Wie schliesse ich ein Herd an? Ich habe schon (beruflich) hunderte Herde
abgeklemmt aber noch keinen angeschlossen :)
Meistens (ausser bei Herden mit 2 Platten und ohne Backofen) sind es 5
Kabel. 3 Phasen, und je 1 Nullleiter und Schutzleiter. Meines Wissens nach
laeuft ein Herd (fast immer) auch auf 230V und nicht auf 400, denn mein
Vater hatte vor Jahren mal unseren Herd falsch angeschlossen und da musste
direkt die Birne im Backofen dran glauben :(
Also immer brav Phase zwischen Nullleiter. Dazu muesste ich allerdings
wissen, wie ich den Anschluss fuer den Nullleiter erkenne? Klar koennte ich
einfach mal die Dose aufschrauben und die Sicherung rein und dann mit dem
Phasenpruefer schauen, wo das Glimmlaempchen aus bleibt. Das muesste bei 2
Klemmen der Fall sein: Beim Schutzleiter und Nullleiter. Wenn ich Glueck
habe ist an dem Schutzleiter an der Dosenklemme noch ein gelb-gruenes Kabel
zu sehen und ich weiss dann wo der Nullleiter ist (der oft blau ist, aber
nicht immer). Oder aber, ich schaue besser mal einem Durchgangspruefer ob
der Anschluss mit dem Schutzleiter einer Steckdose verbunden ist (so
wuesste ich, ob es sich um den Schutzleiter handelt).
Wo welche Phase drankommt ist dann ja egal.
Was waere, wenn es tatsaechlich ein Herd (noch nie gesehen, aber
gehoert/gelesen) ist, der mit Drehstrom laeuft? Muessen dann die Phasen
irgenwie auf eine ganz bestimmte Art angeschlossen werden? Eigentlich auch
nicht: Da es ja 3 sind hat jede Phase zur jeder anderen immer 120 Grad
Verschiebung, so dass man auch da nichts falsch machen kann. Erst bei mehr
als 3 Phasen waere das wohl problematisch?
So, das mit der Dose kriege ich schon irgendwie hin. Viel schwieriger: Wie
finde ich aber am Herd heraus, welches Kabel wo dran muss? Ich meine, wenn
ein Kabel blau und eins gelb-gruen ist und die Belegung stimmt (worauf ich
ungern vertrauen wuerde) duerfte auch das kein Problem sein. Wenn es aber
andere Farben sind und keinerlei Markierungen dran sind? Kann ich das dann
auch irgendwie messen? Den Schutzleiter muesste man ja einfach
herausfinden: Einfach ein Durchgangstest zum Gehaeuse. Phase und Nullleiter
muesste ich doch irgendwie mit einem Wiederstandstest herausfinden koennen?
So eine Herdplatte braucht ja einiges an Leistung und muesste deshalb recht
niederohmig sein? Die Frage ist, ob ich so einfach mit meinem Multimeter da
einen Widerstand messen kann, weil es wohl mit Gleichstrom misst. Solange
kein Kondensator oder aehnliches dazwischenhaengt muesste es aber klappen?
Also: einfach 2 Kabel nehmen, eine Herdplatte einschalten und sehen, ob ein
endlicher Widerstand angezeigt wird. Wenn nicht bin ich wohl zwischen 2
Phasen. Dann solange die Draehte probieren, bis ein Paar einen endlichen
Widerstand hat. Eines der beiden Leitungen muss dann der Nullleiter sein.
Dann einfach die Platte wieder ausschalten und eine andere Platte
einschalten (und darauf achten, dass an den schon gefundenen Enden wieder
ein unendlicher Widerstand vorliegt). Nun muss zwischen einer der beiden
schon gefundenen Draehten und einem anderen wieder ein endlicher Widerstand
vorliegen. Und genau dieser der beiden gefundenen Draehte, welcher nun auch
mit einem anderen wieder zusammen klappt, muss der Nullleiter sein?
Habe ich irgendwo einen Denkfehler? Geht es irgendwie einfacher? Konntet ihr
mir ueberhaupt folgen? ;)
Naja, ich denke, es wird nicht so schwer. Ist schliesslich ein ganz neuer
Herd mit Anleitung und allem drum und dran ;)
Ach ja, wenn der Herd wirklich mit Drehstrom laufen sollte, muesste es sich
ja daran erkennen lassen, dass nur 4 Anschluesse vorhanden sind? Und das
war noch bei keinem Herd der Fall, den ich jemals abgeklemmt habe.
TIA,
Dominik
Dominik Pusch wrote:
> Hallo,
> sorry falls das hier haeufiger gefragt wird, aber google brachte mir keine
> zufriedenstellenden Ergebnisse:
Entweder du verlässt dich drauf, dass
blau = Nullleiter
grün-gelb = Schutzleiter
braun und schwarz = Phasen
oder du musst wirklich nachmessen, wobei das gerade im Fall
Nullleiter/Schutzleiter schwierig werden dürfte. Einfacher ist da
sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie das Kabel im
Sicherungskasten angeklemmt ist.
Prinzipiell ist zu sagen, dass wenn der Elektriker das Kabel
angeschlossen hat, die Farben auch stimmen sollten. Gelb-grüne Kabel
dürfen sogar nur für Schutzleiter oder Massekabel benutzt werden.
Wie du die Phasen des Anschlussdose auf den Herd verteilst ist in dem
Fall egal. (Nicht egal ist es beispielsweise, wenn du einen
3-Phasen-Wechselstrom-Motor anschließen würdest. Bei dem könnte dir
sonst passieren, dass er rückwärts läuft.)
Am Herd selbst sollten die Farben ebenso stimmen, normalerweise sind
aber auch die Symbole der einzelnen Adern an den Klemmen eingestanzt.
Tot kijk
Matthias
> Entweder du verlässt dich drauf, dass
> blau = Nullleiter
> grün-gelb = Schutzleiter
> braun und schwarz = Phasen
>
> oder du musst wirklich nachmessen, wobei das gerade im Fall
> Nullleiter/Schutzleiter schwierig werden dürfte.
Wieso das denn? Meinst Du am Herd oder an der Wand?
Am Herd muesste das Gehaeuse doch mit dem Schutzleiter verbunden sein?
Und alle Schutzleiter im Haus sind doch verbunden? Also kann ich zwischen
der Starkstromdose fuer den Herd und einen bekannten Schutzleiter (z.B. von
einer normalen Steckdose) oder sogar Wasserhahn/Heisskoerper messen, ob ein
Durchlass existiert? Schutzleiter und Nullleiter dagegen duerften keinen
Durchlass haben, sonst wuerde der FI-Schutzschalter doch jedesmal
herausfliegen, wenn man einen Verbraucher einschaltet (weil ein Teilstrom
ueber den Schutzleiter abfliessen wuerde)?
> Einfacher ist da
> sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie das Kabel im
> Sicherungskasten angeklemmt ist.
Die habe ich noch bei keinem Kasten gesehen (bzw. auch noch nie drauf
geachtet)? Muss ich sicherlich irgendeine Abdeckplatte entfernen?
> Prinzipiell ist zu sagen, dass wenn der Elektriker das Kabel
> angeschlossen hat, die Farben auch stimmen sollten. Gelb-grüne Kabel
> dürfen sogar nur für Schutzleiter oder Massekabel benutzt werden.
Ja, da haette ich auch die geringsten Zweifel. Wenn es eine Wohnung gibt, wo
die Phase so eine Farbe hat, waere das sicherlich sehr uebel ;)
> Wie du die Phasen des Anschlussdose auf den Herd verteilst ist in dem
> Fall egal. (Nicht egal ist es beispielsweise, wenn du einen
> 3-Phasen-Wechselstrom-Motor anschließen würdest. Bei dem könnte dir
> sonst passieren, dass er rückwärts läuft.)
Hm, mal eine bloede Frage: Wo werden 3-Phasen-Wechseltrom-Motoren verwendet?
Hoechstens in der Industrie oder gibt kann man sowas auch bei irgendwelchen
Geraeten fuer Privathaushalte finden?
> Am Herd selbst sollten die Farben ebenso stimmen, normalerweise sind
> aber auch die Symbole der einzelnen Adern an den Klemmen eingestanzt.
Da der Herd nagelneu ist vertraue ich dem auch am ehesten. Aber gerade bei
aelteren Herden waere ich sehr vorsichtig...
Vielen Dank,
Dominik
Dominik, ich verstehe Dein Problem nicht. Du hast "beruflich" (?) schon
mehrere Herde ABgeklemmt, aber noch nie einen ANgeschlossen? Seltsam.
> Naja, ich denke, es wird nicht so schwer. Ist schliesslich ein ganz neuer
> Herd mit Anleitung und allem drum und dran ;)
Dann ist auch ein Anschlußbild dabei; meist auf dem rückseitigen Blechdeckel,
innen oder außen. Manchmal auch innen in der Nähe des Klemmbrettes. Herde
werden durchaus öfter mal dreiphasig angeschlossen, so in der Wohnung alle
3 Phasen auch zur Herddose geführt wurden.
Die Reihenfolge der 3 Phasen (AKA Drehfeld) ist bei einem Herd nun sowas
von Sch***egal wie nur was, aber wenn Du schon Probleme hast, aus dem
Innenleben einer Herdanschlußdose schlau zu werden: laß die Finger davon
und übergib diese Arbeit jemandem der sich damit auskennt. Mit Strom
ist bekanntlich nicht zu spaßen.
>Wie schliesse ich ein Herd an? Ich habe schon (beruflich) hunderte Herde
>abgeklemmt aber noch keinen angeschlossen :)
was ist das denn fuer ein Beruf, Herdabklemmer? :-)
Welcher Teil der Handwerksrolle?
>Meistens (ausser bei Herden mit 2 Platten und ohne Backofen) sind es 5
>Kabel. 3 Phasen, und je 1 Nullleiter und Schutzleiter. Meines Wissens nach
>laeuft ein Herd (fast immer) auch auf 230V und nicht auf 400, denn mein
Das hast Du schon ganz gut beobachtet. Hinten auf dem E-Herd, ich
denke doch, Du meinst jetzt keinen Gasherd *g
ist ein Anschlussbild drauf. Je nachdem was Du fuer ein System zu
Verfuegung hast 3L+N+PE oder 1L+N+PE
musst Du die entsprechenden Bruecken setzen.
Die einzelnen Platten, Backofenheizung, Beleuchtung liegen immer
zwischen einem Aussenleiter (L) und dem Neutralleiter (N). Bei 3 L
wird das sinnvollerweise durch die interne Verschaltung des Herdes auf
die 3 Phasen aufgeteilt.
