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Floppy-Disk-Interface gesucht

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Holger

unread,
Jul 7, 2012, 7:31:20 AM7/7/12
to
Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?

Viele Grüße, Hogler

Joerg

unread,
Jul 7, 2012, 11:01:53 AM7/7/12
to
Holger wrote:
> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?
>

Frage mal bei Firmen die ISA Rechner fuer die Industrie verkaufen. Diese
kenne ich nicht, nur ein Beispiel:

http://www.ipc-online.de/Angebote_isa.htm

Normalerweise koennen die alle moegliche Geriatronik aus frischer
Produktion liefern.


> Viele Grüße, Hogler


Hogeln? Hat das was mit bayrischer Musik zu tun? ... <duck>

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 11:35:32 AM7/7/12
to
Joerg schrieb:

>> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
>> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?
>>
>
> Frage mal bei Firmen die ISA Rechner fuer die Industrie verkaufen. Diese
> kenne ich nicht, nur ein Beispiel:
>
> http://www.ipc-online.de/Angebote_isa.htm

Dort sehe ich nur Hauptplatinen mit ISA-Slots. Nett, aber sowas suche
ich nicht. Ich will Einzelbausteine wie den UM8388, es sollten aber
verfügbare Bauteile sein, falls mal Defekte auftreten. Reparierbarkeit
ist immer eine gute Sache. Scheint es wohl nur noch aus China via Ebay
zu geben....bis auf den µPD765AC, den finde ich gerade bei einem
deutschen Anbieter. Mein Favorit wäre der MCS3201, weil der so gut wie
keine externe Beschaltung braucht, vom dem habe ich nur ein Exemplar. Wo
nachbestellen? Das ist hier die Frage.

>> Viele Grüße, Hogler
>
>
> Hogeln? Hat das was mit bayrischer Musik zu tun? ... <duck>

Nein. Ein Tippfehler.

Holger



Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 7, 2012, 11:44:30 AM7/7/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:

> Wo
>nachbestellen? Das ist hier die Frage.

Das Zeug ist so speziell, das wird kaum einer der gängigen Händler
haben, die Du genannt hast. Klar, fragen kann man ja mal, aber für so
naiv hätte ich Dich nicht gehalten, bei denen sowas im
Standardprogramm zu erwarten. Floppy-Laufwerke sind seit Jahren sowas
von out, da legt sich doch keiner mehr diese Controller-ICs her. Wenn,
dann gibt es sowas am Ehesten noch irgendwo auf der Resterampe.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 11:50:35 AM7/7/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Wo
>> nachbestellen? Das ist hier die Frage.
>
> Das Zeug ist so speziell, das wird kaum einer der gängigen Händler
> haben, die Du genannt hast. Klar, fragen kann man ja mal, aber für so
> naiv hätte ich Dich nicht gehalten, bei denen sowas im
> Standardprogramm zu erwarten. Floppy-Laufwerke sind seit Jahren sowas
> von out, da legt sich doch keiner mehr diese Controller-ICs her. Wenn,
> dann gibt es sowas am Ehesten noch irgendwo auf der Resterampe.

Nachdem Floppy-Hersteller immer wieder den osteuropäischen Absatz
betonen und sich offen zur Produktion solcher Scheiben bekennen, und
nachdem auch Hauptplatinen der neuesten Generation noch FDC auf der
Platte haben, sehe ich keinen Grund für die Nichtverfügbarkeit solcher
Controller. Mag ja sein, daß Reichelt und Conrad das Zeugs nicht führen,
aber ich habe den D765 noch bei einem Bremer Elektronikhändler im
Katalog gesehen, ebenso zwei dieser WD-Chips, die Commodore einst in
seine C64er-Floppies einbaute. Mögen Restbestände sein. Aber aus China
scheint es das Zeugs noch reichlich zu geben, mal sehen, was die für
Preise haben. Anfrage ist draußen.

Holger

Ralph Aichinger

unread,
Jul 7, 2012, 12:07:46 PM7/7/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?

Geht es dir einfach darum, eine Floppy anzusprechen? Dann ist
vermutlich die trivial einfache Lösung, einfach ein USB-Floppy-
Laufwerk zu kaufen.

Wenn du mit dem Floppycontroller was anderes basteln willst,
dann natürlich nicht.

/ralph

Heiko Nocon

unread,
Jul 7, 2012, 12:32:39 PM7/7/12
to
Holger wrote:

>Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
>kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?

Dafür sind doch inzwischen selbst µC für wenige Euro schnell genug. Z.B.
alle Atmel AVR mit SPI-Mode-fähiger UART. Die können alles lesen und
Schreiben, was es jemals an Floppyformaten gab und das schon bei einer
Taktfrequenz weit unterhalb ihrer Spezifikationsgrenzen. (Was bedeutet:
Sie verbrauchen dabei nichtmal erwähnenswerte Energiemengen)

Außerdem gibt's sowieso praktisch keinen Bedarf mehr für
Floppycontroller.

Warum also sollte ein Hardwarehersteller da noch irgendwelche
Floppycontroller auf den Markt bringen? Was glaubst du?

Olaf Kaluza

unread,
Jul 7, 2012, 12:30:31 PM7/7/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:

>betonen und sich offen zur Produktion solcher Scheiben bekennen, und
>nachdem auch Hauptplatinen der neuesten Generation noch FDC auf der
>Platte haben,

Wann gab es denn das letzte Mainboard mit dediziertem nicht im im
Chipsatz integriertem Controller? Vor 20Jahren?

>sehe ich keinen Grund für die Nichtverfügbarkeit solcher
>Controller.

Naja..ich wuesste wirklich keinen Grund warum man sich sowas antun
sollte.

>Mag ja sein, daß Reichelt und Conrad das Zeugs nicht führen,
>aber ich habe den D765 noch bei einem Bremer Elektronikhändler im
>Katalog gesehen, ebenso zwei dieser WD-Chips, die Commodore einst in

Aber hoechsten deshalb weil sie den seit 1985 im Schubfach liegen
haben und den noch nie einer genommen hat.

>seine C64er-Floppies einbaute. Mögen Restbestände sein. Aber aus China
>scheint es das Zeugs noch reichlich zu geben, mal sehen, was die für
>Preise haben. Anfrage ist draußen.

Hast du nich angst dann einen modernen Hightech-Chips zu bekommen der
einfach als Floppycontroller umgelabelt wurde.

Vielleichst kannst du ja auch einfach ein paar alte ISA-Karten bei
Ebay kaufen und den Controller da runter nehmen.

Olaf

Joerg

unread,
Jul 7, 2012, 12:51:47 PM7/7/12
to
Holger wrote:
> Joerg schrieb:
>
>>> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
>>> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?
>>>
>>
>> Frage mal bei Firmen die ISA Rechner fuer die Industrie verkaufen. Diese
>> kenne ich nicht, nur ein Beispiel:
>>
>> http://www.ipc-online.de/Angebote_isa.htm
>
> Dort sehe ich nur Hauptplatinen mit ISA-Slots. Nett, aber sowas suche
> ich nicht. Ich will Einzelbausteine wie den UM8388, es sollten aber
> verfügbare Bauteile sein, falls mal Defekte auftreten. Reparierbarkeit
> ist immer eine gute Sache. Scheint es wohl nur noch aus China via Ebay
> zu geben....bis auf den µPD765AC, den finde ich gerade bei einem
> deutschen Anbieter. Mein Favorit wäre der MCS3201, weil der so gut wie
> keine externe Beschaltung braucht, vom dem habe ich nur ein Exemplar. Wo
> nachbestellen? Das ist hier die Frage.
>

Quest hat noch 47 Stueck, aber natuerlich zu Boutique-Preisen.

http://www.questcomp.com/QuestDetails.aspx?pn=MCS3201FN&pnid=-211833&stock=Yes

uPD765 haben die auch noch.

Normalerweise emuliert man sowas heutzutage mit einem uC nach. Frank ist
da einer der Experten, er hat letztens m.W. sogar einen Intel 4004
wiederbelebt.


>>> Viele Grüße, Hogler
>>
>>
>> Hogeln? Hat das was mit bayrischer Musik zu tun? ... <duck>
>
> Nein. Ein Tippfehler.
>

War mir schon klar :-)

Christian Zietz

unread,
Jul 7, 2012, 1:11:49 PM7/7/12
to
Heiko Nocon schrieb:

> Dafür sind doch inzwischen selbst µC für wenige Euro schnell genug. Z.B.
> alle Atmel AVR mit SPI-Mode-fähiger UART. Die können alles lesen und
> Schreiben, was es jemals an Floppyformaten gab und das schon bei einer
> Taktfrequenz weit unterhalb ihrer Spezifikationsgrenzen. (Was bedeutet:
> Sie verbrauchen dabei nichtmal erwähnenswerte Energiemengen)

Nicht, dass ich jetzt vorhätte, irgendwas mit prähistorischen
Floppy-Laufwerken zu basteln, aber so rein aus Neugier interessiert mich
das schon: Hast Du mal einen Link zu einem Projekt, bei dem jemand einen
Floppy-Controller komplett in einem AVR realisiert hat? So ganz trivial
stelle ich mir das nämlich nicht vor, erledigt der Controller doch
etliche Aufgabe wie z.B. Taktrückgewinnung, Dekodieren der Adressmarken etc.

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA


Holger

unread,
Jul 7, 2012, 1:18:02 PM7/7/12
to
Heiko Nocon schrieb:

> Außerdem gibt's sowieso praktisch keinen Bedarf mehr für
> Floppycontroller.

Die Medien werden noch hergestellt. Nicht alles, was der deutsche
Endverbraucher nach Lektüre der Werbung von Media Markt und Saturn
ablehnt, ist tatsächlich schlecht.

> Warum also sollte ein Hardwarehersteller da noch irgendwelche
> Floppycontroller auf den Markt bringen? Was glaubst du?

Sie tun es. Und ich habe einfach keinen Bock mehr auf Missionierungen.
Floppy pro und Floppy contra steht für mich nicht zur Debatte. Ich
benutze es, und fertig.

Meine Frage war ja auch nicht: Muß ich auf Floppies verzichten oder darf
ich sie, ach bittebittebitte nicht schimpfen, so ganz für mich allein,
wenn keiner guckt und sich beschwert, so richtig heimlich verwenden?

Für mich ganz allein? Weil ich so doof bin und dem Fortschrott der
Töchnick nicht folgen kann?

Tja, mir wird ja nicht nur der Floppycontroller zum Vorwurf gemacht.
Wenn ich mein Fahrrad repariere, ist das schlecht. Wenn ich mir einen
Audioverstärker selbst baue und nicht kaufe, ist das Blödsinn, denn im
gekauften Schrott vom Edeka ist ja sogar ein CD-Laufwerk mit drin! Und
wenn die Rede auf meine Rechner kommt, ja hahaha, was sind die alt und
doff und häßlich! Obwohl doch der neueste Athlon vom Goldenen Schnatz
viel besser schnatzt und fluppt und mega, nein giga, nein tera, nein
unendlich galaktisch Weltall ferne Welten fremde Planeten, fliegende
Untertassen, ach was: RAUMSCHIFF ENTERPRISE MIT DEN ÜBERLICHTSCHNELLEN
COMPUTERN ... also, da bleib ich freiwillig bei meinen Geräten. Wenn
mich einer fragt, was da drin ist: Der Sechsundachtziger, genaueres will
ich euch gegenüber gar nicht wissen, leckt mich doch am Arsch.

Ich habe vom Konsumismus die Schnauze einfach gestrichen voll und meide
vor allem Händler, die mich belehren wollen. Und was diesen Kult-AVR
betrifft: Der USART da drin ist kein Floppycontroller. Wenn du eine
Application Note mit dem ATMEGA1284P als Floppycontroller hast, kannst
du diese ja mal rüberschicken. Im Übrigen leuchtet das Ding im Dunkeln
nicht. Ist einfach ein schwarzer Plastikfummel. Verstehe ich gar nicht,
wieso man dem Megadingsbums gegenüber "OMMM" "OMMM" "OMMM" sagen kann?

Und wenn du nur neueste Belehrungen hast, dahingehend, daß jeder ein
Unmensch ist, der doch lieber Controller für Geräte hätte, die *du*
nicht mehr benutzt, laß stecken. Dann warte ich lieber auf Capt. Kirk,
vielleicht schickt der mir dann einen überlichtschnellen Phaser mit
Antimateriestrahlen. Ist vielleicht besser, als hier noch zu fragen.Ist
ja dann die Zukunft!

Holger


Ralph Aichinger

unread,
Jul 7, 2012, 1:41:22 PM7/7/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
> Meine Frage war ja auch nicht: Muß ich auf Floppies verzichten oder darf
> ich sie, ach bittebittebitte nicht schimpfen, so ganz für mich allein,
> wenn keiner guckt und sich beschwert, so richtig heimlich verwenden?

Warum macchst du nicht einfach das was alle machen:

http://geizhals.at/249789
http://geizhals.at/730730
http://geizhals.at/391975

/ralph

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2012, 1:44:49 PM7/7/12
to
Am 07.07.2012 18:30, schrieb Olaf Kaluza:
> Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:

> Wann gab es denn das letzte Mainboard mit dediziertem nicht im im
> Chipsatz integriertem Controller? Vor 20Jahren?

