Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Mal wieder: Labornetzgerät

835 views
Skip to first unread message

Martin Jangowski

unread,
Dec 8, 2008, 7:44:08 AM12/8/08
to
Hallo Gemeinde,

das Weihnachtsgeld drückt, die SWMBO hat allergnädigste Zustimmung
signalisiert und auf meinem Labortisch ist noch Platz: ein
Labornetzgerät muss her. So etwa 2 x 30V/2-3A wäre nett,
längsgeregelt und in einem Bereich (nix umschaltbar im
Spannungsbereich). Ausserdem sollten Serviceunterlagen
(auch gegen bares) zu kriegen sein. Das ganze darf schon bisschen
was kosten (soll ja eine Investition sein), aber doch noch
im Rahmen bleiben.

Nach dem Studium diverser Firmenhomepages, den Katalogen von
Elektronikversendern sowie intensiver Recherche via Google Groups
bin ich etwa so schlau wie vorher. Es gibt da wohl neues von
etablierten Herstellern mit klingenden Namen (und leider
vierstelligen Anschaffungspreisen), dasselbe in alt von Singer &Co,
vielesvieles aus China von diversen Versandhändlern und
unüberschaubares in der Bucht.

Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen
Geräten im genannten Leistungsumfang?

Martin

MaWin

unread,
Dec 8, 2008, 7:57:10 AM12/8/08
to
"Martin Jangowski" <ma...@dwf.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ghj4qo$1jtg$1...@news.jangowski.de...

> Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen
> Geräten im genannten Leistungsumfang?


Siehe
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
F.9.1. Labornetzteile

Da du keine besonderen Anforderungen nennst, tut es ein billiges,
wie hier genannt:

* vom polligen Grabbeltisch: HY 3003 D-3 = DF-1731 SB3A (Bestnr.350 141) -->
169 EUR
* beim blauen Klaus: VLP-2403 (Bestnr. 511405) --> 225 EUR
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511405-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_2403.pdf
* bei der begeisterten Angelika: PEAKTECH 6050 --> 341 EUR
* beim blaugelben B: Statron 2225.2 (24 K 7048) --> 278 EUR
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Alexander Dörr

unread,
Dec 8, 2008, 8:30:56 AM12/8/08
to
Martin Jangowski schrieb:

[2 x 30V/2-3A]


> Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen
> Geräten im genannten Leistungsumfang?

ich habe das von MaWin genannte Netzteil von Pollin seit mehreren Jahren
im Einsatz und kann es nur empfehlen. Für etwas mehr Strom habe ich auch
schon öfter mal die Parallel-Funktion benutzt und das Netzteil über
längere Zeit schwitzen lassen. Auch das hat es immer klaglos überstanden.

Service-Unterlagen gibt es meines Wissens nach nicht, aber so wie es
aussieht, ist da die Applikationsschaltung des LM723 von 1975 drin :-)

Seit die Voltcraft-Netzteile hellgrau sind, haben sie in der
Verarbeitungsqualität schwer nachgelassen. Die alten schwarzen von
Statron waren elektrisch und mechanisch unverwüstlich. So ein graues
Netzteil habe ich schon mal mit total verbogen gesehen, weil der
Transformator beim Versand das Bodenblech zerknüllt hat.

Gruß,
Alexander

Marte Schwarz

unread,
Dec 8, 2008, 8:33:26 AM12/8/08
to
Hallo

> * vom polligen Grabbeltisch: HY 3003 D-3 = DF-1731 SB3A (Bestnr.350
> 141) --> 169 EUR

oder von Eay z.B. dieses hier, Mit kleinen Einschränkungen (z.B. dass man
tunlichst die Taste "Output" nie löst, weil ansonsten ein kurzer
Überspannungspeak böse Folgen haben könnte) ist das Teil seit Jahren
bewährt. Allerdings bisher noch nie nie im Dauerstresstest.

Marte


Marte Schwarz

unread,
Dec 8, 2008, 8:34:41 AM12/8/08
to

Hi,

> oder von Eay z.B. dieses hier,

360094735752

Joerg

unread,
Dec 8, 2008, 11:20:02 AM12/8/08
to
MaWin wrote:
> "Martin Jangowski" <ma...@dwf.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ghj4qo$1jtg$1...@news.jangowski.de...
>
>> Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen
>> Geräten im genannten Leistungsumfang?
>
>
> Siehe
> de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
> F.9.1. Labornetzteile
>
> Da du keine besonderen Anforderungen nennst, tut es ein billiges,
> wie hier genannt:
>
> * vom polligen Grabbeltisch: HY 3003 D-3 = DF-1731 SB3A (Bestnr.350 141) -->
> 169 EUR
> * beim blauen Klaus: VLP-2403 (Bestnr. 511405) --> 225 EUR
> http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511405-sp-01-en-Labornetzteil_VLP_2403.pdf
> * bei der begeisterten Angelika: PEAKTECH 6050 --> 341 EUR
> * beim blaugelben B: Statron 2225.2 (24 K 7048) --> 278 EUR


Instek soll auch ganz gut sein. Nicht weil ich von denen ein (gutes)
Scope habe, sondern weil ein Kunde darauf hin Dutzende Netzteile von
denen fuer den Endtest kaufte. Die werden dort ziemlich im Dauerbetreib
gequaelt und das fluppt. Der gegenueber "einschlaegigen" Anbietern
gesparte Betrag haette locker fuer einen gebrauchten Porsche gereicht,
meinten sie.

Ein andere Kunde besorgte einige von diesen:

http://www.lascarelectronics.com/temperaturedatalogger.php?datalogger=125

Aber Achtung Analogbastler, das sind Schaltnetzteile. Das
Gehaeuse-Design ist <ahem, huestel> ein wenig gewoehnungsbeduerftig,
doch der Preis ist schon gut.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Dirk Ruth

unread,
Dec 8, 2008, 12:04:33 PM12/8/08
to
Marte Schwarzschrieb:

Ich hab so ein Teil hier und würde es mir nicht wieder kaufen.
Ich finde die Bedienung dieses 4fach Netzteiles einfach viel zu
unübersichtlich.

MfG
Dirk

Dirk Ruth

unread,
Dec 8, 2008, 12:23:30 PM12/8/08
to
Joergschrieb:
"

>
>Instek soll auch ganz gut sein. Nicht weil ich von denen ein (gutes)
>Scope habe, sondern weil ein Kunde darauf hin Dutzende Netzteile von
>denen fuer den Endtest kaufte. Die werden dort ziemlich im Dauerbetreib
>gequaelt und das fluppt. Der gegenueber "einschlaegigen" Anbietern
>gesparte Betrag haette locker fuer einen gebrauchten Porsche gereicht,
>meinten sie.
>
>Ein andere Kunde besorgte einige von diesen:
>
>http://www.lascarelectronics.com/temperaturedatalogger.php?datalogger=125
>
>Aber Achtung Analogbastler, das sind Schaltnetzteile. Das
>Gehaeuse-Design ist <ahem, huestel> ein wenig gewoehnungsbeduerftig,
>doch der Preis ist schon gut.

Simples Spannungspoti - also ca 10° = 1V; Umin = 1,5V.
Keine Einstellmöglichkeit für den Strom.

Damit kann er nichtmal eine LED anschließen.
Scheint mir als Labornetzteil nicht so gut geeignet.
Aber billig ist es wirklich.

MfG
Dirk

Joerg

unread,
Dec 8, 2008, 12:43:34 PM12/8/08
to
Dirk Ruth wrote:
> Joergschrieb:
> "
>
>> Instek soll auch ganz gut sein. Nicht weil ich von denen ein (gutes)
>> Scope habe, sondern weil ein Kunde darauf hin Dutzende Netzteile von
>> denen fuer den Endtest kaufte. Die werden dort ziemlich im Dauerbetreib
>> gequaelt und das fluppt. Der gegenueber "einschlaegigen" Anbietern
>> gesparte Betrag haette locker fuer einen gebrauchten Porsche gereicht,
>> meinten sie.
>>
>> Ein andere Kunde besorgte einige von diesen:
>>
>> http://www.lascarelectronics.com/temperaturedatalogger.php?datalogger=125
>>
>> Aber Achtung Analogbastler, das sind Schaltnetzteile. Das
>> Gehaeuse-Design ist <ahem, huestel> ein wenig gewoehnungsbeduerftig,
>> doch der Preis ist schon gut.
>
> Simples Spannungspoti - also ca 10° = 1V; Umin = 1,5V.
> Keine Einstellmöglichkeit für den Strom.
>

Haben die meisten Labornetztteile hier und bei meinen Kunden auch nicht.