Schau einfach mal hinten drauf.
Wenn Dir das zu komplex ist, oder Du das nicht verstehst, such Dir
jemanden der beruflich mit dem _anklemmen_ von E-Herden zu tun hat
(Elektroinstallateur).
>Vater hatte vor Jahren mal unseren Herd falsch angeschlossen und da musste
>direkt die Birne im Backofen dran glauben :(
So sieht das aus, wenn einem ein Fehler unterlaufen ist.
Du kannst Dir auch dadurch ne´ super Schnellkochplatte installieren,
von 0 auf 100 in 2 Sekunden (boah ej)
> Klar koennte ich
>einfach mal die Dose aufschrauben und die Sicherung rein und dann mit dem
>Phasenpruefer schauen, wo das Glimmlaempchen aus bleibt.
Ziemlich waghalsig, _man_ prueft nicht mit einem Schwindelstift!
Nimm einen 2poligen, Spannungspruefer!
Zum einen erkennst Du es an der Aderfarbe, sofern die Installation
nicht von einem Herdabklemmer ausgefuehrt wurde [Smiley -> :-)]
5 Leitersystem: schwarz, schwarz, braun = L1 bis L3, blau=N und
gruengelb Schutzleiter.
>Was waere, wenn es tatsaechlich ein Herd (noch nie gesehen, aber
>gehoert/gelesen) ist, der mit Drehstrom laeuft?
Argh, nimm das mit dem Drehstrom nicht zu woertlich, der Herd faengt
nicht an zu drehen ;-)
Eigentlich alle Herde die in D vertrieben werden sind fuer 3 Phasen
ausgelegt, die einzelnen Platten sind eben jeweils an eine Phase und
den N angeschlossen (siehe oben). Bei 230V N+PE werden die Bruecken so
gelegt, das alle Verbraucher (Heizplatten) an eben dieser 1 Phase und
N liegen!
<Fragen ueber Fragen gesnippt>
Du scheinst wirklich keinen blassen Dunst von der Materie zu haben.
Lass das experimentieren, koennte fuer Dich und Unbeteiligte
unkalkulierbare Risiken bergen. Such Dir jemanden der sich damit
auskennt!
>Naja, ich denke, es wird nicht so schwer. Ist schliesslich ein ganz neuer
>Herd mit Anleitung und allem drum und dran ;)
Na also, dann muesste in der Bedienungsanleitung und auf der
Herdrueckseite alles notwendige vermerkt sein, fuer jemanden der sich
damit auskennt.
Ralph
--
"warum vor Langeweile sterben, wenn es auch vor Uebermuedung geht!"
Ralph Heiden
eMail an Reply-To: ralph....@gmx.de
Filter gesetzt fuer: aol;hotmail; gmx.net; web.de
Dominik Pusch wrote:
> Wieso das denn? Meinst Du am Herd oder an der Wand?
> Am Herd muesste das Gehaeuse doch mit dem Schutzleiter verbunden sein?
> Und alle Schutzleiter im Haus sind doch verbunden? Also kann ich zwischen
> der Starkstromdose fuer den Herd und einen bekannten Schutzleiter (z.B. von
> einer normalen Steckdose) oder sogar Wasserhahn/Heisskoerper messen, ob ein
> Durchlass existiert? Schutzleiter und Nullleiter dagegen duerften keinen
> Durchlass haben, sonst wuerde der FI-Schutzschalter doch jedesmal
> herausfliegen, wenn man einen Verbraucher einschaltet (weil ein Teilstrom
> ueber den Schutzleiter abfliessen wuerde)?
Du wirst mit einem Messgerät sehr wohl eine Verbindung zwischen
Nullleiter und Schutzleiter finden. Es ist zwar korrekt erkannt, dass
nach dem FI-Schutzschalter eine solche Verbindung nichtmehr existieren
darf, davor stört es ihn jedoch nicht - und diese Verbindung existiert
auch (absichtlicher Weise), je nach Netzwerktyp jedoch an etwas
verschiedener Stelle.
>>Einfacher ist da
>>sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie das Kabel im
>>Sicherungskasten angeklemmt ist.
> Die habe ich noch bei keinem Kasten gesehen (bzw. auch noch nie drauf
> geachtet)? Muss ich sicherlich irgendeine Abdeckplatte entfernen?
???
Ich sprach vom Kabel das zur Herdsteckdose geht und direkt vom
Sicherungskasten kommen sollte.
>>Prinzipiell ist zu sagen, dass wenn der Elektriker das Kabel
>>angeschlossen hat, die Farben auch stimmen sollten. Gelb-grüne Kabel
>>dürfen sogar nur für Schutzleiter oder Massekabel benutzt werden.
> Ja, da haette ich auch die geringsten Zweifel. Wenn es eine Wohnung gibt, wo
> die Phase so eine Farbe hat, waere das sicherlich sehr uebel ;)
Bei Installationen von "Hobbyelektrikern" schon alles erlebt ... :(
> Hm, mal eine bloede Frage: Wo werden 3-Phasen-Wechseltrom-Motoren verwendet?
> Hoechstens in der Industrie oder gibt kann man sowas auch bei irgendwelchen
> Geraeten fuer Privathaushalte finden?
Ja, findest du z.B. bei Heimwerkern für bessere Kreissägen. Alles zu
erkennen an den entsprechenden Steckern (rote CEE-Stecker, oder weiße
Stecker mit 5 Kontakten).
Tot kijk
Matthias
>Wieso das denn? Meinst Du am Herd oder an der Wand?
>Am Herd muesste das Gehaeuse doch mit dem Schutzleiter verbunden sein?
Alle leitfaehigen, im Fehlerfall spannungsfuehrenden Teile muessen in
die Schutzmassnahme einbezogen sein.
>Und alle Schutzleiter im Haus sind doch verbunden?
Richtig
>Also kann ich zwischen
>der Starkstromdose
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Das nennt sich Herdanschlussdose. Starkstrom sind schon ein paar
Amperchen mehr :-)
>uer den Herd und einen bekannten Schutzleiter (z.B. von
>einer normalen Steckdose) oder sogar Wasserhahn/Heisskoerper messen, ob ein
>Durchlass existiert?
Klaro, aber eben auch der N und PE sind miteinander verbunden, da die
Einspeisung in愀 Hus in der Regel als PEN ankommt.
Wenn Du das so messen willst, musste die PEN Bruecke in der Verteilung
rausnehmen.
Aber da bewegst Du Dich schon ausserhalb dessen, was ich Dir technisch
zutraue.
> Schutzleiter und Nullleiter dagegen duerften keinen
>Durchlass haben, sonst wuerde der FI-Schutzschalter doch jedesmal
>herausfliegen,
Wenn ein RCD (FI) eingebaut ist, genuegt es diesen auszuschalten. Dann
sind PE und N wohl getrennt.
Allerdings stimmt diese Aussage nur, wenn der RCD die gesammte, oder
zumindest diesen Teil der Installation absicherst, an dem Du
rumpriemst.
>> Einfacher ist da
>> sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie
>>das Kabel im
^^^^^^^^^^^^^^
Das ist immer noch eine Leitung. Kabel sind das, was Du im Erdreich
verlegen kannst (NYY u.a.)
>Hm, mal eine bloede Frage: Wo werden 3-Phasen-Wechseltrom-Motoren verwendet?
>Hoechstens in der Industrie oder gibt kann man sowas auch bei irgendwelchen
>Geraeten fuer Privathaushalte finden?
In Haushalten eher selten, es sei denn ein begabter Handwerker hat
sich an seine Kreissaege einen Drehstrommotor mit Hilfskondensator
(Phasenschieber) angebaut.
Beispiele fuer Drehstrommotore in Handwerk, Industrie und Gewerbe:
Pumpen, Hebeanlagen, Heizungspumpen, Druckerhoehungen,
Aufzuegsantrieb, Aufzugstuerantriebe, Holz- und
Metallbearbeitungsmaschinen, Pressen, Hebebuehnen,
Verarbeitungsmaschinen in Lebensmittelbetrieben (Baecker, Metzger)
nur ein kleiner Auszug...
Hmpf, handwerksrechtlich gesehen bin ich als
Kommunikationselektroniker, ET-Student, EDV-Dienstleister und
Bauteilehaendler ja auch ein Hobbyelektriker. Daher frage ich Dich,
wieso ich dann einen Gesellen beinahe gewaltsam aus meiner Wohnung
entfernen musste, als er meinte, wenn ER einen Spiegelschrank mit
Steckdose im Bad an den alten "Leuchtenauslass" mit klassischer
Nullung montiert, DANN SEI DAS SO RICHTIG, KLAR ?
Und wieso musste ich auf dem Kuechentisch herumklettern, als der
Meister mit seinem VDE-Tester unzureichenden Iso-Widerstand in einer
an eine alte ImPu-Leitung gebastelten, neuen Steckdoseninstallation
gemessen hat und voellig ratlos meine Wand angestarrt hat ? Er hat ja
nicht mal verstanden, weshalb ich die erste Steckdose der Neuanlage
ausgebaut und dann den Strom ueber der ausgeschalteten Sicherung
dieses Stromkreises gemessen habe. Seine Lakaien wussten mit der
Feststellung mehr anzufangen und haben nur den Abschnitt des Flurs
aufgestemmt, wo der Fehler liegen konnte, er, der Meister, wollte mir
die neuen Kacheln von der Kuechenwand reissen. Nebenbei: er hat mir
auch zwei Dimmer ausgebaut, die nachweislich auf anderen Stromkreisen
lagen und irgendwas von Widerstandverkopplungen gemurmelt. Sollte man
solche Leute nicht gleich von ihrem Leid erloesen ?
...und dann war da noch dieser "Hobbyelektriker", der bei mir zu Hause
irgendwie eine direkte Verbindung von Phase und Schutzleiter hergstellt
hat...
Daniel Fett
> Dominik, ich verstehe Dein Problem nicht. Du hast "beruflich" (?) schon
> mehrere Herde ABgeklemmt, aber noch nie einen ANgeschlossen? Seltsam.
Bei Wohnungsaufloesungen und Entruempelungen schliesst man selten mal einen
Herd an ;)
> Dann ist auch ein Anschlußbild dabei; meist auf dem rückseitigen
> Blechdeckel, innen oder außen. Manchmal auch innen in der Nähe des
> Klemmbrettes. Herde werden durchaus öfter mal dreiphasig angeschlossen, so
> in der Wohnung alle 3 Phasen auch zur Herddose geführt wurden.
Habe auch nie das Gegenteil behauptet. Bis auf kleinere Herde eigentlich
immer 3phasig.
