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Kaminofen + Dunstabzug: Differenzdrucksensor für 4 Pa (0,04 mBar)

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Ulrich Lukas

unread,
Nov 2, 2008, 4:24:18 PM11/2/08
to
Hi,


kennt jemand einen Differenzdrucksensor (Sensorelement, kein
Fertiggerät), der einen Messbereich von 4...20 Pascal hat?


Hintergrund: Wenn man eine Abluft-Dunstabzugshaube zusammen mit einem
herkömmlchen Kaminofen in der Wohnung hat, muss man, um auszuschließen,
dass die Dunstabzugshaube Abgas in die Wohnung saugt, einen
Luftdruckwächter (Unterdrucksensor) oder eine Verriegelung mit einer zu
öffnenden Belüftungsöffnung haben.

Unsere Haube hat so einen Unterdrucksensor installiert, der bei dem
(verdammt geringen) Unterdruck von 4 Pascal innerhalb von einer Minute
den Abzug abstellt.

Das fand ich praktischer, weil man dann die offene Zuluftöffnung so
nicht unbedingt direkt in der Küche haben muss, wo man im Winter sonst
viel kalte Zugluft ertragen müsste.


Weil aber der Sensor bei uns ohne Vorwarnung abschaltet, ist das etwas
nervig.

Schön wäre, wenn ich vorher ein akustisches Signal hätte, so dass ich
die Belüfungsöffnung rechtzeitig öffnen kann.

Und genau dafür wollte ich ein kleines Gerät konstruieren.

Vielleicht gleich mit Anzeige, dass man z.B. auch den Kaminzug messen
kann o.ä.


Leider sind die Sensoren, die ich in meinen Katalogen finden konnte,
meist für deutlich größere Drücke gebaut..

Gibt es fertige Sensoren für derart kleine Drücke?


Viele Grüße,
Ulrich

Joerg

unread,
Nov 2, 2008, 4:48:38 PM11/2/08
to

Ich fuerchte, die werden auf jeden Luftzug mit einer Abschaltung
reagieren. Hund saust in die Kueche, Tuer knallt zu, Haustuer wird bei
Wind aufgemacht etc.

Unser Holzofen hat einen gescheiten dreiwandigen Edelstahl-Liner im
Schornstein. Wenn das mal zieht, dann juckt den die (ziemlich grosse)
Abzugshaube hier nicht. Da siehst Du nicht die Bohne einer Aenderung am
Flammverhalten. Und die hat einen Motor von etwa 1/4PS.

Andere Moeglichkeit: Aussenluftzufuhr fuer den Holzofen. Koennen
zumindest hier die meisten, weil das in manchen Gegenden und kleineren
Wohnungen Vorschrift ist.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Ulrich Lukas

unread,
Nov 2, 2008, 5:01:29 PM11/2/08
to
Hallo Jörg,


Joerg schrieb:


> Ich fuerchte, die werden auf jeden Luftzug mit einer Abschaltung
> reagieren. Hund saust in die Kueche, Tuer knallt zu, Haustuer wird bei
> Wind aufgemacht etc.

Die Dunstabzugshaube schaltet mit einer Minute Verzögerung ab.

Das Problem bei uns ist eher, dass das Haus an sich /meist/ genug
"undicht" ist, so dass der Unterdruck nicht zu groß wird.
Daher wäre es schön, wenn man bescheid wüsste, wann es tatsächlich mal
nötig ist, das Fenster auf Kipp zu stellen, damit der Abzug nicht
abschaltet.

Der bleibt dann nämlich für fünf Minuten komplett aus.


> Andere Moeglichkeit: Aussenluftzufuhr fuer den Holzofen.

Ja, wäre nicht verkehrt. Allerdings müssen die raumluftunabhängigen Öfen
hier bei uns speziell für diesen 100% (unter-)druck-dichten Betrieb
geprüft sein, und das sind auch von den Öfen für Raumluftunabhängigen
Betrieb nicht alle. Unserer jedenfalls nicht.
Ausbauen möchte ich den Unterdruckwächter des Abzugs jedenfalls nicht.
(Der ist sogar lt. Hersteller mit zweifach redundanter Technik
ausgeführt - TÜV-geprüft usw., damit ja nix schiefgehen kann...)