> Damit kann er nichtmal eine LED anschließen.


Dafuer gibbet eine wonderbare Erfindung: Den Widerstand :-)


> Scheint mir als Labornetzteil nicht so gut geeignet.
> Aber billig ist es wirklich.
>

Damit haben wir in Los Angeles schon so manches Design aus der Taufe
gehoben, weil ich meine Netzteile nicht im Flugzeug mitnehmen kann.
Jedenfalls sind sie zu schwer fuer das Bordgepaeck.

Michael Baron

unread,
Dec 8, 2008, 1:06:10 PM12/8/08
to
Martin Jangowski schrieb:

> Hallo Gemeinde,
>
> das Weihnachtsgeld drückt, die SWMBO hat allergnädigste Zustimmung
> signalisiert und auf meinem Labortisch ist noch Platz: ein
> Labornetzgerät muss her. So etwa 2 x 30V/2-3A wäre nett,
> längsgeregelt und in einem Bereich (nix umschaltbar im
> Spannungsbereich). Ausserdem sollten Serviceunterlagen
> (auch gegen bares) zu kriegen sein. Das ganze darf schon bisschen
> was kosten (soll ja eine Investition sein), aber doch noch
> im Rahmen bleiben.
>

> Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen


> Geräten im genannten Leistungsumfang?
>
> Martin

Ich habe das VLP-2403 nagelneu bei Ebay erstanden.
Für die viele Anwendungen ok - und bei mir völlig ausreichend.
Gibt es momentan für 170,- unter: Artikelnummer 120346053453

Gruss Micha

PS. Ob Du es kaufst oder nicht - ich habe nichts davon ;-)

Message has been deleted

Joerg

unread,
Dec 8, 2008, 2:17:46 PM12/8/08
to
Rolf_Bombach wrote:
> Dirk Ruth schrieb:

>>
>> Simples Spannungspoti - also ca 10° = 1V; Umin = 1,5V.
>> Keine Einstellmöglichkeit für den Strom.
>>
>> Damit kann er nichtmal eine LED anschließen.
>> Scheint mir als Labornetzteil nicht so gut geeignet. Aber billig ist
>> es wirklich.
>
> Hab ein ähnliches für bis 15V. Wird für Lämpchen
> im Praktikum gebraucht. Alle LED haben dort von
> mir einen Vorwiderstand verpasst gekriegt, so
> ungefähr für 20-25mA bei 15V input. Und eine
> (anti-)Paralleldiode.
> Warum sollte ich was teureres nehmen. Kleine
> Labornetzgeräte haben hier einen beängstigenden
> Dampfdruck.
>

Das kann bei Praktika ein Problem solcher Mini-Geraete sein. Man muss
sie irgendwie am Tisch festschrauben ...

Hint: Es ist ungeheuer foerdernd fuer Studenten, wenn ein Institut mal
eine Sammelbestellung solcher Dinger organisiert. Zumindest zu meiner
Zeit waren Frachtkosten ab England oder USA eine echte finanzielle
Huerde. Ich hatte mich allerdings meist bei den Sammelbestellungen fuer
HF-Transistoren drangehaengt, denn Trafos fuer Labornetzteile gab es
damals bei jedem Sperrmuell umsonst.

Michael Baron

unread,
Dec 8, 2008, 3:02:53 PM12/8/08
to
Martin Jangowski schrieb:

> Hallo Gemeinde,
>
> das Weihnachtsgeld drückt, die SWMBO hat allergnädigste Zustimmung
> signalisiert und auf meinem Labortisch ist noch Platz: ein
> Labornetzgerät muss her. So etwa 2 x 30V/2-3A wäre nett,
> längsgeregelt und in einem Bereich (nix umschaltbar im
> Spannungsbereich). Ausserdem sollten Serviceunterlagen
> (auch gegen bares) zu kriegen sein. Das ganze darf schon bisschen
> was kosten (soll ja eine Investition sein), aber doch noch
> im Rahmen bleiben.

>

> Gibt es hier (eigene, praktische!) Erfahrungen mit irgendwelchen
> Geräten im genannten Leistungsumfang?
>
> Martin

Ich habe das VLP-2403 nagelneu bei Ebay erstanden.
Für viele Anwendungen ok - und bei mir völlig ausreichend.

Dirk Ruth

unread,
Dec 8, 2008, 6:17:18 PM12/8/08
to
Joergschrieb:
"
>Dirk Ruth wrote:

>> Simples Spannungspoti - also ca 10° = 1V; Umin = 1,5V.
>> Keine Einstellmöglichkeit für den Strom.
>>
>
>Haben die meisten Labornetztteile hier und bei meinen Kunden auch nicht.
>
>
>> Damit kann er nichtmal eine LED anschließen.
>
>
>Dafuer gibbet eine wonderbare Erfindung: Den Widerstand :-)
>

Ja natürlich, irgendwie geht es immer. Und mit dem passenden
Kondensator und einer Diode geht es dann noch günstiger direkt an
230V. ;-)

>
>> Scheint mir als Labornetzteil nicht so gut geeignet.
>> Aber billig ist es wirklich.
>>
>
>Damit haben wir in Los Angeles schon so manches Design aus der Taufe
>gehoben, weil ich meine Netzteile nicht im Flugzeug mitnehmen kann.
>Jedenfalls sind sie zu schwer fuer das Bordgepaeck.

Richtiges Eisen ist ebend durch nichts zu ersetzen. Leider treibt das
die Versandkosten selbt mit USPS in unerschwingliche Höhen, so dass
die guten HP-Netzteile bei Ebay-USA sich für Deutschland nicht mehr
lohnen.
Ich persöhnlich bevorzuge ja eher etwas mit GPIB und externen
Sense-Anschlüssen für ein Labornetzteil. Nett sind auch die BOP-Teile
von Kepco. Konnte da mal günstig ein defektes BOP 50-8M bei Ebay-USA
bekommen. Aber die Versandkosten waren dann doppelt so hoch, wie der
Auktionpreis. War halt eine Anschaffung für Leben.
Die Teile sind wirklich beindruckend und m.W. recht einzigartig.

MfG
Dirk

Dirk Ruth

unread,
Dec 8, 2008, 6:35:29 PM12/8/08
to
Michael Baronschrieb:


Nee das will er nicht. Das schaltet intern die Spannungen um.
Relais sind wohl billiger als Kühlkörper.
Und so freut man sich dann immer über das Relais geklapper, wenn man
das Ding mal als Stromquelle verwenden will.
Ist halt nur Heimwerkerqualität.

Der Stromlaufplan ist auch der selbe wie eh und je, nur das Gehäuse
ist ein bischen aufgehübscht.

MfG
Dirk

Marte Schwarz

unread,
Dec 9, 2008, 3:38:43 AM12/9/08
to
Hi Dirk,

Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Gut, man hat nur 4 Anzeigen für die 4
Kanäle und muss daher gelegentlich umschalten, ausserdem haben "nur" die
beiden kräftigen Kanäle auch eine einstellbare Strombegrenzung. Was ist
daran kompliziert? Dazu eine einfache Möglichkeit die beiden kräftigen
Kanäle zu koppeln und eine mit anständig Leistung zu machen - gut, hab ich
noch nie gebraucht - find ich doch eher komfort als kompliziert.

Ich find das Teil nach wie vor richtig viel Netzteil fürs Geld

Marte


Marte Schwarz

unread,
Dec 9, 2008, 3:44:12 AM12/9/08
to
Hi Dirk,

> Nee das will er nicht. Das schaltet intern die Spannungen um.
> Relais sind wohl billiger als Kühlkörper.

Was auch gut so ist.

> Und so freut man sich dann immer über das Relais geklapper, wenn man
> das Ding mal als Stromquelle verwenden will.

in der regel einmal am einstellen, und beim Akkuladen gelegentlich, wenn man
Bleiakkus läd.

> Ist halt nur Heimwerkerqualität.

Wenn das für Dich das Kriterium ist.


Marte


Martin Jangowski

unread,
Dec 9, 2008, 6:32:25 AM12/9/08
to
Hallo Gemeinde,

Danke für die hilfreichen Erläuterungen. Pollin hat gerade
bisschen Umsatz gemacht, schau'n wir mal.