>
> Hast du nich angst dann einen modernen Hightech-Chips zu bekommen der
> einfach als Floppycontroller umgelabelt wurde.
>

Ich werden demnächst auf einer ISA-Meßkarte einen neumodschen PAL durch
einige ICs ersetzen. ;-)

--
mfg hdw

wernertrp

unread,
Jul 7, 2012, 2:17:54 PM7/7/12
to
Ja so, Floppy Controller mit ATMega simmulieren per Software,
und 3,5 Zoll Floppy Laufwerk bei ebay kaufen 1.- Euro plus Versand.

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 2:26:30 PM7/7/12
to
wernertrp schrieb:

> Ja so, Floppy Controller mit ATMega simmulieren per Software,
> und 3,5 Zoll Floppy Laufwerk bei ebay kaufen 1.- Euro plus Versand.

Wo ist die App-Note dazu?

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 2:27:04 PM7/7/12
to
Ralph Aichinger schrieb:
> Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
>> Meine Frage war ja auch nicht: Muß ich auf Floppies verzichten oder darf
>> ich sie, ach bittebittebitte nicht schimpfen, so ganz für mich allein,
>> wenn keiner guckt und sich beschwert, so richtig heimlich verwenden?
>
> Warum macchst du nicht einfach das was alle machen:

Weil ich einen Selbstbau-Non-PC damit bestücken will.

Holger

Gerrit Heitsch

unread,
Jul 7, 2012, 2:36:28 PM7/7/12
to
On 07/07/2012 08:17 PM, wernertrp wrote:

> Ja so, Floppy Controller mit ATMega simmulieren per Software,
> und 3,5 Zoll Floppy Laufwerk bei ebay kaufen 1.- Euro plus Versand.

Sehen will... Das Laufwerk liefert im HD-Modus um 512KBit/sec seriell,
MFM-codiert.

Gerrit

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 7, 2012, 2:44:33 PM7/7/12
to
LS120 nehmen, dann klappts.


Gruß Dieter

Gerrit Heitsch

unread,
Jul 7, 2012, 2:42:48 PM7/7/12
to
Das ist aber nicht dasselbe wie oben beschrieben... Ein LS120 mit ATAPI
sollte ein Atmega können, ja. Nur brauch ich den dann nicht sondern
hänge die Floppy direkt an den Rechner.

Gerrit

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 7, 2012, 2:57:11 PM7/7/12
to
Ist doch aber langweilig. ;-)


Gruß Dieter

Heiko Nocon

unread,
Jul 7, 2012, 3:17:46 PM7/7/12
to
Christian Zietz wrote:

>Hast Du mal einen Link zu einem Projekt, bei dem jemand einen
>Floppy-Controller komplett in einem AVR realisiert hat?

Nein.

Meine eigene Lösung habe ich nicht veröffentlicht und ich weiß nichts
über andere Lösungen, es würde mich allerdings nicht sonderlich
verwundern, wenn es welche gäbe.

>So ganz trivial
>stelle ich mir das nämlich nicht vor, erledigt der Controller doch
>etliche Aufgabe wie z.B. Taktrückgewinnung, Dekodieren der Adressmarken etc.

Es ist nicht sicher nicht ganz trivial, man muß schon einigermaßen
programmieren können und sich mit Floppyformaten auskennen. Also kurz:
man muß scheißealt sein und sein Leben damit vergeudet haben, sich mit
Computern zu beschäftigen...

Aber es ist andererseits auch nicht besonders schwer, wenn man eine
ausreichend schnelle Hardwarekomponente zur (De-)Serialisierung und
Verarbeitung der Daten zur Verfügung hat, wie sie eben heutzutage schon
die AVR darstellen (jedenfalls soweit mit SPI-Mode-fähiger UART
gesegnet).

Damit würde wohl auch jeder halbwegs interessierte und fähige
Informatik-Student das gleiche fertigbringen können. Auch ganz ohne
persönliche Erfahrungen mit historischer Computertechnik...
Dem hypothetischen Studenten fehlte nur jegliche Motivation, seine Zeit
für sowas zu verschwenden.

Und, verdammt, er macht das völlig richtig. Es IST kompletter
Schwachsinn, viele Mannwochen in so ein Projekt zu versenken. Selbst
dann, wenn's am Ende funktioniert. Das einzig positive, was man darüber
sagen kann: Es hat mir wirklich Spaß gemacht, die Sache umzusetzen.

Floppies sind einfach in jeglicher Hinsicht völlig out und unnütz.
Selbst in meinen kleinen µC-Projekten benutze ich lieber eine SD-Card
als "Massenspeicher". Sind schneller als eine Floppy, viel kleiner,
haben weitaus mehr Kapazität und sind obendrein viel einfacher
anzusprechen.

Der Holgi ist wohl ein typischer Ewiggestriger. Und zwar einer von der
absolut unbelehrbaren Hardcore-Fraktion.

Heiko Nocon

unread,
Jul 7, 2012, 3:58:06 PM7/7/12
to
Gerrit Heitsch wrote:

>Sehen will... Das Laufwerk liefert im HD-Modus um 512KBit/sec seriell,
>MFM-codiert.

So what?

Moderne AVRs lesen bis zu 10 _M_bit/s seriell ein. (20MHz Takt und UART
im SPI-Mode). Lt. Shannon/Nyquist genug, um selbst Signale mit 5Mbit/s
zu analysieren. Willst du diese Herren widerlegen?

Wenn nicht: Das ist fast eine ganze Zehnerpotenz mehr als für die
Anwendung nötig ist...

Tja, das überrascht nun womöglich einige C-Nasenpopler, die sich
hauptsächlich immer nur damit beschaftigen, zusammengeklau(b)ten sog.
"portablen" Code dazu zu bringen, sich mit ihrem jeweils präferierten
Compiler übersetzen zu lassen, statt auch mal selber zu denken und die
Hardware _wirklich_ zu nutzen, die Gott (oder Pollin oder wer auch
immer) ihnen gegeben hat...

Arme Würstchen.

Christian Müller

unread,
Jul 7, 2012, 4:27:15 PM7/7/12
to
"Ralph Aichinger" <ra...@pangea.at> schrieb im Newsbeitrag
news:4ff874c0$0$18694
>
> Warum macchst du nicht einfach das was alle machen:

Weil es auch noch Individualisten gibt, Individuen, die selber denken und
nicht der Masse nachrennen. Das hatten wir doch schon, das endet mit
Millionen von Toten, geteilten Staaten...
Finger weg von Gleichschalten und Kollektivdenken!

Gruss Chregu


Gerrit Heitsch

unread,
Jul 7, 2012, 4:29:42 PM7/7/12
to
On 07/07/2012 09:58 PM, Heiko Nocon wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>
>> Sehen will... Das Laufwerk liefert im HD-Modus um 512KBit/sec seriell,
>> MFM-codiert.
>
> So what?
>
> Moderne AVRs lesen bis zu 10 _M_bit/s seriell ein. (20MHz Takt und UART
> im SPI-Mode). Lt. Shannon/Nyquist genug, um selbst Signale mit 5Mbit/s
> zu analysieren. Willst du diese Herren widerlegen?

Nein... Aber wieviel Takt hast du nochmal um MFM on the fly dann in
Software zu dekodieren und den gewünschten Sektor aus dem Datenstrom zu
extrahieren? Achja... natürlich alles asynchron ohne Startbits oder
Stopbits. Ebenso braucht eine Floppy etwas Zeit um Drehzahl zu
erreichen, liefert dir u.U. bis dahin Datenmüll auf dem Input der als
solcher erkannt werden muss. Alternativ kannst du natürlich alles (also
die komplette Spur mit 18 Sektoren, Headern und Gaps) ins RAM dumpen und
dort per Software dekodieren. Hast du im Atmega genug RAM dafür?

Das Problem ist nicht so sehr ob dein Schieberegister mitkommt sondern
ob du genug Leistung hast die Rohdaten in Nutzdaten zu verwandeln. Eine
Floppy ist hier wegen Drehzahlschwankungen und anderen Parametern eine
ziemlich gemeine Datenquelle.

Gerrit

Christian Zietz

unread,
Jul 7, 2012, 5:01:43 PM7/7/12
to
Heiko Nocon schrieb:

> Aber es ist andererseits auch nicht besonders schwer, wenn man eine
> ausreichend schnelle Hardwarekomponente zur (De-)Serialisierung und
> Verarbeitung der Daten zur Verfügung hat, wie sie eben heutzutage schon
> die AVR darstellen (jedenfalls soweit mit SPI-Mode-fähiger UART
> gesegnet).

Ich habe jetzt nicht ins Datenblatt/Manual geschaut aber braucht die
SPI-Hardware nicht ein separates Clock-Signal, das Du bei der
Floppy-Disk eben nicht hast? Dort gibt's ja nur ein (M)FM-codiertes
Signal, aus dem der Separator im FD-Controller wieder Clock und Daten
macht. Wie hast Du das denn in Deinem AVR gelöst?

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 5:07:15 PM7/7/12
to
Heiko Nocon schrieb:

> Floppies sind einfach in jeglicher Hinsicht völlig out und unnütz.

Funktionieren aber, sind verfügbar und einfach anzusprechen.

> Selbst in meinen kleinen µC-Projekten benutze ich lieber eine SD-Card
> als "Massenspeicher". Sind schneller als eine Floppy, viel kleiner,
> haben weitaus mehr Kapazität und sind obendrein viel einfacher
> anzusprechen.

Schön: Dann reich mal eine Applikation rüber.

> Der Holgi ist wohl ein typischer Ewiggestriger. Und zwar einer von der
> absolut unbelehrbaren Hardcore-Fraktion.

Nö. Ich baue mir einen Rechner zusammen, kein PC, Details lasse ich
jetzt bewußt außen vor, dem ich gerne einen billigen Massenspeicher zur
Verfügung stellen will, wobei Floppies reichen. Mir geht halt das
Missionieren auf den Geist. Wenn ich frage, wo krieg ich abends noch
Cola her und als Antwort zu lesen bekomme, daß man sowieso Wasser,
Apfelsaft, Multivitaminsaft, Tee, Kaffee, Milch und so weiter trinken
könne, wobei Milch mit Kaba dem Stand der Technik entspricht, Wasser mit
Zitronensaft hingegen nicht, dann ist es einfach eine unnütze Antwort.

Jörg hat mir einen Link gegeben. Das war die bisher beste Antwort, die
ich gelesen habe. Wenn Quest jetzt auch noch Zahlungen per Paypal
akzeptiert, könnte ich dort einkaufen gehen und mir das Bauteil holen,
falls mein Exemplar den Geist aufgibt oder schon tot ist.

Holger


Christian Zietz

unread,
Jul 7, 2012, 5:20:30 PM7/7/12
to
Holger schrieb:

> Schön: Dann reich mal eine Applikation rüber.

Für SD-Karten an einem uC? Das ist relativ gängig, siehe z.B. die
Linkliste auf <http://www.mikrocontroller.net/articles/MMC-_und_SD-Karten>

Heiko Nocon

unread,
Jul 7, 2012, 6:29:18 PM7/7/12
to
Christian Zietz wrote:

>Ich habe jetzt nicht ins Datenblatt/Manual geschaut aber braucht die
>SPI-Hardware nicht ein separates Clock-Signal, das Du bei der
>Floppy-Disk eben nicht hast?

Ja und nein. Ja: die Hardware braucht natürlich einen Takt. Nein: Der
muß nicht (kann im konkreten Fall nichtmal) aus einer externen Quelle
kommen. Die UARTs im SPI-Mode können nämlich nur als "master" arbeiten,
ihr Takt ist also vom Host selber festgelegt. Eben mit maximal FCLOCK/2.

Die ganze Sache arbeitet also unsynchronisiert. Reine Signalabtastung,
Shannon/Nyquist in absolut ungeschminkter Form.

Macht keinen Schlimmen. Ein paar intelligent designte lookup-tables
reichen trotzdem völlig aus, um der Sache in Echtzeit Herr zu werden und
ihr die enthaltenen Informationen zu entlocken. Es ist sogar deutlich
einfacher und tabellenplatzsparender , wenn man nicht die maximale
Samplefrequenz ausnutzt, sondern artig knapp oberhalb der Shannon-Grenze
bleibt, dann kann der kleine Atmel nämlich nebenei auch noch was anderes
tun, als nur dämliche Floppies zu lesen...

Heiko Nocon

unread,
Jul 7, 2012, 6:29:19 PM7/7/12
to
Holger wrote:

>Funktionieren aber, sind verfügbar und einfach anzusprechen.

Eben nicht. Sie sind heute _nicht_ leicht verfügbar und sind _heute_
(und waren es eigentlich nie) leicht anzusprechen. Wären sie es
tatsächlich, wärest du nicht auf der Suche nach einem
Floppycontroller....

q.e.d.

Scheiße, das diese verdammte pure Logik aber auch sowas von garkeine
Rücksicht auf Leute wie dich nimmt, findest du nicht auch?

Uwe Bonnes

unread,
Jul 7, 2012, 6:36:00 PM7/7/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?