Viele Grüße,
Ulrich

Joerg

unread,
Nov 2, 2008, 5:29:46 PM11/2/08
to

Dann bliebe wahrscheinlich nur ein differenzieller Innen/Aussen Sensor
und da muesste man einmal mit der Hilti durch die Mauer. Frueher hatten
die mal so etwas, finde den aber nicht mehr, muesstest Du anfragen:

http://www.meas-spec.com/

Die kosteten allerdings noerdlich von $30-40 in Einzelstuecken. Ich
weiss auch nicht mehr, wie ueberlastfest sie sind. Du willst ja sicher
nicht dass er jedesmal kaputtgeht, wenn einer die Tuer zuknallt oder ein
Pilot der Luftwaffe seinen Tornado mal voll durchzieht.

Thomas Hu"bner

unread,
Nov 2, 2008, 5:41:19 PM11/2/08
to
Ulrich Lukas wrote:
> kennt jemand einen Differenzdrucksensor (Sensorelement, kein
> Fertiggerät), der einen Messbereich von 4...20 Pascal hat?

Soso. Kein Fertiggerät.
Schaltdruck eines handelsüblichen Mikroschalter im Verhältnis zu einer
aufgespannten Neoprenmembran? Erforderliche Fläche darfst du selbst
ausrechnen.
Passt eigentlich besser nach d.r.h.

--
Thomas


Ulrich Lukas

unread,
Nov 2, 2008, 6:52:45 PM11/2/08
to
Hallo,


Thomas Hu"bner schrieb:

> Schaltdruck eines handelsüblichen Mikroschalter im Verhältnis zu einer
> aufgespannten Neoprenmembran?

Im Prinzip wäre das vielleicht eine Möglichkeit. Abgesehen davon, dass
ein herkömmlicher Mikroschalter eine reichlich unhandliche Membranfläche
erfordern würde (Größenordnung von 1000cm³), sind meine Möglichkeiten
für mechanische Konstruktionen leider recht beschränkt.


> Soso. Kein Fertiggerät.

Mit "Fertiggerät" meinte ich nicht den Drucksensor, sondern z.B. ein
komplettes Laborgerät mit Anzeige, oder eben so einen fertigen
Innenraum-Luftdruckwächter. Denn das wäre eben für mein Eigenbauprojekt
nicht geeignet.

Tja, und bei dem heutigen Stand an MEM-Systemen wäre ich irgendwie
enttäuscht, wenn man das nur "diskret", und mit riesigen Membranen
hinbekäme. Zumal dort ja Dinge wie Schwerkraftkompensation (Einbaulage)
relativ leicht zu machen sind.

Und insofern ist die Suche nach einem passenden Sensor aus meiner Sicht
dann auch eher weniger ein Thema für "d.r.h"...


Gruß,
Ulrich

Joerg

unread,
Nov 2, 2008, 7:26:50 PM11/2/08
to
Ulrich Lukas wrote:

[...]

> Tja, und bei dem heutigen Stand an MEM-Systemen wäre ich irgendwie
> enttäuscht, wenn man das nur "diskret", und mit riesigen Membranen
> hinbekäme. Zumal dort ja Dinge wie Schwerkraftkompensation (Einbaulage)
> relativ leicht zu machen sind.
>

Geht alles mit MEMS und Bruecken, aber dann kostet das:

http://www.allsensors.com/datasheets/commercial_temp/amp_low.pdf

Bei der Variante mit +/- 1mbar Messbereich solltest Du Dich beim Preis
hinsetzen, unter $100 ist da sicher nichts gebacken. In der Klimatechnik
wird so etwas bei uns (USA) oft tatsaechlich noch mit Schaltern und
Klaeppchen oder Unterdruckdosen gemacht. Vermutlich noch solange, bis
MEMS Sensoren preislich einigermassen auf dem Teppich angekommen sind.

Was hier auch oft benutzt wird sind Unterdruckdosen. Z.B. wird bei
unserem Pelletofen die Holzpellet-Zufuhr abgeschaltet, wenn der
Unterdruck nicht einen gewissen Pegel hat. Dito in der Gaszentralheizung.

Vielleicht laesst sich auch im KFZ-Bereich etwas finden und zweckentfremden.

Ein Holzofen moderner Art, also mit Lufteinlass-Stutzen, saugt an
selbigem uebrigens ganz ordentlich. Das liesse sich ebenfalls auswerten,
nur muesstest Du dann das Signal zuverlaessig an die Abzugshaube
bringen. So, dass sie bei Ausfall der Signalstrecke ausgeht. Was
ausserhalb der Brennphasen, beim Anheizvorgang etc. passieren soll
muesste auch ueberlagt werden.

