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Bildröhren regenerieren?

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Peter Osborne

unread,
Aug 31, 2001, 2:27:28 AM8/31/01
to
Für den TV-Servicebereich werden Geräte angeboten, die in der Lage sein
sollen, eine überalterte Bildröhre wieder "aufzufrischen". Aber wie?
Ich kann mir vorstellen, daß Restgas durch bestimmte elektromagnetische
Felder aus dem Vakuum herausgefischt wird (Prinzip der
Getter-Ionenpumpe?), aber wie genau? Es würde mich wirklich brennend
interessieren, wie das elektronisch bewerkstelligt wird, zumal diese
Geräte zu erstaunlich hohen Preisen angeboten werden. Auf (sachkundige)
Kommentare harrend -

Peter

Rüdiger Borrmann

unread,
Aug 31, 2001, 2:55:31 AM8/31/01
to
Hallo Peter,


meine Informationen über solche Geräte sind schon über 20 Jahre alt und es gab
sogar Anleitungen zum Selbstbau. Das Problem mit den Bildröhren wurde so
beschrieben, dass die Kathoden in irgendeiner Weise verschmutzen, der
Emissionsstrom sich reduziert und damit (bei Farbröhren) das Bild auch
unerwünscht bunt wird. Das Regenerieren soll die Verschmutzungen entfernen, und
zwar auf verschiedene Weisen wie erhöhte Temperatur durch überheizen, abbrennen
durch Anlegen hoher Spannung zwischen Kathode und 1. Gitter etc. In leichten
Fällen sollte das auch helfen, bei stark "verbrauchten" Röhren sind auch diese
Versuche zwecklos.
Ich hoffe die Informationen helfen Dir weiter, ausprobiert hatte ich solch ein
Gerät aber nie.


Gruß
Rüdiger

Peter Osborne <petero...@web.de> wrote:
>Für den TV-Servicebereich werden Geräte angeboten, die in der Lage se=


>in
>sollen, eine überalterte Bildröhre wieder "aufzufrischen". Aber wie?

>Ich kann mir vorstellen, daß Restgas durch bestimmte elektromagnetische=


>
>Felder aus dem Vakuum herausgefischt wird (Prinzip der
>Getter-Ionenpumpe?), aber wie genau? Es würde mich wirklich brennend
>interessieren, wie das elektronisch bewerkstelligt wird, zumal diese

>Geräte zu erstaunlich hohen Preisen angeboten werden. Auf (sachkundige)=
>
>Kommentare harrend - =
>
>
>Peter

--
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Harald Wilhelms

unread,
Aug 31, 2001, 3:23:50 AM8/31/01
to
Peter Osborne <petero...@web.de> wrote:
>Für den TV-Servicebereich werden Geräte angeboten, die in der Lage
>sein sollen, eine überalterte Bildröhre wieder "aufzufrischen". Aber wie?


So etwas gab es früher mal für alle Röhren.
Normalerweise wird dabei durch Überheizen die obere verbrauchte Schicht
der Kathode abgesprengt, sodas anschliessend wieder ein höherer
Emissionsstrom fliessen kann.
Gruss
Harald

Herwig Huener & Josella Simone Playton

unread,
Aug 31, 2001, 3:24:48 AM8/31/01
to
2001-08-31 09:25:00 MESZ

Die wollen ihre finanzielle Lage regenerieren. Wenn sie
wirklich etwas hätten, würden sie konkrete Informationen
rausrücken.

Finger weg.

Herwig

--
Herwig Huener webmaster!@!Josella-Simone-Playton.de +49
Josella Simone josella!@!Josella-Simone-Playton.de 8095
Playton http://www.Josella-Simone-Playton.de 2230
GruberStrasse 10 A / D-85655 GrossHelfenDorf / Bayern / EU

Uwe Hercksen

unread,
Aug 31, 2001, 4:02:57 AM8/31/01
to

Herwig Huener & Josella Simone Playton schrieb:

>
> Die wollen ihre finanzielle Lage regenerieren. Wenn sie
> wirklich etwas hätten, würden sie konkrete Informationen
> rausrücken.
>
> Finger weg.

