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Batterie ausgelaufen, danach: Kontakte schuetzen

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Thomas Prufer

unread,
Jun 23, 2016, 2:59:53 AM6/23/16
to
In einem billigen (< 10 Eur) mobilen Gerät sind die Batterien (2 x Mignon in
Serie) ausgelaufen. Ich hab aufgemacht, die Kontaktbleche (Messing?) aus dem
Batteriefach ausgelötet und raus, die weißen und blauen Beläge mit der Bürste
und Schmirgel runter, dazu mit Essigsäure blankgemacht.

Die Federn sind auch leicht angegriffen -- die Chromschicht ist stellenweise ab.
Nach meiner Erfahrung korrodieren die Federn und das Blech nach einer
ausgelaufenen Batterie viel schneller als im Neugerät.

Also, was tun um das hinauszuzögern?

- Verzinnen: Lötzinn auf Blech an den Kontaktstellen, evtl. auch die Feder-Enden
mit Löthonig oder Kolophonium probieren?

- Öl/Fett/Wachs drauf?

- Nichts: Stell dich nicht so an, lass es einfach, und wenn es mal nimmer geht,
die Batterien ein paarmal rein/raus/drehen und gut ist?

(Galvanik, neue Kontakte schnitzen, Kontakte woanders ausbauen und anpassen,
oder externes neues Fach sind mir schon zuviel Arbeit.)


Danke,

Thomas Prufer

Chr. Maercker

unread,
Jun 23, 2016, 3:21:14 AM6/23/16
to
Thomas Prufer wrote:
> In einem billigen (< 10 Eur) mobilen Gerät sind die Batterien (2 x Mignon in
> Serie) ausgelaufen. Ich hab aufgemacht, die Kontaktbleche (Messing?) aus dem

Steht an dem Alkaline-Gedöns nicht regelmäßig dran, es sei
"auslaufsicher"? (Duck & wech)

> Batteriefach ausgelötet und raus, die weißen und blauen Beläge mit der Bürste
> und Schmirgel runter, dazu mit Essigsäure blankgemacht.

Essig anschließend runtergewaschen und wie? Sonst ätzt der evtl. weiter,
wie vorher die Batteriebrühe.

> Die Federn sind auch leicht angegriffen -- die Chromschicht ist stellenweise ab.
> Nach meiner Erfahrung korrodieren die Federn und das Blech nach einer
> ausgelaufenen Batterie viel schneller als im Neugerät.
>
> Also, was tun um das hinauszuzögern?

Für Billigmist lohnt sich der Aufwand selten, aber es passiert auch bei
hochpreisigerem Zeugs. Deshalb hat Du dennoch ein Thema aufgemacht, das
mich ebenfalls interessiert und hoffentlich einige mehr.

> - Verzinnen: Lötzinn auf Blech an den Kontaktstellen, evtl. auch die Feder-Enden
> mit Löthonig oder Kolophonium probieren?

Käme auf einen Versuch an, die angeätzten Bleche könnten das Lötzinn
annehmen. Die Federn brechen aber gern ab.

> - Öl/Fett/Wachs drauf?

Kontaktspray oder so was in der Art? Die meisten Öle/Fette/Wachse
isolieren bisweilen so gut, dass sie u.U. sogar die Flächenpressung in
Gewinden überstehen. Hatte ich bei einem Fahrrad: keine elektrische
Verbindung zwischen Rahmen und bombenfest damit vierfacht verschraubten
Gepäckträger. Der Beweis, dass Stahl ein Nichtleiter ist. ;-)

> - Nichts: Stell dich nicht so an, lass es einfach, und wenn es mal nimmer geht,
> die Batterien ein paarmal rein/raus/drehen und gut ist?

Bisher die Methode meiner Wahl: Batteriekammer mit Zahnbürste +
Glashaarpinsel reinigen und gut.

> (Galvanik, neue Kontakte schnitzen, Kontakte woanders ausbauen und anpassen,
> oder externes neues Fach sind mir schon zuviel Arbeit.)

ACK, meist lassen sich neue Teile schwer bis gar nicht einbauen, so
verbaut wie viele Billig"Technik" ist.
--


CU Chr. Maercker.

Matthias Weingart

unread,
Jun 23, 2016, 3:27:39 AM6/23/16
to
>> Also, was tun um das hinauszuzögern?

