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DC-DC Wandler

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Ursicin Caminada

unread,
May 27, 2009, 5:58:29 PM5/27/09
to
Hallo zusammen,

Vor einiger Zeit hatte ich mal nach einer Lösung gesucht aus einer 12V
Spannungsquelle 6V zu bekommen, und zwar mit relativ geringem
Eigenstromverbrauch.

Nun ist mir zufällig ein traco power tsr 1-2465 über den Weg
gelaufen ;-)

Laut Datenblatt soll es "drop-in replacement for ineffcient 78xx
linear regulators" sein. Heisst das jetzt dss ich eine 1:1 Schaltung
mit einem 78xx mit diesem Typ bestücken kann? Irgendwie irritiert mich
dabei folgendes: "and no requirement of external capacitors".

Passiert was wenn die Kondensatoren trotzdem verbaut sind?

Wenn ich das Datenblatt richtig interpretiere, kann ich am Eingang
+12V und GND anschliessen und krige am Ausgang ohne weitere Teile
+6.5V? Ist eine Diode zum Schutz wie bei den 78xx trotzdem noch
ratsam?

Das Gerät am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
sein, oder?

Vielen Dank und Gruss
Ursicin

MaWin

unread,
May 27, 2009, 6:23:51 PM5/27/09
to
"Ursicin Caminada" <urs...@gmx.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:e53943c5-483d-41df...@r34g2000vbi.googlegroups.com...

> Wenn ich das Datenblatt richtig interpretiere, kann ich am Eingang
> +12V und GND anschliessen und krige am Ausgang ohne weitere Teile
> +6.5V?


Du kannst den tsr 1-2465 wie einen L7805 verbauen, und bekommst
am Ausgang 6.5V, die ein 6V Geraet vertragen muesste, weil es
zumeist mit +/-10% spezifiziert wird.
Die Kondensatoren, die am Eingang und Ausgang eines 7805 nach Masse
angeschlossen sind, koennen drin bleiben. Es duerfte sogar besser
sein, wenn man sie nicht weglaesst.
Der tsr 1-2465 hat sicher auch Nachteile gegenueber dem 7805, weil
es ein Schaltregler ist erzeugt er Stoergeraeusche, Ripple genannt,
aber die meisten Schaltungen stoeren sich an denen nicht.
Wenn du also keinen empflichen Messvertaerker damit versorgen willst,
wird ein kein Problem geben.
Die Schaltung wird aber weniger Strom brauchen, wenn die 6.5V Sache
z.B. 1A braucht, reichen am 12V Eingang 0.6A aus. Das sollte aber kein
Problem sein :-)

Den groessten Nachteil der Schaltregler dieser Art (78ST165 waere
der Gattungsname) hat du umgangen, es ist naemlich ihr Preis.

> Ist eine Diode zum Schutz wie bei den 78xx trotzdem noch ratsam?

Die Diode ist genau so ueberfluessig wie beim 7805. Der braucht die
naemlich nur, wenn am Eingang ein Kurzschluss auftreten kann, und
am Ausgang noch geladene Kondensatoren angeschlossen waeren (und
es mehr als 7V sind, was bei 5 oder 6.5 eh nicht der Fall ist).
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Jens Fittig

unread,
May 28, 2009, 3:02:44 AM5/28/09
to

Ursicin Caminada schrieb:

> Vor einiger Zeit hatte ich mal nach einer L�sung gesucht aus einer 12V


> Spannungsquelle 6V zu bekommen, und zwar mit relativ geringem
> Eigenstromverbrauch.
>

> Nun ist mir zuf�llig ein traco power tsr 1-2465 �ber den Weg


> gelaufen ;-)

> Laut Datenblatt soll es "drop-in replacement for ineffcient 78xx
> linear regulators" sein. Heisst das jetzt dss ich eine 1:1 Schaltung

> mit einem 78xx mit diesem Typ best�cken kann? Irgendwie irritiert mich


> dabei folgendes: "and no requirement of external capacitors".

Warum schaust du dir nicht ganz einfach das Datenblatt "richtig" an?
Da steht doch alles drin

Oder frag doch mal da, wo du garantiert eine kompetente Antwort
bekommst

TRACO ELECTRONIC GmbH
Oskar-Messter-Stra�e 20a
85737 Ismaning/M�nchen
Tel.: 089/96 11 820
Fax: 089/96 11 82 20
E-Mail: info at traco-electronic.de


> Passiert was wenn die Kondensatoren trotzdem verbaut sind?

nein



> Wenn ich das Datenblatt richtig interpretiere, kann ich am Eingang
> +12V und GND anschliessen und krige am Ausgang ohne weitere Teile
> +6.5V?

ja

> Ist eine Diode zum Schutz wie bei den 78xx trotzdem noch
> ratsam?

nicht n�tig

> Das Ger�t am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
> sein, oder?

woher sollen wir das wissen wie genau DEIN Ger�t, das du uns ja nicht
mal benennst, es braucht?

Normale Konsumerelektronik sollte es abk�nnen. Notfalls h�ngst du halt
noch eine Diode in Reihe.

gubby

unread,
May 28, 2009, 6:56:04 AM5/28/09
to
> Passiert was wenn die Kondensatoren trotzdem verbaut sind?

nein, die dienen bei 78xx nur zur unterdrückung vor Eigenschwingung

> > Das Gerät am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
> > sein, oder?

die spannung des dc-dc wandlers dürfte bei Belastung auf die
gewünschten 6V zusammenbrechen

MaWin

unread,
May 28, 2009, 7:27:31 AM5/28/09
to
"gubby" <gubb...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:785fad8d-9cf7-4766...@f19g2000yqh.googlegroups.com...