Martin

Heinz Schmitz

unread,
Dec 9, 2008, 7:17:34 AM12/9/08
to
Joerg wrote:

>> Warum sollte ich was teureres nehmen. Kleine
>> Labornetzgeräte haben hier einen beängstigenden
>> Dampfdruck.

>Das kann bei Praktika ein Problem solcher Mini-Geraete sein. Man muss
>sie irgendwie am Tisch festschrauben ...

HP hatte damals bei Firmenkunden das gleiche Problem mit den HP67.
Man hat das sehr umsatzfördernd gelöst, indem gegen wesentlich mehr
Geld der HP97 angeboten wurde - gleiches Gerät, nur zusätzlich kleiner
Drucker drin. Konnte nicht mehr so leicht unbemerkt am Pförtner vorbei
rausgetragen werden.

Grüße,
H.

Alexander Dörr

unread,
Dec 9, 2008, 8:30:10 AM12/9/08
to
Heinz Schmitz schrieb:

außerdem hatte der HP97 auf der Unterseite eine Öse, die man
herausziehen konnte, um daran ein Stahlseil mit Vorhängeschloss
anzubringen. Ich glaube sogar, das wurde von HP als Zubehör zum HP97
verkauft.

Gruß,
Alexander

Olaf Schultz

unread,
Dec 9, 2008, 8:30:49 AM12/9/08
to
Dirk Ruth wrote:

...


> Richtiges Eisen ist ebend durch nichts zu ersetzen.
> Leider treibt das die Versandkosten selbt mit USPS in
> unerschwingliche Höhen, so dass die guten HP-Netzteile
> bei Ebay-USA sich für Deutschland nicht mehr lohnen.
> Ich persöhnlich bevorzuge ja eher etwas mit GPIB und
> externen Sense-Anschlüssen für ein Labornetzteil.

Ich sach ja: 66332A (mir fehlt das zweite)...gleichzeitig
eine gute Senke...und von der Genauigkeit durchaus an
das GMC29s heranreichend...lediglich der schnelle
zugriff auf die Drehknöpfe fehlt. Dafür sind in der
Frontplatte hinter der Folie sechs Bohhrungen mit 19 mm
Abstand, bei mir inziwschen gefüllt:-)

Leider ist der Trafobrumm lauter als beim eh schon lauten
Hameg 7042:-(

Viele Grüße,

Olaf
--
Olaf Schultz

Dirk Ruth

unread,
Dec 9, 2008, 8:34:37 AM12/9/08
to
Marte Schwarzschrieb:

Ja ist viel Netzteil fürs Geld. M.E. zu viel. Ich muss immer erst
schauen, welcher Regler und welche Anzeige zu welchen Buchsenpaar
gehören und was gerade wie geschaltet ist.
Hab hier noch ein altes Digi 35 stehen (Neuauflage heute Digi 35A für
200$ ;-( ), das kann ich völlig blind bedienen.


Ich wünsch mir immer noch ein Netzteil mit 2 großen Analoganzeigen mit
jeweils einer kleinen Digitalanzeige in der Mitte der Analogscale für
Strom und Spannung. Dazu Grob- und Feineinstellung für Strom und
Spannung jeweils über Doppelpoti, aber kein Poti, sondern rastende
Drehimpulsgeber (1V-Schritte grob, 10mV-Schritte fein, 100mA-Schritte
grob, 1mA-Schritte fein), dazu herausgeführte Sense Anschlüsse und
Steuerung über GPIB, USB und extern analog.

Fals sowas schon mal jemand gesehen hat ...


MfG
Dirk

Frank Scheffski

unread,
Dec 9, 2008, 3:26:32 PM12/9/08
to
Olaf Schultz schrieb:


>Leider ist der Trafobrumm lauter als beim eh schon lauten
> Hameg 7042:-(

Der geht aber nach kurzer Zeit im Lüftergetöse unter :-((

Schade eigentlich...


Frank

Michael Baron

unread,
Dec 10, 2008, 3:16:45 AM12/10/08
to
Dirk Ruth schrieb:
> Michael Baron schrieb:

>
>> Martin Jangowski schrieb:
>>> Hallo Gemeinde,
>>>
>>> (nix umschaltbar im Spannungsbereich)!!!!!!!!!!
>>> Martin

>> Ich habe das VLP-2403 nagelneu bei Ebay erstanden.
>> Für viele Anwendungen ok - und bei mir völlig ausreichend.

>> Gruss Micha


> Nee das will er nicht. Das schaltet intern die Spannungen um.
> Relais sind wohl billiger als Kühlkörper.
> Und so freut man sich dann immer über das Relais geklapper, wenn man
> das Ding mal als Stromquelle verwenden will.
> Ist halt nur Heimwerkerqualität.

> Dirk

Sorry,
die Einschränkung vom Eingangsthread hatte ich überlesen.

Gruss Micha

Olaf Schultz

unread,
Dec 10, 2008, 11:15:51 AM12/10/08
to
Frank Scheffski wrote:

Dem des 66332A? ja! Habe leider keinen leiseren Ersatz
für den Uralt-Papst mit gleichem Luftdurchsatz gefunden,
der mit den Spannungen, in dem Bereich das 66332A den
ansteuert zurandekommt.

Aber der Lüfter des 7042 läuft hier extrem selten. Ich
würde sagen, die letzten sechs Jahre hab ich den einmal
gehört. Und dabei läuft das Gerät häufig 24 Stunden und
mehr durch. Allerdings dann selten über 0,5 A.

Viele Grüße,

Olaf

PS: Was Labornetzgeräte IMHO unbedingt haben sollten:
aktiv leuchtende Anzeigen aus weitem Winkel
ablesbar..also LED oder Floureszens! Gut zur Überwachung
auch von der Seite.

--
Olaf Schultz

Joerg

unread,
Dec 10, 2008, 11:42:35 AM12/10/08
to

Womit wir wieder bei den guten alten Zeigern waeren :-)

Die drei Russki-Netzteile hier haben das noch. Handtellergrosse
quadratische Drehspulanzeigen. Na'sdarovje ...

Dirk Ruth

unread,
Dec 10, 2008, 2:26:58 PM12/10/08
to
Joergschrieb:

Ja am besten richtig schöne große Anzeigen, wie sie HP z.B. hier
verbaut hat
http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Hewlett_Packard/HP_meter/HP419A.htm
und in der Mitte eine Digitalanzeige wie in
http://www.chauvin-arnoux.at/seiten/ca5011.html .
Am besten zwei Anzeigen übereinander für Soll- und Istwert. Ordentlich
beleuchtet, dass die Ziffern hell Leuchten. Die Istwertbeleuchtung
dann zweifarbig, damit man sofert sieht, ob der Strom- oder der
Spannungsregler aktiv ist ...

Gibt es aber leider alles nicht.

Dirk

Joerg

unread,
Dec 10, 2008, 2:41:17 PM12/10/08
to

Marktluecke erkannt? Na denn, schoenes TFT besorgen, einen uC, und dann
loslegen :-)

Das TFT am Scope hier ist im nicht heruntergedrehten Zustand beinahe
unangenehm hell. "Sage mal, warum leuchtet das ganze Laborfenster
dahinten denn so blau?"

Dirk Ruth

unread,
Dec 10, 2008, 4:10:51 PM12/10/08
to
Joergschrieb:

So einfach ist es leider nicht mal ein schönes Labornetzteil mit
meinen ganzen Wünschen zu entwerfen und zu verkaufen, Bedarf könnte
ich mir aber schon dafür vorstellen. Problem ist nicht so sehr das
Technische, sonder eher der ganze betriebswirtschaftliche Kram und das
Marketing. Dürfte für einen Einzelnen für diese Größenordnung nicht zu
stemmen sein. 200-300TEuro müßte man da schon mal in der Hinterhand
haben. Wenn ich mir so die professionellen Geräte z.B. von Tek oder HP
ansehe, dann fällt auch sofort auf, dass da vieles wie Knöpfe und
Schalter speziell angefertigt wurden. Die gängigen käuflichen Sachen
sehen auch irgendwie billig aus und passen nicht so richtig zusammen.

>Das TFT am Scope hier ist im nicht heruntergedrehten Zustand beinahe
>unangenehm hell. "Sage mal, warum leuchtet das ganze Laborfenster
>dahinten denn so blau?"


