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Netzleitung durchbohrt - wie flicken?

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Robert Eichen

unread,
Oct 20, 2001, 11:26:35 AM10/20/01
to
Hallo!

Vor kurzem habe ich versehentlich mehrere Unterputz-Stromleitungen
durch- und angebohrt. Ich habe die Leitungen schon freigelegt, aber
wie verbinde ich die Kabel am besten wieder?
Reichen Lüsterklemmen, oder muß das gelötet oder gecrimpt werden?
Das Loch in der Wand muß nicht wieder verputzt werden, es verschwindet
sowieso hinter einem Regal, unerreichbar für Kinder oder Hunde ;-)

Danke, Robert

Lutz Illigen

unread,
Oct 20, 2001, 12:59:04 PM10/20/01
to
Am Sat, 20 Oct 2001 15:26:35 GMT, Robert...@gmx.de (Robert Eichen)
tippte in <3bd1815e...@news.cis.dfn.de>:

Löcher stemmen, Dosen setzen, Leitungen einführen und verbinden. Dann
mit VDE gerechten Deckel verschliessen. Alles andere ist murks.

Lutz

Sebastian Suchanek

unread,
Oct 20, 2001, 2:06:23 PM10/20/01
to
Lutz Illigen <use...@lutz-illigen.de> spoke thusly:

Halt' ich für übertrieben. (Zumal die "Länge" der freien
Leitungen kaum für eine sauber verklemmte Dose reichen würden.)
Ich würde statt dessen Quetschverbinder vorschlagen und
Schrumpfschlauch 'drüber.
Bei unisolierten Verbindern den Schlauch sowohl über alle
Einzeladern als auch über den Mantel, bei isolierten Verbindern
nur über den Mantel.
Anschließend wieder verputzen.
Reicht IMHO vollkommen aus.


Tschüs,

Sebastian

xp & f'up2 d.s.i.e.

--
http://www.baumaschinen-modelle.net

Neu: Neue Modelle zu Sammlung hinzugefügt,
neue Fotos von allen Modellen

MaWin

unread,
Oct 20, 2001, 5:19:44 PM10/20/01
to
Robert Eichen <Robert...@gmx.de> schrieb im Beitrag <3bd1815e...@news.cis.dfn.de>...
Ordentliche Verteilerdose mit Deckel in die Wand setzen und
3er Luesterklemme rein, in der Hoffnung, das die Kabel nur
'gebrochen' sind und nicht etwa 1cm fehlt, denn die Luesterklemme
kann hoechstens 0.5cm ueberbruecken. -> de.sci.elektrotechnik
--
Manfred Winterhoff, mawin at gmx.net, remove NOSPAM if replying
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.e-online.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Thomas Hübner

unread,
Oct 20, 2001, 12:45:06 PM10/20/01
to
"Robert Eichen" <Robert...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3bd1815e...@news.cis.dfn.de...

Aber nicht für Robert B^p
Deine Frage initiiert eine adäquate Antwort:
Fachgerechte Reparatur durch konzessionierten Elektriker gegen Rechnung.
Alles andere -mit schriftlich ferngelenkter- Hand ist brandgefährded und du
verlierst im Fall des Falles den Versicherungsschutz.
Nix für ungut. Aber du könntest hypothetisch einen Elektriker fragen, was
der in einem solchen Fall machen würde.

Grüße, Thomas; th.huebner(at)gmx.de


Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 21, 2001, 3:36:45 AM10/21/01
to
"MaWin" <ma...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:01c1597e$303c63e0$0100007f@amdk6-300...

> Ordentliche Verteilerdose mit Deckel in die Wand setzen und
> 3er Luesterklemme rein, in der Hoffnung, das die Kabel nur
> 'gebrochen' sind und nicht etwa 1cm fehlt, denn die Luesterklemme
> kann hoechstens 0.5cm ueberbruecken. -> de.sci.elektrotechnik

Bitte nicht diese Billiglüsterklemmen. Die gehören nicht in eine
Elektroinstallation.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.


Ulrich Prinz

unread,
Oct 21, 2001, 4:45:59 PM10/21/01
to
Hallo!

Gibt es nicht exakt für diesen Fall im Elektrohandwerk diese
Verbindungstüllen, die per Heißluft zum einen Verbinden und zugleich die
Isolation wieder herstellen?
Die Tüllen haben wohl innen etwas Lotartiges zum verlöten der Adern in
der Tülle und außenherum einen Schrumpfschlauch. Ich meine da war doch was.
Das ganze dann noch mit dem selbst-vulkanisierenden Band umwickeln und
schon kann man es auch wieder verputzen. Das Band funktioniert, in dem
man es beim Umwickeln kräftig auseinander zieht. Damit verschweißt es
sich selbst.
Ich denke, das ist wohl state of the Art und wird soweit ich weiß gerne
so gemacht.
Ich komme nicht aus er Haustechnikm, daher bei mir ab 100V alles
Hochspannung aber 50Hz sind bei mir auch eher DC... :-)

Was sagt der Fachmann dazu. Crimpen kann er ja nicht, da man mit der
Zange nicht in das Loch hinein kommt, oder die Enden, wenn man die Kabel
vorzieht, zu weit auseinander sind.

Gruß,

Ulrich

MaWin

unread,
Oct 21, 2001, 5:26:25 PM10/21/01
to
Wolfgang Horejsi <wolfgang...@gmx.de> schrieb im Beitrag <9quskn$q16ca$2...@ID-4031.news.dfncis.de>...

>
> Bitte nicht diese Billiglüsterklemmen. Die gehören nicht in eine
> Elektroinstallation.
>
Ich hab' nicht behauptet, das er eine *billige* Luesterklemme
nehmen soll. (Ob eine aus glasierter Keramik mit vergoldeten
Klemmen schoen teuer ist ? :-)
Diese Wago-'Verdrilltuellen' sind zwar praktisch und elektrisch
wohl besser, aber in diesem Anwendungsfall ungeeignet. Dann
muesste man so kraeftig an der Strippe ziehen, das 4cm aus'm
Sicherungskasten nachrutschen...
Loetarbeiten an E-Installation ist immer bloed. Damit der
Loetkolben heiss wird, kommen Hobbybastler immer auf die Idee,
die Sicherung wieder reinzumachen.
Ich denke mal, eine Luesterklemme ist hier praktikabel und
legal. Zumal in der Dose die Draehte stramm von links nach
rechts laufen werden und die 3er Klemme uebersichtlich
dazwischensitzt. Kein Drahtverhau in der Dose,
wie er so gerne von Installateuren zurueckgelassen wird.
Ich hingegen liebe es, wenn der Draht auch nach Abschmelzen
der Isolation (ok, weil Kupferstarrdraht in Luesterklemme
irgendwann dem Schaubendruck nachgibt und wackelt und dann
der Strom am hohen Uebergangswiderstand zu lokaler Erhitzung
fuehrt) keinen Kurzschluss verursachen kann.

F. Breithaupt

unread,
Oct 22, 2001, 2:07:39 PM10/22/01
to

Ulrich Prinz schrieb:

Als gelernter Elektriker (den Fachmann lass ich mal dahingestellt ;-))
sag ich rechts 'ne Dose, links 'ne Dose und dazwischen neue Leitung.
Aber bitte für jeden Stromkreis das Ganze getrennt. Alles andere ist
Murks.

Florian

Torsten Rasch

unread,
Oct 22, 2001, 2:22:37 PM10/22/01
to

"F. Breithaupt" <f.brei...@t-online.de>...

> Als gelernter Elektriker (den Fachmann lass ich mal
dahingestellt ;-))
> sag ich rechts 'ne Dose, links 'ne Dose und dazwischen neue
Leitung.

Und was machst Du, wenn die Kabel von oben nach unten gehen? ;-)

Grüße
Torsten


Holger Bruns

unread,
Oct 22, 2001, 2:32:22 PM10/22/01
to
On Mon, 22 Oct 2001 19:07:39 +0100, "F. Breithaupt"
<f.brei...@t-online.de> wrote:

>Als gelernter Elektriker (den Fachmann lass ich mal dahingestellt ;-))
>sag ich rechts 'ne Dose, links 'ne Dose und dazwischen neue Leitung.
>Aber bitte für jeden Stromkreis das Ganze getrennt. Alles andere ist
>Murks.

Das glauben sie dir hier auf's Wort. Betrachte mal die Diskussion. ;-)

SCNR, Holger

Rainer Zocholl

unread,
Oct 22, 2001, 5:54:00 PM10/22/01
to
(MaWin) 21.10.01 in /de/sci/electronics:

>Loetarbeiten an E-Installation ist immer bloed. Damit der
>Loetkolben heiss wird, kommen Hobbybastler immer auf die Idee,
>die Sicherung wieder reinzumachen.

Emm, ist löten in Installationen nicht generell verboten?
Besonders wenn es eine mechanische Konstruktion ersetzen soll?
"Löten" soll strengenommen nur einen schonbestehenden
guten Kontakt vor Oxidation schützen. (Ja, ich weiss das das viele
Leute anders sehen. Das Ergebnis sieht man dann an "schicken"
kalten Lötenstellen und Haarrissen...)

Ansonsten: man Gaslötkolben, auch nett zum schrumpfen,
ohne Saft auf der Leitung.

Ulrich Prinz

unread,
Oct 22, 2001, 6:21:06 PM10/22/01
to
Hi Florian!

>
> Aber bitte für jeden Stromkreis das Ganze getrennt. Alles andere ist
> Murks.
>
> Florian
>

ROTFL!

Das habe ich ja noch nie gesehen. Mann wie oft bin ich umgezogen und
mußte mir meine Elekrtik machen. Aber getrennte Dosen für die
Stromkreise sind mir wirklich noch nie begegnet. Bis zur Küch wurde
Boiler, Herd und Licht immer im Paket geführt. Erst da teilte sich dann
alles auf.

Wirklich, ich denke es steht in der VDE oder in einer DIN und ich fände
es auch schon, wenn es so wäre, aber entweder weiß das keiner oder es
ist zu teuer.

Da auch das E-Handwerk bezahlbar bleiben muß, kann es schon sein, daß
die von mir vorgeschlagene Heiß-Verbindungstechnik zugelassen ist. Ich
weiß definitiv, daß sie hier von Fachbetrieben ( und nicht gerade den
kleinsten) eingesetzt wird. Heißluftpistole, Heißverbinder und
Vulkanisierband gehören da in jede Werkzeugkiste ebenso wie die
Crimp-Tüllen und die dazu passende Zange.

Wenn wirklich Nachfrage besteht suche ich die Tüllen gerne mal aus dem
Katalog heraus und sehe nach, welche Zulassungen bestehen. Aber wer nen
Farnell da liegen hat, der kann auch selbst mal nachsehen.

