Ich hab mir in den Kopf gesetzt, ein Akku-Ladegerät für
NiMH-Mignon-Zellen selbst zu bauen. Der Ladevorgang soll per
Mikrocontroller (ein ATmega32 ist dafür wohl ganz gut geeignet)
überwacht werden. Der Controller bekommt ein grafisches LCD-Display,
über das man den aktuellen Ladezustand, die Spannungen und Ströme usw.
aller 4 Akkuschächte ablesen kann.
So weit mal zu den Äußerlichkeiten, umsetzen möchte ich das
folgendermaßen:
- Jeder Akkuschacht soll eine vom Mikrocontroller regelbare
Konstantstromquelle bekommen
- Die Zellenspannung an jedem Schacht sowie der Ladestrom jedes
Schachts soll individuell vom Mikrocontroller überwacht werden;
Zellenspannung kann direkt gemessen werden, den Ladestrom möchte ich
über den Spannungsabfall an einem sehr niederohmigen Messwiderstand
erfassen. Der ATmega32 hat 8 ADC-Eingänge, die reichen also gerade für
4 Schächte.
- Der Controller soll für die Messungen immer wieder kurzzeitig den
Ladestrom unterbrechen und per dU/dT-Verfahren erkennen wann ein Akku
voll ist um daraufhin die jeweilige Konstantstromquelle auf einen
geringen Strom (Erhaltungsladung) zu schalten.
- Man soll mit ein paar Eingabetasten den Ladestrom für jeden Akku
vorbestimmen können
Die Software für den Mikrocontroller ist kein Problem, aber zur
Elektronik habe ich noch ein paar Unklarheiten. Wie realisiere ich am
besten die regelbaren Konstantstromquellen? Ich habe bereits einige
Schaltpläne zu dem Thema gesehen, aber die waren alle auf kleine
Ströme ausgelegt, und zum Laden möchte ich einen Strom von bis zu 2
Ampere verwenden können ohne dass mir die Konstantstromschaltung
abraucht.
Ausserdem würds mich interessiern ob mein Plan so überhaupt
funktionieren kann oder ob ich noch irgendwo ein wichtiges Detail
vergessen haben sollte.
Grüße
Rene
Hallo!
Die meisten Schwierigkeiten wird Dir bei Deinem Projekt die mechanische
Ausführung der Akkuhalterung bereiten. Die Übergangswiderstände unter
wechselnden Temperaturen gehen in die Messung stark ein. Handelsübliche
Batteriekästen sind definitiv nicht geeignet. Vielleicht wenn Du ein gutes
controllergesteuertes Akkuladegerät plünderst........? :-)))
Gruß von Hartmut
>Die Software für den Mikrocontroller ist kein Problem, aber zur
>Elektronik habe ich noch ein paar Unklarheiten. Wie realisiere ich am
>besten die regelbaren Konstantstromquellen? Ich habe bereits einige
Gerade Atmel hat eine Applikation zum Akkuladen. Die machen das mit
einer PWM und einer programmierten Regelung.
BTW: Ich habe zwar noch keinen aktuellen Lader aufgeschraubt, aber ich
moechte wetten die laden die Zellen, mit sehr hohem Strom, der Reihe
nach. Also z.B jeder ist mal 1s an der Reihe.
>Ausserdem würds mich interessiern ob mein Plan so überhaupt
>funktionieren kann oder ob ich noch irgendwo ein wichtiges Detail
>vergessen haben sollte.
Doch doch, das kann schon funktionieren. Ich entwickel gerade etwas
aehnliches fuer Lithiumzellen wenn auch mit einer anderen
Intention. (will wissen wie gut die noch sind)
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
gelesen ?
http://www.microchip.com/ Application Note Reference Design PICREF-2 (NiCD/NiMH + PC-Interface)
http://gb97816.bei.t-online.de/ (Reflexlader C166)
http://home.t-online.de/home/k.leidinger/RC-Elektronik/Reflexlader/Reflexlader_m.html
http://www.rhrk.uni-kl.de/~kiesel/nc2000/ (NC2000) http://www.harald-sattler.de/html/body_tons_lader.htm
http://www.conrad.de/ Bauanleitung von 130136 (mit U2402)
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
>Gerade Atmel hat eine Applikation zum Akkuladen. Die machen das mit
>einer PWM und einer programmierten Regelung.