Wie auch immer, ein Holzofen ohne Aussenluftzufuhr in einem relativ
dichten Gebaeude waere mir nicht so geheuer. Selbst hier (nicht allzu
dichtes Haus) haben wir oben und unten CO Detektoren, plus fuenf
empfindliche Rauchmelder. Die gehen schon los, wenn 10m weiter ein
Toastbrot leicht anbrennt. Sicher ist sicher.

gUnther nanonüm

unread,
Nov 2, 2008, 7:37:49 PM11/2/08
to

"Ulrich Lukas" <stellpla...@datenparkplatz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:gel5q3$gsd$02$1...@news.t-online.com...
..

> kennt jemand einen Differenzdrucksensor (Sensorelement, kein
> Fertiggerät), der einen Messbereich von 4...20 Pascal hat?

Hi,
kommunizierende Röhre? Dünner transparenter Schlauch durch die Wand, Tinte
rein und ein paar Skalenstriche dran... Dann zur Not ne Lichtschranke
dazufrickeln.

--
mfg,
gUnther


Joerg

unread,
Nov 2, 2008, 7:38:24 PM11/2/08
to

Das gaebe bei uns ruckzuck eine Ameisenplage :-)

Ulrich Lukas

unread,
Nov 2, 2008, 11:36:20 PM11/2/08
to
Hallo,


Joerg schrieb:
> http://www.allsensors.com/datasheets/commercial_temp/amp_low.pdf


Danke für den Link!

Der empfindlichste von den dortigen Sensoren (1mBar) scheint gerade gut
genug zu sein; die Temperaturdrift liegt zwar genauso hoch wie der zu
messende Druck, aber für eine nicht 100% kritische Anwendung und bei
halbwegs konstanter Temperatur sollte das ausreichen.

Ich werde mich einmal erkundigen, was sowas kosten würde..


> Vielleicht laesst sich auch im KFZ-Bereich etwas finden und
> zweckentfremden.

Hmm. Bei dem geringen Druck wüsste ich allerdings nicht, wo so ein
Sensor im Auto sitzen könnte.


> Ein Holzofen moderner Art, also mit Lufteinlass-Stutzen, saugt an
> selbigem uebrigens ganz ordentlich. Das liesse sich ebenfalls auswerten,

Es gibt fertige Lösungen für das Dunstabzugshauben-Problem, wo über
einen Temperatursensor einfach die Abgastemperatur im Kamin ausgewertet
wird.

Das hat natürlich den Nachteil, dass die Abzugshaube bei laufendem
Kaminofen nicht benutzt werden kann. Und das kommt bei uns recht häufig vor.


> Wie auch immer, ein Holzofen ohne Aussenluftzufuhr in einem relativ
> dichten Gebaeude waere mir nicht so geheuer. Selbst hier (nicht allzu
> dichtes Haus) haben wir oben und unten CO Detektoren,

Ich habe mich schon häufiger gefragt, warum diese CO-Sensoren bei uns in
Deutschland offenbar nicht so gängig sind.

Sogar - und insbesondere - in Wohnmobilen und Campern habe ich
Gassensoren bislang selten gesehen.

Bestehen die Versicherungen in den USA auf diese CO (und Propan-) Sensoren?

Viele Grüße,
Ulrich

Ulrich Lukas

unread,
Nov 2, 2008, 11:42:01 PM11/2/08
to
Hallo Gunther,


gUnther nanonüm schrieb:


> kommunizierende Röhre? Dünner transparenter Schlauch durch die Wand, Tinte
> rein und ein paar Skalenstriche dran... Dann zur Not ne Lichtschranke
> dazufrickeln.


4 Pa wären ca. 0,4mm Wassersäule.

Hmm. Wäre sicher machbar. Ja, das könnte klappen. Ist ja wirklich nicht
sicherheitsrelevant.

Und ich könnte außerdem noch versuchen, ein möglichst leichtes und
gleichzeitig schwerflüchtiges Öl zu finden, damit der zur Verfügung
stehende Pegelhub größer wird. (Hmm. Was könnte man da nehmen?)


Wenn ich keinen fertigen Sensor finde, werde ich das definitiv einmal
aufbauen!


Was die Differenzdruckmessung angeht, da muss man übrigens kein extra
Loch durch die Wand bohren, denn die Ablufthaube hat ja - zwangsläufig -
schon den Abluftkanal. Da kann man - fluxdiwux - mal eben eine
Fühlerleitung für den Außendruck mit reinziehen. Insofern also gar kein
Thema.