Bis denne,

Ulrich

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Oct 23, 2001, 2:28:30 AM10/23/01
to
Am Sun, 21 Oct 2001 22:45:59 +0200, meinte Ulrich Prinz
<ulr....@t-online.de>:

>Was sagt der Fachmann dazu. Crimpen kann er ja nicht, da man mit der
>Zange nicht in das Loch hinein kommt, oder die Enden, wenn man die Kabel
>vorzieht, zu weit auseinander sind.

Ich bin kein Fachmann, aber wenn die Fachleute meinen, daß man da eine
Dose dazwischensetzen soll/muß, dann hilft nur, relativ großflächig
aufstemmen, damit man mit den Kabeln ordentlich arbeiten kann.
Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
_aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
hier konkret Brandgefahr entstehen?

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11 * +49/6196/750120 Fax 750324
D-65929 Frankfurt a.M. * Adelonstraße 58 * +49/69/301024 Fax 315271
e-mail in...@drkoenig.de * http://www.drkoenig.de

Holger Bruns

unread,
Oct 23, 2001, 3:36:03 AM10/23/01
to
On Tue, 23 Oct 2001 06:28:30 GMT, ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M.
Michael Koenig) wrote:

>Ich bin kein Fachmann, aber wenn die Fachleute meinen, daß man da eine
>Dose dazwischensetzen soll/muß, dann hilft nur, relativ großflächig
>aufstemmen, damit man mit den Kabeln ordentlich arbeiten kann.

Ja, oder man reißt die Wand auf und ersetzt die defekte Leitung
komplett.

>Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
>_aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
>oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
>hier konkret Brandgefahr entstehen?

Übergangswiderstände heizen diese Verbindung auf und lassen kokeln. Es
ging wohl nicht nur um defekte Kabelmäntel, sondern um durchtrennte
Adern. Die kannst du nicht mal eben mit Iso-Band fixieren, und für
eine Klemme sind die beiden Enden zu kurz. Also mußt du wenigstens
eine Dose setzen und mit Verbindungsstrippen in der Dose die beiden
Enden zusammenschalten.

Beste Grüße,
Holger Bruns

Juergen Hannappel

unread,
Oct 23, 2001, 3:45:54 AM10/23/01
to
ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M. Michael Koenig) writes:


[...]

> Ich bin kein Fachmann, aber wenn die Fachleute meinen, daß man da eine
> Dose dazwischensetzen soll/muß, dann hilft nur, relativ großflächig
> aufstemmen, damit man mit den Kabeln ordentlich arbeiten kann.
> Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
> _aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
> oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
> hier konkret Brandgefahr entstehen?

Durch die beim Anbohren duenner gewordenen Leiter oder den Strom, der
moeglicherweise duch irgendein Medim (Wasser) von einem nicht mehr
isoloerten Leiter zum anderen fliesst.

Gruss,
Juergen
--
Dr. Juergen Hannappel Office: W148 Phone: +49 228 73 2447 FAX +49 228 73 7869
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Physikalisches Institut der Uni Bonn
http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: 77930 Bat. 892-R-A13 F-01631 CERN CEDEX, France

Harald Wilhelms

unread,
Oct 23, 2001, 3:45:12 AM10/23/01
to


Das Haus während der Reparatur auf die Seite legen!
(Vorher Schränke gut festschrauben)
Ich weiss allerdings nicht, in welcher VDE-Vorschrift das steht...
Gruss
Harald

--
__________________________________________________________
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Thorsten Schlenter

unread,
Oct 23, 2001, 8:38:52 AM10/23/01
to
ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote in message news:<3bd3dae3...@News.CIS.DFN.DE>...

> Am Sun, 21 Oct 2001 22:45:59 +0200, meinte Ulrich Prinz
> <ulr....@t-online.de>:
>
> >Was sagt der Fachmann dazu. Crimpen kann er ja nicht, da man mit der
> >Zange nicht in das Loch hinein kommt, oder die Enden, wenn man die Kabel
> >vorzieht, zu weit auseinander sind.
>
> Ich bin kein Fachmann, aber wenn die Fachleute meinen, daß man da eine
> Dose dazwischensetzen soll/muß, dann hilft nur, relativ großflächig
> aufstemmen, damit man mit den Kabeln ordentlich arbeiten kann.
> Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
> _aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
> oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
> hier konkret Brandgefahr entstehen?
>
> Beste Grüße
>
> Dr. Michael König


Hallo Leute,

Dieses Thema ist einige Seiten weiter bereits breit diskutiert worden.
Da kannst du auch detailliert nachlesen wieso Lötverbindungen a) keine
mechanische Belastung aushalten, b) wie das mit den
Übergangswiderständen aussieht und was c) mit fließen des Zinns
gemeint ist.

zu der eigentlichen Frage kann ich nur folgendes sagen:
beste art und weise: 2 Dosen je Stromkreis setzten, Zwischenstück mit
entsprechender NYM Leitung ersetzen und Verbindungen in den Dosen mit
Zugfederverbinder (sog. Wago-Klemmen) herstellen.

Die Verwendung von Quetsch- / Stoßverbinder bei starren Leitungen ist
umstritten. Auch sollte, wenn Stoßverbinder eingesetzt werden, die
Montage nicht von ungeübten ohne das entsprechende Werkzeug ausgeführt
werden.

Wenn mehrer Leitungen durchtrennt sind dann besteht noch eine weiter
Möglichkeit die auch recht elegant ist. Du setzt einen großen Kasten
(also gr. Loch Stemmen) mit Normschienen und Reihenklemmen. Es gibt
z.B. bei Phönix gute Reihenklemmen mit Schraub- und/oder
Zugfederklemmen. Auch als Mehrstöckige Reihenklemmen wo je Stromkreis
halt nur eine Klemme verwendet werden muß. Dort kannst Du dann der
Reihe nach alle durchtrennten Leitungen auflegen. Die Lösung ist
sauber, übersichtlich und auch fachlich und rechtlich zu vertreten.
Und der Vorteil ist das du immer wieder darauf zugriff hast. Denke
aber bitte auch an eine entsprechende Abdeckung damit ein
ausreichender Berührungsschutz gegeben ist. Diese Verteile bekommst du
beim Fachhandel oder auch Teilweise in gut sortierten Baumärkten.

Gruß
Thorsten

Torsten Rasch

unread,
Oct 23, 2001, 11:01:20 AM10/23/01
to

"Ulrich Prinz" <ulr....@t-online.de> schrieb...

> Hi Florian!
>
> >
> > Aber bitte für jeden Stromkreis das Ganze getrennt. Alles
andere ist
> > Murks.
> >
> > Florian
> >
>
> ROTFL!
>
> Das habe ich ja noch nie gesehen. Mann wie oft bin ich
umgezogen und
> mußte mir meine Elekrtik machen. Aber getrennte Dosen für die
> Stromkreise sind mir wirklich noch nie begegnet. Bis zur Küch
wurde
> Boiler, Herd und Licht immer im Paket geführt. Erst da teilte
sich dann
> alles auf.
>
> Wirklich, ich denke es steht in der VDE oder in einer DIN und
ich fände
> es auch schon, wenn es so wäre, aber entweder weiß das keiner
oder es
> ist zu teuer.

Es wird zwangsläufig im Paket geführt.
Wenn man 3 oder 4 Dosen auf eine Stelle schmeißen müsste,
kommt man ziemlich schnell aus der Installationszone...

Grüße
Torsten


RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Oct 25, 2001, 2:28:45 AM10/25/01
to
Am Tue, 23 Oct 2001 07:36:03 GMT, meinte hbr...@gmx.de (Holger Bruns):

>>Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
>>_aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
>>oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
>>hier konkret Brandgefahr entstehen?
>Übergangswiderstände heizen diese Verbindung auf und lassen kokeln. Es

Welche Übergangswiderstände?

>ging wohl nicht nur um defekte Kabelmäntel, sondern um durchtrennte
>Adern. Die kannst du nicht mal eben mit Iso-Band fixieren, und für

Das ist klar. Für den Fall dachte ich an Löten. Ich habe neulich einen
Fall erlebt, bei dem dies beim Bohren von Löchern für die Befestigung
von Fußbodenleisten geschah. Auf 6 m Breite erwischte der Mann die
einzige Stelle, bei ein Kabel überraschend senkrecht durch den Boden
verlief. Pech. Das war 1 - 2 Fingerbreite über dem Boden. Mit
Aufstemmen und Kabel freilegen, 1 oder gar 2 Dosen war da nichts zu
machen - es sei denn, er wüder auch den Boden wegreißen. Ein Kabel war
nur gestreift, eines völlig durch. Das zertrennte Kabel habe wir unter
Zuhilfenahme einen kleinen Zwischenstpcks gelötet, das gestreife
Kabel mit Isoband behandelt, die Kabel schön weit auseinander gedrückt
und das notwenig etwas verbreiterte Bohrloch versprachtelt.
Was hätte ein Profis in dieser Situation gemacht? Das Haus teilweise
abgerissen imd 2 Dosen legen zu können?

Harald Wilhelms

unread,
Oct 25, 2001, 3:03:58 AM10/25/01
to
ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:


>Das ist klar. Für den Fall dachte ich an Löten. Ich habe neulich einen
>Fall erlebt, bei dem dies beim Bohren von Löchern für die Befestigung
>von Fußbodenleisten geschah. Auf 6 m Breite erwischte der Mann die
>einzige Stelle, bei ein Kabel überraschend senkrecht durch den Boden
>verlief. Pech. Das war 1 - 2 Fingerbreite über dem Boden. Mit
>Aufstemmen und Kabel freilegen, 1 oder gar 2 Dosen war da nichts zu
>machen - es sei denn, er wüder auch den Boden wegreißen. Ein Kabel war
>nur gestreift, eines völlig durch. Das zertrennte Kabel habe wir unter
>Zuhilfenahme einen kleinen Zwischenstpcks gelötet, das gestreife
>Kabel mit Isoband behandelt, die Kabel schön weit auseinander gedrückt
>und das notwenig etwas verbreiterte Bohrloch versprachtelt.
>Was hätte ein Profis in dieser Situation gemacht? Das Haus teilweise
>abgerissen imd 2 Dosen legen zu können?


Wahrscheinlich hätte er eine neue (Aufputz-)leitung vom Zähler ins
Wohnzimmer gelegt. Bei entsprechender farblicher Gestaltung,
z.B. petrol/aubergine gestreift, sieht das recht hübsch aus. Die kann
man dann auch gut zum Aufhängen von Bildern benutzen.
Oder gibt es eine VDE-Vorschrift, die das verbietet? :-)

Uwe Hercksen

unread,
Oct 25, 2001, 4:08:42 AM10/25/01
to

"RA Dr. M. Michael Koenig" schrieb:
>
> Welche Übergangswiderstände?
>
Hallo,

na die beim Löten entstandenen natürlich.

