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NiCd oder NiMh

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Jörg Barres

unread,
Jun 8, 2021, 12:21:31 PM6/8/21
to
Hallo,

hier steht ein Revox B780 Receiver aus den 80ern, der sich seine mühsam
einprogrammierten Radiostationen und diverse andere Kleinigkeiten auch
in ausgeschaltetem Zustand merken kann, denn der ist
microcomputergesteuert :-)

Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.

Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?

Nicht, dass mir das Teil explodiert, wenn die da drin geladen werden.

BTW: Der hält die Informationen dann 200!sic Stunden ohne Anschluss an's
Stromnetz.

Danke für sachdienliche Hinweise,

Jörg

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 8, 2021, 12:32:54 PM6/8/21
to
Wieviele Zellen sind es denn? Wenn 3, dann kann man oft eine
Li-Primärzelle (CR2450, CR2032, ...) plus 1N4148 als Ersatz verwenden.


Gerrit

Volker Bartheld

unread,
Jun 8, 2021, 12:37:23 PM6/8/21
to
On Tue, 8 Jun 2021 18:32:52 +0200, Gerrit Heitsch wrote:
> On 6/8/21 6:21 PM, Jörg Barres wrote:
>> hier steht ein Revox B780 Receiver aus den 80ern [...]
>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
> Wieviele Zellen sind es denn? Wenn 3, dann kann man oft eine
> Li-Primärzelle (CR2450, CR2032, ...) plus 1N4148 als Ersatz verwenden.

Oder es tut sogar ein Supercap. Strombedarf messen. Kann schon sein, daß
die 200 Stunden Reichweite andere Ursachen haben.

Volker

Marcel Mueller

unread,
Jun 8, 2021, 12:41:20 PM6/8/21
to
Am 08.06.21 um 18:21 schrieb Jörg Barres:
> Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
> realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.

NiMH? Nicht NiCd?

> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?

Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und NiCd
sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.
Was viel entscheidender für die Anwendung ist, ist die Selbstentladung.
Und für den Zweck reichen auch die LSD-Typen nicht aus. Hier sind Jahre
gefragt. Es gibt spezielle Pufferakkus für den Zweck.

> Nicht, dass mir das Teil explodiert, wenn die da drin geladen werden.

Nein, das passt schon.

> BTW: Der hält die Informationen dann 200!sic Stunden ohne Anschluss an's
> Stromnetz.

200 Stunden? Das ist ja gar nichts. Hoher Stromverbrauch?

Kannst Du mal mit dem Multimeter messen. Einfach vollen Akku dran
halten. Wenn das Multimeter den niedrigen Strom nicht packt, nimm den
200mV Spannungsmessbereich. Die Digitalen haben durch die Bank 10 MΩ
Innenwiderstand. Das gibt einen 20nA Messbereich. Wenn der zu fein ist,
kann man 1,1MΩ parallel schalten. Dann sind es 0,2µA. Entsprechend 100k
oder auch weniger für noch gröbere Bereiche.


> Danke für sachdienliche Hinweise,

Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach einen
dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.

Welche Spannung brauchst du denn? Ich vermute mal 3,6V. Da könnte man
z.B. einen Batteriehalter mit 3 x AAA einbauen. Alternativ die Versionen
mit Lötfahne.


Marcel

Frank Müller

unread,
Jun 8, 2021, 1:07:50 PM6/8/21
to
Jörg Barres schrieb:

> hier steht ein Revox B780 Receiver aus den 80ern, der sich seine mühsam
> einprogrammierten Radiostationen und diverse andere Kleinigkeiten auch in
> ausgeschaltetem Zustand merken kann, denn der ist microcomputergesteuert
> :-)
>
> Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
> realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.

Damals war NiCd üblich. Ich kenne das noch von alten PC-Boards
die sind da auch gerne mal ausgelaufen und haben die
Leiterbahnen darunter zerstört. Wohl ein Grund warum man heute
auf Lithium-Batterien umgestiegen ist...

> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die deutlich
> andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?

Kann man machen, funktioniert oft problemlos. Aber die
Kapazität in mAh sollte etwa dem Original entsprechen.

Frank

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 8, 2021, 2:07:20 PM6/8/21
to
Frank Müller schrieb:

> Damals war NiCd üblich. Ich kenne das noch von alten PC-Boards
> die sind da auch gerne mal ausgelaufen und haben die
> Leiterbahnen darunter zerstört. Wohl ein Grund warum man heute
> auf Lithium-Batterien umgestiegen ist...

Der Grund könnte auch sein, dass Cadmium nicht mehr so wohlgelitten ist.
Besonders dort, wo es unproblematische Ersatzstoffe gibt

>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>
> Kann man machen, funktioniert oft problemlos. Aber die
> Kapazität in mAh sollte etwa dem Original entsprechen.

Oder größer sein

MfG
Rupert

Frank Müller

unread,
Jun 8, 2021, 2:21:41 PM6/8/21
to
Rupert Haselbeck schrieb:
> Frank Müller schrieb:

>>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>>
>> Kann man machen, funktioniert oft problemlos. Aber die
>> Kapazität in mAh sollte etwa dem Original entsprechen.
>
> Oder größer sein

Aber nicht zu viel größer, nicht daß dann ein 2700 mAh Akku
mit weniger als 5 mA geladen werden soll...

Frank

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 8, 2021, 2:40:48 PM6/8/21
to
Frank Müller schrieb:
Der wird dann aber sehr schonend geladen...

MfG
Rupert

Wolf gang P u f f e

unread,
Jun 8, 2021, 3:19:51 PM6/8/21
to
Ich hatte mal in einem VCR den NiCD Stützakku durch MiMh ersetzt.
Das funktionierte einwandfrei.
Der sah so ähnlich wie hier aus:
https://www.reichelt.de/memopuffer-c1016.html?CCOUNTRY=445&LANGUAGE=de&nbc=1&&r=1

Ignatios Souvatzis

unread,
Jun 8, 2021, 3:40:08 PM6/8/21
to
Rupert Haselbeck wrote:
> Frank Müller schrieb:
>
>> Damals war NiCd üblich. Ich kenne das noch von alten PC-Boards
>> die sind da auch gerne mal ausgelaufen und haben die
>> Leiterbahnen darunter zerstört. Wohl ein Grund warum man heute
>> auf Lithium-Batterien umgestiegen ist...
>
> Der Grund könnte auch sein, dass Cadmium nicht mehr so wohlgelitten ist.
> Besonders dort, wo es unproblematische Ersatzstoffe gibt

NiCd ist schon relativ bald durhc NiMH ersetzt worden, wg. besserer
Ladeeigenschaften (kann man auch schon laden, wenn's noch halbvoll
ist, ohne Probleme zu bekommen). NiCD-lader, die was taugten, haben
erstmal ganz entladen, bevor sie geladen haben, war's nicht so?

-is

Axel Berger

unread,
Jun 8, 2021, 5:22:44 PM6/8/21
to
Rupert Haselbeck wrote:
> Oder größer sein

Richtig. In dem Fall -- Dauerladen ohne Abschaltkriterium -- schon.


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Axel Berger

unread,
Jun 8, 2021, 5:24:02 PM6/8/21
to
Frank Müller wrote:
> Aber nicht zu viel größer, nicht daß dann ein 2700 mAh Akku
> mit weniger als 5 mA geladen werden soll...

Die guten NiMH haben heute auch eine besonders niedrige Selbstentladung,
die früher unbekannt war. Sollte passen.

Joerg

unread,
Jun 8, 2021, 5:53:11 PM6/8/21
to
On 6/8/21 9:41 AM, Marcel Mueller wrote:
> Am 08.06.21 um 18:21 schrieb Jörg Barres:
>> Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
>> realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.
>
> NiMH? Nicht NiCd?
>
>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>

Ich habe das schon gemacht. NiCd ist ja oft nur noch schwer zu bekommen.


> Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und NiCd
> sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.
> Was viel entscheidender für die Anwendung ist, ist die Selbstentladung.
> Und für den Zweck reichen auch die LSD-Typen nicht aus. Hier sind Jahre
> gefragt. Es gibt spezielle Pufferakkus für den Zweck.
>

Wenn man einen Stereo-Empfaenger ueber Jahre nicht einschaltet, dann
braucht man ihn nicht mehr und kann ihn verkaufen oder verschenken.
Wuerde jedenfalls meine Frau sagen.


>> Nicht, dass mir das Teil explodiert, wenn die da drin geladen werden.
>
> Nein, das passt schon.
>
>> BTW: Der hält die Informationen dann 200!sic Stunden ohne Anschluss
>> an's Stromnetz.
>
> 200 Stunden? Das ist ja gar nichts. Hoher Stromverbrauch?
>

Manchmal suboptimales Design. Ich habe mal die Akku-Pufferschaltung in
einem suendhaft teuren HP Labormessgeraet zaehnknirschend und mit Faust
in der Tasche umgebaut, weil die den Akku staendig weit zu schnell
leernuckelte. Ich weiss nicht mehr warum, koennte eine nicht bedachte
und nach dem Ausschalten Strom ziehende BE Strecke gewesen sein, oder
so. Das Dingen hat damals soviel wie ein Daimler gekostet, da haette das
einfach nicht passieren duerfen.


> Kannst Du mal mit dem Multimeter messen. Einfach vollen Akku dran
> halten. Wenn das Multimeter den niedrigen Strom nicht packt, nimm den
> 200mV Spannungsmessbereich. Die Digitalen haben durch die Bank 10 MΩ
> Innenwiderstand. Das gibt einen 20nA Messbereich. Wenn der zu fein ist,
> kann man 1,1MΩ parallel schalten. Dann sind es 0,2µA. Entsprechend 100k
> oder auch weniger für noch gröbere Bereiche.
>

Oder einen geladenen fetten Kondensator dranhaengen,und nach ein paar
Minuten sehen, wie weit sich der entladen hat. Es sollte natuerlich
einer mit minimaler Selbstentladung sein, also ein Folienkondensator
oder aehnliches.