Hallo,

die Regeneriergeräte gibts seit Jahrzehnten, regeneriert wird da die
Emissionsfähigkeit der Kathode(n).
Was da regeneriert wird ist in informierten Kreisen, z.B. Radio und
Fernsehtechniker durchaus bekannt.
Die Hersteller solcher Geräte brauchen also nichts zu verheimlichen was
bei ihren Kunden sowieso bekannt ist.
Einige Geräte haben sogar eine Messung der Emissionsfähigkeit eingebaut,
man kann also sogar vorher messen ob die Regeneration überhaupt sinnvoll
ist und danach wieviel sie gebracht hat.
Man sieht den Erfolg hinterher am Gerät sogar mit blossem Auge, das Bild
ist wieder heller.

Ist also nicht so einfach hier Geräte mit einer nur scheinbaren Wirkung
zu verkaufen, wo man an die Wirkung glauben muss, sie aber nicht
nachweisen kann.

Aber nicht jeder Regenerationsversuch hat Erfolg, eine bereits zu
verbrauchte Kathode, oder eine schon mehrmals regenerierte Kathode kann
den Erfolg verhindern.

Bye

Herwig Huener

unread,
Aug 31, 2001, 5:01:00 AM8/31/01
to
2001-08-31 11:00:00 MESZ

Uwe Hercksen schrieb:

> ...


>
> Hallo,
>
> die Regeneriergeräte gibts seit Jahrzehnten, regeneriert wird da die
> Emissionsfähigkeit der Kathode(n).
> Was da regeneriert wird ist in informierten Kreisen, z.B. Radio und
> Fernsehtechniker durchaus bekannt.

Dann erzähl es uns mal, damit es uns auch bekannt ist! Irgendwie stelle
ich es mir schwer vor, in eine BildRöhre hineinzulangen und die
Kathode zu putzen.

Herwig

Andreas Haimberger

unread,
Aug 31, 2001, 6:01:42 AM8/31/01
to

"Herwig Huener" <Herwig...@fujitsu-siemens.com> schrieb im
Newsbeitrag news:3B8F524C...@fujitsu-siemens.com...

> Dann erzähl es uns mal, damit es uns auch bekannt ist! Irgendwie
> stelle ich es mir schwer vor, in eine BildRöhre hineinzulangen und
> die Kathode zu putzen.

Meines Wissens beseitigen diese Regenerationsgeräte drei Fehler:

[1] Kurzschlüsse zwischen Gitter/Kathode bzw. Gitter/Gitter
[2] Verminderte Elektronenemission der Kathode
[3] Restgas in der Bildröhre


Die Wirkungsweise ist IMHO folgende:

[1] wird durch einen Stromstoß aus einem größeren Kondensator
beseitigt. Der Kondensator wird in geladenem Zustand an die zwei
kurzgeschlossenen Elektroden angelegt, dadurch verdampft die
Berührungsstelle und der Kurzschluß ist beseitigt. Funktioniert
natürlich nicht immer. Wenn die Elektroden durch starke
Erschütterungen verbogen sind, hilft das auch nicht mehr viel.

[2] wird durch längere Überhitzung der Kathode beseitigt. Oxidkathoden
bestehen aus einer Metallelektrode, die mit Bariumoxid beschichtet
ist. Bei der Herstellung entsteht beim "Formieren" der Kathode aus
Bariumoxid und Metallelektrode eine geringe Menge metallisches Barium,
das eine sehr niedrige Austrittsarbeit hat und dadurch die
Emissionsfähigkeit der Kathode steigert. Im Laufe der Zeit verdampft
das Barium aber aus der Kathode, dadurch verringert sich die Emission
und dadurch die Helligkeit. Durch die Überhitzung der Oxidkathode wird
neues Barium erzeugt und die Emission verbessert. Das funktioniert
natürlich nur, wenn noch ausreichende Mengen Bariumoxid vorhanden sind
und die Metallelektrode in gutem Zustand ist.

[3] wird durch Überhitzung der Kathode (erzeugt metallisches Barium,
das Restgase "gettert") und Anlegung einer Hochspannung zwischen
Elektroden der Elektronenkanone beseitigt. Dadurch wird eine
Gasentladung erzeugt, die ionisierte Restgasatome in die Getterschicht
am Röhrenhals "schießt", wo diese gebunden werden. Außerdem wird durch
die Gasentladung ein Bruchteil des Elektrodenmetalls zerstäubt
("sputtern"), wodurch ebenfalls ein gewisser Gettereffekt erreicht
wird. Als Gettern bezeichnet man die chemische oder physikalische
Bindung von Restgasatomen in einer Hochvakuumröhre an reaktiven
Metallschichten (normalerweise Barium). Der silbrige Belag, den jede
Elektronenröhre auf der Innenseite hat, ist eine Getterschicht.

