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Glühlampen als Heizung

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Lothar Klein

unread,
Feb 8, 2017, 10:33:28 AM2/8/17
to
Hi,

Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?
Nehmen wir mal ein kleines Bad, das mit einem Radiator bei Bedarf
geheizt wird.
Zusätzlich befindet sich dort eine 60 Watt-ALG-Glühlampe.
Erreicht dieser Raum nun seine gewünschte Temperatur schneller, wenn die
Glühlampe eingeschaltet ist?
Dann ist in allen Räumen, in denen eine Elektroheizung verbaut ist, eine
Glühlampe das ideale Element zur Beleuchtung UND zum Heizen.
Gbit es dazu genauere Berechnungen oder kann jemand diese anstellen ;-)?
Gruß
Lotte


Edzard Egberts

unread,
Feb 8, 2017, 10:49:10 AM2/8/17
to
Lothar Klein wrote:
> Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?

100% Heizleistung, an der Effektivität ist in diesem Fall nichts
auszusetzen (Lichtverlust durch Fenster vernachlässigt ;o).

> Nehmen wir mal ein kleines Bad, das mit einem Radiator bei Bedarf
> geheizt wird. Zusätzlich befindet sich dort eine 60
> Watt-ALG-Glühlampe. Erreicht dieser Raum nun seine gewünschte
> Temperatur schneller, wenn die Glühlampe eingeschaltet ist?

Vernachlässigbar. Als es kürzlich so saukalt war, habe ich meinen
Heizlüfter ausgebuddelt - halbe Leistung 1 kW, volle Leistung 2 kW,
ersetzt also 16 bis 33 60 W Birnen, musste aber schon einige Zeit
laufen. Eine Birne bringt da kaum etwas.

Andreas Bockelmann

unread,
Feb 8, 2017, 11:25:32 AM2/8/17
to
Edzard Egberts schrieb:
> Lothar Klein wrote:
>> Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?

> Vernachlässigbar. Als es kürzlich so saukalt war, habe ich meinen
> Heizlüfter ausgebuddelt - halbe Leistung 1 kW, volle Leistung 2 kW,
> ersetzt also 16 bis 33 60 W Birnen, musste aber schon einige Zeit
> laufen. Eine Birne bringt da kaum etwas.
>

Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
legalisieren.

--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516

horst.d.winzler

unread,
Feb 8, 2017, 11:43:14 AM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 17:20 schrieb Andreas Bockelmann:
> Edzard Egberts schrieb:
>> Lothar Klein wrote:

> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
> legalisieren.

Nichts neues, allerdings mit Kohlefadenlampen ausgrüstet.

http://www.museum-digital.de/nat/index.php?t=objekt&oges=29880

--
---hdw---

Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 12:14:19 PM2/8/17
to
On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
> Edzard Egberts schrieb:
>> Lothar Klein wrote:
>>> Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?
>
>> Vernachlässigbar. Als es kürzlich so saukalt war, habe ich meinen
>> Heizlüfter ausgebuddelt - halbe Leistung 1 kW, volle Leistung 2 kW,
>> ersetzt also 16 bis 33 60 W Birnen, musste aber schon einige Zeit
>> laufen. Eine Birne bringt da kaum etwas.
>>
>
> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
> legalisieren.
>

Ist aber kein Scherz, das geht. Ich bin (nebenbei) dabei, einen
Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
kleine Warmhalteplatte.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Christoph Müller

unread,
Feb 8, 2017, 1:00:33 PM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:

>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>> legalisieren.
>
> Ist aber kein Scherz, das geht.

Dem Vernehmen nach verwenden einige Kühlschrankhersteller die Wärme der
Glühlampen auch zu Regelzwecken. Damit das Gefrierfach auch kalt genug
wird, wird der Rest des Kühlschranks mit der Lampe geheizt. Damit läuft
der Kompressor länger und das Eisfach wird deshalb kälter. Auf den Rest
des Kühlschranks wirken sich die paar Watt nicht nennenswert aus.

> Ich bin (nebenbei) dabei, einen
> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
> kleine Warmhalteplatte.

Ich könnte dir eine maßgenaue Heizfolie berechnen und layouten.
Wirtschaftlich wird sowas allerdings i.d.R. erst mit Stückzahlen.
Regelabweichend lässt sich sowas aber auch mal einfach als Übungsaufgabe
deklarieren. Wenn du präzise ätzen kannst und deine Kupferschicht einen
definierten Widerstandswert hat, sollte sich so eine Heizung ganz gut
hin bekommen lassen.

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de

Wolfgang Allinger

unread,
Feb 8, 2017, 1:04:44 PM2/8/17
to

On 08 Feb 17 at group /de/sci/electronics in article eg11v9...@mid.individual.net
Es gab früher(?) Heizbirnen für die 'Ampel' Steuergeräte. Die waren
Trichterförmig mit E27 Gewinde als Trichterschnulli. 'Leuchtfaden'
strahlte nur IR ab. Wehe wenn man bei 'leuchtender' Birne diese anfasste.
Brandzeichen war seichergestellt :)

Gerade gegurgelt, gibs immer noch. Guckstu:

http://www.ebay.de/itm/60-W-Keramikstrahler-Heizlampe-Heizbirne-Terrarium-
Heizmatte-Kabelheizer-Brueter-/291183552260

In USAnien gibs die garantiert auch. Frag mal, wie das Trumpeltier son
roten Kopp kriegt und soviel Heißluft erzeugt :p



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Stefan

unread,
Feb 8, 2017, 1:20:05 PM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
Ich verwende 4 Stück 30W Hochvolt-Halogenstrahler bei meinem 3D-Drucker.
Der Drucker steht in einer Box und die in einem nicht beheizten
Werkstattraum. Den Innenraum der Box bekomme ich so im Sommer auf knapp
40°C. Momentan komme ich auf ca. 24°C. Die Halogenlampen betreibe ich
mit einem Dimmer.

73

Stefan

Stefan

unread,
Feb 8, 2017, 1:22:13 PM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 16:33 schrieb Lothar Klein:
> Hi,
>
> Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?

Vorteil ist eventuell die intensivere Wärmestrahlung, d.h. wenn du einen
Raum mit 30 Stück 60W Glühlampen beheizt, kommt es dir vermutlich
schneller warm vor, als wenn du statt dessen einen 1800W Öl-Radiator
verwendest.

Die Gesamtwärme im Raum bleibt aber näherungsweise konstant.

Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 1:30:14 PM2/8/17
to
On 2017-02-08 10:06, Wolfgang Allinger wrote:
>
> On 08 Feb 17 at group /de/sci/electronics in article eg11v9...@mid.individual.net
> <ne...@analogconsultants.com> (Joerg) wrote:
>
>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
>
>>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>>> legalisieren.
>
>> Ist aber kein Scherz, das geht. Ich bin (nebenbei) dabei, einen
>> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
>> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
>> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
>> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
>> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
>> kleine Warmhalteplatte.
>
> Es gab früher(?) Heizbirnen für die 'Ampel' Steuergeräte. Die waren
> Trichterförmig mit E27 Gewinde als Trichterschnulli. 'Leuchtfaden'
> strahlte nur IR ab. Wehe wenn man bei 'leuchtender' Birne diese anfasste.
> Brandzeichen war seichergestellt :)
>
> Gerade gegurgelt, gibs immer noch. Guckstu:
>
> http://www.ebay.de/itm/60-W-Keramikstrahler-Heizlampe-Heizbirne-Terrarium-
> Heizmatte-Kabelheizer-Brueter-/291183552260
>
> In USAnien gibs die garantiert auch.


Ja, aber wozu soll ich $15 ausgeben, wenn es eine Birne fuer $0.50 mit
Schirm auch tut? Die hat sogar den Vorteil, dass man beim Reingreifen in
den Gaerschrank an die Lampe kommen kann, ohne sich zu verbrennen. Wenn
man das Licht nicht will, verkleidet man mit Metall.


> ... Frag mal, wie das Trumpeltier son
> roten Kopp kriegt und soviel Heißluft erzeugt :p
>

Nach der Haartracht zu urteilen durch zu intensives Foenen :-)

Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 1:38:37 PM2/8/17
to
On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
>
>>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>>> legalisieren.
>>
>> Ist aber kein Scherz, das geht.
>
> Dem Vernehmen nach verwenden einige Kühlschrankhersteller die Wärme der
> Glühlampen auch zu Regelzwecken.


Das normalerweise nicht, aber zum automatischen Abtauen.


> ... Damit das Gefrierfach auch kalt genug
> wird, wird der Rest des Kühlschranks mit der Lampe geheizt. Damit läuft
> der Kompressor länger und das Eisfach wird deshalb kälter. Auf den Rest
> des Kühlschranks wirken sich die paar Watt nicht nennenswert aus.
>

Das machen sie denn doch etwas geschickter. Amerikanische
Kuehl-Gefrierschraenke arbeiten meist mit Umluft. Man hat zwei Regler,
einen fuer den Thermostaten und den anderen fuer die Verteilerklappe,
welche im Prinzip nur ein glorifiziertes Stueck Plastik ist.

Der Weinkuehlschrank arbeitet nicht mit Umluft, obwohl er einen
kaelteren Bereich fuer Weisswein und einen waermeren fuer Rotwein hat.
Ist wohl rein bauartbedingt so geteilt und ich werde das nutzen, um die
Nachgaerungspoette kaelter zu lagern.


>> Ich bin (nebenbei) dabei, einen
>> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
>> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
>> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
>> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
>> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
>> kleine Warmhalteplatte.
>
> Ich könnte dir eine maßgenaue Heizfolie berechnen und layouten.
> Wirtschaftlich wird sowas allerdings i.d.R. erst mit Stückzahlen.
> Regelabweichend lässt sich sowas aber auch mal einfach als Übungsaufgabe
> deklarieren. Wenn du präzise ätzen kannst und deine Kupferschicht einen
> definierten Widerstandswert hat, sollte sich so eine Heizung ganz gut
> hin bekommen lassen.
>

Ich habe schon eine aus einem Crock Pot geschlachtete Heizfolie hier
liegen, passend fuer 120V. Ob ich die nehme, weiss ich noch nicht, die
reingestellte Lampe ist irgendwie simpler. Ich weiss nicht, was Crock
Pot in Deutsch heisst, das sind "Langsamkochtoepfe", wo Fleisch und
Stews ueber 6-10 Stunden mit sehr gerinegr Leistung gegart werden. Habe
ich frueher in Germanien nie gesehen.

Karl Sauer

unread,
Feb 8, 2017, 1:44:50 PM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
Ich würde da ein paar UL84 dafür nehmen. Dann hat man was Edles.


Gruß Karl

Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 2:57:32 PM2/8/17
to
Nee, nee, wenn der Kuehlschrank im Wohnraum unten staende, kame dort
stilecht eine QB5/1750 hinein. Die 100W Heizleitung muss man ja nicht
voll draufgeben und es wird eh ein analoger Thermostat hineinkommen.

https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf

Gernot Fink

unread,
Feb 8, 2017, 3:08:05 PM2/8/17
to
In article <eg16dl...@mid.individual.net>,
Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
> Ja, aber wozu soll ich $15 ausgeben, wenn es eine Birne fuer $0.50 mit
> Schirm auch tut? Die hat sogar den Vorteil, dass man beim Reingreifen in
> den Gaerschrank an die Lampe kommen kann, ohne sich zu verbrennen. Wenn
> man das Licht nicht will, verkleidet man mit Metall.

Ich habe mich für einen Getränkeautomat für eine 60Watt Schaltschrankheizung
entschieden. Bei der Glühbirne war mir das Risiko dass sie durchbrennt
und alles einfriert zu groß.

Momentan würde ich mich aber für ein PTC Heizkabel entscheiden.
Ob die Temperatur für einen Gärschrank reicht kommz sicher auf den Typ an.

Gernot

Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 3:31:42 PM2/8/17
to
On 2017-02-08 11:52, Gernot Fink wrote:
> In article <eg16dl...@mid.individual.net>,
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>> Ja, aber wozu soll ich $15 ausgeben, wenn es eine Birne fuer $0.50 mit
>> Schirm auch tut? Die hat sogar den Vorteil, dass man beim Reingreifen in
>> den Gaerschrank an die Lampe kommen kann, ohne sich zu verbrennen. Wenn
>> man das Licht nicht will, verkleidet man mit Metall.
>
> Ich habe mich für einen Getränkeautomat für eine 60Watt Schaltschrankheizung
> entschieden. Bei der Glühbirne war mir das Risiko dass sie durchbrennt
> und alles einfriert zu groß.
>

Ich wuerde natuerlich eine Lampe mit zwei Gluehbirnen nehmen, am Ende
vermutlich 230V Gluehbirnen, die ich noch aus Europa habe. Auch sind
innen zwei Steckdosen geplant, sodass alles moegliche angeschlossen
werden kann.

220V-240V Gluehbirnen kann man notfalls sogar hier nachbekommen. Bis die
durchbrennen, bin ich vermutlich zwei Meter unter der Erdoberflaeche.
Aus den Philippinen sogar guenstig im Retro-Look:

http://www.ebay.com/itm/Edison-Vintage-Retro-T10-220V-40W-E27-Light-Lamp-Bulb-Droplight-Incandescent-/282055139371?hash=item41abcbe02b:g:P0UAAOSwrhlXTuMD

Wobei diese Sorte vom WAF her sehr cool waere:

http://www.ebay.com/itm/Retro-Vintage-A19-110V-220V-60W-E27-Edison-Light-Incandescent-Bulb-Edison-Lamp/252446551531?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D2%26asc%3D41376%26meid%3De565e78cd2834f0dae7342c5d90e842b%26pid%3D100005%26rk%3D3%26rkt%3D6%26sd%3D272352596277


> Momentan würde ich mich aber für ein PTC Heizkabel entscheiden.
> Ob die Temperatur für einen Gärschrank reicht kommz sicher auf den Typ an.
>

Am Ende zaehlen nur die Watt. Ich wuerde gern ueber 40W gehen, um
Reserven zu haben, auch im Falle des Durchbrennens einer Birne. Viel
mehr als 5C werde ich fuer den Waermefall kaum an Differenz erzeugen
muessen und der Schrank hat zum Glueck eine schwere Doppelglastuer.