> Die Reihenfolge der 3 Phasen (AKA Drehfeld) ist bei einem Herd nun sowas
> von Sch***egal wie nur was,
Das habe ich ja auch vermutet.
> aber wenn Du schon Probleme hast, aus dem
> Innenleben einer Herdanschlußdose schlau zu werden: laß die Finger davon
> und übergib diese Arbeit jemandem der sich damit auskennt. Mit Strom
> ist bekanntlich nicht zu spaßen.
Ich kenne mich mit Strom aus. Jedenfalls besser fast jeder andere, welcher
nicht gerade ein ausgebildete Elektriker ist...
>>Wie schliesse ich ein Herd an? Ich habe schon (beruflich) hunderte Herde
>>abgeklemmt aber noch keinen angeschlossen :)
> was ist das denn fuer ein Beruf, Herdabklemmer? :-)
Ich mache Wohnungsaufloesungen fuer soziale Zwecke.
>>Meistens (ausser bei Herden mit 2 Platten und ohne Backofen) sind es 5
>>Kabel. 3 Phasen, und je 1 Nullleiter und Schutzleiter. Meines Wissens nach
>>laeuft ein Herd (fast immer) auch auf 230V und nicht auf 400, denn mein
>
> Das hast Du schon ganz gut beobachtet. Hinten auf dem E-Herd, ich
> denke doch, Du meinst jetzt keinen Gasherd *g
> ist ein Anschlussbild drauf. Je nachdem was Du fuer ein System zu
> Verfuegung hast 3L+N+PE oder 1L+N+PE
> musst Du die entsprechenden Bruecken setzen.
> Die einzelnen Platten, Backofenheizung, Beleuchtung liegen immer
> zwischen einem Aussenleiter (L) und dem Neutralleiter (N). Bei 3 L
> wird das sinnvollerweise durch die interne Verschaltung des Herdes auf
> die 3 Phasen aufgeteilt.
> Schau einfach mal hinten drauf.
Genau das meine ich! Ein Herd benutzt eben nicht direkt den Strom zwischen 2
Phasen (400V) sondern nur immer jeweils zwischen Phase und Nullleiter
(230V).
> Wenn Dir das zu komplex ist, oder Du das nicht verstehst, such Dir
> jemanden der beruflich mit dem _anklemmen_ von E-Herden zu tun hat
> (Elektroinstallateur).
Ist es nicht. Genau das habe ich in meinem Posting davor doch geschrieben.
>>Vater hatte vor Jahren mal unseren Herd falsch angeschlossen und da musste
>>direkt die Birne im Backofen dran glauben :(
> So sieht das aus, wenn einem ein Fehler unterlaufen ist.
> Du kannst Dir auch dadurch ne´ super Schnellkochplatte installieren,
> von 0 auf 100 in 2 Sekunden (boah ej)
Muss nicht sein ;). Das war ja nur der Beweis dafuer, dass ein Herd nur mit
230V laeuft und nicht mit 400V, wie viele Leute der Ansicht sind.
>> Klar koennte ich
>>einfach mal die Dose aufschrauben und die Sicherung rein und dann mit dem
>>Phasenpruefer schauen, wo das Glimmlaempchen aus bleibt.
>
> Ziemlich waghalsig, _man_ prueft nicht mit einem Schwindelstift!
Wieso nicht? Hat prima geklappt. Desweiteren haben alle Farben gestimmt: 3
Braune fuer die Phasen, einen blauen fuer den Nullleiter und eben der
Schutzleiter (gelb-gruen).
>>Was waere, wenn es tatsaechlich ein Herd (noch nie gesehen, aber
>>gehoert/gelesen) ist, der mit Drehstrom laeuft?
> Argh, nimm das mit dem Drehstrom nicht zu woertlich, der Herd faengt
> nicht an zu drehen ;-)
Nein. Unter Drehstrom verstehe ich die Nutzung des Potentialunterschieds
zwischen 2 Phasen (400V) und eben nicht zwischen Phase und Nullleiter. In
dem Fall braucht man den Nullleiter gar nicht und muesste nur 4 Draehte
anschliessen. Ausserdem koennte der Drahtquerschnitt kleiner sein, weil,
wegen der hoeheren Spannung fuer die gleiche Heiz-Leistung weniger Strom
fliessen muss.
> Eigentlich alle Herde die in D vertrieben werden sind fuer 3 Phasen
> ausgelegt, die einzelnen Platten sind eben jeweils an eine Phase und
> den N angeschlossen (siehe oben). Bei 230V N+PE werden die Bruecken so
> gelegt, das alle Verbraucher (Heizplatten) an eben dieser 1 Phase und
> N liegen!
Ja, der Meinung war ich eben auch. Habe noch nie einen Herd gesehen, der
wirklich mit Drehstrom laeuft (s.o.). Es gibt auch Herde, die nur mit einer
Phase laufen. Das sind meist sog. Single-Kuechen, die nur 2 Herdplatten,
Kuehlschrank, Spuele auf und in einen 2tuerigen Unterschrank haben.
> <Fragen ueber Fragen gesnippt>
> Du scheinst wirklich keinen blassen Dunst von der Materie zu haben.
> Lass das experimentieren, koennte fuer Dich und Unbeteiligte
> unkalkulierbare Risiken bergen.
Anstatt so eine unbegruendete Behauptung in den Raum zu stellen, haettest Du
mir besser verraten sollen, was an meinen Mess-Ideen falsch ist oder an
meinem Verstaendnis falsch ist.
Dominik Pusch wrote:
> Nein. Unter Drehstrom verstehe ich die Nutzung des Potentialunterschieds
> zwischen 2 Phasen (400V) und eben nicht zwischen Phase und Nullleiter. In
> dem Fall braucht man den Nullleiter gar nicht und muesste nur 4 Draehte
> anschliessen. Ausserdem koennte der Drahtquerschnitt kleiner sein, weil,
> wegen der hoeheren Spannung fuer die gleiche Heiz-Leistung weniger Strom
> fliessen muss.
Wenn du drei Platten (gleichstark) anmachst, die an drei verschiedenen
Phasen hängen, dann brauchst du den Nullleiter auch nicht mehr
(Stichwort: Sternschaltung). ;-))
Tot kijk
Matthias
>>Also kann ich zwischen
>>der Starkstromdose
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Das nennt sich Herdanschlussdose. Starkstrom sind schon ein paar
> Amperchen mehr :-)
Na gut, aber irgendwie reden alle, auch Elektriker, im Zusammenhang mit 3
Phasenstrom (Drehstrom) von Starkstrom (zumal er auch mit 32A anstatt
ueblicherweise 16A abgesichert ist).
>>uer den Herd und einen bekannten Schutzleiter (z.B. von
>>einer normalen Steckdose) oder sogar Wasserhahn/Heisskoerper messen, ob
>>ein Durchlass existiert?
> Klaro, aber eben auch der N und PE sind miteinander verbunden, da die
> Einspeisung in愀 Hus in der Regel als PEN ankommt.
> Wenn Du das so messen willst, musste die PEN Bruecke in der Verteilung
> rausnehmen.
Stimmt.
>> Schutzleiter und Nullleiter dagegen duerften keinen
>>Durchlass haben, sonst wuerde der FI-Schutzschalter doch jedesmal
>>herausfliegen,
>
> Wenn ein RCD (FI) eingebaut ist, genuegt es diesen auszuschalten. Dann
> sind PE und N wohl getrennt.
> Allerdings stimmt diese Aussage nur, wenn der RCD die gesammte, oder
> zumindest diesen Teil der Installation absicherst, an dem Du
> rumpriemst.
Ja, war ein Denkfehler: Nullleiter und Schutzleiter sind ja hinter dem FI
verbunden und nicht _innerhalb_ des abzusicherenden Kreises. Wenn man
Schutz- und Nullleiter innerhalb des durch den FI abzusichernden Kreises
verbinden wuerde, wuerde er beim Einschalten jedes Verbrauchers sofort
rausfliegen.
Vielen Dank,
Dominik
>>>Einfacher ist da
>>>sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie das Kabel im
>>>Sicherungskasten angeklemmt ist.
>> Die habe ich noch bei keinem Kasten gesehen (bzw. auch noch nie drauf
>> geachtet)? Muss ich sicherlich irgendeine Abdeckplatte entfernen?
>
> ???
>
> Ich sprach vom Kabel das zur Herdsteckdose geht und direkt vom
> Sicherungskasten kommen sollte.
Ich auch :)
Du meinst ich solle direkt am Sicherungskasten schauen nach der Farbe der
Leitungen. Am Sicherungskasten sehe ich aber nur die Sicherungen und nie
die Leitungen (und deren Farbe) die daran haengen. Die sind sicherlich noch
durch irgendeine Schutzplatte abgedeckt?
>> Ja, da haette ich auch die geringsten Zweifel. Wenn es eine Wohnung gibt,
>> wo die Phase so eine Farbe hat, waere das sicherlich sehr uebel ;)
>
> Bei Installationen von "Hobbyelektrikern" schon alles erlebt ... :(
Gerade bei aelteren oder selbstgebauten Haeusern sollte man wohl aufpassen.
In einem moderen Mehrfamilienhaus oder gar Hochhaus ist so ein
Falschanschluss wohl eher unwahrscheinlich.
> Ja, findest du z.B. bei Heimwerkern für bessere Kreissägen. Alles zu
> erkennen an den entsprechenden Steckern (rote CEE-Stecker, oder weiße
> Stecker mit 5 Kontakten).
Ja, ich kenne diese Stecker. Aber wer hat schon eine so grosse Kreissaege im
Wohnzimmer (Keller, Garage) stehen ;). Eine kleinere tut's fuer den
Heimwerker fuer gewoehnlich auch und meine kleine hat nur eine Phase.
Vielen Dank,
Dominik
Richtig, denn die 3 Phasen heben sich bei Ueberlagerung ja gegenseitig auf.
Deswegen heisst der Nullleiter ja auch Nullleiter. Wenn die Phasen in einem
groesseren Haus gut verteilt und gleichmaessig genutzt werden, muss der
Nullleiter eben nichts leiten ;). Aber weil es eben doch leider nicht alles
so gleichmaessig und gut verteillt ist, gibt es ja die Probleme mit den
Potentialunterschieden, wenn man den Schutzleiter 2er Haeuser verbindet
(Ein Kabel hat einen geringeren Widerstand als die Erde). Deshalb soll man
ja auch um laengeren Computernetzwerkverbindungen zwischen Haeuseren
aufbauen nur ungeschirmtes Kabel (UTP) nehmen, wenn ich das nun recht
verstanden habe.
