ich habe jetzt schon einige Lochrasterplatinen mit normalem Silberdraht
zusammen "gebastelt". Jetzt habe ich gesehen, es gibt solche
Verdrahtungsstifte. Wie funktionieren die und was für Vorteile habe ich
gegenüber normalem Silberdraht ?
danke
Kay
Hallo Kay,
soviel ich weiß, geht das Verdrahten mit dem Stift sehr viel schneller. Der
Draht ist verschiedenfarbig erhältlich (ist beim Fehlersuchen hilfreich);
außerdem ist der Draht isoliert, und die Isolierung schmilzt bei normaler
Lötkolbentemperatur einfach weg. Normaler Silberdraht ist ja nicht
isoliert, also muß man bei etwas größeren Schaltungen auf einen gewissen
Abstand der einzelnen Drahtstücke achten und die Schaltung tunlichst
vorsichtig anfassen.
Ich denke, das sind die wesentlichen Vorteile von vero-wire (ich glaub', so
heißt das).
Viele Grüße
Roland
wo bekomme ich solch einen stift her ? hab ihn bis jetzt nur bei C****d
gesehen ! gibts den auch wo anderst ?
cu Kay
"Roland Hutter" <1439...@onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D4449FF...@onlinehome.de...
das das ding teurer ist , das habe ich gesehen, das wäre mir aber egal !
danke
Kay
Der Stift ist der totale Blödsinn - zumindest kann ich damit absolut nichts
anfangen. Der Draht ansich ist aber ausgesprochen gut zu benutzen, im
unterschied zu Silberdraht ist er isoliert, und man kann recht hohe
Bestückungsdichte erreichen. (hab' schon chip-an-chip Platinen damit
gefertigt, 10 Stelliger Frequenzzähler komplett in TTL-Technik auf einer
Euro-Platine -- laaang isses her ;)
Allerdings stinkt das beim Verarbeiten ziemlich rum, und ist bestimmt auch
nicht sonderlich gesundheitsförderlich..
--
thomas....@gmx.de, www.kreapc.de
>> ich habe jetzt schon einige Lochrasterplatinen mit normalem
>> Silberdraht zusammen "gebastelt". Jetzt habe ich gesehen, es gibt
>> solche Verdrahtungsstifte. Wie funktionieren die und was für Vorteile
>> habe ich gegenüber normalem Silberdraht ?
>
> soviel ich weiß, geht das Verdrahten mit dem Stift sehr viel
> schneller.
Nö, es geht überhaupt nicht, jedenfalls nicht bei mir :-(
> Der Draht ist verschiedenfarbig erhältlich (ist beim
> Fehlersuchen hilfreich); außerdem ist der Draht isoliert, und die
> Isolierung schmilzt bei normaler Lötkolbentemperatur einfach weg.
Bei meinem Ersa Multitip 15W nicht. Wenn ich den Lötkolben mal längere Zeit
(>10s) an eine Drahtstelle halte, dann brennt an dieser Stelle die
Isolierung zwar anscheinend teilweise weg, aber der Draht lässt sich
trotzdem nur sehr schlecht löten; das Lötzinn wird an der Lötstelle dann
irgendwie... matschig und fließt nicht mehr richtig.
Bin ich zu blöd oder ist mein Lötkolben zu schlecht?
Gruß
Andreas
--
AVR-Tutorial, Forum, über 300 Links: http://www.mikrocontroller.net
> [Lackdraht-Fädeltechnik funktioniert nicht richtig]
> Bin ich zu blöd oder ist mein Lötkolben zu schlecht?
Dein Lötkolben ist zu schlecht, oder du verwendest den falschen Draht. Bei
meiner Ersa Analog 60 fängt der Spaß ab 350 Grad an, erst dann verdampft der
Lack ordentlich. Ein kleiner Lötzinntropfen, in den man den Draht eintaucht,
hilft dabei noch zusätzlich.
Wenn das Zinn breiig wird, war noch Lack auf dem Draht. Bei >350 Grad muss
man natürlich seine Lötgewohnheiten etwas ändern, weil man wirklich nur kurz
auf Lochraster-Pads verweilen sollte. Epoxy-Platinen eignen sich dabei sehr
viel besser, als das eklige Orange Zeugs.
Der normale wir-wickeln-eine-Spule Lackdraht hat übrigens eine zu hohe
Lackschmelztemperatur. Vero-Wire Draht ist zwar teuer, aber er funktioniert
eigentlich ausgezeichnet. (Nur den Stift braucht man nicht).