>
>> Danke für sachdienliche Hinweise,
>
> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach einen
> dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.
>
> Welche Spannung brauchst du denn? Ich vermute mal 3,6V. Da könnte man
> z.B. einen Batteriehalter mit 3 x AAA einbauen. Alternativ die Versionen
> mit Lötfahne.
>

Hoert sich so an, als ob das ausgeschaltete Geraet normalerweise
eingesteckt bleibt. Dann kann man auch per Winz-Trafo was abzwacken und
den Speicherteil in einer Art Standby versorgen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Peter Heitzer

unread,
Jun 9, 2021, 3:19:15 AM6/9/21
to
Ich habe einen B760 Tuner und dessen RAM wird über 3 Mignons versorgt.
Das hält auf jeden Fall deutlich länger als deine 200 Stunden.
Entweder ist die Schaltung beim B780 Mist oder der derzeitige Akku hat
mittlerweile so eine hohe Selbstentladung, daß er schon so früh leer
ist.
Ich habe mal den Schaltplan kurz überflogen. Der B780 ist deutlich anders
aufgebaut. Beim B760 war alles mit Standard CMOS/TTL-Bausteinen bestückt
und auch das RAM getrennt. Beim B780 scheinen die Sender im RAM des
Mikrocontrollers abgelegt zu werden und da kann ich mir einen so hohen
Standbyverbrauch schon vorstellen. Ggü. dem B760 scheint mir der
Bedienkomfort eher geringer zu sein. Der B760 hat einen Absolutdrehgeber,
der die Frequenz für den Synthesizer vorgibt und das auch komplett ohne
Stromversorgung. Der Drehgeber ist diskret mit einzelnen Reedkontakten
aufgebaut und wurde vmtl. von Studer selbst produziert oder in Auftrag
gegeben.
Du könntest die Ladeschaltung etwas umbauen und dann einen Li-Ion-Akku
verwenden. Eine 18650 dürfte deutlich länger halten. Passende Laderegler
und Tiefentladeschutzmodule gibts beim freundlichen Chinesen.


--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

olaf

unread,
Jun 9, 2021, 8:15:04 AM6/9/21
to
Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

>NiCd ist schon relativ bald durhc NiMH ersetzt worden, wg. besserer
>Ladeeigenschaften (kann man auch schon laden, wenn's noch halbvoll
>ist, ohne Probleme zu bekommen). NiCD-lader, die was taugten, haben
>erstmal ganz entladen, bevor sie geladen haben, war's nicht so?

Noe, das war nicht mal annaehernd so.

NimH kamen weil man kein Cadmium haben wollte. Die waren zu beginn
alle deutlich schlechter als NiCd. Vor allem was den Innenwiderstand
anging. Mittlerweile hat Nimh aufgeholt wenn man welche hat die nicht
auf Kapazitaet sondern auf kleinen Leckstrom gezuechtet wurden.


Das Problem bei dieser Anwendung hier duerfte sein das der Akku
vermutlich dauerhaft durch einen kleinen Widerstand geladen wird. Da
stellt sich dann die Frage wie gut kommt der Akku mit dauerhafter
Ueberladung klar. Auch da waren Nicd relativ robust. Bei NimH haengt
das wieder sehr stark von der Ausfuehrung ab. Deshalb stellt z.B
Panasonic extra besondere Typen mit wenig Kapazitaet her die z.B in
drahtlosen Telefon die meistens auf der Ladestation liegen eine
akzeptable Lebensdauer haben, oder auch vergleichbare industrielle
Anwendungen. Daher ist ein allgemeiner Vergleich NiCd versus NimH
eigentlich Bullshit. Man muss schon spezielle Typen genau nach
Datenblatt vergleichen und auf seine Anwendung beziehen. Alles andere
ist nur in die Tasche luegen.

Olaf




Jörg Barres

unread,
Jun 9, 2021, 12:52:54 PM6/9/21
to
Am 08.06.21 um 23:53 schrieb Joerg:
> On 6/8/21 9:41 AM, Marcel Mueller wrote:
>> Am 08.06.21 um 18:21 schrieb Jörg Barres:
>>> Und da es "damals" noch kein Flash-Ram gab, wird das ganze per Akku
>>> realisiert. NiMh ist vorgesehen, das war damals üblich.
>>
>> NiMH? Nicht NiCd?

Ne, klar, hab ich verdreht. Damals war natürlich NiCd.

>>
>>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>>
>
> Ich habe das schon gemacht. NiCd ist ja oft nur noch schwer zu bekommen.
>

klingt gut :-)

>
>> Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und
>> NiCd sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.
>> Was viel entscheidender für die Anwendung ist, ist die
>> Selbstentladung. Und für den Zweck reichen auch die LSD-Typen nicht
>> aus. Hier sind Jahre gefragt. Es gibt spezielle Pufferakkus für den
>> Zweck.
>>
>
> Wenn man einen Stereo-Empfaenger ueber Jahre nicht einschaltet, dann
> braucht man ihn nicht mehr und kann ihn verkaufen oder verschenken.
> Wuerde jedenfalls meine Frau sagen.

Ne ne ne, auch wenn ich den Radioteil nicht (oft) nutze, der
Verstärkerteil ist schon echt Zucker, der läuft fast täglich.
Ist halt blöd, wenn ich dann mal den wirklich guten Tuner nutzen will
und immer erst die Sender einstellen muss.

>
>>> Nicht, dass mir das Teil explodiert, wenn die da drin geladen werden.
>>
>> Nein, das passt schon.
>>
>>> BTW: Der hält die Informationen dann 200!sic Stunden ohne Anschluss
>>> an's Stromnetz.
>>
>> 200 Stunden? Das ist ja gar nichts. Hoher Stromverbrauch?
>>

Die 200 Stunden stehen im Revox-Prospekt (meine ich), ich hab's nicht
ausprobiert.

> Manchmal suboptimales Design. Ich habe mal die Akku-Pufferschaltung in
> einem suendhaft teuren HP Labormessgeraet zaehnknirschend und mit Faust
> in der Tasche umgebaut, weil die den Akku staendig weit zu schnell
> leernuckelte. Ich weiss nicht mehr warum, koennte eine nicht bedachte
> und nach dem Ausschalten Strom ziehende BE Strecke gewesen sein, oder
> so. Das Dingen hat damals soviel wie ein Daimler gekostet, da haette das
> einfach nicht passieren duerfen.
>
>
>> Kannst Du mal mit dem Multimeter messen. Einfach vollen Akku dran
>> halten. Wenn das Multimeter den niedrigen Strom nicht packt, nimm den
>> 200mV Spannungsmessbereich. Die Digitalen haben durch die Bank 10 MΩ
>> Innenwiderstand. Das gibt einen 20nA Messbereich. Wenn der zu fein
>> ist, kann man 1,1MΩ parallel schalten. Dann sind es 0,2µA.
>> Entsprechend 100k oder auch weniger für noch gröbere Bereiche.
>>

Ja, kann ich mal messen. Sind drei Akkus (AA) und das sollte schon
länger halten, aber die frühe µC-Technik saugt ja schon ordentlich, da
ist ja nix mit CMOS o.ä.

>
> Oder einen geladenen fetten Kondensator dranhaengen,und nach ein paar
> Minuten sehen, wie weit sich der entladen hat. Es sollte natuerlich
> einer mit minimaler Selbstentladung sein, also ein Folienkondensator
> oder aehnliches.
>
>>
>>> Danke für sachdienliche Hinweise,
>>
>> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach
>> einen dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
>> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.

Äh, LSD???
Das kenn ich nicht, bzw. nur von gaanz früher aus Chemie :-)

>> Welche Spannung brauchst du denn? Ich vermute mal 3,6V. Da könnte man
>> z.B. einen Batteriehalter mit 3 x AAA einbauen. Alternativ die
>> Versionen mit Lötfahne.
>>
>
> Hoert sich so an, als ob das ausgeschaltete Geraet normalerweise
> eingesteckt bleibt. Dann kann man auch per Winz-Trafo was abzwacken und
> den Speicherteil in einer Art Standby versorgen.
>

Ist ein Batteriehalter für drei AA-Akkus.

Ich mess das mal, auch den Ladestrom, und versuchs mal mit NiMh.

Danke euch,

Jörg

Hanno Foest

unread,
Jun 9, 2021, 1:02:10 PM6/9/21
to
Am 09.06.21 um 18:52 schrieb Jörg Barres:

>>> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach
>>> einen dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
>>> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.
>
> Äh, LSD???
> Das kenn ich nicht, bzw. nur von gaanz früher aus Chemie :-)

Low Self Discharge. Eneloop und Verwandte.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 9, 2021, 1:12:47 PM6/9/21
to
On 6/9/21 6:52 PM, Jörg Barres wrote:

> Ja, kann ich mal messen. Sind drei Akkus (AA) und das sollte schon
> länger halten, aber die frühe µC-Technik saugt ja schon ordentlich, da
> ist ja nix mit CMOS o.ä.

Äh, nein, gab es auch damals schon. Ich hab hier noch einen Grundig R30
(1984 oder 1985) bei dem der Tuner irgendwie einen Schuss hat. Aber die
Sender behält er immer noch. Pufferung passiert über eine CR2450 mit
Lötfahnen die auch immer noch über 3V hat.

Der Controller ist von NEC, anscheinend wussten die schon damals was sie
taten.

Gerrit

Jörg Barres

unread,
Jun 9, 2021, 1:17:16 PM6/9/21
to
Hallo,

schon mal danke an euch, super, dass es noch Newsgroups alive gibt.

Ich habe den "Ladeteil" mal als Bild hochgeladen:

https://traicon.net/B780-Akku.png

Die beiden Leitungen UBAT gehen zum Akkupack.

Sieht also so aus, als ob die 6,2V über die Diode und den 100 Ohm
Widerstand zum Laden benutzt werden.

Scheint recht primitiv - hätte da von Revox etwas mehr erwartet :-)

Jörg

Axel Berger

unread,
Jun 9, 2021, 1:22:17 PM6/9/21
to
olaf wrote:
> stellt sich dann die Frage wie gut kommt der Akku mit dauerhafter
> Ueberladung klar.

Im Prinzip ja. Aber C/<ziemlich viele>h können alle und deshalb ist viel
C hier eher ein Vorteil.

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 9, 2021, 1:28:21 PM6/9/21
to
R46 könnte der Grund sein warum die Akkus schon nach 200h leer sind.

Gerrit

Joerg

unread,
Jun 9, 2021, 2:18:13 PM6/9/21
to
Ja, auch Casio konnte das. Taschenrechner-IC, wo nach dem Einschalten
die alten Daten immer noch drin waren und zwei einfache AA Zellen
dennoch mehr als ein Jahrzehnt hielten. Oder der alte HP11C hier auf dem
Tisch, wo die einfachen Knopfzellen trotz eifriger Benutzung 15+ Jahre
halten. Es gibt Firmen, die das schon immer konnten das, und welche, die
das nicht konnten.

