ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung von der Materie hat,
hat er mich gefragt, wie man das machen müßte. Ich habe ihm da zu Relais
geraten, die Ausgänge liefern 12V/1A, die können die 230V-Relais problemlos
schalten (an Freilaufdioden ist gedacht). Nur - wie baut man das mechanisch
am klügsten auf? Es handelt sich um Printrelais, die also wohl am klügsten
auf einer Platine untergebracht werden. Vier kommt da dann auch nicht
drauf, Schraubklemmen für die Eingänge, Schraubklemmen für die Ausgänge.
Kann man da noch Lochpunktraster benutzen? Oder ist das schon VDE-mäßig
bedenklich? Ich würde die Verbindung zwischen den Relais- und
Schraubklemmenpins dann mit isoliertem Draht herstellen.
Kann man das machen?
Gruß
Henning
--
henning paul home: http://www.geocities.com/hennichodernich
PM: henni...@gmx.de , ICQ: 111044613
> Hi NG,
>
> ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
> 230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung von der Materie hat,
> hat er mich gefragt, wie man das machen müßte. Ich habe ihm da zu Relais
> geraten, die Ausgänge liefern 12V/1A, die können die 230V-Relais problemlos
> schalten (an Freilaufdioden ist gedacht). Nur - wie baut man das mechanisch
> am klügsten auf? Es handelt sich um Printrelais, die also wohl am klügsten
Soll er doch Industrierelais auf Hutschienenstecksockeln nehmen, dann
ist das alles gar kein Problem. Ist auch billig. Was fuer eine
seltsame SPS liefert denn 12V statt 24V wie sonst ueblich?
Gruss,
Juergen
--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Genève 23
Das Printrelais, welches 230 V schaltet muß der Schutzklasse II entsprechen.
Bei einem solchen Relais ist der Abstand der Anschlüsse Spule und Kontakt
mindestens 8 mm. Die Isolationsspannung zwischen Spule und Kontakt beträgt
bei einem solchen Relais mindestens 2750 Volt~ .
Der 230V-Kontaktausgang des Relais muss somit auch mindestens 8mm Abstand
von der restlichen Schaltung haben. Diese 8mm sind Luftstecke auf einer
Platine, wenn Du allerdings für 230V isolierte Drähte verlegst brauchst Du
diesen Abstand nicht einzuhalten. Am günstigsten ist es, wenn das Relais am
Rande der Platine sitzt und somit der 230V-Kontakt möglichst weit vom Rest
der Schaltung entfernt ist.
Gruss Franz
>> ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
>> 230V-Verbraucher schalten.
>
> Soll er doch Industrierelais auf Hutschienenstecksockeln nehmen, dann
> ist das alles gar kein Problem. Ist auch billig. Was fuer eine
> seltsame SPS liefert denn 12V statt 24V wie sonst ueblich?
Das muß irgendein Spielzeugteil fürs Labor sein. Ich hab's auch nicht
gesehen, ich mußte mir aus seinen Schilderungen was zusammenreimen, er hat
auch kein einziges Stück Dokumentation zu seinem Material.
>> Kann man da noch Lochpunktraster benutzen? Oder ist das schon VDE-mäßig
>> bedenklich? Ich würde die Verbindung zwischen den Relais- und
>> Schraubklemmenpins dann mit isoliertem Draht herstellen.
>>
>> Kann man das machen?
>>
> Auf Lochraster werden wegen der Loetpads die Isolierabstaende
> nicht eingehalten. Also Loetpads zwischen Spule und Kontakt
> und zwischen den Kontakten entfernen, dann kannst du die
> Verbindungen auch mit blankem Schaltdraht machen.
So hab' ichs bis jetzt privat auch immer gemacht.
> Aber die mechanische Befestigung von Schraubklemmen auf Lochraster
> finde ich ebenfalls bedenklich.
Und die von dicken Relais erst...
> Du solltest Schraubklemmen verwenden, die zusaetzlich noch
> auf die Platine geschraubt werden.
> Und weil das aalles so kompilziert ist: Mit Edding auf
> kupferbeschichtete Platine malen und in Eisen(III)chlorid
> aetzen ist einfacher...
Das war auch meine erste Idee, aber da ich noch nie eine Platine geätzt
habe, wollte ich nicht jetzt, wo's drauf ankommt, damit anfangen. Mir ist
das eine zu große Rumsauerei.
>ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
>230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung von der Materie hat,
[...]