Holger

unread,
Feb 8, 2017, 3:58:02 PM2/8/17
to
Am 08.02.2017 um 20:57 schrieb Joerg:

> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf


Fällt das in den USA eigentlich noch auf, wenn man damit einen
Kurzwellensender betreibt?

Holger



Joerg

unread,
Feb 8, 2017, 4:05:19 PM2/8/17
to
Als Funkamateur darf man, wenn man die Leistungsgrenze seiner
Lizenzklasse einhaelt. Fuer Rundfunk ist Kurzwelle hier so ziemlich tot.
Es sei denn, man hat eine Aussenantenne, die sich ausserhalb des
Dunstkreises des HF-Getoeses "moderner" Elektronik.

Heutzutage wuerde man jedoch eher FETs nehmen.

Christoph Müller

unread,
Feb 9, 2017, 2:03:48 AM2/9/17
to
Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:

>>>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>>>> legalisieren.
>>>
>>> Ist aber kein Scherz, das geht.
>>
>> Dem Vernehmen nach verwenden einige Kühlschrankhersteller die Wärme der
>> Glühlampen auch zu Regelzwecken.
>
> Das normalerweise nicht, aber zum automatischen Abtauen.

Was ist schon "normal"?

>> ... Damit das Gefrierfach auch kalt genug
>> wird, wird der Rest des Kühlschranks mit der Lampe geheizt. Damit läuft
>> der Kompressor länger und das Eisfach wird deshalb kälter. Auf den Rest
>> des Kühlschranks wirken sich die paar Watt nicht nennenswert aus.
>
> Das machen sie denn doch etwas geschickter.

Je nach Hersteller. Wenn's in der Branche einen Schlaukopf gibt, heißt
das noch lange nicht, dass alle Schlauköpfe sind. Für ihre
unterschiedlichen Strategien haben sie oft ganz unterschiedliche Gründe,
die für die Kundschaft nicht unbedingt nachvollziehbar sein müssen.

>>> Ich bin (nebenbei) dabei, einen
>>> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
>>> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
>>> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
>>> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
>>> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
>>> kleine Warmhalteplatte.
>>
>> Ich könnte dir eine maßgenaue Heizfolie berechnen und layouten.
>> Wirtschaftlich wird sowas allerdings i.d.R. erst mit Stückzahlen.
>> Regelabweichend lässt sich sowas aber auch mal einfach als Übungsaufgabe
>> deklarieren. Wenn du präzise ätzen kannst und deine Kupferschicht einen
>> definierten Widerstandswert hat, sollte sich so eine Heizung ganz gut
>> hin bekommen lassen.
>
> Ich habe schon eine aus einem Crock Pot geschlachtete Heizfolie hier
> liegen, passend fuer 120V. Ob ich die nehme, weiss ich noch nicht, die
> reingestellte Lampe ist irgendwie simpler.

Manches Zeug verträgt kein Licht. In Wasser z.B. kommt's dann leicht zur
Algenbildung. Ob Licht bei deinem Gärprozess stört oder nicht, musst du
selber raus kriegen.

> Ich weiss nicht, was Crock
> Pot in Deutsch heisst,

Schmortopf oder Schongarer.

Edzard Egberts

unread,
Feb 9, 2017, 2:38:58 AM2/9/17
to
Joerg wrote:
> Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen, zumindest bis
> ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine kleine
> Warmhalteplatte.

HS50 Draht-Lastwiderstand 50W, Alu Gehäuse axial = 3,49 €

So etwas würde ich irgendwo ans Blech schrauben, bei 120 V z.B.

http://at.rs-online.com/web/p/leistungswiderstande-im-alugehause/0161026/

Bei dem Preis kann man für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung auch
mehrere nehmen.

Marcel Mueller

unread,
Feb 9, 2017, 2:45:09 AM2/9/17
to
On 08.02.17 16.33, Lothar Klein wrote:
> Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?

Ja.

Dem liegt die üblicherweise weitgehend zutreffende Annahme zugrunde,
dass kaum Lichtenergie den Raum verlässt.

Das Heizen mit Lampen ist bei Laborapparaturen durchaus üblich, zumal
sich die Verteilung der Wärme damit wesentlich granularer beeinflussen
lässt wie bei Konvektion mit heißer Luft.

> Nehmen wir mal ein kleines Bad, das mit einem Radiator bei Bedarf
> geheizt wird.
> Zusätzlich befindet sich dort eine 60 Watt-ALG-Glühlampe.
> Erreicht dieser Raum nun seine gewünschte Temperatur schneller, wenn die
> Glühlampe eingeschaltet ist?

Falls Du mit der Temperatur von unten kommst, ja. ;-)

> Dann ist in allen Räumen, in denen eine Elektroheizung verbaut ist, eine
> Glühlampe das ideale Element zur Beleuchtung UND zum Heizen.

Naja, die Heizung hat x000 W, die Glühlampe x0 W. Der Unterschied liegt
also im einstelligen Prozentbereich.

Dem Gegenüber steht die Gegenanzeige, was passiert, wenn man die
Heizleistung (im Sommer) nicht haben will.


Marcel

Joerg Niggemeyer

unread,
Feb 9, 2017, 8:13:53 AM2/9/17
to
Hallo Joerg
In message <eg11v9...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>>
>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>> legalisieren.
>>

> Ist aber kein Scherz, das geht. Ich bin (nebenbei) dabei, einen
> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
> kleine Warmhalteplatte.
Ich benutze auch einen kleinen Tiefkuehlschrank (ca. 120 EUR), als
kleine (guenstige) Klimakammer - so 40-80W reichen da aus, um ihn auf
110° zu bringen -
allerdings fängt er etwas an zu riechen.......

Eine Feinregelung alleine mit dem Motor, die ich nicht habe, halte ich
für schwierig, mit einer elektr. Heizung kann man da besser
nachjustieren. Ich habe einfach ein paar Leistungswiderstände auf
einem fetten Kühlstrankprofil geschraubt, der von einem Ventilator
angeblasen wird.

LG Joerg



--
WEB: http://www.nucon.de http://www.led-temperature-protection.com
Geschäftsführer: Joerg.Ni...@nucon.de
Steinbecker Muehlenweg 95, 21244 Buchholz idN, Germany
UST-IDNR.: DE 231373311, phone: +49 4181 290913, fax: +49 4181 350504

Joerg

unread,
Feb 9, 2017, 11:47:58 AM2/9/17
to
Muss man aber schon wieder basteln. Eine Lampe vom Flohmarkt tut es ja
auch, muss man nur einstoepseln.

Joerg

unread,
Feb 9, 2017, 11:56:10 AM2/9/17
to
On 2017-02-09 05:13, Joerg Niggemeyer wrote:
> Hallo Joerg
> In message <eg11v9...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>>>
>>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>>> legalisieren.
>>>
>
>> Ist aber kein Scherz, das geht. Ich bin (nebenbei) dabei, einen
>> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
>> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
>> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
>> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
>> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
>> kleine Warmhalteplatte.
> Ich benutze auch einen kleinen Tiefkuehlschrank (ca. 120 EUR), als
> kleine (guenstige) Klimakammer - so 40-80W reichen da aus, um ihn auf
> 110° zu bringen -
> allerdings fängt er etwas an zu riechen.......
>
> Eine Feinregelung alleine mit dem Motor, die ich nicht habe, halte ich
> für schwierig, ...


Motor? Hast Du einen Stepper drin, den Du mit kraeftig Haltestrom
beschicken koenntest? Das waere auch eine Heizung.


> ... mit einer elektr. Heizung kann man da besser
> nachjustieren. Ich habe einfach ein paar Leistungswiderstände auf
> einem fetten Kühlstrankprofil geschraubt, der von einem Ventilator
> angeblasen wird.
>

Bei mir kommt einfach irgendeine kaeufliche Last hinein und die wird
ueber ein zweites bereits vorhandenes Relais per LM35-LM339-74HC14 Mimik
geschaltet, wenn die Temperatur 4F unter den fuer den Kuehlkreislauf
gelegten Regelpunkt sackt. Hysterese bei beiden +/-1F, sodass es nicht
zu Kalt-Warm Wechseln kommen sollte, wenn der Schrank in der
Uebergangszeit beide Modi eingeschaltet hat. Mit einem uC koennte man
das geschickter machen, aber den Dingern traue ich fuer so eine
Anwendung nicht recht ueber den Weg. Die enthaltene Regelung im
Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist ziemlich verbockt worden,
wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti
und so.

Joerg

unread,
Feb 9, 2017, 12:44:48 PM2/9/17
to
On 2017-02-08 23:03, Christoph Müller wrote:
> Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
>> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
>
>>>>> Das erinnert mich nun an den Versuch, Glühlampen als "Heatballs" zu
>>>>> legalisieren.
>>>>
>>>> Ist aber kein Scherz, das geht.
>>>
>>> Dem Vernehmen nach verwenden einige Kühlschrankhersteller die Wärme der
>>> Glühlampen auch zu Regelzwecken.
>>
>> Das normalerweise nicht, aber zum automatischen Abtauen.
>
> Was ist schon "normal"?
>

Das was in Kuechengeraeten drin ist, die unseren Entscheidungsprozess
ueberstanden haben :-)


>>> ... Damit das Gefrierfach auch kalt genug
>>> wird, wird der Rest des Kühlschranks mit der Lampe geheizt. Damit läuft
>>> der Kompressor länger und das Eisfach wird deshalb kälter. Auf den Rest
>>> des Kühlschranks wirken sich die paar Watt nicht nennenswert aus.
>>
>> Das machen sie denn doch etwas geschickter.
>
> Je nach Hersteller. Wenn's in der Branche einen Schlaukopf gibt, heißt
> das noch lange nicht, dass alle Schlauköpfe sind. Für ihre
> unterschiedlichen Strategien haben sie oft ganz unterschiedliche Gründe,
> die für die Kundschaft nicht unbedingt nachvollziehbar sein müssen.
>

So einen Murks muss man aber nicht kaufen. Lediglich, wenn die Lampe nur
dann verwendet wird, falls die Aussentemperatur frostig wird. Z.B. durch
die hier uebliche Unsitte, Zusatzkuehlschraenke einfach in die Garage zu
stellen.


>>>> Ich bin (nebenbei) dabei, einen
>>>> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
>>>> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
>>>> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
>>>> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
>>>> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
>>>> kleine Warmhalteplatte.
>>>
>>> Ich könnte dir eine maßgenaue Heizfolie berechnen und layouten.
>>> Wirtschaftlich wird sowas allerdings i.d.R. erst mit Stückzahlen.
>>> Regelabweichend lässt sich sowas aber auch mal einfach als Übungsaufgabe
>>> deklarieren. Wenn du präzise ätzen kannst und deine Kupferschicht einen
>>> definierten Widerstandswert hat, sollte sich so eine Heizung ganz gut
>>> hin bekommen lassen.
>>
>> Ich habe schon eine aus einem Crock Pot geschlachtete Heizfolie hier
>> liegen, passend fuer 120V. Ob ich die nehme, weiss ich noch nicht, die
>> reingestellte Lampe ist irgendwie simpler.
>
> Manches Zeug verträgt kein Licht. In Wasser z.B. kommt's dann leicht zur
> Algenbildung. Ob Licht bei deinem Gärprozess stört oder nicht, musst du
> selber raus kriegen.
>

UV mag Bierwuerze nicht, es sind aber weiss eingefaerbte Food Grade
Plastikpoette. Es kaeme auch ein Blech drueber, sodass kaum Licht auf
die Poette faellt. Dennoch moechte ich weiter oben eine LED reinsetzen,
damit ich die Aktivitaet in den Luftsperren beobachten kann. Auch fuer
den Fall, dass eine Gaerung mal "nuklear" verlaeuft wie letztens bei
einem Belgisch Tripel. Wenn man das nicht rechtzeitig mitbekommt,
entsteht eine grosse Sauerei. Zumal man aufgrund der dicken Glastuer das
Gezische nicht hoeren wuerde.


>> Ich weiss nicht, was Crock
>> Pot in Deutsch heisst,
>
> Schmortopf oder Schongarer.
>

Ah, gibt es sie also doch. Ich habe in Europa nie einen gesehen.

Joerg Niggemeyer

unread,
Feb 9, 2017, 1:43:26 PM2/9/17
to
In message <eg3l97...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

.
>>
>> Eine Feinregelung alleine mit dem Motor, die ich nicht habe, halte ich
>> für schwierig, ...


> Motor? Hast Du einen Stepper drin, den Du mit kraeftig Haltestrom
> beschicken koenntest? Das waere auch eine Heizung.

Das ware krasso ;-) Ne der Kompressormotor war gemeint.
Ohne Gegenheizung kann man das wohl generell knicken.
Zu viele Schaltvorgänge mag der Kühler nicht so gerne.


>> ... mit einer elektr. Heizung kann man da besser
>> nachjustieren. Ich habe einfach ein paar Leistungswiderstände auf
>> einem fetten Kühlstrankprofil geschraubt, der von einem Ventilator
>> angeblasen wird.
>>

> Bei mir kommt einfach irgendeine kaeufliche Last hinein und die wird
> ueber ein zweites bereits vorhandenes Relais per LM35-LM339-74HC14 Mimik
> geschaltet, wenn die Temperatur 4F unter den fuer den Kuehlkreislauf
> gelegten Regelpunkt sackt. Hysterese bei beiden +/-1F, sodass es nicht
> zu Kalt-Warm Wechseln kommen sollte, wenn der Schrank in der
> Uebergangszeit beide Modi eingeschaltet hat. Mit einem uC koennte man
> das geschickter machen, aber den Dingern traue ich fuer so eine
> Anwendung nicht recht ueber den Weg. Die enthaltene Regelung im
> Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist ziemlich verbockt worden,
> wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti
> und so.

Du bleibst Dir da echt treu ! :-)

Ich habe die Aufgabe fuer den naechsten Winter eine Heizplatte
(Tränkenheizplatte für Hühner)
zur Temperaturregelung der Meerschweinchenhuette zu steuern :-)

Werde ich mit einem PIC per direkter PWM machen und einem K
-Fühler,sowie Tempfühler on Board.