>Ich mache Wohnungsaufloesungen fuer soziale Zwecke.
sehr ehrenhaft!
>Genau das meine ich! Ein Herd benutzt eben nicht direkt den Strom zwischen 2
>Phasen (400V) sondern nur immer jeweils zwischen Phase und Nullleiter
>(230V).
Das stimmt so auch nicht. Wenn Du den Herd als Black-Box betrachtest
kann er sowohl 3 Aussenleiter (Phasen) +N nutzen oder eben 1
Aussenleiter +N.
Immer je nachdem wie er angeschlossen wird.
>Ist es nicht. Genau das habe ich in meinem Posting davor doch geschrieben.
Da hab ich aber so meine leisen Zweifel, sonst haettest Du nicht so
unbedarft gefragt.
>> Du kannst Dir auch dadurch ne´ super Schnellkochplatte installieren,
>> von 0 auf 100 in 2 Sekunden (boah ej)
>
>Muss nicht sein ;). Das war ja nur der Beweis dafuer, dass ein Herd nur mit
>230V laeuft und nicht mit 400V, wie viele Leute der Ansicht sind.
So ein Bloedsinn, falsch angeschlossen -> Leuchtmittel im Arsch! Da
gehts doch nicht um philosophische Grundsatzfragen sondern schlicht
und ergreifend darum, das derjenige keine Ahnung hatte, sonst waere
das was Du beschrieben hattest eben _nicht_ passiert!
>> Ziemlich waghalsig, _man_ prueft nicht mit einem Schwindelstift!
>
>Wieso nicht? Hat prima geklappt. Desweiteren haben alle Farben gestimmt: 3
>Braune fuer die Phasen, einen blauen fuer den Nullleiter und eben der
>Schutzleiter (gelb-gruen).
Das ist doch toll! Wenn Du aber mal hier in der NG tiefer reinschaust,
wird Dir so manches Posting bez. Luegenstifte/Schwindelstifte einiges
sagen, sofern Du dem folgen kannst.
>Nein. Unter Drehstrom verstehe ich die Nutzung des Potentialunterschieds
>zwischen 2 Phasen (400V) und eben nicht zwischen Phase und Nullleiter.
Weitergehende Infos hierzu liefert Dir das Physikbuch, so ab Klasse 9,
und einschlaegige Fachliteratur.
Das was der Laie (also Du) als Drehstrom bezeichnest ist eine
verkettete Wechselspannung mit eben 120 grd Phasenwinkel. Den kannst
Du eben auch dazu nutzen, ein Drehfeld zu erzeugen/nutzen. Fuer rein
ohmsche Verbraucher ist der Phasenwinkel schnurz, hauptsache die
Potenzialdifferenz haut hin.
>Anstatt so eine unbegruendete Behauptung in den Raum zu stellen, haettest Du
>mir besser verraten sollen, was an meinen Mess-Ideen falsch ist oder an
>meinem Verstaendnis falsch ist.
Also so unbegruendet ist meine Behauptung gar nicht. Aber das wirst Du
sicherlich nicht verstehen. Lies Dir mal Deine bisherigen Postings
nochmal durch. Klar kann man hier Tipps geben wie man Geraete
anschliesst usw. Allerdings halte ich es fuer kreuzgefaehrlich, wenn
sich elektrotechnische Laien, die meinen 2 mal in eine Steckdose
geschaut zu haben, eine komplette Wohnung installieren zu koennen.
Du kannst Dir nicht vorstellen, was ich bisher so fuer Pfusch gesehen
habe, wo Papi der Meinung war, die Kohle fuer den Elektriker sparen
wir uns mal eben. Risiken kannst Du eben ohne entsprechende Ausbildung
nicht in voller Tragweite abschaetzen. Was mir eben gegen den Strich
geht, ist die Tatsache, das es, wenns rummst, immer den/die Falschen
trifft.
So, aber davon wirst Du Dich eh´ nicht abhalten lassen!
Bez. Messpraxis hatte ich Dir sehr wohl entscheidende Tipps gegeben.
>Richtig, denn die 3 Phasen heben sich bei Ueberlagerung ja gegenseitig auf.
>Deswegen heisst der Nullleiter ja auch Nullleiter.
Ne, der heisst Neutralleiter
>Wenn die Phasen in einem
>groesseren Haus gut verteilt und gleichmaessig genutzt werden, muss der
>Nullleiter eben nichts leiten ;).
So die Theorie. _Aber_: i.a. sind die Lastverhaltnisse in den
Aussenleitern eben nicht symetrisch, so das es eben zu erhoehten
Belastungen des Neutralleiters kommt. In den neueren Vorschriften wird
deshalb gefordert, bei der Bemessung des N, diesen unsymetrischen
Lastverteilungen Rechnung zu tragen (Querschnitt erhoehen)
>Na gut, aber irgendwie reden alle, auch Elektriker, im Zusammenhang
>mit 3 Phasenstrom (Drehstrom) von Starkstrom (zumal er auch mit 32A
>anstatt ueblicherweise 16A abgesichert ist).
Nö, gibts auch mit 16, 63, 125 und was-weiß-ich-wie-viel Ampere!
>Ja, war ein Denkfehler: Nullleiter und Schutzleiter sind ja hinter
>dem FI verbunden und nicht _innerhalb_ des abzusicherenden Kreises.
>Wenn man Schutz- und Nullleiter innerhalb des durch den FI
>abzusichernden Kreises verbinden wuerde, wuerde er beim Einschalten
>jedes Verbrauchers sofort rausfliegen.
^^^^^
Nö! Als wir gebaut haben lief den ganzen Tag das Radio und als abends
jemand den Stecker des 500W-Baustrahlers in die Dose gesteckt hat war
alles dunkel. Hat ne ganze weile gebraucht, bis wir die Falsche PEN-
Brücke gefunden hatten ;-)
MfG
--
Jochen Reeg
Joche...@fam-reeg.de
>> Wenn man Schutz- und Nullleiter innerhalb des durch den FI
>> abzusichernden Kreises verbinden wuerde, wuerde er beim Einschalten
>> jedes Verbrauchers sofort rausfliegen.
> ^^^^^
> Nö! Als wir gebaut haben lief den ganzen Tag das Radio und als abends
> jemand den Stecker des 500W-Baustrahlers in die Dose gesteckt hat war
> alles dunkel. Hat ne ganze weile gebraucht, bis wir die Falsche PEN-
> Brücke gefunden hatten ;-)
So ein FI hat schließlich auch so seinen Ansprechnennstrom.
Beim Standart-FI mit 30 mA wird nur garantiert das er bei
30 mA auf jeden Fall auslöst und auftrennt.
Euer Radio hat nur wenige mA gebraucht und damit eben
nicht dafür gesorgt das der FI auslöst.
Beim Baustrahler war dann definitiv Schluß mit Lustig.
(500 W entsprechen einem Strom von 2,17 A insgesamt !!!)
--
Tschau, Wir sind Borg. Die Existenz, wie Sie sie kennen, ist
*MARTIN_W* vorbei. Wir werden Ihre biologischen und technologischen
Charakteristika den unsrigen hinzufuegen. Ihre Kultur wird
sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist zwecklos.
>> Nö! Als wir gebaut haben lief den ganzen Tag das Radio und als abends
>> jemand den Stecker des 500W-Baustrahlers in die Dose gesteckt hat war
>> alles dunkel. Hat ne ganze weile gebraucht, bis wir die Falsche PEN-
>> Brücke gefunden hatten ;-)
>
> So ein FI hat schließlich auch so seinen Ansprechnennstrom.
> Beim Standart-FI mit 30 mA wird nur garantiert das er bei
> 30 mA auf jeden Fall auslöst und auftrennt.
> Euer Radio hat nur wenige mA gebraucht und damit eben
> nicht dafür gesorgt das der FI auslöst.
Aber bestimmt mehr als 30mA? Ich denke mal, dass aber weniger als 30mA ueber
den Schutzleiter abgeflossen ist und der Rest ueber den Nullleiter, so das
der FI nicht aussloest. Theoretisch muesste sich das ja 50:50 teilen (die
Haelfte ueber den Schutzleiter, die andere ueber den Nullleiter)? Also
duerfte das Radio (theoretisch) maximal 60mA aufgenommen haben. Das sind
13,8W. Hat ein Radio wirklich so wenig, gerade wenn mit viel Krach gebaut
wird, laesst man es doch etwas lauter laufen? ;)
Dominik Pusch schrieb:
> Das sind
> 13,8W. Hat ein Radio wirklich so wenig, gerade wenn mit viel Krach gebaut
> wird, laesst man es doch etwas lauter laufen? ;)
Hier steht ein Radio mit lt. Typenschild max. 7W und das kann
(subjektiv) auch schon ganz schön laut werden. Mehr als Zimmerlautstärke
schafft man mit einem anderen Radio schon mit 250mW (gerade gemessen).
CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://chzsoft.com.ar/ - Fido: Christian Zietz@2:2437/74.9
PGP-Key auf Anfrage oder ueber http://wwwkeys.de.pgp.net (Port 11371)
Die wichtigsten Antworten zum Thema Herdanschluß hast du ja hier schon
gefunden, Zeichnungen und weitere Informationen hab ich bereits auf einer
meiner Homepage´s unter
www.herd.josefscholz.de ins Netz gestellt.
Der Anschluß eines Herdes sollte einem Fachmann überlassen werden,
zu groß ist die Gefahr eines Falschanschlusses.
Denke an deine Gesundheit und die deiner Familie.
Hinzu kommt,
Ein Falschanschluß hat grundsätzlich die Zerstörung von Heizkörpern und,
falls vorhanden, Elektroniken zur Folge.
Besonders die Stahlheizkörper von Ceranfeldern sind sehr empfindlich!!!
Habe schon oft " Hobby-Elektriker "gehabt, die ihren "preiswerten"
Eigenanschluß mit einer teueren Reparatur quittiert bekamen.
Weiterhin erlischt bei Neugeräten nach einem Falschanschluß die
Hersteller-Garantie, da Folgeschäden, die auch erst später auftreten
können, nicht auszuschließen sind !!! Ein Falschanschluß ist immer anhand
des Schadensbildes nachweisbar !!!
Lieber ein paar Euro für einen Fachmann ausgeben
--
Ich hoffe Dir damit weitergeholfen zu haben!
Josef Scholz
Tips und Schaltpläne zum Herd und zum KFZ:
http://www.Herd.josefscholz.de
http://www.KFZ.josefscholz.de
>So ein FI hat schließlich auch so seinen Ansprechnennstrom.