Genügend reines Kupfer hat einen spezifischen Widerstand von 0,016 Ohm
mm^2/m , aber das muss fünf Neuner Kupfer sein, 99,999 % rein. Das aus
den Erzen gewonnene Kupfer ist noch nicht so rein, es wird noch mal
elektrolytisch gereinigt, deswegen steht auch oft im Wirtschaftsteil der
Zeitung bei den Preisen für Metalle: Elektrolytkupfer für Leitzwecke.
Für einen Kupferkessel muss das Kupfer nicht so rein sein, aber das
Reinigen durch Elektrolyse kostet schliesslich einiges an Strom.
Zinn hat dagegen nur 0,1 , Blei 0,188. Ein Wert für Lötzinn steht in
meiner Tabelle nicht, aber vermutlich liegt das zumindest zwischen Zinn
und Blei, wenn nicht sogar über Blei.
Als Faustregel kann man wohl sagen: Lötzinn hat einen etwa 10 mal
grösseren spezifischen Widerstand als Kupfer für Leitzwecke.
Alles klar?

By<e

MaWin

unread,
Oct 25, 2001, 9:35:48 AM10/25/01
to
Uwe Hercksen <Herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb im Beitrag <3BD7C88A...@mew.uni-erlangen.de>...

> Als Faustregel kann man wohl sagen: Lötzinn hat einen etwa 10 mal
> grösseren spezifischen Widerstand als Kupfer für Leitzwecke.
> Alles klar?
>

Und ?

Die uebliche Loetverbindung fuer 1.5 oder 2.5mm Starrdraht duerfte
aus 1 cm nebeneinanderliegendem verdrilltem Draht bestehen, der durch
Loetzinn zusammengehalten wird. Da er verdrillt ist, beruehren sich
die Draehte eh, aber nehmen wir mal 0.1mm Loetzinn an, auf einer
Flaeche von 1cm x 3 mm, also 1/3 cm2. Und 16A.
0.16 Ohm fuer 1cm3, also 0.0016 Ohm bei 0.1mm und 0.005 Ohm bei 1/3 cm2
macht bei 16A 0.08V Spannungsbfall. Nicht viel bei verfuegbaren 230V.
Aber 1.28 Watt Verlustleistung. Uups. Damit haette ich doch nicht
gerechnet. Wird zwar gehen, da die Starrdraehte die Warme abfuehren,
aber 2.5 Watt in der Dose haette ich nicht erwartet.

Wahrscheinlich habe ich aber auch zu grosszuegig geschaetzt.
--

Georg Richter

unread,
Oct 25, 2001, 7:29:08 PM10/25/01
to
RA Dr. M. Michael Koenig <ra.dr....@drkoenig.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3bd663bc...@News.CIS.DFN.DE...

> Am Tue, 23 Oct 2001 07:36:03 GMT, meinte hbr...@gmx.de (Holger Bruns):
>
> >>Aber: Was sollte denn passieren, wenn man angebohrte Kabel
> >>_aueinandergedrückt_ und mit Gips pp. fixiert einfach in der Wand läßt
> >>oder durchgebohrte Kabel lötet und mit Iso-Band isoliert? Wie sollte
> >>hier konkret Brandgefahr entstehen?
> >Übergangswiderstände heizen diese Verbindung auf und lassen kokeln. Es
>
> Welche Übergangswiderstände?

Es reicht _ein_ Übergangswiderstand !

> >ging wohl nicht nur um defekte Kabelmäntel, sondern um durchtrennte
> >Adern. Die kannst du nicht mal eben mit Iso-Band fixieren, und für
>
> Das ist klar. Für den Fall dachte ich an Löten. Ich habe neulich einen
> Fall erlebt, bei dem dies beim Bohren von Löchern für die Befestigung
> von Fußbodenleisten geschah. Auf 6 m Breite erwischte der Mann die
> einzige Stelle, bei ein Kabel überraschend senkrecht durch den Boden
> verlief. Pech. Das war 1 - 2 Fingerbreite über dem Boden. Mit

Überraschen senkrecht? Nach VDE _müssen_ Leitungen entweder waagrecht oder
senkrecht verlegt werden !!!

> Aufstemmen und Kabel freilegen, 1 oder gar 2 Dosen war da nichts zu
> machen - es sei denn, er wüder auch den Boden wegreißen. Ein Kabel war
> nur gestreift, eines völlig durch. Das zertrennte Kabel habe wir unter
> Zuhilfenahme einen kleinen Zwischenstpcks gelötet, das gestreife
> Kabel mit Isoband behandelt, die Kabel schön weit auseinander gedrückt
> und das notwenig etwas verbreiterte Bohrloch versprachtelt.
> Was hätte ein Profis in dieser Situation gemacht? Das Haus teilweise
> abgerissen imd 2 Dosen legen zu können?

Wenn man _sicher_ weiss (oder stellt), dass die Leitung ausschliesslich zu
einem Verbraucher mit niedriger Leistung führt (Aussenwandleuchte,
Eisenbahntrafo), dann lasse ich das zur Not durchgehen. Aber nicht mit
eingespachteltem Isolierband. Bei Wasserschaden oder langanhaltender
Feuchtigkeitseinwirkung (Schwitzwaser, wie ist die Aussenwand isoliert? )
durch z.B. Kondensationswäschtrockner, Wasserkocher, mangelnde Lüftung kann
die Wand zum Defibrillator (oder das Gegenteil) werden.

Nix für ungut.

Grüsse aus (soweit darf Sparsamkeit _nicht_ gehen !)

--
Georg O.F. Richter
alias Hourdi
hourdi_@_t-online.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 25, 2001, 1:39:58 PM10/25/01
to
"RA Dr. M. Michael Koenig" <ra.dr....@drkoenig.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3bd663bc...@News.CIS.DFN.DE...
> Welche Übergangswiderstände?

Jede Lötstelle, die nach der Lötung mechanisch belastet wird, bricht
irgendwann. Jeder, der Fernseher repariert, weiss, dass bei einem 10 Jahre
alten Fernseher immer einige Lötstellen zerbröselt sind. Es sind immer die
Lötstellen am Zeilentrafo, an grossen Elkos, an Steckverbindern und an
aneren schweren Bauteilen. Durch den Transport werden diese Lötstellen
mechanisch belastet. Später zerbröselt das Lötzinn rund um diese Lötstelle.

Dasselbe würde auch im Haus passieren. Allerdings sind die 10 Jahre für den
Fernseher, den Monitor oder das Videorekordernetzteil eine lange Zeit. Das
Teil ist alt, also ab in den Schrott damit. Bei Häusern sehen die meisten
das anders. Die Elektrik des Hauses MUSS zuverlässiger sein. Mein Haus ist
jetzt 8 Jahre alt. Wäre die Elektrik gelötet worden, würde ich jetzt mit
Wackelkontakten kämpfen. Zum Glück hat der Elektriker sein Geschäft
verstanden.

Uwe Hercksen

unread,
Oct 26, 2001, 6:33:11 AM10/26/01
to

MaWin schrieb:

>
> Die uebliche Loetverbindung fuer 1.5 oder 2.5mm Starrdraht duerfte
> aus 1 cm nebeneinanderliegendem verdrilltem Draht bestehen, der durch
> Loetzinn zusammengehalten wird. Da er verdrillt ist, beruehren sich
> die Draehte eh, aber nehmen wir mal 0.1mm Loetzinn an, auf einer
> Flaeche von 1cm x 3 mm, also 1/3 cm2. Und 16A.
> 0.16 Ohm fuer 1cm3, also 0.0016 Ohm bei 0.1mm und 0.005 Ohm bei 1/3 cm2
> macht bei 16A 0.08V Spannungsbfall. Nicht viel bei verfuegbaren 230V.
> Aber 1.28 Watt Verlustleistung. Uups. Damit haette ich doch nicht
> gerechnet. Wird zwar gehen, da die Starrdraehte die Warme abfuehren,
> aber 2.5 Watt in der Dose haette ich nicht erwartet.

Hallo,

ja gute Überlegung, warum soll man nicht mal den entstehenden Widerstand
so abschätzen.
Ich habe gerade noch den Widerstand von 1 cm Kupferdraht mit 1,5 mm^2
gerechnet, 107 µOhm sind schon deutlich weniger als 5 mOhm. Müsste man
mal nachmessen wieviel so eine Lötstelle wirklich hat. Erst mal schaun
was unsere Messgeräte im Milliohmbereich so hergeben.

Bye

Holger Petersen

unread,
Oct 26, 2001, 5:00:53 AM10/26/01
to
"Georg Richter" <hou...@t-online.de> writes:


Allmählich wird es wieder interessant:

>Überraschen senkrecht? Nach VDE _müssen_ Leitungen entweder waagrecht oder
>senkrecht verlegt werden !!!

Welche Stellung hat so eine VDE-Vorschrift?

(a) unsinniger Wischwasch (insbesondere für waagrecht/Senkrecht :-)
(b) AGB (eventuell des Energie-Versorgers)
(c) Gesetzes-ähnlich

fragend, Holger

PS: Interessant deshalb, weil aus (3) sofort die freie Kopierbarkeit
folgen würde...

Georg Richter

unread,
Oct 26, 2001, 8:35:21 PM10/26/01
to
Holger Petersen <h...@kbbs.org> schrieb in im Newsbeitrag:
9rb8o5$2f7$1...@x204.kbbs.org...

> "Georg Richter" <hou...@t-online.de> writes:
>
>
> Allmählich wird es wieder interessant:
>
> >Überraschen senkrecht? Nach VDE _müssen_ Leitungen entweder waagrecht
oder
> >senkrecht verlegt werden !!!
>
> Welche Stellung hat so eine VDE-Vorschrift?

Holger! Die Missionar-Stellung.

> (a) unsinniger Wischwasch (insbesondere für waagrecht/Senkrecht :-)

Das ist vielleicht sinniger als Du undenkst.

> (b) AGB (eventuell des Energie-Versorgers)

Denen ist est völlig Wurscht, wohin der Strom fliesst, solange er bezahlt
wird.

> (c) Gesetzes-ähnlich

Gesetzen, 5, der Nächste bitte.

> fragend, Holger

> PS: Interessant deshalb, weil aus (3) sofort die freie Kopierbarkeit
> folgen würde...

Na ja, Fehler dürfen frei kopierbar sein, solange es keine Folgeschäden
verursacht.

Nix für ungut,
freundliche Grüsse,
Georg

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Oct 29, 2001, 6:37:25 AM10/29/01
to
Am Thu, 25 Oct 2001 10:08:42 +0200, meinte Uwe Hercksen
<Herc...@mew.uni-erlangen.de>:

>Als Faustregel kann man wohl sagen: Lötzinn hat einen etwa 10 mal
>grösseren spezifischen Widerstand als Kupfer für Leitzwecke.
>Alles klar?