> nein, die dienen bei 78xx nur zur unterdr�ckung vor Eigenschwingung

Jein, auch um Schwankungen der Eingangsspannung zu verhindern, die
schneller waeren, als der Regler sie ausregeln koennte, und um
impulsformige Belastungsschwankungen zu plaetten, die es erforderlich
machen wuerden, dass der Regler schneller regeln muesste, als er regeln
kann.

> > > Das Ger�t am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
> > > sein, oder?

> die spannung des dc-dc wandlers d�rfte bei Belastung auf die
> gew�nschten 6V zusammenbrechen

Nein, diese Form der dc-dc-Wandler sind geregelt, deren Spannung bricht
erst bei Ueberlastung (einsazu der Strombegrenzung) ein.

Die galvanisch isolierten dc-dc Wandler sind allerdings haeufig ungeregelt,
deren Spannung aendert sich nicht nur mit Belastung (aehnlich wie ein
Netzteil nur mit Trafo), sondern haengt auch von der Eingangsspannung ab.

Ursicin Caminada

unread,
May 29, 2009, 11:50:04 AM5/29/09
to
On 28 Mai, 00:23, "MaWin" <m...@private.net> wrote:

> Du kannst den tsr 1-2465 wie einen L7805 verbauen, und bekommst
> am Ausgang 6.5V, die ein 6V Geraet vertragen muesste, weil es
> zumeist mit +/-10% spezifiziert wird.
> Die Kondensatoren, die am Eingang und Ausgang eines 7805 nach Masse
> angeschlossen sind, koennen drin bleiben. Es duerfte sogar besser
> sein, wenn man sie nicht weglaesst.
> Der tsr 1-2465 hat sicher auch Nachteile gegenueber dem 7805, weil
> es ein Schaltregler ist erzeugt er Stoergeraeusche, Ripple genannt,
> aber die meisten Schaltungen stoeren sich an denen nicht.
> Wenn du also keinen empflichen Messvertaerker damit versorgen willst,
> wird ein kein Problem geben.

Danke für die Ausführungen. Ist eine Wetteratation, die damit
gespiesen werden soll.

> Die Schaltung wird aber weniger Strom brauchen, wenn die 6.5V Sache
> z.B. 1A braucht, reichen am 12V Eingang 0.6A aus. Das sollte aber kein
> Problem sein :-)

Ne, ist so gesehen eher überdimensioniert. Das Original-Netzteil der
Wetterstation liefert max. 100mA, also ist der Regler eigentlich
überdimensioniert. Normalerweise werden da nur Ströme im Einstelligen
mA-Bereich fliessen, das allerdings 7 Tage, 24h. Vor allem der
Eigenverbrauch des tsr 1-2465 ist verglichen mit dem eines 78xx doch
in dem Fall einiges besser.

> Den groessten Nachteil der Schaltregler dieser Art (78ST165 waere
> der Gattungsname) hat du umgangen, es ist naemlich ihr Preis.

Richtig. Andererseits, ein ständig leergesogener Bleiakku dankt auch
nicht mit längerer Lebensdauer. Von daher würde sich der Preis wieder
relativieren.

> > Ist eine Diode zum Schutz wie bei den 78xx trotzdem noch ratsam?
>
> Die Diode ist genau so ueberfluessig wie beim 7805. Der braucht die
> naemlich nur, wenn am Eingang ein Kurzschluss auftreten kann, und
> am Ausgang noch geladene Kondensatoren angeschlossen waeren (und
> es mehr als 7V sind, was bei 5 oder 6.5 eh nicht der Fall ist).

Wieder was gelernt, danke.

Gruss
Ursicin

Ursicin Caminada

unread,
May 29, 2009, 12:09:45 PM5/29/09
to
On 28 Mai, 09:02, Jens Fittig <nomores...@abwesend.de> wrote:

> Warum schaust du dir nicht ganz einfach das Datenblatt "richtig" an?
> Da steht doch alles drin

Nunja, es steht drinn dass das Teil Pinkompatibel ist, es steht auch
drin dass es keine Kondensatoren braucht. Es hat hingegen keinerlei
infos ob es jetzt eine Schutzdiode braucht. Auch steht nichts
konkretes ob man die Kondenser in einer vorhandenen Schaltung
drinlassen kann. Das kann man vielleicht dort reininterpretieren, aber
ich hab nirgends eine konkrete Antwort auf meine Konkreten zwei Fragen
gelesen...aber vielleicht hast du ein anderes Datenblatt...

> Oder frag doch mal da, wo du garantiert eine kompetente Antwort
> bekommst

[Herstelleradresse]

Sind denn NG's nicht mehr dazu da um Fragen zu stellen?
Es muss ja niemand darauf Antworten. Wenn er sich von der Frage
belästigt fühlt gibt es Filter und die DEL-Taste.

Oftmals ist das mit dem Hersteller und kompetente Antwort ein
Glücksspiel. Wenn man eine Direktnummer hat, ja da geb ich dir recht,
aber ansonsten...? Mal davon abgesehen: Mein Post: Geschrieben am
27.05 um 23.58. Kompetente Antwort am 26.02 um 00.23! Das ist doch
wohl auch vom Hersteller nicht zu toppen, oder?

Gruss
Ursicin

Ursicin Caminada

unread,
May 29, 2009, 12:18:30 PM5/29/09
to
On 28 Mai, 12:56, gubby <gubbyc...@googlemail.com> wrote:

> > > Das Gerät am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
> > > sein, oder?
>
> die spannung des dc-dc wandlers dürfte bei Belastung auf die
> gewünschten 6V zusammenbrechen

Es ist ja ein Spannungsregler. Somit gehe ich davon aus dass die
Spannung über den ganzen Strombereich von 0-1A in den Spezifizierten
+-2% geregelt wird. Bei meinem Verbrauch von wenigen mA bis 100mA wird
es eher im +2% sein. Also zur sicherheit wie weiter oben empfohlen,
eine Diode vorschalten und ich bin bei knapp 6V.

