Kann ich das so einfach machen, oder könnten Probleme auftreten?
Hintergrund: Ich habe haufenweise 3A Gleichrichter der gleichen Type.
Deshalb möchte ich sie für ein Netzteilprojekt verwenden.
Vielen Dank im Vorhinein.
Das geht so einfach nicht.
Der Gleichrichter, dessen Dioden die niedrigere Schwellspannung haben,
bekommt mehr Strom ab und wird heisser, dadurch sinkt seine Schwellspannung
noch weiter, und er uebernimmt den ganzen Strom.
Du brauchst Stromverteilungswiderstaende (bei 3A Brueckngleichrichter vor
einem Siebelko, in den also bloss 10% der Zeit der 10-fache Strom fliesst,
also 30A peak, also 15A pro Brueckendiode, also 7.5A pro Gleichrichter,
aber zwei Dioden in Reihe) von ca. 0.01 Ohm). Diese 0.01 Ohm sind immerhin
so klein, das sie sich durch die Verdrahtung ergeben koennen.
--
Manfred Winterhoff, mawin at gmx.net, remove NOSPAM if replying
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
>Das geht so einfach nicht.
>Der Gleichrichter, dessen Dioden die niedrigere Schwellspannung haben,
>bekommt mehr Strom ab und wird heisser, dadurch sinkt seine Schwellspannung
>noch weiter, und er uebernimmt den ganzen Strom.
>
>Du brauchst Stromverteilungswiderstaende (bei 3A Brueckngleichrichter vor
>einem Siebelko, in den also bloss 10% der Zeit der 10-fache Strom fliesst,
>also 30A peak, also 15A pro Brueckendiode, also 7.5A pro Gleichrichter,
>aber zwei Dioden in Reihe) von ca. 0.01 Ohm). Diese 0.01 Ohm sind immerhin
>so klein, das sie sich durch die Verdrahtung ergeben koennen.
Es ist zwar ein bisschen zu kompliziert für mich, aber ich habe
verstanden worauf es ankommt.
Danke für die schnelle Antwort.
Willi
> Ich möchte zwei 3 A Grätzgleichrichter parallelschalten.
> Sie sind typengleich und im Gehäuse vergossen.
>
> Kann ich das so einfach machen, oder könnten Probleme auftreten?
Ich habe schon oft in kommerziellen Netzteilen gesehen,
daß man einfache Dioden parallel schaltet um mehr Strom
gleichzurichten, dürfte also auch mit Brückengleichrichtern
gehen.
Frank
Meinst du jetzt 50 Hz netzteile oder schaltnetzteile. Bei
schaltnetzteilen hab ichs auch schon gesehen. Aber, ansonsten gilt, was
MaWin schrieb. Grundsätzlich gilt, keine parllelschaltung.
--
mfg horst-dieter
Ja, und ja.
>> Ich habe schon oft in kommerziellen Netzteilen gesehen,
>> daß man einfache Dioden parallel schaltet um mehr Strom
>> gleichzurichten, dürfte also auch mit Brückengleichrichtern
>> gehen.
>
> Meinst du jetzt 50 Hz netzteile oder schaltnetzteile. Bei
> schaltnetzteilen hab ichs auch schon gesehen. Aber, ansonsten gilt, was
> MaWin schrieb. Grundsätzlich gilt, keine parllelschaltung.
Pro Grad Temperaturdifferenz resultiert etwa ein Durchlass-
spannungsunterschied von 2 mV. Um einen Unterschied im Strom
von einem Faktor 2 zu basteln, wäre also schon ein Tempe-
raturunterschied von 30 Grad nötig, die Diodenkennlinie
ist im Vergleich zum Transistor recht flach. Der dynamische
Innenwiderstand ist also höher als man so meint. Bei der
1N4007 etwa 0.2 Ohm bei 500mA, und der nimmt dann auch nicht
mehr viel ab bei höheren Strömen, da der ohmsche Innenwider-
stand in den Vordergrund rückt.
Bei einigermassen vernünftiger Kühlung oder thermischer
Kopplung sollte also ein thermischer Runaway vermeidbar
sein, ohne alibi-Vorwiderstände.
Kennlinien findet man eher in Philips als in Onsemi
Datenblättern...
--
mfg Rolf Bombach
> > Ich habe schon oft in kommerziellen Netzteilen gesehen,
> > daß man einfache Dioden parallel schaltet um mehr Strom
> > gleichzurichten, dürfte also auch mit Brückengleichrichtern
> > gehen.
>
> Meinst du jetzt 50 Hz netzteile oder schaltnetzteile. Bei
> schaltnetzteilen hab ichs auch schon gesehen. Aber, ansonsten gilt, was
> MaWin schrieb. Grundsätzlich gilt, keine parllelschaltung.
Ich habe das schon bei ganz einfachen Netzteilen mit
Trafo gesehen. Ich hatte sogar selber mal so ein 5A-
Netzteil, wie es für CB-Funkgeräte angeboten wird,
da waren je zwei 3A-Dioden parallel geschaltet.
Mit Brückengleichrichtern habe ich es natürlich auch
noch nicht gesehen, aber theoretisch dürfte das da
genau so laufen.
Frank
> >
> > Meinst du jetzt 50 Hz netzteile oder schaltnetzteile. Bei
> > schaltnetzteilen hab ichs auch schon gesehen. Aber, ansonsten gilt, was
> > MaWin schrieb. Grundsätzlich gilt, keine parllelschaltung.
> >
> Moment, so habe ich das nicht geschrieben. Sondern nur, das man
> beachten muss, das sich der Strom gleichmaessig aufteilt.
Würde das nicht automatisch passieren, wenn man die parallel
schaltet? Sobald einer übermäßig belastet wird, wird er auch
wärmer, und hat dann einen höheren Widerstand der dann die
Aufteilung regelt.
Sicher sollte man das dann nicht bis ans letzte ausreizen,
denn wie du schon schreibst ist diese Aufteilung nie ganz
gleichmäßig, aber bis zu einen gewissen Punkt dürfte das
funktionieren.
Frank
So ist es. Selbstverständlich können, unter beachtung erwähnter punkte
gleichrichter parallel geschaltet werden. Es könnte sogar vorteilhaft
sein. Man muß dann aber wissen, warum.
Pardon für ev. mißverständlichen schrieb.
Trotzdem favorisiere ich den einzeleinsatz.
--
mfg horst-dieter
Ich habe GERADE geschrieben, das beim waermeren der Widerstand
sinkt, er noch mehr Strom bekommt, und noch waermer wird.
Lesen Frank, Lesen.
Oft haben Trafos zwei Sekundärwicklungen, die man parallel schalten
muss, um die Volle Leistung zu erhalten.
In diesem Fall kannst Du für jede Wicklung einen Gleichrichter nehmen.
Das wäre ideal.
Michael
: das man
: beachten muss, das sich der Strom gleichmaessig aufteilt.
Evtl. reicht es auch, wenn man die Brückengleichrichter thermisch
koppelt, da sie dann in etwa die gleiche Temperatur haben.
Grüße,
F^2