Noch ein Tip: die Drähte beim Verdrahten nicht spannen, sondern eine kleine
Drahtschlaufe lassen. Bei gespannten oder zu kurzen Drahtstücken hat man's
sonst sehr schwer an darunterliegende Pins zu kommen. So kann man die Dräht
kurz zu Seite schieben. Falls es Probleme mit abgerissenen Pads wegen der
hohen Temperatur kommt, würde ich einfach einen Bündel Drähte mit
verschiedenen Längen vorbereiten (hab' immer sonnen fertigen Packen in der
Bastelkiste). Verbindungen zwischen mehreren Pins erledigt man am besten mit
einem einzigen Draht. Zwischenanzapfungen kann man am besten abisolieren,
wenn man den Draht dabei um die Lötspitze herumlegt (und so einen "Knick" in
den Draht macht). Mehrere Drähte auf einem Pad sind sonst recht nervig (man
bräuchte da noch eine dritte Hand).
Ich mache üblicherweise vorher den Schaltplan mit eagle, und schiebe die
Bauteile in der Layout-Ansicht so zurecht, das es möglichst wenige
überschneidende Airwires gibt. Danach kann man eagle laufen lassen, und nach
dem Löten die fertigen Airwires entfernen. Mit der Mirror-Funktion kann man
sich dann auch auf der umgedrehten Platine nicht mehr mit der
Pinnummerierung verzählen.
An MaWin: wäre das nicht was für's FAQ?
--
thomas....@gmx.de, www.kreapc.de
Ich nehme deshalb die Drahtspule immer in die linke Hand und benutze
Daumen und Zeigefinger zum Verdrahten, auf den Mittelfinger wickle ich
mir etwas Lötzinn und mit der rechten Hand löte ich (im Vorleben
war ich mal Akrobat;-)
Jetzt bräuchte ich nur noch eine dritte Hand, die den Seitenschneider
führt. Oder ich übe mal, mit der rechten Hand Lötkolben und Seiten-
Schneider gleichzeitig zu halten. :-))
> im unterschied zu Silberdraht ist er isoliert, und man kann recht
> hohe Bestückungsdichte erreichen.
Das ist der wichtigste Vorteil gegenüber Silberdraht (versilberter
Kupferdraht).
Trotzdem benutze ich zusätzlich auch diesen Silberdraht - für alle
Masseverbindungen und manchmal auch für Verbindungen, wo Isolation
nicht nötig ist. Für die Spannungsversorgung nehme ich gerne
roten isolierten Draht (wegen der Übersichtlichkeit).
Thomas.
Heikles Thema denn gegen Fädelstifte/draht gibt es wohl ideologische
Widerstände. Uhh = Igitt * Fädel sozusagen.
Fädeln hat Vorteile und Nachteile.
Vorteile:
- überall dort wo viele Leitungen zu legen sind erreicht man mit Fädeln eine
bessere Packungsdichte. Das fällt besonders bei digitalen Schaltungen ins
Gewicht. Analoge diskret aufgebaute Schaltungen nutzt das weniger
- Verdrahtungsfehler und Änderungen können in der Regel leicht korrigiert
werden. Schnipp und neue Leitung legen. Das kann sich aber auch ins Negative
wenden wenn man Bandwurmleitungen erfunden hat (siehe Nachteile)
- ab einer mässigen Schaltungskomplexität (AVR uC z.B.) ist Fädeln schneller
als Strippen ziehen
Nachteile:
- der Lack enthält Cyanide und ist damit gesundheitsschädlich. Lüften!
- man braucht schon nen ordentlichen 45W Lötkolben um gute Lötstellen zu
erzeugen. Ob der Lack so hitzebeständig oder der Draht so gut wärmeleitend
ist? Man muss schon ein bisschen braten und braucht Übung bis man gut damit
löten kann.
- teuer!? Auf den ersten Blick ist speziell das 'Angebot' vom grossen C eine
Frechheit. Andererseits ist das Verbrauchsmaterial billig denn so eine Rolle
kostet ein paar Euro und hält sehr lange. Wenn man dann das eingesparte
Platinenmaterial gegenrechnet ....
- die Einfachheit des Fädelns verleitet zu schlechter Leiterbahnführung.
Habe gerade dieses Wochenende ne kleine OpAmp-Schaltung versägt. Vermutlich
wegen schlechter (lang, Schleifen) Leiterbahnen. Der Testaufbau war ok und
die verdrahtete Version ist ins Schwingen geraten. :-( Mal sehen wie ich das
der Schaltung abgewöhne.