Aktueller FPGA mit entsprechender Firmware? Sollte nicht so aufwaendig zu
programmieren sein...
--
Uwe Bonnes b...@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

DG5VE

unread,
Jul 7, 2012, 8:04:58 PM7/7/12
to
Am 07.07.2012 13:31, schrieb Holger:
> Für ein Selbstbauprojekt suche ich aktuelle Floppycontroller, die auch
> kaufbar sind, vielleicht bei solch Händlern wie Segor und Reichelt?
>
> Viele Grüße, Hogler

Vielleichtist das hier hilfreich:

http://www.alibaba.com/showroom/floppy-disk-controller.html

Was ist das für ein Selbstbauprojekt? Das interessiert mich, weil ich
selbst auch an einigen Projekten in dieser Richtung arbeite.

Viele Grüße, Sigmar

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 9:12:23 PM7/7/12
to
Heiko Nocon schrieb:

> Holger wrote:
>
>> Funktionieren aber, sind verfügbar und einfach anzusprechen.
>
> Eben nicht. Sie sind heute _nicht_ leicht verfügbar und sind _heute_
> (und waren es eigentlich nie) leicht anzusprechen. Wären sie es
> tatsächlich, wärest du nicht auf der Suche nach einem
> Floppycontroller....

Erstens habe ich bereits Floppycontroller, zweitens sind diese Dinger
dokumentiert. Mir ging es nur um die Verfügbarkeit für den Fall, daß ich
einen Controller mal tauschen muß, wg. Defekt oder so. Das ich dann
nicht die ganze Schaltung neu machen muß. Das hat sich aber insoweit
jetzt geklärt.

> q.e.d.

Da ist überhaupt nichts bewiesen und demonstriert worden.

> Scheiße, das diese verdammte pure Logik aber auch sowas von garkeine
> Rücksicht auf Leute wie dich nimmt, findest du nicht auch?

Ich werde jetzt einfach meine Schaltung aufbauen. Was schert mich da
noch deine Logik? Die Application Note von Atmel zur Verwendung des
ATMEGA1284 als Floppycontroller habe ich übrigens immer noch nicht lesen
können. Gibt es die überhaupt, wo das doch alles so einfach sein soll?

Ich sag dir mal, wie ich die Besprechung dieses Themas wahrnehme: Als
den typisch männlichen Umgang mit Technik. Technische Systeme werden
nicht hinsichtlich ihrer Eigenschaften diskutiert, sondern hinsichtlich
ihrer Verwendbarkeit als Fetisch. Und ich gehöre nun mal zu den Leuten,
die sich schon immer anhören mußten, daß Reparieren, Selbstbauen und der
gleichen mißgünstig gegenüber den Händlern wäre, die gerne für neu
verkaufen oder aber Reparaturaufträge annehmen. Was habe ich schon für
Missionsversuche abwehren müssen, und jedes Mal standen mir die Haare zu
Berge. Jetzt bei den Floppycontrollern also schon wieder. Was kann ich
denn dafür, daß manche Männer technische Systeme wie Computer, Autos,
Flugzeuge, Fahrräder und Stereoanlagen als Verlängerung ihres Genitals
verwenden? Wenn ihr Computer oder ihr Auto nur dazu da sind, ihren Penis
zu symbolisieren, und der kann niemals dick und lang genug sein?

Ich habe jedenfalls die Sachen zusammen, die ich für mein Projekt
brauche, für den uPD765 könnte ich mir noch ein FDC9229 besorgen, aber
vielleicht läßt sich dessen Funktion noch mit dem WD1691 und dem WD2143
nachbilden. Der WD1793 steht mir ja auch noch zur Verfügung. Meine Sorge
ist eher diese: Kann er denn 3,5-Zoll-Disketten im HD-Format? Das kann
ich aus den Datenblättern nicht herauslesen.

Holger

Holger

unread,
Jul 7, 2012, 9:27:35 PM7/7/12
to
DG5VE schrieb:

> Was ist das für ein Selbstbauprojekt? Das interessiert mich, weil ich
> selbst auch an einigen Projekten in dieser Richtung arbeite.

Der Controller ist Teil eines Selbstbausystems auf Basis eines
8-Bitters. Er wird über ein Bussystem (in diesem Fall: GPIB)
angesprochen und soll ganz normale 1,44MB-Disketten so beschreiben, daß
sie via PC gelesen werden können, zwecks Möglichkeit zum Datenaustausch.
Das alles sollte nicht so superschwer sein. Commodore hat einen solchen
Rechner in seine Floppylaufwerke eingebaut, war jeweils ein 6502 mit nur
2 MHz Takt. Mein Favorit ist zur Zeit der MCS3201, weil der die
unaufwendigste externe Beschaltung hat, problemlos an den ISA-Bus
dranpaßt (und mit ein wenig Glue Logic auch noch an alle anderen
Mikroprozessorbusse). Softwaremäßig kompatibel ist er zum uPD765, der
allerdings noch den - natürlich obsoleten - FDC9229BT sehen will, den
man ggf. aber in der Bucht noch bekommt. Meine Sorge ist allerdings
diese: Ich will ein MFM-Double-Density-System für 1,44MB-Disketten.
Falls die beschriebenen FDC genau das nicht können sollten, ist die
ganze Mühe für die Katz gewesen.

Grüße, Holger

Olaf Kaluza

unread,
Jul 8, 2012, 12:29:24 AM7/8/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:


>Funktionieren aber, sind verfügbar und einfach anzusprechen.


Also, das sie nicht einfach anzusprechen sind merkst du doch gerade oder?

Da finde ich einen SD-Karte deutlich einfacher. Und die gibt es sogar
bei ALDI. Etwas das fuer deinen Floppycontroller und Floppys irgendwie
nicht mehr so zutrifft.

Olaf

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 1:30:51 AM7/8/12
to
Olaf Kaluza schrieb:
Und Aldi liefert dir die Beschreibung, wie du deine SD-Karte an einen
Prozessor anklemmst? Das Schaltbild möchte ich sehen! Wenn sie dir an
der Kasse noch die komplette technische Dokumentation rüberreichen. Ich
glaub's ja nicht!

Der FDC hat wenigstens Doku. Es werden eine Reihe von Kommandos
beschrieben. Man wird sich als Neuling da reinarbeiten müssen, zumal
nicht intuitiv klar ist, was das jeweilige Kommando macht. WriteData
kann ich mir noch vorstellen, aber WriteDeletedData? Schon eher nicht
mehr. Aber bei einem Blick in eine Beschreibung? Unterschiedliche
Adressmarkierungen...

Muß man halt ein wenig mit herumprobieren. Vielleicht veröffentliche ich
noch einen Diskettencontroller mit dem 6502 oder so. Inklusive Listing.

Holger

Stefan

unread,
Jul 8, 2012, 1:51:12 AM7/8/12
to
Am 07.07.2012 19:18, schrieb Holger:
> Heiko Nocon schrieb:
>
>> Außerdem gibt's sowieso praktisch keinen Bedarf mehr für
>> Floppycontroller.
>
> Die Medien werden noch hergestellt. Nicht alles, was der deutsche
> Endverbraucher nach Lektüre der Werbung von Media Markt und Saturn
> ablehnt, ist tatsächlich schlecht.


Na ja, also ich kann mich noch gut an die Zeit der Disketten erinnern
und bin froh, dass das Thema durch ist. Wer sich das heute noch
freiwillig antut ist selber schuld.

Gruß

Stefan

Olaf Kaluza

unread,
Jul 8, 2012, 2:20:38 AM7/8/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:

>Und Aldi liefert dir die Beschreibung, wie du deine SD-Karte an einen
>Prozessor anklemmst? Das Schaltbild möchte ich sehen! Wenn sie dir an
>der Kasse noch die komplette technische Dokumentation rüberreichen. Ich
>glaub's ja nicht!

Ach komm, stell dich nicht duemmer an wie du bist. Dein
Elektronikladen liefert dir auch nicht das Datenblatt zu den ICs. Und
die FAT12 Beschreibung die du zu deinen Floppys brauchst liefert der
dir auch nicht.
Besorg dir einfach das Datenblatt beim Hersteller. Oder einfach
irgendein Datenblatt einer SD-Karte.

Oder nimm einfach das hier:
http://elm-chan.org/docs/mmc/mmc_e.html
http://elm-chan.org/fsw/ff/00index_e.html
http://elm-chan.org/fsw/ff/00index_p.html


Die Anzahl der Leute die es geschafft haben eine SD-KArte anzusprechen
ist sicherlich um viele Groessenordnungen hoeher als diejenigen die
schonmal eine Floppy selber ausgelesen haben.

Olaf

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 8, 2012, 2:35:10 AM7/8/12
to
Bau ihn selbst! Etliche Mitschreiber haben zwar mit ihren Hinweisen auf
neuere Produkte recht, aber wer immer nur fertige Produkte kauft, wird
selten ein tieferes Verständnis für die Sachen erlangen. Und beim
Selbstbau lernt man, das ein fertiges Produkt immer nur ein Ausdruck von
mehr oder weniger gelungenen Kompromissen ist. ;-)
--
mfg hdw

Frank Buss

unread,
Jul 8, 2012, 2:52:44 AM7/8/12
to
Olaf Kaluza wrote:
> Besorg dir einfach das Datenblatt beim Hersteller. Oder einfach
> irgendein Datenblatt einer SD-Karte.
>
> Oder nimm einfach das hier:
> http://elm-chan.org/docs/mmc/mmc_e.html
> http://elm-chan.org/fsw/ff/00index_e.html
> http://elm-chan.org/fsw/ff/00index_p.html

Oder einfach eLua nehmen:

http://www.eluaproject.net/doc/v0.8/en_fatfs.html

Pins definieren, für seinen Lieblingsmicrocontroller compilieren und fertig.

--
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 8, 2012, 3:41:04 AM7/8/12
to
Heiko Nocon <Heiko...@gmx.net> wrote:

>Eben nicht. Sie sind heute _nicht_ leicht verfügbar und sind _heute_
>(und waren es eigentlich nie) leicht anzusprechen.

Dazu unzuverlässig, unhandlich, stromfressend, groß, mechanisch
aufwendig...

Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
alle, die noch so herumliegen, defekt sind.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 4:05:21 AM7/8/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
> Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
> alle, die noch so herumliegen, defekt sind.

Ich habe hier Disketten für den Apple II, die dreißig Jahre, nachdem sie
beschrieben wurden, immer noch fehlerfrei gelesen werden können.

Mir ist egal, was hier wer wegwirft und nicht mehr haben will. Ich lasse
mir nur keine Vorschriften machen, was mir gefälligst nicht zu gefallen
hat und werde ab jetzt noch stringenter als vorher darauf achten,
Computerfreaks zu meiden. Ich meide bereits jegliches Labergespräch mit
Fachhändlern. Die kriegen gesagt, was ich haben will, und wenn sie das
nicht anbieten können oder mir sogar mit Belehrungen kommen wollen, sage
ich "tschüß" und gehe. Computerleute sind Menschen, die ihren
Mitmenschen stets alles madig machen wollen, was diese Leute so haben,
wertschätzen und mit Freude benutzen, weil die psychologische
Obsoleszenz innerhalb dieser Subkultur dem Neukauf eines Gerätes so
schnell wie möglich zu folgen hat, schließlich sei dies der Fortschritt
der Technik. Was diese Computerspacken der Welt damit antun, sieht man
dann in Ghana:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7543489.stm

Gut, ich habe auch ohne diese NG (bis auf die Ausnahme, die Jörg
lieferte) gefunden, nach was ich suchte, inklusive eines Tutorials zur
Programmierung des uPD756, inklusive von Schaltbildern und umfangreichen
Dokumentationen, vor denen hier noch jeder kuscht.


HTH, Holger

Gerhard Hoffmann

unread,
Jul 8, 2012, 4:30:03 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 07:30, schrieb Holger:

> Der FDC hat wenigstens Doku. Es werden eine Reihe von Kommandos
> beschrieben. Man wird sich als Neuling da reinarbeiten müssen, zumal
> nicht intuitiv klar ist, was das jeweilige Kommando macht. WriteData
> kann ich mir noch vorstellen, aber WriteDeletedData? Schon eher nicht
> mehr. Aber bei einem Blick in eine Beschreibung? Unterschiedliche
> Adressmarkierungen...
>
> Muß man halt ein wenig mit herumprobieren. Vielleicht veröffentliche ich
> noch einen Diskettencontroller mit dem 6502 oder so. Inklusive Listing.


Das würde eine wirklich dringend benötigte Lücke füllen.


Das mit 6502 und USART hat Apple schon im Apple II vor 30 Jahren
hinbekommen, Natürlich schon damals inkompatibel zum Rest der Welt.



Den 1793 habe ich zu Z80-Zeiten abgehandelt. Die analoge data recovery
war einfach ekelhaft, WD2793 war schon um Klassen besser. Wie man mit
dem Nec 765 umgeht,, steht im Bios des IBM AT, vermutlich gibt es auch
noch einen Linuxtreiber.

Von Hama gibt's im Blödmarkt einen Diskettendrive mit USB-Interface.
Kaufen, schlachten und als KIT ansehen. Zumindest passt alles zusammen.


