da kommt man nichtsahnend nach Hause und wird gleich mit einer defekten
Küchenmaschine konfrontiert... Es handelt sich um eine fast schon antike
Moulinette S, die, wenn ich den Aufkleber im Fußteil richtig interpretiere,
seid nunmehr 37 Jahren (nicht nur bei uns) ihren Dienst tut.
Leider widersetzt sich das gute Stück einer nondestruktiven Öffnung,
deswegen hier die Frage: Hat jemand eine Ahnung, wie man das Ding aufbekommt?
Es handelt sich laut Imprint um den Typ 643.02 / Code 210 der Moulinette S.
Das Ding besteht im wesentlichen aus zwei Halbschalen. Davon würde ich gerne
die obere abbekommen, um mich mal näher mit dem Schaltkontakt und den Kohlen
zu unterhalten. Viel mehr kann an dem Ding ja nicht kaputtgehen -- und nachdem
die Kontrolleuchte brav ihrer Funktion nachkommt, liegt's auch nicht an der
Zufuhr.
Bevor ich also brutalste Gewalt einsetze, deren Folgen nur unter massiver
Zuhilfenahme von Heißkleber und Gator Tape wieder zu beseitigen sind, hat
vielleicht jemand einen Tip...?
Rainer
Hier wuerden Photos helfen. Bei vielen Geraeten kann man vorsichtig die
Gummifuesschen aus ihren Loechern ziehen und darunter tauchen dann
Schraubenkoepfe auf. Nicht oeffenbare Schnappverschluesse oder
Verklebung kam in Deutschland m.W. erst spaeter auf, Moulinex ist aber
eine franzoesische Marke.
--
Gruesse, Joerg
Das hat mich noch nie abgehalten. Notfalls ging's mit Sekundenkleber.
Letztens so ein Ladegeraet repariert. War billig, aber 15 Minuten
Reparatur sind besser als 45 Minuten auf dem Highway.
>
> Verschraubungen oder Verriegelungen verbargen sich damals aber auch
> gern hinter Typenschildern, unter Zieraufklebern, es war der Beginn
> der Ex- und Hopp - Geräte. Daher auch Moulinex und hopp. Wirklich
> erstaunlich, daß das Ding bei Euch soooo lange gehalten hat.
>
Was die Hersteller nicht raffen, ist dass damit der Kunde immer weniger
bereit wird, gutes Geld fuer gute Ware zu bezahlen. Nur noch "billisch".
Vorigen Monat ist unsere gute deutsche Kaffeemaschine kaputtgegangen.
Wenn es fuer <$50 eine neue gaebe, ok. Gab's wegen hohem Euro aber
nicht, also haben wir jetzt ein US Modell. Waere sie reparabel, haetten
wir einen Mehrpreis akzeptiert.
Vermutlich die einzig wirkliche Anwendung für Sekundenkleber. Eben für
'einge Sekunden'.
>
>>
>> Verschraubungen oder Verriegelungen verbargen sich damals aber auch
>> gern hinter Typenschildern, unter Zieraufklebern, es war der Beginn
>> der Ex- und Hopp - Geräte. Daher auch Moulinex und hopp. Wirklich
>> erstaunlich, daß das Ding bei Euch soooo lange gehalten hat.
>
> Was die Hersteller nicht raffen, ist dass damit der Kunde immer weniger
> bereit wird, gutes Geld fuer gute Ware zu bezahlen. Nur noch "billisch".
> Vorigen Monat ist unsere gute deutsche Kaffeemaschine kaputtgegangen.
> Wenn es fuer <$50 eine neue gaebe, ok. Gab's wegen hohem Euro aber
> nicht, also haben wir jetzt ein US Modell. Waere sie reparabel, haetten
> wir einen Mehrpreis akzeptiert.
>
Früher war der Schaltplan ja auch im Gehäuseinnern zu finden. In einer
Tasche oder bei Billigproduktion innen aufgeklebt aufm Deckel.
Nachhaltigkeit ist heutzutage eher nicht gewünscht. Bringt ja keinen
Neukauf.
- Henry
vielleicht mal auf www.teamhack.de fragen?
Guido
Das ist hier teilweise heute noch so. Was aber den auch den Nachteil
hat, dass sowas auf der Liste in der Kueche landet. Am uebernaechsten
Wochenende sind die Teile da, dann darf ich mal wieder so einen Apparat
reparieren. Frust ...
Bei uns heißt das 'Mamabuch' und manchmal habe ich Wölkchen drinnen ;)
- Henry
Wenn man da nach einer Woche immer noch kein Erledigt-Haekchen dran hat,
wird schnell eine dunkle Wolke draus.
> Vermutlich die einzig wirkliche Anwendung für Sekundenkleber. Eben für
> 'einge Sekunden'.
Und verschließen von Platzwunden, ist besser als nähen. Auch eigentlich
stinknormales Cyanacrylat, nur ein bischen reiner.
Also ich finde Sekundenkleber hat schon seine Daseinsberechtigung, neben
den Pfuscher-Beststellern Gaffa, Heißkleber und Kabelbindern.
Viele Grüße,
Johannes
--
"PS: Ein Realname wäre nett. Ich selbst nutze nur keinen, weil mich die
meisten hier bereits mit Namen kennen." -- Markus Gronotte aka "Makus"
aka "Kosst Amojan" aka "maqqusz" in de.sci.electronics
<45608268$0$5719$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net>
Einmal vier Winterreifen wechseln bringt komischerweise eine Sonne.
Hier schneits -
Henry
Ich habe gerade Samstag und Freitag getauscht. Samstag im Buero, weil's
da regnet, Freitag Buesche roden. Gibt zwei Sonnen :-)
> Hier schneits -
Wir laufen hier bei Sonnenschein in T-Shirts rum.
Da nehme ich ohnehin konsequent die allerbilligste. Was bei mir
kaputtgeht ist nie etwas anderes als der Glaskrug (alle vier Jahre
einmal fallenlassen oder so) und die sind teurer als eine neue Maschine.
>>Vermutlich die einzig wirkliche Anwendung für Sekundenkleber. Eben für
>>'einge Sekunden'.
>
>
> Und verschließen von Platzwunden, ist besser als nähen.
Du kippst dir das Zeug direkt in die Wunde rein? Oha.
> Also ich finde Sekundenkleber hat schon seine Daseinsberechtigung, neben
> den Pfuscher-Beststellern Gaffa, Heißkleber und Kabelbindern.
Heißkleber nehme ich wenigstens nicht für Verbindungen, die Kräfte
aushalten müssen, sondern eher als Füllmaterial. Zum Beispiel Dübel in
brüchigen Altbauwänden. Man bohrt, kriegt den Dübel nicht fest. Also
Heißkleber hinein in die Bohrung, Dübel gleich hinterher, etwas warten,
Schraube hinterher, paßt.
Grüße, Holger
Hier gibt's die Glaskruege oft fuer um die $10. Aber irgendwann faengt
das Tropfventil an zu siffen und so.
Dann beim Schmettern des "Oh Tannenbaum" hoert man nebenan ein
ohrenbetaeubendes Kloetern ...
> Was die Hersteller nicht raffen, ist dass damit der Kunde immer weniger
> bereit wird, gutes Geld fuer gute Ware zu bezahlen. Nur noch "billisch".
> Vorigen Monat ist unsere gute deutsche Kaffeemaschine kaputtgegangen.
> Wenn es fuer <$50 eine neue gaebe, ok. Gab's wegen hohem Euro aber
> nicht, also haben wir jetzt ein US Modell. Waere sie reparabel, haetten
> wir einen Mehrpreis akzeptiert.
Du meinst wahrscheinlich "gutes Geld für schlechte Ware"?