Ah...danke für den Tipp, das werd ich mir mal ansehen...
Hallo,
da könnte man ja mit einer Vierpolmessung was dagegen tun, den Ladestrom
über zwei Kontakte zuführen, die Spannung an der Zelle über zwei andere
Kontakte abgreifen. Dann hat man zwar was gegen die Übergangswiderstände
getan, aber die internen Widerstände von den Kontakten bis zu den
Platten in der Zelle spielen immer noch mit.
Bye
Martin
> Die meisten Schwierigkeiten wird Dir bei Deinem Projekt die mechanische
> Ausführung der Akkuhalterung bereiten. Die Übergangswiderstände unter
> wechselnden Temperaturen gehen in die Messung stark ein.
Blödsinn. Die Messung muß sowieso mit abgeschalteter Ladespannung
erfolgen, dann sind die Übergangswiderstände egal.
Gruß
Gerd
>da könnte man ja mit einer Vierpolmessung was dagegen tun, den Ladestrom
>über zwei Kontakte zuführen,
Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber ich halte die Messung des
Ladestroms bei diesem Verfahren technisch für völlig überflüssig.
Strommessung braucht man höchstens für eine definierte Entladung zur
Kapazitätsbestimmung.
Auch deshalb schaltet man ja den Strom vor Messung der Akkuspannung auch
ab. Da spielt der Übergangswiderstand dann kaum noch eine Rolle.
- Heinz
>Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber ich halte die Messung des
>Ladestroms bei diesem Verfahren technisch für völlig überflüssig.
>
>Strommessung braucht man höchstens für eine definierte Entladung zur
>Kapazitätsbestimmung.
Das stimmt so weit schon, an sich ist eine Strommessung zur
"Akku-Voll-Bestimmung" nicht nötig, dafür ist nur die Zellenspannung
wichtig. Aber ich will ja nicht nur ein popeliges Standardladegerät
nachbauen ;-) Meines soll den Strom, der grad in jeden Akku fließt,
auf dem grafischen LCD anzeigen können - und ebenso nach Beenden der
Ladung, wie viele mAh jetzt eigentlich in den Akku gegangen sind. Für
beides braucht man zwangsläufig eine Strommessung...die außerdem auch
ganz praktisch ist um den Erhaltungsladestrom zu überwachen.
Gruß Rene
>Ich nehme an, der AVR hat 8 Bit AD-Wandler. Dann könnte es bereits
>für die -delta U Methode zu ungenau werden. Hier werden etwa 15 mV
>als Delta angegeben. Bei Vref=5V wäre das LSB ca. 20 mV. Für das
Nein, da bist du falsch informiert. Der ATmega32 hat 10-bittige
AD-Wandler - und eine interne Referenzspannung von 2,56 V, die ich
wahrscheinlich so verwenden werde. Dann wär der kleinste messbare
Schritt 0,0025 V = 2,5 mV.
Gruß Rene
Wozu? Zwei bis drei umschaltbare Ströme reichen völlig aus. Wenn die
Konstantstromquelle richtig konstruiert ist, braucht man diesen Strom
auch nicht zu messen, er ist ja konstant!
Die Differenzierung für verschiedene Akkutypen geschieht über die
Zeit.
> - Die Zellenspannung an jedem Schacht sowie der Ladestrom jedes
> Schachts soll individuell vom Mikrocontroller überwacht werden;
> Zellenspannung kann direkt gemessen werden,
Allerdings nur, wenn vorher der Ladestrom ausgeschaltet wird.
> den Ladestrom möchte ich
> über den Spannungsabfall an einem sehr niederohmigen Messwiderstand
> erfassen.
Unnötig, siehe oben.
> Der ATmega32 hat 8 ADC-Eingänge, die reichen also gerade für
> 4 Schächte.
>
> - Der Controller soll für die Messungen immer wieder kurzzeitig den
> Ladestrom unterbrechen und per dU/dT-Verfahren erkennen wann ein Akku
> voll ist um daraufhin die jeweilige Konstantstromquelle auf einen
> geringen Strom (Erhaltungsladung) zu schalten.