Bei solchen Systemen schwingts ja leicht auf, insofern programmiert
man geschickterweise den Heizbedarf PWM noch abhängig von der
Aussentemp plus der Abweichung vom Sollwert etc. So ein micro hat
ausserdem den Vorteil, dass er das Verhalten dann noch loggen kann.
Verlangsamen der Regelung bei einem uC ebenfalls simpelst ohne
einen fetten "Elko" moeglich ;-)

VG

Joerg

--

Joerg

unread,
Feb 9, 2017, 2:11:04 PM2/9/17
to
On 2017-02-09 10:43, Joerg Niggemeyer wrote:
> In message <eg3l97...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
> .
>>>
>>> Eine Feinregelung alleine mit dem Motor, die ich nicht habe, halte ich
>>> für schwierig, ...
>
>
>> Motor? Hast Du einen Stepper drin, den Du mit kraeftig Haltestrom
>> beschicken koenntest? Das waere auch eine Heizung.
>
> Das ware krasso ;-) Ne der Kompressormotor war gemeint.
> Ohne Gegenheizung kann man das wohl generell knicken.
> Zu viele Schaltvorgänge mag der Kühler nicht so gerne.
>

Mit dem kann man ohne grosse Modifikationen nicht gescheit heizen,
zumindest nicht energieeffizient.

>
>>> ... mit einer elektr. Heizung kann man da besser
>>> nachjustieren. Ich habe einfach ein paar Leistungswiderstände auf
>>> einem fetten Kühlstrankprofil geschraubt, der von einem Ventilator
>>> angeblasen wird.
>>>
>
>> Bei mir kommt einfach irgendeine kaeufliche Last hinein und die wird
>> ueber ein zweites bereits vorhandenes Relais per LM35-LM339-74HC14 Mimik
>> geschaltet, wenn die Temperatur 4F unter den fuer den Kuehlkreislauf
>> gelegten Regelpunkt sackt. Hysterese bei beiden +/-1F, sodass es nicht
>> zu Kalt-Warm Wechseln kommen sollte, wenn der Schrank in der
>> Uebergangszeit beide Modi eingeschaltet hat. Mit einem uC koennte man
>> das geschickter machen, aber den Dingern traue ich fuer so eine
>> Anwendung nicht recht ueber den Weg. Die enthaltene Regelung im
>> Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist ziemlich verbockt worden,
>> wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti
>> und so.
>
> Du bleibst Dir da echt treu ! :-)
>

Da kann sich wenigstens kein Prozessor aufhaengen.


> Ich habe die Aufgabe fuer den naechsten Winter eine Heizplatte
> (Tränkenheizplatte für Hühner)
> zur Temperaturregelung der Meerschweinchenhuette zu steuern :-)
>
> Werde ich mit einem PIC per direkter PWM machen und einem K
> -Fühler,sowie Tempfühler on Board.
>
> Bei solchen Systemen schwingts ja leicht auf, insofern programmiert
> man geschickterweise den Heizbedarf PWM noch abhängig von der
> Aussentemp plus der Abweichung vom Sollwert etc. So ein micro hat
> ausserdem den Vorteil, dass er das Verhalten dann noch loggen kann.
> Verlangsamen der Regelung bei einem uC ebenfalls simpelst ohne
> einen fetten "Elko" moeglich ;-)
>

Es sollte eine simple on-off Regelung reichen, wenn man genuegend
Hysterese vorsieht. Aber das ist natuerlich "unspochtlich" und echte
Haudegen zimmern sich einen PID-Algorithmus.

Bei meinem Regler gibt es keine Elkos, es ist alles simple hysteretische
Regelung. Das reicht fuer die Gaerung voellig aus, weil jeder Bottich
18-20 Liter enthaelt und damit einem immensen Tiefpass darstellt. Der
Sensor wird auch an einem davon befestigt, sodass z.B. die Heizung nicht
kommt, solange die Waerme vom Gaerungsprozess bereits reicht. Im Sommer
kann man das so einstellen, dass die Kuehlung erst kommt, wenn der Pott
mit der kernigsten Suppe drin an die Temperaturgrenze geraet, wo sich
Fuseloele und sowas bilden koennen. In meinem Fall belgische Biersorten
mit kraeftiger franzoesischer Hefe.

BTW, selbst lange Verzoegerungen kann man heute analog ohne Elkos
machen. Bei einem selbstgebauten Fahrradruecklicht ist eine Art
Aufblitzfunktion ueberlagert, aehnlich wie bei Flugzeugbeleuchtungen.
Das liess sich locker mit 22uF Keramik-Kondensatoren erledigen. Ich habe
einfach einen zweiten MC34063 als Timer zweckentfremdet. Billiger ging
das kaum. Ich versuche auch bei solchen Einmal-Hobby-Designs knallharte
Kostenbeschraenkung, damit bleibt man immer in Uebung.

Christoph Müller

unread,
Feb 9, 2017, 3:28:20 PM2/9/17
to
Am 09.02.2017 um 18:45 schrieb Joerg:
> On 2017-02-08 23:03, Christoph Müller wrote:
>> Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
>>> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>>>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:

>> Je nach Hersteller. Wenn's in der Branche einen Schlaukopf gibt, heißt
>> das noch lange nicht, dass alle Schlauköpfe sind. Für ihre
>> unterschiedlichen Strategien haben sie oft ganz unterschiedliche Gründe,
>> die für die Kundschaft nicht unbedingt nachvollziehbar sein müssen.
>
> So einen Murks muss man aber nicht kaufen.

Setzt voraus, dass man den Murks überhaupt erst mal bemerkt. Hand auf's
Herz: prüfst du beim Kühlschrankkauf tatsächlich nach, wie dessen
Regelung im Detail funktioniert? Würde mich wundern.

>>> Ich weiss nicht, was Crock
>>> Pot in Deutsch heisst,
>>
>> Schmortopf oder Schongarer.
>
> Ah, gibt es sie also doch. Ich habe in Europa nie einen gesehen.

Für so lange Prozesse braucht man Geduld und/oder Leidenschaft. In
unsere schnelllebige Zeit passt sowas nicht mehr. Mikrowelle und gut...

Joerg

unread,
Feb 9, 2017, 3:50:11 PM2/9/17
to
On 2017-02-09 12:28, Christoph Müller wrote:
> Am 09.02.2017 um 18:45 schrieb Joerg:
>> On 2017-02-08 23:03, Christoph Müller wrote:
>>> Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
>>>> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>>>>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>>>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
>
>>> Je nach Hersteller. Wenn's in der Branche einen Schlaukopf gibt, heißt
>>> das noch lange nicht, dass alle Schlauköpfe sind. Für ihre
>>> unterschiedlichen Strategien haben sie oft ganz unterschiedliche Gründe,
>>> die für die Kundschaft nicht unbedingt nachvollziehbar sein müssen.
>>
>> So einen Murks muss man aber nicht kaufen.
>
> Setzt voraus, dass man den Murks überhaupt erst mal bemerkt. Hand auf's
> Herz: prüfst du beim Kühlschrankkauf tatsächlich nach, wie dessen
> Regelung im Detail funktioniert? Würde mich wundern.
>

Doch, schon. Das geht heutzutage zumindest hier sehr einfach, denn
solche Geraete muessen im Laden fettgedruckte Energy Labels wie dieses
haben:

http://www.fixya.com/fullimage.html?src=http://i.fixya.net/uploads/images/6_9_2012_1_36_55_pm.jpg

Wenn mit der Gluehlampe reguliert wird, fliegt das spaetestens dort auf.
Flunkern bei diesen Daten kann man nicht. Das hat der Hersteller des
Autos eines Bekannten versucht. Mit dem Ergebnis, dass die ihm und
hunderttausendenden weiteren Kunden jedes Jahr einen Scheck schicken
mussten, um den festgestellten Mehrverbrauch zu begleichen.


>>>> Ich weiss nicht, was Crock
>>>> Pot in Deutsch heisst,
>>>
>>> Schmortopf oder Schongarer.
>>
>> Ah, gibt es sie also doch. Ich habe in Europa nie einen gesehen.
>
> Für so lange Prozesse braucht man Geduld und/oder Leidenschaft. In
> unsere schnelllebige Zeit passt sowas nicht mehr. Mikrowelle und gut...
>

Die sind in Amerika sehr begehrt. Sie sparen sogar Zeit, denn man packt
das alles morgens hinein, schaltet ein, und abends wird gespachtelt. Wir
bereiten damit Kassler mit Sauerkraut, Rindfleisch-Stew und anderes zu.

Es ist aehnlich wie beim Barbecue, wo Leute sagen, das sei ihnen zu
zeitaufwendig. Wenn ich koche, dann nie in der Kueche und nur mit Holz
oder Holzkohle, draussen. Die meisten Gerichte kommen hinein, ich gehe
wieder im Buero oder sonswo weitermachen und spaeter wird es zum Essen
rausgenommen.

Joerg Niggemeyer

unread,
Feb 10, 2017, 4:50:46 AM2/10/17
to
In message <eg3t66...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>>> Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist ziemlich verbockt worden,
>>> wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti
>>> und so.
>>
>> Du bleibst Dir da echt treu ! :-)
>>

> Da kann sich wenigstens kein Prozessor aufhaengen.

Tja da kann man wohl einiges falsch machen - allerdings macht es
auch einfach Spass :)

> BTW, selbst lange Verzoegerungen kann man heute analog ohne Elkos
> machen. Bei einem selbstgebauten Fahrradruecklicht ist eine Art
> Aufblitzfunktion ueberlagert, aehnlich wie bei Flugzeugbeleuchtungen.
> Das liess sich locker mit 22uF Keramik-Kondensatoren erledigen. Ich habe
> einfach einen zweiten MC34063 als Timer zweckentfremdet. Billiger ging
> das kaum. Ich versuche auch bei solchen Einmal-Hobby-Designs knallharte
> Kostenbeschraenkung, damit bleibt man immer in Uebung.

In unseren alten analogen Ballasts hatten wir einen Langzeittimer
für erhöhte Leistungsabgabe
zum Aufheizen der kalten Xenonlampe. Dieser Anlauftimer (1min) wurde
mit u47 Tantal 1206 und mit zwei bib Transistoren umgesetzt. Man
haette auch einen 555 nehmen koennen........

Da man digital alle moeglichen Änderungen im Verhalten einfach per
SW machen kann, wird alles an unnötigen Extrateilen, ICs gnadenlos
rausgeworfen, insbesondere Trimmer, die hasse ich wie die Pest ;-)

LG

Joerg

--

Christoph Müller

unread,
Feb 10, 2017, 9:52:50 AM2/10/17
to
Am 09.02.2017 um 21:50 schrieb Joerg:
> On 2017-02-09 12:28, Christoph Müller wrote:
>> Am 09.02.2017 um 18:45 schrieb Joerg:
>>> On 2017-02-08 23:03, Christoph Müller wrote:
>>>> Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
>>>>> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>>>>>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>>>>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:

>> Setzt voraus, dass man den Murks überhaupt erst mal bemerkt. Hand auf's
>> Herz: prüfst du beim Kühlschrankkauf tatsächlich nach, wie dessen
>> Regelung im Detail funktioniert? Würde mich wundern.
>>
>
> Doch, schon. Das geht heutzutage zumindest hier sehr einfach, denn
> solche Geraete muessen im Laden fettgedruckte Energy Labels wie dieses
> haben:
>
> http://www.fixya.com/fullimage.html?src=http://i.fixya.net/uploads/images/6_9_2012_1_36_55_pm.jpg

Damit kennst du den Energiebedarf im Jahr, aber nicht, WIE das im Detail
erreicht wird.

> Wenn mit der Gluehlampe reguliert wird, fliegt das spaetestens dort auf.

Hängt davon ab wie effektiv das unter Normbedingungen ist. Manchmal
gibt's ziemliche Überraschungen. Z.B. Heizung von Kühl- und
Gefrierschranktüren, damit diese nicht einfrieren und noch betätigt
werden können. Beschlagen würde zudem die Ware schlecht ausschauen
lassen. In Supermärkten ist sowas ganz normal.
Es gibt auch geheizte Thermostate und Temperaturfühler, was auf den
ersten Blick nun wirklich paradox erscheint, auf den zweiten aber sehr
effizient sein kann.

>>>> Schmortopf oder Schongarer.
>>>
>>> Ah, gibt es sie also doch. Ich habe in Europa nie einen gesehen.
>>
>> Für so lange Prozesse braucht man Geduld und/oder Leidenschaft. In
>> unsere schnelllebige Zeit passt sowas nicht mehr. Mikrowelle und gut...
>>
>
> Die sind in Amerika sehr begehrt. Sie sparen sogar Zeit, denn man packt
> das alles morgens hinein, schaltet ein, und abends wird gespachtelt. Wir
> bereiten damit Kassler mit Sauerkraut, Rindfleisch-Stew und anderes zu.

Soll ja superzart werden, mit dieser Methode.

Joerg

unread,
Feb 10, 2017, 10:04:57 AM2/10/17
to
On 2017-02-10 01:50, Joerg Niggemeyer wrote:
> In message <eg3t66...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>>>> Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist ziemlich verbockt worden,
>>>> wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti
>>>> und so.
>>>
>>> Du bleibst Dir da echt treu ! :-)
>>>
>
>> Da kann sich wenigstens kein Prozessor aufhaengen.
>
> Tja da kann man wohl einiges falsch machen - allerdings macht es
> auch einfach Spass :)
>

Mir nicht besonders. Vor allem nicht, wenn sich ab und zu wa aufhaengt
und man feststellt, die der uC Hersteller mal wieder den BOR oder
sonstwas im Chip verbockt hat. Analoge Sachen kriegen die oft einfach
nicht gebacken. Am schlimmsten ist das, was sie "Voltage Reference"
nennen. Braucht man also eine externe und da kann man es auch gleich
ganz analog machen.