Ich habe den Eindruck, daß gerade nachhaltiges Wirtschaften mit
Rohstoffen nicht gerade zu den Rennern in der Haushalts- und
Unterhaltungselektronikbranche zählt. Wenn mir ein Verkäufer erzählt,
daß Computermainboards höchstens fünf Jahre lang benutzbar sind, kontere
ich, daß meine alte Waschmaschine schon 15 Jahre lang hält. Ja, höre ich
dann, das wäre was anderes. Aber Spaß machen mir solche Diskussionen
nie. Letztens hörte ich, daß Mini-DIN-Buchsen für das PS/2-Gelumpe
"veraltet" wären - oh, die können mich inzwischen dreimal kreuzweise.
Grüße, Holger
Same here. Bei sowas nehme ich gern den Loetkolben und mache mir den
gewuenschten Anschluss. Den letzten PC habe ich gut 10 Jahre benutzt,
dann konnte er nicht mehr.
>> Und verschließen von Platzwunden, ist besser als nähen.
>
> Du kippst dir das Zeug direkt in die Wunde rein? Oha.
Natürlich nicht. Ich bin kein Arzt. Wäre ich einer, würde ich es.
http://www.dermabond.com/bgdisplay.jhtml?itemname=how-it-works
Links oben unter dem Logo (ganz klein) steht: "2-Octyl Cyanacrylate".
Es war sogar noch einfacher. Man sollte einfach jede Schraube lösen, die
man findet und sich nicht von vermeintlicher Logik ("Neeee, die kann das
üüüberhaupt nicht sein") leiten lassen.
War dann tatsächlich Kontaktbrand, Schalter durchgemessen, tut nix, also
Schalter ausgebaut, zerlegt, die Kupferbestandteile angeschliffen, alles
wieder zusammengebaut. Schaltet wieder.
Und wenn ich mir jetzt noch notiert hätte, wie die 5 Kabel an den Schalter
gehören, täte das Ding auch wieder... Jaja, ich weiß. Sagt nichts.
Das Dingen sieht grundsätzlich so aus:
\
L -- ---[[[[]]]]-+--- O1
|
+---------+
|
+---( o )----- K
+---+
S2 ----[[[[]]]]----- O2
Die [[[]]] sind jeweils die Windungen, ( ) die Kohlen, wie sie am Rotor "o"
kleben.
4 Kabel kommen raus, der Farbe nach O1, O2 und S2 genannt. Die Kohlen sind
durchverbunden und mit o1 fest verbunden. Dazu gibt's dann natürlich noch N.
Das ganze soll nun auf einen Doppelwechselschalter, der wie folgt aussieht
(Ein-Zustand):
2 ----\
---- 1
5 ----\
---- 3
4 ----
k ist an Pin 5 angeschlossen, das ist das einzige, was ich mit Sicherheit
sagen kann.
Also mal flugs den Kreislauf geschlossen, es wollen ja sicherlich
beide Spulen angeregt werden -- so dachte ich zumindest -- und legte folglich
N auf 2, O1 auf 4, S2 auf 1 und O2 auf 3.
Damit wäre im Einschaltzustand N auf S2, K (und damit auch o1) auf O2 verbunden.
Tut nur nix.
(Und ja, grundsätzlich täte sich schon was, die Konfiguration,
die dazu führt, das Licht dunkler werden zu lassen, dabei den Motor leicht
und ruckartig zu drehen und bei längerer Betätigung für angenehme Gerüche
zu sorgen, habe ich auch schon gefunden -- man vertraut dann ja auch mal
gerne auf das Erinnerungsvermögen langjährig gebogen verlegter Kabel :)
Die unsportliche (wenn auch verdiente) Maßnahme wäre nun, eine Moulinette
auf eBay zu schießen -- die finden sich ja dort tatsächlich in gewisser
Stückzahl, um das korrekte Anschlußschema zu ermitteln.
Aber vielleicht findet sich ja hier jemand, der meinem offenkundig mangelhaften
Verständnis von Elektromotoren entgegenwirken kann...
Rainer
Wenn du immer besser bist, dann will aber keiner mehr mit dir spielen ;-)
- Henry
Ich weiss, es ist jetzt nur Oel aufs Feuer, aber fuer's naechste Mal:
Bei so etwas knipse ich mit der digitalen Kamera immer haufenweise
Bilder. Kann man spaeter loeschen, kostet ja nichts.
Oder ein Moulinex-Besitzer mit Herz ...
Koenntest Du nicht eine Gluehbirne (-lampe, -leuchte, whatever...) in
Reihe schalten und einfach mal etliches durchprobieren? Selbst ein
voller Kurzschluss wuerde sie ja nur zum hellen Leuchten bringen.
Du wirst lachen. Normalerweise papp ich bei sowas immer Kreppband dran,
das ich entsprechend beschrifte.
Nur gestern eben nicht. Schneller Blick, jo, wird man schon wiederfinden,
abgezogen und Schalter ausgebaut.
|> Koenntest Du nicht eine Gluehbirne (-lampe, -leuchte, whatever...) in
|> Reihe schalten und einfach mal etliches durchprobieren? Selbst ein
|> voller Kurzschluss wuerde sie ja nur zum hellen Leuchten bringen.
*grins* Das Deckenlicht hat sich ja auch schon als hilfreich erwiesen.
Ich wußte gar nicht, daß das bei uns überhaupt geht... Kenne ich nur aus
den USA, daß bei Belastung das Licht dunkler wird :)
Rainer
Zu genau diesem Zeitpunkt klingelt nach Murphy das Telefon.
...und Schalter ausgebaut.
>
> |> Koenntest Du nicht eine Gluehbirne (-lampe, -leuchte, whatever...) in
> |> Reihe schalten und einfach mal etliches durchprobieren? Selbst ein
> |> voller Kurzschluss wuerde sie ja nur zum hellen Leuchten bringen.
>
> *grins* Das Deckenlicht hat sich ja auch schon als hilfreich erwiesen.
>
> Ich wußte gar nicht, daß das bei uns überhaupt geht... Kenne ich nur aus
> den USA, daß bei Belastung das Licht dunkler wird :)
>
Und wenn der Staubsauger auf der anderen Phase eingeschaltet wird, dann
wird es kurz heller oder ... FATZ ... klirr.
> Natürlich nicht. Ich bin kein Arzt. Wäre ich einer, würde ich es.
>
> http://www.dermabond.com/bgdisplay.jhtml?itemname=how-it-works
Ja, sieht mir mehr nach Behandlung von Schürfwunden als von
Schnittverletzungen und Platzwunden aus. Mit tieferen Schnittwunden und
Platzwunden würde ich eher ins Krankenhaus oder zum nächsten Arzt gehen.
Sprays als Pflasterersatz kannst du hier problemlos in der Apotheke
kriegen. Ich wasche mir solche Wunden eigentlich immer mit Spiritus aus
und nehme dann Hansaplast. Zum Abdichten der Wunde bildet sich der
Wundschorf von ganz alleine. Wichtig ist vor allem die Vermeidung von
Vereiterung. Dafür gibt es brauchbare Wundsalben wie zum Beispiel Bepanthen.
> Links oben unter dem Logo (ganz klein) steht: "2-Octyl Cyanacrylate".
Ja, und mein Uhu-Sekundenkleber warnt ausdrücklich vor Haut- und
Augenkontakt. Eine Schnittwunde einfach zukleben ist vielleicht auch
nicht so gut, weil sich in der nach außen abgeschlossenen Wunde eine
Tasche bildet, die richtig Ärger machen kann, vor allem, wenn aus der
Bastelkiste die Keime via Uhu Sekundenkleber eingetragen werden.
Grüße, Holger
Ein alter Haudegen sagte mir mal "Einfach draufpinkeln". Ich weiss ja
nicht...
Moin!
>> http://www.dermabond.com/bgdisplay.jhtml?itemname=how-it-works
| DERMABOND Adhesive is a medical glue for the skin that trained clinical
| professionals can use in place of stitches or staples to close wounds
| and incisions.
>Ja, sieht mir mehr nach Behandlung von Schürfwunden als von
>Schnittverletzungen und Platzwunden aus.
Wenn der Kleber Ersatz für Naht und Tacker sein soll, wird er kaum für
Schürfwunden benutzt werden.