Hm. Aber hierbei unterstellt man doch, daß das Lötzinn dazu mißbraucht
werden würde, ein fehlendes Stück Draht zu überbrücken. Trotz MaWin
Rechnerei fällt mir die Vorstellung schwer, daß die Überbrückung einer
durch Durchbohren entstandenen 1mm langen Lücke im Draht durch ein mit
beiden Enden verdrilltes und gelötetes Stück Draht oder Litze
irgendeinen signifikanten Übergangswiderstand erzeugt.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Oct 29, 2001, 6:37:26 AM10/29/01
to
Am Fri, 26 Oct 2001 01:29:08 +0200, meinte "Georg Richter"
<hou...@t-online.de>:

>Überraschen senkrecht? Nach VDE _müssen_ Leitungen entweder waagrecht oder
>senkrecht verlegt werden !!!

Überraschend deswegen, weil zumindest in diesem Haus ansonsten alle
Kabel pp. in einem Versorgungsschacht kaufen und von dort aus in jeder
Etage horizontal verlegt sind. An dieser Stelle (wie gesat wenige cm
über dem Boden) hat niemand mit einem vertikalen Kabel gerechnet.


>
>Wenn man _sicher_ weiss (oder stellt), dass die Leitung ausschliesslich zu
>einem Verbraucher mit niedriger Leistung führt (Aussenwandleuchte,
>Eisenbahntrafo), dann lasse ich das zur Not durchgehen. Aber nicht mit

Aha. Aber noch mal: Was ist die Alternative? Was macht der Profi, wenn
wie hier ohne Wegreißen des Parketts, des Estrichs und der Betondecke
einfach nicht genügend Platz für auch nur eine Dose ist?

>eingespachteltem Isolierband. Bei Wasserschaden oder langanhaltender
>Feuchtigkeitseinwirkung (Schwitzwaser, wie ist die Aussenwand isoliert? )
>durch z.B. Kondensationswäschtrockner, Wasserkocher, mangelnde Lüftung kann
>die Wand zum Defibrillator (oder das Gegenteil) werden.

Klar. Und möglicherweise schnappen sich die Kinder eine Spritze und
führen mit dieser direkt an die beschädigte Stelle hochkonzentierte
Kochsalzlösung. Das alles erscheint mir doch sehr konstruiert. Aber
gut, das nächste Mal werden wir vorsorglich Schrumpfschlauch einpacken
...

Beste Grüße

Dr. Michael König
>


>Nix für ungut.
>
>Grüsse aus (soweit darf Sparsamkeit _nicht_ gehen !)
>
>--
>Georg O.F. Richter
>alias Hourdi
>hourdi_@_t-online.de
>
>
>

--

Holger Bruns

unread,
Oct 29, 2001, 6:45:36 AM10/29/01
to
On Mon, 29 Oct 2001 11:37:26 GMT, ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M.
Michael Koenig) wrote:

>Aha. Aber noch mal: Was ist die Alternative? Was macht der Profi, wenn
>wie hier ohne Wegreißen des Parketts, des Estrichs und der Betondecke
>einfach nicht genügend Platz für auch nur eine Dose ist?

Wenn die Leitung irgendwie lebenswichtig ist und wenn deren Reparatur
trotzdem nichts kosten soll, wird er sie totlegen und durch eine neue
ersetzen, wenn der Kunde wenigstens das bezahlen will und es auch
hinnimmt, daß gebohrt und am Putz gekratzt werden muß. Sonst wird der
Profi nur Anfahrt und Abfahrt sowie den Zeitaufwand für die Beratung
berechnen und unverrichteter Dinge wieder gehen.

HB

Uwe Hercksen

unread,
Oct 29, 2001, 9:27:20 AM10/29/01
to

"RA Dr. M. Michael Koenig" schrieb:
>
> Hm. Aber hierbei unterstellt man doch, daß das Lötzinn dazu mißbraucht
> werden würde, ein fehlendes Stück Draht zu überbrücken. Trotz MaWin
> Rechnerei fällt mir die Vorstellung schwer, daß die Überbrückung einer
> durch Durchbohren entstandenen 1mm langen Lücke im Draht durch ein mit
> beiden Enden verdrilltes und gelötetes Stück Draht oder Litze
> irgendeinen signifikanten Übergangswiderstand erzeugt.

Hallo,

MaWin schrieb:

>Die uebliche Loetverbindung fuer 1.5 oder 2.5mm Starrdraht duerfte
>aus 1 cm nebeneinanderliegendem verdrilltem Draht bestehen, der durch
>Loetzinn zusammengehalten wird. Da er verdrillt ist, beruehren sich
>die Draehte eh, aber nehmen wir mal 0.1mm Loetzinn an, auf einer
>Flaeche von 1cm x 3 mm, also 1/3 cm2. Und 16A.

Also keine Unterstellung einer mißbräuchlichen Verwendung von Lötzinn.

Ich muss wohl doch mal ein paar Widerstandsmessungen nach der
Vierleitermethode machen.

Bye

Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 29, 2001, 8:39:27 AM10/29/01
to
"RA Dr. M. Michael Koenig" <ra.dr....@drkoenig.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3bd904c8...@News.CIS.DFN.DE...

> Hm. Aber hierbei unterstellt man doch, daß das Lötzinn dazu mißbraucht
> werden würde, ein fehlendes Stück Draht zu überbrücken. Trotz MaWin
> Rechnerei fällt mir die Vorstellung schwer, daß die Überbrückung einer
> durch Durchbohren entstandenen 1mm langen Lücke im Draht durch ein mit
> beiden Enden verdrilltes und gelötetes Stück Draht oder Litze
> irgendeinen signifikanten Übergangswiderstand erzeugt.

Das Lötzinn stellt einen Leiter mit einem Querschnitt von ... sagen wir
einmal 5mm2 dar, der eine Länge von ... auch hier mit vielen Vorbehalten...
0,3mm hat. Das sollte eher im ganz ganz kleinen mOhm-Bereich liegen.

So richtig habe ich es ja nicht mit der Mathematik, aber wenn ich ein
10DM_Multimeter nehme und damit einen Lötdraht von 1mm Durchmesser und 1
Meter Länge ausmesse, komme ich auf 0,5 Ohm. Davon ziehe ich die 0,3 Ohm ab,
die ich bereits habe, wenn ich die Klemmen aneinander halte. Macht 0,2 Ohm,
können auch 0,3 sein, die Anzeige springt gelegentlich hin und her. 1mm
Durchmesser sind etwa 0,7mm2. Bei den oben angesprochenen 5mm2 komme ich auf
0,03 oder 0,04 Ohm pro Meter. Ich nehme jetzt einfach 0,04 Ohm zum
Weiterrechnen. 40mOhm auf einen Meter ergibt etwa 0,1mOhm bei einer
Leiterlänge von 0,3mm, die ich oben geschätzt hatte. Wenn da einmal 20 A
drüber fliessen, bekomme ich 2mV Spannungsabfall. Die 40mW sollten die
Lötstelle nicht sonderlich erwärmen, weil Kupfer sehr dicht daneben ist, und
die Wärme gut verteilt. In der Rechnung sind sehr viele Schätzungen,
zugegeben. Aber ich finde die Angaben durchaus realistisch. Die Lötstelle
wird also nicht wärmer, als der restliche Leiter. Aber wie gesagt,
Lötstellen brechen nach Jahren, wenn sie irgendwann mechanisch belastet
wurden. Und das werden sie bereits, wenn der steife Leiter zum Löten etwas
vorgezogen, und hinterher wieder zurück gedrückt wird. Jede Bewegung der
Leitung, z.B. beim Isolieren der Lötstelle stellt eine Gefahr dar, und führt
später mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Ausfall.

Ich würde nicht löten, sondern Wagos nehmen. Natürlich gibt es diese Klemmen
auch von anderen Herstellern, ich bin kein Fachmann und kenne sie halt nur
als Wagoklemmen.

Michael Linnemann

unread,
Oct 29, 2001, 3:35:40 PM10/29/01
to
Am Mon, 29 Oct 2001 11:37:26 GMT schrieb RA Dr. M. Michael Koenig:

> Aha. Aber noch mal: Was ist die Alternative? Was macht der Profi, wenn
> wie hier ohne Wegreißen des Parketts, des Estrichs und der Betondecke
> einfach nicht genügend Platz für auch nur eine Dose ist?

a. Er verwendet eine konsensfaehige Verbindung - d.h. offensichtlich: er
loetet nicht;

b. Er muss so oder so soviel Platz schaffen, dass die Klemmen und eine
gescheite Isolierung Platz finden;

c. Er waehlt die Isolierung mit dem kleinsten passenden Baumass. Das
koennte z.B. "Vergiessen" bedeuten. Wenn eine Muffe (wie sie z.B.
fuer Erdkabel verwendet wird) zu gross ist, muss eben ein kleinerer
geeigneter Behaelter her. "Richtige" Meister sind in solchen Faellen
vor allem Meister der Improvisation. Man kann beispielsweise ein
Kondom als als Vergussbehaelter verwenden... (Tip: trockene
verwenden. Kein Mensch weiss, ob spermizide Gleitbeschichtung leitet,
Kupfer angreift oder nach 10 Jahren peinlicherweise aus der Wand
broeselt).

Gruss
Michael

Georg Richter

unread,
Oct 29, 2001, 8:02:24 PM10/29/01
to
RA Dr. M. Michael Koenig <ra.dr....@drkoenig.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3bd905f7...@News.CIS.DFN.DE...

> >Überraschen senkrecht? Nach VDE _müssen_ Leitungen entweder waagrecht
oder
> >senkrecht verlegt werden !!!
>
> Überraschend deswegen, weil zumindest in diesem Haus ansonsten alle
> Kabel pp. in einem Versorgungsschacht kaufen und von dort aus in jeder
> Etage horizontal verlegt sind. An dieser Stelle (wie gesat wenige cm
> über dem Boden) hat niemand mit einem vertikalen Kabel gerechnet.

Jetzt noch Sorgfaltspflicht in der Reihenfolge Kabelverleger ->
Lochbohrer -> Reparateur zu reklamieren ist müssig, das Kind liegt einfach
im Brunnen.
Künftig geeigneten Leitungssucher verwenden, mit Gefühl bohren (Anleitung
auf Wunsch), und _vor_ dem vergipsen fragen.

> >
> >Wenn man _sicher_ weiss (oder stellt), dass die Leitung ausschliesslich
zu
> >einem Verbraucher mit niedriger Leistung führt (Aussenwandleuchte,
> >Eisenbahntrafo), dann lasse ich das zur Not durchgehen. Aber nicht mit
>
> Aha. Aber noch mal: Was ist die Alternative? Was macht der Profi, wenn
> wie hier ohne Wegreißen des Parketts, des Estrichs und der Betondecke
> einfach nicht genügend Platz für auch nur eine Dose ist?

Wurde anderweitig schon gut beantwortet. Je nach Belastung Leitung
stillegen, oder kunstvoll reparieren (Verantwortung tragen,
Sicherungsautomat entsprechend kleiner wählen, Fehlerstromschutzschalter,
usw.)