Bis dann,
Ulrich

Thomas Hu"bner

unread,
Nov 3, 2008, 2:36:50 AM11/3/08
to
Ulrich Lukas wrote:
> 4 Pa wären ca. 0,4mm Wassersäule.
>
> Hmm. Wäre sicher machbar. Ja, das könnte klappen. Ist ja wirklich
> nicht sicherheitsrelevant.

Anwendung in CO-gefährteter Umgebung?
Wenn das nicht sicherheitsrelevant ist, was dann?

> Und ich könnte außerdem noch versuchen, ein möglichst leichtes und
> gleichzeitig schwerflüchtiges Öl zu finden, damit der zur Verfügung
> stehende Pegelhub größer wird. (Hmm. Was könnte man da nehmen?)

Eine schwerflüchtige Flüssigkeit mit geringerer spez. Masse als Wasser würde
die Höhe der Flüssigkeitssäule erhöhen und damit das Meßergebnis deutlich
verbessern.

Oder Druckübersetzer.

--
Thomas


Michael Wieser

unread,
Nov 3, 2008, 2:54:03 AM11/3/08
to

Hallo Ulrich

Wir lösen das mit einerm Abgastemperatursensor (preiswert, robust und
vor allem 0815-Sensoren (Austauschbarkeit in 10 Jahren..). Wenn der
mehr als 100° anzeigt brennt der Ofen und die anderen Luftabsauger
bekommen das als Signal.. Funktionert seit einigen Jahren recht gut.

sg
-
Michael Wieser
--

Ulrich Lukas

unread,
Nov 3, 2008, 6:06:18 AM11/3/08
to
Hi,


Thomas Hu"bner schrieb:


> Anwendung in CO-gefährteter Umgebung?
> Wenn das nicht sicherheitsrelevant ist, was dann?

Wie im Text steht, es ist bereits ein Druckwächter installiert.


Gruß,
Ulrich

Thomas Hu"bner

unread,
Nov 3, 2008, 6:13:10 AM11/3/08
to

Stümpt.
Wie ist dort der Drucksensor realisiert?
Lade pix hoch.
Lässt der sich anzapfen?

--
Thomas


Heinz Schmitz

unread,
Nov 3, 2008, 7:45:41 AM11/3/08
to
Ulrich Lukas wrote:

>> kommunizierende Röhre? Dünner transparenter Schlauch durch die Wand, Tinte
>> rein und ein paar Skalenstriche dran... Dann zur Not ne Lichtschranke
>> dazufrickeln.

>4 Pa wären ca. 0,4mm Wassersäule.

Man kann das Rohr schräg stellen (Schrägrohr-Manometer),
um die Säule für gleiche Höhe zu verlängern.

Grüße,
H.

Ulrich Lukas

unread,
Nov 3, 2008, 8:53:15 AM11/3/08
to
Thomas Hu"bner schrieb:

> Wie ist dort der Drucksensor realisiert?

Das Gerät müsste ein "P4 Standard" von Erich Huber GmbH sein. Leider ist
der Kasten unter der abgehängten Decke montiert. (Hätte ich das
montiert, hätte ich vermutlich schon aus Neugier nachgeschaut ;-) )

Aber anzapfen würde ich das sowieso ungern.

Den Eigenbau würde ich dann in der Dunstabzugshaube selbst montieren
(Ist ein Deckenanbaugerät, da ist viel Platz in der senkrechten Säule)


Viele Grüße,
Ulrich


Joerg

unread,
Nov 3, 2008, 10:48:23 AM11/3/08
to
Ulrich Lukas wrote:
> Hallo,
>
>
> Joerg schrieb:
>> http://www.allsensors.com/datasheets/commercial_temp/amp_low.pdf
>
>
> Danke für den Link!
>
> Der empfindlichste von den dortigen Sensoren (1mBar) scheint gerade gut
> genug zu sein; die Temperaturdrift liegt zwar genauso hoch wie der zu
> messende Druck, aber für eine nicht 100% kritische Anwendung und bei
> halbwegs konstanter Temperatur sollte das ausreichen.
>
> Ich werde mich einmal erkundigen, was sowas kosten würde..
>

Aber festhalten, wenn der Preis durchgesagt wird. Wir haben frueher sehr
empfindliche MEMS Sensoren selbst entwickelt, aber leider nicht fuer den
freien Markt. Zur intravaskulaeren Blutdruckmessung, gibt es heute noch:

http://www.volcanocorp.com/products/combowire-xt.asp


Das ist alles wirklich nicht einfach in der Fertigung.