>Mit tieferen Schnittwunden und
>Platzwunden würde ich eher ins Krankenhaus oder zum nächsten Arzt gehen.
Zu einem "trained clinical professional"?
Gruß,
Michael.
>
> Ein alter Haudegen sagte mir mal "Einfach draufpinkeln". Ich weiss ja
> nicht...
>
Mit den "richtigen" Promillewerten intus...
--
mfg hdw
>Ich wasche mir solche Wunden eigentlich immer mit Spiritus aus
>und nehme dann Hansaplast.
Ich nehme gar nix bei solchen Lappalien - unter fließend Wasser
abwaschen, und gut.
Ralph.
>Ein alter Haudegen sagte mir mal "Einfach draufpinkeln". Ich weiss ja
>nicht...
Habe ich noch nicht probiert, hört man aber immer wieder. Ein wening
Speichel ist manchmal ganz gut als Blutungsstiller, habe ich schon
gemacht, als es keine Möglichkeit zum Waschen gab.
Ralph.
Keime im Sekundenkleber??? Das ist eine Frage für Dieter!
Kann ich erst von ihm glauben.
- Henry
Ich weiss, früher(tm) auffem Bau (als Strippenzieher) gelegentlich (auf
anraten des alten Meisters) gemacht. Hilft wirklich. Eigen(!) Urin ist
(falls Du gesund bist) keimfrei und die kleinen Wunden heilen danach
gut. IIRC soll das an einigen Hormonen und anderen Stoffen im Urin
liegen. Beisst nur etwas. Tut Jod (soll man nicht mehr nehmen) ja auch.
EU soll auch gegen Exceme helfen, hab da keinen Ärger und Erfahrung mit.
Aber trinken würde ich den EU nie. Obwohl es da einige Fans gibt, ist es
nicht mein Fall, ich krieg bei Kölsch schon so seltsame Hintergedanken.
:-p
Alt rulez. Gibbet hier leider nicht.
Saludos Wolfgang
--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
VoIP 02173 / 99 39 209 ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger
[Eigenurin]
> Obwohl es da einige Fans gibt, ist es
> nicht mein Fall, ich krieg bei Kölsch schon so seltsame
> Hintergedanken. :-p
Brrr, genau: *Nicht schoen gebraut dafuer schon
gebraucht!* (Kann zwar kein Rad schlagen, hab aber
sehr breite Daumen;-))
> Alt rulez.
So isses!
Rudi Fischer
--
...and may good music always be with you.
> nie. Letztens hörte ich, daß Mini-DIN-Buchsen für das PS/2-Gelumpe
> "veraltet" wären - oh, die können mich inzwischen dreimal kreuzweise.
Veraltet würde ich nicht sagen, aber ein totaler Scheiß waren sie
dennoch. Bei den soliden DIN Tastatursteckern ist *nie* einer aus
versehen rausgefallen und man konnte auch keine Pins verbiegen, weil man
(blindlings) versucht hat, durch drehen den Stecker in die richtige Lage
zu bekommen. Und das Tastatur- und Mausstecker identisch sind ist auch
ne Erfindung eines wahren Genies.
>>nie. Letztens hörte ich, daß Mini-DIN-Buchsen für das PS/2-Gelumpe
>>"veraltet" wären - oh, die können mich inzwischen dreimal kreuzweise.
>
>
> Veraltet würde ich nicht sagen, aber ein totaler Scheiß waren sie
> dennoch. Bei den soliden DIN Tastatursteckern ist *nie* einer aus
> versehen rausgefallen und man konnte auch keine Pins verbiegen, weil man
> (blindlings) versucht hat, durch drehen den Stecker in die richtige Lage
> zu bekommen. Und das Tastatur- und Mausstecker identisch sind ist auch
> ne Erfindung eines wahren Genies.
Ich hatte letztens einen Verkäufer beim Wickel, der das unverdrossen als
"Fortschritt der Technik" feierte. Ich flüchte eigentlich vor solchen
Leuten. Allerdings: Wenn man Maus und Tastatur verwechsbuxelt, geht
wenigstens nichts kaputt.
Allerdings muß ich nach Ankauf einer Tastatur von IBM sagen, daß es
heuer durchaus noch Fertigungsqualität gibt.
Grüße, Holger
Das war schon kostenreduzierend gemeint. Leider hatte das Genie die
dazugehörige automatische Erkennung, was nun aktuell dran hängt, vergessen.
- Henry
Einfach bluten lassen, wenn ist einfacher Trinkalk auch besser als mit
Gallstoffen versetztes Zeug.
>> und nehme dann Hansaplast.
Notfalls bei Verbrennungen (hab mich mal nach dem Hartlöten von 28mm Cu
mal auf das heiße Werkstück gekniet)
oder wenn es droht die Kleidung/Umgebung zu versauen.
Wenn nehm ich auch normales Isoband, hat man eher dabei als Pflaster.
>
> Ich nehme gar nix bei solchen Lappalien - unter fließend Wasser
> abwaschen, und gut.
Wenn die Wunde durch einen verschmutzen Gegenstand/verschmutzte Umgebung
entstanden ist ist das sinnvoll.
Im Normalfall merk ich erst spät, das ich mich verletzt hab (was ist da
so rot an meinem Bein/Arm ? ;-)), hört auch ohne mein Eingreifen von
selbst drauf, notfalls Finger für 5 Min auf die Wunde drücken, und dann
sollte auch Ruhe sein.
>
>
>
> Ralph.
>
> http://www.dk5ras.de/
Gruß Jan Conrads alias DB1JC
Allerdings macht das Povidon-Jod tierische Flecken.
- Henry
Es geht schlimmer. Offenbar gibt es von Betaisodona auch eine Gurgellösung.
War mir auch nicht bekannt.
Aber ich kenne jemanden, der bekam das wohl wegen einer anhaltenden
Halsentzündung zum Gurgeln -- und meinte, damit nicht nur gurgeln zu müssen
-- sondern das Zeug wie eine normale Mundspülung auch noch durch die Zähne
zu ziehen.
Ich glaube, den (wie heißt denn Gilb, der schon ins Rötliche geht?) bekommt
man auch mit nachhaltigem Bleichen nimmer aus dem Gebiß.
Rainer
Gibbet hier! Eine Mikro-Brauerei in Elk Grove bei Sacramento hat sich
auf Alt spezialisiert.
Es wandert in den Zahn und der ist teildurchscheinend!
Gibt übrigens auch Darmbakterien, die gerne mal in den Zahn eindringen.
- Henry
Ich glaube, ich will jetzt gar nicht erst wissen, wie die da überhaupt
hingelagen.
Rainer
Aus dem gleichen Grund wirst du ja auch nicht von den Würmern final
aufgefressen. Nein, das machen deine eigenen Mitbewohner für dich.
Imunabwehr weg, wir kommen.
- Henry
> Gibbet hier! Eine Mikro-Brauerei in Elk Grove bei Sacramento hat sich
> auf Alt spezialisiert.
Trinken die Amis denn nicht ausschließlich Budweiser aus Aludosen?
Grüße, Holger
Das war frueher mal. Klar, viele trinken das noch, aber gehe mal hier
durch einen ganz gewoehnlichen Supermarkt. Da gibt es meist mindestens
40 Biersorten. Manchmal bekommen wir sogar bei uns im Dorf Trappiste,
und das ist mir selbst in recht grossen Staedten in Germany nie
gelungen, dafuer musste man nach Belgien fahren.
>Wolfgang Allinger wrote:
>>[EigenUrin]
>> Aber trinken würde ich den EU nie. Obwohl es da einige Fans gibt,
>> ist es nicht mein Fall, ich krieg bei Kölsch schon so seltsame
>> Hintergedanken. :-p
>> Alt rulez. Gibbet hier leider nicht.
>Gibbet hier! Eine Mikro-Brauerei in Elk Grove bei Sacramento hat sich
>auf Alt spezialisiert.
Jetzt werd ich echt neidisch :-)
Sauf eins (oder mehr) für mich mit!
