> Mittelanzapfungen.
>
> Die sind mittlerweile selten. => Instandsetzen.
>
> Aufbiegen, auseinander nehmen, alles mit Terpentinersatz reinigen, mit
> der Schraubendreherspitze einen winzigen Tropfen Maschinenöl auf die
> Metallbahnen in der Mitte geben und wieder zusammenbauen. Kein Öl auf
> die Kohlebahn, im Zweifel nochmal reinigen.
> Das hält nochmal Jahre. Die Prozedur ist zwar Gefummel und dauert
> bestimmt eine halbe Stunde, aber Ersatz beschaffen dauert wenn man
> ehrlich ist länger. BTDTMT.

Bei meinem letzten krachenden Poti (ist schon wieder ne Weile her) war
ich faul und hab Graphitstaub zur Schmierung von Schließzylindern
reingejubelt, mit der Idee, das sollte gleichzeitig Schmieren und
Leiten, also gleichermaßen das Problem beheben, als auch weiterem
Verschleiß vorbeugen. ein paar Mal hin- und herdrehen, dann die Reste
mit Druckluft rauspusten. Hat auch gut funktioniert - dumm war nur, daß
das Poti 1. recht hochohmig war (300k oder so) und 2. eine
Stereo-Tandemausführung. Hinterher waren die Kanäle nicht mehr gleich
laut, so daß man mit Balance nachsteuern mußte :(

Bei 50k kann es sein, daß sich der Effekt der Widerstandsveränderung
durch das Extra-Graphit nicht zu sehr bemerkbar macht, aber das ist
schwer vorher abzuschätzen. Das Poti zwecks Wartung zu zerlegen ist
sicherlich die elektrisch sauberere Lösung, aber man muß dran denken,
daß das Material durch das Auf- und Zubiegen der Laschen auch nicht
besser wird. Mir sind dabei schon mal welche abgebrochen, und dann wird
es fummelig.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

Nico Hoffmann

unread,
Dec 29, 2020, 6:21:57 AM12/29/20
to
Marcel Mueller schreibt:

> Am 28.12.20 um 22:12 schrieb Nico Hoffmann:
>> Der Riemen vom Antriebsmotor des Kassettendecks ist hin. Die
>> Sanyo-Teilenummer müßte 141-2-561T-04501 sein. Leider führt eine
>> Google-Suche nach der Teilenummer nicht zu Ergebnissen. Ich muß also
>> irgendeinen einen passenden Riemen besorgen. Und da gibt es viele
>> Varianten...
>
> Länge und Bauform reichen.
>
>> Leider hat der alte Riemen, bzw. die Reste, die ich noch vorgefunden
>> habe, die Konsistenz von Kaubonbon. Ich kann ihn daher nicht mehr
>> ausmessen. Im aufgespannten Zustand hat er grob gerechnet 28cm Länge,
>> und es ist ein Flachriemen, ca 3,5mm hoch und vielleicht 1mm stark.
>> Nun muß man ihn etwas kleiner nehmen, damit er straff sitzt. Nur
>> wieviel kleiner, hat jemand einen Tip?
>
> Bindfaden drum Spannen, ausmessen und dann auf 5mm abrunden.

Mit dieser Methode bin ich auf ca 290mm gekommen.

Mir kommt der Riementrieb, d.h. der alte Riemen aber komisch vor.
Genauer gesagt, irritiert mich die Konsistenz des alten Riemens. Das
ist kein Gummi mehr, sondern Kaugummi/Kaubonbon-artig. Hier sieht man
ein paar Reste:

http://lewonze.de/bilder/2020/sanyo-m9996-motor-rad.jpg

http://lewonze.de/bilder/2020/sanyo-m9996-motor-schw.jpg

Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
ging es nicht.

Wie kommt sowas? Das Gerät ist zwat 40 Jahre alt, aber scheint sonst
i.O.. Einige Teile des Laufwerks wurden möglicherweise (sparsam)
geölt, sonst läßt nichts auf Chemikalieneinsatz schließen. Der
Riemenantrieb hat anscheinend kein Öl abbekommen, es sei denn, der
Riemen hätte das Öl wie ein Wischtuch aufgesaugt. Gibt es das
überhaupt?

Es gibt noch drei andere Riemen (Vierkantriemen), die sind alle zwar
ausgeleiert, aber mechanisch intakt.

Marcel Mueller

unread,
Dec 29, 2020, 6:37:29 AM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 12:21 schrieb Nico Hoffmann:
> Marcel Mueller schreibt:
>> Bindfaden drum Spannen, ausmessen und dann auf 5mm abrunden.
>
> Mit dieser Methode bin ich auf ca 290mm gekommen.

Nur aufpassen, dass man keine Spann- oder Umlenkrolle vergessen hat. ;-)

> Mir kommt der Riementrieb, d.h. der alte Riemen aber komisch vor.
> Genauer gesagt, irritiert mich die Konsistenz des alten Riemens. Das
> ist kein Gummi mehr, sondern Kaugummi/Kaubonbon-artig.

Ja, ist normal, Gummi zersetzt sich mit der Zeit, musst Du reinigen.

> Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
> ging es nicht.

Genau richtig.

> Es gibt noch drei andere Riemen (Vierkantriemen), die sind alle zwar
> ausgeleiert, aber mechanisch intakt.

Realistisch betrachtet, werden die unter Last durchrutschen. Sie müssen
wahrscheinlich auch getauscht werden. Wobei der (meist dünne) Riemen für
das üblicherweise vorhandene Zählwerk Banane ist. Das benutzt sowieso
kein Mensch.
Wenn das Material noch intakt ist, kann man die Riemen aber an Stellen
als eins längere Riemen (in anderen Geräten) einsetzen.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Dec 29, 2020, 6:41:30 AM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 08:49 schrieb olaf:
[Potis]
> Kann man aber reinigen.
>
> 1. Mit Kontakt 60 gruendlich reinigen und den alten Schmodder
> entfernen.
>
> 2. Kontakt 60 komplett entfernen weil das auf dauer schaedlich ist.
> Dafuer gibt es ebenfalls Spruezeugs oder viel billiger reichlich
> Isoprop.
>
> 3. Als letztes nehme ich dann Rivolta SLX1000. Den wirst du aber wohl
> nicht einfach so kaufen koennen. Das ist ein Reiniger der eine ganz
> duenne Schmierschicht hinterlaesst. (auch wenn der Hersteller was
> von Rueckstandsfreier Verdungstung schreibt)
> Notfalls wuerde ich vielleicht ganz wenig (also weniger wie wenig)
> Silikonfett drauf machen.
> Ich glaube Kontakt hatte da auch ein extra Spray fuer, mir faellt
> der Name aber gerade nicht ein.

Am Ende muss man die Metallbahn für den inneren Schleifer aber immer
schmieren, sonst hat man nicht lange Freude daran. Deshalb kommt man mit
Sprühverfahen jeglicher Art ohne Öffnen des Potis nur wenig weit.
Einzig absolut nicht korrosive Schmierstoffe, die die Kohlebahn auch
langfristig nicht angreifen, kämen in Frage - gibt es das?


Marcel

Hanno Foest

unread,
Dec 29, 2020, 6:49:37 AM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 12:21 schrieb Nico Hoffmann:

> Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
> ging es nicht.
>
> Wie kommt sowas?

Nicht ganz klar, teilweise Glückssache. Bei meinem Grundig Kassettendeck
aus den frühen 80ern waren noch vor kurzem die Riemen OK, aber dafür
bröselten die Zahnräder... und vor langer Zeit gab es hier in der Gruppe
mal eine Diskussion über sich auflösende Geräte-Gummifüße. Mit der
interessanten Beobachtung eines Teilnehmers, daß sich nur die vorderen
Füße auflösten, die hinteren waren OK. Spekuliert wurde, ob die Putze,
die mit ihrem Sifflappen nur an die Vorderseite des Gerätes kam,
vielleicht damit die Gummifüße irgendwie bakteriell oder mit Pilzen
infizierte, was dann zu der Zersetzung führte.

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 6:53:59 AM12/29/20
to
On 29 Dec 2020 11:21:54 GMT, Nico Hoffmann wrote:
> Mir kommt der Riementrieb, d.h. der alte Riemen aber komisch vor.
> Genauer gesagt, irritiert mich die Konsistenz des alten Riemens. Das
> ist kein Gummi mehr, sondern Kaugummi/Kaubonbon-artig. [...]
> Wie kommt sowas?

Ich empfehle den Thread "Gummipest bei Koaxkabeln" rings um mein Posting
mit der Message-ID: <yxlowxj1789y$.d...@news.bartheld.net>.

> Der Riemenantrieb hat anscheinend kein Öl abbekommen

Muß nicht. Luftfeuchtigkeit, Ozon, Nikotin, Wärme oder einfach genug Zeit
reichen für die Degeneration vollkommen aus.

Volker

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 7:00:03 AM12/29/20
to
Nico Hoffmann <oxen...@gmx.de> wrote:

>Genauer gesagt, irritiert mich die Konsistenz des alten Riemens. Das
>ist kein Gummi mehr, sondern Kaugummi/Kaubonbon-artig. Hier sieht man
>ein paar Reste:

Hatte ich bei meinem Aiwa genauso. Der ehemals feste Riemen hat
sich in sowas wie Silikon frisch aus der Tube verwandelt.

http://www.criseis.ruhr.de/bilder/HS-PX101.jpg

Das ist zwar erstaunlich weil man sonst von Kunststoff eher
kennt das es hart und broeckelig wird, kommt aber anscheinend
vor. Der sieht oben auf dem Bild sogar noch halbwegs normal aus,
aber sobald man den beruehrt bleibt er wie Uhu am Finger kleben.

>Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
>ging es nicht.

Vor allem an den Haenden war das spassig. :)

>Wie kommt sowas? Das Gerät ist zwat 40 Jahre alt, aber scheint sonst

Keine Ahnung. Ich kenne das auch von den Gummisicken meiner Boxen.
Das liegt im Material begruendet und nicht an dir oder der Umwelt.
Und was glaubst du was es fuer ein Spass war die Sicken zu erneuern!

>Es gibt noch drei andere Riemen (Vierkantriemen), die sind alle zwar
>ausgeleiert, aber mechanisch intakt.

Anderer Hersteller, anderes Material....

Olaf

Hergen Lehmann

unread,
Dec 29, 2020, 7:00:03 AM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 12:21 schrieb Nico Hoffmann:

> Mir kommt der Riementrieb, d.h. der alte Riemen aber komisch vor.
> Genauer gesagt, irritiert mich die Konsistenz des alten Riemens. Das
> ist kein Gummi mehr, sondern Kaugummi/Kaubonbon-artig. Hier sieht man
> ein paar Reste: [...]
>
> Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
> ging es nicht.
>
> Wie kommt sowas?

Viele Gummi-Imitate sind leider nicht langzeitstabil und zerfallen nach
einigen Jahrzehnten (bei besonders mieser Qualität mitunter auch schon
wenigen Jahren) chemisch. Besonders häufig sind solche
Auflösungserscheinungen bei gummierten Gehäusen und Gummifüßen zu
beobachten, aber auch Riemen sind nicht immer von bester Qualität.

Guido Grohmann

unread,
Dec 29, 2020, 7:07:49 AM12/29/20
to
Nico Hoffmann schrieb:

> Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
> ging es nicht.