>Kann man da noch Lochpunktraster benutzen? Oder ist das schon VDE-mäßig
>bedenklich? Ich würde die Verbindung zwischen den Relais- und
>Schraubklemmenpins dann mit isoliertem Draht herstellen.
>
>Kann man das machen?
Jo, sollte gehen, hab ich auch schon gemacht.
Am besten eine Epox-Lötpunk-Raster nehmen, da die mechanisch stabiler
ist.
Die Verbindungen hab ich mit etwas dickerer (0.75-1mm) Litze gemacht.
Danach alle nicht benutzten Lötpunke zwischen der Relaisspule und
Schaltelement mit einem heissen Lötkolben entfernen, so geht das geht
am einfachsten. Als Relais hab ich grösseren Steck-/Printrelais
genommen, z.B. Fin 40.52.9 von Reichelt oder die billigen Omron von
Conrad.
Das ganze mit Abstandhaltern auf eine Holzplatte oder in ein Gehäuse,
damit man nicht aus Versehen drunterfasst.
Grüsse,
Robert
>>ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
>>230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung von der Materie hat,
> [...]
>
> Das ganze mit Abstandhaltern auf eine Holzplatte oder in ein Gehäuse,
> damit man nicht aus Versehen drunterfasst.
Mir graut schon vor gegrillten Maschinenbauern, die hams ja nicht so mit
Strom <duck>, ich mußte meinem Freund auch dringend klarmachen, das
Metallgehäuse unbedingt zu erden, er wollte ein abgekniffenes Kabel von
einem Wasserkocher mit Eurostecker benutzen... Angeblich soll die
Heizschlange aus dem Gerät auch irgendwo verbaut werden. 2200VA. Wenn die
auch über Relais auf Lochraster geschaltet werden soll...
welcher Wasserkocher mit 2200W hat den ein Euro-Kabel?
Ciao - Peter
--
Aufruf an unserer Asta-Pinwand: "Demo gegen Viva Plus [...] Wir
demonstrieren gegen Scheiße!!! Wir wollen Viva 2 zurück!!!"
> welcher Wasserkocher mit 2200W hat den ein Euro-Kabel?
Gute Frage eigentlich - die haben ja zumindest Konturstecker. Aber ob das
Ding wirklich geerdet war, weiß ich jetzt echt nicht mehr. Müßte aber
eigentlich haben, oder?
Butzo
>>>ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit einer SPS
>>>230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung von der Materie hat,
>> [...]
>>
>> Das ganze mit Abstandhaltern auf eine Holzplatte oder in ein Gehäuse,
>> damit man nicht aus Versehen drunterfasst.
>
>Mir graut schon vor gegrillten Maschinenbauern, die hams ja nicht so mit
>Strom <duck>, ich mußte meinem Freund auch dringend klarmachen, das
Scheint auch einer ohne ET Kenntnisse zu sein.
>Metallgehäuse unbedingt zu erden, er wollte ein abgekniffenes Kabel von
Metallgehäuse sind bei 230V eh nicht zu empfehlen.
>einem Wasserkocher mit Eurostecker benutzen... Angeblich soll die
>Heizschlange aus dem Gerät auch irgendwo verbaut werden. 2200VA. Wenn die
>auch über Relais auf Lochraster geschaltet werden soll...
Was soll das den für ein Gerät werden ?
Grüsse,
Robert
Hast Du 'nen Herd o.ä. mit Plaste-Gehäuse schon 'mal gesehen ?
;-)
Oder ist erst bei Drehstrom 400V L gegen L Metall-Gehäuse besser?
;-)
Erdschluss ist der endgültige Untergang der Menschheit.
Grüsse aus der ehemals wechselstromfreien Stadt Baden-Baden (damalige
Netzspannung 160V DC).
--
Georg O.F. Richter
alias Hourdi
hourdi_@_t-online.de
> Hi NG,
>
> ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit
> einer SPS 230V-Verbraucher schalten. Da er absolut keine Ahnung
> von der Materie hat, hat er mich gefragt, wie man das machen
> müßte. Ich habe ihm da zu Relais geraten, die Ausgänge liefern
> 12V/1A, die können die 230V-Relais problemlos schalten (an
> Freilaufdioden ist gedacht). Nur - wie baut man das mechanisch
> am klügsten auf? Es handelt sich um Printrelais, die also wohl
> am klügsten auf einer Platine untergebracht werden. Vier kommt
> da dann auch nicht drauf, Schraubklemmen für die Eingänge,
> Schraubklemmen für die Ausgänge.