Gruss
Ursicin

Jens Fittig

unread,
May 29, 2009, 12:27:47 PM5/29/09
to

Ursicin Caminada schrieb:

> Danke f�r die Ausf�hrungen. Ist eine Wetteratation, die damit
> gespiesen werden soll.

Wetteratation <g> nett!

Und wenn die mit einem getakteten Wandler gespiesen wird, kann es
sein, da� die Funkuhr da drin, sofern vorhanden, nie wieder was
empf�ngt!

Das St�rfeld, das so ein Trako erzeugt, ist oft gigantisch! Gerade im
dem Bereich der auch f�r das DCF-Signal benutzt wird.

Jens Fittig

unread,
May 29, 2009, 12:30:34 PM5/29/09
to

gubby <gubb...@googlemail.com> schrieb:
^^^^ ^^^^^^^^^^^^^^^^

Wer soll solche Leute ernst nehmen.

> > Passiert was wenn die Kondensatoren trotzdem verbaut sind?
>

> nein, die dienen bei 78xx nur zur unterdr�ckung vor Eigenschwingung
>
> > > Das Ger�t am Ausgang will 6V. Ich denke 6.5V sollten da kein Problem
> > > sein, oder?
>

> die spannung des dc-dc wandlers d�rfte bei Belastung auf die
> gew�nschten 6V zusammenbrechen

Warum sollten sie? Die Belastung soll, wie gerade gelesen, ja nur ein
Bruchteil ner max. Last sein. Sie ist also eher sogar dr�ber statt
drunter.


Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 12:44:43 PM5/29/09
to
Ursicin Caminada wrote:
> On 28 Mai, 00:23, "MaWin" <m...@private.net> wrote:
>
>> Du kannst den tsr 1-2465 wie einen L7805 verbauen, und bekommst
>> am Ausgang 6.5V, die ein 6V Geraet vertragen muesste, weil es
>> zumeist mit +/-10% spezifiziert wird.
>> Die Kondensatoren, die am Eingang und Ausgang eines 7805 nach Masse
>> angeschlossen sind, koennen drin bleiben. Es duerfte sogar besser
>> sein, wenn man sie nicht weglaesst.
>> Der tsr 1-2465 hat sicher auch Nachteile gegenueber dem 7805, weil
>> es ein Schaltregler ist erzeugt er Stoergeraeusche, Ripple genannt,
>> aber die meisten Schaltungen stoeren sich an denen nicht.
>> Wenn du also keinen empflichen Messvertaerker damit versorgen willst,
>> wird ein kein Problem geben.
>
> Danke f�r die Ausf�hrungen. Ist eine Wetteratation, die damit
> gespiesen werden soll.

Zuerst musste ich hier an eine Wetterstation der Art

http://en.wikipedia.org/wiki/Weather_Station_Kurt

denken...

Weiss jemand, wie diese Dinger in der Zeit vor dem Computer genau
funktionierten? Diverse Wetterdaten in Morsezeichen zu wandeln und als
Datenpaket zu senden stell ich mir mit der damaligen Technik als nicht
trivial vor.

Gerrit

Joerg

unread,
May 29, 2009, 1:18:23 PM5/29/09
to

Ich weiss nicht wie WFL-26 arbeitete, aber frueher hat man viel mit
analoger Tonmodulation gemacht. Sozusagen das Roehrenaequivalent zum LM331.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Christian Zietz

unread,
May 29, 2009, 1:28:23 PM5/29/09
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Weiss jemand, wie diese Dinger in der Zeit vor dem Computer genau
> funktionierten? Diverse Wetterdaten in Morsezeichen zu wandeln und als
> Datenpaket zu senden stell ich mir mit der damaligen Technik als nicht
> trivial vor.

Im Internet findet sich immerhin folgende Beschreibung: �Once installed
as designed, the station would broadcast a coded weathergram at
three-hour intervals. To accomplish this, a sophisticated contact drum
or Graw's diaphragm (named after a certain Dr. Graw, then of Berlin)
would transcribe the observed values for temperature, humidity, air
pressure, wind speed and wind direction into Morse symbols. These were
then keyed on 3940 kHz to receiving stations in northern Europe.
Transmission time for the whole weathergram, including one minute for
warming up, did not exceed 120 seconds.�

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 1:31:01 PM5/29/09
to

Das Ding hat gemorst und zwar alle 3 Stunden fuer 2 Minuten plus
Aufw�rmen, daher meine Frage wie das implementiert war. Basierte
zwangsl�ufig auf Mechanik und R�hren, nur wie genau?

Gerrit

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 1:33:49 PM5/29/09
to
Christian Zietz wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>
>> Weiss jemand, wie diese Dinger in der Zeit vor dem Computer genau
>> funktionierten? Diverse Wetterdaten in Morsezeichen zu wandeln und als
>> Datenpaket zu senden stell ich mir mit der damaligen Technik als nicht
>> trivial vor.
>
> Im Internet findet sich immerhin folgende Beschreibung: �Once installed
> as designed, the station would broadcast a coded weathergram at
> three-hour intervals. To accomplish this, a sophisticated contact drum
> or Graw's diaphragm (named after a certain Dr. Graw, then of Berlin)
> would transcribe the observed values for temperature, humidity, air
> pressure, wind speed and wind direction into Morse symbols. These were
> then keyed on 3940 kHz to receiving stations in northern Europe.
> Transmission time for the whole weathergram, including one minute for
> warming up, did not exceed 120 seconds.�

Sowas in der Art habe ich auch gefunden, aber nichts was das genauer
erklaert. Man hat analoge Werte und muss die irgendwie nach Morse
wandeln. Hoert sich nach mechanischem ADC an...