Joerg

unread,
Jun 9, 2021, 2:19:01 PM6/9/21
to
On 6/9/21 10:02 AM, Hanno Foest wrote:
> Am 09.06.21 um 18:52 schrieb Jörg Barres:
>
>>>> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach
>>>> einen dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein
>>>> geht.
>>>> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.
>>
>> Äh, LSD???
>> Das kenn ich nicht, bzw. nur von gaanz früher aus Chemie :-)
>
> Low Self Discharge. Eneloop und Verwandte.
>

Zu meiner Schulzeit war das irgendein Rauschgift :-)

Joerg

unread,
Jun 9, 2021, 2:26:14 PM6/9/21
to
On 6/9/21 5:14 AM, olaf wrote:
> Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
>
> >NiCd ist schon relativ bald durhc NiMH ersetzt worden, wg. besserer
> >Ladeeigenschaften (kann man auch schon laden, wenn's noch halbvoll
> >ist, ohne Probleme zu bekommen). NiCD-lader, die was taugten, haben
> >erstmal ganz entladen, bevor sie geladen haben, war's nicht so?
>
> Noe, das war nicht mal annaehernd so.
>
> NimH kamen weil man kein Cadmium haben wollte. Die waren zu beginn
> alle deutlich schlechter als NiCd. Vor allem was den Innenwiderstand
> anging. Mittlerweile hat Nimh aufgeholt wenn man welche hat die nicht
> auf Kapazitaet sondern auf kleinen Leckstrom gezuechtet wurden.
>
>
> Das Problem bei dieser Anwendung hier duerfte sein das der Akku
> vermutlich dauerhaft durch einen kleinen Widerstand geladen wird. Da
> stellt sich dann die Frage wie gut kommt der Akku mit dauerhafter
> Ueberladung klar. Auch da waren Nicd relativ robust. Bei NimH haengt
> das wieder sehr stark von der Ausfuehrung ab. Deshalb stellt z.B
> Panasonic extra besondere Typen mit wenig Kapazitaet her die z.B in
> drahtlosen Telefon die meistens auf der Ladestation liegen eine
> akzeptable Lebensdauer haben, oder auch vergleichbare industrielle
> Anwendungen.


Wobei ich in unsere drahtlosen Telefone nach und nach als Ersatz einfach
Eneloop AAA Zellen gesteckt habe. Das funktioniert seit Jahren.


> ... Daher ist ein allgemeiner Vergleich NiCd versus NimH
> eigentlich Bullshit. Man muss schon spezielle Typen genau nach
> Datenblatt vergleichen und auf seine Anwendung beziehen. Alles andere
> ist nur in die Tasche luegen.
>

Das ist bei Li-Ion aehnlich. Z.B. haben meine Akku-Handmaschinen in
ihren Akku-Packs 18650 Zellen, jedoch haben die nur 1300mAh und dafuer
aber einige zig Ampere zulaessigen Spitzenstrom bei der Entladung.
Normale 18650 Zellen mit den ueblichen 2600mAh oder mehr wuerden diesen
Betrieb nicht lange aushalten.

Joerg

unread,
Jun 9, 2021, 2:50:48 PM6/9/21
to
On 6/9/21 10:28 AM, Gerrit Heitsch wrote:
> On 6/9/21 7:17 PM, Jörg Barres wrote:
>> Hallo,
>>
>> schon mal danke an euch, super, dass es noch Newsgroups alive gibt.
>>
>> Ich habe den "Ladeteil" mal als Bild hochgeladen:
>>
>> https://traicon.net/B780-Akku.png
>>
>> Die beiden Leitungen UBAT gehen zum Akkupack.
>>
>> Sieht also so aus, als ob die 6,2V über die Diode und den 100 Ohm
>> Widerstand zum Laden benutzt werden.
>>

Der Akku wird also die ganze Zeit, wo das Geraet eingeschaltet ist, mit
gut 15mA geladen. Das ist nicht die feine englische.


>> Scheint recht primitiv - hätte da von Revox etwas mehr erwartet :-)
>
> R46 könnte der Grund sein warum die Akkus schon nach 200h leer sind.
>

Etwa 0.15mA werden im ausgeschalteten Zustand konstant "abgefackelt".
Wenn jemand so ein Geraet eine zeitlang nicht braucht und es steht ein
Jahr oder so herum, ist beinahe garantiert, dass der Akku durch
Tiefentladung platt ist. Das ist wirklich hochgradig suboptimal.

Vermutlich haben die in Sachen Spannung zu knapp dimensioniert und an
einer Diode waere zuviel abgefallen. Zeit, das Buschmesser rauszuholen
und nachzubessern.

Andreas Bockelmann

unread,
Jun 10, 2021, 3:00:03 AM6/10/21
to
Joerg schrieb:
> On 6/9/21 10:28 AM, Gerrit Heitsch wrote:
>> On 6/9/21 7:17 PM, Jörg Barres wrote:
>>> Hallo,
>>>
>>> schon mal danke an euch, super, dass es noch Newsgroups alive gibt.
>>>
>>> Ich habe den "Ladeteil" mal als Bild hochgeladen:
>>>
>>> https://traicon.net/B780-Akku.png
>>>
>>> Die beiden Leitungen UBAT gehen zum Akkupack.
>>>
>>> Sieht also so aus, als ob die 6,2V über die Diode und den 100 Ohm
>>> Widerstand zum Laden benutzt werden.
>>>
>
> Der Akku wird also die ganze Zeit, wo das Geraet eingeschaltet ist, mit gut
> 15mA geladen. Das ist nicht die feine englische.

So unüblich war das mit NiCd aber auch nicht. Mein erster Taschenrechner
(Quelle/Privileg) von 1976 hatte einen Akkupack mit 3xAA Zellen NiCd.
Netzteil war 4,5 Volt DC. wenn das eingesteckt war, wurde der Rechner mit
4,5 Volt versorgt und über einen Widerstand der Akku geladen.


--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Hanno Foest

unread,
Jun 10, 2021, 3:52:07 AM6/10/21
to
Am 10.06.21 um 08:57 schrieb Andreas Bockelmann:

>> Der Akku wird also die ganze Zeit, wo das Geraet eingeschaltet ist,
>> mit gut 15mA geladen. Das ist nicht die feine englische.
>
> So unüblich war das mit NiCd aber auch nicht. Mein erster Taschenrechner
> (Quelle/Privileg) von 1976 hatte einen Akkupack mit 3xAA Zellen NiCd.
> Netzteil war 4,5 Volt DC. wenn das eingesteckt war, wurde der Rechner
> mit 4,5 Volt versorgt und über einen Widerstand der Akku geladen.

Das geht ja auch eine Weile gut. - Egal, was man sich über die gute alte
Zeit erzählt: Auch damals waren Geräte nicht für unendliche Lebensdauer
ausgelegt, und auch damals waren Akkus Verschleißteile.

Chr. Maercker

unread,
Jun 10, 2021, 10:28:34 AM6/10/21
to
Marcel Mueller wrote:
{Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?]

> Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und NiCd
> sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.

Überladung ist ausgeschlossen? Ladegeräte für NiMH müssen
Delta-U-Abschaltung haben. In dieser Hinsicht waren NiCd weniger
empfindlich d.h. Ladegeräte für NiCd sind nicht unbedingt auch für NiMH gut.

--


CU Chr. Maercker.

olaf

unread,
Jun 10, 2021, 12:00:04 PM6/10/21
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>Wobei ich in unsere drahtlosen Telefone nach und nach als Ersatz einfach
>Eneloop AAA Zellen gesteckt habe. Das funktioniert seit Jahren.

Die hast du aber auch bereits vor Jahren verkauft. Mittlerweile stellt
Panasonic drei verschiedene Eneloops her.

https://www.panasonic-eneloop.eu/de/startseite

Weil die Menschen aber vor allem auf grosse Autos, grosse Schwaenze
und auch sonst alles in gross abfahren verbreitet sich gerade die Pro
version mit besonders hoher Kapazitaet. Damit beginnt dann wieder das
Spiel wie vor der Einfuehrung dieser Akkus als wir NimH mit 3000mA hatten
die nach einem Monat rumliegen leer waren.



>Das ist bei Li-Ion aehnlich. Z.B. haben meine Akku-Handmaschinen in
>ihren Akku-Packs 18650 Zellen, jedoch haben die nur 1300mAh und dafuer
>aber einige zig Ampere zulaessigen Spitzenstrom bei der Entladung.
>Normale 18650 Zellen mit den ueblichen 2600mAh oder mehr wuerden diesen
>Betrieb nicht lange aushalten.

Da gab/gibt es sogar unterschiede bei gleicher Kapazitaet. Ich hatte
mal den ersten Panasonic Lets Note (mit integrierten Trackball, hach
sowas muesste es nochmal geben) im Gebrauch. Da konnte man die beiden
Akkus einzeln wechseln. Deshalb lief der Laptop aus drei in Reihe
geschalteten Einzelzellen. Also 3S1. Das waren auch besondere Zellen
weil bei normalen Zellen einfach die Spannung zusammengbrochen ist
wenn die Platte anlief.

Olaf

olaf

unread,
Jun 10, 2021, 12:00:04 PM6/10/21
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>Der Akku wird also die ganze Zeit, wo das Geraet eingeschaltet ist, mit
>gut 15mA geladen. Das ist nicht die feine englische.

Das konnten sie halt ab.
Sony hat im TCD-D3 ihrem ersten suendhaft teuren tragbaren DAT den NC
Akku sogar mit Amperes aufgeladen und erst abgeschaltet wenn er sehr
heiss war oder eine bestimmte Zeit abgelaufen war. Das mach mal mit
NimH. :-)
Hm...vielleicht sollte ich meinen auch mal wiederbeleben und auf
Lithium umbauen.....

>Etwa 0.15mA werden im ausgeschalteten Zustand konstant "abgefackelt".
>Wenn jemand so ein Geraet eine zeitlang nicht braucht und es steht ein
>Jahr oder so herum, ist beinahe garantiert, dass der Akku durch
>Tiefentladung platt ist. Das ist wirklich hochgradig suboptimal.

Auch damit kamen NC Akkus relativ gut klar. Besser als NimH.

Olaf

Michael Schwingen

unread,
Jun 10, 2021, 12:06:56 PM6/10/21
to
On 2021-06-08, Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
> Oder es tut sogar ein Supercap. Strombedarf messen. Kann schon sein, daß
> die 200 Stunden Reichweite andere Ursachen haben.

Vorsicht: gerne wird der Akku zugleich als Spannungsbegrenzung missbraucht,
dann braucht der Supercap eine Z-Diode parallel.

Das könnte hier auch gehen: Supercap mit 5.1V-Z-Diode, und die Mimik mit
Q5/R46 entsorgen, mehr Spannung als 3*NiCd hat man dann ja.

cu
Michael

olaf

unread,
Jun 10, 2021, 12:15:03 PM6/10/21
to
Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:

>Zeit erzählt: Auch damals waren Geräte nicht für unendliche Lebensdauer
>ausgelegt, und auch damals waren Akkus Verschleißteile.