Wenn die Restgase in der Röhre durch Undichtigkeiten an den
Stromdurchführungen entstanden sind, hat das natürlich einen nur sehr
kurzfristigen Erfolg.

MFG, Andy


Uwe Hercksen

unread,
Aug 31, 2001, 6:29:16 AM8/31/01
to

Herwig Huener schrieb:

>
> Dann erzähl es uns mal, damit es uns auch bekannt ist! Irgendwie stelle
> ich es mir schwer vor, in eine BildRöhre hineinzulangen und die
> Kathode zu putzen.

Hallo,

erzählen kann ich hier nicht, nur schreiben.;-)
Aber bevor ich mir die Finger fusselig tippe lies bitte erst mal das
hier durch:
http://www.mueter.de/49BMR1.htm auch den techn. Hintergrund. Wenn dann
noch Fragen offen sind kannst Du dich ja wieder melden. Dort steht auch
das man ja nicht unbedingt in die Bildröhre reinlangen muss, denn man
kann ja schliesslich Spannungen anlegen und Ströme hindurchfliessen
lassen, z.B. durch den Heizfaden.

Der Preis solcher Geräte kommt auch durch die nötigen Adapter für
verschiedene Bildröhren zustande und durch das Erarbeiten der nötigen
Parameter für die verschiedenen Bildröhren. Verkaufen kann man solche
Geräte nur in recht bescheidenen Stückzahlen was den Preis hochtreibt.

Bye

Georg Kreyerhoff

unread,
Aug 31, 2001, 6:23:04 AM8/31/01
to
Herwig Huener <Herwig...@fujitsu-siemens.com> writes:

AFAIK wird durch kurzzeitiges Anlegen einer ueberhoehten Heizspannung die
Kathode etwas heisser gemacht als sonst, so dass Oxidablagerungen
(die sich durch Reaktion mit dem Restgas entwickeln) verdampfen.

Georg

Uwe Hercksen

unread,
Aug 31, 2001, 8:39:25 AM8/31/01
to

Uwe Hercksen schrieb:

>
> erzählen kann ich hier nicht, nur schreiben.;-)

Hallo Herwig, alter Bildröhrenexperte! ;-)

Hat die Information gereicht?

Bye

Herwig Huener

unread,
Aug 31, 2001, 8:45:46 AM8/31/01
to
2001-08-31 14:45:45 MESZ

Uwe Hercksen schrieb:

> ...

> erzählen kann ich hier nicht, nur schreiben.;-)

Aha.

> Aber bevor ich mir die Finger fusselig tippe lies bitte erst mal das
> hier durch:
> http://www.mueter.de/49BMR1.htm auch den techn. Hintergrund. Wenn dann
> noch Fragen offen sind kannst Du dich ja wieder melden.

Da steht nicht sehr viel drin. Aber die anderen Poster haben ja
schon einiges gesagt.

Plausibel sind kurzzeitiger HöherErhitzungen der Kathode und
"NachGetterPumpen" schon - aber dann wäre auch an eine
automatische Regeneration zu denken - eine Elektronik, die 5000
BetriebsStunden abzählt und dann irgend etwas veranlaßt ist
ja nicht so kompliziert.

Herwig

Herwig Huener

unread,
Aug 31, 2001, 9:42:26 AM8/31/01
to
2001-08-31 15:44:44 MESZ

Uwe Hercksen schrieb:
>
> ...
>

> Hallo Herwig, alter Bildröhrenexperte! ;-)
>
> Hat die Information gereicht?

Siehe ParallelPosting: Jaein.

Außerdem bin ich kein "alter Bildröhrenexperte"
- auch wenn ich mein erstes Audion gebaut habe,
als die meisten in dieser NG noch auf die
deterministische Schließbarkeit eines
BlasenSchließMuskels hintrainiert haben ...