Conrad hat ein Vergoldungskit, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

M.
--

horejsi

unread,
Jun 23, 2016, 5:59:05 AM6/23/16
to
Am 23.06.2016 um 08:59 schrieb Thomas Prufer:

> - Nichts: Stell dich nicht so an, lass es einfach, und wenn es mal nimmer geht,
> die Batterien ein paarmal rein/raus/drehen und gut ist?
>
> (Galvanik, neue Kontakte schnitzen, Kontakte woanders ausbauen und anpassen,
> oder externes neues Fach sind mir schon zuviel Arbeit.)
>


An die neuen Alkalibatterien ein paar Drähte anlöten, ordentlich
verdrahten und sämtliche Zink-Kohle-Batterien, egal ob voll oder leer,
entsorgen.

Hans-Peter Diettrich

unread,
Jun 23, 2016, 7:34:58 AM6/23/16
to
Thomas Prufer schrieb:

> (Galvanik, neue Kontakte schnitzen, Kontakte woanders ausbauen und anpassen,
> oder externes neues Fach sind mir schon zuviel Arbeit.)

Vielleicht in Kupfersulfat tunken? Kai Neahnung, ob das in diesem Fall
funktioniert...

DoDi

Bernd Lauert

unread,
Jun 23, 2016, 8:16:27 AM6/23/16
to
Mir sind auch schon Alkaline-Batterien ausgelaufen.

Bernd Laengerich

unread,
Jun 23, 2016, 8:42:50 AM6/23/16
to
Am 23.06.2016 um 14:16 schrieb Bernd Lauert:

> Mir sind auch schon Alkaline-Batterien ausgelaufen.

Dito. Und die Batterie funktionierte noch im berühmten Conrad DCF-Modul,
obwohl da drin alles schon total grün war.

Bernd
--
Meine Glaskugel ist mir leider unvorhersehbarerweise vom Balkon gefallen.
P.Liedermann in defa

Hanno Foest

unread,
Jun 23, 2016, 9:11:51 AM6/23/16
to
Am 23.06.2016 08:59 schrieb Thomas Prufer:

> - Öl/Fett/Wachs drauf?

Ich würde Ballistol nehmen, das puffert basisch und konserviert Metalle
ganz gut.

Hanno

Joerg

unread,
Jun 23, 2016, 10:06:59 AM6/23/16
to
Da koennte Polfett oder Vaseline den Verfall hinauszoegern.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 23, 2016, 10:10:47 AM6/23/16
to
Am 23.06.2016 15:11, schrieb Hanno Foest:

> Ich würde Ballistol nehmen, das puffert basisch

Nützt gegen KOH nichts.


> und konserviert Metalle ganz gut.

Paraffinöl halt.


Gruß Dieter

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 23, 2016, 10:11:46 AM6/23/16
to
Am 23.06.2016 08:59, schrieb Thomas Prufer:

> Die Federn sind auch leicht angegriffen -- die Chromschicht ist stellenweise ab.
> Nach meiner Erfahrung korrodieren die Federn und das Blech nach einer
> ausgelaufenen Batterie viel schneller als im Neugerät.
>
> Also, was tun um das hinauszuzögern?

Batteriepolfett, aber welches mit Benzotriazol.


Gruß Dieter

Manuel Reimer

unread,
Jun 23, 2016, 11:05:14 AM6/23/16
to
On 06/23/2016 08:59 AM, Thomas Prufer wrote:
> In einem billigen (< 10 Eur) mobilen Gerät sind die Batterien (2 x Mignon in
> Serie) ausgelaufen. Ich hab aufgemacht, die Kontaktbleche (Messing?) aus dem
> Batteriefach ausgelötet und raus, die weißen und blauen Beläge mit der Bürste
> und Schmirgel runter, dazu mit Essigsäure blankgemacht.

Ich hätte sofort den Essig genommen.

Bei dem Zeugs, das aus Alkaline rausläuft, wirkt der echt Wunder. Egal
wie schlimm es zunächst aussieht: Im Essig kommt es sofort zu einer
heftigen Reaktion unter starker Blasenbildung und am Ende sind die
Kontakte nicht selten wie neu.