>
> - Man soll mit ein paar Eingabetasten den Ladestrom für jeden Akku
> vorbestimmen können
s.o.
> Die Software für den Mikrocontroller ist kein Problem,
Sie muss aber auch die dU/dT Erkennung machen und die Ladebilanzierung
machen.
> aber zur
> Elektronik habe ich noch ein paar Unklarheiten. Wie realisiere ich am
> besten die regelbaren Konstantstromquellen?
Im www. elektronik-kompendium.de gibt es eine ganz gute Beschreibung
zu Stromquellen. Je grösser der Strom ist, desto grösser muss
natürlich
der entsprechende Regeltransistor und dessen Kühlung sein. Um die
Verlustleistung gering zu halten, empfiehlt es sich, einen Trafo
mit entsprechend kleiner Spannung (ca. 2x4 Volt mit Gleichrichtung
durch eine Doppelschottkydiode) vorzusehen.
> Ich habe bereits einige
> Schaltpläne zu dem Thema gesehen, aber die waren alle auf kleine
> Ströme ausgelegt, und zum Laden möchte ich einen Strom von bis zu 2
> Ampere verwenden können ohne dass mir die Konstantstromschaltung
> abraucht.
> Ausserdem würds mich interessiern ob mein Plan so überhaupt
> funktionieren kann oder ob ich noch irgendwo ein wichtiges Detail
> vergessen haben sollte.
Möglicherweise wäre noch eine Entladeschaltung interessant:
zur Reflexladung und zum gezielten Vorentladen, bzw. Kapazitätsmessen.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, automatisch mehrere
Lade/Entladezyclen
hintereinander zwecks Formierung zu fahren.
Wenn genügend Speicherkapazität im µP vorhabden ist, würde ich neben
der Lade/Entladekapazität auch die erreichte Höchstspannung speichern.
> Grüße
> Rene
Gruss
Harald
>Aber ich will ja nicht nur ein popeliges Standardladegerät
>nachbauen ;-)
Das dachte ich mir schon, allerdings wäre dann IMHO eine richtige
Kapazitätsmessung das Feature, was mir in den Sinn käme. Und nebenbei
fällt auch noch eine Entlade- und Refreshfunktion ab.
>Meines soll den Strom, der grad in jeden Akku fließt,
>auf dem grafischen LCD anzeigen können - und ebenso nach Beenden der
>Ladung, wie viele mAh jetzt eigentlich in den Akku gegangen sind. Für
>beides braucht man zwangsläufig eine Strommessung...
Es sei denn, Du hast Konstantstrom bekannter Stärke.
>die außerdem auch
>ganz praktisch ist um den Erhaltungsladestrom zu überwachen.
Erhaltungsladung ist doch eh nur eine Pi-mal-Daumen-Methode,
meßtechnisch ist da nicht viel zu wollen.
Aber selbst wenn ich den Strom messen will dann brauch ich bloß noch
einen Shunt, den kann ich bei hohen Strömen natürlich in
4-Leiterschaltung betreiben. Ich denke aber es war die Rede von einer
4-Leitermessung der Klemmenspannung des Akkus und das ist meiner Meinung
nachunnötig/sinnlos.
Martin
:>Ich nehme an, der AVR hat 8 Bit AD-Wandler. Dann könnte es bereits
:>für die -delta U Methode zu ungenau werden. Hier werden etwa 15 mV
:>als Delta angegeben. Bei Vref=5V wäre das LSB ca. 20 mV. Für das
: Nein, da bist du falsch informiert. Der ATmega32 hat 10-bittige
: AD-Wandler - und eine interne Referenzspannung von 2,56 V, die ich
Das dürfte wohl reichen.
"Rene Schneider" <webm...@jalcds.de> schrieb im Newsbeitrag
news:goocivot918g2d68d...@4ax.com...