Herwig

Harald Wilhelms

unread,
Aug 31, 2001, 10:13:33 AM8/31/01
to
Herwig Huener <Herwig...@fujitsu-siemens.com> wrote:


>aber dann wäre auch an eine
>automatische Regeneration zu denken - eine Elektronik, die 5000
>BetriebsStunden abzählt und dann irgend etwas veranlaßt ist
>ja nicht so kompliziert.
>
>Herwig


Hallo Herwig,
da wäre es für die meisten Hersteller wohl sinnvoller, nach 5000
Stunden das Gerät endgültig abzuschiessen. Die Garantiezeit
ist dann eh vorbei und schliesslich will man ja was Neues verkaufen.

Daniel Tscharnuter

unread,
Aug 31, 2001, 10:07:50 AM8/31/01
to
Herwig Huener wrote:
> Außerdem bin ich kein "alter Bildröhrenexperte"
> - auch wenn ich mein erstes Audion gebaut habe,
> als die meisten in dieser NG noch auf die
> deterministische Schließbarkeit eines
> BlasenSchließMuskels hintrainiert haben ...

ROFL!!!!

--
If brute force doesn't solve your problem, you're not using enough.

Norbert Hahn

unread,
Aug 31, 2001, 11:48:11 AM8/31/01
to
Herwig Huener <Herwig...@fujitsu-siemens.com> wrote:

>Plausibel sind kurzzeitiger HöherErhitzungen der Kathode und
>"NachGetterPumpen" schon - aber dann wäre auch an eine
>automatische Regeneration zu denken - eine Elektronik, die 5000
>BetriebsStunden abzählt und dann irgend etwas veranlaßt ist
>ja nicht so kompliziert.

Naja, eine Elektronik, die dem Betrachter vor der Bildröhre
dann anzeigt, "Vorsicht, es wird dunkel, ich muss mal kurz..."
und dann Hochspannung abschaltet, Kathode auf Masse legt,
die Heizspannung auf 13 V hochfährt und dann 300 V auf G1.
Strom misst und dann wieder alles in Normalbetrieb bringt,
wenn die Kathode wieder abgekühlt ist.

Zu Röhrenzeiten habe ich eine vereinfachte Prozedur ge-
habt: Kathode auf Masse und mal kurz G1 von der Bildröhre
mit der Anode der PL 509 verbunden. Spritzt ein bisschen
in der Bildröhre - aber die ist ja dicht.

Norbert

Peter Liebert-Adelt

unread,
Aug 31, 2001, 2:45:39 PM8/31/01
to
Hi News Group!

Ist ja eigentlich schon reichlich viel geschrieben worden zum Thema
Bildröhren regnerieren.
Ich hab vor weit über 20 Jahren mal so ein Gerät selber gebaut.
Und auch angewendet, allerdings nur bei einfachen S/W Bildrören.
Die Anleitung hatte ich aus einem Buch über Fernsehtechnik.
Als Trafo hab ich einen alten Trafo aus einem Radio mit
Zweiweggleichrichtung
genommen.
Die Technik ist tatsächlich so:
erst durch Überheizen ( ca 2 Volt mehr) feststellen, ob sich die
Emission der Kathode steigern läßt, dann an G1 eine Hochspannung > 600 V
, das spratzelt richtig im Rohr.
Die guten kommerziellen Geräte liefern eine definiert einstellbare
Ladungsmenge,
um die Kathode nicht gleich gänzlich zu sprengen ;-))

Sollten Gitterschlüsse vorhanden sein, kann man die auch mit
Hochspannung befreien.

Inwieweit man bei den deutlich enger gebauten modernen Farbröhren mit
solcher Brachialgewalt vorgehen darf, entzieht sich meiner Kenntnis

Peter
---
http://www.zx81.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Aug 31, 2001, 2:45:19 PM8/31/01
to
Peter Osborne <petero...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B8F2E50...@web.de...

>Für den TV-Servicebereich werden Geräte angeboten, die in der Lage sein
>sollen, eine überalterte Bildröhre wieder "aufzufrischen". Aber wie?

Früher, als man Fernseher noch repariert hat...

Damals habe ich oft einfach die Heizspannung erhöht. Die Kathode
funktioniert in der Mitte am Besten, weil sie dort am heissesten ist. Aussen
ist sie zu kalt, um vernünftig Elektronen zu emittieren. Wenn die Schicht in
der Mitte verbraucht war, habe ich die Heizspannung erhöht. Dann waren auch
die Aussenbereiche so heiss, dass sie die Arbeit der tauben Mitte mit
übernehmen konnten. Das war billiger, als das Wegbringen der Bildrühre zum
Regenerieren. Und ein Regeneriergerät kostete damals richtig Kohle. Das war
nur was für Profis, nicht für Amateure wie mich.

