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Lötpasten-Dispenser für Handbestückung

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Kai-Martin Knaak

unread,
Mar 17, 2010, 9:42:42 AM3/17/10
to
Moin.

Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
Einzelstücken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich. Und ganz simpel
mit der Hand aus der Einmal-Spritze sind die Ergebnisse, vorsichtig
ausgedrückt, unzuverlässig. Vielleicht bin ich auch nur zu
grobmotorisch ;-)

Gibt es mechanische Hilfsmittel, die die Auftragung von Hand erleichtern?
Ich stelle mir da etwas in der Art einer Entlötpumpe, oder wie bei den
mechanischen Pipetten der Biologen vor.

Mit dem Stichworten "solder paste dispenser" lande ich fast nur bei
Geräten aus der Automatisierungstechnik, gedacht als Bestandteil von
Bestückungsrobotorm. Bisher habe ich für Handarbeit nur das DX-250 von
Oki gefunden -- 336 EUR bei Farnell, Best.Nr. 1277189, erstaunlicherwesie
in der Abteilung "Reinigungszubehör:
http://de.farnell.com/oki-metcal/dx-250/dosiergeraet-digital-0-6-9bar-incl/dp/1277189

Hat jemand gute, oder schlechte Erfahrungen mit dem Oki-Gerät gemacht?
Gibt es Alternativen? Pressluft wäre in der Werkstatt Ort vorhanden.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211
Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de
GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Christoph Müller

unread,
Mar 17, 2010, 10:14:24 AM3/17/10
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
> Hilfe zum aufbringen der Lötpaste.

Probier's mal da: http://www.martin-smt.de/de_p_o_overview.php

Wenn du dort was gefunden hast, richte dem Chef einen schönen Gruß von
mir aus.

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de

Alexander Dörr

unread,
Mar 17, 2010, 11:14:00 AM3/17/10
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> Gibt es mechanische Hilfsmittel, die die Auftragung von Hand erleichtern?
> Ich stelle mir da etwas in der Art einer Entlötpumpe, oder wie bei den
> mechanischen Pipetten der Biologen vor.

im Goldschmiedebedarf habe ich ein Dosiergerät für Lotpaste gefunden:

http://www.zujeddeloh.de/produkte/werkzeug&goldschmiede/loeten_und_schweissen/lote_--217/dosiergeraet--_1286.html

Es ist viel angenehmer zu bedienen als die Lotpaste aus der
Einmalspritze mit bloßer Hand auzuquetschen. Für den Auftrag von
Flussmittelgel aus der Spritze ist das Dosiergerät ebenfalls sehr gut
geeignet.

> Mit dem Stichworten "solder paste dispenser" lande ich fast nur bei
> Geräten aus der Automatisierungstechnik, gedacht als Bestandteil von
> Bestückungsrobotorm. Bisher habe ich für Handarbeit nur das DX-250 von
> Oki gefunden -- 336 EUR bei Farnell, Best.Nr. 1277189, erstaunlicherwesie
> in der Abteilung "Reinigungszubehör:
> http://de.farnell.com/oki-metcal/dx-250/dosiergeraet-digital-0-6-9bar-incl/dp/1277189

> Hat jemand gute, oder schlechte Erfahrungen mit dem Oki-Gerät gemacht?
> Gibt es Alternativen? Pressluft wäre in der Werkstatt Ort vorhanden.

solche Geräte sind natürlich etwas Feines, aber zu teuer für den
gelegentlichen Einsatz. Ich habe mir einen pneumatischen Dispenser aus
Einzelteilen selbst gebaut, der bei Lotpaste ganz gute Ergebnisse
bringt. Eine Vakuumrückhaltung ist bei der Viskosität von Lotpasten
nicht erforderlich, das vereinfacht die Sache.

Gruß,
Alexander

Tilmann Reh

unread,
Mar 17, 2010, 12:42:25 PM3/17/10
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
> Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
> Einzelstücken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich.