>
>> Vielleicht laesst sich auch im KFZ-Bereich etwas finden und
>> zweckentfremden.
>
> Hmm. Bei dem geringen Druck wüsste ich allerdings nicht, wo so ein
> Sensor im Auto sitzen könnte.
>

Ich meinte Unterdruckdosen, aber die sollte es auch bei Euch ebenso fuer
Gasheizungen geben.

>
>> Ein Holzofen moderner Art, also mit Lufteinlass-Stutzen, saugt an
>> selbigem uebrigens ganz ordentlich. Das liesse sich ebenfalls auswerten,
>
> Es gibt fertige Lösungen für das Dunstabzugshauben-Problem, wo über
> einen Temperatursensor einfach die Abgastemperatur im Kamin ausgewertet
> wird.
>

Kannst Du das nicht mit einer Unterdruckdose im Ansaugrohr kombinieren?


> Das hat natürlich den Nachteil, dass die Abzugshaube bei laufendem
> Kaminofen nicht benutzt werden kann. Und das kommt bei uns recht häufig vor.
>
>
>> Wie auch immer, ein Holzofen ohne Aussenluftzufuhr in einem relativ
>> dichten Gebaeude waere mir nicht so geheuer. Selbst hier (nicht allzu
>> dichtes Haus) haben wir oben und unten CO Detektoren,
>
> Ich habe mich schon häufiger gefragt, warum diese CO-Sensoren bei uns in
> Deutschland offenbar nicht so gängig sind.
>
> Sogar - und insbesondere - in Wohnmobilen und Campern habe ich
> Gassensoren bislang selten gesehen.
>
> Bestehen die Versicherungen in den USA auf diese CO (und Propan-) Sensoren?
>

Fuer Privathaushalte nicht, aber bei Betrieben manchmal schon.
Rauchmelder muessen i.d.R. sein, bei Mietwohnungen z.B. gesetzlich
vorgeschrieben. Persoenlich finde ich den Betrieb von
Verbrennungsanlagen besonders mit fossilen Brennstoffen im Haus ohne CO
Detektor ziemlich riskant.

In Europa wird das irgendwie locker gesehen. Wir waren mit Bekannten
hier auf Reisen und die wunderten sich, wie billig Rauchmelder sind. Auf
den Vorschlag ein Paket mitzunehmen, kam Verwunderung "So was braucht
man doch nicht". Haben sie dann grummelnd doch gekauft, lag >1Jahr rum,
dann hat Maenne das angeschraubt. Einige Jahre danach "PIEP ... PIEP
... PIEP" weckte einer davon die Fmilie auf, als es kokelte.

Michael Eggert

unread,
Nov 3, 2008, 3:50:13 PM11/3/08
to
Ulrich Lukas <stellpla...@datenparkplatz.de> wrote:

Moin!

>Das Problem bei uns ist eher, dass das Haus an sich /meist/ genug
>"undicht" ist, so dass der Unterdruck nicht zu groß wird.

Für den Schornstein gibts doch so Belüftungsklappen, die (rein
mechanisch) ab einem bestimmten Differenzdruck öffnen. Gibts sowas
nicht auch zur Raumbelüftung? Dann wär das Haus _immer_ undicht genug.

>Daher wäre es schön, wenn man bescheid wüsste, wann es tatsächlich mal
>nötig ist, das Fenster auf Kipp zu stellen, damit der Abzug nicht
>abschaltet.
>
>Der bleibt dann nämlich für fünf Minuten komplett aus.

Das allerdings scheint mir das Hauptproblem zu sein. Lässt sich der
Hersteller darüber aus, warum das satte 5 Minuten sein müssen und man
den Abzug nicht von Hand neu starten kann, nachdem man ein Fenster
geöffnet hat?

Gruß,
Michael.

Joerg

unread,
Nov 3, 2008, 4:03:44 PM11/3/08
to
Michael Eggert wrote:
> Ulrich Lukas <stellpla...@datenparkplatz.de> wrote:
>
> Moin!
>
>> Das Problem bei uns ist eher, dass das Haus an sich /meist/ genug
>> "undicht" ist, so dass der Unterdruck nicht zu groß wird.
>
> Für den Schornstein gibts doch so Belüftungsklappen, die (rein
> mechanisch) ab einem bestimmten Differenzdruck öffnen. Gibts sowas
> nicht auch zur Raumbelüftung? Dann wär das Haus _immer_ undicht genug.
>

Das wuerde bei windigem Wetter ordentlich rumkloetern.