> >eingespachteltem Isolierband. Bei Wasserschaden oder langanhaltender
> >Feuchtigkeitseinwirkung (Schwitzwaser, wie ist die Aussenwand isoliert? )
> >durch z.B. Kondensationswäschtrockner, Wasserkocher, mangelnde Lüftung
kann
> >die Wand zum Defibrillator (oder das Gegenteil) werden.
>
> Klar. Und möglicherweise schnappen sich die Kinder eine Spritze und
> führen mit dieser direkt an die beschädigte Stelle hochkonzentierte
> Kochsalzlösung. Das alles erscheint mir doch sehr konstruiert. Aber
> gut, das nächste Mal werden wir vorsorglich Schrumpfschlauch einpacken
> ...

Das ist das _mindeste_ !

Na, ich habe nur beschrieben, was wodurch _langfristig_ passieren kann. Oder
Advokat bohrt die überraschend in der Wand verlaufende Brauch- oder
Abwasserleitung an ;-)

Würde mich interessieren, wie sie mit mir an Ihrer statt umgehen würden,
wenn Sie die Gegenseite verträten.

> >Nix für ungut.
Diesbezüglich "Wiederholungstäter"

> >Grüsse aus (soweit darf Sparsamkeit _nicht_ gehen !)

Siehe oben, war mal wieder Stuttgart gemeint.

Die einzige Sparsamkeit, die duldbar ist: Lötzinn am Ende von Litzen
weglassen.

Freundliche Grüsse allenthalben,
GR

Holger Bruns

unread,
Oct 29, 2001, 8:17:55 PM10/29/01
to
On Mon, 29 Oct 2001 21:35:40 +0100, Michael Linnemann
<m.lin...@addcom.de> wrote:

> "Richtige" Meister sind in solchen Faellen
> vor allem Meister der Improvisation. Man kann beispielsweise ein
> Kondom als als Vergussbehaelter verwenden... (Tip: trockene
> verwenden. Kein Mensch weiss, ob spermizide Gleitbeschichtung leitet,
> Kupfer angreift oder nach 10 Jahren peinlicherweise aus der Wand
> broeselt).

Absurder gehts nimmer. Sei froh, daß dir noch kein Elektromeister in
den Allerwertesten trat. Allein dein Vorschlag könnte dich als
Gesellen den Job kosten: Erwiesene Unfähigkeit. Das ist ja noch
brutaler als Impu (NYIF) auf Holz. Oder genagelte Schmelzsicherungen.
Oder NYM als Erdkabel. Sehr kreativ.

HB

Georg Richter

unread,
Oct 29, 2001, 8:38:06 PM10/29/01
to
Holger Bruns <hbr...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3bddfdf4...@news.cis.dfn.de...

Da fehlt nur noch das Überraschungsei als Vergussbehälter. Aber bitte beide
Kuppen mit Pg-Verschraubung.
(obwohl ich im Nachsatz dazu tendiere, das als _die_ Lösung des Problems in
Erwägung zu ziehen)

Je nach Meister kann übrigens der Geselle nix dafür ... ;-)

Holger Bruns

unread,
Oct 29, 2001, 9:01:46 PM10/29/01
to
On Tue, 30 Oct 2001 02:38:06 +0100, "Georg Richter"
<hou...@t-online.de> wrote:

>Da fehlt nur noch das Überraschungsei als Vergussbehälter. Aber bitte beide
>Kuppen mit Pg-Verschraubung.

Jupp. Keine halben Sachen.

>(obwohl ich im Nachsatz dazu tendiere, das als _die_ Lösung des Problems in
>Erwägung zu ziehen)

Klar. Sofort zum Patent anmelden.

>Je nach Meister kann übrigens der Geselle nix dafür ... ;-)

Oh, ich möchte nicht wissen, was seine Kollegen aus der Elektroinnung
dem Meister des Überraschungseis zu sagen haben. Es wird in den Ohren
sausen. Überlege dir nur mal, was einem Azubi in der mündlichen
Gesellenprüfung widerfährt, wenn er mit Kondomen, Überraschungseiern,
Schrumpfschlauch und Tüddelband eine Leitung flickt. Ob der wohl den
Gesellenbrief bekommt?

Holger

Michael Linnemann

unread,
Oct 30, 2001, 11:34:38 AM10/30/01
to
Am Tue, 30 Oct 2001 01:17:55 GMT schrieb Holger Bruns :

>> "Richtige" Meister sind in solchen Faellen
>> vor allem Meister der Improvisation. Man kann beispielsweise ein
>> Kondom als als Vergussbehaelter verwenden... (Tip: trockene
>> verwenden. Kein Mensch weiss, ob spermizide Gleitbeschichtung leitet,
>> Kupfer angreift oder nach 10 Jahren peinlicherweise aus der Wand
>> broeselt).

> Absurder gehts nimmer. Sei froh, daß dir noch kein Elektromeister in
> den Allerwertesten trat. Allein dein Vorschlag könnte dich als
> Gesellen den Job kosten: Erwiesene Unfähigkeit. Das ist ja noch
> brutaler als Impu (NYIF) auf Holz. Oder genagelte Schmelzsicherungen.
> Oder NYM als Erdkabel. Sehr kreativ.

Ich versichere dir hoch und heilig: mir hat noch kein Elektromeister in
den Hintern getreten. Aber ich habe schon einen Elektromeister bei der
beschriebenen Sorte Arbeit gesehen. Der hat das selbst gemacht, weil
sein Geselle auf so eine bizarre Idee nicht gekommen waere.

Und jetzt mal abgesehen davon, dass fuer solche "Loesungen" keine
anwendbaren Vorlagen in irgendwelchen Vorschriften existieren:

- die Verbindung ist vergossen mit original Vergussmasse fuer Erdkabel.
Die Isolierung ist umlaufend mindestens doppelt so stark wie die
(kaputte) Original-Isolierung.

- durch Eingipsen wird die Chose mechanisch fixiert. Einfluesse durch
Feuchtigkeit koennen in der Wand nicht schlimmer sein als im Erdreich.

- Es macht deutlich weniger Arbeit als grossflaechiges Aufstemmen.

- Die meisten, die hier mitdiskutieren, haben schon bedeutend
schlimmeren und vor allem gefaehrlicheren Murks gesehen.

- Zeig mir eine Isolierstoffhuelle, die aehnlich kompakt, sicher (von
der Isolierstoffstaerke) und _dicht_ ist wie ein sauberer Verguss. Und
den Segen des Innungsobermeisters hat. Ich werde den betreffenden
Meister dann sofort informieren.

Und nein, Ueberraschungsei geht nicht. Das ist zu klein.

Gruss
Michael (in defense of a Betriebselektriker)

Georg Richter

unread,
Oct 30, 2001, 9:23:01 PM10/30/01
to
Michael Linnemann <m.lin...@addcom.de> schrieb in im Newsbeitrag:
uqkmr9...@haegar.fqdn.th-h.de...

> - Zeig mir eine Isolierstoffhuelle, die aehnlich kompakt, sicher (von
> der Isolierstoffstaerke) und _dicht_ ist wie ein sauberer Verguss. Und
> den Segen des Innungsobermeisters hat. Ich werde den betreffenden
> Meister dann sofort informieren.

Hallo Michael,
vergiss' (vergiess?) den Innungs-"Ober"-Meister. Die haben ja sogar 'was
gegen poliertes Marmor als Isolator.

> Und nein, Ueberraschungsei geht nicht. Das ist zu klein.

Warum? Die vorgeschriebenen Distanzen lassen sich (zugegeben, bei einigem
Geschick) locker einhalten.

> Gruss
> Michael (in defense of a Betriebselektriker)

Du wehrst einen Betriebselektriker ab? Oder alle?

(Bin gespannt, wie's hier weitergeht)

Ciao,
Georg

Georg Richter

unread,
Oct 30, 2001, 9:29:48 PM10/30/01
to
Holger Bruns <hbr...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3bde08ac...@news.cis.dfn.de...

> On Tue, 30 Oct 2001 02:38:06 +0100, "Georg Richter"
> <hou...@t-online.de> wrote:
>
> >Da fehlt nur noch das Überraschungsei als Vergussbehälter. Aber bitte
beide
> >Kuppen mit Pg-Verschraubung.
>
> Jupp. Keine halben Sachen.

Na ja, Neopren-Tüllen tun's auch ;-)

> >(obwohl ich im Nachsatz dazu tendiere, das als _die_ Lösung des Problems
in
> >Erwägung zu ziehen)
>
> Klar. Sofort zum Patent anmelden.

Bin schon unterwegs ...

> >Je nach Meister kann übrigens der Geselle nix dafür ... ;-)
>
> Oh, ich möchte nicht wissen, was seine Kollegen aus der Elektroinnung
> dem Meister des Überraschungseis zu sagen haben. Es wird in den Ohren
> sausen. Überlege dir nur mal, was einem Azubi in der mündlichen
> Gesellenprüfung widerfährt, wenn er mit Kondomen, Überraschungseiern,
> Schrumpfschlauch und Tüddelband eine Leitung flickt. Ob der wohl den
> Gesellenbrief bekommt?

Das bezog sich nicht auf _mein_ (Meins. Meins, meins!) Patent. Nur auf
diesen Satz und die (hoffentlich seltene?) Realität.

Es gibt übrigens sehr zähe luftgefülllte Verpackungsfüllpolster, in die man
locker einen Draht einführen kann, ohne dass die Luft entweicht. Nur das
verbinden zweier eingeführter Leiter habe ich (noch?) nicht gelöst ...

Tschö,
Georg

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Oct 31, 2001, 2:33:20 AM10/31/01
to
Am Mon, 29 Oct 2001 11:45:36 GMT, meinte hbr...@gmx.de (Holger Bruns):

>>Aha. Aber noch mal: Was ist die Alternative? Was macht der Profi, wenn
>>wie hier ohne Wegreißen des Parketts, des Estrichs und der Betondecke
>>einfach nicht genügend Platz für auch nur eine Dose ist?
>Wenn die Leitung irgendwie lebenswichtig ist und wenn deren Reparatur

Eigentlich sind doch alle verlegten Leitungen so wichtig, daß man
nicht auf sie verzichten möchte. Ich würde mich schön bedanken, wenn
mir der Profis eröffnet, daß ich ab jetzt z.B. im Bad keine Strom mehr
habe ....

>trotzdem nichts kosten soll, wird er sie totlegen und durch eine neue
>ersetzen, wenn der Kunde wenigstens das bezahlen will und es auch

Soso. Die Leitung neu verlegen. Nun denne, dann reißen wir also die
Wände bis zum Kabelschacht auf, diesen gleich mit und legen allen
Widrigkeiten zum Trotz eine neue Leitung vom Sicherungskasten bis in
die zweite Etage? Oder wir brechen das Parkett auf, legen den Estrich
frei und bohren uns durch zwei Betondecken in den Keller (die Sauerei
an der Wand und Decke eine Etage tiefer inklusive)?