Fazit: eine brauchbare Ergänzung zu anderen Verdrahtungstechniken.
Kombinationen sind besonders nützlich.
Wenn wir schon bei 'teuren' Werkzeugen sind. Gibts noch Wirewrap? *Das* war
teuer.
Andreas
------
Andreas Tönne
ato...@t-online.de
ato...@heeg.de
Einspruch ;-) Ich finde ihn schon praktisch, weil man (wenn man auch noch die
Verdrahtungskämme benutzt) damit sehr schön den Draht durch die Gegend führen
kann. Und der Stift hält ewig, ich habe meinen schon fast 17 Jahre...
Zu den Kämmen: Es braucht nicht viel für eine übersichtliche Leitungsführung,
5-10 Noppen an strategischen Stellen reichen meistens, um auch die schlimmsten
Busse sauber zu führen.
Wenn man die Plastikstummel mit dem Lötkolben von der Oberseite aufschmilzt,
halten auch kleine Kammteile problemlos.
<...>
|> Allerdings stinkt das beim Verarbeiten ziemlich rum, und ist bestimmt auch
|> nicht sonderlich gesundheitsförderlich..
Die Umhüllung ist aus Polyurethan, beim Löten werden AFAIK (sehr) geringe Menge
Dioxin oder sowas frei. Daher sollte man auch gut durchlüften (aber das sollte
man beim Löten sowieso...).
--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.in.tum.de/~acher/
"Oh no, not again !" The bowl of petunias
Thomas.
Hallo Kay,
das weiß ich auch nicht, aber irgendwo im web habe ich (glaube ich) mal 'ne
Bauanleitung für einen solchen Stift gesehen: war nichts anderes als ein alter
Kugelschreiber, der anstelle des Drucktasters eine Garnrolle von einer
Nähmaschine hatte, auf die der Draht gewickelt war. Hat gar nicht mal so einen
schlechten Eindruck gemacht. Google doch einfach mal....
Viele Grüße
Roland
Alles in allem also eher aufwaendig, verflixt teuer, und bei eine halbwegs
komplexen Platine ein unendlicher Verhau. Ich habe damit aber Karten
hinbekommen, fuer die sonst wohl 4 oder 6 Lagen Multilayer erforderlich
gewesen waeren, vollgepflasterte ECB Eurokarten wie 64kB DynRAM etc.
> "Kay Pohl" <Porsc...@web.de> wrote [...]
> > ich habe jetzt schon einige Lochrasterplatinen mit normalem Silberdraht
> > zusammen "gebastelt". Jetzt habe ich gesehen, es gibt solche
> > Verdrahtungsstifte. Wie funktionieren die und was für Vorteile habe ich
> > gegenüber normalem Silberdraht ?
>
> Der Stift ist der totale Blödsinn - zumindest kann ich damit absolut nichts
> anfangen.
Das letztere bleibt Dir unbenommen. Da ich mit der Technik schon mehrere
dicht bestückte Europakarten verdrahtet und ans Laufen bekommen habe,
möchte ich ersterem hingegen widersprechen.
hauke
--
"It's never straight up and down" (DEVO)
Ich mach das immer so:
Draht durch Bestückungsloch stecken (wg. Widerstand beim Wickeln) und 1-2
mal um das Anschlussbein wickeln. Nicht mehr sonst wird das Löten zu
schwierig (muss zu lange braten). Draht zum nächsten Ziel führen, wieder
wickeln usw. Am Ende abschneiden und dann löten. Geht gut.
Andreas
--
Hallo,
was Du normalen Silberdraht nennst wird in Wirklichkeit
verzinnter Kupferdraht sein.
Bye
Thomas.
> Einspruch ;-) (...) ich habe meinen schon fast 17 Jahre...
Dann hast Du wohl noch einen der Stifte der ersten Generation, die
noch wirklich gut waren. Hatte ich auch mal, denn dann aber
verloren.
Die Enttäuschung war sehr groß, als ich einen neuen Fädelstift
kaufen wollte, aber es nur noch die nahezu untauglichen Billigteile
gab.
Thomas.
Dichte ACK! Problem: Übersprechen bei parallel geführten Leitungen.
Deswegen sind die Kämme auch ziemlich unbrauchbar.
Bessere Methode: wild kreuz und quer auf der Bauteilseite verdrahten,
durch die Bohrungen stecken und auf Lötseite löten. Sieht zwar wild
aus, funzt aber immer.