> Das stimmt so weit schon, an sich ist eine Strommessung zur
> "Akku-Voll-Bestimmung" nicht nötig, dafür ist nur die Zellenspannung
> wichtig. Aber ich will ja nicht nur ein popeliges Standardladegerät
> nachbauen ;-) Meines soll den Strom, der grad in jeden Akku fließt,
> auf dem grafischen LCD anzeigen können - und ebenso nach Beenden der
> Ladung, wie viele mAh jetzt eigentlich in den Akku gegangen sind. Für
> beides braucht man zwangsläufig eine Strommessung...die außerdem auch
> ganz praktisch ist um den Erhaltungsladestrom zu überwachen.
Für normale Mignon-Akkus würde ich den Aufwand nicht machen, wenn du
spezielle Akku-Pack laden möchtest, sieht die Sache anders aus.
Aber deine Vorstellungen mit Mikroprozessorsteuerung und Display usw.
hat die Industrie bereits umgesetzt und baut die Teile in Serie, warum dann
noch
selber bauen. Ich denke, der Aufnwad dafür ist einfach zu gross.
Mein Ladegerät kann 8 Rundzellen ( Micro bis Mono ) plus 2 9-Volt Blöcke
unabhängig mit verschiedenen Ladeprogrammen aufladen, überwacht dabei die
Zellenspannung und Akkutemperatur, lädt neben NiCd und NiMH-Akkus
auch RAM-Zellen, zeigt den aktuellen Ladestrom für jede Zelle an, dazu die
Akkuspannung, misst auf Wunsch die Akkukapazität (
Lade-Entlade-Lade-Programm ).
Für jeden zu ladenen Akku kann man ein anderes Programm wählen, das Gerät
erkennt automatisch den Akkutyp und Grösse und stellt daraufhin den
Ladestrom ein
( NiCd mit hohem Strom, NiMH eben mit kleinem Strom ).
Thomas
>Für normale Mignon-Akkus würde ich den Aufwand nicht machen, wenn du
>spezielle Akku-Pack laden möchtest, sieht die Sache anders aus.
>Aber deine Vorstellungen mit Mikroprozessorsteuerung und Display usw.
>hat die Industrie bereits umgesetzt und baut die Teile in Serie, warum dann
>noch
>selber bauen. Ich denke, der Aufnwad dafür ist einfach zu gross.
Jap, dass es sowas gibt weiss ich :o) Ich wills ja nicht hauptsächlich
bauen um danach ein praktisches Ladegerät zu haben (ist mehr oder
weniger "nur" ein schöner Nebeneffekt), ich bau das ja aus Spaß - das
Motiv sollte jeder leidenschaftliche Bastler gut nachvollziehen
können. Wenn ich nur gern n Ladegerät hätte wärs einfacher (und
wahrscheinlich sogar billiger) einfach eines zu kaufen.
Gruß Rene
>>Aber ich will ja nicht nur ein popeliges Standardladegerät
>>nachbauen ;-)
>
>Das dachte ich mir schon, allerdings wäre dann IMHO eine richtige
>Kapazitätsmessung das Feature, was mir in den Sinn käme. Und nebenbei
>fällt auch noch eine Entlade- und Refreshfunktion ab.
Hmm das wär natürlich alles noch möglich...softwaretechnisch ist das
Gerät wenns von der Hardware mal steht ja beliebig erweiterbar. Ich
müsst nur noch irgendwo nen Widerstand zum Entladen einbauen...
Gruß Rene
>Wozu? Zwei bis drei umschaltbare Ströme reichen völlig aus. Wenn die
>Konstantstromquelle richtig konstruiert ist, braucht man diesen Strom
>auch nicht zu messen, er ist ja konstant!
>Die Differenzierung für verschiedene Akkutypen geschieht über die
>Zeit.
Okay, d.h. ich nehm zwei Konstantstromquellen und pump damit
nacheinander die Akkus in den 4 Schächten voll (wenn nur 2 belegt sind
kann ich praktischerweise ja beide dauerhaft laden). Das is ne gute
Idee um den Aufbau einfacher zu machen.
>> Die Software für den Mikrocontroller ist kein Problem,
>
>Sie muss aber auch die dU/dT Erkennung machen und die Ladebilanzierung
>machen.
Klar, dazu ist der Controller ja letztendlich da...das Teil hat 32
kByte Flash-Speicher, da bekomme ich problemlos die Ausgaberoutinen
für das Grafikdisplay (sind schon fertig vorhanden aus nem anderen
Projekt) und tonnenweise Sonderfunktionen rein.