>Beim Standart-FI mit 30 mA wird nur garantiert das er bei
>30 mA auf jeden Fall auslöst und auftrennt.
War allerdings zu Bau-Zeiten noch ein 500mA Typ.
>Euer Radio hat nur wenige mA gebraucht und damit eben
>nicht dafür gesorgt das der FI auslöst.
>Beim Baustrahler war dann definitiv Schluß mit Lustig.
>(500 W entsprechen einem Strom von 2,17 A insgesamt !!!)
Das war uns dann hinterher auch klar, aber vorher kommt man auf solche
Ideen ja meist nicht.
> Matthias Wimmer wrote:
>
> Richtig, denn die 3 Phasen heben sich bei Ueberlagerung ja
> gegenseitig auf. Deswegen heisst der Nullleiter ja auch
> Nullleiter.
Heisst er nicht!
> Deshalb soll man ja auch um laengeren Computernetzwerkverbindungen
> zwischen Haeuseren aufbauen nur ungeschirmtes Kabel (UTP) nehmen,
> wenn ich das nun recht verstanden habe.
Auch das stimmt nicht, man nehme LWL. Ansonsten sind nur geschirmte
Leitungen erlaubt (u.a. DIN VDE 50173)
Lutz
>>> uer den Herd und einen bekannten Schutzleiter (z.B. von
>>> einer normalen Steckdose) oder sogar Wasserhahn/Heisskoerper
>>> messen, ob ein Durchlass existiert?
>> Klaro, aber eben auch der N und PE sind miteinander verbunden,
>> da die Einspeisung in´s Hus in der Regel als PEN ankommt.
Das kann nur der VNB/EVU wissen denn der grüngelbe(!) kann auch nur N
sein wenn es ein TT Netz ist.
>> Wenn Du das so messen willst, musste die PEN Bruecke in der
>> Verteilung rausnehmen.
Da kannst Du bei mir lange suchen, meine Verbindung ist am HAK-PAS.
>>> Schutzleiter und Nullleiter dagegen duerften keinen
>>> Durchlass haben, sonst wuerde der FI-Schutzschalter doch
>>> jedesmal herausfliegen,
>>
>> Wenn ein RCD (FI) eingebaut ist, genuegt es diesen
>> auszuschalten. Dann sind PE und N wohl getrennt.
>> Allerdings stimmt diese Aussage nur, wenn der RCD die gesammte,
>> oder zumindest diesen Teil der Installation absicherst, an dem
>> Du rumpriemst.
>
> Ja, war ein Denkfehler: Nullleiter und Schutzleiter sind ja
> hinter dem FI verbunden und nicht _innerhalb_ des
> abzusicherenden Kreises.
Und noch einer. Der geschützte (hat mit Sicherung nichts zu tun)
Stromkreis ist immer hinter dem RCD (FI). Und die Verbindung darf
davor sein dahinter kann lebensgefährlich sein.
> Wenn man Schutz- und Nullleiter
> innerhalb des durch den FI abzusichernden Kreises verbinden
> wuerde, wuerde er beim Einschalten jedes Verbrauchers sofort
> rausfliegen.
Das muss nicht sein beim 30 mA ist das anzunehmen aber ein 0,5 A
denkt gar nicht dran.
Lutz
> Am Sat, 05 Oct 2002 10:55:12 +0200, Dominik Pusch
> <domini...@koeln.de> schrieb:
>
>>> Einfacher ist da
>>> sicher, dass du einfach mal nachschaust, wie
>>> das Kabel im
> ^^^^^^^^^^^^^^
> Das ist immer noch eine Leitung. Kabel sind das, was Du im
> Erdreich verlegen kannst (NYY u.a.)
Danke, dann brauch ich hier nicht mehr.
Lutz
> Wie schliesse ich ein Herd an? Ich habe schon (beruflich)
> hunderte Herde abgeklemmt aber noch keinen angeschlossen :)
>
> Meistens (ausser bei Herden mit 2 Platten und ohne Backofen)
> sind es 5 Kabel. 3 Phasen, und je 1 Nullleiter und Schutzleiter.
Es gibt keinen Null-Leiter! Was Du meinst ist der N(eutralleiter)
Lutz
> Genau das meine ich! Ein Herd benutzt eben nicht direkt den
> Strom zwischen 2 Phasen (400V) sondern nur immer jeweils
> zwischen Phase und Nullleiter (230V).
Du musst von dem Begriff "Herd" runterkommen. Da das sind Backofen,
Kochplatten, Ceranfeld und was weiss ich noch alles die in einem
Gerät sitzen und mit 230 V~ laufen. Die Herdanschlussdose heisst ja
offiziel Geräteanschlussdose...
Lutz
Ich denke mal die Baustromversorgung entsprach nicht den Vorschriften
oder es war ein RCD >30 mA. Bei deinen angenommenen 60 mA und einer
50/50 Aufteilung und 30 mA RCD macht es auf jeden Fall Patsch.
Lutz
> JR...@gmx.de meinte am 05.10.02:
>
>> Nö! Als wir gebaut haben lief den ganzen Tag das Radio und als
>> abends jemand den Stecker des 500W-Baustrahlers in die Dose
>> gesteckt hat war alles dunkel. Hat ne ganze weile gebraucht,
>> bis wir die Falsche PEN- Brücke gefunden hatten ;-)
>
> So ein FI hat schließlich auch so seinen Ansprechnennstrom.
> Beim Standart-FI mit 30 mA wird nur garantiert das er bei
> 30 mA auf jeden Fall auslöst und auftrennt.
> Euer Radio hat nur wenige mA gebraucht und damit eben
> nicht dafür gesorgt das der FI auslöst.
> Beim Baustrahler war dann definitiv Schluß mit Lustig.
> (500 W entsprechen einem Strom von 2,17 A insgesamt !!!)
Wenn es ein 30 mA war und das Radio mehr als 15 mA braucht hätte
ausgelöst werden können. Wenn es aber ein 500 mA RCD war dann könnten
es 250 mA sein. Damit kriegt man schon eine Hähnchen gebraten. 30 mA
RCD für Bauanschlüsse sind noch nicht lange Vorschrift.
Lutz
--
Meine Elektrotechnikseite
home.arcor.de/elektrotechnik/
Mitglied im "Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V." daab
werden. Wir brauchen Unterstützung. http://www.daab.de/mitglied.html
>Es gibt keinen Null-Leiter! Was Du meinst ist der N(eutralleiter)
Nu sei doch nicht päpstlicher als die VDE-Vorschriften. Auf der
aktuellen VDE-CD finden sich Verweise auf 25 Nullleiter und 23
Nulleiter. So steht z.B. in der VDE 0700 Teil 6 (DIN EN 60334-2-6) vom
Mai 2002:
Diese Norm behandelt die Sicherheit von ortsfesten Elektroherden,
Kochmulden, Backöfen und ähnlichen Geräten für den Hausgebrauch, deren
Bemessungsspannung nicht mehr als 250 V für einphasige Geräte, die
zwischen einer Phase und dem Nullleiter angeschlossen werden, und 480
V für andere Geräte beträgt.
Gruß Willi
>> So ein FI hat schließlich auch so seinen Ansprechnennstrom.
>> Beim Standart-FI mit 30 mA wird nur garantiert das er bei
>> 30 mA auf jeden Fall auslöst und auftrennt.
> War allerdings zu Bau-Zeiten noch ein 500mA Typ.
Umso größere Verbraucher konntet ihr anschließen ohne das der
FI wegen der Brücke ausgelöst hätte.
>> Beim Baustrahler war dann definitiv Schluß mit Lustig.
>> (500 W entsprechen einem Strom von 2,17 A insgesamt !!!)
> Das war uns dann hinterher auch klar, aber vorher kommt man auf solche
> Ideen ja meist nicht.
Da denkt man unter Umständen das der Baustrahler defekt ist.
Beim Radio ist der FI ja drin geblieben ...
--
Tschau, Scotty , beam me up.
*MARTIN_W* Homepage : http://www.martinwodrich.de
(Wird staendig ueberarbeitet).
> Wenn es ein 30 mA war und das Radio mehr als 15 mA braucht hätte
> ausgelöst werden können. Wenn es aber ein 500 mA RCD war dann könnten
> es 250 mA sein. Damit kriegt man schon eine Hähnchen gebraten. 30 mA
> RCD für Bauanschlüsse sind noch nicht lange Vorschrift.
Ich weiß nicht was man für einen FI auf dem Bau nimmt.
Mir fiel halt nur der normale Haushalts-FI ein.
Eben der 30 mA.
--
Tschau, There can be only one.
>> Ja, war ein Denkfehler: Nullleiter und Schutzleiter sind ja
>> hinter dem FI verbunden und nicht _innerhalb_ des
>> abzusicherenden Kreises.
> Und noch einer. Der geschützte (hat mit Sicherung nichts zu tun)
> Stromkreis ist immer hinter dem RCD (FI). Und die Verbindung darf
> davor sein dahinter kann lebensgefährlich sein.
Das ist jetzt wohl ein Verstaendnisproblem: Wenn man davor und dahinter
schreibt muss man eben wohl genauer erwaehnen, welche Seite man meint.
Hinter dem FI ist fuer mich eben aus der Sicht innerhalb des Stromkreises,
den ich nutze. 'Hinter' ist also ausserhalb.
Heute sich mir wieder eine Frage gestellt.
Warum ist ein Lichtschalter kein Doppelschalter der N und L Leiter abtrennt.
Mein Freund wollte eben noch unbedingt die Lampen aufhaengen, die er gekauft
hat. Ich konnte ihn nicht dazu ueberreden die Sicherung raus zu machen
(sonst staenden wir im dunkeln). Lichtschalter aus muesse reichen. Mit
einem Phasenpruefer versicherte er sich, dass der Schalter wirklich aus ist
(zum Test haben wir ihn auch mal eingeschaltet um zu sehen ob das Laempchen
glimmt und direkt wieder aus). Ploetzlich beim Dranfummeln standen wir im
Dunkeln. Erst war mich nicht klar, was passiert ist. Ich ging zu den
Sicherungen und stellte fest, dass der FI draussen war. Was war passiert?
Er hatte beim Dranfummeln kurzzeitig einen Kontakt zwischen Schutz- und
Nullleiter hergestellt und der FI sprang sofort raus (in den anderen
Zimmern brannte ja Licht und wir hatten eine Lampe eingesteckt).