>hinnimmt, daß gebohrt und am Putz gekratzt werden muß. Sonst wird der
>Profi nur Anfahrt und Abfahrt sowie den Zeitaufwand für die Beratung
>berechnen und unverrichteter Dinge wieder gehen.

Sie meinen das ernst, wie? Ich arbeite ja durchaus auch mit
Vorschriften und bin im Zweifel auch eher auf der Seite derer, die
Vorschriften beachten. Aber das erscheint mir doch eher sture Förmelei
zu sein (als Pendant zu meinem Metier). Auch wenn ich akzeptiere, daß
Löten auf Dauer der Weisheit letzter Schluß nicht ist (obwohl ich
nicht recht nachvollziehen kann, warum die Verbindung zweier
verdrillter und zusätzlich gelöteter und - nach vorhergier Isolierung
- eingegipster Leitungen vom Lötfraß gefährdet sein soll), kann ich
nicht recht begreifen, warum man sich nicht mit einer simplen
Lüsterklemme behelfen kann bzw. darf.
Oder bringen wir es einmal förmlich auf den Punkt: Wo steht denn wie
geschrieben, auf welche Weise ein solcher Defekt repariert werden
muß/darf?

Beste Grüße

Dr. Michael König

Holger Bruns

unread,
Oct 31, 2001, 3:26:08 AM10/31/01
to
On Wed, 31 Oct 2001 07:33:20 GMT, ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M.
Michael Koenig) wrote:

>Oder bringen wir es einmal förmlich auf den Punkt: Wo steht denn wie
>geschrieben, auf welche Weise ein solcher Defekt repariert werden
>muß/darf?

Sie können mit einem solchen Defekt machen, was Sie wollen und den
auch reparieren, wie Sie wollen. Sie können sogar Gasleitungen mit
Kaugummi flicken. Aber wenn jemand zu Schaden, womöglich zu Tode
kommt, und eine unsachgemäße Installation ist die Unfallursache, sind
Sie dran, wenn Sie diese unsachgemäße Installation zu verantworten
haben. Da schützt Sie auch Ihr Dr. jur. nicht mehr vor den
strafrechtlichen Konsequenzen. Und auch nicht vor dem Unwillen der
jeweils zuständigen Versicherung, wenn es um die Schadensregulierung
geht.

Da ich aber nicht die Handwerkerberatung der Verbraucherzentrale bin,
werde ich mich auf Ihre Aufgebrachtheit nicht weiter einlassen und
danke dem Herrgott auch dafür, daß ich kein Elektromonteur für den
privaten Kundendienst bin.

HB

MaWin

unread,
Oct 31, 2001, 5:26:23 AM10/31/01
to
RA Dr. M. Michael Koenig <ra.dr....@drkoenig.de> schrieb im Beitrag <3bdef6a7...@News.CIS.DFN.DE>...

> Nun denne, dann reißen wir also die

> Wände bis zum Kabelschacht auf, diesen gleich mit ...

Das liegt nur an den billig gebauten (und teuer verkauften) Haeusern
von Privatleuten. Anstaendige Haeuser haben Kabel nicht unter Putz
sondern in Schaechten und Rohren, Wasserinstallation zugaenglich
hinter Waenden. Aber das kostet halt ein paar Mark mehr, die Herr
Mueller gerne spart, der dann lieber (doppelt so teuer) die Wand
aufreisst. Obwohl jedes Haus in seinem Leben (100 Jahre) ca. 2 mal
Elektro und Wasser saniert werden muss. Kurzsichtige Denkweise eben.

> warum man sich nicht mit einer simplen Lüsterklemme behelfen kann
> bzw. darf.

Man darf. Aber bitte nicht eingipsen, sondern in einer Dose.

Peter Muthesius

unread,
Oct 31, 2001, 8:26:40 AM10/31/01
to
Hallo,
> Künftig ... mit Gefühl bohren (Anleitung
> auf Wunsch)
Wunsch.
Was meinst Du mit "mit Gefühl bohren"? (Ernsthafte Frage.) Nicht ernsthaft:
Heißt das, PE der Bohrmaschine abklemmen und das Bohrfutter berühren? Beim
Kontakt der Phase lässt man die Maschine schon von selber fallen?
Ciao - Peter

--
Silvester in Amerika: "Brot _und_ Böller!"

Robert Rottmerhusen

unread,
Oct 31, 2001, 12:11:39 PM10/31/01
to
Moin Peter,

>Heißt das, PE der Bohrmaschine abklemmen und das Bohrfutter berühren? Beim

Welche Bohrmaschine hat nen PE ?
Sowas habe ich nocht nicht gesehen.

Grüße
Robert


Daniel Pfeilsticker

unread,
Oct 31, 2001, 3:54:31 PM10/31/01
to
"Georg Richter" <hou...@t-online.de> wrote:

>Künftig geeigneten Leitungssucher verwenden, mit Gefühl bohren (Anleitung
>auf Wunsch), und _vor_ dem vergipsen fragen.

Wie mein Vater, der die Leitung so perfekt getroffen hat, dass die
Bohrmaschine nur lief, solange sie im Loch war und so das selbst
durchtrennte Kabel überbrückte...

Daniel

Bernd Löffler

unread,
Oct 31, 2001, 4:46:10 PM10/31/01
to
Tach

"RA Dr. M. Michael Koenig" schrieb:

> Soso. Die Leitung neu verlegen. Nun denne, dann reißen wir also die
> Wände bis zum Kabelschacht auf, diesen gleich mit und legen allen
> Widrigkeiten zum Trotz eine neue Leitung vom Sicherungskasten bis in
> die zweite Etage? Oder wir brechen das Parkett auf, legen den Estrich
> frei und bohren uns durch zwei Betondecken in den Keller (die Sauerei
> an der Wand und Decke eine Etage tiefer inklusive)?

wenn jemand meint: dort liegt nicht im Putz umd bohrt ein Leitung an ,dann
muss
er auch die Folgekosten komplett übernehmen


>
> Sie meinen das ernst, wie? Ich arbeite ja durchaus auch mit
> Vorschriften und bin im Zweifel auch eher auf der Seite derer, die
> Vorschriften beachten. Aber das erscheint mir doch eher sture Förmelei
> zu sein (als Pendant zu meinem Metier). Auch wenn ich akzeptiere, daß
> Löten auf Dauer der Weisheit letzter Schluß nicht ist (obwohl ich
> nicht recht nachvollziehen kann, warum die Verbindung zweier
> verdrillter und zusätzlich gelöteter und - nach vorhergier Isolierung
> - eingegipster Leitungen vom Lötfraß gefährdet sein soll), kann ich
> nicht recht begreifen, warum man sich nicht mit einer simplen
> Lüsterklemme behelfen kann bzw. darf.

die Gebrauchsdauer von Elektroleitungen liegt im Bereich 40 Jahre usw
und Schrauben lockern sich weil das Metall unter Druck fließt usw

Pfusch am Auto erledigt der Rost usw und die schlimmsten Fälle fängt der TÜV
ein
eine zehn Jahre alte Elektroinstallation im Wohngebäude ist noch "jung"

MfG

Georg Richter

unread,
Oct 31, 2001, 8:46:37 PM10/31/01
to
Peter Muthesius <news...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9rouo8$pab$1...@news.rrz.Uni-Koeln.DE...

> Hallo,
> > Künftig ... mit Gefühl bohren (Anleitung
> > auf Wunsch)
> Wunsch.
> Was meinst Du mit "mit Gefühl bohren"? (Ernsthafte Frage.) Nicht
ernsthaft:
> Heißt das, PE der Bohrmaschine abklemmen und das Bohrfutter berühren? Beim
> Kontakt der Phase lässt man die Maschine schon von selber fallen?

Das werde ich in einem neuen "Srät" ausführen, wenn's meine "Zeit" zuässt.
Wir entgleiten hier zusehends ...

Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 31, 2001, 2:47:43 PM10/31/01
to
"Peter Muthesius" <news...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9rouo8$pab$1...@news.rrz.Uni-Koeln.DE...

> Hallo,
> > Künftig ... mit Gefühl bohren (Anleitung
> > auf Wunsch)
> Wunsch.
> Was meinst Du mit "mit Gefühl bohren"? (Ernsthafte Frage.)

Bei mir war es so, dass die Bohrmaschine von selbst aus ging. Danke, FI. Die
Leitungen waren noch heile. Die Isolation nicht. Zugegipst und fertig.

Dabei habe ich ALLE Leitungen im Rohbau fotografiert.

Wolfgang Horejsi

unread,
Nov 1, 2001, 12:50:07 AM11/1/01
to
"MaWin" <ma...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:01c161f5$b097ba60$0100007f@amdk6-300...

> Das liegt nur an den billig gebauten (und teuer verkauften) Haeusern
> von Privatleuten. Anstaendige Haeuser haben Kabel nicht unter Putz
> sondern in Schaechten und Rohren,

Die sollten dann aber aufwändig geschützt werden, damit im Falle eines
kleinen Brandes dieser nicht superschnell über diese Schächte und Kanäle im
ganzen Haus verteilt wird. Da ist mir die Methode IMPU dann doch lieber. Die
in
30 Jahren fällige Sanierung zahle ich dann locker von den eingesparten
Zinsen.

Bernd Laengerich

unread,
Nov 1, 2001, 5:23:37 AM11/1/01
to
Daniel Pfeilsticker schrieb:

> Wie mein Vater, der die Leitung so perfekt getroffen hat, dass die
> Bohrmaschine nur lief, solange sie im Loch war und so das selbst
> durchtrennte Kabel überbrückte...

Mein Vater hat etwa um 1960 im Kellerverschlag mal einen Nagel in die
Trennwand (Holzlattung) geschlagen um etwas aufzuhängen, dabei den Nagel
zu tief eingeschlagen und den im Nachbarkeller widerrechtlich
abgestellten Heizöltank getroffen. Es roch nach kurzer Zeit
verdächtig...

Bernd

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Nov 2, 2001, 2:22:46 AM11/2/01
to
Am 31 Oct 2001 10:26:23 GMT, meinte "MaWin" <ma...@gmx.net>:

>> Nun denne, dann reißen wir also die
>> Wände bis zum Kabelschacht auf, diesen gleich mit ...

>von Privatleuten. Anstaendige Haeuser haben Kabel nicht unter Putz
>sondern in Schaechten und Rohren, Wasserinstallation zugaenglich

Tatsächlich? Ich habe durchaus schon einige Rohbauten gesehen - aber
nirgends habe ich etwas anderes gesehen, als daß der Elektriker die
Stromleitungen als UP-Fachleitungen auf das Mauerwerk "getackert"
(nicht wörtlich nehmen) hat.