Gerhard

(dessen Lebensbedarf an Floppies von N Updates
der Xilinx XACT-Software gedeckt wird.)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 8, 2012, 4:49:31 AM7/8/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:

>Ich habe hier Disketten für den Apple II, die dreißig Jahre, nachdem sie
>beschrieben wurden, immer noch fehlerfrei gelesen werden können.

Ja, die ältesten Disketten waren auch die, die noch funktionierten.
Aber das Zeug aus den 90ern ist durchweg Schrott...

Gerhard Hoffmann

unread,
Jul 8, 2012, 4:53:53 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 10:05, schrieb Holger:
> Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
>
>> Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
>> Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
>> alle, die noch so herumliegen, defekt sind.

> Obsoleszenz innerhalb dieser Subkultur dem Neukauf eines Gerätes so
> schnell wie möglich zu folgen hat, schließlich sei dies der Fortschritt
> der Technik. Was diese Computerspacken der Welt damit antun, sieht man
> dann in Ghana:
>
> http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7543489.stm
>
> Gut, ich habe auch ohne diese NG (bis auf die Ausnahme, die Jörg
> lieferte) gefunden, nach was ich suchte, inklusive eines Tutorials zur
> Programmierung des uPD756, inklusive von Schaltbildern und umfangreichen
> Dokumentationen, vor denen hier noch jeder kuscht.

Was die mutwillige Neukonstruktion obsoleter Hardware daran verbessern
soll erschließt sich mir nicht unmittelbar.

Gruß, Gerhard

Ach ja, ich habe vor 35 nicht gekuscht und JEDEN dieser Controller
zum Spielen gebracht. Aber Disketten sind einfach ein SCHLECHTES
Medium und es an der Zeit, dass diese Zombies nicht künstlich
revitalisiert werden.

DG5VE

unread,
Jul 8, 2012, 5:19:42 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 10:49, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Ich habe hier Disketten für den Apple II, die dreißig Jahre, nachdem sie
>> beschrieben wurden, immer noch fehlerfrei gelesen werden können.
>
> Ja, die ältesten Disketten waren auch die, die noch funktionierten.
> Aber das Zeug aus den 90ern ist durchweg Schrott...
>
>
>
> -ras
>

Ja...ab dieser Zeit kam das sog. "eingebaute Verfallsdatum" immer mehr
in Mode...und vernünftige Qualität gibt es inzwischen ohnehin leider
kaum noch...

Grüße, Sigmar

Marc Santhoff

unread,
Jul 8, 2012, 5:30:56 AM7/8/12
to
Am Sun, 08 Jul 2012 10:05:21 +0200 schrieb Holger:

> Gut, ich habe auch ohne diese NG (bis auf die Ausnahme, die Jörg
> lieferte)
> gefunden, nach was ich suchte, inklusive eines Tutorials zur
> Programmierung des uPD756, inklusive von Schaltbildern und umfangreichen
> Dokumentationen, vor denen hier noch jeder kuscht.

Viel Dokumentation und anderes Material dürfte es im Umfeld der CP/M-
Sammler und Historiker geben. Meistens incl. BIOS-Listing und Schaltplan,
Oft auf 808 odder Z80-CPU.

Und es gibt einen CP/M-Emulator auf AVR:
<http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_CP/M>

HTH,
Marc

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 5:34:24 AM7/8/12
to
Gerhard Hoffmann schrieb:

> Was die mutwillige Neukonstruktion obsoleter Hardware daran verbessern
> soll erschließt sich mir nicht unmittelbar.

Muß es auch nicht. Es ist sowieso nur ein Prototyp, der funktionieren
wird, und kein Serienprodukt. Von daher verstehe ich den Streß nicht,
den man mir hier bietet.

> Ach ja, ich habe vor 35 nicht gekuscht und JEDEN dieser Controller
> zum Spielen gebracht. Aber Disketten sind einfach ein SCHLECHTES
> Medium und es an der Zeit, dass diese Zombies nicht künstlich
> revitalisiert werden.

Ich benutze Disketten auch nur ausnahmsweise, und weil mich die Sache
interessiert. Generell funktionieren die Dinger bei mir aber.

Die geplante Obsoleszenz ist gerade im Computerbereich massiv
ausgeprägt. Kurz, nachdem DVB als Übertragungsnorm eingeführt wurde,
gibt es jetzt bereits einen Nachfolgestandard, damit die Leute ihre
Geräte *wieder* wegwerfen und sich wieder neu kaufen, um wenigstens noch
die Tagesschau gucken zu können - digital heißt eben: Ändere hier ein
Bit, dort ein Byte, mache alles inkaompatibel und erzwinge so den
Neukauf längst vorhandener Geräte.

Und ich mache da eben nicht mit und verweigere mich grundsätzlich den
Profeten und Missionaren dieser Obsoleszenzpest, mit denen ich auch rein
menschlich nichts anfangen kann.

Holger



Holger

unread,
Jul 8, 2012, 5:41:06 AM7/8/12
to
Marc Santhoff schrieb:

> Und es gibt einen CP/M-Emulator auf AVR:
> <http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_CP/M>

Das sollte ich auch auf dem ATMEGA1284 zum Laufen bringen können.
Anstelle von "CPU is live" würde ich das Ding aber eher "System is
running" oder so zurückmelden lassen.

Holger

Marc Santhoff

unread,
Jul 8, 2012, 5:48:04 AM7/8/12
to
In Finnland oder Ghana versteht das bestimmt jeder sofort. ;)

Marc

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 6:00:35 AM7/8/12
to
Gerhard Hoffmann schrieb:
> Am 08.07.2012 07:30, schrieb Holger:
>
>> Der FDC hat wenigstens Doku. Es werden eine Reihe von Kommandos
>> beschrieben. Man wird sich als Neuling da reinarbeiten müssen, zumal
>> nicht intuitiv klar ist, was das jeweilige Kommando macht. WriteData
>> kann ich mir noch vorstellen, aber WriteDeletedData? Schon eher nicht
>> mehr. Aber bei einem Blick in eine Beschreibung? Unterschiedliche
>> Adressmarkierungen...
>>
>> Muß man halt ein wenig mit herumprobieren. Vielleicht veröffentliche ich
>> noch einen Diskettencontroller mit dem 6502 oder so. Inklusive Listing.
>
>
> Das würde eine wirklich dringend benötigte Lücke füllen.

Diskettenlaufwerke für den C64 gehen in der Bucht weg wie geschnitten Brot.

> Den 1793 habe ich zu Z80-Zeiten abgehandelt. Die analoge data recovery
> war einfach ekelhaft, WD2793 war schon um Klassen besser. Wie man mit
> dem Nec 765 umgeht,, steht im Bios des IBM AT, vermutlich gibt es auch
> noch einen Linuxtreiber.

Ich habe die Doku inklusive Schaltbilder inzwischen zusammen.

> Von Hama gibt's im Blödmarkt einen Diskettendrive mit USB-Interface.
> Kaufen, schlachten und als KIT ansehen. Zumindest passt alles zusammen.

Ich habe inzwischen auch genug ICs im Haus, um mir eine Handvoll FDC
aufbauen zu können, brauche aber nur einen für ein Selbstbauprojekt, und
da kommt jetzt der MCS3201 rein.

Holger

Uwe Bonnes

unread,
Jul 8, 2012, 6:21:22 AM7/8/12
to
Schreib auf SD Karten, der Aufwand ist viel geringer ...

DG5VE

unread,
Jul 8, 2012, 6:24:36 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 03:27, schrieb Holger:
>
> Der Controller ist Teil eines Selbstbausystems auf Basis eines
> 8-Bitters. Er wird über ein Bussystem (in diesem Fall: GPIB)
> angesprochen und soll ganz normale 1,44MB-Disketten so beschreiben, daß
> sie via PC gelesen werden können, zwecks Möglichkeit zum Datenaustausch.
> Das alles sollte nicht so superschwer sein. Commodore hat einen solchen
> Rechner in seine Floppylaufwerke eingebaut, war jeweils ein 6502 mit nur
> 2 MHz Takt. Mein Favorit ist zur Zeit der MCS3201, weil der die
> unaufwendigste externe Beschaltung hat, problemlos an den ISA-Bus
> dranpaßt (und mit ein wenig Glue Logic auch noch an alle anderen
> Mikroprozessorbusse). Softwaremäßig kompatibel ist er zum uPD765, der
> allerdings noch den - natürlich obsoleten - FDC9229BT sehen will, den
> man ggf. aber in der Bucht noch bekommt. Meine Sorge ist allerdings
> diese: Ich will ein MFM-Double-Density-System für 1,44MB-Disketten.
> Falls die beschriebenen FDC genau das nicht können sollten, ist die
> ganze Mühe für die Katz gewesen.
>
> Grüße, Holger


Danke für die Infos, diverse Commodore Rechner (Amiga 600, C-128) sind
bei mir noch im Einsatz. Daher sind mir auch die sog. "intelligenten"
FDD's, mit einem eigenen 6502 Prozessor bekannt. Vielleicht ist es auch
sinnvoll, einen Parallax-Propeller µC zu verwenden:

http://www.parallax.com/tabid/407/Default.aspx

Mit diesem Chip beschäftige ich mich selbst gerade, und habe einige
Projekte damit geplant. DerPropeller ist ein recht leistungsfähiger
Prozessor der aus 8 (!) unabhängigen Kernen besteht. Es gibt aber auch
noch andere ambitionierte Selbstbauprojekte, wie z.B. das hier:

http://buebchen.jimdo.com/8-bit-selbstbau/rossendorf-floppy/

Evtl. hilft auch der Einsatz eines CPLD oder FPGA Controllers weiter.

Grüße, Sigmar

DG5VE

unread,
Jul 8, 2012, 6:58:31 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 11:34, schrieb Holger:

>
> Die geplante Obsoleszenz ist gerade im Computerbereich massiv
> ausgeprägt. Kurz, nachdem DVB als Übertragungsnorm eingeführt wurde,
> gibt es jetzt bereits einen Nachfolgestandard, damit die Leute ihre
> Geräte *wieder* wegwerfen und sich wieder neu kaufen, um wenigstens noch
> die Tagesschau gucken zu können - digital heißt eben: Ändere hier ein
> Bit, dort ein Byte, mache alles inkaompatibel und erzwinge so den
> Neukauf längst vorhandener Geräte.
>
> Und ich mache da eben nicht mit und verweigere mich grundsätzlich den
> Profeten und Missionaren dieser Obsoleszenzpest, mit denen ich auch rein
> menschlich nichts anfangen kann.
>
> Holger
>


Dem kann ich mich nur anschließen. Dieser blinde Konsumrausch ohne Hirn
und Verstand ist mir ebenso zuwider. Zum Glück gibt es auch heute noch
einige wirklich kreative Köpfe, die durchaus erstaunliches zustande bringen.

http://hive-project.de/

http://www.ngsystems.z80.de/pages/eigenbau.htm

http://www.ac1-info.de/ac1_2010_1.htm

Viel Spaß beim stöbern, evtl. ist da auch noch die eine oder andere
Anregung für das FDC-Projekt dabei.


Grüße, Sigmar

Michael Baeuerle

unread,
Jul 8, 2012, 6:59:53 AM7/8/12
to
Gerrit Heitsch wrote:
> On 07/07/2012 09:58 PM, Heiko Nocon wrote:
> > Gerrit Heitsch wrote:
> > >
> > > Sehen will... Das Laufwerk liefert im HD-Modus um 512KBit/sec seriell,
> > > MFM-codiert.
> >
> > So what?
> >
> > Moderne AVRs lesen bis zu 10 _M_bit/s seriell ein. (20MHz Takt und UART
> > im SPI-Mode). Lt. Shannon/Nyquist genug, um selbst Signale mit 5Mbit/s
> > zu analysieren. Willst du diese Herren widerlegen?
>
> Nein... Aber wieviel Takt hast du nochmal um MFM on the fly dann in
> Software zu dekodieren und den gewünschten Sektor aus dem Datenstrom zu
> extrahieren? Achja... natürlich alles asynchron ohne Startbits oder
> Stopbits. Ebenso braucht eine Floppy etwas Zeit um Drehzahl zu
> erreichen, liefert dir u.U. bis dahin Datenmüll auf dem Input der als
> solcher erkannt werden muss. Alternativ kannst du natürlich alles (also
> die komplette Spur mit 18 Sektoren, Headern und Gaps) ins RAM dumpen und
> dort per Software dekodieren. Hast du im Atmega genug RAM dafür?

MFM erzeugt im worst case 1 Flusswechsel pro Bit. Lassen wir einen
Sektor mit Header und Gap mal 700Byte haben, dann waeren das 700 * 8 =
5600 potentielle Flusswechsel (die fehlenden immer mitgezaehlt, die muss
man ja auch auswerten). Fuer die ganze Spur 5600 * 18 = 100800
Flusswechsel.

Ein ATmega1284 mit 16KiByte RAM hat 16Ki * 8 = 131072 Speicherzellen.
Die Rohdaten wuerden da also theoretisch reinpassen, mit Abtastung wird
die Datenmenge aber zu gross.