>> BTW, selbst lange Verzoegerungen kann man heute analog ohne Elkos
>> machen. Bei einem selbstgebauten Fahrradruecklicht ist eine Art
>> Aufblitzfunktion ueberlagert, aehnlich wie bei Flugzeugbeleuchtungen.
>> Das liess sich locker mit 22uF Keramik-Kondensatoren erledigen. Ich habe
>> einfach einen zweiten MC34063 als Timer zweckentfremdet. Billiger ging
>> das kaum. Ich versuche auch bei solchen Einmal-Hobby-Designs knallharte
>> Kostenbeschraenkung, damit bleibt man immer in Uebung.
>
> In unseren alten analogen Ballasts hatten wir einen Langzeittimer
> für erhöhte Leistungsabgabe
> zum Aufheizen der kalten Xenonlampe. Dieser Anlauftimer (1min) wurde
> mit u47 Tantal 1206 und mit zwei bib Transistoren umgesetzt.


Tantal? Grusel. Die kommen hier schon Jahrzehnte nicht mehr ueber die
Tuerschwelle. Seit in den 80ern davon mal reihenweise im Endtest
explodiert sind. Oh-Ton des Technikers "Und dann war's wie's Popcorn".


> ... Man haette auch einen 555 nehmen koennen........
>

Ich habe ein paar rumliegen, aber noch nie einen eingesetzt. Selbst im
Hobby nicht. Und jetzt lebt Hans Camenzind schon nicht mehr :-(


> Da man digital alle moeglichen Änderungen im Verhalten einfach per
> SW machen kann, wird alles an unnötigen Extrateilen, ICs gnadenlos
> rausgeworfen, insbesondere Trimmer, die hasse ich wie die Pest ;-)
>

Die benutze ich auch nicht. Ich rechne alles passend aus und mit 1%
Widerstaenden passt das fast immer. Wenn nicht, nehme ich 0.1%, die
heutzutage nicht mehr teuer sind.

Wenn natuerlich eine PID-Loop oder aehnliches optimiert werden sollen,
ist ein uC besser. Ich habe oft welche im Design, die jedoch von anderen
programmiert werden. Aus meiner Feder kommt dabei nur die Architektur
der Firmware. Moderne uC haben auch den Nachteil, nicht mehr mit 5V
betreibbar zu sein und mit 3.3V ist eine gescheite direkte Ansteuerung
von Leistungs-FET kaum machbar. AVR gibt es noch mit 5V, TI hat nach
einer ganz kurzen Anfangszeit die MSP430 Serie jedoch auf 3.3V beschraenkt.

Joerg

unread,
Feb 10, 2017, 10:17:04 AM2/10/17
to
On 2017-02-10 06:52, Christoph Müller wrote:
> Am 09.02.2017 um 21:50 schrieb Joerg:
>> On 2017-02-09 12:28, Christoph Müller wrote:
>>> Am 09.02.2017 um 18:45 schrieb Joerg:
>>>> On 2017-02-08 23:03, Christoph Müller wrote:
>>>>> Am 08.02.2017 um 19:38 schrieb Joerg:
>>>>>> On 2017-02-08 10:00, Christoph Müller wrote:
>>>>>>> Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>>>>>>>> On 2017-02-08 08:20, Andreas Bockelmann wrote:
>
>>> Setzt voraus, dass man den Murks überhaupt erst mal bemerkt. Hand auf's
>>> Herz: prüfst du beim Kühlschrankkauf tatsächlich nach, wie dessen
>>> Regelung im Detail funktioniert? Würde mich wundern.
>>>
>>
>> Doch, schon. Das geht heutzutage zumindest hier sehr einfach, denn
>> solche Geraete muessen im Laden fettgedruckte Energy Labels wie dieses
>> haben:
>>
>> http://www.fixya.com/fullimage.html?src=http://i.fixya.net/uploads/images/6_9_2012_1_36_55_pm.jpg
>
> Damit kennst du den Energiebedarf im Jahr, aber nicht, WIE das im Detail
> erreicht wird.
>

Das ist ja auch wurscht. Es kommt darauf an, was er langfristig
verbraucht. Wenn ein Kuehlschrank die Regelung teilweise ueber die
Erzeugung von Hitze erreicht, stimmt vom Konzept her was nicht und er
wird mehr verbrauchen als notwendig.


>> Wenn mit der Gluehlampe reguliert wird, fliegt das spaetestens dort auf.
>
> Hängt davon ab wie effektiv das unter Normbedingungen ist. Manchmal
> gibt's ziemliche Überraschungen. Z.B. Heizung von Kühl- und
> Gefrierschranktüren, damit diese nicht einfrieren und noch betätigt
> werden können. Beschlagen würde zudem die Ware schlecht ausschauen
> lassen. In Supermärkten ist sowas ganz normal.


Das ist etwas anderes und Tuergummiheizung hat unserer im Gefrierteil
auch. Auch zum Abtauen wrid diese oder manchmal die Lampe benutzt. Doch
zum normalen Regeln des Kaeltekreislaufs sollte man die nicht benutzen.


> Es gibt auch geheizte Thermostate und Temperaturfühler, was auf den
> ersten Blick nun wirklich paradox erscheint, auf den zweiten aber sehr
> effizient sein kann.
>

Ich habe das immer ohne Heizung hinbekommen und auch diesmal wird das so
sein :-)

Nur dass diesmal ein paar Cents mehr reingehen und ein LM35 spendiert
wird. Weiss eigentlich jemand, ob die auf Dauer bis 100C aushalten? Die
A und C Versionen laut Datenblatt schon, aber Papier ist ja oft
geduldiger als die Realitaet. Beim Brauen gibt es Phasen, wo man die
Temperatur auf ein Grad Celsius genau einhalten sollte. Auch eine
gescheite Ueberkochwarnung waere schoen, da das potenziell eine grosse
Sauerei geben kann.


>>>>> Schmortopf oder Schongarer.
>>>>
>>>> Ah, gibt es sie also doch. Ich habe in Europa nie einen gesehen.
>>>
>>> Für so lange Prozesse braucht man Geduld und/oder Leidenschaft. In
>>> unsere schnelllebige Zeit passt sowas nicht mehr. Mikrowelle und gut...
>>>
>>
>> Die sind in Amerika sehr begehrt. Sie sparen sogar Zeit, denn man packt
>> das alles morgens hinein, schaltet ein, und abends wird gespachtelt. Wir
>> bereiten damit Kassler mit Sauerkraut, Rindfleisch-Stew und anderes zu.
>
> Soll ja superzart werden, mit dieser Methode.
>

Oh ja. Gestern hatten wir Schweinefleisch mit Sauerkraut aus diesem
Kocher. Dazu knuspriges Baguette und selbstgebrautes Pale Ale. Lecker.

Joerg Niggemeyer

unread,
Feb 10, 2017, 11:09:03 AM2/10/17
to
In message <eg634n...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:


>> zum Aufheizen der kalten Xenonlampe. Dieser Anlauftimer (1min) wurde
>> mit u47 Tantal 1206 und mit zwei bib Transistoren umgesetzt.


> Tantal? Grusel. Die kommen hier schon Jahrzehnte nicht mehr ueber die
> Tuerschwelle. Seit in den 80ern davon mal reihenweise im Endtest
> explodiert sind. Oh-Ton des Technikers "Und dann war's wie's Popcorn".

Der Tantal war zu dem Zeitpunkt die richtige Wahl, er war in Serie
mit einem hohen R als Timer und kompakt. Kerkos waren zudem Zeitpunkt
noch nicht als alternative Form vorhanden.

Ansonsten sind die Dinger wirklich nicht nett.......

>> ... Man haette auch einen 555 nehmen koennen........
>>

> Ich habe ein paar rumliegen, aber noch nie einen eingesetzt. Selbst im
> Hobby nicht. Und jetzt lebt Hans Camenzind schon nicht mehr :-(

Ich hab da sogar einen uralt US-Buchschinken drüber, den Vattern mal
mitgebracht hatte. Selbst hat mich das Dingens allerdings nicht
interessiert.

>> Da man digital alle moeglichen Änderungen im Verhalten einfach per
>> SW machen kann, wird alles an unnötigen Extrateilen, ICs gnadenlos
>> rausgeworfen, insbesondere Trimmer, die hasse ich wie die Pest ;-)
>>

> Die benutze ich auch nicht. Ich rechne alles passend aus und mit 1%
> Widerstaenden passt das fast immer. Wenn nicht, nehme ich 0.1%, die
> heutzutage nicht mehr teuer sind.

Tja und wenn z.B. der Ausgangsstrom geändert werden soll, dann lötet
man die R's also um?


> Wenn natuerlich eine PID-Loop oder aehnliches optimiert werden sollen,
> ist ein uC besser. Ich habe oft welche im Design, die jedoch von anderen
> programmiert werden. Aus meiner Feder kommt dabei nur die Architektur
> der Firmware. Moderne uC haben auch den Nachteil, nicht mehr mit 5V
> betreibbar zu sein und mit 3.3V ist eine gescheite direkte Ansteuerung
> von Leistungs-FET kaum machbar. AVR gibt es noch mit 5V, TI hat nach
> einer ganz kurzen Anfangszeit die MSP430 Serie jedoch auf 3.3V beschraenkt.

Du hast die PICs vergessen ;-)




--
Joerg Niggemeyer on RISCOS Raspberry Pi
http://www.led-temperature-protection.com
http://www.nucon.de

Joerg

unread,
Feb 10, 2017, 11:19:56 AM2/10/17
to
On 2017-02-10 08:08, Joerg Niggemeyer wrote:
> In message <eg634n...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>
>>> zum Aufheizen der kalten Xenonlampe. Dieser Anlauftimer (1min) wurde
>>> mit u47 Tantal 1206 und mit zwei bib Transistoren umgesetzt.
>
>
>> Tantal? Grusel. Die kommen hier schon Jahrzehnte nicht mehr ueber die
>> Tuerschwelle. Seit in den 80ern davon mal reihenweise im Endtest
>> explodiert sind. Oh-Ton des Technikers "Und dann war's wie's Popcorn".
>
> Der Tantal war zu dem Zeitpunkt die richtige Wahl, er war in Serie
> mit einem hohen R als Timer und kompakt. Kerkos waren zudem Zeitpunkt
> noch nicht als alternative Form vorhanden.
>

0.47u in 1206? Das muss aber kurz nach dem Pleistozaen gewesen sein :-)


> Ansonsten sind die Dinger wirklich nicht nett.......
>
>>> ... Man haette auch einen 555 nehmen koennen........
>>>
>
>> Ich habe ein paar rumliegen, aber noch nie einen eingesetzt. Selbst im
>> Hobby nicht. Und jetzt lebt Hans Camenzind schon nicht mehr :-(
>
> Ich hab da sogar einen uralt US-Buchschinken drüber, den Vattern mal
> mitgebracht hatte. Selbst hat mich das Dingens allerdings nicht
> interessiert.
>

Fuer mich interessanter waren seine Ideen bezueglich programmierbarer
analoger IC. Doch das fasste nie so recht Fuss und war auch teuer. Als
Very Early SMT Adopter betraf mich das eh nicht so, denn wir setzten
schon in den 80ern auf Hybrids und dichte SMT Boards.


>>> Da man digital alle moeglichen Änderungen im Verhalten einfach per
>>> SW machen kann, wird alles an unnötigen Extrateilen, ICs gnadenlos
>>> rausgeworfen, insbesondere Trimmer, die hasse ich wie die Pest ;-)
>>>
>
>> Die benutze ich auch nicht. Ich rechne alles passend aus und mit 1%
>> Widerstaenden passt das fast immer. Wenn nicht, nehme ich 0.1%, die
>> heutzutage nicht mehr teuer sind.
>
> Tja und wenn z.B. der Ausgangsstrom geändert werden soll, dann lötet
> man die R's also um?
>

Wir haben das frueher mit Laser Trimming gemacht. Hobbymaessig geht es
noch mit der Dremel, muss man nur aufpassen, dass einem die kleine
Schleifscheibe nicht zerbricht und ins Gesicht fliegt.

>
>> Wenn natuerlich eine PID-Loop oder aehnliches optimiert werden sollen,
>> ist ein uC besser. Ich habe oft welche im Design, die jedoch von anderen
>> programmiert werden. Aus meiner Feder kommt dabei nur die Architektur
>> der Firmware. Moderne uC haben auch den Nachteil, nicht mehr mit 5V
>> betreibbar zu sein und mit 3.3V ist eine gescheite direkte Ansteuerung
>> von Leistungs-FET kaum machbar. AVR gibt es noch mit 5V, TI hat nach
>> einer ganz kurzen Anfangszeit die MSP430 Serie jedoch auf 3.3V beschraenkt.
>
> Du hast die PICs vergessen ;-)
>

Ist ja jetzt eine Firma geworden.

Marc Santhoff

unread,
Feb 10, 2017, 11:42:01 AM2/10/17
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:

> Hobbymaessig geht es noch mit der Dremel, muss man nur aufpassen,
> dass einem die kleine Schleifscheibe nicht zerbricht und ins Gesicht
> fliegt.

Nimm lieber eine Trennscheibe, die ist (Faser?)verstärkt und bricht
nicht so schnell wie die bröckeligen Schleifscheiben.

Marc

Joerg

unread,
Feb 10, 2017, 2:12:35 PM2/10/17
to
Sorry, ich habe den falschen Ausdruck benutzt. Es sind die schwarzen
faserverstaerkten Trennscheiben. Ich benutze sie oft zum Schleifen,
Trennen von Leiterbahnen, Fraesen von Nuten und so weiter, weil das
schneller geht.

Wolf gang P u f f e

unread,
Feb 14, 2017, 12:10:08 PM2/14/17
to
Am 08.02.2017 um 18:14 schrieb Joerg:
>
> Ist aber kein Scherz, das geht. Ich bin (nebenbei) dabei, einen
> Weinkuehlschrank in einen Gaerschrank umzubauen. Im Winter muss der auch
> heizen koennen und das habe ich mit einer 40W Gluehbirne probiert. Die
> hat es geschaft, den Innenraum ueber mehrere Stunden von 10C auf 17C zu
> bringen. Daher wird anfangs eine Gluehbirne zum Einsatz kommen,
> zumindest bis ich etwas huebsches kleineres gefunden habe wie etwa eine
> kleine Warmhalteplatte.
>

Bei so viel Licht in der Gärkammer musst Du sicher immer mal die Algen
aus der Brühe abschöpfen. ;-)

W.