Nix haelt ewig. Ich hab die Tage im Keller den Buerolocher
wiedergefunden den ich als Schlosser-Pruefungsstueck gebaut habe. Ohne
ihn zu entrosten locht der nix mehr. Aber immer noch ein super
Bootsanker. :-D

Olaf

olaf

unread,
Jun 10, 2021, 12:15:03 PM6/10/21
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

>So unüblich war das mit NiCd aber auch nicht. Mein erster Taschenrechner
>(Quelle/Privileg) von 1976 hatte einen Akkupack mit 3xAA Zellen NiCd.
>Netzteil war 4,5 Volt DC. wenn das eingesteckt war, wurde der Rechner mit
>4,5 Volt versorgt und über einen Widerstand der Akku geladen.

Das war sehr verbreitet. Mein Vater hatte mal einen 732i von BMW. Da
war auch ein Akkupacket im Bordcomputer. Hat so 10Jahre gehalten und
dann wollte BMW IMHO so 1000DM fuer einen neuen Bordcomputer und ich
hab meinen Vater fuer 300DM die Akkus gewechselt. Ich war halt Student
und braucht das Geld. :-D

Und auch bei machen Mainboards aus der 286er Zeit gab es ja solche
Zellen auf dem Board. Bis zum Umstieg auf den 386er hielten die das
problemlos durch. Bloss 20Jahre spaeter war es halt doof wenn sich der
Akkusaft durch die Leiterbahnen gefressen hat.

Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!

Olaf


Gerrit Heitsch

unread,
Jun 10, 2021, 12:17:56 PM6/10/21
to
On 6/10/21 5:57 PM, olaf wrote:
> >Etwa 0.15mA werden im ausgeschalteten Zustand konstant "abgefackelt".
> >Wenn jemand so ein Geraet eine zeitlang nicht braucht und es steht ein
> >Jahr oder so herum, ist beinahe garantiert, dass der Akku durch
> >Tiefentladung platt ist. Das ist wirklich hochgradig suboptimal.
>
> Auch damit kamen NC Akkus relativ gut klar. Besser als NimH.

NiCd kann man problemlos tiefentladen, man darf sie nur nicht umpolen.
Bei einer Reihenschaltung ist letzteres aber das Problem.

Gerrit

horst-d.winzler

unread,
Jun 10, 2021, 12:26:27 PM6/10/21
to
Am 10.06.21 um 18:06 schrieb Michael Schwingen:
> On 2021-06-08, Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:
>> Oder es tut sogar ein Supercap. Strombedarf messen. Kann schon sein, daß
>> die 200 Stunden Reichweite andere Ursachen haben.
>
> Vorsicht: gerne wird der Akku zugleich als Spannungsbegrenzung missbraucht,
> dann braucht der Supercap eine Z-Diode parallel.

Ist nur notwendig wenn Supercap nicht für UB=5V ausgelegt ist.

> Das könnte hier auch gehen: Supercap mit 5.1V-Z-Diode, und die Mimik mit
> Q5/R46 entsorgen, mehr Spannung als 3*NiCd hat man dann ja.
>
> cu
> Michael
>

--
---hdw---

horst-d.winzler

unread,
Jun 10, 2021, 12:31:46 PM6/10/21
to
Am 09.06.21 um 20:50 schrieb Joerg:
> On 6/9/21 10:28 AM, Gerrit Heitsch wrote:

> Etwa 0.15mA werden im ausgeschalteten Zustand konstant "abgefackelt".

Nur tolerabel wenn der mech. Schalter eingespart wurde. Ansonsten ist
bei dieser Leckstromhöhe zu vermuten, das die ICs zweite Wahl sind?

--
---hdw---

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 10, 2021, 12:44:24 PM6/10/21
to
Es ist ja kein IC sondern ein Basiswiderstand eines PNP-Transistors der
den Strom frisst.

Gerrit

Michael Schwingen

unread,
Jun 10, 2021, 3:39:25 PM6/10/21
to
On 2021-06-10, horst-d.winzler <horst.d...@web.de> wrote:
>> Vorsicht: gerne wird der Akku zugleich als Spannungsbegrenzung missbraucht,
>> dann braucht der Supercap eine Z-Diode parallel.
>
> Ist nur notwendig wenn Supercap nicht für UB=5V ausgelegt ist.

Ich hatte 6.2V minus eine Diode gesehen - das wird auch mit den "üblichen"
5.5V-Supercaps eng.

cu
Michael

Marcel Mueller

unread,
Jun 10, 2021, 4:24:18 PM6/10/21
to
Am 10.06.21 um 16:28 schrieb Chr. Maercker:
> Marcel Mueller wrote:
> {Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?]
>
>> Die Spannungen hängen am Redox-Potential, also der Chemie. NiMH und NiCd
>> sind hinreichend ähnlich. Das passt schon.
>
> Überladung ist ausgeschlossen? Ladegeräte für NiMH müssen
> Delta-U-Abschaltung haben.

Nein, müssen sie nicht.

Aber wenn du mit 2A in einen AA-Akku rein lädst, solltest du einen
geeigneten Abschaltmechanismus wählen. Und da drängt sich die Sache mit
der Spannung auf.

Unter dem Strich verheizen NiCd wie auch NiMH die Energie, wenn sie
nicht mehr weiter laden können. Das erhöht die Temperatur. Und anstatt
diese mit starker Verzögerung von außen zu messen, und erst
abzuschalten, wenn es viel zu spät ist, misst man halt die
Innentemperatur. Der negative Temperaturkoeffizient macht's möglich, das
über die Ladespannung zu tun.

> In dieser Hinsicht waren NiCd weniger
> empfindlich d.h. Ladegeräte für NiCd sind nicht unbedingt auch für NiMH gut.

/Schnellladegeräte/ für NiCd funktionieren bei NiMH oft nicht, weil NiMH
einen geringeren Temperaturkoeffizient hat und daher die Messgenauigkeit
der NiCd Lader unzureichend ist.

Bei Normalladung gibt es keine solche Einschränkung. Es kann höchstens
sein, dass das ewig dauert, weil der neue NiMH erheblich mehr Kapazität
hat als der alte NiCd.

NiCd wie auch NiMH kann man dauerhaft mit C/10 oder besser noch C/20
laden. Kurzum, eine Standard AA NiMH-Zelle steckt 100mA Dauerladestrom
problemlos weg.

Kompliziert sind Ladegeräte, die mit mittleren Strömen laden. Das ist
für Dauerladung zu viel, aber es reicht auch nicht für einen
wesentlichen Temperaturanstieg. Da gilt es wirklich sehr genau die
Spannung zu messen, um den Absprung nicht zu verpassen. Aber selbst das
hilft nicht, wenn gerade Zugluft im Spiel ist, weil einer die Tür
aufgerissen hat, und der Akku dadurch seine Temperatur ändert. Wenn es
gelingt ist es aber eine sehr schonende Lademethode.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Jun 10, 2021, 5:49:50 PM6/10/21
to
Am 10.06.21 um 22:24 schrieb Marcel Mueller:
>
> NiCd wie auch NiMH kann man dauerhaft mit C/10 oder besser noch C/20
> laden. Kurzum, eine Standard AA NiMH-Zelle steckt 100mA Dauerladestrom
> problemlos weg.

Hallo,

ja - das denke ich auch die ganze Zeit.

Zum einen steht das in den Datenblättern.

Der voll geladene Akku hat ja ca. 1,5 V und bei einem Strom von 100 mA
wären das ca. 150mW die der Akku abstrahlen muss. Durch das Metall außen
und die Flüssigkeit innen kann man gute Wärmeleitung annehmen.

Man vergleiche das mal mit einem Widerstand in der Bauform 0207 (2,3 mm
Durchmesser und 6 mm Länge) der 250 mW (oder sogar mehr) abkann.

AA Akku: Durchmesser von 13,5 mm bis 14,5 mm und einer Höhe von 49,2 mm
bis 50,5 mm.


Bernd Mayer

Axel Berger

unread,
Jun 10, 2021, 6:17:26 PM6/10/21
to
Bernd Mayer wrote:
> kann man gute Wärmeleitung annehmen.
> Man vergleiche das mal mit einem Widerstand in der Bauform 0207

Das ist nicht das einzige und nicht einmal notwendig das Hauptproblem.
Beim Überladen wird elektrolytisch Wasser zersetzt. Es gibt eine
katalytische Rekombination, aber deren Umsetzungsrate ist begrenzt.

Bernd Mayer

unread,
Jun 10, 2021, 8:04:49 PM6/10/21
to
Am 11.06.21 um 00:17 schrieb Axel Berger:
> Bernd Mayer wrote:
>> kann man gute Wärmeleitung annehmen.
>> Man vergleiche das mal mit einem Widerstand in der Bauform 0207
>
> Das ist nicht das einzige und nicht einmal notwendig das Hauptproblem.
> Beim Überladen wird elektrolytisch Wasser zersetzt. Es gibt eine
> katalytische Rekombination, aber deren Umsetzungsrate ist begrenzt.

Hallo,

ja - da hinkt mein Vergleich.

Es sind ja 3 Akkus in Reihe, die aus 6,2 V und einer Diode plus einem
100 Ohm-Widerstand geladen werden, das entspricht ca. 10 mA.

Hier mal ein Datenblatt:

https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D500/RECYKO_AA_2000_DB-EN.pdf

"Continuous Overcharge

200mA maximum current for 1 year. No conspicuous deformation and/orleakage"


Bernd Mayer









Hans-Peter Diettrich

unread,
Jun 10, 2021, 8:05:22 PM6/10/21
to
On 6/10/21 11:49 PM, Bernd Mayer wrote:

> Der voll geladene Akku hat ja ca. 1,5 V und bei einem Strom von 100 mA
> wären das ca. 150mW die der Akku abstrahlen muss.

Dann müßte der Akku einen Innenwiderstand von 150 Ohm haben, und beim
Entladen mit 50mA würde die Spannung schon auf die Hälfte
zusammenbrechen. Rein elektrisch betrachtet ist so eine Rechnung Murks,
haut einfach nicht hin. Tatsächlich dürfte der Innenwiderstand weit
weniger als 1 Ohm betragen, mit elektrischen Verlusten im µW Bereich.

> Durch das Metall außen
> und die Flüssigkeit innen kann man gute Wärmeleitung annehmen.

Und damit sind wir bei den chemischen Vorgängen, die beim Laden und
Entladen tatsächlich Wärme in nennenswertem Umfang freisetzen können.