Saludos Wolfgang
--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
Nein, das Finanzamt :-)
Wir moegen aber Ale, IPA und Stout lieber.
>Wolfgang Allinger wrote:
>> <notthis...@removethispacbell.net> (Joerg) wrote:
>>
>>> Gibbet hier! Eine Mikro-Brauerei in Elk Grove bei Sacramento hat
>>> sich auf Alt spezialisiert.
>>
>> Jetzt werd ich echt neidisch :-)
>>
>> Sauf eins (oder mehr) für mich mit!
>>
>Wir moegen aber Ale, IPA und Stout lieber.
Ale hatte ich vor vielen Jahren mal ein besonders gutes in Canada
getrunken. Nannte sich "Toby Ale" (oder Toby's Ale?). Keine Ahnung, wo
das herkam, ob aus CDN oder USA.
Mit IPA und Stout kann ich nichts anfangen.
> Bepanthen ist inzwischen als eines der wirksamsten Hautallergene nicht
> mehr ganz so beliebt.
Hast Du dazu weitere Informationen? Ich habe auf die schnelle nichts
finden können.
CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA
Ist bekannt. Suche mal mit Google.
- Henry
Tja, Bier ist nicht so mein Ding. Ich trinke eher nichtalkoholische
Sachen. Aber viel Auswahl gibt es hier durchaus auch - Wertkauf hat in
jedem Supermarkt einen eigenen Getränkemarkt.
Was mich eher stört, ist dieser Krampf mit den (meist) falschen
Anglizismen, die uns die deutsche Werbeindustrie verordnet. Letztens
fand ich "gut for you" - sie meinten natürlich "gut für dich", schrieben
aber "Gekröse für dich" - lecker, sach ich da.
Grüße, Holger
Aber ein Riesenheckmeck für ein vier Jahre altes Gerät den richtigen
auch nur finden - und dann muß er bestellt werden. Die neue Maschine
nehme ich sofort mit und gut ist's.
Ich bin generell für Normung und gegen Designalbernheiten - wie etwas
aussieht ist sch...egal.
>On Fri, 16 Nov 2007 21:50:07 +0000 (UTC),
>buc...@atbode100.lrr.in.tum.de (Rainer Buchty) wrote in
>de.sci.electronics:
>(Rainer wegschauen):
>z.B. durch aus Südeuropa, wo es auf den Feldern keine Dixiehäuschen
>für die Erntehelfer gibt, importierten "gesunden" Salat? Report hatte
>da mal was drüber im letzten Jahr. Da war eine (Schul-?)kantine als
>Distributor wirksam geworden. Über Zahngilb war aber nichts dabei.
Naja, dat gibt nun die perfekte Ausrede für Rauchergebisse:
Bevorzugung von Salat und Gemüse, der ohne Dixieklo angebaut wird :-)
Solches Gemüse kann man bestimmt auch aus Osteuropa bekommen. Hier in PY
sowieso. Danke für den Hinweis.
Das habe ich sogar schon in den VDE Zeitschriften gesehen, selbst
Fachartikel sind voll von Wort-"Schoepfungen", bei denen einem sogar im
Auslands die Galle hochkommt.
Genau wie bei den "probiotischen" Bakterien im Joghurt ;-)
cu
Michael
--
Some people have no respect of age unless it is bottled.
[...]
>wie etwas aussieht ist sch...egal.
Wirklich? Musst Du beim Anblick eines Fiat Multipla nicht kotzen?
Grüße,
Günther
Gibt es denn in den USA eine Entsprechung des Denglischen? Ich höre hier
immer wieder, was man damit bei Aldi und Konsorten erlebt, sei "typisch
amerikanisch"? Weißt du, wenn sie dann auch richtiges Englisch sprechen
und verstehen würden, wenn dann auch alle Waren korrekt in Englisch
ausgezeichnet wären und wir hier in US-Dollar statt in Euro zahlen
müßten, würde ich eine "Amerikanisierung" ja noch glauben wollen. Aber
so ist es doch einfach nur noch peinlich, finde ich. Eine komplette
Bevölkerung badet die neurotischen Ticks einer selbsternannten
"Kommunikationsbranche" aus. Das hat aber mit einer US-Vorherrschaft
nicht viel zu tun.
Grüße, Holger
Hier sind es Worte, die dann aber nicht mit Englisch vermischt werden.
Zum Beispiel gestern in unserer Tageszeitung: "However, he never had
enough Sitzfleisch to ... " Auch Werbung hat Einfluss. Zum Beispiel
weiss dank einer VW Werbung so ziemlich jeder Amerikaner, was
Fahrvergnuegen bedeutet. Auch wenn sie es dann "Wahrwergnuhgahn"
aussprechen.
Vorherrschaft? Ok, im Elektronik High-Tech Bereich gibt es die, aber die
Sprachpanscherei ist eher eine Modeerscheinung. Wobei ich es aber
unterstuetze, dass in der EU endlich mal einige (wenige) Trends zur
Vereinfachung sichtbar werden. "Service Point" bei Eurer Bahn etwa. Soll
man das jetzt in 15-25 Sprachen dranschreiben? Das wird auch der
Reisende aus Portugal verstehen, "Kundenberatung" eher nicht.
Wir vermessen die neue immer, bevor sie bricht. Dann geht's im
Schadenfall zu Target oder Walmart und schon haben wir eine neue. Schon
aus Umweltgruenden, denn die ganze Plastemaschine landet ja dann doch
nicht richtig im Recycling und selbst dieses wuerde Energie kosten.
|> "Service Point" bei Eurer Bahn etwa. Soll
|> man das jetzt in 15-25 Sprachen dranschreiben? Das wird auch der
|> Reisende aus Portugal verstehen, "Kundenberatung" eher nicht.
Nenn mich altmodisch, aber was war an "Information" falsch?
Da wußte nun wirklich jeder, was Sache ist -- und das Wort ist auch noch
hinreichend einheitlich, speziell, wenn man es um das "normierte"
eingekringelte "i" ergänzt.
Zu einem Service Point bringe ich mein Auto, wenn es kaputt ist. Da gehe
ich nicht hin, wenn ich beraten werden will...
Rainer
Örks... aber ich hab mal das Gerücht gestreut, weswegen Schumi mehrfach
Weltmeister geworden ist:
Als es nicht richtig voran ging, hat Montezemulo sich Michael mal zur
Brust genommen: Also wenn Du diesmals kein Weltmeister wirst, kriegste
in der nächsten Saison einen Multipla statt Ferrari als Dienstwagen!
Das hat richtig motiviert. Wie die Geschichte zeigt, hat das für 5
Weltmeistertitel mit Ferrari gereicht :-)
>Holger Bruns wrote:
>> Gibt es denn in den USA eine Entsprechung des Denglischen?
>Hier sind es Worte, die dann aber nicht mit Englisch vermischt werden.
>Zum Beispiel gestern in unserer Tageszeitung: "However, he never had
>enough Sitzfleisch to ... " Auch Werbung hat Einfluss. Zum Beispiel
>weiss dank einer VW Werbung so ziemlich jeder Amerikaner, was
>Fahrvergnuegen bedeutet. Auch wenn sie es dann "Wahrwergnuhgahn"
>aussprechen.
>
>Vorherrschaft? Ok, im Elektronik High-Tech Bereich gibt es die, aber
>die Sprachpanscherei ist eher eine Modeerscheinung. Wobei ich es aber
>unterstuetze, dass in der EU endlich mal einige (wenige) Trends zur
>Vereinfachung sichtbar werden. "Service Point" bei Eurer Bahn etwa.
>Soll man das jetzt in 15-25 Sprachen dranschreiben? Das wird auch der
>Reisende aus Portugal verstehen, "Kundenberatung" eher nicht.
Kundenberatung? Schlechtes Beispiel, das versteht nicht mal die Bahn!