Damit wurde mir klar, dass ein Lichtschalter kein 2poliger Schalter ist, der
Phase und Nulleiter trennt :(
Darumeine Frage: Kann es gefaehrlich sein, wenn man in Kontakt mit dem
Nullleiter kommt und viele andere Verbraucher angeschaltet sind (und kein
FI vorhanden ist)? Bis eben war ich noch der Meinung, dass es nur
gefaehrlich ist, wenn man in Kontakt mit der Phase kommt. Aber anscheinend
kann auch der Kontakt mit dem Nullleiter gefaehrlich sein, wenn mehrere
Verbraucher eingeschaltet sind?
Vielen Dank,
Dominik
Dominik Pusch wrote:
> Darumeine Frage: Kann es gefaehrlich sein, wenn man in Kontakt mit dem
> Nullleiter kommt und viele andere Verbraucher angeschaltet sind (und kein
> FI vorhanden ist)? Bis eben war ich noch der Meinung, dass es nur
> gefaehrlich ist, wenn man in Kontakt mit der Phase kommt. Aber anscheinend
> kann auch der Kontakt mit dem Nullleiter gefaehrlich sein, wenn mehrere
> Verbraucher eingeschaltet sind?
Solange der Neutralleiter in Ordnung ist, das heißt leitend mit dem
Erdpotential verbunden ist, kann nichts passieren, da die Spannung
zwischen Nulleiter und Erde (auf der du mehr oder weniger ja stehst) 0V
beträgt und nach ohmschem Gesetzt damit auch kein Strom fließt (egal wie
klein dein Körperwiderstand ist).
Gefährlich würde es allerdings werden, wenn Verbraucher eingeschaltet
sind und der Neutralleiter irgendwo bricht. In diesem Fall würde das
Potential auf dem "Neutralleiter" auf das Potential der Phase angehoben
werden. (Flapsig gesagt, Lutz möge nicht gleich wieder schimpfen: Der
Strom kann nichtmehr abfließen und bleibt so auf dem Neutralleiter).
Tot kijk
Matthias
> Hallo Dominik!
>
> Dominik Pusch wrote:
> > Darumeine Frage: Kann es gefaehrlich sein, wenn man in Kontakt mit dem
> > Nullleiter kommt und viele andere Verbraucher angeschaltet sind (und kein
> > FI vorhanden ist)? Bis eben war ich noch der Meinung, dass es nur
> > gefaehrlich ist, wenn man in Kontakt mit der Phase kommt. Aber anscheinend
> > kann auch der Kontakt mit dem Nullleiter gefaehrlich sein, wenn mehrere
> > Verbraucher eingeschaltet sind?
>
> Solange der Neutralleiter in Ordnung ist, das heißt leitend mit dem
> Erdpotential verbunden ist, kann nichts passieren, da die Spannung
> zwischen Nulleiter und Erde (auf der du mehr oder weniger ja stehst) 0V
> beträgt und nach ohmschem Gesetzt damit auch kein Strom fließt (egal wie
Es ist aber schon riskant einen solchen Neutralleiter anzufassen, denn
man wird sich boese Erfrierungen an den Fingern holen! 0V zwischen PE
und N haette man nur bei supraleitenden Neutralleitern. Durch den
endlichen Widerstand des N faellt an diesem auch eine Spannung ab, bis
zu etwa 5V (wenn er voll belastet ist, falls noch mehr abfaellt ist er
zu schwach ausgelegt).
--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Genève 23
>> Darumeine Frage: Kann es gefaehrlich sein, wenn man in Kontakt mit dem
>> Nullleiter kommt und viele andere Verbraucher angeschaltet sind (und kein
>> FI vorhanden ist)? Bis eben war ich noch der Meinung, dass es nur
>> gefaehrlich ist, wenn man in Kontakt mit der Phase kommt. Aber
>> anscheinend kann auch der Kontakt mit dem Nullleiter gefaehrlich sein,
>> wenn mehrere Verbraucher eingeschaltet sind?
>
> Solange der Neutralleiter in Ordnung ist, das heißt leitend mit dem
> Erdpotential verbunden ist, kann nichts passieren, da die Spannung
> zwischen Nulleiter und Erde (auf der du mehr oder weniger ja stehst) 0V
> beträgt und nach ohmschem Gesetzt damit auch kein Strom fließt (egal wie
> klein dein Körperwiderstand ist).
Das stimmt ja nicht. Wenn das so waere, duerfte der FI ja nicht rausfliegen,
wenn ich Nullleiter und Schutzleiter verbinde. Der Schutzleiter ist ja
quasi nichts anderes als die Erde, auf die ich stehe?
> Gefährlich würde es allerdings werden, wenn Verbraucher eingeschaltet
> sind und der Neutralleiter irgendwo bricht. In diesem Fall würde das
> Potential auf dem "Neutralleiter" auf das Potential der Phase angehoben
> werden. (Flapsig gesagt, Lutz möge nicht gleich wieder schimpfen: Der
> Strom kann nichtmehr abfließen und bleibt so auf dem Neutralleiter).
Klar, dann muss ja alles ueber mich abfliessen. Ansonsten muss sich der
Strom ja zwischen mir und dem Nulleiter nach dem ohmschen Gesetz aufteilen.
Klar das ich einen hoeheren Widerstand als der Draht des Nullleiters habe
und somit weniger Strom abbekomme. Aber wenn schon Verbraucher mit einer
Gesammtleistung von z.B. 3kW oder mehr dranhaengen?
Wie sieht es eigentlich bei den 2poligen Pruefgeraeten aus (meist
oliv-orange Farbe)? Wenn ich eine Seite mit der Phase verbinde und die
andere mit mir: Dann muesste ich doch theoretisch ordentlich einen gewischt
kriegen, oder?
Vielen Dank,
Dominik
Dominik Pusch wrote:
>>Solange der Neutralleiter in Ordnung ist, das heißt leitend mit dem
>>Erdpotential verbunden ist, kann nichts passieren, da die Spannung
>>zwischen Nulleiter und Erde (auf der du mehr oder weniger ja stehst) 0V
>>beträgt und nach ohmschem Gesetzt damit auch kein Strom fließt (egal wie
>>klein dein Körperwiderstand ist).
> Das stimmt ja nicht. Wenn das so waere, duerfte der FI ja nicht rausfliegen,
> wenn ich Nullleiter und Schutzleiter verbinde. Der Schutzleiter ist ja
> quasi nichts anderes als die Erde, auf die ich stehe?
Nur dass der Schutzleiter zu Erde einen wesentlich kleineren Widerstand
hat als deine Haut zu Erde.
> Klar das ich einen hoeheren Widerstand als der Draht des Nullleiters habe
> und somit weniger Strom abbekomme. Aber wenn schon Verbraucher mit einer
> Gesammtleistung von z.B. 3kW oder mehr dranhaengen?
damit über dich mehr als 30mA fließen müsste sich dein Widerstand zum
Widerstand des Neutralleiters mind. 30mA : (3kW/230V)-30mA = 0,03 :
12,97 = 1 : 435 verhalten. Dein Körperwiderstand sollte aber höher sein
als das 435-fache des Widerstands des Neutralleiters.
Dass wenn man ein Netz extrem belastet, wie Jürgen das schreibt,
irgendwann genug Spannung noch von Neutralleiter diesseits zu Erde
besteht ist klar. Aber es ging hier darum, ob an einer Haushaltsleuchte
nicht lieber zwei Adern geschaltet werden sollten - und die hat nichtmal
3 kW.
Tot kijk
Matthias
> Bei Installationen von "Hobbyelektrikern" schon alles erlebt ... :(
Meine Krönung: in der WG einer Freundin gingen alle drei Phasen des
Herdes gemeinsam in einen Schuko-Stecker; der teilte sich dann eine
preiswerte 3fach-Steckdose mit der Mikrowelle...
Wie die Sicherung das ausgehalten hat, und warum das Haus nicht
abgebrannt ist, ist mir bis heute ein Rätsel ;-)
Gruß,
Michael
--
From-address is valid, but used as spam trap. Write to MJSchuelke at gmx
dot net for a faster reply.
Juergen Hannappel wrote:
> Es ist aber schon riskant einen solchen Neutralleiter anzufassen, denn
> man wird sich boese Erfrierungen an den Fingern holen! 0V zwischen PE
> und N haette man nur bei supraleitenden Neutralleitern. Durch den
> endlichen Widerstand des N faellt an diesem auch eine Spannung ab, bis
> zu etwa 5V (wenn er voll belastet ist, falls noch mehr abfaellt ist er
> zu schwach ausgelegt).
Halte ich bei Stromnetzen in Haushaltsgrößenordnung unsinnig, dass da
die Spannung zwischen Nulleiter und Erde gefährlich groß werden sollte.
Zahlenmäßig verweise ich auf mein anderes Posting, hier möchte ich als
Gedankenanstoß nur noch eines sagen:
Schau' dir mal die Verkabelung in einer älteren Wohnung an: Dort wird
der Neutralleiter in allen Steckdosen an den Schutzkontakt geklemmt.
Damit haben also Geräte mit metallischem Gehäuse auf der Oberfläche das
Potential des Neutralleiters ...
Tot kijk
Matthias
Michael J. Schülke wrote:
>>Bei Installationen von "Hobbyelektrikern" schon alles erlebt ... :(
> Meine Krönung: in der WG einer Freundin gingen alle drei Phasen des
> Herdes gemeinsam in einen Schuko-Stecker; der teilte sich dann eine
> preiswerte 3fach-Steckdose mit der Mikrowelle...
Mein Liebling war bei meinen Eltern, dort wurde als die Heizungsrohre
"geerdet" wurden diese statt mit der Potentialschiene mit Phase
verbunden ... und ich war der "Trottel", der als erster einen Heizkörper
angelangt hat danach.
(War allerdings kein Hobbyelektriker, sondern der Lehrling der Firma,
die das gemacht hat.)
Tot kijk
Matthias
> Klar, dann muss ja alles ueber mich abfliessen. Ansonsten muss sich der
> Strom ja zwischen mir und dem Nulleiter nach dem ohmschen Gesetz aufteilen.
> Klar das ich einen hoeheren Widerstand als der Draht des Nullleiters habe
> und somit weniger Strom abbekomme. Aber wenn schon Verbraucher mit einer
> Gesammtleistung von z.B. 3kW oder mehr dranhaengen?
Wenn dabei am Neutralleiter eine nennenswerte, oder sogar gefaehrliche,
Spannung anlaege, waere deine Installation ziemlich kaputt. Dafuer hast
du dann keine feuchten Waende mehr <eg>.
> Wie sieht es eigentlich bei den 2poligen Pruefgeraeten aus (meist
> oliv-orange Farbe)? Wenn ich eine Seite mit der Phase verbinde und die
> andere mit mir: Dann muesste ich doch theoretisch ordentlich einen gewischt
> kriegen, oder?