DoDi

Bernd Mayer

unread,
Jun 10, 2021, 8:18:54 PM6/10/21
to
Am 11.06.21 um 01:50 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Hallo,

die chemischen Vorgänge beim Laden verbrauchen auch Energie die dann
eben nicht in Wärme umgesetzt wird.

Und der Akku ist ja keine ideale Stromquelle mit 1 Ohm
Innenwiderstand. Im Ersatzschaltbild ist da ja auch noch die
Spannungsquelle mit 1,5 V im voll geladenen Zustand!

Hmm - da muss ich wohl nochmal drüber nachdenken, ob die Leistung
tatsächlich deutlich geringer ist (µW statt mW).

Aber nicht mehr heute abend.


Bernd Mayer

horst-d.winzler

unread,
Jun 10, 2021, 11:07:04 PM6/10/21
to
Am 10.06.21 um 21:39 schrieb Michael Schwingen:
Mein Daumenmaß liegt bei Ub min. 10% geringer als Ub Elko & Supercaps.
--
---hdw---

Axel Berger

unread,
Jun 11, 2021, 2:12:09 AM6/11/21
to
Hans-Peter Diettrich wrote:
> Dann müßte der Akku einen Innenwiderstand von 150 Ohm haben,

Nein. Die eingespeiste Energie soll ja beim Laden gerade *nicht* in
Wärme umgesetzt werden. Wenn aber der Akku voll ist und alle
Energiesenken gefüllt, dann muß die trotzdem konstant weiter gelieferte
Leistung irgendwohin.

Michael Schwingen

unread,
Jun 11, 2021, 3:31:08 AM6/11/21
to
On 2021-06-11, Bernd Mayer <beam.b...@knuut.de> wrote:
>
> 200mA maximum current for 1 year. No conspicuous deformation and/orleakage"

Das heisst aber nur (übertrieben) "er explodiert nicht". Ob die Kapazität
erhalten bleibt, steht da nicht.

Bei 10mA sollten dann aber ausreichend Reserven vorhanden sein.

cu
Michael

Marcel Mueller

unread,
Jun 11, 2021, 3:23:23 PM6/11/21
to
Am 11.06.21 um 01:50 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Dann müßte der Akku einen Innenwiderstand von 150 Ohm haben, und beim
> Entladen mit 50mA würde die Spannung schon auf die Hälfte

Nein, es ist die Reihenschaltung eine Spannungsquelle mit dem
Innenwiderstand, zumindest in guter Näherung. Wenn der Akku voll ist
entwickelt sich ein zusätzlicher Widerstand parallel zur
Spannungsquelle, der die zugeführte Energie in Wärme umsetzt.

> zusammenbrechen. Rein elektrisch betrachtet ist so eine Rechnung Murks,
> haut einfach nicht hin. Tatsächlich dürfte der Innenwiderstand weit
> weniger als 1 Ohm betragen, mit elektrischen Verlusten im µW Bereich.

Die Akkus haben einen ESR von 20 mΩ, wenn sie etwas taugen. Ich habe
genug davon gemessen. Etwas schlechtere haben 25-30 mΩ. Bei 100 mΩ kann
man die Dinger vergessen. Da schalten viele Geräte schon vorzeitig ab,
weil die Spannung unter Last einbricht.

> Und damit sind wir bei den chemischen Vorgängen, die beim Laden und
> Entladen tatsächlich Wärme in nennenswertem Umfang freisetzen können.

Naja, es wird genau die zugeführte Energie in Wärme umgesetzt, wenn
chemisch nichts mehr gespeichert werden kann. Wo soll sie auch sonst
hin. Die Rechnung von Bernd war korrekt.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Jun 12, 2021, 12:53:37 PM6/12/21
to
Am 11.06.21 um 09:31 schrieb Michael Schwingen:
Hallo,

laut dem Datenblatt kann selbst eine ziemlich kleine NiMH-Zelle Typ V150
H (Knopfzelle, 150mAh, Maße (LxBxH): 25,60x14,10x5,90mm ) von VARTA 1
Jahr lang mit 28 mA geladen werden und koninuierlich mit 14 mA.


Bernd Mayer

Joerg

unread,
Jun 12, 2021, 2:22:24 PM6/12/21
to
On 6/10/21 9:08 AM, olaf wrote:
> Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:
>
> >Zeit erzählt: Auch damals waren Geräte nicht für unendliche Lebensdauer
> >ausgelegt, ...


Das waren sie manchmal schon. Ich habe viele alte Geraete hier in
Benutzung. Das sind Sachen bei, die mein Opa kurz nach dem Krieg
gebraucht (!) gekauft hat. Ein Paradebeispiel:

http://www.analogconsultants.com/ng/sed/olddrill.JPG

Diese Maschine koennte auch mich ueberleben.

Mein Grid Dip Meter von Ende der 40er funktioniert besser als mein
"neues" aus den 70ern:

https://people.ohio.edu/postr/bapix/M59_1.jpg


> ... und auch damals waren Akkus Verschleißteile.
>

Meist ja, aber auch da gab es Ausnahmen. Elektroautos von vor 100 Jahren
hatten manchmal Akkus, die noch mit akzeptabler Performance liefen,
nachdem jemand so eine Kiste voellig verdreckt mehr als ein halbes
Jahrhundert spaeter aus einem Huehnerstall gezerrt hat. Ein Restaurateur
hier hat einen Wagen von etwa 1915 nur deshalb auf moderne Akkus
umgestellt, weil damit die Reichweite viel groesser wurde. Die alten
liefen noch gut.


> Nix haelt ewig. Ich hab die Tage im Keller den Buerolocher
> wiedergefunden den ich als Schlosser-Pruefungsstueck gebaut habe. Ohne
> ihn zu entrosten locht der nix mehr. Aber immer noch ein super
> Bootsanker. :-D
>

Etwas Ballistol, einen Stapel Altpapier x-mal lochen, dann sollte der
wieder fluppen. Die Qualitaet der alten Gusslocher bekommt man heute
nicht mehr.

Nix geht ueber einen Leitz Kraftlocher. Meiner ist etwa 40 Jahre alt und
tut es nach wie vor. Erstaunlich ist ein rotes Stempelkissen vom
Stempelfachgeschaeft Kirschbaum in Solingen. Ebenfalls 40 Jahre alt,
wurde nie nachgefaerbt und funktioniert immer noch.

olaf

unread,
Jun 12, 2021, 2:45:04 PM6/12/21
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>Etwas Ballistol, einen Stapel Altpapier x-mal lochen, dann sollte der
>wieder fluppen. Die Qualitaet der alten Gusslocher bekommt man heute
>nicht mehr.

Ach...liess doch nochmal was ich geschrieben habe. Meiner ist aus ST37.

Olaf

Clemens Schüller

unread,
Jun 12, 2021, 3:23:25 PM6/12/21
to
Servus!

Joerg schrieb am 12. Jun. 2021 um 20:22:


> Nix geht ueber einen Leitz Kraftlocher. Meiner ist etwa 40 Jahre alt
> und tut es nach wie vor. Erstaunlich ist ein rotes Stempelkissen vom
> Stempelfachgeschaeft Kirschbaum in Solingen. Ebenfalls 40 Jahre alt,
> wurde nie nachgefaerbt und funktioniert immer noch.

Nicht ganz so alt (um die 20 Jahre) ist mein Sax Kraftlocher, der geht
aber auch noch wie OOB


--
LieGrü aus Graz, Clemens

Joerg

unread,
Jun 12, 2021, 4:21:27 PM6/12/21
to
Konnte ich ja nicht wissen. Ich dachte, den haettest Du aus dem vollen
gefraest, so wie ich damals einen Mount fuer ein Kamera-Objektiv. Der
ist bis heute nicht gerostet, dient aber nur noch als Untersatz fuer den
Tischkranz zum Advent.

Hartmut Kraus

unread,
Jun 12, 2021, 5:47:02 PM6/12/21
to
Am 12.06.2021 um 20:22 schrieb Joerg:
> Elektroautos von vor 100 Jahren
> hatten manchmal Akkus, die noch mit akzeptabler Performance liefen,
> nachdem jemand so eine Kiste voellig verdreckt mehr als ein halbes
> Jahrhundert spaeter aus einem Huehnerstall gezerrt hat. Ein Restaurateur
> hier hat einen Wagen von etwa 1915 nur deshalb auf moderne Akkus
> umgestellt, weil damit die Reichweite viel groesser wurde. Die alten
> liefen noch gut.

Und einer aus einer Ju52, die 46 Jahre in einem norwegischen See gelegen
hatte, fuktionierte nach der Bergung auch noch. ;)

Joerg

unread,
Jun 13, 2021, 12:40:32 AM6/13/21
to
On 6/10/21 9:04 AM, olaf wrote:
> Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:
>
> >So unüblich war das mit NiCd aber auch nicht. Mein erster Taschenrechner
> >(Quelle/Privileg) von 1976 hatte einen Akkupack mit 3xAA Zellen NiCd.
> >Netzteil war 4,5 Volt DC. wenn das eingesteckt war, wurde der Rechner mit
> >4,5 Volt versorgt und über einen Widerstand der Akku geladen.
>
> Das war sehr verbreitet. Mein Vater hatte mal einen 732i von BMW. Da
> war auch ein Akkupacket im Bordcomputer. Hat so 10Jahre gehalten und
> dann wollte BMW IMHO so 1000DM fuer einen neuen Bordcomputer und ich
> hab meinen Vater fuer 300DM die Akkus gewechselt. Ich war halt Student
> und braucht das Geld. :-D
>

Beim Papa? Wat en fiese Moepp :-)


> Und auch bei machen Mainboards aus der 286er Zeit gab es ja solche
> Zellen auf dem Board. Bis zum Umstieg auf den 386er hielten die das
> problemlos durch. Bloss 20Jahre spaeter war es halt doof wenn sich der
> Akkusaft durch die Leiterbahnen gefressen hat.
>
> Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
> Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
> Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!
>

Duracell ist bei mir deshalb auf der schwarzen Liste gelandet.
Allerdings habe ich mir von denen aber auch jeden einzelnen Schaden
bezahlen lassen und alles zum Neupreis. Aus Prinzip, Schmerz muss bei
sowas sein.

Hartmut Kraus

unread,
Jun 13, 2021, 4:05:30 AM6/13/21
to
Am 13.06.2021 um 06:40 schrieb Joerg:
> On 6/10/21 9:04 AM, olaf wrote:
>> Mein Vater hatte mal einen 732i von BMW. Da
>> war auch ein Akkupacket im Bordcomputer. Hat so 10Jahre gehalten und
>> dann wollte BMW IMHO so 1000DM fuer einen neuen Bordcomputer und ich
>> hab meinen Vater fuer 300DM die Akkus gewechselt. Ich war halt Student
>> und braucht das Geld. :-D
>>
>
> Beim Papa? Wat en fiese Moepp :-)

Wieso - bei BMW hätte Papa 1000DM gelöhnt statt 300. Also 700 Märker
gespart, sieh's mal so!