Die wissen nicht, was ein Kunde ist und spätestens bei Beratung setzt
dann alles aus :-(
>Vorherrschaft? Ok, im Elektronik High-Tech Bereich gibt es die, aber die
>Sprachpanscherei ist eher eine Modeerscheinung. Wobei ich es aber
Dafuer habt ihr aber im ARRL-Handbuch zugeschnittene Gleichungen wo
man Masse in inch einsetzen kann. Au backe!
Olaf
Naja. Masse vielleicht nicht, aber Maße vielleicht?
- Henry
Wieso, wenn es hinterher funzt? Sogar Piloten in Gegenden, wo die Hoehe
nicht in Fuss angegeben wird, geben ihre Geschwindigkeit m.W. auch immer
noch in Knoten durch.
Ganz lustig wird das, wenn in einer Gehaeusebauanlteing steht, "8-penny
nails" zu nehmen. In USA weiss jeder, welche Groesse das ist und wo man
welche bekommt.
Hi,
ach was, die nehmen das nur zu wörtlich Beratung kannst Du überall kriegen,
die Frau am Comp "rät" Dir dann eins vor.
--
mfg,
gUnther
Die erste Generation war aber auch wirklich haesslich. Bei uns gibt es
Fiat allerdings schon lange nicht mehr.
> Naja. Masse vielleicht nicht, aber Maße vielleicht?
>
> - Henry
Hallo Henry!
Die Massen komme in maßen :)
Best rekartdsn,
Daniel Mandixc
>Naja. Masse vielleicht nicht, aber Maße vielleicht?
Dieses moderne Zeichen kennt meine Tastatur nicht.
Olaf
|> Dieses moderne Zeichen kennt meine Tastatur nicht.
Au contraire. Das Zeichen ist schon ne Ecke alt. Zu den Zeiten hat
man Konsonantenverdopplungen noch mit einem Strich über dem betroffenen
Zeichen signalisiert :)
Rainer
Ich bin noch nicht im Rentenalter. Macht mich nicht so alt!
- Henry
Jup. Es war ja dann doch ganz einfach, wenn man für einen Moment das Nachdenken
seinläßt und einfach jede verdammte Schraube aufschraubt, die man findet. Dann
zerfällt das Ding auch prompt in zwei Hälften.
Wenn man dann auch noch den Schalter nochmal ausbaut, um eine stärkere
Schaltfeder (ich habe eine Feder aus einer kleinen Zange herausgenommen,
gekürzt und in den Schalter transplantiert), dann funktioniert sogar das
Verdrahtungsschema, das mir sehr logisch erschien -- und es in der Tat
auch war.
Soll heißen: Das Ding funktioniert wieder prächtig und wurde just für
den Sonntagskuchen eingesetzt :)
Rainer
> Was mich eher stört, ist dieser Krampf mit den (meist) falschen
> Anglizismen, die uns die deutsche Werbeindustrie verordnet. Letztens
> fand ich "gut for you" - sie meinten natürlich "gut für dich", schrieben
> aber "Gekröse für dich" - lecker, sach ich da.
Ahja, hier heißt eine "Bäckerei" (naja ist eher so eine Art Kette)
Back-Factory. Hmm, wo da der Kuchen wohl herkommt? Is aber auch sonst so
ein häßlicher Laden.
Guido
Nein, eher beim Nissan Micra. Ist ungefähr so ästhetisch wie ein
Hundehaufen, uns sähen in braun vermutlich auch so aus.
Guido
> Dafuer habt ihr aber im ARRL-Handbuch zugeschnittene Gleichungen wo
> man Masse in inch einsetzen kann. Au backe!
>
Naja, bei Tv Werbung wird meist diese Größe in unserem Dezimalsystemland
;-) verwendet.
--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/
Der alte? Nein, der ist wunderschön. Sollten sie den Namen wieder
aufgewärmt haben, weiß ich nicht, wovon die Rede ist.
>Und die Autobezeichnung Pajero kommt in Spanien und Portugal auch
>nicht so gut an, weil sie den Fahrer irgendwie abwertet.
Och, an meinem Auto steht auch "Pajero iO" :-)
Ich hab da kein Problem mit. Fühle mich auch nicht abgewertet.
>
> Vorherrschaft? Ok, im Elektronik High-Tech Bereich gibt es die,
mal vor vielen Jahren bei einem Kunden: "Wir haben heute zwei meetings,
die Japaner kommen und die Amerikaner. Müssen wir dich zwischendurch mal
alleine lassen".
Danach: "Wie war das meeting?"
Antwort:"Die Japaner waren sehr aufmerksam, haben sich alles sehr genau
angehört... der "Chef von denen" war bemerkenswert: Saß still auf dem
Stuhl und machte nur immer "hmmm hmmm" und bewegte nur den Kopf hin und
her. Auf eine bestimmte Frage kam dann oft eine halbe Minute Schweigen
und bedächtiges Kopfwackeln "hmmmm --- hmm --- hmmmm" und dann auch oft
eine Gegenfrage. War aber gut: Die Gegenfragen zeigten dass sie unser
Problem sehr gut verstehen, kamen recht schnell von selbst auf die
Knackpunkte zu sprechen und das alles zeigt, dass sie sich wirklich mit
unseren Wünschen und Zielen auseinandersetzen. Sehr angenehm das meeting
und auch soweit erstmal erfolgreich, wir haben Zwischenergebnisse! Wir
hoffen, dass wir mit denen Geschäfte machen können!"
"Und wie lief's mit den Amis?"
Antwort: "Oh, die haben sehr viel erzählt, wir haben praktisch kaum was
sagen können. Sehr beeindruckend, was die alles können und schon gemacht
haben! Aber zugehört haben sie uns kaum, momentan fragen wir uns vor
allem ob sie überhaupt verstanden haben, was wir eigentlich von ihnen
wollen. Wir denken, nicht! Na jedenfalls ist das Ergebnis dieses
meetings: "Alles kein Problem!". Von denen kannste wirklich alles haben,
alles kein Problem! Wenn du ein Auto willst dass auf vier Beinen mit 200
Sachen über die Autobahn rennt, dann machen die dir das, "alles kein
Problem"! War doch ein unangenehmes meeting und gibt leider überhaupt
keine vorzeigbaren Ergebnisse. Wir denken momentan, dass wir die erstmal
nicht wiedersehen werden!"
> ... Trends zur Vereinfachung sichtbar werden. "Service Point" bei
> Eurer Bahn etwa.
"Service Point" ist ein gutes Beispiel für etwas, was ich *überhaupt
nicht* verstehe. Kann ich dort einen Ölwechsel machen lassen oder gibts
da Kaffee und Kuchen? Wahrscheinlich ist es beim "service point" wie in
der oben erzählten Geschichte: Man bekommt dort einfach alles. ALLES!
Bei der "Fahrplanauskunft" gabs früher nur Auskunft, wer ein Billet
wollte musste zum "Billetschalter" und wer Kaffe und Kuchen wollte, ins
Bahnhofsrestaurant. Und "Hier Ölwechsel" stand auf einem
Tankstellenschild, aber nicht auf jedem. Später hiess es "Öl-Service"
und dann nur noch "Service" und irgendwann wird die ganze Welt ein
einziger Service Point sein.
Manche Leute wollen zum grunzen zurück, hab' ich den Eindruck.
"Trends zur Vereinfachung": Bald haben wir Geräte mit wirklich nur noch
einem Knopf: "AUTO" und dann wird alles einfach sein. Diese Geräte
werden nur noch ein Display haben und auf dem steht dann: 42
Und dann werden alle Leute das Wissen haben, dass 42 auch wirklich und
unhinterfragbar die richtige Antwort auf ALLES ist und dumme Leute wie
ich, die immer komische Fragen stellen werden endlich ausgestorben sein.
Brave new world
>
> Und die Autobezeichnung Pajero kommt in Spanien und Portugal auch
> nicht so gut an, weil sie den Fahrer irgendwie abwertet.