Ich beschäftige mich seit Jahren mit solchen Geräten als Sammler.
Es gibt drei Arten, wie sich ein Gummiriemen verhalten kann, wenn er
defekt geht:

1. Er leiert aus.
2. Er wird knüppelhart und zerfällt in Stückchen.
3. Er wird eine klebrige Masse, die sich im Gerät verteilt.

> Wie kommt sowas?

Interessant ist, daß vermeintlich gleiche Riemen sich völlig
unterschiedlich verhalten. Du siehst das daran, daß sich nur einer der
Riemen im Gerät zersetzt hat. Möglicherweise wurde der schon mal
ausgetauscht und ist aus anderem Material als die anderen.

Ich habe schon viele Laufwerke gesehen, bei denen die Antiebsriemen so
klebrig waren, während der kleine Riemen für das Bandzählwerk immer
intakt war.

Es scheint am Material selber zu liegen. Umwelteinflüsse scheiden eher
aus, da ja nicht alle Riemen in einem Laufwerk gleichermaßen betroffen
sind. Die Riemen dürften auch nur Kälte, Hitze oder selten Feuchtigkeit
ausgesetzt sein. Sonnenlicht und Chemikalien oder andere Stoffe komen ja
normalerweise nicht da dran.

Guido

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 7:15:04 AM12/29/20
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:

>Am Ende muss man die Metallbahn für den inneren Schleifer aber immer
>schmieren, sonst hat man nicht lange Freude daran. Deshalb kommt man mit

Interessant wird das vor allem wenn man nicht die billigsten
Murkspotis hat wie man sie hier im Thread findet sondern edle
Luxusteile. Bei meiner Endstufe von Aiwa ist diese Metallbahn aus
silber. Und ja, das laeuft schwarz an wenn man da keine Schutzschicht
drauf hat. Deshalb muss ich das bei meinem Verstaerker auch mit
Schutzschicht so alle 10Jahre mal wiederholen.

In der letzten Zeit, so auch bei dem von mir angesprochenden Aiwa
Walkman HS-PX101 hab auch ofters Kontaktprobleme an den kleinen
tastern gehabt. Also bei der typischen Technik ab Mitte der 80er.

Also sowas hier: (kennt ihr ja sicher alle)

https://de.rs-online.com/web/p/tastschalter/7582082/

Dazu noch mal ein paar Anmerkungen. Diese Schalter machen irgendwann
probleme weil die Kontakflaeche innen (Knackfrosch Unterseite) schwarz
anlaeuft.

Wenn man hat dann kann man diese Taster natuerlich einfach durch
Neuteile austauschen. Allerdings muss man dann aufpassen weil es die
nicht nur in unterschiedlicher Baugroesse/hoehe gibt, ziemlich
offsensichtlich oder? Es gibt die auch mit unterschiedlich grosser
Betaetigungskraft. Das ist manchmal tolerierbar, manchmal nicht.

Aber es gibt da auch sehr spezielle Typen. Besonders bei edelster
Technik von Sony, Aiwa usw. Das liegt daran das diese Hersteller
besonders klein bauen wollten. (Walkman/Diskman) Da kam es denen auf
jeden 1/10mm an. Man kann diese kleinen Tasten dann oft aufmachen und
den Knackfrosch reinigen. Das geht sogar einfacher wie den Schalter zu
tauschen. Ich nehme dafuer gerne einen Glaspinsel. Aber nicht wie ein
Schwachkopf ordentlich rueberbuersten sondern nur so ganz leicht bis
die schwarze Verfaerbung gerade weg ist damit eine eventuelle
Beschichtung aus Kontaktmaterial erhalten bleibt.

Olaf

Nico Hoffmann

unread,
Dec 29, 2020, 7:20:04 AM12/29/20
to
Marcel Mueller schreibt:
Jedesmal, wenn dieses Thema in irgendeinem Forum diskutiert wird,
driftet es in heftige Glaubenskriege ab. Vor allem darf man das Wort
"Ballistol" nicht erwähnen, also lasse ich das.

Ich bin noch nicht sicher, wie ich vorgehe.

Zum einen kann man natürlich nur direkt am Ort des Grauens arbeiten,
wenn man die Dinger zerlegt. Genau das ist andererseits mit dem
Aufbiegen von Laschen etc. verbunden, das den Teilen mechanisch sicher
nicht gut tut.

Dann gibt es noch die Frage, welche chemischen Keulen eingesetzt
werden sollen. Bei dem schon erwähnten Teslanol T6-Oszillin gibt es am
wenigsten negative Berichte. Man muss es offenbar auch nicht unbedingt
auswaschen oder ausspülen, was sonst meist wohl mit Waschbenzin (oder
Iso?) getan wird. Das Nachschmierproblem ist google-bekannt, hier
scheint es Methoden mit Vaseline, ebenfalls mit Waschbenzin
o.ä. verdünnt, zu geben.

Ich werd' sehen.

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 7:30:05 AM12/29/20
to
Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:

>Füße auflösten, die hinteren waren OK. Spekuliert wurde, ob die Putze,
>die mit ihrem Sifflappen nur an die Vorderseite des Gerätes kam,
>vielleicht damit die Gummifüße irgendwie bakteriell oder mit Pilzen
>infizierte, was dann zu der Zersetzung führte.

Sonnenlicht! Je nachdem wie das Stand.

Olaf


olaf

unread,
Dec 29, 2020, 7:30:05 AM12/29/20
to
Hergen Lehmann <hlehmann.e...@snafu.de> wrote:


>wenigen Jahren) chemisch. Besonders häufig sind solche
>Auflösungserscheinungen bei gummierten Gehäusen und Gummifüßen zu
>beobachten, aber auch Riemen sind nicht immer von bester Qualität.

Ich vermute mal das es bei Fuessen auch sehr auf den Kleber ankommt
mit dem sie festgeklebt wurden. Vor allem Silikon basierte Materialen
sind EXTREM sensibel was Kontamination angeht.

Und das kann man dem Hersteller auch kaum vorwerfen. Keiner weiss was
nach 20Jahren mit seinen Sachen passiert. Das ist einfach zufall
ob man davon betroffen ist oder nicht.

Olaf

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 8:00:03 AM12/29/20
to
Nico Hoffmann <oxen...@gmx.de> wrote:

>Zum einen kann man natürlich nur direkt am Ort des Grauens arbeiten,
>wenn man die Dinger zerlegt. Genau das ist andererseits mit dem
>Aufbiegen von Laschen etc. verbunden, das den Teilen mechanisch sicher
>nicht gut tut.

Es haengt stark vom Poti ab. Bei den hier gezeigten Potis haette ich
da auch bedenken weil das Traegermaterial aus Pertiknacks ist. Es gibt
andere wo das problemlos geht.

Ich hab aber auch schon Potis repariert indem ich da ein kleines Loch
reingebohrt habe und da dann Kontakt 60 reingesprueht habe. Das ist ja
ziemlich agressiv. Aber umso wichtiger ist es das hinterher wieder
rauszuspuelen.

>Dann gibt es noch die Frage, welche chemischen Keulen eingesetzt
>werden sollen. Bei dem schon erwähnten Teslanol T6-Oszillin gibt es am
>wenigsten negative Berichte. Man muss es offenbar auch nicht unbedingt
>auswaschen oder ausspülen, was sonst meist wohl mit Waschbenzin (oder
>Iso?) getan wird. Das Nachschmierproblem ist google-bekannt, hier

Mit den Berichten ist das immer so eine Sache. Wer wartet schon
10Jahre bevor er schreibt wie gut seine Loesung war. :)
Ausserdem wird es nicht die eine richtige Loesung geben und es gibt
sicherlich unterschiedliche Potis fuer die unterschiedliche Loesungen
richtig sein koennen. Bloed sind z.B Billigpotis die einen auf dicke
Hose machen. Die hat der Hersteller mit irgendeinem Fett gefuellt
damit sie sich beim drehen nach edlem Hifi anfuehlen. Das ist dann
nach der Reinigung auch weg!

Olaf

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 8:30:04 AM12/29/20
to
Guido Grohmann <guido.g...@gmx.de> wrote:

>Es scheint am Material selber zu liegen. Umwelteinflüsse scheiden eher
>aus, da ja nicht alle Riemen in einem Laufwerk gleichermaßen betroffen

Ich koennte mir auch vorstellen das es manchmal Kleinigkeiten sind die
einem garnicht so bewusst sind.

Letzterdings hab ich meinen ersten DAT (DTC57) ueberholt und
ihn vom Zustand "zweifelhaft" auf "spielt wie neu" gebracht.

Eines der Probleme: Sony hat im Kopfverstaerker sehr kleine 4V Elkos
verwendet. Die sind kleiner als die ueblichen Tantalperlen. Da laeuft
der Elkosaft aus und veraetzt die Bahn darunter. Ich musste sogar zwei
Durchkontaktierungen reparieren weil die weggeaetzt waren.

Ich koennte mir daher vorstellen das so ein Elkosaft der dauerhaft
immer ein bisschen ausgast auch manche Gummiriemen angreift. Manche
Geraete haben ja auch so einen typischen Geruch wenn man sie aufmacht.
Wenn so ein 1000uF auf 900uF runter ist dann funktioniert das Geraet ja
in der Regler noch, aber da ist schon eine Menge Saft im Geraet verteilt
worden.

Oder hier noch ein schoenes Bild:

http://www.criseis.ruhr.de/bilder/DTC57/RostImDAT.jpg

Ihr seht dort links die Kopftrommel des DTC57. Das weisse in der
Mitte war mal ein weisses Silikon/Gummidingens welches eine Gluehbirne
in Position haelt damit man der Kassette bei drehen zuschauen kann.
Wie ihr seht ist da irgendeine Saeure ausgeduenstet die das Eisen
des Gehaeuses angegriffen hat und nur an der Stelle wo dieses
Silikon war rostet es stark. Der Rest im DAT ist okay.

Hifi-restauration ist schon interessant!

Olaf


Klaus Butzmann

unread,
Dec 29, 2020, 10:30:49 AM12/29/20
to
Am 2020-12-29 um 12:41 schrieb Marcel Mueller:

> Am Ende muss man die Metallbahn für den inneren Schleifer aber immer
> schmieren, sonst hat man nicht lange Freude daran. Deshalb kommt man mit
> Sprühverfahen jeglicher Art ohne Öffnen des Potis nur wenig weit.
> Einzig absolut nicht korrosive Schmierstoffe, die die Kohlebahn auch
> langfristig nicht angreifen, kämen in Frage - gibt es das?
https://www.klueber.com/ecomaXL/files/Kontaktpflege_Schmierstoffe_fuer_elektrische_Kontakte.pdf

Nie ohne fetten nach der Reinigung!


Butzo

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 11:20:06 AM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 13:12:51 +0100, olaf wrote:
> Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:
>> Am Ende muss man die Metallbahn für den inneren Schleifer aber immer
>> schmieren, sonst hat man nicht lange Freude daran. Deshalb kommt man mit
> Bei meiner Endstufe von Aiwa ist diese Metallbahn aus
> silber. Und ja, das laeuft schwarz an

Was spräche gegen eine galvanische Vergoldung? Keine Ahnung, was diese
Elektrostifte so taugen, die es (mal?) zur Behandlung von Platinen gab.

Aber wie dem auch sei, irgendwann ist es wohl um jedes Gerät geschehen.