>> Daher wäre es schön, wenn man bescheid wüsste, wann es tatsächlich mal
>> nötig ist, das Fenster auf Kipp zu stellen, damit der Abzug nicht
>> abschaltet.
>>
>> Der bleibt dann nämlich für fünf Minuten komplett aus.
>
> Das allerdings scheint mir das Hauptproblem zu sein. Lässt sich der
> Hersteller darüber aus, warum das satte 5 Minuten sein müssen und man
> den Abzug nicht von Hand neu starten kann, nachdem man ein Fenster
> geöffnet hat?
>

Das erinnert mich an die neumodischen Wasserflussreduzierer (hier
"Aerator" und "Flow Reducer"). Die Seife geht nicht von den Haenden
runter, also stellt jeder kalt+heiss auf Anschlag, damit "genug Wasser
kommt". Wo man sonst heiss gar nicht aufgedreht haette. Toll.

Michael Eggert

unread,
Nov 3, 2008, 6:04:56 PM11/3/08
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

Moin!

>> Für den Schornstein gibts doch so Belüftungsklappen, die (rein
>> mechanisch) ab einem bestimmten Differenzdruck öffnen. Gibts sowas
>> nicht auch zur Raumbelüftung? Dann wär das Haus _immer_ undicht genug.

>Das wuerde bei windigem Wetter ordentlich rumkloetern.

Gegen Klappern helfen Öldämpfer wie in der Lade vom Cassettendeck.
Außerdem könnte man die Klappe ja auch noch automatisch verriegeln,
wenn der Abzug aus ist. In jedem Fall löst das das Problem von
Unterdruck im Haus direkt, anstelle einer Vorwarnung für die
Abschaltung bei... usw.

Gruß,
Michael.

Joerg

unread,
Nov 3, 2008, 6:50:03 PM11/3/08
to

Richtig, warum kompliziert wenn es auch ganz einfach geht. Bei uns loest
man das noch einfacher: Mit einem Loch :-)

Das wusste ich frueher nicht und wir bekamen oefter "Besuch". Dann fand
ich das Loch am Kamin und setzte ein feinmaschiges Gitter davor -> Kein
Besuch mehr.

Michael Eggert

unread,
Nov 3, 2008, 7:54:41 PM11/3/08
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

Moin!

>Richtig, warum kompliziert wenn es auch ganz einfach geht. Bei uns loest
>man das noch einfacher: Mit einem Loch :-)
>
>Das wusste ich frueher nicht und wir bekamen oefter "Besuch". Dann fand
>ich das Loch am Kamin und setzte ein feinmaschiges Gitter davor -> Kein
>Besuch mehr.

Da ziehts dann aber auch durch, wenn dort keine Klappe ist.
Und nicht jeder will mal eben seinen raumluftabhängigen Kamin durch
einen raumluftunabhängigen ersetzen.

Gruß,
Michael.

Joerg

unread,
Nov 3, 2008, 8:00:37 PM11/3/08
to

Der Luftweg muss nur lang genug sein. Bei uns rund zwei Meter und die
Oeffnung ist etwa 4cm*6cm. Da zieht nichts gross. Nur eben die
notwendige Ausgleichsstroemung und das ist ja gerade der Sinn der Sache.
Das Loch liegt an der tiefsten Stelle des Gebaeudes, sodass man nicht
gross Waerme rauszischt.

Wolfgang Allinger

unread,
Nov 3, 2008, 9:24:00 PM11/3/08
to

On 03 Nov 08 at group /de/sci/electronics in article
<notthis...@removethispacbell.net> (Joerg) wrote:

>Der Luftweg muss nur lang genug sein. Bei uns rund zwei Meter und die
>Oeffnung ist etwa 4cm*6cm. Da zieht nichts gross. Nur eben die
>notwendige Ausgleichsstroemung und das ist ja gerade der Sinn der
>Sache. Das Loch liegt an der tiefsten Stelle des Gebaeudes, sodass man
>nicht gross Waerme rauszischt.