>hinter Waenden. Aber das kostet halt ein paar Mark mehr, die Herr
>Mueller gerne spart, der dann lieber (doppelt so teuer) die Wand

Der Herr Müller kauft typischerweise vom Bauträger und hat kaum Ahnung
von der Sache. Daher nimmter bei der technischen Ausstattung, was der
Bauträger vorsieht. Davon abgesehen sind Bauträger nicht bereit, bei
so grundlegenden Dingen etwas anderes zu machen als das, was sie eh
schon vorgesehen haben.

>aufreisst. Obwohl jedes Haus in seinem Leben (100 Jahre) ca. 2 mal
>Elektro und Wasser saniert werden muss. Kurzsichtige Denkweise eben.

Du solltest etwas von Deinem hohen Roß herunterkommen, Manfred. Es mag
ja sein, daß es vorteilhaft ist. auch für Strom Leerrohre und darin
die Kabel zu verlegen (ich habe hier z.B. Leerohre für Antenne und
Telefon - sehe aber keine Möglichkeit, aus dem 3. Stock in den Keller
die Kabel durchzuschieben - auf Züge o.ä. haben die Fachleute
großzügig vezichtet). Aber dies _nicht_ zu machen kannst Du dem Käufer
nur vorwerfen, wenn er es a) besser wußte und b) hätte beeinflussen
können.

>> warum man sich nicht mit einer simplen Lüsterklemme behelfen kann
>> bzw. darf.
>Man darf. Aber bitte nicht eingipsen, sondern in einer Dose.

Na also. Der erste Schritt. Und warum, bitte schön, nicht - ggfs.
eingehüllt in Plastik/Schrumpfschlauch) - eingipsen?

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Nov 2, 2001, 2:22:46 AM11/2/01
to
Am Wed, 31 Oct 2001 22:46:10 +0100, meinte Bernd
=?iso-8859-1?Q?L=F6ffler?= <Loeffl...@t-online.de>:

>wenn jemand meint: dort liegt nicht im Putz umd bohrt ein Leitung an ,dann
>muss
>er auch die Folgekosten komplett übernehmen

Irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Glaubt denn
irgendjemand wirklich (oder kennt gar einen Fall), bei dem bei so
einem Fall eine andere als eine mehr oder minder improvisierte Lösung
vorgeschlagen und ausgeführt werden würde? Gleichgültig, ob man dem
bohrenden Heimwerker hellseherische Fähigkeuten zuschreiben darf
(übrigens habe auch die Fachleute bei den sonstigen Installationen in
unserem Haus _nie_ Leitungssucher benutzt), ist es doch absolut
weltfremder Quatsch, dem Betroffenen vor die Wahl zu stellen, das
halbe Haus einzureißen oder im Bad keinen Strom mehr zu haben.
Uns Juristen wird ja oft Erbaenzählerei und bis zum Erbrechen
betriebender blinder Formalismus vorgeworfen - aber die Zunft der
Elektriker ist da offenbar noch schlimmer.

>> - eingegipster Leitungen vom Lötfraß gefährdet sein soll), kann ich
>> nicht recht begreifen, warum man sich nicht mit einer simplen
>> Lüsterklemme behelfen kann bzw. darf.
>die Gebrauchsdauer von Elektroleitungen liegt im Bereich 40 Jahre usw
>und Schrauben lockern sich weil das Metall unter Druck fließt usw

Höre ich zum ersten Mal. Das "Fließen" wurde bislang nur verlöteten
Drahtenden attestiert, Im übrigen würde dieses Argument doch auch für
eine Flickstelle in der Dose gelten.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Nov 2, 2001, 2:22:45 AM11/2/01
to
Am Wed, 31 Oct 2001 08:26:08 GMT, meinte hbr...@gmx.de (Holger Bruns):

>>Oder bringen wir es einmal förmlich auf den Punkt: Wo steht denn wie
>>geschrieben, auf welche Weise ein solcher Defekt repariert werden
>>muß/darf?

>Da ich aber nicht die Handwerkerberatung der Verbraucherzentrale bin,
>werde ich mich auf Ihre Aufgebrachtheit nicht weiter einlassen und

_Wer_ reagiert hier heftig und aufgebracht? Herr Bruns, bleiben Sie
ruhig.

>danke dem Herrgott auch dafür, daß ich kein Elektromonteur für den
>privaten Kundendienst bin.

Schön für Sie. Als potentieller Kunde eines Handwerkers erwarte ich
aber, daß der gute Meister nicht nur unerfüllbare Forderungen stellt
sondenr konstruktive Lösungen vorschlägt. Anders gesagt: Um das halbe
Haus einzureißen oder das Bad stromlos zu lassen brauche ich keinen
Handwerker zu beauftragen - _das_ kann ich auch. Was ich aber nicht
kann und weiß ist, wie in einer solchen Situation eine Lösung
aussieht, die Probleme mit einer Versicherung vermeidet - also als
wenigstens "vertretbar" gilt. Ein solches Lösungspotential erwarte ich
von einem Handwerker als Fachmann. Aber meine Einstellung, daß man
möglichst alles selbst machen und Handwerker möglichst nicht ins Haus
lassen sollte, scheint doch nicht ganz abwegig zu sein.

Harald Wilhelms

unread,
Nov 2, 2001, 2:33:36 AM11/2/01
to
ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M. Michael Koenig) wrote:


>>Anstaendige Haeuser haben Kabel nicht unter Putz sondern in Schaechten und
Rohren

>Tatsächlich? Ich habe durchaus schon einige Rohbauten gesehen - aber
>nirgends habe ich etwas anderes gesehen, als daß der Elektriker die
>Stromleitungen als UP-Fachleitungen auf das Mauerwerk "getackert"
>(nicht wörtlich nehmen) hat.


Hallo Dr. Michael König,
bei mir ist es noch besser:
Da wir Sichtmauerwerk haben, sind die Leitungen in Mauerfugen und
Türzargen verlegt. Wo es nicht passte, wurde ein Loch durch die Aussen-
wand gebohrt, und die Leitung aussen verlegt, schliesslich kam da ja
noch Styropor+Putz drauf. Wehe, wenn dort mal etwas kaputt gehen sollte.
Andererseits gehen mechanisch unbeschädigte Kabel wirklich sehr selten
kaputt. Mein Vater, mit 50 Jahren Elektrikererfahrung, kann sich nicht an
einen solchen Fall erinnern. Selbst normale Dosenklemmen lösen sich
auch nach >30 Jahren nicht, es sei denn, sie waren von vornherein nicht
richtig angezogen.
Zum Thema: Ich würde die einzelnen Drähte durch einzelne Lüsterklemmen
(Nicht Dosenklemmen) verbinden, sodas pro Draht in der Klemme zwei
verbindungsstellen sind. Die Schrauben sehr fest ziehen, dazu Lüsterklemme
mit Zange halten, und jeden Draht mit Schlauch einzeln isolieren. Die Kontakt-
stellen der einzelnen Drähte würde ich seitlich gegeneinander versetzen und das
Ganze noch einmal mit Schlauch überziehen und dann eingipsen und vergessen.
Ich bin mir sicher, diese Flickstelle wird dann die nächsten 30 Jahre ohne
Probleme überstehen. Allerdings würde ich diesen Vorgang auch keinem
Menschen mit VDE-Kenntnissen auf die Nase binden. :-)
Gruss
Harald

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Patrick Rauter

unread,
Nov 2, 2001, 3:52:34 AM11/2/01
to
RA Dr. M. Michael Koenig <ra.dr....@drkoenig.de> wrote:

.
>
> Du solltest etwas von Deinem hohen Roß herunterkommen, Manfred. Es mag
> ja sein, daß es vorteilhaft ist. auch für Strom Leerrohre und darin
> die Kabel zu verlegen (ich habe hier z.B. Leerohre für Antenne und
> Telefon - sehe aber keine Möglichkeit, aus dem 3. Stock in den Keller
> die Kabel durchzuschieben - auf Züge o.ä. haben die Fachleute
> großzügig vezichtet). Aber dies _nicht_ zu machen kannst Du dem Käufer
> nur vorwerfen, wenn er es a) besser wußte und b) hätte beeinflussen
> können.
>

Dafür gibt es hilfreiche Einziehspiralen, die sich dank federndem
Kugelkopf und entsprechender Steifheit durchschieben lassen.

(Bitte die aus Kunststoff verwenden, falls das Leerrohr wo anderst endet
als man dies erwartet, und der Suchkopf auf irgendwelche
spannungsführenden Teile trifft)

--
Patrick Rauter
Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten.
Herbst und Winter, die friedlichste Zeit am Bodensee

Michael Linnemann

unread,
Nov 2, 2001, 2:53:02 AM11/2/01
to
Am Fri, 02 Nov 2001 07:22:46 GMT schrieb RA Dr. M. Michael Koenig:

>>> Nun denne, dann reißen wir also die
>>> Wände bis zum Kabelschacht auf, diesen gleich mit ...
>>von Privatleuten. Anstaendige Haeuser haben Kabel nicht unter Putz
>>sondern in Schaechten und Rohren, Wasserinstallation zugaenglich

> Tatsächlich? Ich habe durchaus schon einige Rohbauten gesehen - aber
> nirgends habe ich etwas anderes gesehen, als daß der Elektriker die
> Stromleitungen als UP-Fachleitungen auf das Mauerwerk "getackert"
> (nicht wörtlich nehmen) hat.

Das ist eben billig. Aber nicht preiswert.



> Der Herr Müller kauft typischerweise vom Bauträger und hat kaum Ahnung
> von der Sache. Daher nimmter bei der technischen Ausstattung, was der
> Bauträger vorsieht. Davon abgesehen sind Bauträger nicht bereit, bei
> so grundlegenden Dingen etwas anderes zu machen als das, was sie eh
> schon vorgesehen haben.

Und darum wuerde _ich_ mir diese Art Bautraeger verkneifen. Ich z.B.
_brauche_ reichlich Steckdosen, und obendrein zugaengliche. Solche
banalen Dinge sind den Normbauern offenbar schwer vermittelbar.

> [...]



>>> warum man sich nicht mit einer simplen Lüsterklemme behelfen kann
>>> bzw. darf.
>>Man darf. Aber bitte nicht eingipsen, sondern in einer Dose.

> Na also. Der erste Schritt. Und warum, bitte schön, nicht - ggfs.
> eingehüllt in Plastik/Schrumpfschlauch) - eingipsen?

Weil eine Klemmstelle eine potentielle Fehlerquelle ist und
deshalb zugaenglich bleiben soll - wenigstens "im Prinzip". Wenn jemand
z.B. Kacheln drueber klebt, hast du auch wieder ein Problem...

Nein, Leerrohre sind schon eine feine Sache. Der Elektriker, der seinem
(Neubau-) Kunden diese nicht eindringlich empfiehlt und von
Stegleitungen etc. abraet, gehoert mit einem nassen Lappen gewatscht.