Gerrit

Joerg

unread,
May 29, 2009, 1:33:24 PM5/29/09
to
Christian Zietz wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>
>> Weiss jemand, wie diese Dinger in der Zeit vor dem Computer genau
>> funktionierten? Diverse Wetterdaten in Morsezeichen zu wandeln und als
>> Datenpaket zu senden stell ich mir mit der damaligen Technik als nicht
>> trivial vor.
>
> Im Internet findet sich immerhin folgende Beschreibung: �Once installed
> as designed, the station would broadcast a coded weathergram at
> three-hour intervals. To accomplish this, a sophisticated contact drum
> or Graw's diaphragm (named after a certain Dr. Graw, then of Berlin)
> would transcribe the observed values for temperature, humidity, air
> pressure, wind speed and wind direction into Morse symbols. These were
> then keyed on 3940 kHz to receiving stations in northern Europe.
> Transmission time for the whole weathergram, including one minute for
> warming up, did not exceed 120 seconds.�
>

Dann ist es weniger wunderlich dass es ausfiel. In arktischen Gefilden
geht ein Motor rasch soweit fest, dass das Anlaufmoment nicht mehr gegen
zaehe Lagerfette, Vereisungen und so weiter ankommt. Es sei denn man
heizt ueber die Roehren vor.

Joerg

unread,
May 29, 2009, 1:37:13 PM5/29/09
to

Christian schrieb dass es eine Kontakttrommel war. Alles irgendwie
ziemlich anfaellig fuer so harten Einsatz. Tonmodulation haette
irgendwie mehr Sinn gemacht und war schon damals nicht schwierig zu
dekodieren.

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 1:39:19 PM5/29/09
to
Joerg wrote:
> Christian Zietz wrote:
>> Gerrit Heitsch schrieb:
>>
>>> Weiss jemand, wie diese Dinger in der Zeit vor dem Computer genau
>>> funktionierten? Diverse Wetterdaten in Morsezeichen zu wandeln und
>>> als Datenpaket zu senden stell ich mir mit der damaligen Technik als
>>> nicht trivial vor.
>>
>> Im Internet findet sich immerhin folgende Beschreibung: �Once installed
>> as designed, the station would broadcast a coded weathergram at
>> three-hour intervals. To accomplish this, a sophisticated contact drum
>> or Graw's diaphragm (named after a certain Dr. Graw, then of Berlin)
>> would transcribe the observed values for temperature, humidity, air
>> pressure, wind speed and wind direction into Morse symbols. These were
>> then keyed on 3940 kHz to receiving stations in northern Europe.
>> Transmission time for the whole weathergram, including one minute for
>> warming up, did not exceed 120 seconds.�
>>
>
> Dann ist es weniger wunderlich dass es ausfiel. In arktischen Gefilden
> geht ein Motor rasch soweit fest, dass das Anlaufmoment nicht mehr gegen
> zaehe Lagerfette, Vereisungen und so weiter ankommt. Es sei denn man
> heizt ueber die Roehren vor.

Die in der Arktis aufgebauten Stationen haben aber funktioniert. WFL-26
war anscheinend nur eine von mehreren dieser Stationen.

Gerrit

Joerg

unread,
May 29, 2009, 1:56:32 PM5/29/09
to

Man hatte frueher Kodiertrommeln, so aehnlich wie die Walzen in
Spieluhren. Eine Kontaktfeder wurde mit Stellmotor oder gefedertem (und
diskret in Positionen rastendem) Hubmagnet an eine bestimmte Stelle der
Walze gefahren und die Erhebungen auf dieser Stelle der Walze erzeugten
den Code, in diesem Fall vermutlich Morse. Ich weiss aber nicht ob das
so benutzt wurde.

Christian Zietz

unread,
May 29, 2009, 2:37:51 PM5/29/09
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Sowas in der Art habe ich auch gefunden, aber nichts was das genauer
> erklaert.

Alles muss man hier selber recherchieren. ;-)

In [1] werden zwar die Wetterfunkgeräte See (also Bojen) beschrieben,
das Prinzip wird beim Wetterfunkgerät Land aber vermutlich gleich
gewesen sein:

»Once moored on the ocean bed the buoys
were designed to transmit readings of
pressure and temperature, coded as Morse
signals, four or five times a day. The pressure
and temperature sensors comprised an
aneroid barometer and bimetallic helix,
respectively. Controlled by a system of
levers, a contact arm moved over a rotating
drum on which groups of letters, corresponding
to pressure and temperature readings,
were selected; coded as Morse signals, the
resulting impulses keyed the buoy transmitter
over a relay. The Morse coding device
termed, Grawscher Sektor, was invented by
Dr Josef Graw, Berlin. This coding apparatus
was similar to the device Graw had
developed for the Kölzer-Graw radiosonde
and patented in 1938–1939 (Plötze et al.
1953).«

Christian
[1] J.A. Kington, F. Selinger »The development and use of weather buoys
1940–2005«. In: »Weather« 61 (2006), Nr. 6, S. 164--166 .

Christian Zietz

unread,
May 29, 2009, 2:46:54 PM5/29/09
to
Ich schrieb:

> (Plötze et al. 1953)

PS: Das bezieht sich dann auf E. Plötze, K. Rawer und E. Stoebe:
»Langfristige, automatische Wetterfunkgeräte für große
Übertragungsentfernungen«. In: »Zeitschrift für angewandte Physik« 5
(1953), S. 351--359.

Den Artikel bei Interesse rauszusuchen überlasse ich jedoch Gerrit.

Christian

Christian Zietz

unread,
May 29, 2009, 2:55:51 PM5/29/09
to
Ich schrieb:

> Alles muss man hier selber recherchieren. ;-)

Und dann gäbe es noch:
F. Selinger: »Deutsche automatische Wetterstationen in der Arktis
1942--1945«. In: »Polarforschung« 55 (1985), S. 55--67.
doi:10013/epic.29562.d001. <http://dx.doi.org/10013/epic.29562.d001>.