Bei echten Einzelstücken ist Handlöten bestimmt eine Alternative und ist
sicher in der Summe nicht langsamer als das manuelle Dispensen,
Aufsetzen und Reflowlöten.

Ansonsten, wenn es ordentlich [tm] sein soll: doch eine Schablone
nehmen, aber eine billige. So im Bereich von ca. 50 bis jedenfalls
deutlich unter 100 Euro kriegt man die durchaus, für ein Einzelstück
braucht man auch keinen Druckrahmen - da reicht etwas Tape auf dem
Arbeitstisch.

Tilmann

Martin Laabs

unread,
Mar 17, 2010, 1:01:16 PM3/17/10
to
Hallo,

Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> wrote:

> F�r unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
> Hilfe zum aufbringen der L�tpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
> Einzelst�cken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich.

Naja - man kann Masken auch aus Kupfer oder Messing �tzen. Das ist dann
g�nstiger als sie aus Edelstahl lasern zu lassen.
F�r kleine Pitches w�rde ich das auf jeden Fall in Betracht ziehen. Denn
selbst mit Finepitchpaste tut man sich bei 0.5mm Pitch schwer noch ordent-
lich zu dosieren. Meist will die L�tpastenwurst dann n�mlich viel lieber an
der Dispensernadel als dem Pad h�ngen bleiben. (BTDT)

Viele Gr��e,
Martin L.

Tilmann Reh

unread,
Mar 17, 2010, 1:07:59 PM3/17/10
to
Martin Laabs schrieb:

> Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> wrote:
>
>> Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
>> Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
>> Einzelstücken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich.
>
> Naja - man kann Masken auch aus Kupfer oder Messing ätzen. Das ist dann
> günstiger als sie aus Edelstahl lasern zu lassen.
> Für kleine Pitches würde ich das auf jeden Fall in Betracht ziehen. Denn


> selbst mit Finepitchpaste tut man sich bei 0.5mm Pitch schwer noch ordent-

> lich zu dosieren. Meist will die Lötpastenwurst dann nämlich viel lieber an
> der Dispensernadel als dem Pad hängen bleiben. (BTDT)

Gerade Finepitch lötet man besser von Hand als mit schlecht dosierter
Paste. Stichwort "vertical drag soldering" - funktioniert prima, man
darf nur nicht mit dem Flußmittel geizen. :-)

Tilmann

Olaf Kaluza

unread,
Mar 17, 2010, 1:30:17 PM3/17/10
to
Tilmann Reh <usenet20...@autometer.de> wrote:

>Gerade Finepitch lötet man besser von Hand als mit schlecht dosierter
>Paste. Stichwort "vertical drag soldering" - funktioniert prima, man
>darf nur nicht mit dem Flußmittel geizen. :-)

Ich habe gerade heute einen R32C116 auf ein Prototypboard
geloetet. Hat gerade mal 20min gedauert. Dabei loete ich die
144Pins/0.5mm einzeln!

Dagegen hat die Installation des Compilers und das erste Prograemmchen
zum blinken einer LED Stunden gebraucht. <aechz>

Olaf

Bernd Rüter

unread,
Mar 17, 2010, 3:29:29 PM3/17/10
to
Am 17.03.2010 14:42, schrieb Kai-Martin Knaak:
> Moin.
>
> Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
> Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
> Einzelstücken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich. Und ganz simpel
> mit der Hand aus der Einmal-Spritze sind die Ergebnisse, vorsichtig
> ausgedrückt, unzuverlässig. Vielleicht bin ich auch nur zu
> grobmotorisch ;-)
>
> Gibt es mechanische Hilfsmittel, die die Auftragung von Hand erleichtern?
> Ich stelle mir da etwas in der Art einer Entlötpumpe, oder wie bei den
> mechanischen Pipetten der Biologen vor.
>
> Mit dem Stichworten "solder paste dispenser" lande ich fast nur bei
> Geräten aus der Automatisierungstechnik, gedacht als Bestandteil von
> Bestückungsrobotorm. Bisher habe ich für Handarbeit nur das DX-250 von
> Oki gefunden -- 336 EUR bei Farnell, Best.Nr. 1277189, erstaunlicherwesie
> in der Abteilung "Reinigungszubehör:
> http://de.farnell.com/oki-metcal/dx-250/dosiergeraet-digital-0-6-9bar-incl/dp/1277189