Ich hatte schon mal eine "supertolle" LED-Taschenlampe mit ausgelaufenen
Zellen von jemandem zum Reparieren bekommen. Ich habe die kleine
Platine, die komplett mit dem weißen Kristallzeug überzogen war, einfach
komplett in Essig eingelegt. Dann mit Seifenlauge und zuletzt mit viel
klarem Wasser gespült. Hat dann ausgesehen wie neu und ebensogut
funktioniert!

Mit mechanischen Mitteln rauhst du nur das Material auf und trägst
eventuell noch intakte Beschichtung hab. Das sollte immer nur das letzte
Mittel sein, wenn die Chemie nicht mehr hilft.

> - Verzinnen: Lötzinn auf Blech an den Kontaktstellen, evtl. auch die Feder-Enden
> mit Löthonig oder Kolophonium probieren?

Meiner Erfahrung nach bleibt etwas verzinntes nicht lange schön. Könnte
daran liegen, dass Zinn edler ist wie Eisen. Bei Einwirkung von
Feuchtigkeit wird sich also das Eisen auflösen, also rosten.

> - Öl/Fett/Wachs drauf?

Besser als nichts.

Gruß

Manuel

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 23, 2016, 12:03:31 PM6/23/16
to
On 06/23/2016 05:05 PM, Manuel Reimer wrote:
> On 06/23/2016 08:59 AM, Thomas Prufer wrote:
>> In einem billigen (< 10 Eur) mobilen Gerät sind die Batterien (2 x
>> Mignon in
>> Serie) ausgelaufen. Ich hab aufgemacht, die Kontaktbleche (Messing?)
>> aus dem
>> Batteriefach ausgelötet und raus, die weißen und blauen Beläge mit der
>> Bürste
>> und Schmirgel runter, dazu mit Essigsäure blankgemacht.
>
> Ich hätte sofort den Essig genommen.
>
> Bei dem Zeugs, das aus Alkaline rausläuft, wirkt der echt Wunder. Egal
> wie schlimm es zunächst aussieht: Im Essig kommt es sofort zu einer
> heftigen Reaktion unter starker Blasenbildung und am Ende sind die
> Kontakte nicht selten wie neu.

Klar, was da rauskommt ist eine Lauge, normalerweise Kalilauge, also KOH.

Gerrit



Dieter Wiedmann

unread,
Jun 23, 2016, 12:04:47 PM6/23/16
to
Und die reagiert mit dem CO_2 aus der Luft zu Kaliumcarbonat.


Gruß Dieter

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 23, 2016, 12:17:15 PM6/23/16
to
Aber nicht sofort und ausserdem gibt es da ein Gleichgewicht, es bleibt
immer KOH übrig und wenn dir so eine Batterie oder ein NiCd-Akku auf
einer Platine ausläuft hast du ziemlich schnell zerfressene Leiterbahnen.

Gerrit


gunther nanonüm

unread,
Jun 23, 2016, 12:30:50 PM6/23/16
to
"Bernd Lauert" schrieb im Newsbeitrag
news:576bd31a$0$55026$b1db1813$ca8b...@news.astraweb.com...

>> - Nichts: Stell dich nicht so an, lass es einfach, und wenn es mal
>> nimmer geht,
>> die Batterien ein paarmal rein/raus/drehen und gut ist?
>>
>> (Galvanik, neue Kontakte schnitzen, Kontakte woanders ausbauen und
>> anpassen, oder externes neues Fach sind mir schon zuviel Arbeit.)
>
> An die neuen Alkalibatterien ein paar Drähte anlöten, ordentlich
> verdrahten und sämtliche Zink-Kohle-Batterien, egal ob voll oder leer,
> entsorgen.

- Mir sind auch schon Alkaline-Batterien ausgelaufen.

Hi,
die Kontaktbronze oxidiert ohne Schutz. Und bröselt. Leitsilber könnte
helfen. oder selbstklebende Leitkupferfolie.
Alkalibatterien sind auslaufsicher, weil die alkalisch sind. Hence the name.
Da sifft Wasser, Kalilauge...Metalloxid. Das stört selten, schmutzt aber.
Grünspan bedeutet Schwefel (-säure), ergo Billigstbatterien ergo selber
schuld.