Wenn man den Index-Puls des Laufwerks benutzt, kann man vielleicht
sektorweise arbeiten:
Man laesst den Index-Puls einen Timer starten und tastet wenn der
ablaeuft nur 1/18 Umdrehung ab (oder auch etwas mehr). Dann sucht man
mit dem Decoder im RAM nach einem Sektorheader. Findet man einen und es
ist der gesuchte Sektor decodiert man die Nutzdaten. Findet man keinen
Header oder ist das Ende abgeschnitten verschiebt man das Fenster und
probiert es nochmal. Ist unendlich langsam (Interleave 18 im best case),
funktioniert aber vielleicht wenigstens ueberhaupt.


Micha

Henning Paul

unread,
Jul 8, 2012, 6:59:53 AM7/8/12
to
Holger wrote:

> Gerhard Hoffmann schrieb:
>> Am 08.07.2012 07:30, schrieb Holger:
>>
>>> Der FDC hat wenigstens Doku. Es werden eine Reihe von Kommandos
>>> beschrieben. Man wird sich als Neuling da reinarbeiten müssen, zumal
>>> nicht intuitiv klar ist, was das jeweilige Kommando macht. WriteData
>>> kann ich mir noch vorstellen, aber WriteDeletedData? Schon eher nicht
>>> mehr. Aber bei einem Blick in eine Beschreibung? Unterschiedliche
>>> Adressmarkierungen...
>>>
>>> Muß man halt ein wenig mit herumprobieren. Vielleicht veröffentliche ich
>>> noch einen Diskettencontroller mit dem 6502 oder so. Inklusive Listing.
>>
>> Das würde eine wirklich dringend benötigte Lücke füllen.
>
> Diskettenlaufwerke für den C64 gehen in der Bucht weg wie geschnitten
> Brot.

Als Ersatzteile für die originalgetreue Restauration, nicht für
Neuentwicklungen. Der C-One beispielsweise http://c64upgra.de/c-one/ benutzt
CompactFlash-Karten.

Gruß
Henning

Henning Paul

unread,
Jul 8, 2012, 7:02:08 AM7/8/12
to
Horst-D.Winzler wrote:

> Bau ihn selbst! Etliche Mitschreiber haben zwar mit ihren Hinweisen auf
> neuere Produkte recht, aber wer immer nur fertige Produkte kauft, wird
> selten ein tieferes Verständnis für die Sachen erlangen.

Das stimmt, wer eine CPU aus 74er-Logikbausteinen baut, erwirbt ein tieferes
Verständnis für die Funktionsweise von Prozessoren. Wer einen
Floppycontroller in einem µC implementiert, erwirbt, nun ja, ein tieferes
Verständnis für die Funktionsweise eines Floppylaufwerks. Womit man in der
Zukunft mehr anfangen kann, muss jeder selbst entscheiden.

Gruß
Henning

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 8, 2012, 7:53:06 AM7/8/12
to
Wenns denn jemanden Freude bereitet, warum denn nicht?

Es wurden Segelschiffe in Buddeln und man staune, Gebäude wie der Kölner
Dom mit Streichhölzern maßstabgerecht nachgebaut.

Anstatt sich mit diesen Menschen über ihre Arbeit zu freuen, wird
versucht sie zu missionieren. Denn nicht anders kann diese Art der
Einflußnahme auf sie, wie in diesem Tread beispielhaft demonstriert
wird, bezeichnet werden.
Und am Ende bleibt nur Verdruß, oft auf beiden Seiten. ;-)
--
mfg hdw

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 9:49:22 AM7/8/12
to
Henning Paul schrieb:

> Das stimmt, wer eine CPU aus 74er-Logikbausteinen baut, erwirbt ein tieferes
> Verständnis für die Funktionsweise von Prozessoren. Wer einen
> Floppycontroller in einem µC implementiert, erwirbt, nun ja, ein tieferes
> Verständnis für die Funktionsweise eines Floppylaufwerks. Womit man in der
> Zukunft mehr anfangen kann, muss jeder selbst entscheiden.

Wenn du in der Schule zum Beispiel dein zu erwerbendes Wissen nach
späterer Verwendbarkeit hin abklopfst und nur das lernst, was deiner
Meinung nach irgendwann später zu Geld und Ruhm führt, erleidest du
Schiffbruch und endest als Hartz Vier ohne Perspektive auf einen Job.
Dann kannst du nur noch In-Jobs machen, in denen du jeweils sechs
Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche irgendwo deine Zeit absitzt.

Wer eine CPU aus 74xx-Bauteilen aufbaut, nimmt im Prinzip den 74181, den
74182 dazu, wobei der 74181 bereits eine vollwertige 4-Bit-Alu
darstellt, mit dem man auch problemlos noch eine 64-Bit-Alu aufbauen
kann. Ein Steuerwerk ist noch vonnöten, Treiber für Adress- und Datenbus
noch, und ja: Das ist eine lauffähige CPU aus TTL-ICs, an der man lernen
kann, wie man prinzipiell eine CPU aufbauen muß. Wenn man weiß, was man
tut. Ein Mensch ohne Grundwissen wird daran scheitern, bin ich mir
sicher. Also die meisten Computerfuzzis, die ihre Mitmenschen mit stets
dem neuesten Pentium aller Zeiten vollabern müssen. Das Ding kennt 16
logische und 32 arithmetische Rechenoperationen, wobei man Verschieben
und Rotieren mit Schieberegistern nachbilden müßte. Außerdem müßte man
noch ein Flaggenregister bauen, damit Überlauf, Unterlauf, Nullerkennung
und dergleichen vorliegen. Dann aber sollte es kein Problem sein, auf
dieser Basis einen Assembler zu schreiben, das Ding zu programmieren;
wenn man Zeit hat, gerne auch in Pascal oder C.

Holger

Steffen

unread,
Jul 8, 2012, 9:56:57 AM7/8/12
to
Holger drückte sich sehr genau aus :
> wernertrp schrieb:
>
>> Ja so, Floppy Controller mit ATMega simmulieren per Software,
>> und 3,5 Zoll Floppy Laufwerk bei ebay kaufen 1.- Euro plus Versand.
>
> Wo ist die App-Note dazu?

Suchst Du so etwas?:
http://xs1541.t-winkler.net/

Steffen


Bernd Laschner

unread,
Jul 8, 2012, 9:59:14 AM7/8/12
to
DG5VE schrieb:
> Am 08.07.2012 11:34, schrieb Holger:

>> Und ich mache da eben nicht mit und verweigere mich grundsätzlich den
>> Profeten und Missionaren dieser Obsoleszenzpest, mit denen ich auch rein
>> menschlich nichts anfangen kann.

> Dem kann ich mich nur anschließen. Dieser blinde Konsumrausch ohne Hirn
> und Verstand ist mir ebenso zuwider. Zum Glück gibt es auch heute noch
> einige wirklich kreative Köpfe, die durchaus erstaunliches zustande
> bringen.
>
> http://hive-project.de/
>
> http://www.ngsystems.z80.de/pages/eigenbau.htm
>
> http://www.ac1-info.de/ac1_2010_1.htm

Danke für die Links!

Ich fühlte mich direkt an meinen ersten Rechner (natürlich Selbstbau)
erinnert:

> http://de.wikipedia.org/wiki/Moppel



Bernd

--
Die angegebene email-Adresse ist gültig und wird sogar gelesen.

Gerhard Hoffmann

unread,
Jul 8, 2012, 10:39:01 AM7/8/12
to
Am 08.07.2012 03:27, schrieb Holger:
> DG5VE schrieb:
>
>> Was ist das für ein Selbstbauprojekt? Das interessiert mich, weil ich
>> selbst auch an einigen Projekten in dieser Richtung arbeite.
>
> Der Controller ist Teil eines Selbstbausystems auf Basis eines
> 8-Bitters. Er wird über ein Bussystem (in diesem Fall: GPIB)
> angesprochen und soll ganz normale 1,44MB-Disketten so beschreiben, daß
> sie via PC gelesen werden können, zwecks Möglichkeit zum Datenaustausch.
> Das alles sollte nicht so superschwer sein. Commodore hat einen solchen
> Rechner in seine Floppylaufwerke eingebaut, war jeweils ein 6502 mit nur
> 2 MHz Takt. Mein Favorit ist zur Zeit der MCS3201, weil der die
> unaufwendigste externe Beschaltung hat, problemlos an den ISA-Bus
> dranpaßt (und mit ein wenig Glue Logic auch noch an alle anderen
> Mikroprozessorbusse). Softwaremäßig kompatibel ist er zum uPD765, der
> allerdings noch den - natürlich obsoleten - FDC9229BT sehen will, den
> man ggf. aber in der Bucht noch bekommt. Meine Sorge ist allerdings
> diese: Ich will ein MFM-Double-Density-System für 1,44MB-Disketten.
> Falls die beschriebenen FDC genau das nicht können sollten, ist die
> ganze Mühe für die Katz gewesen.

Alle FDCs ausser den USART-Lösungen können das. Mit den USARTs bekommt
man einen bestimmten Flusswechsel nicht hin, deshalb kann man AT-Format
nicht herstellen.

Was spricht gegen HAMA floppy <-> USB und

<http://www.digikey.de/scripts/dksearch/dksus.dll?vendor=0&keywords=497-11455>

für USB <-> IEEE488?

Joerg

unread,
Jul 8, 2012, 10:42:17 AM7/8/12
to
Muss nicht sein, solange man frei fuer sich selbst entscheidet. Wer sich
z.B. intensiv mit mechanischen Laufwerken beschaeftigt kann recht tief
in die Themen Motor Control, Ansteuerung von induktiven Lasten,
Signalverarbeitung und so weiter einsteigen. Das laesst sich beruflich
in klingende Muenze umsetzen wenn man spaeter z.B. Motorsteuerungen und
Einspritztechnik entwickelt.

Aehnlich wie sie uns an der Uni erzaehlten dass diskrete
Schaltungstechnik im Prinzip nur noch fuer die Klausur wichtig sei.
Natuerlich habe ich solchen Mumpitz nie ernst genommen und das zahlt
sich heute aus. In Dollars.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Holger

unread,
Jul 8, 2012, 11:05:14 AM7/8/12
to
Gerhard Hoffmann schrieb:

>> Meine Sorge ist allerdings
>> diese: Ich will ein MFM-Double-Density-System für 1,44MB-Disketten.
>> Falls die beschriebenen FDC genau das nicht können sollten, ist die
>> ganze Mühe für die Katz gewesen.
>
> Alle FDCs ausser den USART-Lösungen können das. Mit den USARTs bekommt
> man einen bestimmten Flusswechsel nicht hin, deshalb kann man AT-Format
> nicht herstellen.

OK.

> Was spricht gegen HAMA floppy <-> USB und
>
> <http://www.digikey.de/scripts/dksearch/dksus.dll?vendor=0&keywords=497-11455>
>
>
> für USB <-> IEEE488?

Der Systemsentwurf. Bei mir wird einfach ein Controller für Floppies
benötigt, den ich - wie auch immer - mit einem Rechner verbinde; wobei
der Controller ein Bestandteil des Rechners wird. Ich möchte das jetzt
nicht im Detail alles ausführen, weil ich meine selbstgestellte Aufgabe
jetzt bereits technisch lösen kann. Von daher ist diese Diskussion hier
für mich beendet, zumal ich wirklich nicht die weltbeste Lösung suche,
sondern nur noch Spaß daran haben werde, meine Lösung umzusetzen.

Vielen Dank dennoch für alle Antworten.

Holger

Axel Berger

unread,
Jul 7, 2012, 11:24:00 PM7/7/12
to
Holger wrote on Sat, 12-07-07 23:07:
>und einfach anzusprechen.

Dem möchte ich - siehe Gerrit weiter oben im selben thread
widersprechen. Sagen wir lieber die Technik ist wohl bekannt und
hervorragend dokumentiert, was für jemand der Einsetzen und nicht
Erforschen will, auf mindestens dasselbe hinausläuft.

N.B: Mir kommt auch kein Rechner ohne Floppy ins Haus. Da fällt mir
immer auf, wie ungeduldig und verwöhnt wir geworden sind. Früher war
ein Bootvorgang von Floppy normal schnell, jetzt wird mir das Warten
unerträglich.
Auch was ich derzeit zwischen zwei Platten in einer Sekunde übertrage,
das war füher der Gesamtinhalt einer vollen großen Platte, und den zu
übertragen darf und durfte gern drei bis fünf Stunden dauern.

Axel Berger

unread,
Jul 8, 2012, 11:57:00 AM7/8/12
to
Holger wrote on Sun, 12-07-08 03:27:
>Ich will ein MFM-Double-Density-System f?Pilcr 1,44MB-Disketten.

Wenn es nicht unbedingt sein muß würde ich es lassen. Meine 720 sind
auch nach zwanzig Jahren noch einwandfrei, 1440er - gelagert und
aktuelle Neuware - kann ich viel zu oft nicht vollständig formatieren.