>Im www. elektronik-kompendium.de gibt es eine ganz gute Beschreibung
>zu Stromquellen. Je grösser der Strom ist, desto grösser muss
>natürlich
>der entsprechende Regeltransistor und dessen Kühlung sein. Um die
>Verlustleistung gering zu halten, empfiehlt es sich, einen Trafo
>mit entsprechend kleiner Spannung (ca. 2x4 Volt mit Gleichrichtung
>durch eine Doppelschottkydiode) vorzusehen.
Danke für den Tipp, das scheint mir das zu sein was ich
brauche...jetzt werd ich mal versuchen das durchzurechnen was da so an
Verlust entsteht bei meinen anvisierten 2 Ampere.
>Möglicherweise wäre noch eine Entladeschaltung interessant:
>zur Reflexladung und zum gezielten Vorentladen, bzw. Kapazitätsmessen.
>Vielleicht wäre es auch sinnvoll, automatisch mehrere
>Lade/Entladezyclen
>hintereinander zwecks Formierung zu fahren.
>Wenn genügend Speicherkapazität im µP vorhabden ist, würde ich neben
>der Lade/Entladekapazität auch die erreichte Höchstspannung speichern.
Gut, die Entladeschaltung ist bereits beschlossene Sache - dazu müsste
im Prinzip ja ein Widerstand ausreichen, an dem der Strom ganz einfach
verbraten wird...der muss nur entsprechend stabil sein um mit der
Verlustleistung klarzukommen.
Alles andere (Ladeprogramme etc.) ist danach ja reine Softwaresache
und könnte auch im Nachhinein noch erweitert werden wenn die Hardware
steht.
Gruß Rene
>Genau das schrieb der OP bereits in seiner Anfrage. Und so machen es
>bessere Ladegäte auch. Also ist das Kontaktproblem gar nicht
>vorhanden. Dem Ladestrom bzw. der Konstantstromquelle ist das ziemlich
Ganz stimmt das leider nicht. Ich habe auch schon NC Akkus an meinem
Labornetzteil mit 2A in einem billigen Reichelt-Adapter-geladen. Da
sind dann nach einer Minute die Anschluesse aus dem Plastik geflutscht
weil die Federn zu heiss geworden sind.
Vermutlich sind diese Batterieadapter ein echter Geheimtip wenn man
Widerstandsdraht braucht. :-/
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Entladen wird nicht über nen Widerstand sondern über nen Transistor.
Warum? Da kommst Du sicherlich dirch einfaches Überlegen drauf ;-)
Gruß
Gerd
>Entladen wird nicht über nen Widerstand sondern über nen Transistor.
>Warum? Da kommst Du sicherlich dirch einfaches Überlegen drauf ;-)
Hmm ach das Ding muss ja schaltbar sein...okay, da is ein Transistor
praktischer. Muss man den nur gut kühlen...
Gruß Rene
Du läßt die Ladeüberwachung einen echten Ladecontroller übernehmen....
damit wäre die sichere und richtige Abschaltung bei "Voll" mal
gewährleistet und
ne Entlade- und Refreshfunktion bringen die meist auch mit.
Den kannst du im Allgemeinen mit nem µC einfach steuern. Dann kannst Du dich
längerfristig mit dem Auswerten der Ströme und Spannungen beschäftigen.
Stromregelung könnte man über BUCK-Converter realisieren in dem man den
Feedback-U-Teiler mit einem digi-Poti ( I2C- oder SPI-gesteuert)
"aufwertet".
Das fällt mir dazu mal ein. Der Rest wurde ja schon mehr als gut erläutert.
BTW:
Die Routinen und so weiter für die Grafikanzeige täten mich mal
interessieren.
(da steh ich nämlich völlig auf dem Schlauch)
>Du läßt die Ladeüberwachung einen echten Ladecontroller übernehmen....
>damit wäre die sichere und richtige Abschaltung bei "Voll" mal
>gewährleistet und
>ne Entlade- und Refreshfunktion bringen die meist auch mit.
