Am 08.06.21 um 23:53 schrieb Joerg:
> On 6/8/21 9:41 AM, Marcel Mueller wrote:
>> Am 08.06.21 um 18:21 schrieb Jörg Barres:
>>> Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
>>> realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.
>>
>> NiMH? Nicht NiCd?
Ne, klar, hab ich verdreht. Damals war natürlich NiCd.
>>
>>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>>
>
> Ich habe das schon gemacht. NiCd ist ja oft nur noch schwer zu bekommen.
>
klingt gut :-)
>
>> Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und
>> NiCd sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.
>> Was viel entscheidender für die Anwendung ist, ist die
>> Selbstentladung. Und für den Zweck reichen auch die LSD-Typen nicht
>> aus. Hier sind Jahre gefragt. Es gibt spezielle Pufferakkus für den
>> Zweck.
>>
>
> Wenn man einen Stereo-Empfaenger ueber Jahre nicht einschaltet, dann
> braucht man ihn nicht mehr und kann ihn verkaufen oder verschenken.
> Wuerde jedenfalls meine Frau sagen.
Ne ne ne, auch wenn ich den Radioteil nicht (oft) nutze, der
Verstärkerteil ist schon echt Zucker, der läuft fast täglich.
Ist halt blöd, wenn ich dann mal den wirklich guten Tuner nutzen will
und immer erst die Sender einstellen muss.
>
>>> Nicht, dass mir das Teil explodiert, wenn die da drin geladen werden.
>>
>> Nein, das passt schon.
>>
>>> BTW: Der hält die Informationen dann 200!sic Stunden ohne Anschluss
>>> an's Stromnetz.
>>
>> 200 Stunden? Das ist ja gar nichts. Hoher Stromverbrauch?
>>
Die 200 Stunden stehen im Revox-Prospekt (meine ich), ich hab's nicht
ausprobiert.
> Manchmal suboptimales Design. Ich habe mal die Akku-Pufferschaltung in
> einem suendhaft teuren HP Labormessgeraet zaehnknirschend und mit Faust
> in der Tasche umgebaut, weil die den Akku staendig weit zu schnell
> leernuckelte. Ich weiss nicht mehr warum, koennte eine nicht bedachte
> und nach dem Ausschalten Strom ziehende BE Strecke gewesen sein, oder
> so. Das Dingen hat damals soviel wie ein Daimler gekostet, da haette das
> einfach nicht passieren duerfen.
>
>
>> Kannst Du mal mit dem Multimeter messen. Einfach vollen Akku dran
>> halten. Wenn das Multimeter den niedrigen Strom nicht packt, nimm den
>> 200mV Spannungsmessbereich. Die Digitalen haben durch die Bank 10 MΩ
>> Innenwiderstand. Das gibt einen 20nA Messbereich. Wenn der zu fein
>> ist, kann man 1,1MΩ parallel schalten. Dann sind es 0,2µA.
>> Entsprechend 100k oder auch weniger für noch gröbere Bereiche.
>>
Ja, kann ich mal messen. Sind drei Akkus (AA) und das sollte schon
länger halten, aber die frühe µC-Technik saugt ja schon ordentlich, da
ist ja nix mit CMOS o.ä.
>
> Oder einen geladenen fetten Kondensator dranhaengen,und nach ein paar
> Minuten sehen, wie weit sich der entladen hat. Es sollte natuerlich
> einer mit minimaler Selbstentladung sein, also ein Folienkondensator
> oder aehnliches.
>
>>
>>> Danke für sachdienliche Hinweise,
>>
>> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach
>> einen dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
>> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.
Äh, LSD???
Das kenn ich nicht, bzw. nur von gaanz früher aus Chemie :-)
>> Welche Spannung brauchst du denn? Ich vermute mal 3,6V. Da könnte man
>> z.B. einen Batteriehalter mit 3 x AAA einbauen. Alternativ die
>> Versionen mit Lötfahne.
>>
>
> Hoert sich so an, als ob das ausgeschaltete Geraet normalerweise
> eingesteckt bleibt. Dann kann man auch per Winz-Trafo was abzwacken und
> den Speicherteil in einer Art Standby versorgen.
>
Ist ein Batteriehalter für drei AA-Akkus.
Ich mess das mal, auch den Ladestrom, und versuchs mal mit NiMh.
Danke euch,
Jörg