Ähm,
das OKI-Teil kannst Du auch direkt bei OKI kaufen.
Wir haben das einfachste hier im Einsatz gehabt. Ist soweit OK.
Schwerer ist die Auswahl der richtigen Lötpaste - da habe ich unseren
Weller-Vertreter konsultiert.
Lötpaste lagern wir jetzt im Kühlschrank.

Frank Buss

unread,
Mar 17, 2010, 4:01:36 PM3/17/10
to
Olaf Kaluza wrote:

> Ich habe gerade heute einen R32C116 auf ein Prototypboard
> geloetet. Hat gerade mal 20min gedauert. Dabei loete ich die
> 144Pins/0.5mm einzeln!

Ist wirklich nicht schwer, es schneller zu l�ten (ab 2:30 f�r QFP 80)

http://www.youtube.com/watch?v=wQXhny3R7lk

Wichtig ist viel Flussmittel (ich habe hier den L�th�nig von Conrad, geht
damit gut, wenn man sich einmal daran gew�hnt hat), als L�tspitze eine
Hohlkehle und in einem Platinenhalter schr�g einspannen.

--
Frank Buss, f...@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Olaf Kaluza

unread,
Mar 17, 2010, 4:29:11 PM3/17/10
to
Frank Buss <f...@frank-buss.de> wrote:

>Ist wirklich nicht schwer, es schneller zu löten (ab 2:30 für QFP 80)

Jaja, ist auch auch Profiplatine mit Loetstop. Meine Platine ist aber
selbstgemacht. Da waer mir das zu riskant.

>Wichtig ist viel Flussmittel (ich habe hier den Löthönig von Conrad, geht

Ich nehme Fluxer.

Olaf

kai-martin knaak

unread,
Mar 17, 2010, 7:29:38 PM3/17/10
to
Alexander Dörr wrote:

> im Goldschmiedebedarf habe ich ein Dosiergerät für Lotpaste gefunden:
>
>

http://www.zujeddeloh.de/produkte/werkzeug&amp;goldschmiede/loeten_und_schweissen/lote_--217/dosiergeraet--
_1286.html
>

Danke für den Link!
Den Spritzenhalter werde ich ausprobieren. Wenn die Hebelverhältnisse
günstig gewählt sind, könnte ich mir vorstellen, dass er die Dosierung
deutlich erleichtert.

Mein Ideal-Gerät wäre wohl eine leicht kompliziertere Vorrichtung mit
definierter, einstellbarer Portionsmenge. Das könnte man dann auch
Diplomanden und Doktortanden ohne große Einarbeitung in die Hand drücken.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak

Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

kai-martin knaak

unread,
Mar 17, 2010, 7:40:06 PM3/17/10
to
Bernd Rüter wrote:

> das OKI-Teil kannst Du auch direkt bei OKI kaufen.

Danke, das spart etwa 20 EUR :-)


> Wir haben das einfachste hier im Einsatz gehabt. Ist soweit OK.
> Schwerer ist die Auswahl der richtigen Lötpaste

Spricht etwas gegen das überall angebotene Edsyn CR-88?
Gibt es bei der Paste ähnliche Unterschiede, wie beim Röghrenlot? Da wurde
ich erst dann mit bleifrei glücklich, als ich SN100C ausprobiert habe.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak

kai-martin knaak

unread,
Mar 17, 2010, 7:47:06 PM3/17/10
to
Christoph Müller wrote:

Hmm. Leider keine Preise :-|
Die Technik sieht allerdings nicht gerade low-end aus. Wird wohl oberhalb
meiner absoluten Schmerzgrenze (500 EUR) liegen.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak

Michael Eggert

unread,
Mar 17, 2010, 7:56:14 PM3/17/10
to

Michael Eggert

unread,
Mar 17, 2010, 8:01:40 PM3/17/10
to
Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> wrote:

Moin!

>Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
>Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten
>Einzelstücken, mit maximal 100 Bauteilen nicht wirklich.

Falls Ihr einen Fräsbohrplotter habt, könnt Ihr die Schablonen auch
selbst machen - und zwar einfach in Overheadfolie gebohrt (nicht
gefräst, das franst nur aus). Bohrdurchmesser = kürzere Seite des Pad,
bei Hühnerfutter ein Loch pro Pad, bei ICs besser zwei. So hat es mir
D. Bungard mal empfohlen...

Gruß,
Michael.

Christoph Müller

unread,
Mar 18, 2010, 3:17:38 AM3/18/10
to
kai-martin knaak schrieb:
> Christoph Müller wrote:

>> Probier's mal da: http://www.martin-smt.de/de_p_o_overview.php
>
> Hmm. Leider keine Preise :-|
> Die Technik sieht allerdings nicht gerade low-end aus. Wird wohl oberhalb
> meiner absoluten Schmerzgrenze (500 EUR) liegen.

Einfach mal nachfragen. Du willst ja dem Vernehmen nach kein komplettes
Rework-System, sondern nur was, um deine Lotportionen aufzubringen. Da
ist man beim Spezialisten dann meistens auch preislich nicht schlecht
aufgestellt. Am Ende geht's halt - wie immer - um das
Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer das nicht hin kriegt, ist nicht lang im
Markt.

Harald Wilhelms

unread,
Mar 18, 2010, 4:51:48 AM3/18/10
to
On 17 Mrz., 18:30, Olaf Kaluza <o...@criseis.ruhr.de> wrote:

Blinkt sie den jetzt wenigstens "Hello world"
im Morsecode? :-)
Gruss
Harald

Karsten Langeloh

unread,
Mar 18, 2010, 6:06:50 AM3/18/10
to
Tilmann Reh wrote:
> Ansonsten, wenn es ordentlich [tm] sein soll: doch eine Schablone
> nehmen, aber eine billige. So im Bereich von ca. 50 bis jedenfalls
> deutlich unter 100 Euro kriegt man die durchaus, für ein Einzelstück
> braucht man auch keinen Druckrahmen - da reicht etwas Tape auf dem
> Arbeitstisch.

Da wuerde mich jetzt doch mal interessieren wie das mit dem Ausrichten
funktioniert. Zu den letzten beiden Prototypen hab ich naemlich
Schablonen (pcb-pool), hab die aber nicht verwendet und doch alles von
Hand geloetet, weil ich nich so recht wusste, ob das ohne Rahmen
sauber funktioniert. Und was nimmt man dann zum abstreifen/auftragen
der Paste?

Ja, das mit von Hand loeten geht auch. Beim zweiten mal wars dank
vieler ICs auch recht schnell, aber die erste Platine mit viel
analogkram und unglaublich vielen Rs und Cs wars schon nerig :)

Gruss,
Karsten

--
In a world without walls and fences,
why do we need Windows and Gates?

Tilmann Reh

unread,
Mar 18, 2010, 9:32:44 AM3/18/10
to
Karsten Langeloh schrieb:

> Tilmann Reh wrote:
>> Ansonsten, wenn es ordentlich [tm] sein soll: doch eine Schablone
>> nehmen, aber eine billige. So im Bereich von ca. 50 bis jedenfalls
>> deutlich unter 100 Euro kriegt man die durchaus, für ein Einzelstück
>> braucht man auch keinen Druckrahmen - da reicht etwas Tape auf dem
>> Arbeitstisch.
>
> Da wuerde mich jetzt doch mal interessieren wie das mit dem Ausrichten
> funktioniert.

Ganz einfach: zwei Streifen Basismaterial oder übriggebliebene
Leiterplatten als Anschlagwinkel auf den Tisch kleben (Tape). Zu
bedruckende Platine in diese Ecke schieben. Schablone an einer Kante mit
Tape versehen, an der Platine ausrichten und dann das Tape an den Tisch
drücken. Dieses Tape ist dann auch gleich das Scharnier zum Abheben der
Schablone.