Mein Sony SDP-E300 Dolby-Surround-Receiver kränkelte zuerst an einem
defekten An-Aus-Schalter (der letztlich eh nur Fake ist, weil er die
Standbystromaufnahme genau Null reduziert und eigentlich nur das
Fernsteuerungsmodel lahmlegt - ich habe ihn dann aber aus Gründen der
Nostalgie trotzdem €€€-mäßig getauscht und dabei entdeckt, daß das ein
2xAUS-Schalter war, wo nur eine Bahn benutzt wurde, Sony aber aus
unerfindlichen Gründen im Originalteil die übrigen zwei Pins abgekniffen
hat). Dann begann die Fernbedienung zu kleben. Und schließlich trat eine
obskure IR-Reichweitenverkürzung auf, die weder durch Tausch des
Empfänger- noch des Sendermoduls zu beheben war. Die Kondensatoren in der
Peripherie habe ich auch gecheckt.

Dann flog mir ein Denon AVR 3300 zu [2]. Wie naiv anzunehmen, ein
modern(er)er Receiver mit HDMI und schießmichtot käme ohne Lüfter aus. Der
winselte irgendwann herum, man könnte ihn gegen ein Teil von Papst mit
gleichem Formfaktor tauschen.

Trotz Lüfter scheint in dem mit Platinen vollgestopften Teil ein Hitzestau
zu entstehen, denn natürlich gab es bei mir dann auch die berüchtigten
Tonaussetzer, die sich auf einen sich selbst auslötenden IC-Sockel (IC403)
auf der DSP-Platine zurückführen lassen.

Das kann man nun nervenzerfetzend zerlegen und mit Reflow für unbestimmte
Zeit fixen. Ich bin aber trotzdem geneigt, irgendwann einen
Brot-und-Butter Class-D 5.1 Receiver neu zu kaufen. Wenn es ihn denn gibt
und wenn er zwei(!) HDMI-Ausgänge anbieten kann. Ja, je einen elektrischen
und einen optischen Eingang für Digital Audio wäre auch ganz nett und wenn
es zumindest _einen_ Komponenteneingang (RGB, YCbCv, S-Video, egal) für
meinen Blaupunkt RTV-950 [3] gäbe, würde ich auch nicht weinen.

Vermutlich haut so ein Ding auf Vollgas weniger Verlustleistung raus, als
der gute Denon im Leerlauf.

Mein Sony TCS-310 - Urahn der Walkmans [4] hats leider auch hinter sich.
Tatsächlich spult er nur recht widerwillig nach vorne, gar nicht mehr
zurück und auch die Wiedergabe ist bissl ein Zufallsprodukt. Das
6V-Netzteil besitze ich ebenfalls noch, anscheinend gibts da aber einen
Wackelkontakt in in der Niederspannungsbuchse (nachlöten). Das hatte ich
irgendwann alles getauscht und repariert, die Riemen getauscht.

Alles nur um festzustellen, daß es _nicht_ die Keilriemen waren. Riemen N°1
treibt vom Motor eine Zwischenwelle mit Schwungmasse, N°2 nur das
Bandzählwerk. Eine kleine Nylongabel bringt ein unten gezahntes Reibrad
mit dieser Schwungmasse und entweder dem Zahrad für den einen oder anderen
Bandwickel in Eingriff. Aus dieser Nylongabel ist ein Fetzen rausgebrochen
und die Lagerbuchse hat einen Riß.

Da ich nicht für irgendein Museum arbeite und weder 3D-Scanner noch
-Printer besitze, ist das ein Totalschaden und Fall für den E-Schrott.

Dabei wollte ich doch nur alte ZX Spectrum Kassetten vor dem digitalen
Zerfall retten und nicht in der Ecke der Vintage-Fanboys utopische Preise
für ein Nakamichi BX-125 Deck, oder ein Yamaha K220, ein Pioneer CT-469/777
oder das bildhübsche Akai GX-65MK II 2 bezahlen. Technics RS-BX 626 wird
auch immer sehr empfohlen (Hinterbandkontrolle). Oder halt ein Onkyo TA
2630.

Ein Spezl konnte dann aber aus der Audiofundgrube seiner Medienabteilung
noch eine mobilen Sony TC-D5 orgen [5], der machte den Job dann astrein.
Von dem Projekt kann ich evtl. später mal erzählen, einstweilen müssen
diese Links reichen:

https://shred.zone/cilla/page/390/recovering-old-zx-spectrum-tapes.html
https://shred.zone/cilla/page/393/recovering-old-zx-spectrum-tapes-part-2.html

> Also sowas hier: (kennt ihr ja sicher alle)
> https://de.rs-online.com/web/p/tastschalter/7582082/
> Dazu noch mal ein paar Anmerkungen. Diese Schalter machen irgendwann
> probleme weil die Kontakflaeche innen (Knackfrosch Unterseite) schwarz
> anlaeuft.

Herrlich. Ja. Dieses Elend. Todesursache von 90% meiner optischen Mäuse.
Der Rest geht aufs Konto von Kabelbrüchen.

> Wenn man hat dann kann man diese Taster natuerlich einfach durch
> Neuteile austauschen. Allerdings muss man dann aufpassen weil es die
> nicht nur in unterschiedlicher Baugroesse/hoehe gibt, ziemlich
> offensichtlich oder? Es gibt die auch mit unterschiedlich grosser
> Betaetigungskraft. Das ist manchmal tolerierbar, manchmal nicht.

Genau. Meine diesbezüglichen Anstrengungen, einer Vintage-Maus (Microsoft
IntelliMouse w/IntelliEye 1.0) neues Leben zu schenken, verlief im Sande.
Schade eigentlich, weil das eben _kein_ Schischi-Gamer-Teil oder der
allerbilligste Chinadreck war. Nachfolge dann eine "Microsoft Wheel Mouse
Optical USB and PS/2 compatible" (P/N X08-71118, PID 56180), selbes
Problem. Naja, nicht exakte. Linke Taste prellte. Ich kaufte dann eine
"Microsoft Basic Optical Mouse für Business schwarz" [6], langsam gehts
auch hier wieder mit der Unzuverlässigkeit los.

Wenigstens konnte ich meine altgediente Cherry G80-3019 (ja, mit
DIN-Stecker!) reparieren und muß an dieser Stelle mal dem Hersteller ein
dickes Lob aussprechen. Warum? Auf Nachfrage im Cherry-Support nannte man
mir den Reichelt Onlineshop als Bezugsquelle für neue Tasten [7]. Nur ist
"MX-Blue" halt nicht gleich "MX-Blue".

Ebendiese Tastatur wartet mit der Befestigungsvariante "Fixierzapfen in
Leiterplatte" und Beschaltung mit Entkopplungsdiode auf.

Damit lautet die konrete Produktbezeichnung

MX Standard MX-Taste
1 Silber-Goldlegierung
A SPSTON (was auch immer das ist)
-
E Klick, blaue Taste
1 Standardstößel für Tastenkappen
D Keine LED aber Entkopplungsdiode
W Mit Pins

= MX1A-E1DW.

Niemand hat die mehr im Sortiment. Mit dieser Tatsache konfrontiert hieß es
alsbald aus Auerbach (Zitat):

PC> das ist wahr, dass der MX Blue in dem Fall mit Extrapins und
PC> Diode ausgestattet ist, hatte ich übersehen. Entschuldigen Sie!
PC> Da diese Switches mittlerweile sehr selten geworden sind, gehe ich
PC> auch nicht davon aus, dass einer unserer Partner diese in naher
PC> Zukunft bestellt. Hier mein Vorschlag: ich habe im Büro noch
PC> einige MX Browns mit Extrapins und Diode. Die baue ich Ihnen gerne
PC> manuell zu MX Blues um, damit Sie ihre Tastatur reparieren können.
PC> Was sagen Sie dazu?

ALTER! Wie geil ist das denn?!? Ich war vollkommen von den Socken.

Tatsächlich erreichten mich wenige Tage später 10 (ja, i. W. ZEHN) MX-Blue
MX1A-E1DW . Augenscheinlich makellos und tatsächlich kostenlos. Ich habe
strategisch nicht nur die eine Taste sondern auch weitere 6 häufig
genutzte Buchstaben getauscht - insgesamt e-d-g-n-i-s-o, den Rest auf
Lager getan und natürlich auch den Chip sowie einige Stecksockel
nachgelötet.

Die Entlöterei gestaltete sich vollkommen problemlos, für die abriebfesten
"dual-injection-mould" Tastenkappen wäre ein Werkzeug praktisch gewesen,
so mußte ich einige umliegende Kappen entfernen und vorsichtig mit einem
Schraubendreher hebeln. Die Paßform der Ersatztasten ist absolut
einwandfrei, auch im Anschlagverhalten kann ich keinerlei Unterschiede
feststellen.

Nun, da ich den direkten Unterschied zwischen (m)einer wiedererstarkten
Cherry G80-3019 HFO /07 und dem übergangsweise genutzten Ersatz (G81-3000
LPCDE-0, neuwertig) kenne, bevorzuge ich doch ganz entschieden die
klassische Mechanik gegenüber diesem ominösen FTSC. Nichts gegen die
semimechanischen Platinenkontakttasten (es geht natürlich immer noch
schlimmer, z. B. mit Rubberdome), aber das Anschlagverhalten überzeugt
nicht.

Die Tasten gleiten über den ganzen Weg irgendwie "mehlig-reibend" herunter,
zwischendurch wird irgendwann das Signal ausgelöst und am Anschlagpunkt
nimmt die Geschichte ein trocken-diffuses Ende, etwa so, wie wenn man mit
einer Filzstiftkappe auf Hartgummi klopft. Die Spacetaste rasselt
mechanisch nach, Backspace quietscht, wenn man sie nicht wirklich
hundertprozentig in der Mitte trifft und bei der langen Shifttaste auf der
rechten Seite erhöht sich der Betätigungswiderstand extrem, je weiter man
vom Zentrum weg ist.

Das mag den ultrapräzisen 10-Finger-Schnellschreiber nur marginal
stören, ich bin eher schlampig unterwegs und finde das doch etwas
nervtötend. Interessant, daß mein älteres Exemplar einer G81-3000, das
ich bei der Arbeit in die Mangel nehme, deutlich gleichmäßiger,
sanfter und geräuschloser reagiert.

Vorsorglich sei gesagt: Natürlich beguckte ich mir die Fnatic Gear Rush LED
Pro Gaming-Tastatur, die wurde in irgendeinem Test empfohlen. Angesichts
der Rezensionen gibt es dann schon wieder Schnappatmung. Software
installieren um die Farbe der Tastaturbeleuchtung zu ändern? WTF! Oder die
Cherry G80-3000LSCDE-2 als Nachfolgerin, die aber wohl nicht mit der
Robustheit einer G80-3019 aufwarten kann, "Made in Czech" bzw. China ist
und zwei für mich unnötige Windows-Tasten hat.

Ob ich mit den Kailh-Kurzhub-Klicktasten wie in der Sharkoon Pure Writer
glücklich werde, weiß ich auch nicht.

Volker

[1] https://www.fein-hifi.de/Surround-Decoder/Sony/Sony-SDP-E300-Surround-AV-Prozessor::3357.html
[2] http://www.fein-hifi.de/Surround-Receiver/Denon/Denon-AVR-3300-Highend-Dolby-Digital-DTS-AV-Reciever-champagner::799.html
Nein, ich habe ihn natürlich NICHT in diesem schwulen "Champagner",
sondern in schwarz.
[3] https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_video_cassette_recorder_rtv_950_hifi.html
[4] http://www.walkmancentral.com/products/tcs-310
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Sony_TC-D5
[6] https://www.amazon.de/dp/B005LIFKCE
[7] https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=0&nbc=1&q=mx%20blue

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 29, 2020, 11:41:10 AM12/29/20
to
On 12/29/20 5:20 PM, Volker Bartheld wrote:

> Nun, da ich den direkten Unterschied zwischen (m)einer wiedererstarkten
> Cherry G80-3019 HFO /07 und dem übergangsweise genutzten Ersatz (G81-3000
> LPCDE-0, neuwertig) kenne, bevorzuge ich doch ganz entschieden die
> klassische Mechanik gegenüber diesem ominösen FTSC.