>> Und auch bei machen Mainboards aus der 286er Zeit gab es ja solche
>> Zellen auf dem Board. Bis zum Umstieg auf den 386er hielten die das
>> problemlos durch. Bloss 20Jahre spaeter war es halt doof wenn sich der
>> Akkusaft durch die Leiterbahnen gefressen hat.
>>
>> Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
>> Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
>> Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!
>>
>
> Duracell ist bei mir deshalb auf der schwarzen Liste gelandet.
> Allerdings habe ich mir von denen aber auch jeden einzelnen Schaden
> bezahlen lassen und alles zum Neupreis. Aus Prinzip, Schmerz muss bei
> sowas sein.

Das hast du durchgekriegt? Sauber!

Sebastin Wolf

unread,
Jun 13, 2021, 4:07:49 AM6/13/21
to
Am 13.06.2021 um 06:40 schrieb Joerg:
>> Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
>> Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
>> Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!
>>
>
> Duracell ist bei mir deshalb auf der schwarzen Liste gelandet.
> Allerdings habe ich mir von denen aber auch jeden einzelnen Schaden
> bezahlen lassen und alles zum Neupreis. Aus Prinzip, Schmerz muss bei
> sowas sein.

Und ganz bestimmt glaubst du ganz fest an dein dein Märchen.





Gerrit Heitsch

unread,
Jun 13, 2021, 4:14:58 AM6/13/21
to
Er ist in USA, da geht das einfacher.

Gerrit


Marte Schwarz

unread,
Jun 13, 2021, 5:07:17 AM6/13/21
to
Hi Bernd,
> laut dem Datenblatt kann selbst eine ziemlich kleine NiMH-Zelle Typ V150
> H (Knopfzelle, 150mAh, Maße (LxBxH): 25,60x14,10x5,90mm ) von VARTA 1
> Jahr lang mit 28 mA geladen werden und koninuierlich mit 14 mA.

Bei NiCd war C/10 Standardladung, also 14 bis 16 Stunden bis voll und
üblich auch als Dauerladefestigkeit in Akkustaubsaugern und ähnlichem
Geraffel. Bei NiMH ging das ganz automatisch auf < C/20 zurück und hat
in der Regel nie Stress gemacht, wenn man NiCd direkt durch NiMH
getauscht hatte.

Marte

Sebastin Wolf

unread,
Jun 13, 2021, 5:21:32 AM6/13/21
to
Ich halte es dennoch für ein Märchen. Mindestens den versteckten Plural
hat er dazuerfunden.

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 13, 2021, 6:55:14 AM6/13/21
to
Gerrit Heitsch schrieb:
> Sebastin Wolf wrote:
>> Joerg:
>>>> Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
>>>> Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
>>>> Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!
>>>>
>>>
>>> Duracell ist bei mir deshalb auf der schwarzen Liste gelandet.
>>> Allerdings habe ich mir von denen aber auch jeden einzelnen Schaden
>>> bezahlen lassen und alles zum Neupreis. Aus Prinzip, Schmerz muss bei
>>> sowas sein.
>>
>> Und ganz bestimmt glaubst du ganz fest an dein dein Märchen.
>
> Er ist in USA, da geht das einfacher.

Nein, das ist dort auch nicht einfacher. Hierzulande richtet sich das
nach ganz allgemeinen Regeln im Kaufrecht und, hinsichtlich der
Folgeschäden, dem Produkthaftungsgesetz. Wer mangelhafte Waren verkauft,
der haftet dem Käufer für den dadurch entstehenden Schaden. Da es ein
Mangel sein dürfte, wenn eine Gerätebatterie ausläuft, haftet der
Verkäufer für den dadurch entstehenden Schaden.
Darüberhinaus gibt es bei manchem Hersteller/Importeur auch noch
Garantieversprechen. In diesem Fall richten sich die (zusätzlichen)
Ansprüche nach dem Inhalt des Garantieversprechens.

Ach ja, die häufig kolportierte Aussage, Batterien seien
"Verschleißteile" oder "Verbrauchsartikel" und unterlägen deshalb keiner
Haftung, ist schon immer falsch gewesen. Und da das natürlich auch die
Hersteller/Importeure wissen, lassen sie es insoweit höchst ungern zu
gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen

MfG
Rupert

Wolfgang Allinger

unread,
Jun 13, 2021, 10:53:43 AM6/13/21
to

On 13 Jun 21 at group /de/sci/electronics in article iilght...@mid.individual.net
Duracell ist bei mir auch seit etwa 2000 auf der schwarzen Liste.
Never ever!
sehr teuerer Scheiß mit Auslaufgarantie: läuft garantiert aus!

Mit dem Schaden bezahlen hat bei mir in D nicht funktioniert.
Drecksbande!



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Joerg

unread,
Jun 14, 2021, 2:00:02 AM6/14/21
to
Man muss das mit Daten belegen koennen. Foto mit Verfalldatum, das noch
Jahre in der Ferne liegt. Ein weiteres mit dem Auslaufschaden. Dann die
Spannungsmessung, die zeigt, dass die Batterie nicht einmal ansatzweise
verbraucht war. Danach haben sie stets keine weiteren Fragen gestellt.
Nur noch die, was das Geraet gekostet hat.

Joerg

unread,
Jun 14, 2021, 2:11:41 AM6/14/21
to
On 6/13/21 7:48 AM, Wolfgang Allinger wrote:
>
> On 13 Jun 21 at group /de/sci/electronics in article iilght...@mid.individual.net
> <ne...@analogconsultants.com> (Joerg) wrote:
>
>> On 6/10/21 9:04 AM, olaf wrote:
>
>>> Daefuer ist mit letzten eine 1.5V Mignonzelle (Varta High
>>> Lithium-irgendwas Primaerelement) nach nur einem Jahr in meinem
>>> Stromtastkopf ausgelaufen. Der Laden soll in der Hoelle schmoren!
>>>
>
>> Duracell ist bei mir deshalb auf der schwarzen Liste gelandet.
>> Allerdings habe ich mir von denen aber auch jeden einzelnen Schaden
>> bezahlen lassen und alles zum Neupreis. Aus Prinzip, Schmerz muss bei
>> sowas sein.
>
> Duracell ist bei mir auch seit etwa 2000 auf der schwarzen Liste.
> Never ever!
> sehr teuerer Scheiß mit Auslaufgarantie: läuft garantiert aus!
>

So isset. Man muss auch aufpassen bei anderen Marken, die bei Duracell
gefertigt werden. Z.B. kaufen wir daher grundsaetzlich keine Batterien
der Marke Kirkland (Grossmarkt Costco) mehr. Da Costco nur Kirkland und
Duracell anbietet, habe ich alle Batterien in der Database fuer den
Einkauf dort geloescht.

Firmen moegen das als Kleinkram abtun, aber wenn Konsulenten dann Kunden
bei der Erstausstattung von Consumer-Artikeln von so einer Marke
abraten, kann das erhebliche Folgen beim Umsatz haben.


> Mit dem Schaden bezahlen hat bei mir in D nicht funktioniert.
> Drecksbande!
>

Hast Du das auch gemeldet? Ich weiss nicht mehr, wer in Deutschland
dafuer zustaendig ist, vielleicht diese Stelle:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/checklisten-wenn-verbraucher-einen-verstoss-melden-wollen-10835

Bei uns reicht manchmal bereits das Erwaehnen der Federal Trade
Commission, um etwas Hosenschlottern hervorzurufen und die kulante
Erledigung zu foerdern.

https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/1997/03/regulatory-reform-update-dry-cell-battery-rule

Volker Bartheld

unread,
Jun 14, 2021, 2:43:01 AM6/14/21
to
On Sun, 13 Jun 2021 22:59:58 -0700, Joerg wrote:
> [Geräteschaden durch ausgelaufene Batterie] Man muss das mit Daten
> belegen koennen. Foto mit Verfalldatum, das noch Jahre in der Ferne
> liegt. Ein weiteres mit dem Auslaufschaden. Dann die Spannungsmessung,
> die zeigt, dass die Batterie nicht einmal ansatzweise verbraucht war.
> Danach haben sie stets keine weiteren Fragen gestellt. Nur noch die, was
> das Geraet gekostet hat.

Jup. War bei mir (weitestgehend) identisch. Ich habe Varta meine Maglite
mit ausgelaufenen Monozellen geschickt, kostenlos und portofrei Ersatz
bekommen. Damit kann man in der LED-Neuzeit natürlich nur noch Einbrecher
erschlagen (die ZebraLight SC52 ist um Größenordnungen heller [1], taugt
aber mit ihren 40g kaum für Einbrecher), aber das kann man ja nicht dem
Batteriehersteller zur Last legen.

Seit Eneloop verwende ich eigentlich keine Primärzellen mehr, mit Ausnahme
von häufiger genutzten Billigfernbedienungen oder Radl(not)rücklichtern
mit N/AM-5/LR-1 vielleicht. In den anderen Teilen lasse ich das
Batteriefach meist leer und drücke nur bei Bedarf was rein.

Volker

[1] http://zebralight.com/SC52F-L2-AA-Flashlight-Cool-White_p_241.html

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 14, 2021, 2:52:44 AM6/14/21
to
On 6/14/21 8:43 AM, Volker Bartheld wrote:
> Jup. War bei mir (weitestgehend) identisch. Ich habe Varta meine Maglite
> mit ausgelaufenen Monozellen geschickt, kostenlos und portofrei Ersatz
> bekommen. Damit kann man in der LED-Neuzeit natürlich nur noch Einbrecher
> erschlagen (die ZebraLight SC52 ist um Größenordnungen heller [1], taugt
> aber mit ihren 40g kaum für Einbrecher), aber das kann man ja nicht dem
> Batteriehersteller zur Last legen.

Es gibt LED-Retrofits für die Maglites. Zusammen mit Monozellen dürfte
das sehr lange Licht geben.

Gerrit

Volker Bartheld

unread,
Jun 14, 2021, 4:11:04 AM6/14/21
to
On Mon, 14 Jun 2021 08:52:43 +0200, Gerrit Heitsch wrote:
> On 6/14/21 8:43 AM, Volker Bartheld wrote:
>> Ich habe Varta meine Maglite
>> mit ausgelaufenen Monozellen geschickt, kostenlos und portofrei Ersatz
>> bekommen. Damit kann man in der LED-Neuzeit natürlich nur noch Einbrecher
>> erschlagen
> Es gibt LED-Retrofits für die Maglites. Zusammen mit Monozellen dürfte
> das sehr lange Licht geben.