Sehr simple Methode, funktioniert aber überraschend gut. Die Schablone
muß nur unwesentlich größer sein als die Leiterplatte.

> Ja, das mit von Hand loeten geht auch. Beim zweiten mal wars dank
> vieler ICs auch recht schnell, aber die erste Platine mit viel
> analogkram und unglaublich vielen Rs und Cs wars schon nerig :)

Mag ja nervig sein, aber selbst eine ganze Stunde Löten kostet immer
noch weniger als eine richtige Schablone. Und mit zunehmender Übung
geht's auch bei R/C schneller. :-)

Tilmann

Joerg

unread,
Mar 18, 2010, 12:08:49 PM3/18/10
to


Kein Scherz: Die Anlage eines Kunden morst Rueckmeldungen ueber den
Piepser. Das ist bei Ferndiagnosen echt hilfreich, kann man per Handy
und so im Hintergrund mithoeren (wenn man Morse versteht). "But you have
the newer revision board there" ... "How did you know that?" ... "I just
heard it"

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Olaf Kaluza

unread,
Mar 18, 2010, 12:52:19 PM3/18/10
to
Harald Wilhelms <649726...@kabelmail.de> wrote:

>Blinkt sie den jetzt wenigstens "Hello world"
>im Morsecode? :-)

Noe...momentan laeuft dieses Programm

do
{
p1_0=1;
p1_0=0;
} while(1)

Und ich messe an p1.0 eine Frequenz von 1Mhz. Dabei soll die CPU
eigentlich mit 50Mhz laufen und da fragt man sich doch ob alles okay
ist, oder ob irgendein beknacktes Bit von den vielen hundert falsch
ist mit denen man den CPU Takt teilt, rauftransformiert, umschaltet,
peripherietakt anwaehlt und was weiss ich noch alles. Seufz.

Ich glaube Renesas hat mehr Transistoren in der Takterzeugung
verwendet als Atmel in einem ganzen Prozessor. :-)

Olaf


Michael Schwingen

unread,
Mar 18, 2010, 6:00:32 PM3/18/10
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb:

> Ich habe gerade heute einen R32C116 auf ein Prototypboard
> geloetet. Hat gerade mal 20min gedauert. Dabei loete ich die
> 144Pins/0.5mm einzeln!

Hm - ich habe nicht gestoppt, aber ich denke TSOP-48 schaffe ich in maximal
2-3 Minuten: Flux, breite Lötspitze (bevorzugt eine gewölbte / Mini-Hoof),
ganz wenig Zinn auf die Lötspitze und mehrere Pins auf einmal.

cu
Michael

Michael Schwingen

unread,
Mar 18, 2010, 6:10:21 PM3/18/10
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb:

> Jaja, ist auch auch Profiplatine mit Loetstop. Meine Platine ist aber
> selbstgemacht. Da waer mir das zu riskant.

Korrekt, das kann eher Brücken geben. Mit genug Flux kann man aber eine
breite Lötspitze auf mehrere Pins parallel aufsetzen und von den Pins
wegziehen - das gibt keine Brücken und geht ratz-fatz.

Ich nehme einen Flux-Pen von OK mit pinselförmiger Spitze und
alkoholbasiertes, dünnflüssiges no-clean Flux.

cu
Michael

Falk Willberg

unread,
Mar 19, 2010, 3:41:33 AM3/19/10
to
Am 18.03.2010 23:10, schrieb Michael Schwingen:
> Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb:
>> Jaja, ist auch auch Profiplatine mit Loetstop. Meine Platine ist aber
>> selbstgemacht. Da waer mir das zu riskant.
>
> Korrekt, das kann eher Brücken geben. Mit genug Flux kann man aber eine
> breite Lötspitze auf mehrere Pins parallel aufsetzen und von den Pins
> wegziehen - das gibt keine Brücken und geht ratz-fatz.

Und Ratz-Fatz ist die Leiterbahn weg... BTDT.