FTSC? Die G81 ist doch eine Folientastatur mit mechanischem Aufsatz.


Nichts gegen die
> semimechanischen Platinenkontakttasten (es geht natürlich immer noch
> schlimmer, z. B. mit Rubberdome), aber das Anschlagverhalten überzeugt
> nicht.

Rubberdome geht auch in brauchbar.

Gerrit

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 12:00:05 PM12/29/20
to
Andreas Neumann <an5...@sedo.com> wrote:

>Das ging bei mir ganz einfach. Ok, ich hab getrickst: Einfach Konus, Magnet
>und Gehäuse mit dazu bestellt. War sogar schon zusammengebaut.
>Da war die Erneuerung der Sicken wirklich ein Spass!

Ja, aber wenn so ein Lautsprecher 250Euro pro Stueck kostet und man
davon pro Box zwei verbaut hat dann ist es schon besser da selber
taetig zu werden. .-)
Ausserdem war es interessant zu sehen ob man es hinbekommt!

Olaf

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 12:39:04 PM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 17:41:09 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
> On 12/29/20 5:20 PM, Volker Bartheld wrote:
>> Nun, da ich den direkten Unterschied zwischen (m)einer wiedererstarkten
>> Cherry G80-3019 HFO /07 und dem übergangsweise genutzten Ersatz (G81-3000
>> LPCDE-0, neuwertig) kenne, bevorzuge ich doch ganz entschieden die
>> klassische Mechanik gegenüber diesem ominösen FTSC.
> FTSC? Die G81 ist doch eine Folientastatur mit mechanischem Aufsatz.

Mag sein. Ich durchdringe die Cherry-Nomenklatur nicht so 100%ig. Die/meine
G81 fand ich neu aus dem Karten jedenfalls sch***.

>> Nichts gegen die semimechanischen Platinenkontakttasten (es geht
>> natürlich immer noch schlimmer, z. B. mit Rubberdome), aber das
>> Anschlagverhalten überzeugt nicht.

> Rubberdome geht auch in brauchbar.

Wo denn? Ernstgemeinte Frage. Nachdem ich etliche Stunden mit der Recherche
nach "brauchbaren" Tastaturen zugebracht habe und reumütig zum
Anachronismus zurückgekehrt bin, bin ich trotzdem für potentielle
Alternativen dankbar. Kann ja passieren, daß mich im Freundeskreis mal wer
fragt.

Volker

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 12:45:04 PM12/29/20
to
Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:

>> Bei meiner Endstufe von Aiwa ist diese Metallbahn aus

Ups, vertan. Ist Yamaha.

>Was spräche gegen eine galvanische Vergoldung? Keine Ahnung, was diese
>Elektrostifte so taugen, die es (mal?) zur Behandlung von Platinen gab.

Ach...man muss das ja nur so alle 10-15Jahre mal machen. Das halte ich
aus. Ausserdem schubert da ja der Schleifer drauf. Da wird eine duenne
Goldschicht nicht ausreichen. Und dann gibt es ja auch noch die
Kohlebahn. Was nuetzt das wenn die Silberschicht keine Probleme mehr
macht aber man trotzdem irgendwann mal wieder ran muss? Und es gibt
ja auch noch andere Gruende den einmal pro Dekade zu oeffnen. (z.B das
Relais zu den Lautsprechern)

>Aber wie dem auch sei, irgendwann ist es wohl um jedes Gerät geschehen.

Nix da! Da hab ich Prinzipien. :-D

>Dann flog mir ein Denon AVR 3300 zu [2]. Wie naiv anzunehmen, ein
>modern(er)er Receiver mit HDMI und schießmichtot käme ohne Lüfter aus. Der

Ja siehst du, je neuer je oller. Das neue Zeug arbeitet ja schon
ClassD. Ich bin aber noch bei A. Genau wie bei Huehnereiern ist das
eindeutig ueberlegen.


>Mein Sony TCS-310 - Urahn der Walkmans [4] hats leider auch hinter sich.
>Tatsächlich spult er nur recht widerwillig nach vorne, gar nicht mehr
>zurück und auch die Wiedergabe ist bissl ein Zufallsprodukt. Das

Um diese Plastikkiste ist es ja auch nicht besonders schade. Wenn es
ein DD2 waere dann waere es natuerlich deine Pflicht den zu retten.

Hier im Thread ein paar Bilder von meinem 101:
https://www.mikrocontroller.net/topic/503597

Auch wenn ich den sicher nicht mehr jeden Tag nutze, aber um sowas
waer es einfach zu schade.

>Dabei wollte ich doch nur alte ZX Spectrum Kassetten vor dem digitalen
>Zerfall retten und nicht in der Ecke der Vintage-Fanboys utopische Preise

Kann man die alten Games nicht einfach irgendwo downloaden?


>Herrlich. Ja. Dieses Elend. Todesursache von 90% meiner optischen Mäuse.
>Der Rest geht aufs Konto von Kabelbrüchen.

Und genau dort darf man keinen Schalter mit zu hoher Betaetigungskraft
einloeten. Frag nicht woher ich das genau weiss. :)

>Genau. Meine diesbezüglichen Anstrengungen, einer Vintage-Maus (Microsoft

Tja, wenn sagst du das. Meine Maus musste ich auch schon dreimal
wieder hochpaepeln. Ich war letztes Jahr extra in Tokyo in einem
Fachgeschaeft nur fuer Maeuse und hab da alles ausprobiert was sie
hatten, nix konnte mich so ueberzeugen wie meine Logitec
MultimediaMaus.

https://www.amazon.de/Logitech-931176-0914-MediaPlay-Cordless-Mouse/dp/B00031RJDM

Buhuhu..schluchz!


>Das mag den ultrapräzisen 10-Finger-Schnellschreiber nur marginal
>stören, ich bin eher schlampig unterwegs und finde das doch etwas

Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM! Ich mach mir
hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter bauen zu
muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)

Olaf

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 29, 2020, 12:45:56 PM12/29/20
to
Mir ist mal eine von einem Resteverhökerer zugelaufen mit der ich leben
kann. Benutze ich aktuell im HomeOffice. Mag ich lieber als die Cherry G81.

Meine G80-3000 ist mir allerdings noch lieber.

Gerrit

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 1:20:10 PM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 18:41:43 +0100, olaf wrote:
> Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
> >Mein Sony TCS-310 - Urahn der Walkmans [4] hats leider auch hinter sich.
> >Dabei wollte ich doch nur alte ZX Spectrum Kassetten vor dem digitalen
> >Zerfall retten und nicht in der Ecke der Vintage-Fanboys utopische Preise
> Kann man die alten Games nicht einfach irgendwo downloaden?

War mein eigenes Zeugs.

> >Das mag den ultrapräzisen 10-Finger-Schnellschreiber nur marginal
> >stören, ich bin eher schlampig unterwegs und finde das doch etwas
> Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM!

Dann weißte ja, warum ich da etwas eigen sind. Mann, *DAS* waren noch
Zeiten, als die Damen an der Warenausgabe vom Bürklin am Münchner
Computerstrich (Schillerstraße) in diese IBM-Tastaturen hackten. Damit
hätte man im Zweifel auch einen Kassenräuber in die Flucht schlagen können.

> Ich mach mir hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter
> bauen zu muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)

Das könnte tatsächlich passieren. USB-A ist ja auch nur noch ein Schatten
seiner selbst.

Volker

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 1:25:47 PM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 18:45:55 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
> On 12/29/20 6:39 PM, Volker Bartheld wrote:
>> On Tue, 29 Dec 2020 17:41:09 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
>>> Rubberdome geht auch in brauchbar.
>> Wo denn? Ernstgemeinte Frage.
> Mir ist mal eine von einem Resteverhökerer zugelaufen mit der ich leben
> kann.

Naja, museale Ware und Antiquitäten habe - und behalte ich selber. Meinen
Ratsuchenden kann ich aber kaum verklickern, sie mögen zeitintensiv
diverse Flohmärkte, Computerschlächter oder Special-Interest-Läden nach
€€€-Ware unsicher machen, die dann zerlegen, Kappen in die WaMa, den Rest
schön absaugen, mit Isoprop reinigen, Lötstellen nachlöten und dann noch
einen DIN-auf-PS/2-auf-USB-Schwengel hintendranfuddeln, der ohne Kran
nicht am Motherboard hält.

> Benutze ich aktuell im HomeOffice. Mag ich lieber als die Cherry G81.
> Meine G80-3000 ist mir allerdings noch lieber.

Wem sagst Du das. Das Teil ist geil. Keine Ahnung, ob die
MX-Blue-Nachfolger "Made in Billiglohnland statt Auerbach" auch so gut
sind. Ich wollte es nicht ausprobieren, Preise waren eh prohibitiv.

Volker

Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 1:26:18 PM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 18:41:43 +0100, olaf wrote:
> Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
> >Mein Sony TCS-310 - Urahn der Walkmans [4] hats leider auch hinter sich.
> >Dabei wollte ich doch nur alte ZX Spectrum Kassetten vor dem digitalen
> >Zerfall retten und nicht in der Ecke der Vintage-Fanboys utopische Preise
> Kann man die alten Games nicht einfach irgendwo downloaden?

War mein eigenes Zeugs.

> >Das mag den ultrapräzisen 10-Finger-Schnellschreiber nur marginal
> >stören, ich bin eher schlampig unterwegs und finde das doch etwas
> Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM!

Dann weißte ja, warum ich da etwas eigen bin. Mann, *DAS* waren noch
Zeiten, als die Damen an der Warenausgabe vom Bürklin am Münchner
Computerstrich (Schillerstraße) in diese IBM-Tastaturen hackten. Damit
hätte man im Zweifel auch einen Kassenräuber in die Flucht schlagen
können.

> Ich mach mir hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter
> bauen zu muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 29, 2020, 1:29:38 PM12/29/20
to
On 12/29/20 7:25 PM, Volker Bartheld wrote:
> On Tue, 29 Dec 2020 18:45:55 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
>> On 12/29/20 6:39 PM, Volker Bartheld wrote:
>>> On Tue, 29 Dec 2020 17:41:09 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
>>>> Rubberdome geht auch in brauchbar.
>>> Wo denn? Ernstgemeinte Frage.
>> Mir ist mal eine von einem Resteverhökerer zugelaufen mit der ich leben
>> kann.
>
> Naja, museale Ware und Antiquitäten habe - und behalte ich selber. Meinen
> Ratsuchenden kann ich aber kaum verklickern, sie mögen zeitintensiv
> diverse Flohmärkte, Computerschlächter oder Special-Interest-Läden nach
> €€€-Ware unsicher machen, die dann zerlegen, Kappen in die WaMa, den Rest
> schön absaugen, mit Isoprop reinigen, Lötstellen nachlöten und dann noch
> einen DIN-auf-PS/2-auf-USB-Schwengel hintendranfuddeln, der ohne Kran
> nicht am Motherboard hält.

Noch komme ich mit einem simplen DIN->PS/2-Adapter aus, die Boards haben
immer noch einen PS/2-Port. PS/2->USB-A habe ich rumliegen.