Wer sich mit dem Brennpeter auskennt, lötet versilberten Kupferdraht
halbseitig aufs Restblech. So ne Art Fragezeichen-Angelhaken rund um die
Kontaktfläche. Bloß nicht da, wo die Batterie anschlägt. Dazu ist meist
zuwenig Platz im Gefach. Den Draht dabei in die Lötstelle anstatt des alten
Blechs. Denn das wird genau am Übergang Lot/Siff demnächst abbröseln.
immerhin erhält der weiche Silberdraht so den Federeffekt. Kann sogar
Energie sparen, verringert den Kontaktwiderstand.
--
mfg,
guntHer

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 23, 2016, 12:59:11 PM6/23/16
to
Am 23.06.2016 18:17, schrieb Gerrit Heitsch:

>> Und die reagiert mit dem CO_2 aus der Luft zu Kaliumcarbonat.
>
> Aber nicht sofort

Das geht flott.


> und ausserdem gibt es da ein Gleichgewicht, es bleibt
> immer KOH übrig

Nö.


> und wenn dir so eine Batterie oder ein NiCd-Akku auf
> einer Platine ausläuft hast du ziemlich schnell zerfressene Leiterbahnen.

Dazu reicht K_2CO_3.



Gruß Dieter

Thomas Prufer

unread,
Jun 23, 2016, 1:25:03 PM6/23/16
to
On Thu, 23 Jun 2016 07:27:38 +0000 (UTC), Matthias Weingart
<mwn...@pentax.boerde.de> wrote:

>Conrad hat ein Vergoldungskit, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Weißichja, Galvanik hatte ich ja auch ausgeschlossen:-)

Ein Kollege hatte mal galvanisch Nickelschichten aufgebracht -- das war eine
ziemliche Hexenküche und etliches an "Lernkurve", bis das getaugt hat. Lockere,
bröselige Metallablagerungen schafft er leicht, aber eine feste, geschlossene
Schicht war nicht einfach...

Thomas Prufer

Thomas Prufer

unread,
Jun 23, 2016, 1:25:03 PM6/23/16
to
On Thu, 23 Jun 2016 09:21:13 +0200, "Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de>
wrote:

>Essig anschließend runtergewaschen und wie? Sonst ätzt der evtl. weiter,
>wie vorher die Batteriebrühe.

Ja, ging einfach, die Blechlein waren ja ausgebaut.


Thomas Prufer

Thomas Prufer

unread,
Jun 23, 2016, 1:25:03 PM6/23/16
to
On 23 Jun 2016 12:16:26 GMT, Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:

>Mir sind auch schon Alkaline-Batterien ausgelaufen.

War ja auch ziemlich sicher Alkali, was anderes kommt nicht ins Haus. Hier ist
vielleicht noch irgendwo eine Stabbatterie "Duplex" in Zink-Kohle, sonst alles
Alkali...

Wobei: die Hersteller-Originalbatterien könnten Zink-Kohle gewesen sein (aber
AFAIK kam das Dingens ohne Batterien an.)

Thomas Prufer

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 23, 2016, 1:26:54 PM6/23/16
to
On 06/23/2016 07:25 PM, Thomas Prufer wrote:
> On 23 Jun 2016 12:16:26 GMT, Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
>
>> Mir sind auch schon Alkaline-Batterien ausgelaufen.
>
> War ja auch ziemlich sicher Alkali, was anderes kommt nicht ins Haus.

Für Fernbedienungen sind die Zink-Kohle wegen geringerer Selbstentladung
eigentlich besser geeignet.

Gerrit


Thomas Prufer

unread,
Jun 24, 2016, 1:32:54 AM6/24/16
to
Ich hab die Blechlein mit weißem Lithiumfett eingesprüht, und dann festgelötet.
Durch das Erhitzen ist das Fett auch unter die Federn gelaufen.

Die Entscheidung für Litiumfettspray ist einfach und nachvollziehbar: die
Spraydose stand auf der Werkbank am nächsten...

Wenn das nicht hält, nehm ich den Plan B, der mir auch gut gefiel, weil billig,
dauerhaft, und mit Bordmittel zu bewältigen: Zellen direkt anlöten, basta.


Thomas Prufer

Chr. Maercker

unread,
Jun 24, 2016, 2:57:21 AM6/24/16
to
Thomas Prufer wrote:
> Ja, ging einfach, die Blechlein waren ja ausgebaut.