Christian

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 3:10:12 PM5/29/09
to
Joerg wrote:
>>
>
> Christian schrieb dass es eine Kontakttrommel war. Alles irgendwie
> ziemlich anfaellig fuer so harten Einsatz. Tonmodulation haette
> irgendwie mehr Sinn gemacht und war schon damals nicht schwierig zu
> dekodieren.

Ueber Kurzwelle? Wenn ich mich an meine Empfangsversuche mit Kurzwelle
so erinnere moechte ich sehen wie du das wieder brauchbar demodulierst.

Gerrit

Joerg

unread,
May 29, 2009, 3:51:27 PM5/29/09
to

Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.

Ok, haben wir mit Transistoren gebaut und spaeter mit uA741, aber das
waere mit Roehren gegangen. Sehr schoen lief das auch optisch, mit einer
Kathodenstrahlroehre. Darauf wurden beide Frequenzen als Kreuz
angezeugt, damit konnten man eine Frequenz bis auf wenige Hertz ins
Filter ziehen und kontrollieren. "Hey, Deine Shift liegt 4Hz daneben ..."

Ich haette damals Photos machen sollen, das glaubt heute kaum noch
jemand. Aber ich hatte nur eine 6*6cm Ratsch-Klack Kamera und Film war
selbst ueber das Photolabor der Schule teuer.

Falk Willberg

unread,
May 29, 2009, 4:07:37 PM5/29/09
to
Joerg schrieb:

> Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
> Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
> Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
> die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.
>
> Ok, haben wir mit Transistoren gebaut und spaeter mit uA741, aber das
> waere mit Roehren gegangen. Sehr schoen lief das auch optisch, mit einer
> Kathodenstrahlroehre. Darauf wurden beide Frequenzen als Kreuz
> angezeugt, damit konnten man eine Frequenz bis auf wenige Hertz ins
> Filter ziehen und kontrollieren. "Hey, Deine Shift liegt 4Hz daneben ..."
>
> Ich haette damals Photos machen sollen, das glaubt heute kaum noch
> jemand.

Leider nur eine Animation: http://www.rtty.com/new-xy.gif

Falk

Joerg

unread,
May 29, 2009, 4:36:09 PM5/29/09
to

Ja, so sah das aus. Ausser dass wir immer versucht haben, Roehren mit
laenger nachleuchtendem Phosphor zu kriegen. Das geht bei schwachen
Signalen besser wenn man den Raum ein wenig abdunkelt. Doch man nahm was
bezahlbar war.

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2009, 5:17:33 PM5/29/09
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>>>
>>>
>>> Christian schrieb dass es eine Kontakttrommel war. Alles irgendwie
>>> ziemlich anfaellig fuer so harten Einsatz. Tonmodulation haette
>>> irgendwie mehr Sinn gemacht und war schon damals nicht schwierig zu
>>> dekodieren.
>>
>> Ueber Kurzwelle? Wenn ich mich an meine Empfangsversuche mit Kurzwelle
>> so erinnere moechte ich sehen wie du das wieder brauchbar demodulierst.
>>
>
> Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
> Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
> Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
> die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.

Bei Kurzwelle wo, zumindest bei Audio-Sendungen, die ganzen Frequenzen
deutlich hoerbar verschoben werden koennen? Nicht vergessen, diese
Wetterstation hatte nur einen 150W-Sender und musste ueber den ganzen
Atlantik reichen.

Sie werden einen Grund gehabt haben warum gemorst wurde... Einfacher
Aufbau vielleicht?


Gerrit

Joerg

unread,
May 29, 2009, 5:27:26 PM5/29/09
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>> Gerrit Heitsch wrote:
>>> Joerg wrote:
>>>>>
>>>>
>>>> Christian schrieb dass es eine Kontakttrommel war. Alles irgendwie
>>>> ziemlich anfaellig fuer so harten Einsatz. Tonmodulation haette
>>>> irgendwie mehr Sinn gemacht und war schon damals nicht schwierig zu
>>>> dekodieren.
>>>
>>> Ueber Kurzwelle? Wenn ich mich an meine Empfangsversuche mit
>>> Kurzwelle so erinnere moechte ich sehen wie du das wieder brauchbar
>>> demodulierst.
>>>
>>
>> Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
>> Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
>> Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
>> die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.
>
> Bei Kurzwelle wo, zumindest bei Audio-Sendungen, die ganzen Frequenzen
> deutlich hoerbar verschoben werden koennen? Nicht vergessen, diese
> Wetterstation hatte nur einen 150W-Sender und musste ueber den ganzen
> Atlantik reichen.
>

KW hatte ich frueher u.a. mit einem selbstgebauten einfachen Audion
empfangen. Amateurfunk ueber den Teich mitzuhoeren war kein Problem. Die
Rueckkopplung ganz knapp ueber die Schwingneigung rausgezogen und schon
fluppte selbst SSB. Nur mit BFO (oder beim Audion eben Rueckkopplung)
lassen sich Nutzbandfrequenzen verschieben. Gegen Drift hilft dann die
Aussendung eines Frequenzpaares.


> Sie werden einen Grund gehabt haben warum gemorst wurde... Einfacher
> Aufbau vielleicht?
>

Das hatte schon Vorteile, z.B. der Empfang mit einfachen Geraeten wie
etwa Tornisterempfaengern.

Rainer Buchty

unread,
May 29, 2009, 7:20:03 PM5/29/09
to
In article <5HXTl.11969$im1....@nlpi061.nbdc.sbc.com>,

Joerg <notthis...@removethispacbell.net> writes:
|>
|> Ja, so sah das aus. Ausser dass wir immer versucht haben, Roehren mit
|> laenger nachleuchtendem Phosphor zu kriegen. Das geht bei schwachen
|> Signalen besser wenn man den Raum ein wenig abdunkelt. Doch man nahm was
|> bezahlbar war.