>> Benutze ich aktuell im HomeOffice. Mag ich lieber als die Cherry G81.
>> Meine G80-3000 ist mir allerdings noch lieber.
>
> Wem sagst Du das. Das Teil ist geil. Keine Ahnung, ob die
> MX-Blue-Nachfolger "Made in Billiglohnland statt Auerbach" auch so gut
> sind. Ich wollte es nicht ausprobieren, Preise waren eh prohibitiv.

MX Blue? Nein Danke, MX Black und nur die. Selbst die Tastatur für
meinen alten A2000A hat die.

Gerrit

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 2:00:05 PM12/29/20
to
Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de> wrote:

>Noch komme ich mit einem simplen DIN->PS/2-Adapter aus, die Boards haben
>immer noch einen PS/2-Port.

Ich auch, aber das ist nicht mehr selbstverstaendlich. Ich denke wenn
ich irgendwann das naechste MoBo kaufe dann wird PS2 wohl Geschichte
sein. Es hat mich jetzt schon sehr gewundert.

>PS/2->USB-A habe ich rumliegen.

Aufpassen, das geht nicht mit jedem alten Keyboard weil manche zuviel
Strom brauchen.

Olaf

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 29, 2020, 2:08:26 PM12/29/20
to
Was auch immer Cherry da verbaut hat, der 40pin-Chip wird nur handwarm,
also deutlich unter 1W oder 200mA. die 500mA die USB liefern kann sind
2.5W, damit könnte man sich fast den Kaffee warmhalten. Ich erwarte da
nicht wirklich Probleme. Und wenn doch welche auftreten 'leihe' ich mir
+5V direkt vom Netzteil.

Gerrit



Hanno Foest

unread,
Dec 29, 2020, 2:09:29 PM12/29/20
to
Am 29.12.20 um 17:58 schrieb olaf:

[Sickenerneuerung]
> Ja, aber wenn so ein Lautsprecher 250Euro pro Stueck kostet und man
> davon pro Box zwei verbaut hat dann ist es schon besser da selber
> taetig zu werden. .-)
> Ausserdem war es interessant zu sehen ob man es hinbekommt!

Ich habs damals machen lassen. 40 EUR pro Tieftonchassis, meine ich.
Wollte ich nicht verbasteln, und da schien es mir sinnvoll, das jemanden
machen zu lassen, der das schon vorher mal gemacht hatte...

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 2:15:04 PM12/29/20
to
Andreas Neumann <an5...@sedo.com> wrote:

>Huch, jetzt machst Du mir Angst. Mein Yamaha Receiver dürfte >=20a alt sein,

Ich hab einen Yamaha A-700. Das war vor den AX700/AX1000.
https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_A-700

>der war noch nie offen (eigentlich untypisch für mich). Gut, da sind keine
>Potis drin, das geht alles elotronisch. Bisher sind auch die Relais
>unauffällig.

Elektronisch? Ne, sowas modernes ist bei mir nicht drin. Nur die
Transistoren sind da elektronisch. Vielleicht hast du ja garkein
Relais. Aber das muesstest du deutlich hoeren. Bei mir macht es 10s
nach dem einschalten deutlich klack und erst danach geht die Endstufe.

Es gab uebrigens von Yamaha nach 20Jahren mal einen Rueckruf weil sie
die beruehmten Brandbeschleuniger von Riva am Eingang haben. .-)

>Naja, irgendwann wird er wohl doch ersetzt werden, da er im Betrieb schon
>ohne jegliche Ansteuerung 35W verheizt. Radio hören ist heutzutage ja eh

Meiner laesst sich von AB auf A umschalten. Ich glaub dann verheizt
er >200W. Jedenfalls soviel das im Sommer immer nach 1-2h Betrieb der
DTC57 ausgefallen ist weil er die Hitze nicht mochte wenn er auf dem
Verstaerker stand. :)

Olaf

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 29, 2020, 2:32:14 PM12/29/20
to
On 12/29/20 8:28 PM, Andreas Neumann wrote:
> olaf wrote:
>
>> Ich hab einen Yamaha A-700. Das war vor den AX700/AX1000.
>> https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_A-700
>
> Ah, was Klassisches, schön.
>
> Meiner hat wohl doch noch keine 20 Jahre:
> https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_RX-V_430_RDS
>
>> Vielleicht hast du ja garkein
>> Relais. Aber das muesstest du deutlich hoeren.
>
> Doch doch, die akustische Signatur ist eindeutig ;)
>
>> Es gab uebrigens von Yamaha nach 20Jahren mal einen Rueckruf weil sie
>> die beruehmten Brandbeschleuniger von Riva am Eingang haben. .-)
>
> Was ist das?

X1/X2/Y-Kondensatoren von RIFA. Bekannt dafür irgendwann hochzugehen.

Mach eine Bildersuche nach 'RIFA capacitor bang' und du wirst sehen was
gemeint ist.

Gerrit

Klaus Butzmann

unread,
Dec 29, 2020, 2:37:39 PM12/29/20
to
Am 2020-12-29 um 19:13 schrieb Andreas Neumann:
> olaf wrote:
>
>> Ja, aber wenn so ein Lautsprecher 250Euro pro Stueck kostet und man
>> davon pro Box zwei verbaut hat dann ist es schon besser da selber
>> taetig zu werden. .-)
>
> Autsch, ich bin ja schon ruhig ;)
Ist für meine JBL 2245 der Preis für's Recone-Kit...


Butzo


Volker Bartheld

unread,
Dec 29, 2020, 4:08:57 PM12/29/20
to
On Tue, 29 Dec 2020 19:29:36 +0100, Gerrit Heitsch wrote:
>>> Meine G80-3000 ist mir allerdings noch lieber.
>> Wem sagst Du das. Das Teil ist geil. Keine Ahnung, ob die
>> MX-Blue-Nachfolger "Made in Billiglohnland statt Auerbach" auch so gut
>> sind.
> MX Blue? Nein Danke, MX Black und nur die.

Reine Geschmackssache.

Den Klick hätte ich jetzt auch nicht unbedingt gebraucht, ist im Büroumfeld
manachmal auch störend. Da würde ich dann vielleicht zu den MX Brown
greifen. An die lineare Charakteristik müßte ich mich erst gewöhnen, mir
taugt das taktile Feedback, wann eine Taste wirklich ausgelöst hat.
Deswegen sind irgendwelche Kailh-Nachbauten, die eben *nicht* auf dem
Plateau auslösen sondern irgendwo drumrum auch besonders irritierend. Die
extrem leicht auslösenden Kurzhubtasten mögen vielleicht Gamer geil
finden, ich vertippe mich darauf einfach zu oft. Schon ausprobiert.

Aber mit Tastaturen ist es wie mit Füllfederhaltern. Da scheiden sich auch
die Geister.

Volker

Guido Grohmann

unread,
Dec 29, 2020, 4:20:48 PM12/29/20
to
olaf schrieb:

> Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM! Ich mach mir
> hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter bauen zu
> muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)

Huch, noch so einer. Meine Modell M hat aber schon PS2, und die geht
auch am USB-Adapter ohne Probleme. Bisher geht da nix drüber, und das
Ding hat keine mechanischen Schalter wie meine G80-3000 mit blauen
Swizches, die IBM ist eine Folientastatur.

Guido

olaf

unread,
Dec 29, 2020, 10:45:04 PM12/29/20
to
Guido Grohmann <guido.g...@gmx.de> wrote:

>Huch, noch so einer. Meine Modell M hat aber schon PS2, und die geht
>auch am USB-Adapter ohne Probleme. Bisher geht da nix drüber, und das
>Ding hat keine mechanischen Schalter wie meine G80-3000 mit blauen
>Swizches, die IBM ist eine Folientastatur.

Ich hab drei Stueck, zwei mit DIN, eine mit PS2. Die gab es irgendwann
auf einem Flohmarkt fuer 3 oder 5DM direkt aus einer Gitterbox. :)

Ich merke da vom Schreibgefuehl keinen Unterschied. Und sein wir mal
realistisch, natuerlich koennte man sich auch auf irgendwas anderem
umgewoehnen. Hauptsache ist nur das es eine hoer und fuehlbare
Rueckmeldung mit einer Kennlinie gibt die ein Maximum hat damit man
schreiben kann ohne auf die Tastatur zu schauen.

BTW: Ich hab mir den neuen PI400 gekauft. Der eine oder andere hat da
im Test auch an dessen Tastatur rumgemeckert. Ich finde die aber
ueberraschend okay. Auch der hat in seiner Kraftkennlinie ein Maximum
und man hoert einen Tastendruck. Damit kann ich auch gut
schreiben. Ueberraschend gut!

Olaf

Marc Haber

unread,
Dec 30, 2020, 3:19:53 AM12/30/20
to
Andreas Neumann <an5...@sedo.com> wrote:
>olaf wrote:
>
>> Bei meiner Endstufe von [...] Yamaha
>> [...] es gibt
>> ja auch noch andere Gruende den einmal pro Dekade zu oeffnen. (z.B das
>> Relais zu den Lautsprechern)
>
>Huch, jetzt machst Du mir Angst. Mein Yamaha Receiver dürfte >=20a alt sein,
>der war noch nie offen (eigentlich untypisch für mich). Gut, da sind keine
>Potis drin, das geht alles elotronisch. Bisher sind auch die Relais
>unauffällig.

Mein Yamaha-Verstärker von 1992 hat ein klassisches Kratzproblem am
Eingangswahlschalter, das ist für diese Zeit aber bekannt, da sind die
Webforen voll mit.

>Naja, irgendwann wird er wohl doch ersetzt werden, da er im Betrieb schon
>ohne jegliche Ansteuerung 35W verheizt. Radio hören ist heutzutage ja eh
>meist nur noch Strafe, also wird's irgendwann eine D-Endstufe werden, mit
>angemessen niedriger Leerlaufleistung...

Bei mir werden es sehr wahrscheinlich aktive Boxen mit symmetrischer
Ansteuerung. Kostet halt insgesamt knapp 2000 Euro bis die dann
fällige Kompletterneuerung der Audiotechnik finanziert ist.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Marc Haber

unread,
Dec 30, 2020, 3:20:34 AM12/30/20
to
olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Es gab uebrigens von Yamaha nach 20Jahren mal einen Rueckruf weil sie
>die beruehmten Brandbeschleuniger von Riva am Eingang haben. .-)

Oh? Hast Du da einen Link zu?

Marc Haber

unread,
Dec 30, 2020, 3:21:58 AM12/30/20
to
olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>Ich hab einen Yamaha A-700. Das war vor den AX700/AX1000.
>https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_A-700

Ich habe einen AX-750.

https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_AX-750

Marc Haber

unread,
Dec 30, 2020, 3:25:13 AM12/30/20
to
Wenn sie keine mechanischen Schalter hat, ist sie keine Model M.

Ich habe eine MF II von 1988, die kam original mit Mini-DIN-Kabel, das
auch auf der Seite der Tastatur einen Stecker hatte. Das habe ich dann
gegen ein Kabel mit großem DIN-Anschluss getauscht (das war damals
noch üblich), das ist bis heute noch dran. Und ja, die funktioniert
nicht an jedem PS/2-to-USB-Adapter, und mein neuer Ryzen will sie nur
erkennen wenn noch eine zweite Tastatur angeschlossen ist.