Praktisch habe ich es noch nicht probiert, aber: z.B. auf meinem
Steinel-Geraet steht: Strom max. 180mA. Das reicht erwiesenermassen
locker, um einen RCD auszuloesen. Nach 2-3s Pruefen ist der PTC in dem
Teil aber so warm, dass es fuer einen 30mA RCD nicht mehr reicht. Selbst
wenn man davon ausgeht, dass der Strom ungefaehrlich ist, wenn er einen
30mA RCD nicht zum Ausloesen bringt, koenntest du in den 2-3s vorher
schon "ueber die Wupper" sein.
Die Verhaeltnisse sollen dem Vernehmen nach bei anderen Pruefgeraeten
(Duspol) ganz aehnlich sein.
Also besser nicht probieren. Und aus den gleichen Gruenden lieber ein
solches zweipoliges Pruefgeraet verwenden als den von dir genannten
Pruefstift ("Luegenstift"). Denn nur wenn du eine definierte Verbindung
zwischen Phase und Erdpotential herstellst, kannst du zuverlaessig sagen,
ob die Leitung freigeschaltet ist. Der Luegenstift zeigt je nach
Mondphase, Wetterlage und Sockenfeuchtigkeit mal faelschlich Spannung an
(kapazitiv eingekoppelt ueber parallel laufenden Leiter) oder
faelschlich nicht an (isolierender Fussboden, Gummisohlen).
Gruss
Michael
>> Klar, dann muss ja alles ueber mich abfliessen. Ansonsten muss sich der
>> Strom ja zwischen mir und dem Nulleiter nach dem ohmschen Gesetz
>> aufteilen. Klar das ich einen hoeheren Widerstand als der Draht des
>> Nullleiters habe und somit weniger Strom abbekomme. Aber wenn schon
>> Verbraucher mit einer Gesammtleistung von z.B. 3kW oder mehr dranhaengen?
>
> Wenn dabei am Neutralleiter eine nennenswerte, oder sogar gefaehrliche,
> Spannung anlaege, waere deine Installation ziemlich kaputt. Dafuer hast
> du dann keine feuchten Waende mehr <eg>.
Die Spannung haengt doch von dem Widerstand zur Erde und der Laenge des
Nullleiterdrahtes zur Schutzleiter-Nullleiter Bruecke ab? Im Grunde ist es
doch nur eine einfache Parallelschaltung:
-(X)--+-----|=R1=|---|FI|-----T---
| |
| |
+-----|=R2=|------------+
X: Verbraucher
T: Schutzleiter-Nullleiter Bruecke
R1: Widerstand des Drahtes bis zu T
R2: Widerstand des Koepers + Widerstand der Erde/Schutzleitder bis zu T
Wenn der Verbraucher nun 3kW hat, was im Lichtnetz durchaus vorkommen kann,
muessen sich ca. 13A zwischen R1 und R2 aufteilen. Da kann es doch durchaus
sein, bei genuegend kleinen R2 und grossen R1, dass R2 >30mA abbekommt. Und
meine Wohnung (wie viele andere auch) hat kein FI am Lichtnetz
[2pol Pruefgeraete]
> Praktisch habe ich es noch nicht probiert, aber: z.B. auf meinem
> Steinel-Geraet steht: Strom max. 180mA. Das reicht erwiesenermassen
> locker, um einen RCD auszuloesen. Nach 2-3s Pruefen ist der PTC in dem
> Teil aber so warm, dass es fuer einen 30mA RCD nicht mehr reicht. Selbst
> wenn man davon ausgeht, dass der Strom ungefaehrlich ist, wenn er einen
> 30mA RCD nicht zum Ausloesen bringt, koenntest du in den 2-3s vorher
> schon "ueber die Wupper" sein.
Also sollte man von diesen Pruefgeraeten lieber die Finger lassen.
> Also besser nicht probieren. Und aus den gleichen Gruenden lieber ein
> solches zweipoliges Pruefgeraet verwenden als den von dir genannten
> Pruefstift ("Luegenstift"). Denn nur wenn du eine definierte Verbindung
> zwischen Phase und Erdpotential herstellst, kannst du zuverlaessig sagen,
> ob die Leitung freigeschaltet ist. Der Luegenstift zeigt je nach
> Mondphase, Wetterlage und Sockenfeuchtigkeit mal faelschlich Spannung an
> (kapazitiv eingekoppelt ueber parallel laufenden Leiter) oder
> faelschlich nicht an (isolierender Fussboden, Gummisohlen).
Also ich habe es noch nie erlebt, dass er faelschlicherweise ein Spannung
angezeigt hat. Ebenfalls auch nicht, dass das Laempchen gar nicht glimmt.
Hoechstens mal, dass es nur schwach glimmt. Dann greif ich mit einem Finger
eben mal eben an den Schutzleiter und sehe, wie das Laempchen hell
aufleuchtet.
In so einem Pruefstift ist doch nur ein Glimmlaempchen und ein Widerstand?
Der Widerstand ist aber AFAIK so hoch, dass keine Gefahr besteht (Ich
spuere jedenfalls nichts, wenn ich an der Steckdose direkt den
Schutzleiterkontakt anpacke und das Laempchen hell aufleuchtet).
Hat jemand denn mal andere Erfahrungen mit einem Phasenpruefer gemacht?
Vielen Dank,
Dominik
>Hat jemand denn mal andere Erfahrungen mit einem Phasenpruefer gemacht?
Ja. In meiner Garage, die 20 Meter vom Haus entfernt ist, hat er in
einer Brennstelle geleuchtet, obwohl der Lichtschalter aus war. Erst
nach Abschalten des Leitungsschutzschalters war auch der Lügenstift
aus.
Ein anderes Mal habe ich eine Lampe angeschlossen. Leitungsschalter
aus, Lichtschalter aus, Prüfstift an Phase leuchtet nicht, aber RCD
löst aus. Kartoffeln blieben kalt, da RCD für die ganze Wohnung inkl.
Herd ist.
;^)
Marc
Nimm einmal ein Voltmeter und miss die Spannungsdifferenz zwischen
Neutralleiter und Schutzleiter. Es werden nur ganz wenige Volt sein.
Trotzdem fliesst auf der Verbindung ein u.U. recht hoher Strom. Der Strom
kann - wie bei parallelschaltungen üblich - irgendwo zwischen fast-null bis
zum fast-Gesamtstrom liegen.
Gefährlich ist das aber nicht.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
Es ist soweit: Salzgitter bekommt eine U-Bahn. Seit Monaten wird schon
gebuddelt. In einer ersten Ausbaustufe - die eingeschränkte Finanzlage
zwingt dazu, und man will auch erst die Akzeptanz testen - wird nur eine
Station gebaut. 2 Jahre später soll dann eine 2. Station dazu kommen. In
einer weiteren Ausbaustufe sollen dann beide Stationen miteinander
verbunden werden....
> Meine Krönung: in der WG einer Freundin gingen alle drei Phasen des
> Herdes gemeinsam in einen Schuko-Stecker; der teilte sich dann eine
> preiswerte 3fach-Steckdose mit der Mikrowelle...
Wo ist das Problem? Bei den Herd meines Freundes war standardmaessig eine
Metalbruecke in den Schraubklemmen zwischen allen drei Phasen. Diese musste
ich erst herausgenommen. Haette natuerlich auch einfach eine Phase daran
anschliessen koennen. Ob man nun die Anschluesse direkt an der Klemme
brueckt oder erst nach dem Anschlusskabel im Schuko-Stecker: Das macht doch
keinen Unterschied?
> Wie die Sicherung das ausgehalten hat, und warum das Haus nicht
> abgebrannt ist, ist mir bis heute ein Rätsel ;-)
Ich denke mal, dass es die Sicherung eben nicht aushaelt, wenn man mal mehr
als 2 Platten gleichzeitig betreiben moechte?
Natürlich nicht. Nur ist glaube ich kaum, daß der Schuko-Stecker für den
Strom ausgelegt ist, den vier Herdplatten und ein Backofen ziehen können
-- und schon gar nicht, daß die kleine Tischsteckdose auch noch für die
Mikrowelle taugt. Über den Daumen gepeilt sind das ja unter Vollast
immerhin so 24 A für den Herd (4A für kleine, 8A für große Platten), 8-
12A für den Backofen und nochmal 3-4A für die Mikrowelle.
> > Wie die Sicherung das ausgehalten hat, und warum das Haus nicht
> > abgebrannt ist, ist mir bis heute ein Rätsel ;-)
>
> Ich denke mal, dass es die Sicherung eben nicht aushaelt, wenn man mal mehr
> als 2 Platten gleichzeitig betreiben moechte?
Das ist ja das witzige: der Herd funktionierte zumindest im
"Normalbetrieb" einwandfrei -- wir haben darauf ein komplettes kleines
Menü zubereitet, zeitweise waren drei Platten und der Backofen im
Einsatz (wenn auch nicht unter Vollast), bevor mein Blick auf die
Elektrik fiel.
>Natürlich nicht. Nur ist glaube ich kaum, daß der Schuko-Stecker für den
>Strom ausgelegt ist, den vier Herdplatten und ein Backofen ziehen können
>-- und schon gar nicht, daß die kleine Tischsteckdose auch noch für die
>Mikrowelle taugt. Über den Daumen gepeilt sind das ja unter Vollast
>immerhin so 24 A für den Herd (4A für kleine, 8A für große Platten), 8-
>12A für den Backofen und nochmal 3-4A für die Mikrowelle.
Schild dranmachen: "Nur eine Platte zur Zeit benutzen !"
Damit ist dem Gesetz dann genuege getan und der Elektormeister, der
das verzapft hat, kann sich weiter auf dem goldenen Boden des
deutschen Handwerks waelzen. Nagut, sein wir mal ernst:
suchen wir uns Freundinnen mit Gasherden, davon verstehen wir weniger
als von elektrischen, dann wird uns auch nicht ganz so schlecht beim
Blick auf die Installation ;-)
Er hat nicht gelogen sondern korrekt geleuchtet, da über 90V oder so
tatsächlich drauf waren. Dass kaum Strom hinter diesem kapazitiven
Übersprechen lag, kann er nicht wissen.
> Ein anderes Mal habe ich eine Lampe angeschlossen. Leitungsschalter
> aus, Lichtschalter aus, Prüfstift an Phase leuchtet nicht, aber RCD
> löst aus. Kartoffeln blieben kalt, da RCD für die ganze Wohnung inkl.
> Herd ist.