> Ich nehme einen Flux-Pen von OK mit pinselförmiger Spitze und
> alkoholbasiertes, dünnflüssiges no-clean Flux.

Kann man die auch mit Kolophonium in Spriritus auffüllen?

Falk

Karsten Langeloh

unread,
Mar 19, 2010, 7:17:24 AM3/19/10
to
Tilmann Reh wrote:
> Karsten Langeloh schrieb:
>
> > Tilmann Reh wrote:
> >> Einzelstück braucht man auch keinen Druckrahmen - da reicht etwas
> >> Tape auf dem Arbeitstisch.
> >
> > Da wuerde mich jetzt doch mal interessieren wie das mit dem
> > Ausrichten funktioniert.
>
> Ganz einfach: zwei Streifen Basismaterial oder übriggebliebene
> Leiterplatten als Anschlagwinkel auf den Tisch kleben (Tape). Zu
> bedruckende Platine in diese Ecke schieben. Schablone an einer Kante
> mit Tape versehen, an der Platine ausrichten und dann das Tape an den
> Tisch drücken. Dieses Tape ist dann auch gleich das Scharnier zum
> Abheben der Schablone.
>
> Sehr simple Methode, funktioniert aber überraschend gut. Die Schablone
> muß nur unwesentlich größer sein als die Leiterplatte.

Klingt wirklich einfach, werde ich bei der naechsten dann wohl mal
ausprobieren. Die Schablone hat uebrigens fast die doppelte Flaeche
der eigentlichen Platine :). Danke fuer den Tip.



> > Ja, das mit von Hand loeten geht auch. Beim zweiten mal wars dank
> > vieler ICs auch recht schnell, aber die erste Platine mit viel
> > analogkram und unglaublich vielen Rs und Cs wars schon nerig :)
>
> Mag ja nervig sein, aber selbst eine ganze Stunde Löten kostet immer
> noch weniger als eine richtige Schablone. Und mit zunehmender Übung
> geht's auch bei R/C schneller. :-)

Naja, bei pcb-pool scheints die (Laser-)Stencils kostenlos zu geben
(Die Bestellung macht die Firma, fuer die die Entwicklung ist, selbst.).
Zumindest haben die beiden letzten Prototypen jeweils eine, und die
liegt noch unbenutzt im Karton :/.

Bleibt nur noch die Frage nach einem geeigneten Werkzeug zum auftragen
der Paste. Ich meine mal irgendwas wie einen Gummispachtel oder so
gesehen zu haben, aber so ganz genau weiss ich das nicht mehr.

Matthias Weingart

unread,
Mar 19, 2010, 11:24:25 AM3/19/10
to
Tilmann Reh <usenet20...@autometer.de>:

> Ansonsten, wenn es ordentlich [tm] sein soll: doch eine Schablone
> nehmen, aber eine billige. So im Bereich von ca. 50 bis jedenfalls

> deutlich unter 100 Euro kriegt man die durchaus, fǬr ein EinzelstǬck


> braucht man auch keinen Druckrahmen - da reicht etwas Tape auf dem
> Arbeitstisch.
>

Sofern es nur im Abstände wie bei SO8 Gehäusen geht, hab ich mir meine
Schablone auch schon mal selbstgebohrt: Overheadfolie (hat ca. 100um Dicke)
und einen kleinen Bohrer je nach Padbreite. Lohnt sich aber erst, wenn man
mehr als eine Platine bestücken will.

M.

Dirk Ruth

unread,
Mar 19, 2010, 11:31:03 AM3/19/10
to
Olaf Kaluzaschrieb:

Unter http://www.segger.com/cms/download_embos-r32c-hew.html
gibt es eine Trial-Version für ein embedded OS (max. 3 Task).
Die Registrierungsdaten müssen nicht stimmen.
Wenn du dir das heruntergeladen hast, dann findest du in einem der
Verzeichnisse die Datei RTOSInit_R32C.c, in dem ein Beispiel für die
Initialisierung des Oszillators und der PLL ist.