Aber die Kälte fällt raus. Plummmms :-)


Saludos Wolfgang

--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Joerg

unread,
Nov 3, 2008, 8:29:58 PM11/3/08
to
Wolfgang Allinger wrote:
> On 03 Nov 08 at group /de/sci/electronics in article
> <notthis...@removethispacbell.net> (Joerg) wrote:
>
>> Der Luftweg muss nur lang genug sein. Bei uns rund zwei Meter und die
>> Oeffnung ist etwa 4cm*6cm. Da zieht nichts gross. Nur eben die
>> notwendige Ausgleichsstroemung und das ist ja gerade der Sinn der
>> Sache. Das Loch liegt an der tiefsten Stelle des Gebaeudes, sodass man
>> nicht gross Waerme rauszischt.
>
> Aber die Kälte fällt raus. Plummmms :-)
>

Au ja, das waere fein!

Harald Wilhelms

unread,
Nov 4, 2008, 4:30:10 AM11/4/08
to
On 3 Nov., 01:38, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:

> > kommunizierende Röhre? Dünner transparenter Schlauch durch die Wand, Tinte
> > rein und ein paar Skalenstriche dran... Dann zur Not ne Lichtschranke
> > dazufrickeln.
>
> Das gaebe bei uns ruckzuck eine Ameisenplage :-)

Man kann ja statt Tinte Salzsäure reintun...
Gruss
Harald

Harald Wilhelms

unread,
Nov 4, 2008, 4:42:41 AM11/4/08
to
On 2 Nov., 23:01, Ulrich Lukas <stellplatz-nr....@datenparkplatz.de>
wrote:

> Die Dunstabzugshaube schaltet mit einer Minute Verzögerung ab.
>
> Das Problem bei uns ist eher, dass das Haus an sich /meist/ genug
> "undicht" ist, so dass der Unterdruck nicht zu groß wird.
> Daher wäre es schön, wenn man bescheid wüsste, wann es tatsächlich mal
> nötig ist, das Fenster auf Kipp zu stellen, damit der Abzug nicht
> abschaltet.
>
> Der bleibt dann nämlich für fünf Minuten komplett aus.

Das Problem scheint mir nicht die Abschaltung
an sich zu sein, sondern die Zeitverzögerung.
Vielleicht kannst Du ja den dafür zuständigen
Kondensator finden und ihn mit einem
Knöpfchen kurzschliessen.
WAF-taugliche Bedienungsanleitung: "Falls Haube
plötzlich ausgeht, Fenster öffnen und Knöppken drücken!"
:-)
Gruss
Harald

Harald Wilhelms

unread,
Nov 4, 2008, 7:13:19 AM11/4/08
to
On 4 Nov., 03:24, allin...@brain.net (Wolfgang Allinger) wrote:
> >Das Loch liegt an der tiefsten Stelle des Gebaeudes, sodass man
> >nicht gross Waerme rauszischt.
>
> Aber die Kälte fällt raus. Plummmms :-)

Kann man an der Stelle keinen Kühlschrank drunterstellen?
:-)
Gruss
Harald

Olaf Schultz

unread,
Nov 4, 2008, 7:34:44 AM11/4/08
to
Ulrich Lukas wrote:

> Hi,
>
>
> kennt jemand einen Differenzdrucksensor (Sensorelement, kein
> Fertiggerät), der einen Messbereich von 4...20 Pascal hat?
>

Hm, hier geistert noch das Differenzdruckmanometer der
Ljüngström-Turbine aus Hamburg-Tiefstack rum. +-12 mmWS.
Da reicht schon gegen die Öffnung hauchen oder Luft holen
(mit ca. 1 cm Abstand) locker für Endanschläge) > Verdammt wenig Differenzdruck.

Olaf, das rückt homo collectus aber nicht raus, Schultz

PS: Hat jemand Interesse an einem 3-Phasen-Wattmeter?
(-10...+40MW für Übertrager 6000>100V und 4000>5A.
für 195er Schaltwandlöcher? Dann bitte per mail melden. Übertrager hab ich aber nicht.


Wolfgang Allinger

unread,
Nov 4, 2008, 8:39:00 AM11/4/08
to

On 04 Nov 08 at group /de/sci/electronics in article
<news...@ich.ms> (Harald Wilhelms) wrote:

Möglich, aber besser ist es, einfach geprüfte und zertifizierte Eimer
für Spannungsabfall zu benutzen, dann kann man die Kälte bis zum
nächsten Sommer konservieren und dann gezielt als Kältestrahlung
rauslassen. Weitere Top-Idee: In Flaschen abfüllen und dann an die
Goldöhrchen verhökern, Testbericht mit 'seitdem klingen meine damit
homokinetisch handmassierten OFC-Kabel prägnater' dazu, Preis nicht
unter 99$/299ml und das Geschäft brummt.