Klar. Aber danke für den Hinweis. Als ich das letzte Mal diesbezüglich
recherchiert hatte, schien mir der Gewinn an Lichtstärke nach
LED-Umrüstung nicht besonders groß zu sein. Inzwischen gibt es da durchaus
was mit 350 Lumen und mehr:

https://www.amazon.de/Litexpress-LXB404-Upgrade-Taschenlampe-Geeignet/dp/B00A37QOI2
https://www.amazon.de/Maglite-Upgrade-Modul-Birne-Taschenlampen/dp/B014Q2DRQ6
https://www.amazon.de/LiteXpress-LXB530-Upgrade-Maglite-Taschenlampen/dp/B08L28RSWK

, hoffentlich ist die thermische Kopplung einigermaßen, damit das
Glühwürmchen kein Feuer fängt.

Volker

Volker Bartheld

unread,
Jun 14, 2021, 4:56:24 AM6/14/21
to
On Mon, 14 Jun 2021 08:52:43 +0200, Gerrit Heitsch wrote:
> On 6/14/21 8:43 AM, Volker Bartheld wrote:
>> Ich habe Varta meine Maglite mit ausgelaufenen Monozellen geschickt,
>> kostenlos und portofrei Ersatz bekommen. Damit kann man in der
>> LED-Neuzeit natürlich nur noch Einbrecher erschlagen
> Es gibt LED-Retrofits für die Maglites. Zusammen mit Monozellen dürfte
> das sehr lange Licht geben.

Klar. Aber danke für den Hinweis. Als ich das letzte Mal diesbezüglich
recherchiert hatte, schien mir der Gewinn an Lichtstärke nach
LED-Umrüstung nicht besonders groß zu sein. Inzwischen gibt es da durchaus
was mit 350 Lumen und mehr:

https://www.amazon.de/dp/B00A37QOI2
https://www.amazon.de/dp/B014Q2DRQ6
https://www.amazon.de/dp/B08L28RSWK

, hoffentlich ist die thermische Kopplung einigermaßen, damit das
Glühwürmchen kein Feuer fängt.

Volker

P.S.: Ingrid möchte noch auf folgende Produkte verweisen:

1-6 Zellen, 1.5-9V, 3W, Maglite Sockel
https://www.amazon.de/dp/B08ZYSLZCM

1-3 Zellen, 1.0-4.5V, 3W, Maglite Sockel
https://www.amazon.de/dp/B00TDWVKGE

3-6 Zellen, 3.2-9V, 3W, Maglite Sockel
https://www.amazon.de/dp/B00TDX97T0

Bei meiner 3D-Maglite würde ich wohl zum Weitbereich-Retrofit
("TorchLEDmag") greifen. 1.0-4.5V scheint mir bei 3xD schon ein wenig auf
Kante gebügelt.

Thomas Prufer

unread,
Jun 14, 2021, 1:15:10 PM6/14/21
to
On Sun, 13 Jun 2021 10:14:57 +0200, Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de>
wrote:

>Er ist in USA, da geht das einfacher.

Duracell hatte in USA eine Garantie: wenn eine Duracell ausläuft, gibt's
Reparatur oder Ersatz umsonst. Ich fand folgenden Text:

"GUARANTEE: If not completely satisfied with your Duracell battery
product, call 1-800-551-2355 (9:00AM – 5:00PM EST). Duracell
guarantees its batteries against defects in materials and
workmanship. Should any device be damaged due to a battery
defect, we will repair or replace it at our option. Leaking battery
and damaged device must be provided as proof of claim. Duracell
may deny claims of damage caused by misuse or modification of
the batteries or device."

Das ist *jetzt* etwas anders: 2-5 Jahre, Kaufbeleg der Batterie nötig, und viele
weitere Einschränkungen.


Thomas Prufer

Rolf Bombach

unread,
Jun 16, 2021, 4:34:16 PM6/16/21
to
Volker Bartheld schrieb:
> On Tue, 8 Jun 2021 18:32:52 +0200, Gerrit Heitsch wrote:
>> On 6/8/21 6:21 PM, Jörg Barres wrote:
>>> hier steht ein Revox B780 Receiver aus den 80ern [...]
>>> Kann ich auch die moderneren NiMh-Akkus verwenden, oder haben die
>>> deutlich andere Ladekurven/Spannungen als die ollen NiMhs?
>> Wieviele Zellen sind es denn? Wenn 3, dann kann man oft eine
>> Li-Primärzelle (CR2450, CR2032, ...) plus 1N4148 als Ersatz verwenden.
>
> Oder es tut sogar ein Supercap. Strombedarf messen. Kann schon sein, daß
> die 200 Stunden Reichweite andere Ursachen haben.

Supercap ist 2.5 V oder so. "Goldcaps", das sind quasi zwei Supercaps in
Serie in der gleichen Zelle, gehen bis 5V.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jun 16, 2021, 4:36:43 PM6/16/21
to
Joerg schrieb:
> On 6/9/21 10:02 AM, Hanno Foest wrote:
>> Am 09.06.21 um 18:52 schrieb Jörg Barres:
>>
>>>>> Wenn die Kiste wirklich viel Stand-By-Strom braucht, nimm einfach einen dicken NiMH LSD Akku. Was halt mit vertretbarem Aufwand rein geht.
>>>>> Kleiner Tip: weniger Kapazität hat oft (noch) weniger Selbstentladung.
>>>
>>> Äh, LSD???
>>> Das kenn ich nicht, bzw. nur von gaanz früher aus Chemie :-)
>>
>> Low Self Discharge. Eneloop und Verwandte.
>>
>
> Zu meiner Schulzeit war das irgendein Rauschgift :-)

Nicht zu verwechseln mit den LDS.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jun 18, 2021, 1:08:04 PM6/18/21
to
olaf schrieb:
>
> Das Problem bei dieser Anwendung hier duerfte sein das der Akku
> vermutlich dauerhaft durch einen kleinen Widerstand geladen wird. Da
> stellt sich dann die Frage wie gut kommt der Akku mit dauerhafter
> Ueberladung klar. Auch da waren Nicd relativ robust. Bei NimH haengt
> das wieder sehr stark von der Ausfuehrung ab. Deshalb stellt z.B
> Panasonic extra besondere Typen mit wenig Kapazitaet her die z.B in
> drahtlosen Telefon die meistens auf der Ladestation liegen eine
> akzeptable Lebensdauer haben, oder auch vergleichbare industrielle
> Anwendungen. ...

Sind diese verwandt mit denen in den Solarlampen? Oder sind diese
einfach auf billig gezüchtet und haben die Gehäuseform lediglich
zur Normierung? Ich kann nicht glauben, dass die Solarlampen
einen High-Tech-Ladealgorithmus verwenden :-]

--
mfg Rolf Bombach

Volker Bartheld

unread,
Jun 18, 2021, 2:03:56 PM6/18/21
to
On Fri, 18 Jun 2021 19:08:02 +0200, Rolf Bombach wrote:
> Ich kann nicht glauben, dass die Solarlampen einen
> High-Tech-Ladealgorithmus verwenden :-]

Ich auch nicht. Allerdings: Der TI BQ24401 kann 1-4 Zellen mit bis zu 2A
laden und braucht in der Peripherie exakt zwei passive Bauteile (R, C).
1.69€ auf der Rolle mit 5'000 Stück [1] [2]. Für den Microchip MCP1630
werden 0.87€ abgerufen [3]. Da kannst Du davon ausgehen, daß irgendein
Blob-IC mit fester Ladecharakteristik einstellige Centbeträge kostet.

Der Solarplunder verkauft sich aber leider auch so. Ist wie mit den
rollenden Benzinfressern.

Volker

[1] https://www.ti.com/product/BQ24401
[2] https://www.mouser.de/ProductDetail/Texas-Instruments/BQ24401DR?qs=YxwvVplHM%2FnS%252Bk0UMifdaA%3D%3D
[3] https://www.mouser.de/ProductDetail/Microchip-Technology/MCP1630T-E-MS?qs=7h429e%252Bsl1A081JDqBY5Cw%3D%3D

Sebastin Wolf

unread,
Jun 18, 2021, 4:01:31 PM6/18/21
to
QX5252


Rolf Bombach

unread,
Jun 18, 2021, 4:09:49 PM6/18/21
to
Sebastin Wolf schrieb:
>
> QX5252

Aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, habe ich
mehr und mehr von diesen Viechern.

--
mfg Rolf Bombach

Sebastin Wolf

unread,
Jun 18, 2021, 4:15:54 PM6/18/21
to
Am 18.06.2021 um 22:09 schrieb Rolf Bombach:
> Sebastin Wolf schrieb:
>>
>> QX5252
>
> Aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, habe ich
> mehr und mehr von diesen Viechern.

Die Gründe sind allgemein bekannt.

Rolf Bombach

unread,
Jun 20, 2021, 12:00:18 PM6/20/21
to
Joerg schrieb:
>
> Ja, auch Casio konnte das. Taschenrechner-IC, wo nach dem Einschalten die alten Daten immer noch drin waren und zwei einfache AA Zellen dennoch mehr als ein Jahrzehnt hielten. Oder der alte HP11C
> hier auf dem Tisch, wo die einfachen Knopfzellen trotz eifriger Benutzung 15+ Jahre halten. Es gibt Firmen, die das schon immer konnten das, und welche, die das nicht konnten.

Bei Intel habe ich die Hoffnung aufgegeben.

--
mfg Rolf Bombach

Volker Bartheld

unread,
Jun 21, 2021, 2:18:41 AM6/21/21
to
On Sun, 20 Jun 2021 18:00:17 +0200, Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>> Ja, auch Casio konnte das. Taschenrechner-IC, wo nach dem Einschalten
>> die alten Daten immer noch drin waren und zwei einfache AA Zellen
>> dennoch mehr als ein Jahrzehnt hielten.

Die Batterien in meinem Casio College FX-100 Schultaschenrechner haben
wohl etwa 15 Jahre gehalten, der wurde sicher nicht geschont. Heute aus
gegebenem Anlaß kurz nachgesehen: Der Rechner geht immer noch. Drinnen
sind zwei AA-Alkalines von GoldPeak Hongkong, "Best before 2006". Und
ganz wie erwartet, begann die eine schon am Massepol auszulaufen.
Schlimmeres konnte mit Essigsäure und Wattetupfern verhindert werden.

>> Oder der alte HP11C hier auf dem Tisch, wo die einfachen Knopfzellen
>> trotz eifriger Benutzung 15+ Jahre halten. Es gibt Firmen, die das
>> schon immer konnten, und welche, die das nicht konnten.