Dirk

Joerg

unread,
Dec 10, 2008, 4:19:52 PM12/10/08
to

Ja, Investitionen bleiben nicht aus bei so etwas. Doch das mit dem HP-
oder Tek-Feeling ist heute nicht mehr so wichtig. Wenn ich Kunden
schonmal auf deutlich preisguenstigere Geraete wie Instek oder Lascar
hinwies, standen dort beim naechsten Besuch oft Dutzende davon rum. Die
hatten nach ersten Tests so richtig zugelangt. Bonbon-farbene
Knoeppschen und so waren denen egal, solange der Preis stimmte. Ist so
aehnlich wie ganz frueher beim VW-Kaefer oder japanischen Autos. Die
Leute fanden sie haesslich, aber sie kosteten wenig und gingen nicht kaputt.

[...]

Dirk Ruth

unread,
Dec 10, 2008, 6:49:06 PM12/10/08
to
Joergschrieb:
"
[...]

Billig ist da leider das Stichwort.
Für ganz kleines Geld könnte man so einiges mehr hineinpacken.
Z.B. zwei BNC-Eingänge die jeweils auf einen Operationsverstärker
gehen und dann mit auf die Differenzverstärker der Strom- und
Spannungsregelung. Dann könnte man Strom und Spannung von außen
modulieren. Oder die Strommessung über einen Operationsverstärker auf
einen BNC-Ausgang nach außen führen, damit man da auch mal ein Scope
dranhängen kann.
Ich glaube das sind alles Cents, die das Labornetzteil teurer machen
würden, aber wahrscheinlich müßte man dann dafür wieder 1000EUR für
das Labornetzteil ausgeben.

Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir sicher noch mehr Features für
ein Labornetzteil ein.

Dirk

Joerg

unread,
Dec 10, 2008, 7:00:57 PM12/10/08
to

Vieles koennte man auch modular machen. Z.B. mit einer VG-Steckerleiste,
an die sich Interessierte dann was dranbasteln koennen. Hameg hatte da
mal gute Ideen und so ein Einschubsystem herausgebracht. Ich weiss nicht
was draus geworden ist, die haben IMHO den Vertrieb in Uebersee wie
viele andere irgendwie nie so richtig gepackt.

Dirk Ruth

unread,
Dec 10, 2008, 11:02:53 PM12/10/08
to
Joergschrieb:

Mit Hameg hab ich jetzt nicht so gute Erfahrung gemacht.
Aber dafür mit Tek. Die haben dieses 5er Plugin-System, deren
begeisterter Sammler ich bin. Da kann man über die oberen 30 Pins
selbst die Module nach Belieben weiter verdrahten. Das PS503 hat z.B.
über Brücken die Steuereingange für die Differenzverstärker, die sonst
an die Potis gehen, auf diese Steckerleiste gelegt.
Da kann man schon nett was mit basteln. Hab auch noch ein paar alte
5er Plugins für Scope herumliegen, die ich mal ausschlachten und als
Leergehäuse verwenden wollte, um da was Eigenes unterzubringen.

Dirk

Frank Scheffski

unread,
Dec 11, 2008, 11:39:59 AM12/11/08
to
Dirk Ruth schrieb:

>Für ganz kleines Geld könnte man so einiges mehr hineinpacken.
>Z.B. zwei BNC-Eingänge die jeweils auf einen Operationsverstärker
>gehen und dann mit auf die Differenzverstärker der Strom- und
>Spannungsregelung. Dann könnte man Strom und Spannung von außen
>modulieren. Oder die Strommessung über einen Operationsverstärker auf
>einen BNC-Ausgang nach außen führen, damit man da auch mal ein Scope
>dranhängen kann.

Bekommt man das ohne Probleme potentialfrei hin? Gerade beim
Anschließen des Scopes kommt ja unweigerlich harte Erde ins Spiel.

Klingt vom Ansatz her aber sehr interessant. Sind die kleinen Dinge,
die man manchmal gerne hätte aber dann doch läßt, weil der Aufwand für
was externes zu groß ist.
Zum Monitoring des Stroms habe ich eine kleine Box mit einem
Präzisionsnetzwerk für 2, 0,2 und 0,02A, an der eine BNC-Buchse für
das Scope montiert ist. Ist aber alles Fummelei.

>Ich glaube das sind alles Cents, die das Labornetzteil teurer machen
>würden, aber wahrscheinlich müßte man dann dafür wieder 1000EUR für
>das Labornetzteil ausgeben.

Na ja. Beim Chinamann gibt es 4,5-stellige DVM-Module für ca. 17,50€
das Stück:

http://cgi.ebay.de/19-999V-LED-Voltmeter-Einbauvoltmeter-5-stellig-NEU_W0QQitemZ110324316759

3-Gang-Potis gibt es bei Bürklin für das selbe Geld. Den Rest hat man
in der Grabbelkiste.
Als Basis verwende ich gerne das hier:

http://www.elv-downloads.de/service/manuals/22532_Universelle_Netzteilplatine/UniverselleNetzteilplatine_KM.pdf


>Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir sicher noch mehr Features für
>ein Labornetzteil ein.

Kann man den Faden nicht mal handfest weiterstricken?
Ich glaube das könnte ein Projekt werden, das hier viele interessiert.
Ich habe zwar 3 HP6632B hier stehen, aber die müssen wieder weg. Der
Lüfterlärm macht einen alle.
Ich habe extra einen leiseren Lüfter eingebaut und mir Frontblenden
gravieren lassen, um vorne mit 4mm-Buchsen arbeiten zu können, aber
das hilft alles nicht über das Grundübel hinweg.


MfG

Frank

Olaf Schultz

unread,
Dec 11, 2008, 1:55:40 PM12/11/08
to
Frank Scheffski wrote:

> Dirk Ruth schrieb:
>
>>Für ganz kleines Geld könnte man so einiges mehr
>>hineinpacken. Z.B. zwei BNC-Eingänge die jeweils auf
>>einen Operationsverstärker gehen und dann mit auf die
>>Differenzverstärker der Strom- und Spannungsregelung.
>>Dann könnte man Strom und Spannung von außen
>>modulieren. Oder die Strommessung über einen
>>Operationsverstärker auf einen BNC-Ausgang nach außen
>>führen, damit man da auch mal ein Scope dranhängen
>>kann.

Wunderbar...ich hab meistens eh einen 1R, 0R1 oder 0R01
Shunt am Ausgang des 7042 um genau den Strom zu messen.
Da hatte ich dann schon häufiger ein Oszi mit angeklemmt.


> Bekommt man das ohne Probleme potentialfrei hin? Gerade
> beim Anschließen des Scopes kommt ja unweigerlich harte
> Erde ins Spiel.

GBDSO rulez
Trenntrafo rulez...mein Tek2225 hängt nur am TT, hugh.

>
> Klingt vom Ansatz her aber sehr interessant. Sind die
> kleinen Dinge, die man manchmal gerne hätte aber dann
> doch läßt, weil der Aufwand für was externes zu groß
> ist. Zum Monitoring des Stroms habe ich eine kleine Box
> mit einem Präzisionsnetzwerk für 2, 0,2 und 0,02A, an
> der eine BNC-Buchse für das Scope montiert ist. Ist
> aber alles Fummelei.

auch 'ne Möglichkeit...

>
>>Ich glaube das sind alles Cents, die das Labornetzteil
>>teurer machen würden, aber wahrscheinlich müßte man
>>dann dafür wieder 1000EUR für das Labornetzteil
>>ausgeben.
>
> Na ja. Beim Chinamann gibt es 4,5-stellige DVM-Module
> für ca. 17,50€ das Stück:
>
> http://cgi.ebay.de/19-999V-LED-Voltmeter-Einbauvoltmeter-5-stellig-NEU_W0QQitemZ110324316759
>
> 3-Gang-Potis gibt es bei Bürklin für das selbe Geld.
> Den Rest hat man in der Grabbelkiste.
> Als Basis verwende ich gerne das hier:
>
> http://www.elv-downloads.de/service/manuals/22532_Universelle_Netzteilplatine/UniverselleNetzteilplatine_KM.pdf
>
>
>>Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir sicher noch
>>mehr Features für ein Labornetzteil ein.
>
> Kann man den Faden nicht mal handfest weiterstricken?
> Ich glaube das könnte ein Projekt werden, das hier
> viele interessiert. Ich habe zwar 3 HP6632B hier
> stehen,

Sprichst Du die über die RS232 an? Wenn ja: Womit und wie?