>
> Nachteile:
> - der Lack enthält Cyanide und ist damit gesundheitsschädlich. Lüften!
> - man braucht schon nen ordentlichen 45W Lötkolben um gute Lötstellen zu
> erzeugen. Ob der Lack so hitzebeständig oder der Draht so gut wärmeleitend
> ist? Man muss schon ein bisschen braten und braucht Übung bis man gut damit
> löten kann.
Viel bessere und vermutlich auch billigere Lösung: Such dir im
Branchentelefonbuch einen Trafowickler in der Nähe und geh hin und
lass dir na sagen wir mal 100 m vom Draht deiner Lieblingsstärke (ich
bevorzuge 0,25 mm) aufspulen.
> - die Einfachheit des Fädelns verleitet zu schlechter Leiterbahnführung.
> Habe gerade dieses Wochenende ne kleine OpAmp-Schaltung versägt. Vermutlich
> wegen schlechter (lang, Schleifen) Leiterbahnen. Der Testaufbau war ok und
> die verdrahtete Version ist ins Schwingen geraten. :-( Mal sehen wie ich das
> der Schaltung abgewöhne.
Analog grundsätzlich nur auf durchgehender Massefläche. Fädeln auf
Lochraster ist da tödlich schlecht.
>
>
> Fazit: eine brauchbare Ergänzung zu anderen Verdrahtungstechniken.
> Kombinationen sind besonders nützlich.
Bestimmt, wenn man die Grenzen kennt.
>
> Wenn wir schon bei 'teuren' Werkzeugen sind. Gibts noch Wirewrap? *Das* war
> teuer.
Besonders mit elektrischer Wickelpistole!
>
Ach ja, Fädelstift! Wozu eigentlich? Das ist für mich das absolut
überflüssige Werkzeug. Ohne bin ich dreimal schneller. :-)
Gruss
Rolf
Hallo,
das ist Quatsch, da wird kein Teflon (PTFE) verwendet,
sondern Tefzel (ETFE). Die Isolation für den Wrapdraht muß
ja extrudierbar sein.
Bye
>> Verdrahtungsstifte. Wie funktionieren die und was für Vorteile habe ich
>> gegenüber normalem Silberdraht ?
Weniger uebersprechen da die Draehte kuerzer sind und nicht parallel
nebeneinander her laufen. Ich habe damit z.B schonmal eine externe
Speicherkarte fuer einen DSP gefaedelt die problemlos funktioniert
hat.
>Der Stift ist der totale Blödsinn - zumindest kann ich damit absolut nichts
>anfangen.
Stimmt. Der ist totaler Murks und dafuer auch noch zu
teuer. Mindestens muss man die Plastikspitze vorne verbessern indem
man eine passende Aderendhuelse dran klebt. Sonst ist das Plastik bald
weggeschmolzen.
Besser ist es aber man bastelt ihn komplett selber. Dafuer einfach
einen Faserstift mit 0.2mm Schriftbreite verwenden. Hinten etwas
passend schnitzen damit die Rolle aufgesteckt werden kann. Blockiert
werden kann der Draht dann indem man hinten seinen Daumen drauf
haelft. Viel besser und billiger als das gekaufte Teil.
>Der Draht ansich ist aber ausgesprochen gut zu benutzen, im
>unterschied zu Silberdraht ist er isoliert, und man kann recht hohe
>Bestückungsdichte erreichen. (hab' schon chip-an-chip Platinen damit
>gefertigt, 10 Stelliger Frequenzzähler komplett in TTL-Technik auf einer
>Euro-Platine -- laaang isses her ;)
Mein Rekord vor vielen Jahren war eine Europlatine mit MCS48, externen
Ram, Eprom, 2x 8255, 8253, rotes 8 stelliges 7Segmendisplay aus einem
alten Taschenrechner, AD und DA Wandler von NEC (uPDirgendwas),
diversen TTL-Kram unter den ICs. Da war kaum ein Loch unbenutzt.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Ahem... es gibt auch analoge Schaltungen unterhalb von HF :-)
Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Dead Bug Aufbau mit Fädeldraht
garnicht das dümmste ist?
> Viel bessere und vermutlich auch billigere Lösung: Such dir im
> Branchentelefonbuch einen Trafowickler in der Nähe und geh hin und
> lass dir na sagen wir mal 100 m vom Draht deiner Lieblingsstärke (ich
> bevorzuge 0,25 mm) aufspulen.