Klaus Butzmann

unread,
Jul 8, 2012, 5:11:59 PM7/8/12
to
Am 08.07.2012 05:24, schrieb Axel Berger:
> Früher war ein Bootvorgang von Floppy normal schnell, jetzt wird mir
> das Warten unerträglich.
Kein Wunder, der Bootvorgang war ein MääääP.
Restore Drive 0, Read Track 0, feddisch.
Die 8 kB CP/M 2.2 passten halt auf die Unterseite von Spur 0 :-)


Butzo

Wolfgang Horejsi

unread,
Jul 9, 2012, 1:28:25 AM7/9/12
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> schrieb im Newsbeitrag
news:n9eiv7pr8u03lhdtt...@4ax.com...
> Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
> Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
> alle, die noch so herumliegen, defekt sind.

Das ist ein Effekt, den ich auch schon beobachten konnte. Aber was ist der
Grund für die Ausfälle? Rosten die Disketten?
--

Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 9, 2012, 1:37:30 AM7/9/12
to
Am 09.07.2012 07:28, schrieb Wolfgang Horejsi:
> "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> schrieb im Newsbeitrag
> news:n9eiv7pr8u03lhdtt...@4ax.com...
>> Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
>> Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
>> alle, die noch so herumliegen, defekt sind.
>
> Das ist ein Effekt, den ich auch schon beobachten konnte. Aber was ist
> der Grund für die Ausfälle? Rosten die Disketten?

Vielleicht ist er Magnetteilchenträger nach langer Lagerung nicht mehr
so plan wie nötig?

--
mfg hdw

Michael Baeuerle

unread,
Jul 9, 2012, 2:52:29 AM7/9/12
to
Holger wrote:
>
> Wer eine CPU aus 74xx-Bauteilen aufbaut, nimmt im Prinzip den 74181, den
> 74182 dazu, wobei der 74181 bereits eine vollwertige 4-Bit-Alu
> darstellt, mit dem man auch problemlos noch eine 64-Bit-Alu aufbauen
> kann.

Solange man so eine ALU noch aus Restbestaenden auftreiben kann.
Produziert wird die ja wohl nicht mehr.


Micha

Peter Heitzer

unread,
Jul 9, 2012, 3:41:02 AM7/9/12
to
Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
>Ralph Aichinger schrieb:
>> Holger <hol...@invalid.invalid> wrote:
>>> Meine Frage war ja auch nicht: Muß ich auf Floppies verzichten oder darf
>>> ich sie, ach bittebittebitte nicht schimpfen, so ganz für mich allein,
>>> wenn keiner guckt und sich beschwert, so richtig heimlich verwenden?
>>
>> Warum macchst du nicht einfach das was alle machen:

>Weil ich einen Selbstbau-Non-PC damit bestücken will.
Dann würde ich den FDC auch selbst bauen, mit einem CPLD o.ä.
Damit bist du unabhängig von den Herstellern "normaler" FDC.
Vielleicht findet sich im Netz der passende VHDL-Code.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de
HTML mails will be forwarded to /dev/null.

Holger

unread,
Jul 9, 2012, 4:58:15 AM7/9/12
to
Michael Baeuerle schrieb:
Ob dies Bauteil noch produziert wird, weiß ich nicht. Ich weiß aber, das
man es in der Bucht noch kriegt. Rund 10 bis 12 Euro pro Exemplar. Ich
habe davon noch 30 Stück aus irgendwelchen Ramschverkäufen, die mir
einst ein ehemaliger Lehrer schenkte. Könnte ich also sofort loslegen,
den 74182 habe ich auch noch in einer oder zwei Stangen herumliegen.

Ansonsten lassen sich die Bestandteile einer ALU auch in ein FPGA
programmieren. Soll es auch geben: Eine Public Domain CPU. Und den 6502
gibt es, soweit ich weiß, auch in VHDL.

Holger

Axel Berger

unread,
Jul 9, 2012, 7:57:00 AM7/9/12
to
Klaus Butzmann wrote on Sun, 12-07-08 23:11:
>Kein Wunder, der Bootvorgang war ein MSigmSigmSigmSigmP. Restore Drive 0, Read Track
>0, feddisch.

Ich bin late Adopter und beim Atari war es schon etwas mehr. Da die
Erweiterung auf 2.5 MB quasi sofort stattfand: Boot mit
Programmdiskette und Kopie in RAMdisk, Wechsel zur Datendiskette und
los.

Gerrit Heitsch

unread,
Jul 9, 2012, 11:00:55 AM7/9/12
to
On 07/08/2012 10:30 AM, Gerhard Hoffmann wrote:

> Das mit 6502 und USART hat Apple schon im Apple II vor 30 Jahren
> hinbekommen, Natürlich schon damals inkompatibel zum Rest der Welt.

Commodore auch... Das war aber ein eigenes Format und GCR anstatt MFM.
Wobei dort trotzdem einiges in Hardware implementiert war (Siehe
Schaltbild der 1540) und die CPU nur noch das fertige Byte abholen bzw.
abgeben musste. Die Dekodierung von GCR nach Nutzdaten lief in Software.

Gerrit

Marte Schwarz

unread,
Jul 9, 2012, 11:28:02 AM7/9/12
to
Hallo Heiko,
> Moderne AVRs lesen bis zu 10 _M_bit/s seriell ein. (20MHz Takt und UART
> im SPI-Mode). Lt. Shannon/Nyquist genug, um selbst Signale mit 5Mbit/s
> zu analysieren. Willst du diese Herren widerlegen?

Wenn Du Dich mit den Aussagen der besagten Herren auseinandersetzen
würdest, wüsstest Du, welchen Unsinn Du gerade verzapft hast.

> Arme Würstchen.

Willst Du wirklich so angesprochen werden?

Marte

Roland Ertelt

unread,
Jul 9, 2012, 1:32:17 PM7/9/12
to
Und so sprach Heiko Nocon:

> Gerrit Heitsch wrote:
>
>> Sehen will... Das Laufwerk liefert im HD-Modus um 512KBit/sec seriell,
>> MFM-codiert.
>
> So what?
>
> Moderne AVRs lesen bis zu 10 _M_bit/s seriell ein. (20MHz Takt und UART
> im SPI-Mode). Lt. Shannon/Nyquist genug, um selbst Signale mit 5Mbit/s
> zu analysieren. Willst du diese Herren widerlegen?
>

Denk noch mal genau drüber nach.

> Wenn nicht: Das ist fast eine ganze Zehnerpotenz mehr als für die
> Anwendung nötig ist...
>

Nicht ganz. Aber Faktor 2 reicht auf jeden Fall nicht.

> Tja, das überrascht nun womöglich einige C-Nasenpopler, die sich
> hauptsächlich immer nur damit beschaftigen, zusammengeklau(b)ten sog.
> "portablen" Code dazu zu bringen, sich mit ihrem jeweils präferierten
> Compiler übersetzen zu lassen, statt auch mal selber zu denken und die
> Hardware _wirklich_ zu nutzen, die Gott (oder Pollin oder wer auch
> immer) ihnen gegeben hat...
>

Dünnes Eis. Ganz dünnes Eis...

Roland
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Holger

unread,
Jul 9, 2012, 8:00:27 PM7/9/12
to
Martin Gerdes schrieb:

>>> Ich will ein MFM-Double-Density-System für 1,44MB-Disketten.
>
>> Wenn es nicht unbedingt sein muß, würde ich es lassen.
>
> ACK. Das ganze Projekt.

Das würden die allermeisten Menschen tun. Aus eigenem Antrieb heraus tun
die wenigsten Leute etwas. Rate mal, warum soviele "Schulungsmaßnahmen"
für Arbeitslose auf Basistechniken wie "morgens rechtzeitig aus der
Poofe steigen" hinauslaufen? Weil die allermeisten Arbeitslosen mit sich
und ihrer Zeit nichts anzufangen wissen und ihre Lebenszeit im Bett
vertrödeln.

Sobald jemand aufsteht und sagt: "Ich will aber ..." und dann auch noch
Ehrgeiz entwickelt, kräht der Chor der allermeisten Leute: "Ich würde es
lassen. Vollständig und ganz." Egal, was man anpackt. Und wenn es das
selbst zubereitete Mittagsmahl ist, das weder aus der Folie noch aus der
Dose kommt. Von überall her erschallt der gleiche Tipp: "Leg dich wieder
hin."

Ich will, ich sage es nochmals, hier nicht die Allgemeinheit bedienen.
Ich werde meine Schaltungen auch nicht veröffentlichen und mit niemandem
über Details reden. Sollen die Leute doch dumm sterben, was schert es
mich denn, daß sie keine Disketten wollen!

Wann immer ich mir etwas vornehme, was nicht im Media-Markt in den
Regalen steht, auf RTL getrötet wird und diesen "Haben-Wollen-Effekt"
auslöst, muß ich mir doch immer wieder dieselben Vorwürfe anhören: Atmen
ist doch so langweilig, immer wieder Luft rein und Luft raus, wieso
atmest du überhaupt?

Nochmals: Ich wollte *nur* wissen, ob und woher man diese Controller
noch bekommt. Ich habe dies inzwischen herausgefunden. Und wer nun
meint, ich solle mich nicht an den Schreibtisch setzen, sondern lieber
in der Poofe meine Lebenszeit vertrödeln: Verpißt euch!

Und jetzt werde ich eine Lochrasterplatine hernehmen, meinen
Floppycontroller aufbauen, zwei Laufwerke anschließen und den Kram
programmieren. Nein, ich werde es nicht lassen. Weswegen ich jeden
Kontakt insbesondere zu Computertypen unterlasse, denn ich will mir
meine Freude an der Sache weder von Wichsern noch von Spacken zerreden
lassen.

Holger

Matthias Weingart

unread,
Jul 10, 2012, 4:39:28 AM7/10/12
to
Joerg <inv...@invalid.invalid>:

> Horst-D.Winzler wrote:
>> Am 08.07.2012 13:02, schrieb Henning Paul:
>>> Horst-D.Winzler wrote:
>>>
>>>> Bau ihn selbst! Etliche Mitschreiber haben zwar mit ihren Hinweisen
>>>> auf neuere Produkte recht, aber wer immer nur fertige Produkte kauft,
>>>> wird selten ein tieferes VerstÇÏndnis fǬr die Sachen erlangen.
>>>
>>> Das stimmt, wer eine CPU aus 74er-Logikbausteinen baut, erwirbt ein
>>> tieferes
>>> VerstÇÏndnis fǬr die Funktionsweise von Prozessoren. Wer einen
>>> Floppycontroller in einem ¶æC implementiert, erwirbt, nun ja, ein
>>> tieferes VerstÇÏndnis fǬr die Funktionsweise eines Floppylaufwerks.
>>> Womit man in der
>>> Zukunft mehr anfangen kann, muss jeder selbst entscheiden.

Holger erwirbt auf jeden Fall Wissen - vor allem wenn er den Controller
selbst implementiert. Irgendwann wird es es sicher mal anwenden können. Hab
letztens auch mal wieder ein ANSI-Terminal implementiert - auch wenn sowas
heute ja ziemlich out ist, damit war ne Fernsteuerung in 2 Wochen fertig :-).

M.

Manuel Reimer

unread,
Jul 10, 2012, 12:20:36 PM7/10/12
to
Holger wrote:
> Ich sag dir mal, wie ich die Besprechung dieses Themas wahrnehme: Als den
> typisch männlichen Umgang mit Technik. Technische Systeme werden nicht
> hinsichtlich ihrer Eigenschaften diskutiert, sondern hinsichtlich ihrer
> Verwendbarkeit als Fetisch.

Naja. Jeder darf und soll tun und lassen was ihm gefällt, aber ich verstehe die
Leute hier schon.

Zum Glück habe ich die "Disketten-Zeit" nur noch am Rande miterlebt. Disketten
sind keine Datenträger, sondern die Benutzer der selbigen. Nicht selten war ich
mit einer Schachtel mit 20 Disketten unterwegs und habe größere Files dann über
mehrere Disks gesplittet. Zuhause dann den Murks wieder zusammengepackt und wenn
es dumm gelaufen ist, war dann bei der 6ten von 10 Disketten eine nicht mehr
lesbar...

Irgendwann habe ich dem Mainboard ein USB-Bracket verpasst um einen USB-Stick
verwenden zu können. Mann war das eine Erleichterung!

Mittlerweile habe ich schon etliche Jahre kein Floppy mehr benutzt. Ich vermisse
die Teile nicht und ich möchte praktische USB-Sticks nicht mehr missen! Die
Dinger sind super. Datenmengen, die mit Disketten einen ganzen Rucksack gefüllt
hätten, passen so locker in die Hosentasche! Relativ robust sind die Dinger
auch. Disketten mochten es irgendwie nie besonders, in der Hosentasche
transportiert zu werden...

Bei einigen PCs sind hier zwar noch Floppy-Laufwerke drin. Allerdings nur, weil
die in das Gehäusedesign fest integriert sind. Keines dieser Floppies ist noch
angeschlossen.

Allerdings bin ich verrückten Projekten durchaus aufgeschlossen. Ein paar Bilder
vom Resultat fände ich schon interessant.