Also wenn hier gerade die Nostalgie ausbricht -- aus alten RTTY-Tagen
habe ich noch einen umgebauten Herzmonitor im Keller, der bereits meinem
Vater lange Jahre beste Dienste leistete.

Falls den jemand will...

Rainer

(Ich bin ja nach wie vor der Ansicht, da� es der Sache den Spa� nimmt,
wenn man das ganze Band abscannt, per Wasserfalldisplay sofort sieht,
wo gerade QSOs gefahren werden und die auch noch alle mitlesen kann --
und alles per Software.

Fing ja schon an, da� ein DJ6HP-Filterkonverter das Gras nie so wachsen
h�rte wie ein PTC2.)

Joerg

unread,
May 29, 2009, 7:27:37 PM5/29/09
to
Rainer Buchty wrote:
> In article <5HXTl.11969$im1....@nlpi061.nbdc.sbc.com>,
> Joerg <notthis...@removethispacbell.net> writes:
> |>
> |> Ja, so sah das aus. Ausser dass wir immer versucht haben, Roehren mit
> |> laenger nachleuchtendem Phosphor zu kriegen. Das geht bei schwachen
> |> Signalen besser wenn man den Raum ein wenig abdunkelt. Doch man nahm was
> |> bezahlbar war.
>
> Also wenn hier gerade die Nostalgie ausbricht -- aus alten RTTY-Tagen
> habe ich noch einen umgebauten Herzmonitor im Keller, der bereits meinem
> Vater lange Jahre beste Dienste leistete.
>
> Falls den jemand will...
>

Und ich dachte schon Du wolltest jetzt eine Lo15 loswerden :-)


> Rainer
>
> (Ich bin ja nach wie vor der Ansicht, da� es der Sache den Spa� nimmt,
> wenn man das ganze Band abscannt, per Wasserfalldisplay sofort sieht,
> wo gerade QSOs gefahren werden und die auch noch alle mitlesen kann --
> und alles per Software.
>
> Fing ja schon an, da� ein DJ6HP-Filterkonverter das Gras nie so wachsen
> h�rte wie ein PTC2.)


Der DJ6HP Konverter war schon was feines. Obwohl ich spaeter noch einen
mit diesen 88mH Telefonspulen gebaut habe, Dynamikbereich bis hinter den
Klondike. Da bot in Dortmund jemand eine ganze Kiste von an und die
wurde in Millisekunden meine.

Mist, jetzt ist mir zum ersten Mal LTSpice bei 9.5% kreischend
stehengeblieben. Sowas passierte frueher mit den Loetkolben nie.

Rainer Buchty

unread,
May 30, 2009, 7:46:39 AM5/30/09
to
In article <V4_Tl.20351$8_3....@flpi147.ffdc.sbc.com>,

Joerg <notthis...@removethispacbell.net> writes:
|>
|> Und ich dachte schon Du wolltest jetzt eine Lo15 loswerden :-)

Ne, die Lo15, die Siemens T100(?) und die ASR33 hat mein Vater vor einigen
Jahren entsorgt.

Was ich nat�rlich nicht so prickelnd fand, denn nun kann ich meine ersten,
noch per Lochstreifen gespeicherten Programme (AIM65, ZX81) nicht mehr
selbst lesen :)

Aber immerhin kann man das ja optisch leicht ablesen, wenn man wollte.

Klappt bei Festplatten nimmer ganz so gut.

|> Mist, jetzt ist mir zum ersten Mal LTSpice bei 9.5% kreischend
|> stehengeblieben. Sowas passierte frueher mit den Loetkolben nie.

Nein, da kreischte das eher, wenn man auf dem Dach die Temperatur
des Blechnerl�tkolbens (zwecks Verl�tung des Mast-Vorverst�rkers) mit
der Oberlippe pr�fte :P

Rainer

Ursicin Caminada

unread,
Jun 1, 2009, 4:42:53 PM6/1/09
to
On 29 Mai, 18:27, Jens Fittig <nomores...@abwesend.de> wrote:

> > Danke für die Ausführungen. Ist eine Wetteratation, die damit


> > gespiesen werden soll.
>
> Wetteratation <g> nett!
>
> Und wenn die mit einem getakteten Wandler gespiesen wird, kann es

> sein, daß die Funkuhr da drin, sofern vorhanden, nie wieder was
> empfängt!

Könnte gut sein...

> Das Störfeld, das so ein Trako erzeugt, ist oft gigantisch! Gerade im
> dem Bereich der auch für das DCF-Signal benutzt wird.

Und gibt es eine Möglichkeit das zu unterbinden? Metallgehäuse? Filter
am Ausgang?

Hab das Teil mal angeschlossen und auf den Ersten Blick scheint Deine
Vermutung zu bewarheiten. Leider hatte ich nicht allzuviel Zeit und so
weiss ich nicht ob der Fehlende DCF-Empfang auf die Trennung vom Strom
zurückzuführen ist oder eben auf Störungen vom Wandler. Werde ich
nächstes Wochenende sehen.

Aber im allerschlimmsten Fall kann ich auf DCF auch verzichten, sofern
der Regler nur das lahmlegt.

Gruss
Ursicin

Joerg

unread,
Jun 1, 2009, 4:51:32 PM6/1/09
to
Ursicin Caminada wrote:
> On 29 Mai, 18:27, Jens Fittig <nomores...@abwesend.de> wrote:
>
>>> Danke f�r die Ausf�hrungen. Ist eine Wetteratation, die damit

>>> gespiesen werden soll.
>> Wetteratation <g> nett!
>>
>> Und wenn die mit einem getakteten Wandler gespiesen wird, kann es
>> sein, da� die Funkuhr da drin, sofern vorhanden, nie wieder was
>> empf�ngt!
>
> K�nnte gut sein...
>
>> Das St�rfeld, das so ein Trako erzeugt, ist oft gigantisch! Gerade im
>> dem Bereich der auch f�r das DCF-Signal benutzt wird.
>
> Und gibt es eine M�glichkeit das zu unterbinden? Metallgeh�use? Filter
> am Ausgang?
>

Wenn die Stoerungen genau auf 77.5kHz rauskommen, wird das kaum reichen.
Am besten einen Wandler nehmen, der bei einigen hundert kHz arbeitet.
Der hat zwar auch unten noch Stoerspektrum, aber weit weniger.

