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Styroporsäge

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Gockel070

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Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Hallo Leute,

wie baut man eine Styroporsäge. Wer kann mir dabei helfen ?

Gruss
Jörg

Thomas Rieger

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to

Gockel070 <gock...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
19990821123327...@ng-fj1.aol.com...

Also ich hab zwar noch keine gebaut, würde es aber wie folgt tun:

Kauf eine handelsübliche Laubsäge (ich hoffe, du weißt was das is und
wie das Teil aussieht?!).
Diese hat für gewöhnlich einen U-förmigen Metallbogen , in den vorne
das Sägeblatt eingespannt wird. Ein Holzhandgriff ist dann vorne auch
noch angebracht.
Jetzt brauchst du noch einen Widerstandsdraht, den du mit ca. 12V zum
Glühen (bzw. kurz davor!) bringen kannst bei verträglicher Stromstärke
(ich denke bei 2-4A Stromaufnahme sollte das passieren, enspricht etwa
der Leistung eines kleinen Lötkolbens).
Man ersetzt also quasi das Laubsägeblatt durch diesen Widerstandsdraht.
Achtung: Natürlich müssen noch kleine Plättchen aus wärmebeständigem
Material (Hartplaste, o.ä.) zwischen die Einspannschrauben gelegt werden,
damit es keinen Kurzschluß gibt (Haltebügel - Metall!).
Man quetscht den Draht dann zwischen die Plasteplättchen, sozusagen.
Jetzt vielleicht noch eine Lüsterklemme gegriffen und diese am unteren
Ende des U-förmigen Haltebügels befestigen, als Zugentlastung quasi.
(Vielleicht mit ISO-Band o.ä., probieren!)
Jetzt noch zwei Kabel vom Schneidedraht zur Lüsterklemme montieren.
Und an die Lüsterklemme dann am anderen Ende eine Autobatterie oder
Netzteil (ausreichend stark) anklemmen und einschalten. Es sollte
funktionieren.
Wie mit einer Laubsäge kann man dann Styropor schneiden.

Das schwierigste an der Sache ist wohl der Widerstandsdraht.
Man kann das berechnen, oder aber man entwickelt alte Spulen oder
Transformatoren und testet einfach, ob der Wert zufällig i.O. ist.

Okay soviel dazu!


Manfred Winterhoff

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Gockel070 <gock...@aol.com> schrieb im Beitrag
<19990821123327...@ng-fj1.aol.com>...

> wie baut man eine Styroporsäge. Wer kann mir dabei helfen ?

Indem man durch einen nicht zu duennen Widerstandsdraht
(Konstantan oder Isochrom, von Conrad oder deinem
lokalen Elektronikhaendler) etwas Strom aus einem
Labornetzteil oder Modelleisenbahntrafo schickt
und nach Belieben eine Halterung (Laubsaege) baut.
Und wenn's luxurioes sein soll, eine elektronische
Regelung dazu bastelt, die bei Abkuehlung des Drahtes
(Widerstandsaenderung) mehr Strom durchschickt.
--
Manfred Winterhoff
mawin at gmx.net
(remove NOSPAM if replying)

Ernst-Roman Holst

unread,
Aug 21, 1999, 3:00:00 AM8/21/99
to
Hmm...
Material: Eine Laubsäge, 2Büroklammern, dünnen Draht,etwas Kabel,
Isolierband und eine 4.5 V-Batterie.

Den Draht auf länge der Klemmen von der Laubsäge zurechtschneiden.
An den Enden des Drahtes 2 Kabel befestigen (verzwirbeln) und dieses dann
mit Isolierband
abisolieren. An den Isolierungen den Draht in der Laubsäge einspannen, es
darf keine Verbindung zum
Metall der Laubsäge verhanden sein.

Die beiden ender der Säge mit der Batterie verbinden.
Enentuell einen Schalter einbauen.