> aber die müssen wieder weg. Der Lüfterlärm
> macht einen alle. Ich habe extra einen leiseren Lüfter
> eingebaut und mir Frontblenden gravieren lassen,

Moment...Aluplatte mit sechs Löchern in 16er Raster?
Das 6632B ist doch dem (meinem) 66332A mechanisch vergleichbar. OK, fünf reichen: +-,2xSense, Erde.

Achso, ich hatte die Daten doch aufgeschrieben,
raschel...:
Der Lüfter des 66332A wird mit 8...12V betrieben.
-Der Original Papst612 liefert 6...12 m/s
-Ein Sunon KDE1206PVF1 liefert 3,7...7 m/s.

> um
> vorne mit 4mm-Buchsen arbeiten zu können, aber das
> hilft alles nicht über das Grundübel hinweg.
>

Lüfterlärm...ich weiß:-(

Frank Scheffski

unread,
Dec 11, 2008, 2:09:30 PM12/11/08
to
Olaf Schultz schrieb:

>Sprichst Du die über die RS232 an? Wenn ja: Womit und wie?

Nö. Nur reine Handbedienung.

>Moment...Aluplatte mit sechs Löchern in 16er Raster?

Silber-schwarzes Graviermaterial mit etwas Text.
Im Gehäuse gibt es größere Aussparungen, die nur mit der Frontfolie
überklebt sind.
Ich mußte für innen noch eine Gegenplatte aus FR4 anfertigen und die
Hohlräume mit Heißkleber füllen.
Ein 6632A habe ich auch noch, da waren das wirklich nur 2 Löcher in
einer Aluplatte.

>Das 6632B ist doch dem (meinem) 66332A mechanisch vergleichbar. OK, fünf reichen: +-,2xSense, Erde.

Warmduscher!
Ich habe nur 2 Buchsen, auf denen Sense jeweils mit aufgelötet ist.

>Lüfterlärm...ich weiß:-(

Das Netzgerät ist eigentlich Spitze, aber der Radau ist der blanke
Sackgang...

MfG

Frank

Michael Hoereth

unread,
Dec 11, 2008, 2:48:40 PM12/11/08
to

Mhhm, das erinnert mich an ziemlichen Aerger. Hast Du nur die Schaltung
verwendet oder auch die Platine?
Ich hatte hunderte mV Brumm, weggebracht erst durch Umverdrahten bzw.
Aufloeten eines Kupferbalkens...
>
Gruesse
Michael
--
Michael Hoereth, Munich, Germany MCH-RIPE

Olaf Schultz

unread,
Dec 11, 2008, 3:11:35 PM12/11/08
to
Frank Scheffski wrote:

> Olaf Schultz schrieb:
>
>>Sprichst Du die über die RS232 an? Wenn ja: Womit und
>>wie?
>
> Nö. Nur reine Handbedienung.

Ich bin neulich mal über

http://www.brouhaha.com/~eric/software/wrec/

gestolpert...könne ein Ansatz sein...aber noch
nicht genauer angeguckt...

>
>>Moment...Aluplatte mit sechs Löchern in 16er Raster?
>
> Silber-schwarzes Graviermaterial mit etwas Text.
> Im Gehäuse gibt es größere Aussparungen, die nur mit
> der Frontfolie überklebt sind.

einfacher 4mm-Buchsen für Sense und Ground, Schraubbuchsen für Power...reicht:-)

> Ich mußte für innen noch eine Gegenplatte aus FR4
> anfertigen

Große U-Scheiben...die Löcher sind leider fast genausogroß wie die einfachen 4mm-Buchsenteile...

> und die Hohlräume mit Heißkleber füllen.
> Ein 6632A habe ich auch noch, da waren das wirklich nur
> 2 Löcher in einer Aluplatte.
>
>>Das 6632B ist doch dem (meinem) 66332A mechanisch
>>vergleichbar. OK, fünf reichen: +-,2xSense, Erde.
>
> Warmduscher!
> Ich habe nur 2 Buchsen, auf denen Sense jeweils mit
> aufgelötet ist.

Barbar:-)

>
>>Lüfterlärm...ich weiß:-(
>
> Das Netzgerät ist eigentlich Spitze, aber der Radau ist
> der blanke Sackgang...

Deswegen ist auch meist das HM7042 hier in Betrieb.

viele Grüße,

Olaf
--
Olaf Schultz

Frank Scheffski

unread,
Dec 11, 2008, 4:18:29 PM12/11/08
to
Michael Hoereth schrieb:


>Mhhm, das erinnert mich an ziemlichen Aerger. Hast Du nur die Schaltung
>verwendet oder auch die Platine?

Die komplette Platine. Allerdings war das letzte Projekt auch sehr
speziell. 0-3,6V @300 mA. Ein TIP142 ohne Kühlkörper ;-)

>Ich hatte hunderte mV Brumm, weggebracht erst durch Umverdrahten bzw.
>Aufloeten eines Kupferbalkens...

Hmm. Ich sehe schon, der Bedarf für eine gute Netzteilplatine ist da.
Ich hatte vor Urzeiten mal eins aus der Elektor(?), da war die Platine
aber in einem häßlichen Maß, irgendwas wie 170*110, selber ätzen war
irgendwie schwierig.


MfG

Frank

Michael Hoereth

unread,
Dec 11, 2008, 5:39:28 PM12/11/08
to
Frank Scheffski <use...@alles-moppelkotze.de> wrote:
> Michael Hoereth schrieb:
>
>
>>Mhhm, das erinnert mich an ziemlichen Aerger. Hast Du nur die Schaltung
>>verwendet oder auch die Platine?
>
> Die komplette Platine. Allerdings war das letzte Projekt auch sehr
> speziell. 0-3,6V @300 mA. Ein TIP142 ohne Kühlkörper ;-)

Da hat bei mir auch noch nix gebrummt ;-)
Ich hatte nur die Platine bestellt und mit eigenen Teilen bestueckt.


>
>>Ich hatte hunderte mV Brumm, weggebracht erst durch Umverdrahten bzw.
>>Aufloeten eines Kupferbalkens...
>
> Hmm. Ich sehe schon, der Bedarf für eine gute Netzteilplatine ist da.

Bei mir jetzt nicht mehr so konkret, aber die Frage nach einem Labornetz-
geraet taucht ja oefter auf. ELV hat ja seit zwanzig Jahren eine
Schaltung, die in abgewandelter Form immer wieder auftaucht (auch bei
dieser Platine). Das ist natuerlich kein Beweis fuer ihre Tauglichkeit,
aber vielleicht ein Hinweis ;-)
Was ich damals praktisch fand, war die Moeglichkeit, ziemlich einfach
zwischen "viel Strom" und "grosser Spannungsbereich" wechseln zu koennen.
Ansonsten: Anschluss fuer DVM-Module (mit LEDs!), sicher gegen Rueck-
spannungen von Akkus oder induktiver Last, Eurokarte oder kleiner...
Weitere Wuensche gerne und kostenlos ;-)

Dirk Ruth

unread,
Dec 11, 2008, 6:00:21 PM12/11/08
to
Frank Scheffskischrieb:

"
>Dirk Ruth schrieb:
>
>>Für ganz kleines Geld könnte man so einiges mehr hineinpacken.
>>Z.B. zwei BNC-Eingänge die jeweils auf einen Operationsverstärker
>>gehen und dann mit auf die Differenzverstärker der Strom- und
>>Spannungsregelung. Dann könnte man Strom und Spannung von außen
>>modulieren. Oder die Strommessung über einen Operationsverstärker auf
>>einen BNC-Ausgang nach außen führen, damit man da auch mal ein Scope
>>dranhängen kann.
>
>Bekommt man das ohne Probleme potentialfrei hin? Gerade beim
>Anschließen des Scopes kommt ja unweigerlich harte Erde ins Spiel.
>

Geht schon mit DC/DC-Wandler und Differenzverstärker. Muss ja nix
dolles sein bei einem Netzteil. So schnell regelt das auch nicht.