Setze ihn soweit wie moeglich von der Ferritantenne weg und irgendwo
hin, wo sich die niedrigste Kopplung in selbige ergibt.


> Hab das Teil mal angeschlossen und auf den Ersten Blick scheint Deine
> Vermutung zu bewarheiten. Leider hatte ich nicht allzuviel Zeit und so
> weiss ich nicht ob der Fehlende DCF-Empfang auf die Trennung vom Strom

> zur�ckzuf�hren ist oder eben auf St�rungen vom Wandler. Werde ich
> n�chstes Wochenende sehen.


>
> Aber im allerschlimmsten Fall kann ich auf DCF auch verzichten, sofern
> der Regler nur das lahmlegt.
>

Als Schweizer braucht man doch kein DCF77, wo Ihr so praezise Uhrwerke
baut. Dann lieber ein eidgenoessisches Uhrwerk, wo Tissot oder sowas
draufsteht ;-)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 2, 2009, 2:39:19 AM6/2/09
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

>Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
>Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
>Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
>die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.

Und was gibt das, wenn man zwei wechselnde T�ne auf einen SSB-Sender
moduliert? Na?

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Eine astreine FSK. Tonmodulation is' da gar nix, der Ton ist nur ein
Hilfsmittel.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Joerg

unread,
Jun 2, 2009, 10:51:16 AM6/2/09
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:
>
>> Das haben wir in den 70ern doch auch getan, bei
>> Fernschreib-Uebertragungen. In meinem Fall mit der guten alten
>> Lorenz-15, betuchtere unter uns tackerten mit Siemens. Das lief bis an
>> die Grasnarbe ran, wo man das Signal so gerade noch hoeren konnte.
>
> Und was gibt das, wenn man zwei wechselnde T�ne auf einen SSB-Sender
> moduliert? Na?
>
>
>
> .
> .
> .
> .
> .
> .
> .
> .
> .
> .
> .
>
>
>
> Eine astreine FSK. Tonmodulation is' da gar nix, der Ton ist nur ein
> Hilfsmittel.
>

Klar, aber: Mit einer zeitlich tragen Darstellung wie etwa ueber den
Phosphor einer Osziroehre laesst sich die Differenz recht praezise
bestimmen. Und darum ging's ja. Ist egal wie man nach Rom kommt,
Hauptsache man kommt hin :-)

Wenn man es unbedingt gleichzeitig haben will, das hat DTMF vorgemacht.

Ursicin Caminada

unread,
Jun 2, 2009, 1:43:34 PM6/2/09
to
On 1 Jun., 22:51, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:

> >> Wetteratation <g> nett!
(...)


> >> Das Störfeld, das so ein Trako erzeugt, ist oft gigantisch! Gerade im
> >> dem Bereich der auch für das DCF-Signal benutzt wird.
>

> > Und gibt es eine Möglichkeit das zu unterbinden? Metallgehäuse? Filter


> > am Ausgang?
>
> Wenn die Stoerungen genau auf 77.5kHz rauskommen, wird das kaum reichen.
> Am besten einen Wandler nehmen, der bei einigen hundert kHz arbeitet.

Welchen würdest Du vorschlagen?
Voraussetzungen: 6V, 100mA, minimaler Eigenstromverbrauch, wenig
externe Bauteile, in CH für Privatperson erhältlich, zahlbar.

Mir wurde mal ein TPS62110 empfohlen. Leider in CH nicht erhältlich
und von DE nach CH, mal von unverhältnissmässig hohe Portokosten
abgesehen, wird nur an Geschäftskunden geschickt.

> Setze ihn soweit wie moeglich von der Ferritantenne weg und irgendwo
> hin, wo sich die niedrigste Kopplung in selbige ergibt.

Werde nächstes Wochenende mal etwas herumprobieren.

> > Aber im allerschlimmsten Fall kann ich auf DCF auch verzichten, sofern
> > der Regler nur das lahmlegt.
>
> Als Schweizer braucht man doch kein DCF77, wo Ihr so praezise Uhrwerke
> baut. Dann lieber ein eidgenoessisches Uhrwerk, wo Tissot oder sowas
> draufsteht ;-)

Willst Du mein Sponsor werden? ;-)

Danke und Gruss
Ursicin

Joerg

unread,
Jun 2, 2009, 3:33:24 PM6/2/09
to
Ursicin Caminada wrote:
> On 1 Jun., 22:51, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:
>
>>>> Wetteratation <g> nett!
> (...)
>>>> Das St锟絩feld, das so ein Trako erzeugt, ist oft gigantisch! Gerade im
>>>> dem Bereich der auch f锟絩 das DCF-Signal benutzt wird.
>>> Und gibt es eine M锟絞lichkeit das zu unterbinden? Metallgeh锟絬se? Filter

>>> am Ausgang?
>> Wenn die Stoerungen genau auf 77.5kHz rauskommen, wird das kaum reichen.
>> Am besten einen Wandler nehmen, der bei einigen hundert kHz arbeitet.
>
> Welchen w锟絩dest Du vorschlagen?


Ich stricke meine meist selbst, mit Logik Chips und haufenweise
diskreten Teilen. Waere hier nicht so der Hit.