>
Was Mitsubishi kann, kann Toyota natürlich auch! *g*
Bekannter hat einen http://de.wikipedia.org/wiki/MR2
Der soll in Frankreich schlecht verkäuflich sein :)
Stout gab's zur Mittagszeit, als ich mal in Stockport (Vorort von
Manchester) bei einer Firma an einem Ku-Band TRX mitarbeitete und auch
mal n paar Tage vor Ort sein musste.
Brauerei direkt im Stadtzentrum, die Kneipen wurden ringsum beliefert
mit verschiedenen engl. Biersorten. Wie man mir erklärte, wären in engl.
Bier normalerweise schon Konservierungsstoffe drin, in dem in Stockport
aber nicht weil es ja sofort weggesüffelt wird von der Bevölkerung.
Da musste ich natürlich mithelfen!
9h angefangen im Labor, vier Stunden rumgemacht... dann Mittagspause 13h
oder so. 14h dann *hicks* wieder weiter*hicks* gearbeitet bisch *hicks*
*hicks*... 19h, ob ich aber dann schon wieder nüchtern war, weiss ich
nicht mehr. Das Bier hatte es jedenfalls in sich, nicht mit Pils zu
vergleichen in der Wirkung!
So ging das dann ein paar Tage :)
Ja, und ein in USA gebrautes, was aber (noch) nicht ganz an Trappiste
rankommt.
>> und das ist mir selbst in recht grossen Staedten in Germany nie
>> gelungen, dafuer musste man nach Belgien fahren.
>
> Und Grolsch?
>
Das gibt es hier fast ueberall. In der traditionellen Beugelfles.
> In Chicago gibt es noch(?) das Anchor Steam (oder andersrum) -
> durchaus auch trinkbar.
>
Also bitte, die Anchor Steam Brauerei ist doch wohl nicht in Chicago
sondern hier bei uns:
--
Prosit, Joerg
Ich hatte das oft anders erlebt. Morgens alles verhackstueckt, mittags
zum Essen. Nach einem Bier taute der Besucher auf und gab zu erkennen,
dass er so gut wie nichts verstanden hatte, weil bei ihm Englisch nicht
so gut durchdringt. Also am Nachmittag alles ganz langsam nochmal.
> "Und wie lief's mit den Amis?"
> Antwort: "Oh, die haben sehr viel erzählt, wir haben praktisch kaum was
> sagen können. Sehr beeindruckend, was die alles können und schon gemacht
> haben! Aber zugehört haben sie uns kaum, momentan fragen wir uns vor
> allem ob sie überhaupt verstanden haben, was wir eigentlich von ihnen
> wollen. Wir denken, nicht! Na jedenfalls ist das Ergebnis dieses
> meetings: "Alles kein Problem!". Von denen kannste wirklich alles haben,
> alles kein Problem! Wenn du ein Auto willst dass auf vier Beinen mit 200
> Sachen über die Autobahn rennt, dann machen die dir das, "alles kein
> Problem"! War doch ein unangenehmes meeting und gibt leider überhaupt
> keine vorzeigbaren Ergebnisse. Wir denken momentan, dass wir die erstmal
> nicht wiedersehen werden!"
>
Einige Monate spaeter knallen diese Amis dann den Dual-Core Prozessor
bei einer Messe auf den Tisch und bei der Konkurrenz hoert man nur noch
"Au Backe". Ich kann es mehr fuer medizinischen Ultraschall sagen, aber
da haben wir das regelmaessig getan und inzwischen ist in Europa m.W.
nur noch eine Firma uebrig. Und die heisst jetzt auch General Electric.
>
>> ... Trends zur Vereinfachung sichtbar werden. "Service Point" bei
>> Eurer Bahn etwa.
>
> "Service Point" ist ein gutes Beispiel für etwas, was ich *überhaupt
> nicht* verstehe. Kann ich dort einen Ölwechsel machen lassen oder gibts
> da Kaffee und Kuchen? Wahrscheinlich ist es beim "service point" wie in
> der oben erzählten Geschichte: Man bekommt dort einfach alles. ALLES!
>
> Bei der "Fahrplanauskunft" gabs früher nur Auskunft, wer ein Billet
> wollte musste zum "Billetschalter" und wer Kaffe und Kuchen wollte, ins
> Bahnhofsrestaurant. Und "Hier Ölwechsel" stand auf einem
> Tankstellenschild, aber nicht auf jedem. Später hiess es "Öl-Service"
> und dann nur noch "Service" und irgendwann wird die ganze Welt ein
> einziger Service Point sein.
>
> Manche Leute wollen zum grunzen zurück, hab' ich den Eindruck.
>
> "Trends zur Vereinfachung": Bald haben wir Geräte mit wirklich nur noch
> einem Knopf: "AUTO" und dann wird alles einfach sein. Diese Geräte
> werden nur noch ein Display haben und auf dem steht dann: 42
>
> Und dann werden alle Leute das Wissen haben, dass 42 auch wirklich und
> unhinterfragbar die richtige Antwort auf ALLES ist und dumme Leute wie
> ich, die immer komische Fragen stellen werden endlich ausgestorben sein.
>
> Brave new world
:-)
Oder sie holen sich wie eine gewisse Messmaterialbude aus
Texas europäische Technologie per kleinem süssen dezentem
Raubritter und geben sie als ihre eigene aus.
"Wir sind dick und fett und Legal wird es schon richten." :-((
Ich spreche da leider aus trauriger eigener Erfahrung.
Jörg, face it:
- Ja, ihr habt Leute, die wirklich gute Ideen haben und auch
wirklich mit Unternehmertum etwas auf die Beine stellen, wo
andere hier nur rumzaudern und zeppeln. Punkt.
- Aber ihr habt leider auch jede Menge Damager und Politiker,
die nach der Methode "hier kommt der Landvogt" Mitmenschen
nur deshalb als beliebig ausnehmbar betrachten, weil sie
"Foreigners" sind. Sprich wirtschaftliche Raubritter, um das
Kind beim Namen zu nennen. Und diese Leute finden leider
Unterstützung bei Eurer Regierung und glaub mir:
Euch ist noch gar nicht bewußt, wie unbeliebt diese Leute
Euer Land weltweit machen.
Denn wir haben zwar auch welche von der Art, aber bei
uns werden sie nicht von der Regierung gedeckt und es
sind deshalb deutlich weniger.
Ich kann da als Beleg gleich mal einen gewissen Sat-Uplink
anführen, wenn der US Wettbewerb sofort Zertifizierungs-
Termine bei NOA/NESDIS bekommt und man uns Europäer
vergammeln läßt (meine persönliche Erfahrung, nix Vorurteil),
wie würdest Du das nennen:
Korrekt oder Protektionistisch ?
Und was ist die NOA/NESDIS bitte: Privat oder Staat ?
> Ich kann es mehr fuer medizinischen Ultraschall sagen, aber
>da haben wir das regelmaessig getan und inzwischen ist in Europa m.W.
>nur noch eine Firma uebrig. Und die heisst jetzt auch General Electric.
Das hat aber häufig nicht nur erfinderische und technologische
Gründe. Und glaube mir: Die Leute, die diese Art von US
Wirtschaftsimperialismus betreiben, sind _weltweit_ nicht mehr
sonderlich gelitten. Ich hab' schon ganz konkrete Anfragen
für Funktechnik gesehen, bei denen die Abnehmer dezent
darauf hinweisen, dass sie, ich sag' es mal positiv, Produkte
aus Europa bevorzugen. Und nein, das war Fernost, das
waren keine Araber.
Letztere sind aber auch nicht mehr gut auf gewisse Kreise
bei Euch zu sprechen und deshalb rechne ich fest damit,
dass es finanziell bei Eurer Währung demnächst einen lauten
Schepperer gibt. Denen geht es nur noch um "rettet die
eigenen Investments" versus "so, jetzt machen wir Tabula
Rasa und zeigen es den Amis". Und dazu brauchen die gar
keine bösen Terror-Heinis zu schicken, sowas machen nur
geisteskranke Dilettanten, die damit auch die völlig
Falschen treffen, Unschuldige eben :-((
Ein WMS (wirklich mächtiger Scheich, (tm)) dreht Euch
einfach bei passender Gelegenheit den Geldhahn zu.