Gruß

Manuel

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 10, 2012, 1:08:52 PM7/10/12
to
Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:

>Zum Glück habe ich die "Disketten-Zeit" nur noch am Rande miterlebt. Disketten
>sind keine Datenträger, sondern die Benutzer der selbigen. Nicht selten war ich
>mit einer Schachtel mit 20 Disketten unterwegs und habe größere Files dann über
>mehrere Disks gesplittet. Zuhause dann den Murks wieder zusammengepackt und wenn
>es dumm gelaufen ist, war dann bei der 6ten von 10 Disketten eine nicht mehr
>lesbar...

Ja, 90er, auf Unix-Kisten an der FH per ftp die neueste Amiga-software
gesaugt und so heimtransportiert. Hör mir auf damit :)



-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Holger

unread,
Jul 10, 2012, 1:21:05 PM7/10/12
to
Manuel Reimer schrieb:

> Holger wrote:
>> Ich sag dir mal, wie ich die Besprechung dieses Themas wahrnehme: Als den
>> typisch männlichen Umgang mit Technik. Technische Systeme werden nicht
>> hinsichtlich ihrer Eigenschaften diskutiert, sondern hinsichtlich ihrer
>> Verwendbarkeit als Fetisch.
>
> Naja. Jeder darf und soll tun und lassen was ihm gefällt, aber ich
> verstehe die Leute hier schon.

Ich habe verstanden, daß die Frage nach Bauteilen nicht beantwortet
wird. Stattdessen kommen zahllose Hinweise, wie scheiße doch die
jeweilige Blabla-Technologie sein soll, bis hin zu der Megascheiße, eine
CPU auf Basis von 74xx-ICs. Schaut man sich diese Megascheiße an, stellt
man fest: Machbar und performant. Im Netz findet man Leute, die lassen
Unix drauf laufen. Mit Webserver.

http://www.magic-1.org/

Ich habe einfach keinen Bock auf dieses arrogante Gerede hier, diese
bekloppten Missionierungsversuche. Von daher sage ich nochmals: Woher
ich meine Bauteile bekomme, habe ich herausgefunden, Google hat mir
dabei geholfen. Solche Fragen stelle ich hier nie wieder.

Und wie meine Geräte aussehen, behalte ich auch für mich. Interessiert
hier ja sowieso niemanden, also werde ich den Floppycontroller nicht
veröffentlichen, und eine CPU auf Basis von TTL-Chips, ja die würde ich
mir eventuell sogar bauen, aber hier ebenfalls nicht vorstellen. Die
meisten Menschen sind unkreative Habenwoller, belanglose Schwätzer ohne
jeden Ansatz von Phantasie, denen gehe ich sowieso aus dem Weg.

Holger

Guido Grohmann

unread,
Jul 10, 2012, 3:12:36 PM7/10/12
to
Manuel Reimer schrieb:

> Irgendwann habe ich dem Mainboard ein USB-Bracket verpasst um einen
> USB-Stick verwenden zu können.

Ich auch.

> Mann war das eine Erleichterung!

NACK. Win98 erlebte ab da bei mir eine Bluescreen-Hochphase.

> Mittlerweile habe ich schon etliche Jahre kein Floppy mehr benutzt.

Ich habe auf Arbeit USB-Floppies, die aber das letzte mal vor 3 Jahren
zum Einsatz kamen, als noch einmal ein Windows 2003-Server aufgesetzt
werden sollte, wozu ein Treiber von Diskette gebraucht wurde.

> Ich
> vermisse die Teile nicht und ich möchte praktische USB-Sticks nicht mehr
> missen!

Ich habe gestern erst wieder einen weggeschmissen in die große
E-Schrottkiste. Ging von gleich auf sofort nicht mehr. Nein, USB ist
alles andere als so toll, wie du das hinstellst. Das fängt bei den
beschissenen Steckverbindern (wer bitte baut denn einen Stecker genau
rechteckig?) an und hört bei dem ganzen USB-Geraffel wie Fetsplatten mit
Y-Kabeln noch lange nicht auf.

> Die Dinger sind super. Datenmengen, die mit Disketten einen
> ganzen Rucksack gefüllt hätten, passen so locker in die Hosentasche!

Und sind mit einem Rutsch im Orkus, wenn das Ding abkackt.

> Relativ robust sind die Dinger auch.

*Hust!* Robust ist/war Firewire.

> Disketten mochten es irgendwie nie
> besonders, in der Hosentasche transportiert zu werden...

Was für ein selten dämliches Argument ... es gibt genug Kritikpunkte an
den Schwabbelscheiben aber daß du dir auchgerechnet den Formfaktor
ausgesucht hast, sprich Bände.

Guido

Wolfgang Horejsi

unread,
Jul 11, 2012, 1:13:02 AM7/11/12
to
"Holger" <hol...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:jtho9t$hq8$1...@speranza.aioe.org...
>Ich habe einfach keinen Bock auf dieses arrogante Gerede hier, diese
>bekloppten Missionierungsversuche. Von daher sage ich nochmals: Woher ich
>meine Bauteile bekomme, habe ich herausgefunden, Google hat mir dabei
>geholfen. Solche Fragen stelle ich hier nie wieder.

Allerdings solltest du bedenken: Wenn hier 5 Leute sind, die dir mit ihrer
ver�ffentlichten Meinung auf den Keks gehen, so sind da noch ein paar
tausend, die mitlesen, keine Kommentare abgeben und am Thema interessiert
sind. Da erinnere ich mich an einen Beitrag in einer ganz anderen NG. Auch
ein Thema, das keinen interessiert hatte. Jahre sp�ter kam dann eine Mail:
"Du hast doch damals ,,, kannst du mir helfen, du scheinst dich
auszukennen?"

Wenn jeder nur das fragt, was maintreamkonform ist, stirbt jede NG
irgendwann.
--

Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Henning Paul

unread,
Jul 11, 2012, 2:27:22 AM7/11/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Manuel Reimer <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>>Zum Glück habe ich die "Disketten-Zeit" nur noch am Rande miterlebt.
>>Disketten sind keine Datenträger, sondern die Benutzer der selbigen.
>>Nicht selten war ich mit einer Schachtel mit 20 Disketten unterwegs
>>und habe größere Files dann über mehrere Disks gesplittet. Zuhause
>>dann den Murks wieder zusammengepackt und wenn es dumm gelaufen ist,
>>war dann bei der 6ten von 10 Disketten eine nicht mehr lesbar...
>
> Ja, 90er, auf Unix-Kisten an der FH per ftp die neueste Amiga-software
> gesaugt und so heimtransportiert. Hör mir auf damit :)

Ich hatte 2001 als ich anfing zu studieren bereits ein Zip-Laufwerk (und
die Rechner im CIP-Pool auch). Auch damit hör mir auf. :-)

Gruß
Henning

Henning Paul

unread,
Jul 11, 2012, 2:41:22 AM7/11/12
to
Holger schrieb:

> Ich habe verstanden, daß die Frage nach Bauteilen nicht beantwortet
> wird. Stattdessen kommen zahllose Hinweise, wie scheiße doch die
> jeweilige Blabla-Technologie sein soll, bis hin zu der Megascheiße,
> eine CPU auf Basis von 74xx-ICs. Schaut man sich diese Megascheiße an,
> stellt man fest: Machbar und performant. Im Netz findet man Leute, die
> lassen Unix drauf laufen. Mit Webserver.

Das war auch nicht als Negativbeispiel gedacht, im Gegenteil. Ich
schrieb ja, dass ich persönlich den Lerneffekt dabei als größer
einschätze, als beim Anflanschen eines Floppycontrollers an einen
Einplatinencomputer.

Also[0]:
- CPU aus 74er-Logik: Daumen hoch
- ARM-Emulator für AVR programmieren[1]: 2 Daumen hoch
- Grafik-Demo für AVR schreiben[2]: Daumen hoch
- Elektrische Schreibmaschine zum Twitter-Logger umbauen[3]: Warum nicht
- DVB-T-Bandpasssignal in Software mit D/A-Wandler einer Grafikkarte
erzeugen[4]: 2 Daumen hoch
- Einen kompletten PC-Emulator in Javascript schreiben[5]: Daumen hoch
- DVB-T-Stick als SDR verwenden: lobenswert
- Amiga in einem FPGA nachbilden[6]: warum nicht
- Einen FPGA-basierten Floppyemulator auf SD-Kartenbasis entwickeln[7]:
Eine gute Idee
- noch einen Einplatinenrechner mit Floppy-Controller bauen: Wenn Du
meinst...

Ich will niemanden vom Basteln abhalten, im Gegenteil, aber es gibt
heutzutage so coole Sachen, die man machen könnte, so dass ich nicht
verstehe, warum man in sich den frühen 80ern niederlassen sollte -
sofern man sich nicht originalgetreue Restauration auf die Fahnen
geschrieben hat.
Niemand will Dir irgendetwas verbieten, aber Du musst akzeptieren, dass
in Newsgroups Leute Ihre Meinung sagen, egal ob sie Dir schmeckt oder
nicht.

Gruß
Henning

[0]: Und das waren jetzt nur die Dinge, die mir spontan eingefallen
sind.
[1]: http://dmitry.co/index.php?p=./04.Thoughts/07.%20Linux%20on%208bit
[2]: http://www.youtube.com/watch?v=yK2MMMTw3SY
[3]: http://oomlout.co.uk/blog/twitter-monitoring-typewritter-
twypwriter/
[4]: http://bellard.org/dvbt/
[5]: http://bellard.org/jslinux/
[6]: http://www.techtravels.org/amiga/minimig/weeren001/home.html
[7]: http://hxc2001.free.fr/floppy_drive_emulator/

Holger

unread,
Jul 11, 2012, 6:13:12 AM7/11/12
to
Henning Paul schrieb:

> - noch einen Einplatinenrechner mit Floppy-Controller bauen: Wenn Du
> meinst...

Das ganze sind eine Handvoll Bauteile, vielleicht 5 ICs, etwas Glue
Logic noch, drei oder vier Steckverbinder noch, fertig. Passt auf eine
halbe Karte im Euroformat. Bauteile sind verfügbar. Der Arbeitsaufwand
ist also überschaubar. Das ist das eine, kein Grund zur Panik.

Was mich mehr nervt, sind die Reaktionen. Ich habe beschlossen, auch um
meines eigenen Seelenfriedens willen, grundsätzlich nicht mehr
nachzufragen, sondern gleich Google zu bedienen. Sollen sich die Leute
ihren Fetisch doch beim Edeka holen, die haben übrigens USB-Sticks am
Tresen für die Kundenberatung.

Der Punkt ist einfach, daß Diskettencontroller nicht als Elektronik,
sondern als Computer wahrgenommen werden, und das Computer als
Saisonware gehandelt werden, wie Modekollektionen. Sie unterliegen der
gleichen Vermarktungsstrategie, und niemand hier zieht sich noch einen
Smoking aus dem Jahre 1870 an. Wer da noch etwas aus älteren
Kollektionen will, der beißt bei den Modebewußten auf Granit. Also muß
ich hier schon sehr aufpassen, ob das eine oder andere Ding mit Computer
assoziiert wird oder nicht. Wenn ich nur nach Längsreglern für ein
Netzteil frage, komme ich noch durch. Der 7812 ist kein Prozessor. Aber
wehe mir, der wird in einem Computer aus dem Jahre 1978 verwendet. Dann
kann ich mich warm anziehen.

Ich habe parallel dazu eine entsprechende Debatte mit dem Hackerspace
auf deren Mailingliste geführt. Auch da das gleiche Bild. Einige sagten,
daß sie sich auch ständig diese Niedermachersprüche anhören müßten, das
waren noch die Netten. Dann immer wieder die "neueste Technologie" als
Fetisch. Mir fällt dazu die CB-Funkerszene ein. Schließlich schreibt mir
jemand eine private Email, die in meinem Client als Email via Liste
erscheint, ich mache halt nicht bei jeder Email eine Headeranalyse. Sag
ihm das, er versteht schon wieder nicht, will von mir nichts mehr
wissen. Ich dann auch nicht mehr, unsubscribe und ihn ins Spamfilter.

Ich nehme einfach zur Kenntnis, daß ich mit meinen Ansichten und
Vorstellungen nicht auf der Mainstreamwelle mitschwimme, und das meine
Gedanken nicht von aktuellen TV-Programmen synchronisiert sind, weshalb
ich mit den allermeisten Menschen nicht über meine privaten Themen reden
kann, ohne mir Vorwürfe über Vorwürfe anhören zu müssen. Ich rede nicht
drüber, ich repariere meine Sachen selbst und suche mir auch anhand
meiner eigenen Vorstellungen aus, was ich mir baue und was nicht. Und
wenn es ein Tisch aus Holz ist, den sich andere bei Ikea kaufen würden.

Also Diskettencontroller. Ja, baue ich mir privat, wird nicht an andere
weitergegeben, auch nicht als Schaltbild veröffentlicht, auch kein Code
dazu; anderen Menschen gegenüber wird dieses ansich völlig harmlose
Gerät einfach nicht mehr weiter erwähnt. Für mich sind Computer eben nur
Medien, keine Fetische. Und wenn ich mal wieder auf der Suche nach
irgendwelchen Schaltkreisen bin: Keine langen Debatten darüber. Die
Suchmaschine Google liefert mir die URL der Anbieter, die schreibe ich
einfach an, und wenn sie Paypal akzeptieren, sind wir schon mal einen
Schritt weiter. Ich kann auch die Schotten dicht machen und den Kragen
hochschlagen. Damit ist für mich der Fall erledigt.