Dirk

Olaf Kaluza

unread,
Mar 19, 2010, 1:07:28 PM3/19/10
to
Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de> wrote:

>Wenn du dir das heruntergeladen hast, dann findest du in einem der
>Verzeichnisse die Datei RTOSInit_R32C.c, in dem ein Beispiel für die
>Initialisierung des Oszillators und der PLL ist.

Danke, aber ich glaube ich habe es laufen. Der Prozessor ist beim
Bitzugriff wohl wirklich sehr langsam.

Olaf

Tilmann Reh

unread,
Mar 19, 2010, 1:39:01 PM3/19/10
to
Karsten Langeloh schrieb:

> Bleibt nur noch die Frage nach einem geeigneten Werkzeug zum auftragen
> der Paste. Ich meine mal irgendwas wie einen Gummispachtel oder so
> gesehen zu haben, aber so ganz genau weiss ich das nicht mehr.

Japanspachtel, in der billichen Plastikausführunf aus dem Baumarkt oder
(viel besser!) aus Edelstahl vom lokalen Malerfachbedarf. Beim Edelstahl
vor Benutzung die Ecken ein bißchen abrunden, damit die Schablone nicht
so zerkratzt wird.

Tilmann

Karsten Langeloh

unread,
Mar 19, 2010, 4:00:15 PM3/19/10
to
Tilmann Reh wrote:
> Karsten Langeloh schrieb:
>
> > Bleibt nur noch die Frage nach einem geeigneten Werkzeug zum
> > auftragen der Paste. Ich meine mal irgendwas wie einen
> > Gummispachtel oder so gesehen zu haben, aber so ganz genau weiss
> > ich das nicht mehr.
>
> Japanspachtel, in der billichen Plastikausführunf aus dem Baumarkt
> oder (viel besser!) aus Edelstahl vom lokalen Malerfachbedarf. Beim

Mhh ... das klingt gut ... und fuer irgendwas muss ein Maler in der
Familie ja gut sein :)

> Edelstahl vor Benutzung die Ecken ein bißchen abrunden, damit die
> Schablone nicht so zerkratzt wird.

Werd ich dann machen sobald der naechste Prototyp ansteht.
Danke fuer die Tips.

Michael Schwingen

unread,
Mar 19, 2010, 6:48:37 PM3/19/10
to
Falk Willberg <Fawegl...@falk-willberg.de> schrieb:

>> Korrekt, das kann eher Brücken geben. Mit genug Flux kann man aber eine
>> breite Lötspitze auf mehrere Pins parallel aufsetzen und von den Pins
>> wegziehen - das gibt keine Brücken und geht ratz-fatz.
>
> Und Ratz-Fatz ist die Leiterbahn weg... BTDT.

entlang der Leiterbahn (also vom IC weg), nicht quer über die Pins, und nur
dranhalten, nicht drüberreiben - da reißt nichts ab.

>> Ich nehme einen Flux-Pen von OK mit pinselförmiger Spitze und
>> alkoholbasiertes, dünnflüssiges no-clean Flux.
>
> Kann man die auch mit Kolophonium in Spriritus auffüllen?

Vermutlich, es könnte nur nötig sein, gelegentlich mit Alkohol das
eingetrocknete Kolophonium zu entfernen, damit das ein Pinsel bleibt und
kein fester Keil.

cu
Michael

"Björn G."

unread,
Mar 20, 2010, 12:06:40 PM3/20/10
to
Die Lotpaste nutze ich auch sehr gerne.
Bisher habe ich keine gefunden die ähnlich gut zu löten geht :-)

Björn

Falk Willberg

unread,
Mar 20, 2010, 12:15:56 PM3/20/10
to
Am 20.03.2010 17:06, schrieb "Björn G.":
> Die Lotpaste nutze ich auch sehr gerne.
> Bisher habe ich keine gefunden die ähnlich gut zu löten geht :-)
>
> Björn
>
> Am 18.03.2010 00:40, schrieb kai-martin knaak:
>> Bernd Rüter wrote:
>>
>>> das OKI-Teil kannst Du auch direkt bei OKI kaufen.
>>
>> Danke, das spart etwa 20 EUR :-)

Lötpaste mit ToFu mag ich nicht.