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 30, 2020, 3:33:22 AM12/30/20
to
On 12/30/20 9:25 AM, Marc Haber wrote:
> Guido Grohmann <guido.g...@gmx.de> wrote:
>> olaf schrieb:
>>
>>> Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM! Ich mach mir
>>> hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter bauen zu
>>> muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)
>>
>> Huch, noch so einer. Meine Modell M hat aber schon PS2, und die geht
>> auch am USB-Adapter ohne Probleme. Bisher geht da nix drüber, und das
>> Ding hat keine mechanischen Schalter wie meine G80-3000 mit blauen
>> Swizches, die IBM ist eine Folientastatur.
>
> Wenn sie keine mechanischen Schalter hat, ist sie keine Model M.

Nein, eine Model M ist eine Folientastatur, die ganze Mechanik oben
drauf (buckling spring) ist nur aufgesetzt.

Gerrit

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 30, 2020, 3:35:41 AM12/30/20
to
Nachtrag:

Hier ist die Folie gut zu sehen:

https://www.one-button.org/posts/2018/09/ibm-model-m-1393464.html

Gerrit

Guido Grohmann

unread,
Dec 30, 2020, 3:57:55 AM12/30/20
to
Marc Haber schrieb:

> Wenn sie keine mechanischen Schalter hat, ist sie keine Model M.

Woher beziehst du diese Erkenntnis?

Guido

Guido Grohmann

unread,
Dec 30, 2020, 3:58:54 AM12/30/20
to
Gerrit Heitsch schrieb:
Exakt so ist es.

Guido

olaf

unread,
Dec 30, 2020, 4:00:06 AM12/30/20
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:


>Oh? Hast Du da einen Link zu?

Nein leider nicht. Ich hatte das mal so vor 10Jahren gefunden
als ich mal nach einer Anleitung zum einem A700 gesucht habe.
Lag damals als pdf bei Yamaha rum. Ist aber nun wohl entschwunden.

Olaf

Gerrit Heitsch

unread,
Dec 30, 2020, 4:04:34 AM12/30/20
to
Er hat seine Model M anscheinend noch nie zerlegt. :)

Gerrit

olaf

unread,
Dec 30, 2020, 4:15:04 AM12/30/20
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Ich habe einen AX-750.

Und? Geht er noch? Ein Freund von mir hat den AX-900 und der hat auch
die ueblichen Potiprobleme. Der ist aber derzeit noch zu
schraubfaul da muss der Leidensdruck noch ansteigen. :)

Olaf

Wolfgang Martens

unread,
Dec 30, 2020, 4:46:18 AM12/30/20
to
> Bei mir werden es sehr wahrscheinlich aktive Boxen mit
> symmetrischer Ansteuerung. Kostet halt insgesamt knapp 2000 Euro
> bis die dann fällige Kompletterneuerung der Audiotechnik finanziert
> ist.
Wenn man nicht gerade Liebhaber teurer Plattenspieler und Röhren ist,
kann man auch konsequent auf die digitale Ebene wechseln.

Denn bis auf Vinyl sind die Quellen heutzutage alle digital.
Hersteller wie Canton oder Nubert haben Aktivlautsprecher mit
optischem Digitaleingang und Fernbedienung. Wenn die Eingangszahl
nicht reicht noch ein preiswerter fernsteuerbarer Optoumschalter,
fertig. Das Geld eines Vorverstärkers mit symmetrischem Ausgang und
der Kabel wurde ich besser den Aktivlautsprechern zuschlagen.

Marc Haber

unread,
Dec 30, 2020, 9:46:00 AM12/30/20
to
Mit dem dritten Eingangswahlschalter, ja. Ich habe auch noch einen
zweiten im Lagerraum stehen, als ein Freund seinen ausrangiert hat und
drohte ihn wegzuwerfen konnte ich nicht anders.

Wolfgang Allinger

unread,
Dec 30, 2020, 10:02:37 AM12/30/20
to

On 29 Dec 20 at group /de/sci/electronics in article rsg1c1$1sro$1...@gioia.aioe.org
<an5...@sedo.com> (Andreas Neumann) wrote:

> Andreas Neumann wrote:

>> olaf wrote:
>>
>>> Ich hab einen Yamaha A-700. Das war vor den AX700/AX1000.
>>> https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_A-700
>>
>> Ah, was Klassisches, schön.
>>
>> Meiner hat wohl doch noch keine 20 Jahre:
>> https://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_RX-V_430_RDS

Ich hab nen Yamaha_RX-V620RDS
War bisher einmal auf und nen neuer ALPS Geber für die Lautstärke rein,
der alte machte nur lauter und nicht mehr leiser. Unlustig bei 5x50W :)
Mit der FS ging leiser...

Aber seit einiger Zeit spinnt er rum und die LS Schutzschaltung schlägt
zu, wenn der lange vom Netz war. 1-2 Tage unter Dauerbesavtung und dann
gings wieder. Ok probiere gerade wieder damit rum.

Ich hab die kompletten Service Unterlagen damals in D direkt gekauft. Muss
mal suchen, was die dazu sagen.

WIMRE hab ich den um 2000 gekauft. Tolles Teil :)

Davor einen Panasonic, Modell HIV. der hatte das Problem, dass der ein
Bakterienfach an der Rückseite hatte, so als Mem-Stütze... irgednwann sind
die ausgelaufen und haben eine ziemlich Sauerei veranstaltet. Hab in an
einen Bastler verschenkt.


Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Klaus Butzmann

unread,
Dec 30, 2020, 10:11:14 AM12/30/20
to
Am 2020-12-30 um 09:19 schrieb Marc Haber:

> Mein Yamaha-Verstärker von 1992 hat ein klassisches Kratzproblem am
> Eingangswahlschalter, das ist für diese Zeit aber bekannt, da sind
> die Webforen voll mit.
Wie gesagt, säubern und anschliessend mit (Wälzlager) Fett schützen.
Manchmal auch gealterte Eingangselkos mit Leckstrom die Gleichspannung
verschleppen.


Butzo

Klaus Butzmann

unread,
Dec 30, 2020, 10:16:43 AM12/30/20
to
Am 2020-12-30 um 09:20 schrieb Marc Haber:
> olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>> Es gab uebrigens von Yamaha nach 20Jahren mal einen Rueckruf weil
>> sie die beruehmten Brandbeschleuniger von Riva am Eingang haben.
>> .-)
>
> Oh? Hast Du da einen Link zu?
z.B.
https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/ce-20-entstoerkondensator-defekt-aufgeplatzt.98123/
Rifa nich Riva.

Einfach zu erkennen,
transparente Umhüllung X-Kondi teilweise direkt am Netzeingang vor dem
Netzschalter. Bei meinen sechs Revox Geräten sind die alle ausgefallen.

Als Hosenträger zum Gürtel einen X1 statt der lumpigen X2 Kondis einbauen.


Butzo

Michael Schwingen

unread,
Dec 31, 2020, 9:13:14 AM12/31/20
to
On 2020-12-29, olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>
> Also ich schreib auf IBM. Genau! Auf genau der IBM! Ich mach mir
> hoechstens Sorgen eines schoenen Tages ein USB-DIN Adapter bauen zu
> muessen welcher den notwendigen Strom liefern kann. .-)

Noch einer ;-)

Die Adapter funktionieren so la-la - manche garnicht, manche erträglich gut.

Ich habe dann letztens Nägel mit Köpfen gemacht:

https://www.schwingen.org/modelm-usb/
bzw.
https://github.com/mschwingen/hardware/tree/master/modelm-usb

Bei Bedarf: ich noch PCBs und Buchsen da.

cu
Michael

olaf

unread,
Dec 31, 2020, 10:30:04 AM12/31/20
to
Michael Schwingen <news-15...@discworld.dascon.de> wrote:

>https://www.schwingen.org/modelm-usb/

Nicht schlecht!

>Bei Bedarf: ich noch PCBs und Buchsen da.

Ich komme 2030 drauf zurueck. :-D

Aber sag mal, haette man da nicht noch gleich einen USB-Hub in
die Tastaur einbauen können? Das waer doch obercool.

Olaf

olaf

unread,
Dec 31, 2020, 10:45:03 AM12/31/20
to
Michael Schwingen <news-15...@discworld.dascon.de> wrote:


>Bei Bedarf: ich noch PCBs und Buchsen da.

Hatte gerade so eine Idee....

Du schickst mir eine Platine mit dem geflashten Mikrocontroller
aldiweil ich Atmel vor 10Jahren komplett entsagt habe und auch den
letzten Debugger vor kurzem erst verschenkt habe....

...und ich schicke dir einen Briefumschlag mit diversen exotischen
SMD-Bauteilen zurueck. Du kannst doch SMD und DFN löten oder?
Ich kuck mal was ich finde. ICh denke Kohlemaessig machst du da
gewinn. .-)

Olaf

Michael Schwingen

unread,
Dec 31, 2020, 11:54:23 AM12/31/20
to
On 2020-12-31, olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
> Aber sag mal, haette man da nicht noch gleich einen USB-Hub in
> die Tastaur einbauen können? Das waer doch obercool.

Könnte man - aber dann müsste man zusätzliche Löcher in das Tastaturgehäuse
sägen, und da die Teile so langsam zum Sammlerstück werden, wollte ich das
100% reversibel halten.

cu
Michael

Gerrit Heitsch

unread,
Jan 1, 2021, 12:38:06 PM1/1/21
to
Das ist etwas, was mich bei USB-Tastaturen ziemlich nervt. So ziemlich
keine davon hat einen USB-Hub eingebaut. Selbst 2 zusätzliche Ports
würden schon reichen, einer für die Maus und einer für USB-Sticks.

Immerhin ist die offizielle Raspberry-Pi-Tastatur hier eine löbliche
Ausnahme.

Gerrit




Olaf Schultz

unread,
Jan 1, 2021, 1:59:07 PM1/1/21
to
On 1/1/21 6:38 PM, Gerrit Heitsch wrote:
> On 12/31/20 5:54 PM, Michael Schwingen wrote:
>> On 2020-12-31, olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>>> Aber sag mal, haette man da nicht noch gleich einen USB-Hub in
>>> die Tastaur einbauen können? Das waer doch obercool.
>>
>> Könnte man - aber dann müsste man zusätzliche Löcher in das
>> Tastaturgehäuse
>> sägen, und da die Teile so langsam zum Sammlerstück werden, wollte ich
>> das
>> 100% reversibel halten.
>
> Das ist etwas, was mich bei USB-Tastaturen ziemlich nervt. So ziemlich
> keine davon hat einen USB-Hub eingebaut. Selbst 2 zusätzliche Ports
> würden schon reichen, einer für die Maus und einer für USB-Sticks.
>

Hat die gebraucht geschossen DELL KB522 hier.
Zwei Ports... ein einem ist die Maus angeschlossen. Was besonders spaßig
ist wenn man mal von Rechner zu Rechner wechselt: Maus geht, Tastatur
erst im zweiten Anlauf;-)

Olaf

Bernd Mayer

unread,
Jan 1, 2021, 4:25:26 PM1/1/21
to
Am 01.01.21 um 18:38 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 12/31/20 5:54 PM, Michael Schwingen wrote:
>> On 2020-12-31, olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:
>>> Aber sag mal, haette man da nicht noch gleich einen USB-Hub in
>>> die Tastaur einbauen können? Das waer doch obercool.
>>
>> Könnte man - aber dann müsste man zusätzliche Löcher in das
>> Tastaturgehäuse
>> sägen, und da die Teile so langsam zum Sammlerstück werden, wollte ich
>> das
>> 100% reversibel halten.
>
> Das ist etwas, was mich bei USB-Tastaturen ziemlich nervt. So ziemlich
> keine davon hat einen USB-Hub eingebaut. Selbst 2 zusätzliche Ports
> würden schon reichen, einer für die Maus und einer für USB-Sticks.