Warum nimmst Du nicht einfach SDS Relais?
Lutz
>>Mir graut schon vor gegrillten Maschinenbauern, die hams ja nicht so mit
>>Strom <duck>, ich mußte meinem Freund auch dringend klarmachen, das
>
> Scheint auch einer ohne ET Kenntnisse zu sein.
In der Tat. Da haben ihm "Grundlagen der Elektrotechnik I+II" auch nicht
geholfen. Aber meine Kommilitonen, die nicht schon seit über 10 Jahren
basteln wüßten so etwas auch nicht.
>>einem Wasserkocher mit Eurostecker benutzen... Angeblich soll die
>>Heizschlange aus dem Gerät auch irgendwo verbaut werden. 2200VA. Wenn die
>>auch über Relais auf Lochraster geschaltet werden soll...
>
> Was soll das den für ein Gerät werden ?
Eine Ein-Tassen-Geschirrspülmaschine. Interessanterweise haben die WiMis,
die die Studis bei ihren Projekten unterstützen sollen auch keine Ahnung...
:-)
>> ein Freund von mir (P-Technik-Student) muß für ein Projekt mit
>> einer SPS 230V-Verbraucher schalten.
>
> Warum nimmst Du nicht einfach SDS Relais?
Du meinst Halbleiterrelais oder irre ich mich da? Kostengründe. Außerdem
hätte ich das Problem der Zuleitungen da immer noch.
> (damalige Netzspannung 160V DC).
Wann?
>>> Was soll das den für ein Gerät werden?
>> Eine Ein-Tassen-Geschirrspülmaschine.
> ROTFL!
Krank, ich weiß. Da sollen die Maschbauer aber wohl was dran lernen. Die
sollen alles an dem Teil (bis auf die SPS) selber bauen. Blechbiegen kann
ich ja noch verstehen (sind schließlich Grobmotoriker *g*) aber die müssen
auch noch klempnern und sich mit (230V-)Ventilen, Pumpe und Heizspirale
umärgern.
Muss ich nachforschen. Ich habe eine Glühlampe 160V 300W aus "der" Zeit, und
die wirklich alten Radios der Einheimischen waren überwiegend GW. Wenn die
Neureichen zuzogen, musste erst 'mal schwer umgerüstet werden. Meine
(natürlich nicht neu gekaufte) Telefunken-Musiktruhe (ca.1930) ist
nachträglich Baden-Baden"isiert" worden, weil nur von 110 auf 220V (DC)
umschaltbar mit 160V nicht funktioniert hat. Schauderhaft!
Wer ziemlich spät umgerüstet hatte, musste bem Übergang auf AC wieder löhnen
oder neu kaufen.
Ich habe vor etwa 10 Jahren noch auf dem Kellersims eines Hauses ein
"Beutelelement" (Chemie-Batterie zum "ansetzen") für die Klingelanlage
gesehen. Die DC-Netzspannung wollte man damals wohl nicht mit der
Klingeltafel vernubbeln. War aber nicht mehr in Gebrauch ;-)
Aus der ehemaligen Generatorhalle werden gelegentlich vom SWR
TV-Veranstaltungen übertragen. Die Schalttafel ist noch vollständig
erhalten, eine Augenweide! Muss 'nächstdem 'mal 'paar Photos machen ...
Grüsse aus (u.a.) Baden-Baden, D.C.
Yepp habe ich gemeint. Die passen AFAIK im Raster 5,08 auf der 230 V
und 2,54 auf der 24 V Seite. IMHO einfacher auf einer Lochraster
unterzubringen.
Lutz
Hallo Georg,
diese Glühlampe müsste man doch heute gut mit einer
Vorschaltdiode an 230 Volt betreiben können! Klappt
leider nicht mit ´ner Musiktruhe.
Wann wurde diese nostalgische Spannungsversorgung
in Baden-Baden denn abgeschafft? M.W. wurde in
Hannover etwa 1930 von Gleich auf Wechselstrom
umgeschaltet. (Die Umschaltung von 127/220V Drehstrom
auf 220/380V war etwa 1960, aber da hatten die normalen
Haushalte ja keine Probleme mit der Umstellung)
Gruss
Harald
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
> umgeschaltet. (Die Umschaltung von 127/220V Drehstrom
> auf 220/380V war etwa 1960, aber da hatten die normalen
> Haushalte ja keine Probleme mit der Umstellung)
Wieso nicht? Die ganzen Steckdosen mussten doch von einem Dreickes-Zweig in
einen Stern-Zweig umgeklemmt werden? Oder übersehe ich etwas?