> Voraussetzungen: 6V, 100mA, minimaler Eigenstromverbrauch, wenig

> externe Bauteile, in CH f锟絩 Privatperson erh锟絣tlich, zahlbar.
>
> Mir wurde mal ein TPS62110 empfohlen. Leider in CH nicht erh锟絣tlich
> und von DE nach CH, mal von unverh锟絣tnissm锟絪sig hohe Portokosten
> abgesehen, wird nur an Gesch锟絝tskunden geschickt.
>

Wenn Du sonst nicht rankommst, entweder bei TI direkt bestellen oder
notfalls als Muster besorgen.

Sogar der alte MC34063 geht bei 100kHz, braucht aber rund 2mA fuer sich
selbst. Wenn das zuviel ist, sind Wandler Chips von TI und so besser.


>> Setze ihn soweit wie moeglich von der Ferritantenne weg und irgendwo
>> hin, wo sich die niedrigste Kopplung in selbige ergibt.
>

> Werde n锟絚hstes Wochenende mal etwas herumprobieren.


>
>>> Aber im allerschlimmsten Fall kann ich auf DCF auch verzichten, sofern
>>> der Regler nur das lahmlegt.
>> Als Schweizer braucht man doch kein DCF77, wo Ihr so praezise Uhrwerke
>> baut. Dann lieber ein eidgenoessisches Uhrwerk, wo Tissot oder sowas
>> draufsteht ;-)
>
> Willst Du mein Sponsor werden? ;-)
>

:-)

Ursicin Caminada

unread,
Jun 2, 2009, 4:41:43 PM6/2/09
to
On 2 Jun., 21:33, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:

> >> Wenn die Stoerungen genau auf 77.5kHz rauskommen, wird das kaum reichen.
> >> Am besten einen Wandler nehmen, der bei einigen hundert kHz arbeitet.
>

> > Welchen würdest Du vorschlagen?


>
> Ich stricke meine meist selbst, mit Logik Chips und haufenweise
> diskreten Teilen. Waere hier nicht so der Hit.

Nee, das lass ich mal.

> > Voraussetzungen: 6V, 100mA, minimaler Eigenstromverbrauch, wenig

> > externe Bauteile, in CH für Privatperson erhältlich, zahlbar.
>
> > Mir wurde mal ein TPS62110 empfohlen. Leider in CH nicht erhältlich
> > und von DE nach CH, mal von unverhältnissmässig hohe Portokosten
> > abgesehen, wird nur an Geschäftskunden geschickt.


>
> Wenn Du sonst nicht rankommst, entweder bei TI direkt bestellen oder
> notfalls als Muster besorgen.

Schon probiert, leider ohne Erfolg. Auf erneute nachfrage per Mail hat
TI es nichtmal für nötig gefunden eine Antwort zu geben.

> Sogar der alte MC34063 geht bei 100kHz, braucht aber rund 2mA fuer sich
> selbst. Wenn das zuviel ist, sind Wandler Chips von TI und so besser.

Der jetzt eingesetzte braucht laut Datenblatt auch in etwa soviel,
habs nicht nachgemessen. Ist aber schon an der oberen Grenze.

Aber wie gesagt:

> > Werde nächstes Wochenende mal etwas herumprobieren.

Vielleicht erübrigt sich das ganze ja dann.

Ansonsten:

> >>> Aber im allerschlimmsten Fall kann ich auf DCF auch verzichten, sofern
> >>> der Regler nur das lahmlegt.

Vielen Dank für Deine Hilfe und Gruss
Ursicin

Ursicin Caminada

unread,
Jul 6, 2009, 2:23:04 PM7/6/09
to
On 1 Jun., 22:51, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:

[Trako Schaltregler kann DCF lahmlegen]

Hab in den letzten Wochen mal etwas herumexperimentiert. Hatte mal ein
Metallgehäuse drumrum gebastelt, mit dem Ergebniss dass ich offenbar
eine Mega-Antenne gebastelt hatte. Die DCF-Uhr hat nämlich während 2
Wochen nie korrigiert.
Also Metallgehäuse entfernt. Und siehe da, Regler ist etwa 25cm von
der Wetterstation weg und DCF funktioniert.
Dann das ganze mal etwas auf die höhe getrieben und Regler unmittelbar
neben Station plaziert. DCF empfang war offenbar irgendwann da, wo ich
geschaut habe war dann wieder keiner. Kommt dann wohl auch sehr auf
Atmosphärische und andere Gegebenheiten drauf an.

Somit sehe ich das Problem nicht so akut. Vor allem wird der Regler
schlussendlich im (Metall-)Schaltschrank eingebaut und die Station
steht normalerweise obendrauf.

Einziges Problem ist dass wenn ich die Stromversorgung trenne,
schreibt die Station eine Regenmenge von 2000mm, ab und zu extreme
Luftdrücke. Weiss nicht ob das beim Entfernen der Batterien auch so
war, hab ich nicht mehr ausprobiert. Aber damit kann ich leben da
diese Peaks leicht zu finden und zu korrigieren sind.

Also nochmal vielen Dank für eure Hilfe und Gruss
Ursicin

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 2:44:04 PM7/6/09
to
Ursicin Caminada wrote:
> On 1 Jun., 22:51, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:
>
> [Trako Schaltregler kann DCF lahmlegen]
>
> Hab in den letzten Wochen mal etwas herumexperimentiert. Hatte mal ein
> Metallgeh�use drumrum gebastelt, mit dem Ergebniss dass ich offenbar
> eine Mega-Antenne gebastelt hatte. Die DCF-Uhr hat n�mlich w�hrend 2
> Wochen nie korrigiert.


"Drumrum basteln" geht bei so etwas nicht so einfach. Es kommt
entscheidend darauf an, wo und wie man innen alles erdet. Fuer so etwas
koenntest Du z.B. einen im Selbstbau sehr erfahrenen (=aelteren)
Funkamateur um Mithilfe bitten.

Aber Hauptsache die Chose laeuft jetzt erstmal.

[...]

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