Hallo,

hier haben meine Monitore eingebaute USB-Hubs - das ist ganz praktisch.


Bernd Mayer

Gerrit Heitsch

unread,
Jan 1, 2021, 4:50:36 PM1/1/21
to
Habe ich auch, aber man kommt schlechter ran als wenn der Hub in der
Tastatur ist.

Gerrit

olaf

unread,
Jan 2, 2021, 2:45:05 AM1/2/21
to
Bernd Mayer <beam.b...@knuut.de> wrote:

>hier haben meine Monitore eingebaute USB-Hubs - das ist ganz praktisch.

Das hat mein Monitor auch, ist aber 30cm weiter weg, und irgendwo
hinten an der Rueckseite. Um da mal eben einen USB-Stick reinzustecken
etwas fummelig. Klar, man kann das umgehen. Ich hab auch ein USB-3
Kabel vom Tower auf den Tisch gelegt. Aber direkt in die Tastatur
waere schon schoener.

Und insbesondere fuer Menschen in d.s.e waere es auch schoener wenn
USB-Ports mehr Abstand haetten weil manche Demoboards breiter wie ein
USB-Stecker sind. .-)

Olaf

Gerrit Heitsch

unread,
Jan 2, 2021, 3:16:29 AM1/2/21
to
On 1/2/21 8:35 AM, olaf wrote:
> Bernd Mayer <beam.b...@knuut.de> wrote:
>
> >hier haben meine Monitore eingebaute USB-Hubs - das ist ganz praktisch.
>
> Das hat mein Monitor auch, ist aber 30cm weiter weg, und irgendwo
> hinten an der Rueckseite. Um da mal eben einen USB-Stick reinzustecken
> etwas fummelig. Klar, man kann das umgehen. Ich hab auch ein USB-3
> Kabel vom Tower auf den Tisch gelegt. Aber direkt in die Tastatur
> waere schon schoener.

Pollin hat da was unter 722237. Entgegen der Bewertungen funktioniert
das Teil bei mir seit Jahren einwandfrei. Mit einem Tesa-Powerstrip auf
dem Tisch fixiert.

Gerrit

Marc Haber

unread,
Jan 2, 2021, 6:34:09 AM1/2/21
to
Ich habe USB-Hubs, die man in die Kabeldurchführungsbohrung des
Tisches einsetzt.

Gerrit Heitsch

unread,
Jan 2, 2021, 6:40:02 AM1/2/21
to
On 1/2/21 12:34 PM, Marc Haber wrote:
> Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de> wrote:
>> On 1/2/21 8:35 AM, olaf wrote:
>>> Bernd Mayer <beam.b...@knuut.de> wrote:
>>>
>>> >hier haben meine Monitore eingebaute USB-Hubs - das ist ganz praktisch.
>>>
>>> Das hat mein Monitor auch, ist aber 30cm weiter weg, und irgendwo
>>> hinten an der Rueckseite. Um da mal eben einen USB-Stick reinzustecken
>>> etwas fummelig. Klar, man kann das umgehen. Ich hab auch ein USB-3
>>> Kabel vom Tower auf den Tisch gelegt. Aber direkt in die Tastatur
>>> waere schon schoener.
>>
>> Pollin hat da was unter 722237. Entgegen der Bewertungen funktioniert
>> das Teil bei mir seit Jahren einwandfrei. Mit einem Tesa-Powerstrip auf
>> dem Tisch fixiert.
>
> Ich habe USB-Hubs, die man in die Kabeldurchführungsbohrung des
> Tisches einsetzt.

Mein Tisch hat keine solchen, wären also hier nicht brauchbar. Ich
brauche eigentlich immer nur einen USB-Port auf dem Tisch, aber der
bitte USB3. Einen passend schnellen Stick betankt man damit mit dem was
Gbit-Ethernet hergibt (der Fileserver hat 'nur' GBit)

Gerrit




Marcel Mueller

unread,
Jan 2, 2021, 8:31:04 AM1/2/21
to
Am 29.12.20 um 13:52 schrieb olaf:
> Nico Hoffmann <oxen...@gmx.de> wrote:
>
> >Zum einen kann man natürlich nur direkt am Ort des Grauens arbeiten,
> >wenn man die Dinger zerlegt. Genau das ist andererseits mit dem
> >Aufbiegen von Laschen etc. verbunden, das den Teilen mechanisch sicher
> >nicht gut tut.
>
> Es haengt stark vom Poti ab. Bei den hier gezeigten Potis haette ich
> da auch bedenken weil das Traegermaterial aus Pertiknacks ist. Es gibt
> andere wo das problemlos geht.

Pertinax sind die Träger oft. Das war bisher nie ein Problem.
Ich wäre ehrlich gesagt noch nicht einmal auf die Idee gekommen, dass es
eines sein könnte. Ich wüsste jetzt nicht, bei welchem Arbeitsschritt
ich das Platinchen knacken könnte. Das ist so klein, da wirken keine
großen Hebelkräfte.
Lästig ist nur, wenn die Potis über eine gespreizte Alu-Achse
Zusammengehalten werden. Das ist etwas schwer reversibel zu öffnen. Das
könnte bei denen des OP zutreffen (kann man nicht sehen). Das habe ich
aber auch schon mehrfach und bisher ausnahmslos erfolgreich hinbekommen.


> >Dann gibt es noch die Frage, welche chemischen Keulen eingesetzt
> >werden sollen. Bei dem schon erwähnten Teslanol T6-Oszillin gibt es am
> >wenigsten negative Berichte. Man muss es offenbar auch nicht unbedingt
> >auswaschen oder ausspülen, was sonst meist wohl mit Waschbenzin (oder
> >Iso?) getan wird. Das Nachschmierproblem ist google-bekannt, hier
>
> Mit den Berichten ist das immer so eine Sache. Wer wartet schon
> 10Jahre bevor er schreibt wie gut seine Loesung war. :)

Tatsächlich habe ich etliche Geräte aus der Altersklasse 20-40 Jahre in
meiner Umgebung. Bei Audio-Equipment würde ich sogar sagen ausnahmslos.
Da hat sich ja seither nicht mehr getan.
Und so manche der Geräte hatten auch schon mal Potiinsuffizienz.
Insofern habe ich da schon so einige Erfahrungswerte.

Die Potis von dem alten CF5500 habe ich bestimmt vor 20 Jahren instand
gesetzt. Die einfachen hatte ich gewechselt - das würde ich heute nicht
mehr machen. Die neuen waren nicht wirklich besser als reparierte. Nach
einigen Jahren habe ich dann die reparierten Originale wieder eingebaut,
die ich glücklicherweise nicht entsorgt hatte.


> Ausserdem wird es nicht die eine richtige Loesung geben und es gibt
> sicherlich unterschiedliche Potis fuer die unterschiedliche Loesungen
> richtig sein koennen.

In diesem Zusammenhang signifikante Unterschiede in der Konstruktion von
Potis sind mir bisher noch nicht begegnet. Es gibt zwar erhebliche
Qualitätsunterschiede, die sich z.B. in mehreren Schleifern o.ä
manifestieren, aber bezüglich der im Zweifel zu ergreifenden Maßnahmen,
sind sie dann doch wieder hinreichend gleich. Mehr Unterschied macht es
da schon, was das Poti erlebt hat. Ist es schon trocken gelaufen? Sind
die Metalloberflächen stark oxidiert?

> Bloed sind z.B Billigpotis die einen auf dicke
> Hose machen. Die hat der Hersteller mit irgendeinem Fett gefuellt
> damit sie sich beim drehen nach edlem Hifi anfuehlen. Das ist dann
> nach der Reinigung auch weg!

Schmieremittel muss man nach der Reinigung sowieso wieder auf die
Metallteile aufbringen. Insofern ist es ziemlich egal, ob die vorher
zugekleistert waren oder nicht.


Marcel

Hanno Foest

unread,
Jan 2, 2021, 9:24:25 AM1/2/21
to
On 02.01.21 14:31, Marcel Mueller wrote:

> In diesem Zusammenhang signifikante Unterschiede in der Konstruktion von
> Potis sind mir bisher noch nicht begegnet. Es gibt zwar erhebliche
> Qualitätsunterschiede, die sich z.B. in mehreren Schleifern o.ä
> manifestieren, aber bezüglich der im Zweifel zu ergreifenden Maßnahmen,
> sind sie dann doch wieder hinreichend gleich.

Zumindest hab ich des bei den Potis mit Graphit-Schleifer noch nicht
erlebt, daß die Widerstandsbahn durchgehobelt wurde.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

horst-d.winzler

unread,
Jan 2, 2021, 9:29:14 AM1/2/21
to
Am 02.01.21 um 15:24 schrieb Hanno Foest:
> On 02.01.21 14:31, Marcel Mueller wrote:

> Zumindest hab ich des bei den Potis mit Graphit-Schleifer noch nicht
> erlebt, daß die Widerstandsbahn durchgehobelt wurde.

Hier Potis aus den 1930ern mit Hochglanzbahn und Kohleschleifer. Nix
Kratzer(!) ausgezeichnete Konstruktion.

--
---hdw---

Marcel Mueller

unread,
Jan 2, 2021, 11:53:20 AM1/2/21
to
Am 02.01.21 um 15:24 schrieb Hanno Foest:
> On 02.01.21 14:31, Marcel Mueller wrote:
>
>> In diesem Zusammenhang signifikante Unterschiede in der Konstruktion
>> von Potis sind mir bisher noch nicht begegnet. Es gibt zwar erhebliche
>> Qualitätsunterschiede, die sich z.B. in mehreren Schleifern o.ä
>> manifestieren, aber bezüglich der im Zweifel zu ergreifenden
>> Maßnahmen, sind sie dann doch wieder hinreichend gleich.
>
> Zumindest hab ich des bei den Potis mit Graphit-Schleifer noch nicht
> erlebt, daß die Widerstandsbahn durchgehobelt wurde.

Das ist wahr, allerdings ist das auch kaum reversibel. So ein Poti ist
tot. Insofern ist es auch nicht für das Instandsetzungsverfahren relevant.


Marcel

Marc Haber

unread,
Jan 3, 2021, 10:47:25 AM1/3/21
to
Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de> wrote:
>On 1/2/21 12:34 PM, Marc Haber wrote:
>> Ich habe USB-Hubs, die man in die Kabeldurchführungsbohrung des
>> Tisches einsetzt.
>
>Mein Tisch hat keine solchen,

Lochsägen sind erfunden, formschöne Einsätze auch. Der hintere Teil
meiner Tischplatte gleich einem Schweizer Käse.

Rolf Bombach

unread,
Jan 7, 2021, 2:32:18 PM1/7/21
to
olaf schrieb:
> Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:
>
> >Füße auflösten, die hinteren waren OK. Spekuliert wurde, ob die Putze,
> >die mit ihrem Sifflappen nur an die Vorderseite des Gerätes kam,
> >vielleicht damit die Gummifüße irgendwie bakteriell oder mit Pilzen
> >infizierte, was dann zu der Zersetzung führte.
>
> Sonnenlicht! Je nachdem wie das Stand.

In "meinem" Lab kaum, hat keine Fenster, Kellergeschoss.