Die Batterie kann sich eventuell etwas erwärmen. Und
sie liefert nicht sehr lange Strom, da es wie ein
Kurzschluß für sie ist. Eventuell ein Netzgerät
verwenden und "unbedingt" einen passenden Vorwiederstand benutzen.
Welcher der richtige ist, ist aber schwer zu sagen, da ich nicht weis,
vieviel Strom fließen muß, damit
der Draht überhaupt warm wird. Ist der Widerstand zu klein kann Das Netzteil
zu Schaden kommen
und im schlimmsten falle einen Brand verursachen, wenn es nicht
Kurzschlußfest ist.
Also am besten ein Netzteil mit Kurzschlußschutz. Und darauf achten, wieviel
Strom es abgeben kann
bzw. für welche Leistung es ausgelegt ist.

(Okay, Simple Baubeschreibung und dann solche Fachwörter...).

Naja, ich hoffe daß Dir diese Beschreibung wenigstens etwas weiterhilft...
Die Baubeschreibung hatte ich, glaub ich aus einem Bastelbuch oderso...

CU

ERH

Michael Linnemann

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
On Sat, 21 Aug 1999 23:40:55 +0200, Thomas Rieger wrote:

>> wie baut man eine Styroporsäge. Wer kann mir dabei helfen ?

> [ausfuehrlicher Vorschlag]

Eine weitere Methode (die hier schon mal mit Erfolg ausprobiert wurde):
auf einem Tisch wird mittels Laborstativ ein Widerstandsdraht
aufgehaengt. Das untere Ende wird durch ein Gewicht unterhalb der
Tischebene straff nach unten gezogen, und das Stativ so plaziert, dass
der Draht gerade an der Tischkante vorbeilaeuft. Fertig ist das
improvisierte Aequivalent zu einer Bandsaege :-)

Die Stromversorgung erfolgte aus einem Labornetzteil: einfach so lang
aufdrehen, bis der Draht heiss genug ist (lies: ordentlich schneidet).

Gruss
Michael

Frank Ostermann

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Gockel070 wrote:
>
> Hallo Leute,

>
> wie baut man eine Styroporsäge. Wer kann mir dabei helfen ?
>

Nach meinem Wissen wird Styropor nicht gesägt, sondern mit einem heißen
Draht durchtrennt.

--
Frank

**************************************************************************
Frank Ostermann, Windt & Ostermann Elektrotechnik GmbH
http://www.windtundostermann.de
Werlter Str. 18, 49699 Lindern
Tel.: 05957-8202, Fax: 05957-8205
Privat: 05957-8306, Mobil: 0171-7749122
**************************************************************************

+++ You can say you to me +++


Rafael Deliano

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
> Konstantan oder Isochrom, von Conrad
Große Drahtstärke (0,5) und/oder Isachrom 60 scheint
empfehlenswert. Gibts billig bei Conrad.
Datenblatt zu Isachrom bei www.isabellenhuette.de
unter Widerstandslegierungen.

> aus einem Labornetzteil oder Modelleisenbahntrafo

Korrekt, man sollte die Leistung bequem einstellen
können. Mit fester Spannung wird man nicht glücklich.
Man braucht den Punkt wo der Draht noch nicht verglüht
und reißt, aber auch noch nicht so lauwarm ist, daß man
nicht sauber schneiden kann.
Das andere was man einstellen können sollte ist die
mechanische Spannung des Drahtes. Die schon angesprochene
Methode mit dem Gewicht ist die flexibelste Lösung.

> Und wenn's luxurioes sein soll, eine elektronische
> Regelung dazu bastelt, die bei Abkuehlung des Drahtes
> (Widerstandsaenderung) mehr Strom durchschickt.

Styrophor ist 98% Luft und 2% Polystrol. Ob sich der
Draht beim Schneiden da soweit abkühlt, daß man was messen
kann ? Hat mal jemand sowas gebaut ?

MfG JRD


Thomas Rehm

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Hallo Thomas!

Du schriebst am 21.08.99 zum Thema "Re: Styroporsäge":

> Das schwierigste an der Sache ist wohl der Widerstandsdraht.
> Man kann das berechnen, oder aber man entwickelt alte Spulen oder
> Transformatoren und testet einfach, ob der Wert zufällig i.O. ist.