Rolf Bombach

unread,
Feb 14, 2017, 4:00:16 PM2/14/17
to
Joerg schrieb:
>
> Das ist ja auch wurscht. Es kommt darauf an, was er langfristig verbraucht. Wenn ein Kuehlschrank die Regelung teilweise ueber die Erzeugung von Hitze erreicht, stimmt vom Konzept her was nicht und
> er wird mehr verbrauchen als notwendig.

Der Kühlschrank regelt nicht mit der Glühlampe. Das sind
Kühlschränke mit Gefrierfach, welche nur einen Kühlkreislauf
aufweisen. Fällt die Aussentemperatur unter die gewünschte
Temperatur des normalen Abteils, schaltet naheliegenderweise
der Thermostat nie ein. Dann wird allerdings auch nicht
mehr im Gefrierfach gekühlt. Die Lampe verhindert das dann.
Das braucht nicht notwendigerweise mehr Strom als zwei
Kühlkreisläufe.

Ist mehr was mit Physik und so.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Feb 14, 2017, 4:06:25 PM2/14/17
to
Joerg schrieb:
>
> Nee, nee, wenn der Kuehlschrank im Wohnraum unten staende, kame dort stilecht eine QB5/1750 hinein. Die 100W Heizleitung muss man ja nicht voll draufgeben und es wird eh ein analoger Thermostat
> hineinkommen.
>
> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf

Igitt. Radioaktiv, Spaltmaterial, ...

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Feb 14, 2017, 4:09:49 PM2/14/17
to
Joerg schrieb:
>
> Bei mir kommt einfach irgendeine kaeufliche Last hinein und die wird ueber ein zweites bereits vorhandenes Relais per LM35-LM339-74HC14 Mimik geschaltet, wenn die Temperatur 4F unter den fuer den
> Kuehlkreislauf gelegten Regelpunkt sackt. Hysterese bei beiden +/-1F, sodass es nicht zu Kalt-Warm Wechseln kommen sollte, wenn der Schrank in der Uebergangszeit beide Modi eingeschaltet hat. Mit
> einem uC koennte man das geschickter machen, aber den Dingern traue ich fuer so eine Anwendung nicht recht ueber den Weg. Die enthaltene Regelung im Nur-Kuehl-Betrieb mit einem Samsung uC ist
> ziemlich verbockt worden, wird daher stillgelegt und rein analog ersetzt. Schoen mit 10-Gang Poti und so.

Da kann man doch auch linear regeln, ohne hysterische Therese und/oder Relais.
Trick aus Zeiten der selber gebauten Quarzöfen: Da die Temperatur nicht sehr
hoch ist, kann man den Leistungstransistor gleich mit als Heizer verwenden.

--
mfg Rolf Bombach

Joerg

unread,
Feb 14, 2017, 4:31:07 PM2/14/17
to
Das hat man hier etwas geschickter geloest. Es gibt nur einen
Kompressor, aber dazu eine Verteilerklappe. Diese verteilt die gekuehlte
Umluft und man kann das Verhaeltnis steuern. Eine Lampe zum Hochheizen
der gekuehlten Luft ist nun wirklich nicht mehr zeitgemaess. Das ist wie
Anti-Schlupfregelung ueber die Bremsen. Es sei denn, die
Aussentemperatur fiele Richtung Gefrierpunkt und die Verteilerklappe
steht bereits auf Null fuer den normalen Kuehlteil.

Joerg

unread,
Feb 14, 2017, 4:33:21 PM2/14/17
to
Ah ja, wegen des Thorium sind mir vermutlich die Haare ausgefallen :-)

Joerg

unread,
Feb 14, 2017, 4:38:01 PM2/14/17
to
Bringt nicht viel, da der Kuehlteil, welche 80-90% der Aktion
uebernimmt, ein Kompressor ist und damit hysteretisch laufen muss. Nur
fuer den Waermeteil einen PID ausknobeln ist mir zu muehsam, die Zeit
stecke ich lieber ins Brauen. Habe gerade ein Subduction Cascadian Dark
Ale abgefuellt. Das ist so ein vollhopfiges schweres, wonach man besser
nicht mehr autofahren sollte.

Joerg

unread,
Feb 14, 2017, 4:40:15 PM2/14/17
to
Die Primaer-Gaerpoette sind aus weissem Plastik, da kommt nicht viel
durch. Die Lampe bekaeme eh einen Metallschirm und ich wuerde staerkere
230 Gluehbirnen verwenden, die hierzulande nur roetlich gluehen. So,
dass rund 50W an Waerme herauskommen.

Hanno Foest

unread,
Feb 14, 2017, 7:12:00 PM2/14/17
to
Am 14.02.2017 um 22:31 schrieb Joerg:

> Das hat man hier etwas geschickter geloest. Es gibt nur einen
> Kompressor, aber dazu eine Verteilerklappe. Diese verteilt die gekuehlte
> Umluft und man kann das Verhaeltnis steuern.

Da hatten wir schon mal. Du kühlst erst auf Gefrierfachtemperatur, und
zweigst davon einen Teil ab, um den Kühlschrank zu kühlen - die größere
Temperaturdifferenz (zum Gefrierfach) zu überwinden kostet aber deutlich
mehr Energie, als wenn man direkt den Kühlschrankteil gekühlt hätte.

> Eine Lampe zum Hochheizen
> der gekuehlten Luft ist nun wirklich nicht mehr zeitgemaess.

Der Wirkungsgrad dürfte dennoch besser sein... meistens paßt es ja auch
ohne die Lampe, während dein System dauernd über den viel-zu-kalt Umweg
sinnlos Energie verballert. Und selbst mit der Lampe könnte es sein, daß
der Wirkungsgrad aufgrund des fehlenden Umwegs noch besser abschneidet.

Hanno

Joerg

unread,
Feb 14, 2017, 7:32:19 PM2/14/17
to
On 2017-02-14 16:11, Hanno Foest wrote:
> Am 14.02.2017 um 22:31 schrieb Joerg:
>
>> Das hat man hier etwas geschickter geloest. Es gibt nur einen
>> Kompressor, aber dazu eine Verteilerklappe. Diese verteilt die gekuehlte
>> Umluft und man kann das Verhaeltnis steuern.
>
> Da hatten wir schon mal. Du kühlst erst auf Gefrierfachtemperatur, und
> zweigst davon einen Teil ab, um den Kühlschrank zu kühlen - die größere
> Temperaturdifferenz (zum Gefrierfach) zu überwinden kostet aber deutlich
> mehr Energie, als wenn man direkt den Kühlschrankteil gekühlt hätte.
>

Mag sein, aber wenn man mit einer Lampe gegenheizt, kostet das
garantiert mehr Energie als Abzweigen.


>> Eine Lampe zum Hochheizen
>> der gekuehlten Luft ist nun wirklich nicht mehr zeitgemaess.
>
> Der Wirkungsgrad dürfte dennoch besser sein... meistens paßt es ja auch
> ohne die Lampe, während dein System dauernd über den viel-zu-kalt Umweg
> sinnlos Energie verballert. Und selbst mit der Lampe könnte es sein, daß
> der Wirkungsgrad aufgrund des fehlenden Umwegs noch besser abschneidet.
>

Das glaube ich nicht. Der Kuehlschrank laesst nur ganz sachte kalte Luft
aus dem Tiefkuehlkreislauf hinzusickern. Das ist noch nicht einmal
komplett Tiefkuehlluft, denn die Kreislaeufe sind ziemlich ausgetueftelt
ueber die Breite und Dichte der Waermetasucherkanaele, wo die Luft
jeweils dran vorbeigeleitet wird. D.h. wenn das Verteilerventil (Klappe)
in der Mitte steht, ergibt sich bei normaler Zimmertemperatur in etwa
die gaengige Verteilung. Wobei amerikanische Kuehlschraenke IMO weit zu
kalt laufen und wir das natuerlich geaendert haben.

Diese Verteilung in der Waeremtauscherflache hat sogar der
Weinkuehlschrank. Im unteren Teil ist der Waermetauscher erheblich
kaelter. Oben im Rotweinteil ist es daher einige Grade waermer. Das
nutze ich aus, um unten die Zweitgaerung laufen zu lassen. Wenn es
komplette getrennte Kreise waeren, waere es natuerlich besser und ich
koennte Tricks wie Cold Crash durchziehen. Doch man kann nicht alles
haben und fuer $100 plus einiges Gebastel will ich nicht meckern. Cold
Crash mache ich im guten alten Bosch Baujahr 1956, dessen steinalter
Kompressor trotz 60Hz und (fuer deutsche Verhaeltnisse) manchmal
bruetender Hitze nie rumgezickt hat.

Hanno Foest

unread,
Feb 15, 2017, 7:55:17 AM2/15/17
to
Am 15.02.2017 01:32 schrieb Joerg:

>> Da hatten wir schon mal. Du kühlst erst auf Gefrierfachtemperatur, und
>> zweigst davon einen Teil ab, um den Kühlschrank zu kühlen - die größere
>> Temperaturdifferenz (zum Gefrierfach) zu überwinden kostet aber deutlich
>> mehr Energie, als wenn man direkt den Kühlschrankteil gekühlt hätte.
>
> Mag sein, aber wenn man mit einer Lampe gegenheizt, kostet das
> garantiert mehr Energie als Abzweigen.

Bezweifele ich.

>> Der Wirkungsgrad dürfte dennoch besser sein... meistens paßt es ja auch
>> ohne die Lampe, während dein System dauernd über den viel-zu-kalt Umweg
>> sinnlos Energie verballert. Und selbst mit der Lampe könnte es sein, daß
>> der Wirkungsgrad aufgrund des fehlenden Umwegs noch besser abschneidet.
>
> Das glaube ich nicht.

Ist aber trotzdem so :) Thermodynamik halt. Daß da irgendwas sickert
oder ausgetüftelt ist, ändert nichts an den Wärmeflüssen und (maximalen)
Wirkungsgraden nach Carnot. Die zu transportierende Wärmemenge ist bei
einem gegebenen Kühlraum gleich, aber du kühlst erst mal tiefer, als du
müßtest, und das geht auf den Wirkungsgrad.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad#Bedeutung_bei_K.C3.A4ltemaschinen_und_W.C3.A4rmepumpen

Hanno

Joerg

unread,
Feb 15, 2017, 10:03:09 AM2/15/17
to
On 2017-02-15 04:55, Hanno Foest wrote:
> Am 15.02.2017 01:32 schrieb Joerg:
>
>>> Da hatten wir schon mal. Du kühlst erst auf Gefrierfachtemperatur, und
>>> zweigst davon einen Teil ab, um den Kühlschrank zu kühlen - die größere
>>> Temperaturdifferenz (zum Gefrierfach) zu überwinden kostet aber deutlich
>>> mehr Energie, als wenn man direkt den Kühlschrankteil gekühlt hätte.
>>
>> Mag sein, aber wenn man mit einer Lampe gegenheizt, kostet das
>> garantiert mehr Energie als Abzweigen.
>
> Bezweifele ich.
>

Dann wuerden die hiesigen Monsterkuehlschraenke nicht so wenig Energie
verbrauchen und kaemen auch nicht mit den vergleichsweise winzigen
Kompressoren aus.


>>> Der Wirkungsgrad dürfte dennoch besser sein... meistens paßt es ja auch
>>> ohne die Lampe, während dein System dauernd über den viel-zu-kalt Umweg
>>> sinnlos Energie verballert. Und selbst mit der Lampe könnte es sein, daß
>>> der Wirkungsgrad aufgrund des fehlenden Umwegs noch besser abschneidet.
>>
>> Das glaube ich nicht.
>
> Ist aber trotzdem so :) Thermodynamik halt. Daß da irgendwas sickert
> oder ausgetüftelt ist, ändert nichts an den Wärmeflüssen und (maximalen)
> Wirkungsgraden nach Carnot. Die zu transportierende Wärmemenge ist bei
> einem gegebenen Kühlraum gleich, aber du kühlst erst mal tiefer, als du
> müßtest, und das geht auf den Wirkungsgrad.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad#Bedeutung_bei_K.C3.A4ltemaschinen_und_W.C3.A4rmepumpen
>

Es kommt auf die Menge der erzeugten Kaltluft an und die ist beim
Umluftkuehlschrank fuer den Getraenke- und Lebensmittelteil sehr gering.
Selbst bei alten mit Trickle-Verfahren, wo nicht ueber verschiedene
Waermetauscherflaechen geleitet wird.

Hanno Foest

unread,
Feb 15, 2017, 10:26:18 AM2/15/17
to
Am 15.02.2017 16:03 schrieb Joerg:

> Dann wuerden die hiesigen Monsterkuehlschraenke nicht so wenig Energie
> verbrauchen und kaemen auch nicht mit den vergleichsweise winzigen
> Kompressoren aus.

Unsere verbrauchen halt noch weniger.
Nein, es kommt auf die zu transportierende Wärmemenge und die
Temperaturdifferenz an. Steht in der Gleichung.

Hanno

Joerg

unread,
Feb 15, 2017, 10:36:15 AM2/15/17
to
On 2017-02-15 07:26, Hanno Foest wrote:
> Am 15.02.2017 16:03 schrieb Joerg:
>
>> Dann wuerden die hiesigen Monsterkuehlschraenke nicht so wenig Energie
>> verbrauchen und kaemen auch nicht mit den vergleichsweise winzigen
>> Kompressoren aus.
>
> Unsere verbrauchen halt noch weniger.
>

Die sind ja auch hutzelig klein :-)


>>> https://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad#Bedeutung_bei_K.C3.A4ltemaschinen_und_W.C3.A4rmepumpen
>>>
>>
>> Es kommt auf die Menge der erzeugten Kaltluft an
>
> Nein, es kommt auf die zu transportierende Wärmemenge und die
> Temperaturdifferenz an. Steht in der Gleichung.
>

Und diese mit einer Gluehbirne wieder runterknueppeln soll effizienter sein?