Der FI hat wohl deshalb ausgelöst, weil N an Erde gekommen ist.
Dafür kann der Phasenprüfer nichts.
--
mfg Rolf Bombach
>> Wo ist das Problem? Bei den Herd meines Freundes war standardmaessig eine
>> Metalbruecke in den Schraubklemmen zwischen allen drei Phasen. Diese
>> musste ich erst herausgenommen. Haette natuerlich auch einfach eine Phase
>> daran anschliessen koennen. Ob man nun die Anschluesse direkt an der
>> Klemme brueckt oder erst nach dem Anschlusskabel im Schuko-Stecker: Das
>> macht doch keinen Unterschied?
>
> Natürlich nicht. Nur ist glaube ich kaum, daß der Schuko-Stecker für den
> Strom ausgelegt ist, den vier Herdplatten und ein Backofen ziehen können
> -- und schon gar nicht, daß die kleine Tischsteckdose auch noch für die
> Mikrowelle taugt. Über den Daumen gepeilt sind das ja unter Vollast
> immerhin so 24 A für den Herd (4A für kleine, 8A für große Platten), 8-
> 12A für den Backofen und nochmal 3-4A für die Mikrowelle.
Das denke ich aber schon. Zumindest fuer 16A Dauerlast (Drueber fliegt auf
Dauer eh die Sicherung raus). Der Schukostecker wird wohl weniger das
Problem sein: Die Pinne sind ja wohl dick genug?
Aber ob die Leitungen bei normalen Steckdosen reichen? Es sind IIRC 1,5qmm
Leitungen, wobei beim Herd jede Phase 2,5qmm hat.
Aber da die normalen Sicherungen ja auf 16A ausgelegt sind muessen
eigentlich _alle_ Leitungen gefahrlos, insbesondere bei Mehrfachsteckdosen
und sowas, 16A aushalten koennen, akso auch 1,5qmm Kabel. Vielleicht
erwaermt es sich dabei auf Dauer leicht, aber ich glaube kaum, dass davon
eine echte Brandgefahr ausgehen kann. Das zu betreibende Geraet bekommt
dann bloss etwas weniger Spannung, weil so 'duennes' Kabel bei hohen
Stroemen einen hoeheren Spannungsabfall als dickere Kabel haben...
>> Ich denke mal, dass es die Sicherung eben nicht aushaelt, wenn man mal
>> mehr als 2 Platten gleichzeitig betreiben moechte?
>
> Das ist ja das witzige: der Herd funktionierte zumindest im
> "Normalbetrieb" einwandfrei -- wir haben darauf ein komplettes kleines
> Menü zubereitet, zeitweise waren drei Platten und der Backofen im
> Einsatz (wenn auch nicht unter Vollast), bevor mein Blick auf die
> Elektrik fiel.
Das ist wirklich schon erstaunlich.
selbst bei kleineren Strömen ist mir jetzt zum dritten mal
ein total verbrannter Schukostecker untergekommen.
Gut das erste mal war wohl das Kabel an den Schraubanschlüssen
korrodiert, das ist dann so warm geworden das der Stecker ganz
zerschmolzen ist. Die anderen beiden Fälle lagen wohl einfach an
der Steckdose deren Kontakte oxidiert waren, die wurden dann so
warm das der Schuckstecker beim Ausstecken seine Pinns in der Dose
stecken gelassen hat :-) (Und da war nur ein normaler Toster drann)
>Er hat nicht gelogen sondern korrekt geleuchtet, da über 90V oder so
>tatsächlich drauf waren. Dass kaum Strom hinter diesem kapazitiven
>Übersprechen lag, kann er nicht wissen.
Ja. Aber da lügt doch der Stift. Er zeigt mir eine Gefahr, die gar
nicht da ist.
Gruß
Marc
Besser so als andersrum...
--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://wwwbode.in.tum.de/~acher
"Oh no, not again !" The bowl of petunias
Wenn die Leitungen einzeln verlegt sind, sicher nicht. Werden aber Bündel
von Leitungen zusammengefasst, und möglichst noch in einem Kabelkanal neben
der Warmwasserleitung verlegt, ist es fast sicher, dass die Isolation
irgendwann verhärtet und abbröckelt. So eine Installation soll ja nicht nur
10 Jahre halten.
> dann bloss etwas weniger Spannung, weil so 'duennes' Kabel bei hohen
> Stroemen einen hoeheren Spannungsabfall als dickere Kabel haben...
Es ist in solchen Fällen sicher kein Nachteil, nachzurechnen, ob diese
Leitung noch einen ausreichend hohen Strom fliessen lässt, falls ein
Kurzschluss auftritt. Der Sicherungsautomat hat 2 Auslösekrtierien, Überlast
und Kurzschluss. Bei Überlast tritt eine allmähliche Erwärmung ein, die dann
über eine Art Bimetall den Automaten stark verzögert auslöst. Die Auslösung
bei Kurzschluss funktioniert über einen Elektromagneten. Bei langen und
dünnen Leirtungen kommt es vor, dass der Kurzschlussstrom zu schwach ist, um
die Sicherung sofort auszulösen. Es kommt zu Lichtbögen und Bränden.
Die allermeisten Gefahrenhinweise zeigen auf Gefahren,
"die eigentlich nicht da sind". Tendenz zunehmend...
--
mfg Rolf Bombach
Mir ist auch gerade eine relativ neue Steckdose abgequalmt.
Innen war wohl der Kontakt (Klemmfeder) nicht perfekt, nehme
ich mal an. Nach ca. 30 Minuten bei 10A ist der eine Teil der
Steckdose regelrecht abgeschmolzen. Am Anschlussdraht waren
etwa 5cm Isolation weggeschmolzen, der Draht vornedran sah
ziemlich ausgeglüht aus.
Selbst die angespritzten Stecker der Geräte scheinen mir
qualitativ nicht besonders gut, aber 70C muss man wohl heute
tolerieren... Jedenfalls werden die Pins extrem heiss.
--
mfg Rolf Bombach
> Solange der Neutralleiter in Ordnung ist, das heißt leitend mit
> dem Erdpotential verbunden ist, kann nichts passieren, da die
> Spannung zwischen Nulleiter und Erde (auf der du mehr oder
> weniger ja stehst) 0V beträgt und nach ohmschem Gesetzt damit
> auch kein Strom fließt (egal wie klein dein Körperwiderstand
> ist).
Davon kannst Du nur im TN Netz ausgehen. Im TT Netz kann das anders
sein denn der Widerstand zwischen Betriebserder und Anlagenerder
ist >0 Ohm.
Lutz
> Am Wed, 09 Oct 2002 13:08:12 +0200 schrieb Dominik Pusch:
>
>> Wie sieht es eigentlich bei den 2poligen Pruefgeraeten aus
>> (meist oliv-orange Farbe)? Wenn ich eine Seite mit der Phase
>> verbinde und die andere mit mir: Dann muesste ich doch
>> theoretisch ordentlich einen gewischt kriegen, oder?
>
> Praktisch habe ich es noch nicht probiert, aber: z.B. auf meinem
> Steinel-Geraet steht: Strom max. 180mA. Das reicht
> erwiesenermassen locker, um einen RCD auszuloesen.
Lötzinn. Ein 500 mA denkt gar nicht daran. Ja nach Typ braucht es
250 - 500 mA.
Lutz
Lutz Illigen wrote:
> Davon kannst Du nur im TN Netz ausgehen. Im TT Netz kann das anders
> sein denn der Widerstand zwischen Betriebserder und Anlagenerder
> ist >0 Ohm.
Gibt es denn TT im "Homebereich"? Mir ist bisher nur TN-C und TN-S in
Haushalten untergekommen.
Tot kijk
Matthias
--
Fon: +49-(0)70 0770 07770 http://matthias-wimmer.de/
HAM: DB1MW jabber://ma...@charente.de
>> Praktisch habe ich es noch nicht probiert, aber: z.B. auf meinem
>> Steinel-Geraet steht: Strom max. 180mA. Das reicht
>> erwiesenermassen locker, um einen RCD auszuloesen.
> Lötzinn. Ein 500 mA denkt gar nicht daran. Ja nach Typ braucht es
> 250 - 500 mA.
Und wer setzt (neu!) einen 500mA-RCD ein?
Die geschilderten Erfahrungen wurden beim Pruefen und Reparieren
diverser Anlagen gemacht, in denen jeweils ein 30mA RCD sass (sitzen
musste). Wenn der bei 180mA nicht ausloest, ist er fraglos kaputt :-)
Gruss
Michael
> Und wer setzt (neu!) einen 500mA-RCD ein?
Es spricht nichts dagegen. Während meiner Ausbildung gab es praktisch
nur den einen RCD Typ.
Gegenfragen: Installierst Du nur 30 mA? Was machst Du wenn die
Ableitströme div. Wärmegeräte 30 mA überschreiten?
> Die geschilderten Erfahrungen wurden beim Pruefen und Reparieren
> diverser Anlagen gemacht, in denen jeweils ein 30mA RCD sass
> (sitzen musste). Wenn der bei 180mA nicht ausloest, ist er
> fraglos kaputt :-)
Das ist richtig.
Lutz
> Lutz Illigen wrote:
>> Davon kannst Du nur im TN Netz ausgehen. Im TT Netz kann das
>> anders sein denn der Widerstand zwischen Betriebserder und
>> Anlagenerder ist >0 Ohm.
>
> Gibt es denn TT im "Homebereich"? Mir ist bisher nur TN-C und
> TN-S in Haushalten untergekommen.
Das liegt einzig beim EVU/VNB. Wenn der Wert (2 Ohm) für den Erder
nicht eingehalten werden kann gibt es kein TN. Da bleibt nur TT. Das
kannst Du aber nur beim EVU/VNB erfragen denn die dürfen den grün/
gelben Leiter auch als Neutralleiter verwenden.
Lutz
Lutz Illigen wrote:
>>Gibt es denn TT im "Homebereich"? Mir ist bisher nur TN-C und
>>TN-S in Haushalten untergekommen.
> Das liegt einzig beim EVU/VNB. Wenn der Wert (2 Ohm) für den Erder
> nicht eingehalten werden kann gibt es kein TN. Da bleibt nur TT. Das
> kannst Du aber nur beim EVU/VNB erfragen denn die dürfen den grün/
> gelben Leiter auch als Neutralleiter verwenden.
Die Frage war nicht, ob es das geben kann, sondern ob das wirklich
irgendwo existiert? Mir ist's jedenfalls noch nicht untergekommen, dass
ein Energieversorgungsunternehmen TT machte - und ich kenne schon einige
Netze *grins*.