> Wieso nicht? Die ganzen Steckdosen mussten doch von einem Dreickes-Zweig in
> einen Stern-Zweig umgeklemmt werden? Oder übersehe ich etwas?
Der "normale Haushalt" hatte einfach Wechselstrom. Die Umklemmung
erfolgte EVU-Seitig, will heißen: Statt zwei Phasen bekam der Kunde nun
eien Phase und Nulleiter. In dieser Zeit wurden dann auch die
Schuko-steckdosen langsam salonfähig :-9
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Andreas.B...@gmx.de V+49-162-9850173
Xot...@T-Online.de xot...@gmx.de
Kapier ich nicht ganz. Warum sollte Rumklempnern unter der Würde eines
MaschIng sein? Ich erzähl lieber nicht, was andernorts Naturwissenschaftlern
zugemutet wird, auch Post-Docs. Schnellkurs im Drehen und Hartlöten von
Vorteil, Kenntnisse in der Raumpflege und in Sekretariatsarbeit
Voraussetzung....
--
mfg Rolf Bombach
Nett, da war also ca. 155V gegen Erde auf jedem Anschluss. Ich nehme
an resp. hoffe, da waren dann beide Zuleitungen abgesichert...
"OK, kanns't loslegen, die Sicherung ist raus" ;->>
--
mfg Rolf Bombach
IIRC gibt es Relais, mechanisch oder halbleiterisiert, welche
die Starkstromanschlüsse direkt am Relais haben. Wüsste jetzt
aber nicht mehr, wo ich die gesehen habe (Omron?).
--
mfg Rolf Bombach
Und nicht zu vergessen: Der Umgang mit diesen lästigen Studenten. Uni wäre so
schön ohne Studenten, aber nein... ;-)
--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.in.tum.de/~acher/
"Oh no, not again !" The bowl of petunias
>Andreas Bockelmann wrote:
>>
>> Der "normale Haushalt" hatte einfach Wechselstrom.
>Nett, da war also ca. 155V gegen Erde auf jedem Anschluss. Ich nehme
>an resp. hoffe, da waren dann beide Zuleitungen abgesichert...
Nicht ganz Spannung Aussenleiter-Aussenleiter= 220V, Aussenleiter-
Null=127 (Sqr 3)
Gab es in einigen Gegenden Deutschlands bis Anfang der 80er Jahre.
Ich kenne noch eine Anlage, da ist noch ein eigener Trafo fuer den
Aufzug vorhanden der 3x220/127 liefert.
Logisch, das jeder Aussenleiter einen eigenen
Leitungsschutzschalter/Sicherung hat.
regards
Ralph
--
Ralph Heiden
Filter gesetzt fuer: aol; yahoo; hotmail; gmx.net
Hallo Rolf,
abgesichert schon, "gezählt" wurde aber nur eine Phase,
sodas der Stromklau mit 127V zwischen der "ungezählten"
Phase und der "Erde" (z.B. Wasserleitung) recht einfach
war. Mein Vater (Elektromeister) hat mir einige nette
Geschichten aus der Zeit erzählt.
Nachtrag: Hier hab ich sie. Matsushita electric works
LE serie mit 8mm Luft/Kriechstrecke und Anschlusszungen
nach "oben". Isolationsklasse B bis 130°C, 16A Strom,
und daher angeblich "speziell für Geschirrspüler".
Was will man mehr... ;-)
Find grad nur die Daten von LF
http://www.mew-europe.com/mew/downloads/datenblatt/lf_en.pdf
(speziell auch für hochleistungs Eintassenspülen bis 4.5 kW :-))
--
mfg Rolf Bombach
> Nachtrag: Hier hab ich sie. Matsushita electric works
> LE serie mit 8mm Luft/Kriechstrecke und Anschlusszungen
> nach "oben". Isolationsklasse B bis 130°C, 16A Strom,
> und daher angeblich "speziell für Geschirrspüler".
> Was will man mehr... ;-)
> Find grad nur die Daten von LF
> http://www.mew-europe.com/mew/downloads/datenblatt/lf_en.pdf
> (speziell auch für hochleistungs Eintassenspülen bis 4.5 kW :-))
Angeblich soll sich bei den Produktionstechnikern im Fachbereich noch
jemand mit Ahnung angefunden haben... :-)