>>> Wir haben das einfachste hier im Einsatz gehabt. Ist soweit OK.
>>> Schwerer ist die Auswahl der richtigen Lötpaste
>>
>> Spricht etwas gegen das überall angebotene Edsyn CR-88?
>> Gibt es bei der Paste ähnliche Unterschiede, wie beim Röghrenlot? Da
>> wurde
>> ich erst dann mit bleifrei glücklich, als ich SN100C ausprobiert habe.
>>
>> ---<(kaimartin)>---

Falk

Michael Wieser

unread,
Mar 22, 2010, 7:59:56 AM3/22/10
to
On Sat, 20 Mar 2010 17:15:56 +0100, Falk Willberg
<Fawegl...@falk-willberg.de> wrote:

>Am 20.03.2010 17:06, schrieb "Björn G.":
>> Die Lotpaste nutze ich auch sehr gerne.
>> Bisher habe ich keine gefunden die ähnlich gut zu löten geht :-)
>>
>> Björn
>>
>> Am 18.03.2010 00:40, schrieb kai-martin knaak:
>>> Bernd Rüter wrote:
>>>
>>>> das OKI-Teil kannst Du auch direkt bei OKI kaufen.
>>>
>>> Danke, das spart etwa 20 EUR :-)
>
>Lötpaste mit ToFu mag ich nicht.

mußt es ja nicht essen, in Deinem Alter...

Grüße
-
Michael Wieser
--

"Björn G."

unread,
Mar 31, 2010, 3:49:47 PM3/31/10
to
Hi Kai Martin.

Wollte einmal nachfragen ob es bezüglich eines Dispensers schon
Neuerungen gab :-)

Bin auch gerade dabei mir in dieser Richtung etwas zuzulegen.

Viele Grüße
Björn

Am 17.03.2010 14:42, schrieb Kai-Martin Knaak:
> Moin.


>
> Für unsere SMD-Prototypen bin ich auf der Suche nach einer mechanischen
> Hilfe zum aufbringen der Lötpaste. Schablonen lohnen sich bei echten

kai-martin knaak

unread,
Mar 31, 2010, 10:19:56 PM3/31/10
to
"Björn G." wrote:

> Wollte einmal nachfragen ob es bezüglich eines Dispensers schon
> Neuerungen gab :-)

Ich habe so eine mechanische Drückhilfe aus dem Goldschmied-Bedarf
beschafft, wie weiter oben im Thread empfohlen. Damit lässt sich die Paste
deutlich leichter in der gewünschten, kleinen Menge rauspressen. Es bleibt
aber etwas Gefühlssache.

Auf ein Druckluftteil habe ich vorläufig verzichtet
(Mit Betonung auf vorläufig :-)

---<)kaimartin(>---

"Björn G."

unread,
Apr 1, 2010, 12:52:10 PM4/1/10
to
Hi!

Ja, das habe ich mir auch letztens gekauft als ich es hier gelesen habe.
Kam jedoch noch nicht dazu es zu testen.

Ich denke es würde bei mir auf jeden Fall auf etwas automatisches zum
Dispensen hinauslaufen.

Falls Du Dir etwas kaufst und gute Noten vergeben kannst, geb mir bitte
Bescheit ;-)

Ansonsten noch schöne Ostern!

Gruß, Björn

Hanno Foest

unread,
Apr 12, 2010, 2:46:43 PM4/12/10
to
kai-martin knaak schrieb:

> Ich habe so eine mechanische Drückhilfe aus dem Goldschmied-Bedarf
> beschafft, wie weiter oben im Thread empfohlen. Damit lässt sich die Paste
> deutlich leichter in der gewünschten, kleinen Menge rauspressen. Es bleibt
> aber etwas Gefühlssache.

Vorhin gefunden...
http://hackaday.com/2010/04/08/flux-paste-applicator-gun/

Hurga

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