Ich kenne jedenfalls kein aktuelles Produkt mehr, wo das der Fall wäre.

Die Firlar Küchenwaage 0-5kg (https://www.amazon.de/dp/B01EMX8DRW) fängt
nach max. zwei Jahren zu schwächeln an. Dito irgendeine
Tchibo-Badezimmerwaage. Auch beim Doqaus Digitalhygrometer
(https://www.amazon.de/dp/B08HGT1YR4) mache ich mir keine allzu großen
Hoffnungen. Verdächtig lange hält sie 9V-Blockbatterie im Mastech M3900
DVM (wenn man sich https://www.amazon.com/dp/B01JIXBKXK ansieht, war
das eine echte Geldanlage: Rendite über 20 Jahre ca. 500%!), das Teil
schraube ich aber trotzdem sporadisch auf - meist um die 20A-Sicherung
zu tauschen (mal wieder irgendwelche Akkuspannungen im 2A-Bereich
gemessen). Da lohnt sich auch gleich ein prüfender Blick auf die
Batterie.

Ich kann allerdings nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob die neueren
Geräte (in puncto Leistungsbedarf und Standby) scheiße designt sind,
oder ob die Batterien einfach nicht mehr so lange halten
(Selbstentladung, Kapazität).

> Bei Intel habe ich die Hoffnung aufgegeben.

Der Atom-Notebookprozessor ging doch eigentlich. An einem Asus Eee PC
1008HA mit neuem Akku (6Ah) und Samsung SSD um die 5h Betriebsdauer geht
eigentlich. Und mein Thinkpad T480s hält auch eine Weile durch. Keine
Ahnung, ob es die beworbenen 15 Stunden sind, aber ein knapper
Arbeitstag ist es schon.

Volker

Marte Schwarz

unread,
Jun 22, 2021, 11:42:55 AM6/22/21
to
Hi Rolf,

>> Das Problem bei dieser Anwendung hier duerfte sein das der Akku
>> vermutlich dauerhaft durch einen kleinen Widerstand geladen wird. Da
>> stellt sich dann die Frage wie gut kommt der Akku mit dauerhafter
>> Ueberladung klar. Auch da waren Nicd relativ robust. Bei NimH haengt
>> das wieder sehr stark von der Ausfuehrung ab.

Na ja, meist hieß es da statt C/10 eben C/20, was bei gleicher Baugröße
dann auch wieder passte, weil statt 500 mAh eben erst 1100 mAh und
später 2800 mAh drauf stand eine 2800 mAh AA-Zelle machst Du mit 50 mA
auf Dauer nicht kaputt.

> Sind diese verwandt mit denen in den Solarlampen? Oder sind diese
> einfach auf billig gezüchtet und haben die Gehäuseform lediglich
> zur Normierung?

;-) Da habe ich sogar schon LiFePo in Größe von AA gesehen. Geile
Teile... muss man aber aufpassen, dass man die nicht versehentlich
anstelle Mignonzellen einlegt. Das könnte fürs Gerät schädlich sein. Die
machen nämlich etwa die doppelte Spannung.

> Ich kann nicht glauben, dass die Solarlampen
> einen High-Tech-Ladealgorithmus verwenden :-]

Wozu auch. Der Strom ist sehr begrenzt, die Ladungsmenge auch und nachts
wird sicher entladen. Eine Überladung schaffst Du da nie.

Marte


Rolf Bombach

unread,
Jun 22, 2021, 1:52:17 PM6/22/21
to
Volker Bartheld schrieb:
>
> Die Firlar Küchenwaage 0-5kg (https://www.amazon.de/dp/B01EMX8DRW) fängt
> nach max. zwei Jahren zu schwächeln an. Dito irgendeine
> Tchibo-Badezimmerwaage. Auch beim Doqaus Digitalhygrometer
> (https://www.amazon.de/dp/B08HGT1YR4) mache ich mir keine allzu großen
> Hoffnungen.

Bei solchen Geräten, akutell eine Badezimmerwaage, werde ich gelegentlich
von einer schleichenden Erhöhung des Ruhestroms heimgesucht. Andere hatten
hier schon von ähnlichen Effekten berichtet. Nachem nun nach 2-3 Wochen
die CRnnn immer leergelutscht waren, blieb mir nur die Entsorgung.
>
>> Bei Intel habe ich die Hoffnung aufgegeben.
>
> Der Atom-Notebookprozessor ging doch eigentlich. An einem Asus Eee PC
> 1008HA mit neuem Akku (6Ah) und Samsung SSD um die 5h Betriebsdauer geht
> eigentlich. Und mein Thinkpad T480s hält auch eine Weile durch. Keine
> Ahnung, ob es die beworbenen 15 Stunden sind, aber ein knapper
> Arbeitstag ist es schon.

Wie man's nimmt. In zeitgemässen Smartphones hat es acht Prozessoren,
plusminus. Das werden keine Intel sein. ARM rulez. Der erste ARM2 soll
der Legende nach ohne Versorgungsspannung funktioniert haben, jedenfalls
so lange, wie nicht alle Datenleitungen auf Null waren...
Und Notebook-Akkus das Phone auch nicht.

--
mfg Rolf Bombach

Marte Schwarz

unread,
Jun 22, 2021, 2:58:48 PM6/22/21
to
Hi Rolf,

> Bei solchen Geräten, akutell eine Badezimmerwaage, werde ich gelegentlich
> von einer schleichenden Erhöhung des Ruhestroms heimgesucht. Andere hatten
> hier schon von ähnlichen Effekten berichtet. Nachem nun nach 2-3 Wochen
> die CRnnn immer leergelutscht waren, blieb mir nur die Entsorgung.

Ab und an entstauben hilft. Auf dem Staub hält sich Feuchte länger als
auf der lackierten Platine...

Marte

Andreas Bockelmann

unread,
Jun 23, 2021, 12:52:03 PM6/23/21
to
Marte Schwarz schrieb:

> ;-) Da habe ich sogar schon LiFePo in Größe von AA gesehen. Geile Teile...
> muss man aber aufpassen, dass man die nicht versehentlich anstelle
> Mignonzellen einlegt. Das könnte fürs Gerät schädlich sein. Die machen
> nämlich etwa die doppelte Spannung.

Ich habe hier gerade aus einer Amazon Prime Day Bestellung zwei Sets mit
Ladegeräten und je 8 AA-Akkus in Erstladung. Das sind 1,5 Volt
Li-Ionen-Akkus. Die AA-Akkus bestehen aus einer Li-Ionen-Zelle mit
angedockter Elektronik. Ich bin mal gespannt ob das taugt. Einsatz sollen
zwei Wildkameras sein. Die Alkaline-Batterien hatten rund 3 Monate
durchgehalten, ich wollte nach 1,5 Volt Lithium Primärzellen suchen und dann
gingen mir die Akkus ins Netz.

Wie Omma immer sagte: Soll mich mal wundern...

--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Joerg

unread,
Jun 23, 2021, 2:23:15 PM6/23/21
to
Da faellt mir ein Spruch auf der Keramischen in einer Kneipe ein: "Die
Herren Lotsen und Schiffer halten sich bitte an die Mitte der Fahrrinne!"

:-)

<duck und wech>

--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Andreas Bockelmann

unread,
Jun 24, 2021, 5:42:02 AM6/24/21
to
Andreas Bockelmann schrieb:
Ingrid schockt die Dinger zurück. Nach 12 Stunden Ladezeit leuchtete in
jedem der beiden Ladegeräte je eine Zelle noch rot. Was schon so anfängt,
kann nur schlecht sein.

Arno Welzel

unread,
Jun 26, 2021, 12:03:15 PM6/26/21
to
Volker Bartheld:

[...]
> Hoffnungen. Verdächtig lange hält sie 9V-Blockbatterie im Mastech M3900
> DVM (wenn man sich https://www.amazon.com/dp/B01JIXBKXK ansieht, war
> das eine echte Geldanlage: Rendite über 20 Jahre ca. 500%!), das Teil
> schraube ich aber trotzdem sporadisch auf - meist um die 20A-Sicherung
> zu tauschen (mal wieder irgendwelche Akkuspannungen im 2A-Bereich
> gemessen). Da lohnt sich auch gleich ein prüfender Blick auf die
> Batterie.

Ein DMM von Mastech - MS8200G - habe ich auch noch. Gekauft ganz sicher
vor 2001, denn auf der Verpackung, die ich noch habe, steht noch ein
DM-Preis drauf.

Da war auch noch die Original-Batterie drin, die ich kürzlich
ausgetauscht habe, weil sie angefangen hat, auszulaufen. Das Gerät hat
aber immer noch funktioniert.

Das Gerät wird aktuell immer noch als "Testboy 313" verkauft, nur mit
anderer Farbgebung:

<https://www.reichelt.de/multimeter-313-digital-testboy-313-p143014.html>

Zu DM-Zeiten hat es 89 DM gekostet, war also damals schon nicht das alle
billigste Modell.

[...]
> Ich kann allerdings nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob die neueren
> Geräte (in puncto Leistungsbedarf und Standby) scheiße designt sind,
> oder ob die Batterien einfach nicht mehr so lange halten
> (Selbstentladung, Kapazität).

Nein, die Dinger machen einfach viel mehr. Heutige Microcontroller und
SoCs laufen gleich mal bei mindestens zweistelligen MHz-Zahlen und haben
die selbe Leistung, die in den 1980ern noch für einen kompletten
Desktop-Computer ausgereicht hätten. Ich finde es eher erstaunlich, dass
man damit trotzdem noch so lange Batterie-Laufzeiten hinbekommt. In
meinem Fahrradtacho ist ein grafikfähiges Display für die Anzeige von
Höhenprofilen drin und NFC integriert, um drahtlos die Daten auslesen
oder die Einstellungen ändern zu können. Ein Thermometer gibt's auch und
diverse Statistikfunktionen - und der hält mit einer CR2032 auch gut 1-2
Jahre.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Joerg

unread,
Jun 26, 2021, 1:15:18 PM6/26/21
to
Das geht schon noch. Sie wollten lediglich je ein Foto vom
Korrosionsschaden und der Batterie, mit dem Verfalldatum sichtbar. Beim
letzten Mal haben sie es mir so geglaubt und wollten keine Fotos mehr.

Es ist jedenfalls so oft vorgekommen, dass ich nie mehr ein Produkt
dieser Firma kaufen werde. Darunter waren auch unwiederbringliche
Sachen. Meine persoenliche schwarze Liste ist zwar kurz, aber die wird
wohl bis ans Lebensende eingehalten.
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