Nööö, man nimmt einfach Konstatandraht. Kupferdraht von Trafos
ist eher ungeeignet.
Das Problem ist eher, die Vorschubgeschwindigkeit beim
Schneiden konstant zu halten. Schiebt man zu langsam, weitet
sich die Schnittstelle durch die Hitzestrahlung des Drahtes
auf (gibt unschöne Ränder); schiebt man zu schnell, verklebt
der Draht öfters mit dem Styropor, bevor sich die "Säge"
wieder freibrennt. Sieht auch nicht hübsch aus.

Ich bin von meinen Styropor-Säge-Versuchen per Heizdraht jedenfalls
geheilt.
Dann lieber mit einer normalen Sperrholzsäge. Gibt zwar häßliche
kleine Styroporflocken, die sich auch nur schwer auffegen lassen
(elektrostatisch!) - aber damit konnte ich wenigstens schnell
und sicher meine Styroporarbeiten erledigen.

Wenn es sich nur um gerade Schnitte handelt, ist es sowieso
viel sauberer und besserer, einfach ein Teppichmesser zu nehmen
und an einem Stahllineal (oder ähnlichem) in das Styropor zu
schneiden und an dieser Schnittkante dann abzubrechen.

Thomas.

--


Gockel070

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
Hallo Leute,

hab's jetzt kapiert. Regelbare Spannung und Wiederstandsdraht.

Herzlichen Dank an alle die geantwortet haben.

Gruss
Jörg

Thomas Steffen

unread,
Aug 22, 1999, 3:00:00 AM8/22/99
to
"Thomas Rieger" <thomas...@rostock.netsurf.de> writes:

> Kauf eine handelsübliche Laubsäge (ich hoffe, du weißt was das is
> und wie das Teil aussieht?!). Diese hat für gewöhnlich einen
> U-förmigen Metallbogen , in den vorne das Sägeblatt eingespannt
> wird. Ein Holzhandgriff ist dann vorne auch noch angebracht. Jetzt
> brauchst du noch einen Widerstandsdraht, den du mit ca. 12V zum
> Glühen (bzw. kurz davor!) bringen kannst bei verträglicher
> Stromstärke (ich denke bei 2-4A Stromaufnahme sollte das passieren,
> enspricht etwa der Leistung eines kleinen Lötkolbens).

Genau so habe ich das mal gemacht, allerdings sollte man zumindest ein
Ende des Drahtes isolieren (es reicht normales Plastik, die Wärme wird
durch die Klemmen schnell abgeführt). Festhalten: ich habe damals
Wolframdraht genommen. Ist fast unkaputtbar und hat auch sonst ideale
Eigenschaften. Allerdings weiss ich zur Zeit auch keine einfache
Bezugsmenge für Kleinstmengen, vielleicht einfach mal wo anfragen wo
man sowas sowieso haben könnten...

Thomas
--
We regret to announce that Windows 2000 wont be ready before 1901.

Rafael Deliano

unread,
Aug 23, 1999, 3:00:00 AM8/23/99
to
>>Styrophor ist 98% Luft und 2% Polystrol.
> Ist "Styrol" nicht sau gefährlich?
> Oder ist das "Polystyrol" so stabil, dass es den heissen
> Draht unzersetzt übersteht?
Polystyrol ist eigentlich ein Wald-und-Wiesen-Kunstoff
der überall im Haushalt zu finden ist.
Ob er hier verdampft oder nur schmilzt hängt
wohl von der eingestellten Temperatur der Säge ab.
Polystyrol ist nur bis etwa 80 - 100 C formstabil,
der NiCr-Draht kann bis max 1000 C aufgeheizt werden.
Trotzdem glaube ich wegen der geringen Menge von
verbranntem Material nicht an irgendeine Gefährdung.