.. und wenn es mit diesem Draht nicht klappt, nicht enttäuschen lassen. Der
Trafowickeldraht, den ich bis jetzt ausprobiert hatte (aus kostengründen),
hatte immer eine viel höhere Schmelztemperatur als der Vero-Wire. Der Lack
ist halt nicht zum mutwilligen abschmelzen der isolierung gedacht.
(Vermutlich ist er sogar eher auf möglichst hohe temperaturfestigkeit
optimiert)
--
thomas....@gmx.de, www.kreapc.de
> .. und wenn es mit diesem Draht nicht klappt, nicht enttäuschen
> lassen. Der Trafowickeldraht, den ich bis jetzt ausprobiert hatte
> (aus kostengründen), hatte immer eine viel höhere Schmelztemperatur
> als der Vero-Wire. Der Lack ist halt nicht zum mutwilligen
> abschmelzen der isolierung gedacht. (Vermutlich ist er sogar eher auf
> möglichst hohe temperaturfestigkeit optimiert)
Ich hab hier ne 100g-Rolle (also wohl etliche 100m) Kupferlackdraht
0,22mm. Gekauft bei Geist Elektronik vor ca. 2 Jahren. Läßt sich sehr
gut abisolieren (mit Weller WTCP-50 IIRC 7er Spitze). Ich hab damit
meinen MPLAY verdrahtet. Funktioniert wuderbahr trotz der sehr langen
Datenleitungen. Nur RD/ und WR/ des Controllers mußte ich puffern.
--
Matthias Weißer
matt...@matwei.de
http://www.matwei.de
T.
Huch? Dann ist es kein Wunder, dass bei euch die Stifte so schnell kaputtgehen.
Ich fädle mich (mit Drahtspannung) von Pin zu Pin und trenne den Draht am Ende
mit einem Cuttermesser ab. Dann erst wird gelötet...
|> Mein Rekord vor vielen Jahren war eine Europlatine mit MCS48, externen
|> Ram, Eprom, 2x 8255, 8253, rotes 8 stelliges 7Segmendisplay aus einem
|> alten Taschenrechner, AD und DA Wandler von NEC (uPDirgendwas),
|> diversen TTL-Kram unter den ICs. Da war kaum ein Loch unbenutzt.
Mein Rekord war meine DA (lange PCI-Karte, auf meiner HP zu sehen, leider nicht
die Unterseite), war aber durch mehrere 32- bis 64-Bit Busse auch recht
gut gefüllt.
Das mit dem Übersprechen halte ich aber für eine urban legend, ich habe es bei
Digitalen Sachen noch nie beobachten können, und das obwohl ein paar 32Bit-Busse
auf einem Kamm liefen. Und für analoges Zeug macht Fädeln eh' keinen Spass.
> .. und wenn es mit diesem Draht nicht klappt, nicht enttäuschen lassen. Der
> Trafowickeldraht, den ich bis jetzt ausprobiert hatte (aus kostengründen),
> hatte immer eine viel höhere Schmelztemperatur als der Vero-Wire. Der Lack
> ist halt nicht zum mutwilligen abschmelzen der isolierung gedacht.
> (Vermutlich ist er sogar eher auf möglichst hohe temperaturfestigkeit
> optimiert)
Gut, hab ich vergessen zu erwähnen, es sollte sich schon um sog.
"lötfähigen" Kupferlackdraht handeln. IMHO gibts aber seit 15 Jahren
eh nur noch dort was anderes, wo man mit extrem hohen
Wicklungstemperaturen zurechtkommen muss.
All das Material jedenfalls, dass ich in den letzten Jahren auf Spulen
in Kleinmengen konfektioniert gesehen habe, ist von der lötfähigen
Sorte gewesen.
Gruss
Rolf
Klar, aber das ändert nix dran, dass die Biester auf HF schwingen
können. Und gerad irgendwas mit relativ grossen Strömen oder doch
einer gewissen Genauigkeitsanforderung auf Rochraster? Mir grausts!
:-)
>
> Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Dead Bug Aufbau mit Fädeldraht
> garnicht das dümmste ist?
Ich bin skeptisch! Die andre Methode geht gerade für Versuchsaufbauten
auch noch erheblich schneller von der Hand. Aber bitte, jedem das, was
für ihn am günstigsten ist.