Achso, dann ja. Gewöhnlich ist der Ausbau der Blechlein alles andere als
einfach bis (absichtlich) unmöglich.
--


CU Chr. Maercker.

Chr. Maercker

unread,
Jun 24, 2016, 2:59:33 AM6/24/16
to
Joerg wrote:
> Da koennte Polfett oder Vaseline den Verfall hinauszoegern.

Ist Vaseline leitfähig? Selbst ein paar mV können bei Batteriegeräten ja
schon entscheidend sein.
--


CU Chr. Maercker.

Matthias Weingart

unread,
Jun 24, 2016, 7:07:04 AM6/24/16
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de>:

> Joerg wrote:
>> Da koennte Polfett oder Vaseline den Verfall hinauszoegern.
>
> Ist Vaseline leitfähig? Selbst ein paar mV können bei Batteriegeräten ja
> schon entscheidend sein.

Die wird doch weggedrückt und sorgt an den Stellen, die sie bedeckt, dafür,
dass die Korrosion gering bleibt. Prinzip Polfett beim Autoakku.

M.
--

Joerg

unread,
Jun 24, 2016, 10:33:58 AM6/24/16
to
So isses. Sie soll nur verhindern, dass zu viel Luft an die
Kontaktstelle kommt.

Daher findet man dieses Fett auch auf den Schleifbahnen der Drehschalter
von Vielfachmessgeraeten. Selbst in den $5 Varianten vom Chinamann, was
mich echt erstaunte.

Nach dem Einsetzen der Batterien kann es gut sein, die ein wenig anzudrehen.

horejsi

unread,
Jun 24, 2016, 4:33:16 PM6/24/16
to
Ich denke, es geht dabei nicht um die Leitfähigkeit, sondern um die
Isolierfähigkeit, also um Kriechströme, die bei Batteriebetrieb nerven
könnten.

gunther nanonüm

unread,
Jun 24, 2016, 6:21:19 PM6/24/16
to
"Karl Davis" schrieb im Newsbeitrag news:nkk0ff$juj$1...@dserver.dnetz...

gunther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote:
> Alkalibatterien sind auslaufsicher, weil die alkalisch sind. Hence the
> name.

Frag' mal, ob sie dich bei Duracell anstellen, damit du das den
Batterien erzählen kannst. Keine Sorte Batterie ist bei mir so oft
ausgelaufen wie die "Duracell Procell".

Hi,
sicher beim auslaufen. Alkali korrodiert nix, bildet nur weiße Krusten.
Konstruktionsbedingt "unmöglich auslaufend" ist eine "Trockenbatterie" nicht
zu bauen. Man hat zwei verschiedene Metalle nichtleitend druckfest zu
verbinden...technisch anspruchsvoll. Selbst Militärzellen sind ein
Würgaround, um die eigentliche Zelle klemmt eine Papierhülle als Reservoir.
Durch Knallgasbildung bei Fehlladung könnten wasserhaltige Zellen genau wie
Elkos gefährliche Drücke aufbauen. Durch Sollbruchstellen beim Elko und dank
erheblich größerer Ventilkaliber selbstwiederdichtende Zellsiegel bei
Batteriebechern wird solches verhindert. Zink-Schwefelsäure-Zellen
korrodieren oft innen im Becher, etwa am durchs Tiefziehen kristallin
überstreckten Topfboden. Dagegen gasen Alkali am Pluspol. Wer das weiß und
vorsorgen will, steckt z.B. Papierringe dorthin. Historisch taten das z.B.
frühe "Taschenradio-Japaner", damals, als Mittelwelle modern war. Die
Batteriefächer hatten oft Papiereinlagen oder Kartonagetrennwände.

Bei mir ist auch schon jede Marke ausgelaufen. Die selige Daimon aber nur
einmal, trotz exzessivem Verbrauch. Das waren noch Batterien.


--
mfg,
guntHer

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 24, 2016, 6:32:34 PM6/24/16
to
On 06/25/2016 12:21 AM, gunther nanonüm wrote:
> "Karl Davis" schrieb im Newsbeitrag news:nkk0ff$juj$1...@dserver.dnetz...
>
> gunther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote:
>> Alkalibatterien sind auslaufsicher, weil die alkalisch sind. Hence the
>> name.
>
> Frag' mal, ob sie dich bei Duracell anstellen, damit du das den
> Batterien erzählen kannst. Keine Sorte Batterie ist bei mir so oft
> ausgelaufen wie die "Duracell Procell".
>
> Hi,
> sicher beim auslaufen. Alkali korrodiert nix, bildet nur weiße Krusten.