Öl braucht es da garnicht als Mittel, es reicht schlicht ein:
"sorry, keine Investments und wir hätten es gerne in Euro."
Mit den Chinesen ist es eh nur noch eine "Zweckgemeinschaft",
die sitzen auf soviel Dollar, dass sie sie loswerden müssen,
das läuft da nur pragmatisch.
Ich kann echt nur hoffen, dass Ihr bald einen anderen
Präsidenten(in) bekommt, die diese sch(zensiert) Poltik
abstellt, die restlos kurzsichtig auf vermeintlich einheimische
Interessen zielt und nur darauf aus ist, einige Spezln und
Damager-Gierschlünde noch reicher zu machen, als sie
eh' schon sind und damit den Ruf der USA in der Welt riskiert.
Ein Politikwechsel wäre vorallem für die USA selber das Beste.
Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Mit Japanern? Also, diese Erfahrung wurde dort wohl nicht gemacht und am
Ende des meetings gabs ja sogar vorzeigbare Ergebnisse. Von
Sprachproblemen wurde nie berichtet, auch nicht zu anderen
Zeiten/Kontexten in dieser Firma.
(Einmal doch, wurde mir erzählt: Müssen überaus harte Verhandlungen im
damals billigen Teil von Südostasien gewesen sein als ausgerechnet der
Chefeinkäufer verzweifelt sein "letztes" Angebot an die Tafel schrieb:
"Bei Abnahme von x- Stückzahlen/Monat y ct/peace". Gelächter: Paradefall
freudscher Fehlleistung, dieser Peacepreis :)
In besagter Firma, obwohl in D lokalisiert (damals, die sind da schon
lange nicht mehr, drum kann ich das erzählen), wurde damals übrigens in
allen Entwicklungsabteilungen meist englisch gesprochen. War dort der
grösste gemeinsame Sprachnenner sozusagen, da mit Mitarbeiter aus ganz
Europien gut durchmischt besetzt. Holländer, Engländer, Griechen,
Deutsche, Polen und viele Andere auch. Einige konnten überhaupt nur
english, kein deutsch. (In meiner uC-Schulung dort wars's z.B. so, aber
das war dann erst viel später)
Als ich das erste Mal dort aufkreuzte, wurde englisch parliert. Später
erzählte man mir: "Machen wir immer so. Wenn einer kommt und was
anbieten will und schlecht englisch spricht, ist der schonmal sprachlich
n' tick auf's rechte Maß zurechtgestutzt und ist nicht mehr so
selbstsicher, was in Verhandlungen ja von Vorteil sein kann und wenn er
gut englisch spricht, tschja, dann isses eigentlich egal. Wenn wir
merken, das einer gut englisch kann, können wir sprechen wie wir
wollen."
Nebenbemerkung: Ich glaube, das ist es, was besonders Franzosen den
Amerikanern gerne unterstellen und vorwerfen! Mag ein Vorurteil sein,
aber zumindest die Franzosen, die ich persönlich kennengelernt hatte in
ähnlichen Kontexten (an der Uni, also nicht privat) hatten immer einen
deutlichen Sinn für "sprachliche Machtbalance" spüren lassen. Klar,
keiner ist gerne der "hilflose Depp" und Sprache ist den Franzosen halt
besonders heilig.
Pragmatismus ist dann schlecht, wenn's zu unfair wird!
>> "Und wie lief's mit den Amis?"
>> Antwort: "Oh, die haben sehr viel erzählt...
>>
Der springende Punkt meiner Geschichte war: Vermutlich haben die Amis
zuhause erzählt: "Das meeting bei denen war super! Wir haben denen alles
über unsere Produkte erzählt und die waren sichtlich schwer beeindruckt.
Denen klappte nur noch die Kinnlade runter und blieb die ganze Zeit
unten, die hatten gar nix mehr gesagt im meeting! Bestimmt kommen
demnächst Aufträge!"
Und ich habe gehört: "Wir haben denen mehrmals gesagt welche Parameter
uns wichig sind, aber die haben überhaupt nicht drauf reagiert. Wir
müssen annehmen, dass die das Problem gar nicht kennen? Was uns wichtig
ist, haben sie auf jeden Fall nicht verstanden, wie soll das nun
weitergehen?" (Antwort: Gar nicht)
Womit wieder mal bewiesen wäre, dass der Mensch sehr wohl richtig
beobachten und trotzdem gleichzeitig ein massives Wahrnehmungsproblem
haben kann. Muss man wohl tatsächlich an "kulturellen Unterschieden"
festmachen?
Die Japaner wurden hier wie gesagt als verlässliche Partner
eingeschätzt, denen die Entwicklung und Lieferung eines speziellen ICs
mit speziellen Eigenschaften in hohen Stückzahlen zugetraut wurde nach
diesem Gespräch. (War auch nix Besonderes, das IC, nur einige spezielle
Parameter waren besonders. Keine richtige Raketentechnik!)
Den Amerikanern wurde zugetraut, dass sie den Weg nach Frankfurt finden
und danach wieder nach Hause. (Büschen herzlos formuliert, man könnte
besser fragen: "Was zum Geier war da bloss schief gelaufen?")
>
> Einige Monate spaeter knallen diese Amis dann den Dual-Core Prozessor
> bei einer Messe auf den Tisch...
Das Problem hier war wohl, dass die Amerikaner zu wenig knallig auf die
speziellen Parameter des ansonsten Standard-MMICs eingegangen sind und
generell ihr Mundwerk zu knallig eingesetzt hatten hinsichtlich anderer
Produkte, die gar nix mit diesen Parametern zu tun hatten. Zu grosses
generalisiertes Mundwerk in dieser speziellen Situation! Wenn man ihnen
das *technisch* nicht zugetraut hätte, hätte man sie nicht eingeladen
zum meeting. Das Problem lag also woanders, nicht in der technischen
Machbarkeit, nicht?
Mal ganz cool überlegt ohne Reizwort "Amerikaner" (auf das einige halb-
automatisch triggern könnten), also ganz auf die Sache mit den
kulturellen Unterschieden bezogen:
Wieviele Aufträge gehen wohl verloren wegen so nem Krampf?
Hatte ich oefter. Wobei ich mir da aber immer besondere Muehe gebe, denn
zum einen ist fuer Japaner das Englisch viel schwieriger als fuer uns.
Zum anderen sind sie verlaessliche Geschaeftspartner und sowas haelt
auch mal locker eine Generation oder mehr.
> (Einmal doch, wurde mir erzählt: Müssen überaus harte Verhandlungen im
> damals billigen Teil von Südostasien gewesen sein als ausgerechnet der
> Chefeinkäufer verzweifelt sein "letztes" Angebot an die Tafel schrieb:
> "Bei Abnahme von x- Stückzahlen/Monat y ct/peace". Gelächter: Paradefall
> freudscher Fehlleistung, dieser Peacepreis :)
>
> In besagter Firma, obwohl in D lokalisiert (damals, die sind da schon
> lange nicht mehr, drum kann ich das erzählen), wurde damals übrigens in
> allen Entwicklungsabteilungen meist englisch gesprochen. War dort der
> grösste gemeinsame Sprachnenner sozusagen, da mit Mitarbeiter aus ganz
> Europien gut durchmischt besetzt. Holländer, Engländer, Griechen,
> Deutsche, Polen und viele Andere auch. Einige konnten überhaupt nur
> english, kein deutsch. (In meiner uC-Schulung dort wars's z.B. so, aber
> das war dann erst viel später)
>
So lief das bei meinem ersten Arbeitgeber auch, in Deutschland. Hinter
der Tuer fast alles Englisch, draussen Deutsch. Musste so sein, weil wir
ein recht gemischter Laden waren.