--
Wolfgang Horejsi

Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.


Manfred Schulze

unread,
Sep 1, 2001, 6:22:00 PM9/1/01
to
p.li...@t-online.de meinte am 31.08.01
zum Thema "Re: Bildröhren regenerieren?":

> Hi News Group!
>
> Ist ja eigentlich schon reichlich viel geschrieben worden zum Thema
> Bildröhren regnerieren.
> Ich hab vor weit über 20 Jahren mal so ein Gerät selber gebaut.
> Und auch angewendet, allerdings nur bei einfachen S/W Bildrören.
> Die Anleitung hatte ich aus einem Buch über Fernsehtechnik.
> Als Trafo hab ich einen alten Trafo aus einem Radio mit
> Zweiweggleichrichtung
> genommen.

Es gab auch die Möglichkeit, die höhere Heizspannung aus dem
Hochspannungsteil zu entnehmen. Dazu habe ich damals einige Windungen Cu-
Draht um den Kern des Hochspannungstrafos gewickelt und so die höhere
Heizspannung der Bildröhre erzeugt. Der Aufwand war wesentlich geringer
als mit einem Trafo. Es war allerdings allen klar, dass eine Überhitzung
der Heizung nur eine vorübergehende Verbesserung bedeutete. Ein
Nebeneffekt war meist ein unschärferes Bild.

Mfg

Manfred
--


Uwe Hercksen

unread,
Sep 2, 2001, 9:29:35 AM9/2/01
to
On Fri, 31 Aug 2001 15:42:26 +0200, Herwig Huener
<Herwig...@fujitsu-siemens.com> wrote:

>Außerdem bin ich kein "alter Bildröhrenexperte"

Hallo,

ja das hatte ich auch schon vermutet, nach Deinen 50 kV
Beschleunigungsspannung für Bildröhren und wie Du die Regeneration
einer Bildröhre als unmöglich erklärt hast. ;-)

Es gab früher sogar eine Firma die bei Farbildröhren das ganze
Strahlerzeugungssystem im Hals ausgetauscht hat, bei den teueren
Lochmaskenröhren hat sich das noch rentiert, aber bei den modereren
Bildröhrentypen wohl nicht mehr, die sind einfach zu billig für sowas.
;-)

Bye

Herwig Huener & Josella Simone Playton

unread,
Sep 3, 2001, 3:28:33 PM9/3/01
to
2001-09-03 21:30:00 MESZ

Uwe Hercksen wrote:
>
> On Fri, 31 Aug 2001 15:42:26 +0200, Herwig Huener
> <Herwig...@fujitsu-siemens.com> wrote:
>
> >Außerdem bin ich kein "alter Bildröhrenexperte"
>
> Hallo,
>
> ja das hatte ich auch schon vermutet, nach Deinen 50 kV
> Beschleunigungsspannung für Bildröhren und wie Du die Regeneration
> einer Bildröhre als unmöglich erklärt hast. ;-)

Nunja - ein CoDiplomand hat mir vor 30 Jahren demonstriert,
daß man sogar Germanium-Transistoren durch Löten
reparieren kann. Meiner Erinnerung nach war das aber
so langwierig, daß das selbst bei den damaligen Preisen
nicht wirtschaftlich gewesen wäre.

Rolf Bombach

unread,
Sep 23, 2001, 10:49:40 AM9/23/01
to
Herwig Huener wrote:
>
> Plausibel sind kurzzeitiger HöherErhitzungen der Kathode und
> "NachGetterPumpen" schon - aber dann wäre auch an eine
> automatische Regeneration zu denken - eine Elektronik, die 5000
> BetriebsStunden abzählt und dann irgend etwas veranlaßt ist
> ja nicht so kompliziert.

Üblicherweise halten die Bildröhren ja durch, die TVs/
Monitore machen meist vorher schlapp. Bei echt teuren
Sachen gibt es die fest eingebaute manuelle Regenerierung,
etwa bei Röntgenbildwandlern. Da wartet man, bis der
Ionenfleck stört, und dann wird kurz eine Getterheizung
angeworfen, manuell.

--
MfG Rolf Bombach

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