Dieter Wiedmann

unread,
Feb 16, 2017, 4:23:09 AM2/16/17
to
Joerg hat alternative Naturgesetze.


Rolf Bombach

unread,
Mar 2, 2017, 1:35:36 PM3/2/17
to
Joerg schrieb:
> On 2017-02-14 13:06, Rolf Bombach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>>
>>> Nee, nee, wenn der Kuehlschrank im Wohnraum unten staende, kame dort
>>> stilecht eine QB5/1750 hinein. Die 100W Heizleitung muss man ja nicht
>>> voll draufgeben und es wird eh ein analoger Thermostat
>>> hineinkommen.
>>>
>>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
>>
>> Igitt. Radioaktiv, Spaltmaterial, ...
>>
>
> Ah ja, wegen des Thorium sind mir vermutlich die Haare ausgefallen :-)

Spotte nur, aber die übertriebene Fürsorge gewisser Behörden geht
mir auf den Senkel. Eine Zeit lang wollte man hier Cobalt-Samarium-
Magnete (war in Lautsprechern mal beliebt) verbieten mit dem Hinweis,
Samarium wäre Spaltmaterial. (Oder haben die das mit dem Luftspalt
verwechselt? Mich wundert nichts mehr. Im Moment sind wir im
Kampf mit Umweltbehörden, es ist unglaublich, was dort für fachfremde
Personen einen kuschligen Arbeitsplatz gefunden haben.)

--
mfg Rolf Bombach

horst.d.winzler

unread,
Mar 2, 2017, 1:50:17 PM3/2/17
to
Am 02.03.2017 um 19:35 schrieb Rolf Bombach:

> --- Mich wundert nichts mehr. Im Moment sind wir im
> Kampf mit Umweltbehörden, es ist unglaublich, was dort für fachfremde
> Personen einen kuschligen Arbeitsplatz gefunden haben.)

Postfaktischer Ausbildungsgang eben. Je früher du dich daran gewöhnst,
um so mehr schonst das deine Nerven.
--
---hdw---

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 2, 2017, 1:52:06 PM3/2/17
to
Am 14.02.2017 um 22:33 schrieb Joerg:
> On 2017-02-14 13:06, Rolf Bombach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>>
>>> Nee, nee, wenn der Kuehlschrank im Wohnraum unten staende, kame dort
>>> stilecht eine QB5/1750 hinein. Die 100W Heizleitung muss man ja nicht
>>> voll draufgeben und es wird eh ein analoger Thermostat
>>> hineinkommen.
>>>
>>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
>>
>> Igitt. Radioaktiv, Spaltmaterial, ...
>>
>
> Ah ja, wegen des Thorium sind mir vermutlich die Haare ausgefallen :-)


In einem früheren Leben hatten wir gelegentlich 2 Stück in Betrieb.
5000 V / 1A. Mit Drehstrom. Kam gut, aber nur für CW.
Ist satt verjährt.

Bei der Anodenspannung kann man sich langsam Gedanken um
Röntgenstrahlen machen. Kommt dein Haarausfall von so was??

Gruß , Gerhard

horst.d.winzler

unread,
Mar 2, 2017, 2:35:59 PM3/2/17
to
Unter 7kV ist es langweilig.

--
---hdw---

Volker Borchert

unread,
Mar 2, 2017, 4:03:11 PM3/2/17
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> >> Joerg schrieb:
> >>>
> >>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
>
> In einem früheren Leben hatten wir gelegentlich 2 Stück in Betrieb.
> 5000 V / 1A. Mit Drehstrom. Kam gut, aber nur für CW.

IIRC gab es einen OM, der, eine alte Regelung ausreizend, aus sechs
PL519 bei 750 V legal (!) ungefähr 4,5 kW PEP für SSB quetschte.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 2, 2017, 5:45:08 PM3/2/17
to
Wenn du sie durchmodulierst kommst du auf 10KV peak
bei 5KV DC

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 2, 2017, 6:05:41 PM3/2/17
to
Am 02.03.2017 um 21:16 schrieb Volker Borchert:
> Gerhard Hoffmann wrote:
>>>> Joerg schrieb:
>>>>>
>>>>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
>>
>> In einem früheren Leben hatten wir gelegentlich 2 Stück in Betrieb.
>> 5000 V / 1A. Mit Drehstrom. Kam gut, aber nur für CW.
>
> IIRC gab es einen OM, der, eine alte Regelung ausreizend, aus sechs
> PL519 bei 750 V legal (!) ungefähr 4,5 kW PEP für SSB quetschte.

Ja, haben wir auch gemacht. Das war noch dazu billig. Spannungsver-
dreifacher aus 220V direkt für die Anode, Verdoppler aus 220V für die
Kathode. Wirkungsgad war alles. Zwischen den Wörtern wurde der
Ruhestrom weggeschaltet. Unglaubliche Mengen von Blitzelkos.
Nur ein Heiztrafo. Bei CW war's aber nicht ganz so toll.

Arno "Weidezaun" :-) hat das Original erforscht.


Die Luxemburger hatten's gut. 150 W erlaubte Trägerleistung,
möglicherweise auch mehr. Da musste man nur den Restträger
bei SSB sauber unterdrücken, alles andere egal.

Gruß, Gerhard


Volker Borchert

unread,
Mar 2, 2017, 10:03:11 PM3/2/17
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> Am 02.03.2017 um 21:16 schrieb Volker Borchert:
> > Gerhard Hoffmann wrote:
> >>>> Joerg schrieb:
> >>>>>
> >>>>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
> >>
> >> In einem früheren Leben hatten wir gelegentlich 2 Stück in Betrieb.
> >> 5000 V / 1A. Mit Drehstrom. Kam gut, aber nur für CW.
> >
> > IIRC gab es einen OM, der, eine alte Regelung ausreizend, aus sechs
> > PL519 bei 750 V legal (!) ungef?hr 4,5 kW PEP für SSB quetschte.
>
> Ja, haben wir auch gemacht. Das war noch dazu billig. Spannungsver-
> dreifacher aus 220V direkt für die Anode, Verdoppler aus 220V für die
> Kathode.

Wohl eher fürs Schirmgitter. (JFTR)

> Unglaubliche Mengen von Blitzelkos.
> Nur ein Heiztrafo.

Den hätte man unter Verzicht auf 1/6 der Leistung durch Verwendung
von nur fünf Röhren durch 2x 33\u03A9 4W ersetzen können...

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 2, 2017, 11:23:32 PM3/2/17
to
Am 03.03.2017 um 03:27 schrieb Volker Borchert:
> Gerhard Hoffmann wrote:

>> Ja, haben wir auch gemacht. Das war noch dazu billig. Spannungsver-
>> dreifacher aus 220V direkt für die Anode, Verdoppler aus 220V für die
>> Kathode.
>
> Wohl eher fürs Schirmgitter. (JFTR)
>
>> Unglaubliche Mengen von Blitzelkos.
>> Nur ein Heiztrafo.
>
> Den hätte man unter Verzicht auf 1/6 der Leistung durch Verwendung
> von nur fünf Röhren durch 2x 33\u03A9 4W ersetzen können...


Äh, nein , das war schon so gemeint. Kathode auf gleichgerichtete -440V
und die Anode auf gleichgerichtete +660V. Das ist eine härtere
Spannungsquelle als ein Verfünffacher. Blitzelkos kosten was.
Und der Stecker muss richtig rum in die Steckdose.

Ohne Heiztrafo geht da nichts, sonst schlägt Kathode-Heizfaden durch.
Und auf eine Röhre zu verzichten... kranke Idee, das widerspricht
dem Zweck der Übung.

Billig-Röhren aus dem Osten sind gleich geplatzt, gute haben das
auch nur begrenzte Zeit durchgehalten. WIMRE war Siemens am härtesten
im Nehmen.

Man kann sich auch mit -300V auf der Kathode begnügen, das ist dann
nicht gar so heiß.

Gruß, Gerhard


horst.d.winzler

unread,
Mar 2, 2017, 11:44:51 PM3/2/17
to
Am 03.03.2017 um 00:05 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 02.03.2017 um 21:16 schrieb Volker Borchert:
>> Gerhard Hoffmann wrote:
>>>>> Joerg schrieb:

> Die Luxemburger hatten's gut. 150 W erlaubte Trägerleistung,
> möglicherweise auch mehr. Da musste man nur den Restträger
> bei SSB sauber unterdrücken, alles andere egal.

"Restträger sauber unterdrücken" bei PL519 Angst PA. ;-)

--
---hdw---

Thomas Prufer

unread,
Mar 3, 2017, 3:25:58 AM3/3/17
to
On Thu, 2 Mar 2017 19:35:36 +0100, Rolf Bombach
<rolfnosp...@invalid.invalid> wrote:

>Im Moment sind wir im
>Kampf mit Umweltbehörden, es ist unglaublich, was dort für fachfremde
>Personen einen kuschligen Arbeitsplatz gefunden haben.)

Vor ein paar Tagen mit eine Lehrerin in D (By) gesprochen. Die hat per Internet
aus UK eine Farbstoff bestellt, weil deutlich billiger als beim
Lehrmittelhandel. Der Zoll hat den Farbstoff beschlagnahmt, weil saugefährlich
-- denn es war "Uranin"!

Ein Ausdruck aus Wikipedia, und Links auf irgendwelche Verordnungen haben nix
genützt. Das Material bleibt beschlagnahmt und wird wohl in irgendeinem Endager
für Erheiterung sorgen.

Sie hat dann die Schüler gebeten, sich wegen dem ausgefallenen Versuch (was mit
Wasser, Strömung und UV -- und nicht Springbrunnenfärben) schriftlich beim
Vorgesetzen zu beschweren.


Thomas Prufer

Heinz

unread,
Mar 3, 2017, 3:42:21 AM3/3/17
to
Am Mittwoch, 8. Februar 2017 22:05:19 UTC+1 schrieb Joerg:
> Heutzutage wuerde man jedoch eher FETs nehmen.

Das erinnert mich jetzt aber an den guten alten voll-transistorisierten Maroni-bräter mit einer Batterie 2N3055 :-D

Heinz

horst.d.winzler

unread,
Mar 3, 2017, 3:55:03 AM3/3/17
to
Ah ja, die Eingangsvoraussetzungen für Zollbeamte scheinen bereits den
neuen Bedingungen angepasst zu sein.

http://www.mopo.de/hamburg/97--fallen-beim-eignungstest-durch-moechtegern-polizisten-sind-duemmer--als-die-polizei-erlaubt-14633450

Eine rohstoffarme Nation deren Wohlstand auf Naturwissenschaft & Technik
basiert schafft sich ab.
Da war doch was vor einigen Jahren??

--
---hdw---

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 3, 2017, 3:59:16 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 um 09:55 schrieb horst.d.winzler:

>
> http://www.mopo.de/hamburg/97--fallen-beim-eignungstest-durch-moechtegern-polizisten-sind-duemmer--als-die-polizei-erlaubt-14633450
>

Es gab hier ja mal das Gerücht, daß nur die genommen werden, die bei
diesem Test durchgefallen sind... ;-)

Marc Santhoff

unread,
Mar 3, 2017, 6:13:42 AM3/3/17
to
"horst.d.winzler" <horst.d...@web.de> schrieb:

>
> http://www.mopo.de/hamburg/97--fallen-beim-eignungstest-durch-moechtegern-polizisten-sind-duemmer--als-die-polizei-erlaubt-14633450

Ach wie nett. Wenn Du die Mopo als Quelle bennutzt, kannst Du dich auch
gleich auf die B*ldzeitung berufen.

Außerdem ist allgemein bekannt, daß die Polizei ihre Leute so schlecht
bezahlt, daß die intelligenten Anwärter-Aspiranten sich's wohl eher
anders überlegen.

Marc

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 3, 2017, 7:27:40 AM3/3/17
to
Nein, eben nicht. Die hatten was gescheites.
L4B als Standard. 150 W Träger + sagen wir 40 dB Träger-
unterdrückung ist *kein* Limit bei SSB. Da hatte die
Behörde 50 Jahre Entwicklung verschlafen.

Ich habe eine L4B gesehen, völlig offen, in einer
Mobilstation, mit Stromgenerator im Kofferraum und
sauber verlegtem 2. Auspuff. Und mit einem sehr schönen
C-armen Gelsenkirchener Eimerchen als Ladespule für die
Antenne. Ich mag diese Kompromisslosigkeit. :-)

Heute erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug
bei > typ. 10 Watt. Senden während der Fahrt ist
damit keine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat.

vy 73, Gerhard

Thomas Einzel

unread,
Mar 3, 2017, 8:55:37 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 um 09:26 schrieb Thomas Prufer:
> On Thu, 2 Mar 2017 19:35:36 +0100, Rolf Bombach
> <rolfnosp...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Im Moment sind wir im
>> Kampf mit Umweltbehörden, es ist unglaublich, was dort für fachfremde
>> Personen einen kuschligen Arbeitsplatz gefunden haben.)
>
> Vor ein paar Tagen mit eine Lehrerin in D (By) gesprochen. Die hat per Internet
> aus UK eine Farbstoff bestellt, weil deutlich billiger als beim
> Lehrmittelhandel. Der Zoll hat den Farbstoff beschlagnahmt, weil saugefährlich
> -- denn es war "Uranin"!
>
> Ein Ausdruck aus Wikipedia, und Links auf irgendwelche Verordnungen haben nix
> genützt. Das Material bleibt beschlagnahmt und wird wohl in irgendeinem Endager
> für Erheiterung sorgen.

http://sachverstaendigen-bedarf.de/media/products/0437146001444222840.pdf

Wenn so etwas nichts hilft, könnte auch Natriumchlorid beschlagnahmt
werden. Natrium, Chlor - was da alles passieren könnte! :-O
--
Thomas

horejsi

unread,
Mar 3, 2017, 9:11:38 AM3/3/17
to
Ich könnte da noch den Fahrer eines Paketdienstes empfehlen. Der hatte -
trotz korrekter Adresse - den Schacht Konrad nicht gefunden. "Der
Wohnort des Konrad Schacht konnte nicht ermittelt werden."

horst.d.winzler

unread,
Mar 3, 2017, 9:35:20 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 um 12:13 schrieb Marc Santhoff:
> "horst.d.winzler" <horst.d...@web.de> schrieb:
>
>>
>> http://www.mopo.de/hamburg/97--fallen-beim-eignungstest-durch-moechtegern-polizisten-sind-duemmer--als-die-polizei-erlaubt-14633450
>
> Ach wie nett. Wenn Du die Mopo als Quelle bennutzt, kannst Du dich auch
> gleich auf die B*ldzeitung berufen.

http://mrtnh.de/das-objektivitaets-dogma-des-journalismus-was-wollte-hajo-friedrichs-wirklich-sagen/

Bedarf eigentlich keines Kommentars.