Uwe Hercksen

unread,
Nov 4, 2008, 7:58:19 AM11/4/08
to

Joerg schrieb:

> Aber festhalten, wenn der Preis durchgesagt wird. Wir haben frueher sehr
> empfindliche MEMS Sensoren selbst entwickelt, aber leider nicht fuer den
> freien Markt. Zur intravaskulaeren Blutdruckmessung, gibt es heute noch:
>
> http://www.volcanocorp.com/products/combowire-xt.asp

Hallo,

seltsames Datenblatt für einen Drucksensor, kein Wort über Messbereich,
Genauigkeit, Auflösung...
Man kann nur vermuten das das Ding im Bereich von etwa 0 bis 200 mm Hg
funktioniert.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Nov 4, 2008, 8:01:00 AM11/4/08
to

Ulrich Lukas schrieb:

> Und ich könnte außerdem noch versuchen, ein möglichst leichtes und
> gleichzeitig schwerflüchtiges Öl zu finden, damit der zur Verfügung
> stehende Pegelhub größer wird. (Hmm. Was könnte man da nehmen?)

Hallo,

man stellt einfach das Röhrchen dafür nicht senkrecht sondern schräg,
dann wird die Verschiebung viel grösser.

Bye

Joerg

unread,
Nov 4, 2008, 11:57:02 AM11/4/08
to
Uwe Hercksen wrote:
>
>
> Joerg schrieb:
>
>> Aber festhalten, wenn der Preis durchgesagt wird. Wir haben frueher
>> sehr empfindliche MEMS Sensoren selbst entwickelt, aber leider nicht
>> fuer den freien Markt. Zur intravaskulaeren Blutdruckmessung, gibt es
>> heute noch:
>>
>> http://www.volcanocorp.com/products/combowire-xt.asp
>
> Hallo,
>
> seltsames Datenblatt fᅵr einen Drucksensor, kein Wort ᅵber Messbereich,
> Genauigkeit, Auflᅵsung...

> Man kann nur vermuten das das Ding im Bereich von etwa 0 bis 200 mm Hg
> funktioniert.
>

Mediziner spezifizieren anders, das steht in den IFUs, auch in Deutsch
(sind aber grosse Files):

http://www.volcanocorp.com/files/pdf/CW_Multi_US.pdf

Was aber bei solchen Verfahren an der Grenze des technisch machbaren
wirklich zaehlt, sind klinische Studien und deren publizierte
Ergebnisse. Dafuer musst Du meist Mitglied bei einer Aerztegruppe sein.
So kommt es auch, dass Ingenieure wie ich bei TCT gelistet sind. Ich
hatte denen x-mal gesagt, dass ich kein Doktor bin und sie schreiben
mich immer noch mit Dr... an.

Harald Wilhelms

unread,
Nov 4, 2008, 12:30:14 PM11/4/08
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On 4 Nov., 13:34, Olaf Schultz <o.n...@enhydralutris.de> wrote:

> > kennt jemand einen Differenzdrucksensor (Sensorelement, kein
> > Fertiggerät), der einen Messbereich von 4...20 Pascal hat?
>
> Hm, hier geistert noch das Differenzdruckmanometer der
> Ljüngström-Turbine aus Hamburg-Tiefstack rum. +-12 mmWS.
> Da reicht schon gegen die Öffnung hauchen oder Luft holen
> (mit ca. 1 cm Abstand) locker für Endanschläge) > Verdammt wenig Differenzdruck.

Hmm das bringt mich auf eine Idee. Irgendwann in den
letzten 10 ELV- Heften wurde mal ein Sensor zum
Schalten von Geräten beschrieben, der wirklich durch
Pusten betätigt wurde und recht preiswert war (War
wohl gedacht für Behinderte). Wenn ich das Heft noch
finde, werde ich noch mal "Laut" geben.
Gruss
Harald

> PS: Hat jemand Interesse an einem 3-Phasen-Wattmeter?
> (-10...+40MW für Übertrager 6000>100V und 4000>5A.

Wenn Du das grosse M durch ein kleines m
ersetzen könntest, hätte bich vielleicht
Interesse. :-)

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