> Als ich das erste Mal dort aufkreuzte, wurde englisch parliert. Später
> erzählte man mir: "Machen wir immer so. Wenn einer kommt und was
> anbieten will und schlecht englisch spricht, ist der schonmal sprachlich
> n' tick auf's rechte Maß zurechtgestutzt und ist nicht mehr so
> selbstsicher, was in Verhandlungen ja von Vorteil sein kann und wenn er
> gut englisch spricht, tschja, dann isses eigentlich egal. Wenn wir
> merken, das einer gut englisch kann, können wir sprechen wie wir
> wollen."
>
> Nebenbemerkung: Ich glaube, das ist es, was besonders Franzosen den
> Amerikanern gerne unterstellen und vorwerfen! Mag ein Vorurteil sein,
> aber zumindest die Franzosen, die ich persönlich kennengelernt hatte in
> ähnlichen Kontexten (an der Uni, also nicht privat) hatten immer einen
> deutlichen Sinn für "sprachliche Machtbalance" spüren lassen. Klar,
> keiner ist gerne der "hilflose Depp" und Sprache ist den Franzosen halt
> besonders heilig.
>
Das ist sogar hin und wieder mit Quebec ein Problem. En francais, s^il
vous plait. Ich hatte hier mal einen Moteur Quebecoise einbauen muessen,
da war alles franzoesisch. Prompt lief das Dingen rueckwaerts. Jaune
hiess eben gelb, haette man wissen muessen, hatte man aber nicht ...
> Pragmatismus ist dann schlecht, wenn's zu unfair wird!
>
>>> "Und wie lief's mit den Amis?"
>>> Antwort: "Oh, die haben sehr viel erzählt...
>>>
>
> Der springende Punkt meiner Geschichte war: Vermutlich haben die Amis
> zuhause erzählt: "Das meeting bei denen war super! Wir haben denen alles
> über unsere Produkte erzählt und die waren sichtlich schwer beeindruckt.
> Denen klappte nur noch die Kinnlade runter und blieb die ganze Zeit
> unten, die hatten gar nix mehr gesagt im meeting! Bestimmt kommen
> demnächst Aufträge!"
>
> Und ich habe gehört: "Wir haben denen mehrmals gesagt welche Parameter
> uns wichig sind, aber die haben überhaupt nicht drauf reagiert. Wir
> müssen annehmen, dass die das Problem gar nicht kennen? Was uns wichtig
> ist, haben sie auf jeden Fall nicht verstanden, wie soll das nun
> weitergehen?" (Antwort: Gar nicht)
>
>
> Womit wieder mal bewiesen wäre, dass der Mensch sehr wohl richtig
> beobachten und trotzdem gleichzeitig ein massives Wahrnehmungsproblem
> haben kann. Muss man wohl tatsächlich an "kulturellen Unterschieden"
> festmachen?
>
Noe, die haben wahrscheinlich knallharte Verkaeufer anstelle von
Ingenieuren geschickt. Passiert hier leider oefter.
> Die Japaner wurden hier wie gesagt als verlässliche Partner
> eingeschätzt, denen die Entwicklung und Lieferung eines speziellen ICs
> mit speziellen Eigenschaften in hohen Stückzahlen zugetraut wurde nach
> diesem Gespräch. (War auch nix Besonderes, das IC, nur einige spezielle
> Parameter waren besonders. Keine richtige Raketentechnik!)
>
> Den Amerikanern wurde zugetraut, dass sie den Weg nach Frankfurt finden
> und danach wieder nach Hause. (Büschen herzlos formuliert, man könnte
> besser fragen: "Was zum Geier war da bloss schief gelaufen?")
>
>>
>> Einige Monate spaeter knallen diese Amis dann den Dual-Core Prozessor
>> bei einer Messe auf den Tisch...
>
> Das Problem hier war wohl, dass die Amerikaner zu wenig knallig auf die
> speziellen Parameter des ansonsten Standard-MMICs eingegangen sind und
> generell ihr Mundwerk zu knallig eingesetzt hatten hinsichtlich anderer
> Produkte, die gar nix mit diesen Parametern zu tun hatten. Zu grosses
> generalisiertes Mundwerk in dieser speziellen Situation! Wenn man ihnen
> das *technisch* nicht zugetraut hätte, hätte man sie nicht eingeladen
> zum meeting. Das Problem lag also woanders, nicht in der technischen
> Machbarkeit, nicht?
>
>
> Mal ganz cool überlegt ohne Reizwort "Amerikaner" (auf das einige halb-
> automatisch triggern könnten), also ganz auf die Sache mit den
> kulturellen Unterschieden bezogen:
>
> Wieviele Aufträge gehen wohl verloren wegen so nem Krampf?
>
Wenn man technisch nicht weiterkommt, ist der Auftrag futsch. Nun hatte
ich das aber auch mit Firmen in Teutonia, bzw. meist Bavaria. Eine
brachte es wiederholt nicht zurande, Zahlungen aus Amerika abzuwickeln
und hat sich damit einen laufenden Auftrag versalzen (den ich denen
letztlich besorgt hatte!). Nun, BOM geaendert, ECO geschrieben und Japan
schaffte das dann. Dann war eine, wo jemand extra angereist kam, um den
Auftrag zu "bunkern". Dem hatte ich vorher eindeutig gesagt, dass es
ohne EMV keinen Auftrag geben kann. Hatte er (oder sein Chef?)
ignoriert. Vielleicht nach dem Motto "Du buegelst das jetzt gerade und
holst den Auftrag". Er schlich bedroeppelt wieder von dannen. Wie heisst
es? Ausser Spesen nicht gewesen. Gibt's ueberall, in Amerika, Europa und
manchmal auch Asien.
Phonetisch bestimmt. Die japanische Sprache kennt nur "geschlossene
Silben", immer Konsonant-Vokal, ganz regelmässig (ausser "n"), denk an
Ka-wa-sa-ki, Su-zu-ki, Na-ga-sa-ki, Ma-tu-si-ta, To-yo-ta, Mi-tu-bi-si
u.s.w. Du bist dann also nicht Jörg sondern Jo-ru-gu und ich bin
Ru-di-ge-ru. Das ist sicher ein phonetisches handicap, damit unsere
"unlogischen" Worte mit Mehrfachkonsonantverbindungen, bei denen auch
noch jeder Vokal mal so, mal so ausgesprochen wird, phonetisch
hinzubekommen.
Japaner brauchen, genau wie Inder und anders als alle Europäer, keine
Lautschrift. Sie sprechen einfach so, wie es geschrieben wird (in
ihren 'Silbenzeichen' natürlich, nicht in unseren *Buchstaben*). Das
Problem liegt also wirklich in "unserer" unlogischen Phonetik, das
muss man sich mal klar machen bei der G'schicht!
Kannst aber sicher sein, dass sie die englische Sprache (ähem: die
*englische* Sprache) sehr gut verstehen wenn sie zu dir kommen, viel
besser als sie es sprechen können. So ähnlich, wie manche Leute hier ja
die französischen Nasale partout nicht hinbekommen. Sie können dann
im Prinzip trotzdem perfekt verstehen, aber halt nur komisch sprechen.
Ausserdem: Engländer haben mir auch schon versichert dass sie in Amerika
nur jeden zweiten Satz verstehen, ernsthaft jetzt! *g*
> Zum anderen sind sie verlaessliche Geschaeftspartner und sowas haelt
> auch mal locker eine Generation oder mehr.
Ganz wichtige Sache!
> Ein WMS (wirklich mächtiger Scheich, (tm)) dreht Euch
> einfach bei passender Gelegenheit den Geldhahn zu.
> Öl braucht es da garnicht als Mittel, es reicht schlicht ein:
> "sorry, keine Investments und wir hätten es gerne in Euro."
Ein 'katastrophischer Notfall'.
> Ich kann echt nur hoffen, dass Ihr bald einen anderen
> Präsidenten(in) bekommt,
Kannst du dann vergessen.
CNR, Dieter
P.S.: "Catastrophic Emergency" means any incident, regardless of
location, that results in extraordinary levels of mass casualties,
damage, or disruption severely affecting the U.S. population,
infrastructure, environment, economy, or government functions.