>
Gruss
Rolf
>Viel bessere und vermutlich auch billigere Lösung: Such dir im
>Branchentelefonbuch einen Trafowickler in der Nähe und geh hin und
>lass dir na sagen wir mal 100 m vom Draht deiner Lieblingsstärke (ich
>bevorzuge 0,25 mm) aufspulen.
Das ist falsche Sparsamkeit. So habe ich das auch mal gemacht bevor es
Faedeldraht gab. Zum einen laesst sich da der Lack viel schlechter
durchloeten, zum anderen ist der ja nicht dafuer gedacht. Da wuerde
ich mir dann wirklich Gedanken um meine Gesundkeit machen.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
>Huch? Dann ist es kein Wunder, dass bei euch die Stifte so schnell kaputtgehen.
>Ich fädle mich (mit Drahtspannung) von Pin zu Pin und trenne den Draht am Ende
>mit einem Cuttermesser ab. Dann erst wird gelötet...
Viel zu umstaendlich. Ich loete erst an und wackel dann solange mit
dem Draht bis er direkt an der Loetstelle abbricht.
>auf einem Kamm liefen. Und für analoges Zeug macht Fädeln eh' keinen Spass.
Warum nicht? Ich muss sagen fuer mich privat, wo also alle Teile
normalerweise Einzelstuecke sind, faedel nur noch. Ausnahmen wuerde
ich nur machen wo es rein technisch angebracht ist. Also z.B bei
Schaltnetzteilen.
Z.B habe ich hier einen Kopfhoererverstaerker den ich natuerlich auch
gefaedelt habe. Und ich bin mit dem sehr zufrieden.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
>Ich habe uebrigens eben die Schmelztemperatur der Lackschicht dieses
>Faedeldrahtes gelesen: 400 - 480 GradC. Normaler Kupferlackdraht
>(Trafowickeln) hat ueberigens 400 - 480 GradC :-)
Ich loete aber mit 375C, also WTCP-7. Da geht der Faedeldraht
problemlos, Irgendwelche Trafodraehte muss man ewig aufkochen.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
>Was willst du mir damit sagen ?
Das die Isolierung meiner Trafos fuer hoehere Temperaturen ist.
BTW: Ich hatte auch irgendwann mal den Eindruck das sich die
verschiedenen Farben der Faedeldraehte nicht alle gleich gut loeten
lassen.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Die Homepage geht gar nicht (oder bin ich jetzt zu doof den Link
anzuklicken? ;-)!
Gruß,
Arne
> Das mit dem Übersprechen halte ich aber für eine urban legend, ich habe es bei
> Digitalen Sachen noch nie beobachten können, und das obwohl ein paar 32Bit-Busse
> auf einem Kamm liefen. Und für analoges Zeug macht Fädeln eh' keinen Spass.
Das ist keine Legende von mir ;-)
Das ist eine V.Urban Erfahrung! , war allerdings wirewrap und kein Lackdraht.
Sram (10 ns) an FPGA mit 20MHz. Schlechte Busführung(Kabelbaum), steile Flanken
(fast slew rate) und die Signale springen wie die Flöhe.
+volker-
Nö, der Umzug der Informatik-Fakultät ins Gulag Novogarchinsk hat so seine
Auswirkungen... Versuch die untere URL...
--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://wwwbode.in.tum.de/~acher
Gruss
Rolf
(Aber ich denke auch, das Faedeldraht EXAKT dasselbe ist,
wie Kupferlackdraht, und alle Vermutungen auf normale
Streuung, duenneren Durchmesser etc. zurueckzufuehren sind)
Schön wärs wirklich, wenn das nur dort gemacht würde...
BTW, wer sägt dann die gebrauchten Pu-Brennstäbe zwecks
Analyse nacher in der Mitte durch?
> (Aber ich denke auch, das Faedeldraht EXAKT dasselbe ist,
> wie Kupferlackdraht, und alle Vermutungen auf normale
> Streuung, duenneren Durchmesser etc. zurueckzufuehren sind)
Ich nehm auch diesen "lötbaren" Trafodraht. Der lässt sich
bei normaler Löttemperatur gut *vom Ende her* verzinnen.
D.h. der Lack lässt sich quasi durch das heisse Zinn
zurückschieben. Umgekehrt ist er sehr stabil gegen versehent-
liches Anlöten "in der Mitte". Unangenehm bei Verzweigungen,
da man dann mehrere Enden anlöten muss, hilft aber gegen
ungewünschte Kontakte, wenn der Draht mal gegen eine andere
Lötstelle drückt.
--
mfg Rolf Bombach