--
mfg Rolf Bombach

horst-d.winzler

unread,
Jan 7, 2021, 2:38:55 PM1/7/21
to
Am 07.01.21 um 20:32 schrieb Rolf Bombach:

> In "meinem" Lab kaum, hat keine Fenster, Kellergeschoss.
>

Also Kellerkind ohne Dunstabzug und steigender CO2 Konzentration? Sowas
könnte Folgen haben?

--
---hdw---

Sebastin Wolf

unread,
Jan 7, 2021, 3:08:13 PM1/7/21
to
Deine Wahnvorstellungen haben ernsthafte Folgen! Geh zum Facharzt für
Psychiatrie!

Rolf Bombach

unread,
Jan 7, 2021, 4:45:14 PM1/7/21
to
horst-d.winzler schrieb:
> Am 07.01.21 um 20:32 schrieb Rolf Bombach:
>
>> In "meinem" Lab kaum, hat keine Fenster, Kellergeschoss.
>>
>
> Also Kellerkind ohne Dunstabzug und steigender CO2 Konzentration? Sowas könnte Folgen haben?

Das ist das Labor im Betrieb. Es erfüllt Anforderungen, von
denen du nicht die leiseste Ahnung hast. Die Luft dort
wird von Sensoren überwacht, die du nicht von deinem
Jahresgehalt bezahlen kannst.
Auch hat es bis jetzt kein Sommer geschafft, dort die
Temperatur auch nur um ein halbes Grad höher zu bringen.

Ausserdem soll ja CO2 gemäss dem Geschwurbel der Klimaleugner
gesund für alle sein.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jan 7, 2021, 4:46:29 PM1/7/21
to
Guido Grohmann schrieb:
> Nico Hoffmann schrieb:
>
>> Ich mußte die schwarze Pampe mit Lösungsmittel runtermachen, anders
>> ging es nicht.
>
> Ich beschäftige mich seit Jahren mit solchen Geräten als Sammler.
> Es gibt drei Arten, wie sich ein Gummiriemen verhalten kann, wenn er defekt geht:
>
> 1. Er leiert aus.
> 2. Er wird knüppelhart und zerfällt in Stückchen.
> 3. Er wird eine klebrige Masse, die sich im Gerät verteilt.

4. Obiges komplett, in dieser Reihenfolge. Ich weiss nicht,
wie das überhaupt möglich ist, kommt aber leider vor.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

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Jan 7, 2021, 4:49:18 PM1/7/21
to
Marcel Mueller schrieb:
>
> Am Ende muss man die Metallbahn für den inneren Schleifer aber immer schmieren, sonst hat man nicht lange Freude daran. Deshalb kommt man mit Sprühverfahen jeglicher Art ohne Öffnen des Potis nur
> wenig weit.
> Einzig absolut nicht korrosive Schmierstoffe, die die Kohlebahn auch langfristig nicht angreifen, kämen in Frage - gibt es das?

Pentaphenylether. In manchen teuren Kontaktpflegemitteln enthalten.
Wurde angeblich zum Schmieren der Mondautos erfunden. Ist allerdings
irgendwie sowohl hydrophob wie lipophob und verhält sich daher wie
einige Glykole etwas seltsam. Die Pflegemittel enthalten allerdings
viel Lösungs- und Treibmittel, die das irgendwie bekämpfen.

--
mfg Rolf Bombach

Ole Jansen

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Jan 8, 2021, 1:33:27 AM1/8/21
to
Thermo-oxidative Alterung von Elastomeren.
Kettenspaltung führt zu einer Abnahme der Viskosität,
während Nachvernetzung zu erhöhter Steifigkeit führt.
Die Kombination aus beiden Mechanismen führt zu Rissbildung,
idR. von der Oberfläche ausgehend.

Die gespalteten Kettenenden reagieren mit Sauerstoff. Dies kann z.B.
bei NR Kautschuk zu einer zeitweisen Verflüssigung des Polymers führen.
Nach weiteren Alterungszeiten kommt zur Aushärtung mit ggf. schwer
zu entfernenden Materialanhaftungen.

O.J.

PS:
Diese Apotheke hier:
<https://www.thakker.eu> (vormals www.elektro-ersatzteile.eu)
bietet rel. kompetent Riemensätze für historische Audiogeräte an.
Natürlich gibts auch ein Pfund Antriebsriemen bei Amazon für zwei
Euro, aber wer das Geld ausgeben möchte und sich das Gesuche
sparen will ist dort evtl. nicht schlecht aufgehoben.

Klaus Butzmann

unread,
Jan 8, 2021, 7:15:33 AM1/8/21
to
Am 2021-01-07 um 22:45 schrieb Rolf Bombach:

> Ausserdem soll ja CO2 gemäss dem Geschwurbel der Klimaleugner
> gesund für alle sein.
Zumindest Pflanzen scheinen Spass daran zu haben :-)


Butzo

horst-d.winzler

unread,
Jan 8, 2021, 8:19:34 AM1/8/21
to
Am 07.01.21 um 22:45 schrieb Rolf Bombach:
> horst-d.winzler schrieb:
>> Am 07.01.21 um 20:32 schrieb Rolf Bombach:
>>
>>> In "meinem" Lab kaum, hat keine Fenster, Kellergeschoss.
>>>
>>
>> Also Kellerkind ohne Dunstabzug und steigender CO2 Konzentration?
>> Sowas könnte Folgen haben?
>
> Das ist das Labor im Betrieb. Es erfüllt Anforderungen, von
> denen du nicht die leiseste Ahnung hast.

Muß ich das? Eher nicht! :-)

> Die Luft dort
> wird von Sensoren überwacht, die du nicht von deinem
> Jahresgehalt bezahlen kannst.

Deine Logik: Weil teuer dann muß gut sein(!), erinnert mich an
japanische Videorekorder und USA Raumfahrt. Die NASA hatte damals
entdeckt das die preiswerten Kugellager japanischer Videorekorder
qualitativ den "handgeschnitzten" NASA Kugellagern überlegen waren.

> Auch hat es bis jetzt kein Sommer geschafft, dort die
> Temperatur auch nur um ein halbes Grad höher zu bringen.

Schon die alten Römer nutzten Erdkühlschränke. Allerdings damals ohne
Elektronik. War damals nicht nötig.

> Ausserdem soll ja CO2 gemäss dem Geschwurbel der Klimaleugner
> gesund für alle sein.

Für Pflanzen mein Lieber. Du mußt da etwas durcheinander gebracht haben.
Im Übrigen wird von Kritikern des menschengemachten Klimawandels das
Vorhandensein eines Klimas absolut nicht bestritten. Die müßten ja sonst
blöd sein. :-)
Allerdings das du so blöd bist, daß du mit dem von dir benutzten Wort
"Klimaleugner" die Holocaustleugner relativierst, das glaube ich nicht. :-)

--
---hdw---

Rolf Bombach

unread,
Jan 11, 2021, 4:23:58 PM1/11/21
to
horst-d.winzler schrieb:
> Am 07.01.21 um 22:45 schrieb Rolf Bombach:
>> horst-d.winzler schrieb:
>>> Am 07.01.21 um 20:32 schrieb Rolf Bombach:
>>>
>>>> In "meinem" Lab kaum, hat keine Fenster, Kellergeschoss.
>>>>
>>>
>>> Also Kellerkind ohne Dunstabzug und steigender CO2 Konzentration? Sowas könnte Folgen haben?
>>
>> Das ist das Labor im Betrieb. Es erfüllt Anforderungen, von
>> denen du nicht die leiseste Ahnung hast.
>
> Muß ich das? Eher nicht! :-)

Muss man nicht, aber der Betrieb hat Vorschriften für Laboratorien
im Allgemeinen und solche mit Gasversorgung im Besonderen.
>
>> Die Luft dort
>> wird von Sensoren überwacht, die du nicht von deinem
>> Jahresgehalt bezahlen kannst.
>
> Deine Logik: Weil teuer dann muß gut sein(!), erinnert mich an japanische Videorekorder und USA Raumfahrt. Die NASA hatte damals entdeckt das die preiswerten Kugellager japanischer Videorekorder
> qualitativ den "handgeschnitzten" NASA Kugellagern überlegen waren.

Das ist nicht meine Logik. Möglicherweise wurde der Betrieb von einer
deutschen Grossbank geschmiert, um deren Sensoren einzubauen. Die sind
für Wasserstoff, Methan und allerlei mehr. Ein Mitarbeiter besagter
nichtgenannter Firma ist de-facto fest angestellt hier :-)
Mich wundert nur, nunja eigentlich auch nicht, dass man die Sensoren
so oft austauschen muss. (Vorschrift... Neues Modell... etc. die
üblichen Ausreden)
>
>> Auch hat es bis jetzt kein Sommer geschafft, dort die
>> Temperatur auch nur um ein halbes Grad höher zu bringen.
>
> Schon die alten Römer nutzten Erdkühlschränke. Allerdings damals ohne Elektronik. War damals nicht nötig.

"Ich" hab 32 kW Kältepower in Reserve.
>
>> Ausserdem soll ja CO2 gemäss dem Geschwurbel der Klimaleugner
>> gesund für alle sein.
>
> Für Pflanzen mein Lieber.

Nur kurzfristig und vorübergehend. Sie wachsen schneller, brauchen mehr
Nährstoffe, die aber irgendwann alle sind, da das System/Fliessgleichgewicht
nicht mehr nachkommt.

--
mfg Rolf Bombach

horst-d.winzler

unread,
Jan 11, 2021, 11:45:13 PM1/11/21
to
Am 11.01.21 um 22:23 schrieb Rolf Bombach:
> horst-d.winzler schrieb:
>> Am 07.01.21 um 22:45 schrieb Rolf Bombach:

>
> Nur kurzfristig und vorübergehend. Sie wachsen schneller, brauchen mehr
> Nährstoffe, die aber irgendwann alle sind, da das
> System/Fliessgleichgewicht
> nicht mehr nachkommt.
>

Erklärung für das Entstehen von Wüsten. Nährstoffmangel weil Pflanzen
zuviel davon verbrauchen. :-)
--
---hdw---

Sebastin Wolf

unread,
Jan 12, 2021, 2:19:23 AM1/12/21
to
Am 12.01.2021 um 05:45 schrieb horst-d.winzler:
> Erklärung für das Entstehen von Wüsten. Nährstoffmangel weil Pflanzen
> zuviel davon verbrauchen. :-)

Weiterhin schwere Wahnvorstellungen!

Winfried Bue

unread,
Jan 12, 2021, 3:00:05 AM1/12/21
to
Marcel Mueller schrieb am Dienstag, 29. Dezember 2020 um 12:37:29 UTC+1:

> Realistisch betrachtet, werden die unter Last durchrutschen. Sie müssen
> wahrscheinlich auch getauscht werden. Wobei der (meist dünne) Riemen für
> das üblicherweise vorhandene Zählwerk Banane ist. Das benutzt sowieso
> kein Mensch.

Menschen nicht, aber es gibt Geräte, bei denen dieser Riemen auch das Rädchen antreibt, das den Hallsensor für die Bandlaufkontrolle aktiviert. Rutscht der Riemen durch, dann wird sich das Gerät dauernd oder öfter abschalten.

Ich hab mal ne Faustregel für Längenbestimmung gesehen: Bindfaden stramm über die Antriebsscheiben legen, an der Überlappung markieren und Länge messen. Davon dann 10...20% abziehen und bei ebay passenden Riemen (bzw. Sortiment mit passendem) raussuchen.

Riemen können schon zu Schmiere verrotten, hängt von den eingesetzten Grundstoffen, Weichmachern und Füllstoffen ab. Ewig halten sie nie.
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