Wäre ne Möglichkeit, allerdings isses wenn die Hardware mal stimmt
auch kein großes Ding mehr das den Mikrocontroller selbst machen zu
lassen...
>Stromregelung könnte man über BUCK-Converter realisieren in dem man den
>Feedback-U-Teiler mit einem digi-Poti ( I2C- oder SPI-gesteuert)
>"aufwertet".
Sorry wenn ich frag...aber was ist denn ein Buck-Konverter? Diese
digitalen Potis kenn ich, aber ein Buck-Konverter ist mir neu...
>BTW:
>Die Routinen und so weiter für die Grafikanzeige täten mich mal
>interessieren.
>(da steh ich nämlich völlig auf dem Schlauch)
...you've got mail! :o)
Gruß Rene
Hallo!
Das hatte ich schon erwähnt. Handelsübliche Batteriehalter sind definitiv
ungeeignet.
Gruß von Hartmut
Hallo!
Schönen Dank für die niveauvolle Anrede; bleib dort!
Am Kern meines Einwurfs ändert das nichts. Die Mechanik ist ein Problem für
den Hobbyelektroniker. Der Aufwand den die Hersteller solcher Geräte treiben
bezeugt das. Deswegen mein nicht ganz ernst gemeinter Hinweis auf das
Schlachten eines professionellen Geräts.
Und ob die Ladezustandsmessung strommäßig völlig unbelastet optimal ist muß
sich erst im Laufe dieses Threads erweisen.
Gruß von Hartmut
> Und ob die Ladezustandsmessung strommäßig völlig unbelastet optimal ist muß
> sich erst im Laufe dieses Threads erweisen.
Wieso? Meinst du, in ein paar ms oder µs schlägt die Selbstentladung
schon voll zu?
Gruß Lars
Das sind Schaltregler mit denen man u.a. auch Accus laden kann, weil man
über externe R´s den Strom und die Ua manipulieren/programmieren kann.
Ein einfacher Zeitgenosse ist IMHO der LT1510 von Linear Technologies
Für größere Ströme gibts da bestimmt auch was.
> ...you've got mail! :o)
THX , you too.
Uwe
> Ein einfacher Zeitgenosse ist IMHO der LT1510 von Linear Technologies
Ist aber ein recht teures Teil, das kann man auch mit MC34063 oder TL494
machen.
> Für größere Ströme gibts da bestimmt auch was.
Als Sperrwandler aufbauen, dann sind die Ströme geringer.
Gruß Dieter
Kann man nicht mit einem Transistor Lastwiderstände zuschalten?
Gruß, Matthias Dingeldein
--
"Ich mag keine Rekorde. Da muss man sich so auspowern."
sprach Rösi, eine weitere 100-Stunden-Woche abreißend
> Rene Schneider schrieb:
>>
>> On Tue, 29 Jul 2003 19:37:51 +0200, "Gerd Kluger"
>> <gerd....@sap-ag.de> wrote:
>>
>> >Entladen wird nicht über nen Widerstand sondern über nen Transistor.
>> >Warum? Da kommst Du sicherlich dirch einfaches Überlegen drauf ;-)
>>
>> Hmm ach das Ding muss ja schaltbar sein...okay, da is ein Transistor
>> praktischer. Muss man den nur gut kühlen...
>
> Kann man nicht mit einem Transistor Lastwiderstände zuschalten?
Das ist hier nicht nötig. Bei die Entladung einer Mignonzelle (1.2V) mit
2A entsteht eine Verlustleistung von 2.4W. Das lässt sich mit einem
kleinen Kühlkörper (z.B. 10 K/W) kühlen.
>
> Gruß, Matthias Dingeldein
:-))
Die Klemmenspannung wird nach dem Abschalten des Ladestroms je nach
eingeschalteter oder auch keiner Strombelastung unterschiedlich sein.
Welcher Wert bei welcher Belastung einen sinnvollen Anhaltspunkt darstellt
wurde, soweit ich weiß, bisher noch nicht geklärt.
Gruß von Hartmut
>Bei die Entladung einer Mignonzelle (1.2V) mit
>2A entsteht eine Verlustleistung von 2.4W. Das lässt sich mit einem
>kleinen Kühlkörper (z.B. 10 K/W) kühlen.
