On 24.08.16 10.21, Michael Bäuerle wrote:
>> Low-ESR Typen, Markenware, Kapazität und
>> Spannung identisch zum zu tauschenden Teil (soweit die Vorräte das
>> hergeben). Oft geht es auch mechanisch gar nicht anders.
>
> Zumindest auf den Computer-Mainboards, die ich bisher repariert habe,
> ging es immer so eng zu, dass ich extra neue Elkos mit exakt passenden
> Abmessungen kaufen musste. Von den vorhandenen Exemplaren hätte keines
> gepasst.
Ach, da muss man kreativ sein. Ich glaube ich habe noch nie einen exakt
passenden Typ bestellt, sondern immer irgendwas reingebastelt, was die
Grabbelkiste her gibt. Meist war es danach noch enger als vorher.
Manchmal waren es danach auch weniger Elkos. Gelaufen hat es immer.
Da sich die Grabbelkiste vorrangig aus (recht alter) Ausschlachtware
rekrutiert, ist da schon einiges an Auswahl. Und die alten, etwas
größeren Elkos sind meist auch besser.
Der Fairness halber sein noch gesagt, dass ich alte Elkos mit der
Soundkarte teste. Widerstand von ca. 2 Ohm in Reihe, und dann an den
Audioverstärker mit ca. 100mV Rosa Rauschen. An Line-In greift man dann
die Spannung am Elko (L) und an beiden in Reihe (R) - also das eigene
Ausgangssignal - ab. Der Rest ist Software (Z(f) = FFT(L)/FFT(R-L)). 1-2
Sekunden später hat man ESC(f) bis 20 kHz und ESR(f) auf einige Milliohm
genau auf dem Schirm. Wenn der ESR nichts kann, geht's ab in die Tonne.
Das einzige, was die Messung stören kann, sind ein nicht genau bekannter
oder nicht rein ohmscher Widerstand und eventuelle Nichtlinearitäten der
Soundkarte. Alles andere kompensiert sich raus, notfalls nach einmaliger
Kalibrierung. Es geht also mit nahezu jeder räudigen Onboard-Karte,
solange man sie nicht übersteuert.
Marcel