Je nachdem wo das Zeug hinläuft sieht das in der Realität anders aus.
Eine Platine mag das auslaufende Zeug ganz und gar nicht und die
typischen Federn in einer Batteriehalterung zerbröseln dir auch nach
einer Weile wenn du es zu spät merkst.

Gerrit


Chr. Maercker

unread,
Jun 27, 2016, 3:53:02 AM6/27/16
to
Matthias Weingart wrote:
> Die wird doch weggedrückt und sorgt an den Stellen, die sie bedeckt, dafür,
> dass die Korrosion gering bleibt. Prinzip Polfett beim Autoakku.

Bei Polfett war ich mir nicht sicher, ob es Substanzen enthält, die es
leitfähig machen. Sonst könnte man doch beinahe x-beliebiges Schmierfett
nehmen, oder? Bei x-beliebigem Schmierfett habe ich wiederum Fälle
erlebt, wo selbst die Flächenpressung von Schrauben nicht ausreicht, um
eine leitfähige Verbindung zwischen zwei Stahlteilen herzustellen:
Gepäckträger von Fahrrädern.
--


CU Chr. Maercker.

Chr. Maercker

unread,
Jun 27, 2016, 3:55:02 AM6/27/16
to
horejsi wrote:
> Ich denke, es geht dabei nicht um die Leitfähigkeit, sondern um die
> Isolierfähigkeit, also um Kriechströme, die bei Batteriebetrieb nerven
> könnten.

In meinem Fall hat sehr wahrscheinlich Schmierfett in Schraubengewinden
für eine unglaublich perfekte Isolierung gesorgt. Mit 100V wär das nicht
passiert, aber mit fahrradüblichen 6V.
--


CU Chr. Maercker.

Matthias Weingart

unread,
Jun 27, 2016, 4:04:01 AM6/27/16
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de>:
Klingt danach, das da eher eloxiertes Alu das Problem war und das
Schmiermittel das Ankratzen der harten nichtleitenden Aluoberfläche
verhindert hat.

M.
--

Olaf Kaluza

unread,
Jun 27, 2016, 4:29:59 AM6/27/16
to
Chr. Maercker <Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:

>Bei Polfett war ich mir nicht sicher, ob es Substanzen enthält, die es
>leitfähig machen.

Das ist gewiss nicht der Fall. Selbst wenn das Polfett nur 0.1Ohm
haette wuerde dein Auto nicht anspringen weil beim Anlassen zuviel
Spannung abfallen wuerde. Das Fett wird also einfach weggedrueckt.

>Sonst könnte man doch beinahe x-beliebiges Schmierfett
>nehmen, oder? Bei x-beliebigem Schmierfett habe ich wiederum Fälle

Auf keinen Fall. Bei Schmierfett handelt es sich im Prinzip um Oel das
man verseift hat. Diese Verseifung wird aber durch Saeure
zerstoert. Es fliesst dann einfach davon.
Es gibt aber extra saeurefeste Fette und dazu wird Polfett gehoeren.

Olaf

Chr. Maercker

unread,
Jun 27, 2016, 11:09:46 AM6/27/16
to
Matthias Weingart wrote:
> "Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de>:
>> Bei Polfett war ich mir nicht sicher, ob es Substanzen enthält, die es
>> leitfähig machen. Sonst könnte man doch beinahe x-beliebiges Schmierfett
>> nehmen, oder? Bei x-beliebigem Schmierfett habe ich wiederum Fälle
>> erlebt, wo selbst die Flächenpressung von Schrauben nicht ausreicht, um
>> eine leitfähige Verbindung zwischen zwei Stahlteilen herzustellen:
>> Gepäckträger von Fahrrädern.

> Klingt danach, das da eher eloxiertes Alu das Problem war und das
> Schmiermittel das Ankratzen der harten nichtleitenden Aluoberfläche
> verhindert hat.

Nope, Stahlrahmen + Gebäckträger aus gleichem Material. Und kein Rost zu
sehen.
--


CU Chr. Maercker.