Holger

Holger

unread,
Jul 11, 2012, 6:47:29 AM7/11/12
to
Wolfgang Horejsi schrieb:

> Allerdings solltest du bedenken: Wenn hier 5 Leute sind, die dir mit
> ihrer veröffentlichten Meinung auf den Keks gehen, so sind da noch ein
> paar tausend, die mitlesen, keine Kommentare abgeben und am Thema
> interessiert sind. Da erinnere ich mich an einen Beitrag in einer ganz
> anderen NG. Auch ein Thema, das keinen interessiert hatte. Jahre später
> kam dann eine Mail: "Du hast doch damals ,,, kannst du mir helfen, du
> scheinst dich auszukennen?"

Danke für deine netten Worte, aber ich sehe das so, wie ich es schrieb.
Es macht keinen Sinn, sich groß mit den Leuten zu streiten, und wenn
diese Leute hier reihenweise in Ohnmacht fallen wie bei Hofe, wenn
jemand ein Unwort aus der Computerscheiße erzählt, "Diskettencontroller"
etwa, mindestens genauso skandalös wie "6502", dann nervt mich das zwar,
aber ich sehe auch: So sind Menschen. Da bleibt nur, die Schotten dicht
und hau weg den Scheiß. Ja, ich will diese Leute nicht, gehe denen aus
dem Weg, ich weiß, ich bin die Minderheit. Aber solange ich mich nicht
strafbar mache, handele ich im Rahmen des gültigen Rechts. Und wenn sie
das anfechten, sollen sie eben eine einstweilige Verfügung erwirken,
nach der es mir dann gerichtlich verboten ist, einen Diskettencontroller
auf Lochraster zu löten.

Solange mir keine solche Verfügung per Gerichtsvollzieher zugestellt
ist, löte ich meinen Diskettencontroller auf Lochraster, und wenn der
Rest der Menschheit auch noch so empört darüber ist.

Holger


Marte Schwarz

unread,
Jul 11, 2012, 7:46:37 AM7/11/12
to
Hallo Holger,

> Es macht keinen Sinn, sich gro� mit den Leuten zu streiten,

ich frag mich sowieso, warum Du Dir den Streit antust. Ich versuche
solche Mails im Zweifelsfall zu ignorieren, aber sicher nicht, jene zu
�berzeugen.

Kopf hoch und weitergehen

Marte

Henning Paul

unread,
Jul 11, 2012, 7:57:28 AM7/11/12
to
Holger schrieb:

> Solange mir keine solche Verfügung per Gerichtsvollzieher zugestellt
> ist, löte ich meinen Diskettencontroller auf Lochraster, und wenn der
> Rest der Menschheit auch noch so empört darüber ist.

Naja, Empörung und Unverständnis sind ja nun 2 Paar Schuhe. Wenn Du
ankündigtest, den Skagerrak auf einer Luftmatratze überqueren zu wollen
und daher nach einer Bezugsquelle für besonders reißfeste Luftmatratzen
anfragtest, müsstest Du Dir Fragen gefallen lassen, ob das wirklich eine
gute Idee sei und ob Du nicht zumindest ein Ruderboot nehmen wolltest.

Meinjanur.

Gruß
Henning

Frank Buss

unread,
Jul 11, 2012, 9:00:14 AM7/11/12
to
Holger wrote:
>
> Und wie meine Ger�te aussehen, behalte ich auch f�r mich. Interessiert
> hier ja sowieso niemanden, also werde ich den Floppycontroller nicht
> ver�ffentlichen, und eine CPU auf Basis von TTL-Chips, ja die w�rde ich
> mir eventuell sogar bauen, aber hier ebenfalls nicht vorstellen. Die
> meisten Menschen sind unkreative Habenwoller, belanglose Schw�tzer ohne
> jeden Ansatz von Phantasie, denen gehe ich sowieso aus dem Weg.

Schade, w�rde ich gerne sehen.

Also ich habe bisher auf mein 4004-Projekt nur positive Reaktionen
bekommen, hier in der Newsgroup und z.B. auch auf Twitter und Google+:

https://twitter.com/frank_buss/status/221947770938986497

Ist eben immer die Frage, ob die Leute, die das lesen, das Hobby
verstehen, und nicht nur technisch "verstehen" :-) Ich bin �brigens
Teilnehmer beim Retrochallenge Wettbewerb, da machen noch mehr so
bekloppte wie ich mit:

http://retrochallenge.org

Aber wenn du jede Kritik oder (vermeintlichen) Verbesserungsvorschlag
gleich als pers�nlichen Angriff wertest und entsprechend gereizt
reagierst, dann solltest du vielleicht wirklich nicht dar�ber schreiben.
Wenn du einfach erkl�rst, da� du rein aus Spa� an der Freude
haupts�chlich daran interessiert bist, eine Floppy zum laufen zu bringen
und nicht nur generell irgendein Speicherverfahren haben willst, dann
wird auch keiner eine SD-Karte vorschlagen und man k�nnte sich �ber
interessantere Dinge unterhalten, wie z.B. wie man per Microcontroller
einen Floppy-Controller Chip ansteuert o.�.

--
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Henning Paul

unread,
Jul 11, 2012, 9:25:45 AM7/11/12
to
Frank Buss schrieb:

> Aber wenn du jede Kritik oder (vermeintlichen) Verbesserungsvorschlag
> gleich als persönlichen Angriff wertest und entsprechend gereizt
> reagierst, dann solltest du vielleicht wirklich nicht darüber
> schreiben. Wenn du einfach erklärst, daß du rein aus Spaß an der
> Freude hauptsächlich daran interessiert bist, eine Floppy zum laufen
> zu bringen

Nein, das will Holger ja anscheinend nicht, weil ein Computer für Ihn
laut eigener Aussage eben kein Kultobjekt oder Selbstzweck ist, sondern
ein reiner Gebrauchsgegenstand.

> und nicht nur generell irgendein Speicherverfahren haben
> willst, dann wird auch keiner eine SD-Karte vorschlagen

Man bekommt irgendwie den Eindruck, Holger will sich einen Rechner
zusammenbauen, mit dem er dann bspw. seine Korrespondenz mit Behörden
und Versicherungen erledigen kann und möchte zwecks Sicherstellung der
langfristigen Reparaturfähigkeit dafür gut verfügbare Floppycontroller
einsetzen.

Und da passt halt irgend etwas nicht zusammen.

Gruß
Henning

Joerg

unread,
Jul 11, 2012, 10:08:09 AM7/11/12
to
Amen! Ich bekomme noch heute, Jahre nach meinem Post, Anfragen wie man
die Halogenbirne in der ersten Generation Tizio-Lampen wechselt. Weil
der Link beim Hersteller Artemide nicht mehr geht, die haben die alte
Anleitung wohl rausgenommen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Holger

unread,
Jul 11, 2012, 10:46:04 AM7/11/12
to
Henning Paul schrieb:

> Man bekommt irgendwie den Eindruck, Holger will sich einen Rechner
> zusammenbauen, mit dem er dann bspw. seine Korrespondenz mit Behörden
> und Versicherungen erledigen kann und möchte zwecks Sicherstellung der
> langfristigen Reparaturfähigkeit dafür gut verfügbare Floppycontroller
> einsetzen.

Für was ich meine Rechner einsetze, entscheide immer noch ich. Was mir
nicht paßt, ist der Einsatz von technischen Geräten als Penissymbol, und
genau das will ich nicht mehr erörtern. Ich bau mir meine Sachen selbst,
repariere mir meine Sachen selbst, besorge mir meine Sachen via
Internet, und verweigere mich dem Schwanzlängenvergleich. Alles ist gut.

Holger

Stefan Heimers

unread,
Jul 11, 2012, 4:29:42 PM7/11/12
to
Wolfgang Horejsi wrote:

> "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> schrieb im Newsbeitrag
> news:n9eiv7pr8u03lhdtt...@4ax.com...
>> Gestern habe ich ca. 50 Disketten weggeworfen, nachdem letztens die
>> Suche nach noch einer funktionierenden Diskette ergeben hat, daß fast
>> alle, die noch so herumliegen, defekt sind.

> Das ist ein Effekt, den ich auch schon beobachten konnte. Aber was ist der
> Grund für die Ausfälle? Rosten die Disketten?


Es wird wohl wie bei den alten Videokassetten sein: Die Beschichtung wird
klebrig und verschmutzt die Magnetköpfe. Nachher gehen auch andere
Disketten schlecht. Vermutlich waren nur wenige wirklich defekt.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 12, 2012, 1:19:29 AM7/12/12
to
Henning Paul <henni...@gmx.de> wrote:

>Ich hatte 2001 als ich anfing zu studieren bereits ein Zip-Laufwerk (und
>die Rechner im CIP-Pool auch). Auch damit hör mir auf. :-)

Tja :) 2000 hatte ich einen DSL-Anschluß, da waren dann solche Stunts
eh obsolet.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 12, 2012, 1:20:58 AM7/12/12
to
"Wolfgang Horejsi" <zuh...@horejsi.de> wrote:

>Jahre später kam dann eine Mail:
>"Du hast doch damals ,,, kannst du mir helfen, du scheinst dich
>auszukennen?"

ACK, das kenn ich, auch bin ich letztens beim Blick in meine logs
erschrocken, daß den mal in einer NG veröffentlichten Link zum
PL2303-Treiber täglich 30-50 Leute nutzen und das Ding bei mir
downloaden!

>Wenn jeder nur das fragt, was maintreamkonform ist, stirbt jede NG
>irgendwann.

ACK. Genauso muß es aber erlaubt sein, ein Ansinnen für unsinnig zu
halten.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 12, 2012, 1:24:30 AM7/12/12
to
Guido Grohmann <guido.g...@gmx.de> wrote:

>> Die Dinger sind super. Datenmengen, die mit Disketten einen
>> ganzen Rucksack gefüllt hätten, passen so locker in die Hosentasche!
>
>Und sind mit einem Rutsch im Orkus, wenn das Ding abkackt.

Das ist mit jedem Datenträger so, weshalb backups keine schlechte Idee
sein sollen.

Peter Heitzer

unread,
Jul 12, 2012, 2:33:56 AM7/12/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras <ra...@schmid.xxx> wrote:
>Guido Grohmann <guido.g...@gmx.de> wrote:

>>> Die Dinger sind super. Datenmengen, die mit Disketten einen
>>> ganzen Rucksack gefüllt hätten, passen so locker in die Hosentasche!
>>
>>Und sind mit einem Rutsch im Orkus, wenn das Ding abkackt.

>Das ist mit jedem Datenträger so, weshalb backups keine schlechte Idee
>sein sollen.
Niemand braucht Backups. Alle wollen nur Restore.
SCNR


--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de
HTML mails will be forwarded to /dev/null.

Holger

unread,
Jul 12, 2012, 4:50:14 AM7/12/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

>> Wenn jeder nur das fragt, was maintreamkonform ist, stirbt jede NG
>> irgendwann.
>
> ACK. Genauso muß es aber erlaubt sein, ein Ansinnen für unsinnig zu
> halten.

Und ich habe gelernt, daß man nicht etwa gesagt bekommt, wo man solche
Teile herkriegt, sondern daß man händeringend darum gebeten wird, doch
bitte niemals nie einen FDC auf ein Stück Lochraster zu löten, weil das
ganz und gar ungehörig ist, ein Affront sondergleichen, ein unfaßbarer
Skandal.

Als wenn aber auch nur eine Pappnase durch eine solche Aktion zu Schaden
kommt.

Es ist also ganz einfach: Reicht Klage vor Gericht ein. Wenn hier der
Gerichtsvollzieher mit einer einstweiligen Verfügung in der Hand in der
Tür steht, aus welcher bei Androhung eines Zwangsgeldes hervorgeht, daß
es mir verboten ist, Diskettenlaufwerke zu benutzen, sehen wir weiter.
Ich bin mir absolut sicher, daß eine solche Verfügung vor keinem Gericht
bestehen kann und werde immer so argumentieren: Niemand kommt zu
Schaden, wenn ich eine Diskette in ein Laufwerk lege, das an einem
selbstgebastelten Controller hängt. Also ist ein solches Diskettenverbot
absolut widersinnig und außerdem rechtswidrig. Glaubhaftmachung:
Disketten werden auch heute noch ohne jede Beanstandung in
milliardenfacher Menge benutzt und sind frei verkäufliche Artikel, die
man sich problemlos überall beschaffen kann. Von Disketten gehen keine
Gefahren aus, weder für die Umwelt, noch für den Menschen. Von daher
spricht nichts dagegen, daß Privatpersonen eben auch Disketten zur
Speicherung von Computerdateien benutzen, wenn sie es denn so wollen.

Den Affentanz hier hättet ihr euch alle sparen können.

Holger


Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 12, 2012, 11:00:22 AM7/12/12
to
"Peter Heitzer" <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:

>Niemand braucht Backups. Alle wollen nur Restore.

Und ich, der ich alles doppelt und dreifach backuppe, brauche nie den
restore. Frustrierend, alles f�r die Katz' :-(
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