>Klingt vom Ansatz her aber sehr interessant. Sind die kleinen Dinge,
>die man manchmal gerne hätte aber dann doch läßt, weil der Aufwand für
>was externes zu groß ist.
>Zum Monitoring des Stroms habe ich eine kleine Box mit einem
>Präzisionsnetzwerk für 2, 0,2 und 0,02A, an der eine BNC-Buchse für
>das Scope montiert ist. Ist aber alles Fummelei.

... und auch nicht potentialfrei.

>
>>Ich glaube das sind alles Cents, die das Labornetzteil teurer machen
>>würden, aber wahrscheinlich müßte man dann dafür wieder 1000EUR für
>>das Labornetzteil ausgeben.
>
>Na ja. Beim Chinamann gibt es 4,5-stellige DVM-Module für ca. 17,50€
>das Stück:

große Stückzahlen halt. Kollege Automat machts möglich.

>
>http://cgi.ebay.de/19-999V-LED-Voltmeter-Einbauvoltmeter-5-stellig-NEU_W0QQitemZ110324316759
>
>3-Gang-Potis gibt es bei Bürklin für das selbe Geld. Den Rest hat man
>in der Grabbelkiste.
>Als Basis verwende ich gerne das hier:
>
>http://www.elv-downloads.de/service/manuals/22532_Universelle_Netzteilplatine/UniverselleNetzteilplatine_KM.pdf
>

Wie verhält sich da die Ausgangsspannung, wenn du IC1 mit einem Föhn
anbläst?
4700uF für 4A schein mir auch am falschen Ende gespart.
Von HP gibt es eine gute Appnote
http://www.ieeta.pt/~alex/docs/ApplicationNotes/DC%20Power%20Supply%20Handbook.pdf
da kann man viel interessantes finden.
Auch die Ausführungen zur Trafovorregelung (gegen den Lüfterlärm) sind
recht interessant.

>
>>Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir sicher noch mehr Features für
>>ein Labornetzteil ein.
>
>Kann man den Faden nicht mal handfest weiterstricken?
>Ich glaube das könnte ein Projekt werden, das hier viele interessiert.
>Ich habe zwar 3 HP6632B hier stehen, aber die müssen wieder weg. Der
>Lüfterlärm macht einen alle.
>Ich habe extra einen leiseren Lüfter eingebaut und mir Frontblenden
>gravieren lassen, um vorne mit 4mm-Buchsen arbeiten zu können, aber
>das hilft alles nicht über das Grundübel hinweg.
>
>

Hab gerade mal in den Schaltplan geschaut und die sehen eigendlich
recht gusseisern aus. Bin allerdings kein Freund für ausschließliche
Bedienung über Tipptasten. Ich hätte dann doch gern was zum dran
drehen. GPIB ist aber sehr schön. Suche noch sowas um
Transistorkennlinien automatisiert aufzunehmen. Für Ube/Ib muss es
dann aber ein paar Nummern feiner sein.

Die Netzteile von ELV und Voltcraft find ich nicht so herausragend.
Wenn du was kleineres zum Nachbauen - so 1-2A und bis 30V - suchst,
dann empfehle ich dir mal einen Blick in
http://bama.edebris.com/download/tek/ps503a/tek-ps503a.pdf
zu werfen. Das ist ein Netzteil von Tek aus der 5er-Plugin-Serie. Da
steht dann auch einiges über Lastregelung, Ripple, Rauschen usw., also
alles, was in den tollen Bausätzen ebend nicht drin steht.
Das Teil ist 10tausende mal gebaut worden und das Manual incl.
Abgleich, Schaltplan, Bauteilliste, Bestückungsplan usw.
Hab 4 Stück davon hier und noch nie Probleme. Die lassen sich auch
leicht reparieren. 4700uF nehemen die dort für 1A. Ist schon
beeindruckend, was in den letzten Jahren bei den Elkos passiert ist.
Die sind jetzt um den Faktor 10 kleiner geworden. Ob sie heute auch
besser sind???
Eine Anzeige kann man sich ja selbst dran basteln, so wie hier
beschrieben
http://bama.edebris.com/download/tek/ps501/tek-ps501.pdf

Dirk

Horst-D.Winzler

unread,
Dec 12, 2008, 5:53:32 AM12/12/08
to
Martin Jangowski schrieb:
> Hallo Gemeinde,
>
> das Weihnachtsgeld drückt, die SWMBO hat allergnädigste Zustimmung
> signalisiert und auf meinem Labortisch ist noch Platz: ein
> Labornetzgerät muss her. So etwa 2 x 30V/2-3A wäre nett,
> längsgeregelt und in einem Bereich (nix umschaltbar im
> Spannungsbereich). Ausserdem sollten Serviceunterlagen
> (auch gegen bares) zu kriegen sein. Das ganze darf schon bisschen
> was kosten (soll ja eine Investition sein), aber doch noch
> im Rahmen bleiben.

Ich möcht den Wunsch mal auf Schaltnetzteile erweitern. So wie bei ELV
die Serie SPS 8400 und SPS 9600. Sensebuchsen leider an der Rückseite.
Für den Preis kriegt man in de gerade ein gutes Gehäuse ;-)

--
mfg hdw

Martin J

unread,
Dec 15, 2008, 9:03:00 AM12/15/08
to
MaWin <m...@private.net> wrote:
> Da du keine besonderen Anforderungen nennst, tut es ein billiges,
> wie hier genannt:
>
> * vom polligen Grabbeltisch: HY 3003 D-3 = DF-1731 SB3A (Bestnr.350 141) -->
> 169 EUR


Das Teil kam Sa. hier an. Recht lieblos verpackt, aber vollständig. Leider
ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches Relaisgeklapper...

Martin

MaWin

unread,
Dec 15, 2008, 10:37:21 AM12/15/08
to
"Martin J" <ma...@dwf.de> schrieb im Newsbeitrag
news:gi5o2k$5uh$1...@news.jangowski.de...


> Das Teil kam Sa. hier an. Recht lieblos verpackt, aber vollständig.
> Leider ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches Relaisgeklapper...


Ja, das ist auch bei anderen Netzteilen derselben Klasse so,
z.B. PS2403 von Voltcraft (Conrad), sie
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
suche PS2403D
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Dirk Ruth

unread,
Dec 15, 2008, 11:11:07 AM12/15/08
to
MaWinschrieb:

"
>"Martin J" <ma...@dwf.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:gi5o2k$5uh$1...@news.jangowski.de...
>
>
>> Das Teil kam Sa. hier an. Recht lieblos verpackt, aber vollständig.
>> Leider ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches Relaisgeklapper...
>
>
>Ja, das ist auch bei anderen Netzteilen derselben Klasse so,
>z.B. PS2403 von Voltcraft (Conrad), sie
>de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
>suche PS2403D


Lasst blos die Finger weg von dieser Missgeburt (PS2403D)!
Bei dem Ding sind mir innerhalb kürzester Zeit mehrmals die
Leistungstransistoren gestorben. Das Hurra kam dann immer beim
wechseln. Die Kühlkörper sind von außen durch einen dünnen Schlitz der
Rückwand gesteckt. Auf diesen sind dann die Leistungstransistoren
innen hochkant aufgeschraubt (von der Mitte nach außen zur Seitenwand)
und in die Platine (auch hochkannt) direkt eingelötet. Auf den
Leistungstransistor sitzt dann nochmals ein kleiner Kühlkörper, der
mit seinen Schrauben durch den Ersten geht und auch mit der Platine
(aufgelötete Muttern) verschraubt ist.
Diese Schrauben sind nur unter größten Verrenkungen und zerkratzten
Händen herauszubekommen, weil in der Mitte des Gerätes der große
Netztrafo sitzt und da kein Schraubenzieher mehr dazwischen passt. Die
billigen Kreuzschlitz-Schrauben habe ich immer nur mit langen Bits,
Adapter, Kardangelenk usw. herausfummeln können.


Dirk

MaWin

unread,
Dec 15, 2008, 11:23:15 AM12/15/08
to
"Dirk Ruth" <d.r...@itecnet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e0vck49ro1qrp39vj...@4ax.com...

>
> Lasst blos die Finger weg von dieser Missgeburt (PS2403D)!
> Bei dem Ding sind mir innerhalb kürzester Zeit mehrmals die
> Leistungstransistoren gestorben.

Jupp.