> Außerdem ist allgemein bekannt, daß die Polizei ihre Leute so schlecht
> bezahlt, daß die intelligenten Anwärter-Aspiranten sich's wohl eher
> anders überlegen.

Nicht nur die Bezahlung, die Politik hat es geschafft, das Ansehen der
Polizisten zu ruinieren.
Die Aufgabe der Polizisten ist es, für die Sicherheit der Bürger zu
sorgen, tatsächlich reicht es nicht einmal mehr für ihre eigene. Und,
was die sich in Ausübung ihrer Pflicht oft anhören müssen, das will sich
keiner wirklich antun.
Wie gesagt, es geht nicht nur immer um die Bezahlung.
--
---hdw---

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 3, 2017, 10:04:27 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 um 09:26 schrieb Thomas Prufer:
> On Thu, 2 Mar 2017 19:35:36 +0100, Rolf Bombach
> <rolfnosp...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Im Moment sind wir im
>> Kampf mit Umweltbehörden, es ist unglaublich, was dort für fachfremde
>> Personen einen kuschligen Arbeitsplatz gefunden haben.)
>
> Vor ein paar Tagen mit eine Lehrerin in D (By) gesprochen. Die hat per Internet
> aus UK eine Farbstoff bestellt, weil deutlich billiger als beim
> Lehrmittelhandel. Der Zoll hat den Farbstoff beschlagnahmt, weil saugefährlich
> -- denn es war "Uranin"!

Das halte ich für eine OWT...


Hanno Foest

unread,
Mar 3, 2017, 10:12:18 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 15:35 schrieb horst.d.winzler:

> Nicht nur die Bezahlung, die Politik hat es geschafft, das Ansehen der
> Polizisten zu ruinieren.

Kommt drauf an, ob man "ich hab nur Befehle ausgeführt" als
Entschuldigung sehen mag.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article107870345/Wir-werden-von-der-Politik-verheizt-Polizisten-erzaehlen.html

> Die Aufgabe der Polizisten ist es, für die Sicherheit der Bürger zu
> sorgen, tatsächlich reicht es nicht einmal mehr für ihre eigene.

Manchmal wäre es auch praktisch, die Bevölkerung vor der Polizei zu
schützen. Aber nein - eine allgemeine Kennzeichnungspflicht für beamte
im Einsatz gibt es immer noch nicht, die Bodycams laufen nicht durch und
sind auch nicht manipulationssicher, und die Gesetze, mit denen
Polizisten beliebige mißliebige Leute durch reine Behauptungen in den
Knast schicken können, wurden erst gerade verschärft.

Da muß man sich nicht wundern, wenn der Ruf leidet.

Hanno

Axel Berger

unread,
Mar 3, 2017, 10:16:27 AM3/3/17
to
Thomas Einzel wrote:
> http://sachverstaendigen-bedarf.de/media/products/0437146001444222840.pdf

Interessante physikalische Eigenschaften:
> Dichte bei 20 °C: 0,7 g/cm³
> Schüttdichte bei 20 °C: ~600-800 kg/m³

Die Schüttdichte ist größer als die Dichte.

> Natrium, Chlor - was da alles passieren könnte!

Mit nur wenigen leicht erhältlichen Zusatzkomponenten mache ich Dir
daraus die schönste Gasexplosion und bringe, wenn sie nicht zu früh
ausgelöst wird, ein Haus zum Einsturz.

N.B: Übersehe ich etwas, oder funktioniert Knallgaserzeugung bestens
auch mit ungleichgerichtetem Netzstrom? Alte Kunstoffbadewanne, zwei
Bleche als Elektroden, eventuell ein alter Heizlüfter (besser ein
Radiator wegen der vorzeitigen Zündung) als Vorwiderstand - fertig.

--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Hanno Foest

unread,
Mar 3, 2017, 10:18:47 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 13:27 schrieb Gerhard Hoffmann:

> Und mit einem sehr schönen
> C-armen Gelsenkirchener Eimerchen als Ladespule für die
> Antenne.

Was ist das? Wenn ich nach "Gelsenkirchener Eimer(chen)" suche, finde
ich nur Treffer bei alten Artikeln von dir.

Hanno

Axel Berger

unread,
Mar 3, 2017, 10:34:48 AM3/3/17
to
Eric Bruecklmeier wrote:
> Das halte ich für eine OWT...

Ich finde nur eine Deutung diese Abkürzung, die im gegebenen Kontext
einen Sinn ergeben könnte, und stimme in der Sache, nicht aber der Form
zu. "LehrerIN" hatte der OP ja schon selbst geschrieben.

Axel

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 3, 2017, 11:14:23 AM3/3/17
to
Am 03.03.2017 um 16:34 schrieb Axel Berger:
> Eric Bruecklmeier wrote:
>> Das halte ich für eine OWT...
>
> Ich finde nur eine Deutung diese Abkürzung, die im gegebenen Kontext
> einen Sinn ergeben könnte,

https://en.wikipedia.org/wiki/Old_wives%27_tale

> und stimme in der Sache, nicht aber der Form

?

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 3, 2017, 11:34:42 AM3/3/17
to
Ausgeheckt wurde das Konzept von einer Runde von
Funkamateuren mit einem Schwerpunkt im Ruhrpott. Es ging
hauptsächlich um Mobilbetrieb im 80m-Band. Die Rute einer
80m-Antenne ist immer kurz gegen die Wellenlänge und
deshalb kapazitiv. Man kann mit Dachkapazitäten versuchen,
den Strom in der Rute zu vergrössern-> mehr abgestrahlte Leistung.
Bei einer Mobilantenne geht das wegen der Mechanik nicht so toll.

Eine Fußpunktspule wird gebraucht um Resonanz herbeizuführen.
Dann wird der Strom in der Rute maximal.

Wenn die Spule viel Eigenkapazität hat, fließt darüber ein
beträchtlicher Teil des Stroms ab ohne zur Strahlung beizutragen.
Die Kapazität der Spule muss also minimiert werden. Es kommt
auf jedes halbe pF an weil die Kapazität der Rute zu Erde/Auto
auch nicht groß ist.

Man baut also eine Eimer-große Luftspule, der Träger ist sehr
filigran gearbeitet. Das ist nicht so leicht, weil eine Mobilantenne
ja auch stabil sein muss. Material mit niedrigem Eps-r.

Ein Spulenkörper aus Plastik mit Rillen für die Wicklung geht gar nicht.
So sind die käuflichen Mobilantennen aber konstruiert.

Bei der Wicklung wird jede 2. Windung zwischen den Haltepunkten
rein oder rausgedrückt, damit die Drähte nicht parallel laufen.

Die Leute waren unter den 80m-Mobilisten immer die lautesten,
das scheint also zu funktionieren.

Diese Entwicklung war wohl um 1974. Ich glaube, es gab darüber
Artikel im DL-QTC / CQ-DL. Pre-Internet.

Die Konstruktion sieht am Auto erschreckend aus und führte
auch damals dazu, dass man öfter mal rausgewunken wurde.


Gruß, Gerhard

Hanno Foest

unread,
Mar 3, 2017, 12:43:53 PM3/3/17
to
Am 03.03.2017 17:34 schrieb Gerhard Hoffmann:

> Man baut also eine Eimer-große Luftspule, der Träger ist sehr
> filigran gearbeitet. Das ist nicht so leicht, weil eine Mobilantenne
> ja auch stabil sein muss. Material mit niedrigem Eps-r.

Danke für die Erklärung. Ein Foto hat nicht zufälligerweise jemand?

Hanno

Thomas Einzel

unread,
Mar 3, 2017, 1:37:24 PM3/3/17
to
Ich bin kein Funkamateur, aber zu den Erklärungen einigermaßen passen
würden eventuell die Spulen der 40/80/160m Antennen auf
http://www.bornschein-online.de/amafunk/kurzwelle/vertikal/projekt_vertikal.htm

--
Thomas

Thomas Prufer

unread,
Mar 3, 2017, 3:40:17 PM3/3/17
to
On Fri, 3 Mar 2017 16:04:20 +0100, Eric Bruecklmeier <use...@nerdcraft.de>
wrote:

>Das halte ich für eine OWT...

Ich habe grade wieder mit ihr gesprochen, heute, über mehrere Stunden. Und ich
kenn sie > 10 Jahre... Es war sie persönlich, erste Person, nicht "ich kenne
wen", nicht "ich habe gehört".

Ich hab auch heute nachgefragt, wie das denn weiterging: Sie hat den Händler in
UK angeschrieben, die Ware geht nicht durch den Zoll, möchte ihr Geld zurück,
und der Händler soll doch beim Zoll die Rückgabe anfordern. Geld kam
anstandslos an, über die Ware weiß sie nix.



Thomas Prufer


Sieghard Schicktanz

unread,
Mar 3, 2017, 4:13:09 PM3/3/17
to
Hallo Gerhard,

Du schriebst am Fri, 3 Mar 2017 05:23:29 +0100:

> Äh, nein , das war schon so gemeint. Kathode auf gleichgerichtete -440V
> und die Anode auf gleichgerichtete +660V. Das ist eine härtere

Falsch gerechnet - bei 220V~ Netzspannung gibt das nette ca. 1,5kV zwischen
Kathode und Anode...
(2* 220V* 1,4 ~ 600V, 3* 220V* 1,4 ~ 900V. Summe 1500V)

> Spannungsquelle als ein Verfünffacher. Blitzelkos kosten was.
> Und der Stecker muss richtig rum in die Steckdose.

Wieso denn das? Stört's etwa. wenn da ein paar hundert V Wechselspannung
gleichphasig drüberliegen? Die kommen doch nicht über die Antenne...
(Und moduliert wird doch wohl über einen brauchbar trennenden Trafo?)

--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Axel Berger

unread,
Mar 3, 2017, 5:27:59 PM3/3/17
to
Eric Bruecklmeier wrote:
> https://en.wikipedia.org/wiki/Old_wives%27_tale

Das war nichts, dazu hätte ich erst Deine Gedanken lesen können müssen.
Die englische Wikipedia hat zu OWT nichts als

- Owt may be used for "anything", and nowt for "nothing".
- For the initials OWT see Oregon Water Trust.

Die deutsche etwas mehr aber nichts passendes und Google verweist vor
allem auf urbandictionary.com und dort:

- "Odors with Taste." Typically used when a person expels gas through
burping or a flatus through the anus, that smells so powerfully
strong that you can "taste it."
- Anything/something "Better owt than nowt"
- Object with Tits. It is used when guys objectify females.

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 3, 2017, 7:46:18 PM3/3/17
to
Nein, eher nicht. Die sind auf Kunststoffrohr gewickelt und Windung an
Windung. Beim Eimerchen ist 1 cm Abstand zwischen den Windungen und
der Draht ist viel dünner.

Die Impedanz an der Oberseite der Spule ist sehr hoch. Zur Spitze der
Antenne hin wird das noch toller. Ich glaube nicht, dass der mit seinen
dicken Alurohren viel gut macht.

Ich habe irgendwo ein Dia von einer gemäßigten Version, das dauert aber
mindestens 1 Woche bis ich das finden & scannen kann.

Gruß, Gerhard

horst.d.winzler

unread,
Mar 4, 2017, 12:21:46 AM3/4/17
to
Am 04.03.2017 um 01:46 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 03.03.2017 um 19:37 schrieb Thomas Einzel:
>> Am 03.03.2017 um 18:43 schrieb Hanno Foest:
>>> Am 03.03.2017 17:34 schrieb Gerhard Hoffmann:
>>>
>>>> Man baut also eine Eimer-große Luftspule, der Träger ist sehr
>>>> filigran gearbeitet. Das ist nicht so leicht, weil eine Mobilantenne
>>>> ja auch stabil sein muss. Material mit niedrigem Eps-r.
>>>
>>> Danke für die Erklärung. Ein Foto hat nicht zufälligerweise jemand?
>>
>> Ich bin kein Funkamateur, aber zu den Erklärungen einigermaßen passen
>> würden eventuell die Spulen der 40/80/160m Antennen auf
>> http://www.bornschein-online.de/amafunk/kurzwelle/vertikal/projekt_vertikal.htm
>>
>
> Nein, eher nicht. Die sind auf Kunststoffrohr gewickelt und Windung an
> Windung. Beim Eimerchen ist 1 cm Abstand zwischen den Windungen und
> der Draht ist viel dünner.

Eher sowas wie die Antennenspule in Grimmeton oder Goliath. Ich dachte
es mir schon.

> Die Impedanz an der Oberseite der Spule ist sehr hoch. Zur Spitze der
> Antenne hin wird das noch toller. Ich glaube nicht, dass der mit seinen
> dicken Alurohren viel gut macht.

Nach meinem Dafürhalten wäre ein noch dickeres Rohr mit abschließender
(Kapazitäts)Platte günstiger, zumindest würde das System breitbandiger
und das Abstrahlverhalten wäre weniger steil. Auf jeden Fall käme er mit
geringerer Induktivität der Spule aus, was die Spulenverluste drücken
würde.
Was die Spulenverluste besonders hochtreibt sind die einfach gebrückten
Windungen im oberen Bereich der Verlängerungsspule.

--
---hdw---

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 4, 2017, 3:30:04 AM3/4/17
to
Am 03.03.2017 um 21:40 schrieb Thomas Prufer:
> On Fri, 3 Mar 2017 16:04:20 +0100, Eric Bruecklmeier <use...@nerdcraft.de>
> wrote:
>
>> Das halte ich für eine OWT...
>
> Ich habe grade wieder mit ihr gesprochen, heute, über mehrere Stunden. Und ich
> kenn sie > 10 Jahre... Es war sie persönlich, erste Person, nicht "ich kenne
> wen", nicht "ich habe gehört".