Gruss
Michael

Oliver Bartels

unread,
Nov 2, 2001, 4:48:27 AM11/2/01
to
On Fri, 02 Nov 2001 07:22:46 GMT, ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M.
Michael Koenig) wrote:
>Irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Glaubt denn
>irgendjemand wirklich (oder kennt gar einen Fall), bei dem bei so
>einem Fall eine andere als eine mehr oder minder improvisierte Lösung
>vorgeschlagen und ausgeführt werden würde? Gleichgültig, ob man dem
>bohrenden Heimwerker hellseherische Fähigkeuten zuschreiben darf
>(übrigens habe auch die Fachleute bei den sonstigen Installationen in
>unserem Haus _nie_ Leitungssucher benutzt), ist es doch absolut
>weltfremder Quatsch, dem Betroffenen vor die Wahl zu stellen, das
>halbe Haus einzureißen oder im Bad keinen Strom mehr zu haben.
>Uns Juristen wird ja oft Erbaenzählerei und bis zum Erbrechen
>betriebender blinder Formalismus vorgeworfen - aber die Zunft der
>Elektriker ist da offenbar noch schlimmer.
s/Elektriker/alle-Handwerker-mit-Meistersplien/

Ich täte die Adern fachgerecht verschweißen lassen, worauhin
fachgerecht das ganze Haus abbrennt oder einstürzt, wenn die
Dose mit dem Presslufthammer installiert wird, wobei das aber eh'
abgerissen gehört, damit die Zunft mal wieder etwas zu tun hat.

Ganz ehrlich: Man sollte die Sache von der Seite der *Vernunft*
unter Berücksichtigung physikalischer Kenntnisse und einer
Risikoabwägung betrachten.
Dass Löten aufgrund der Übergangswiederstandsproblematik
und der Weichheit des Zinns ein Problem darstellt, ist klar.

Es gibt aber auch für Spleisse hervorragende Klemm- und
Crimpverbindungen (je nach Kabeltyp), teilweise auch mit
hygroskopischen Schutz und ebenso hervorragende
Schrumpfschläuche. Es ist mir natürlich klar, dass diese
Spleisse lediglich die härtesten militärischen Standards
wie z.B. MIL-T-7928 erfüllen und daher für den Gebrauch
nach Handwerker-VDE-Interpretation völlig ungeeignet sind,
weil, was die Gefahren, die so einem Haus wiederfahren
können (z.B. Besuche von Meistern anderer Gewerke ;-),
natürlich viel höhere Anforderungen stellt als der übliche
militärische Feldeinsatz unter kriegsähnlichen Bedingungen.

Wenn es mein Haus wäre, würde ich damit trotzdem
eine qualitativ hochwertige und auch wasserdichte Verbindung
herstellen und die Stelle anschließend zugipsen. Ich würde
halt nicht unbedingt DM 3,50 am Material sparen (AMP hat
z.B. gutes Material). Und für den extremen Fall der Fälle
gibt es auch noch den FI, man kann sich aber auch den
Finger in der Nase brechen ;-)

Nur eine Abhandlung im VDI/VDE Bericht würde ich nicht
darüber schreiben (für die schreibe ich über andere Dinge ;-)

Gruß Oliver

P.s.: Auch sonst gibt es im Leben wirklich gefährliche Sachen,
wenn man z.B. beim Auto an diesem großen Rad, dass der
Fahrer vor der Nase hat, zur falschen Zeit falsch dreht, dann
hat das wirklich üble Folgen. Vielleicht kann die Zunft ja mal
dieses Lebensrisiko gegen das abwägen, dass eine ordentlich
gecrimpte und wasserdichte Verbindung aufgrund kombinierter
Einwirkung von Sturm, Hagel, Erdbeben und einem weiteren
Handwerker, der dort bohrt, wieder aufreißt und der FI nicht
anspricht ...

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Holger Bruns

unread,
Nov 2, 2001, 6:43:45 AM11/2/01
to
On Fri, 02 Nov 2001 07:22:45 GMT, ra.dr....@drkoenig.de (RA Dr. M.
Michael Koenig) wrote:

>Aber meine Einstellung, daß man
>möglichst alles selbst machen und Handwerker möglichst nicht ins Haus
>lassen sollte, scheint doch nicht ganz abwegig zu sein.

Das dürfen Sie ja auch. Wenn allerdings was schiefgeht, müssen Sie
auch für die Konsequenzen gradestehen und können keinen anderen
verantwortlich machen. Und das kann bei Pfusch eben bedeuten: Die
Versicherung zahlt nicht. Sie müssen den Schaden aus eigener Tasche
begleichen.

HB

Holger Bruns

unread,
Nov 2, 2001, 9:05:59 AM11/2/01
to
On Fri, 2 Nov 2001 08:53:02 +0100, Michael Linnemann
<m.lin...@addcom.de> wrote:

>Nein, Leerrohre sind schon eine feine Sache. Der Elektriker, der seinem
>(Neubau-) Kunden diese nicht eindringlich empfiehlt und von
>Stegleitungen etc. abraet, gehoert mit einem nassen Lappen gewatscht.

Alles eine Frage der Angebots, denn Leerrohre kosten deutlich mehr
Geld als Stegleitungen und sind auch arbeitsaufwendiger zu verlegen.
Es ist ein Unterschied, ob ein Elektriker eine Stegleitung in ein paar
Minuten an die Wand nagelt oder klebt, oder ob auch noch Stemmarbeiten
notwendig sind, um die Rohre tief genug in die Wand zu bringen, damit
sie der Putz vollständig verdeckt. Meines Erachtens spricht nichts
gegen Stegleitungen, solange sie fachgerecht verlegt sind, also nicht
im Freien, nicht im Erdreich, nicht in Feuchträumen, nicht auf
brennbaren Baustoffen und unter Putz. In einem Wohnzimmer die Leitung
zwischen Lichtschalter und Abzweigdose im Leerrohr unter Putz zu
verlegen, ist meines Erachtens wirklich nicht nötig. Nicht jeder
Privatkunde ist schließlich ein vom Teufel besessener Heimwerker, der
sich nachts eine laufende Bohrmaschine unters Kopfkissen legt. Es
kommt wirklich nur sehr selten vor, daß eine Stegleitung mal angebohrt
wird oder so. Rohre würde ich überall dort verwenden, wo es technisch
sinnvoll ist: In Feuchträumen, Garagen, Kellern, im Beton und bei
Außeninstallationen zum Beispiel. Leerrohre empfehlen sich außerdem
bei Fernmeldeinstallationen. Aber als Schutz gegen wildgewordene
Bastler sind sie sowieso wirkungslos.

HB

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 2, 2001, 10:42:45 AM11/2/01
to
hbr...@gmx.de (Holger Bruns) spoke thusly:

> [...]

> Meines
> Erachtens spricht nichts gegen Stegleitungen, solange sie
> fachgerecht verlegt sind,
> [...]

Ich bin eigentlich auch kein Fan von NYIF.
Mir ist einfach die mechanische Belastbarkeit zu gering. (Und
wer jetzt quengelt, In-Putz-Installation würde nicht mechanisch
belastet, dem sei gesagt, daß man beim Verlegen schneller auf
Kabeln steht, als einem lieb sein kann.)
Das wird wohl auch der Grund sein, warum in meinem
Ausbildungsbetrieb sowas überhaupt nicht mehr verarbeitet wird.
(und ich einmal ca. 12m Schlitze in eine Betondecke stemmen
durfte - von unten, wohlgemerkt.)


Tschüs,

Sebastian

--
http://www.baumaschinen-modelle.net

Neu: Neue Modelle zu Sammlung hinzugefügt,
neue Fotos von allen Modellen

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Nov 4, 2001, 11:40:07 AM11/4/01
to
Am Fri, 02 Nov 2001 11:43:45 GMT, meinte hbr...@gmx.de (Holger Bruns):

>>Aber meine Einstellung, daß man
>>möglichst alles selbst machen und Handwerker möglichst nicht ins Haus
>>lassen sollte, scheint doch nicht ganz abwegig zu sein.
>Das dürfen Sie ja auch. Wenn allerdings was schiefgeht, müssen Sie
>auch für die Konsequenzen gradestehen und können keinen anderen
>verantwortlich machen. Und das kann bei Pfusch eben bedeuten: Die

Ich sehe das positiv: So weiß ich, was ich mache und was ich gemacht
habe und werde nicht durch den potentiellen Murks sogenannter
Fachleute unangenehm überrascht. Zur Klarstellung: Ich behaupte nicht,
daß alle Fachleute sog. Fachleute sind. Allerdings fällt mir (und
nicht nur beruflich bedingt) schon auf, daß Fachleute in kaum faßbarem
Umfang vor sich hin murksen. Aufgrund der weit, weit überwiegenden
negativen Erfahrungen (das macht sogar vor Mandanten nicht halt, die
wirklich allen Grund hätten, besonders sorgfältig zu arbeiten) gehe
ich daher lieber auf "Nummer sicher". Aber natürlich gibt es auch
Dinge, ich ich nicht selbst machen kann bzw. die mir zu gefährlich
sind. Aber dann stehe ich damit und "passe auf".

>Versicherung zahlt nicht. Sie müssen den Schaden aus eigener Tasche
>begleichen.

Naja. Im Grundsatz mag das ein Problem sein (aber welche Versicherung
meinen Sie?). Aber so schnell schießen die Preußen nicht. Und es ist
schon ein Unterschied, ob man an der Gasleitung herumfummelt oder ob
man ein zerbohrtes Kabel selbst flickt oder die Leitungen für die
elektrische Rolladensteuerung selbst legt.

RA Dr. M. Michael Koenig

unread,
Nov 4, 2001, 11:40:07 AM11/4/01
to
Am Fri, 2 Nov 2001 09:52:34 +0100, meinte rau...@t-online.de (Patrick
Rauter):

>Dafür gibt es hilfreiche Einziehspiralen, die sich dank federndem
>Kugelkopf und entsprechender Steifheit durchschieben lassen.

Wo kann man so etwas kaufen - oder ist der Kram so teuer, daß es sich
für ein, zwei Leerrohre nicht lohnt?

Patrick Rauter

unread,
Nov 5, 2001, 2:26:59 AM11/5/01
to
RA Dr. M. Michael Koenig <ra.dr....@drkoenig.de> wrote:

> Am Fri, 2 Nov 2001 09:52:34 +0100, meinte rau...@t-online.de (Patrick
> Rauter):
>
> >Dafür gibt es hilfreiche Einziehspiralen, die sich dank federndem
> >Kugelkopf und entsprechender Steifheit durchschieben lassen.
>
> Wo kann man so etwas kaufen - oder ist der Kram so teuer, daß es sich
> für ein, zwei Leerrohre nicht lohnt?
> >
> Beste Grüße
>
> Dr. Michael König

Für diese "Anwendungshäufigkeit" sollte es eine einfache Version aus dem
Baumarkt tun (ca. DM 20-30).

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