> Das Hurra kam dann immer beim
> wechseln. Die Kühlkörper sind von außen durch einen dünnen Schlitz der
> Rückwand gesteckt. Auf diesen sind dann die Leistungstransistoren
> innen hochkant aufgeschraubt (von der Mitte nach außen zur Seitenwand)
> und in die Platine (auch hochkannt) direkt eingelötet. Auf den
> Leistungstransistor sitzt dann nochmals ein kleiner Kühlkörper, der
> mit seinen Schrauben durch den Ersten geht und auch mit der Platine
> (aufgelötete Muttern) verschraubt ist.

Das ist bei meinem anders. Einfach TO3 auf SK03 Kuehlkoerper per
Kabel.


--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/

de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

Dirk Ruth

unread,
Dec 15, 2008, 1:51:31 PM12/15/08
to
MaWinschrieb:

"
>"Dirk Ruth" <d.r...@itecnet.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:e0vck49ro1qrp39vj...@4ax.com...
>>
>> Lasst blos die Finger weg von dieser Missgeburt (PS2403D)!
>> Bei dem Ding sind mir innerhalb kürzester Zeit mehrmals die
>> Leistungstransistoren gestorben.
>
>Jupp.
>

Also ein Konstruktionsfehler. Sind da die Gewährleistungspflichten
nicht wesendlich länger?
Egal, möge es inzwischen bei meinem Ebay-Geschäftspartner seinen
Dienst tun. Hab nie wieder was von ihm gehört.

Richtig gemein war auch, das nach dem Abrauchen des
Leistungstransistors die Ausgangsspannung immer auf das Maximum
gesprungen ist.


>> Das Hurra kam dann immer beim
>> wechseln. Die Kühlkörper sind von außen durch einen dünnen Schlitz der
>> Rückwand gesteckt. Auf diesen sind dann die Leistungstransistoren
>> innen hochkant aufgeschraubt (von der Mitte nach außen zur Seitenwand)
>> und in die Platine (auch hochkannt) direkt eingelötet. Auf den
>> Leistungstransistor sitzt dann nochmals ein kleiner Kühlkörper, der
>> mit seinen Schrauben durch den Ersten geht und auch mit der Platine
>> (aufgelötete Muttern) verschraubt ist.
>
>Das ist bei meinem anders. Einfach TO3 auf SK03 Kuehlkoerper per
>Kabel.


Ah dann gibt es wohl mindestens zwei verschiedene Versionen.
Wahrscheinlich haben sie genug von den Dingern zur Reparatur
zurückbekommen und dann sind die Unfallzahlen der Serviceabteilung,
wegen der gebrochenen Finger, schlagartig in die Höhe geschnellt.

Dirk

Message has been deleted

S.Urban

unread,
Dec 15, 2008, 5:37:04 PM12/15/08
to
Rolf_Bombach schrieb:
> Gibt ja sehr viele Hersteller für Profigeräte.
> http://www.delta-elektronika.nl/Prod_overview.htm
> ist sicher was hochpreisiges. Die sehen antik aus,
> halten aber auch so lange ;-)..

Die stehen in allen Variationen in der Firma und geben mächtig Wumms.
Verpolte Elkos kann man nach einem gepflegten Knall auf einer mittleren
Erdumlaufbahn wieder aufklauben....
Nur die Preiszettel sind für den Privatanwender weniger angenehm.

--
Gruesse
Stephan

Kai-Martin Knaak

unread,
Dec 15, 2008, 8:16:38 PM12/15/08
to
On Mon, 15 Dec 2008 14:03:00 +0000, Martin J wrote:

> Leider
> ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches Relaisgeklapper...

Was iat das Problem daran? Die Lebenszeit des Relais?

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog

Dirk Ruth

unread,
Dec 15, 2008, 9:48:41 PM12/15/08
to
Kai-Martin Knaakschrieb:

"
>On Mon, 15 Dec 2008 14:03:00 +0000, Martin J wrote:
>
>> Leider
>> ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches Relaisgeklapper...
>
>Was iat das Problem daran? Die Lebenszeit des Relais?
>

HP verwendet(e) stattdessen Triacs. Das klappert nicht so sehr.

Dirk

Kai-Martin Knaak

unread,
Dec 21, 2008, 9:58:41 PM12/21/08
to
On Mon, 15 Dec 2008 14:03:00 +0000, Martin J wrote:

>> * vom polligen Grabbeltisch: HY 3003 D-3 = DF-1731 SB3A (Bestnr.350
>> 141) --> 169 EUR
>
>
> Das Teil kam Sa. hier an. Recht lieblos verpackt, aber vollständig.
> Leider ertönt bei hochdrehen der Spannung vernehmliches
> Relaisgeklapper...

Da ich auch keine besonderen Anforderungen hatte und nach der
Jahresendbilanz ein Stück Geld auf dem Projektkonto lagen, hatte ich
letzte Woche Dienstag drei solche Netzteile bestellt. Am Freitag war dann
Bescherung -- allerdings nur mit zwei Paketen. Das druiite Netzteil wird
laut Lieferschein nachgeliefert. Die Verpackung kann meinethalben lieblos
sei, wenn sie denn den Inhalt vor Transportschäden wschützt. Und das war
in diesem Fall der Fall. Die Netzteile kamen von zwei Styropor-
Halbschalen vollständig umschlossen in einem Dreiwelligen Karton. Der
etwas zu groß geratene Umkarton von Pollin ist wahrscheinlich der Grund
für das Urteil "lieblos". Die zwischen den beiden Kartons eingestreuten
Streifen Füllpapier kann man als kosmetische Maßnahme abhaken.

Erste Eindrücke:

* Es gibt einen großen, freundlichen Ausschalter an der Frontseite. Wer
jemals blind an der Rückseite eines Voltkraft-Netzgeräts zwischen
scharfkantigen Kühlkörpern getastet hat, weiß was das wert ist.

* Es gibt kein Fein-Poti für die Einstellung der Spannung. Das ist in
dieser Preisklasse wohl nicht drin und wusste ich vorher. Im allgemeinen
muss so ein Netzgerät bei uns nur eine grobe Versorgungsspannung zur
Verfügung stellen.

* An den Displays fehlt eine dicke, große Beschriftung. --> Habe mit Dymo
"Ampere" und "Volt" ergänzt.

* Die Ausgänge können auf Knopfdruck parallel, oder in Reihe geschaltet
werden --> Luxus :-)

* Bei einem der beiden gelieferten Geräte funktioniert die linke
Strombegrenzung nicht. Das wird eine Reklamation :-|

* Die Kisten haben links und rechts jeweils einen Handgriff.

* Sie sind deutlich kleiner als die Voltkraft-Alternative --> Gut für den
Geräteturm.

Bis auf die defekte Stromregelung in einem Kanal bin ich soweit
zufrieden. Entscheidend ist natürlich, ob und wie die Geräte ein paar
Jahre Alltagsgebrauch aushalten.

Georg Acher

unread,
Dec 22, 2008, 6:03:34 AM12/22/08
to
Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> writes:

>Bis auf die defekte Stromregelung in einem Kanal bin ich soweit
>zufrieden. Entscheidend ist natürlich, ob und wie die Geräte ein paar
>Jahre Alltagsgebrauch aushalten.

Wenn da dieselbe Elektronik drin ist, wie in den DF1730, dann halten sie das gut
aus. Ich habe meine zwei 1730er jedenfalls noch nicht kaputt bekommen.

--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.lrr.in.tum.de/~acher
"Oh no, not again !" The bowl of petunias

Martin J

unread,
Dec 23, 2008, 4:24:33 AM12/23/08
to
Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> wrote:
> Die Verpackung kann meinethalben lieblos
> sei, wenn sie denn den Inhalt vor Transportschäden wschützt. Und das war
> in diesem Fall der Fall. Die Netzteile kamen von zwei Styropor-
> Halbschalen vollständig umschlossen in einem Dreiwelligen Karton. Der
> etwas zu groß geratene Umkarton von Pollin ist wahrscheinlich der Grund
> für das Urteil "lieblos". Die zwischen den beiden Kartons eingestreuten
> Streifen Füllpapier kann man als kosmetische Maßnahme abhaken.

War bei mir genau so, großer Umkarton mit etwas zusammengeknülltem Papier
und loses, recht gut verpacktes Gerät drin. Der Gerätekarton konnte mächtig
im Karton umherpoltern... sowas ist (gerade für ein Versandunternehmen)
ein schwaches Bild. Bei einer Transportschaden hätte man mit der Verpackung
keine Chance.