Ich glaube es trotzdem nicht.

- Kein Lehrer bestellt ohne Not im Ausland, weil das mit großem(!)
Verwaltungsaufwand verbunden ist - es sei denn er möchte die Ware selbst
bezahlen.

- Sendungen innerhalb der EU werden nicht durch den Zoll behandelt.

- Woher sollte der Zoll (bei einer Sendung innerhalb der EU) wissen was
da drin ist?

- Auch der Zoll kann nicht einfach auf Gutdünken beschlagnahmen, das
braucht eine schriftliche Begründung, gegen die auch Widerspruch
eingelegt werden kann. Spätestens hier hätte der Spuk ein Ende, wenn es
denn soweit gekommen wäre (siehe oben).

Aber: Zum Erzählen, eine nette Geschichte.

[...]

> und der Händler soll doch beim Zoll die Rückgabe anfordern.

??? Ich denke, die Ware war beschlagnahmt?



Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 4, 2017, 3:31:00 AM3/4/17
to
Am 03.03.2017 um 23:27 schrieb Axel Berger:
> Eric Bruecklmeier wrote:
>> https://en.wikipedia.org/wiki/Old_wives%27_tale
>
> Das war nichts, dazu hätte ich erst Deine Gedanken lesen können müssen.

Eine im usenet nicht unübliche Abkürzung.

Rupert Haselbeck

unread,
Mar 4, 2017, 5:20:11 AM3/4/17
to
Eric Bruecklmeier schrieb:

> - Sendungen innerhalb der EU werden nicht durch den Zoll behandelt.

ACK

> - Woher sollte der Zoll (bei einer Sendung innerhalb der EU) wissen was
> da drin ist?

ACK. Es interessiert ihn auch überhaupt nicht. Und wenn es sich eine Sendung
von ausserhalb handelt, dann wissen sie zumeist, wie die Ware zu behandeln
ist - wenn nicht, dann finden sie es raus.
Problematisch ist das halt gelegentlich für den Empfänger, der sich für
besonders schlau gehalten hatte...

> - Auch der Zoll kann nicht einfach auf Gutdünken beschlagnahmen, das
> braucht eine schriftliche Begründung, gegen die auch Widerspruch
> eingelegt werden kann. Spätestens hier hätte der Spuk ein Ende, wenn es
> denn soweit gekommen wäre (siehe oben).
>
> Aber: Zum Erzählen, eine nette Geschichte.

Nun ja. Die anderen, gar wenn sie im öffentlichen Dienst und dort vielleicht
nur Beamte sind, sind nunmal regelmässig viel viel dümmer als man das selbst
ist und nur deshalb kanns schiefgegangen sein

>> und der Händler soll doch beim Zoll die Rückgabe anfordern.
>
> ??? Ich denke, die Ware war beschlagnahmt?

Erfundene Stories müssen doch nicht logisch sein. Es geht doch bei
derartigem Bashing nur um das beifällige Nicken des Stammtisches
Sowas kommt doch auch hier immer wieder mal zur Sprache ("Das weiss ich ganz
sicher, großes Ehrenwort. Die Großmutter der Tante meiner Putzfrau hats auch
gesagt...")

MfG
Rupert

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 4, 2017, 9:56:03 AM3/4/17
to

On 04 Mar 17 at group /de/sci/electronics in article ehvca2...@mid.individual.net
Sorry, aber OWT ist mir im usenet (seit etwa 1990) bisher nicht
untergekommen. Selbst nicht bei englischen groups.


Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Hanno Foest

unread,
Mar 4, 2017, 10:15:51 AM3/4/17
to
Am 04.03.2017 um 15:49 schrieb Wolfgang Allinger:

>> Eine im usenet nicht unübliche Abkürzung.
>
> Sorry, aber OWT ist mir im usenet (seit etwa 1990) bisher nicht
> untergekommen. Selbst nicht bei englischen groups.

Gleichfalls, seit etwa 1992.

Hanno

Rolf Bombach

unread,
Mar 4, 2017, 1:20:51 PM3/4/17
to
Axel Berger schrieb:
>
> N.B: Übersehe ich etwas, oder funktioniert Knallgaserzeugung bestens
> auch mit ungleichgerichtetem Netzstrom? Alte Kunstoffbadewanne, zwei
> Bleche als Elektroden, eventuell ein alter Heizlüfter (besser ein
> Radiator wegen der vorzeitigen Zündung) als Vorwiderstand - fertig.

Nicht wirklich. Es gibt Befeuchter, die heizen Wasser mit zwei
Elektroden direkt an 230 VAC. Da gibt es keine gefährlichen Mengen
an Knallgas. Warum das so ist, darf man heute wohl nicht mehr
sagen, sonst landet man im Terrarium mit den andern Terroristen.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Mar 4, 2017, 1:30:51 PM3/4/17
to
Gerhard Hoffmann schrieb:
> Am 14.02.2017 um 22:33 schrieb Joerg:
>> On 2017-02-14 13:06, Rolf Bombach wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>>
>>>> Nee, nee, wenn der Kuehlschrank im Wohnraum unten staende, kame dort
>>>> stilecht eine QB5/1750 hinein. Die 100W Heizleitung muss man ja nicht
>>>> voll draufgeben und es wird eh ein analoger Thermostat
>>>> hineinkommen.
>>>>
>>>> https://frank.pocnet.net/sheets/030/q/QB5-1750.pdf
>>>
>>> Igitt. Radioaktiv, Spaltmaterial, ...
>>>
>>
>> Ah ja, wegen des Thorium sind mir vermutlich die Haare ausgefallen :-)
>
>
> In einem früheren Leben hatten wir gelegentlich 2 Stück in Betrieb.
> 5000 V / 1A. Mit Drehstrom. Kam gut, aber nur für CW.
> Ist satt verjährt.
>
> Bei der Anodenspannung kann man sich langsam Gedanken um
> Röntgenstrahlen machen. Kommt dein Haarausfall von so was??

Das ist eine extrem heikle juristische Frage. Die Regelung sagt,
dass ab 5kV irgendwelche Röntgenverordnungen gelten. Ist damit
nun >5kV oder >= 5kV gemeint? Oder gilt das für die mögliche
Strahlung im Sinne von >=5keV? Juristenfutter ohne Ende, und das
ist sicher das wichtigste.

--
mfg Rolf Bombach

Axel Berger

unread,
Mar 4, 2017, 3:32:08 PM3/4/17
to
Rolf Bombach wrote:
> Warum das so ist, darf man heute wohl nicht mehr sagen,

Gut sicher war ich mir nicht, aber etwas verwundert bin ich schon. 10 ms
scheinen mir angesichts der vom Geböubber erzeugten Strömung sehr viel,
um noch lokale Rekombination zuzulassen.

Axel

Volker Borchert

unread,
Mar 4, 2017, 4:03:16 PM3/4/17
to
Rolf Bombach wrote:
> Gerhard Hoffmann schrieb:
> >
> > Bei der Anodenspannung kann man sich langsam Gedanken um
> > Röntgenstrahlen machen. Kommt dein Haarausfall von so was??
>
> Das ist eine extrem heikle juristische Frage. Die Regelung sagt,
> dass ab 5kV irgendwelche Röntgenverordnungen gelten. Ist damit
> nun >5kV oder >= 5kV gemeint?

Deshalb wird Va=4995V sorgfältig stabilisiert und geregelt.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Thomas Prufer

unread,
Mar 5, 2017, 4:49:16 AM3/5/17
to
On Sat, 4 Mar 2017 09:30:02 +0100, Eric Bruecklmeier <use...@nerdcraft.de>
wrote:

>Ich glaube es trotzdem nicht.
>
>- Kein Lehrer bestellt ohne Not im Ausland, weil das mit großem(!)
>Verwaltungsaufwand verbunden ist - es sei denn er möchte die Ware selbst
>bezahlen.
>
>- Sendungen innerhalb der EU werden nicht durch den Zoll behandelt.

Nein.

"Die Zollbehörden können bei der Einfuhr oder Ausfuhr beschlagnahmen. Als
Einfuhr und Ausfuhr gilt jedes Verbringen in die oder aus der Bundesrepublik
Deutschland. Hierunter fallen also nicht nur Einfuhren aus einem Drittland,
sondern auch das Verbringen aus einem anderen Mitgliedstaat. Eine Einfuhr ist
mit der Ankunft am ersten Bestimmungsort beendet." <www.zoll.de>

>
>- Woher sollte der Zoll (bei einer Sendung innerhalb der EU) wissen was
>da drin ist?
>
>- Auch der Zoll kann nicht einfach auf Gutdünken beschlagnahmen, das
>braucht eine schriftliche Begründung, gegen die auch Widerspruch
>eingelegt werden kann. Spätestens hier hätte der Spuk ein Ende, wenn es
>denn soweit gekommen wäre (siehe oben).
>
>Aber: Zum Erzählen, eine nette Geschichte.

Ich frag mal nach Dokumentation nach.

Thomas Prufer

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 5, 2017, 6:35:00 AM3/5/17
to
Am 05.03.2017 um 10:49 schrieb Thomas Prufer:
> On Sat, 4 Mar 2017 09:30:02 +0100, Eric Bruecklmeier <use...@nerdcraft.de>
> wrote:
>
>> Ich glaube es trotzdem nicht.
>>
>> - Kein Lehrer bestellt ohne Not im Ausland, weil das mit großem(!)
>> Verwaltungsaufwand verbunden ist - es sei denn er möchte die Ware selbst
>> bezahlen.
>>
>> - Sendungen innerhalb der EU werden nicht durch den Zoll behandelt.
>
> Nein.

Was nein?

> "Die Zollbehörden können bei der Einfuhr oder Ausfuhr beschlagnahmen.

Ich habe nicht bestritten, daß der Zoll beschlagnahmen darf - das darf
er auch noch im Land.


Als
> Einfuhr und Ausfuhr gilt jedes Verbringen in die oder aus der Bundesrepublik
> Deutschland. Hierunter fallen also nicht nur Einfuhren aus einem Drittland,
> sondern auch das Verbringen aus einem anderen Mitgliedstaat. Eine Einfuhr ist
> mit der Ankunft am ersten Bestimmungsort beendet." <www.zoll.de>
>
>>
>> - Woher sollte der Zoll (bei einer Sendung innerhalb der EU) wissen was
>> da drin ist?
>>
>> - Auch der Zoll kann nicht einfach auf Gutdünken beschlagnahmen, das
>> braucht eine schriftliche Begründung, gegen die auch Widerspruch
>> eingelegt werden kann. Spätestens hier hätte der Spuk ein Ende, wenn es
>> denn soweit gekommen wäre (siehe oben).
>>
>> Aber: Zum Erzählen, eine nette Geschichte.
>
> Ich frag mal nach Dokumentation nach.

Ohja, vor allem die schriftliche Begründung der Beschlagnahmung
interessiert mich sehr!

Lutz Schulze

unread,
Mar 5, 2017, 6:56:37 AM3/5/17
to
Das wird wohl dann unter irgendwas von hier gefallen sein:

http://www.zoll.de/DE/Unternehmen/Warenverkehr/Warenverkehr-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/einschraenkungen_node.html;jsessionid=65AE165924DAABE35F761A7D43FC73A5.live4411

'Freier Warenverkehr' ist erst mal ein schönes Schlagwort, im Detail sieht
das dann doch etwas anders aus.

'Innerhalb der EU - interessiert also den Zoll nicht' stimmt auf jeden Fall
so pauschal nicht.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Eric Bruecklmeier

unread,
Mar 5, 2017, 7:26:36 AM3/5/17
to
Fast alle Einschränkungen, die Du hier zitierst (übrigens auf der Seite
für Unternehmen) sind keine grenzübergreifende Spezialität, sondern
gelten auch im innerdeutschen Verkehr und trotzdem prüft der Zoll keine
Pakete von Flensburg nach Garmisch.

Lass uns einfach abwarten, auf die schriftliche Begründung der
Beschlagnahmung... ;-)

Rolf Bombach

unread,
Mar 5, 2017, 9:42:53 PM3/5/17
to
Axel Berger schrieb:
> Rolf Bombach wrote:
>> Warum das so ist, darf man heute wohl nicht mehr sagen,
>
> Gut sicher war ich mir nicht, aber etwas verwundert bin ich schon. 10 ms
> scheinen mir angesichts der vom Geböubber erzeugten Strömung sehr viel,
> um noch lokale Rekombination zuzulassen.

Ein Grund ist sicher, dass fürs Heizen rund 100x so viel
Spannung zur Verfügung steht als für die Elektrochemie
eigentlich gebraucht wird.

--
mfg Rolf Bombach

Chr. Maercker

unread,
Mar 7, 2017, 6:29:10 AM3/7/17
to
Stefan wrote:
[Wie effektiv heizt eine Glühlampe? So effektiv wie ein Öl-Radiator?]

> Vorteil ist eventuell die intensivere Wärmestrahlung, d.h. wenn du einen
> Raum mit 30 Stück 60W Glühlampen beheizt, kommt es dir vermutlich
> schneller warm vor, als wenn du statt dessen einen 1800W Öl-Radiator
> verwendest.

Ich wage zu behaupten, Glühlampen geben fast ausschließlich
Wärmestrahlung ab. Weder die Gas-/Vakuumfüllung noch die Glaskolben sind
gute Wärmeleiter. Oder irre ich mich und warum?

--


CU Chr. Maercker.

Axel Berger

unread,
Mar 7, 2017, 8:14:21 AM3/7/17
to
"Chr. Maercker" wrote:
> Oder irre ich mich und warum?

Großer Anteil stimmt sicher, fast ausschließlich würde ich bezeifeln.
Ich weiß jetzt nicht, genau wie warm das Glas wird, an die 200 Cel
dürften es sein. Bei nicht behinderter Konvektion führt das verglichen
mit nur 60 W eine ganze Menge ab.
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