Hmm...ich überleg mir das gerade, wie das denn aussieht wenn ich
einfach mit dem Transistor die Zelle quasi "kurzschließe" (darauf
läuft das Ganze ja raus). Da wird der Strom ja nur noch durch den
Innenwiderstand der Zelle (und den Widerstand des Transistors, der
aber sehr niedrig sein sollte wenn er durchgeschaltet ist) begrenzt,
also dürften folglich mehr als nur 2 Ampere fließen - oder seh ich das
falsch?
Wenn das stimmt wärs vielleicht doch empfehlenswert, nen
Lastwiderstand einzubauen der für die Umsetzung der Energie in Wärme
sorgt.
Gruß Rene
Dann britzelt dein Transistor durch.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Ich meinte nicht zwei Stromquellen mit unterschiedlichen Strömen,
sondern e i n e , die im Strom umschaltbar ist.
(Je nach gewünschtem Aufwand auch eine je Schacht)
> Gut, die Entladeschaltung ist bereits beschlossene Sache - dazu müsste
> im Prinzip ja ein Widerstand ausreichen, an dem der Strom ganz einfach
> verbraten wird...der muss nur entsprechend stabil sein um mit der
> Verlustleistung klarzukommen.
Die Entladeschaltung sollte auch als Konstantstromschaltung ausgelegt
werden, um eine einfachere (Ent-)Ladebilanzierung machen zu können.
Gruss
Harald
PS: Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, wenn Du Dir mal die Datenblätter
der in den DSE-FAQ genannten Lade-IC´s und deren Applikationsberichte
ansiehst. Dort wirst Du sicher auch verschiedene Stromregler und andere
wichtige periphere Schaltungen finden. Wenn es ein besonders vielseitiges
Ladegerät werden soll, sollte es auch die Möglichkeit bieten, mehrere
Zellen in Reihe zu laden, um auch fertige Akkupacs bearbeiten zu können.
Auch Billigladegeräte sind als mechanische Basis oft geeignet,
besonders, wenn man die Rückholfedern der Klemmmechanik verstärkt.
Nicht zu hohe Übergangswiderstände spielen keine Rolle, wenn die
Ladespannung stromlos gemessen wird.
Gruss
Harald
Empfehlenswert ist es, einen Widerstand als Shunt einzubauen und das
ganze als geregelte Stromsenke zu betreiben (braucht einen OPV und noch
ein paar Widerstände).
Also der Transistor arbeitet dann nicht als Schalter sondern im
Linearbetrieb. Das oist insbesondere dann nett, wenn du nicht immer nur
einzelne Zellen (ent)laden willst. Ausserdem kannst du dann einfach
verschiedene Ströme einstellen. Wenn du immer nur AA Zellen hast, dann
kannst auch einen Widerstand mit dem transistor zuschalten.
Martin
Martin
> Von Maxim gibt es einige Lade ICs, die explizit für die Verwendung mit
> einem µC ausgelegt sind, Regler drin, teilw. ADCs oder so...
wäre für meine Begriffe auch die "richtigste" oder effizienteste Lösung.
Hast du ne Typennummer parat ?
Uwe Seidel
>Empfehlenswert ist es, einen Widerstand als Shunt einzubauen und das
>ganze als geregelte Stromsenke zu betreiben (braucht einen OPV und noch
>ein paar Widerstände).
>
>Also der Transistor arbeitet dann nicht als Schalter sondern im
>Linearbetrieb. Das oist insbesondere dann nett, wenn du nicht immer nur
>einzelne Zellen (ent)laden willst. Ausserdem kannst du dann einfach
>verschiedene Ströme einstellen. Wenn du immer nur AA Zellen hast, dann
>kannst auch einen Widerstand mit dem transistor zuschalten.
Ah, das klingt interessant :-) Aber wie kann man den Strom mit dem µC
steuern, der dann vom Transistor verbraten wird? Geht das evtl. per
Digital-Poti vor der Transistor-Basis?
Gruß Rene
"Rene Schneider" <webm...@jalcds.de> schrieb im Newsbeitrag
news:237div87vup9a14at...@4ax.com...