Chr. Maercker

unread,
Jun 27, 2016, 11:13:56 AM6/27/16
to
Olaf Kaluza wrote:
> Das ist gewiss nicht der Fall. Selbst wenn das Polfett nur 0.1Ohm
> haette wuerde dein Auto nicht anspringen weil beim Anlassen zuviel
> Spannung abfallen wuerde. Das Fett wird also einfach weggedrueckt.

Sollte man bei solchen Kräften auch annehmen. Wobei manche Öle/Fette
eigens für hohe Flächenpressung ausgelegt werden, damit so was nicht
passiert, z.B. Motorenöl oder Kettenfett für Fahrräder.

> Auf keinen Fall. Bei Schmierfett handelt es sich im Prinzip um Oel das
> man verseift hat. Diese Verseifung wird aber durch Saeure
> zerstoert. Es fliesst dann einfach davon.

Hm, aus dem Chemieunterricht habe ich in Erinnerung, Schmierfette wären
einfach eine andere Fraktion als die Öle bei der Erdöldestillation, also
langkettigere Kohlenwasserstoffe als Benzin oder Öle.

> Es gibt aber extra saeurefeste Fette und dazu wird Polfett gehoeren.

Gut das wäre ein Alleinstellungsmerkmal.
--


CU Chr. Maercker.

Rolf Bombach

unread,
Aug 8, 2016, 3:37:21 PM8/8/16
to
Chr. Maercker schrieb:
> Olaf Kaluza wrote:
>> Das ist gewiss nicht der Fall. Selbst wenn das Polfett nur 0.1Ohm
>> haette wuerde dein Auto nicht anspringen weil beim Anlassen zuviel
>> Spannung abfallen wuerde. Das Fett wird also einfach weggedrueckt.
>
> Sollte man bei solchen Kräften auch annehmen. Wobei manche Öle/Fette
> eigens für hohe Flächenpressung ausgelegt werden, damit so was nicht
> passiert, z.B. Motorenöl oder Kettenfett für Fahrräder.
>
>> Auf keinen Fall. Bei Schmierfett handelt es sich im Prinzip um Oel das
>> man verseift hat. Diese Verseifung wird aber durch Saeure
>> zerstoert. Es fliesst dann einfach davon.
>
> Hm, aus dem Chemieunterricht habe ich in Erinnerung, Schmierfette wären
> einfach eine andere Fraktion als die Öle bei der Erdöldestillation, also
> langkettigere Kohlenwasserstoffe als Benzin oder Öle.

Schmierfett existiert nicht als Reinsubstanz.
Es gibt inerte Fette wie Vaseline, das ist so was zwischen Paraffinöl
und Paraffinwachs, aber die schmiert nicht richtig.
Und dann gibt es Schmierfette, die im Wesentlichen aus Schmieröl bestehen
plus ca. 10% Verdicker. Diese Verdicker sind die oben genannte Seifen,
typischerweise Napalm oder Lithiumstearat oder was gerade Mode ist.
Plus Additive für oder gegen was auch immer, alkalische Reserve...

Irgendwie kann man also schon Horrorszenarien konstruieren, wo Schmierfett
eine gewisse Ionenleitfähigkeit aufweist. Halte ich aber für praxisfern.

--
mfg Rolf Bombach

Dieter Wiedmann

unread,
Aug 8, 2016, 3:54:38 PM8/8/16
to
Am 08.08.2016 um 21:51 schrieb Andreas Neumann:
> Rolf Bombach wrote:
>
>> Und dann gibt es Schmierfette, die im Wesentlichen aus Schmieröl bestehen
>> plus ca. 10% Verdicker. Diese Verdicker sind die oben genannte Seifen,
>> typischerweise Napalm
>
> Soso.

Aber sicher doch.


Gruß Dieter


horst-d.winzler

unread,
Aug 8, 2016, 11:14:39 PM8/8/16
to
Am 08.08.2016 um 21:51 schrieb Andreas Neumann:
> Rolf Bombach wrote:
>
>> Und dann gibt es Schmierfette, die im Wesentlichen aus Schmieröl bestehen
>> plus ca. 10% Verdicker. Diese Verdicker sind die oben genannte Seifen,
>> typischerweise Napalm
>
> Soso.
>

Es gibbet auch das hervorragende Schmiermittel namens Geld.

--
---hdw---
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