Bei mir geht der Dezimalpunkt der linken Stromanzeige nicht... was solls.

Martin

Message has been deleted

Joerg

unread,
Jan 15, 2009, 4:38:59 PM1/15/09
to
Rolf_Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>> Rolf_Bombach wrote:
>
>>> Warum sollte ich was teureres nehmen. Kleine
>>> Labornetzgeräte haben hier einen beängstigenden
>>> Dampfdruck.
>>
>> Das kann bei Praktika ein Problem solcher Mini-Geraete sein. Man muss
>> sie irgendwie am Tisch festschrauben ...
>
> Die Praktikanten sind nicht das Problem... Es gibt eher eine Art Kollegen,
> da brauchst du dann keine Feinde mehr ;-)
>

Ok, aber dann "verschwinden" sie ja nicht, machen nur mal verlaengerten
Urlaub auf einem anderen Labortisch.


>> Hint: Es ist ungeheuer foerdernd fuer Studenten, wenn ein Institut mal
>> eine Sammelbestellung solcher Dinger organisiert. Zumindest zu meiner
>> Zeit waren Frachtkosten ab England oder USA eine echte finanzielle
>> Huerde. Ich hatte mich allerdings meist bei den Sammelbestellungen
>> fuer HF-Transistoren drangehaengt, denn Trafos fuer Labornetzteile gab
>> es damals bei jedem Sperrmuell umsonst.
>
> Sammelbestellung macht die ETH für die Elektroniklehrlinge vorallem
> für die Labjacks ;-).
>

Die Dinger sind auch wirklich dankbare Kaestchen. Was haben wir da schon
alles mit verzapft. Wenn NI das wuesste, die taeten einen Tarantella
hinlegen.

Horst-D.Winzler

unread,
Jan 15, 2009, 11:51:09 PM1/15/09
to
Joerg schrieb:

> Rolf_Bombach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Rolf_Bombach wrote:
>>
>>>> Warum sollte ich was teureres nehmen. Kleine
>>>> Labornetzgeräte haben hier einen beängstigenden
>>>> Dampfdruck.
>>>
>>> Das kann bei Praktika ein Problem solcher Mini-Geraete sein. Man muss
>>> sie irgendwie am Tisch festschrauben ...
>>
>> Die Praktikanten sind nicht das Problem... Es gibt eher eine Art
>> Kollegen,
>> da brauchst du dann keine Feinde mehr ;-)
>>
>
> Ok, aber dann "verschwinden" sie ja nicht, machen nur mal verlaengerten
> Urlaub auf einem anderen Labortisch.

Dann schon eher Dauerurlaub. Aber eigentlich geht das unter
Privatisierung von quasi Allgemeingut.

Privatisierung ist doch das was in den USA so hochgehalten wird. Außer
halt (Invest)bankverluste. Die werden dann wieder sozialisiert.

--
mfg hdw

Tim Cronenberg

unread,
Jan 16, 2009, 2:01:46 AM1/16/09
to
Joerg wrote:

> Die Labjacks sind auch wirklich dankbare Kaestchen. Was haben wir da

> schon alles mit verzapft. Wenn NI das wuesste, die taeten einen
> Tarantella hinlegen.

Yepp, wir haben die auch erstmalig eingesetzt und sind begeistert. Mit
ProfiLab statt Labview haben wir nicht nur Kosten gespart sondern hatten
auch schon nach wenigen Stunden was am Laufen.
Vielleicht bekomme ich den Controller (8051-Derivat) auch noch geflasht
und den Stromlauf rekonstruiert sodass dann auch Stand-Alone-Anwendungen
ohne USB-Host-PC machbar sind.

Joerg

unread,
Jan 16, 2009, 9:37:41 AM1/16/09
to

Die Kroenung erlebte jemand, der in Russland einen Diebstahl anzeigte.
Kommissar: "Nein, es wurde nicht gestohlen. Es wurde gebraucht."

Joerg

unread,
Jan 16, 2009, 9:41:53 AM1/16/09
to


Psssst. Oliver denkt, der 8051 sei von vor-vorgestern ;-)

Thomas Schaerer

unread,
Jan 16, 2009, 9:22:36 AM1/16/09
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:
> Horst-D.Winzler wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Rolf_Bombach wrote:
>>>> Joerg schrieb:
>>>>> Rolf_Bombach wrote:
>>>>>> Warum sollte ich was teureres nehmen. Kleine
>>>>>> Labornetzger?te haben hier einen be?ngstigenden

>>>>>> Dampfdruck.
>>>>> Das kann bei Praktika ein Problem solcher Mini-Geraete sein. Man muss
>>>>> sie irgendwie am Tisch festschrauben ...
>>>> Die Praktikanten sind nicht das Problem... Es gibt eher eine Art
>>>> Kollegen,
>>>> da brauchst du dann keine Feinde mehr ;-)
>>>>
>>> Ok, aber dann "verschwinden" sie ja nicht, machen nur mal verlaengerten
>>> Urlaub auf einem anderen Labortisch.
>>
>> Dann schon eher Dauerurlaub. Aber eigentlich geht das unter
>> Privatisierung von quasi Allgemeingut.
>>
>> Privatisierung ist doch das was in den USA so hochgehalten wird. Au?er

>> halt (Invest)bankverluste. Die werden dann wieder sozialisiert.
>>
>
> Die Kroenung erlebte jemand, der in Russland einen Diebstahl anzeigte.
> Kommissar: "Nein, es wurde nicht gestohlen. Es wurde gebraucht."

Exzellentium-Grandiosum! Ich gehe also demnaechst auf einen Raub- aeh nein,
Gebrauchzug. Alles im gruenen Bereich. *kater_karlo_grins*

Gruss
Thomas
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp, OTA und Instrumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker
(Aendere "akz" durch "isi" in der Mailadresse fuer Reply!)

Dieter Wiedmann

unread,
Jan 16, 2009, 10:36:26 AM1/16/09
to
Thomas Schaerer schrieb:

>> Die Kroenung erlebte jemand, der in Russland einen Diebstahl anzeigte.
>> Kommissar: "Nein, es wurde nicht gestohlen. Es wurde gebraucht."
>
> Exzellentium-Grandiosum! Ich gehe also demnaechst auf einen Raub- aeh nein,
> Gebrauchzug. Alles im gruenen Bereich. *kater_karlo_grins*

Genau, Öl im Irak holen.


Gruß Dieter

Thomas Schaerer

unread,
Jan 16, 2009, 10:16:03 AM1/16/09
to
> Genau, ?l im Irak holen.

Ede, Joe und Karlo! Aufgepasst, heute abend gibt's Arbeit fuer euch!
Vergesst die "Werkzeuge", die Muetzen und die Masken nicht. Und dass mir
keiner durchbrennt! *HARRRRRR* *finger_fuchtel*

Wiebus

unread,
Jan 16, 2009, 11:29:07 AM1/16/09
to
Hallo Joerg.

> Die Kroenung erlebte jemand, der in Russland einen Diebstahl >anzeigte.
> Kommissar: "Nein, es wurde nicht gestohlen. Es wurde gebraucht."
>

Dabei wollte der Kommissar bestimmt nur höflich sein.
"Pech gehabt. Raus." wollte er nicht sagen, weil er ein freundlicher
Mensch ist. Und "Tut mir leid, ich kann Ihre Anzeige nicht annehmen,
weil ich auf die Schutzgelder der örtlichen Taschendiebe angewiesen
bin" darf er ja aus juristischen Gründen nicht sagen.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

P.S.: Korruption kann sich ein Staat auch über eine überzogene,
unangemessene oder gar idiotische Gesetzgebung einhandeln.
Siehe die Prohibition in den USA vor gut 80-90 Jahren.

Falk Willberg

unread,
Jan 16, 2009, 1:01:12 PM1/16/09
to
Joerg schrieb:
...

> Die Kroenung erlebte jemand, der in Russland einen Diebstahl anzeigte.
> Kommissar: "Nein, es wurde nicht gestohlen. Es wurde gebraucht."

Wenn es zurückgegeben werden sollte (oder die Absicht bestand), war es
auch kein Diebstahl: "Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in
der *Absicht* *wegnimmt*, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig
*zuzueignen* ..."

Falk
--
http://cc.aljazeera.net/
http://ie.youtube.com/user/idfnadesk

0 new messages