> Jap, dass es sowas gibt weiss ich :o) Ich wills ja nicht hauptsächlich
> bauen um danach ein praktisches Ladegerät zu haben (ist mehr oder
> weniger "nur" ein schöner Nebeneffekt), ich bau das ja aus Spaß - das
> Motiv sollte jeder leidenschaftliche Bastler gut nachvollziehen
> können. Wenn ich nur gern n Ladegerät hätte wärs einfacher (und
> wahrscheinlich sogar billiger) einfach eines zu kaufen.
Kann ich nachempfinden, das war früher bei mir auch so, ich habe gebastelt
was das zeug und der Lötkolben hergab. Nachdem ich meine
Elektronik-Techniker
Prüfung gemacht hatte, gings damit bergab.
Aber ehrlich gesagt, an einen schönen Schaltplan dafür währe ich auch sehr
interessiert,
rein aus interesse an der Materie.
Mein letztes Ladegerät war ein Reflexlader für Akkupack für Fotoapparat /
Akkuschrauber
usw., war auch mehr so ein "aus der Not heraus" gebaut, da es nichts
ordentliches zu
vernüftigen Preis gab. Habs aber auf Basis eines Ladecontroler-IC gemacht,
der Rest
war dann nur noch Spannunsgteiler, Netzteil, usw., nichts aufregendes
zumindest.
Thomas
"Rene Schneider" <webm...@jalcds.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m37fivk01076pr7nr...@4ax.com...
> Ah, das klingt interessant :-) Aber wie kann man den Strom mit dem µC
> steuern, der dann vom Transistor verbraten wird? Geht das evtl. per
> Digital-Poti vor der Transistor-Basis?
Ich würde es mit einem Transistor als Konstantstromquelle machen,
der vom Controller in festen Intervallen geschaltet wird.
Dann kannst du aus dem Strom der Konstantstromquelle und der
Länge der Schaltzeit Rückschlüsse auf die Kapazität machen.
Durch verändern der Schaltzeit kannst du dann auch den effektiven
Entladestrom regeln. Zudem kannst du stromlosen Zeiten dann auch
direkt zur Spannungsmessung heranziehen.
Thomas
>>Wenn genügend Speicherkapazität im µP vorhabden ist, würde ich neben
>>der Lade/Entladekapazität auch die erreichte Höchstspannung speichern.
>
>Gut, die Entladeschaltung ist bereits beschlossene Sache - dazu müsste
>im Prinzip ja ein Widerstand ausreichen, an dem der Strom ganz einfach
>verbraten wird...der muss nur entsprechend stabil sein um mit der
>Verlustleistung klarzukommen.
Wenn Du die Kapazität messen willst, müßtest Du den Entladestrom
entweder messen oder konstant halten.
In der Emitterleitung des NPN Transistors (ev. Darlington für hohe
Ströme) hast du den Shunt, zB 0,1 Ohm = 200mV für 2A. Am Emitter ist
auch noch der (-) Eingang des OPV angeschlossen, der Ausgang treibt die
Basis und am (+) Eingang liegt eine Referenzspannung, zB 200mV, die kann
man jetzt über ein Digitalpoti führen - oder gleich per DAC oder µC-PWM
erzeugen. Bei PWM hast du wegen dem nötigen Tiefpaß nur eine langsame
Schaltmöglichkeit, das Ausschalten kann man beschleunigen, indem man
einen weiteren µC Ausgang in Open-Drain Konfiguration dran hängt, der
kann dann bei Bedarf den Filterko schnell entladen.
Der OPV muß dafür "ground sensing" sein, also einen Gleichtaktbereich
haben, der die negative Versorgungsspannung einschließt. Der gute alte
LM324 (4fach, oder LM358, doppelt) ist geeignet. Möglicherweise zeigt
die Schaltung Schwingneigung, dann braucht man noch einen kleinen
Kondensator vom OPV Ausgang zum (-) Eingang.
Martin
Martin
na gut, hab ich gemacht..... MAX1647
funzt mit SMBus also irgendwo wie I2C und das können die AVR´s ja auch ....
ist mir mal sympatisch für den Anfang.
Uwe