MfG JRD

Manfred Winterhoff

unread,
Aug 23, 1999, 3:00:00 AM8/23/99
to
Rainer Zocholl <z...@zocki.toppoint.de> schrieb im Beitrag
<7NKh7...@zocki.toppoint.de>...
> (Rafael Deliano) 22.08.99 in /de/sci/electronics:

>
> >Styrophor ist 98% Luft und 2% Polystrol.
>
> Ist "Styrol" nicht sau gefährlich?
> Oder ist das "Polystyrol" so stabil, dass es den heissen
> Draht unzersetzt übersteht?
>
Ja, Styrol ist nicht ohne, und beim 'saegen' wird auch
etwas Styrol frei (riecht man), aber bisher sind die
Leute deswegen nicht aus den Latschen gekippt, geht also.

Michael Schoeberl

unread,
Aug 27, 1999, 3:00:00 AM8/27/99
to
Hallo ihr!

> > Jetzt brauchst du noch einen Widerstandsdraht, den du mit ca. 12V

> > zum Gluehen (bzw. kurz davor!) bringen kannst bei vertraeglicher
> > Stromstaerke (ich denke bei 2-4A Stromaufnahme sollte das passieren,
> > enspricht etwa der Leistung eines kleinen Loetkolbens).


> Festhalten: ich habe damals Wolframdraht genommen. Ist fast
> unkaputtbar und hat auch sonst ideale Eigenschaften. Allerdings

> weiss ich zur Zeit auch keine einfache Bezugsmenge fuer Kleinstmengen,
> vielleicht einfach mal wo anfragen wo man sowas sowieso haben koennten...

eine etwas groessere Menge findet sich in jedem Foen (fuer die Haare) ...
ein Stueck mit 10-20 cm braucht selbtverstaendlich auch keine 240 V um zu
gluehen - 12V hatten bei mir gereicht ...

vielleicht findest du ja einen alten ... oder einen alten Heizluefter oder
sowas ... ob das Wolfram ist weiss ich nicht - aber es ging :-)


bye...
Michael

--
Michael Schoeberl, Oberer Herzenberg 8, 97520 Hirschfeld


Andreas Bockelmann

unread,
Aug 28, 1999, 3:00:00 AM8/28/99
to
X-No-AOL: YES

Dortmund, der 28.08.99. Zu folgendem muß ich meinen Senf dazu tun:

Datum: 23.08.99
Betreff: Re: Styroporsäge
Absender: z...@zocki.toppoint.de


z> >Ja, Styrol ist nicht ohne, und beim 'saegen' wird auch
z> >etwas Styrol frei (riecht man), aber bisher sind die
z> >Leute deswegen nicht aus den Latschen gekippt, geht also.
z>
z> Hm, ich habe da etwas von "krebseregend" vor Augen?
z> Täuschung?


...sprach`s und steckte sich die nächste Zigarette an.....

Mit freundlichen Gruessen, Andreas Bockelmann
_
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/ /\ @ TSH.channel.de V+49-172-2359394

Hiermit widerspreche ich der Weiterleitung meiner Beiträge in die
kommerziellen Netze der AOL/CompuServe-Gruppe.


Andreas Graef

unread,
Aug 29, 1999, 3:00:00 AM8/29/99
to
In article <19990821123327...@ng-fj1.aol.com>,

gock...@aol.com (Gockel070) wrote:
>Hallo Leute,
>
>wie baut man eine Styroporsäge. Wer kann mir dabei helfen ?
>

Zu allem was hier schon aufgezaehlt wurde:

Statt Laubsaege tut es auch ein Buegel aus dickem Stahldraht
(Modellbaugeschaeft, "Fahrwerksdraht").
Geeignete Heizdraehte stecken oft in Kopiergeraeten, meist sind drumrum
noch Keramikperlen. Kann man gleich als Durchfuehrung durch die
(Holz-)Grundplatte verwendne, sonst kokelts da.

Stromregelung: Am besten irgendwas "rechteckiges", z.B. gibts bei COnrad
eine Bohrmaschinenregelung fuer 12-18V Bohrmaschinen die das recht gut
macht. Oder selber schustern.

Strom aufdrehen bis draht _ganz leicht_ glueht, und dann konstante
Schubgeschwindigkeit. Funktioniert ganz gut.


MfG.
Andi


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